Bildung ganz unten

Auf der Wohlstands- und Produktivitätsinsel Schweiz drehen sich die Diskussionen um Bildung meist darum, welches System für die Schweiz am förderlichsten sei, ob Bildung der Wirtschaft oder der Selbstentfaltung dienen soll, ob an ihr gespart werden soll oder nicht etc. Daran ist nichts auszusetzen, ich beteilige mich auch an diesen Debatten.

In einem Wahlkampf, in dem vom «Asylchaos» schwadroniert wird, wäre die Unterstützung der Bildung für Flüchtlinge die richtige Antwort.

Menschen protestieren gegen die Polizeikontrollen an der Autonomen Schule Zuerich unter dem Motto: Menschenkette gegen Polizeikontrollen "Verteidigen wir die ASZ!" am Mittwoch, 8. April 2015, in Zuerich. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Demonstration gegen die Polizeikontrollen an der Autonomen Schule Zürich. Foto: Ennio Leanza, Keystone.

Bildung findet aber nicht nur dort statt, wo es um die Matura oder den Lehrabschluss geht. Menschen, die nach der Flucht aus ihrer Heimat in der Schweiz im Asylverfahren sind, die die Anerkennung als Flüchtling erhalten haben oder die im prekären Status der Papierlosen trotzdem hier leben, wissen, dass sie sich in unserem Land nur dann eine Existenz aufbauen können, wenn sie fähig sind, Deutsch zu sprechen.

Dafür gibt es einige Angebote – etwa vom Roten Kreuz, vom kirchlichen Solinetz über die Asylorganisation AOZ der Stadt Zürich bis hin zu privaten Initiativen. Ich hatte die Gelegenheit, in Zürich eine Schule zu besuchen, die diese gelebte Solidarität und Hilfe für Migrantinnen und Migranten in beeindruckender Weise seit Jahren praktiziert: Die von linken Aktivisten und Migranten gegründete Autonome Schule Zürich, welche unter dem sprechenden Motto und Vereinsnamen «Bildung für alle» für gegenwärtig rund 300 Menschen kostenlosen Deutsch- und Computerunterricht anbietet. Die diesem selbstorganisierten Projekt gegenwärtig noch überlassenen Büroräume an der Badenerstrasse sind ein Treffpunkt für zurzeit rund 300 Menschen, die von einer Vielzahl von freiwilligen Lehrerinnen und Lehrern unterrichtet werden.

Das Ziel dieser Deutschkurse sei das Level B1 – damit könne man im Asylverfahren bestehen, erklären mir Raphael und Katharina von der Kerngruppe der Initianten dieses Schulprojektes. Ich sitze ihnen im grossen Aufenthaltsraum mit Brockenhaus-Möblierung gegenüber, der als Kontakt- und Gesprächszone dient, später gesellt sich noch Bah dazu, der einzige Angestellte, der die Kurse koordiniert. Hinter ihnen steht keine Organisation oder Partei, sie vertreten kein politisches oder religiöses Programm – jede Form von Missionierung in der Schule ist untersagt – und sie arbeiten alle freiwillig und ohne Entgelt. Ein Blick in die «Klassenzimmer», wo die Lernenden aller Altersstufen eng gedrängt sitzen, lässt erahnen, wie gross die Nachfrage nach solchen Kursen und das Bedürfnis nach solchen selbstverwalteten Treffpunkten ist.

Die Autonome Schule allerdings hat ein Problem: Sie kann nur bis Ende Oktober am jetzigen Standort bleiben und sucht dringend neue Räume. Die Initianten hoffen auf die Stadt Zürich, dass sie ihr mietfrei, aber mit einem längerfristigen Vertrag, entsprechende Räumlichkeiten überlässt – oder auch auf ein Privatunternehmen, das ihr (wie zurzeit noch) leerstehenden Büroraum bereitstellt. In Zeiten eines Wahlkampfes, in dem in demagogischer Weise vom «Asylchaos» schwadroniert wird, wäre die Unterstützung eines solchen Projektes für die Bildung von Flüchtlingen die richtige Antwort.

35 Kommentare zu «Bildung ganz unten»

  • Daniel Steiner sagt:

    Herr Sarasin,Ich hoffe Ihnen ist zumindest klar,dass sich nur noch die wenigsten Leute für die Flüchtlinge und die somit entstehenden Milliardenkosten,aussprechen.Sobald es den eigenen Leuten schlecht,und die rosigen Zeiten sind auch in der Schweiz vorbei,beginnt jeder,zurcht,zuerst an sich zu denken.Die gelebte Solidarität wird in den kommenden Wochen resp Monaten rasant abnehmen….

  • Yannik Holenstein sagt:

    Sprachkenntnisse sind grundsätzlich wichtig und es sollte im Interesse jedes Migranten sein, sich schnellstmöglich zumindest rudimentär die Sprache des Gastlandes anzueignen. Andererseits sind abgewiesene und untergetauchte Asylbewerber (euphemistisch Sans Papiers genannt) und vorläufig Aufgenommene nur auf Zeit hier. Sobald es die Rahmenbedingungen im Herkunftsland erlauben, müssten sie wieder dorthin zurückkehren. Das Ziel sollte also nicht sein, den Migranten zu helfen, sich hier eine Existenz aufzubauen sondern sie auf die Rückkehr in ihr Herkunftsland vorzubereiten.

    • Heri Joanna sagt:

      Genauso denke ich auch

    • Anna M sagt:

      Vorläufig aufgenommene können Jahre hier sein. Zum Beispiel jetzt Syrer, die in anderen Ländern normalerweise als Flüchtlinge anerkannt werden, werden in der Schweiz oft immer noch nur vorläufig aufgenommen. Bis Syrer zurück nach Syrien gehen können werden Jahre vergehen. Da ist es besser sie können Deutsch. Wenn ich irgendwohin in die Ferien gehe, lerne ich schliesslich auch ein paar Brocken. Oder bin froh in Frankreich Französisch zu können

      • Marcel Schwender sagt:

        „Andere Länder“ sind eine kleine Minderheit. Schweden zurzeit noch, aber in allen anderen grossen europäischen Ländern ist die Asylquote für Syrer nicht höher als in der Schweiz. In den arabischen Nachbarländern wiederum erhalten Syrer nie Asyl, sie erhalten nur eine temporäre Duldung. Die Türkei anerkennt explizit überhaupt keine nicht-europäischen Asylgesuche und hat das sogar seinerzeit offiziell von der UNO absegnen lassen.

    • Christoph Bögli sagt:

      Oft ist das reines Wunschdenken und verursacht darum langfristig mehr Probleme als ein pragmatischer Ansatz. Aus dem gleichen Grund wurde u.a. auch Asylbewerbern und vorläufig Aufgenommenen möglichst ein Arbeitsrecht verweigert oder eigentlich alles, das eine Integration befördert hätte. Womit man nach Jahren, wenn eine Heimkehr dann doch nicht möglich war, einen vorsätzlich geschaffenen Sozialfall hat. Aber manchmal scheint es, die Rechte legt es gerade darauf an, allen Zuwanderern die Integration zu erschweren, um sich dann hinterher über die mangelnde Integration beschweren zu können..

  • Thomas Allmendinger sagt:

    Das Wort „Bildung“ hat schon Einiges durchgemacht: Ging es zunächst um die Alphabetisierung im Rahmen der „Volksschule“, so kam im 19. Jahrhundert das „Bildungsbürgertum“ auf, mit der Grundidee der „humanistischen Bildung“ und dem Begriff der „Maturität“ (Reifeprüfung). Ferner gibt es höhere Bildung im Rahmen der Hochschulen, und letztlich die „Education permanente“. Ob das Bildschirmwissen der digitalen Welt auch zur Bildung zählt, ist eine weitere Frage. Jedenfalls sind die Bildungsunterschiede in der Bevölkerung riesig. Und jetzt kommt noch die Flüchtlingsbildung dazu, eine „Sockelbildung“!

  • Hanspeter Niederer sagt:

    Mit einem Monatseinkommen von 15’000 Franken, das der Herr Professor kassiert, lässt sich trefflich über Gratis-Bildung für alle legal und illegal Zugewanderten parlieren. Schliesslich wird ihn die Konkurrenz durch Billigarbeiter auf dem Arbeitsmarkt und bei der Wohnungssuche nie betreffen. Diese Gratisbildungs-Mentalität kann durchaus eine Anspruchshaltung züchten, die der erfolgreichen, weil selbst gewollten und erkämpften Integration im Wege steht.

  • Anken sagt:

    Für die Ausbildung der Flüchtlinge kann nur die UNO die richtige Organisation sein. Es braucht auf der Welt (nicht hier in der ^Schweiz denn hier ist ja alles in Ordnung) Millionen von neuen UNO Umwelt- und Zivilschutzgrünhelmsoldaten. Ausgebildete Menschen die Häuser bauen, Kläranlagen bauen, Abfall trennen und Verwerten können, die Schulen und Krankenhäuser betreiben können, die Wasserleitungen und Pumpen betreiben können, die nachhaltige Landwirtschaft als Biobauer betreiben können, Strassen und Energieversorgung in Dörfern autark aufbauen können. Aber sicher nicht hier in der Schweiz

  • Anken sagt:

    Typisch ein Professor mit einem riesigen Lohn, wohlbehütet in der Schweiz ohne sich je gross die Hände schmutzig machen zu müssen ohne Existenzangst morgen noch zur Arbeit gehen zu können. Grundidee dass Gebildete Menschen zur Gesellschaft mehr beitragen ist ja gut und der richtige Weg, nur leider sind die Ressourcen in der Schweiz betreffend Arbeitsplätzen am verschwinden und wo wollen dann die Migranten trotz Sprachkentnissen Arbeiten? Soll ich meinen Handlangerjob mit Brutto 4200.- aufgeben für 2 Migranten zu beschäftigen?

  • Leutenegger sagt:

    Die Asylaufnahme aufgeben, und nur eine Aufenthalts/Ausbildungszeit von max. 6 Jahren gewähren. Nach dieser Zeit und Befriedung des Herkunftlandes müssten diese Leute wieder gehen, sie sind danach Handwerker und könnten somit beim Aufbau helfen. Wer nicht mitmacht wird postwendend zurück geschickt
    Grund meiner „Radikalität“ ist, der Exodus wird nie enden ohne das die Herkunftsländer die Geburtenkontrolle nicht einführen.
    Die Bevölkerung dieser Länder hat sich in 50 Jahren vervierfacht, Die Saudis an der Spitze von 3 auf 27 Millionen. Es herrscht Lebensmittelknappheit deshalb Verdrängungkampf.

    • antoinette de boer sagt:

      dieses könnte eine kreative anregung sein;Die länder,deren bewohner duch krieg und terror garnicht anders
      können,als ihr land zu verlassen,um zu überleben,brauchen später ihre bürger für den wiederaufbau !
      Ich bin mir sicher,dass viele flüchtlinge voller heimweh darauf warten,in ihre heimat zurückkehren zu können.
      Je menschenwürdiger wir sie bei uns behandeln,umso besser wird ihr bild von unserer welt sein und auch
      dieses könnte befriedend wirken zwischen den verschiedenen kulturen.
      Wir leben doch alle in der gleichen welt !

      • Widmer sagt:

        „Ich bin mir sicher,dass viele flüchtlinge voller heimweh darauf warten,in ihre heimat zurückkehren zu können…“
        War das jetzt Ihr Ernst oder war das Ironie?
        Die Statistik zeigt jedenfalls Zahlen, die dem widersprechen, was sie behaupten.

        • antoinette de boer sagt:

          Es gibt nicht „DIE“ flüchtlinge,eine differenzierte aussage wäre also angebracht.
          Auch misstraue ich der statistik,denn zur zeit ist alles im fluss und nienand kann
          zur zeit eine entgültige aussage machen !
          Es geht jetzt vor allem um menschenwürdigen und fairen umgang mit denen,die
          bei uns bleiben dürfen und denen ,die zurück in ihre länder müssen.

      • arnold g. master sagt:

        Von welcher Rückkehr und welchem Aufbau reden Sie? Diese Leute werden nie zurückkehren und auch nicht am Aufbau des Herkunftlandes massgeblich beteiligt sein. Das weiss man inzwischen aus Erfahrung aus den Balkankriegen. Sogar wenn sich diese Länder wieder aufrappeln, so geschieht dies vor allem durch die Leute, die dort geblieben sind – und durch externe finanzielle Hilfe. Wer damals in die Schweiz gekommen war, ist nämlich nicht zurückgegangen. Und wenn jemand etwas kann, heisst es ja noch, er müsse doch hier bleiben – so gut integriert und unentbehrlich.

        • antoinette de boer sagt:

          Ich fürchte mich vor jeder pauschalierung.
          Die erfahrungen aus den balkankriegen sind nicht vergleichbar mit den fluchtlingsströmen und den menschen aus
          syrien,afghanistan,iraq,äthiopien oder afrika….
          Wir im westen europas und amerika haben viele viele fehler ganz verrschiedener art in all diesen ländern mit zu
          verantworten und ich denke,es ist allerhöchste zeit,aus diesen fehlern zu lernen.Wir müssen uns die mühe machen
          differenziert zu handeln.Viele flüchtlinge können in absehbarer zeit nicht in ihre länder zurück gehen,sie sollten
          alle unterstützung bekommen.

  • antoinette de boer sagt:

    Es ist beruhigend zu lesen,dass es in zürich nicht nur „rattenfänger“,sondern auch mitgefühl für so viele
    verzweifelte menschen gibt.
    Da ist wohlwollende kreativität von uns allen,die wir in wohlhabenden ländern leben,gefordert !

  • Boss Werner sagt:

    Genau, mit solchen und ähnlichen Forderungen haben die LINKEN alle Türen zugeschlagen, so wie jegliches entgegenkommen im Keime erstickt ! Ideen hätte auch ich viele! Wenn es die Anderen bezahlen! Dazu kommt die Unehrlichkeit hinter der ganzen Geschichte! Wenn es nach mir ginge, müssten ALLE Asylanten hier in der Schweiz sofort in Schule, dort würde aber nicht deutsch sondern englisch gesprochen! Zudem müssten sie eine Handwerklichen oder anderen Beruf erlernen und nach Abschluss in ihrem Heimatland unterrichten!

    • antoinette de boer sagt:

      Über ihren vorschlag lässt sich doch immerhin diskutieren .
      Allerdings sollten wir die schubladen „LINKS-RECHTS-MITTE-OBEN-UNTEN in diesem
      zusammenhang vermeiden,auch wenn wahlen kurz bevorstehen.
      Es geht doch in erster linie um eine humane haltung !

      • boss werner sagt:

        Ja,liebe Frau antoinette de boer, das kommt von den ständigen Vorwürfen aus der Einen Richtung ! Welche zu oft auch noch von Personen stammen, welche weder etwas von der Sache verstehen noch selber jemals aktiv etwas für benachteiligte in der dritten Welt geleistet haben, das macht wütend!

        • antoinette de boer sagt:

          Wenn ich wütend bin,bin ich auch gleichzeitig blind vor zorn;dann versuche ich mich wieder neu zu sortieren,indem
          ich gegensätzliche positionen überdenke.
          vorwürfe kommen auch zu hauf aus der ANDEREN richtung,sind jene bürger über jeden zweifel erhaben?
          Wir leben glücklicherweise in einer demokratie,die jedem erlaubt,seine meinung auf angemessene art zu vertreten,
          Dieses glück haben viele der flüchtlinge nie gehabt.Ich möchte nicht überheblich erscheinen,aber ich stelle die frage,
          ob es nicht auch nützlich sein könnte,gelebtes demokratieverständnis weiter zu vermitteln ?

          • Boss Werner sagt:

            Liebe Frau antoinette de boer, Demokratieverständnis und gelebte Demokratie,wie wir sie haben, sind zwei unterschiedliche Dinge. Deshalb bin ich der Meinung dass ein radikales Umdenken notwendig ist.Es ist auf die Dauer niemandem geholfen, wenn wir immer nur denken jawohl diese Flüchtlinge haben jetzt noch (für immer) in der Schweiz Platz und doch insgeheim alle hoffen das nicht noch mehr kommen. Wobei genau dies nun geschieht! Die Änderung muss in den Herkunftsländern stattfinden.

  • ruf sagt:

    Logisch. Jeder ist sich selbst der Nächste.

    • Saskia Bauer sagt:

      Ja , aber um sich selbst der Nächste sein zu können , darf man Afrika nicht das Letzte an Ressourcen entziehen und dem armen Land einen teuren Freihandel aufzwängen ! Pfui , Frau Merkel !

  • Philipp M. Rittermann sagt:

    genau. „…..die fachkräfte kommen….“ hat der mörgeli zum entsetzen vieler getwittert. um die berufs-chancen der schweizer bürger zu stärken, bedarf es einer adäquater förderung der schweizer jugend. dies ist der motor, der unsere volkswirtschaft am laufen hält. (und nicht die massenzuwanderung…). natürlich muss man die flüchtlinge, welche bei uns bleiben dürfen auch ins arbeitsleben integrieren. zu den selben chancen. da diese eine minderheit darstellen (sollen), fallen sie jedoch kaum ins gewicht.

    • Saskia Bauer sagt:

      Also in der BRD sind die “ Welcome refugees“ -Luftballons ausgegangen oder der Ernüchterung des vermeintlichen des Facharbeitermangels gewichen .

      Erst lockte man Südländer zu uns , weil wir wirklich Ärztemangel haben , aber der griechische gute Arzt darf höchstens als Assistenz-Arzt angestellt werden , weil auch der sonst zu teuer wäre .

      Genug vorhandene , arbeitslose , deutsche Ingenieure bezahlt man auch nur noch mit weiteren, vorhandenen Zusatzqualifikationen oder schreit nach billigeren Ausländern. Oder der gute spanische Ingenieur wird zur Altenpflege und in den echten Facharbeitermangel abgeschoben.

      Alles Lüge und auch jetzt merkt man , dass man 80% der Flüchtlinge nur in prekäre Ausbeuter/Leiharbeiter-Jobs oder wieder ins Altenheim stecken kann , wo man gar keine Steuern zahlen kann, um unserer Wirtschaft etwas zurückzugeben .

      Als Küchenhilfe oder Altenpflege treibt man keine Wirtschaft an .

      Außerdem munkelt man schon wieder von Mehrwertsteuererhöhung oder Mineralölerhöhung , verpackt als Solidaritäts-Zuschlag , welcher den Kostenauswand , Sozialwohnungsbau für die Flüchtline decken soll.

      Angela Merkel streitet erst wieder einmal sicherheitshalber alles ab , aber ihre Weg-duck-Taktik ist bekannt .

      Hat man dann das Problem verdrängt und vergessen , kommt in jedem Fall eine Steuererhöhung . Man muss erfahrungsgemäß nur alles lange genug aussitzen !

  • Dorothée sagt:

    Gibt es unter den Flüchtlingen/Migranten die jetzt von der Sozialhilfe leben keine Lehrer? Die Analphabeten sollten in ihrer Landessprache zuerst alphabetisiert werden und das kleine 1 x 1 lernen. Die anderen sollten in Fachbereichen unterrichtet werden, die zum Aufbau ihrer Heimat dienen. Englisch anstatt Deutsch, damit sie global organisieren können. Es muss aufhören, dass sie denken, dass sie in der Schweiz bleiben können. Es muss ihnen klar gemacht werden, dass sie so schnell als möglich zurück müssen, und da ein neues Leben aufbauen müssen. Wir können ihnen einen guten Rucksack mitgeben.

    • antoinette de boer sagt:

      Die gute Idee:
      ein rucksack gefüllt mit bildung,toleranz,demokratieverständnis und die erinnerung an gute freunde
      aus anderen kulturen,wenn wir das in europa (ich schliesse die schweiz mit ein) erreichen könnten,
      was nicht unbedingt einfach,aber im hinblick auf die zukunft dringend notwendig ist,könnte auf die dauer
      gesehen für alle von nutzen sein.
      Das „KRÄMERDENKEN“mancher mitbürger könnte sich in der zukunft als bumerang erweisen !

  • Marcel Schwender sagt:

    Diese Aussage macht nur Sinn, wenn man sich vollständig von Logik, Vernunft und Recht löst; „Menschen, … die im prekären Status der Papierlosen trotzdem hier leben, wissen, dass sie sich in unserem Land nur dann eine Existenz aufbauen können, wenn sie fähig sind, Deutsch zu sprechen.“ Menschen, die gegen geltendes Recht verstossen, können noch so gut Deutsch lernen, sie haben keine Zukunft in der Schweiz, weil sie sich nicht in der Schweiz aufhalten dürfen. Ein gescheiter Mensche, Herr Sarasin, weiss, dass man sich nur dann eine Existenz aufbauen kann, wenn man legal in einem Land lebt.

    • Thomas Preu sagt:

      Im Mittelalter waren die meisten Menschen in Europa unfrei und rechtlos – Leibeigene – und deren Kinder verdammt, ebenfalls unfrei und rechtlos zu sein. Ich danke Gott, dass die Rechtslage kein unumstössliches Naturgesetz ist, das sich nicht ändern kann. Sonst hätten wir beide, Herr Schwender, heute wohl keine legalen Mittel unsere Meinung so auszutauschen.
      Heute rühmt man sich, die Barbarei des Mittelalters überwunden zu haben; ich hoffe, dass ich die Schweiz noch rühmen kann, dass sie die heutige Illegalisierung und Entrechtung von Menschen überwunden haben wird.

  • antoinette de boer sagt:

    Ich schätze ihre initiative sehr,herr sarasin,und hoffe,dass sich entsprechende räume für die autonome schule
    finden werden.
    Das anliegen dieser ehrenamtlichen mitarbeiter verdient jeden respekt und jede unterstützung !

  • Saskia Bauer sagt:

    Dann kennt  kein Schüler   ein Perpetuum mobile oder einen Wombat , noch die Verbindung zu dem „Namen“ Ramallah oder die Herkunft der Usambaraveilchen.

    Kein fehlerfreies Bewerbungsschreiben möglich , was dann optionslos nur noch Hartz 4 zur Folge hat .

    20 % der Schule bleibt eh nur  hängen und unnötigen Mist , wie Vectorrechnen oder Logarithmus benötigen nur 2%  Berufe .
    Unverständlich einen solchen Hype mit sinnfreien Lernmitteln , Unterrichtszeiten , welche  mit Rechtschreibung und Allgemeinwissen gefüllt werden müssten !

    Unsere Politik müsste vor ein Strafgericht wegen Menschenrechtsverletzung und Vergeudung von Steuergeldern , zumindest in Deutschland !

    Ich postete das eben und finde es nicht.

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt.