Was wir aus dem AKW-Blackout lernen

Alle fünf AKW in der Schweiz standen letzte Woche still. Revisionsarbeiten und akute Sicherheitsprobleme haben sie lahmgelegt. Böse Zungen behaupten, dass einzelne FDP-Nationalräte seither vergeblich nach der angedrohten Stromlücke suchen. Fakt ist: Auch nach der Notabschaltung des AKW Gösgen brachen die Stromversorgung und die Übertragungsnetze in der Schweiz nicht zusammen. Kühlschränke, Produktionsanlagen und Computer funktionierten tadellos. Ja, mitten in der AKW-losen Zeit wurde sogar Wasserstrom ins Ausland exportiert.

Wir haben keine andere Wahl, als in umweltfreundliche Alternativen zu investieren.

Schwachstellen im Reaktordruckbehälter: AKW Beznau. Foto: Gaetan Bally, Keystone

Natürlich kann ein solches Szenario heute nur im Sommer funktionieren. Im Winter würde aktuell nicht genügend einheimischer Ersatzstrom zur Verfügung stehen. Umso unbegreiflicher ist, dass die bürgerlichen Parteien beim Ausbau der erneuerbaren Energien noch immer auf die Bremse stehen. Es ist Zeit, den Tatsachen nüchtern in die Augen zu blicken:

  • Der AKW-Blackout in diesem Sommer zeigt, dass die Versorgung durch Atomstrom in der Schweiz krisenanfällig ist. Die Schäden häufen sich. Kürzlich wurden im ältesten AKW der Welt, Beznau 1, Schwachstellen im Reaktordruckbehälter entdeckt. Eine Dampfleckage legte das AKW Gösgen vorübergehend flach. Täglich kommen neue Sicherheitsmängel und Risiken ans Licht. Gut möglich also, dass es in den nächsten Jahren zu weiteren AKW-Totalausfällen kommt. Gut möglich, dass diese im Winter stattfinden und ganze Wochen andauern. Wenn in dieser Situation nicht genügend Solar- und Windanlagen, dezentrale Batterien oder Wärmepumpen im Einsatz sind, wird sich die immer wieder heraufbeschworene Stromlücke tatsächlich öffnen. Eine Stromlücke allerdings, für die allein die energie­politischen Bremser und Zauderer verantwortlich sind.
  • Jeder vernünftige Mensch weiss, dass die Tage der Atomenergie in der Schweiz gezählt sind. Die alten Anlagen müssen gestaffelt vom Netz, neue AKW sind politisch nicht mehrheitsfähig und wären unsäglich teuer. Wir haben deshalb gar keine andere Wahl, als in umweltfreundliche Alternativen und in die Energieeffizienz zu investieren. Weshalb halten die bürgerlichen Parteien trotzdem am riskanten Weiterbetrieb der Uralt-AKW fest? Neben einer gehörigen Portion Ideologie spielen finanzielle Gründe eine Rolle. Weil der Atomstrom nie zum Vollkostenpreis verkauft wurde, fehlen Milliardenbeträge in den Stilllegungs- und Entsorgungs­fonds. Anstatt die drückende Schuldenlast endlich mit einem Sanierungsplan abzutragen, soll das unfaire Subventionsmodell bis zur letzten Sekunde fortgeführt werden. Davon profitieren alle, die verbilligten Atomstrom kaufen. Die Rechnung für gehabte Freuden wird einfach an die nächsten Generationen und die Steuerzahler und Steuerzahlerinnen weitergereicht.
  • Und es kommt noch schlimmer. AKW-Betreiber wie die Axpo drücken sich nicht nur vor der Kostenwahrheit, sondern auch vor der Verantwortung für die Sicherheit. Sie wollen so lange an ihren alten Anlagen herumflicken, bis die Aufsichts­behörden sie wegen untragbarer Risiken aus dem Verkehr ziehen müssen. Rechtshändel und Entschädigungsforderungen sind dabei programmiert.

Für mich ist deshalb klar: Nur mit einer verbindlichen Laufzeitbe­schränkung kann der Atomausstieg vernünftig geplant und umgesetzt werden. Der Ständerat tut deshalb gut daran, die Energiestrategie in der Herbstsession kräftig nachzubessern. Er wird damit nicht nur die Sicherheit erhöhen und Kosten sparen. Sondern wichtige Impulse für den Erhalt und die Schaffung von lokalen Arbeitsplätzen auslösen.

166 Kommentare zu «Was wir aus dem AKW-Blackout lernen»

  • Fakt ist, ohne AKW leeren sich Stauseen schon im Sommer. Das heisst Import von Atomstrom und Kohle-Dreckstrom. Das heisst auch, Abhängigkeit vom Ausland. Da aber Deutschland auch im Winter Importieren will, sind Blackout sicher. Stromsicherheit ist ein wertvolles Gut. Strombedarf steigt bis 2050 um 70%, das geht nicht ohne AKW.

    • Joachim Schippers sagt:

      Deutschland exportiert Strom. Die Energieversorger Deutschlands wollen 57 Kohlekraftwerke stilllegen, weil nicht rentabel. Damit steigt der Anteil an den regenerativen Energien von 26% deutlich auf über 30%. Zum Vergleich: Die Schweiz hat noch keine 3% erreicht und hinkt damit unsäglich hinterher.

      • Rolf Bombach sagt:

        Nettoexport bedeutet nicht, dass man nicht von Importen abhängt; DE muss phasenweise 6 GW importieren. Abschalten von Kraftwerken ändert von sich aus auch nicht den Strommix. 26% EE an der Energieversorgung sind eine Illusion, Sie meinen die Stromversorgung. Da der Strommarkt kein freier Markt, sondern ein durch Subventionen verzerrter ist, können Kraftwerke unrentabel sein, obwohl sie gebraucht werden. Die Bundesnetzagentur hat daher die Stilllegung von 20 thermischen Kraftwerken wegen Systemrelevanz untersagt(!). Die Schweiz hat seit Urzeiten 60% EE in der Stromproduktion.

    • Henri Steinlin sagt:

      Sie kommen mir vor wie ein „Fachmann“ des Clubs of Rome der vor vielen Jahren angeblich fundiert beweisen wollte dass die Weltölreserven heute schon lange erschöpft wären.
      Woher nehmen Sie die Zahlen der Steigerung des Strombedarfs von 70% bis 2050? Noch nie etwas von Entwicklungen wie moderne Umwälzpumpen, LID Technologie etc. gehört? Vielleicht müsste man auch die veralteten Elektrospeicherheizungen ersetzen.

      • 70% Stromzuwachs, Quelle Alpiq an ETH Klimarunde. Wärmepumpen und E-Mobil brauchen auch Strom. Einsparungen und Optimierungen heben sich auf mit Bevölkerungszuwachs. Es wurde mehr Strom aus Wasserkraft produziert während AKW-Stillstand, so Swissgrid, und diese warnten, lange geht das nicht, weil Speicher für Winter dann fehlt.
        Nur Erneuerbare brauchen so viel Speicher, gar nicht möglich, zu teuer für Wirtschaft, = Abwanderung.

        • Urs Bünzli sagt:

          Windkraft bringt gerade im Winter beste Erträge und das auch in der Schweiz. E-Autos brauchen sehr wenig Strom und kann problemlos durch den Wegfall von Nachtspeicheröfen ersetzt werden.
          Eine LED braucht nur 10% des Stroms einer Glühlampe. Da müssten sich die Bevölkerungszahl von 9 Mio auf 90 Mio erhöhen wenn diese Einsparung aufgehoben werden soll.

          • R. Stadelmann sagt:

            @ Urs Bünzli, dazu sei noch ergänzt, es gibt immer mehr stromsparende Geräte, es gibt Strassenlampen mit LED’s die auch nur angehen wenn jemand unten durchläuft, fährt = weniger strom verbrauch = weniger muss produziert werden 😉 oder in einem land, ich weiss leider nicht mehr wie es heisst, haben sie auf grossen plätzen spezielle bodenplatten verbaut die strom erzeugen wenn leute darüber laufen, damit können sie schon die ganze beleuchtung des platzes mit strom versorgen. und meinte in unserem land gibt es ein dorf das sich alleine mit erneuerbarer energie versorgt 😉 uvm.

    • Hans Widmer sagt:

      Stimmt nicht. Die Speicherseen wurden während des Blackouts nicht angetastet. Der Wasserstrom der exportiert wurde war aus Flusskraftwerken.
      Stromsicherheit ist ein wertvolles gut! Genau darum sind AKW keine Hilfe. Diese maroden Klumpenrisiken können keine Sicherheit garantieren. Dieses mal hatten wir Glück, dass die Ausfälle im Sommer waren und vor allem, dass nichts schlimmeres passiert ist.
      Aber sich einfach darauf zu verlassen, dass das Glück anhält, und dabei die Stromsicherheit und das Leben Tausender zu gefährden ist einfach nur niederträchtig.

      • Rolf Rothacher sagt:

        Sie liegen völlig falsch: dank der Schneeschmelze reicht die Wasserkraft im Sommer aus, um die Atomkraftwerke technisch zu revidieren. Ab November bis März/April produzieren jedoch die Staukraftwerke kaum mehr Strom. Das ist exakt die Zeit, während der Solaranlagen kaum mehr Strom produzieren. Im Sommer haben wir dagegen genügend Wasserstrom, brauchen keine teuren Solaranlagen. Wir bauen dank Bundesrat und Fehlinformationen für Milliarden Solaranlagen, die NIEMAND benötigt, ausser, wir wollen alle unsere Häuser in Zukunft im Sommer runterkühlen wie die Amerikaner. Informieren Sie sich!

        • Hans Widmer sagt:

          Erneuerbare Energien umfassen mehr Technologien als Fotovoltaik. Windenergie hat noch ein riesiges Ausbaupotential und liefert eher im Frühling und Herbst Strom. Hunderte weitere haben hier leider keinen Platz.
          Es ist extrem schwierig einem AKW befürworter, der sich nur in ein Monopolsituation sicher fühlt, zu erklären, dass es durchaus möglich ist, diverse Stromerzeugungen zu kombinieren. Sobald die AKW’s endlich abgeschaltet sein werden, wird sich auch wieder ein Strommarkt ergeben, in dem die WKW’s profitabel operieren können, und die Speicherwerke werden wieder sinnvoll zu betreiben sein.

      • R. Stadelmann sagt:

        @ Hans Widmer, bin ganz ihrer Meinung, weg mit diesen AKW’s!

    • Thomas Jobs sagt:

      @ Werner Bechtel:
      klar geht es ohne AKW! Atommüll interessiert sie als Ü60 natürlich nicht, aber mich und meine Kinder eben schon.

      • Atommüll ist Energielieferant für die Zukunft, Australien macht es vor. In Russland läuft ein AKW so. Der jetzige Atommüll reicht 70 Jahre als Energielieferant für die ganze Erde.

        • Thomas Jobs sagt:

          @ Werner Bechtel:
          besser informieren tut not: sie reden von Prototypen, welche noch Jahre bis zur Serienreife brauchen. Die Lösung brauchen wir aber jetzt!

        • R. Stadelmann sagt:

          @ Werner Bechtel, ja und Atommüll ist auch gar nicht gefährlich oder?! Wollen Sie die ganze Schweiz mit Atommül zumüllen?! warum wollen Sie unbedingt an denn AKW’s festhalten währen andere daran sind sich weiterzuentwickeln, warum wollen Sie stehen bleiben?! denken Sie bei AKW’s auch an die Sicherheit?! Ein AKW ist ein grosses Sicherheitsrisiko, weiss nicht ob Ihnen der Name Anders Behring Breivik noch was sagt, der hatte unsere AKW’s als anschlags Ziel und wie schützen sie uns vor diesen gefahren? wer sagt das ein AKW wirklich sicher ist davon wenn ein Flugzeug hineinfliegen würde?!

          • Peter Vogler sagt:

            Warum gewisse Leute die Gefahr nur bei Kernkraftwerken sehen,weiss ich nicht so genau.Also so ein Flugzeug in eine Staumauer z.B.eine A-380 oder direkt in den Stausee,(wenn man unbedingt den Teufel an die Wand malen will)ich weiss nicht so recht ob das gut käme.Keine Vorwarnzeit um die Bevölkerung zu evakuieren.Bei AKW’s ist es die Kühlung die als erstes versagt,dann vergehen Tage bis es zu einer Kernschmelze kommt..Im Sommer Photovoltaik-Strom im Überfluss zu erzeugen macht nicht viel Sinn,es sei denn man speichert die Energie als potenzielle kinetische Energie in Pumpspeichern.

          • Thomas Jobs sagt:

            @ Peter Vogler:
            das mit der Vorlaufzeit ist schon richtig, aber wenn die Staumauer und die zerstörten Häusdr wieder aufgebaut sin, dann ist das Gebiet wieder bewohnbar. Das sieht beim AKW ganz anders aus!

        • R. Stadelmann sagt:

          @ Werner Bechtel, glaube Sie unterschätzen das Risiko eines AKW’s, es gibt die Gefahr aus dem Netz, im Iran wurde in ein AKW ein Virus eingeschläust mit dem Sie die Kontrolle der Schaltzentrale übernehmen konnten, was meinen Sie was dann möglich wäre?! Es passiert nur einmal einen Atomaren Unfall dann haben wir aber ein grosses Problem, viel land wäre verseucht, viele Menschen würden sterben, Ihren Atom Strom wäre dann auch dahin, ich finde nicht das der Strom wichtiger sein sollte als Menschenleben! man sollte nicht mit dem Glück spielen. Wie wollen sie uns schützen vor diesen Gefahren?!

          • Patrick S. sagt:

            Der Virus im Iran betraf, soweit ich mich erinnere, eine Anreicherungsanlage. Dort waren ganz normale Siemens-Industriekomponenten im Einsatz, wie Sie sie bei uns in der Industrie allgemein finden. So ein System anzugreifen, erfordert präzise Kenntnisse von seinem Aufbau (Industriespionage). In sicherheitskritischen Bereichen, z.B. Kernkraftwerken, sind spezielle Versionen dieser Geräte im Einsatz, bei denen eine Umprogrammierung zuerst hardwaremässig freigegeben werden muss. Ausserdem ist Technologie, die 40 Jahre und älter ist, wahrscheinlich noch nicht so vernetzt wie moderne Anlagen…

          • Thomas Jobs sagt:

            @ Patrick S.:
            AKW wurden 40 Jahre lang nachgerüstet, nur so als Input…!

    • Max Oppliger sagt:

      warum kommen Sie und ein paar andere Ewiggestrige andauernd und ohne nachzudenken immer wieder mit der Auslandabhängigkeit. Berichten Sie uns doch woher Ihr Benzin kommt?

  • Thomas Jobs sagt:

    Danke für diesen Artikel Frau Rytz! Leider wird dies von den Ewiggestrigen nicht goutiert und sie warten wieder mit den selben Märchen auf, dass der AKW-Strom billig, CO2-Frei, sicher und sauber ist!

    • stef sagt:

      Wenn man keine glaubhaften Argumente hat, diffamiert man halt die Andersdenkenden als „Ewiggestrige“, „Atomlobbyisten“. usw.
      Es ist nun einmal so, dass AKW-Strom praktisch CO2-frei ist, eine hohe Versorgungssicherheit bietet (Bandstrom statt Flatterstrom) und im Betrieb sauber ist.
      Das Abfallproblem müssen wir lösen, ob die AKWs nun weiter laufen oder nicht. Die beste Gewähr für eine dauerhafte Lösung dieses Problems ist die Weiterentwicklung der AKW-Technologie. Es ist physikalisch möglich, die heutigen Abfälle zur weiteren Energienutzung zu verwenden, woraus unbedenkliche Stoffe entstehen.

      • Thomas Jobs sagt:

        @ stef:
        ich diffamiere hier niemanden, denn nur wer sich WIRKLICH mit der Materie auseinander setzt weiss, das das Atomstrom eben nicht der saubere Stromerzeuger ist, wie man ihn immer darstellt!
        Und es gibt weder als Prototyp noch ansatzweise auch nur eine Möglichkeit, abfallmässig unbedenkliche AKW zu bauen. Nur weil weniger Abfall entsteht und dieser weniger lang stahlt heisst das noch lange nichts.
        Die viel zitierte Flatterhaftigkeit des PV- und Windstromes lässt sich relativ einfach mit Puffer lösen. D hätte z.B. jetzt schon ein Puffer für H2 von 720 PetaJ!

        • stef sagt:

          Ich habe nicht geschrieben, dass es einen Prototypen gibt, sondern dass es physikalisch möglich ist. Dazu braucht es aber noch viel Forschungsarbeit, die nur durchgeführt wird, wenn man der Technologie eine Zukunft gibt.
          Wir haben somit die Wahl:
          1) Atomausstieg mit unsicherer Stromversorgung, mehr CO2-Ausstoss (siehe D) und sitzenbleiben auf Abfällen, die 1 Mio Jahre strahlen
          2) Atomtechnologie weiterentwickeln, vorhandene Atomabfälle weiter verwerten und damit sichere Stromversorgung und anfallende Abfälle als unkritische Nuklide mit sehr kurzen Halbwertszeiten

          • Thomas Jobs sagt:

            @ stef:
            nur so zu ihrem physikalischen Papierreaktor: der immer wieder viel zitierte Thoriumreaktor wird seit 60 Jahren beforscht und in ca.40 Jahren sind die ersten Reaktoren serienreif! Was sagt ihnen das? Und ob 100’000 Jahre oder 300, nach ihnen die Sintflut…

            zum 1.) Wieso wird von den Atomfreunden immer und immer wieder behauptet, dass der CO2-Ausstoss in D gestiegen ist? Das pure Gegenteil ist der Fall: der Anteil von Kohle, Öl und Gas (und auch der der Atomkraft!) sind seit Jahren am sinken, warum soll denn der CO2-Ausstoss plötzlich steigen? Zauberei?
            zum 2.) wären nur annährend so viel Gelder in die EE wie in die Atomkraft gesteckt worden, dann hätten wir heute NULL Emissionen bei der Energieerzeugung und NULL Benzinautos! Alleine in D wurden bis in die 70er Jahre über 20Milliarden € investiert! Summa summarum hat die Atomindustrie in D bis 2010 schon über 220Milliarden € verschlungen und da sind die Netzausbauten nicht einberechnet.Und für den Rückbau fehlen z.Zt. 15Milliarden €!
            Gegenfrage: was wollen sie machen, wenn es noch ein AKW lüpft? Wer zahlt die Versicherungsgelder? Ach ja: die AKWs sind ja eben nicht versicherbar…
            Und nun eine letzte Frage: wussten sie, dass wenn es in der Schweiz ein GAU gibt, sie als Bewohner zum aufräumen gezwungen werden können? Wie toll finden sie das?

      • R. Stadelmann sagt:

        @ Stef, erneuerbare energie ist meines wissens auch sauber. wie wollen sie das abfallproblem lösen? wollen sie die ganze CH mit Atommüll zupflastern? was ist mit der sicherheit, wie schützen sie unsere AKW’s vor einem Anschlag, vor Cyberattacken? ihnen ist schon auch klar, es passiert nur einmal einen Unfall und dann haben wir aber wirklich ein problem, dann ist auch fertig mit strom! von wegen versorgungssicherheit, es gibt immer mehr stromsparende geräte, es gibt strassenlampen mit LED’s die nur angehen wenn jemand untendurch läuft oder fährt uvm. = strom sparend = weniger muss produziert we

    • Christian Weiss sagt:

      „Ewiggestrig“ sind jene Personen, die das enorme und für die Energieversorgung faktisch unerschöpfliche Potenzial der Kernenergie nicht nutzen wollen, obwohl sich mit neuer Technologie die Reichweite der spaltbaren Rohstoffe auf Zeiträume verlängern lässt, welche die Lebensdauer der Erde übertreffen, welche das Abfallproblem praktisch restlos zum Verschwinden bringen und überdies die jetzt schon hohe Sicherheit der Anlagen noch enorm steigern. Stattdessen wollen uns die Verfechter der „Energiewende“ Zufallsstromproduzenten als Lösung anbieten, deren Potenzial sehr überschaubar ist.

      • Thomas Jobs sagt:

        @ Christian Weiss:
        nein, die Ewiggestrigen sind eben die, welche sich einen Deut um die Zukunft unserer Kinder scheren und denen den Strahlenmüll hinterlassen; so ganz unter dem Motto: nach mir die Sintflut!

  • Kaiser, ehemaliger MA der NAZ sagt:

    „Unsäglich teuer“? Warum werden denn weltweit wie wild AKWs gebaut. Und nein, nicht „jede vernünftige Person weiss, dass die Tage der Atomenergie in der Schweiz gezählt sind“, sondern nur die ideologisch beschränkte.Vernunft gebietet alle Möglichkeiten in Betracht zu ziehen.

    • Jan sagt:

      Wie wild gebaut ist übertrieben. Und gebaut wird vor allem in Schwellenländer, weil wild subventioniert. In Europa, wo die Sicherheitsvorschrfiten streng(er) sind harzt es gewaltig. Stichworte Olkiluoto, Flamanville, Hinkley Point („, the cost of which is revealed to have reached £16 billion.“ „The Government agrees EDF should receive a guaranteed a price of £92.50 – twice the current market price of electricity – for each megawatt-hour of power that the reactors generate over a 35-year period.)

    • Thomas Jobs sagt:

      @ Kaiser, ehemaliger MA der NAZ:
      besser informieren von dem Posten:
      Olkiluoto in Finnland ist diesen Monat seit 10 Jahren im Bau bei einer derzeitigen Kostenüberschreitung um das Dreifache! Hinkley Point C wird wärend 35 mit 100 Milliarden € subventioniert! Auch andere AKW sind schon seit Jahren im Bau.
      Die Kosten für den Rückbau und die Endlagerung in der CH sind trotz tw. überschrittener Maximallaufzeit noch zu einem Drittel unterdotiert; die Endlagerkosten nur bis 2050 berechnet (und dann? Türe zu und beten?). So sieht es aus mit dem Atomstrom!

    • urs sagt:

      in Europa werden im Moment nach meinen Infos in der Türkei und in Russland noch gebaut. Alle anderen – auch fast fertigen – Projekte sind gestoppt worden (grossenteils aus finanziellen Gründen). Ah ja, England wird vermutlich noch bauen…. allerdings mit langfristiger Abnahmegarantie und Subvention:)…. mehr als die Erneuerbaren in DE:)….

    • R. Stadelmann sagt:

      @ Kaiser, ich glaube sie haben da so einiges nicht mitbekommen, meines wissens hat D schon paar AKW’s vom netz genommen und wollen auch weg von der Kohleenergie, Dubai setzt auch auf erneuerbare Energie, z.b. mit windräder intregriert in Gebäuden. in einem land, weiss nicht mehr wie es heisst, wurden bei grossen plätzen spezielle bodenplatten instaliert die strom erzeugen sobald menschen darüber laufen. in unserem land gibt es meines wissens ein dorf das sich alleine mit erneuerbarer energie versorgt und immer mehr verbauen auf ihren dächer solarpannels oder was das sind usw. uvm.

    • R. Stadelmann sagt:

      @ Kaiser, von wegen unsäglich teuer was ist denn mit dem ganzen atommüll das ein AKW produziert, das braucht platz, brennstäbe müssen importiert werden und was wenn es einen atomaren unfall geben würde was meinen sie was das dann kostet? wie schützen die AKW’s vor einem Anschlage, unsere AKW’s wahren schon mal ein Anschlag Ziel, zum glück kam es nicht so weit. Was ist mit Cyberattacken? schauen sie hätte dazumal nicht einer denn mut gehabt auf Atom strom zu setzen dann gäbe es heute auch ein Atom strom, also wieso nicht auf Erneuerbarer energie setzen? das wird uns genau so gelingen!

  • peter sagt:

    Es gibt in der Schweiz KEINEN Ausstieg aus der Kernenergie ohne dass vorher darüber abgestimmt werden kann.

    Die damalige „Sistierung“ der Planungsverfahren ist eines Rechtsstaates unwürdig und wird noch Folgen haben

  • Danke, Regula Rytz – Sie schreiben, was ich denke. Natürlich wird Ihr Beitrag nun sofort die Ewiggestrigen auf den Plan rufen, einfach, weil sie, die Ewiggestrigen nicht begreifen können, dass wir längst ohne den überteuerten Strom aus den Atomkraftwerken auskommen. Und: Es werden die selben Ewiggestrigen sein, die jammern werden, wenn sie schon bald werden zur Kenntnis nehmen müssen, dass die Kosten für die sichere Zwischenlagerung -ein sicheres Endlager wird es nie geben- von uns, den Bürgerinnen und Bürgern, werden bezahlt werden müssen.

    • Reziprozität sagt:

      „… weil sie, die Ewiggestrigen nicht begreifen können, dass wir längst ohne den überteuerten Strom aus den Atomkraftwerken auskommen. …“ Schon klar, Herr Bühler. Der billige Strom aus „Erneuerbaren“ Energien kommt dann ja aus den Wärmepumpen von Frau Rytz und den 80 Gigabyte Kraftwerkskapazität des deutschen Grünen Özdemir. Abstrus!
      Aber: „Salonfähig kann Abstrusität nur dann werden, wenn intellektuell Benachteiligte Zugang zu Entscheidungspositionen haben und es schaffen, die Umsetzung ihres Spleens durch Opportunisten mit politischen Gefallen oder sonstwie zu entlohnen.“ (Michael Klein)

  • Stephan Huber sagt:

    Ja Frau Rytz, zum Glück waren unsere Steckdosen noch voll davon oder was denken Sie, woraus der Schweizer Strommix während dieser Stillstandsphase bestanden hat?

  • Meine Meinung ist, dass die alten AKW noch laufen können, bis sie abgeschaltet werden müssen. Anschliessend werden aber keine neue gebaut 🙂
    Die AKW-Industrie muss sämtliche Kosten für Rückbau und Lagerung der verstrahlten Abfälle selbst bezahlen – Und keinesfalls der Steuerzahler!
    Und es darf weder Atomstrom noch Strom aus nicht erneuerbaren Quellen importiert werden. Ist anschliessend nicht genügend Strom vorhanden, werden dementsprechend Einwanderer repatriiert, bis die vorhandene Menge Strom wieder ausreicht.

    • Aschi sagt:

      Das Parlament hat ein Gesetzte abgesegnet so dass ab einem gewissen Zeitpunkt alle Rückbau- und Endlagerungskosten der AKW an den Bund (Steuerzahler) fallen werden. (vergl. Aussagen und Bücher Ex-NR Strahm R.) Deshalb wird der AKW- Ausstieg verzögert. Bürgerliche Kreise sind öffentlich „für weniger Staat“, melken ihn selber aber mehr als alle anderen (UBS).

    • Hans Widmer sagt:

      Auf das wird es leider Hinauslaufen.
      In dem Moment in dem ein Stromkonzern den „Aus“-Knopf eines AKW’s betätgt ist die Firma Bankrott. Weder die weiterlaufenden Kosten noch der Rückbau und schon gar nicht die Endlagerung können von einer Firma (Auch wenn sie durch den lächerlich kleinen Fonds unterstütz wird) getragen werden.
      Darum schieben die Manager dieser Firmen den Tag so lange wie möglich raus. Leider wird es wohl so lange rausgeschoben werden, bis einer der Reaktoren bricht. Glücklich, wer sich einen Zweitwohnsitz in der Südsee leisten kann.

  • Bruno Schwerzmann sagt:

    Die bösen sind immer die anderen, soweit nichts wirklich Neues von Frau Rytz. Die AKW-Betreiber machen Business as usual, was sonst, von der Politik ist eh nichts zu erwarten, die Lösung muss irgendwie technisch begründet sein, soweit echt alternativlos. Aber: irgendwie habe ich das ungute Gefühl, dass wir so wirklich in einen „Fachkräftemangel“ reinlaufen. Wer soll die alten Meiler denn noch sicher rückbauen ? Die Leute, die die alten Meiler wirklich noch kannten, sind längst pensioniert und wer, bitte, soll hier freiwillig neu einsteigen ?

  • Andy Hug sagt:

    Ich fände es schön, ohne Atomstrom auskommen zu können, Allerdings schweigt sich Frau Rytz über die Stromkosten. Jetzt, anch dem Blackout sollten die Stromkonzerne verlässliche Infos haben, was der atomlose Strom uns Abnehmer kosten würde.
    Das 2. Thema, was ist die CO2-Bilanz dieses Blackouts?

    • Hans Widmer sagt:

      Nachdem in Japan alle AKW’s abgeschaltet waren, stiegen die durchschnittlichen Herstellkosten einer kWh Strom um ca 3 Rp.
      Und das obwohl die ganze Abschaltung total ungeplant vonstatten ging.
      Inzwischen wäre der Alternative Strom gleich teuer wie der aus den AKW’s. Nur das Problem mit den AKW’s ist, dass sie sowieso kosten. Egal ob sie noch produzieren oder schon in der Abühlphase sind, die Betriebskosten bleiben.
      Das ist auch der Grund warum die ewiggestrigen in der Schweiz sich gegen das Abschalten stellen. AKW’s die nur noch kosten werden den Stromkonzernen das Genick brechen.

      • Roland K. Moser sagt:

        Gemäss dem Bund und der Atomindustrie hat die Atomindustrie genügend Geld auf der Seite um den Rückbau der AKW und die anschliessende Lagerung der radioaktiven Teile/Abfälle für ca. 1 Millionen Jahre (1’000’000 Jahre) zu finanzieren. Nach ca. 1 Million Jahren strahlt das Zeug meines Wissens nicht mehr.

        • Thomas Jobs sagt:

          @ Roland K. Moser:
          das ist leider total falsch, was sie da behaupten!
          Die Zahlen des Bundes (Stand 2010):
          – Stillegung 5 AKW = 3 Milliarden
          – Endlagerung = 8,4 Milliarden
          das sind also 11,4 Milliarden. Rückgestellt sind aber nach MEHR als die Hälfte der Betriebsjahre erst 4 Milliarden und somit fehlen schon jetzt 3,4 Milliarden! Nun kommt noch dazu, dass der Bund das Ganze nur bis 2050 gerechnet hat – und was kommt dann? Türen zuschweissen und beten?
          AKW sind für ein Schadensfall nicht versichert!

          • Natürlich ist das Geld nicht auf der Seite bzw. angespart.
            Mein Beitrag war ironisch gemeint.
            Und wir müssen jetzt ungeheuer aufpassen, damit der Steuerzahler am Ende nicht zahlen muss, sondern tatsächlich die Stromfirmen.

      • Lea sagt:

        In der Schweiz wird ein Ausstieg weniger als in Japan kosten, da wir hoffentlich Zeit für einen geordneten Ausstieg haben und nicht von einem Tag auf den anderen zum Ausstieg gezwungen sind. Vorallem aber weil wir uns nicht auf einer Insel befinden und deshalb Überschüsse exportieren können und bei Knappheit importieren können, wie bisher.
        Trotzdem wird es auch bei uns Gewinner (Dachbesitzer und inovative Landwirte) und Verlierer (Verwaltungsräte und PRfirmen) geben.

    • Peter Pfrunger sagt:

      Es gibt schon einen Grund, weshalb die AXPO Manager sich gerade jetzt in den USA ein zweites Standbein aufbauen wollen. In wenigen Jahren wird dann die AXPO Schweiz Konkurs gehen und sie in den USA genüsslich zusehen, wie der Staat den Dreck, den sie hinterlassen haben für teures Geld aufräumen muss.
      Herr Moser, woher ist ihre Familie eingewandert? Wohin müssen wir sie repatriieren? Ihrem Namen nach nach Deutschland, dem ehemaligen Osten davon. Da hat es noch mehr mit ihrem Gedankenschlecht.

  • Dr. T.Cackett sagt:

    Besten Dank für diesen sachlichen Beitrag.
    Als erfolgreicher Alt-Kaiseraugst Besetzer stellen sich für mich noch weitere Fragen: Wieso ist es möglich, dass die mehrheitlich im Staatsbesitz befindlichen AKW weder eine saubere Kostenrechnung, noch eine Laufzeitbeschränkung vorweisen müssen? Wieso sollen wir Abermilliarden in nur aus dem Ausland verfügbares Uran investieren und damit 100 % abhängig bleiben ? Wieso redet niemand vom dem geballten Risiko von 5 Uralt-AKW in unserem winzigen Land – ein Unfall wie Fukushima und „La Suisse n’existe pas !“ , bzw. plus.

    • Thomas Jobs sagt:

      @ Dr. T.Cackett:
      eine (leider) einfache Antwort auf ihre Frage: die Atomlobby ist zu stark und die Teppichetage der AKW-Betreiber zu stark mit der Politik verfilzt!
      Und: danke, für das erfolgreiche demonstrieren damals!

      • Peter Vogler sagt:

        Wer genau ist denn eigentlich die sogenannte ATOM-Lobby?Gibt es da eine genaue Definition.In den 60’er Jahren wollte die Elektrizitätswirtschaft in der Schweiz gar keine AKW’s bauen,sondern sie wollten eigentlich die Generatoren mit stinkenden CO2 und Russ-Schleudern,also Dieselaggregaten die Stromgeneratoren antreiben.Es war Bundesrat Dr.Willy Spühler welcher die Stromerzeuger ermahnte mit der Kernenergie endlich vorwärts zu machen.Willy Spühler war Sozialdemokrat.Für Kernenergie war damals auch der Schweizerische Bund für Naturschutz ,heute Pro Natura.Das wird heute immer verschwiegen.

        • Thomas Jobs sagt:

          @ Peter Vogler:
          wer redet von damals?
          Die Atomgremien in der CH behaupten unabhängig zu sein, sind sie aber nicht:

          KNS und ENSI beraten den Bundesrat (Lobbying). Mitglieder davon:
          Beznau: Urs Weidmann
          Gösgen: Daniel Rebsamen
          Leibstadt: Andreas Pfeiffer
          Mitglied Nuklearforum: Jean-Marc Cavedon

    • Eckardt Roger sagt:

      Dr. T.Cackett,
      Um die stärke der Atomlobby abschätzen zu können muss man das bedenken:
      Als ich vor 4 Jahren die Liste der Parlamentarier in der Atomlobby besass. Waren Alle FDP und SVP Parlamentarier darin vereinigt! ALLE!
      Teile der CVP auch. So FDP hat im NR 30 Sitze die SVP 54, macht zusammen 84!
      Die CVP hat 28. Also muss nur einer mehr als die Hälfte der CVP für die Atomkraft sein und im Parlament geht nichts!!

      Zusätzlich, icch verfolge die Atomdiskusion seit 35 Jahren und immer ist das Argument, wir haben AKW da brauchen wir nichts neues!! So hat man 35 Jahre alles Blockiert!

      • Christian Weiss sagt:

        Als Atom-Lobbyist gilt jeder Atomkraftbefürworter. So einfach machen Sie es sich. Dem „Lobbyist“ hängt irgendein „Gschmäckle“ an, wie die Schwaben sagen würden. Tatsächlich gibt es aber nicht darum immer noch viele Atomkraftbefürworter, weil die alle in Lohn und Sold der Kernkraftwerkbetreiber stehen, sondern weil sich diese Leute mit den Risiken, Chancen und Kosten der Atomkraft und der Alternativen auseinandergesetzt haben und zum Schluss gekommen sind, dass Kernenergie preisgünstiger und vor allem umweltfreundlicher als die Alternativen ist.

        • Aschi sagt:

          Wahrscheinlichkeits- und Gefährdungsüberlegungen sind vielen Politik fremd. Wer kann begründen, dass wir in der Schweiz gescheiter sind als die AKW-Überwacher in Deutschland und der USA? Hat jemand von den AKW-Befürwortern (war ich vor 50 Jahren selber) jemals die Expertise über die Altreaktoren der Schweiz, von Ing. Mayer, dem ehem. Chef der deutschen AKW-Aufsicht studiert? Seine Schlussfolgerungen sind so krass, dass nur bezahlte Politiker und irregeleitete Ideologen dagegen sind, die Altreaktoren abzustellen. Die Teilkernschmelze nach 2 Betriebsjahren in Luçens scheint vergessen zu sein.

        • Thomas Jobs sagt:

          @ Christian Weiss.
          Die Atomgremien in der CH behaupten unabhängig zu sein (und müssten es auch sein!), sind sie aber nicht:

          KNS und ENSI beraten den Bundesrat (Lobbying). Mitglieder davon:
          Beznau: Urs Weidmann
          Gösgen: Daniel Rebsamen
          Leibstadt: Andreas Pfeiffer
          Mitglied Nuklearforum: Jean-Marc Cavedon

          Die AKW-Anhänger leben nur im Jetzt und denken nicht an den Müll oder die unbewohnbaren Gebiete für die nächsten Generationen!

  • Rolf Bombach sagt:

    Auch im Sommer hat der Strom nicht gereicht; über Mittag wurden fast 2 GW netto importiert. Der Blogeintrag strotzt nur so von Nicht-Aussagen. Niemand will Atomstrom einfach so um der Kernkraft Willen. Aber einmal mehr haben die Grünen keine gangbare Alternative aufgezeigt. Die Erneuerbaren wie PV und Wind sind ja ganz nett, aber ohne Speicherung eben nicht richtig verwertbar. Und dank der Subventionen sind Wasserkraft und insbesondere Pumpspeicherung mittlerweile unrentabel. Die einzige Antwort der Grünen darauf: Dann muss man die halt ebenfalls subventionieren. Herr wirf Hirn vom Himmel!

    • Thomas Jobs sagt:

      @ Rolf Bombach:
      sie kommen immer mit dem selben Mist und darauf habe ich ihnen auch schon geantwortet:

      aus dem Newsnet-Artikel vom Montag 17. August 2015 14:28 «Strom fehlt derzeit nicht, im Gegenteil»
      Zitat:
      Fehlt nun Strom?
      Ganz im Gegenteil. Unter dem Strich exportiert die Schweiz derzeit sogar Strom. Derzeit, das heisst um 12.15 Uhr, sind es 265 Megawatt. Das ist zwar nicht viel, aber in Anbetracht der Tatsache, dass alle fünf Atommeiler abgeschaltet sind, doch beachtlich. Es ist aber möglich, dass wir im Tagesverlauf auch etwas Strom importieren werden.
      Fragen?

      • Wieso haben wir dann Atomkraftwerke, wenn wir ohne diese Atomkraftwerke genügend Strom für 8,5 Millionen Menschen und eine aufgeblähte Industrie haben?

      • Martin Kalt sagt:

        Woher sind Ihre Zahlen? Klingt nach Energistiftunginterview

        Aktueller Nettoimport nach Swissgrid etwas über 800 MW datum 25.8.2015 ca. 12:20 Uhr
        Und das bei schönstem Wetter ud einem AKW am Netz

        • Thomas Jobs sagt:

          @ Martin Kalt:
          falls sie mich meinen (im Forum sollte man Adressaten mit @ und Name ansprechen, sonst wird es unübersichlich), steht die Antwort in meinem Post:
          Newsnet-Artikel vom Montag 17. August 2015 14:28 «Strom fehlt derzeit nicht, im Gegenteil»

      • Was stimmt jetzt?
        Wenn genügend Strom vorhanden ist, können die AKW sofort abgestellt werden.

    • Marco Pfister sagt:

      @RolfBombach @RolandKMoser @MartinKalt Zahlen von Momentaufnahmen bringen herzlich wenig. Die Importe und Exporte fanden statt, weil Schweizer Stromfirmen von sich verändernden Strompreisen profitieren wollten, nicht weil sie mussten. Vergessen sie doch den Stromhandel nicht. Und doch, im Sommer sind wir auf die Leistung der AKW nicht angewiesen. Alleine unsere Saisonspeicherwerke kriegen 9500 MW zusammen, die höchsten Lastwerte im Sommer liegen bei ca. 8500 MW. Und da sind die Flusswasserkraftwerke (ca. 2000 MW) noch gar nicht eingerechnet. Pro Jahr reicht’s ohne AKW aber noch nicht.

    • Thomas Jobs sagt:

      @ Kaiser, ehemaliger MA der NAZ:
      nur ein paar Zitate:
      Die Sonne scheint leider nicht dann, wenn wir Strom brauchen. –> Ah, er wird doch genau dann erzeugt, wenn der Stromverbrauch am höchsten ist!
      und irgendwann muss ja der Solarschrott auch als SONDERMÜLL* entsorgt werden –> achso, 99% recyclierbarkeit vs. 40% Endlagerung?

  • Fred Niederer sagt:

    Stromlücke im Winter mit Solarstrom und Wasserkraft füllen?? Auch wenn es keinen Nebel hat scheint die Sonne im Winter maximal 6 bis 7h pro Tag und da es in den Bergen eher schneit statt regnet bringen auch die Wasserkraftwerke weniger.
    Eine Stromlücke im Winter würde mit Strom aus Kohle und Gaskraftwerken aus Deutschland kompensiert. Was aber wenn es Putin gerade mal drum den Gasfluss etwas zu drosseln?

    • Thomas Jobs sagt:

      @ Fred Niederer:
      würden wir nicht den Strom aus Speicherkraftwerken vergolden sondern als echten Puffer verwenden würde es länger reichen!
      Und wenn D die Trassen ausgebaut haben, dann kommt der EE-Strom bis zu uns. Wieso wird immer wieder behauptet, dass wie Kohlestrom aus D importieren?

    • R. Stadelmann sagt:

      @ Fred Niederer, wer sagt das wir strom von kohlekraftwerken importieren? es gibt auch noch strom von windenergie usw.

  • Markus Rytz sagt:

    Ich würde von meiner Namensvettering gerne wissen, wo sie konkret die immensen Windparks in der Schweiz bauen will, die benötigt würden um die AKW’s zu ersetzen. Bekannterweise gibt es praktisch keine geeigneten Orte dafür, damit auch genügend Windausbeute sprich Elektrizität hergestellt werden kann. Wo würden die riesigen Flächen an Solarzellen gebaut? Wie sieht es mit der Versorgungssicherheit im Winter dann aus? Woher kommt die benötigte Elektrizität? Wie sieht es mit der Speichermöglichkeit von nicht benötigter Energie aus? Wie gewährleisten Sie die Netzstabilität?

    • Thomas Jobs sagt:

      @ Markus Rytz:
      der Mix der einzelnen EE mach die EW aus Herr Rytz und nicht eine Sorte! Die Netze müssen sowieso erneuert werden, dann kann man sie auch endlich auf den neusten Stand der Technik machen. Und wenn man den Speicherseestrom nicht wie bis anhin vergoldet, reicht es lange, bis man importieren müsste.

    • Josef Schmied sagt:

      Und ich würde gerne von Ihnen wissen, wo Sie den Atommüll lagern wollen. Danke im voraus für eine Antwort.

      • Christian Weiss sagt:

        So wir denn tatsächlich aus der Kernenergie aussteigen und das enorme Entwicklungspotenzial dieser Energieerzeugungsform nicht nutzen und wir es also verpassen, neue Anlagen zu bauen, welche aus den heute schon bestehenden Abfällen noch 95% der Energie raussaugen, dann lagern wir die Abfälle tatsächlich in den von der Nagra vorgesehenen geologischen Tiefenlagern ein, welche in Gesteinsschichten liegen, die seit 150 Millionen Jahren geologisch stabil sind. Das Lager für hochradioaktive Abfälle wird voraussichtlich im Zürcher Weinland sein, dessen Wirtgestein besonders gut geeignet ist.

    • R. Stadelmann sagt:

      @ Markus Rytz, es gibt immer mehr stromsparende geräte, es gibt strassenlampen mit LED’s und die nur angehen wenn jemand unten durchläuft, fährt, in Frankreich so viel ich weiss dürfen die gschäfte in der nacht die schaufenster beleuchtung nicht mehr eingeschaltet haben uvm. = wir sparen enorm strom ein = es muss weniger produziert werden. und so viel ich weiss gibt es in der CH ein Dorf das sich rein mit erneuerbarer Energie versorgt. von wegen wo gibt es geeignete orte für windenergie, was ist denn mit dem atommüll? wollen sie die ganze CH damit zu pflastern?!

      • Christian Weiss sagt:

        Ihr, die Ihr vom Stromsparen träumt, lernt endlich rechnen! Heute bestreiten wir nur etwa einen Viertel unseres Energieverbrauchs über Strom. Und jede signifikante Einsparung bei der Gesamtenergie (70% fossil!!) geschieht dadurch, dass man ein durch Öl oder Gas betriebenes Gerät durch ein elektrisch betriebenes ersetzt. Sie träumen hier von LED-Lämpchen und anderen Peanuts, aber wenn wir wirklich entscheidend Energie einsparen wollen, müssen allein schon im Strassenverkehr 5,8 Millionen Verbrennungsmotoren durch elektrische ersetzt werden. Der Stromverbrauch wird massiv steigen.

        • Thomas Jobs sagt:

          @ Christian Weiss:
          der Titel dieses Politblogs heisst „Was wir aus dem AKW-Blackout lernen“. Offensichtlich haben sie noch nicht gelernt, dass das Atomzeitalter zu Ende geht und wir mit den EE mehr ersetzen, als die AKW-Jünger sich erträumen!
          Eine kleine Denksportaufgabe für sie: die in den letzten Newsnet-Foren viel zitierten Thoriumreaktoren wurden schon 60 Jahre beforscht und brauchen noch 40 Jahre bis zur serienreife (Stand 2014). Das sind also 100 Jahre für ein G4 gehandelter AKW-Typ! Was meinen sie, wenn diese Geldverschwendung aufhört und das in EE gesteckt wird? EE zum Minipreis!

  • Stefan Meier sagt:

    „Täglich kommen neue Sicherheitsmängel und Risiken ans Licht“. Ein bisschen hoch gegriffen, Frau Rytz. Gestern zum Beispiel las ich weder in der NZZ, noch in der Baz, noch im 20min oder im Abendblick etwas über neuerliche Sicherheitsmängel oder Risiken.
    Auch am letzten Freitag nicht. Und am Donnerstag davor ebensowenig. Die Probleme in Beznau kennen wir, weil diese kommuniziert werden, wie es sich gehört. Auch Gösgen hat informiert (Dampflekagen kann es schliesslich auch in einem Kohlenkraftwerk geben), ausserdem funktionieren offenbar die Lekagedetektoren korrekt.

    • Peter Pfrunger sagt:

      Sie glauben tatsächlich, weil etwas nicht in der Zeitung steht finde es auch nicht statt?

      • Stefan Meier sagt:

        Ja. Die Kernkraftwerke haben eine Meldepflicht. Es wäre für das KKL ein Leichtes gewesen, die Feuerlöscherverchraubungen am Containment unter dem Deckel zu halten, haben sie aber nicht.
        Natürlich zum Gaudi der Grünen, die „schon immer wussten, dass unsere Kraftwerke marod, die Behörden korrupt, die Betreiber geldgierig sind“.

        • Thomas Jobs sagt:

          @ Stefan Meier:
          wissen wie gross die Abstände der Kontrollen sind? Wissen sie wie lange die Feuerlöscher hiengen? Wissen sie wie unabhängig ENSI uns KNS sind? Kennen sie die Stufen der Meldepflicht? Haben sie did Ereignisliste konsultiert?

          • Christian Weiss sagt:

            Tatsache ist, dass der geringste Vorfall in den Medien breitgeschlagen wird. Wenn irgendeine Anlage in einem Kernkraftwerk aussteigt und es die Kaffeemaschine der Betriebskantine ist, wird noch ein Riesenwind darum gemacht. Dagegen werden Vorfälle, die bei anderen Energieformen vorkommen, wenn überhaupt nur beiläufig erwähnt. Dass jedes Jahr 3000 Menschen bei der Kohleförderung sterben, liest man selten. Dass allein in Deutschland und Österreich seit 2008 23 Windkraftanlagen gebrannt haben und bei 10 Rotorblätter abgebrochen sind, ist kein Thema. Gewässerverschmutzung bei Biogasanlagen ebenso.

          • Thomas Jobs sagt:

            @ Christian Weiss:
            Tatsache ist, dass die AKW-Betreiber Ereignisse trotz geltender Meldepflicht entweder nicht oder viel zu spät gemeldet haben! Und da soll man nicht hellhörig werden?
            Wow, haben sie schon gegooglet, wie viele Krebskranke die Uranförderung „erzeugt“ hat? Haben sie schon gelesen, was die Deutsche Wismut an Hinterlassenschaften der Uranabbaugebiete der ehemaligen DDR aufräumen muss?
            Glauben sie mir: ich werde lieber von einem abgebrochenen Rotorblatt erschlagen, als dass ich atomverseucht dahin sieche!

        • Sie glauben tatsächlich, weil etwas nicht in der Zeitung steht finde es auch nicht statt?
          Die nicht alle Ereignisse in Atomkraftwerken sind meldepflichtig und nicht alle meldepflichtigen werden tatsächlich gemeldet.
          „Am 24. Juni 2008 fallen alle vier 48-Volt-Gleichrichter des Notstandsystems im Kernkraftwerk Gösgen (KKG) aus. Der Störfall wird behoben, aber erst acht Monate später dem Eidgenös­sischen Nuklearsicherheits­inspektorat (Ensi) gemeldet. Das Gesetz verlangt aber eine Meldung innert 24 Stunden.“ Siehe Link oben.
          In den Zeitungen steht nur, was die Redaktion als interessant einstuft.

  • Anita Hofer sagt:

    Es ist leider so, dass die Ewiggestrigen einfach nicht sehen wollen, dass nie ein Atommeiler gebaut worden wäre wenn die effektiven Kosten hätten bezahlt werden müssen. Den billigen Atomstrom gibt’s nicht und gab’s nie!
    Wir müssen, um nicht noch weiter so gefährlichen Müll zu produzieren dessen Entsorgung wir den nächsten x Generationen überlassen, die Energiewende haben.
    Dass die Engstirnigen – zusammen mit den Stromgesellschaften – keine Wende wollen hängt bei den Gesellschaften am Verlust der Macht und des Geldes. Alternativen erzeugen dezentral Energie und müssen „nur“ koordiniert werden.

    • Christian Weiss sagt:

      Sie haben mit den „Engstirnigen“ insofern recht, dass dem Kernkraftbefürworter der Glauben ans Übersinnliche fehlt und sich darum folgende Fragen stellt: 1. Warum kriegt die „billige“ Windkraft in D 9 ct/kWh garantierte Vergütung, während AKW für 5 ct liefern? 2. Wie will man in Zukunft den Strombedarf decken und von fossilen Energieträgern wegkommen, die heute 70% des CH-Energiebedarfs ausmachen? 3. Warum wird das vorhandene Entwicklungspotenzial der Kernenergie verleugnet, aber an Wunder bei den „Erneuerbaren“ geglaubt, obwohl die Strahlungsleistung der Sonne mehr oder minder konstant ist?

      • Thomas Jobs sagt:

        @ Christian Weiss:
        Effektive Zahlen für sie Herr Weiss:
        Subventionen Atomkraft in D kumuliert 1950 – 2010 insgesamt mit ca. 220 Mia.€ (Nicht enthalten: Netzausbau zu den AKW)! Lücke im Rückbaufont 2012: 15Mia. Subvention pro kWh 2012: 0.65€! Atomforschung: 20 Mia. €.

        Die EE im selben Zeitraum: ca. 67Mia.€! Subvention pro kWh 2012: 0.73€! Der EE-Strom bekommt heute somit nur 0.08€ mehr an Subventionen pro kWh!!! Rückbaufont: unnötig, da nahezu 100% recyclingfähig!

        Noch Fragen?

        • Christian Weiss sagt:

          Solche Fantasiezahlen bezüglich Subventionen für die Kernenergie werden von Organisationen wie Greenpeace verbreitet und entbehren jeder Grundlage. Tatsächlich belaufen sich die Anschubfinanzierungen und Forschungsgelder für die Kernenergie in Deutschland auf gerade mal 17 Mrd. Euro. Sämtliche Rückstellungen für Entsorgung und Versicherung der Kraftwerke müssen von den Betreibern aufgebracht werden und es stimmt schlicht und ergreifend nicht, dass hier Subventionen fliessen. Löcher in den Entsorgungsfonds entstehen, wenn die Laufzeiten verkürzt werden. Die Atomgegner sind also Verursacher.

          • Thomas Jobs sagt:

            @ Christian Weiss:
            Dafür brauche ich kein Greenpeace! Versuchen sie doch einmal Google zu fragen und sie werden auf die selben Zahlen kommen, auch wenn ich zugeben muss, dass der Aufwand sehr gross war.

            Aber ich mache es einfach für sie mit den Zahlen des Bundes von 2010:
            Die AKW in der CH wurden für eine Laufzeit von 40 Jahren ausgelegt. Auf diese Laufzeit wurden die Rückbaubeiträge berechnet:
            – Stillegung 5 AKW = 3 Mia.
            – Endlagerung = 8,4 Mia.
            zusammen 11,4 Mia.. Rückgestellt sind aber erst 4 Mia. und somit fehlen schon jetzt 3,4 Mia.!
            Nun kommt noch dazu, dass der Bund die Endlagerkosten nur bis 2050 gerechnet hat; was dann? Die Beiträge wurden auch nie der Teuerung etc. angepasst.
            Dämmert es nun?

        • Christian Weiss sagt:

          Allein 2014 wurden für einen Anteil von 26% „Erneuerbare“ in Deutschland (CH: 55%) rund 20 Mrd. Euro Vergütungen ausbezahlt. Nur schon von heute bis 2020 werden staatliche Vergütungen von über 100 Mrd. Euro zu bezahlen sein. Gleichzeitig wird durch die Subventionierung der Strompreis an den Börsen gedrückt, was die Produzenten des netzstabilisierenden und damit physikalisch wie ökonomisch wertvolleren Regelstroms in die roten Zahlen treibt. Dank der EEG-Umlage, mit denen die Privatkunden die Differenz zwischen Marktpreis und garantiertem Einspeisepreis bezahlen, steigt der Strompreis weiter an

          • Thomas Jobs sagt:

            @ Christian Weiss:
            das Problem in D sind v.a. die über 800 Netzbetreiber (GB hat nur 13) und die zu hohen Netzentgelder! DAS sind die Kostentreiber nicht die EW.

  • Stefan Meier sagt:

    Also dafür, dass KKG nach zwei Tagen ihre Dampflekage abgedichtet bekommen haben, ist es, Frau Rytz, ein bisschen hoch gegriffen, zu sagen, dass es zu einem „Totalausfall“ gekommen wäre. Bewusst verschweigen Sie, dass die andern KKs wegen jährlicher Instandhaltungsarbeiten stillstehen und nicht „ausgefallen“ sind.
    Es würde auch Grünen gut anstehen, den Konsumenten endlich als mündigen und informierten Bürger anzusehen, und nicht als Stimmvieh. Bitte.

  • Matthias Schaubiger sagt:

    Frau Ritz, als Energiepolitikerin wissen Sie doch ganz genau, dass die Schweiz letzte Woche massiv Strom importieren musste. Am Nachmittag 1200MW (mehr als Beznau 1+2 und Mühleberg zusammen) und am Abend zur Essenszeit mehr als 2000MW (soviel wie Leibstadt, Beznau 1+2 und Mühleberg zusammen).
    Zu sagen, dass wir ohne Kernkraft auskommen ist schlicht falsch. 40% der Energie können nicht einfach ignoriert oder wegdiskutiert warden.

    • Marco Pfister sagt:

      Die Importe und Exporte fanden statt, weil Schweizer Stromfirmen von sich verändernden Strompreisen profitieren wollten, nicht weil sie mussten. Vergessen sie doch den Stromhandel nicht. Und doch, im Sommer sind wir auf die Leistung der AKW nicht angewiesen. Alleine unsere Saisonspeicherwerke kriegen 9500 MW zusammen, die höchsten Lastwerte im Sommer liegen bei ca. 8500 MW. Und da sind die Flusswasserkraftwerke (ca. 2000 MW) noch gar nicht eingerechnet. Nachzulesen in der schweizerischen Elektrizitätsstatistik des BFE.

  • Aschi sagt:

    Nur ein Beitrag bisher trifft den Kern der Kernspaltung: das ungeheure, nicht beherrschbare Gefährdungspotential für die Schweiz. 500 Reaktoren weltweit bisher in 40 Jahren 5 Kernschmelzen. Wahrscheinlichkeit 1:100. 5 AKW in der Schweiz Wahrscheinlichkeit einer Kernschmelze 1:20. Dabei handelt es sich hier zT. um die ältesten Anklagen weltweit. In Lucens war ein Rohr des Kühlsystems schon nach 2 Jahren leck. Erst nach über 45 Jahren kommt nun radioaktiv verseuchtes Wasser aus dem Berg, wo die Teilkernschmelze stattfand.. „Geldmenschen“ spielen Kasino mit unserem Land ohne AKW-Stopp.

  • Nicole Bodmer sagt:

    Schon im Titel wird manipuliert: Von einem „Blackout“ kann nicht die Rede sein. Aber das gehört zu den Methoden der links-grünen EE-IdeologInnen. PolitologInnen werden nie verstehen, warum die Schweiz kein Solar- oder Windstromland ist. Sie werden auch nie verstehen, dass für jede produzierte kWh aus EE-Zappelstrom gleichzeitig 1 kWh Bandstrom aus konventioneller Produktion verfügbar sein muss. Andernfalls kommt es zu einem echten Blackout.

    • Thomas Jobs sagt:

      @ Nicole Bodmer:
      ihre Argumente werden nicht wahrer, egal wie oft man sie wiederholt!

    • Marco Pfister sagt:

      Wind und Sonne brauchen eben gerade nicht Bandenergie, sondern flexible Kraftwerke wie z.B. Speicher- und Pumpspeicherkraftwerke (Wasser, also auch EE). Andere EE wie Biogas, Biomasse, Geothermie sind selber flexibel abrufbar und brauchen keine Speicher. AKWs hingegen produzieren oft Überschuss (zum Beispiel in der Nacht, wenn der Verbrauch tief ist) und sind daher entweder auf Speicher oder Lastmanagement (Anreize zur Verschiebung des Verbrauchs über tiefere Nachttarife) angewiesen.

      • Christian Weiss sagt:

        Sie haben Recht, Herr Pfister. Die „erneuerbaren“ Zufallsenergielieferanten brauchen Regelstrom aus Pumpspeicherkraftwerken. Und darin liegt das ganz grosse Problem. 1. Die Investitionskosten des Systems Wind/Wasser oder Sonne/Wasser sind exorbitant. 2. Der Landschaftsverbrauch ist schlichtweg zerstörerisch: Allein um ein Kernkraftwerk wie Leibstadt zu ersetzen, müsste man rund 2000 Windkraftanlagen plus einen Stausee bauen. Macht man das ganze mit Photvoltaik, muss man 100 Quadratkilometer Dachfläche (25% aller Dächer) abdecken. 3. Es sind zusätzlich gewaltige Massnahmen beim Netzausbau nötig

        • Thomas Jobs sagt:

          @ Christian Weiss:
          immer die selben Märchen der Atomjünger! Die EW ist ein Zusammenspiel von mehreren EE und dem Einsparen von Energie!

          • Christian Weiss sagt:

            Wer erzählt denn hier die Märchen? Ich habe es Ihnen schon an anderer Stelle gesagt: Mehr als zwei Drittel unseres Gesamtenergieverbrauchs ist aus fossilen Quellen und hauptsächlich Erdöl. Praktisch jede Steigerung der Energieeffizienz und damit die Senkung des Gesamtenergieverbrauchs bedeutet, dass man ein Öl betriebenes Gerät durch ein elektrisches ersetzt. Es ist völlig illusorisch zu glauben, wir würden in Zukunft weniger Strom verbrauchen. Es sei denn, Sie satteln von den elektrischen Heckenscheren/Rasenmähern/Motorfahrrädern wieder auf die Benzin betriebenen um.

          • Thomas Jobs sagt:

            @ Christian Weiss:
            achso, wenn ich Energie spare wird der Stromverbrauch also grösser! Danke, jetzt weiss ich in Physik bescheid…

          • Christian Weiss sagt:

            Ihre Häme ist unangebracht. Ihnen ist vielleicht aufgefallen, dass die Schweiz ein Land mit grossem Verkehrsaufkommen ist. Überall fahren Autos, Busse, Lastwagen. Wenn man ein Auto mit einem Dieselverbrauch von 5 Litern/100 km, was etwa 50 kWh Energie entspricht, durch ein E-Auto ersetzt, das auf diese Distanz 15 kWh Strom braucht, dann sinkt der Gesamtenergieverbrauch (Wirkungsgrad der Diesel-/ Stromproduktion ausser Acht gelassen) auf die entsprechende Fahrstrecke um 35 kWh ab, während der Stromverbrauch um 15 kWh steigt.

  • Stefan Meier sagt:

    Dass Deutschland seit der „Energiewende“ so viel CO2 in die Atmosphäre pustet wie noch nie zuvor, verschweigt Frau Rytz. Und dass unser Planet mit einer CO2-Atmosphäre den Hitzetod sterben wird, ist ihr egal. Weil man mit den Sorgen unserer Enkel keine Politik machen kann, dafür aber mit der Angst vor einem jederzeit möglichen aber sehr unwahrscheinlichen Unfall.

    • Marco Pfister sagt:

      Lieber Stefan Meier, falsch! Deutschland hat seine Klimaziele im Gegensatz zur Schweiz im Inland erreicht und ist mittlerweile bei -27% CO2eq Treibhausgase gegenüber 1990! http://www.umweltbundesamt.de/daten/klimawandel/treibhausgas-emissionen-in-deutschland

      • stef sagt:

        @Pfister: Danke für die schöne Grafik. Nur ziehen Sie leider die falschen Schlüsse daraus. Also: die Grafik sagt folgendes aus:

        1) 27% weniger seit 1990, da liegen Sie richtig. Der Grund dafür liegt primär im Niedergang der deutschen Schwerindustrie. Diese Emissionen finden heute in China statt, die Produkte werden nun importiert (mit zusätzlichem CO2-Ausstoss für den Transport)

        2) Seit dem Fukushima-Atomausstiegs-Entscheid 2011 ist der CO2-Ausstoss NICHT MEHR zurückgegangen, sondern stabil oder leicht steigend (abhängig von milden/strengen Wintern).

        • Thomas Jobs sagt:

          @ stef:
          ich sage ihnen das Gleiche, wie Stefan Meier:
          sie wissen aber schon, dass der Anteil an Kohle, Öl und Gas in D seit Jahren kontinuierlich zurückgehen? Woher soll das Mehr an CO2 denn kommen, Zauberei?

    • Thomas Jobs sagt:

      @ Stefan Meier:
      sie wissen aber schon, dass der Anteil an Kohle, Öl und Gas in D seit jahren kontinuierlich zurückgehen? Woher soll das Mehr an CO2 denn kommen, Zauberei?

  • Weder ideologisch denkende Politiker noch kommerziell ausgerichtete Konzernleitungen sollten die Lebensdauer unserer AKW bestimmen. In konstruktiven Gesprächen unserer besten Experten mit den Politikern müssen die Endtermine festgelegt werden.
    Träumereien für die Zeit danach sind fehl am Platz. Auch als Fan der Photovoltaik sehe ich, dass diese im Winterhalbjahr in der Schweiz erst 0,3% des Strombedarfs abdeckt.
    Offenheit für kommende Entwicklungen sowohl bei den erneuerbaren Energien wie bei der Kernenergie ist die nahe liegende und in die Zukunft weisende Energiestrategie.

    • Thomas Jobs sagt:

      @ Stefan Meier:
      sie wissen aber schon, dass der Anteil an Kohle, Öl und Gas in D seit jahren kontinuierlich zurückgehen? Woher soll das Mehr an CO2 denn kommen, Zauberei?

      • Christian Weiss sagt:

        Seit 2009 ist der deutsche Pro-Kopf-CO2-Ausstoss von 8,9 auf 9,5 Tonnen pro Jahr gestiegen, während jener des Atom- und Wasserkraftlandes Schweiz vergleichsweise geringe 5 Tonnen beträgt. Dass die „Energiewende“ wegen der benötigten Ausgleichskraftwerke, die in Deutschland wegen der Topographie, die kaum Pumpspeicherkaftwerke zulässt, auf fossiler Basis laufen, den CO2-Ausstoss nicht mindern kann, ist eine praktisch bewiesene Tatsache. Die irrwitzige Subventionierung und der EInspeisevorrang für „erneuerbare“ macht zudem neue Gaskraftwerke, die etwas besser in der CO2-Bilanz wären, unrentabel.

        • Thomas Jobs sagt:

          @ Christian Weiss:
          na dann sagen sie mir doch einmal anhand der offiziellen Zahlen, woher dieses Mehr an CO2 herkommen soll:
          Fossile Erzeugung in D: 1990 358.4TWh, 2014 329.1TWh
          Die Bevölkerungzahl im selben Zeitraum ist ja nicht geschrumpft: Einwohner 1990: 79’753’000, 2013: 80’767’000
          Nebenbei bemerkt: Kernenergie: 1990 152.5TWh, 2014 97.1TWh und Strompreis Brutto 2009 (Einführung höhere EE-Gelder): 23.21, 2014: 29.13
          Und nun?

          • Christian Weiss sagt:

            Habe ich 1990 mit 2015 verglichen, Herr Jobs? Nein. Ich habe 2009 mit 2015 verglichen. Seither ist der Atomstromanteil massiv zurückgegangen. Dass die Deutschen nicht mehr ganz so grosse Dreckschleudern sind wie 1990 ist erfreulich und auch dem Zusammenbruch der DDR zu verdanken, wo man, wie unter Sozialisten üblich, nicht genug Dreck in die Luft blasen konnte. 1990 lag der CO2-Ausstoss in Deutschland noch bei 11,7 Tonnen pro Kopf und Jahr. Zudem zeigen Ihre Zahlen, dass trotz gewaltigem Ausbau der „Erneuerbaren“ die Kohlestromproduktion kaum gesunken ist: minus 9% soll mich beeindrucken?

          • Thomas Jobs sagt:

            @ Christian Weiss:
            warum 2009? Warum nicht 2008 oder 2001 oder eben 1990?
            Es war mir klar, dass sie diese Zahlen kleinreden, das ist die Masche der Atomfraktion, wie jeder Leser aus den vergangenen Jahren in den Newsnetforen nachlesen kann. Dies natürlich gepaart mit den selben abgehalfterten Argumenten, wie Umweltfreundlich, Abfall von heute ist Strom von morgen etc.!

          • Thomas Jobs sagt:

            @ Christian Weiss:
            sorry, Nachtrag:
            Fossile Brennstoffe 2009: 344.5TWh
            Fossile Brennstoffe 2014: 329.1TWh
            Differenz: 15.4TWh
            Jetzt müssen sie mir also nur noch erklären, wieso mehr CO2 erzeugt wurde, wenn doch weniger fossile Brennstoffe verbraucht wurden!

          • Christian Weiss sagt:

            Sie beweisen mal für mal mehr, dass Sie offenbar durch die Komplexität des Themas überfordert sind: An der reinen Produktionsmenge durch fossile Brennstoffe können Sie den Gesamt-CO2-Aussstoss nicht ablesen. Deutschland erlebt gerade wegen der Energiewende das grosse Kohle-Revival. Wegen den durch die Subventionen ins Bodenlose gefallenen Preisen an den Strombörsen steigt der Anteil des Braunkohlestroms gegenüber dem Strom aus Gaskraftwerken wegen der geringeren Stromgestehungskosten. Kohlekraftwerke haben aber einen deutlich höheren CO2-Ausstoss pro produzierte kWh als Gaskraftwerke.

          • Thomas Jobs sagt:

            @ Christian Weiss:
            ich bin beeindruckt:
            Höhe der Treibhausgas-Emissionen in Deutschland 2009: 910Mt bei 491.1TWh Verbrauch und 2014 :912Mt. bei 511.5TWh Verbrauch. Macht summa summarum 2Mt mehr CO2 bei 20.4TWh höherem Stromverbrauch. Aha?!?!

    • Peter Pfrunger sagt:

      Seit einem Jahrzehnten der gleiche Spruch Herr Jorns.
      Oft wiederholen macht ihn trotzdem nicht wahr.
      Nehmen wir doch die mindesten 15 Milliarden Franken, die ein AKW schon ohne Betrieb und Entsorgung kostet und investieren sie in EE. Wir wären Jahre lang Stromautark, bevor das AKW auch nur eine Kilowattstunde Strom produzierte.

    • Thomas Jobs sagt:

      @ Benedikt Jorns:
      klar, wir warten einfach, bis sie zerfallen und gucken dann dumm aus der Wäsche…!
      Habe sie das Wort Materialermüdung schon einmal gehört? Wissen sie, was das in Bezug auf die Radioaktivität und die hohen Temperaturen heisst?
      Sie kommen immer mit den selben lahmen Argumenten und vergessen dabei, dass die Atomkraft das schlimmste übel aller ist! AKWs werden nicht nur durch PV ersetzt, das habe ich ihnen schon so viele Male gesagt, aber sie wollen es nicht begreifen.
      Ich weiss, sie als Ü60 interessiert den Atommüll nicht mehr, mich und meine Kinder aber schon!

  • Michael Kaufmann sagt:

    Wir lernen nur, dass wir zum Ausgleich europäischen Graustrom importieren müssen, der zu 2/3 Atom- oder Kohlestom ist. Stand hier kürzlich in der Baz.

    • Marco Pfister sagt:

      Auch das ist falsch. Die Schweiz produziert im Sommer genügend erneuerbaren Strom, um den gesamten Bedarf zu decken. Stromimporte finden vor allem deshalb statt, weil Schweizer Stromfirmen die Preisdifferenzen auf dem europäischen Strommarkt ausnützen, indem sie Wasser in Speicher raufpumpen und wieder runterlassen. Im Winter ist es eine andere Sache, aber um auch dann unseren Bedarf zu decken, können wir erneuerbare Anlangen hinzubauen.

    • Thomas Jobs sagt:

      @ Michael Kaufmann:
      dürften wir dazu noch die genaue Quellenangabe haben? Danke!

    • Eckardt Roger sagt:

      Michel Kaufmann
      Eine Frage, was hebn sie gegen Importierten Atomstrom?
      Nur so zu errinerung, der Rückbau des AKW im Ausland wird unsere Steuerzahler nicht belastet. Die Entsorgung des Abfalls auch nicht! Eigendlich ist das für die Schweiz der günstigste Atomstrom. So günstig ist kein AKW in der Schweiz!
      Und wenn das nahe Ausland nicht lernen will, können wir ja mindestens günstigen Strom beziehen. Ist immer noch besser als die Überproduktion zu vernichten.

  • Gerd Fehlbaum sagt:

    Das grösste „Risiko“ ist, dass wir im Winter keinen Kühlschrank mehr anhaben können, sondern die Butter und Milch auf dem Fenstersims stellen müssen. Welche Katastrophe… Tatsache ist, dass alle Kühlschränke der Schweiz ca. ein AKW brauchen. Diese im Winter zu betreiben, wenn der Strombedarf eh am höchsten ist und nicht die natürliche Kälte vor dem Fenster zu nutzen, ist doch ein schlechter Scherz in unserer Zeit.

    • Aschi sagt:

      Günstiger Strom ist und bleibt in Europa genug. Alle AKW-Befürworter wollen nur nicht über die Risiken nachdenken. Was man selber nicht erlebt hat oder erleben will wird verdrängt. Alles andere ist Beilage.

    • Eckardt Roger sagt:

      Herr Fehlbaum.
      Richtig und zur errinerung. Vor 3-4 Jahren als der Winter so kalt war, musste Frankreich das 54 AKW hat, Strom aus Deutschland, dass damal nur 9 AKW hatte. Importieren. Den die Kälte lies einige AKW nicht mehr sicher laufen und mussten deshalb abgestellt werden.
      Diesen Fakt, wollen die Beführworter eben auich gerne Vergessen, denn es passt nicht ins eigene Bild der lage.

    • Thomas Jobs sagt:

      @ Gerd Fehlbaum:
      ich wusste nicht, dass die Klimaanlagen und Kältekompressoren im Sommer weniger Strom brauchen, als die Heizungen im Winter…!
      Ausserdem haben AKW im Winter, wie im Sommer Probleme: im harten Winter können Kühltürme vereisen (Kühlleistung nimmt ab) und im Sommer ist das Flusswasser ein Problem (zu hohe Rücklauftemperatur).

      • Louis Odermatt sagt:

        So ein Quatsch Jobs. Im Winter wird ein Teil des erwärmten Kühlwassers ( mittels Winterringleitungen um den Kühlturm) verwendet, um die Kühltürme vor Vereisung zu schützen. Informieren Sie sich erstmal bevor Sie so einen Unsinn schreiben. Im Winter ist der Wirkungsgrad der AKW maximal. Man produziert in einem 1000MW-Reaktor bis zu 50 MW mehr in den Wintermonaten

        • Thomas Jobs sagt:

          @ Louis Odermatt:
          achso, was war dann in F vor ein paar Jahren, als dort sibirische Temperaturen herrschten?

  • Rodolfo sagt:

    Gut zu wissen, dass wir im Sommer ohne Atomstrom auskommen.
    Dann werden wir das im Winter wohl auch noch schaffen!
    Das „Glas“ mit den Atomkraftwerken drin ist also „halb leer“.
    „Leeren wir es noch ganz!“
    …in Kooperation mit Europa und wenn möglich dereinst auch mit dem sonnigen Magreb (was ist los mit desertec?)…könnte ich noch anfügen.
    Wenn wir uns die Atomare Option nach den gemachten schlechten Erfahrungen vernünftigerweise verbieten, fordert das unsere Intelligenz dazu heraus, weniger riskante und nachhaltige Lösungen zu suchen und auch zu finden!
    Die Technologien dazu sind bereits da.

  • Reziprozität sagt:

    „… Wenn in dieser Situation nicht genügend Solar- und Windanlagen, dezentrale Batterien oder Wärmepumpen im Einsatz sind, wird sich die immer wieder heraufbeschworene Stromlücke tatsächlich öffnen. …“
    Wärmepumpen, geehrte Frau Rytz, „verbrauchen“ Strom, und das nicht zu knapp, sie „erzeugen“ jedoch nicht eine einzige kWh.
    Man kann wirklich nur hoffen, dass nicht alle Energiepolitiker der Schweiz auf diesem Wissensniveau politisieren …

  • Christian Weiss sagt:

    Von der Tatsache, dass man in den Sommerferien wenig Strom braucht und darum Alternativen (u.a. Import von Kohlestrom) hat, abzuleiten, man brauche keinen Atomstrom, ist etwa ähnlich originell, wie wenn man sagt die Wohnung brauche keine Heizung, weil man ja den Sommer über auch ohne ausgekommen sei. Was mich aber am meisten irritiert: Was gedenken die „Grünen“ eigentlich dagegen zu tun, dass rund 70% unseres Energiebedarfs nicht über Strom, sondern über fossile Brennstoffe bereitgestellt werden? Wenn wir diesen Bedarf signifikant senken wollen, werden wir in Zukunft deutlich mehr Strom brauch

    • Thomas Jobs sagt:

      @ Christian Weiss:
      was ist denn das für ein Stumpfsinn? In den Sommerferien ist es heisser und darum laufen auch die Klimaanlagen und Kältekompressoren am absoluten Limit! Und das die Strom fressen weiss jedes Kind…
      Haben sie auch daran gedacht, dass die EW auch die Senkung des Verbrauches beinhaltet?

      • Christian Weiss sagt:

        Stumpfsinn? In den Monaten Juli und August geht die Arbeitstätigkeit und damit der Stromverbrauch massiv zurück – von Spitzen von ca. 6 Mrd. kWh im Dezember und Januar, wo man wegen geringer Wasserkraftproduktion und trotz voller Atomkraftproduktion importieren muss, auf 4,7 bis 4,8 Mrd. kWh im Juli und August. Und mit Stromsparen wird in Zukunft nichts sein, wenn wir vom Öl wegkommen wollen. Dann muss man Ölheizungen durch Wärmepumpen ersetzen, Verbrennungsmotoren durch Elektromotoren. Stumpfsinn ist, wenn man glaubt, man könne den 70%-Anteil fossile einsparen, ohne mehr Strom zu verbrauchen.

    • R. Stadelmann sagt:

      @ Christian Weiss, wer sagt das man kohlestrom impotiert, man kann auch sauberen strom importieren aus wind energie usw. wieso sprechen sie nicht mal vom verbrauch? z.b. gibt es Strassenlampen mit LED’s die nur angehen wenn jemand unten durchläuft, fährt, es gibt immer mehr stromsparende Geräte uvm. = weniger strom verbrauch = weniger strom muss produziert werden. wie schützen sie unsere AKW’s vor einem Terror Anschlag, vor einer Cyberattacke, was ist mit dem Atommüll? wohin damit? wollen sie die ganze CH damit zupflastern?! was wenn es einen Atomaren unfall gibt? = auch kein atom strom mehr!

      • Christian Weiss sagt:

        Atommüll ist heute Realität, weil man bekanntlich schon seit 50 Jahren Kernspaltung praktiziert. Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten: 1. Man nutzt das enorme Potenzial, das in der Kernenergie steckt, und entwickelt die 4. Generation-Reaktor zur Serienreife und holt aus dem, was wir heute „Atommüll“ nennen, noch 95% Energie raus und verkürzt die Halbwertszeiten von 100’000 Jahren auf 150. 2. Man baut wie vorgesehen ein Atomendlager, das jährlich etwa 10 Lastwagenladungen Brennelemente aufnehmen muss. „Zupflastern“ ist ein Begriff, der zu Energieträgern mit geringer Dichte wie Windrädern gehört.

        • Rodolfo sagt:

          Eine 4. Generation?
          Nein Danke Herr Weiss!
          Sie hatten drei Versuche. Jetzt reicht’s!

          • Christian Weiss sagt:

            Aus solchen Aussagen spricht pure Ignoranz.

          • Thomas Jobs sagt:

            @ Christian Weiss:
            in der Sonne steckt mehr Energie als in ihren geliebten Brennstäben!
            Übrigens: wass sollen denn die Gen4-Reaktoren ans Netz? Die werden seit Mitte der 1940er Jahre beforscht und je nach Typ geht es noch 20 bis 40 Jahre bis zum serienreifen Produkt!
            Die Milliarden, welche in diese Technik verblasen werden, sollte man in die EE stecken, denn auch did Gen4 hinterlassen Atommüll, auch wenn das immer wieder schöngeredet wird Herr Weiss!

          • Christian Weiss sagt:

            Aussagen wie „In der Sonne steckt mehr Energie als in ihren geliebten Brennstäben“ sind völlig sinnfrei. Die Frage ist, ob man die Energie der Sonne, die ein riesiges Kernfusionskraftwerk darstellt, überhaupt nutzen kann. Und da schaut es bei aktueller Technologie doch eher dürftig aus. Die Energiedichte ist gering. Der Wirkungsgrad der Anlagen ebenfalls. Und so reicht die aktuelle Dachfläche aller Gebäude in der Schweiz (ca. 400 km2) nicht aus, um jenen Anteil am Gesamtenergieverbrauch, der mit Strom bestritten wird (25%), zu decken. Und Solaranlagen werden auch nicht mit Sonnenstrom gebaut.

          • Thomas Jobs sagt:

            @ Christian Weiss:
            ich sage es ihnen gerne noch einmal Herr Weiss: wären die selben Gelder in die Forschung der EE gesteckt worden, wie in die Atomkraft, dann wäre die Energie längst gewendet!
            Ich weiss, diese Wahrheit ist schwer verdaubar für sie, aber leider wahr!

  • Peter Brenner sagt:

    Jeder, der die wohlklingenden Märchen von einer „Versorgung von soundsoviel Haushalten“ mit einer Wind-oder Solaranlage nicht nachbeten will, ist automatisch ein Atomlobbyist. Die anderen sind natürlich die Guten. Die mangelnde Sachkenntnis von Frau Rytz zur Stromversorgung ist kein Einzelfall: Auch in Beiträgen hier wurde „Installierte Leistung“ der Speicherkraftwerke mit „Energievorrat“ verwechselt. Es gibt keine Saisonspeicher, welche die Überproduktion von PV und Wind im Sommer für den Winter speichern können. Am Computer funktioniert aber offenbar so manches – eigene Erfahrung..

  • Beat Richner sagt:

    Es ist doch relativ einfach:
    Die KKW erzeugen +/- 25 TWh elektrische Energie von total 68 TWh (BfS, Mittelwerte 2013/2014),dies reicht für ein ausg. Bilanz.
    Wenn sie abgeschaltet werden, benötigen wir diese 25 TWh von einem anderen Ort. 25 TWh Jahresproduktion entspricht ca. 150 mal SP Neuhardenberg (Grösster Solarpark Deutschlands, hochskalierte kosten > 40 Mrd. Fr., Speicherproblem exkl., Quelle SP Wikipedia). Oder 540 mal dem Windpark Juvent, was ca. 8700 Windrädern entspricht (Grösster Windpark der Schweiz, hochskalierte kosten >55 Mrd. Fr).

    Unterirdischer Beitrag, sogar für Rytz

    • Reziprozität sagt:

      Diese Erwägungen können Sie unmöglich von Politikern erwarten, die noch nicht einmal Strom“verbraucher“ und Strom“produzenten“ sauber voneinander zu unterscheiden wissen. Da werden einfach nur vorgestanzte Worthülsen aus der „Grünen Energiebibel“ aneinandergereiht, ganz ohne jeglichen Sachverstand.

  • Richard sagt:

    Es würde der Schweiz gut anstehen, nicht nur das dienstälteste AKW der Welt zu betreiben, sondern auch ein modernes AKW der neuesten Generation zu bauen.

    • Peter Brenner sagt:

      Diese Chance wurde 2011 durch die Politik und den nur zögerlichen Widerstand der Stromkonzerne gegen die „Energiestrategie 2050“ vergeben. Damals wäre m. E. vertretbar gewesen, die Altmeiler Mühleberg und Beznau durch ein 1000 MW-KKW zu ersetzen – aus Sicherheitsgründen. Der ideologisch geprägte Widerstand gegen die Nutzung der Kernenergie liess diesen Kompromiss nicht zu. Nun haben wir den Salat: Vermutlich unbegrenzte Laufzeiten für die Uralt-KKW, die zuständige Kommission des Ständerats hat wohl mehrheitlich eingesehen, dass es ohne KKW nicht geht – aber keinen Mut, das einzugestehen.

  • Louis Odermatt sagt:

    Frau Rytz verdreht hier alle Tatsachen. Es ist der Mächtigkeit des europäischen Gesamtnetzes zu verdanken, dass der Strom immer stabil bleibt – auch wenn mehrere Grosskraftwerke nicht produzieren. Die Schweiz importiert dann eben etwas mehr französischen AKW- oder deutschen Braunkohlestrom. Die AKW haben in der Schweiz beste Verfügbarkeiten im weltweiten Schnitt. Mehr als 90%. An einem kalten, grauen und kurzem Novembertag mit Inversionswindslage kommen mehr als 70% des Stroms im Grossraum Zürich aus Leibstadt und Beznau. Es braucht weiterhin die CH-AKW zur stabil-ökologischen Stromversorgung.

    • Thomas Jobs sagt:

      @ Louis Odermatt:
      immer wieder die selbe Leier! Beantworten sie doch zuerst einmal die Fragen in den andrern Newsnetforen, bevor sie immer mit der gleichen Atomstrommähr aufwarten!

  • R. Stadelmann sagt:

    für mich ist klar AKW’s = hohes Sicherheitsrisiko, könnte zu einem gefährlichen Anschlagsziel werden, das wahr es schon mal, denn Herr Anders Behring Breivik hatte unsere AKW’s im Visier. Wir sollten nicht mit dem Glück, vielen Menschen Leben spielen! es lauert auch die gefahr aus dem Netz, durch einschleusen eines Virus könnte jemand die Kontrolle übernehmen über die Schaltzentrale uvm. wie wollt Ihr uns davor schützen? wohin mit dem Atommüll, wollt Ihr die ganze Schweiz damit zumüllen?! sage euch es passiert nur einmal was und dann haben wir ein wirkliches problem!!

  • R. Stadelmann sagt:

    was ich oft auch nicht verstehe bei dieser Diskusion warum man nur vom Stromproduzieren spricht! was ist mit dem Verbrauch! von wegen es sei nicht möglich mit Erneuerbarer Energie, ich glaube es geht! 1. Es gibt immer mehr Geräte die weniger Stromverbrauchen, es gibt Strassenlampen mit LED’s die auch nur angehen wenn jemand unten durchläuft oder fährt = weniger Stromverbrauch = weniger müsste produziert werden! in einem Land sah ich schon in einem Bericht das sie bei grossen Plätzen spezielle Bodenplatten instalierten die Strom erzeugen sobald jemand darüber läuft uvm. habt doch mal Mut!

  • R. Stadelmann sagt:

    die frage ist nicht ob es geht mit Erneuerbarer Energie sondern ob wir es wollen! wenn dazumal keiner denn Mut gehabt hätte uvm. dann hätten wir heute auch keinen Atom Strom. Und wie sicher AKW’s sind haben wir in Fukushima gesehen, glaube kaum das die wollten das es einen Unfall gibt mit dem AKW, also! Denkt Ihr eigentlich auch an die Menschenleben?! ich höre Strom Strom Strom, für mich kommt zuerst das Leben des Menschen. wer garantiert uns das nicht mal einen Anschlag auf eines unseren AKW’s ausgeübt wird?! hier nach dem motto zu gehen es ist ja noch nie was passiert,finde ich sehr riskant!

  • Louis Odermatt sagt:

    Herr Stadelmann: Die Frage ist nicht ob wir es wollen, sondern die Frage bleibt, ob es wirtschaftlich, ökologisch und technisch machbar ist. Wenn man alle drei Fragen seriös beantwortet, so erkennt man, dass die Erneuerbaren Wind und Solar für uns nicht funktionieren. Und auch sonst wo nicht uter Bestbedingungen: Wind: Dänemark hat die höchsten Strompreis in EU und den höchsten CO2 Ausstoss, wegen der vielen Kohlebackupkraftwerke. Solar: Selbst in der Sahara ist das MegaSolarprojekt DESERTEC wegen logistischer, technischer und finanzieller Nichtmachbarkeiten letztes Jahr gestorben. Utopien!

    • Thomas Jobs sagt:

      @ Louis Odermatt:
      und wie viele Reaktorruinen gibt es weltweit? Nein, sagen sie es mir bitte nicht, denn für den Preis könnte man die Sahara mit PV ausrüsten…!
      Dänemark hatte auch ohne Windenergie schon den höchsten Strompreis, denn DK hat einen sehr hohen Lebensstandard. DK hat die höchsten Lebensmittelpreise, die höchsten Alkohol und Tabakpreise, die höchsten Preise für Autos, etc.. Und mit die höchsten Gehälter in der EU.
      Was wollen sie uns noch für Märchen für die AKW auftischen, welche widerlegbar sind?
      Olkiluoto feierte in diesem Monat 10 Jahre Bauzeit bei 4facher Baukosten!

  • Ruedi sagt:

    Die De-Zentrale Energiewende ist machbar.

    Das wirklich energieeffiziente Haus (162m2). Komplette Eigenversorgung.

    Unabhängig von Öffentlichem Stromnetz und Reserve-Kraftwerk.

    Mit Solar-Therme-Modulen betriebenem Thermo-Heisswasser-Speicher (9000Liter),

    Das System Produziert 90 Grad Heißes Wasser, Monatelang Speicherung, ohne Wärmeverlust.

    Die Sonne im Sommer, wird so im Winter genutzt.

    Batteriespeicherung für eine Woche Haus-Strom, Solar erzeugt, inklusiv Batterieladung des Elektro-Mobils.

    • Christian Weiss sagt:

      So spricht für gewöhnlich der gut situierte Grüne, der in seinem Beamtenjob 200% des Durchschnittseinkommens verdient. Schon mal überlegt, wer Investitionen solchen Ausmasses tätigen kann? Und schon mal überlegt, dass die grossen Energieverbraucher nicht die Haushalte sind, sondern jene Unternehmen, welche die Wertschöpfung und das entsprechende Steuersubstrat aufbringen, mit dem man einem Beamten 200% eines Durchschnittseinkommens zahlen kann?

      Träumereien fern jeglicher ökonomischen Realität und Ignoranz in Bezug auf die tatsächlichen Lebensverhältnisse von Herr und Frau Schweizer helfen nix

  • Thomas Jobs sagt:

    @ Christian Weiss:
    haben sie schon einmal überlegt, wer die fehlenden Gelder für Rückbau und Endlagerung übernehmen muss?
    DAS sind die Albträume des 21. Energiejahrhunderts Herr Weiss!

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