Die Hochqualifizierten braucht es auch

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Wer sich für mehr inländische Akademiker ausspricht, wird eher früher als später mit dem Einwand konfrontiert: Und die Handwerker? Die braucht es doch auch! Und wer von fremden Chefs spricht, kriegt zu hören: Und die Ausländer? Die dürfen uns noch den Hintern wischen, oder was?

Was ist bei solchen Unterschieden von der Kategorie ‹Ausländer› noch zu halten?

TIERSPITAL, OPERATION, OP, VETERINAERMEDIZIN, SCHLAUCH, SPRITZE, VETERINAER, PFERD

Ein Tierarzt bei der Arbeit. Gaëtan Bally (Keystone)

Diese Einwände lassen sich nicht einfach so von der Hand weisen. Tatsächlich befindet sich die Schweiz derzeit in der eigentlich komfortablen Lage, dass es an fast allen Arbeitskräften fehlt: von Hoch- bis zu wenig Qualifizierten. Warum also sollten mehr Jugendliche studieren, wenn der lokale Bauunternehmer keinen Stromer findet? Ist nicht jeder Studierte ein verlorener Handwerker? Und liegt nicht die Stärke der Schweiz im dualen Bildungssystem? Dann ist im Zweifelsfall ein Praktiker doch besser als ein Ethnologe (Was ist das überhaupt?).

Argumentiert wird wie zu Max Frischs Zeiten: Damals waren die meisten ausländischen Arbeitskräfte schlechter ausgebildet als die Schweizer. Dass das heute umgekehrt ist, dass unter den Immigranten überproportional viele Akademiker sind, das weiss man entweder nicht oder man quittiert es mit Schulterzucken. Hauptsache, die Schweiz verfügt über top ausgebildete Handwerker. Das ist das Wichtigste, den Akademikerimport nimmt man halt in Kauf. Oder aber man gerät in die Mühlen eines ausländerfeindlichen Diskurses und endet im unsäglichen Deutschen-Bashing an Schweizer Universitäten.

Es geht nicht darum, den Ausländern die Dreckjobs zu überlassen. Erstens sind das nicht einfach Dreckjobs. Und zweitens präsentiert sich die Situation heute ganz anders: Die Schweiz importiert Akademiker im grossen Stil. Zwar arbeiten noch immer viele Ausländer, insbesondere Südeuropäer, auf dem Bau. Doch unter den Immigranten sind mittlerweile unverhältnismässig viele Hochqualifizierte: Ingenieure, Ärzte, Professoren. Einmal mehr muss man differenzieren: In Zürich zum Beispiel geht mehr als die Hälfte der Deutschen ans Gymnasium, aber nur zwei Prozent der Portugiesen. Was ist bei solchen Unterschieden von der Kategorie «Ausländer» noch zu halten?

Die Schweiz braucht Arbeiter auf allen Stufen. Ist es dann richtig, mit strenger Selektion die eigenen Leute auf Gymnasialstufe auszubremsen, gleichzeitig aber Hochqualifizierte im Ausland zu holen und mit ihnen unsere besten Positionen zu besetzen? Man kann das Protektionismus nennen oder Heimatschutz, doch wir haben unseren Jugendlichen gegenüber eine Verantwortung. Sie verdienen mindestens die gleichen Chancen.

Was die Wirtschaft braucht, ist eine Sache. Wichtiger ist, was die Jungen brauchen. Es geht um ihre Bildung, das verlangt mehr von uns als die Haltung eines Bauherrn, der gerade einen Sanitär braucht. Die Kritiker haben recht: Es braucht auch Handwerker. Doch wenn wir vom Brauchen ausgehen, muss man heute den Schwerpunkt anders setzen: Was ist mit den Hochqualifizierten? Die braucht es auch.

63 Comments sur «Die Hochqualifizierten braucht es auch»

  • Heinrich Schwyter says:

    Ein gescheiter Artikel…. und wir sparen uns bei der Bildung dumm und dümmer…. nur weil die ewig gestrigen Rechtspopulisten angst vor dem gebildeten Bürger haben. Oder was für einen anderen Grund gibt es gerade bei der einzigen Ressource der Schweiz zu sparen?

    • Anton Schneider says:

      Hören Sie doch endlich auf mit der Mär vom Sparen in der Aus- und Weiterbildung. Das Bildungssystem und die Bildungsstätten habe nie da gewesene Kapazitäten erreicht (z.B. ETH Zürich), der Ansturm der ausländischen Studenten ist ungebrochnen, so “billig” wie in der CH, kann man nirgends in der Welt an den besten Schulen und Universitäten studieren – für Schweizer wird es dann halt knapp. In Zürich wurde kürzlich die beinahe “grösste” Hochschule der Künste für über 650 Mio eröffnet – diese erfreut sich ungemein der ausländischen Gäste. Es fehlt nicht Geld für Bildung, aber Qualität?

      • Oliver Liechti says:

        Keine Mär, Herr Schneider, gerade war zu lesen, dass die Kantone 381 Mio. in der Bildung sparen.

        • Dominik Grimm says:

          Keine Mär Herr Liechti, die Kantone senken das Ausgabenwachstum und sparen nichts ein. Es wird weiterhin jedes Jahr mehr Geld für Bildung ausgegeben, mit stetig sinkendem Erfolg.

      • Leo Lisser says:

        Erst neulich las ich, dass wir pro Jahr 500 Ärzte zu wenig ausbilden. Die gleichen, die nicht mehr Geld in die Bildunterschrift stecken wollen, meckern dann aber über deutsche Ärzte….

        • Margot says:

          Kürzlich war zu lesen, dass es viel zu wenig Lehrstellenangebote in Informatik und Pflegeberufe gibt. Die Nachfarge war auch wesentlich höher wie das minime Angebot. Und dann jammert die Wirtschaft von Fachkräftemangel!

          • Franz Kaufman says:

            Nun Margot, das ist einfach zu erklären: Eine(r) der/die eine Berufslehre abgeschlossen hat, wird nicht als eine Fachkraft angesehen. Also, zumindest nicht hochqualifiziert…
            Das sagt auch dieser Herr Gymnasiallehrer mehr oder weniger klar hier in diesem etwas chaotisch/verwirrend geschriebenen Artikel.

        • Ralf Schrader says:

          Es ist schon ein paar Jahre her, da hat das BfS am Rande mitgeteilt, man hätte bis 2009 durch den Import deutscher Ärzte 4.2 Mrd. Franken gespart. Warum sollte man an diesem Erfolgsmodell etwas ändern?

    • Alex Kramer says:

      Der Ausbaustandard, Investitionen in Hochpreis-Güter und die Bautätigkeiten an CH-Unis / Hochschulen sprechen eher eine andere Sprache, Herr Schwyter. Teurer und ineffizienter geht es kaum noch. 3-mal gebaut und immer noch falsch…
      Da muss man sich schon fragen, weshalb z.B. das technologisch und finanziell Jahrzehnte lang isolierte Kuba eine Aerzteschaft mit bestem Ruf hervorbringen kann?
      Es fehlt an Ehrgeiz und persönlichem EInsatz. Dass wir in der CH ein wenig mehr als verwöhnt sind, werden Sie ja wohl nicht von der Hand weisen können. Also eigentlich eine ganz profane Grundlage…

    • Romy says:

      @Schwyter: Sie verwechseln etwas Grundlegendes, nicht die “Rechtspopulisten” wie Sie die SVP verunglimpfen, sondern die Mainstream-Linken haben Angst vor gebildeten Bürgern, denn diese haben längst gemerkt, wohin die Reise mit den Linkspopulisten geht. Als Beispiele sei das Senken des Wahlalters auf 16, Kinder in fremder Obhut (Kitas), Frühsexualisierung, Auflösung vom Ordnungen, Zersetzung von Staat und Institutionen, polit. Korrektheit, Ressentiments gegen die Familie, Gleichheitsdogma, Einwanderung u. multikulturelle Gesellschaft etc. genannt. Dies alles checken nämlich nur Gebildete.

  • Fred Niederer says:

    Wenn schon Förderung des eigenen Akademikernachwuchses, dann gezielte Förderung in den Berufen wo die Akademiker einwandern, also Technik, Wissenschaft, Medizin.
    Einfach die Maturaquote anzuheben, bringt nämlich noch nicht automatisch mehr Ingenieure, Physiker, Mathematiker, Aerzte, … hervor. Und gerade in der Industrie ist der Weg über Berufslehre, Berufsmatur und FH nach wie vor attraktiv und bietet beste Chancen. Durch Abwertung der Berufslehre, fehlen aber leider auch hier immer mehr geeignete Kandidaten.

    • Marc Müller says:

      Das Schulsystem in der Schweiz hat seine Grenzen erreicht, d.h. das Dualbildungssystem. Ansonsten wären die Privatschulen nicht so beliebt. Beispiel, die Banken und Versicherungen in der CH sind voll mit ausländischen Fachkräfte aus der ganzen Welt. Was heisst genau “hochqualifiziert”? Wenn man einen Master in Wirtschaft haben soll, dann Maturaquote in der CH erhöhen, damit die Jugendlichen an der Uni studieren können. Was bringt es auch, wenn unsere Uni 60% ausländische Studenten haben? (Inkl. ETH).

      • Ulrich Raumer says:

        Banken und Versicherungen haben ausländische Mitarbeiter weil die den Schweizer Hemmschuh nicht anhaben und es nicht allen recht machen wollen, nur dem eigenen Portmonnaie. Damit sind sie willfähriger als Schweizer. Unsere Moral ist da unser Problem.
        Aber zurück zum Thema: Es wurde grad wieder verkündet dass 385 Mio bei der Bildung eingespart wurden. Dumm. Saudumm. Politiker eben.

  • Vico Torriani says:

    “[…] dass unter den Immigranten überproportional viele Akademiker sind, das weiss man entweder nicht oder man quittiert es mit Schulterzucken.” Weiss es Herr Pfister? Was genau heisst denn dieses nebulöse “überproportional”? Proportional zu was? Mehr Akademiker als Bauarbeiter pro 100 Arbeitsmigranten oder einfach mehr Akademiker pro 100 Arbeitsmigranten als pro 100 CH oder was? Die offiziellen Statistiken in dieser Hinsicht ebenfalls eher nebulös, jeder einen Schulabschluss hat gilt da offenbar schon als “qualifiziert”.

  • Suter says:

    CH-Jugendliche sind die Sklaven der aktuellen Einwanderungs- und Ausbildungspolitik. Im Verhältnis zum Zielrekrutierungsmarkt EU (500m Einwohner) mit über 40% Gymnasiasten, verlassen in der Deutschschweiz dank irrwitzigen Hürden, je nach Kanton nur 15 – 25% das Gymnasium. Oh wunder, müssen die Akademiker aus dem Ausland geholt werden. Unser duales Bildungssystem mag dem europäischen überlegen sein, was aber nichts bringt, wenn die Schweiz im Inland diesen Standard bei der Rekrutierung nicht durchsetzt, weil bald die Mehrheit in den Personalabteilungen ausländisch besetzt ist.

    • Anton Schneider says:

      Danke Herr Super – treffender hätten Sie die Situation nicht schildern könne. Unsere “akademisch” Gebildeten Bildungspolitiker rühmen im Ausland unser Systems, wollen dieses noch exportieren aber entwerten gerade dieses unsere bewährte System im eigenen Land. Jeder Abiturient aus Italien, Spanien, Griechenland und speziell Frankreich scheint besser gebildet und “intelligenter” zu sein – die Quote der Abiturienten geht > 50%? Die CHer werden damit schon als Jugendliche benachteiligt gerade zu diskriminiert. Was tun die Berufspolitiker? Genau, NICHTS! Erkennen Sie das Problem – NEIN!

      • Thomas Staub says:

        Sehr gut Herr Schneider. Wir verknappen die Bildung und nennen es Dualsystem. Unsere Jugend muss darunter leiden. Es wird Zeit für eine ” 30% Maturarate” Initiative.

    • “In Zürich zum Beispiel geht mehr als die Hälfte der Deutschen ans Gymnasium”. Dieser interessante Punkt wird von einigen völlig ausgeblendet. Es kann also nicht nur an den Einwanderern liegen, denen es in ihren Heimatstaaten zu leicht gemacht wurde. Vielleicht liegt die Wurzel doch etwas tiefer?!?

      • Leutenegger says:

        Herr Bauer sie blenden aber aus das Deutsche die sich in der Schweiz niederliessen, durch den hohen Bildungsstamm eine Stelle antreten konnten, zudem müssen deutsche Kinder kein Hochdeutsch mehr lernen, auch die Grammatik lernen sie bereits im Elternhaus. Alle Schüler die in der Muttersprache Dialekt sprechen haben Nachteile, sie müssen ja in der Grundschule praktisch 3 Sprachen lernen.

        • Allerdings sind speziell die stark dialektgeprägten Regionen in Bayern und B.-Württemberg in Deutschland besonders erfolgreich. Zudem sind die sprachlichen Fähigkeiten von Schweizer Schülern in PISA Test recht gut und für technische Studien ohnehin nicht ausschlaggebend.

      • Margot says:

        In Zürich sind viele Deutsche überproportional Akademiker, die können den Nachwuchs auch besser fördern. Schauen Sie mal wieviele Lernstudios in Seefeld und sonst an der Goldküste es hat.
        Die Anforderungen in der CH sind viel höher wie in allen EU Ländern, nicht richtig.

        • Das ist nur z.T. richtig! Schon vor 20 Jahren war der Bedarf an langwierigen technisch-naturwissenschaftlichen Studiengängen mit Promotion kaum mit Schweizer Studenten zu besetzen, da die Mehrheit juristische und wirtschaftliche Themen bevorzugte oder gleich einem bequemeren und vergleichsweise gut bezahlten Weg über Banken und Administration eingeschlagen hat.

    • Thomas Bieri says:

      Leider verfallen unsere Medien immer noch auf die Mär der “hoch Qulifizierten” ausländischen Stellensuchenden herein. In fast allen Ländern geht man an eine Uni um zu “studieren”. Einen “akademischen Titel” erhalten somit fast alle denn es gibt gar nichts anderes und er bescheinigt dem Inhaber höchstens, dass er bis am Schluss durchgehalten hat. Bei uns ist jeder nach einer Lehre auf einem höheren Niveau als die meisten von diesen besagten Stellensuchenden. Und dann gibt es noch die echten Unis und deren Abgänger. Echte Akademiker sind in allen Gesellschaften nur etwa 20 bis 30% der Studenten

      • Blanche Wu says:

        Das ist doch fast gleich wie bei Berufsleuten. Viele machen eine Lehre, aber nur wenige blühen auf in ihrem Beruf und bringen es zu Höchstleistungen weil sie es einfach so toll finden. Gleich ist es bei Akademiker: viele studieren um studiert zu haben, aber schlagen keine akademische Laufbahn ein. Der Unterschied: solche Akademiker meinen danach trotzdem besser als Ex-Lehrlinge zu sein, auch wenn sie in der Bank arbeiten in einer Funktion wo auch jemand mit Bankenlehre reinkommen kann.

  • R.E. Michel says:

    Wir sparen bei der Bildung dumm und dämlich nur um anderen steuerliche Privilegien zusichern zu können. Wann lernen wir endlich dass die Steuern anders erhoben (Quellensteuer) und alle Sonderabzüge gestrichen werden müssen? So hätte der Staat sein Geld und muss ihm nicht nachrennen und durch das Wegfallen der Privilegien könnten die Steuern insgesamt gesenkt werden – resp. für effektiv wichtige Institutionen wie die Bildung und Schutz der bevölkerung ausgegeben werden. Aber das wird wohl ein Wunschtraum bleiben…..

  • Hansli says:

    Mit Uni und FH haben wir gleich viele mit tertiärem Abschluss wie in Deutschland. Wir haben jedoch eine Wirtschaft die nach überdurchschnittlich vielen Arbeitskräften dieser Stufe verlangt.
    Das andere Problem ist jedoch, dass Ingenieure, Chemiker etc.. fehlen. Wenn das niemand machen will, kann man auch niemand dazu zwingen. Ist aber nicht nur bei uns ein Problem. Das gilt für alle westlichen Staaten. Ich kenne Forschungsabteilungen die mehr Jobs als Bewerber haben. Die könnten diese Jobs nur mit Inder und Chinesen besetzen!

    • Hans Maag says:

      Recht haben sie, Hansli. Oben schrieb einer: In Zürich wurde kürzlich die beinahe “grösste” Hochschule der Künste für über 650 Mio eröffnet. Wunderbar! da werden “Kunstspezialisten” ausgebildet, die dann keinen oder nur einen subventionierten Job finden. Echte Künstler bilden sich meist selbst. Was wir brauchen sind Physiker, Ingenieure, Chemiker, Pharmazeutiker, und Ärzte.

      • chocolate says:

        Ja Herr Maag, warum ist denn niemand bereit, die Ausbildung für mehr Ärzte zu bezahlen? Warum hört man da nur, die Ausbildung sei zu teuer, es komme billiger, die ‘fertigen’ Ärzte aus dem Ausland zu importieren?
        Und wenn man dann in die Klinik kommt, muss man froh sein, wenn der Arzt Deutscher ist oder Österreicher, dann hat man schon Glück gehabt und kann sich noch in der eigenen Sprache unterhalten.

  • Roger Braun says:

    Nicht alle Nicht-Gymnasiasten sind “Handwerker”. Für einen Bildungjournalisten eine ziemlich peinliche Bildungslücke und ein Hinweis auf ein arg eingeschränktes Weltbild. Der Artikel geht ziemlich am Problem vorbei.

  • Thedoor says:

    Die Verdrängung Einheimischer auf dem Berufsmarkt war wohl einfach vorherzusehen und wurde mehr als genügend adressiert. Die Linke blieb dieser Einsicht gegenüber hartnäckig Beratungsresistent und dies bis zum heutigen Tag. Viele meiner ehem. Berufskollegen welche in den neunzigern bis zur Einwanderungsflut ab 2005 als Quereinsteiger oder sogen. “nicht Spezialisten” eine Chance im Corp.Business Umfeld erhalten hatten sind heute erfolgreich etabliert. Arme Jugend. Selbst als Plakatankleber erhält man heute keinen Einstieg mehr so man keinen Fach-Lehrabschluss vorweisen kann.

    • Nicholas Fliess says:

      Was hat dieser Umstand denn mit den “Linken” zu tun? Die “Linken” hatten in der Schweiz noch nie eine Mehrheit.

    • Hansli says:

      Bei seit 2002 neu geschaffenen 600’000 Stellen von einer Verdrängung zuschreiben, ist die Realität nicht anzuerkennen. Einen war wirklich nicht schwer in dieser Zeit. Erst jetzt wird es schwieriger. Arbeitsplätze werden dank der rechtsnationalen Träumen wie MEI und Starker CHF abgebaut.

      • Margot says:

        Stimmt, für jeden Job braucht es heute ein int. Diplom. Wo früher ein Handelsabschluss genügte, verlant man heute einen dipl. Ökonom. Aer was man immer wieder von der angeblichen Mitte / lLnks Regierung behauptet, ist eine Mär. Der Nationalrat: SVP 54, SP 46, FDP 30, CVP 28, GPS 15, GLP 12, BDP 9, EVP 2, Lega 2, CSP OW 1, MCG 1; Ständerat: SVP 5, SP 11, FDP 11, CVP 13, GPS 2, GLP 2, BDP 1, parteilos 1
        Die geschaffenen Arbeitsplätz sind auch zum guten Teil wegen der Zuwanderung entstanden. Jährlich rund 100’000 Bevölkerungswachstum benötigen auch Wohnraum, Infrastruktur, med. Versorgung, usw.

  • Leutenegger says:

    Ich glaube nicht das finanzielle Mittel fehlen damit mehr Jugendliche das Gymnasium absolvieren können.
    Der Grund liegt an zu hohen Anforderungen und dies bereits in der Grundschule. Welches Land in Europa verlangt von den Schülern das sie 2 Fremdsprachen lernen müssen? KEINES, sind Schweizer Schüler so viel schlauer als der Rest der Europäer oder überfordern wir sie durch die dritte Sprache. Europäische Schüler sind bevorteilt und treten schon mit kleinerem Rucksack ins Gymnasium ein, das ist gegenüber unseren Schülern/Jugendlichen unfair und verwehrt einem Grossteil die berufliche Zukunft.

    • Blanche Wu says:

      Soviel mir ist lernen Kinder in Schweden und Norwegen auch eine zweite Fremdsprache in der Schule…sonderbarerweise sind die nicht überfordert? Was machen die denn anders? In Norwegen gibt es auch zwei Landessprachen welche man beherrschen muss (ja sie sind sich ähnlich) .

  • Hans Käslin says:

    Das unerkannte und Traurige an den “Akademiker”-Importen ist das keiner so genau hinschaut was sich im Ausland so alles Akademiker nennen darf. Aber anscheinend sind wir zu höflich oder zu blöd um derartige Fragen zu stellen.

  • Hansjürg says:

    Als Arbeitgeber will ich eine Gewinnmaximierung. Das bedeutet maximierte Einnahmen bei minimierten Ausgaben. Zu den Ausgaben gehören Lohnkosten, Gebühren und Steuern. Deshalb will ich Ausländer anstellen, weil die tiefere Einstiegslöhne haben. Die Steuern müssen runter, d.h. der Staat soll bei der Ausbildung sparen. Notwendige Fachkräfte kann ich dann ja im Ausland suchen. Ich frage mich, warum wir in der Schweiz überhaupt eine Ausbildung haben, die kostet nur. Natürlich unterstütze ich Politiker, die meinen Wünschen entgegen kommen.
    He Leute so tickt ein CEO/CFO.

    • Hansjürg says:

      Die Linke mit ihrem Credo der Sozialistischen Internationalen ist aus falsch verstandener grenzüberschreitender Arbeitersolidarität der Steigbügelhalter dieses Neokapitalismus

  • Hans Widmer says:

    Eine Ansicht, die heute leider selten geworden ist. Unseren Kindern verstellen wir den Weg zu einer guten Ausbildung auf immer mehr Arten. Der Numerus Klausus hindert viele Schweizer daran ein Ausbildung zum Arzt zu machen, dafür sind mittlerweile 80% der Ärzte importiert. Die Primarschulen werden immer schlechter. Die Klassen werden immer grösser.
    Bildung ist auch für unsere Kinder wichtig, damit sie ein selbstbestimmtes und erfolgreiches Leben führen können. Leider setzten sich grosse Parteien der Schweiz dafür ein, dass schon allen 15 jährigen begebracht wird, dass sie zu kuschen haben.

    • Blanche Wu says:

      Wenn man wirklich Arzt werden will und das erste Mal durch den Numerus Clausus fliegt, dann kann man es ein Jahr später nochmals versuchen. Kenne selber einen Studenten welche unbedingt Medizin studieren will…und dieses Jahr ist er angenommen worden…ach ja dieser Student ist nicht erst 19 jährig, sondern bereits 25ig. Er möchte trotzdem immer noch in die Medizin und lässt sich von Rückschlägen nicht abhalten. Ab und zu muss man für seinen Traum auch mehr Energie aufbringen als nötig.

  • Müller Beatrix says:

    Mir aus der Seele gesprochen!

  • dominik reinhard says:

    Solange wir einer Partei nachfröhnen die für eine rückwärtsgewandte Schweiz einsteht – welche Hochdeutsch im Kindergarten abschaffat, am Liebsten kein Frühfranzösisch will und jede Lehrplanreform bekämpft und erst noch bei der Bildung sparen will, werden wir so schnell nicht das Problem bei der Bildung lösen können.

    • Leutenegger says:

      Herr d. Reinhard, ich bin mit Ihnen nicht einig, es gibt kein Land wo Kinder 3 Sprachen in der Grundschule lernen müssen, und genau die französische Sprache ist für viele Kinder der Absturtz. Die Deutschen lernen die Sprache incl. Grammatik bereits im Elternhaus. Zudem haben linke Politiker zu viele Hindernisse ins Bildungssystem eingebaut.
      z.B: Krankenschwestern mussten früher für die 4 jährige Lehre 18 alt sein. Heute sind es Fachpflegefrauen, Ausbildungdauer 5Jahre und Ausbildungs-Entlöhnung wurden drastisch erhöht. Spitäler bilden nun wegen der Kosten weniger dieser Fachkräfte aus.

  • Roger Reinhardt says:

    So lange meine Kinder in ihren Klassen die einzigen sind, die Deutsch sprechen können, so lange werden tausende über die Grenze zum Arbeiten hierher gelockt. Diese Importe werden sämtlichen Schweizern vorgezogen, weil die billiger, jünger, besser, schöner, direkter, etc. sind. – So ist’s nicht erstaunlich, dass CH-Bürger, auch bestens ausgebildete, keine Stellen mehr finden, sobald sie über 45 Jahre alt sind. – Ein Kollege von mir hat mir gestern gerade erzählt, dass er sich in zwei Jahren Arbeitslosigkeit über 600x beworben hätte. – Erfolg? – Nicht der Rede wert…..

    • Blanche Wu says:

      @Reinhardt: Ja es ist nicht schön so lange arbeitslos zu sein, aber anstatt zwei Jahre keine Stelle zu finden…wie wäre es sich dann Alternativen zum derzeitigen Jobprofil zu suchen? Quereinstieg in eine andere Branche, Weiterbildung, etc. und wenn es absolut nicht geht dann halt mal im Service sich bewerben oder sonst wo? Anstatt die Faust im Sack zu machen muss man aktiv werden. Ich würde niemals herumsitzen und mich bedauern sondern entweder eine Umschulung anstreben, die Selbstständigkeit ergreifen, auswandern, etc. ja ich würde sogar als Putzfrau arbeiten gehen wenn ich zu lange arbeitsl

  • Flo says:

    keine Frage; es braucht hoch qualifizierte und auch weniger hoch qualifizirte Ausländer – aber in meinen Augen läuft es mächtig schief wenn ich als Schweizer in meiner Mundart überall gebeten/gezwungen werde schriftdeutsch zu sprechen (ja ich kann das, aber es ist nicht meine Muttersprache). Als ich im Ausland gearbeitet habe (6 J.) musste ich zu allerest darum bemühen die dortige Sprache zu lernen.
    Wenn mir ein Arzt auf meine in Mundart gestellte Frage – wie bitte, ich habe sie nicht vrstanden, und dann als ich sie in Schriftdeutsch gestellt habe abtwortet; na geht doch- das ist zuviel

  • Romy says:

    Wo die Förderung für die CH Jugend bleibt? Auf der Strecke, denn Förderung wird von den Erziehungsdirektoren mit ihrer Reformitiswut i.S. Bildung seit Jahren geschwächt, dies augenscheinlich mutwillig. Mir bekannte Lehrer beklagen nämlich, dass sie sich nur den Schwächsten annehmen dürften bis diese die massgebende Stufe erreicht hätten. Lernbegabte/Wissbegierige bleiben auf der Strecke u. prakt. sich selbst überlassen. Somit wird diesen ihr Bildungspotential entzogen, was unter das Kapitel “Vernachlässigung” gehörte und “Vernachlässigung von Kindern” ist eigentlich ein strafbarer Tatbestand.

  • Seppl Rettenmaier says:

    Herr Pfister spricht mir aus dem Herzen ! Ich kam seinerzeit aus Deutschland in die Schweiz, das locker in Deutschland absolvierte Medizinstudium war die Eintrittskarte. Meine Tochter hat in der Schweiz die Matur abgelegt und in der Schweiz studiert. Sowohl das Gymnasium als auch die Universität waren erheblich selektiver als das in Deutschland der Fall ist (ich habe aktuelle Vergleichesmöglichkeiten und vergleiche nicht mit vor 30 Jahren). Ich finde, dass die Schweizer Jugend gegenüber ausländischen Akademikern klar benachteiligt wird. Hier sieben und dann mit EU Durchschnitt auffüllen.

    • Margot says:

      Sehe ich auch so. Es erschien ein Bericht in der FAZ über die Ursachen “Und plötzlich ist der Olli schlau”. Die Quote der Abiturienten in D. liegt stabil bei um die 40%, während sie vor 20 Jahren noch bei 27% lag. Deutsche Bildungsforscher bemängeln, dass das Abitur immer leichter werde und damit eine schleichende Entwertung der Abiturzeugnisse einhergehe. Die sei politisch gewollt. Während in Deutschland 40% Abitur machen, sind es in anderen hochentwickelten Ländern gut 60%, in Frankreich sogar 80%. Deshalb hat es soviele “Hochqualifizierte” bei der EU PFZ.

      • Seppl Rettenmaier says:

        Und deshalb ist es unfair und unklug dem Heidi aus Bern den Zugang zum Studium zu verwehren weil nicht gut genug und dafür ne Heike aus dem grossen Kanton zu importieren. Die wäre durch das Berner Sieb genauso durchgefallen wie das Heidi.
        Und das Argument mit den Handwerkern die der Schweiz verloren gehen wenn das Heid studiert kapiere ich auch nicht.
        Wenn das Heidi operiert, dann importiere ich halt ne Heike die das Auto repariert . Wo ist das Problem ?

      • ulrek says:

        Sind das die Maturanden, von denen alle sprechen? Die so viel besser qualifiziert sind als die Ausländer mit Gymnasialabschluss? Interessant. http://www.nzz.ch/schweiz/wenn-maturanden-es-nicht-koennen-1.18465238

        • Hugo Knüsel says:

          @ulrek: Das wird im Ausland nicht besser sein, nur gibts dort dank Maturaquoten von 40 – 80% noch viel mehr davon… Einer davon könnte ja auch mal Ihr Chef werden 😉

  • Hans Schweizer says:

    Ein Schritt in die richtige Richtung wäre es, wenn die Schweizerischen Gymnasien sich mehr Mühe geben würden, ihren SchülerInnen eine wirklich gute (Aus-) Bildung angedeihen zu lassen. Da könnten Sie vom Ausland noch Einiges lernen.

    • Franz Biberkopf says:

      Meine Erfahrung ist, dass ein(e) Jugendliche(r) mit einer CH-Matur über ein grösseres Allgemeinwissen verfügt als z.B. Abiturienten aus Deutschland. Dieser Ausbildungsniveauvorsprung vergrössert sich während dem Studium an einer CH-Uni weiter, so dass interessierte Studenten mit einem Bachelor-Abschluss aus dem Ausland erst einige Module nachholen müssen, bevor sie mit dem Masterstudium anfangen dürfen.
      Leider wird im Arbeitsmarkt dann nicht mehr so genau hingeschaut, ob ein ausländischer Abschluss gleichwertig wie ein CH-Abschluss ist.

  • Tobias Lienhard says:

    “Ist nicht jeder Studierte ein verlorener Handwerker?”
    Wer für ein Studium taugt, und das gerne möchte, soll das tun, und wer ein Handwerk lernen will, soll das tun können. Einer, der studieren könnte, wird meist im Handwerk nicht glücklich, weil überqualifiziert und wer sich an einem Studium unter Erwartungsdruck der Umgebung die Zähne ausbeisst, ebenso nicht.

    • Blanche Wu says:

      @Lienhard: Ich würde nicht sagen dass jemand welcher für ein Studium taugt überqualifiziert im Handwerk wäre. Sie werden mit dieser Aussage das Handwerk ab. Nein jemand fürs Studium ist oft einfach gar nicht fähig einen handwerklichen Beruf zu lernen weil es ihn nicht interessiert, weil ihn körperliche Arbeit angurkt und weil er evt. zwei linke Hände hat. Im Handwerk (Zimmermann), etc. muss man oft sehr exakt arbeiten und ist 100% konzentriert. Da ist nichts “unterqualifiziert”. Ein Strassenarbeiter muss nicht weniger denken als ein Germanist. Es sind einfach zwei komplett andere Berufe.

  • nicolier felix says:

    Alles ist schon gesagt.
    Die Schweiz spart bei der Ausbildung insbesondere in den unteren Schulklassen. Dabei ist etwas “Hirni” der einzige Rohstoff den wir haben. Kantonsverantwortung OK, aber hier ist es höchste Zeit dass in Bern, auf allen Stufen, eingegriffen wird. Es hat x Budgetposten wo ohne schaden gespahrt werden könnte.
    nicolier felix

  • Max Frisch says:

    “Doch unter den Immigranten sind mittlerweile unverhältnismässig viele Hochqualifizierte” – man könnte das auch umgekehrt betrachten…und da muss ich sagen, dass das Schweizer Bildungssystem es den jungen Menschen bzw. den Familien nicht einfach macht (Gymi-Test etc). Das sollte man gegebenfalls mal beleuchten und dort Lösungen finden, anstatt immer diese ewigen lästigen Immigranten-Diskussionen zu führen, sehr nervig es immer auf das Thema zu beschränken
    Gruss,
    Max

  • Armando says:

    Nach der Matura auf dem 2. Bildungsweg wollte ich Medizin studieren (Mitte 1980er-Jahre), mein Berufsziel war Hausarzt. Der Numerus clausus verhinderte meine Zulassung zum Medizinstudium. Und was haben wir heute: einen grossen Mangel an Hausärzten. Schweizer Bildungspolitik in ihrer ganzen Kurzsichtigkeit.

    • Blanche Wu says:

      und warum haben sie den Numerus Clausus ein Jahr später nicht nochmals versucht? Und dann nochmals ein Jahr später? Solange halt wie man antreten darf?

  • Peter Richter says:

    Von einem Bildungsjournalisten erwarte ich schon, dass er sich mit Einwanderungstatistik befasst, bevor er die aktuelle
    CH-Migrationssituation schönschreibt!
    Andreas Pfister würde dann sofort festellen, dass z.B. Ingenieure oder Ärzte äusserst unterproportional in der aktuellen Einwanderungsstatistik vertreten sind, die Mehrheit der Einwanderer ist Familiennachzug ohne nennenswerte Ausbildung!
    A.P. gehört aktuell auch zu den sehr zahlreichen Medienvertreter, welche Probleme eher zudecken als aufdecken!

  • Frank Oberhausen says:

    Herzliche Gratulation Herr Pfister zu diesem hervorragenden Artikel. Ich gehe davon aus, dass die folgenden Jahrzehnte eine massive Veränderung für den Arbeitsmarkt, wie wir ihn kennen, bringen werden. Konkret, viele klassische Berufe werden schlichtweg nicht mehr benötigt. Die heute übliche Berufskarriere wird verschwinden. Wir müssen jetzt beginnen, Lösungen für befriedigende Lebensmodelle zu suchen, unter Umständen jenseits der Erwerbsberufe. Andernfalls werden sich viele Menschen um immer weniger Stellen streiten – ein unschönes Szenario.

  • marc keller says:

    habe eigene Erfahrung und nichts gegen Ausländer, welche arbeiten: wenn Chef ein Deutscher, der stellt praktisch nur Leute aus seiner “Zunft” an; ein Schweizer Akademiker es da sehr schwer in der Finanzindustrie in der Schweiz – Antwort jeweils: Sie passen nicht in unser Team. Mein Sohn, Uniabgänger (Master) 2014 hat diese Erfahrung bei Bewerbungen auch schon zur genüge gemacht. Also so möchte ich festhalten, kommt es am Schluss jeweils auf die verantwortliche Führungskraft drauf an, welcher Nationalität sie angehört.

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