Die Politik hat zum TV-Programm nichts zu sagen

Die Redaktion von Tagesanzeiger.ch/Newsnet hat sich dahintergesetzt und aufgeschrieben, welches TV-Programm die grossen Parteien beim Schweizer Fernsehen SRF wohl aufsetzen würden. Bei der SVP käme nur eines ins Programm: das rein Schweizerische. Bei der FDP käme nur eines infrage: Sparen. Und nur die «Tagesschau» ins Programm. Bei der SP dominierten das Soziale und die Gerechtigkeit (was sie darunter versteht). Bei der CVP würde eines sicher nicht unterschlagen: das Christliche.

Und so kommt über den Scherz der «Tages-Anzeiger»-Journalisten eines zum Ausdruck: Die Parteien werden sich, wenn sie auch wollen, nie auf die Definition des Service public einigen können. Und ins Programm haben sie sich eh nicht einzumischen. Ist es ja geradezu zwingend, dass sie und ihre Politik Gegenstand einer kritischen Betrachtung sein müssen. Auch und gerade bei SRF. Und für die SRG gilt eines zuvorderst: die Wahrung der Unabhängigkeit, insbesondere gegenüber der Politik, natürlich auch gegenüber der Wirtschaft, den Interessenverbänden, auch gegenüber Kulturinstitutionen, selbstverständlich.

Für die SRG gilt eines zuvorderst: die Wahrung der Unabhängigkeit, insbesondere gegenüber der Politik.

GENERALDIREKTOR, SRG SSR IDEE SUISSE,

Hat einen klaren Auftrag: SRG-Generaldirektor Roger de Weck. Foto: Gaetan Bally (Keystone)

Jetzt muss als Erstes die Eidgenössische Medienkommission dahinter. Der Bundesrat hat ihr den schon erteilten Auftrag noch einmal ganz klar zu umschreiben, damit gar keine Missverständnisse aufkommen. Die Zeit drängt. Denn Politikerinnen und Politiker von links bis rechts haben Lunte gerochen. Sie geben sich als Medienexperten und meinen, in die Programmhoheit der SRG eingreifen zu müssen. Sie erdreisten sich gar, darüber entscheiden zu wollen, welche Sendungen bei SRF gestrichen werden und welche Programminhalte künftig im Programmschema der Sender vorzukommen haben.

Schon jetzt ist eines gewiss: Auch die Medienkommission wird nicht zu neuen Ufern vorstossen. Sie wird erneut zu definieren haben, was wir eigentlich schon alle wissen. Wichtig ist, dass sie klar und präzis noch einmal festhält und herausarbeitet, was im Verfassungsartikel, im Radio- und Fernsehgesetz und im Auftrag an die SRG schon heute festgeschrieben ist, dass sie die Formulierungen aktualisiert, akzentuiert und sich eine Definition des Service public herauskristallisiert, die von allen verstanden wird, insbesondere von den Wichtigsten, den Zuschauern in allen vier Landesteilen: Die Programme haben den nationalen Zusammenhang zu fördern, die Viersprachigkeit zu begünstigen, die Bevölkerung umfassend und klar zu informieren. Sie haben die kulturellen Werte zu bewahren, das kulturelle Schaffen, dessen Entwicklung und Tendenzen zu fördern, bekannt zu machen. Sie haben die Integration der ausländischen Bevölkerung wahrzunehmen, zu fördern und abzubilden. Und ganz wichtig: Die Programme haben einen internationalen Standard aufzuweisen, sodass die SRG als Produzentin bei internationalen Ereignissen in Politik, Sport und Kultur von den Sendern weltweit ernst genommen und akzeptiert wird, wie dies schon jetzt der Fall ist; SRF ist weltweit gefragt und verfügt über eine grosse Reputation, insbesondere bei der Sport-Liveberichterstattung. Im Dokumentarschaffen belegt das Schweizer Fernsehen international einen Spitzenplatz.

Wenn die SRG heute in einer Legitimationskrise steckt, so hat sie dies einerseits sich selber zuzuschreiben. Sie hat sich zu sehr anstecken lassen von Reality- und Castingshows, von Shows, in denen Menschen Gefahr laufen, vorgeführt zu werden. Sie will in den Onlinemedien ein Vollprogramm lancieren und damit in die direkte Konkurrenz zu den Verlagshäusern treten, die im Gegensatz zur SRG im rauen Konkurrenzkampf stehen.

Auf der anderen Seite stecken die Medien durch die Digitalisierung in der Kommunikationstechnik alle in einem tief greifenden Wandel. Heute kann jeder sein eigenes Programm gestalten, jeder kann sich in Blogs, in eigenen Websites selber in die politischen Diskussionen einmischen. Die Kommunikation ist grenzenlos geworden. Noch erreicht SRF im Fernsehen beispielsweise einen durchschnittlichen Marktanteil von gut 30 Prozent. Das ist im internationalen Vergleich ein sehr hoher Wert. Diesen Wert muss die SRG halten können, will sie den staatspolitischen Auftrag erfüllen. Und gerade deshalb muss sie auch eine hohe Qualität in der Unterhaltung, in der Sportberichterstattung und in den Direktübertragungen von grossen Ereignissen erreichen.

Das Schweizer Fernsehen ist weit besser als sein Ruf. Das Schweizer Volk hat ganz knapp der neuen Gebührenordnung zugestimmt. Wie bei der Masseneinwanderungsinitiative ist das Ja zu akzeptieren, auch von den Politikerinnen. Nach der Abstimmung ist aber, auch beim jetzt revidierten Radio- und Fernsehgesetz, vor der Abstimmung. Auf dem bestehenden soliden Fundament ist auf- und umzubauen. Im Onlinebereich hat die SRG mit den Verlegern zu kooperieren. An der Programmfront sind neue, Service-public-relevante Programme zu entwickeln, zu Seichtes ist zu hinterfragen. Roger de Weck in Bern in der Zentrale der SRG und Rudolf Matter im SRF-Haus in Zürich, die Herren, die über die Programmpolitik und die Programme entscheiden, wissen an sich ganz genau, was der Service public erfordert; sie haben aber eigene Regeln entwickelt, weil sie meinten, nur so im internationalen Kampf um Marktanteile bestehen zu können. Das Schweizer Volk hat ihnen die Gelbe Karte gezeigt. Noch sind sie auf dem Feld, noch können sie nach den doch bekannten Spielregeln handeln. Ihre wichtigste Einnahmequelle ist ihnen nach dem 14. Juni gesichert: die Gebühren in der Höhe von über 1,2 Milliarden Franken.

 

66 Kommentare zu «Die Politik hat zum TV-Programm nichts zu sagen»

  • Peter Müller sagt:

    Die SRG wird sich nie und nimmer von selbst regulieren, immer auf Programm Wachstum setzten und uns eiskalt die Rechnung dafür präsentieren. Wenn die Politik die Rahmenbedienungen von der SRG nicht einschränkt hat man weiterhin einen Moloch welcher sich nur noch durch total unfaire Zwangsgebühren finanzieren lässt. Also es wird niemals ohne die Einmischung von Poltik besser werden und dies ist die Aufgabe von unseren Politiker.

    • peter sagt:

      Richtig! Die SRG hat sich in den vergangenen 30 Jahren zu einer Eiterbeule entwickelt, die durch die Politik endlich operativ behandelt werden muss! Hopp NoBillag!

  • Martin Frey sagt:

    Wenn man das nur schon hört: „die Wahrung der Unabhängigkeit, insbesondere gegenüber der Politik“… Scheinheiliger gehts wohl kaum, jetzt mantramässig die angeblich edle Unabhängigkeit der SRG hochzuhalten, die schon lange nicht mehr gegeben ist.
    Einverstanden, bei der Programmgestaltung hat die Politik nichts verloren, bei der generellen Ausrichtung der Sender jedoch sehr wohl. Denn die politische Unabhängigkeit sollte für alle Parteien gelten. Dieses Zufallsmehr an der Urne ist nicht zuletzt eben Ausdruck eines generellen Unbehagens gegenüber der SRG und ihrer angeblichen „Unabhängigkeit“.

    • Sportpapi sagt:

      @Martin Frey: Sie sehen SRF also nicht als politisch unabhängig, sondern parteiisch? In welche Richtung denn, wenn ich fragen darf? Und, wenn wir schon dabei sind – vermutlich sind auch alls Printmedien, die nicht Blocher gehören, linke Blättchen, oder?

      • Martin Frey sagt:

        Solche pauschalen Aussagen zur CH-Medienwelt würde ich nicht unterschreiben SP. Da gibt es von ganz links bis rechts zum Glück alles.
        Aber bei der politischen Unabhängigkeit geht es nicht um G & G, auch nicht um Sport und auch nicht um die Tagesschau. Es sind sehr wenig Sendegefässe für die das zutrifft. Und ja, die halte ich, aber auch viele andere, nicht für politisch so neutral wie sie das sein sollten. Für diese wenigen aber wichtigen Sendegefässe triftt das Label unabhängig genauso wenig zu wie zb. teils auf den Tagesanzeiger, der auch nicht so unabhängig ist wie er sich gerne darstellt.

        • Jürgen Obst sagt:

          Ich danke ihnen sehr herzlich für diesen Kommentar und die Antwort auf die Polemik des Herrn Sportpapi. Ist sehr einfach und platt immer gleich mit der SVP Keule zu kommen aber wirkt eben auch sehr gut. Ich finde sie haben es sehr genau beschrieben und man muss sich wirklich fragen was die SRG mit dem ganzen Geld eigentlich macht. Heute muss man sich über vier bis fünf Kanäle Informationen holen und die Quersumme ergibt dann eine halbwegs akzeptable Info und vielleicht die Wahrheit.

          • Sportpapi sagt:

            Herr Obst, wo in meinem Kommentar finden Sie etwas zum Thema SVP? Richtig ist, dass es vor allem die SVP ist, die ständig die Unabhängigkeit der Medien anzweifelt, ohne dafür wirklich Belege einzubringen. Ich sehe keine Anhaltspunkte für eine solche Beurteilung. Und auch Martin Frey, der ja sonst sehr pointiert auftritt, bleibt hier eigenartig schwammig. Ist vermutlich halt nicht viel mehr als ein Bauchgefühl, oder? Klar ist aber, dass der Ärger über eine missglückte, vielleicht einseitige Sendung länger haften bleibt als das Wohlwollen, wenn es in die andere Richtung geht.

          • Martin Frey sagt:

            Danke, Hr. Obrist.
            Auch wenn mich Sportpapi hier etwas angepflaumt hat, schätze ich doch ansonsten seine Sachlichkeit und seine stringente Haltung. Trotz teils unterschiedlicher Auffassungen ist der Austausch mit ihm für mich jeweils angenehm und interessant.
            Bezüglich der trotz oder gerade wegen der vielen Angebote schwierigen Informationsbeschaffung pflichte ich Ihnen bei, halte das ähnlich. Wer sich nur auf ein Medium abstützt ist in aller Regel auch einseitig informiert.

          • Martin Frey sagt:

            @Sportpapi: Schwammig ist etwas eine Unterstellung, finde ich. Ich versuche nur, differenziert abzuwägen, mehr nicht. Denn ich finde trotz aller Kritik vieles auch in Ordnung was von der SRG kommt.
            Wenn Sie so eplizit wollen kann ich gerne ins Detail gehe (wobei auch das natürlich nur eine Meinung darstellt):
            Tagesschau für mich ok, 10vor10 schon weniger, Rundschau oft unter jeder Kanone, Arena mittlerweile bemüht, Club irgendwo dazwischen, DOK unterschiedlich je nach Thema.
            Aber wie gesagt, das ist nun wirklich sehr subjektiv. Bin aber gespannt wie Sie das sehen?

          • Sportpapi sagt:

            @Martin Frey: Die qualitative Bewertung sehe ich ähnlich, von der neuen Arena bin ich zum Beispiel nicht begeistert. Ich sehe aber nirgends Anhaltspunkte für eine politische Abhängigkeit oder Einseitigkeit, und darum ging es doch. Wenn schon ist es so, dass die Polteris beider Pole aufgrund ihres Aufregerfaktors viel häufiger ein Podium erhalten als die gemässigten Stimmen.

    • Mark Keller sagt:

      Martin Frey, Blocher & Co. belegen einen ganz ansehnlichen Teil der Sendezeit von politischen Sendungen des SFR. Wenn Sie kritisches Hinterfragen als nicht unabhängig von einer politischen Ausrichtung sehen, dann ist dies Ihr ganz persönliches Problem. Es ist ja gerade die Aufgabe einer unabhängigen Medieninstitution kritische Fragen zu stellen.

      • Martin Frey sagt:

        Grundsätzlich völlig einverstanden, Hr. Keller, nur wie Sportpapi richtig angemerkt hat, sind die Polteri aller Lager nun mal interessanter für die Quoten und daher gut vertreten. Ich bin der erste der befürwortet, dass man Populisten und Polemiker kritisch hinterfragen soll. Ich vermisse persönlich aber genau dieses kritische Hinterfragen etwas bei den Populisten links der Mitte. Und genau dann stellt sich der Verdacht der politischen Einseitigkeit irgendwann halt doch…

  • Peter Stiefel sagt:

    Wer über Jahrzehnte die hohle Hand macht und mit Schaufeln und Eimern aus dem Gebürentopf schöpft, wird sich früher oder später auf die Finger schauen lassen müssen. Insbesondere dann, wenn man es sich selber gut und immer besser gehen lässt – aber auch dann, und das bemerkt Anton Schaller sehr richtig, wenn unsinnige (Copy & Paste) Gefässe ins Programm aufgenommen werden. Die Politik muss aber nicht über Senden oder Nichtsenden entscheiden, sie muss der SRG lediglich ein Kostendach geben. Mit einem vertretbaren Globalbudget wird der Service Public nicht tangiert, dafür Unsinn gekippt.

  • G. May sagt:

    Die SRG muss unabhängig sein – von Politik, Wirtschaft, Kultur und Geld

  • Aerni Hans sagt:

    Das SRF muss dahingehend geleitet werden, dass pro Sprachregion ein Informationskanal frei zugänglich ist. Auf diesem Kanal laufen nur Nachrichten inkl. Wetter. Dieser Kanal wird durch die Steuern bezahlt. Dazu ein Radiosender pro Sprachregion.
    Die anderen Kanäle werden verschlüsselt und von den Konsumenten bezahlt. Keine Subventionen, auch keine versteckten. Danach regelt sich die Grösse des SRF selbst. Wenn die Sendungen erfolgreich sind, kann sie wachsen. Wenn nicht, ist gesundschrumpfen angesagt.

    • Sportpapi sagt:

      Schaller hat dazu sehr klar argumentiert. Es braucht die Sendungen mit hohen Zuschauerzahlen, damit der Sender genutzt wird, damit die Nachrichten auch gesehen werden. Und das ist für eine Demokrate äusserst wichtig, dass die Abstimmenden wenigstens minimal und ausgewogen informiert werden über das, worüber sie zu entscheiden haben.

      • Martin sagt:

        @SP. Besser keine Nachrichten als manipulative Propaganda. Die Nachrichten der SRG werden fast ausnahmslos von Jüngern der Grünen, SP und allenfalls CVP gemacht. Ein obejktiver Zuschauer merkt das gleich.

        • Fred Maurer sagt:

          Ich sehe mir fast jede Tagesschau an. Ich vergleiche die Sendung auch mit den Nachrichten in den Printmedien. Dass die Tagesschau, 10vor10 von „Jüngern“ der Grünen usw. gemacht werde ist mir noch nie aufgefallen. Ich bitte um konkrete Beispiele.

          • Martin sagt:

            Auch NZZ und Tagi sind links orientiert. Die Printmedien werden von 2 bis 3 Firmen kontrolliert, auch hier herrscht Gleichschaltung. Ausnahmen sind Woz und Weltwoche. Wieso waren alle Linke entrüstet als Somm zur NZZ wollte? Etwa weil ausnahmsweise kein Linker ein wichtiges Massenmedium geführt hätte? Propaganda wirkt unterschwellig, aber nur ein Beispiel, wieso bezechnen die Linken Medien die Afrikaner, die ilegal zu uns kommen, als Flüchtlinge, obwohl die grosse Mehrheit ilegale Imigranten sind? Wieso wird behauptet sie seien aus Seenot gerettet worden, obwohl das nicht stimmt!

          • Mark Keller sagt:

            Martin, Ihre letzten zwei Sätze entlarven Sie! Sie verstehen unter Information nur das, was Ihre vorgefasste Meinung stützt. Sie verwechseln da somit was ganz gewaltig.

      • Martin Frey sagt:

        Für die Information der Abstimmenden stehen immer noch die Abstimmungsbüchlein zur Verfügung, womit Interessierte mehr und besser über die jeweilige Thematik orientiert sind. Wer sich „nur“ auf das SRF stützt ist da wohl eher arm dran, aller Arenen zum Trotz.
        Ich denke persönlich dass eine Tagesschau, solange sie gut gemacht ist, auch ganz unabhängig von anderen Sendegefässen hohe Einschaltquoten hätte.

      • Sportpapi sagt:

        Ach ja, die grosse Weltverschwörung. Und im Bundesrat sitzen nur noch Linke. Und in den Parlamenten wird nur noch linke Politik gemacht. So fies!

      • Rudolf Ballmer sagt:

        Das Argument von der doofen Serie oder Spaziergängen mit Hunden über Berge, welche die ZuschauerInnen für die Tagesschau motivieren sollen, gehört in die Mottenkiste diverser anderer niemals überprüfter SRG-interner Glaubensgrundsätze. Die Bevölkerung muss nicht von der SRG erzogen werden! Wer die Tagesschau kucken will, kann um 19.30 die Fernbedienung in die Hand nehmen. Und sonst lässt ers bleiben. Persönlich kann ich auch mit der Tagesschau nichts anfangen und höre lieber Echo der Zeit als podcast. Ohne staatliches Motivationsguetzli vorher oder nachher. Und erst noch billiger (weil Radio).

        • Mark Keller sagt:

          Rudolf Balmer, Sie wissen aber schon, dass die SRG nicht das Schweizer Fernsehen ist? Ihr Echo der Zeit ist ebenfalls ein Format der SRG, welches von den Radio- und Fernsehgebühren profitiert! Und die Sendung mit Nick und Chaba gehörte zu den besseren Sendegefässen des SF. Geschmack ist Ansichtssache, sagte der Affe und frass die Seife!

          • Rudolf Ballmer sagt:

            Lieber Herr Keller, in der Tat weiss ich, dass die SRG auch noch ein paar Radioprogramme produziert. Ich bin auch nicht gegen die SRG, sondern für einen massvollen Service Public. Ja, ich möchte Ihnen nicht einmal ihren Nick wegnehmen. Ich bin aber dagegen, dass wir uns gegenseitig unbeschränkt die Befriedigung unserer Geschmäcker finanzieren. Steuergelder, noch dazu aus nicht progressiven Steuern, müssen massvoll ausgegeben werden. Für den eigenen Spezialgeschmack soll man selber bezahlen. Es soll für alle was haben, für Sie den Nick, für mich das Echo, aber nicht für alle unendlich viel.

    • Roger Walser sagt:

      Herr Aerni, Informationen bestehen aus mehr als nur Nachrichten und Wetter. Dazu gehören auch Reportagen, Dokumentationen, Diskussionen usw. Über gewisse Themen kann man sich nach einem Tagesschaubeitrag von 2Min. noch keine fundierte Meinung bilden. Da ist es hilfreich wenn in Sendungen wie. z.B. der Club verschiedene Meinungen und Argumente zu einem Thema diskutiert und erörtert werden. Oder in der Arena sich die verschieden Kontrahenten gegenüber stehe und sich auch einmal ein bisschen fetzen.

      • Peter sagt:

        Richtig, nur weshalb müssen diejenigen, welche für SRF zahlen „dürfen“ sich mit unsäglichem Beigemüse berieseln lassen? Hudigägeler Sendungen sind zwar billig in der Herstellung aber nicht jedermann’s Geschmack. Sport ist teuer (Lizenzen) und nur interessant für eine Minderheit, Realityshows sind schlicht gehaltlos und haben bestenfalls mit Volksverdummung zu tun. Dann bleiben noch eingekaufte Serien und Filme mit unterschiedlichem Gehalt, etwas Kultur und das Sonntagsgebet. In alle dem kann ich weiterhin wenig Gehaltvolles sehen und noch weniger, das den Nationalen Zusammenhalt fördert.

      • Peter Eberhard sagt:

        Der „Club“ als Vertiefung zu Nachrichtensendungen? Themen der letzten Wochen/Monate: Heimkinder. Kann der Wille alles? Magersucht. Meine Beiz – keine Beiz. Unter Zwang in die Psychiatrie. Kinder bestrafen. Gesegnete Lesben. Lawinen. Böse Stiefmutter. Bei allem Respekt: Wo ist da der Bezug zu den grossen aktuellen Themen, die uns bewegen (müssen)? Aber unter der offiziellen Devise „Alles, was Menschen bewegt“ kann man natürlich über alles und jedes debattieren.

        • Thomas Lieven sagt:

          Ich persönlich halte die Meisten davon für interessante Themen, die auch öffentlich diskutiert werden sollen. Das ist aber gerade die Herausforderung der Service Public-Diskussion. Jeder versteht etwas anderes darunter. Das Programm des SRF halte ich für ziemlich vielseitig und ausgewogen. Es deckt die unterschiedlichsten Interessen ab, was ich gut finde. Können Sie ein grosses aktuelles Thema nennen, das nicht von SRF behandelt wurde?

    • r staedler sagt:

      Hr.Aerne ; Was heisst bei Ihnen Gesundschrumpfen?Verschlüsseln ,wieder zurück zu Grosmutters-Zeiten?IhrVorschlag ist so abwegig dass er sicher nie bei einer Volksabstimmung eine Chance hätte,
      Ausserdem schauen Sie mal die Privatkanäle an,mit stundenlangen
      werbeuntrbrüchen,Dass SRF etwas abspecken sollte ev. bei den Radio-Sendern könnte ich auch
      befürworten.Aber mit dem Privatisierungswahn,sollte mal ein ende gesetzt werden.Ausserdem
      wurde diese Abstimmung vom gewissen Kreisen missbraucht,und viel Unsinn geschrieben,

      • Aerni Hans sagt:

        Ich schaue kein Privatkanäle und kein SRF. Radio höre ich online, aber nicht SRF. Wieso soll ich also bezahlen? SRF sollte nicht „etwas abspecken“, sondern massiv.

    • Günther Gafner sagt:

      sicher wird verschlüsselt, damit aber dann wirklich alle gleichlange Spiesse haben werden auch die privaten, die ja alles so viel besser machen verschlüsselt, Damit dann nicht aus dem so geschmähten Ausland gesendet wird, wird auch verschlüsselt etc.etc. Merken sie eigentlich nicht wohin das führt? oder macht der Konsum der privaten Sender so kritiklos? SRF ist gar nicht der Schrott den sie hier so herbeischreiben,weil sie kein Interesse an Dokumentationen,Diskussionen Politik,Unterhaltung sowie Sport und Filmen haben. Sind sie zu geizig um Fr. 400/Jahr zu zahlen? Oder sind sie Schwarzseher.

      • Aerni Hans sagt:

        Ich bin weder Schwarzseher noch Interesselos. Ich schaue (gute) Dokus online, Nachrichten hole ich mir über die Printmedien (das Zeugs aus Papier) oder auch online. Vorteil: keine Werbung, meine eigene Sendezeiten und immer verfügbar.Sport schaue ich entweder live oder gar nicht. Mein Medienkonsum ist im Vergleich zu vielen Gleichaltrigen tief.
        Ich bin strikt dagegen, dass ich gezwungen werde, 400.-/SFr. für den aufgeblasenen Apparat des SRF zu bezahlen. Soll derjenige bezahlen, ders schaut, oder mehr Werbung eingebaut werden. Ist mir egal… aber so kanns nicht weitergehen.

  • Karl Berger sagt:

    Herr DeWeck wird nichts anpassen. Er wird weiter die Gelder für Sendungen verschleiern. Er wird weiter mehr Geld verlangen – für den sog. „Service Public“ natürlich. Ihr wählt ja diese SP-SRF-Politik. Nun lebt damit!

    • Reber Mirjam sagt:

      Wer wählt hier SP? Nicht einmal ein Viertel der Schweiz! Und Sie geben schon wieder diesen für die Misere Schuld. Na gut, vielleicht sind sie auch von der SVP angestellt…

  • Thomas Lieven sagt:

    Wenn sich die Politik über eine inhaltliche Definition von „Service Public“ nicht einigen kann, weil jeder etwas anderes darunter versteht bzw. andere Interessen hat, dann gibt es zwei Optionen: 1. Man sucht den kleinsten gemeinsamen Nenner und beschränkt sich darauf. 2. Man gestaltet das Programm weiterhin eklektisch und bietet für jeden Geschmack etwas. Da mein Geschmack nicht immer dem Mainstream folgt, befürworte ich klar die 2. Variante. So ist sichergestellt, dass im Radio- und TV-Programm auch für mich etwas dabei ist.

  • Bettina Ramseier sagt:

    Wenn SFR so auf Unabhängigkeit pocht wie Schaller – der als ex-SFR-Apparatschik natürlich total befangen ist, aber sich unabhängig gibt -, dann soll SFR auch finanziell unabhängig werden. Nur dann ist SFR glaubwürdig. Es ist linke Verblendung zu behaupten, ein mit Zwangsabgaben alimentiertes Fernsehen&Radio, das zusätzlich mit kartellähnlichen Privilegien ausgestattet ist, sei unabhängig gegenüber den Politikern, die das Geld verteilen! Ehrlich wäre eine Rechtsform, bei der die tatsächlichen Geldgeber auch das Sagen haben. Das ist heute nicht so; SFR lebt von Korruption und Intransparenz.

    • Reiner Müller sagt:

      Die SRG HAT bereits eine solche Rechtsform: die SRG ist ein privater Verein, und jede/r von uns kann Mitglied werden und die SRG in die Pflichtnehmen.

      • bernhard moser sagt:

        Bei Migros und Coop kann man auch beitreten. Aber deswegen kann ich trotzdem bei Aldi oder Lidl einkaufen, ja ich muss NIE bei Migros und Coop einkaufen, selbst als Genossenschafter! Die SRG muss ich aber so oder so bezahlen, auch wenn ich NIE ein Sendung der SRG hören oder sehen würde. Das ist die Differenz.
        Und sind wir mal realistisch Alkohol gibt es bei der Migros auch nicht, selbst wenn ich Genossenschafter dort bin. Und SRF auch weiter „G&G“ oder „the Voice“ senden, auch wenn man dort beitritt.
        Konsequenz: man muss politisch den Laden abstellen.

  • christoph kreuter sagt:

    Hört doch endlich mit der Mär auf, das die heutige SRG zur Identität von uns Schweizern beiträgt. Nationaler Zusammenhalt dank dem Sendeprogramm von SRG; ist doch an den Haaren herangezogen und soll als Rechtfertigung für die heutigen SRG Strukturen und Programmgefässen dienen. Die SRG muss schlanker werden, die Kosten transparent machen und die Politiker haben die Pflicht einen schlanken Service Public zu definieren

  • Rudolf Ballmer sagt:

    Die SRG sollte ihre Klammerfunktion weiterhin erfüllen können. Die Hälfte der Bevölkerung und die Mehrheit der Stände (!) ist aber unzufrieden. Es darf und wird nicht alles beim Alten bleiben. 1) muss die SRG sich aufs Wesentliche beschränken und damit die Kosten für ihren ideellen Kernauftrag sehr deutlich reduzieren 2) muss das „nice to have“ on demand finanziert werden, was der Idee der Quote im heutigen technischen Zeitalter entspricht und 3) sollen gut Verdienende für den Zusammenhalt des Landes mehr bezahlen als Arme. Das Volk würden einem solchen Modell zustimmen.

    • Sportpapi sagt:

      „Das Volk würden einem solchen Modell zustimmen.“ Eher nicht. Auf Initiativen in die Richtung bin ich sehr gespannt…

    • Thomas Lieven sagt:

      Das „on-demand“ Angebot kann von den privaten Sendern abgedeckt werden. Wenn eine so grosse Nachfrage an einer Sendung besteht, dass sie ihre Kosten decken kann, dann macht es wenig Sinn, einen staatlichen Sender dahinter zu stellen. Es gibt auch schon viele on-demand Angebote von Privaten.
      Dennoch möchte ich auch „nice to have“ Sendungen auf SRF sehen. Das macht die Sender attraktiv und fördert auch den Radio und das Fernsehen als Kulturgut.

      • Rudolf Ballmer sagt:

        Herr Lieven, die entscheidende Frage ist, wo die Grenze zwischen Kernauftrag und Nice to have verläuft. Ich würde den Kernauftrag sehr viel enger als heute, aber doch noch grosszügig definieren.Ein Beispiel: Ein Grand Slam Halbfinal eines Schweizers ist ein Ereignis von nationaler Bedeutung. Gehört zum Kern. Ein Erstrundenspiel von Federer in einem zweitklassigen Turnier nicht. Ich kann nicht erwarten, dass mir das von anderen SteuerzahlerInnen finanziert wird, ebenso wenig wie ich anderen den Konsum mehrerer Serien am Tag unter der Flagge „nationaler Zusammenhalt“ mitfinanzieren möchte.

        • Thomas Lieven sagt:

          Sie ziehen hier eine ganz persönliche Grenze. Ich denke aber, dass es viel zu schwierig ist, hier eine allgemeingültige Abgrenzung zu machen. Weshalb ist das Grand Slam Halbfinale mit Fedi ein Ereignis von nationaler Bedeutung? Wenn wir schon Sport schauen müssen (anstatt ihn selber zu treiben), dann würde ich lieber Curling sehen. Das halte ich für spannender. Da aber jeder wiederum andere Interessen hat und im Programm andere Schwerpunkte setzen würde, plädiere ich dafür, dass wir die Inhaltsvorgaben offen gestalten. Das SRF macht einen guten Job.

          • Rudolf Ballmer sagt:

            Ihr Argument Herr Lieven läuft darauf heraus, dass grenzenlos produziert werden soll. Es müsste jede Sportart mehrere Stunden am Tag gesendet werden, weil sich immer jemand findet, der sich dafür interessiert. Der Staat müsste jedem jederzeit jedes mediale Bedürfnis befriedigen egal was es kostet. Sie kommen so oder so nie um Grenzen herum, und die werden redaktionsintern auch laufend ausgehandelt. Wenn aber alle unabhäng von ihrem Einkommen die Chose bezahlen müssen, dann sollten diese Grenzen sehr sorgfältig gesetzt werden.Unbegrenzt Fernsehen ist nicht lebensnotwendig.

          • Thomas Lieven sagt:

            @Ballmer: Ich glaube nicht, dass mein Argument für grenzenlose Produktion und die Befriedigung sämtlicher medialer Bedürfnisse spricht. Das ist ja heute auch nicht der Fall. Wenn wir aber unter Service public nur das verstehen, was wirklich alle sehen wollen, wenn wir uns mit anderen Worten nur noch den kleinsten gemeinsamen Nenner im Radio und Fernsehen anhören bzw. ansehen wollen, dann wird das Programm m.E. zu stark eingeschränkt. Bis anhin wurde von SRF eine gute Arbeit geleistet und ein vielfältiges und mehrheitsfähiges Programm ausgesendet. Das sollte weiter so bleiben.

          • Rudolf Ballmer sagt:

            @Lieven 17:20. Wenn Sie Curling auf die gleiche Stufe wie einen Grand Slam Final stellen, läuft das schon auf ein unendlich grosses TV Programm hinaus. Ich teile aber Ihr Argument, dass nicht der kleinste gemeinsame Nenner die Lösung sein soll. Es darf für jeden was dabei haben, aber eben begrenzt. Das Fernsehen hat m.E. komplett das Mass verloren. Ausser ein paar akut TV-süchtigen würde es vermutlich nicht mal jemand merken, wenn das Programm um 50% gekürzt würde. Weniger Programm, weniger Kosten, mehr gute Bücher und Zeitungen lesen und mehr an die frische Luft!

  • Carl Bock sagt:

    Dass wir JETZT – nach geschlagener Abstimmungs-Schlacht! – überhaupt erst anfangen zu diskutieren was dieser „Service Public“ überhaupt sein soll dessen Finanzierung wir gerade so glorreich gesichert haben lässt ja schon tief blicken!

    Könnte es vielleicht sein dass es von Anfang an gar nie um dieses Thema ging sondern wirklich nur um die Sicherstellung der Gebühreneinnahmen trotz sinkendem Interesse des Publikums an SRG-Programmen?

    „Aufmerksamkeit“ heisst das kostbare Gut um das es hier geht: Es ist begrenzt, und immer mehr Medien kämpfen um ihren Anteil daran…

  • Arne Tvedt sagt:

    Gestatten Sie mir einmal ganz und gar politisch unkorrekt zu sein und die Dinge beim Namen zu nennen. Die Müllabfuhr ist ein Service Public, d.h. ein Entsorgungsdienst liesse sich auch privatwirtschaftlich organisieren, nur ist es schlichterdings unmöglich eine solche Lösung flächendeckend umzusetzen. Einige würden sich foutieren und den Müll im Wald entsorgen zum Schaden aller. Ganz anders die Situation bei der Bereitstellung von Programminhalten (medialem Müll). Hier besteht bereits eine Überversorgung, die Mehrheit schaut ausländisch, und die SRG bleibt dank Monopol teuer und langweilig.

    • bernhard moser sagt:

      Man kann es auch anders sagen, wenn bei RTL 99 von 100 Sendungen schlecht sind, muss ich nur die eine gute Sendung schauen und indirekt über die Werbung bezahlen. Bei der SRG können 99 von 100 gut sein, ich muss trotzdem auch die eine schlechte Sendung bezahlen und dort ist das Problem. Und weil jeder jetzt (seit dem letzten Abstimmungssonntag) auch Zwangskunde ist, redet jetzt eben der Zwangskunde noch mehr drein ins Programm. Und somit auch die Politik.

  • Maler M. sagt:

    Ist doch klar, dass Sie diesen Satz nicht durchgehen lassen können: „Sie, die SRG, ist nicht unabhängig und neutral, sie ist links“. Das beweist eben gerade, dass sie es ist. Aber das ist ja allen klar, darum brauchen Sie diesen Satz auch nicht zu bringen.

    • r staedler sagt:

      Die Mär von dem linken Bundesrat,linken Fernsehen wird gebetsmühlemartig wiederholt.Jeder
      will etwas anderes ,die Privaten sender in der CH sind so ein Schrott ,mit Dauerwerbesendung
      vollgepackt

  • Reber Mirjam sagt:

    Wir brauchen dringend mehr Telebärn und Blocher-TV! Die können sich selbst finanzieren und treiben deshalb nicht unsere Steuern in die Höhe. Die haben auch schweizer Qualität, was anderes brauchen wir nicht!

  • Christian Bühler sagt:

    Wenn ich viele dieser Kommentare lese, dann frage ich mich: Warum so gehässig? Anton Schaller hat recht, wenn er betont, wie wichtig die Unabhängigkeit des öffentlichen Fernsehens und Radios ist. Sobald Parteien ins Programm hineinreden, geht jede Unabhängigkeit verloren, siehe das Beispiel von Berlusconi in Italien! Wir wollen doch nicht am Schweizer Fernsehen Parteipropaganda und seichte Unterhaltung. Ich bin froh, dass bei uns noch wertvolle Kultur- und Natursendungen möglich sind, eine für mich ausgewogene Berichterstattung (Tagesschau), politische Sendungen, wie die Arena. Danke SRF!

  • Aerni Hans sagt:

    „Sie haben die kulturellen Werte zu bewahren, das kulturelle Schaffen, dessen Entwicklung und Tendenzen zu fördern, bekannt zu machen.“
    Geben aber Aufträge für die Fertigstellung (Postproduktion) von Filmen ins Ausland… gerade heute erfahren.

  • Chris Rohrer sagt:

    Wenn schon dauernd von Unabhängigkeit geredet wird, weshalb kann dann SRF die Gebühren nicht auch unabhängig einkassieren. Wieso braucht es den Staat, der die Gebühr ins Gesetz schreibt und dann ebenfalls noch Polizist spielt und auch jene zur Zahlung verdonnert, die gar nicht konsumieren. Bei der Unabhängigkeit und der herausragenden Qualtität des Service Public sollte es ein einfaches sein, wenn SRF die Gebühren bei denen verlangt, die auch bereit sind dafür zu bezahlen. Verschlüsselung, Abos, so wie es Netflix, Cablecom und Swisscom für ihr Spartenangebot machen. Alles ohne Politik.

  • Mike Schacher sagt:

    Woraus leitet sich eigentlich das Fenster zum Sonntag ab? Warum eigentlich kein atheistisches Wort zum Samstag?

  • Die Mehrheit der Abstimmenden hat ja zum neuen Radio- und Fernsehgesetz gesagt. Mit knapper Mehrheit, das trifft zu. Doch genau diejenigen, die heute die Legitimität dieses Gesetzes anzweifeln, weil fast die Hälfte dagegen war, haben bei der Masseneinwanderungsinitiative von einem Votum des Volkes gesprochen, das nun umzusetzen gelte. Wir erinnern uns: Die MEI ist mit einem fast gleichen knappen Mehr zustande gekommen. Mit einem kleinen Unterschied: Die MEI verletzt unsere Verfassung, das neue SRF-Gesetz nicht. Im Gegensatz zur MEI ist es umsetzbar. Setzen wir es jetzt um.

    • Chris Rohrer sagt:

      @Peter Beuler: Da liegen sie leider falsch. Das neue RTVG verletzt unsere Bundeseverfassung und zwar Art. 127 Abs. 2 BV wo steht, dass die Steuern nach Leistungsfähigkeit erhoben werden sollen. Eine Kopfsteuer wie die RTV Steuer widerspricht dem. Es gäbe noch weitere rechtliche Aspekte, die das neue RTVG eigentlich nicht durchgehen lassen würden. Aber weil niemand Geld in die Hand nimmt und klagt, wird es wohl so falsch wie von den Bundesbeamten und Frau Leuhard erarbeitet, übernommen werden. Man kann nur noch auf die nobillag Initiative hoffen, die dem ganzen Politspuk ein Ende bereitet.

      • Rudolf Ballmer sagt:

        Sie haben völlig Recht Herr Rohrer. Steuern müssen nach Leistungsfähigkeit erhoben werden. Das RTVG hat eine rote Linie überschritten. Da es nun aber angenommen ist und alle so eine nicht verfassungskonforme Steuer zahlen müssen, hat sich der Druck auf die SRG massiv erhöht, dieses „Notrecht“ auch zu rechtfertigen. In diesem Sinne war das RTVG ein fatales Eigengoal. Spätestens jetzt überlegen sich alle, wieviel sie für medialen Service Public auszugeben bereit sind.

  • Christian Bühler sagt:

    Warum vergisst man eigentlich, dass das neue Gesetz nicht von der SRG, sondern vom Parlament gemacht worden ist. Dieses Parlament ist in der Mehrheit bürgerlich. Und diese Mehrheit war offenbar überzeugt, dass die neue Gebührenverteilung gut sei. Um das Programm ging es dabei überhaupt nicht. Warum also wird nur die SRG angegriffen und nicht der Beschluss des (bürgerlichen) Parlaments?

    • r staedler sagt:

      Weil gewisse Leute immer wieder behaupten NZZ ,Tagesanzeiger ,SRF,Bundesrat,,Parlament etc.
      sei Links ,alles was nicht SVP oder FDP rechtslastig ist,wird als links betitelt, ausser Teleblocher und die Weltwoche

    • Carl Bock sagt:

      Weil es doch schlicht und einfach ein SRG-Finanzierungs-Gesetz ist – mit ein paar kleinen Feigenblättern rundherum. Und da kann man doch mal fragen was das für ein einmalig tolles Ding ist!?

      Den Blick brauche ich z.B. auch nicht. Kaufe ich folglich auch nicht. Kostet mich nichts – ok! SRG brauche ich ebenso wenig. Kaufe ich (bisher) auch nicht. Soll mich ab jetzt aber 400 CHF pro Jahr kosten!

      So ist mir der Blick denn weiterhin egal, während ich mir eine ausgeprägte SRG-Antipathie seit Neuestem kaum verklemmen kann – unbesehen! Das war doch der Zweck der Übung – oder??

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