Was tun eigentlich Geisteswissenschaftler?

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Die Forderung nach einem Numerus clausus für Geisteswissenschaften steht wieder einmal im Raum. Jüngst waren es Exponenten der SVP, die sich nicht vorstellen können, was Germanisten, Ethnologinnen oder Historiker eigentlich tun. Beziehungsweise, sie glauben zu wissen, dass diesen Fehlgeleiteten nur der Gang aufs Arbeitsamt und langfristig ein Leben als «Loser» bleibe, während «die Gesellschaft» sich über verschwendete Bildungsmilliarden ärgern müsse. Die Zahlen sprechen eine andere Sprache; die Arbeitslosenrate von Geisteswissenschaftlern fünf Jahre nach dem Abschluss liegt leicht unter jener von Naturwissenschaftlern, und beide Werte liegen im Normalbereich der Arbeitslosigkeit hierzulande. Das bedeutet nicht, dass alle anderen in ihrem Traumjob arbeiten, aber das ist in anderen Berufsfeldern genauso.

Sie können recherchieren und komplexe Zusammenhänge analysieren, sie können schreiben und vermitteln.

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Viele Journalisten verfügen über einen geisteswissenschaftlichen Hintergrund: Mitarbeiterin auf der Redaktion der Aargauer Zeitung. Foto: Keystone

Doch abgesehen davon: Was tun Geisteswissenschaftler eigentlich, wenn sie die Uni verlassen? Es gibt für sie drei klassische Berufsfelder:

Zuerst ist dies das Lehramt an Mittel- und Berufsschulen. Alle Sprachfächer, dazu aber auch Geschichte, Staatskunde und ähnliche Unterrichtsfelder, müssen von Akademikern unterrichtet werden, um das Niveau dieser Schulen anschlussfähig für die Anforderungen der Wirtschaft, des gesellschaftlichen Lebens sowie der Universitäten zu halten.

Zweitens: die Medien. Zwar braucht es für das Zusammenschnipseln von Agenturmeldungen und das Verbreiten von Promi-Klatsch in Gratisblättern kein Germanistikstudium. Aber Journalistinnen und Journalisten im Qualitätsjournalismus (inkl. TV), auf den unsere Gesellschaft angewiesen ist, haben in aller Regel eine akademische Ausbildung, zum Beispiel in Geschichte, hinter sich, weil sie diese befähigt, die Komplexität der Welt, über die sie berichten, zu analysieren.

Drittens: Ein nicht unbedeutender Prozentsatz der Geisteswissenschaftler arbeitet in Museen, Archiven und ähnlichen Kulturinstitutionen – vom Theater über die Filmwirtschaft bis zum Kunstmarkt, vom Heimatmuseum über Kulturvermittlung bis zum Verlagswesen. Gesellschaften leben nicht allein von dem, was man landläufig «die Wirtschaft» nennt, sondern zu einem sehr wesentlichen Teil auch von ihrem kulturellen Erbe und ihrer gegenwärtigen, aktuellen Kultur (inkl. deren Beitrag zur wirtschaftlichen Wertschöpfung!).

Es soll nicht verschwiegen werden, dass der Arbeitsmarkt für Geisteswissenschaftler in den letzten Jahren härter geworden ist; die Medien wie auch die Kultur kämpfen mit schrumpfenden Budgets. Das mag den Einwand provozieren, dass eben doch viel mehr Akademiker «produziert» werden, als es sie in den drei klassischen Berufsfeldern braucht. In der Tat! Denn Geisteswissenschaftler finden, wie übrigens auch Naturwissenschaftler, zuhauf Arbeit in Bereichen, die nichts mit ihrem Fachgebiet zu tun haben. So ist eine Historikerin Zentralsekretärin einer grossen Gewerkschaft, nicht wenige Geisteswissenschaftler arbeiten in der Finanzindustrie; man findet sie in den kantonalen Verwaltungen, der Bundesverwaltung oder in den Parlamentsdiensten, in der PR- und Kommunikationsbranche, in Verbänden und NGOs, im diplomatischen Dienst, selbstverständlich auch im Management von Universitäten und Fachhochschulen. Warum? Sie können recherchieren und komplexe Zusammenhänge analysieren, sie können schreiben und vermitteln. Sie haben, mit anderen Worten, ein Handwerk gelernt, das in unserer Wissensgesellschaft goldenen Boden hat.

98 Comments sur «Was tun eigentlich Geisteswissenschaftler?»

  • Lukas Aeschbacher says:

    “Journalisten im Qualitätsjournalismus”… “Sie können recherchieren”… Qualitätsjournalismus zu diesem Thema wäre gewesen, konkrete Zahlen zu recherchieren, diese im Artikel zu nennen und zu analysieren. Formulierungen wie “viele”, “leicht unter” u.ä. sind unbrauchbare und bereits mit einer Meinung belegte Quantifizierungen. Also, wie sehen konkret die Prozentzahlen für folgende Bereiche aus, in denen Absolventen der Geisteswissenschaften ihren Erst-Job haben: Lehramt, Journalismus, Kulturinstitutionen, Job fernab der Studienrichtung, Arbeitslosigkeit? Danke.

    • Stefan Jost says:

      @Aeschbacher: Im Prinzip Ja, Zahlen wären wünschenwert. Aber das kann man Prof. Sarasin nicht hier vorwerfen, hier ist ihm die Möglichkeit gegeben seine Sicht der Dinge darzustellen. Die Zahlen zur Diskussion müssen die Tamedia-Journalisten liefern und in begleitenden Artikeln darstellen.

      • Lukas Aeschbacher says:

        Da haben Sie wohl recht, Herr Jost, ich habe diesen Blog-Artikel mehr als Information/Analyse denn als Kolumne verstanden. Ich sehe halt lieber Fakten, gerne in Zahlenform, um mir selber eine Meinung bilden zu können.

    • Stefan Effenmann says:

      Wie sieht denn nun die richtige Recherche aus? Da vererbt ein Deutscher, dem Schweizer Dorf, in welchem er zuletzt lebte, sein gesamtes Vermögen von 4 Mill. CHF. Keiner kannte den dort so richtig und man hat gar nichts gewusst, zumindest nicht von dem Vermögen, auf das ja eine Vermögenssteuer zu entrichten ist. Was für Zahlen möchten Sie bei solch einer Meldung. Der Mann wurde 71 Jahre alt. Durchschnittliche Lebenserwartung in D und in CH sind bekannt. Würden wir jetzt gerne etwas über den Notar erfahren, der das Testament beglaubigt hat. Recherche sind nicht nur Zahlen – denken Sie selbst.

      • Gabriel Müller says:

        @ Effenmann: Grundlage jeder – ob wissenschaftlicher oder journalistischer- Recherche sind quantitative Fakten. Qualitativ kann man alles behaupten: „es gibt sehr viele Arbeitslose“ genauso wie „es gibt sehr viele Nicht-Arbeitslose“ – beides stimmt, hat aber 0 Informationsgehalt. Wenn ihnen rein qualitative Beschreibungen genügen, dann sind Romane und Comic-Hefte das richtige für sie – wenn sie Informationen wollen, dann müssen Sie sich aber mit quantitativen Fakten auseinandersetzen.

        • Stefan Effenmann says:

          Erlauben Sie mir dennoch den Hinweis, dass ohne die qualitative Einordnung der rein quantitativ erhobenen Werte Ihnen viele Zahlen und Werte nichts nutzen.

        • Marcel Mertz says:

          @Mueller: Evtl. sollten Sie sich ein wenig mit qualitativer Sozialforschung vertraut machen. Aber klar, quantitative oder (quasi-)statistische Aussagen sind auch dort nicht moeglich. Dafuer werden aber andere Erkenntnisse moeglich, die mit quantitativer Forschung kaum zu gewinnen sind; oder man kommt erst durch qualitative Forschung auf die Hypothesen und Kategorien, die eine quantitative Untersuchung sinnhaft machen (vgl. mixed method). Also knapp zusammengefasst: Ja, Mengenangaben sind rein qualitativ gestuetzt fragwuerdig; nein, das alleine macht qualitative Forschung nicht unbrauchbar.

        • Anna Karrer says:

          Sehr geehrter Herr Müller

          Es ist keineswegs so, dass Wissenschaften nur dann legitim sind, wenn sie quantitativ arbeiten. Das ist eine positivistische Fehlkonzeption. Damit man quantitative Fakten überhaupt erheben kann, braucht es theoretische Modelle, denn Zahlen sind nur dann aussagekräftig, wenn sie mit den zugrundeliegenden Kriterien sinnvoll verknüpft sind,

      • Lukas Aeschbacher says:

        Sie haben meinen Kommentar gelesen, Herr Effenmann, bis zum letzten Satz? Ich wüsste nicht, wie ich deutlicher ausdrücken könnte, was ich mir gewünscht hätte.

    • Johann Schreiber says:

      Wenn Sie konkrete Zahlen wollen, kriegen Sie die auch. Hier eine kurze Anleitung (soeben getestet): Google -> “sozialwissenschaften berufsleben statistik” als Stichworte eingeben, den zweiten Suchtreffer “Von der Hochschule ins Berufsleben” öffnen. Da finden Sie die Daten wunderschön aufbereitet; könnte simpler kaum sein. Und Sie sehen da, dass Sozial- und Geisteswissenschaftler (nach einem Masterabschluss) eine höhere Erwerbsquote haben als bspw. Absolventen der Rechts- oder exakten Naturwissenschaften. Aber um die Zahlen geht es Ihnen ja eigentlich nicht, gellen Sie?

      • Gabriel Müller says:

        @Schreiber: so sehr sie uns mit ihren Google-Kentnissen beeindrucken, aber es geht bei der Diskussion doch nicht darum, wo die Zahlen sind, sondern, dass sie in einem solchen Artikel erwähnt werden sollten.

    • Alain Burky says:

      @Lukas Aeschbacher: Das was Sie geschrieben haben, kann ich sehr gut nachvollziehen. Vom eh. Beruf her stamme ich aus der IT. Mit NW-Hintergrund. Aber auch prakt. Kenntnissen im admin. Bereich. (Rechnungswesen). Um urteilen zu können – braucht es harte Fakten. (seriös nachgewiesen). Weil ich beschäftige mich ‘hobbymässig’ auch ‘geisteswissenschaftlich’. Etwa, wenn ich in alten Archiven der Geschichte nachgehe; oder mich mit Literatur beschäftige. Oder gar mit Philosophie, wie dem Positivismusstreit …

  • Hans Hintermeier says:

    Zweitens: die Medien. Warum hat mich das nicht wirklich erstaunt? In den Medien können Sie dann oft ihr politisch überkorrektes und weltfremdes Weltbild verbreiten (z.B. Soziologen: Gender, extremer Feminismus). Resultat: die veröffentlichte Meinung weicht immer mehr von der öffentlichen Meinung ab. Aber das normale Volk muss ja richtig (um)(er)zogen werden, von unserer “geistigen Elite” (Dass es durch die Uni auch eine Art Déformation professionnelle geben kann, bleibt von diesen Leuten oft unbemerkt!) und deshalb schreiben sie fleissig weiter weltfremde Artikel.

    • Stefan Effenmann says:

      Dürfte kaum so sein, dass die meisten dort ihr persönliches Weltbild veröffentlichen. Die haben dort ihre Arbeit zu erledigen. Dies sicher in Zeiten politischer Korrektheit, die Sie nicht besonders freut. Mich auch nicht unbedingt. Sie tun dies im Auftrag. Klar hat das eine politische Funktion der Meinungsbildung und klar sichert das Arbeitsplätze. Dennoch denke ich, dass sich immer wieder die eine oder andere Darstellung mit Ihrer Meinung deckt. Diese ist dann natürlich nicht weltfremd. Jetzt müssten wir nur noch wissen, was weltfremd ist und was nicht.

      • Laurent Meier says:

        Herr Effenberg, selbstverständlich gibt es bei unseren Qualitätsmedien eine allgemein verbindliche Nomenklatur, welche sehr wohl das Weltbild reflektiert, Beispiele gefällig? Die kommunistischen und linksradikalen Syriza und Podemos werden als linke Parteien bezeichnet, alles was rechts der Mitte ist, sind Rechtsnationalisten oder Rechtspopulisten, Energiewende, Klimaleugner (?) u.s.w. die linke Gesinnung zieht sich durch sämtliche Staatsmedien. Was soll überhaupt dieser Ausdruck Qualitätsmedien, wenn ich heute in ein Restaurant gehe, ist da ein Koch, oder Qualitätskoch in der Küche? Lachhaft.

        • Stefan Effenmann says:

          Herr Meier, das bestreite ich doch gar nicht. Aber es ist doch nicht die Meinung des einzelnen Journalisten. Noch zum Koch: Da ist es viel schlimmer bereits, haben doch die Medien unter ihnen Stars entdeckte. Ja, es gibt Starköche. Die dürfen im Fernsehen auftreten und eine Meinung vertreten; selten ihre eigene, es sei denn sie passt ins Weltbild. Aber die Weltbilder haben eben auch ihre Logik. Und für die braucht es die Geisteswissenschaften.

    • Marcel Zufferey says:

      Nun gut, der Unterschied zwischen öffentlicher und veröffentlichter Meinung wird in der Tat immer grösser. Das Resultat ist eine geradezu historische Medienkrise, die nicht nur die Auflagenzahlen betrifft, sondern auch die Glaubwürdigkeit der schreibenden Zunft. Das hat aber mit Sozial- und Geisteswissenschaften nur bedingt etwas zu tun. Das Problem liegt viel mehr darin, dass kein einziger Journalist mehr für den Leser schreibt. Der Leser ist lediglich ein Vehikel, dass Werbeeinnahmen generieren soll. Vom Einzel- oder Abonnentenverkauf leben heute nur noch die WOZ und die deutsche taz.

    • Jürg Allemann says:

      @Hintermeier: für Sie ist offenbar geistige Elite = politisch überkorrekt und weltfremdes Weltbild. Im Umkehrschluss also geistig weniger bemittelt = politisch unkorrekt und “normal”. Ein wirklich tolles Weltbild, das Sie da vermitteln.

      • Hans Hintermeier says:

        @Jürg Allemann: Nein, nicht geistig weniger bemittelt, aber oft sehr opportunistisch! Man lehrt an Unis heute nur noch, was politisch korrekt ist z.B. Genderismus (auch wenn es längstens falsifiziert wurde). Es gibt richtige Denktabus an Unis, keinen Diskurs mehr. Jeder der etwas anderes sagt, wird niedergebrüllt. Willkommen in der postmodernen ideologischen Geisteswissenschaft!

        • studi says:

          Guten Tag Herr Hintermeier

          Als Studentin an der Uni Basel kann ich sie beruhigen, kritisches Denken wird nach wie vor gefördert. Sie dürfen auch gerne einmal eine Vorlesung im Bereich “Gender Studies” als Hörer besuchen und sich selbst ein Bild aktuelles Bild machen.

          Freundliche Grüsse!

          • Hans Hintermeier says:

            @Studi: Meine Erfahrung im Hörsaal: Es sind nur noch Fragen zugelassen im engen Korridor der politischen Korrektheit. Man gibt sich aber dabei gerne den Anstrich einer modernen Uni mit einem offenen Diskurs, aber eben nur im engen Rahmen der hegemonialen feministischen Ideologie (d.h. Männer sind ausnahmslos an allen Problemen der Frauen schuld…). Habe ich an mehreren Gastvorlesungen zum Thema Gender erlebt. Die feministischen Theorien werden einfach unkritisch übernommen.Jeder, der eine andere Meinung einbringt wird niedergeschrien.

          • Marcel Mertz says:

            @Hintermeier: Es mag solche Veranstaltungen geben. Wie Sie aber dazu kommen, auf Basis solcher Veranstaltungen auf mehr oder weniger die ganzen Geistes-/Sozialwissenschaften zu generalisieren, verstehe ich nicht (das Thema hatten wir an anderer Stelle schon mal). Mit meinen Erfahrungen aus Philosophie- und Soziologiestudium und wiss. Tätigkeit in einem interdisz. Gebiet deckt sich das überhaupt nicht – vielleicht sollten Sie mal Vorlesungen zu anderen Themen anhören, z.B. in der Philosophie zu Erkenntnistheorie oder Willensfreiheit oder so, um einen etwas breiteren Eindruck zu erhalten.

          • Hans Hintermeier says:

            @MM:Wie gesagt, war es noch nie meine Absicht solche Aussagen auf alle Geisteswissenschaftler/Soziologen zu generalisieren.Ich stelle jedoch fest, dass gewisse Bereiche der Soziologie im Moment sehr dogmatisch verfahren.D.h. jedoch nicht, dass alle Gebiete der Soziologie/Geisteswissenschaft betroffen sind.Auch bin ich bemüht,meine Aussagen/Beobachtungen einer kritischen epistemologischen Überprüfung zu unterziehen (Bias). Dies hält mich jedoch nicht davon ab,Tendenzen festzustellen.Übrigens habe ich von der Philosophie einen recht breiten “Eindruck” und bezeichne mich als phil. Idealisten.

          • Marcel Mertz says:

            @H: Warum formulieren Sie es dann stets so verallgemeinert? – Mit “breiteren Eindruck” meinte ich nur, dass Sie evtl. andere Veranstaltungen sich anschauen sollten als nur solche mit Gender-Themen (wo es vielleicht naheliegend ist, dass “Genderismus” vorherrscht … fast schon “self-fulfilling prophecy”, sozusagen). Ich haette da auch andere Bsp. nennen koennen, erinnere mich aber gut an meine Phil-Vorlesungen zu den Bsp.-Themen, die mit Ihren Schilderungen, wie es im Hoersaal zu und her geht, so ueberhaupt nicht zusammenpassen. – Dass Sie sich in der Philosophie auskennen, weiss ich.

          • Hans Hintermeier says:

            @MM: Ich erlebe Sie sonst sehr differenziert und schätze Ihre Beiträge, auch wenn wir selten einer Meinung sind. Dass es bei Gendervorlesungen um Genderismus geht, ist mir schon klar (zum Thema self-fulfilling prophecy”). Ich finde es jedoch höchst bedenklich, dass Gender immer mit extremen feministischen Positionen verbunden ist, ja sogar aus dem Gleichheitsfeminismus entstanden ist. Warum ist man hier heute nicht mehr kritisch? Warum gibt es z.B. keine Nicht-Feministische- Männerforschung im Gender/Soziologie? Im Gender erlebe ich eine grosse totalitäre feminist. Ideologe, nicht Wissenschaft

          • Marcel Mertz says:

            @H: Das sind sicher gerechtfertigte Fragen, was ich nicht bestreite. Nur eben: Oben schreiben Sie “Man lehrt an Unis heute nur noch, was politisch korrekt ist […]. Es gibt richtige Denktabus an Unis, keinen Diskurs mehr”, oder “Meine Erfahrung im Hörsaal: Es sind nur noch Fragen zugelassen im engen Korridor der politischen Korrektheit”. Das ist nicht auf Gender Studies oder Soziologie beschraenkt, nicht einmal “nur” auf Geisteswissenschaften, sondern geht auf die gesamte Uni. Da halte ich es fuer angezeigt, etwas Gegensteuer zu geben und auf problematische Verallgemeinerung hinzuweisen.

          • Hans Hintermeier says:

            @MM: Okay, werde es versuchen und Sie erinnern mich bitte daran, wenn ich wieder rückfällig/ zu emotional/ undifferenziert werde 🙂

    • Johann Schreiber says:

      Ich würd eher die These ins Feld führen, dass die Rechten lauter brüllen (bspw. mithilfe der Kommentarfunktion des Online-Tagis). Dass die schweigende Mehrheit vielleicht dann doch nicht so rechts tickt wie Sie das der Öffentlichkeit unterstellen, zeigt sich dann unter anderem darin, dass Abstimmungen wie die Ecopop-Initiative an der Urne abgeschmettert werden, nachdem man ihr nach einem Blick in die Online-Kommentare einen Erdrutschsieg vorausgesagt hätte (und kommen Sie mir jetzt nicht von wegen Ecopop sei links). Pragmatismus ist halt nicht catchy.

    • Kaus says:

      Weise Worte. Klarer definierte Abbilder dieser ganz üblen Entwicklung sind u.a. die französischen und englischen Staatseliten. Alle aus der gleichen Schmiede, mit einem geistigen Horizont einer Eintagsfliege und einem an Totalitarismus grenzenden pseudomoralisch-fanatisch-subjektiven Menschenbild, aufgebaut in idelogischen Inzesten fern der Realitäten. Eine viel krassere Entwicklung als sich die meisten bewusst sind. Die Folgen sehen wir tagtäglich: Ob als offensichtlicher Zeitungsartkel wie dieser hier oder meistens viel besser getarnt als strukturelle Einflussnahme und Entwicklung.

  • Marcel Senn says:

    Na ja dass sich SVPler nicht vorstellen können was Historiker, Germanisten und Etnologen nach dem Studium machen, scheint ja nicht wirklich zu verwundern auf dem tiefen intellektuellen Niveau wie die SVPler von der Führung gehalten werden!
    .
    Erstaunlich nur, dass der neue SVP Shootingstar Köppel ausgerechnet so absolut “unnütze” Dinge wie poltischer Philosophie und Wirtschaftsgeschichte studiert hat!
    .
    Aber wenns der Parteidoktrin dient, dann sind auch die Bauern von der SVP etwas nachsichtiger! Der Zweck heiligt die Mittel – im Notfall nimmt man auch einen kurzsichtigen Intellektuellen!

    • Wildberger says:

      Danke Herr Senn für ihren Kommentar, in dem sie ein gängiges Vorurteil gegen Geisteswissenschafter bestätigen:

      Abschnitt 1: Versuch einer sachlichen Bewerung wird durch 3 Buchstaben ersetzt – SVP=böse

      Abschnitt 2: Vorurteil entspricht nicht den Tatsachen – innerer Widerspruch des Feindes SVP

      Was mich am Mainstream (UNI) der Gesteswissenschaften am mesten stört ist der fehlende Geist. Schon zu meiner Gymizeit erschreckte mich dass viele Altsprachler sich rühmten nicht viel von Mathe zu verstehen aber umgekehrt war kein naturwissenschaftlich interessierter stolz auf fehlendes Latein.

      • Marcel Senn says:

        Wildberger: Es ist doch leider gerade bei der SVP in Mode gekommen Geisteswissenschaftler zu kritisieren, nur darum habe ich das aufgenommen. Ich habe nichts gegen Geisteswissenschaftler, finde es sogar gut, dass Herr Köppel eine Ahnung von Wirtschafts- und Sozialgeschichte hat nur sein Studium in politischer Philosphie führt ihn in den letzten Jahren zu manchmal etwas sehr skurilen Schlussfolgerungen, die ich nicht teilen kann.
        .
        PS Als Oekonome und somit auch ganz gut in Mathematik spreche ich auch noch 6 Sprachen und da bin ich im Gegensatz zu Ihren Studienkollegen doch ganz stolz drauf!

    • R. Merten says:

      Die Krux ist, dass viele dieser Geisteswissenschafter in der Kultur unterkommen, die vom Staat äusserst generös alimentiert wird. Kontrolle über das verwendete Geld gibt es selten. Schlimm ist, dass all diese Akademiker politisch links agieren und den Staat als Allheilmittel betrachten. Ein grosser Teil dieser Akademiker mussten sich noch nie in der Privatwirtschaft bewähren- warum auch, beim Staat ist es gemütlicher und man ist unter sich !

      • Michael Huber says:

        Die Krux, Herr Merten ist, dass Sie immer wieder schreiben, bevor sie denken. Natürlich gehen keine Physiker zum Theater, werden Chemiker nicht Kuratoren von Kunstmuseen und logisch, halten Mathematiker keine Geschichtsvorlesungen. Das ist alles nicht deren Fachgebiet. Vielleicht ist das der Grund, weshalb so viele Geisteswissenschaftler in der Kultur landen?? Und wie kommen Sie darauf, dass es beim Staat nur gemütlich ist? Haben Sie da bereits ihre Erfahrungen gemacht? Und ist ein Mensch mehr Wert, wenn er schon in der Wirtschaft gearbeitet hat? Wie gross ist denn ihr Grossteil in Zahlen?

        • R. Merten says:

          Mir stört, dass viele dieser Herren gemütlich auf Kosten des Staates leben und noch Zeit haben, während der Arbeitszeit zu politisieren und erst noch pointiert links. Die Affäre und das Mobbing gegen Mörgeli aus diesen Kreisen lässt tief blicken !

      • Mirjam says:

        @Merten: Sie haben keine Ahnung – das ist ja schlimm. Viele Geisteswissenschaftler verdienen “in der Kultur” weniger als jemand der eine Lehre gemacht hat. Von den unter- (bzw. nicht-)bezahlten Praktika wollen wir gar nicht reden.

  • Oskar Brunner says:

    “Gesellschaften leben nicht allein von dem, was man landläufig «die Wirtschaft» nennt, sondern zu einem sehr wesentlichen Teil auch von ihrem kulturellen Erbe und ihrer gegenwärtigen, aktuellen Kultur”
    Herrlich, da werden Argumente bemüht, die sonst des Teufels sind für die Linken! Wenn’s um die eigene Existenz geht entdecken die plötzlich ihre Wurzeln!

    • Michael Berger says:

      Ich denke Herr Sarasin versteht unter “kulturellem Erbe” und der “gegenwärtigen, aktuellen Kultur” anders als Sie. Es geht hier nicht um Folklore und patriotische Feiertage, sondern um eine intellektuelle Auseinandersetzung mit dem kulturellen Erbe und der Gegenwartskultur (daher der Begriff Geistes-Wissenschaft.) Während Folklore im rechten Wählerspektrum weiter verbreitet sein dürfte, mag es bei den Geisteswissenschaftlern mehr “Linke” geben. Grundsätzlich ist aber die Ausübung von Geisteswissenschaft nicht mit bestimmten politischen Ansichten verknüpft.

  • Oskar Brunner says:

    “Drittens: Ein nicht unbedeutender Prozentsatz der Geisteswissenschaftler arbeitet in Museen, Archiven und ähnlichen Kulturinstitutionen….”
    Man kann’s auch einfacher sagen werter Prof. Sarasin: “Die Meisten enden beim Staat schlussendlich!
    Ein Numerus clausus ist dringend nötig bei den Geisteswissenschaftlern.

    • Heinz says:

      Ich habe dasselbe gedacht. Die meisten Geisteswissenschafter enden meistens beim Staat Entweder in Kulturinstitutionen, Sozialinstitutionen oder bei den Bildungsinstituten.

      • Olivier Röllin says:

        Und? Wo liegt das Problem, wenn jemand beim Staat arbeitet? Wäre ja schlimm, wenn in den Verwaltungen beim Bund, den Kantonen und Gemeinden keine gut ausgebildeten Personen arbeiten würden. Oder wollen Sie damit zum Ausdruck bringen, dass Staatsangestellte nichts tun und nichts können und daher “linke Geisteswissenschafter” sind? Haben Sie in der Tat eine so simple Weltsicht? Beamtenmentalität ist eine Frage der persönlichen Haltung und ist in der Privatwirtschaft weit verbreitet, Stichwort: Kundenorientierung und Servicegedanke.

    • Herbert Birchler says:

      “… und landen beim Staat.” Richtig, die Staatsangestellten sind wie längst bekannt alle faul, unmotiviert und parasitär. Ich bin schon lange dafür, dass man vor allem Schulen, Gymnasien und Universitäten ersatzlos streicht. Aber eigentlichen auch die Spitäler und den öffentlichen Verkehr. Alles viel zu teuer!

      • Sportpapi says:

        Oder dort endlich platz macht für die stahlharten, Privatwirtschaftserprobten “Weltverbesserer”. Dumm nur, dass die wohl kaum für den eher geringen Lohn und das tiefe Ansehen (dafür halt mehr Berufung als Beruf) in diesen Jobs arbeiten würden. Lieber in der Privatwirtschaft, wo man als Controller, Steuerberater, Jurist etc. so richtig produktiv sein kann.

    • R. Merten says:

      … und leben gemütlich und fast ohne Kontrolle in der Rundumversorgung des Staates, Hr. Sarasin. Und die vielen Affären in die diese Herren und Damen verwickeln sind und waren, sind auch schon vergessen, Hr. Sarasin. Solche Affären in der Privatwirtschaft hätten ein Kündigung zur Folge- nicht nur im Fall Mörgeli, Hr. Sarasin. Sie wissen, was ich meine !!

    • Paul Levi says:

      Sie haben Recht. Es ist sicher besser, wenn unsere Lehrer möglichst schlecht ausgebildet sind. Darum sofort einen Numerus Clausus einführen.
      Auch für Archive und Museen ist eine gute Ausbildung total unnötig. Wen kümmert es schon, wie die Museen aussehen oder geführt werden? Sachkenntnisse werden eh überschätzt. Jeder Handwerker kann ein Museum gleichgut gestalten. Da Museen ja eh nur Geld kosten, kann man die auch gleich abschaffen. Wen interessiert ja schon Kultur und Geschichte, ausser den Linken Akademiker die vom Staat leben. (Vorsicht Ironie!)

  • Sandro Ambuehl says:

    Sarasin beantwortet die Frage: “Finden Geisteswissenschaftler Jobs?”. Die richtige Frage aber waere: “Wuerden Geisteswissenschafter bessere Jobs finden wenn sie etwas anderes studieren wuerden?”. Auch interessant zu wissen waere, ob sich Leute ueberhaupt bewusst sind welche Optionen sie haben werden wenn sie ein bestimmtes Fach studieren. Ich waere nicht ueberrascht wenn das bei einem grossen Teil nicht der Fall waere.

    • ducktale says:

      Falsch: Die richtige Frage wäre: Warum studieren Leute Geisteswissenschaften?
      Weil sie für Naturwissenschaften zu schlechte Noten haben bzw. zu wenig Intellekt.
      Später toben sie sich in Bildung/Kultur/Schule aus, um anderen Leuten zu erzählen,
      wie es richtig geht. Und sie geben Geld aus, dass andere erarbeiten.

  • Markus Rytz says:

    “Sie können recherchieren und komplexe Zusammenhänge analysieren, sie können schreiben und vermitteln.” Mit Verlaub, das kann jeder der ein Studium absolviert, das ist nicht nur eine Besonderheit der Geisteswissenschaftler. Nur weil jemand ein Studium absolviert hat, ist dies noch lange kein Argument, wieso diese Person problemlos in einem komplett anderen Berufsfeld tätig sein kann. Kleines Beispiel: Geisteswissenschaftler als Bauingenieur oder Arzt, kein Problem, siehe Einleitungssatz.

  • Hannes Kunz says:

    Erstens: Es freut mich zu lesen, dass es in den Medien scheints wieder Arbeitsplätze gibt. In den letzen 20 Jahren ist da vor allem abgebaut worden, und die neuen Plätze im Online-Bereich, die sind auch ohne ;Gschtudierte’ besetzbar.
    Zweitens: Dass man automatisch schreiben kann, wenn man Germanist/Germanistin ist, stimmt heute auch nicht mehr unbedingt. Wer’s nicht glaubt, soll mal in den Redaktionen nachfragen. Vergessen geht auch, dass heute gute Sekretärinnen (ist das Wort noch politisch korrekt) auf dem Arbeitsmarkt Mangelware sind, während es Akademikerinnen / Akademiker zur Genüge gibt. Und dennoch werden Männer als Sekretäre oder als Assistenten immer noch wenig eingestellt – dafür brauchts weiterhin lieber Frauen.
    Drittens: Akademiker/Geisteswissenschaftlerinnen sind noch billiger zu haben, wenn sie EU-Bürgerinnen sind und die Arbeitgeberinnen sie tiefer entlöhnen können. Ich rate Schweizer Maturierenden deshalb, im Ausland zu studieren, wo 50% aller Schüler/innen noch einen Bachelor oder so erhaschen können. Dann sparen sie sich das vergleichbar schwierigere Studieren in der Schweiz und erhalten dennoch dieselben Jobs – bei “gleicher Qualifikation”. Oder ins Personalwesen zu gehen….

  • miscellaneous says:

    Die Bildungslandschaft orientiert sich an Fachdisziplinen. Das dürfte der grosse Vorteil der Geisteswissenschaften sein: Es ist eine Generalistenausbildung und befähigt über den eigenen Tellerrand hinauszudenken. Leider trägt die Bildungslandschaft dem kreativen Studieren kaum Rechnung. Die sozio-kulturelle Einbettung wird dann mal mit einem fachspezifischen NDS abgegolten. Unterstützt wird nur die Weiterbildung im Fachgebiet selbst. Die Durchlässigkeit bezieht sich auf die Institutionen nicht auf die Wissenschaften. Ich nenne das ‘framing’ und bedenke: ‘management of scale is ruining choice’.

    • Blanche Wu says:

      Zum einen ja. Jedoch wenn ich in die Politlandschaft schaue und oft Argumente höre von Politiker mit geisteswissenschaftlichem Background, dann zweifle ich schon ob die wirklich gelernt haben in Zusammenhängen zu denken. Bsp. Juso, welche oft Ideen produziert, welche nicht zu Ende gedacht sind…bsp. Wirtschaftliche Themen, etc. Wenn es auch um Geld geht…man will nur nehmen und kapiert nicht wenn man an einem Ort nimmt, dass es an einem anderen Ort fehlt, etc. Viele sind auch mit ihrer Ideologie von Gleichheit so verblendet, dass sie keine realistischen Argumente mehr produzieren.

      • Sportpapi says:

        Aktuell finde ich allerdings eher nicht, dass gerade die Linken die Themen nicht zu ende denken. Wie da von rechter Seite z.B. bezüglich Erbschaftssteuer argumentiert wird, ist nun auch nicht gerade stringent. Aber vermutlich wirksam bei denen, die das selber denken wirklich nie gelernt haben.

  • r.meier says:

    man studiert Geisteswissenschaft,,weil man ein Akademiker sein will,dass hat sich so bei den linken eingebürgert,dann gehört man nicht mehr zum gemeinen Volk,abschätzen genannt volch,man ist ein studierter,,wenn man ihn auch meistens nicht, gebrauchen kann,der Staat sorgt schon für ein gutes einkommen,

    • Studentin says:

      Man studiert Geisteswissenschaften, weil einem dieses Fach interessiert und man motiviert ist, und weil man seine Matura auch nutzen will und nicht jeder Arzt oder Banker oder Anwalt werden kann.

    • Peter Imgarten says:

      @r.meier: DANKE! Sie erbringen den besten Beweis, dass unser Land Germanistinnen und Germanisten sehr nötig hat. Quod erat demonstrandum. (Dafür werden sie kein Latein brauchen, googeln sie einfach!)

  • peter huber says:

    Leidlich überzeugend, die Argumentation von Hr. Sarasin.
    Erfinden Geisteswissenschaftler auch etwas? Weshalb findet man in KMUs kaum einen Geisteswissenschaftler?
    Weshalb sind Ämter und öffentliche Institutionen überfüllt mit Geisteswissenschaftlern – wegen ihren superben analytischen Fähigkeiten oder weil sie schlicht und einfach nirgends auf dem Arbeitsmarkt sonst etwas finden?

    • Marcel Mertz says:

      Natuerlich erfinden Geisteswissenschaftlerinnen und Geisteswissenschaftler auch etwas. Denken Sie, unsere politische Verfassung, unser Rechtssystem, unsere Trennung von Staat und Kirche, unsere Weltanschauungen, unserer heutige Wertschaetzung auch vergangener kultureller Leistungen, ja auch unsere kapitalistische Wirtschaftsordnung usw. waeren ohne Personen, die sich darueber Gedanken gemacht haetten, auch zum jeweiligen historischen Zeitpunkt in der jeweiligen Form entstanden? Klar, derlei kann man nicht verkaufen, und es wirkt nicht unmittelbar; praegen tut es die Gesellschaft aber dennoch.

    • Sportpapi says:

      Wem nehmen denn diese Geisteswissenschafter beim Staat die Stellen weg? Warum möchten Naturwissenschafler z.B. nicht Lehrer werden?

  • Kaus says:

    Stolz verkündet er es, der Akademiker. Wieviele dass doch einen Job bekommen und führt Beispiele ins Feld. Schade nur dass alle Beispiele aus Staatsanstellung bestehen. Tja Herr Akademiker, viel weiter als bis zum staatlichen Horizont gehen ihre Betrachtungen leider nicht. Bezeichnend. Eine sich selbst versorgende Madenexistenz deren intellektuelle Relevanz massiv überschätzt wird und den Wirt gleich auffrisst, der sie so tapfer ernährt. Schweiz 2015.

  • Markus says:

    Auf gut Deutsch, die meisten werden beim Staat beschäftigt. Wobei der Beweis, dass Studierte wirklich mit ihrer Ausbildung einen höheren Mehrwert erzeugen als Gelernte, schlicht fehlt. Ganz im Gegenteil, man behauptet, dass nur Studierte den Durchblick haben und alle anderen blöd + bildungsfern seien. Nur schon aus diesem Grund muss die teure Akademisierung rückgängig gemacht werden. Für viele der aufgezählten Jobs, inkl. Sprachlehrer, würde eine weniger lange und bedarfsgerechte Ausbildung mindestens so gut sein. Wenn man bedenkt, dass Muttersprachler ihre Sprache sowieso besser beherrschen.

  • pendergast s, says:

    Ich glaube auch nicht, dass wer sowas studiert hat , automatisch arbeitslos ist. Denn bei uns in einer grossen Transportgesellschaft arbeiten ein Exportsachbearbeiter (Diplom in Vorderasiatischer Altertumskunde) und eine Receptionistin (Diplom in indischer Philologie) sehr gewissenhaft. Beide machen einen ordentlichen Job.

    • Raux Robert says:

      Ein Bürojob ist ja aber nicht im Sinne des Erfinders. Gut – wenigstens können sich ihre 2 Geisteswissenschaftler selber ernähren. Immerhin. Vielleicht gibt es einfach zuviele Studienplätze, dort sollten die Unis mal ansetzen. Es ist auch sehr gemein, jemanden auszubilden und zu wissen, dass auf 100 Abgänger nur 33 Jobs vorhanden sind.

  • Markus Weisshaupt says:

    So leid es mir tut, das sagen zu müssen: Von meiner damaligen Maturaklasse Mitte der 90er haben all jene geisteswissenschaftliche Fächer studiert, welche über die Jahre an der Kanti schon das grösste Talent darin entwickelt haben, alles zu umgehen, was irgendwie mit Selbstdisziplin und hartem Arbeiten (wie z.B. für Studien wie Medizin oder ETH erforderlich..) zu tun gehabt hätte. Und – Gnade mir Gott – ich setz noch eins drauf: aus unerfindlichen Gründen waren es grossmehrheitlich die weiblichen Absolventinnen, die in Ethnologie, Publizistik und ähnlichen “Studien”richtungen landeten..

    • Student says:

      Hoppla. Bin mir nicht ganz sicher, ob der Kommentar ironisch gemeint ist oder Sie tatsächlich ein solch enges Weltbild haben. Auf jeden Fall gehe ich davon aus, dass Sie keine Ahnung haben, wie ein geisteswissenschaftliches Studium aussieht.

    • Stefan.Effenmann says:

      Hallo Herr Weisshaupt. Nun ist das mit männlichen Absolventinnen so eine Sache. Aber es wirft doch die Frage auf, ob uns hier die Geistes- oder die Naturwissenschaften eher von Nutzen sind. Das Gleiche ist es mit der Gnade des Allmächtigen, die Sie für sich erbitten. Warum eigentlich? Sie wollten uns sagen, dass schlimmer als Geisteswissenschaftler nur noch Geisteswissenschaftlerin ist. Sahen die denn gut aus oder passten diese auch nur ins Schema von Sebastian aus Rorbas ZH? Den jetzt nicht zu kennen ist nicht unbedingt eine Bildungslücke.

  • Andreas says:

    Wenn man die Kommentare hier so durchliest, dann muss man sich schon fragen: sind es wirklich die Geisteswissenschaftler, die sich vom Volk abheben wollen? Oder sind es nicht vielmehr selbsternennte Volksvertreter, keineswegs gleichzusetzen mit dem Volk, welche die Geisteswissenschaftler als abgehoben sehen wollen? Ich bin selbst Student und kenne eigentlich niemanden der sich selbst als “Geistige Elite” bezeichnen würde.

    • miscellaneous says:

      Man kann ja nicht nicht kommunizieren. Wenn jemand abfällig vom Mainstream spricht, so impliziert das für mich halt schon, dass derjenige sich selbst eher der geistigen Elite zuordnet (wird auch gerne als Peergroup verstanden – egal welchen Alters). Die geistige Elite findet sich ja im Oberwasser. Deswegen habe ich angefangen mich selbst ganz genüsslich dem Mainstream zu zuordnen und damit ganz viel Spass zu haben.

  • d. fehlmann says:

    Am Anfang unseres Geschichtsstudiums wurde uns gesagt, dass Historiker überall Jobs finden – wegen ihrer generalistischen Ausbildung. Natürlich finden Historiker Jobs, nur braucht man dafür ein Geschichtsstudium?

    “Claudio Leibacher führt in das Kellergeschoss des Elternhauses in Wermatswil. Dort, in einem ehemaligen Hobbyraum, hat er sich eine kleine, aber professionelle Backstube eingerichtet. Im Frühling hat Leibacher sein Geschichtsstudim abgeschlossen. Der Wunsch, einmal etwas komplett Neues zu machen, reifte aus der Not heraus.

    • Stefan Jost says:

      Ja, der Satz “.. hatte XY sein Geschichtsstudim abgeschlossen. Der Wunsch, einmal etwas komplett Neues zu machen, reifte aus der Not heraus.” dürfte nicht nur auf Claudio Leibacher zutreffen.
      Aber bei Claudio Leibacher war das immerhin schon vor 5 Jahren – und er ist der Geschäftsidee treu geblieben und produziert auch heute weiterhin Leibacher-Biber.

  • Walter Bossert says:

    Ich bin gar nicht der Meinung, das Geisteswissenschafter ” Arbeitslos ” , das heisst ohne Stelle, sind! Zumindest so viel scheinen sie gelernt zu haben, wie man sich selber eine Stelle kreiert! Allerdings von Qualität zu sprechen, ohne gleichzeitig zu differenzieren wer den was braucht, scheint mir ziemlich falsch! Junge Leute, welche eine Fremdsprache lernen möchten für ihre Reisetätigkeiten, benötigen sicher Akademiker als Lehrer, selbst in den Schulen ist dies fraglich, wird dieses Dr. doch nur erworben um eine Gehaltsstufe höher bewertet zu werden.

  • Paul Gerber says:

    Es braucht endlich eine gründliche Studie des Bedarfs für alle Studienrichtungen. Wie viele Ingenieure, Physiker, HistorikerInnen braucht es? Danach werden die Studienplätze bereit gestellt. So würden nicht grenzenlos überflüssige Akademiker ausgebildet, die keinem Bedarf der Gesellschaft entsprechen u. beim Staat landen, um Sozialfälle zu vermeiden. Es darf nicht sein, dass jeder nach Lust und Laune auf Kosten des Steuerzahlers studiert! Beim Staat sitzt er dann ein Leben lang demselben Steuerzahler auf dem Geldsack. So liessen sich Milliarden an Studien- u. lebenslangen Lohnkosten einsparen.

    • t. brenner says:

      Willkommen in der Sowjetunion, Herr Gerber.

    • Markus says:

      Am besten wäre es, dass diejenigen Firmen die Studierte anstellen, würden auch deren Uni Ausbildung bezahlen. Wetten die Wirtschaft bräuchte nur noch einen Viertel der heutigen Akademiker? Aber solange Unternehmen die Studierten, ganz im Gegensatz zu den Gelernten die sie selber ausbilden müssen, gratis bekommen, stellen die Unternehmen auch lieber Studierte an. Unabhängig ob die Arbeit nicht auch von einem Gelernten ausgeführt werden könnte.

    • Stefan Effenmann says:

      Ja, und wenn diese Studie fertig ist, darf man von vorne beginnen. Denn der Bedarf hat sich wieder geändert. Vielleicht reicht dann auch eine Telefonanfrage bei Shiva TV. Wäre kostengünstiger.

  • t. brenner says:

    Geisteswissenschaften unterscheiden sich eben von einer Berufslehre und Studiengaengen, die aehnlich wie,diese sind, indem sie nicht in ein vorbestimmtes und vorgeformtes Berufsleben fuehren. Man erwirbt sich Faehigkeiten und Kenntnisse, die man in vielen Bereichen einsetzen kann, sofern man sie erwerben will und eine gewisse Neugier und Lust an Erkenntnis sowie Kreativitaet mitbringt. Leute wie D. Lehmann, die sich beklagen, dass sie keine uniforme Berufslaufbahn vorgelegt erhalten, haben schlicht ihre Studienwahl vermasselt – und sind vermutlich auch nicht besonders qualifizierte Studenten.

  • Martin Kessler says:

    Leider gibt es immer mehr Jobs, die nur “dumm verwalten” und nicht mehr wirklich “produzieren” und Mehrwert generieren. Damit geht am Ende auch die Innovation für die Zukunft sowie unser Wohlstand verloren. Denn die Verwalter müssen stets vom Rest der Bevölkerung finanziert werden, da sie nur verwalten können und entsprechend vom Rest abhängig sind.
    Dieser Virus breitet sich inzwischen auch immer mehr in Unternehmen aus. Leerlauf-Meetings mit fachfremden BWLern, Teampsychologen, Wohlfühl-Statistikern und bürokratischer Aufwand sind die Folge.

    • Mirjam says:

      Die wohl grössten Wasserköpfe der Verwaltung stammen aus der ökonomischen Ecke. Statt effizienter machen sie die Staatsbetriebe nur Papier-lastiger. Gerade im Gesundheitswesen geht die eigentliche Dienstleistung damit verloren. Welche Partei gehören Sie nochmals an, Herr Kessler? Stimmt – der FDP.

  • Konrad says:

    Ja, zu schade gibt es die Geisteswissenschaften noch. Wo doch jedes Sein heute bloss nach dem Marktwert gemessen wird, und die Kulturindustrie mit Radio und TV dem müden Arbeiter gnädig die Gedanken abnimmt, damit er morgen schon wieder bereit ist, sich vernünftig der Arbeitsstruktur einzugliedern. Ein Lüstchen am Tag reicht.Aber wo Bildung nicht einen absehbaren Ertrag für den Markt verspricht, wird ihr misstraut, sie fällt gänzlich dem positivistisch gereinigten Denken anheim (siehe oben: “Wo bleibt die Statistik?”), in dessen Licht sie gar nicht anders als zum Lachen unnütz erscheinen kann.

  • Patrick says:

    natürlich finden auch die Geisteswissenschafter gelegentlich einen Job. schlussendlich braucht auch McDonalds immer Leute.
    Bildung ist grundsätzlich gut für die Gesellschaft. Auch dort, wo es fraglich ist, wie viel Wissenschaft wirklich in einem Studium steckt. Deshalb machen lassen.

    • Markus says:

      Nein, Bildung kostet zuerst mal Ressourcen. Ein sorgfältiger Umgang mit Ressourcen ist immer sinnvoll. Kostet die Bildung mehr als sie einbringt, ist Bildung schädlich. Auch Bildung muss effizient sein! Wie überall gibt es auch bei der Bildung ein Optimum und ich wage zu behaupten, die Schweiz war so erfolgreich weil sie ein effizientes (Berufs-) Bildungswesen hatte.

  • Peter J. Jung says:

    Ihre 3 vorgeschlagenen Berufsfelder greifen meines Erachtens zu kurz. Mein Studium zählt definitiv auch zu den Geisteswissenschaften, wobei “unsere” Abgänger genauso einen Platz in der Privatwirtschaft finden wie bei dem Staat. Das Problem scheint mir viel mehr, dass eine Studienrichtung häufig viel zu eng gedacht wird. Oder wie war das nochmals mit all den Trainee Programmen in der Privatwirtschaft? Der eigentliche Beruf muss IMMER erst nach dem Studium gelernt werden!

  • Walter Olbrecht says:

    Geisteswissenschafter sind Menschen, die in ihren Ausbildungen überwiegend vermittelt bekommen haben, dass es keine Wirklichkeit gibt, oder dass wir sie nicht erkennen können und dass alles, was wir glauben, sei real, eine individuelle oder soziale Konstruktion sei, bis hin zu Krankheiten. Man kann sich den Schrott, der das gelehrt wird, gar nicht vorstellen. Solches gilt als Elitewissen und dient zur Selbstversicherung, dass man über besonderes Wissen verfügt. D a s ist der Punkt, der angegriffen gehört, und nicht die Studiengänge an sich. Aber die Kritik solcher Lehren überfordert die SVP

  • Walter Olbrecht says:

    Fortsetzung Olbrecht: “Konstruktivisten”, wie sich die Anhänger solcher Lehren nennen, glauben, dass Wahrheit, auch wissenschaftliches Wissen, relativ sei, d.h. dass es keine wahren Aussagen gebe. Es geht hier um die systematische Zerstörung des Zentralwertes westlicher Zivilisation, auf dessen Grundlage jenes Wissen entwickelt wurde, das für die technischen wie sozialen und kulturellen Errungenschaften der westlichen Welt verantwortlich sind. Auf einer solchen Basis kann man z.B. faktisch weder eine Maschine konstruieren noch flicken. Und keine Lüge entlarven. Nur schwurbeln geht ganz leicht

  • Jeanclaude says:

    Typische Verwendung der für eine akademische Laufbahn Ausgebildeten im Bereich “Geisteswissenschaften”. Da hat Herr Sarasin Beispiele genannt und unabsichtlich den Kritikern einen Steilpass gegeben: Zentralsekretärin einer grossen Gewerkschaft, man findet sie in den kantonalen Verwaltungen, der Bundesverwaltung oder in den Parlamentsdiensten, in der PR- und Kommunikationsbranche, in Verbänden und NGOs. Somit Studium mit Steuergeldern für mit Steuergeldern bezahlte Positionen als Lebensziel?

  • Gerda says:

    Trotz mehrfache Verneinung, habe ich nach dem Lesen dieses Artikels dennoch den Eindruck, dass die Zukunft der Humanisten die Arbeitslosigkeit ist. Denn die Branchen in denen sie eine Arbeit finden, sind alle gefährdet. Man sollte die Humanwissensschaft als eigenständiges Studium aufheben und sie obligatorisch in ALLE Ausbildungen (mehr oder weniger ausführlich) integrieren.

  • Peter Schwarz says:

    Geisteswissenschaften sind heute leider ein Hort der Ideologien und widersprechen dem Anspruch der Wissenschaftlichkeit auf Fakten und Logik sowie Beweissbarkeit . Analytische Fähigkeit, setzt einen messerscharfen Verstand und klare Logik voraus, was bedingte das Geisteswissenschaftler auch in Mathe stark wären, das gegenteil ist wahr. Das Problem liegt jedoch an der zu hohen Zahl der Maturanden und ergo an zu tiefem Niveau derselben. Würde wie in den 70er Jahren, nur wirklich hochintelligente eine Matura schaffen, würde sich das Problem von selber lösen. Quantität ist leider nicht alles.

  • Whatever says:

    Ich selbst habe sowohl Medienwissenschaft als auch Wirtschaft studiert. Das Geisteswissenschaftliche Studium habe ich gewählt, weil ich es als sehr einfältig empfand, nur die Theoriewerke der Wirtschaftsprofessoren auswendig zu lernen. Ich brauchte etwas, das mich geistig herausfordert, also wählte ich ein Studium, bei dem ich lernen konnte Dinge kritisch zu hinterfragen, und mich mit Themen zu befassen, die mich persönlich interessierten. Inzwischen arbeite ich in der Privatwirtschaft und setze hauptsächlich mein Wissen aus dem Geisteswissenschaftlichen Studium ein.

  • Marcel Mertz says:

    Bei vielen Einwaenden der Marke “Die arbeiten alle beim Staat!” geht vergessen, dass nicht alle Kultur- und Bildungseinrichtungen staatlich sind. Da gibt es auch viele Stiftungen, Vereine und andere private Dienstleister (z.B. in der Erwachsenenbildung, oder im Nachhilfebereich etc.). Ferner sind Verlage oder PR-Dienstleister, die auch von Hr. Sarasin erwaehnt werden, i.d.R. private Unternehmen. Schliesslich sind auch jene GeisteswissenschaftlerInnen (v.a. im Mittelbau), die an der Uni wissenschaftlich taetig sind, de facto nicht immer (rein) staatlich bezahlt (je nach Drittmittelprojekt).

  • Marcel Mertz says:

    Vergessen geht ferner, dass auch nicht alle NaturwissenschaftlerInnen automatisch etwas studieren, das in “der Wirtschaft” nachgefragt wird. Wer bspw. Evolutionsbiologie, Ethologie, physikalische Geografie, theoretische Teilchenphysik oder Zahlentheorie studiert, findet auch nicht eine 1:1-Entsprechung in “der Wirtschaft” (was nicht heisst, dass sie dort keinen Job finden – aber er wird vermutlich nicht direkt dem Studiumsschwerpunkt entsprechen). Und bleiben sie an der Uni, werden sie (meistens, nicht immer; s.o.) “vom Staat” bezahlt – wie die G.-WissenschaftlerInnen, die dort bleiben.

  • Marcel Zufferey says:

    Das Problem liegt nicht bei den Geistes- und Sozialwissenschaften an sich: Diese sind absolut notwendig und unabdingbar! Problematisch hingegen finde ich die “tendenziell linke” politische Grundausrichtung vieler sozial- und geisteswissenschaftlicher Fakultäten. Das schlägt sich natürlich auch im Kulturbetrieb nieder- oder bei den Medien. Beinhaltet diese einseitige, politische Ausrichtung nicht die Gefahr einer intellektuellen Monokultur? Genauso problematisch fände ich übrigens auch eine tendentiell rechte Ausrichtung. Mehr politische Vielfalt wäre ausgesprochen wünschenswert!

    • Sportpapi says:

      Nun ja, ich fände etwas mehr sozial ausgerichtete, “linke” Unternehmer auch wünschenswert. Aber es gibt einen Grund, weshalb linke eher nicht Wirtschaft studieren, und rechte eher nicht Sozialarbeiter werden. Schlimm wird es nur, wenn der eine vom anderen meint, seine Tätigkeit sei nichts wert.

      • Blanche Wu says:

        Aber Linke sollten eher Wirtschaft studieren, sind es doch genau die Linken welche immer gegen die Wirtschaft und die Abzockerei schiessen und dann meinen mit Occupy-Lindenhof sei es getan um das System zu ändern. Wenn viele Linke etwas ändern wollen, dann eben Wirtschaft studieren, neue Wirtschaftsmodelle entwickeln, sich in Unternehmen einklinken oder selber gründen und von innen her versuchen zu verändern. Denn es kratzt keine UBS oder SBB wenn man Steine in ihre Fenster wirft oder auf dem Paradeplatz campiert und gegen die Abzockerei ist. Hier ist Jaqueline Badran ein Vorbild. Sie hat BöK

    • Hans Hintermeier says:

      @MZ: Da haben Sie wiedermal Mal ins Schwarze getroffen. Es so diplomatisch zu sagen, das hätte ich nicht geschafft. 100% mit Ihnen einverstanden. Es ist (fast) immer ein Genuss Ihre Kommentare zu lesen!

  • Es sind nicht Historiker wie Prof. Philipp Sarasin, welche den Einblick in den Schweizer Arbeitsmarkt haben. Es sind Unternehmer, Spitäler und öffentliche Dienste wie die SBB, welche heute wie noch nie zuvor Mühe haben, Stellen und entsprechende Lehrstellen zu besetzen. Die zielgerichtete Berufsausbildung mit der anschliessenden Möglichkeit, sich mit zunehmendem Einblick in seine Neigungen und die wirtschaftlichen Bedürfnisse weiterzubilden, ist in der Schweiz fantastisch und findet weltweite Beachtung. Der direkte Weg an die Uni ist nur für Ausnahme-Talente und angehende Mediziner sinnvoll.

    • Blanche Wu says:

      Aktuell hat auch der CEO von UBS seine Bankkarriere klassisch über die Lehre begonnen und war nicht an einer Universität. Wie auch viele andere Banker durch die Berufsausbildung in die Bankenwelt hineinwachsen. Diese gibt es übrigens auch in der Pharma (KV Richtung) etc. Es ist oft sogar schwierig in eine Bank direkt ab Uni zu kommen ohne Bankenerfahrung. Da hat es der gelernte Softwareentwickler mit Bankenlehre einfacher, denn der wird aktiv bereits in bestehende Systeme eingearbeitet und bleibt meistens auch sehr lange bei der Bank.

  • Bruno Schwerzmann says:

    Offenbar gibt es hier kaum einen, der jemals auch nur eine Stunde in einer einschlägigen Vorlesung sass – eine absolut köstliche Sammlung von Feindbildern ! Das grenzt ja an service public, danke Tagi. (Fahre übrigens BMW, danke der Nachfrage).

    • Jeanclaude says:

      Wer hat denn sowas Irrelevantes gefragt? Gratuliere zum BMW! Die “Feindbilder” haben längst auf AUDI umgestellt.

      • Bruno Schwerzmann says:

        Sie bringen mich noch auf richtig kreative Ideen, Jeanclaude. Also, Webmaster aufgepasst: Kommentare müssen bitte ab 01.07.2015 auch nach Relevanz (absteigend) sortiert werden können, das hat bisher niemand so installiert. Würde viel Zeit sparen.

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