Wenn Politiker glauben, sie müssten kandidieren

Der Schweiz stünden schwierige Zeiten bevor, sagte «Weltwoche»-Chef Roger Köppel bei der Bekanntgabe seiner Kandidatur für den Nationalrat. In den nächsten vier Jahren würden die Weichen gestellt, da könne er nicht an der Seitenlinie stehen bleiben. Danach wolle er sich sobald als möglich wieder aus der Politik zurückziehen.

Köppel kandidiert also nicht aus Freude am Mitgestalten, an gesetzgeberischen Prozessen – sondern weil er muss. Er ist damit in guter Gesellschaft. Auch Christoph Blocher sah sich schon mehrmals zum Handeln gezwungen. Wenn er müsse, werde er wieder kandidieren, lautete nach der Nicht-Wiederwahl in den Bundesrat seine Standardantwort auf die Frage, ob er nochmals für den Nationalrat antrete. Später, als ihm Unterlagen anvertraut wurden, welche die Affäre um die Nationalbank und ihren damaligen Präsidenten Philipp Hildebrand ins Rollen brachten, wollte er zwar nicht handeln, aber er musste, wie er seiner verzweifelten Frau klarmachte.

In einer Demokratie gilt jeder als grundsätzlich ersetzbar.

Politblog

«Hier stehe ich und kann nicht anders»: Roger Köppel bei der Bekanntgabe seiner Kandidatur. Foto: Keystone

Heute wird Roger Köppel auf seine Tauglichkeit als Nachfolger von Blocher geprüft. Davor wurde Magdalena Martullo mehrfach als potenzielle politische Erbin ihres Vaters gehandelt, etwa vor den eidgenössischen Wahlen 2011. Sie wolle derzeit nicht in die Politik, sagte sie damals, «es sei denn, ich muss». Ähnlich äusserte sich der heutige SVP-Fraktionschef Adrian Amstutz, als er im Vorfeld der Bundesratswahlen nach seinem Interesse an dem Amt gefragt wurde. Das spiele keine Rolle, antwortete er. «Wenn ich muss, dann kann ich.»

Was ist von Politikern zu halten, die glauben, sie müssten kandidieren? Unterschwellig senden sie die Botschaft aus: In schwierigen Zeiten braucht es die besten Leute, also mich. Und: Eigentlich will ich das Amt nicht, es widerstrebt mir sogar. Doch ich opfere mich, weil ich das Land und seine Bewohner nicht im Stich lassen kann. Eine sehr gönnerhafte Geste also. Weiter signalisieren die genannten Politiker eine protestantisch anmutende Schicksalsergebenheit: Allein mein Gewissen treibt mich, und Gott helfe mir. Oder, wie es Martin Luther im 16. Jahrhundert formuliert haben soll: Hier stehe ich und kann nicht anders.

Wer sich selber diese Bedeutung beimisst, der politisiert wahrscheinlich nicht schlechter als jene, die zugeben, dass es ihnen um Macht, Prestige und das Zusatzeinkommen geht. Sie mögen etwas schwieriger sein im Umgang, weil tendenziell divenhaft und autoritär. Wer sich als Retter eines Landes versteht, kann unmöglich kollegial sein. Auf der anderen Seite sind sie überdurchschnittlich ehrgeizig und leistungsbereit. Dass sie in eine Art Fanatismus abdriften, ist vorerst nicht problematisch, die politischen Strukturen korrigieren das.

Das Problem liegt woanders. Das Selbstbild dieser Politiker verträgt sich schlecht mit einer demokratischen Ordnung, in der jeder als grundsätzlich ersetzbar gilt. Zwar herrscht Konsens darüber, dass die Fähigsten politisieren sollen, immer unter der Voraussetzung, dass die Gesellschaft repräsentiert wird durch die Politik. Doch die Annahme, dass es zur eigenen Person keine Alternative gibt, widerspricht dem Prinzip der Gleichheit.

Blocher ist als Bundesrat gescheitert, weil das politische System der Schweiz eher mittelmässige Leistung toleriert als das Allmachtsgehabe von jemandem, der glaubt, er sei von einer höheren Macht für den Job auserwählt worden. Ein solches Szenario droht auch seinen politischen Erben.

167 Kommentare zu «Wenn Politiker glauben, sie müssten kandidieren»

  • Markus Baumann sagt:

    Frau Blumer, ich bin parteilos, habe meine Bedenken, was die Kandidatur von R. Köppel betrifft (ev. eine etwas zu verbissene Intellektualität, Abgehobenheit?), trotzdem muss ich Ihrem „Portrait Köppel“ hier widersprechen. Die Mehrheit der Parlamentarier sitzt nicht aus Freude am Gestalten im Parlament, sondern weil sie ihre Parteiinteressen vertreten und ihren Egos schmeicheln können. Köppels Motive sind transparent. Die Motive vieler anderer sind gut getarnt. Ihr ganzer Artikel ist eine Ansammlung von negativen Unterstellungen, welche Köppel von vornherein schlecht dastehen lassen. Unfair.

    • chocolate sagt:

      Sie haben den Artikel missverstanden. Es ist kein Portrait von Köppel, sondern eine Art Psychogramm von ‚getriebenen‘ Politikern, die sagen, sie wollten nicht kandidieren, sondern müssten. Das hat auch Köppel nachweislich gesagt.
      Frau Blumer dürfte sogar deutlicher werden: Diese Haltung zeigt nichts anderes als übersteigerten Narzissmus, man ist auserwählt, wichtiger als andere! Und Frau Blumer hat recht, dass sich das nicht gut mit einer demokratischen Grundordnung verträgt.
      Narzissten leisten nicht wirklich Besseres als andere, das glauben sie nur. Das ist aber eine andere Geschichte…

      • Markus Baumann sagt:

        Aber, ich bitte Sie: Politiker sind, von wenigen Ausnahmen abgesehen, alle Narzisten. Warum also jetzt gerade am Beispiel Köppel eine Binsenwahrheit verbreiten?

        • Valeitn Vieli sagt:

          @M. Baumann. Köppel ist also transparent, Stimmt. Er lässt sich im Berner Oberländer zitieren „Die Schweiz hat 4 schwere Jahre vor sich…..ich will dabei sein und helfen, nachher verlasse ich die Politik“. Der Messias kommt auf Erden, will als einer von 200 die Heilsbotschaft verkünden und die Schweiz retten. Der Mann ist ueberheblich, arrogant, und zudem als Chefredaktor einer WeWo und NR gar nicht tragbar. Es sei denn, Blocher reise sich wie bei der BAZ und ein weiteres Blatt unter den Nagel. Für eine SVP Zeitung darf er schon Journi bleiben. Köppel schreibt weiterhin; wir sind unabhängig!

      • Hans Roth sagt:

        So ein Blödsinn, wenn man etwas ändern will in der Politik muss man kandidieren, das hat mit Narzissmus überhaupt nichts zu tun. Besser man bringt sich ein als nur Motzen. Ich wünsche Hrn. Köppel dass er gewählt wird, mit seiner Intelligenz und seinem Intellekt kann er etwas bewegen im Nationalrat.

        • Reinwald Horn sagt:

          Bewegen? Hoffentlich nicht ZU viel. Das innerhalb von 4 Jahren (danach ohnehin Schluss)? Als Intellektueller? Haben doch schon andere erfolglos versucht. Und was soll das Gerüchtchen wegen Bundesrat? Dazu muss er doch gar nicht zuerst Parlamentarier werden/sein. Das geht auch ohne.

        • Gottfried von Siebenthal sagt:

          Noch ist unser Retter der Schweiz C. Blocher voll aktiv und schon versucht ihn ein weiterer, vom Rettungs-Syndrom Gerittener zu überbieten. Hoffen wir, dass diese „Missionare“ unser Land nicht einfach zu Tode „retten“!

        • algusto sagt:

          Rhetorisch sicher gut, intellektuell doch eher mittelmässig, sonst würde sein Narzissmus nicht so offenkundig.

        • Sano Radiesmer sagt:

          Wer sich in der Politik engagiert will nichts ändern sondern will, dass alles beim Alten bleibt.

      • Wolfgang Carneval sagt:

        Eines kann man Köppel im Gegensatz zu einigen Journalisten nicht unterstellen, er ist keiner der sich prostituiert.

    • Elisabeth sagt:

      Richtig geschrieben, Herr Baumann!Köppel wird sich FÜR und NICHT gegen die Schweiz einsetzen wie die meisten Politiker, die nur noch ihre Schäfchen, welche sie von der Wortschaft erhalten, in Sicherheit bringen wollen. Mit der Vertretung des Volkes wollen sie bis hinauf zum BR nichts mehr zu tun haben … trotz Schwur!

      • Werner Sugi sagt:

        Besten Dank Elisabeth und Herr Baumann. Sie legen Ihren Finger haargenau
        auf den „wunden“ Punkt der Politiker. Wie heisst es doch: Politik ein Dreckgeschäft.

      • Mark Keller sagt:

        Köppel wird die Ideen von CB im Nationalrat verfechten. Das brauchen wir a) nicht, und ist b) ganz sicher nicht im Interesse der Schweiz. Wir brauchen nicht mehr CB’s und Köppel’s im NR. Dies wird für die Schweiz in einer Katastrophe enden!

        • R. Merten sagt:

          Jeder Gewählte kann doch seine Ideen im NR vertreten, Hr. Keller. Oder wollen uns das die Sozis auch schon verbieten ? Da sieht man wieder das Demokratieverständnis dieser Genossen. Wenn das nicht naiv ist, dann sind diese Unterstellungen an R. Köppel unanständig und primitiv !

          • Josef Marti sagt:

            Was Sie hier ständig panische Angst vor den Sozis zelebrieren zeugt wohl eher von paranoidem Verfolgungswahn. Sozis und Grüne waren schon immer in der Minderheit und waren nie in der Lage irgendetwas zu verbieten. Die Politik wird ganz allein von Rechtsbürgerlichen bestimmt und das sind neben SVP in erster Linie Banken und Multis, diese sind allerdings selten mit der SVP im gleichen Boot weil sie grossmehrheitlich EU und Globalisierungsturbos sind und die CH abschaffen wollen. Sie verpuffen hier also mit Ihren Genossen nur unnötig viel heisse Luft.

    • Fortunat Reiser sagt:

      Recht hat der Mann – köppel ist einer der wenigen überzeugungstäter unter den Politikern. Selbst wenn es ihm auch um sein ego geht, so kommt er genau richtig: Der Neoliberalismus ist zu Ende, entsprechend gerät die svp in wirtschaftspolitischer Sicht in die Defensive, weswegen uns aus dieser Sicht wenig droht. Allerdings ist die Souveränität der Schweiz immer mehr unter Druck geraten, weswegen es ihn einfach braucht, er also „muss“.

  • max müller sagt:

    ja so sind sie, die Missionare der Isolation und des Rütli Patriotismus

    • R. Merten sagt:

      Das sagt einer, der von Politik nicht viel versteht. Lieber eine konservative Einstellung als die Geldverschleuderungspolitik der Linken. Vom Versagen der Asyl- und Sozialpolitik ganz zu schweigen. Ich kann Leute nicht verstehen, die das sozialistische SP-Parteiprogramm noch in den Himmel loben, Hr. Müller und „chocolate“ ! Verrückte Welt mit vielen unbedarften Mitläufern.

      • Carlo sagt:

        @Merten: Geld verschleudern können die Rechten genau so gut, siehe Landwirtschaftspolitik, hier wird Planwirtschaft wie in der damaligen DDR betrieben. Kostet den Steuerzahler mal schlappe 10 Milliarden pro Jahr. Oder die verheerende USTR 2, kostet den Bund Milliarden, dank den Rechenkünsten des ehemaligen FDP Finanzministers. Was Köppel anbelangt, er wurde mit so viel Vorschusslorbeeren bedacht, nun soll er zeigen was er kann, auch er kocht nur mit Wasser

        • R. Merten sagt:

          In der Landwirtschaft wird aber gearbeitet, Carlo und zwar hart ! Zudem machen die Bauern Landschaftspflege. Das ist etwas anderes als Subventionen an die Kutlurindustrie oder die Entwicklungshilfe von 1,3 Milliarden jedes Jahr, wobei dieses Geld oft in der Korruption verschwindet. Aber dass man diese Argumentation den Genossen immer wieder aufzeigen muss ist erschreckend !

          • Josef Marti sagt:

            Das kann man alles viel billiger importieren, und Landschaftspflege ist sowieso sozialistischer Unfug.

        • franz Weber sagt:

          Tja die Linken hätten die UStR2 auch mal durchstudieren und etwas dagegen unternehmen können. Hoppla…lesen und verstehen ist halt doch schwieriger…!!! Genau so verhalten die sich mit den Steuergeldern und Asylanten.. Wursteln, nichts verstehen und die Schweiz zerstören….Dann lieber eine Isolation (frage mich zwar wo wir hier eine haben sollen bei der hohen Prozentzahl an Ausländern) aber hauptsache SP wählen.,…p.s. Ihr kostet 10 mal mehr als unsere Bauern die ich lieber habe!!!

          • Albert sagt:

            Die Linken haben das Referendum ergriffen, der bürgerliche und rechte Volksteil hörte aber halt lieber auf die Lügen von BR Merz. Die UST ll wurde an der Urne mit 50,5 Prozent angenommen. Die Linke muss sich hier also überhaupt nichts vorwerfen lassen – Sie selbst sind es, der sich nicht informiert. Das kommt halt davon, wenn man rechte Propaganda und Stammtischsprüche für bare Münze nimmt. Ihre Vorurteile hindern Sie am klaren Denken, und Sie sollen dringend die Grundlagen der Demokratie lernen.

      • Christoph Gut sagt:

        Haben Sie gewusst, Herr Merten, dass der Schweizer Steuerzahler für fünf Kühe gleich viel Geld ausgibt wie für einen Schüler? Und haben Sie gewusst, dass für diese Ausgaben vor allem auch die SVP die Verantwortung trägt? Und können Sie sich vorstellen, dass die Leute auf der Strasse bei solchen Vergleichen gewisse Ausgaben in der Landwirtschaft als Geldverschleuderung erachten?

        • Mark Keller sagt:

          Und wenn wir dies nicht schleunigst ändern, dann wird die Schweiz bald zu einem weiteren Armenhaus Europas abgleiten.

        • Lucas sagt:

          Herr Gut, es hiess DREI KÜHE! als seinerzeit die Subventionen diskutiert wurden – und fand diese Höhe
          bermerkenswert, bezw. wie wenig wichtig Frau Schweizerin und Herrn Schweizer ihre eigenen Kinder sind.

      • Eric Baumann sagt:

        Ist doch eigentlich interessant, dass die Stadt Zürich (mit Rot-Grüner Mehrheit) zum wiederholten Mal zur zweit-Attraktivsten Stadt der Welt gewählt wurde. Also scheint mir, dass die Linken nicht alles so falsch machen wie Sie hier schreiben

        • R. Merten sagt:

          Attraktive Stadt vor allem dank den Banken, die jahrzehntelang jedes Jahr Milliarden an Steuern bezahlt haben. Das haben die Sozis halt vergessen. Aber auf die arbeitsamen Bürger runterhauen, diese Abzocker nennen und gleichzeitig verachten- dass sind Genossen wie Eric Baumann. Aber zum Zahlen sind die Bürgerlichen dann gut genug, gell Hr. Baumann !

          • Paul sagt:

            @Merten. Die Banken bezahlen seit Jahren keine Steuern mehr im Kanton Zürich. Die Mehrheit der rechtsnationalen Wähler bezahlt bestimmt keine Steuern. Die gehören zur Klasse der Sozialhilfebezüger, AHV-EL und KK-Prämienverbilligungen. Ich kenne etliche solcher Individuen. Über Ausländer und Linke hetzen und dann die hohle Hand hinhalten

          • R. Merten sagt:

            ich weiss nicht, in welchen Kreisen Sie sich bewegen, Paul. Aber in meinen Kreisen sind die Leute fleissig und arbeitsam. Wenn ich aber im Kreis 4 und 5 in Zürich, in der Häuserbesetzerszene anschaue oder von der Reitschulde in Bern rede, dann sind viele dieser arbeitsscheuen Elemente und Chaoten im linken Spektrum zu finden. Und wer behauptet, die Genossen würden mehr Steuern bezahlen als die bürgerlichen Wähler, der weiss nicht, wovon er redet oder lebt abgeschottet in einem Zimmer !

          • Paul sagt:

            ich schrieb von rechtsnationalen Wähler und nicht von bürgerlichen. Sie Herr Merten gehören ganz klar zur rechtsnationalen Szene, und haben mit bürgerlich soviel gemeinsam, wie eine Banane mit einer Artischocke.
            Wann waren Sie das letzte Mal im K4/5? Die Wohnpreise in diesen Stadtkreisen kann sich ein rechtsnationaler Minderverdiener nie leisten.

          • Franz Vontobel sagt:

            Aber Merten, sie sind doch nicht bürgerlich (wer hat ihnen das eingeredet?) Sie sind doch ein lupenreiner Rechtsextremist – dass sie das nicht auseinanderhalten können…

  • Markus Horisberger sagt:

    Vielen Dank Frau Brunner, treffender kann man es wirklich nicht schreiben.

  • Ralf Schrader sagt:

    Die Mittelmässigkeit hat in CH solange nicht geschadet, als originelle Lösungen nicht notwendig waren. Man profitierte im WKII von beiden kriegsführenden Seiten, später vom steten Schwarzgeldzufluss und konnte sich darauf verlassen, dass niemand das Haus anzündet, in welchem er seine Bargeldreserven versteckt hält.
    Das geht nun zu Ende. Die politisch- wirtschaftliche Entwicklung z.B. in den Krisenländern der EU legen inzwischen nahe, dass nicht nur die Zeit der direkten, auch die der repräsentativen Demokratie vorbei geht, statt dessen die der Expertenregierungen, der Köppels, anbricht.

    • chocolate sagt:

      Und in welchem Gebiet ist Herr Köppel denn Experte? Welches Departement wäre denn da das richtige für Ihn?
      Propaganda-Ministerium? Viel anderes kann es wohl kaum sein…
      Es ist schon erschreckend, wie Sie und andere rechte Patrioten fröhlich den Untergang der Demokratie herbeisehnen und -schreiben. Sie sind sich wohl so sicher, dass Sie auf der Gewinnerseite stehen würden in einem solchen Szenario, dass Sie unsere Freiheiten locker aufs Spiel setzen wollen.
      Leute wie Sie sind wohl von der Demokratie überfordert und haben sie gar nicht verdient!

      • Hugo Reichmuth sagt:

        Werter Chocolate,
        Ihre Argumentation läuft ins Leere, weil Sie damit ausgerechnet Frau Sommaruga disqualifizieren, die Pianistin ist…
        Sie disqualifizieren aber auch einen Wolfgang Schäuble, der als Jurist Finanzminister oder eine Angela Merkel, die Chemikerin (oder Physikerin?) ist.
        Als PolitikerIn muss man die Richtung vorgeben – das macht Politik aus – und gegebenfalls bei untauglichen Expertenvorschlägen sein Veto einlegen.
        Frau Blumer hat aber insofern recht, dass Offenheit zentral ist. Überzeugungen sind wichtig – sie sollten aber nie zu Dogmen erstarren.

        • Melanie Zing sagt:

          In dem Kommentar geht es nicht um gelernte Berufe, sondern um die politische Erfahrung. Sommaruga war u.A. Gemeinderätin und Konsumentenschützerin, sie wurde nicht vom Piano in den BR katapultiert. Schäuble und andere, die sie aufzählen, waren alle politisch tätig und kletterten meist Stufe um Stufe in ihre Ämter empor. Anders Köppel, der bislang keine Erfahrung im politischen Tagesgeschäft aufweist. So gesehen greift ihr Gegenargument nicht. Wie er sich dennoch in NR metzget wird sich zeigen, aber er wird nicht auf Erfahrung bauen.

      • R. Merten sagt:

        Eine Lachnummer, Ihre Ansichten von Demokratie, Chocolate. Seit wann wollen die Sozis eine Demokratie. Die Genossen wollen ja gemäss Parteiprogramm eine Staatslenkung, wo diese dem Bürger von der Wiege bis zum Tod Vorschriften macht und nur der Staat weiss, was gut für ihn ist. Eine sozialistische Regierung führt in die Armut – Beispiele gibt es zuhauf. Aber eben – es haben nicht alle die gleichen intellektuellen Fähigkeiten !

        • Klaus Meienberger sagt:

          Das Gerede der Neopolitiker erinnert an die Fussballer, die nach jedem Transfer behaupten, sie würden dem neuen Club „helfen“. Sie wurden geholt um das Spiel zu gestalten, Tore zu verhindern oder zu schiessen, nicht um zu helfen.Genauso ist es mit Politiker. Das Ziel vom Blocker-comeback, war das Erlangen der parlamentarischen Immunität. Als dies nicht mehr vonnöten war, trat er mit diffamierenden Getösse zurück. Köppel oder wie sie alle heissen, haben nur den eigenen Vorteil vor Augen, ob finanziell oder karriereplanend

          • R. Merten sagt:

            Erstens hat Köppel das Geld nicht nötig – er hat genug und zweitens ist Hr. Meienberg der einzige, der nicht auf seinen eigenen Vorteil achtet. Nein – Im Gegensatz zu vielen linken Kommentarschreibern ist R. Köppel ein intelligenter, debattierfreudiger und sachlicher Mensch, der es nicht nötig hat, mit faulen und inhaltslosen Sprüchen das eigene Unvermögen zur Schau zu stellen !

      • Gottfried von Siebenthal sagt:

        In einer „Köppeliade“, welche die Demokratie vollumfänglich zur „Mediokratie“ umzustrukturieren versucht, wird es für unser Volk wohl nur noch Verlierer geben. Das Recht des Stärkeren (Frecheren!) wird triumphieren!

  • Hans Käslin sagt:

    Na ja das ist halt eine Tagesanzeiger Meinung und somit auch klar aus welcher politischen Ecke die kommt.
    Die Autorin verliert leider schnell ihre Objektivität und damit die Glaubwürdigkeit. Warum muss auch bei jeder Gelegenheit eine polemische Kampagne gegen alles und jeden von der SVP gefahren werden.

    • Ralf Schrader sagt:

      Sie meinen, der Tagesanzeiger sei zu sehr konservativ? Ich denke, der ist eher rechte Mitte, damit kann man bei einer überregionalen Tageszeitung gut leben.

  • Hans Gerber sagt:

    lieber jemand, der sich als verpflichtet fühlt, als dijenigen, für welche die Politik einfach ein Arbeitsplatz ist.

    • Mark Keller sagt:

      Sich verpflichtet fühlen ist aber was ganz anderes als ein Sendungsbewusstssein haben. CB und seine Gefolgsleute haben ein Sendungsbewusstsein. Leute mit Sendungsbewusstsein haben noch selten was Gutes gebracht!

      • Marc Meinung sagt:

        Ach herrje; und sie meinen wirklich, dass Ihre selbstreferenzielle Weisheit
        “ Leute mit Sendungsbewusstsein haben noch selten was Gutes gebracht!“
        nur auf die SVP Politiker zutrifft.

        Dass aber andere pol. Parteien hinsichtlich ihren Steckenpferden ebenfalls „senden“ scheint Ihrer Objektivität nicht zu detektieren.

        Also, ping-pongelen Sie ruhig weiter.

    • Hans-Jürgen Lorenz sagt:

      Es kommt nicht darauf an, wie man seine Ansichten und Überzeugungen einbringt, es kommt in der Hauptsache und letztendlich
      darauf an, überhaupt eigene Ansichten zu haben.Als Statthalterschreiber der SVP ist da ein Manko, das nicht mehr aufzuholen ist
      Da man seine Meinung nur als Abonnent lesen kann oder sich ansehen konnte, wie im Europäischen Fernsehen als der Exponent vorgezeigt wurde, der den Rechten Österreichern unter Haider gleicht, wird er also noch nicht einmal in der Lage sein, Wähler anzuziehen. Er wird gewählt und nie mehr gehört werden.

  • Franz Lehmann sagt:

    Es ist halt schon so, dass linke Politiker nach solchen Ämtern lechzen, weil Ansehen und Verdienstmöglichkeiten in ihren Reihen eher beschränkt sind. Für einen bürgerlichen Politiker (wie z.B. Blocher, Amstutz und demnächst auch Köppel) ist es eher ein Rückschritt, denn Politik ist ein schmutziges Geschäft mit niedrigem Ansehen und bescheidenem Salär. Verständlich also die Aussage „wenn ich muss, dann tu ich’s…“.

    • Christoph sagt:

      Blocher, Amstutz und Köppel sind nicht „bürgerlich“, es handelt sich um Rechtsnationalisten.

    • meier sagt:

      schmutzig finde ich eher,wie die linken von Demokratie reden,aber genau dass Gegenteil tun

    • Franz Kaufman sagt:

      Na, Sie scheinen mir noch nicht viel in die Führung von Unternehmen geschaut zu haben. Die ist in vielen Fällen mindestens so Schmutzig wie Politik. Ach ja, und Politik gibt es auch da…

    • ClBr sagt:

      @Franz Lehmann: ja was jetzt? Da heisst es immer, die Linken besetzten alle Staatsposten und schanzten sich gegenseitig die lukrativsten zu, und jetzt sollen sie, ausser durch öffentliche Wahlen, keine Chancen auf einen Verdienst haben? Entweder stimmt das eine oder das andere. Naja, um die Linken zu diffamieren ist für manche Kommentatoren jedes Pseudoargument recht, auch wenn es dem gestern verwendeten diametral widerspricht.

  • Andreas sagt:

    Richtig gefährlich wird es dann, wenn solche Menschen wirklich Macht erhalten. Das endet dann oft im “ Cäsarenwahn“, Beispiele gibt es genug. Unsere Demokratie funktioniert nicht so schlecht als dass man vor einem Köppel Angst haben müsste. Er wird auch keine Veränderungen bringen, da wird sein Brötchengeber schon dafür sorgen dass er seinen „Auftrag“ weiterführt. Ein fader Beigeschmack ist eher dass man Köppel im NR zuhören muss, da ist es mit seinem Blatt schon einfacher, das muss man nicht kaufen.

  • Rolf Rothacher sagt:

    Eine sehr spitzfindige Analyse. Denn genauso gut könnte man Alain Berset als völlig ungeeignet taxieren, weil dieser sich von Anfang an als Berufspolitiker sah und dies in einem Land, in dem Parlamentarier in der Regel einen Beruf ausüben und nebenher Politik betreiben. Köppel empfindet die Politik in Bern durch die sogenannten „Gestaltern“ als dem Volk nicht dienlich und sieht sich deshalb in der Pflicht, ähnlich wie Thomas MInder, seine Meinungen und Ansichten einzubringen. Zudem ist Köppel bereits bekannt und kann als Zugpferd für seine Partei wirken. Starke Argumente für sein Entscheid.

    • Anh Toàn sagt:

      Ist Köppel nicht kurz ganz schnell vor der Nomination noch in „seine“ Partei eingetreten? Hielt er es also nicht für notwendig „seine“ Partei mit Basisarbeit zu unterstützen? Aber jetzt will er sich, passend zur Fastenzeit, nicht mehr seiner Verantwortung für „seine“ Partei und sein Land drücken: Fascht en Opfer!

  • zwanghaftes verhalten ist nicht zielführend und das „müssen“ ist ja einzig und allein, selbsttäuschung um sich zu überhöhen und die eigentliche motivation wenig schmeichelhaft wäre.

  • Kurt Kuhn sagt:

    Ob Martullo oder Köppel oder wie auch immer: Leute, die sich nur wählen lassen, weil sie „müssen“, zeigen, was für ein Demokratieverständnis sie haben: Gar keines. Wie in einer Monarchie werden da Ämter „vererbt“ oder zumindest innerhalb der Partei „empfohlen“. Diesen Leuten geht es nur darum, Klientelpolitik zu betreiben. Sie wollen, dass ihre Sicht der Dinge umgesetzt wird. Sie wünschen keine Diskussion, kein Miteinander, keinen tragfähigen Konsens. Ihnen fehlt es an Selbstkritik und der erforderlichen Demut. Selbstüberheblichkeit ist ihr Credo.

    • Hugo Reichmuth sagt:

      Die Gegenseite pflegt dafür Andersdenkende als „bildungsfern“ und „faschistoid“ zu diffamieren, der Ausdruck „Wutbürger“ (wer die Tollwut hat, gehört in medizinischer Behandlung…) macht aus berechtigter Kritik eine pathologische Angelegenheit.
      Wer so argumentiert, hat keine Argumente, sondern nur noch ein Dogma.
      Zugegeben, dieses Spiel betreibt auch die SVP – aber ihr Erfolg wäre nie so gross, hätten andere Politiker nicht schon lange die Schweiz aufgegeben.
      Die SVP bodigt man nie, indem man sich nur seiner moralischen Überlegenheit vergewissert. Man muss auch analysieren.

      • Michael Huber sagt:

        Lieber Herr Reichmuth
        Sie führen uns in ehrlicher Art und Weise den Kern des Problems vor: Die SVP bedient sich der selben Methoden, wie die Linken aber wenn sie das macht ist’s egal. Den Satz könnte man auch umkehren im Sinne, dass ein SP Wähler schreiben würde:“Die SVP diffamiert ihre Gegner als Gutmenschen und Staatsschmarotzer die nichts leisten etc. Zugegeben die Linken machen das auch aber die SP wird nie abgeschafft, weil sie sich nicht von Anstand und Respekt verabschiedet ha.“ oä. Beides schreiben verblendete Ideologen – Linke und Rechte. Ob’s der Schweiz wohl nützt?

    • Luzius Meisser sagt:

      Sie und die Autorin haben offenbar Mühe, diese Art von Motivation zu verstehen. Wenn jemand verletzt im Strassengraben liegt, und Sie dieser Person helfen, dann tun Sie das ja nicht, weil Sie sich für auserwählt halten, sondern weil Sie erkannt haben, dass hier geholfen werden muss. So fühlt sich Köppel. Er sieht sieht Missstände, die aus seiner Sicht korrigiert werden müssen. Ebenfalls sieht er, wie alle anderen Passanten einfach vorbeigehen und nichts tun – also schreitet er selbst zur Tat. Dies denke ich, ist die korrekte Interpretation seines „müssens“, und nicht was die Autorin deutet.

      • Mark Keller sagt:

        CB, Köppel und Konsorten wollen einen rechtsnationalen, konservativen Staat. Sie wollen das Völkerrecht, insbesondere die Menschenrechte, aushebeln und umgehen können. Wieso wollen Politiker und Möchtegern-Politiker dies erreichen? Weil sie das Wohl des Volkes im Sinne haben? Wohl kaum! Die Menschenrechte schützen uns – das Volk – vor dem Willkürstaat. In letzter Konsequenz will die SVP den Austritt der Schweiz aus dem Europarat und der UNO. Dies ist eine isolationistische Politik, die der Schweiz noch immensen Schaden zufügen wird! Ich will KEINE Schweiz, wie sie CB, Köppel & Co. wollen!

  • Veglia Rizzi sagt:

    Was soll dieser hetzerische Titel ? Eigentlich sollten wir ja froh sein, dass es überhaupt noch Leute gibt, die aus idealistischen und ideellen Gründen Politiker werden wollen. Denn die meisten Politiker, vorab aus den Mitte-Parteien, haben zum Vornherein nur Lobbyismus im Sinn und schielen auf hohe Honorare und fette Ruhegehälter. Da lobe ich mir Leute wie Hr. Köppel, die aus einem Pflichtgefühl heraus kandidieren, etwas für unser Land zu tun.

    • Guido Meier sagt:

      Das ist das Problem, es gibt zu viele Politiker, die aus „idealistischen und ideellen“ Gründen Politik machen wollen. Wir brauchen aber mehr kompromisfähige Realisten und keine Ideologen von Rechter oder Linker Seite.
      Die Wirtschaftskrise steht vor der Tür und die Leute wollen statt Lösungen immer noch Ideologen wählen – na dann gute Nacht.

  • peter wiesendanger sagt:

    vielen Dank Frau Blumer, für mich genau auf den Punkt gebracht.

  • Peter maier sagt:

    Mir machen solche leute eher angst. Man sieht ja gut bei blocher mörgeli und einigen anderen dass ihre haltung schnell in frust und verbortheit mündet. Wenn es dann nicht so läuft wie sie sich die rettung der schweiz vorgestellt haben dann werden sie zu bremsklötzen des landes. Sie verrennen sich und beharren auf den untauglichen scheinlösungen.
    Sie werden zu einer art „kleine taliban“ . Wenn dann hinder diesen leuten noch viele finanzielle kraft steht und sie diese mittel
    Propagandistisch einsetzen dann kommt das nicht gut

  • Oliver Steiner sagt:

    „Doch die Annahme, dass es zur eigenen Person keine Alternative gibt, widerspricht dem Prinzip der Gleichheit.“ – diese Aussage spricht aber auch Bände. Es geht der Autorin um Prinzipien und nicht um Realiäten. In der Realität sind die Menschen nicht gleich – sie sollten gleiche Rechte haben und wir tun viel, um dieses Ziel zu erreichen. Aber gleich? Manche sind faul, andere depressiv, wieder andere ehrgeizig oder rücksichtslos. Stell Dir vor es sind wahlen und kein Kandidat geht hin. Ist das eine gute Alternative?

  • Peter Krummbuckel sagt:

    In den nächsten 4 Jahren kommt eine ganz heikle Entscheidung auf die Schweiz zu. Wollen wir in Zukunft automatisch EU-Recht übernehmen und uns dabei zu einer Kolonie der EU degradieren. Wollen wir wirklich fremdes Recht und fremde Richter? Dies will der BR, eine Mehrheit des Parlaments und der Verwaltung. Die nächsten 4 Jahre könnten aussenpolitisch so entscheidend werden, wie die letzten 25 Jahre zusammen. Dafür, resp. dagegen braucht es die besten Leute.

    • Louis Golay sagt:

      Die wichtigen Entscheidungen trifft ja das Volk direkt per Abstimmung. Das Parlament wird zudem vom Volk alle 4 Jahre gewählt. Es wird weder ein Köppel, Blocher, Mörgeli noch sonstwer uns die Entscheidung abnehmen.
      Sollten im Herbst nicht mind. 101 Anti-EU-Politiker ins Parlament gewählt werden, dann ist das offenbar im Sinne der Wählermehrheit.
      Sollte eine Mehrheit des Stimmvolkes Hr. Krummbuckel’s Ansicht teilen, müsste die SVP eigentlich locker die 50% Marke knacken. Lassen wir uns überraschen, was der Wahlherbst bringt.

      • Peter Krummbuckel sagt:

        @Golay: Das ist ja alles richtig, was sie da schreiben. Nur werden die EU-Beitrittsbefürworter ihr Anliegen so nicht aussprechen. Sie sprechen nicht von der automatischen Übernahme von EU-Recht, sondern von einer dynamischen Anpassung. Sollten wir dieser Vorgabe nicht nachkommen, gibt es für die Schweiz Sanktionen. Auch das sagen die Befürworter nicht, man hat die Sprachregelung abgeändert, jetzt heisst es „Ausgleichsmassnahmen“. Das tönt nicht so stark. Sie sehen, es werden wohl einige Politiker gewählt, die die Unabhängigkeit der Schweiz aus dem Hinterhalt hintertreiben.

        • Mark Keller sagt:

          Ach wissen Sie, die Schweiz war nie und ist nicht in dem Sinne unabhängig wie Sie sich die Unabhängigkeit scheinbar vorstellen! Haben Sie je dagegen oponiert, dass die Schweiz autonom amerikanisches Recht 1:1 ins Schweizer Recht übernommen hat? Ist Ihnen bekannt, wieviel EU-Recht die CH fast täglich übernimmt, ohne dass Sie was dazu sagen können? Glauben Sie wirklich, es ist zielführend Alles und Jedes mit 28 Staaten der EU verhandeln zu müssen? Glauben Sie ernsthaft, die EU will dies in diesem Ausmass weiter führen? Auch die EU kann Verträge künden, wenn ihr das Treiben der CH zu bunt wird.

          • Peter Krummbuckel sagt:

            Ach wissen sie, sie möchten automatisch EU-Recht übernehmen, so, dass wir nicht mehr über unsere Gesetzte selbst bestimmen können. Das akzeptiere ich, dass ist ihre gute Meinung. Ich habe eine ganz andere Meinung, ich möchte, dass wir in der Schweiz selbst über uns bestimmen können und zwar direktdemokratisch. Wir brauchen die EU und die Welt, um unsere Produkte zu verkaufen, aber ich glaube nicht, dass jemand sagt: „Der ist uns nicht unterwürfig, von dem kaufen wir nichts“. China ist ja auch nicht Mitglied der EU und exportiert trotzdem nach Europa. Freier Handel ist die Losung.

  • Hugo Reichmuth sagt:

    Es gab mal eine Zeit, als auch Sozialdemokraten aus tiefster Überzeugung Politik betrieben, aus innerem Pflichtgefühl die Ungerechtigkeiten bekämpften (derKapitalist/Sozialist Friedrich Engels hätte es nicht nötig gehabt…) und im schlimmsten Fall auch ihr Leben für die Sache geopfert haben.
    Alle Sozialdemokraten/Sozialisten/Kommunisten, die im KZ oder im Graben gelandet sind, hatten dieses missionarische Pflichtgefühl. Politische Credos haben immer einen religiösen Touch.
    Aber aus Überzeugung Politik zu machen, ist natürlich demodé.
    Ich gebe aber zu, dass ich altmodisch bin.

  • Markus Weller sagt:

    Wenn es anscheinend so viele Politiker gibt, egal ob rechts oder links, für die es ein Muss, also ein Zwang ist Politik zu machen, sollte der die Wähler sie endlich erlösen und einfach nicht (mehr) wählen. Dann sind sie zufrieden und es können Leute die Arbeit machen, welche mit Freude dabei sind.

  • Bernhard sagt:

    Die meisten Politiker wollen ein Ämtchen, weil sie so in Genuss eines Einkommens geraten, dass sie in der freien Wirtschaft kaum erreichen dürften, verbunden mit vielen angenehmen Einladungen – das Gestalten kommt erst später. Wie sonst erklären sich die Rufe nach „Professionalisierung“ des Parlaments? Da scheinen mir die Motive von Hr. Köppel redlicher. Er will den wuchernden Etatismus, als Lobbyist der Freiheit, nicht derjenige von Verbänden und Interessenvertreter. Dass man hierfür ein gesundes Selbstvertrauen mitbringen muss, scheint mir inder Natur der Sache zu liegen.

    • Christoph Gut sagt:

      Auch die SVP ist Lobbypartei. Ihre Klientel ist klar erkennbar: Bauern, Reiche, Kapitaleigner etc. Auch Herr Köppel würde sich als SVP-Fraktionsmitglied den Interessen der Geldgebern und Wählern der Partei nicht entziehen können. Insofern ist jeder Verbandsfunktionär im Parlament transparenter als ein Chefredaktor, bei dessen Zeitung die Geldgelber im Dunkeln bleiben. A propos Personen, die glauben, etwas für andere „machen zu müssen“: Schaut man sich auf der Welt um, muss man feststellen: Es gibt nicht zu wenige, sondern leider zu viele Personen mit übertriebenem Sendungsbewusstsein.

      • Bernhard sagt:

        Die SVP ist Lobbypartei der Bauern und der Armee, richtig. Ich bin jedoch optimistisch, dass Köppel unabhängig genug ist, um gelegentlich gegen Interessen dieser Gruppen zu stimmen, obwohl er wohl nicht dauernd Konfrotation mit ihnen suchen wird. Warum eine Redaktion, so klein wie die Weltwoche ihre Geldgeber offenlegen sollte, verstehe ich nicht. Es gibt genügend Zeitungen (TA, Blick, WOZ) sowie das SRF und nicht zuletzt das Internet, um deren Thesen zu widerlegen, sollten sie falsch sein. Wichtig ist, ob die WW die Wahrheit schreibt oder nicht, woher das Geld dafür stammt, ist irrelevant.

        • Mark Keller sagt:

          Bernhard, wo leben Sie? Woher das Geld einer Zeitung stammt sei irrelevant? Wie denn dies? Auch die WW kann sich wohl kaum von den Abo-Gebühren über Wasser halten! Welche Zeitung schreibt die Wahrheit? Wessen „Wahrheit“ schreibt eine Zeitung?

          • Bernhard sagt:

            Herr Keller, was würden Sie tun, wenn Sie wüssten, dass z.B. 50% des Budgets der Weltwoche von der SVP stammt? Ja und? Werden die gelieferten Fakten weniger wahr deshalb? Ich spreche von Fakten, nachprüfbaren Tatsachen. Über deren Interpretation und Gewichtung hingegen lässt sich freilich streiten, aber die Fakten sind trotzdem da. Z.B. ist es „wahr“, dass die Berner Reitschule (auch) gewalttätige Personen hereinlässt. Das lässt sich kaum abstreiten. Ob man sie deshalb schliessen müsste, ist eine ganz andere Frage.

        • Christoph Gut sagt:

          Wahrheit ist ein grosses Wort, Herr Bernhard. In der Politik gibt es immer viele Wahrheiten und nur selten eine eindeutige Lösung für ein Problem. Häufig stehen sich widersprechende Ziele gegenüber. Politische Einschätzungen sind daher immer eine Frage der Gewichtung der Ziele. Zudem gibt es auch wissenschaftlich selten klare Antworten: Sind unsere Atomkraftwerke sicher? Ist unsere Altersvorsorge sicher? Nun zu den Medien: Die vierte Gewalt geniest spezielle Rechte (Quellenschutz). Medienschaffende und Verleger haben daher auch spezielle Pflichten (Interessenstransparenz).

          • Bernhard sagt:

            Es gibt nachprüfbare Fakten, das ist mit Wahrheit gemeint. Daneben gibt es politische Ansichten, die Fakten filtern oder gewichten. Wenn zwei Organe dieselben Fakten anders gewichten und unterschiedliche Schlüsse daraus ziehen, ist das i.O. Dass nur 10% (oder so) der Verwaltungräte weiblich sind ist ein Fakt. Es braucht keinen Nachweis, woher die Finanzierung dafür stammt, oder was würden Sie mit diesem Wissen anfangen? Wird es weniger wahr deswegen? Dass jemand daraus schliesst, ob es nun Quoten braucht oder nicht, ist Politik und jeder kann einschätzen, ob er diese Ansicht teilt oder nicht.

          • Christoph Gut sagt:

            @Bernhard: Man sollte den Mut aufbringen einzugestehen, wenn man sich argumentativ verrannt hat. Als Replik 3 Punkte:
            1. Dass 90% der Verwaltungsräte nicht weiblich sind, ist kein Fakt, sondern vorerst nur eine überprüfbare Aussage. Ob diese Zahl auch korrekt erhoben wurde, wissen wir nicht. Mit Studien kann man ja bekanntlich alles beweisen.
            2. Wenn es Zeitungen nur darum ginge, Fakten aufzuzählen, müsste man keine Medienvielfalt haben. Aber eben, was wird als Fakt gewertet und was nicht?
            3. Die Inhalte der Weltwoche sind nur zum kleinen Teil Fakten im Sinne der oben erwähnten Definition.

          • Bernhard sagt:

            Herr Gut, ich gebe mich noch nicht geschlagen 🙂
            1. Vielleicht sind es 15%, ich kenne die korrekte Zahl nicht, war ja nur ein Beispiel. „kein Fakt, nur überprüfbare Aussage“ – der Unterschied ist für mich ein akademischer.
            2. Die Medienvielfalt sollte eine unterschiedliche Gewichtung von Fakten bringen, aber nicht die Fakten selber verbiegen. Daher ändern Fakten nicht, wenn der Geldgeber des Mediums bekannt ist.
            3. Mag sein, ich stelle fest, dass meistens die Gewichtung, bzw. die Schlüsse, welche die WW aus den Fakten zieht, angegegriffen werden, eher selten die Richtigkeit der Fakten.

        • Michael Huber sagt:

          Genau Sie sind optimistisch, das heisst, Sie stellen es sich so vor, Sie GLAUBEN, dass RK sich so verhalten wird aber WISSEN tun Sie es nicht. Wenn Sie nie etwas an ihm zu kritisieren finden werden, so könnte das ein Zeichen dafür sein, dass sie ideologisch nicht gänzlich unbefangen sind. Oder sind sie mit Ihrem Partner immer einig und haben nie Kritik anzubringen?

          • Bernhard sagt:

            Es ist nicht so, dass ich mit RK’s Ansichten immer zu 100% übereinstimme, je nach Thema könnten es 0% sein. Aber deutlich mehr, als dies bei den meisten anderen Politikern der Fall ist. Unterstellen Sie mir bitte nicht unterschwellig, dass ich zu doof zum selber denken sei, nur weil ich es begrüsse, dass eine Person vom Format Köppels in den NR möchte. Schönes Wochende

  • Peter Thommen sagt:

    Ich glaube nicht an das „Prinzip der Gleichheit“, sondern an das Prinzup der Gleichwertigkeit. Menschen sind nicht gleich, das Gegenteil ist der Fall: Jeder Mensch ist einzigartig, sollte aber (in seiner Unterschiedlichkeit) gleich behandelt werden. Jede Position kann ersetzt werden, aber niemand in seiner Einzigartigkeit.

  • zweistein sagt:

    „Blocher ist als Bundesrat gescheitert, weil das politische System der Schweiz eher mittelmässige Leistung toleriert“

    GEWÜNSCHT: Ja-Sager und Technokraten, die alles was von „oben“ kommt ohne mit der Wimper zu zucken durchwinken.

    TOLERIERT: die „Mittelmässigen“, die die unangenehme Eigenart haben, die Vertragswerke, die man ihnen zur Unterschrift vorlegt, erst zu lesen, bevor sie, murrend und widerstrebend, ihren Namen darunter setzen.

    VERPÖNT: Politier mit Vision, gleich welcher Couleur.

    • Michael Huber sagt:

      Also ich war erleichtert, dass ein Regierungsmitglied, das unsere direktdemokratisch gefällten Volksentscheide im Ausland in den Dreck zieht, seinen Hut nehmen musste. Sie etwa nicht?

  • Kar Müller sagt:

    Sehr gute Analyse.
    Erstaunlich, dass dies nicht viel häufiger gesagt wird: Diese Haltung „ich habe einen Auftrag, ich muss““ ist Blocher abgeschaut und die SVP-Fritzen (inkl. Köppel) imitieren ihn sklavisch. Wer denken kann, nimmt das nicht ernst, sondern muss über eine solche Person schmunzeln.

  • Leimgruber sagt:

    Die Fähigsten politisieren sollen ? Leider ist es nicht so wenn man unsere Regierung anschaut. Die Meisten sind doch Lobbyisten und ihrem Geldgeber verpflichtet. Da wünsche ich mir lieber ein Köppel, der frischen Wind in das Parlament bringen würde.

    • Linus Huber sagt:

      „Die Meisten sind doch Lobbyisten und ihrem Geldgeber verpflichtet.“

      Da darf man Ihnen wohl problemlos beipflichten. Es ist das neoliberale Gedankengut, welches sich weltweit weiter zugunsten der Grossfirmen durch den Einfluss auf die Legislative durchzusetzen und die demokratischen Werte zu untergraben versucht. Eine prinzipientreue Politik, welche ein Überzeugungspolitiker an den Tag legt, stört diese Entwicklung.

  • Heinz Weber sagt:

    Nun gut, Köppel kandidiert halt für die SVP -und damit war auch schon klar, dass sich die vereinte Mitte-Links Presse auf ihn stürzen wird. Noch nicht einmal gewählt und schon erscheinen täglich „kritische“ Artikel und tiefenpsychologische Analysen werden verfasst. Ui, da geht also einer nicht wegen dem Geld oder dem Ansehen in die Politik, sondern aus ideellen Gründen und aus einer tiefen Überzeugung heraus. Natürlich weiss jeder, dass dies nicht kritikwürdig ist. Die Kritik ist wohl eher dem Umstand geschuldet, dass die Linke Angst hat vor Köppel, also muss man ihn vorgängig unmöglich machen

    • Christoph sagt:

      Nein, Köppel muss man nicht „vorgängig unmöglich machen“, das hat er längst ganz allein geschafft. Wer sich als „unabhängiger Journalist“ bezeichnet, aber doch nichts anderes als ein SVP-Propagandablättchen publiziert, wer seine Meinung immer genau der Meinung des Übervater Blocher nachbildet, wer als Chefredaktor einem Laieninterpreten wie Thiel die Titelseite seines Blättchens für niveaulose Islam-Missdeutungen zur Verfügung stellt, der hat sich schon längst unmöglich gemacht.

    • Reto sagt:

      @ Heinz Weber, zuerst muss er mal gewählt werden. Ich glaube Blocher hat den Kompass verloren, er mutet seiner Wählerschaft mit den beiden Akademiker Vogt (Ständerat) und Köppel (Nationalrat) doch sehr viel zu. Bei seiner grössten Wählerbasis, den mindergebildeten Schichten und Rentner, ist der „Studiertenhass“ sehr weit verbreitet. Da die SVP im Kanton Zürich kaum mehr zulegen wird, wird er auf Kosten eines „bodenständigen“ in den Nationalrat ziehen müssen, und für das ist seine Bekanntschaft schlicht zu klein. Diese Schichten lesen den „blick“ und nicht die „intellektuelle“ WW.

  • Zurbrügg Peter sagt:

    Alle Politiker sind so, wie Frau Blumer Herrn Köppel beschreibt. Nur sagen das die meisten nicht offen. Ein gewisses Sendungsbewusstsein und der Traum, etwas für das Land und die Bürger zu bewegen braucht es wohl, um sich einer Partei anzuschliessen. Egal ob links, oder rechts.

  • Hans Lips sagt:

    Schade für Köppel. Er ist zu gut als Chefredaktor und Verleger, um sich dem Getümmel in den Politniederungen auszusetzen.Mutig ist es alleweil, aber da kann er weit weniger erreichen als er meint.Das Parlament ist heute soo schlecht, dass es den Aufwand nicht lohnt.Ich bin immer wieder erstaunt welche Figuren es ins Parlament schaffen.Wenn man die Konkurrenz ärgern will schickt man halt auch einmal einen Negerasylanten, als ob der etwas bei uns zu suchen hätte.Wahlmanipulation war dann die Folge..

    • Paul sagt:

      Lips Sie sind kein Rechtsnationaler sondern ein Rechtsextremer, dass man solche rassistische Kommentare überhaupt veröffentlicht. Die SVP ist die Partei der Rechtsextremen und nicht der Bürgerlichen. Wehret den Anfängen, gestern die Juden, heute die Fremden und morgen die Linken. Solche Pflänzchen muss man gleich bei der Wurzel packen

  • Alfred sagt:

    Er benimmt sich wie CB, er spricht wie CB, er scheitert wie CB, alle die meinen sie müssten, aus welchen Gründen auch immer, scheitern an ihrer Selbstüberschätzung.

  • Paul Moser sagt:

    Oh nein, eine so hohe Gesinnungsethik aus dem Protestantismus und verbunden hin bis Luther als Motivatioshintergrund kann ich da nicht sehen – da wird Hr. Köppel etwas gar viel Ehre angetan. Es sind doch eher die ewig gleichen Floskeln und leeren Hülsen, die man von Politikern eben zu hören bekommt. Das ist das selbe Wasser, mit dem alle unsere Politiker kochen.

  • Lucien Michel sagt:

    Das letzte was unser Land braucht, sind Politiker, Prediger, Missionare die glauben unser Land braucht sie, die «müssen» (ich «muss» manchmal auch aber dazu gehe ich nicht ins Parlament oder sonst an öffentliche Plätze, ganz im Gegenteil.)

  • Nicolas Richard sagt:

    Man könnte ja auch mal die Motive von Personen durchleuchten, die vom Hörsaal direkt in den Plenarsaal wechseln. Da würde man sich aber mit vielen Gutgesinnten und Weltoffenen anlegen. Verletzen diese das „Prinzip der Gleichheit“ nicht?

  • Guido Pescio sagt:

    Herrlich, der Tag ist gerettet. Auch heute lese ich direkt oder indirekt eine Attacke gegen die SVP.
    Muss eine Top-Partei sein, welche es TAEGLICH in die Medien schafft.
    Eigentlich ist nur etwas wichtig, ob Köppel gewählt wird oder nicht. Wenn ja, haben wir das demokratisch zu akzeptieren. Und ihn dann nur nach seiner Leistung zum Wohle unseres Landes zu beurteilen. Welcher Partei er angehört, interessiert mich eigentlich erst sekundär.

  • Wie Winkelried wollen rechtskonservative Politiker sich für das Land „opfern“. Werden sie dann in die politische Pflicht genommen, kommt nichts Heroisches dabei raus, denn der Haupteinsatz gilt nicht jenen Themen, die sie mittels Initiativen und Frontalangriffen auf die Gegnerschaft propagieren. Tatsächlich müssen sie sich v.a. mit komplexen Fragen der Verwaltung bzw. der Gesetzgebung befassen. Das hat nichts mit „retten“ und „opfern“ zu tun. Was interessieren solche „Helden“ Detailfragen, die in einer Kommission diskutiert werden? Köppel wird sich wie sein Vorbild langweilen und wieder gehen.

    • Köppel behauptet z.B. in seinem aktuellen Editorial („Die Hauptsache“), der Bundesrat wolle den neuen Art. 121a BV („Steuerung der Zuwanderung“) nicht umsetzen. Er behauptet auch: «Die Personenfrei­zügigkeit tritt ausser Kraft». Im Übergangsrecht zum neuen Verfassungsartikel (Art. 197 Ziff. 11 Abs. 1 BV) steht aber nur, widersprechende völkerrechtliche Verträge seien «neu zu ver­han­deln und an­zu­pas­sen». Von Kündigen steht nichts. Das Freizügigkeitsabkommen (FZA) tritt nicht automatisch ausser Kraft. Derzeit berechtigt m. E. die Verfassung den Bundesrat auch nicht zur Kündigung des FZA.

      • Wie sie in Ihrem Blog richtigerweise schreiben, ist die Neuverhandlung vom Einverständnis der Gegenpartei (EU) abhängig. Für den Fall, dass die Gegenpartei dies nicht will, denkt sich Köppel dann halt: Der „Volkswille“ entspricht dann nicht dem Vertrag, weshalb er gekündigt werden muss. Komplett falsch! Wie Sie richtig feststellen, liegt die Kündigung nicht in der Kompetenz des Bundesrats. Es handelt sich um eine Köppel-Interpretation und zugleich Legitimation seiner Kandidatur, die dem Wortlaut des Initiativtextes (nArt. 121a BV) auch gemäss SVP im Abstimmungskampf (!) nie entsprochen hat.

  • Dan Werker sagt:

    Es ist entlarvend und bezeichnend für die Main-Stream Presse und die meisten Politiker, dass sie sich kaum vorstellen können, dass Jemand sich alleine aufgrund innerer Überzeugung bzw. gar entgegen persönlicher Interessen und Vorteile, politisch engagiert.

    • markus müller sagt:

      @ werker: noch entlarvender und bezeichnender ist es, wenn man meint dass so jemand aus uneigennützigen interessen handelt. es mag ja jene geben die dies tun, doch sind es die wenigsten und ganz sicher nicht leute wie herr köppel oder herr blocher.

    • Paul Moser sagt:

      Oh ja, Politiker, die sich mit viel Brimborium umgeben, werden noch heute ganz offensichtlich fast verehrt. Das ist noch aber ziemlich archaisch.

  • Frau Blumer, eines ist jedenfalls sicher, der durchschnittliche IQ in unserem Nationalrat steigt ganz erheblich, wenn Roger Köppel dort einmal mitmacht. Und das ist doch immer hin etwas!

  • Guido Meier sagt:

    Ich weiss nicht, wie viel Wahrheit in der Aussage steckt „ich muss das machen“ und wie falsch deshalb die vorliegende Analyse ist.

    Herr Köppel hat die Weltwoche übernommen, die von Blocher finanziert wurde (wie die BaZ). Wer zahlt befiehlt ist ein alter Grundsatz und deshalb halte ich es schon für gut möglich, dass Herr Köppel kandidieren muss.
    Herr Blocher nahm es bei seinen Aussagen rund um die BaZ nicht so genau – warum sollte Herr Köppel dann besser sein, wenn er sein „müssen“ begründet?
    Ich glaube ihm, er muss. Aber er muss aus anderen Gründen, als er angegeben hat!

  • balance sagt:

    @Hans Lips Ihr Beitrag ist so niveaulos das alles weitere bei Ihnen höchstwahrscheinlich sinnlos ist.
    Sie tuen mir ehrlich gesagt leid.
    Schämen Sie sich.

  • Kurt Haltiner sagt:

    Es war eigentlich absehbar, welche „Realität“ die Medien herzaubern wollen, wenn ein kluger Kopf der SVP kandidiert. Immer diesselbe Leier: Sendungsbewusstsein, Führerkult, fehlende Transparenz. etc. etc. Nur leider nützt es euch nichts, da diejenigen, die euch hörig sind, sowieso nicht Köppel wählen. Aber verschwendet ruhig eure Zeit… 😉

  • Martin Schwizer sagt:

    Frau Blumer, als Journalistin sind Sie natürlich frei von jeglichem Sendungsgbewusstsein, vorallem wenn man auch noch in einem Blog dasselbige kritisiert. Vielleicht hilft wieder mal ein Blick in den Spiegel, bevor man andere dafür verurteilt.

  • dani sagt:

    Die sagen sie müssen, sollen es besser lassen, zum Wohle der Schweiz!

  • Tom Bass sagt:

    Die vielen negativen Äusserungen sind unverständlich. Das selbstlose Opfer unseres Chef Intendanten, Vorzeige Ideologen und Hardrocker ist doch einfach nur bewundernswert! Ich freue mich auf die vielen längst überfälligen Wendungen zum Guten und bedanke mich bereits im voraus bestens für den generösen Einsatz zu meinem Wohl.

  • balance sagt:

    Was hat dieser Beitrag denn bitte mit dem Asylwesen zu tun !?
    Ich kann diese ewige Diskussion allmählich nicht mehr hören!
    Natürlich haben wir viele Ausländer in der Schweiz evtl sogar etwas zuviele, aber bitte bleiben Sie auf dem Teppich.
    Wir leben in einem der fortschrittlichsten Länder der Welt und daran werden ein paar Asylbewerber nichts ändern.
    Dieses Thema ist Hochsensibel! Es braucht Toleranz !nicht Fremdenfeindlichkeit.
    Meine Güte ! Was ist bloss mit dieser Gesellschaft los ?¨
    Was haben die Asylanten uns angetan dass wir so voller Hass sind der Gipfel ist der Kommentar von Hans Lips.

  • Dimitri Papadopoulos sagt:

    Stimmt halt schon. Viele bürgerliche Politiker hätten eigentlich gescheiteres zu tun als im Parlament zu sitzen und darüber zu wachen dass die Linken dort und in der Verwaltung unser Land in Grund und Boden legiferieren und exekutieren. Wenn nicht ständig irgendwelche Schwachsinns-Ideen von Links, von Energiewende über flankierende Massnahmen bis Lohnpolizei in die Politik eingebracht würden, die dann mit viele Energie bekämpft werden müssen um Schaden zu vermeiden, müssten sich unsere besten Köpfe auch nicht in die Abwehrschlacht werfen.

    • Reto sagt:

      Das war ja der Grund für die Lancierung der MEI, die flankierenden Massnahmen. Die Missbräuche auf den Zürcher Baustellen zeigen wieder mal die Moral der rechtsnationalen Unternehmer und ihrer Sub-Sub-Unternehmer. Zum Glück gibt es Gewerkschaften, die diese moderne Form der Sklaverei, wie ihr sie liebt, bekämpfen. Kartelle, Marktabschottung, Subventionen, Zölle und Kontingente sind alles „liberale“ Errungenschaften. Die Rechtsnationalen würden uns am liebsten in die Zeiten der industriellen Revolution zurückführen, schuften ohne Ferien, Krankheits- und Altersvorsorge

      • Dimitri Papadopoulos sagt:

        Ausgerechnet die Gewerkschaften! Vor 100 Jahren hat es vielleicht noch eine Existenzberechtigung gegeben für so etwas, heute richten sie nur noch schaden an Sieht man auch an ihren sinkenden Mitgliederzahlen. Die Flankierenden Massnahmen machen uns alle ärmer ausser den Funktionären der paritätischen Kommissionen, nicht nur aber vorallem die Gewerkschaften. Etwa 113M Franken wurden den GAV-Angestellten allein 2013 vom Lohn abgezogen, um diese Kommissionen und deren Funktionäre zu bezahlen, obwohl sie überflüssig sind wie PFZ, flankierende Massnahmen und ein Kropf zusammen!

        • Reto sagt:

          Herr Papadopoulos am liebsten würden Sie den ausländischen Bauarbeiter 1000 monatlich bezahlen und in Zeltlager übernachten lassen. Wenn es aber um die eigene Jobangst geht, verwandelt sich der „liberale“ Papadopoulos zu einem eifrigen Rechtsnationalen und befürwortet sogar die Kontingentierung der Zuwanderung, und glauben bestimmt noch Sie seien ein „Liberaler“. Für was der Liberalismus alles herhalten muss, dieser Begriff wird von den Rechtsnationalen täglich mehrmals vergewaltigt

    • Christoph Bögli sagt:

      Ihr schlichtes Weltbild in Ehren, aber leider gibts auch auf rechter Seite keine selbstlosen Helden. Im Gegenteil, gerade wenn man die FDP und SVP anschaut, dann wird dort Politik primär deswegen betrieben, um sich und seinem Netzwerk all die Pfründe von Subventionen über Steuervorteile bis Deregulation zu sichern. Wenn auf linker Seite vornehmlich Politik zum Selbstzweck wird, dann ist rechts Politik primär Eigennutz. Und ob letzteres wirklich besser ist, bezweifle ich doch stark..

      • Dimitrios Papadopoulos sagt:

        Schlichtes Weltbild? Und so etwas sagt jemand, der die Welt nur durch den Tagesanzeiger kennt? Erlauben Sie mir ein Schmunzeln, Herr Bögli.

  • Dan Werker sagt:

    Ich verstehe die „Kritik“ insoweit, als dass den, in aller Regel glasklar linken Journalisten, willfährige bzw. beinflussbare Politiker lieber sind , zumal diese auf den Goodwill der Medien angewiesen sind. Jedoch sagt die „Kritik“ viel mehr über die bornierte Geisteshaltung der Autorin selbst aus als über die an der Haaren herbeigezogen Motvationsbegründungen, die Köppel vorliegend unterstellt werden.

    • Michael Huber sagt:

      Sie haben vergessen zu erwähnen, wodurch die bornierte Geisteshaltung zum Ausdruck kommt. Das können Sie doch sicher anhand einiger Textstellen aufzeigen oder?

  • Martin Cesna sagt:

    Ich bin dafür, dass für alle, die sich gemusst fühlen müssen, eine grosse Kathedrale gebaut werden müsste, damit sie dort ihren musswertigen Ehrenplatz in der Gschichte ihres Müssens bekommen.
    Am heiligen „Ich kann nicht anders-Tag“ werden wir dann ihrer gedenken müssen.

  • Patrick Frei sagt:

    Ich würde es jedenfalls gut finden, wenn mehr Politiker aus der inneren Überzeugung handeln würden und weil sie das Gefühl haben, etwas bewegen zu müssen. Dies im Gegensatz zu den ewigen Sesselklebern, die man nicht mehr aus dem Amt bringt, weil sie nach 3 oder 4 Amtsperioden gar nichts mehr anderes können und natürlich auch gerne den üppigen Lohn und die Spesen beziehen. Diese Sorte findet man am meisten auf der linken Ratsseite bei den ewigen Staatsangestellten.

    • Christoph Bögli sagt:

      Findet man das? Können Sie das belegen? Im bürgerlichen Lager gibts es jede Menge Parlamentarier, die seit Jahrzehnten an ihren Ämtern kleben und deren Ego es verbietet, Platz für Jüngere zu machen. Eben gerade weil sie in ihrem Messias-Komplex meinen, dass es nicht ohne sie geht, oder weil ein Leben ohne Macht und Einfluss unvorstellbar ist. Insofern sind mir Leute lieber, die in die Politik wollen (!), weil sie Ziele und Ideale haben, die sie verwirklichen möchten (!) – nicht weil sie angeblich „müssen“, aus irgendeinem konstruiert-absurden „höheren“ Zwang.

  • Bernhard Piller sagt:

    Kandidaten, die sagen, sie würden einen Job übernehmen, wenn sie gebraucht werden, sind ganz einfach Leute, die Alternativen haben. Köppel hat sehr gute Alternativen, selbst wenn es darum geht, politischen Einfluss zu auszuüben. Andere Leute sind gesellschaftlich tot, wenn sie kein Amt mehr haben. Darum tun sie alles, um es nicht zu verlieren…

  • Perrito Caliente sagt:

    Die Lips, Merten und wie sie alle heissen machen nicht anders als den ganzen Tag in allen online-Medien ihre Hasskommentare gegen Linke veröffentlichen. Sie gehören zu den bezahlten „agents provocateurs“ der rechtsnationalen MSM. Wie ihre geistige Väter solche Leute nannten, darf ich nicht schreiben, da sonst mein Kommentar nicht veröffentlich würde

    • Michael Huber sagt:

      Vielleicht sind sie aber auch nur arbeitslose, ausgesteuerte, Sozialhilfebezüger. Vielleicht haben sie einfach einen Hass auf die Staatsangestellten und Verwaltungsangestellten, welche ihnen die Konkurrenz aus Rumänien auf die Pelle hat rücken lassen, weshalb sie nun arbeitslos sind. Darum können sie auch den ganzen Tag in Foren rumhängen. Und vielleicht meinen sie auch, dass das Geld mit welchem sie ihre Lebensmittel kaufen käme vom Christoph-Blocher-Rettungsfonds für die Opfer der Personenfreizügigkeit. Vielleicht, man weiss es nicht.

  • Bruno sagt:

    Was passiert ,wenn Herr Köppel seine Retter Ideen nicht verwirklichen kann. Tatsache ist doch Entscheide werden immer in den Kommissionen getroffen, und da sitzen in der Regel verschiedene Parteien.Fazit eiener alleine kann da gar nichts ausrichten.

    • Anh Toàn sagt:

      Aber der Herr Köppel wird sich doch nicht in Kommissionsarbeit in irgend welchen Hinterzimmern abnutzen, dazu ist er sich, seinem Ziehvater und Financier wie auch seine Anhänger zu schade. Seine Fähigkeiten in Propaganda und Agitation kommen auch nicht im Nationalratssaal richtig zum tragen, richtig abstimmen könnte ein anderer linientreuer SVP-ler auch, aber wenn er als Nationalrat in der Arena auftritt, hat sein Wort ein ganz anderes Gewicht.

    • Michael Huber sagt:

      Was dann passiert Bruno, ist gaaaaaaaaaaaaaaaaaanz einfach: Die andern sind Schuld!!!

  • Bürge Hugo sagt:

    So ein Schwachsinn von wegen müssen!
    Auf den hat die Schweiz sicher nicht gewartet.

  • Hannes Müller sagt:

    Ich denke man geht in die Politik, weil man seine Interessen vertreten will, und dafür ist Politik da.

  • Henri Lapin sagt:

    Vielleicht muss er, weil es ihm gesagt wurde?

  • Paul Rohner sagt:

    Da hat Roger Köppel vielen einen sehr grossen Schrecken eingejagt mit der Veröffentlichung seiner Kandidatur-Veröffentlichung. Kann mich nicht erinnern, jemals soviel Lärm wegen einem einzigen Kandidaten fürs Parlament vernommen zu haben. Bald jedem Kind ist dank dieser grandiosen Negativwerbung, das Ansinnen des äusserst fähigen NR Kandidaten Roger Köppel bekannt. Ihr Freiheitskämpfer gegen Roger Köppel und die SVP macht Tag für Tag sehr wertvolle Werbung für seine Kandidatur. Bitte nicht müde werden und fleissig weiter machen bis zum erfolgreichen Wahlwochenende.

    • Reto sagt:

      Absolut ihrer Meinung Herr Rohner. Vorallem ist er ja noch gar nicht gewählt, und falls er wirklich gewählt wird, ersetzt er Schibli, Mörgeli, Fehr oder Bortoluzzi. Da kann ich nur eins sagen…alles Hans was Heiri

  • Wilhelm Tell sagt:

    Sind die Fähigen in der Politik ????

  • Martin Schwizer sagt:

    Muss ich also im Umkehrschluss annehmen, dass vornehmlich Linke nur deshalb Politik machen wollen, weil ein schöner Posten in der Exekutive oder im Parlament Geld gibt, eine gewisse geschützte Werkstatt bietet, aus derer man die anderen da draussen angreifen kann und nur darauf wartet, dass ein Winkelried über die Felder zieht, der zum „Abschuss“ freigegeben wurde? Aha, nein. Also weshalb solch niedere Polemik?

    • Reto sagt:

      Die selbstlosen Rechtsnationalen gehen alle in die Politik (Exekutive und Legislative) weil man einen grossen Auftrag erfüllen muss? Glauben Sie wirklich Herr Mörgeli wäre mit seinen 50plus in der Privatwirtschaft vermittlungsfähig? Nach dem er 30 Jahren in einer geschützten Werkstatt gearbeitet hat? Wenn Köppel überhaupt gewählt wird, dann wird er Mörgelis Sitz erben. Die SVP wird im Kanton Zürich bestimmt keinen Sitz dazugewinnen, eher 1-2 verlieren

  • Perikles Mayer sagt:

    Die getriebenen habens ja wirklich schwer. Vor allem, wenn Sie ganze Länder retter müssen. Der Herr Köppel musst ja schon mal mithelfen, ein Land zu retten (zusammen mit Herrn Bush den Irak). Ist etwas in die Hose gegangen. Es bleibt zu hoffen, dass sein aktueller Landesrettungsversuch nicht dieselben Folgen hat…

  • Markus Schneider sagt:

    Also erstmal nennen Sie mir doch mal ein paar von denen, „die zugeben, dass es ihnen um Macht, Prestige und das Zusatzeinkommen geht.“ Das würde mich brennend interessieren. Danach können Sie mir dann noch erklären, aus welchen Gründen eigentlich die Linken in die Politik gehen und ob es Ihrer Ansicht nach überhaupt einen legitimen Grund gibt, in die Politik zu gehen. Da ich Ihre Antwort aber auber bereits kenn, kann ich Ihnen auch schon sagen, was Ihre Ansichten wert sind: gar nichts.

  • Bachmann sagt:

    Zum Glück sind wir in der Schweiz und so unglaublich frei, dass auch ein derartiger Blödsinn platz hat, wie es dieser Beitrag so schön darstellt. Geniessen wir dies, solange wir können und dürfen dabei auch lachen, wenn es nicht zum weinen wäre, wenn man so etwas liest.
    Die SVP immer in so eine Ecke zu stellen, hinter welcher immerhin ca. 25 %, d.h. 1/4 der normalerweise wählenden Schweizer Bürger stehen, ist typisch für einen grossenTeil der sogenannten Elite. B, wie Brett vor dem Kopf eben, oder spreche ich da etwa den ersten Buchstaben des Un-Namen Blocher aus? Doch lassen wir dies…

  • swissness sagt:

    Mir persönlich ist ein Roger Köppel tausendmal lieber und sympatischer, als ehemalige Tageschausprecher und Diplomaten die für die SP kandidieren…

  • ra koch sagt:

    Köppel scheint Eitelkeit pur; Nachgeben = Zugeben wider Willen…
    Das Pendant der selbstkasteien’schen Burschenschaft: Selbstgerecht v/s Selbstwertgefühl.
    Was aber kann die Schweiz sonst [noch] gebrauchen? Schlingergefühl. Nur kein Nachgeben in eine Gemeinschaft. Die Lobbystik zahlt.
    Als Computerspiel: Reicht endlich die neueste Update für! In Form vollendet-evolutionärer Fortbewegung; nicht der Form einer relideologiösen Stagnation!

  • Schweizer sagt:

    Herr Köppel ist mehr als ein politischer Akteur. Er ist ein Führungsspieler. Er wird als Unternehmer und dank seiner Brillanz die politische Landschaft säubern. Danke für Ihren Einsatz, Herr Köppel.

  • Robert Bachmann sagt:

    Frau Blum, Super-Beitrag! Und nun bitte Mal den gleichen Beitrag, aber zum Beispiel ueber Frau Jacqeline Fehr? Die wollte ja eigentlich auch niemand (mehr), nicht mal in der eigenen SP. Geht das auch, in der Tages-Anzeiger?

  • Gisi sagt:

    Wer sich die letzte Debatte von Schawinski vs. Köppel angehört hat, weiss, dass dieser Kommentar von Claudia Blumer eine treffende Analyse darstellt und den Tatsachen entspricht. Bedenklich, aber wahr. Augen und Ohren auf, liebes (Zürcher) Stimmvolk.

  • Walter Meili sagt:

    Politiker kandidieren? Gibt es denn auch Politiker die nicht kandidieren? Dieser Blog unterstellt, das eine Kanditatur nicht für jedermann ist. Hätte man also lieber einen Beruf Politiker? Der müsste dann nicht mehr gewählt werden, sondern erhielte es nach Abschluss der Politikerlehre automatisch? Nein so funktioniert es nicht. Jeder Bürger darf sich zur Wahl stellen. Wir haben immer noch ein Milizsystem und das funktioniert nur, wenn Bürger sich berufen fühlen sich einer Wahl zu stellen.
    Bei solchen Artikeln und Kommentaren zweifle ich wirklich was in den Hirnen noch von Demokratie übrig ist!

  • Sepp Manser sagt:

    Warum genau sollen mir „Politiker“, die angeben, „mitgestalten“ zu wollen, weniger suspekt sein? Unser Parlament und die Exekutiven sind voll von solchen „Gestaltern“.

  • Lucas sagt:

    Immer wenn’s heisst, ja wenn man muss …. man wolle ja selbst nicht …. usw., denn kommt immer das grosse Vorbild zu solcher Haltung in den Sinn: … „die Vorsehung“ des bekannten Herren von damals.

  • Gerold Stratz sagt:

    Kurz und bündig: Jeder SVP-Freund oder kritikloses Mitglied, wird vom „SVP-Boss“
    aus Herrliberg selektioniert.
    Die „Blocher konformen“ werden per sofort „integriert“.
    Dia „Anderen“ werden beobachtet, kritisiert und wenn nötig sanktioniert. (z.B. Fall Zuppiger)
    R.Köppel ist nur „EINE Figur“ innerhalb der Strategie des „SVP-Allmächtigen“.

  • andersen sagt:

    Aussenstehende kann nur Sagen:

    Alles Roger, Herr Blocher?

  • Paul Meier sagt:

    Also verstehe ich das richtig: Wenn jemand für die SVP ins Parlament will und dies mit innerer Ueberzeugung begründet dann werden Attribute wie Messias, Blocher oder Herrliberg bemüht um das Ganze ich eine rechte oder – wie es jetzt politisch korrekt heisst – nationalkonervative Ecke zu stellen und damit zu degradieren. Wie sieht es denn mit den Beweggründen eines Glättli, Wermuth oder Levrat aus? Ist es hier nur der Lohn oder haben die auch innere Ueberzeugungen die dann aber positiver zu werten sind weil sie nicht der SVP angehören?

  • U. Hug sagt:

    Ein Witz, wenn er meint, dass er müsse, aber er hätte das Zeugs dazu (trotz der häufig zweifelhaften politischen Haltung)!…

  • s.frei sagt:

    klar, stellt sich ein rechter, oder „schlimmer“ bekennt sich zu einer position , ist’s verwerflich. den werte (seine) zu haben ist nur links gestattet. geht man bis zu marx zurück war, dies genau so. seite geldschatulle war in london immer gefüllt, gearbeitet nie. heorien des umsturzes verbreitet, welche dazumals verständlicherweise auf fruchtbaren boden und später dann china und die udssr begründet haben. nun weiss man ja wie rentabel , liberal und vorallme fortschrittlich diese konzepte waren. die hiesigen mitte-weichspülparteien hingegen, vertreten einzig sich selbst. programm?

  • Steve Koppel sagt:

    Welcher Politiker hält sich nicht für berufen und unersetzbar?
    Im Grunde ist es doch wünschenswert, wenn ein Politiker etwas bewegen will. Lauheiten bringen nicht weiter.
    Das Sendungsbewusstsein Köppels wird sich an den politischen Strukturen abschleifen. Köppel wird auch erfahren,
    dass sein verquerer Fanatismus in der Politik auf stärkeren Widerstand trifft als in seinem Hetzblatt.

  • P.Rauber sagt:

    In einem Märchen heisst es „Knüppel aus dem Sack!“.
    Wurde diese Ansage übernommen im Sinne „Köppel an den Sack“.
    Ob sich dadurch der Sack öffnen lässt (?), bleibt abzuwarten.

  • Berchtold Franz Josef sagt:

    Köppel hat meine Sympathie. Er ist aber eine Reizfigur. An ihm werden sich die Journalisten die Hände wund schreiben können
    und ihr undifferenziertes SVP-Bashing perpetuieren. Sie können nur dankbar sein, wie all jene die das absolute richtige
    Weltbild im Kopf haben, die Netten eben.. Ich wähle meistens links, sei hier noch erwähnt, aber so dumm wie die meisten
    die SVP gerne sehen und machen wollen, ist sie eben nicht. Und ist die FDP besser? Ich würde sagen, sie sind diskreter mit
    ihren weissen Handschuhen. (Gruss an Merz und Villiger, dann doch lieber ein Blocher)

  • Gilbert Johannes Hottinger sagt:

    @ Claudia Brunner, Ihre Einschätzung über Herrn Roger Köppel, die Sie da von sich geben, zielt mir zu sehr auf die Person selber, unter die Gürtel Linie, ja Sie tangieren hier bereits den Strafbestand der Verleumdung & der üblen Nachrede. Zudem disqualifizieren Sie sich, meiner Meinung nach als Parteiloser, selber. Wir brauchen nämlich keine „Hammelherde“ von Nationalräten/Innen, wie z.Zt. noch viel zu viele in Bern sich tummeln, als reine Lobyisten/Innen & Empfehlsempfänger, entweder von Genossen, oder der Wirtschaft. Hr. Köppel erfüllt hingeben mein Ideal, Einsatz für eine souveräne Schweiz.

    • Vreni Schopfer sagt:

      Herr Hottinger schauen Sie dem Herr Köppel mal zu wie er spricht, jedem drein redet und bei frechen Antworten lacht. Dazu hat Herr Köppel schon gesagt oder geschrieben, er schreibe nur das Gegenteil vom Mainstream. Und das soll ein guter Chefredaktor sein? Ich denke diese Frau ist der Wahrheit um Herr Köppel recht nahe. Hören Sie mal zu wie der andere Gesprächspartner bloss stellt und er sich immer ins rechte Licht rücken will.

    • Gottfried von Siebenthal sagt:

      Herr Köppel für eine souveräne Schweiz!?……..da lachen ja die Hühner.

  • 7s.frei sagt:

    alsoweiterhin berufspolitiker = satte saläre, keine verantwortung, keine ahnung (..) und überall mitdiskutieren. dann ins hinterzimmer „sonderaufgaben“ verschwinden, wenn’s eng wird ? rühmlich leute die hier kritiisiert werden, zumal der finanzielle aspekt siche rweniger eine rolle wie bei 80% der kammern spielt. einstehen für seine meinung, wer macht denn sowas ? links und mitte sicher nicht, die wollen ja wiedergewählt werden..oder ?!

  • Violoncello sagt:

    Wenn einer aus Pflchtgefühl i den Nationalrat will, ist mir das wesentlich sympathischer, als wenn eine Nationalrätin eine Erbschaftssteuer lanciert, nur weil sie nicht möchte, dass ihre Lieblingsnichte und ihr Geschäftscompagnon dereinst Erbschaftssteuer bezahlen soll!

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