Kaufkraft optimieren ist schweizerisch

Da ging bei der selbsternannten Partei des kleinen Mannes der Schuss so richtig nach hinten los. Der Zürcher SVP-Nationalrat Hans Fehr, der letztes Jahr wegen seiner schwarz beschäftigten Putzfrau in die Schlagzeilen geriet, liess vergangene Woche beim Bundesrat anfragen, ob man nicht den «egoistischen» Einkaufstourismus einschränken könnte. Und zwar so, dass Schweizern, die jenseits der Grenze einkaufen, die Mehrwertsteuer nicht mehr zurückerstattet wird. Die «Basler Zeitung» ist verdankenswerterweise über ihren ideologischen Schatten gesprungen und hat Fehrs Anfrage publik gemacht. Die Leserkommentare waren zahlreich und mehrheitlich vernichtend.

Darf der gewöhnliche Schweizer seine Kaufkraft nicht optimieren, der Multimillionär seine Steuern aber schon?

Schweizer Volkssport: Im Ausland einkaufen und die Mehrwertsteuer zurückerhalten. Foto: Keystone

Denn Einkaufstourismus ist spätestens seit dem schwächelnden Euro zum Schweizer Volkssport geworden. Natürlich sind die Chancen verschwindend klein, dass die Parteielite beim Kauf von deutschem Billigfleisch «erwischt» wird. Die Vizepräsidenten der SVP Schweiz, Christoph Blocher, und Autoimporteur Walter Frey sind Milliardäre. Und auch der millionenschwere Zürcher SVP-Nationalrat Thomas Matter wird seine Freizeit kaum mit vollen Einkaufstaschen im Stau am deutschen Zoll verbringen. Doch nur etwas weiter unten in der Parteihierarchie geht bereits die Post ab. Ende 2012 wurde der St. Galler SVP-Kantonsrat und Grenzwachtoffizier im Vorruhestand, Oskar Gächter, dabei ertappt, wie er an der Grenze seine neuen Winterpneus nicht deklarierte. Seinen BMW hat er übrigens ein Jahr zuvor – «wie das viele so machen» – ebenfalls in Deutschland gekauft.

Was Gächter getan hat, ist zwar peinlich, hätte aber vermutlich auch den meisten von uns passieren können: Wer deklariert schon peinlichst genau jede Flasche Wein, die Stange Zigaretten oder eben die Winterpneus? Viel wichtiger ist jedoch die Frage, warum der Einkaufstourismus «egoistisch» sein soll? Darf der gewöhnliche Schweizer seine Kaufkraft nicht verbessern, der Multimillionär seine Steuern reduzieren aber schon? So wie es Johann Schneider-Ammann als Unternehmer getan hat oder die Blochers in ihrem Familienkonzern tun? Egal, ob solche Steuervermeidungskonstrukte legal sind, Tatsache ist: In der Schweiz herrscht der wohl intensivste Steuerwettbewerb der Welt – und er nützt vor allem den Gutsituierten. Denn erst ab einem Jahreseinkommen von etwa 200’000 Franken lohnt es sich, aus Steuergründen seinen Wohnort zu wechseln. Wer weniger verdient, würde zwar ein paar Hundert Franken bei den Steuern sparen, dafür aber oft mehrere Tausend Franken mehr für die Miete ausgeben müssen.

Solange Bundesrat Johann Schneider-Ammann ungeniert sagen kann, dass «Steuern optimieren sehr schweizerisch» sei, solange ist Kaufkraft optimieren im Ausland auch sehr schweizerisch. Und erst wenn sich die bürgerlichen Parteien genauso vehement und erfolgreich für tiefere Konsumentenpreise einsetzen, wie sie es bisher für tiefe Steuern getan haben, soll die Frage nach dem Unsinn des Einkaufstourismus erlaubt sein: Ist es ökologisch, teils Hunderte Kilometer mit dem Auto hin- und zurückzufahren, um ein paar Franken einzusparen? Ist es fair gegenüber unseren Grossisten, die sich oft für gute Arbeitsbedingungen und für Nachhaltigkeit einsetzen? Ist es nicht schade, wenn der Tante-Emma-Laden und damit auch das Dorfleben stirbt?

92 Kommentare zu «Kaufkraft optimieren ist schweizerisch»

  • Joachim Schippers sagt:

    Wie wäre es der EU Zollunion beizutreten? Sogar die Türkei.ist dabei. Keine LKW Staus mehr an der Grenze, kein Taxfree Shopping bis 300Sfr. Keine Zollprobleme und Durchsuchungen seiner Habseeligkeiten mehr. Die grenznahen Schweizer Geschäfte wären wieder konkurrenzfähig. Klappt überall in Europa vom Nordkapp bis Gibraltar.

    • Ruedi sagt:

      Können Sie mir erklären, warum die grenznahen Geschäfte mit ihrer Lösung plötzlich wieder konkurrenzfähig wären? Das Preisgefälle würde ja bestehen bleiben. Die Waren wären für uns in DE ein wenig teurer. Die 300Fr. Freigrenze und die MwSt sin nur ein Aspekt. Und zwar einer, der kaum ins Gewicht fällt.

      • Anton Keller sagt:

        Dann geht der Einkaufstourismus erst recht los.

      • Kurt Müller sagt:

        Bei einer Zollunion mit der EU würden vor allem landwirtschaftliche Produkte (Milch, Milchprodukte, Fleisch) viel billiger. Ebenso wäre es bei einer Zollunion einfacher, Produkte von Grosshändlern im EU-Raum einzuführen, da Waren z.B. von der Etikettierung her gegenseitig akzeptiert würden.

        • E.Pudles sagt:

          Beim Beitritt in die EU würde die M.W.St. von jetzt 8% auf mind. 19% gehen. Lohnt sich das?

          • Ruedi sagt:

            Es geht nicht um den EU Beitritt sondern nur um die Zollunion!

          • Gerhard Engler sagt:

            Die Türkei ist NICHT in der EU-Zollunion. Die Zollunion gibt es nur für EU-Mitglieder.

          • Gerhard Engler sagt:

            es gibt zwar einen Zollunions-Vertrag zwischen der EU und der Türkei. Dabei handelt es sich aber nicht um eine „echte“ Zollunion. Touristen dürfen nur Geschenke im Wert von 300 Euro mitnehmen, es ist also in etwa dasselbe wie bei der EFTA-EU-Freihandelszone, wo die Schweiz bereits Mitglied ist.

        • Weber Hansuelo sagt:

          In EU-Debatten wird oft die Mwst als Negativbeispiel herangezogen. Wieso aber ist den z.B. in D. trotz dieser
          grossen Differenz alles sooooviel billiger? Kann es sein dass sich einige Politiker und Firmen in der CH damit
          eine goldene Nase verdienen???

    • Gerald Balzer sagt:

      Bei einem Beitritt der Schweiz zur europäischen Zollunion würde dann aber die Begründung für die noch immer bestehende Grenzkontrollen wegfallen. Man könnte ja der Ansicht sein, dass das einer der Gründe für das Abseitsstehen der Schweiz sei. Aber bei einem Beitritt müsste die Mehrwertsteuer zwingend auf einen Satz in Grössenordnung des europäischen Durchschnitts gehoben werden, da sonst alle Importe in die EU über die Schweiz laufen würden.

    • Pius Lischer sagt:

      Warum nicht Welteit alle Zölle und Steuern abschaffen und durch Lenkungsabgaben für Land und Energie ersetzen?
      Warum damit dann kein Grundeinkommen zahlen?

  • Martha Gottschalk sagt:

    Kaufkraft optimieren ist sicher schweizerisch.
    Es ist aber ein Trugschluss zu glauben, dass der schweizer Patriot in der Schweiz einzukaufen habe, wenn die eingekaufte Leistungen, bzw. Gegenstände in der Schweiz nicht nur ein wenig, sondern um Faktoren teurer sind wegen Kartellen, die kein Problem damit haben, Landsleute abzuzocken.

    Echte Eidgenossen kaufen daher bestimmte Dinge erst recht im billigeren Ausland ein!

    • Jost Liliane sagt:

      Da ich als 58-jährige Schweizerin in der Schweiz 8 Jahre keinen Arbeitsplatz fand und sehe, dass immer mehr auch Ausländer als Billiglohnarbeiter den Schweizern bevorzugt werden, sehe ich nicht ein, was ich denn da in der Schweiz unterstützen soll. Gibt es weniger Stellen für Ausländer, werden vielleicht auch wieder Wohnungen bezahlbar. Ich sehe das ganze mit Augen einer im eigenen Land Benachteiligten. Mit meinem Existenzeinkommen gehe ich dann halt im Ausland einkaufen und sehe wie Schwärme Ausländer jeweils über die Grenze in die Schweiz arbeiten kommen.

      • marielle sagt:

        sie fänden das bestimmt super, wenn ihnen in den grenzregionen bald plakate ins gesicht springen, auf denen schweizer als raffgierige ratten dargestellt werden, oder? haben sie auch weitere qualifikationen vorzuweisen als schweizerin zu sein? ich bin es so leid, dieses undifferenzierte gejammer zu lesen. ja, es ist bitter, dass man als älterer arbeitnehmer schwieriger einen job findet. aber mit denen, die dann die ausländer zum sündenbock machen, habe ich kein mitleid. ich würde nie jmdn mit einer solchen haltung einstellen, allein schon weil er nicht in der lage ist, zusammenhänge zu erfassen

  • Roland Peier sagt:

    Beim Einkaufen entscheidet bei gleicher Qualität der Preis. Ich betreibe sicher keinen Heimatschutz, indem ich inländische Läden oder Dienstleistungen bevorzuge.

    • Ruedi sagt:

      Doch, tun Sie. Durch den Einkauf im Ausland schaffen Sie die Arbeitsplatze der Detailhändler und deren Angestellten ab. Und durchlöchern damit unsere Sozialtöpfe, in die diese dann nichts mehr einzahlen können, sondern diese sogar in Anspruch nehmen müssen. Ein ganzer ökonomischer Rattenschwanz folgt dem Ganzen und von der psychischen Belastung der unschuldig Arbeitslosen (die auch wieder Ökonomisches nach sich zieht…) will ich erst gar nicht sprechen.
      Die Unternehmen anprangern, dass sie „biilge“ Ausländer einstellen, aber selbst im „billigen“ Ausland einkaufen – même chose.

      • Walter sagt:

        Richtig, Arbeitsplätze werden abgeschafft oder nicht geschaffen. Aber was für Arbeitsplätze? Viele davon werden durch den Unternehmer mit „Einkauftourismus“ von Arbeitern aus den Ausland gefüllt.

        Also den Unternehmern soll „Einkaufstourismus“ von Arbeitern erlaubt sein, dem Konsument aber nicht?

      • Anton Keller sagt:

        Mit dem Einkaufen im Ausland sorgen wir dafür, dass weniger Fachkräfte im Ausland rekrutieren müssen. Zudem schwächen wir den Schweizer Franken, was im Sinne der Schweizer Exportwirtschaft und der SNB ist. Drittens sorgen wir effektiv, dass nicht noch mehr Einkaufsparadiese auf der grünen Wiese gebaut werden. Viertes unterstützen wir unsere lieben, armen EU-Nachbarn. Fünftens bleiben uns dank den billigeren Preisen mehr Geld übrig, das wir für die jährlich steigenden Krankenkassenprämien verwenden können. Sechstens kommen wir so endlich der EU näher, sei es bei den Preisen als bei den Löhnen.

      • Michael Görlitz sagt:

        Warum soll sich der Schweizer Konsument wehrlos von Markenartikelmultis ausnehmen lassen?

  • Diesem Artikel kann ich unbedingt zustimmen. Aber vielleicht doch mit einer kleinen Einschränkung. Ich wohne nahe der deutschen Grenze und wundere mich ab und zu über die Gier der Leute. Am Wochenende kommt normalerweise der grosse Ansturm der Schweizer. Dann gibt es lange Schlangen an den Kassen. Leider gibt es unzählige Schweizer die sich nicht schämen bei einem Kauf von sagen wir 10 Euro einen Ausfuhrschein zu verlangen. Gewinn 1.90 Euro. Das führt dann wiederum zu Staus am Zoll und riesigem Frust für den deutschen Zöllner der den ganzen Tag solche Formulare abstempeln muss. Sehr ärgerlich.

    • Roland K. Moser sagt:

      Ich muss Ihnen leider Recht geben. Die meisten Schweizer haben das Mass total verloren. Es geht nicht mehr darum, für etwas Geld zu sparen, das man dann kaufen möchte, sondern es geht nur noch ums Geld raffen, die totale Raffgier.

      • Ruedi sagt:

        Kann ich leider auch nur rundum bestätigen. Da wird oft genug eine Gier offenbart, dass man sich seines roten Passes nur noch schämen möchte. Ebenfalls auffällig: Das sengend schlechte Benehmen vieler Eidgenossen im grenznahen Ausland. Viele benehmen sich, als kämen sie als Herren in ihre Kolonien und würden es den „Negerlein“ jetzt mal so richtig zeigen. Schlimm.

    • Kurt Weber sagt:

      Wieso soll ich für meinen Einkauf (mit dem Fahrrad) für 5 Euro keinen Ausfuhrschein verlangen, sie aber für 100 Euro (mit dem Auto) aber schon?

      • Lieber Herr Weber, das ist nun wirklich eine wirre Logik. Es tut mir leid, ich glaube Sie haben nicht ganz verstanden warum es geht.

        • Ruedi sagt:

          Das lässt sich lösen indem die MwSt erst ab einem bestimmten Einkaufsbetrag zurückerstattet wird (die Niederlande kennen eine solche Grenze). Z.B. 50€ oder so, dann kommt der mit den 10€ nicht mehr.

  • Roland Steiner sagt:

    Die Preise in der Preisinsel Schweiz haben ein Niveau erreicht das nicht mehr akzeptabel ist. Anstatt das Problem an der richtigen Stell anzupacken, werden wieder einmal mehr alte Struckturen am Leben erhalten um die Interessen von kleinen Gruppen zu schützen. Das normale Volk soll wieder einmal mehr die Subventionen und Schutzklauseln für andere bezahlen. Immer spricht man von Globalisierung und offenen Märkten. Wenn der einfache Bürger dabei seine kleinen Vorteile nutzt, wird dies aber versucht mit allen Mitteln zu verhindern.

    • Ruedi sagt:

      Die Preise resultieren u.a. aus den Löhnen und den Mieten der Geschäfte…

      • Hansueli Schmid sagt:

        @Ruedi: Die Preise resultieren eben nicht aus den Löhnen und MIeten der Geschäfte. Bei einem Import-Produkt machen Löhne, Versicherungen, Mieten etc. in der gesamten Import-Kette gerade einmal 8% am Preis aus.
        Gehen wir davon aus, dass bei uns alles doppelt so viel kostet, wären das 8% Aufschlag auf den DE Preis und keine 35-100%.
        Warum bekommt man CH-Waren (in der CH hergestellt) in DE viel billiger?
        Wir werden abgezockt von den Kartellen.

        • Ruedi 1 sagt:

          CH-Waren in DE sind teilweise deshalb billiger, weil hierzulande eine Mischrechnung gemacht wird. Midor-Guetzli sind in DE billiger als hier in der Migros, weil die Fabrik hier sonst gar nicht überleben könnte weil unser Markt zu klein ist. Und um exportieren zu können wird eben billiger exportiert. Das sicher Arbeitsplätze bei uns. Unverständlich ist hingegen, warum ausländische Hersteller in die Schweiz teurer liefern als in andere Länder. Da kommt einfach noch ein Bereicherungszuschlag dazu. Anders ist nicht zu erklären, dass ausländische Deos und Zahnpasten bei uns 3x mehr kosten.

          • Germain Michel sagt:

            Lieber Ruedi 1
            betriebswirtschafltich nennt man das „Kaufkraft-Abschöpfung“
            Am Stammtisch sagt man dazu „Abzocken“!

  • Peter Meier sagt:

    Nicht jeder hat genug Einkommen alles hier einkaufen zu können. Es gibt viel zu sparen in D. Dank gutem Lohn kann ich Fleisch, Gemüse, Früchte in der CH kaufen – teurer aber qualitativ auch besser. Beim Fleisch geht es mir um die Behandlung der Tiere.

    • Kurt sagt:

      qualitativ bessere Früchte und Gemüse bilden Sie sich einfach mal ein. Oder glauben Sie wirklich, dass Tomaten, die auf der Insel Reichenau in bodenunabhängigen Kulturen wachsen, schlechter schmecken als Schweizer Tomaten, die ein paar Meter auf der anderen Grenzseite mit der selben Methode angebaut werden?

    • Anita Steiner sagt:

      Also ob das Gemüse aus Spanien / Marokko in D anders schmeckt als in der CH.

  • Kalle Praktikus sagt:

    Ein Spiegelbild der Partikularinteressen. Der Grundsatz, sein Geld dort auszugeben wo es auch verdient wird, macht nach wie vor Sinn. Einkaufstourismus ist ein facettenreiches Dossier. Je mehr Druck auf die Löhne ausgeübt wird, desto mehr zwingt man die Leute „Kosten“ einzusparen. Den beruflichen Generationenvertrag gibt es nicht mehr. Mit 45+ gehört man zu den Bitstellern. Folglich muss schon in jungen Jahren gespart werden. Ganz nach dem Motto: Wohlhabend wird, wer weniger ausgibt und nicht, wer mehr verdient. Eine traurige Entwicklung, die die Klassenpolitik nicht stoppen will.

  • marielle sagt:

    es ist wohl auch als ausserordentlich schweizerisch anzusehen, ständig über die eu und deren bürger herzuziehen und teils öffentliche hetze zu betreiben, nur um dann jedes wochenende in die grenzregionen einzufallen. und das, obwohl doch die schweizer produkte um längen besser sind oder etwa nicht? beim geldbeutel hört der nationalismus, äh pardon patriotismus, der eidgenossen offenbar auf. dichtestress am zollübergang ist wohl weniger schlimm als wenn man das tram mit jemandem teilen muss, der englisch spricht.

    • Kurt Weber sagt:

      Ich kaufe im Ausland ein wegen der besseren Qualität. Und bei Importgütern aus Italien und Spanien, die in CH und D die gleichen sind, wegen den dreimal tieferen Preisen für genau diesselben Produkte.

    • Meier sagt:

      Sie verknüpfen hier Dinge, die nichts miteinander zu tun haben. Woher wollen Sie wissen, dass es dieselben Leute sind, die sich über Dichtestress beklagen und die nach Deutschland zum Einkaufen fahren? Weshalb werfen Sie Schweizern vor, sie würden gegen die EU „hetzen“, benutzen aber gleichzeitig eine ziemlich hetzerische Sprache, indem Sie den Einkauftouristen vorwerfen, sie würden in Grenzregionen „einfallen“? Mit dieser ständigen „Du aber auch – ich aber nicht“-Diskussionskultur kommt man doch nicht weiter.

      • marielle sagt:

        da gebe ich ihnen prinzipiell recht, dass man so nicht weiter kommt und entschuldige mich für meine ausdrucksweise. nun, ich habe dazu keine daten erhoben, aber bin mir recht sicher, dass viele, die in d einkaufen, bei der mei mit ja gestimmt haben. das erscheint mir relativ wahrscheinlich, da in bspw. in den aargauer grenzregionen die mehrheit recht gross war. es gibt dazu auch einen netten beitrag vom swr in konstanz, in dem schweizer, die gerade auf einen parkplatz fahren, dies auch unumwunden zugeben. und hetze gegen die eu lesen sie in den kommentarspalten tag für tag.

  • I. Unternährer sagt:

    Meine Eltern haben schon in D eingekauft. Aber damals haben die D auch in der Schweiz eingekauft. Da lief es noch auf Gegenseitigkeit, aber heute ist in der Schweiz halt alles teurer.
    In Basel wird das Tram bis nach Lörrach gezogen, aber einkaufen oder essen sollen wir da nicht? Da sollen die D Grenzgänger mit dem Tram nach BS fahren und das Geld das sie da verdienen auch wieder mitnehmen und in D einkaufen, aber wir Schweizer sollen das nicht? Gibt es da eine Logik oder werden wir wieder einmal für dumm verkauft?

  • Ruedi sagt:

    Ja, Sie haben rundum recht. Bigotterie und der Geiz sind neben HInterhältigkeit und Bösartigkeit zwei durch und durch schweizerische Eigenschaften. Und sie verstärken sich auch noch mehr und mehr. Unser Land wandelt auf schlechten Pfaden, auf ganz schlechten. Der Krug geht zu Brunnen bis er bricht; in wenigen Jahren werden wir es merken…

  • Alex Zatelli sagt:

    Ob Importeurenschutz, Pharmakartelle oder BVG-Rentenabzocke – immer ist sind SVP-Vertreter ganz vorn, um ihre reiche Parteispenden-Klientel zu beschützen.

  • Ueli Eichenberger sagt:

    Es sind nicht die Leute am Niedergang des Detailhandels schuld, welche den Einkaufspreis optimieren sondern die Importeure und Politiker, die den Grauimport bekriegen. Von den letztgenannten sind auffällig viele bürgerliche Politiker. Globalisierung und „Optimierung“ sind keine Einbahnstrassen.

  • Von Minder sagt:

    Solange CEO’s zum Teil ihre Ware im Ausland beschaffen, solange werde auch ich im Ausland einkaufen gehen. Ich habe schliesslich eine Famlie zu ernähren und muss auch auf meine Portemonnaie achten.

    • Peter Karner sagt:

      So ist es, solange in Glanz & Gloria von den diversen Shoppingtours unserer High Society in New York oder Singapur süffisant berichtet wird möchte auch ich meiner Familie ab und zu statt Margarine ein wenig Butter aufs Brot bieten können.

  • Thomas Hürzeler sagt:

    Kaum bekannt in diesem Zusammenhang ist, dass unzählige Schweizer Konzerne und Grossunternehmen ihre Drucksachen zu massiv tieferen Preisen im Ausland einkaufen. Darunter LANDI, Die Post, Swisscom. Deren CEO’s ermahnen uns aber immer mal wieder, doch gefälligst im Inland einzukaufen (Wie etwa Carsten Schloter im TV kurz vor seinem Freitod). Auch die meisten Bücher von Schweizer Verlagen werden im Ausland produziert. Dafür wird dann aber eine Preisbindung für den helvetischen Buchmarkt gefordert – unter dem Deckmantel der Kultur. Alle Konsumenten sind gleich – aber einige sind etwas gleicher.

  • Wehrle Urs sagt:

    Es besteht ein Ungleichgewicht, das die Politiker eigentlich beheben müssten und nicht mit SVP und Lobby Brechstrangen-Politik (dt. MWST-Rückerstattung aufheben, teure Zollformalitäten bei postalem Import) nach sowjetischer Manier zementieren.
    (Ausland hat 70 Jahre nach dem Krieg breiteres, besseres und billigeres Produktangebot, das wollen bestimmte erzkonservative Kreise links und rechts nicht einsehen.)

  • Marcel Müller sagt:

    Also ich versteh hier manche nicht.
    Wir leben im Kapitalismus, meine Damen und Herren. Wer die Mechanismen nicht versteht, sollte nicht darüber diskutieren.
    Es ist doch selbstverständlich, dass von jeder Art Verkäufer der maximal erzielbare Preis verlangt wird. Und ich als Konsument bin bestrebt möglichst viel für mein Geld zu bekommen. So einfach ist das. Und wenn es halt Verwerfungen durch Oligopole in der Schweiz gibt, dann NUTZE ich das doch, oder? Ich schulde diesem Land nichts 😉

    Beste Grüsse

  • Erich Deiss sagt:

    Wir leben in einer globalisierten Welt. Die Schweiz wird sich daran gewöhnen müssen.

  • carlo corno sagt:

    kann mir jemand sagen, weshalb das „gemeine“ Volk die Nachteile der EU mittragen soll, von den Vorteilen aber nicht profitieren darf? Was soll der Rückschritt in protektionistische Zeiten? Trotz allem, aus lauter Bequemlichkeit verzichte ich seit Jahren auf die Rückerstattung der deutschen Mehrwertsteuer, und dennoch lohnt es sich in Deutschland einzukaufen, wie wollen die Protektionisten dieses Problem lösen? Ich lasse mir nicht vorschreiben, wo ich einkaufen soll – eher verzichte ich auf den Konsum besonders teurer Schweizer Waren (Fleisch z.B.) sozusagen Vegetarier aus Protest …

    • Katja Winkler sagt:

      Die Vorteile der EU haben Sie uns ja nun aufgezeigt. Dürfte ich Sie nun bitten, uns auch noch aus Ihrer Sicht die Nachteile aufzulisten?

  • Pius Meister sagt:

    Was für eine herrliche Wortschöpfung „Kaufkraftoptimierer“! Früher sagte man dem Geizkragen, Rappenspalter, o.ä.

  • r.meier sagt:

    auch linke stellen Putzfrauen an,ohne sie anzugeben,nur sind es dann eine Freundin der Familie,ob diverse linke Politikerinnen selber putzen,wage ich zu bezweifeln,dieser Journalist ist zu einseitig,also nicht glaubwürdig

    • Steve Lombris sagt:

      …. stimmt Herr Meier, die von Ihnen zitierten Linken waren und sind alles gute Freunde und haben mit Ihnen, damals in den 68er Jahren noch einen Joint gedrüllt. Und selbstverständlich, mit dem entsprechenden sozialen und wirtschaftlichen Aufstieg, haben diese gleich reihenweise, schwarzes (auch im Sinne des Wortes) Putzpersonal beschäftigt. Und Sie, Sie waren Ohr- und Augenzeuge, wie diese Altlinken, mittlerweile beruflich tätig im gehobenen Beamtenstand, auslassend plagierten wie diese den Staat bescheissen nach Strich und Faden, auch ohne geballte Faust und Internationale-Sing-Sang….

    • Urban Zuercher sagt:

      „Neger“.
      So, Herr Soukup, jetzt können Sie bei Ihrem nächsten Artikel schreiben, dass auch Linke mal rassistische Äusserungen gemacht haben. Wenn von SVP-Seite wieder eine Kristallnacht gefordert wird, Leute an die Wand zu stellen sind, oder was dem Pack auch als nächstes einfällt.
      Aber wenn Sie schreiben, dass ein Linker auch mal N.. geschrieben hat, dann wird r.meier zufrieden gestellt sein. Obwohl, wahrscheinlich nicht, sonst wäre er oder sie nicht in der SVP…

  • Schär sagt:

    Mit Ihrem Artikel sprechen Sie mir aus dem Herzen. Ergänzend möchte ich erwähnen, dass eben diese Kreise den Parallelimport für Autos (z.B. BMW) verhindert haben. Ein freier Schweizer kauft immer noch dort ein wo sie will. Auf einmal schlägt die SVP beinahe diktatorisch, kommunistische Töne an. Dass die Weltwoche dies an die Öffentlichkeit trägt, hat bestimmt mit SVP-Parteiinterner Dynamik zu tun. Die sind nicht so einig wie sie tun. Der Ansatz unser Gewerbe zu schützen ist bestimmt nicht unrichtig. Die Reformhäuser kommen ihrem Namen bezüglich Preise nicht nach. Also ab nach Deutschland.

  • Pesche Müller sagt:

    Globalisierung findet eine Mehrheit toll. Man kann auf der ganzen Welt einkaufen und mit der ganzen Welt Handel betreiben. Das geht per Internet oder physisch eben mit dem Einkauf ennet der Grenze. Dank dieser Globalisierung gehe es uns so gut, sind die meisten Schwiezer überzeugt.
    Wenn Schweizer Firmen Ihre Produkte auf dem Weltmarkt verkaufen ist das also o.k. Wenn Schweizer Produkte deutscher Firmen im Ausland kaufen, sei das ein Verbrechen an der Schweizer Nation, meint die SVP. Das ist doch ober heuchlerisch? Vor allem wenn man die Taten des Oskar Gächter kennt. Pfui!

  • Rudolf Steiner sagt:

    Selbstverständlich ist es legitim, wenn man im Ausland einkauft. Das, sowie Ferien im Ausland und vielleicht noch der Kauf von elektronischen Geräten sind die einzigen Bereiche, wo auch schweizerische Kleinverdiener von der höheren Kaufkraft profitieren. Allerdings frage ich mich schon auch ob die Leute die Zeit und die Benzinkosten auch miteinbeziehen, der Einkauf lohnt sich meines Erachtens nur wenn man sehr nahe an der Grenze wohnt.

  • Benz sagt:

    Wenn das gleiche – wohlgemerkt ausländische – Markenprodukt in der Schweiz das Doppelte kostet, dann nicht primär deshalb weil der Detaillist mehr daran verdient, sondern weil bereits der Importeur einen überrissenen Preis bezahlen muss. Es profitiert also der Hersteller im Ausland indem er mit fadenscheinigen Argumenten die höhere Kaufkraft der Schweizer abschöpft. Warum bitte soll ich das unterstützen???

    • Hansueli Schmid sagt:

      Bei bestimmten Produkten ist das so, wie Sie schreiben, bei anderen ist es der CH-Importeur der hier auf Kosten des Konsumenten Milliardär wird.
      Für beide gilt:
      Das ist mit dem EWR unmöglich. Ebenso mit „fremden“ Kartellrichtern. Dämmerts jetzt, wieso so manch einer vehement dagegen ist oder war?

  • Alex sagt:

    Die deutsche Mehrwertsteuer wird in Deutschland zurückerstattet, daher hat die Schweiz null Handhabe in dieser Sache. Dies sollte ein Nationalrat eigentlich wissen.

  • Laube Werner sagt:

    Vor Jahren war es umgekehrt: da stand die Securitas beim Migros und liess nur soviel Personen herein wie herauskamen., der hiess nur noch „Schwaebmigros“. Einkäufe für uns nur untr der Wioche noch gut. Jetzt ist es umgekehrt. Richtig wäre es, wie gewisse deutsche Geschäfte es machen: MWSt Rücklerstattung erst ab 25 Eutro. es gibt mickrige Schweizr die Rückerstattung von 10 cts verlangen, da schämte ich mich doch schon.

    • Kurt Weber sagt:

      Sie schämen sich für die ärmeren Schweizer, die nicht so viel einkaufen können, und selber „bonzenhaft“ mehr kaufen können.

  • Erwin sagt:

    Grotesk und ebenso verlogen:
    Die SVP tut alles, damit die 1000 Kartelle in der CH erhalten bleiben. Das trifft uns Konsumenten mit Kosten von über 30% der Waren- und Handwerkerpreise!! Der Multimilliardär Frey (SVP) ist genau durch das Autoimporteuren-Kartell Milliardär, weil er uns zwischen 40% und 60% zuviel für Neuwagen und Ersatzteil abzockt, und Blocher hat deswegen und für ihn den EWR gekillt.
    Wenn wir nicht in viel höherem Masse im Ausland einkaufen als bisher, wird diese „freie“ Marktwirtschaft der CH noch lange so weitergehen – oder wir müssen „fremde EU-Richter“ ranlassen…

  • Bernard Zappie sagt:

    Als ob es neu wäre, dass die Preise der Kaufkraft angepasst werden. Das lernt jeder VW-Student im ersten Semester. Vergleichen Sie mal die CH-Durchschnittslöhne mit DE oder Ö. Lebensmittel sind in der CH eher günstig. An den Autor: Ihr Steuervergleich ist nicht korrekt: Für einen Zürcher, auch mit < 200'000 Einkommen, lohnt sich ein Kantonswechsel nach ZG oder SZ mit Sicherheit, da die Mieten in der Region ZH gleich hoch sind.

  • Hans Käslin sagt:

    Damit hat dieser feine Herr Fehr erneut bewiesen dass er eine unmögliche Person ist. Statt den rauszuschmeissen lässt die SVP weiterhin zu dass dieser Kasper Eigentore schiesst. Die grössten Egoisten sind sowieso immer diejenigen, die dem kleinen Mann verbieten wollen, ein paar Franken zu sparen. Auch Autoimporteur Walter Frey gehört ganz prominent dazu.
    Er und andere, wie der von der AMAG, konnten seine Milliardenvermögen ja erst überhaupt anhäufen, indem sie mit viel Geld und Einfluss jahrelang ihr schmutziges Geschäft betreiben konnten, den parallel Import von Autos zu verhindern.

  • Chris sagt:

    Es ist eine einfache Rechnung. Wenn mehr Schweizer ihr (hoffentlich) in der CH verdientes Geld im Ausland ausgeben, wird das Ausland reicher und die Schweiz ärmer (Geldfluss). Aber die in der CH arbeitenden Personen wollen ja einen Lohn auf CH-Niveau – was mittel- bis langfristig nicht klappen wird, wegen der Geldabwanderung ins Ausland! Weniger Geld, weniger Stellen, tiefere Löhne, mehr Arbeitslose, noch höhere Sozialkosten welche keiner mehr bezahlen kann/will usw. usf. Ich kaufe regionale Produkte soweit möglich (Nahrung & Co.), bei Elektronik/Autos wirds leider unmöglich…

  • Christoph sagt:

    Die Erschwernisse kommen einfach durch die Hintertür. So hat Swissmedic dafür gesorgt, dass Deutsche Apotheker Medikamente nicht mehr für die Kunden verzollen dürfen und der CH-Bürger nur noch einen Monatsbedarf in D einkaufen darf. Überdies muss der Absender ein Logistikunternehmen beauftragen, darf also nicht mehr per Post ausliefern.
    Die grösste Umverteilung findet noch immer von Fleissig nach Reich statt. Das ist das wahre Schmarotzertum und es hat die Tante Emma Läden vor Jahrzehnten schon weggefegt. Nur Masochisten wählen SVP.

  • Rene Wetter sagt:

    Altbundesrat Kaspar Villiger liess den Service für einen Benz auch in Deutschland machen. Ich lasse mir nich von irgendwelche Milionären die im Nebenamt noch Politiker sind, vorschreiben wo ich einzukaufen habe. Und gerade die SVPler die glauben dass man die Sozialhilfe um 40% absenken kann, sollten den Ball flach halten

  • Michael sagt:

    Dieser Satz ist Unsinn. Man folgt nur dem Inhalt seiner Geldbörse, wenn man dazu die Möglichkeit hat. Und das ist nicht nur eine schweizer Eigenschaft, das gilt länderübergreifend. Ist es nicht auch ein menschlicher Zug dort einzukaufen wo es am günstigsten ist ? Kann mir keiner erzählen das er mit Wonne 40 Franken für das kg Fleisch zahlt, wenn es 50km entfernt nur 20 Euro kostet. Ausser er hat mehrere Millione auf dem Konto.

    • Meier sagt:

      Also mir persönlich ist die Wochenend-Zeit, die ich brauche, um die 100 Kilometer für den Fleischeinkauf zurückzulegen, schlicht zu schade. Und nein, ich habe keine Millionen auf dem Konto. Allerdings auch keine Familie zu ernähren, das muss fairnesshalber erwähnt werden.

  • Gerhard Schweizer sagt:

    Ja liebe Leute, dann wählt mal schön weiterhin Bürgerlich oder vor allem SVP, dann könnt ihr auch weiterhin am Wochenende von eurer Hochpreisinsel fliehen und unsere gutschweizerische Doppelmoral pflegen. Aber wenn es so weitergeht, braucht ihr sowieso für euren Kurzbesuch in Konstanz ein Visum..
    Ds Füfi us Weggli, wie immer.

  • E.Pudles sagt:

    Und vor wenigen Stunden haben unsere Politiker, der Nationalrat das vom Bundesrat vorgeschlagene Kartellgesetz abgelehnt.
    Damit haben sie günstigere Einkäufe einmal mehr nachhaltig verhindert. So lange unsere NR, nebenbei bemerkt mit einem mindest Einkommen von 140.000.–, (ohne Verwaltungsratsposten etc.) dem Normalverdiener und Büezer solche Vorteile verwehren, müssen wir halt den, von eben diesen Politikern geächteten Tourismus weiter machen.

  • 1. Solange wie es Polizeifahrzeuge und Krankenwagen des Kantons Basel Stadt gibt aufgebockt zur Reparatur in der Mercedesgarage in Weil (fotographiert) habe ich ein gutes Gewissen in Deutschland einzukaufen.
    2. Deutschland erstattet uns die MWSt. zurück, also ist das Angelegenheit von Deutschland und die Schweiz hat dazu nichts zu sagen.
    3. Es gibt etliche Waren, welche es bei uns gar nicht gibt.
    4. Die Schweizer Preise sind viel zu hoch.

  • Heinrich Vogelsang sagt:

    Bietet mir jemand gute Qualität und eine echte Dienstleistung zu fairen Preisen, bezahle ich gern ein bisschen mehr in der Schweiz und denke an die höheren Produktionskosten. Wenns aber einfach darum geht dem Zahnarzt die Villa zu finanzieren oder irgendwelche Phantasiemargen zu berappen, sage ich: Bye bye Switzerland, ich komm wieder aber erst besorg ich mir das Benötigte in der EU.

  • Sacha Meier sagt:

    Sobald die Sozialhilfe für ausgesteuerte PFZ-ersetzte Schweizer auf CHF 600.–/Mt. abgesenkt wird, bleibt vielen nichts anderes übrig, als bei ihren Sozialberatern Bahntickets für Wocheneinkäufe in der Grenzregion zu beantragen. Die andere Variante bestünde darin, dass die Sozialämter gleich selber Masseneinkäufe ennet der Staatsgrenze für ihre Kundschaft organisierten.

  • Kurt Weber sagt:

    Die meisten Politiker in der Schweiz tun auf gutschweizerisch und fahren ausländische Automarken, wie heuchlerisch.

    • Gerald Balzer sagt:

      Tolle Idee. Dann nennen Sie mir doch einmal 2-3 Schweizer Automarken, die für Normalsterbliche bezahlbar sind.

  • Kurt Weber sagt:

    Peinlich, dass hier viele Einkaufstouristen diejenigen diskriminieren wollen (mit Mindesteinkaufsbeträgen), die nicht ihr Auto mit Ware vollstopfen können, sondern mit Velo oder OEV bescheidene Mengen einführen.

    • Kaufkraft optimieren ist schweizerisch? Das glauben der Schreiber und etliche seiner Befürworter wohl selber nicht! Das Optimieren der Kaufkraft ist international und kennt keine Grenzen. Reiche, Arme, Franzosen, Deutsche, Italiener, Spanier usw. tun es! Mir ist schleierhaft, warum dauernd auf Schweizer eingeprügelt wird.

  • Pascal Meister sagt:

    Mit dem Artikel bin ich einverstanden – und sehe auch keinen Handlungsbedarf. Im rechtlichen Rahmen darf man Steuern optimieren und günstiger einkaufen, null Problemo. Die Schweizer Preise sind im Wesentlichen übrigens nicht den höheren Mieten oder Löhnen geschuldet, sondern schlicht dem Umstand, dass die (ausländischen) Hersteller ihre Ware bereits überteuert in die Schweiz liefern. Wenn Getränke, Kosmetika, Autoreifen und viele andere Artikel von unseren Läden teurer eingekauft werden müssen, als ein Kunde im deutschen Laden zahlt, ist ganz viel faul!!

  • Hagnauer H.P. sagt:

    Immer die gleiche Leier. 8 Mia. Agrarsozialhilfe ihrer Klientel verteilen, damit wir immer noch Fleisch fuer 50 90 Fr pro KG kaufen duerfen. Und was machen die Buergerlichen Importeuere und Detaillisten. Sie machen es genau gleich und kaufen z.B. Buendnerfleisch usw. in Argentienien zu Dreckspreisen ein und verkaufen es hier 100gr fuer 8 Fr. Allle Produkte die nicht in der CH hergestellt sind kosten hier viel zu viel.

  • Armando sagt:

    Wir optimieren unsere Kaufkraft, indem wir mehrere Monate im Jahr im Ausland leben. Da ist alles viel billiger, von Spanien bis nach Thailand.

  • Rémy sagt:

    Ich optimiere meine Kaufkraft, indem ich mich selbst delokalisiert habe. Immobilie gekauft(und wohnen) in Frankreich, arbeiten in der Schweiz und einkaufen in Deutschland. Wenn mein Chef meinen Posten morgen nach Indien verfrachten kann ohne danach zu fragen obs mir passt, wenn die kleinste Wohnung im Land der Mieter eine Million kostet, wenn ich für dasselbe Produkt weniger als die Hälfte im Rheinzenter als im 1 km entfernten Stücki (RIP Stücki) bezahle, sehe ich nicht ein weshald ich deswegen ein schlechtes Gewissen haben soll. Oder hat der Zuger Multimilliardär etwa ein schlechtes Gewissen?

  • G. May sagt:

    krass ist doch, dass ich, wenn ich im Ausland einkaufe auch ohne Rückerstattung der MWSt noch immer viel günstiger fahre als wenn ich in der CH einkaufe – bei einigen Dingen sogar, wenn ich die 19% DE MWSt + 8% CH MWSt zahle ist es noch billiger.

    Die Politik will die Globalisierung (hat diese ja angestossen und gefördert) ergo ist der Wettbewerb auch global und Grenzüberschreitend. Klar Löhne in CH höher, aber da sollten die Vertreiber in CH erst mal nachweisen, dass ihre Angestellten mit dem Lohn auch profitieren und da habe ich erhebliche Zweifel.

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