Assez des cadeaux fiscaux pour les frontaliers

Les votations de dimanche dernier ont secoué la Suisse. Avec le PLR, je me suis battu pour un «non» à l’initiative contre l’immigration de masse lancée par l’UDC, et j’ai bien sûr regretté qu’une majorité – bien que très faible – des Suisses approuve le texte. Cependant, il convient maintenant de mettre en œuvre au mieux cette initiative et de trouver des solutions convenables avec l’UE.

Avec 68,2% de «oui», l’acceptation de l’initiative a été particulièrement élevée dans le canton du Tessin, ce qui s’explique entre autres par la présence de près de 60 000 frontaliers italiens. Beaucoup d’entre eux sont en effet prêts à travailler dans notre pays pour des salaires très bas, au détriment des travailleurs suisses. Le malaise qui en résulte n’en est que plus grand.

Mais l’initiative de l’UDC ne résout pas le problème, dans la mesure où le texte ne relève pas les réels défis. La forte immigration de travailleurs en provenance d’Italie du Nord n’est pas seulement liée à la libre circulation des personnes: l’accord relatif aux frontaliers conclu avec l’Italie a des conséquences bien plus lourdes sur le marché du travail tessinois.

A l’avenir, les «frontalieri» devraient être tenus de verser à la fois un impôt à la source au Tessin et un impôt sur le revenu en Italie.

Près de 60’000 frontaliers italiens travaillent en Suisse, beaucoup ne paient pas d'impôts dans leur pays d'origine. (Image : Keystone)

Près de 60’000 frontaliers italiens travaillent en Suisse, beaucoup ne paient pas d'impôts dans leur pays d'origine. (Image : Keystone)

L’accord signé en 1974 permet aux frontaliers italiens d’être exemptés d’impôts sur le revenu dans leur pays d’origine. Ainsi, les personnes qui habitent jusqu’à 20 kilomètres de la frontière et qui travaillent en Suisse ne sont soumis qu’à un très faible impôt à la source, ce qui équivaut à un privilège fiscal: les frontaliers ne payent même pas la moitié des impôts qu’ils devraient verser à leur pays d’origine!

Ce sont les contribuables suisses et italiens qui payent les pots cassés. Sur demande du PLR, le Grand Conseil du Tessin avait lancé une initiative pour éliminer cette injustice et demande désormais au Conseil fédéral de résilier et de renégocier l’accord sur l’imposition des frontaliers conclu avec l’Italie. A l’avenir, les «frontalieri» devraient être tenus de verser à la fois un impôt à la source au Tessin et un impôt sur le revenu en Italie.

Cette mesure permettrait de désamorcer les tensions du marché du travail tessinois. En raison des impôts plus élevés, les frontaliers exigeraient des salaires plus élevés. Sans les subventions des contribuables suisses et italiens, les frontaliers deviendraient ainsi plus chers et donc moins attrayants pour les entreprises tessinoises.

En revanche, il faut également prendre en compte un autre aspect essentiel: les entreprises doivent continuer de bénéficier de conditions-cadres adaptées, car le Tessin ne doit en aucun cas perdre son attractivité économique. C’est pourquoi la prochaine initiative, qui sera soumise au vote en mai, doit également être refusée: l’initiative sur les salaires minimum de la gauche défavoriserait considérablement les entreprises locales face à la concurrence étrangère, ce qui compromettrait des emplois importants pour la région.

C’est pourquoi je lance un appel au Conseil fédéral: soutenez la population tessinoise! Suivez la demande du PLR et renégociez l’accord sur l’imposition des frontaliers avec l’Italie. Les subventions octroyées aux frontaliers par les contribuables suisses et étrangers doivent enfin disparaître.

52 Comments sur «Assez des cadeaux fiscaux pour les frontaliers»

  • Hannes Walther says:

    Richtig! Wir schreiben Italien vor wieviel Steuern die Grenzgänger zu bezahlen haben! Wichtiger scheint mir jedoch, dass wir den Italiener vorschreiben wieviele Steuer nicht die Grenzgänger, sondern die Reichen zu bezahlen haben! Die bringen ihr Geld dann wieder in die Schweiz! Am Besten würde die Coda Nostra besteuert, die weiss auch auf welchen Kanälen das Geld in die CH geschickt werden kann.
    Ehrlich ich frage mich bei solchen Vorschlägen nicht wieso die FDP immer wieder Wähler verliert.

    • R. Merten says:

      man muss gar nicht polemisch antworten, Hr. Walther. Das gleiche Italien, das korrupt und ineffizient ist, bald alle paar Monate eine neue Regierung hat- dieses Italien schikaniert die CH in Steuerfragen und anderen Vereinbarungen und gleichzeitig klagt sie uns in Brüssel an. Dass Italien ihre eigenen Verträge immer wieder bricht und die CH noch 120 Mio an den Bahnausbau in Italien bezahlen muss, ist ein Skandal sondergleichen. Aber auch innerhalb der EU werden allerhand Verträge gebrochen, ohne dass darüber ein Wort verloren wird. Von den 10 Mia Gelder, in Korruption jedes Jahr verschwinden

    • Franz Mueller says:

      Die MEI-Abstimmung ging knapp verloren, weil das TI grausam hoch zustimmte! Selber schuld, wenn das TI und der BR es sträflich unterliessen, den neuen Firmen aus I mit den Dumpinglöhnen einen Riegel zu schieben. Die “flankierenden Massnahmen” entpuppen sich einmal mehr als zahnloser Papiertiger, der nicht mal brüllen kann, geschweige denn beissen. Die Quittung ist happig: Lämpen ohne Ende mit der EU. So kommts heraus, wenn eine abgehobene Classe Politique siegessicher dummes Zeugs daherschwurbelt, wie ein gewisser Hr. Karrer: es ist nicht die Frage ob wir gewinnen oder nicht! Hahaha…

  • Hans Hasler says:

    Für das Tessin wäre ein Mindestlohn wohl das einfachste um Lohndumping durch Grenzgäner entgegen zu wirken.

    Das Problem ist jedoch das gleiche wie beim Vorschlag von Herrn Cassis: Was nützt es, wenn desswegen die Firmen aus dem Tessin abwandern?

    • Alberto La Rocca says:

      Unter den gegebenen Rahmenbedingungen hätte ein Mindestlohn einzig die Wirkung, dass das Tessin durch noch mehr Grenzgänger geflutet würde, weil es noch interessanter wäre, aus den entlegensten Winkeln der Lombardai ins Tessin zu pendeln.

      • Simon Scheiwiller says:

        Mit einem Mindestlohn wäre es für die Arbeitgeber nicht mehr attraktiv, Grenzgänger zu Tiefstlöhnen anzustellen, weil das dann gar nicht mehr möglich wäre. Dann können sie gleich die Einheimischen anstellen.

      • E. Huber says:

        Nur ist es dann für Firmen nicht mehr so attraktiv wenn sie den Grenzgängern gleich hohe Löhne zahlen müssen.
        Allgemein muss man sehen dass den Grenzgängern nicht nur die Steuern geschenkt werden sondern dass sie auch von tieferen Lebenskosten in ihrem Heimatland profitieren.
        Im Zug nahe der Grenze zu DE hörte ich 2 junge Deutsche sagen “Ja, in der Schweiz Geld verdienen und in Deutschland ausgeben das wäre das Paradies!”

        • R.multhaupt says:

          @ Herrn Huber

          Lieber Herr Huber, da brauchen Sie auf keine Deutschen zu hören, sondern sich nur einmal anschauen, wieviele Schweizer hier täglich in DE ( dem Paradies) einkaufen! Machen sie das auch so?

          • Peter Richter says:

            @ R. Multhaupt
            Kommen Sie doch bitte einmal nach Zürich und schauen Sie wie Ausländer und Touristen hier shoppen.
            Wir schätzen das sehr!
            Unsere Touristenorganiationen investieren sogar sehr viel Geld um diesen Wirtschaftszweig zu erhalten.
            Etwas Dankbarkeit an Kunden, welche viel Geld bei Ihnen liegen lassen und damit Arbeitsplätze generieren wäre mehr als angebracht.
            Der einseitige und egoistische Tunnelblick bringt es nicht, R.Multhaupt!
            Ich habe es langsam echt satt, dass irgendwo in der EU immer gemotzt wird über die Schweiz, aber schlussendlich wird immer kräftig einseitig abkassiert!

    • Alex Buss says:

      Wäre es wirklich schlimm, wenn diese Firmen abwandern würden? Sie stellen ja sowieso mit wenigen Ausnahmen Italiener ein….also kein Verlust für die Schweiz.

  • Mathieu Carre says:

    Nur damit es ja keine Mindestlöhne braucht sollen die Grenzgänger künstlich unattraktiver gemacht werden. So ein Vorschlag kann nur von einem rechten FDPler kommen. Im Tessin wäre ein Mindestlohn besonders wichtig, weil hier Lohndumping stattfindet im Gegensatz zur Deutschschweiz. Wie kam es denn dazu dass Italien auf die Besteuerung seiner Bürger verzichtet hat? Das war doch bestimmt der Wunsch der Tessiner und nicht der Italiener, sie haben schliesslich nichts davon.

    • Alois Krieger says:

      Die Mindestlöhne machen das Tessin nur noch interessanter für Grenzgänger. Die Firmen schauen dann halt darauf, wie produktiv ein Arbeiter ist oder wie alt er ist. Einen 50-jähriger Schweizer werden sie auch zum Mindestlohn nicht einstellen, denn inklusive Sozialabgaben lohnt sich das nicht.

      In der Schweiz werden noch immer sehr hohe Löhne bezahlt. Der Wohlstand für die Arbeiter kommt nicht von Mindestlöhnen und jahrelangem Kündigungsschutz (wie im angrenzenden Europa) sondern entsteht, wenn die Firmen gut laufen und Mühe haben, genügend Angestellte zu finden. Fachkräftemangel…

  • Hans Duss says:

    Zusammengefasst also: Der kleine Büezer soll mehr zur Kasse gebeten werden (ja nicht die Unternehmer!), hat aber kein Recht auf einen auch nur halbwegs vernünftigen Lohn. Sozialpolitik à la FDP. Sicher sehr zielführend. Und sicher auch sehr erfolgreich im Kampf gegen das Lohndumping: Die Grenzgänger sollen explizit für einen Minilohn arbeiten kommen – und Schweizer, die sich für eine der Stellen interessieren, haben dann halt auch in diesen sauren Apfel zu beissen.

  • Marie V.Roth says:

    War es nicht die FDP des Kanton Tessin, die sich stark für dieses Grenzgängerabkommen einsetzte? Nun sind die bösen Italienischen Arbeitskräfte schuld (), dass sie sich von den lieben, unschuldigen Unternehmern im Kanton Tessin so lange als günstige (Gewinnmaximier) anheuern liessen. Die Unternehmer waren ja geradezu gezwungen, die teureren einheimischen Kräfte nicht anzustellen. Wegen diesem Grenzgängerabkommen. Nicht wahr. Damit soll nun also Schluss sein. Diese vermaldedeiten Italiener sollen endlich Steuern zahlen damit endlich Tessiner zum Zug kommen. Aber bitte unter Fr.4000.- Arme FDP!

    • maja says:

      damals galten eben die Kontingente. Die Regierung hätte da nach dem PFZ etwas ändern müssen. Zudem macht es sich Italien sehr bequem und überlässt es den Tessiner Stellen zu schaffen für ihre Bürger.

  • Mario Monaro says:

    Ein – wie mir scheint – sinnvoller und konstruktiver Vorschlag. Meine Frage aber: wieso erst jetzt? Wieso muss erst ein Ja zu einer Volksinitiative stattfinden, damit man sich der Probleme annimmt?

    • Marie V.Roth says:

      Man nimmt sich dem Problem nicht an, Monaro. Man versucht nur vorzubeugen. Während Jahren haben die TI Unternehmer von den Dumpinglöhnen profitiert. (Mit ein Grund, weshalb der Tessin die MEI so hoch angenommen hat) und sieht nun diese Felle davon schwimmen. Mehr nocht, man befürchtet, wegen Inländervorteil, könnte es noch teuerer werden. Weniger Gewinn. Wenn nämlich das Volk (für die Inländer) noch die Mindestlohninititative annhemen könnte. Da versucht Herr Cassis vorzubeugen. Mit Drohungen natürlich. Schlimmer als die EU. Und erbärmlicher sowieso.

      • Martin Berlinger says:

        Ihr Statement beinhaltet einen Denkfehler. Die Grenzgänger sind von der MEI nicht betroffen. Das hat die SVP leider nicht gesagt. Leider hat auch keine der anderen Parteien hier das Wort ergriffen. Das Tessin hat sich damit einen Bärendienst erwiesen. Und vergessen wir nicht: Es sind zum grössten Teil die Tessiner Unternehmer, die Grenzgänger zu Dumpinglöhnen einstellen.

    • Marie Keller says:

      Herr Monaro ich vermute, dass der Wirtschaft es gänzlich egal ist. Hauptsache die Wirtschaft profitiert von Steuererleichterungen UND niedrigen Löhnen. Das ist nichts anderes als Neoliberalismus in reinstkultur. Politikabstinenz ist der Wirtschaft ihr Credo, ausser sie nützt deren Gewinnmaximierung!
      Und einmal mehr, hat man mittels Ausländerthematik, die dann in der Folge der SVP nützt, etwas in Gang gebracht, was man ohne MEI hätte in Ordnung bringen können. win/win für Wirtschaft und SVP.

  • Sportkrücke says:

    Wer hat denn ein solch schwachsinniges Abkommen abgeschlossen? Doch nicht etwa Ihre Partei Herr Cassis?

    • Evelyne Padlina says:

      Hr. Cassis
      Es ist NICHT die FDP, die diese Initiative “Schluss mit den Steuergechenken an Italienen…” lanciert hat und vorallem nicht Sie!!!
      Es sind die Lega dei Ticinesi, die SVP Ticino (Hr. Chiesa) und Hr. Savoya der Grünen!!!
      Sie füttern sich mit fremden Federn!!!

  • Christoph Müller says:

    Weil die Schweiz im Moment zusätzlichen ärger mit der EU gebrauchen kann…
    Das Kroatien vor den Kopf gestossen wurde und die 3-Jahresfrist auf eine ein-paar-monats-frist verkürzt wurde, ist nicht genug, im Moment? Habt ihr -auch nichtoffizielle Stimmen- gehört? Die EU blufft nicht. Sie kann die PFZ nicht aufgeben. Dann klopfen alle Staaten an, die ihre Sonderwünsche haben. Eher lassen Sie die Bilateralen scheitern.

    • R. Merten says:

      Wir haben genug Kriminelle aus dem Osten, Hr. Ch. Müller. Und das Schengen-Abkommen wird auch von EU-Mitgliedern immer wieder gebrochen. Unser Bundesrat, unsere führenden Politiker, die meistens noch nie einem Druck in der Privatwirtschaft ausgesetzt worden sind, sollten mit der Kuschelpolitik endlich aufhören und mit Mut, Verhandlungsgeschick und aufrechtem Gang in die Verhandlungen gehen. Wir haben auch etwas zu bieten und sind sicher nicht gezwungen, vor diesem konkursiten und antidemokratischen Verein EU auf die Füsse zu fallen !

  • Hans Käslin says:

    Wer auf die FDP als Ratgeber hört
    ist entweder reich oder leicht gestört !

  • Rémy Fadieze says:

    Eins möchte ich hier klar stellen:
    Was in Italien gilt, gilt sicher nicht für Frankreich! Da zieht der Staat so viele Schweizer Fränckli aus den Taschen der Grenzgänger wie er nur kann, um es dann der faulen Armada an Sozialschmarotzern und dreifach besetzten Beamtenposten weiter zu verteilen!
    …nur falls jemand in Versuchung geraten sollte da irgendwie zu verallgemeinern!

  • Sven E. says:

    Hätte der europhile Bundesrat solche und vergleichbare Unstimmigkeiten früher ernst genommen und im Sinne der Schweiz moderate Korrekturen vorgenommen, statt bei EU-Funktionären züngelnd für Rektalhygiene zu sorgen, stünde er heute nicht derart ratlos vor diesem Abstimmungsergebnis.

  • Olivier Fehr says:

    So, so. Italiener die in der Schweiz arbeiten, aber in Italien leben zahlen keine Steuern auf dem was sie in der Schweiz verdienen und können deshalb mit den Löhnen unten rein? Mir scheint, dies ist eine schwere Benachteiligung der Inländer – wer hat dann den Unfug unterschrieben, bitte schön? Die Schweiz lässt sich hier ausbeuten und viele finden das auch noch OK so… ts, ts.

  • Lidija Jametti says:

    Aber, Herr Cassis! Luxusproduzierende Firmen aus Italien haben sich im Tessin niedergelassen. Sie zahlen natürlich auch weinig Steuern. Unternemehnsreform in der Schweiz hat dafür gesorgt, dass alle Firmen in der Schweiz weniger Steuern zahlen müssen und so wie die Banken zahlen sie praktisch nichts. Jetzt wollen Sie das Abkommen kündigen lassen und möchten Bern bemühen. Wenn die Grenzgänger keine Steuern in Italien zahlen, wieso sprechen Sie vom Kanton Tessin aus nicht mit den Regierungen der Lombardei – Milano und Piemont – Turin?

    • Markus Burri says:

      Jeder Italiener, der im Tessin arbeitet, entlastet das italienische Sozialamt. Ausserdem gibt er das Geld in Italien aus, was die Wirtschaft der Region ankurbelt. Da kann man auf die Steuern verzichten.

  • Josef Marti says:

    Der Herr widerspricht sich. Mindestlohn würde ja den Anreiz zur Anstellung von Grenzgängern verringern und den Administrativaufwand des QSt Einzug könnte gespart werden. Auf der anderen Seite gönnt er als Liberaler seiner Klientel die grossen Profite dank Billiglöhnen nicht. Nach FDP Diktion kommt Profitmaximierung immer allen zugute, weil ja angeblich Investitionen in neue Arbeitsplätze ausgelöst werden. Abgesehen davon sind auch D Grenzgänger billiger als CH obwohl im DBA-D Wohnsitzbesteuerung besteht, CH kann 4,5% einbehalten, der D-Grenzgänger kann das zuhause anrechnen.

    • Lidija Jametti says:

      Italienische Rentner mit Wohnsitz in Italien führen 5% Steuern/Monat auf die Schweizer AHV nach Rom. Sie schon, aber die Grenzgänger nicht. Bekommen die Grenzgänger wiederum die CH AHV – dann müssen sie per Monat 5% nach Rom abführen.
      Wie viel ist es denn total? Die Römer haben mal die ganze Europa besetzt bis nach Schottland. Und wer kann besser rechnen? Schotten oder die Italiener? Weiss man, dass durch die Schweiz seit dem II WW 5 Millionen Italiener durchliefen?
      Wer wird da wie ein Poulet gerupft? Man kennt sich, oder?
      Bin weder Italienerin noch Tessinerin.

  • Pedro Linder says:

    Es brauchte also zuerst eine Annahme der MEI, um feststellen zu können, dass es gravierende Probleme gibt. Das ist der Beweis dafür, dass die Stimmbürger gut daran tun, ab und zu den Politikern einen Denkzettel zu verpassen. Aber es gibt noch viel mehr ‘Baustellen’. Wann darf man denn damit rechnen, dass die FDP auch dort Handlungsbedarf erkennt?

    • Alberto La Rocca says:

      Das Problem war schon vor der MEI bekannt, die Tessiner haben nur sehr deutlich zum Ausdruck gebracht, dass sie nicht länger von der Eidgenossenschaft für die Prosperität von Zürich, Basel und der Westschweiz geopfert werden wollen, weil ihre bisherigen Demarchen in Bern nichts gefruchtet haben. Vergessen wir auch nicht, dass sich Italien – und damit auch die EU – keinen Deut um ihre völkerrechtlichen Verpflichtungen bezüglich Schengen/Dublin kümmern, auch hierbei hat das Tessin die Auswirkungen zu tragen.

  • Rémy Fadieze says:

    Noch eine andere Klarstellung zum Thema Mindestlohn:
    Der Landes-Gesamtarbeitsvertrag des Gastgewerbes ist in der Schweiz allgemeinverbindlich (auch im Tessin) und sieht einen Mindestlohn von CHF 3407 (x13) brutto/Monat vor für Mitarbeiter ohne Leere…
    Wie es bei den Gemüsebauern und auf den Baustellen aussieht kann ich nicht sagen, aber zumindest in den Osterias und in den Garnis erübrigt sich das Mindestlohn Argument!

  • Fischbacher, Chrigel says:

    Ob die Grenzgänger in Italien Steuern zahlen und wie viel ist Sache der Italiener.
    Kein Tessiner hat mehr Geld in der Tasche, wenn Grenzgänger in Italien mehr Steuern bezahlen.
    Die Zahl der Grenzgänger wird sich deswegen auch nicht verringern, sowenig wie sich deswegen die Anzahl der arbeitslosen Tessiner verringern wird.
    Und die Zahl der arbeitslosen Tessiner wird beim Wegzug einiger „Tessiner Firmen“ nur marginal sinken.
    Dies gilt auch für die Steuern die im Tessin bezahlt werden.
    Firmen die in der CH nur mit Grenzgänger überleben können brauchen wir etwa so, wie ein Loch in unserer Fahne

  • Peter Gutknecht says:

    Solche Grenzgängerabkommen stehen zwar absolut schräg in der Landschaft; ich wage aber die Vermutung, dass auch nach Kündigung dieses Abkommens der Tessiner Arbeitsmarkt für einen Italiener immer noch um Längen attraktiver ist als der italienische Arbeitsmarkt.

  • Bruni Giordano says:

    Klar bezahlen die ital. Grenzgänger in Italien keine Steuern, denn diese werden ihnen in der Schweiz vom Lohn abgezogen, und dann per Steuerausscheidung prozentual an die ital. Gemeinden überwiesen.Oder ist etwa kürzlich ein neues Gesetz aufgetaucht? Ich selber versteuere meine ital. Firma zusammen mit meinen Schweizerischen, komme somit in eine höhere Progression, wobei der Steueranteil Italiens sich nur auf die ital. Tätigkeiten, bzw. Vermögen bezieht(conguaglio). Ganz genau genommen bazahle ich fast doppelt….! Was soll’s:après-moi le déluge, oder das Altersheim bekommt weniger (Jg 1941!)

  • Willhelm says:

    Dieser Vorschlag ist sehr interessant. Kontingente sind einfach gar nicht mit der Personenfreiheit kompatibel. Das könnte wohl zum Schengen-Auschluss führen, mit vielen Nachteilen: wahnsinnig mehr Asylbesucher, möglicherweise Visa-Plicht für die Schweizer um in Europa zu fliegen, und auf jeden Fall unzählige administrativen Streitigkeiten.
    Mit diesem Modell wären die Europäer nicht benachteiligt, würden aber laufende Vorteile verlieren.
    Kleiner Haken: Grenzgänger, wegen der brutalen Steuererhöhung, hätten einen grossen Anreiz, in die Schweiz umzuziehen.

  • gabi bossert says:

    FAZIT: Steuergeschenke grundsätzlich überdenken und aufgeben. Unsere CHer Steuerpolitik ist mehr als asozial.
    Wenn auch auf Verluststarken Umwegen, wird vielleicht irgendwann begriffen, wo die Ursache für’ s Übel miteinander
    verfilzt ist. Die MEI ist absolut keine Lösung, führt aber vielleicht zur Quelle des Ganzen.

  • Klaus says:

    Grosskonzerne sind aufgrund der Steuermodelle in der Schweiz. Produziert wird nicht viel im Land aber der Konzerngewinn wird in der Schweiz versteuert, was der Schweizer Staatskasse zugute kommt. Ja Grosskonzerne haben zudem viele Expats, die unverschämter Weise ihre Gehälter in der Schweiz versteuern und in der Schweiz ausgeben.
    Diese Grosskonzerne sind auf die billigen Ausländer gar nicht angewiesen, denn sie produzieren heute bereits in den Ländern wo Arbeit wenig kostet, und nicht in der Schweiz. Letztendlich zugute kommen die billigen Arbeitskräfte den kleinen eingesessenen KMU

  • Jossi says:

    Ich denke es ist richtig, dass der Grenzgängervertrag mit Italien neu verhandelt wird. Grenzgänger (und italienische Einwohner im Tessin) gebärden sich in der Schweiz ohne jegliches Interesse an unseren Gesetzen und Regeln. Wir zahlen den Zubringer Varese Mendrisio, weil I kein Geld hat. Jeden Tag kommen ca. 60’000 Grenzgänger in die Schweiz, parkieren an unmöglichen Orten, arbeiten nicht selten ohne jegliche Bewilligung, besetzen Lehrstellen im Tessin, Jugendliche und ältere Personen haben kaum ein Chance. 5% Arbeitslosiglkeit, 20% bei Jugendlichen, warum so viele Grenzgänger ?

  • Sportpapi says:

    Ist ja interessant. Ist es denn nicht gerade das vor allem auch von der FDP gepushte “Erfolgsmodell” Schweiz, Firmen in die Schweiz zu holen, die im Ausland “arbeiten”, aber mit Hauptsitz in der Schweiz hier praktisch keine Steuern zahlen? Und ist es nicht so, dass wir uns da jede Einmischung verbieten, weil das ja unsere Steuergesetze sind?

  • Niklaus Hubacher says:

    Wen dem so ist, ist das Grenzgängerabkommen so ungerecht, dass einem das Liegen weh tut.
    Es ist unglaublich, dass sowas noch Bestand hat.
    1974 war die Situation wahrscheinlich so, dass beide Seiten dringend auf diese Leute angewiesen waren.
    Heute schreit diese Ungerechtigkeit zum Himmel und führt zu diesem Missstand im Tessin. Kaum zum Glauben.
    Gilt dieses Abkommen eigentlich auch für Deutsche und Franzosen?

  • Linus Huber says:

    Die Kündigung von Abkommen sowie die Aufhebung von Gesetzen sind meistens positive Schritte, indem dadurch ebenfalls die wuchernde Bürokratie abgebaut wird. Leider läuft sehr wenig in diese Richtung, sondern die Entwicklung ist genau entgegengesetzt, indem die Bürger durch zunehmende Regulierung, Überwachung und Kontrolle immer stärker infantilisiert wird, während die Bürokraten ihre Macht immer stärker ausbauen. Ich kann mich nicht erinnern, wann eine staatliche Organisation sich zuletzt aufgrund der Einsicht fehlender Existenzberechtigung selber eliminierte.

  • Tessiner Bruno says:

    60’000 Grenzgänger die keine Steuer in Ttessin zahlen? Welche vorteile bringen uns die Unternehmen die mehrheitlich aus Grenzgänger bestehen? diese könnten wir schliessen, hätten wir keine Grenzgänger mehr und somit viele, viele Probleme gelöst! naja, dann aber kann der Kanton Tessin die Unternehmensgewinne nicht mehr besteuern und dann brühlen die tessiner Politiker wieder…..und dann alle, von allen Parteien! Also, es schaut nur jeder für sich!

  • Georg Gross says:

    Es wird berichtet, dass die Schweizer Steuerzahler die italienischen Grenzgänger subventioniert. Wieso denn? Diese entrichten eine Quellensteuer, so wie alle Grenzgänger. Ob sie dann in Italien weitere Steuern zahlen, wie etwa die Deutschen in D, ist für die Schweiz doch unerheblich.

  • Armin Koellner says:

    Jahrelang habt ihr FDP in Bern zugeschaut wie die linkssozialistischen Experimente gutgeheissen wurden und noch so jede Belastung und Steuer für Schweizer Bürger den Applaus der “staatstragenden Kultur und sozialpartnerschaftlichen FDP Politiker” gefunden hat. Den Applaus der Familie Connix (Tagesanzeiger) und Familie Ringier( Blick) habt ihr mit Champagner gefeiert aber die rechtschaffenden und steuerzahlenden Bürger waren euch egal. Ich bin entsetzt über die Behandlung des Tessins in Bern, schwenke aber wie ihr Politiker in Bern langsam in die Richtung “Schaut selber, ist mir egal”!

  • Peter Richter says:

    Wir haben mittlerweile über 270’000 EU-Grenzgänger in der Schweiz.
    Warum werden hier nie genaue Zahlen publiziert, wie hoch diese Grenzgänger in der Schweiz besteuert werden?
    Grenzgänger benützen fast täglich unsere Infrastruktur usw. und sollten ihren Anteil daran bezahlen.

  • Eva Ferrazzini says:

    Mit Interesse lese ich seit der MEI Leserkommentare. Mein Eindruck ist immer wieder: Keiner hat wirklich den Durchblick, ich auch nicht. Das Vertrauen in die ” classe politiqe” ist weitgehend zerstört. Vor allem der Bundesrat fühlt sich nicht mehr für die Befindlichkeiten des Volkes zuständig. Es fehlt allenthalben an Transparenz, Offenheit und Ehrlichkeit. Jeder kocht sein eigenes Politsüppchen und es geht ja meistens ums Geld. Es wäre toll, wenn der Tagi mal Informationen betr. Kosten, Leistungen, Zahlungen etc. der Schweiz betr. der EU durchgeben Würde. Danke!

  • Christoph says:

    Grenzgänger und Exporte sind Kapitalabflüsse und schaden einer Volkswirtschaft. Das Bestreben einer guten Politik muss darauf gerichtet sein, beides nur in kleinen Massen zuzulassen.

  • Anton Keller says:

    Wir sind so blöd, dass wir die Grenzgänger praktisch nicht besteuern, nein wir finanzieren den Nachbarstaaten auch noch die Infrastruktur (Bahn u. Strassen).

  • Hans Lips says:

    Nach USA und Saudi Arabien verlassen am meisten Renten die Schweiz. Unglaublich, so etwas.

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