Drei Jahre Zeit für einen Plan

Die SVP-Initiative fand eine Mehrheit, weil nebst dem bekannten ausländerfeindlichen Drittel nochmals rund 500’000 Menschen der Initiative zustimmten. Menschen, die sich nicht vorstellen können, dass es Mensch und Natur guttut, wenn die Schweiz jedes Jahr um die Grösse der Stadt Luzern wächst. Menschen, die Angst haben, in einer so dynamischen Gesellschaft den Platz für sich und ihre Kinder nicht mehr zu finden und der Zukunft nicht gewachsen zu sein.

Die letzten Jahre respektive Jahrzehnte waren geprägt von sozialer Kälte. Wachsende Ungleichheit, zunehmende Unsicherheiten und Wettbewerbsdruck haben das Vertrauen in die Politik und in die Wirtschaft beschädigt – in die Politik, weil sie die mächtigen Wirtschaftsakteure nicht zähmen kann. Und in die Wirtschaft, weil sich ihre Vertreter nur noch für ihren kurzfristigen Profit zu interessieren scheinen.

Den Ausschlag gegeben für das Resultat vom Sonntag hat nicht Ausländerfeindlichkeit, sondern die Skepsis gegenüber einem unkontrollierten Wachstum.

Und ewig nagt der Baggerzahn: Grossbaustelle in Zürich-West. Bild: Keystone

Und ewig nagt der Baggerzahn: Grossbaustelle in Zürich-West. Bild: Keystone

Den Ausschlag gegeben für das Resultat vom Sonntag hat nicht Ausländerfeindlichkeit, sondern die Skepsis gegenüber einem unkontrollierten Wachstum und einer sich sehr rasch verändernden Welt. Diese Furcht schlägt in den Agglomerationen und in den ländlichen Regionen voll durch, also dort, wo unter den Augen der Menschen Quadratmeter um Quadratmeter verschwindet, das Tempo noch etwas langsamer ist und die konkrete Erfahrung einer multinationalen Gesellschaft fehlt.

Wie können wir das beschädigte Vertrauen wieder aufbauen?

Wir brauchen einen Plan, wie wir ein offenes und wirtschaftlich erfolgreiches Land bleiben können; wie wir Freiheit mit Solidarität verbinden können; wie wir die Früchte des Erfolgs so verteilen können, dass sich niemand betrogen vorkommt. Wir brauchen einen Plan für eine nachhaltige Wachstumspolitik mit sieben Eckpfeilern:

  1. Das Prinzip «Gleicher Lohn für gleiche Arbeit am gleichen Ort» muss in der Verfassung als Schutz vor Lohndruck in allen Einkommensklassen verankert werden.
  2. Bezahlbarer Wohnraum ist zu fördern und die Bodenspekulation durch öffentlich-rechtliche Unternehmen wie SBB oder Armasuisse zu stoppen.
  3. Das neue Raumplanungsgesetz ist rigoros und konsequent umzusetzen, um Zersiedelung und Landschaftsverschleiss zu verhindern.
  4. Bezahlbare Kinderbetreuung und Tagesschulen sind rasch auszubauen, damit Frauen nicht länger an der Erwerbstätigkeit gehindert werden.
  5. Schulen und Weiterbildungen müssen besser werden. Unsere jungen Menschen brauchen die bestmögliche Ausbildung, um in einer globalisierten Welt mitzuhalten.
  6. Der ruinöse Steuerwettbewerb zur Ansiedelung ausländischer Firmen um jeden Preis muss durch eine Steuerpolitik ersetzt werden, die den bereits ansässigen Unternehmen gute Bedingungen schafft.
  7. Die öffentlichen Dienste sind zu stärken, Privatisierungen zu bekämpfen und die zunehmende Konzentration der wirtschaftlichen Macht in den Händen immer weniger Akteure ist durch neue, gemeinwohlorientierte Wirtschaftsformen zu brechen.

Die Menschen wollen eine gute Zukunft für ihre Kinder. Sie wollen dem Vermieter nicht ausgeliefert sein, weil sie keine andere bezahlbare Wohnung finden. Sie wollen keine zubetonierte Landschaft. Sie wollen einen anständig bezahlten Arbeitsplatz. Sie wollen, dass die Politik die Zuwanderung «in den Griff kriegt». Sie wollen echten sozialen Frieden und eine Gemeinschaft, in der alle für sich und die Gesellschaft Verantwortung übernehmen. Machen wir uns an die Arbeit. Wir haben drei Jahre Zeit.

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121 Kommentare zu «Drei Jahre Zeit für einen Plan»

  • Widmer sagt:

    Sie vergisst zu sagen, dass wir unseren politikern nicht mehr konnten nach all den falschen prognosen und untätigkeit auf falsche entwicklungen zu reagieren.

  • Cyril Gachnang sagt:

    Mit diesem Plan füberlasten wir unseren Staat und die Bürger die dafür nötigen Steuern aufbringen zu können. Sozialer Wohnungsbau wird von der linken korumpiert-siehe Zürich. Tagesstätten werden von der linken überreguliert-zu teuer. Der Staat ist ein schlecher Unternehmer-Privatisierungen sind zu fördern. Staatlich geregelte Löhne-Entmündigung der Vertragspartner. Nein, Frau Fehr, ihre Wirtschaftskompetenz dient nicht unserem Lande. Abtreten!

    • R. Merten sagt:

      Sie sozialistischen Ideen von Frau Fehr und ihren Genossen werden noch weiteren Schaden anrichten. Statt das Abstimmungsresultat zu akzeptieren und mitzuhelfen, einen neuen Weg mit der EU zu finden, klagen und beschweren sie sich auf alle Seiten. Sie beschimpfen die eigenen Bürger als Rassisten und Hinterwäldler und wollen sogar die Abstimmung wiederholen, weil das Volk den Inhalt der Abstimmung nicht begriffen habe. Eine unglaubliche Arroganz der Besserwisser. Die Lösung der Sozis ist die totale Subventionierung und Unterstützung von allen erdenklichen Wünschen. Eigenverantwortung = Fremdwort

      • André Dünner sagt:

        Sehr geerhte/r @R. Merten

        Sicher sind ihre Argumentationen zu verstehen. Fange mal mit der Eigenverantwortung an, wenn Sie gestatten. Eigenverantwortung lässt sich nicht durch gefühlte Prügel erzieherisch vermitteln. Rassismus existiert nur weil dieser erzieherischen Charakter angenommen hat. Kleinkinder unterscheiden nicht unter Rassen, sondern Individuen. Arroganz = zu glauben, jemand besitzt die einzige Lösung für eine Angelegenheit. Für Hinterwäldler wird es langsam zu eng wegen der weltweiten Abholzung. Sozial denken schadet kaum.

        Geld = Handel und Statistik zu ermöglichen (Realwert ?)

        • Stef Burgmüller sagt:

          Durch gezielte Prügel und dem damit einhergehenden Erziehungseffekt bei unseren Spezis liesse sich der latent vorhandene Rassismus im Volk dämpfen, was deutlich schlauer wäre als das Kapital abschaffen werter Dünner!
          Sozial denken beim richtigen Zielpublikum ist eine Bürgerpflicht, die Welt retten hingegen nicht.

          • André Dünner sagt:

            Ich habe nicht vor persönlich zu werden, werter Stef Burgmüller

            Aber einige hätten eine tüchtige Abreibung verdient. Was wiederum keinen erzieherischen Effekt hätte. Vielmehr als Notwehr zu kategorisieren ist.

            Kapital an und für sich hat kaum schlechtes an sich. Es ist der Verwendungszweck den ein paar absolut nicht im Griff haben und ihre Feigheit damit ausleben. Und Sie können sich sicher sein; ich denke sehr sozial. Die Welt muss nicht gerettet werden. Wenn das System eines Tages genug von unserem Spielen mit ihr hat … schafft sie sich diese Ungemach ab. Und da dürfen Sie darauf wetten.

  • P. Bossi sagt:

    Dazu kommt noch, dass die Menschen diesen Heuschreckenkapitalismus wo Unternehmen wegen Steuerprivilegien für ein paar Jahre ihre Zelte aufschlagen, dann weiterziehen und verbrannte Erde hinterlassen, nicht mehr wollen. Arbeit soll Sinn machen und längerfristig Sicherheit geben.

  • Cristian sagt:

    Grundsätzlich bin ich mit Frau Fehr einverstanden. Punk5 sehe ich aber etwas anders. Das Schweizer Ausbildungssystem ist grundsätzlich schon sehr gut. Ich denke aber, dass es viele Leute gibt, die keine Lust haben ständig in irgendeinem Wettbewerb zu stehen, sondern eine Aufgabe ihren Fähigkeiten entsprechend gut zu erledigen und dafür einen anständigen Lohn und Wertschätzung zu erhalten.

  • Ralf Schrader sagt:

    Das wissen wir alles seit Jahrzehnten. Wo ist der Ausführungsplan?

    • marie keller sagt:

      lieber herr schrader
      die grossen unternehmer parken ihr geld legal offshore, damit der plan dann grosszügig ausgeführt werden kann… irgendwann.
      herzliche grüsse
      ps: achtung ironie.

      • Ralf Schrader sagt:

        Ironie wird hier nicht verstanden.
        Auch herzliche Grüsse, ml

        • André Dünner sagt:

          @Ralf Schrader

          Wer hat denn hier von Ironie ein Wort verloren? Steuergeschenke mit Auslagerung von Werten im Ausland ist nicht ironisch? Zugleich Arbeitsplätze auszulagern um noch weiter Marschenspannen auszuweiten ist ein weiterer Punkt der zu denken gibt.

          Um dann wirklich ironisch zu werden, Inland Umweltschutz und Raubbau im Ausland gibt Ferienstimmung und schafft Reiseveranstaltern ihr Einkommen. Dazu sind dann auch Produkte dort wo es Ferienreisende hintreibt noch günstiger.

          Ironie? Welche? Von wem?

  • Marcel Zufferey sagt:

    Die Antwort auf die Herausforderungen der Globalisierung lassen sich mit noch mehr Staat garantiert nicht lösen. Die hier aufgeführten Massnahmen führen in der Summe garantiert zu höheren Steuern- für den Mittelstand. Die Löhne noch mehr und noch mehr und noch mehr und noch mehr zu belasten: Ganz klar nein! Und auch nein zu noch mehr und noch mehr und noch mehr Staat! Diese linke Staatsgläubigkeit ist mir langsam unheimlich!

    • R. Merten sagt:

      Sie haben die riesige Bürokratie, die die Sozis mit ihren Verboten, Weisungen und Instruktionen verursachen, vergessen, Hr. Zufferey. In all den sozialistischen Staaten in der EU ufert die Bürokratie aus. Nicht zu vergessen, die 10000 Millionen EUR, die in der Korruption und in verschiedenen Kanälen allein 2013 verschwunden sind- gemäss den Aussagen der EU-Verantwortlichen. Und in diesen undemokratischen und diktatorischen Verein will die SP unbedingt eintreten. Von der Riesenverschuldung und Geldverschleuderung gar nicht zu reden !!! Ich weiss nicht, wer eine solche Partei noch wählen kann!

  • Felix Stucki sagt:

    Frau Fehr, eure Forderungen sind klar und positiv formuliert, so kann ich und wohl viele andere auch zustimmen. Unsere fundamentale Differenz ist der Weg zum Ziel. Sie haben den EU Beitritt im Parteiprogramm, das ist einfach eine unmögliche Forderung im Zusammenhang mit Ihren Zielen. Die EU ist Undemokratisch, hat Angst vor der Meinung ihrer Bürger, betreibt eine furchtbare Landwirtschaftspolitik mit ruinösen Auswirkungen bis nach Afrika und findet die Völkerwanderung sei ein guter Lösungsansatz. Sich Gedanken über die Zukunft zu machen ist positiv, ideologische Verblendung ist negativ!

  • Domenico sagt:

    Jaja, allee wird zum Anlass genommen, um die persönlichen Maximalforderungen doch noch umzusetzen. Was die einzelnen Punkte (zB 4-7) mit der Abstimmung zu tun hatten, weiss wohl nur JF

  • Schwegler Anton sagt:

    Ganz klare und richtige Analyse! Keine Bäume wachsen in den Himmel; die Landbevölkerung hat dies schon längst gemerkt. Zukünftig darf einzig nur noch qualitatives Wachstum gefragt und gelebt werden.

  • Martin Loetscher sagt:

    Gemäss Lesart von Frau Fehr müssten somit alle Ja-Stimmenden der SVP beitreten, denn diese sind ja die Hinterwäldler-Partei. Auffangbecken derjenigen, die ja sooooo keine Ahnung von dieser Welt haben….

    Frau Fehr, wir brauchen keine weitere Diktatur ! Nämlich die der Sozial-Industrie, welche uns schon jetzt eine gewaltige Summe kostet.
    Den beiden Diktaturen Wirtschaft und EU wurde am Wochenende die gelbe Karte gezeigt.

  • Dani Keller sagt:

    Kurz zusammengefasst: in der Schweiz soll der realexistierende Sozialismus wie damals in der DDR eingeführt werden.
    Nebenbei wird auch das SP Ziel „Überwindung des Kapitalismus“ erreicht.

    • R. Merten sagt:

      Sie haben Recht, Hr. Keller. Man kann noch erwähnen, dass weder Frau Fehr noch alle anderen Genossen noch nie die massiven Sozial- und Asylmissbräuche verurteilt haben. Sie schützen sogar noch Schwerstkriminelle und klatschen Beifall, wenn die Menschenrechtskommission eine Ausschaffung verhindert ! Das hätte es früher unter Willi Richard niemals gegeben!

  • Stefan W. sagt:

    Ja, da offenbar haben Sie es erkannt: Vielen geht es nicht gegen „die Ausländer“, sondern gegen eine rein kapitalorientierte, auf grenzenloses Wachstum und billig hin- und herzuschiebende Menschen pochende Politik, die letztlich unsere Lebensqualität zerstört. Wieso sollen wir erst dann reagieren, wenn wir im Schweizer Mittelland tatsächlich die vielbeschworene Bevölkerungsdichte von Mexico City haben? Ist es verboten, Probleme vorauszusehen?
    Aber wenn Sie das erkannt haben, Frau Fehr, wieso haben Sie nicht früher reagiert? Wieso hat man uns nur mit dümmlicher pro-PFZ-Propaganda eingedeckt?

  • Ralph Sommerer sagt:

    Die Botschaft hör‘ ich wohl…

    Die SP hätte Zeit genug gehabt (und wohl die Unterstützung des Mittelstands gehabt), wenn sie gegen den Strommarkt, die Privatisierung der Post, der SBB usw usf das Referendum ergriffen hätte. Auch ist die SP mit ihrer pro-EU-Haltung ein wesentlicher Steigbügelhalter für den neoliberalen Umbau der Wirtschaft. Immerhin bestreiten weder linke noch konservative Ökonomen, dass die EU ein neoliberales Projekt ist. Wieso soll ich also der SP trauen, dass sie (a) willens und speziell (b) fähig ist, die Interessen des Mittelstands gegen die Liberalen zu vertreten?

  • Edi Eiche sagt:

    Nachhaltige Wachtumspolitik ist in sich ein Widerspruch, Wachstum ist nie nachhalltig, es stösst unweigerlich an seine Grenzen. Stabilität ist gefragt. Genau die sieben Thesen erwarte ich von einer sozialen Partei. Leider spühre ich seit vielen Jahren, dass sich die SP lieber um Lehrer und Beamte kümmert und die Arbeiter und den Mittelstand dabei völlig vergisst. Das SVP-Ja könnte eine Chance der SP werden, wenn sie die Zeichen der Zeit endlich wahrnimmt.

  • Andreas Schmid sagt:

    Nein, danke Frau Fehr ihre sozailisten Rezepte führen, wie das umliegenden Länder zeigen in den Ruin.
    Jemanden GRATIS EINWANDERN zu lassen, in einer der besten Sozialstaaten ist auch SOZIALISTISCH und nicht Neoliberal wie ständig kund gegeben wird. Die Mehrheit der Einwanderer kommt nämlich über den Falmiliennachzug und arbeitet nicht. Die Folgekosten für den Staat sind dadurch immens (Infrastruktur).
    Gemäss OECD ist die CH das grösste Einwanderungsland der Welt. Dabei haben wir schon das dichteste Strassen- und Eisenbahnnetz der Welt. Wo soll die neue Infrstrastruktur hin? Wer soll sie zahln?

  • W.Grämer sagt:

    Genau so ist das Frau FEHR .Die Leute wollen eine gute Zukunft für ihre Kinder,sie wollen bezahlbare Wohnungen,sie wollen keine zubetonierte Landschaft.Sie wollen auch nicht entlassen werden bei ihrem Job und durch billig (Dumping)Lohn Arbeiter ersetzt werden.Extreme Situation im Tessin durch Grenzgänger.Darum hat die Ch am Sonntag mit JA gestimmt.Was ganz prekär ist das ihre Partei die SPdagegen war.Frage ist das sozial wenn Ch Arbeitnehmer durch Grenzgänger den Job verlieren?Ich als ehemaliger Büetzer müsste eigentlich in dieser Partei sein ,aber die SP ist längst keine Partei f den Arbeiter

  • felix sagt:

    ich bin im allgemeinen nicht gerade ein fän von frau fehr. aber mit ihren 7 forderungen hat sie ins schwarze getroffen und diese sollten als guidelines dienen, zu diskutieren ist wie man es umsetzt, reine regulierung funktioniert langfristig nicht wirklich. das wichtigste ist meiner meinung nach der wohnungsmarkt, von mir aus kann man den verstaatlichen, dann haben wir ruhe.

    • R. Merten sagt:

      Sie sollten sich die Konsequenzen dieser These besser überlegen, Felix. Schauen Sie nach Frankreich, dort wurde vieles umgesetzt, was Frau Fehr und ihre Genossen verlangen. Und wie steht Frankreich jetzt da ? Massiv verschuldet, Ueberfremdung, Kriminalität und Ghettos, wo die Polizei sich nicht mehr reingetraut. Der Staat ist unregierbar geworden. Und das alles wollen Sie beklatschen, Felix ??

      • Stef Burgmüller sagt:

        Diese 7 Thesen sind das hohe Lied unserer Genossen! Sicher gibt es Punkte wo man sich annähern könnte, niemals aber mit der selben ideologischen Verblendung dieses Vereins!
        Herr Merten beschreibt sehr schön die realen Konsequenzen daraus, also lernen sie etwas daraus werter Felix, wir müssen nicht sämtliche sozialistischen Irrtümer wiederholen!

  • Michel Rodriguez sagt:

    Als halber Ausländer habe ich Ja gestimmt. Das Schlimme am Resultat ist nur, dass sich der Sieg die SVP auf die Fahne schreiben kann und wir vom Ausland jetzt als rechtsgerichtete Populisten wahrgenommen werden. Die Schuld an der Misere ist eigentlich im Versagen der Linken zu suchen. Mann kann nicht für das Grosse sein, bei der Umsetzung kleinlich und in der eigenen Ideologie verhaftet bleiben. Klären Sie jetzt die Nachbaren proaktiv und sachlich auf. Bis jetzt habe ich in der Presse und den gemachten Analysen keine Begründung gefunden, die für mein Ja sprechen.

    • Franziska sagt:

      Als halbe Ausländerin habe ich auch Ja gestimmt – auch ich finde meine Begründung nirgends in der Presse! Leider reduzieren die Medien den Volksentscheid mal wieder auf die Basis „Angst“. ich habe keine Angst vor der Zukunft aber es reicht langsam, dass Volksentscheide nicht umgesetzt werden (Verwahrungs-, Ausschaffungsinitiative, etc…).
      Der Bundesrat und auch die Medien lassen das Resultat mal wieder so aussehen, wie wenn das Schweizer Stimmvolk total dumm wäre und nicht selber entscheiden kann.

      • Die EU-Sozialdemokraten haben uns sogar explizit als dumm tituliert!

        Die gleiche EU, die bei uns geistige Entwickungsdefizite diagnostiziert, ergreift dann aber als eine der ersten Folter-Massnahmen den Ausschluss aus dem Programm „Erasmus“, welches unseren Jungen den Zugang zu EU-Hochschulbildung ermöglicht (und umgekehrt). Wie Schizophren ist das denn?

        Die EU verlangt von uns ultimativ die Nichtdiskriminierung von im EU-Ausland wohnhaften Personen. Wie Arbeitgeber bei der Einstellung nach Alter und Preis Inländer diskriminieren, ist der EU aber völlig egal, ja sie fördert das sogar.

  • Roland K. Moser sagt:

    Guten Tag Frau Fehr
    Pro Tag müssen Lebensmittel für 3 Millionen Menschen importiert werden, weil die Schweiz nur 5 Millionen Menschen ernähren kann. Andernorts würde man massiver Überbevölkerung sprechen.
    Wenn die 35 % Einwanderer und eingerbürgerten Einwander repatriiert werden, können die AKW einfach so abgestellt werden. Zufall oder nicht?

    • Roland K. Moser sagt:

      Mein Plan sieht sieht so aus:
      Die Einwanderung wird zu 100 % gestoppt und pro Jahre werden 150’000 Einwanderer und eingebürgerte Einwanderer repatriiert.
      Wieso muss ich einen „Plan“ liefern, wenn die Überbevölkerung, also das Problem, von der Politik verbrochen wurde?

  • Roland K. Moser sagt:

    Das Ja zur „Anti-Masseneinwanderungs-Initiative“ ist ein wirkungsloses Placebo. Genau deswegen wurde diese Initiative auch gestartet: Um den StimmbürgerInnen Sand in die Augen zu streuen, damit die wirksame Ecopop-Initiative nicht angenommen wird. Die Initiative „Gegen die Masseneinwanderung“ nennt absichtlich keine Zahlen, damit die Wirtschaft wie bisher die Einwanderung steuern kann.

    Für die 10 Jahre von und mit 2014 bis 2023 sage ich eine Zuwanderung von um die 600’000 Personen voraus.

    • Roland K. Moser sagt:

      Fortsetzung von oben:

      D.h. pro Jahr werden weiterhin mindestens netto 60’000 Personen in die Schweiz kommen, selbst bei schlechter oder sehr schlechter Konjunktur. D.h. inkl. dem Bevölkerungszuwachs via Vermehrung der Einwanderer und eingebürgerten Einwanderer wird die Bevölkerung bis Ende 2023 um zusätzliche 400’000 Personen auf 9’000’000 Menschen angewachsen sein.

      Die Annahme der Ecopop-Initiative wird diese Zahl nicht senken können, da die Ecopop-Initiative bis 2023 nicht umgesetzt sein wird.

      • Roland K. Moser sagt:

        Das einzige wirksame Mittel um die Einwanderung zu stoppen, ist, die Einwanderung auf allen Kanälen unmöglich zu machen. D.h. das Parlament müsste die entsprechenden Gesetze so ändern, dass niemand mehr einwandern kann, sei dies via die Personenfreizügigkeit mit der EU, den Familiennachzug, das Asyl- und Flüchtlingswesen, illegal oder aus Drittstaaten.

  • Philipp M. Rittermann sagt:

    ich bin nun sowas von positiv überrascht. herzlichen dank frau fehr – konkrete massnahmen, welche ich persönlich begrüsse, bravo! sie haben erkannt, dass man die bevölkerung ernst nehmen muss. wenn sie dies breit in ihrer partei abstützen können, davon bin ich überzeugt, können schulterschlüsse von links…rechts erfolgen; und nur das bringt uns ja schlussendlich weiter.

  • Andrea Vetsch sagt:

    Fr. Fehr, Sie und ihre Genossen schufen in den letzten Jahren mehrere Gründe dafür, dass ich micht entschloss Ja zur MEI zu stimmen. Flankierende Massnahmen waren bisher nur Papiertiger, hohle Worte ohne substanzielle Umsetzung. Die Bildungsstrategie des Bundes ist eine weiterer Grund, sie schaffen akademische Lehrgänge (Pflege …), schaffen Hürden für was? Damit eine dipl. Pflegefachfrau 5400.- CHF verdient? Konzept ohne Plan nenne ich das! Was wir brauchen, sind nicht mehr Akademiker die Poltiik machen und die Wirtschaft bestimmen, wir brauchen Leute mit Bescheidenheit und Weitsicht!

    • Stef Burgmüller sagt:

      Und vor allem brauchen wir weniger Beamte! All diese Juristen, Ökonomen,Polito- Sozio- Psycho- und andere Logen, welche in der freien Wildbahn nicht überleben und beim Staat Unterschlupf suchen, belasten nur den arbeitenden Mittelstand und drücken die Staatsquote ins Untragbare.
      500 neue Beamtenstellen PRO MONAT ist doch einfach nur noch krank!

  • Abdel Thuma sagt:

    Das Problem hat Frau Fehr ja erkannt, aber ihre Lösungsvorschläge stammen aus der sozialistischen Mottenkiste, sind teuer und ein Tropfen auf den heissen Stein.
    P.S. Wie hab ich heut morgen gelacht, wie SP-Levrat und Fetz die Kantone mit einem Ja bestrafen bzw. diskriminieren wollen: Ausländerkontingente in Relation zum Jastimmenanteil. Ob das menschenrechtlich vor einem europäischen Gerichtshof Bestand hätte?

  • R.E. Michel sagt:

    Bin nicht immer mit allem einverstanden was von der SP kommt. Aber zumindest den Punkten 1-6 (insbesondere 6) sind notwendig und umgehend umzusetzen. Aber das werden wohl einige Kreise wieder ablehnen nur weil der Vorschlag von Links kommt….

    • R. Merten sagt:

      nein, R.E. Michel, nicht weil er von links kommt, sondern weil uns diese Rezepte an den Abgrund führen. Sagen Sie mir nur einen Staat, der mit diesen sozialistischen Massnahmen erfolgreich ist oder war !!

  • frau fehr! sie sprechen mir aus dem herzen.

  • will williamson sagt:

    „Den Ausschlag gegeben für das Resultat vom Sonntag hat nicht Ausländerfeindlichkeit, sondern die Skepsis gegenüber einem unkontrollierten Wachstum und einer sich sehr rasch verändernden Welt. Diese Furcht schlägt in den Agglomerationen und in den ländlichen Regionen voll durch..“
    Ich würde das nicht als Furcht, sondern als berechtigte Sorge um das Land und seine Zukunft bezeichnen.

  • will williamson sagt:

    „Sie wollen, dass die Politik die Zuwanderung «in den Griff kriegt». Sie wollen echten sozialen Frieden und eine Gemeinschaft, in der alle für sich und die Gesellschaft Verantwortung übernehmen. Machen wir uns an die Arbeit. Wir haben drei Jahre Zeit.“

    Hier mitzuwirken hat Frau Fehr beste Mögllichkeiten, indem sie ihrer Sozipartei zeigt, wie man die Zuwanderung in den Griff kriegt. Die SP gehört ja zu denen, die seinerzeit und noch heute für die offenen Scheunentore plädieren. Diese müssen etwas weiter zugemacht werden durch eine gesteuerte und kontrollierte Zuwanderung.

  • Daniel Hugentobler sagt:

    Die SP hat offenbar mühe demokratische Volksentscheide (die nicht nach ihrem Gusto sind) zu akzeptieren. Aufgepasst Frau Fehr, zum Faschismus ist es mit diesem Gedankengut nicht mehr weit…Die SP macht mir angst.

    • R. Merten sagt:

      Der SP sind demokratische Entscheide nur annehmbar, wenn sie ihrer Ideologie entspricht. Und im Sozialismus ist Macht halt ein wichtiger Faktor, Hr. Hugentobler. Beispiele gibt’s genurg !

  • Sieglinde Lorz sagt:

    Das Einzige wo wir Wachstum brauchen, gerne nachhaltig, ist in der Natur, in unserer Gesundheit und dem Wohlbefinden, in unserer selbstbestimmten freien Zeit, im Frieden und in der Verbundenheit zueinander und in einem Handeln, das uns und den folgenden Generationen von Lebewesen auf diesem Planeten dient. Da dürfen wir ruhig über unsere Grenzen hinausdenken. Die Material- und Ressourcenschlacht der letzten Jahrhunderte, die unser Leben hier langsam auslöscht Wunde um Wunde und Krankheit um Krankheit, hat ausgedient. Dem Leben dienen und nicht mehr einem kriegerischen Wirtschaftssystem.

    • Stef Burgmüller sagt:

      Mir kommen gleich die Tränen Frau Lorz!
      Nicht, dass ihr Traum nicht wunderschön wäre, aber 70% der Weltbevölkerung geht es beschissen und die warten nur darauf ihren Platz einzunehmen und unsere Fehler zu wiederholen.

  • Patrik Bär sagt:

    Danke, Frau Fehr! Ich teile Ihre Beurteilung der Situation und unterstütze ebenso Ihre Vorschläge. Unzählige liberale, weltoffene
    und links angehauchte Bürger (so wie ich), stimmten der Initiative zu. Dies nicht aus Fremdenhass, Kulturentfremdung oder ähnlichen. Nein, sondern weil die „grosse Völkerwanderung“ mehr Verlierer als Gewinner geschaffen hat. Dies vor allem im Mittelstand (Lohndruck, Mietpreise) und in denjenigen Ländern, die ihre hochqualifizierten selber ausbilden und anschliessend verlieren (Ärzte etc.). Immigration ja, aber sozial verträglich und fair! Danke, Frau Fehr!

  • Stefan Schmid sagt:

    Schon beim zweiten Satz wusste ich, was ich davon halten soll: Gääääääähn. Mal wieder eine Möglichkeit genutzt, im Politblog das SP-Parteiprogramm vorzulesen. Wenn ich das will, gehe ich auf die SP-Homepage.
    Nichts neues. Keine Reflektion. Keine weitergehenden Gedanken. Einfach das enge Quadrat, in welchem sich das SP-Gedankengut befindet, erzählt. Kein Wunder dümpelt die SP so vor sich hin. Kein Wunder folgen ihr die Wähler nicht mehr…

  • Oliver Steiner sagt:

    Wenn eine SP Politikerin von Wachstum spricht, dann denkt sie ganz sicher nicht an Wirtschaftswachstum und KMUs. Sondern sie denkt an Wachstum der Ausgaben (Renten, Sozialabgaben, Kultur…), Schulden und Einnahmen (Steuern für böse Unternehmer). Etwas mehr Selbstkritik wäre angebracht. Die Wähler haben am Sonntag nicht einfach Ja zu Rassismus gesagt – vielleicht haben sie auch einfach ihren Ausdruck gegen über einer verantwortungslosen Politik wie sie die EU und die SP verfolgen, zum Ausdruck bringen wollen. Gut gemeint, aber vielleicht etwas ungeschickt in der Ausführung 🙂

  • Daniel sagt:

    Ich bin sicher nicht gegen Ausländer, aber mit diesem Beitrag trifft die Aussage die Gefühlswelt von mir ziemlich genau. Ich finde, dass die soziale Verantwortung der Wirtschaft und der Politik nachgelassen hat.

  • Berchtold Franz Josef sagt:

    Danke Frau Fehr für ihren Artikel. Jetzt braucht es klare Vorstellungen für die Zukunft, in welcher auch ein normaler Arbeiter
    ohne Stress eine Familie gründen und erhalten kann. Niemand will in einem Staat leben wie Singapur oder Hongkong wo der
    einfache Mensch nur noch Material ist, für die grossen Gewinne der Profiteure. 85 Menschen besitzen die Hälfte des Vermögens der Menschheit. Konstruktive Ideen und keine Sündenböcke, zu denen Levrat die Randregionen nun stempeln will. Herr Levrat scheint keinen politischen Spürsinn zu haben. Er will immer nur seine Haut retten.

    • Stef Burgmüller sagt:

      Würde man den Reichtum dieser 85 Superreichen auf die armen Menschen verteilen, würde diese Hälfte der Menschheit auch Autofahren und jährlich 3 Mal in die Ferien fliegen! wollen wir das wirklich Herr Berchtold? Eben!

  • Patrick Tanner sagt:

    Und, werte Frau Fehr, Sie wollen, dass die Nettozuwanderung massiv eingeschränkt wird. Die beste Lösung ist die überparteiliche, ökologische ECOPOP-Initiative, die im Dreijahresschnitt eine Nettozuwanderung (Einwanderung minus Auswanderung) von 16000 pro Jahr zulässt. Zum Wohle unsrer Natur, Flora und Fauna sowie für die CH-Arbeitnehmer und Mieter unbedingt ein JA zur ECOPOP-Initiative! Diese ist die eigentliche Durchsetzungsinitiative der Masseneinwanderungsinitiative, damit diese nicht von den Linken Internationalisten, Gewerkschaften und ihren neoliberalen Abzockerfreunden ausgehebelt wird.

    • Stef Burgmüller sagt:

      Die ECOPOP ist DAS Druckmittel damit die MEI vernünftig umgesetzt wird und ich werden den
      ECOPOP-Extremisten voll zustimmen wenn in Bern nichts glaubhaftes passiert bis dann!

  • A. Huber sagt:

    Probleme sind an der Wurzel anzupacken. Was hier mit unbrauchbaren Mitteln jedoch vorgeschlagen wird, ist bloss Symptombekämpfung und billige Werbung für die Mindestlohninitiative usw.

  • Joerg Hanspeter sagt:

    Jetzt musste ich doch noch mal nachlesen, Frau Fehr ist SP! Wenn ich den Beitrag lese, hätte ich jetzt an SVP gedacht. Schön, dass die SP endlich akzeptiert, dass die Leute Probleme haben. Hat die SP jetzt plätzlich nicht mehr das Ziel, eine Multikulti-Gesellschaft mit möglichst grosser Sozialindustrie zu schaffen?

    • Stef Burgmüller sagt:

      Das Geschrei um die Kontingente mit Asylanten kommt noch Joerg Hanspeter! Die SP hat nur noch nicht erfasst, dass das nun auch in der Verfassung steht :-)) Vor allem der werte B.Glättli wird
      dann wieder wochenlang im roten Bereich drehen.

  • Antoinette Diethelm sagt:

    Geschätzte Frau Fehr,
    das Parteiprogramm der SP ist nicht die Lösung der Probleme. Sie haben die Initiative nicht unterstützt, warum sollten Sie jetzt die Massnahmen kennen?
    PS: Das ausländerfeindliche Drittel hat ev. auch einfach genug alles der Wirtschaft unterzuordnen und ist nicht zwingend rechtsradikal. Mit dieser Initiative kann die Wirtschaft in den Zügel gehalten werden!

  • Paul Jenni sagt:

    Warum sieht die SP die Bedürfnisse der Bevölkerung eigentlich immer erst nach einer verlorenen SVP-Initiative? Die Strategie ist beschämend: Zuerst mal schauen, ob man sich doch durchwursteln kann, und dann mit Ideen kommen, die anderen Leuten schon seit Jahren klar sind (z.B. dass das Wachstum unsere Probleme nur vergrössert).
    Interessant auch, dass Frau Fehr zu wissen scheint, wie sich die Jasager in vernünftige Menschen mit Ablehnung des Wachstums und in Fremdenfeinde unterteilt. Die SP wird wohl genau so lange an der Rassistenkeule festhalten wie die FDP am Wachstum…

  • f.a. blume sagt:

    frau fehr
    ich hatte hohe achtung vor ihrer politik
    doch ein nachhaltiges wachstum ensteht nicht durch die erfüllung der masslosen GIER der arbeitgeber
    … denn die verdienen an jedem arbeitnehmer enorm,
    … darum möchten DIE möglichst viel davon
    … vor allem wenn DIE noch auf das lohnniveau der ansässigen arbeitnehmer drücken
    … das geht alles auf kosten der kleinen frau / mann …. inkl. umwelt
    .
    darum verstehe ich die sog. arbeitnehmervertreter nicht
    .. die sind wieder einmal mehr der geldsacklobby auf den leim gekrochen
    .. und versuchten denen „an fordester front“ den A… zu retten
    .

  • P.Kolb sagt:

    Die Gewerkschaft haben sich zum Spielball der Wirtschaft gemacht. Teile der SP und der Grünen wollen aus ideologischen Gründen keine Diskussion über den Markt an Arbeitskräften führen. Mehr Arbeitskräfe = mehr Auswahl = sinkende Kosten für HR! Mehr Leute = mehr Flächen- und Ressourcenverbrach! Was nutzt die Aufwertung von Berufen in akademische Grade, wenn Lohn- und Arbeitsbedingung gleich bleiben oder stagnieren? Was nützen solche Massnahmen, wenn es nicht gegeben ist dass man bis zum Rentenalter arbeiten kann? Die Politik Fr. Fehr politisiert an der Realität vorbei!

  • Tobias Gerber sagt:

    Danke für einen endlich mal etwas konkreteren Beitrag. Tut gut im aktuellen Kindergarten-Ätschi-Bätschi-Ich-bin-Besser-Schlagabtausch.

    Die Punkte 1 bis 6 Ihres Plans könnte ich noch unterschreiben. Punkt 7 definitiv nicht mehr. Am Beispiel SRF sieht man, wie haushälterisch mit Billag-Zwangssteuern in „öffentlichen Diensten“ umgegangen wird. Nicht alles was privatisiert ist, muss automatisch schlecht sein. Wenn man z.B. das Staatsfernsehen stärkt, wird es höchstens noch einseitiger, aber bestimmt nicht gemeinwohlorientierter.

  • Josef Marti sagt:

    Die neoliberale Agenda, für welche die SP sich als Steigbügelhalter prostituiert hat, indem sie sich vor den economiesuisse Karren spannen liess, hat vorerst die rote Karte erhalten. Es ist ein Skandal, dass die Linke nichts gegen die schon 20 jährige Reallohnerosion und Verlagerung des Volkseinkommens und der Nettowertschöpfung von der Lohquote auf die Gewinnquote (Zinsen, Mieten/Pachten, Profite) unternimmt, sondern sich unter Beifall der Globalisierungsturbos lieber für kriminelle Asylanten einsetzt.

  • Peter S. sagt:

    Ausnahmsweise – und das sei betont, bin ich mit Frau Jaqueline Fehr in vielen, aber nicht in allen Punkten einig. Kinderbetreuung + Tagessvchulen allerdings sind Privatsache, der Staat hat hier nicht mit zu mischen. Dasselbe gilt für den Steuerwettbewerb der nicht ruinös ist wie Frau Fehr meint, uns aber zahlungskräftige Firmen und damit Arbeitsplätze gebracht hat.
    Und wer die Privatisierung bekämpfen will, hat sich die Folgen nicht überlegt. Nur durch die Privatisierung von Dienstleistungen können Steuern auf einem erträglichen Niveau gehalten werden. Alles was Staat ist, ist zu teuer.

  • Nicole Geissbühler sagt:

    Fr. Fehr machen Sie endlich Platz in ihrer Partei für Leute die ein Abstimmungsergebnis akzeptieren können und nicht an der Berufsrealität vorbeidenken. Als Luxuslinke haben Sie haben Sie anscheinend nicht den geringsten Bezug zur Arbeitswelt. Unsere Gesellschaft ist eine die sich scheiden lässt, Singles produziert … da muss ein Lohn zum Leben reichen können. Ihre Partei und die anderen nehmen diese Realität nicht mal zur Kenntnis. Sie stehlen unsere Renten und unsere Zukunft und sie fördern mit der Zuwanderung die korrupten Regierungen in einigen Ländern!

  • Weniger bei den Wachstumsskeptikern als bei den Globalisierungsverlierern orte ich das JA zur MEI. Diese dürfen bei der Umsetzung der MEI nicht wieder das Nachsehen haben. Die Umsetzung der Amstutz-Netto-Zuwanderungsquote von 45 ‚000 Personen muss mit eurokompatiblen Massnahmen und Strukturreformen im Inland umgesetzt werden. Davon profitieren die unteren und mittleren Einkommen. Dazu braucht es ein Bündnis der Linken und der aufgeklärten Rechten.

    • Roland K. Moser sagt:

      Es braucht eine Netto-Auswanderungsquote von mindestenst 150’000 Einwanderern und eingebürgerten Einwanderern p.a.

    • Josef Marti sagt:

      Der Globalisierungsverlierer ist seit 30 Jahren die Lohnquote, von der va. der Mittelstand abhängig ist. Statistisch ist in diesem Zeitraum die Lohnquote von ca. 72% auf 68% abgerutscht, va. deshalb weil der verteilungsneutrale Spielraum bestehend aus Produktivitätszuwachs und Inflation nicht den Angestellten weitergegeben wird. Die EU ist ein neoliberales Projekt und hat nur ein Ziel: Steigerung der Gewinnquote, also der Unternehmens- und Vermögenseinkommen, mit Lohndruck und Verlagerung/Senkung direkter Steuern auf Konsum/Verbrauchsabgaben zL. Allgemeinheit.

  • Bettina Ramseier sagt:

    Während des Abstimmungskampfes ging die Fehr auf Tauchstation, jetzt will sie typischerweise alles besser wissen! Ihr Vokabular entlarft Fehrs Schreibe als völlig argumentfreies Sozialgesülze: „soziale Kälte“, „echten sozialen Frieden“ und „ruinöser Steuerwettbewerb“ sind verbale Versatzstücke aus dem Kalten Krieg. Sie stammen aus der fundamentalistischen Sozialismus. Was Fehr und die SP anstreben ist eine Unterminierung unserer Demokratie. Denn die Kernkompetenzen der SP sind Armutsbewirtschaftung und Elendsverwaltung. In friedlichen Zeiten ist die SP völig überflüssig. Peinlich, Frau Fehr!

  • Andy Konrad sagt:

    Alles schön und gut Frau Fehr, leider einfach tragisch, dass es diese Abstimmung brauchte, damit die Politiker in Bern endlich aus ihrem Dornröschenschlaf erwachen.

  • tina kolly sagt:

    Die üblichen Rezepte von Links: Mehr Staat, weniger Wettbewerb. Sieht auf dem Papier immer gut aus, resultiert aber schlussendlich in Bürokratie, „Vetterliwirtschaft“ und staatlichen Molochen. Seit 50 Jahren kann man solche Versuche im In-und Ausland beobachten, und noch jedesmal war das Ergebnis katastrophal, siehe z.b. Frankreich. Wann lernt man endlich aus den Fehlern von früher und hört auf, alte Rezepte aufzuwärmen?

  • Lisa Thode sagt:

    Jetzt plötzlich!? Bis vorgestern waren wir alle, die für diese Initiative gestimmt haben, ausländerfeindlich! Bei zahlreichen Gesprächen mit Grünen und SP-lern, die wir im Vorfeld der Abstimmung auf den Märkten und in den Strassen geführt haben, wollte kein einziger etwas von einer wachstumskritischen Haltung wissen; es hiess immer, wir bräuchten das Wachstum, wegen den Sozialversicherungen, wegen den Arbeitsplätzen, unser Wohlstand sei gefährdet etc. Jetzt merken sie vielleicht langsam, dass man nicht ewig wachsen kann, und versuchen, so zu punkten – deshalb Ja zur Ecopop-Initiative.

  • Reto Nievergelt sagt:

    Ich stimme nicht allen Rezepten, die Frau Fehr präsentiert, zu, aber der Tonfall ist schon einmal wohltuend.

  • Nadine Binsberger sagt:

    Wachstum ist per se nicht nachhaltig. Alles was wächst, bezieht seine Ressourcen von einer anderen Seite, die schrumpft. Das führt zu Ungleichgewichten, was das Gegenteil von nachhaltig ist. Wir müssen also nicht das Wachstum retten sondern eine Wirtschaft ohne Wachstumszwang gestalten. Die Einschränkung von Zuwanderung ist aber keine solche Umgestaltung der Wirtschaft sondern reine Symptombekämpfung, die die Probleme lediglich auf- und verschiebt. Die tatsächliche Ursache des Wachstums ist die Kapitalrendite (Zinsen). Aber da ist die $VP auf beiden Augen blind – vermutlich vorsätzlich.

  • K. Willi sagt:

    Ich will nicht sagen, dass Sie mit Ihrem Beitrag ins Schwarze getroffen haben. Mit Sicherheit aber ins Dunkelgraue.
    Das bisschen Farbe, die noch fehlt wären die ganz konkreten Massnahmen, die beschlossen und an der BASIS umgesetzt werden müssen.
    Alles Andere sind Lippenbekenntnisse die gerne zu Parolen mutieren (Chr.Levrat) oder als reiner Populismus enden (T. Brunner)
    Und noch etwas es interessiert das Volk nicht, wer die Dienstleistungen erbringt ob privat oder öffentlich, von Interesse ist nur das es „richtig“ und fair gemacht wird.

  • Susanne Boos sagt:

    „nebst dem bekannten ausländerfeindlichen Drittel“

    denken Sie wirklich, dass man ein drittel andersdenkende einfach so verunglimpfen kann?

  • Kurt Stöckly sagt:

    Liebe Frau Fehr
    Ihre Aussage, dass das Votum der Schweizerinnen und Schweizer nicht fremdenfeindlich motiviert war, teile ich nicht ganz. Jede Verschärfung des Asylgesetzes wurde, teilweise sogar wuchtig, von den Stimmenden angenommen. Ein Unbehagen gegenüber Ausländerinnen und Auslländer ist nicht nur bei SVP Sympatisanten sondern weit ins Links-grüne Lager zu spüren, alles andere wäre m.E. Schönfärberei. Obwohl ich Ihrem 7-Punkte Plan in weiten Teilen zustimme, sind das weitgehend Träumereien, die leider an der politischen Realität scheitern werden.
    Freundliche Grüsse
    Kurt Stöckly

  • linus stamm sagt:

    Fehr:Tönt gut,bin dafür.Habe in den letzten 20Jahren entsprechend abgestimmt und gewählt.Wie lautet nun aber Ihr Vorschlag zur Begrenzung der Einwanderung?Genau das würde mich nämlich interessieren.Ich wünsche mir,dass die Bevölkerungszahl weniger schnell wächst.Ich sehe den Sinn nicht,immer mehr Menschen in der CH „anzuhäufen“ während zB Spanien oder Portugal regelmässig ihren Nachwuchs durch Auswanderung verliert.Vielleicht muss man wirklich mal über neue Wirtschaftsstandorte nachdenken die ausserhalb der CH liegen.Den Hut den wir uns andauernd aufsetzen wollen,ist uns langsam viel zu gross

  • Natur Mensch sagt:

    Sehr geehrte Frau Fehr.

    Bitte erklären Sie mir, inwiefern es der Natur guttut, wenn die SChweiz jährlich um die Grösse der Stadt Luzern wächst….
    Nebenbei: Die Schweiz wächst nicht, die bleibt immer gleich gross…

    Ich bin gespannt.

    • Roland K. Moser sagt:

      🙂
      Die Schweizer Natur kann 5 Millionen Menschen ernähren. Aktuell leben 8 Millionen in der Schweiz und gem. Frau Fehr und Konsorten sollen es jedes Jahr um die 80’000 mehr werden.

  • Bettina Ramseier sagt:

    Fehr betet das linksfundamentalistische Credo der Sozialistischen Partei vor. Ihre sieben Eckpfeiler, die bei der Umsetzung der von Fehr bekämpften und erfolgreichen Masseneinwanderungsinitiative sind eine populistische Variation der Grundpfeiler des real existierenden Sozialismus. Wegen ihrer grundsätzlichen Untauglichkeit wurden sie auf dem Müllhaufen der Geschichte entsorgt, was aber die Fehr nicht davon abhält, sie weiterhin als Heilsverkündung zu propagieren. Fehrs geforderte Umverteilung nach sozialistischen Vorgaben führt direkt in Armut, Elend, Korruption und Gewalt. Das will die SP!

  • Bruno Bänninger sagt:

    „…machen wir uns an die Arbeit, wir haben 3 Jahre Zeit“
    Der Bundesrat hatte doppelt soviel Zeit seine Versprechen (seinerzeitiges Abstimmungsbüchlein nachlesen!) einzuhalten. Ausser reden tat er nichts. Das ist der Hauptgrund für die SVP-Initiative.
    Vom Reden haben die Leute genug. Taten sind gefragt.

  • Andreas sagt:

    Endlich eine sinnvolle Antwort auf das JA am Sonntag. Ich kann die Punkte alle unterstützen. Ich habe als Grüner JA gestimmt, und fühlte mich auch nicht glücklich ab meiner Entscheidung, aber es war notwendig.

    Ebenso sollten wir die Frage stellen, welcher Sozialstaat ist ein Einwanderungsland? Ich glaube das gibts nicht? USA ist ein Einwanderungsland, aber sicher kein Sozialstaat. Ich glaub beides geht nichts, ein Widerspruch in sich.

  • Max Frischknecht sagt:

    Die Schweizer/-innen haben mehr verstanden als Sie Fr. Fehr. Sie sind nicht neidisch auf Manager (siehe 1:12) die mehr verdienen (globaler Wettbewerb), natürlich nur solange wir diese nicht mit unserern Steuern finanzieren müssen, wie CS/UBS dass darf nicht passieren (to big to fail). Im Steuerwettbewerb muss der Standort Schweiz so attraktiv wie möglich bleiben. Das einzige was wir nicht wollen ist Lohndumping und Arbeitslose aufgrund von billigen Einwanderern, die nun auch der Mittelschicht die Jobs wegnehmen und die Löhne drücken! Die SP enttäuschte wieder, verblendete EU-Ideologie + antiCH

  • eglisauerin sagt:

    Gratuliere Frau Fehr Jacqueline, sie hat den Nagel genau auf den Kopf getroffen. Endlich mal eine Politikerin, die noch nachfühlen kann was „Volk“ denkt.All die Analysten sind überflüssig, wenn Politiker und Wirtschaft keine Ahnung mehr haben wie das normale Leben seit einigen Jahren funktioniert.

  • Frau Fehr

    Bitte,man sollte schon ehrlich sein!
    Die SP hat den EU-Beitritt im Parteiprogramm.
    Die Gewerkschaften waren gegen die MEI-Initiave
    Das habe ich seit dem 09.02. gut in Erinnerung
    Ich behaupte ja nicht,die SVP sei perfekt.
    Aber was von Links kommt,das hat bei mir in Zukunft keine Chancen

  • Weber Sigg Barbara sagt:

    Liebe Frau Fehr, schön war’s, wenn Sie recht hätten; leider mache ich hier tagtäglich die gegenteilige Erfahrung: Xenophobie steckt hinter dem JA, vorallem Ablehnung der „Dytsche“ und der „Sauschwobe“. Nicht die Ausländer sind schuld an Zersiedlung, sondern Einheimische, die Land besitzen und die Baulobby und Politiker, die vor sog. „Sachzwängen“ in die Knie gehen.Es tut weh, sich z.B. für den Umweltschutz einzusetzen und wegen der deutschen Zunge trotz Schweizer Pass auf Ressentiments zu stossen und ausgegrenzt zu werden. Ich trage schwer am Deutschen – Malus, ich liebe nämlich die Schweiz!

    • Christoph sagt:

      Ich habe ein JA in die Urne gelegt. Ich mag Deutsche nicht mehr oder weniger als Schweizer. Von mir aus hätte man euch aus dieser Initiative ausklammern können.
      Die Sache hat aber eine weitaus grössere Dimension. Deutsche Fachkräfte sind weltweit gefragt. Deshalb können sie auch Jobs im Ausland annehmen. Allerdings fehlen sie in Deutschland, weshalb man dort auf Fachkräfte aus anderen Ländern zurückgreift, die dann wiederum in jenen Ländern fehlen. Weshalb tut man so etwas? Wo liegt der Vorteil, wenn man Menschen umsiedelt? Die Chinesen betreiben so seit Jahrtausenden erfolgreich Eugenik…

      • Stef Burgmüller sagt:

        Frau Sigg es sind garantiert nicht die Deutschen Zuwanderer welche ein JA provoziert haben! Es ist nur hoffähig geworden über die Deutschen zu lästern, stellvertretend für die desaströse und
        katastrophale Asylpolitik der vergangenen 20 Jahre, wo man bei der leisesten Kritik
        als Rassist bezeichnet wurde und es unsere edel Humanisten sogar geschafft haben eine Rassismuskommission gesetzlich zu verankern!!

  • Frank Baum sagt:

    Mit dem Abstimmungsergebnis vom letzten Sonntag hat man sich das Gegenteil dessen gewünscht, was Frau Fehr hier beschreibt (mit Ausnahme der Bildung, die findet jeder gut). Ansonsten sind es die ausgesaugten linken Dogmas, die uns erst den Schlamassel eingebrockt haben, in dem wir uns befinden.

  • Christoph sagt:

    Drei Jahre? Die Sovjets hatten immerhin 5-Jahrespläne… Um ein bisschen ernst zu bleiben, die Entwicklung eines Landes ist eine kontinuierliche Aufgabe und um die Fehler der letzten 50 Jahre zu korrigieren, sind Drei Jahre nicht genug. Schnellschüsse sind kontraproduktiv. Ich will nicht auf die einzelnen Punkte eingehen die im Blog genannt werden, einiges kann ich unterschreiben, anderes würde ich ablehnen. Die Sonne dreht sich nicht schneller um die Erde als letzte Woche und die Eurokrise wird noch mind. 10 Jahre anhalten. Wir haben genug Zeit um nachzudenken.

  • Karli sagt:

    Schade, dass erst jetzt die Erkenntnis, dass vieles aus dem Ruder gelaufen ist langsam bei den Politikern angekommen ist. So viele Diskussionen legten Wert darauf zu betonen, dass das Volk die volle Freizügigkeit wolle. Schon lange wiesen weise Leute aber auf die Probleme hin. Ausser Acht gelassen hat man auch unsere jungen Erwachsenen. Viele haben genug von überfüllten Zügen, verstopften Strassen, Gewalt im Ausgang, immer teurerem Wohnraum und und und… Es ist auch nicht die Art des Schweizers, nur um des Geldes Willen das Land zu verkaufen. Vielen Schweizern liegt die Natur sehr am Herzen.

  • tim meier sagt:

    „Freiheit mit Solidarität verbinden“ tönt gut. Die 7 Eckpfeiler jedoch haben mit sozialer Marktwirtschaft wie wir sie hier haben, nicht mehr viel zu tun. Sie erinnern an Planwirtschaft mit Regulierungen ohne Ende. Die Rechnung dazu dürfte wie immer der Mittelstand bezahlen. Mit einer quantitativen und qualitativen Kontingentierung der Zuwanderung können dieselben Ziele ohne Mehrkosten erreicht werden.

  • HP Vogt sagt:

    Jacqueline – dann hättest Du vehement für die SVP Initiative sein müssen, den auch Du bist ein Teil die das Elend für uns Schweizer goutiert hast! Die PFZ u.a. hat auch echte Tote hinterlassen wie in meinem Umfeld – mein Freund wurde durch Zuwanderer ersetzt und hat sich aus dem Leben verabschiedet (nicht der Einzige). Das war für mich der Hauptgrund ein JA einzulegen, damit wir Schweizer nicht zu Indianer werden und in einem Reservat leben müssen. Alle die für die PFZ waren, haben ungewollt Blut an den Händen.

  • Hagmann sagt:

    Dieser Weg Ist ein frommer Wunsch, erhöht die Staatsquote und zerstört den Standortvorteile. die staatsqu

  • Laurent Meier sagt:

    Frau Fehr, Ihre Rezepte klingen nach Kommunismus pur. Ich staune immer wieder, wie SP Exponenten in der längst veralteten sozialistischen Mottenkiste nach unbrauchbaren Rezepten wühlen.

  • Daniel Mühlauer sagt:

    Ich bin mir nicht sicher, ob die Thematik wirklich was mit Angst zu tun hat. Es wird in den letzten Jahren immer wieder, besonders von der SP, bei Abstimmungsniederlagen gesagt, die Gewinner hätten nur so gestimmt, weil sie von Angst zerfressen seien. Ich mag diesen Vorwurf deshalb nicht, weil er eigentlich dem Wähler keine Wahlfreiheit gibt. Man müsste so und so stimmen, wäre man nicht fälschlicherweise verängstigt.

    Vernünftiger finde ich, dass man die Bedenken der Menschen anerkennt und sich getreut der Demokratie der Mehrheit fügt. Denn sie ist es doch, die uns heute hierher gebracht hat.

  • Roland K. Moser sagt:

    Das auch noch:
    Was sind das für Verträge, welche bei der Kündigung die Schweiz in den Untergang treiben sollen? Wer hat dieses Machwerk verbrochen?
    Ich verlange, dass diese Verträge bis spätestens 31.12.2014 gekündigt sind.

  • Thomas Herzog sagt:

    Liebe Jacqueline
    Nach dem peinlichen Ja am vergangenen Wochenende tut es gut einen fundierten Beitrag zur persönlichen Meinungsbildung lesen zu dürfen. Ich hoffe, dass Du recht hast mit Deiner Haltung dem Problem gegenüber. Ich erlebe leider die Xenophobie fast täglich, leider auch bei mir! „Liebe Deinen nächsten wie Dich selbst“ scheint in der Schweiz für Fremde nicht zu gelten. Danke, dass es solch mutige und ausdauernde Politikerinnen gibt, wie Dich.

  • Igor Marincek sagt:

    Sehr guter Artikel. Eine der leider zu wenigen SP-Politiker, die die Probleme der Leute kennen und ernst nehmen. Vorschlag für Zusatzpunkt: internationale Firmen sollen (schweizweit) fiskalische Bevorzugung nur dann erhalten, wenn sie sich an Gesamtarbeitverträge halten, wenn sie auf die neuen und überhandnehmenden Personalkonstrukte wie Temporärstellen oder Outsourcing verzichten. Da besteht grosser Dumpingmissbrauch und entsprechend dringender Regelbedarf. Nach all der grossen Liberalisierung muss endlich etwas für sozialen Schutz getan werden. Nur so ist nachhaltige Entwicklung möglich.

  • Ulrich Zimmermann sagt:

    Liebe Frau Fehr, mir stehen die Haare zu Berg, wenn sie in Ihrem Beitrag von sozialer Kälte in der Schweiz sprechen! Nichts dergleichen ist die Realität. Ein hervorragend ausgebauter Sozialstaat das ist die Schweiz! Ich bin Mitinhaber eines KMU und arbeite von Montag Morgen bis Samstag Mittag und helfe aktiv mit diesen Sozialstaat zu Finanzieren! Es reicht jetzt! Die beste Art den Menschen zu helfen, ist sie von 07:00Uhr bis 17:00Uhr zu beschäftigen, dann können sie die Zeit aktiv, strukturiert und sinnvoll verbringen und erst noch ein Einkommen generieren! Noch mehr Sozialstaat, nein Danke!

  • Maria Müller sagt:

    Genau aus den von Frau Fehr genannten Gründen habe ich die MEI angenommen, obwohl mich sonst „linke“ Ansichten überzeugen und ich mich bei den Linken wohlfühle. Warum, Frau Fehr, stehen Sie jetzt dafür ein und nicht bereits vor der Abstimmung? Auch von Herrn Levrat und seiner Haltung bin ich das erste Mal richtig enttäuscht!! Den Frieden in Europa hält man nicht mit Wirtschaftsabkommen und Wirtschaftsprofitdenken zusammen. Menschen brauchen Identität in sozialen Gruppen, Zugehörigkeit zu Gruppen und vorallem wache selbstdenkende Menschen wollen mitbestimmen.

  • Abdel Thuma sagt:

    Das sind ja Rezepte, Frau Fehr. Nicht auszudenken wären sie BR geworden. Da ist wirklich ein Kelch an um vorübergegangen.

  • Jürg Oberli sagt:

    Sehr fein. Sehr gute Ideen. Wird so nie kommen. Weshalb: Weil wir in der Schweiz sind und die Leute lieber statt das Wirtschaftswachstum mit 6 Wochen Ferien und einem Mindestlohn zu killen, mit der Aufhebung der Bilateralen umlegen.
    Auch weil wir lieber konkrete Kompetenzen auf 3000 Gemeinden, mehrere Dutzend Bezirke, 26 Kantone und eine Zillion Bundesämter föderalisieren und dann noch mindestens drei Mal pro gebautem Gartenzaunpfahl drüber abstimmen!

    Das können Sie alles vergessen Frau Fehr, das kommt in der Schweiz nie durch die Mühlen des Föderalismus!

  • Heiko sagt:

    Ausschlaggebend war also nicht Ausländerfeindlichkeit sondern Wachstumsskepsis, soso. Man kann sich das deprimierende Ergebnis natürlich auch schön bunt anmalen. Wie nennt man das denn wohl, wenn ausgerechnet die Ausländer Schuld an den negativen Nebenfolgen des Wachstum sein sollen und nicht etwa die verfehlte Schweizer Sozialpolitik, Baupolitik, Steuerpolitik etc? Doch wohl Ausländerfeindlichkeit. Dazu muss man Ausländer nicht erst so richtig hassen, sie zum Sündenbock machen reicht völlig aus.

  • Lauter Zweifel sagt:

    „Nachhaltige Wachstumspolitik“? Wie soll das bitte gehen, wenn die SNB undemokratisch min. CHF 450 Mia. in Euro angelegt hat?

  • infernum sagt:

    Sehr geehrte Frau Fehr, dem kann ich nur zustimmen. Ich habe aber nicht den Eindruck, dass die Mehrheit der Schweizer am Wachstum zweifelt. Sie wollen natürlich den status quo halten, ihn verbessern OHNE grössere Zahl von Ausländern und OHNE eine vertärkte Anbindung an die EU. Das ist er hunderte Jahre alte Weg der Schweiz. Aber es gibt keine äussere Bedrohung mehr. Innen brodelt es. Die Mini-EU Schweiz (ich sehe schon die Kommentare 😉 ) kennt das doch. Interessen von Bund, Kanton, Nord, Süd, Ost und West. Ich wünsche gutes Gelingen bei der Selbstfindung.

  • Kusi sagt:

    „Nebst dem bekannten ausländerfeindlichen Drittel…“. Es ist eine bodenlose Frechheit, dass Frau Fehr eine Million Schweizer pauschalisiert als Rassisten bezeichnet. Woher nehmen sie eigentlich die Arroganz für sich in Anspruch zu nehmen, die Beweggründe dieser einen Million Schweizer kennen zu wollen. Sie zeigen sich hier als ganz schlechte Demokratin und als noch schlechtere Verliererin. Was wir brauchen sind Politiker, welche die Interessen der Schweiz vertreten und nicht Politiker, die nach einem Job in Brüssel streben.

  • Robi Kellerhals sagt:

    Wenn man diese Kommentare liest, könnte an meine es gibt nur „richtig“ und „falsch“. Da wird so getan, als ob eine Partei, eine Person das alles regeln könnte. Wir sind aber eine direkte Demokratie und keine Diktatur. Und die Herren und Damen die hier so alles besser wissen und können: geht doch in die Politik und beweist es!

  • Zobrist Fritz sagt:

    Es wäre schon lange notwendig, dass insbesonders die Bevölkerung der Schweiz, Westeuropas und der USA von der gewählten politischen Elite verlangt, aufzuzeigen, wie ein nachhaltiges, gesundes Wachstum ohne Einbezug der aktiengetriebenen Welt zu realiiseren ist.

  • André Dünner sagt:

    Liebe Frau Fehr

    Einmal hatte ich einen Vorgesetzten und dieser machte mir etwas klar was unauslöschlich hängen blieb.

    Simpel, einfach, effizient, verständlich, nachvollziehbar.

    Eben genau in jenen Punkten hat die Hochtechnokratie versagt. Verschiedene Modelle hängen im Raum und werden nicht einmal ansatzmässig in Erwägung gezogen. Wären ausserdem noch günstiger.

    Aber wozu es sich einfach machen wenn es kompliziert ebenfalls geht!?

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