Nein zu autophoben Auswüchsen

Anders als der Strassenverkehr, der die Kassen klingeln lässt und aus den Automobilisten Milchkühe des Bundes und der Kantone macht, hat die Bahn mit chronischen Defiziten zu kämpfen und muss ihr Brot ausserhalb ihres angestammten Kundenkreises erbetteln. Die jährlich erfolgenden und einkalkulierten Erhöhungen der Billettpreise, die bei einigen die Befürchtung wachrufen, sie könnten die Bahnbenutzer von der Schiene auf die Strasse locken, reichen nicht aus, um die steigenden Kosten für den Betrieb abzufangen, ganz zu schweigen von den neuen Investitionen, für die der Bundesrat offenbar keine andere Finanzierungsmöglichkeit sieht als zusätzliche Steuern.

Man nimmt von denen, die es nicht haben, und gibt jenen, die es schon haben.

Fabi bremst die Automobilisten aus.

Fabi bremst die Automobilisten aus.

Dass es nötig ist, das Schweizer Bahnnetz zu unterhalten und auszubauen, bestreitet eigentlich niemand, vor allem nicht in der Westschweiz. Dasselbe gilt für die Autobahnen. Was allerdings bei der Vignette Widerstand auslöste und heute im Zusammenhang mit Fabi auf Kritik stösst, sind die autophoben politischen Auswüchse, bei denen es darum geht, immer dieselben zur Kasse zu bitten.

Angesichts dieser Ausgangslage strebt die Vorlage «Finanzierung und Ausbau der Bahninfrastruktur (FABI)», die dem Souverän am kommenden 9. Februar zur Abstimmung vorgelegt wird, die Festschreibung eines zeitlich unbeschränkten Bahninfrastruktur-Fonds in der Verfassung an. Jedes Jahr sollen fünf Milliarden Franken an Steuermitteln aus den Taschen der Automobilisten und der Steuerzahler, die wir alle sind, in diesen Fonds wandern. Der Fiskalcocktail setzt sich zusammen aus einem Schuss Bundessteuern und kantonalen Steuern, aus einem Schuss leistungsabhängiger Schwerverkehrsabgabe und Mineralölsteuer, aus einer Prise «provisorischer» Erhöhung der Mehrwertsteuer bis 2030 – und all das abgeschmeckt mit steuerlichen Abzugsbegrenzungen, die ausschliesslich auf den Buckel der Automobilisten abgewälzt werden, die künftig Einkommen versteuern müssen, die sie gar nicht erwirtschaftet haben: Ein nicht unerheblicher Teil ihrer effektiven Transportkosten wird nämlich nicht mehr abgezogen werden können. Gerade die letztgenannte Massnahme wirft ein verräterisches Licht auf die perverse Logik, die dem gesamten Projekt innewohnt: Man nimmt von denen, die es nicht haben, und gibt jenen, die es schon haben. Die Bevölkerung in Randregionen und Berggebieten, der keine guten ÖV-Anschlüsse zur Verfügung stehen und die deshalb auf das Auto angewiesen ist, soll – ohne entsprechende Gegenleistung – mehr bezahlen zugunsten der Bevölkerung in den grossen städtischen Zentren, die ohnehin schon von einem dichten ÖV-Netz profitiert und über die das Füllhorn der Fabi letztlich ausgeschüttet wird. Methoden à la Robin Hood, aber mit umgekehrten Vorzeichen.

Das Parlament weiss nur zu gut, dass die Bahn trotz der ungerecht verteilten Lasten einen wirklich bedeutenden Teil der Transportbedürfnisse des Landes nie wird abdecken können – diese Aufgabe wird weiterhin von der Strasse (83 Prozent) übernommen werden müssen. Trotzdem hat es entschieden, das Investitionsprojekt von den ursprünglich veranschlagten 3,5 Milliarden auf 6,4 Milliarden aufzustocken und diese für die grossen städtischen Zentren (in denen zahlreiche Wähler wohnen) vorteilhaften Investitionen langfristig von den Ressourcen abzuzweigen, die eigentlich für die Strasse gedacht wären. Die Abstimmung vom 9. Februar zielt darauf ab, dieser «autophoben» Politik, von der das Parlament genau weiss, dass sie die Mehrheit der Schweizer in Rage versetzt, eine nachhaltige demokratische Grundlage zu verschaffen.
Genau deswegen sollte man an der Urne ein Nein einlegen.

105 Kommentare zu «Nein zu autophoben Auswüchsen»

  • urs sagt:

    „….die künftig Einkommen versteuern müssen, die sie gar nicht erwirtschaftet haben“. Nun, von einem Nationalrat würde ich schon erwarten, dass er das Thema verstanden hat. Aber man muss zumindest fair sein. In Genf profitiert von diesem Pendlerabzug kaum jemand. insofern relativ grosszügig, dass Sie Ihre Wähler für die Bewohner anderer Kantone zusätzlich bezahlen lassen.

    • Marcel Grossglauer sagt:

      Hallo Urs, Ich glaube eher, dass Sie das Thema bzw. das Probleme nicht verstanden haben. Wenn ein Pendler auf die Benützung seines Autos angewiesen ist, entstehen für ihn Kosten, die er von seinem Einkommen bezahlen muss. Wenn er die entstandenen Kosten nicht mehr von diesem Einkommen in Abzug bringen kann, versteuert er ein Einkommen über das er nur teilweise verfügen kann. Leider sind bei dieser Milchbüchli Rechnung nicht nur Sie, sondern auch Politiker und vor allem Frau Leuthard überfordert.

  • Ben Zibble sagt:

    Das öffentlicher Verkehr „chronisch“ unter Geldmangel leidet ist so. Darum ist der Verkehr ja auch öffentlich genau weil so ein umfassendes System von privaten nie für alle bis in den letzten Weinkel eines Landes aufgebaut und unterhalten werden könnte. Die profitträchtigsten Strecken sind eh oft privatisiert so das für die öffentlichen noch mehr Verluste bleiben. Oeffentlich Rechtliche Systeme wie Verkehr, Strom, Trinkwasser, Abfallentsorung, Schulen, Kindergärten muss man gemeinsam pflegen und hegen ansatt dauernd zu Tode zu sparen.

    • Schmid sagt:

      Mann, leben Sie in England, od. Oesterreich, oder wieder im Maghreb? Profitträchtige private Strecken, meinen Sie die Jungfraubahn oder Gornergratbahn, Der Rest gehört Bund od. Kantonen. da zahlen wir bereits kräftig, aber die, die’s brauchen praktisch nichts. Ich muss doch nicht einem der in Bern wohnt und in Zürich arbeitet nicht alle 15 min. einen Zug finanzieren. Wenn ich vom Land verreise muss ich die Autokosten auch bezahlen.

  • Ben Zibble sagt:

    An der FABI stört die finanzierung durch die MWSt. eine Steuer welche die sehr hohen EInkommen und Vermögen eigentlich nicht tangiert da die Reichen nur sehr geringe Anteile ihres Einkommens für Konsum aufwenden. Der Grösste Teil der FABI finanzierung durch die MWSt liegt also bei den normalen Bürgern die grosse Teiles des Einkommens ausgeben müssen. Genauso gut könnte man die FABI durch eine extra Progression, Erbschafts, Vermögens, Kapitaltransaktionssteurn finanzieren und die tiefen EInkommen entlasten. Das geht alles wenn man will, unsere Volksvertreter wollen das nur nicht.

    • hans meier sagt:

      Nicht nur das mit der MWSt. hat für die Reichen kaum Auswirkungen, auch das mit dem Steuerabzug. Ich bin auf’s Auto angewiesen, naja, es erspart mir halt ca. 3h Arbeitsweg pro Tag, ich glaube das kann man verstehen. Für mich macht es auch einen Unterschied, ob ich die paar Franken von der Steuer absetzen kann oder nicht, wer 6-stellig verdient, für den macht das nicht viel aus.

      • Benno Stechlich sagt:

        Gerade bei den Löhnen zwischen 100’000 und 250’000 können die paar Franken einen sehr grossen Unterschied machen, da hier die Progression voll einschlägt. Richtig ist, dass man es mit dem entsprechenden Salär eher bezahlen kann.

      • Burgener_M sagt:

        @hans meier. Geht mir genau so. Ich bin nicht per se gegen den Ausbau der Schiene und damit des ÖVs. Ich bin aber konsequent gegen eine Finanzierung aus der Strasse. Ich bin ebenfalls auf das Auto angewiesen für den Arbeitsweg, ich wäre täglich 2 Stunden länger unterwegs mit dem Zug. Mein Weg ist täglich 120 Autokilometer-lang. Ich werde es schmerzlich merken, wenn der Abzug wegfällt. Und wie wir unsere Politiker kennen, wird der Fonds ein schwarzes Loch, der noch grössere Kosten generieren wird … Ein Wunschkonzert der Kantone für goldene Schienen – aber nicht dort, wo es Not tut – FABI Nein

    • Alfred Siffert sagt:

      Sehr gute Analyse. Aber ich frage mich, was die SVP da reitet? Eigentlich sind diese rechtsbürgerlichen ja gegen Steuern für Reiche, für Entlastung der Unternehmen. Und hier. würde ja das Volch alles zahlen und die Reichen und Unternehmer fast nichts. Also quasi eine SVP-Muster-Vorlage. Und die begünstigten Regionen, die alle ihre Extra-Würste einlegen und – je abgelegener desto mehr SVP – sind ebenfalls SVP-Wähler. Was also reitet die SVP da wirklich? Bähnler sind links: will die SVP keine starke Bahn? Autofahrer, gerade Geländewagen und BMW, „sind rechts“. Was sind hier die deep beliefs ?

  • Markus Spielmann sagt:

    Die innewohnende Logik ist nicht pervers, sondern nachhaltig und gesamtgesellschaftlich ausgerichtet. Raumplanerisch wie finanziell machen ÖV-Systeme in dicht besiedelten Gebieten am meisten Sinn. Dazu sollen auch die Autofahrer aus den Bergdörfern ihren Beitrag leisten, genauso wie die Städter mit ihren Steuergeldern die Subventionen der Bergregionen und Landwirtschaft mitfinanzieren.

  • Roland K. Moser sagt:

    Wenn das Asyl- und Flüchtlingswesen per sofort abgeschafft werden, stehe FABI pro Jahr 5 Milliarden zur Verfügung. Offiziell zumindest. Denn tatsächlich kostet das Asyl- und Flüchtlingswesen vermutlich 10 Milliarden.

    • Josef Kurath sagt:

      Wenn wir unsere Armee abschaffen ebenfalls…

      • Philipp Bürgler sagt:

        Sicherheit vs. Migration und Flüchtlingshilfe? Auch wenn es egoistisch sein mag, das eigene Land und die eigene Bevölkerung hat hier Vorrang!

        • André Baldin sagt:

          Kennen Sie ein Land, das nicht in seinem ureigenen Interesse handelt?

        • Was ist besser im ureigenen Interesse der Schweiz? Weltweit Freunde zu machen oder alles ausländische als Gefahr und Feind zu deklarieren und hochgerüstet mit Waffen auf diese zu zielen? – Methode Pjöngjang

          • Hans Huber sagt:

            Die würden uns dann ja alle beistehen, die ‚Freunde weltweit‘. Nehmen sie mal wieder ein Geschichtsbuch zur Hand und lesen Sie nach, wie oft ‚Freunde‘ ‚Freunden‘ in der Weltgeschichte geholfen haben, wenn es um die Wurst ging. Ernüchternd.
            Und da gibt’s auch noch was zwischen ‚Freunde‘ und ‚Feinde‘ ….

          • Philipp Bürgler sagt:

            Gegen die Gewinnung von „Freunden“ hat auch keiner was, aber wie hier schon geschrieben wurde, sollten solche Beziehungen auf Gegenseitigkeit beruhen und auch in schlechten Zeiten bestand haben. Die Vergangenheit zeigt nur zu gut, dass dies leider selten der Fall ist – Geld war noch nie ein Garant für eine echte Freundschaft.

    • Benno Stechlich sagt:

      Tolle Idee, Kompliment. Dass daran bisher niemand gedacht hat. Einfach abschaffen und dann kommen keine Flüchtlinge mehr. So eine geniale Lösung kann ja nur aus einer Ecke kommen.

  • Anton Schneider sagt:

    Fabi – ein Potpourri aus Projekten verlangt von Lokal-/Provinzpolitikern. Kein Portfolio der ökonomischen Vernunft, sondern ein Sammelsurium von Individualinteressen, eine Paket von Partikularinteressen. Zum Leidwesen wurde also Fabi vom unseren Parlamentariern von 3 auf über 6 Mia. aufgebläht. Als Wähler dieser Parlamentarier frage ich mich ernsthaft, warum diese 6 Mia. zustimmten konnten!? Aus den 6 Mia. werden ohnehin 10 Mia. 1/2-Wahrhieten noch und noch. Ich hoffe, die Bürger überlegen gründlich, ob eine Etablierung nicht vernünftiger ist. Fabi – NEIN!

    • Burgener_M sagt:

      ja,- genau so. Und wer Arena geschaut hat, konnte die Mauschelei und die Unsicherheit von Frau Bundesrätin regelrecht spüren. Sie weiss genau, dass noch weit höhere Kosten auf uns zukommen. Ein Wunschkonzert, Weihnachten für die Kantone und deren Randregionen … unnötige goldene Projekte. Ja zu einem ÖV im vernünftigen Ausmass und ohne goldene Schienen. Wie ist das mit der Kostendeckung?

  • Philipp Bürgler sagt:

    Vielen Stimmbürgern scheint es leider nicht bewusst zu sein, aber jeden Rappen von diesem Fonds zahlen letztendlich wir, auch wenn Frau Leuthard und die anderen Befürworter erzählen, „die Hälfte übernimmt der Bund“. Noch schlimmer ist die Erhöhung der Mehrwertsteuer, wodurch alles erneut verteuert wird. Nicht vergessen, erst kürzlich wurde die Mwst. angeblich befristet erhöht, um die Altersvorsorge zu sanieren und bereits jetzt verkommt dieses Befristet zur Farce. Dem Bürger bleibt Ende Monat einfach immer weniger Geld in der Tasche!

    • maja sagt:

      seit ich denken kann sind solche befristete Erhöhungen noch nie rückgängig gemacht worden. Es wird dann einfach für etwas anderes verwendet. Da ist keine Partei besser als die andere.

      • Philipp Bürgler sagt:

        Genau so ist es und das gilt es zu verhindern! Ansonsten sind wir sehr bald auf dem Niveau der EU und das ohne Beitritt.

      • Chris sagt:

        … oder wie die zu Beginn „temporär“ eingeführte Autobahnvignette. Heute ist auch diese längst ein fester Bestandteil geworden. Leute, lasst euch nicht weiter veräppeln. Ich bin ebenso wie viele anderen auf das Auto angewiesen (massive Zeitersparnis gegenüber ÖV). Jetzt soll ich in Zukunft nur noch max. 3000.- abziehen dürfen für die Reisekosten, was natürlich vorne und hinten nicht ausreicht. Daneben werden auch meine „Autogelder“ für den ÖV eingesetzt plus die MwSt erhöht. Wie oft muss ich für den ÖV bezahlen? Mein Nein zu Fabi ist längst im Briefkasten des Abstimmungsbüros.

    • Marcel Grossglauer sagt:

      Richtig Herr Bürgler, Frau Leuthard und auch andere Politiker haben noch nicht verstanden wer der Bund ist. Der Bund sind wir Steuerzahler, die laufend für dumm verkauft werden. Auch die Hälfte die der Bund „übernimmt“ bezahlen schlussendlich wir.

  • Lucien Michel sagt:

    Schon den Titel «autophobe Auswüchse» muss man sich auf der Zunge zergehen lassen – dieser Mann müsste sich wohl dringend einen neuen Ghostwriter suchen.

  • Simon Schwarzenbach sagt:

    Ich muss hier leider dem sehr geehrten Herr Nideregger in einigen Punkten widersprechen.
    1. Der Strassenverkehr trägt bei weitem seine Kosten nicht selbst. Sowohl zum Beispiel die Gemeindestrassen als auch die Verkehrspolizei werden durch alle Steuerzahler bezahlt.
    2. Die Kürzung des Steuerabzugs betrifft auch Benützer des ÖV. Diese Kürzung ist jedoch nicht schlimm da es sowieso der Sinn sein sollte möglichst nahe am Arbeitsort zu wohnen. Und ja man findet auch in Zürich eine zahlbare Wohnung.
    3. Gemäss Asubauplan (www.bav.admin.ch/fabi/) werden gerade die Randregion sehr reich beschenkt.

    • Hans sagt:

      Das ist ja genau das Problem bei dieser Vorlage, Herr Schwarzenbach: Es fliesst viel zu viel Geld in Randregionen wo der ÖV heute schon nicht annähernd ausgelastet ist. Die knappen Mittel gehören dort einsetzt wo Engpässe bestehen und nicht mit der Giesskanne verteilt.

      • Simon Schwarzenbach sagt:

        Ok, also für die eine Hälfte der Gegner werden die Randregionen also übervorteilt und für die anderen bekommen sie zu wenig. Klar wäre es besser wir würden die Randregionen nicht so verhätscheln, aber wir leben immer noch in einer föderalistischen Demokratie, wo man halt auch auf Minderheiten Rücksicht nehmen muss.

    • Jürg Hirzel sagt:

      Herr Schwarzenbach: Die Gemeindestrassen werden von Allen benützt. Denken Sie nur an Post, Kehrichtwagen, Sanität und Feuerwehr. Selbst Ihr Besuch kommt über die Gemeindestrassen, sei es mit dem eigenen Auto oder den OeV. Neue Strassen finanzieren die Bauherren in der Regel selber und gehen dann kostenlos an die Gemeinde über.
      Es gibt viel Arbeitende, die sind auf ein Auto angewiesen. Aus bestimmten Gründen kann man nicht am Arbeitsplatz wohnen. Diese Leute werden bestraft. Darum: NEIN zu FABI!

      • Simon Schwarzenbach sagt:

        Lieber Herr Hirzel,durch den Bauherren müssen lediglich die Erschliessungsstrassen bezahlen.
        Ich möchte gerne wissen aus welchen Gründen man nicht in der nähe seines Arbeitsplatzes wohnen kann? Es ist mir schleierhaft warum man täglich mehr als 50 km zurücklegen muss um an den Arbeitsplatz zu kommen, man kann ja umziehen.

        • Jürg Hirzel sagt:

          S. Schwarzenbach: Erschliessungsstrassen sind dann eben auch Gemeindestrassen. Als Tiefbauingenieur unterscheide ich Sammelstrassen und Erschliessungsstrassen, die auch der Gemeinde gehören. Ansonst wären es Privatstrassen. Für Sie ist Umziehen ein Mittel um nicht zu pendeln. Vielleicht möchte man im Elternhaus bleiben oder die Frau betreut ihre Eltern am Wohnort? Es gibt viele ehrbare Gründe den Wohnsitz nicht zu verlegen. Manche haben einen Beruf, bei der Stellen rar sind, da wechseln Sie sie auch nicht wie Ihr Hemd!

    • weibel sagt:

      Herr Schwarzenbach, das stimmt nicht. Es ist schon war, dass die Gemeinden wenigstens ein Teil Ihrer Strassen selber zahlen. Aber das heisst nicht, das die Strassenbenützer nicht mehr spezifische Taxen und Steuern zahlen, als es nötig ist, um alle Strassen zu bauen, zu unterhalten, und zu betreiben, Polizei einbegriffen. Das können Sie ohne Schwierigkeit beim Bundesamt für Statistik, unter dem Titel „Strassenrechnung“ finden.

    • Chris sagt:

      Natürlich trägt der Strassenverkehr die Kosten nicht selber, da der grösste Teil davon an den ÖV quersubventioniert wird. Die ÖV’s (Tickets) sollten endlich die effektiv verursachten Kosten der ÖV’s auch selber wieder reinbringen (selbsttragend). Dann wäre mehr als genügend Geld für die Strassen vorhanden. Aber das ist hat so, wenn man sich aus „fremden Töpfen“ bedient und hunderte Millionen CHF nach Italien für deren Schienennetz schenkt …

  • R.Merten sagt:

    NR Nidegger hat Recht- wenn man denkt, wohin im Bund das Geld überall versickert, dann ist es angebracht, einen genauen Businessplan über die Verwendung der Mittel zu verlangen. In den Bundesverwaltungen, wo die SP überproportional vertreten ist, kommen immer mehr Geldverschleuderungen und Missbräuche zum Vorschein. Die einfachsten Vorschriften werden umgangen oder ignoriert und weit und breit werden keine Kontrollen über die richtige Abwicklung von Geschäften durchgeführt. Die Sozis verursachen immer wieder Millionenverluste zu Lasten der Steuerzahler! Rigoroses Durchgreifen ist angezeigt !!!

    • Rene Wetter sagt:

      Schon klar, dass ihnen die Polemik eines anderen SVPlers besonders gut schmeckt. Ist das SECO von JSA auch von den „Linken“ verseucht? Oder waren das rechtskonservative Schlaumeier die den Staat ausgenommen haben. Beim Bau von Infrastruktur wird ja besonders viel Geld verpulvert. Ich kenne keine „linken“ Baugewerbler.
      Aber ich überlasse sie wieder ihner Polemik

    • Chris sagt:

      Och die bösen Sozis…..mir kommen die Tränen:-D

  • Heute zählt oft schon zur Randregion wo ein Ballungszentrum nicht mit einer direkten Verbindung erreichen werden kann. Garantiert dort wo es den Stundentakt nicht oder nur bis zum Feierabendverkehr gibt. Die Unterstützung ist hier pro Personenkilometer zwar teurer, aber hier können neue ÖV-Teilnehmer gewonnen werden. Das sind nicht abgelegene Gebiete – 10-25 km von einem Stadtzentrum entfernt. Diese Personen steigen um wenn es attraktiver würde. Die andern fahren eh ÖV … besser etwas Zeit versetzt um Gedränge zu vermeiden.

  • Hanspeter mueller sagt:

    Was soll daran falsch sein wenn man die Bevölkerung über finanzielle Anreize motiviert das effizienteste und für die Allgemeinheit und unser Land verträglichste Verkehrsmittel, den ÖV, zu benutzen? Niemand will noch mehr Strassen. Für den Autofahrer spielt es schlussendlich keine Rolle ob sein Geld dafür ausgegeben wird Strassen auszubauen oder andere Verkehrsträger zu quersubventionieren und somit weniger Leute die Strasse benutzen, was ihm mehr Platz lässt. In einem Punkt hat er allerdings recht: der Problematik mit den Bergregionen. Aber auch dafür liesse sich eine Lösung finden.

  • andreas erbe sagt:

    Jetzt mal abgesehen davon, dass wir unseren hervorragenden ÖV als Standortfaktor für unsere Wirtschaft brauchen, finde ich dass Automobilisten noch VIEL mehr bezahlen sollten als sie das jetzt tun weil sie nämlich die Kosten die sie uns allen verursachen (Lärm, Dreck, Staus, Unfälle, Tote, etc. …) auch nicht annähernd decken. Und der ÖV macht diese Kosten schlicht und einfach nicht. PS: Ja, ich bin ein Fan des ÖV in der Schweiz – Ich fahre aber auch mein Auto.

    • Hermann Dornauer sagt:

      Nein die Bahn verursacht kenen Feinstaub, keinen Elektrosmog durch Fahrleitungen, keinen Lärm links und rechts der Trassen,
      Es scheint das gewissen Leuten nur sehen was sie sehen wollen.

      • A. Badertscher sagt:

        Stimmt schon auch die Bahn hat Emissionen, auch nicht geringe. Im Vergleich zum häufigen 1 Personen Auto sind wohl die Pro kopf/ Emissionen beim ÖV geringer. (Hab keine Zahl die dies belegt).

        • Peter Richter sagt:

          @ A. Erbe
          Machen Sie sich auch Gedanken, wenn Sie abends alleine im Zugwagon sitzen?
          Vielleicht sind Sie ein Egoist?
          Lärm und Kosten verursachen die anderen, Sie selber sicher nicht?

    • Alexander Romero sagt:

      Der ÖV macht zwar weniger Dreck und braucht weniger Energie. Es macht aber auch Lärm und Unfälle mit Toten, vor allem Trambahnen. In Zürich wie auch sicher in Basel werden mehr Verkehrstote durch Trams als von Autos gezählt.

  • Franz Bläsi sagt:

    Nicht genug, dass wir in den unzähligen Gesetzen, Verordnungen und Vorschriften bald zu ersticken drohen.
    Nein, die Politiker wollen uns noch das letzte Hemd ausziehen, statt einmal den Rotstift bei der Verwaltung anzusetzen.
    Den Italienern schenkt man 150 Mio für die Bahn und uns will man auspressen wie eine Zitrone !
    Wann hört das Ganze endlich auf ? Ich jedenfalls habe mehr als genug von diesen Spielen und stimme deshalb NEIN zu Fabi.

  • B. Folda sagt:

    Darauf gibt es eigentlich nur eine Antwort: Stopp den SVP-Phobien und der Dauerverbreitung von Unwahrheiten, Halbwahrheiten, Zurechtgebogenem und Antireflexen unter der Gürtellinie!

  • tststs sagt:

    Tja, wieder einmal nur bis zur eigenen Nasenspitze gedacht… Nur weil man nicht in der Bahn sitzt (sein Leben lang nie gemacht hat und auch zukünftig immer meiden wird), heisst das noch lange nicht, dass man nicht von der Bahn profitiert!

  • Peter Baumann sagt:

    Wenn wir von Kosten sprechen… wer bezahlt den Langzeitschaden an der Umwelt? Ich möchte nur an die Thematik Atommüll erinnern. Wir „sparen“ heute viel Geld das dann nachfolgende Generationen ausbaden müssen. Mag schon sein das emotional ihre Argumentation im Momentum zieht. Nur leider vergessen wir immer wieder unsere Verantwortung für die Zukunft. Sicherlich können wir weiter ignorieren das unsere Autos die Luft verschmutzen, es wird uns „noch“ nicht betreffen, auch unsere Kinder werden grünes Land geniessen können… Nur eben solches ist natürlich weniger aktuell.

    • maja sagt:

      Nicht zu vergessen die Belastung für die KK. Die Ansteckung in den öffentlichen Verkehrsmittel darf nicht unterschätzt werden.

  • Sonja Blaser sagt:

    Richtig. Das autophobe, leuenbergische Schreckgespenst der Neunziger Jahre muss endlich aus ausgetrieben werden.

  • Marius Furrer sagt:

    Wenn man argumentiert, die Bergregionen und Randgebiete werden geschröpft, dann ein Gegenbeispiel: die Ortsumfahrung von Küblis (850 Einwohner…) kostet 210 Millionen CHF. Da vergleicht man Äpfel mit Birnen….

    • A. Badertscher sagt:

      Ich komme zufällig aus dieser Region und muss sagen dass ich den Betrag auch sehr krass finde. Der Mehrwert für die Dorfbevölkerung und die Skitouristen scheint mir aber grösser. Die Bahn ist auf dieser Strecke ebenfalls gut besucht/ überlastet, sowie der Strassenverkehr. Es braucht da wohl beides.

  • Christoph sagt:

    Die wohl teuerste Bahn der Welt, ständig um Leistungsabbau bemüht, verdient aus meiner Sicht kein zusätzliches Geld. Vor einiger Zeit konnte man im Tagi lesen, dass niemand mehr den Durch- oder Überblick über die Subventionen hat die bereits fliessen. Ich bin mir absolut sicher, da stecken eine Menge Synergien drin, die FABI an sich unnötig machen. (SECO lässt grüssen.)

  • Daniel sagt:

    Monsieur Nidegger, c’est un habitant de „l’épicentre“ de la plus grande ville de Suisse qui vous répond. Là où les transports publics (et les pistes cyclables) fonctionnent au mieux depuis des décennies et démontrent au quotidien leur potentiel.

    Quand vous dites que le trafic routier est „rentable“, êtes-vous seulement capable d’intégrer l’ensemble des coûts réels liés aux nuisances sonores, perte de qualité de vie (et de la valeur immobilière), problèmes de santé, environnementaux, frais indirects liés aux retards accumulés dans le bouchons ou directs dus aux accidents et à l’entretien du r

    • John sagt:

      Parlons-en des nuisances… J’ai déménagé du centre ville de Genève à cause des nuisances occasionnées par quoi ??? Le tram ! Les vibrations, le bruit, les gens qui parlent aux arrêts…

      Pour enfoncer le clou, ces merveilleux transports publics ne passent que toutes les 30 min maintenant que je suis à l’extérieur de la ville et coûtent incroyablement cher. Je suis en fin de ligne et je ne peux pas monter dans le bus car il est bondé aux heures de travail. La politique anti bagnole orchestrée à Genève est déplorable. C’est de la vente forcée au profit des TPG.

  • W. Zimmermann sagt:

    Die heutige Praxis der Quersubventionierung durch Mineralölsteuer und Schwerverkehrsabgabe ist durch Volksabstimmungen demokratisch legitimiert, das sollte in der laufenden Diskussion nicht vergessen werden. Das Volk wird schon bald Gelegenheit haben, mit der Abstimmung über die ‚Milchkuhinitiative‘ diese Praxis zu bestätigen oder zu verwerfen. Allerdings bin auch ich der Meinung, dass mit FABI das Fuder überladen wird und die Verknüpfung mit Steuerabzügen ungeschickt ist. Städte/Agglomerationen und ländliche Regionen werden dadurch gegeneinander ausgespielt. Schade!

  • Josef Marti sagt:

    Das Fabi-Projekt genau gleich wie das vom internat. Kapital betriebene Migrationsschneeballsystem sowie die Umlagerung von direkten auf indirekte Steuern (MWST, Benzinzoll, Tabak, CO2 usw.) hat nur einen Zweck: Ausblutung des Mittelstandes und Lohndruck. Wem zB kann die Streichung des Pendlerabzugs egal sein?- Jene, die ohnehin keine Kosten haben weil sie ein Geschäftsfahrzeug gratis zur privaten Verfügung haben. Gleichzeitig sind mit der UStR III gigantische Steuerausfälle geplant.

  • Linus Luchs sagt:

    2012 waren auf Schweizer Strassen mehr als doppelt so viele Motorfahrzeuge unterwegs als 1980. 5,8 Millionen Motorfahrzeuge waren immatrikuliert, davon 4,3 Millionen Autos, also mehr als ein Auto auf zwei Personen. Noch nie wurden so viele neue Fahrzeuge in Verkehr gesetzt. Die Folgen der Automobilinflation sind dramatisch, zum Beispiel durch Erkrankungen, die von Feinstaub verursacht werden. Die regelmässige Überschreitung von Feinstaubgrenzwerten ist ja längst zum Normalfall geworden. Die Förderung öffentlicher Verkehrsmittel ist die einzige verantwortungsbewusste Antwort.

  • Mario sagt:

    Falls ihr für alles und alles 2% mehr Steuern zahlen wollt (MWST) dann sagt JA zu FABI.
    Die wollen scheinbar unsere MWST auf EU Niveau bringen.

    • Hannes Müller sagt:

      Anders gesagt: mit Fabi wird das vverfügbare Einkommen um 2% gekürzt. Dann noch 2% für die Sozialkostenreform, 2% für die Krankenvetsicherungsreform, 2% für die Energiewende, usw, usw.

      In ein paar Jahren ist dann das verfügbare Einkommen dank grooosartiger Projekte 10% kleiner.

  • Hans sagt:

    Als GA-Besitzer bin ich alles andere als ein Gegner des ÖV. Ich bin mit dem heutigen ÖV-Angebot weitgehend zufrieden. Und genau deswegen werde ich ein NEIN einlegen, denn ich habe keine Lust via Steuern und Fahrpreis immer mehr zu bezahlen für einen Luxus-ÖV der – allen Klagen zum Trotz – jetzt schon die meiste Zeit fast leer herumfährt.
    Ich will lieber einen ÖV den man sich noch leisten kann.

  • Josef Kurath sagt:

    Die Förderung von Verkehr ist grundsätzlich falsch – egal ob öV oder MIV. Alle fragen sich wie wir die wachsende Mobilität bewältigen. Falsche Frage! Wir müssen uns fragen, wie wir die wachsende Mobilität verhindern, und zwar nachhaltig und nicht kostenseitig. Denn eines ist klar: Mobilität als solches ist begrenzt. Zugegeben, um das (wirklich) zu verstehen sind einige „geistige Klimmzüge“ notwendig – nicht gerade ein Stärke unserer Volksvertreter.

  • Wolfgang sagt:

    Herr Nidegger, überlegen Sie mal wieviele Autos weniger auf der Autobahn fahren weil es die Bahn gibt. Darum müssten Sie doch für die Vorlage sein, da sie Ihnen doch ein halbwegs flüssiges Vorwärtskommen in Ihrem Individualtransporter auch in Zukunft garantiert.

    • Lux sagt:

      Wolfgang, rechne einmal alles durch. ÖV 20% / Auto 80% Anteil am Verkehr. Es ist also jedes 5 Auto das weg fällt. Für dieses Geld das dem ÖV bezahlt wird könnten die Strassen für weniger locker ausgebaut werden. Also hört damit auf den Autofahrern zu erklären das Sie froh sein dürfen wenn Sie im Zug fahren. Es ist genau umgekehrt, Ihr sollt froh sein dass die Autofahrer nicht umsteigen. Oder wie will die Bahn allein 20% von der Strasse bekommen. Das währe eine Verdoppelung der Kapazität.

  • Oliver Steiner sagt:

    Ich stimme auch gegen die FABI-Vorlage… aus zwei Gründen:
    1. Die Subventionierung der Schiene durch die Strasse ist ein Unding. Der ÖV soll sich selber kostendeckend finanzieren.
    2. Die versprochenen Ausbauten sind politische Zugeständnisse und entsprechen nicht der Realität. Wo gibt es mehr Kapazitätsengpässe? In Zürich oder Zermatt? Eben!

    • Simon Schwarzenbach sagt:

      Bei Punkt 2 geben ich ihnen recht. Aber zu Punkt eins möchte ich hinzufügen, dass ich dann aber auch gerne sehen möchte das der Strassenverkehr seine Kosten selbst zahlt, inkl. Polizei, Gemeindestrassen etc.

      • Oliver Steiner sagt:

        @Schwarzenbach: Polizei jagen auch Kriminelle, sie machen nicht nur Jagd auf Temposünder. Sie prüfen auch die Sicherheit im Verkerhr (da sind ÖV-Busse auch inbegriffen).Gemeindestrassen werden auch durch Fussgänger, Velofahrer und Busse benutzt. Wenn man da einen gerechten Schlüssel findet, finde ich aufteilen ebenfalls die einzig richtige Lösung.

  • Christopher sagt:

    Wer den ÖV gegen den MIV ausspielt, hat wenig begriffen. Ersterer ist doch ungleich sozialer als Letzterer. Deshalb ist er auch schwieriger zu finanzieren. Niemand würde seinen Eisenbahnwagen mit solch unlauteren Argumenten verteidigen wie Süchtige ihren fahrbaren Untersatz. Alleine die Tatsache, dass ein Grossteil der Fahrzeuge weit über Gebühr motorisiert ist, beweist doch, dass da noch eine ganz andere Ebene hineinspielt, als der reine Transportzweck. Dieser neurotischen PS-Sucht liegt doch eine gigantische Fantasielosigkeit zugrunde, welche mit der Gesundheit vieler bezahlt werden sollte.

    • Oliver Steiner sagt:

      Es geht nicht um ÖV gegen MIV. Auch beim ÖV hat es Auswüchse, die den PS-Boliden nahe kommen: Wenn zum beispiel in einem Randgebiet Busse aus politischen Gründen meistens leer durch die Gegend fahren und sogar ein individueller Taxi-Betrieb günstiger wäre! Man muss das Thema gänzlich unideologisch und lösungsorientiert angehen. Das wird aber mit Gesprächspartnern, die dem gegenüber von Anfang an „gigantische Fantasielosigkeit“ unterstellen nur schwer möglich sein.

  • Martin sagt:

    Sie haben das mit den Gestehungskosten nicht verstanden. Jeder selbständige Handwerker zieht seine Wegkosten zur Arbeit vollständig ab, wieso bitte soll das ein Arbeiter mit Arbeitsvertrag nicht dürfen? Es ist ein Privileg in der Nähe des Arbeitsplatzes zu wohnen. Die meisten Arbeiter können dies nicht, weil sie sehr flexibel (z.B. Schichtarbeit, fremdbestimmte Überzeit) sein müssen und alle im Haushalt lebenden Personen zur Arbeit oder Lehrstelle pendeln müssen. Diejenigen Menschen die das Glück haben, nicht Pendeln zu müssen, sollten sich Glücklich schätzen und nicht eine Neid Debatte führe

  • weibel sagt:

    Die Argumente der Gegner dieses Artikels sind sicher wertvoll, aber zu welchem Preis? Die Schweizerische Eisenbahnrechnung 2011, BFS, Neuchâtel 2013, Tabelle 6, Seite 41, Volkswirtschaftliche Rechnung, Kapitalkosten und Saldozinsen von 2000 bis 2011 zeigt, dass die kumulierten Defizite der Schweizerbahn Ende 2011 173 Milliarden hoch sind. Ende 2000 waren diese 88 Milliarden.

  • Hans Käslin sagt:

    Es geht bei FABI gar nicht darum ob der Bahn Geld gegeben werden soll oder nicht. Das Problem ist, dass hier ungeheure Summen an Geld definitiv und für immer festgeschrieben werden. Man kann ja nicht gerade behaupten das die Bahn erfolgreich wirtschaftet, daher gehören neue Bauvorhaben genau so streng beleuchtet wie das beim Strassenverkehr immer der Fall ist. Hier einen Fonds als Selbsbedienungsladen einzurichten ist ein Riesenfehler der gravierende Konsequenzen haben würde. Für die Egoisten der Bahn-Lobby wäre eine allfällige Annahme hingegen ein Riesenerfolg.

  • Hug sagt:

    Angesichts der Vorkommnisse im SECO besteht das grösste Sparpotential beim Ausbau des ÖV in der Verhinderung von Schmiergeldzahlungen. Damit könnte man locker 1 Mia. sparen, d.h. der bestehehende Fonds würde vollauf genügen.

  • Hannes Müller sagt:

    Mit dem Geld, das Fabi kostet, könnte man jedes Jahr ein AKW der neuesten Generation bauen.

  • Roland sagt:

    Schön, dass auf der Foto zu diesem Blog der ehemalige Bahnübergang in Malans abgebildet ist. Ohne ausreichende Finanzierung des ÖV hätte dieser Übergang niemals durch eine Unterführung ersetzt werden können. Fabi dient eben allen.

  • Mörker Markus sagt:

    FABI: wenn man die Beilagen zur Abstimmung nicht haarklein durchgelesen hat, könnte man meinen es sei ein berechtigtes Anliegen und müsse auf jeden Fall angenommen werden. Leider sieht die beinahe verschwiegene Wahrheit komplett anders aus.
    Erhöhung Mehrwertsteuer: alle sind betroffen via Lebenshaltungskosten. Erhöhung Billetpreise: seit Jahren wird gepredigt wie flexibel Arbeitnehmer sein sollen und jetzt wo viele so sind, reicht der Umsatz offenbar nicht aus zur Kostendeckung. Wegfallende Abzüge von Fahrtkosten in der Steuererklärung, es darf nur noch die Bahn abgezogen werden . Rechne…!

  • stibe sagt:

    würden wir autofahrer alle 1 woche die autos GEMEINSAM stehen lassen, würden die herren am fabi kässeli gleich merken wo der rubel nicht mehr rollt … und an anderen kässeli auch.

    zuhause hilft mir auch keiner, den kühlschrank zu füllen. ich bin definitiv für das verursacherprinzipp.

    weg von fz steuern und anderem plunder, einzig die jährlichen kosten der strasse durch die jährlich verkauften zreibstoffe, so zahlt der autofahrer seinen krempel. UND im selben prinzipp die bahn… jeder kilometer durch anzahl bilette.

    sauber, fair und jeder zahlt was er braucht !!!!!

  • Mark sagt:

    Es geht hier doch nicht um ÖV oder Individualverkehr. Wer Heute ein GA zweiter Klasse hat, wird seine gesammten Kosten ja auch nicht mehr ganz anziehen können. Die viel gelobte flexibilität der schweizer Arbeitnehmer und die freie Wahl des Arbeitsplatzes stehen eher auf dem Spiel. Es geht schlicht und einfach um eine massive Steuererhöhung, denn alle Gelder die investiiert werden sollen kommen aus Steuern. Der Bund der 50% beiträgt bekommt sein Geld auch von uns Steuerzahlern. Am Anfang waren es 3,5 Mia. Jetzt sind es 6,4 Mia. Mal sehen wieviel es am Ende wirklich ist.

  • Joerg Hanspeter sagt:

    Jede Firma kann die Unkosten, die zur Erzielung eines Etrages notwendig sind ungegrenzt steuerlich berücksichtigen. Wieso soll das der Arbeitnehmer nicht können? Hier wird das bereits seit Jahren sinkende Einkommen der Angestellten noch mehr gemindert. Das ganze unter dem Deckmantel von Umweltschutz. Arbeiter/Angestellte wacht endlich auf, Ihr werdet seit Jahren betrogen, Euer Lohn ist immer weniger wert. Der wirtschaftliche Aufschwung (für den normalen Arbeitnehmer) seit dem 2. Weltkrieg wird seit Jahren wieder abgebaut. Bald werden wir noch knapp überleben können (neues Proletariat).

  • j. Kuehni sagt:

    Die SVP, die sich sonst immer das Schweizer Fähnchen ans Revers steckt und den nationalen Zusammenhalt fordert, wenn es um die Verteidigung von wirtschaftlichen Partikularinteressen (aka Landwirtschaft, Grossfinanz) geht, nutzt jede Gelegenheit um diverse „Anspruchsgruppen“ im Inland aufeinander zu hetzen: Autofahrer gegen ÖV-Benutzer, Städter gegen Landbewohner, finanzstarke gegen finanzschwache Kantone, Lohnbezüger gegen Sozialhilfebezüger, „Ureinwohner“ gegen Immigranten (ausgenommen zugewanderte Millionäre), usw. So werden selbsternannte „Verteidiger“ der Demokratie zu deren Totengräber.

  • Daniel Blattmann sagt:

    Vollumfänglich einverstanden mit dieser Meinung. Dem ist rein gar nichts anzufügen Mein Nein zu FABI und Ja zu MEI waren auf dem Stimmzettel, 5 Sekunden nachdem das Abstimmungscouvert offen war.

    • Lucien Michel sagt:

      Ja, so kommt es eben, wenn man sich keine Zeit nimmt zu denken…..

      • Bruno Juchli sagt:

        Und man muss es dann noch an die grosse Glocke hángen, dass man nicht überlegt. Fantastisch!
        Das ist dann also ein öffentliches Geständnis.

        • Daniel Blattmann sagt:

          Bei mir ist es eine Prinzipsache, dass ich nichts annehme was links der SVP (selten der FDP<9 geköchelt wird. Ich bin stramm konservativ, Autofahrer, brauche viel Strom (gem. EWZ Strommix mit meistem Atomstrom), mache ausser bei Batterien kein Recicling etc. und entspreche somit genau dem Negativbild eines Linken, Und glauben Sie mir, ich bin stolz darauf.

  • michèle meyer sagt:

    was für eine wortkreation.
    dann muss autoagression sachbeschädigung sein, nicht?

  • tomi sagt:

    tja, ich weiss nicht ob ein gut ausgebauter und funktionierender öv soooooo „autophob„ ist ?! wie wärs, weg von der schiene „noch mehr„ auf die strasse ?

  • Bruno Juchli sagt:

    Also was FABI mit Autophobie zu tun hat muss der Herr Liebegger mal erklären.
    Das „Auto“ in „autophob“ bedeutet nämlich „selbst“ und hat nichts mit dem Automobil (=selbst mobil) zu tun.
    Autophobie ist die Angst vor dem Alleinsein. Sehr viele Leute sind im Auto alleine 😉

  • Laurens van Rooijen sagt:

    Eine gut ausgebaute und verlässliche Bahninfrastruktur entlastet die Strassen. Damit müsste es auch im Interesse der Autofahrer liegen, dass dies der Fall ist. Wer wie Yves Nidegger aus der Verkehrspolitik ein ideologisch vorbestimmtes Nullsummen-Spiel macht, unterschlägt diesen logischen Zusammenhang und befeuert die Neidgesellschaft weiter. Die Behauptung, wonach der MIV kostendeckend sei, ist im übrigen sehr fragwürdig. Das kommt nur hin, wenn externe Kosten wie Luftverschmutzung, Lärm und Verletzungen konsequent ausgeblendet werden.

    • Schmid sagt:

      ich meinte Verletzte entschädigt die Haftpflichtversicherung, Lärmschutz die Autosteuer und gegen die Luftverschmutzung haben wir Kat. nur der ÖV der stinkt noch oft.

  • Leo Klaus sagt:

    Was die FABI-Gegner immer wieder (absichtlich) vergessen sind die externe Kosten welche das Strassenverkehr verursacht. Die Bahn hat praktisch keine.

    Dagegen verursacht das Strassenverkehr dank Laerm/Abgasemissionen, Unfaelle und deren Wirkung in Form von Gesundheitsproblemen, Stress, Arbeitsausfaelle, Ausfaelle von Familienernaehrer Kosten in Hoehe von 8-10 Mia Franken pro Jahr, welche nicht von den Automobilisten bezahlt werden. Also, die Autofahrer sind mitnichten die Milchkuehe der Schweiz!

    • Martin sagt:

      Das Märchen mit den externen Kosten wird durch ständiges wiederholen nicht wahrer. Die Abgase sind viel weniger schädlich als die von Heizungen und moderne Autos erzeugen auch fast kein Lärm, im Gegenteil zum ÖV. Feinstaub aus stoss ist bei der Bahn viel höher. Heute schon gibt es E-Autos. Die Gesundheitskosten durch Unfälle sind gering und meist durch die Haftpflicht gedeckt. Stress erzeugen die Links/Grünen durch ihre Blockade und Abschottungsmassnahmen gegen den Autoverkehr. Ohne Stau ist Autofahren entspannend und macht Spass.

  • Mario sagt:

    Sollte die unsehlige FABI angenommen werden werde ich nächstes Jahr ein JAA zu ECOPOP abgeben und ein grosse JA zur Ergänzungsinitiative AUTOPOP! Ferner habe ich das EWZ angeschrieben ob ich nur noch Strom von einem AKW günstig beziehen kann. Leider wurde mir das abgesagt. Haben die nicht nur Mixstrom!

  • Martin sagt:

    Viel hilft nicht immer viel. Das Geld von FABI bekommen die Bahntechnik- und Baufirmen, das ist auch der Grund wieso viele Bürgerliche FABI wollen. Die SBB und ihren Kunden wird FABI teuer zu stehen kommen, ohne entsprechenden Gegenwert. Im Gegenteil, schlussendlich muss wegen steigenden Trassenpreise im Bahnbetrieb gespart werden, also genau dort wo die Sicherheit und Qualität entsteht. Alleine letztes Jahr wurde der Preis für die Benutzung des Trasses um 200 Mio erhöht. Das entspricht der Lohnsumme aller SBB Lokführer. Fazit, die Dienstleistung wird mit FABI noch schlechter werden

  • Roland Steiner sagt:

    FABI ist doch schlussendlich ein Fass ohne Boden und hilft nicht die Staus kürzer zu machen und die Kapazitäten der Bahn merklich zu erhöhen. Hier ein einfacher Vorschlag der innert wenigen Jahren die Kapazitäten der Strasse erhöht ohne wirklich viel zu kosten. Machen wir die Fahrzeugsteuer abhängig von der Fahrzeuglänge und erlassen die Steuer für die ersten 2.5 m vollständig. Viele Pendler leben in einer Familie mit mehreren Fahrzeugen. Somit würde 1 grosses Fahrzeug reichen. Die anderen könnten doch kleiner sein. Ein Smart z.B. braucht weniger Platz auf der Strasse und 2 passen auf 1 Parkpl

  • daniela wyss sagt:

    fabi bewirkt letzlich nur eines: gewinner sind hauptsächlich grenzgänger- ergo, solchen die in der schweiz nur arbeiten! interessant.
    mit CH-lohn und berufswege im ausland voll abziehen, ist der CH-bürger der in der CH- wohnt der dumme.
    ist das eine neue förderung von einwanderer? ist die absicht, dass sich schweizer im ausland niederlassen, damit sie den reichen wirtschaftsbossen aus aller welt platz machen? was soll, das wenn man dann mehr im geldbeutel hat als im eigenen land? das ist diskrimierung der eigenen einwohner, gegenüber solchen die nicht hier wohnen! vors bundesgreicht damit!

  • Christian R. sagt:

    Un tel manque de profondeur dans la réflexion est affligeant. Alors que la situation actuelle a été en bonne partie causée par le manque de courage et la vision à court terme du peuple et des politiciens, ces tares -inexcusables au 21ème siècle- continuent de nous empoisonner la vie et de mettre en péril la qualité de vie des générations futures. Et ces même gens égoìstes au dernier degré sont les premiers à parler de sens des responsabilités…

  • Thomas Hungerbühler sagt:

    Lieber Herr SVP-NR Yves Nydegger, „Autophobie“ ist die Angst vor sich selbst und kann zu einem grossen Leidensdruck führen. Genau deswegen habe ich bei der 100.- Fr. Vignette Ja gestimmt und werde die Vorlage «Finanzierung und Ausbau der Bahninfrastruktur (FABI)» mit ja befürworten. Als politisch engagierter Mensch sollten Sie sich genauer ausdrücken: Entweder sind Sie für ÖV, dann stimmen sie JA, oder dann sind Sie dagegen, dann stimmen Sie NEIN.

  • Thomas Hungerbühler sagt:

    Wer jetzt noch gegen FABRI und ÖV schreibt hat Zweiten gemacht! Gruss Thomas!

  • Rene Kunz sagt:

    Um Vorausschauend eine Vernünftigere Verkehrspolitik aufzugleisen, müssen die Regierung sowie die SBB Teppich Etagen in der Zukunft vielmehr wieder auf ALLE Benutzer hören und nicht umgekehrt so wie es heute noch der Fall ist.

  • iskra sagt:

    Es gibt keine glücklichere Menschen als Bahnfahrer, die an den langen Stau`s auf den Autobahnen vorbeifahren.

  • Ulrich Schweizer sagt:

    Die Idee schlussendlich im ganzen Mittelland bei starkem Verkehr Tempo 80/100 zu schalten ist gar nicht gut und eine neue Schikane für die Automobilisten. Auf dem Abschnitt der A1 vor Bern hatte ich oft den Eindruck, dass der Stau gerade dann beginnt, wenn die Signale heruntergeschaltet werden. In jedem Fall ist es Augenwischerei und bringt allenfalls ein paar Prozente Verbesserung und kann einen Ausbau niemals unnötig machen.

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