Von Müttersorgen und Parteistrategien

Im Leben kommt nicht immer alles so, wie man es sich erhofft hat und so kam es auch, dass ich meine Töchter von sehr klein auf alleine aufziehen musste. Dabei lernte ich einige Facetten des Lebens kennen, welche mir bis anhin in dieser Form und so hautnah nicht bekannt gewesen waren. Zum einen waren da die finanziellen Nöte: Die ersten Jahre waren ein finanzielles Fiasko und unser Alltag war geprägt von Sparübungen. Hinzu kam – und das war das Schwierigste überhaupt für mich – die grosse Verantwortung, die ich nun alleine zu tragen hatte.

Zu meinen, Wertschätzung könne durch einen Steuerabzug ausgedrückt werden, ist absurd. Das wäre auch damals für mich als alleinerziehende Mutter mit Kleinkindern keine Hilfe gewesen – und das, obwohl ich während fünf Jahren zu Hause geblieben bin und gemäss Initiativvorschlag Anspruch auf einen Steuerabzug gehabt hätte. Aber: In dieser Zeit habe ich kaum Steuern bezahlt und hätte somit auch keine Steuerabzüge geltend machen können. Die Initiative ist so formuliert, dass sie insbesondere Familien zu Gute kommt, die gar keine Unterstützung nötig haben. Nämlich reichen Familien, bei denen der Papi jeden Tag arbeitet und das Mami jeden Tag zu Hause bleibt. Dieses Modell leben in der Schweiz gerade mal 23 Prozent. 77 Prozent der Frauen mit Kindern unter 15 Jahren sind berufstätig. All diese Familien könnten nicht von dieser Initiative profitieren.

Die Initiative ist keine familienpolitische Massnahme, sondern vielmehr eine Steuererleichterung für Reiche.

Eine Mutter holt ihr Kind bei der Tagesmutter ab. (Keystone/Ennio Leanza)

Die SVP-Familieninitiative hilft den Familien, die Hilfe brauchen, nicht: Eine Mutter holt ihr Kind bei der Tagesmutter ab. (Keystone/Ennio Leanza)

Das zeigt, was für eine Mogelpackung diese Initiative ist. Was mir später, als ich wieder erwerbstätig wurde, wirklich geholfen hat, war der Fremdbetreuungsabzug. Mit der SVP-Familieninitiative laufen wir nun Gefahr, dass dieser Abzug gestrichen wird. Das wäre fatal für die vielen Zweiverdienerhaushalte und Alleinerziehenden, und zwar besonders im unteren Lohnsegment. Damit wird deutlich: Die Initiative ist keine familienpolitische Massnahme, sondern vielmehr eine Steuererleichterung für Reiche. Sie tarnt sich nur sehr gut mit dem Mäntelchen der Familienfreundlichkeit.

Bei der Abstimmung zu dieser Initiative geht es aber um mehr als nur um Steuerabzüge: Es geht schlussendlich darum, wie wir unsere Gesellschaft gestalten möchten. Welche Familienmodelle wir bevorzugen wollen und auch welche Rolle wir den Männern und welche den Frauen zuweisen. Gemäss SVP sieht dieses Gesellschaftsmodell so aus: Die Frauen dürfen den Haushalt managen und die Kinder erziehen. Sie leisten jeden Tag anstrengende Arbeit, verdienen dafür aber nichts und äufnen dadurch auch keine eigene Altersvorsorge. Die Männer sind in der Berufswelt die Herrschaften, welche das Geld für die Familie verdienen. Teilzeitarbeit können sie vergessen. Eine individuelle Lösung, bei der Väter und Mütter arbeiten und die Kinder ausserfamiliär betreuen lassen, gibt es für die SVP nicht.

Wollen wir wirklich all jene Familien per Bundesverfassung benachteiligen, die nicht das traditionelle Modell leben? Wollen wir wirklich eine Verfassungsänderung für den kleinen Teil mit traditionellem Familienmodell? Und wollen wir wirklich eine Verfassungsänderung, von der dann wiederum nur ein kleiner Kreis profitieren kann – nämlich diejenigen, welche überhaupt Bundessteuer zahlen (50 Prozent der Familien zahlen keine, 60 Prozent bezahlen unter 600 Franken direkte Bundessteuer)?

Sieht so die Gleichbehandlung von Familien aus? Ist dies das gesellschaftliche Modell, das wir für die Zukunft, für unsere Kinder und Grosskinder wollen? Wohl kaum – deshalb: Nein zur SVP-Familienmogelpackung.

// <![CDATA[
document.write("„);
// ]]>

268 Kommentare zu «Von Müttersorgen und Parteistrategien»

  • bernhard moser sagt:

    Wenn bei reichen Familien die Frauen mehr zuhause bleiben kann, weil die Familie steuerlich profitiert, dann gibt es automatisch mehr Krippenplätze für „arme“ die dann auch billiger sind. P.S. ich habe trotzdem nicht ja gestimmt, aber die SP sollte auch die traditionellen Familien zuerst stärken, statt mit Subventionen, Anreize zu schaffen um unnötig die Scheidungsrate zu steigern!

    • Sina Müller sagt:

      Herr Moser, mehr Plätze sicher, aber billiger sicher nicht. Gutverdiener kriegen nämlich keine Subventionen, d.h. entweder müssten die Subventionen erhöht werden, oder Eltern, die heute Subventionen kriegen, würden keine oder weniger kriegen…

    • R. Merten sagt:

      die Linke will die traditionelle Familie nicht stärken, Hr. Moser. Im Sozialismus ist immer die Individualität das Wahre. Auch in der früheren DDR hat man die Kinder kurz nach der Geburt in die Kinderkrippe gesteckt. Wieviel Leid und soziale Kosten das verursacht hat, hat man erst später erfahren. Warum wollen denn Leute Kinder, wenn sie keine Zeit für sie aufwenden wollen?
      Ein wenig mehr Bescheidenheit könnte auch dazu beitragen, die Kinder zuhause betreuen zu können. Aber viele Sozis wollen sich selber verwirklichen- da will man vielfach keine Zeit für andere aufwenden!

      • Martin M. sagt:

        Ja schon Klar: nur SVP-Kinder sind glückliche Kinder! So einfach ist die Welt, aber leider begreifen das die dummen Linken nicht.

        • h.gafner sagt:

          Man weiss heute, dass der Idealfall für Kinder ist, möglichst lange und viel von der Mutter betreut zu werden. Grundsätzliche Voraussetzungen um dann in der Schule optimal lernen zu können weden so geschaffen. Es gibt x Studien dazu und nicht zuletzt werden Sie das auch in der Realität so sehen können. Hören Bleiben Sie doch sachlich! Das hat ja nichts mit Politik und schon gar nicht mit SVP zu tun. Ihr Kommentar aber mit linker Ideologischer Verblendung…

      • Matthias Meier sagt:

        Wo sehen sie Sozialismus? Langsam wird es langweilig, wenn die Rechten vorsätzlich Sozialdemokratie mit Sozialismus verwechseln, nicht? Und dann noch die DDR mit der Schweiz vergleichen ist doch einfach nur lächerlich.

        • Zurbrügg sagt:

          Sozialdemokratie ist Sozialismus, was denn sonst, Herr Meier? Die politischen und Gesellschaftlichen Ziele, welche sich die Linken setzen, sind dieselben wie sie in den ehemaligen Ostblockländern umzusetzen versucht worden sind, nicht mehr und nicht weniger! Dazu gehört auch die Aufzucht von Staatskindern, geimpft mit der Ideologie des Sozialismus, sprich der Verleugnung des Individualismus.

          • dan meier sagt:

            Sie, Herr Zurbrügg, lesen Sie doch bitte den Kommentar von Herrn Merten – was macht er denn jetzt, der Sozialismus, Individualität fördern oder verleugnen? Und noch eine kleine Frage: Muss denn wirklich immer das Extrem ins Feld geführt werden? Könnte es denn nicht sein, dass man so die Probleme, die man vorgibt zu lösen, bewirtschaftet? Mit Verlaub, Extremismus führt immer in eine Sackgasse…

          • Reto Derungs sagt:

            Pflichte zu hundert Prozent bei.

        • Henri Burri sagt:

          Herr Matthias Meier, es geht hier gar nicht um Sozialismus oder Sozialdemokratie. Es geht darum dass die Gegener der SVP Iniitative verschweigen, dass die Frauen, die zuhause bleiben und die Kindererziehung selber in die Hand nehmen, bewusst auf einen Lohn verzichten. Die Linken, und da hat Martin M. recht, sehen nur die Steuerfranken schwinden, die dann nicht mehr für Sozailausgaben vorhanden sind. Sparen, Herr M. Meier. Das müssen die Linken noch lernen. Und gar plötzlich.

          • Christine Reber sagt:

            Herr Burri, und die Befürworter verschweigen, dass viele Familien auf ein Zweiteinkommen angewiesen sind und deshalb auf auf externe Betreuung. Auf einen Lohn verzichten zu können, heisst genug Einkommen zu haben. Und wie ist es mit den Alleinerziehenden? Die dürfen dann auch zuhause bleiben und müssen nicht mehr arbeiten gehen?

      • iskra sagt:

        Wissen sie auch Herr Mertens, dass nebst den von ihnen so verachtenden „Sozi“ auch die FDP, die BDP, CVP und GLP die Initiative ablehnen ? Alles Linke ?

    • Martin M. sagt:

      Ist das die neue Form von SVP-Logik? Mit jeder Steuererleichterung steht der Gemeinde weniger Geld zur Verfügung. Warum sollten dann gerade die Krippenplätze billiger werden? Im Gegenteil ist zu befürchten, dass Krippen und ausserschulische Betreuung immer teurer oder mangels „Kunden“ sogar geschlossen werden.

      • Mila sagt:

        Richtig, Martin M. Der Fremdbetreuungsabzug war eingeführt worden, um eine Ungerechtigkeit zu beseitigen, die jene trifft, die Kinder haben UND arbeiten müssen, zuviel des zusätzlich verdienten Geldes wanderte davor direkt zum Fiskus. Wer es sich bisher nicht leisten konnte, dass ein Elternteil zuhause bleibt (seien wir realistisch: die Frau wird wohl in den meisten Fällen daheim bleiben), der wird es sich auch durch den Steuerabzug für Selbstbetreuer nicht leisten können. Die Initiative hilft nur reichen Familien und erschwert langfristig die Situation von Müttern auf dem Arbeitsmarkt.

    • j. Kuehni sagt:

      Sog. „traditionelle Familien“ sind überhaupt nicht traditionell: Der Ein-Verdiener-Familienhaushalt ist eine historische Ausnahmeerscheinung der Nachkriegsjahre, von denen vor allem die Babyboomer profitiert haben. Die grosse Mehrheit unserer Grossmütter und -Väter (Jg. bis ca. 1920) konnte es sich nie und nimmer leisten, nur einen Elternteil für den Erwerb arbeiten zu lassen. Ebensowenig kann es die heutige Generation von jungen Eltern. Wäre schön, wenn auch die zunehmend „verkrustete“ Boomer-Generation langsam realisieren würde, dass sich die ökonomischen Rahmenbedingungen geändert haben.

      • Marcel Peter sagt:

        Grossmutter/Grossvater mütterlicherseits, eher aus der „Arbeiterschicht, waren beide berufstätig und Eltern von zwei Kindern. Uhrenmacherin/SBB-Stationsvorsteher. Bei meiner Grossmutter/Grossvater väterlicherseits, eher „bürgerlich“, hatte nur der Grossvater das Geld verdient und seine Frau hatte mit Haus und zwei Kindern auch genug zu tun und deshalb eine Haushälterin. Frauen konnten zu diesen Zeiten nur mit der Erlaubnis des Ehegatten eingestellt werden. Aber Krippen im heutigen Sinn waren sicher die Ausnahme. Eher Waisenhaus…………….oder Verdingkinder…..

    • Sandy Bürki sagt:

      Seit wann hat die Scheidungsrate etwas damit zu tun, dass durch Fremdbetreuung ein Steuerabzug gemacht werden kann? Viel mehr geht es doch darum dass „Frau“ einfach Pech hat wenn sie mit einem einfachen Handwerker eine Familie gründet weil „Familie“ mit diesem Lohn nämlich einfach nicht überleben kann und „Frau“ verheiratet auf diesen Abzug angewiesen ist.

    • Cornelis Bockemühl sagt:

      Gibt es denn nicht irgendwo mal EIN wirklich gutes Argument GEGEN die Initiative?

      Denn dass „nur Reiche profitieren…“ hat ja nichts mit Fremd- oder Eigenbetreuung zu tun! Sondern nur damit dass man grundsätzlich mit Steuerabzügen denjenigen hilft die Steuern zahlen – und nicht denen die eh zu wenig verdienen.

      Warum man DESWEGEN dann Fremdbetreuung gegenüber Eigenbetreuung bevorzugen soll erschliesst sich mir nicht: sind reiche Doppelverdiener bedürftiger als reiche Eigenbetreuer?

      • Cornelis Bockemühl sagt:

        Ich verstehe ja auch dass der wahre Grund der Ablehnung ein anderer ist: Ursprünglich wollte man mit dem Fremdbetreuungsabzug ja einfach ganz gezielt die Berufstätigkeit von Müttern fördern. Wobei „gezielt“ natürlich auch implizit heisst: bewusst einseitig! Und die SVP ist ja auch sicher nicht familienfreundlich, sondern will das einfach verwässern.

        Aber aus ganz allgemeiner Sicht des „gleiches Recht für alle“ muss man halt doch sagen, dass es tatsächlich auch nicht fair ist wenn man einseitig gewisse Familienmodelle fördert, auch wenn man sie für noch so „fortschrittlich“ hält!

        • Mila sagt:

          Irrtum, mit dem Fremdbetreuungsabzug wollte man die Benachteiligung korrigieren, die jene trifft, die trotz Kindern arbeiten müssen. Der Zusatzverdienst wird wg. Steuerprogression und der Kosten für Fremdbetreung arg geschmälert. Ergo bleibt viel weniger Zeit und nur ein bisschen mehr Geld. DAS ist die Logik. Man bevorteilte niemanden. Zudem: Seit auch Frauen berufstätig sind und eine Berufsausbildung machen, ist es volkswirtschaftlicher Unsinn, dieses Gut nicht zu erhalten. in den meisten Branchen führt eine lange Auszeit zu Karriereknick oder erschwertem Wiedereinstieg!

    • Beda Düggelin sagt:

      Schade, lieber Bernhard, deine Argumentation ist völlig richtig, nur hast du falsch abgestimmt. Jeder ist sich selbst der Nächste. Mit einem Nein werden die traditionellen Familien diskriminiert und die Familienarbeit wird geringgeschätzt, sie hat keinen Wert, weil sie nicht ins Volkseinkommen einfliesst. Dies heisst aber nicht, dass sie nicht BIP wirksam ist: In der Familie muss beginnen, was leuchten soll im Vaterland. – Die Krippenplätze sind eine sehr teure Angelegenheit und werden via Steuern auch von denjenigen mitbezahlt, welche sie nicht beanspruchen. Wo bleibt da die Rechtsgleichheit?

    • André Dünner sagt:

      Sehr geehter Herr Moser

      Das beste würde ich darin sehen mal einen, Rollentausch zu erlauben. Jemand welche/r obenauf schwimmt taucht mal in Tiefen von denen er/sie keine Vorstellung davon hat wie es sich dort lebt. Andersrum mal die unteren in Gefilde zu heben wo die Teppichetagen beheimatet sind. Dies hätte korrigierenden Charakter. Es ist einfach was von oben zu dirigieren, wonach unten gelebt werden soll. Genauso wie es einfach ist nach oben zu schielen und ggf. übernommene Verantwortungen kritisiert. Schliesslich Kritik an sich selber, dem Modell übt. Kommuniziert, und danach ändert.

  • Stefan Gisler sagt:

    Steuergeschenke nach dem Giesskannenprinzip an Wohlhabende – das ist typische SVP-Politik. Dies unter dem Deckmantel der Familienförderung zu tun, ist Familienfängerei. 1,4 Milliarden weniger Steuereinnahmen werden Bund und Kantone haben. Was folgt sind Sparpakete, wie wir sie zurzeit in 16 Kantonen schon kennen. Und wer trägt die Lasten? Genau – Familien! Gespart wird in der Regel bei Bildung, Kultur, Sicherheit. Und die folgenden Gebührenerhöhungen treffen vor allem Familien. Das Stimmvolk soll sich nicht von der schönen Verpackung blenden lassen, das Geschenk ist für die wenigen Reichen.

    • Mascha sagt:

      Hört doch endlich mal auf immer die sogenannten Reichen verantwortlich zu machen. Wo sind sie denn noch, die Reichen?.Unser Sozialstaat hat doch den Mittelstand auf dem Gewissen. Was macht ihr Sozi denn? Was trägt ihr zum Volkswohl bei? Arbeitet ihr einmal länger oder nehmt ihr einen Asylanten auf in eurem Haus. Helft ihr den vielen Müttern, die
      wenn Kleinkinder da sind einen Arbeitstag von 16 Stunden haben? Wollt ihr das Kinderkriegen den Ausländern überlassen. Die haben nämlich noch Familiensinn und helfen einander aus. Jede Familie, die ihre Kinder selbst betreut, sollte belohnt werden.

      • Stefan Gisler sagt:

        Bin kein Sozi und arbeite immer mal wieder durchaus 16 Stunden am Stück und hatte damals als „frischer“ Vater das Pensum auf 60% reduziert, um beim selber betreuen meinen Mann zu stellen. Sie sehen – ich erfülle viele ihrer Bedingungen. Vor allem aber will ich Familien, die selber betreuuen, wirklich helfen. Diejenigen, die ich kenne, die Unterstützung brauchen, verdienen alle unter 100’000 Franken jährlich. Denen nützt diese Initiative nix. Sie sind aber betroffen vom SVP-Sparkurs bei uns: Grössere Schulklassen, höhere Gebühren für Musikschule, Kinderbetreuung. Keine neuen Schulhäuser.

        • Heinrich Vogelsang sagt:

          Was hat denn das eine mit dem andern zu tun? Schulhäuser in angemessener Zahl zu bauen ist mehrheitsfähig, ebenso wie die Familienintiative. In diesem Land entscheidet weder SVP noch Alternative, sondern mündige Bürger, die den Kopf nicht nur zum Runterwaschen haben.

      • Sara sagt:

        Schön, wenn man eine Familie hat, die bei der Betreuung mithelfen kann, aber was wenn nicht??!!

        • Stefan Gisler sagt:

          Richtig Sara – die Initatiative gefährdet die für viele notwendige zahlbare und gute externe Kinderbetreuung. Die Abzüge dafür sind im übrigen sehr klein und wurden eingeführt, damit Familien, die auf eine solche Betreuung angewiesen sind, nicht viel schlechter gestellt sind, als eigenbetreuende Familien. Schön nachzulesen heute in der NZZ.

          • Daniel Meier sagt:

            Herr Gisler Es ist einfach nicht wahr, dass dann Krippenplätze gefährdet sind. Wo lesen Sie solches? Ich sehe als „traditioneller“ Familienvater nicht ein, warum ich schlechter gestellt werden soll wie eine ach so moderne Doppeleinkommensfamilie. Wo notabene oftmals eine Person einfach „ein Standbein drin haben will“, wenn die Kinder gross sind und man wieder voll Arbeiten gehen will.Dagegen ist auch nichts einzuwenden, aber wenn eine Frau dies nicht will sondern zu Hause bei den Kindern bleibt, sehe ich nicht ein, warum diese Familie dann bestraft wird.Und wenn mir dies nur 100.- Abzug gibt!

        • Urs Schmid sagt:

          Sie sagen’s und die „Anti-Sozis“ kapieren’s nicht. Die denken, es geht darum, die Kinder den Familien zu entreissen, Familienstärke zu schwächen und so Schwachsinn. Meine Frau war ein „Unfall-Baby“, ihre Eltern wurden zwangsverheiratet (Schweizer, übrigens), und scheideten sich natürlich kurz danach, die Mutter hatte keine Grundausbildung, der Vater hat sie aus der Wohnung geschmissen. An solche UNGEWOLLTE, NICHT VORAUSSEHBARE Entwicklungen denkt scheinbar kein einziger Antisozi. Man könnte auch sagen „Schlechtmensch“.

          IHNEN muss ich das nicht sagen, ich knüpfe nur an Ihrem Kommentar an.

          • Stefan Gisler sagt:

            Ganz einfach Herr Meier – die Realität lehrt einem, dass Steuergeschenke Löcher in die Gemeindekassen reissen. Dann wird gespart und zwar in der Regel auf Kosten der Familien – wie in Zug oder Luzern oder andernorts. Angführt werden die Sparbemühungen von der SVP!

    • M.Meier sagt:

      Wenn eine mittelständische Famile ein wenig unterstüzt wird damit die Mutter das Kind zuhause betreuen kann dann ist das nicht ok, wenn aber eine Immigranten-Familie zu 100% von der Sozialhilfe unterstütz wird und beide Eltern nur rumhängen dann ist dass voll Multikulti geil und Sozial-Romantik – total voll in Ordnung ?

      • Urs Schmid sagt:

        Sie haben den Artikel nicht gelesen. Tun Sie’s doch, plus auch noch andere Diskussionen zu diesem Thema und versuchen Sie Ihre Bombendebatte doch nochmals von vorne.

  • Max Brüllhardt sagt:

    ist schon traurig dass heute als reich gilt wer die Familie alleine ernähren kann; aber so ist es. Diese Initiative unterstützt die klassisch untstützungsbedürftigen nicht und deshalb ist klar was abzustimmen ist. Leider ist es so dass Parteien heute nur noch Initiativen lancieren zugunsten der Besitzenden. Aber das ist eben auch die Gruppe die über die finanziellen Mittel verfügt um solche Aktionen zu starten; das System funktioniert genau so

    • Reto B. sagt:

      Sehen sie, ich (und einige gleichgesinnte, würde uns nicht dem linken Spektrum zuordnen) finden sehr wohl, dass man auch mittelständischen Familien unter die Arme greifen soll. Wir finden, man soll alle Familien unterstützen. Wir finden insbesondere NICHT, dass eine Lösung, die die ärmsten aussen vor lässt, den mittelständischen einen kleinen Batzen und denen, die es sich leisten können, Mutter nicht arbeiten zu lassen und für Hausmädchen würde es auch noch reichen, am meisten, absoluter Humbug ist. Interpretiert in diese Initiative nicht alle Klassenkämpfe, Familienfälle und Wünsche rein!

      • R. Merten sagt:

        Die Armen in der CH bekommen alle Unterstützung von den Sozialwerken, Stiftungen und Spenden, Reto B.-. Zudem sind die Details der Familieninitiative noch gar nicht geregelt. Es geht hier ums Prinzip : Sollen die Kinder zu Hause durch ihre Mutter im vertrauten Umfeld erzogen werden oder in einer Krippe oder einem Hort mit fremden Betreuern zu allen möglichen oder unmöglichen Zeiten.

        • Reto B. sagt:

          Darum geht es mir eben nicht, es geht darum, die Wahl eines Familienmodells nicht steuerlich zu benachteiligen oder zu begünstigen. Diese Wahl soll jede Familie unabhängig von der Steuererklärung fällen dürfen. Deshalb NEIN zu der SVP Initiative. Ich weiss dass sie die Mutterpflicht daheim als eminent wichtig einschätzen, aber deshalb die anderen sterlich (wieder, seit der guten Änderung 2009) zu benachteiligen ist in meinen Augen Nonsens.

      • Silvia, parteifrei sagt:

        Ein Modell (DoppelverdienerIn / Fremdbetreuung) gegen ein anderes (EinfachverdienerIn/ zu Hause Betr.) auszuspielen, kann in sich selbst kein SINNVOLLES Argument sein! Leider geschieht dies im Moment konstant.Gesellschaftspolitische Wertvorstellungen werden über das Steuerrecht beeinflusst.
        „DER BUNDESRAT HAT EIN HERZ FÜR FAMILIEN“ war der Titel eines Artikel, der sich vor einigen Wochen in der NZZ finden liess: Die Familien, die die Herzen des Bundesrtes höher schlagen lassen, und die grosse Unterstützungsbeiträge geltend machen können, gehörten zur Klientes desselben, sind im Staatsdienst.

  • Goran sagt:

    Wenn verspruete SVP eine familiefreundliche Atmosphaere fuer die Benachteiligten und aermeren Menschen in der Schweiz? Erinnern sich die Leser hier als es um die Too big to Fail Kontroverse ging? Ich bin mir ziemhlich sicher, dass diese Partei am wenigsten Interesse hat, fue die Mittelschicht sich zu einsetzen. Also, naechste Wahlen: Denkt lieber nach, wen ihr waehlt, um euch im Parlament zu repreasentieren und ob sie wohl im Interesse hat, konstruktive Loesungen zu praesentieren.

  • Heinrich Vogelsang sagt:

    Jede finanzielle Entlastung für Familien ist hilfreich, auch die Familieninitiative. Wir haben eine Geburtenzahl von 1,5 Kindern pro Frau. Das läuft auf eine Bestandesreduktion der Bev. von 25 Prozent pro Genereration hinaus,was den Ruin für die Sozialwerke bedeuten würde. – Natürlich wird dies über Einwanderung ausgeglichen, aber ich bin der Meinung, anstatt einfach zuzuschauenn wie die eidg. Bevölkerung nach und nach ersetzt wird, sollten wir dafür sorgen, dass jene unter uns leichter Kinder haben können, die das auch wollen. Deshalb: Ja zur Vorlage von mir, einem Sozi.

    • Eli Habegger sagt:

      Ich bezweifle, dass Sie ein Sozi sind oder dann wären Sie einer der Cüpli-Fraktion mit genügend Einkommen, um von diesen Steuererleichterungen zu profitieren? Vielleicht auch nicht. Aber solche Steuerausfälle führen zu Sparpaketen, die ebenfalls die Sozialwerke angreifen. Die gleiche SVP greift die Sozialhilfe frontal an und trifft damit gerade auch Familien oder ältere Menschen, die aus dem Arbeitsmarkt geworfen wurden.

      • Heinrich Vogelsang sagt:

        Sie dürfen zweifeln, an was Sie wollen, Sie werden wohl kaum einsehen, dass es in dieser Initiative nicht um Sozi oder SVP geht, sondern materiell um die Entlastng von Familien. Auch massgebliche Teile des linken Lagers sind dafür und deswegen wird die Initiative angenommen. Unser Bruttofamilieneinkommen war bisher meist unter 100’000, aber als es ein, zweimal drüber war, hätten wir den Abzug gut gebrauchen können. Ausserdem macht die Idee vielleich Schule auf Kantonsebene – das wär sehr begrüssenswert.

    • urs sagt:

      und Sie meinen, wenn 50% der Bevölkerung zuhause die Kinder betreuen und KEINE Pension einzahlen (jedoch davon profitieren) werden die Sozialwerke wirklich gestärkt?

      • Marcel Peter sagt:

        Urs, eine Bevölkerung besteht nicht nur aus 50% Erwerbstätigen und 50% Kinderbetreuenden. Abgesehen davon sind die Sozialwerke durch unsere Gesellschaft finanziert und die Kinder mit Pension und einzahlen in einem Satz zu nennen….Hallo?

    • Hans Müller sagt:

      Herr Vogelsang, ist Ihnen klar, dass die Initiative auch zu einem Abbau der Leistungen für Familien führen kann? Im Initiativtext steht folgendes: „Eltern, die ihre Kinder selber betreuen, muss für die Kinderbetreuung mindestens ein gleich hoher Steuerabzug gewährt werden wie Eltern, die ihre Kinder fremd betreuen lassen“. Die Forderung der Initiative lässt sich also auch so umsetzen, dass der Fremdbetreuungsabzug gestrichen wird. Und genau dies werden viele Kantone angesichts der leeren Kassen tun. Wenn Sie wirklich ein Sozi sind, dann stimmen Sie NEIN!

      • Heinrich Vogelsang sagt:

        Viele Familien und Elternteile entscheiden sich nicht für das traditionelle Modell einerseits oder das Vollzeit-Doppelverdiener-Modell andererseits, sondern pragmatisch für eine Lösung dazwischen. Und viele Familien haben Kinder mal ein paar Jahre in einer Tagesstätte und dann wieder in der Eigenbetreuung – ja nach Job- und Lebenssituation. Warum sollen sie nur in speziellen Fällen einen Abzug kriegen? Sie sind in jedem Fall würdig, finanziell ein bisschen entlastet zu werden.

        • Hans Müller sagt:

          Haben Sie meinen Beitrag überhaupt gelesen? Ihre Antwort hat damit überhaupt nichts zu tun. Wenn die Initiative angenommen wird, stehen die Chancen gut, dass alle Abzüge gestrichen werden, egal welches Modell eine Familie wählt. So langsam aber sicher vermute ich, dass Sie nicht ein Sozi sind, sondern ein bezahlter SVP-Kommentierer.

          • Heinrich Vogelsang sagt:

            Erst mal gehts darum, dass alle Familien überhaupt die gleichen (teiwelise bereits existierenden) Abzüge machen können. Es geht in der Familieninitiave nicht darum, Abzüge abzuschaffen und von Sparprogrammen ist auch nirgends die Rede – das ist reine Angstmacherei von Funktionären und Parlamentarieren, die keine Eier haben, um sich in den Legislativen deises Landes gegen die SVP behaupten zu wollen. Möglich, dass man versucht in den Parlamenten Familienabzüge abzuschaffen, aber sowas kommt an der Urne (Referendum) nie und nimmer durch! Ich glaube, das wissen Sie auch, wenn Sie ehrlich sind.

    • Philipp Hofmann sagt:

      Komisch – ansonsten wird doch immer gejammert, dass die Schweiz übervoll sei, dass man reduzieren müsse, dass Überbevölkerung schädlich sei für ja so fast alles. Und das Argument, wonach man nur mit mehr Personen die Sozialwerke retten könne, erscheint für mich nicht mehr als ein klassisches Schneeballsystem.

    • Reto B. sagt:

      So sieht es aus: Die Kasse ist leer, sparen an allen enden ist angesagt. Wenn wir 1.4 Mia für Familien ausgeben wollen, dann bitte richtig: Zum Beispiel indem man für jedes Kind pro Monat 60.- kriegt (hab mal gelesen, dass es auf das rauslaufen würde). Aber nicht das ganze Geld (hauptsächlich) denen geben, die es am wenigsten brauchen (Bei denen der Papi über 150’000 verdient…), der Rest kriegt nämlich entweder nix oder nur ein paar wenige Fränkli…

      • Stefan Büchi sagt:

        All das ist auch mit der Initiative möglich. Wir haben drei Kinder. Ob meine Frau mehr arbeitet und wir dieses zusätzliche Geld gleich wieder für die Betreuung der Kinder ausgeben, ist etwa ein Nullsummenspiel. Wieso sollten wir im einen Fall einen Abzug machen können und im anderen nicht? Es geht hier um Gleichbehandlung, jenseits von links-rechts.

        • Stefan D. sagt:

          Weil im ersten Fall Ihre Frau Einkommen erzielt und damit Steuern zahlt. Und im zweiten eben nicht. Also können Sie von etwas wofür Sie keine Steuern zahlen etwas abziehen welches die anderen nur abziehen können weil sie auf dem zusätzlichen Einkommen auch Steuern zahlen. Ist das die Gleichbehandlung die Sie sich vorstellen, Herr Büchi?

  • Jakob Stalder sagt:

    Die Steuererleichterung ist bereits Tatsache bei den reichen Doppelverdienern, die ihre Kinder subventioniert in die KITA geben können. Dieses Vorrecht sollen auch diejenigen haben dürfen, die ihre Kinder selber betreuen.

    • kim kim sagt:

      Also mein Mann und ich sind wohl „reiche“ Doppelverdiener, somit entfällt aber auch der Anspruch auf subventionierte Plätze in einer Kita. Wir bezahlen die Krippe 100% selbst und in Zürich sprechen wir für 2 Kinder für 3 Tage von ca. 4’000.00 FR pro Monat(!) Der Abzug den wir bei den Steuern machen können ist einiges kleiner. Wir bezahlen zudem viel mehr Steuern seit dem wir verheiratet sind. Ist das etwa fair? Ich bin gerne bereit mehr Steuern zu bezahlen als Einkommensschwache, aber alles hat Grenzen.

      • Alexa sagt:

        @ Kim Kim. Auch Einverdiener-Familien sind verheiratet und zahlen die Heiratsstrafe. Das tut hier nichts zur Sache.

        • Reto B. sagt:

          Stimmt das wirklich? Also Papi würde allein und verheiratet etwa gleichviel Steuern zahlen (Progression greift in jedem Fall) und Mami zahlt nix und äääh nix, da kein Einkommen.

        • Angelo sagt:

          @Alexa: Ihre Aussage ist schlicht falsch. Die sogenannte „Heiratsstrafe“ bei den Steuern betrifft NUR Doppelverdiener und nicht Einverdiener-Ehepaare. Und selbst nur dann, wenn der Partner/Partnerin mindestens etwa Fr. 10’000 netto im Jahr vedient. Solche unqualifizierte Aussagen erschweren natürlich eine sachliche Diskussion erheblich.

      • friedel sagt:

        @kim kim: nicht bei den sozis, liebe kim kim. da hat die gier und den wunsch, alle gleich (arm) zu machen leider keine grenzen. und auch die ideologische verblendung ist so grenzenlos, dass jegliche andersdenkenden als rückständig, konservativ, asozial, populistisch oder auch braun verunglimpft wird. ist eben einfacher, als zu argumentieren! wieso jemand, der seine kinder zuhause grosszieht, anstatt sie in die staatlich regulierten kitas zu geben, nicht seine ihm entstehenden kosten abziehen dürfen soll, kann nach wie vor keiner der linken gegner erklären. nicht, dass mich das wundert…

      • Marcel Peter sagt:

        Drei Tage pro Woche oder drei Tage pro Monat für Fr. 4000.-? Also Fr. 2000.- pro Kind pro Monat für eine Krippe. Im Jahr also gegen Fr. 50 000.- ? Was heisst, der Abzug bei den Steuern sei wesentlich kleiner? Natürlich ist das viel weniger als Fr.50 000.-. Sowieso völlig absurd, eine fragwürdige Entwicklung. Arbeiten und das Geld wieder einzahlen damit die Kinder in der Krippe landen.

    • Amélie Müller sagt:

      Genau. Das Giesskannen-Prinzip ist hüben wie drüben eine Erleichterung für Reich UND Arm und daher zu überdenken. Ich kann die Argumentation von Frau Feri nur bedingt nachvollziehen, habe aber trotzdem nein gestimmt.

    • Albert Schwarzenbacher sagt:

      Sie haben den Artikel gar nicht gelesen, gell? Oder meinen Sie tatsächlich einfach die reichen Einmalverdiener?
      Wird die Initiative angenommen, werden die Gebühren weiter steigen (betrifft alle, vor allem Mittelstand und Arme), werden die Abzüge für die Fremdbetreuung gesenkt (betrifft vor allem Arme und Mittelstand), folgen weitere Sparpakete (betrifft wiederum alle und vor allem Familien).
      Ich rate Ihnen, sich noch mal Gedanken zu machen – und nicht nur den verführerischen Slogans auf den schwarz-weiss-roten Plakaten zu folgen.

    • Hans Müller sagt:

      Längst nicht alle Doppelverdiener sind reich. Es gibt viele Familien, bei welchen ein Einkommen nicht ausreicht und die deshalb auf ein zweites Einkommen angewiesen sind. Indem man diesen Familien die Möglichkeit gibt, dass beide Eltern arbeiten können, spart der Staat auch Sozialhilfegelder. Hinzu kommt, dass Doppelverdiener aufgrund des höheren Einkommens mehr Steuern abliefern.

      • Peter Meier sagt:

        Ich denke die meisten Leute verstehen das Wort „Doppelverdiener“ falsch. Das bedeutet mit nichten, dass so ein Haushalt doppelt so viel Einkommen hat wie ein Einverdienerhaushalt. Die Realität ist doch eher so, dass in einem Zweiverdienerhaushalt (besseres Wort) zwei Leute arbeiten müssen, um den gleichen Wohlstand zu erwirtschaften. Beispiel: Mein Chef verdient genug, also kann seine Frau zuhause bleiben. Bei mir als Mitarbeiter reichts halt nicht, die Frau muss auch etwas beisteuern. Nach Annahme der FI steht mein Chef noch besser da als wir, denn er muss keine teuere Krippe bezahlen.

        • Amélie Müller sagt:

          @Peter Meier

          Das mag auf die einen Familien zutreffen. In meinem Bekanntenkreis sind es aber hauptsächlich gut gebildete Elternpaare, die zusammen vielleicht 150-160 % arbeiten und ihre Kinder in dieser Zeit fremdbetreuen lassen. Sie verdienen klar mehr als mit einem Pensum von 100 %, auch nach Abzug der Betreuungskosten.

        • Petter sagt:

          @Meier: Ich mache genau die gleiche Erfahrung wie A. Müller. Die Doppelverdiener sind in der Regel Leute, die auch mit einem Einkommen ohne Probleme leben könnten. Aber da ja immer das neueste Auto in der Garage stehen muss oder sich beide selbstverwirklichen müssen, gehen beide arbeiten. Das Kind wird dann in die Kita „abgeschoben“.

          • Mila sagt:

            Denken Sie, diese Frauen bleiben zuhause, falls die FI angenommen würde? NEIN, denn sie könnten es sich ja jetzt schon leisten und tun es nicht. Kinder in Krippen „abschieben“ , was für eine Formulierung! Eine Frau, die ihren Beruf liebt, kann ihren Kindern etwas von ihrer Bereicherung weitergeben. Sie stellen Doppelverdiener als Materialisten dar, es gibt aber auch gut gebildete Leute, die ihre Berufung nicht einfach hinwerfen können oder wollen, weil ihr Beruf sie erfüllt und der Wiedereinstieg nach langem Unterbruch vielleicht kaum mehr möglich wäre.

  • Bruno Bayer sagt:

    Frau Yvonne Feri
    Wenn Sie den Fremdbetreuungsabzug nicht streichen, werden diese Eltern auch nicht benachteiligt!!
    Doppelverdiener mit hohem Einkommen, „Ihre Reichen“, profitieren dabei allerdings am meisten!!
    Kantonssteuern zahlen Alleinverdiener sehr wohl!!
    Nicht die Initiative, sondern Sie wollen ein Familienmodell bevorzugen.
    Vielleicht sollten Sie weniger Geld in der Welt verteilen, dafür etwas mehr die CH Bürger berücksichtigen!!

    • Albert Schwarzenbacher sagt:

      Dass der Fremdbetreuungsabzug gesenkt wird, ist aber implizites Ziel dieser Initiative – neben der SVP-üblichen Giesskanne für die Reichsten, der Portierung eines Familienbilds, das nur gerade in den 50ern bis 70ern Realität war und der allgemeinen Schwächung des Staats.
      Lesen Sie doch mal bizli mehr als „Weltwoche“ ud SVP-Propaganda. Sie werden staunen, wie komplex die Welt tatsächlich ist.

  • Thomas Beeringer sagt:

    Wenn es ja gemäss Ihrer Berechnung nur um 27% geht – wovor haben Sie denn so Angst? Gleichberechtigung sollte doch gerade in Ihrer Partei kein Fremdwort sein. Und genau dies will die Initiative – Gleichbehandlung für alle Familienmodelle, nicht mehr und nicht weniger. Am Bürger vorbei zu politisieren scheint auch bei der SP ein sicherer Wert zu sein. Das Resultat werden wir am 24. November sehen – ich denke es wird ein klares Ja, durch alle Bevölkerungsschichten. Das reflexartige Nein zu allen SVP Initiativen ist nicht speziell klug und kostet schlussendlich vor allem Wählerstimmen.

    • Amélie Müller sagt:

      Die Kosten für den ÖV und das Velo mit Kinderanhänger und den Kochkurs in der Migrosklubschule und den neuen Staubsauger kann die Hausfrau dann ebenfalls als Berufsauslagen geltend machen oder wie??
      Der Punkt ist doch, dass solche Auslagen nur von einem Einkommen abgezogen werden können. Studiert der eine Elternteil und der andere arbeitet, darf übrigens für die Kinderbetreuung auch nichts abgezogen werden. DAS sollte man mal überdenken.

  • simon sagt:

    Auch wenn ich einer SP Politkerin nur sehr ungern recht gebe, diese Initiaitve ist wirklich eine Mogelpackung. Einverdienerehepaare mit einem Bruttoeinkommen bis 100’000SFr profitieren gar nicht (da der Abzug nur für die direkte Bundessteuer gilt) jene die genug haben werden beschenkt…

    • Fred Niederer sagt:

      Sie liegen falsch. Die Initiative gilt auch in den Kantonen. Der Verfassungstext, dass kein Modell steuerlich bevorzugt werden darf, ist auch für die Kantone verbindlich! Ist ihnen entgangen, dass diverse Finanzminister der Kantone bereits am Jammern sind?? Kantonssteuern bezahlen übrigens auch solche die weniger als 100’0000 verdienen

  • Domenico sagt:

    Es ist dies eine Herdprämie verpackt in im Gewand eines Steuerbonus. Die Message der SVP ist klar: Frauen zurück an den Herd. Die Initiative ist unhaltbar, und zwar aus folgenden Gründen: 1. Ein Steuerabzug von nicht angefallenen Kosten ist systemwidrig; 2. arbeitende Frau bezahlt gegenüber der „Hausfrau“ Steuern und AHV, kriegt aber vom Staat nicht mehr Leistungen (z.B. ist AHV-Auszahlung gleich hoch); 3. die Steuerlast des Ehemannes der arbeitenden Frau wird aufgrund der Progression prozentual höher; 4.es werden Arbeitsplätze (Krippe, Haushaltshilfen etc.) generiert

    • Petter sagt:

      Finde ich interessant: In dieser Sache ist ein Steuerabzug von nicht angefallenen Kosten systemwidrig. Geht es jedoch um den Eigenmietwert gilt dies selbstverständlich nicht mehr. Verlogene Politik.

      • Peter Meier sagt:

        Wieso Ungerechtigkeit mit Unrecht begründen? Dann lasst uns doch den Eigenmietwert endlich abschaffen!

      • Domenico sagt:

        Beim Eigenmietwert sind die Vorzeichen umgekehrt, dort wird ein nicht existierender Ertrag dem Lohn fiktiv HINZUGERECHNET, der Hauseigentümer zahlt also drauf (kann den „Schaden“ zumindest teilweise durch den Abzug des angefallenen Finanzierungsaufwandwandes kompensieren)

        • Peter Meier sagt:

          Das kommt noch dazu. Wo aber ist bei der SVP Vorlage der fiktive Zuschlag auf das steuerbare Einkommen? Das wäre dann ein „Eigenbetreuungszuschlag“. Dann wäre es OK! Aber einfach so ein Steuergeschenkli ohne Gegenleistung? NEIN Danke SVP!

        • Adrian sagt:

          Der Ansatz ist aber interessant. Sollte die unsägliche Initiative am 24. November tatsächlich angenommen werden, könnte man den Selbstbetreuer-Abzug des alleinverdienenden Elternteils dem selbstbetreuenden Elternteil als fiktives Einkommen anrechnen lassen. Das wäre dann wohl aber nicht im Sinn der Initianten…;-)

  • Domenico sagt:

    2. Teil: Dazu kommet, dass es sich für die allermeisten Frauen gar nicht mehr rechnen würde, zu arbeiten, da ein grosser Teil des (Teilzeit-)Lohnes in die Betreuung fliesst. Rechnet man die erhöhte Steuerprogression der Familie dazu, bleibt auch bei gutverdienenden Teilzeitfrauen kaum mehr als CHF 1000/Monat. Auch dies wird nun mit der neuen Initiative egalisiert. M.a.W.: Die Mütter arbeitet inskünftig „gratis“ und verschwinden vom Arbeitsmarkt. Dies ist wohl das eigentliche Ziel der Initiative. Mit bestem Gruss, der streng bürgerliche Domenico (allerdings FDP)

    • Simone W. sagt:

      Zwei (bürgerliche) Daumen hoch 🙂

    • Heinrich Vogelsang sagt:

      Dummes Zeug, ein bisschen Steuern mehr oder weniger machen den Zweit-(teilzeit-)job per Saldo nicht zu einer hochrentablen Angelegenheit. Wenn die Volkswirtschaft mehr qut qualfiizerte Mütter im Arbeitsprozess will, dann fördert die Politik die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, indem sie gratis oder zu einem symbolischen Preis Tagesstrukturen für die Kinder zur Verfügung stellt. Schaut mal in der Kapitalismus-Hochburg Zug nach, wie es geht, dort haben sie es begriffen.

      • Stefan Gisler sagt:

        In Zug steigen die Kosten für Musikschule, Kinderbetreuung, die Schulklassen werden grösser und ein wichtiges Schulhaus wird nicht gebaut. Die Stadt hat auch für nächstes Jahr ein Sparprogramm auf Kosten von Familien (Bildung!) angekündigt. Familien können sich das Leben hier immer weniger leisten aufgrund der hohen Kosten. Dies alles, um Steuergeschenke für die Reichen zu finanzieren. Sparen für die Reichen würde mit den Ausfällen durch die SVP-Initiative weiter zunehmen, weil noch mehr Steuereinnahmen fehlen.

        • Heinrich Vogelsang sagt:

          Vergleichen wir doch hier nicht Äpfel und Birnen miteinander. In der Stadt Zug gibt es nach wie vor quasi gratis Tagesstrukturen für Kinder. In Zug ist das Budget aus dem Ruder gelaufen, weil der Steuerfuss gesenkt wurden (kommunal), die Gewinnsteuern für Unternehmen kantonal ins Bodelose abgesenkt und die Unternehmenssteuerreform (eidg.) auch bis in Kantone und Kommunen durchschlägt. Ausserdem steigen die Ausgleichzahlungen an den eidg. und kantonalen Finanzausgleich stetig. Das hat alles nichts mit der Familieninitiative zu tun.

  • Stefan Büchi sagt:

    Was hat man gegen die „nur“ 23 Prozent der Familien, die das „traditionelle“ Modell leben? Ich kann auch nichts mit dem Argument im Abstimmungsbüchlein anfangen, dass eine Familie, bei der die Mutter z. B. 30% statt 80% arbeitet, um die Kinder selber zu betreuen, „keine Kosten“ habe. Es geht hier nicht um die Bevorzugung eines Modells, sondern um Gleichbehandlung.

    • Peter Meier sagt:

      Niemand ist „gegen“ das traditionelle Modell. Viele würden es vielleicht gerne leben, können es sich aber nicht leisten. Die Nachkriegsjahre sind (auch in der CH) vorbei. Die Zeiten kommen auch nicht wieder, indem man die Frauen versucht zurück an den Herd zu drängen. Gegenfrage in der Annahme, dass Ihre Frau zuhause ist: wieviele tausend Franken müssen Sie für die Kinderbetreuung jährlich bezahlen? Es wäre einfach nicht fair, wenn Sie da auch noch einen Abzug zu gute hätten!

      • Franz Ebnöther sagt:

        @Herr Meier: Es ist deshalb fair, weil wir trad. Familien auf einen Zusatzlohn zu Gunsten unserer Kinder verzichten. Wir haben dieselben Kinderausgaben (Kleider, Versicherung etc.) Lediglich die spezifischen Krippenkosten fallen weg. Aber die muss man ja eigentlich aufrechnen mit dem entgangenen Lohn. Ausserdem kostet das Essen der Kinder zuhause auch Geld dass in der Krippe dabei ist. Unter dem Strich ist erst wieder Fairness hergestellt, wenn wir auch Abzüge geltend machen können. Ausserdem finde ich, dass Kinder in die Krippe stecken furchtbar ist für Kinder zwischen 0-3 Jahren!

        • Peter Meier sagt:

          Tja, Herr Ebnöther, die letzte Spitze konnten Sie sich nicht verkneifen, oder? Ich denke es geht gar nicht um diese Frage? Aber die guten Traditionalisten wollen allen anderen doch immer wieder ein schlechtes Gewissen machen.

          • Peter Meier sagt:

            Opportunitätskosten als Rechtfertigung für einen Steuerabzug. Das ist grotesk. So ist das halt: wer bewusst auf Erwerbsarbeit verzichtet, der muss auch keine Steuern bezahlen. Und mal ehrlich: wenn Sie es sich nicht leisten könnten, dann würde Ihre Frau auch arbeiten gehen.

      • Stefan Büchi sagt:

        @ Herr Meier: Wie Herr Ebnöter schreibt, sind die Kosten der entgangene Lohn; meine Frau arbeitet 30% statt 80%. Die Schwiegereltern, die unsere Kinder 2 Tage pro Woche betreuen, werden im Gegensatz zu Krippen vom Staat auch nicht subventioniert.
        Nach meiner Meinung sollte die Umsetzung (nach Annahme der Initiative) möglichst einfach sein: Pauschalabzug pro Kind in der Höhe, welche die Politik angemessen findet, unabhängig davon, wie eine Familie die Kinderbetreuung regelt.
        Ich möchte weder Frauen an den Herd noch Kinder in die Krippe zwingen.

  • Erich Schäfer sagt:

    Ich arbeit und meine Frau betreut unsere Kinder. Wir sind alles andere als reich…normaler Mittelstand!. Also hört endlich mit diesem Märchen auf nur Reiche könnten profitieren!
    Was ist denn Eurer Meinung nach reich? Wenn man auf Dinge verzichtet um die Kinder selber zu betreuen????

    • R. Merten sagt:

      Mit dieser Neidkomponente versuchen die Sozis, die Vorlage zu bodigen, Hr. Schäfer. Die Linken sagen aber nicht, dass jetzt schon gut Verdienende und Vermögende überdurchschnittlich mehr Steuern zu Gunsten der Allgemeinheit zahlen. Statt diese Steuerzahler zu schätzen, werden sie immer wieder abschätzig mit Reiche und Abzocker tituliert. Die Sozis sollen sich lieber Gedanken machen, wo und wie man sparen könnte. Das Potential ist riesig!

      • Fred Niederer sagt:

        @Merten: Und sie sagen auch nicht, dass auch mit den Fremdbetreuungsabzügen die gut verdienenden Doppelverdiener am Meisten profitieren, während die alleinerziehende Mutter mit dem Job an der Kasse, von diesen Abzügen überhaupt nichts hat.

      • Stefan Gisler sagt:

        Auch normal- und wenigverdienende sind StaatsbürgerInnen, die es zu schätzen gilt – nicht nur die „guten“ Steuerzahler. Sie sprechen als wollten Sie den Census wieder einführen. Abstimmen und Wählen dürfen dann nur noch die Besitzenden – alle anderen sollen diese höhere Kaste dann aber bitte „schätzen“.

      • Albert Schwarzenbacher sagt:

        Herr Schäfer, was verdienen Sie und wie viel Bundessteuern bezahlen Sie? Schon mal ausgerechnet, was Ihnen die Initiative tatsächlich bringt? Und was würden Ihnen höhere Kinderzulagen bringen, wie sie die SP schon lange fordert?
        Merten, hier diskutieren Erwachsene – Leute mit durchdachten Argumenten, die sich grösstenteils nicht nur auf Mantras und Gebetsmühlen beschränken. So sehr ich es Ihnen gönnen mag, dass Sie hier wie Gollum trollen und das ewig gleiche Gift versprühen können – wollen Sie nicht endlich mal auf der Sachebene landen, damit eine demokratische Debatte überhaupt möglich wird?

    • urs sagt:

      konkret, wieviel Bundessteuern bezahlen Sie? Und wieviel bezahlen Sie nach der Annahme? Bei mir betragen die Einsparungen durch den Abzug 1’200 CHF. Bei Ihnen?

    • Hans Müller sagt:

      Herr Schäfer, bezahlen Sie direkte Bundessteuer? Wenn nicht, dann sollten Sie bedenken, dass man von nichts auch keine Abzüge machen kann.

  • Sportpapi sagt:

    Eigentlich geht es eben nicht darum, wie wir unsere Gesellschaft gestalten möchten, welches Familienmodell wir bevorzugen und welche Rolle wir den Männern und welche den Frauen zuweisen. Eben gerade nicht. Sondern um die freie Wahl. Nur ist dafür die Initiative keine Lösung, ebenso wenig wie Streichung des sinnvollen Fremdbetreuungsabzugs. Das Problem sind die diversen Subventionen für die Fremdbetreuung, die deutlich reduziert werden sollten (bzw. wirklich nur denen ausgerichtet werden, die es dringend benötigen), um hier wirklich nicht einseitig ein Modell bevorzugt zu behandeln.

  • Rudolf Elmer sagt:

    Danke für den Beitrag Frau Feri. Das erklärt für mich alles und ich bin einmal mehr über die SVP enttäuscht, was die sogenannte VOLKSPARTEI hier vom Stapel gelassen Hat!

  • Heinrich Vogelsang sagt:

    Ewig dieses überflüssige Gejammer, wenn mal eine Erleichterung nicht exklusiv den Allerärmsten zugute kommt. Die Transferleistungen für die Armen in der Schweiz sind Gottseidank halbwegs in Ordnung, also jammern Sie nicht, Frau Feri. Es ist der Mittelstand, der immer stärker unter Druck gerät. Deshalb ist es auch in Ordnung, wenn der sinnvoll entlastet wird, wie im Fall der Familieninitiave. Als eingeschriebener Sozialdemokrat hab ich überzeugt JA gestimmt. Wenn ein Loch in der Kasse entsteht, soll man die Abzocker/Superreichen adäquat besteuern u. Paulschalbesteuerung schweizweit verbieten.

    • Stefan Büchi sagt:

      Und wenn man findet, dass bei Annahme die Reichen zu stark profitieren, so soll man die Abzüge verringern und stattdessen die Kinderzulagen erhöhen. Die Initiative will eine Ungleichbehandlung korrigieren. Wenn man Arme unterstützen will, so sollte man das auf eine bessere Art tun als durch Ablehnung der Initiative.
      Heinrich Vogelsang hat richtig erkannt, dass die Initiative nichts mit links-rechts zu tun hat, sondern mit Gleichbehandlung.

  • Petter sagt:

    Es kann genauso gut sein, dass die Mutter arbeitet und der Vater zuhause bleibt. Aber für die SP ist dies eben auch kein „ideales“ Familienmodell, da müssen beide arbeiten und die Kleinen in die Kita. In dieser Partei sind die Scheuklappen genauso eng wie bei der SVP.
    Es bleibt nur anzumerken, dass mir die Politiker mit ihren aufoktroierten Familienmodellen vom Hals bleiben und die Familien einfach so leben lassen sollen wie sie wollen.

    • Stefan Gisler sagt:

      Es gibt nur 1 ideales Familienmodell – dasjenige für das sich die Eltern gemeinsam entscheiden. Es ist unreif, sich hier gegenseitig zu unterstellen, das eine oder andere zu idealisieren. Darum muss die Politik dafür sorgen, dass möglichst verschiedene Familienmodelle für die Eltern auch zahlbar sind. Das heisst: Faire Löhne, tiefe Gesundheitskosten, zahlbare Kinderbetreuung, Ergänzungsleistungen wo nötig, etc. Wichtig ist, dass Unterstützungsmassnahmen gezielt eingesetzt werden und nicht nach dem Giesskannenprinzip nur für die besser Verdienenden, wie dies die SVP will.

      • Heinrich Vogelsang sagt:

        Alles richtig, bis auf den blinden Reflex, gegen alles zu sein, was von der SVP kommt. Denkverbote und Funktionärspropaganda helfen niemandem. Man muss die Familien entlasten, und zwar auch Mittelstandsfamilien, die keinen Platz in einer Krippe brauchen. Die wissen schon was sinnvolles mit dem Geld anzufangen – auch 100’000 brutto sind als Familie schnell aufgebraucht. Im übrigen fehlt es diesem Land nicht nur an finanziellen, sondern auch an ideellen Erleichterungen für Familien: Schwangere Frauen, die Schlange stehen gibts zB in Südamerika nicht, bei uns aber schon. Wäre leicht zu ändern…

  • Müller Peter sagt:

    Klar, wer kaum Steuern zahlt, dem ist es egal. Dem sind auch die immer höher steigenden Krankenkassenprämien egal. Der bekommt auch Sozialrabatte etc. etc.
    All das muss aber auch bezahlt werden und da kommt der Mittelstand ins Spiel. Der kann blechen und zahlen noch und noch. Niemand bestreitet das SP Familien-Idealbild, also liebe SPler lasst die anderen auch leben. Hausfrau ist auch ein Beruf … auch wenn das nicht ins linke Parteibuch passt. Wer zu Hause ist verursacht keine Zusatzkosten – Krippe etc. – sondern hilft Kosten sparen ….. auch dies sollte endlich thematisiert werden.

    • Simone W. sagt:

      „Hausfrau ist auch ein Beruf“
      Sofort mit Ihnen einverstanden. Ich kann mir eine Annahme der Initiative unter einer Bedingung vorstellen: der zuhause bleibende Elternteil wird vom auswärts Arbeitenden angestellt (mit allen Anmeldungen und Abgaben). Denn ja, sie haben recht, für die 2-4 Jahre, wo ein Kind Vollbetreuung braucht, kostet der betreuende Elternteil nichts. Aber spätestens wenn er dann pensioniert wird, bezieht er zB AHV, verursacht also Kosten, die er nicht im gleichen Masse mitträgt, wie jemand, der sein ganzes Leben gearbeitet hat (und trotzdem Nachwuchs hat).

  • Röthlisberger sagt:

    Mit 3 Kindern kann man sich leider auch keine Auswärtsbetreuung leisten, ausser man hat einen super Verdienst. Denn die Meisten erhalten keine Subventionen auf dem Land. Deshalb ist das Mindeste eine Steuererleichterung für diejenigen, welche die Kinder selber betreuen oder von Grosseltern betreuen lassen. Gleichbehandlung für Alle! Gut wäre es wenn sich die Wirtschaft mal den Zeiten der Schulen anpassen könnte und nicht umgekehrt. Also, ich verstehe die Frauen nicht, wenn sie noch gegen andere Frauen und Arten der Familienbetreuung sind und nur ihre Situation verstehen.

    • Amélie Müller sagt:

      Ich verstehe nicht, warum sie hier an die Frauensolidarität appellieren. An jedem Kind und seiner Betreuung sind ein Mann und eine Frau beteiligt. Wenn man alle Familienmodelle gleich behanden sollte, könnte man ja einfach den Kinderabzug erhöhen.

      • Röthlisberger sagt:

        Das stimmt. Nur habe ich das Gefühl, dass Frauen oft andere Frauen am Wenigstens verstehen. Wenn man den Kinderabzug erhöhen würde, dann müsste man aber die Fremdbetreuungskosten auch wieder streichen. So dass eben nichts besonders gefördert würde.

  • Heimat sagt:

    Ganz abgesehen davon ob die Initiative gut oder schlecht ist. Es wäre doch schön wenn mehr als 23% dieses Modell leben würden. Man sieht einfach, dass Kinder welche nur ein oder gar kein Elternteil zuhause haben viel öfters „abdriften“. Habe es selber erlebt bei vielen Kollegen. Die meisten die nicht betreut wurden von den eigenen Eltern hatten viel mehr Mühe wieder zurück auf den richtigen Weg zu finden. An Zufall glaube ich hier nicht. Dies waren auch immer die Kinder auf die man selber neidisch war weil die immer so lange draussen bleiben durften oder allgemein keine Regeln kannten.

    • Simone W. sagt:

      Jede vergleichende Studie (so viele gibt es noch nicht) zeigen zwar das Gegenteil auf…aber ja, ich glaube es ist typisch für Anhänger dieser Initiative den eigenen subjektiven Erfahrungen eher zu glauben als der Wissenschaft. 😉

  • Martin Schütz sagt:

    Das ist eine sehr einseitige und egoistische Argumentation. Es erstaunt, dass Frau Feri nicht aufgefallen ist, dass auch beim Betreuungsabzug, den sie ja soo gerne in Anspruch nimmt, die Reichen mehr profitieren. Die Familieninitiative schafft nicht nur Steuergerechtigkeit, sondern nimmt einen Teil des finanziellen Druckes beim Entscheid selber betreuen oder Fremdbetreuung. Dabei ist es übrigens in modernen Familien keine Frage mehr ob Frau, Mann oder beide die Betreuung übernehmen. Diese Initiative würde der SP auch gut stehen und nicht der ewig gestrige Geschlechterkampf.

  • L. Greub sagt:

    „Haus“-Frauen, die (nur?) den Haushalt managen, Kinder gebären, sie (mehrheitlich) pflegen und erziehen, seien ohne Einkommen? Das ist ein Trugschluss. Frauen, die zuhause sind und somit keinem ausserhäuslichen Erwerb nachgehen (müssen/wollen), haben sehr wohl ein Einkommen. Sie partizipieren nämlich am Einkommen ihres Partners, geniessen freies Wohnen, Essen, Kleidung, Freizeit; der Partner bezahlt Versicherungsprämien, Steuern, kommt für das Auto und die Ferien auf und überlässt der Ehefrau/Partnerin generell freie Hand, wie sie ihren Tag/Arbeit einteilen will inkl. Freigeld!

    • Peter Meier sagt:

      Und die ganze Arbeit der Frau ist sozusagen kostenlos und unversteuert. Wer keine Steuern bezahlt, der kann auch nichts abziehen. Übrigens: In Zweiverdienerhaushalten muss der Haushalt auch „gemanaged“ werden. Da teilen sich das Männlein und Weiblein in der Regel auf. Mehr Belastung, mehr Kosten…und deshalb ein Steuerfreibetrag.

  • Fred Niederer sagt:

    Typisch widersprüchliche linke Argumentation. Von der Familieninitative profitieren nur die Reichen, beim Fremdbetreuungsabzug soll es ganz aber anders sein!??? Fakt ist, von jeglichem Abzug profiteren vor allem die Reichen! Punkt. Die Initiative, die nur eine Gleichbehandlung aller fordert, bietet die Chance das System mit den Abzügen generell zu überdenken und dafür die Zulagen zu erhöhen. Steuertechnisch wäre es dann gerade umgekehrt. Die unteren Einkommen müssten die Zulagen nichts bis wenig versteuern und die oberen Einkommen, je nach Grenzsteuersatz, mit bis zu 25 bis 30%

  • Abdel Thuma sagt:

    Genau das, was Frau Feri den Initianten vorwirft, tut sie in doppeltem Mass. Will sie doch nur ein Familienmodell finanziell fördern. Die Initiative lässt wenigstens die Wahl.
    Und noch was: Aus jeder einzelnen Zeile von Frau Feri trieft es vor Missgunst, wenn sie in einem Fort von den Reichen spricht.

  • Marcel Zufferey sagt:

    Im Initiativtext steht: „Betreffend die kantonalen Steuern steht die SVP zum föderalistischen System der Schweiz und unterstützt die Autonomie der Kantone. Der obige Formulierungsvorschlag überlässt es der Freiheit des kantonalen Gesetzgebers, ob er Betreuungsabzüge gewähren will oder nicht. Es wird also keine verfassungsmässige Verpflichtung, Betreuungskosten zum Abzug zuzulassen, geschaffen.“ Was den Abzug selber anbelangt: Hierbei handelt es sich um Opportunitätskosten- analog zum Eigenmietwert, der ein fiktives Einkommen darstellt.

    • Reto B. sagt:

      Ist in meinen Augen schon noch ein bisschen ein Unterschied, ob man aufgrund von fiktivem Einkommen Steuern zahlt oder spart. Ich würde auch gerne einen fiktiven Abzug machen, so dass ich dann keine Steuern mehr zahlen muss, dieses Geld aber de facto trotzdem haben.

  • Dan Bourque sagt:

    Es ist eben nicht so, dass alle Familien in der Schweiz gleich behandelt werden. Es fliessen Milliarden in Kinderkrippen, Ganztagesschulen, Mittagstische etc. Zweiverdiener-Haushalte werden in der Schweiz bevorzug, Familien, die sich selbst um ihre Kinder kümmern, benachteiligt. Das klassische Familienmodell hat sich bewährt und sollte die gleiche Chance erhalten. Kindererziehung ist keine Staatsaufgabe, Ja zur Familieninitiative. Und an alle, die noch zögern: Wenn die SP so vehement dagegen ist, kann die Idee nur gut sein.

  • Peter H. Kuhn sagt:

    Es ist ja sonnenklar: Diese gute Volksinitiative stammt eben von der SVP! Da kann doch die Linke nicht über ihren dunkelroten Schatten springen! Ist es nicht so, dass viele Frauen – nach dem durchsichtigen SP-Modell- arbeiten, weil sie sich mehr gönnen wollen? Weil man eben zwei Mal pro Jahr Ferien machen will? Weil man, wegen dem Doppelberuf, der Selbstverwirklichung, auch zwei Autos haben muss? Da ist es ideal, wenn man die Kinder in der Krippe versorgen kann. Es sind nicht alles Arme, die auf die Krippe angewiesen sind. Die selbst- versorgenden Familien haben Anrecht auf Gleichbehandlung!

    • Dorothea Honegger sagt:

      Ich arbeite 60%, weil ich auch einen Beitrag ans Familieneinkommen leisten möchte und mein Mann 80% weil er Zeit mit unseren Kindern verbringen möchte. Zwei Tage sind sie in der KITA, weil unsere Arbeitgeber uns kein tieferes Pensum erlauben und die Grosseltern viel zu weit weg wohnen. Wir haben kein Auto. Vom Zusatzeinkommen bleiben uns nach Abzug von zusätzlichen Steuern und KITA-Kosten gerade mal 1000 CHF monatlich. Wahrlich keine Summe, um sich viele Ferien zuleisten und die Doppelbelastung zu entschädigen. Mit Annahme der Initiative wird sich unsere Arbeit noch weniger lohnen.

    • Reto B. sagt:

      Sie sollten sich schämen, Mütter so zu diffamieren. So sehen sie es also? Die Mütter leisten sich ein judihui Leben, während das arme Kind in der Krippe nach Mama heult. Können sich 10 Wochen Bahamas leisten, ein Haus am Züriberg und 5 Autos, bloss weil das arme Kind in der Mine schuften muss unter Stalin… Ja da sollte man wirklich der Frau mal den Weg zeigen, das kann doch nicht wahr sein!

  • Phil Lizers sagt:

    Was für eine falsche Behauptung! Die Gegner spielen mal wieder die Neid-Karte, die Hass-auf-Reiche-Karte! Wenn schon, dann müsste gesagt werden, dass es vor allem die reichen Akademiker-Doppelverdiener sind, die profitieren, indem sie einen fetten Lohn kassieren und sich auch noch die Krippe vom Staat subventionieren lassen und die Kosten sogar noch von den Steuern abziehen können!

    • Erwin Mehli sagt:

      Und als die SP die Kinderzulagen erhöhen wollte – und ihr das Parlament folgte – da war es aber kein Problem, dass auch Reiche (wie Arme) in den Genuss dieser Mehrzahlungen kamen. Da war kein Wort von Giesskannensystem. Kein Wort, dass auch Reiche profitieren. Kein Wort, dass auch reiche Akademiker-Doppelverdiener profitieren die einen fetten Lohn kassieren. Kein Wort von alle dem. Aber bei der SVP, da natürlich ist das exakt selbige plötzlich unerhört. Ui, im Sozialwesen gibt es ein Gieskannensystem – was ganz neues!

  • Gunnar Leinemann sagt:

    Man muss eine Initiative der SVP gar nicht erst durchdenken um zu wissen, dass sie allein darauf ausgerichtet ist, die erzkonservative, antiquierte und schlicht erbärmlich engstirnige Ideologie dieser schweizerischen Sektion der Tea-Party zu untermauern und weiter gesellschaftsfähig zu machen. Man hatte sich ja auch vor einigen Jahren noch dagegen gesträubt, das Gewalt gegenüber der Ehefrau als Offizialdelikt behandelt wird.

  • tobias m. sagt:

    Wenns den Reichen gutgeht, fallen für den Rest immer auch ein paar Brosamen ab. Das hat die SVP ganz richtig erkannt.

  • Atillo Subito sagt:

    Eine Familie gründen und sich Kinder wünschen bedarf einer grossen Eigenverantwortung. Leider wurde ein grosser Teil dieser Aufgabe dem Staat übertragen, indem die Kinder im Hort ’abgeliefert’ und abends wieder abgeholt werden können. Es ist somit nicht mehr als recht, wenn eigenverantwortliche Eltern, welche die Kinder zu Hause betreuen, auch in den Genuss einer Entschädigung gelangen. Davon profitieren nicht nur die Reichen, wie die Neidpartei uns weismachen will. Der dumme Pendlervergleich hinkt sowieso. Wie ist denn z.B. ein Grundeinkommen für alle zu rechtfertigen – auch für die Faulen?

    • Albert Schwarzenbacher sagt:

      Die meisten Horte sind privat. „Staatskinder“ gibts nur in der Propaganda der SVP und in den Köpfchen ihrer leichtgläubigen Anhänger. Und was ist die Schule für Sie? DIE ist tatsächlich staatlich – Ihr „Argument“ ist kein bisschen durchdacht.
      Und nun widerlegen Sie den Artikel auf der Sachebene. Wier sollen ärmere Familien profitieren, wenn sie gar keine Bundessteuern bezahlen? Weshalb soll man basierend auf einem nicht existenten Einkommen plötzlich Abzüge für nicht geleistete Ausgaben machen können? Und warum müssen Familienfrauen dann keine Steuern bezahlen auf dieses fiktive Einkommen?

    • Simone W. sagt:

      Kurze Frage: wie lange kann ich „Betreuung“ geltend machen?
      Konkret: wenn ich zu Hause bleibe um meine 6 und 8jährigen Kinder zu betreuen, darf ich dann gleichviel abziehen, wie wenn meine Kinder 1 und 2jährig sind?
      Und wie sieht es aus, wenn ich mir ein Muttersöhnchen ranziehe, das mit Mitte 20 noch zuhause sitzt…? 😉

  • Anton Keller sagt:

    Ist es denn besonders fair, dass die Krippen massivst subventioniert werden und oben drauf noch der Restbetrag von den Steuern abgezogen werden kann? Private Lösungen – welche viel billiger und besser wären – werden so verunmöglicht. Wir haben unser Kind an einem Tag zu einer anderen Mutter gegeben und haben deren Kind einen Tag gehütet.

  • Bernhard Piller sagt:

    Die Familieninitiative zielt ab auf Wiederherstellung von Gerechtigkeit und nicht auf Familiensubvention. Wenn die Kinderbetreuung wirklich Berufsaufwand wäre, dann würden diese Kosten das effektive Einkommen vermindern und müssten wie z.B die Fahrkosten als Abzug zugelassen werden. Kinderbetreuung ist jedoch nicht Berufsaufwand und wenn sie durch Steuerabzug subventioniert wird, dann ist es fair, wenn sie auch subventioniert ist, wenn dies die Eltern machen.
    Die Unterstützung von Familien mit Kindern findet bei den Kinderzulagen statt und mit tieferem Steuersatz in einigen Kantonen.

  • Marcel Zufferey sagt:

    Anmerkung: Was den Rollenwandel anbelangt und die z. Z. gelebten Rollenmodelle- also man könnte ja langsam meinen, wir befänden uns in einer Theateraufführung, wirklich- der kann auch einen Beitrag im Mamblog googlen: ‚Die Legende vom Rollenwandel Mamblog‘. Wie Frau Feri auf nur 23 Prozent kommt, in denen das Haufrauenmodell gelebt wird, ist mir schleierhaft: Es sind gegen 30 Prozent!

  • Charles Neuer sagt:

    Wieder mal das klassische schüren von Neid von linker Seite! „Reich“, was für ein böses Wort. Und dann noch im Zusammenhang mit der Tatsache, dass man auch mit einem Einkommen (bei entsprechenden Abstrichen) als Familie ganz gut über die Runden kommen kann. Aber dank der SP-Sprachregelung darf ich mich jetzt endlich „reich“ fühlen! Danke!!!

  • Gerold Zumbühl sagt:

    Ich bleibe 2 Tage die Woche zu Hause, meine Frau auch 2. Eine Krippe können wir uns nicht leisten, dank einer Tagesmutter können 1 Tag die Woche beide arbeiten. Wir profitieren also kaum von einem Steuerabzug für die Fremdbetreuung. Warum sollen es die Gutverdienenden? Ein Abzug bei Selbstbetreuung würde die Steuern aber WIRKLICH senken, und ich könnte mir mit dem Eingesparten endlich einen Zahnarztbesuch leisten. Sorry, aber die SP-Leute haben keinen Bezug zur sozialen Wirklichkeit, deren Sprachrohr sie sein wollen. Ich stimme JA, und nein, ich bin definitiv kein Rechtswähler.

    • tsigrist sagt:

      Sie können ja die Tagesmutter abziehen ist Fremdbetreuung. Eben weil sich die ärmeren die Krippe nicht leisten wird die für diese subventioniert. Wenn Sie wenig Steuern bezahlen, können Sie auch nicht viel abziehen. Schade das Sie das nicht sehen.

  • Markus Elmer sagt:

    Meine Erfahrungen sind diese: In meinem Umfeld kenne ich viele Doppelverdiener, aber die Mehrheit sind Akademiker, die gar nicht auf zwei Verdienste angewiesen sind. Die geben ihre Kinder in subventionierte Krippenplätze ab (die Milliarden kosten) und können dann erst noch einen Steuerabzug geltend machen. Die Linke findet das natürlich toll, weil so für ihre Pädagogen-Wählerschaft Vollbeschäftigung und gute Löhne garantiert sind. Die Normalfamilien werden gleichzeitig bekämpft und als reicher, elitärer Kreis hingestellt, die Abzocke betreiben. So kann man die Wahrheit auch verdrehen…

    • Linus Stamm sagt:

      Elmer: Sind Sie sicher, dass Akademiker die Krippenplätze subventioniert bekommen? Es gibt doch eine Obergrenze beim Verdienst, wo dann keine Subventionen fliessen. Wir sind Doppelverdiener (beide 80%) und zahlen den vollen Tarif für die Krippe u das ist ok so! Ich hoffe inständig,dass bei einem JA, nicht allzuviele Frauen sich für Selbstbetreuung entscheiden u dadurch grosse Löcher in den Arbeitsmarkt reissen,die mit noch mehr Zuwanderung ausgeglichen werden müssen.

  • Pascal Dietrich sagt:

    Frau Feri stellt das Anliegen der Initiative falsch dar: Es geht eben gerade nicht darum, welches Modell man bevorzugt, sondern dass der Staat kein Modell bevorzugen, sondern alle gleichbehandeln soll. Ich zum Beispiel habe mein Arbeitspensum auf 80 % reduziert, damit wir unseren Sohn nicht fremdbetreuen lassen müssen. Wir haben als Familie dadurch also eine Einkommenseinbusse, und es ist nicht mehr als richtig, wenn diese durch einen Abzug (zu einem kleinen Teil) ausgeglichen wird. Dass die Init. nur Reichen dient, ist schlicht falsch!

    • Amélie Müller sagt:

      Warum soll der Staat das berappen? Das ist doch Ihr Entscheid und Ihr Kind.

      Da hat der Staat echt wichtigere Baustellen.

      • andereggr sagt:

        @Pascal Dietrich: Ich verstehe das so, dass Ihre Frau 20% arbeitet. Da können Sie aber gemäss Initiative gar nichts abziehen. Sie sind ja nicht Alleinverdiener. Es profitieren tatsächlich nur Gutverdienende. Wer wenig Steuern bezahlt,, spart kaum oder gar nichts.

  • Erna Frick sagt:

    Was für eine perverse Verdrehung durch die Linken! Eine Gleichbehandlung ALLER Mütter wird zu einer Ungelichbehandlung behauptet. Verdrehen, denunzieren und schlechtreden gehören seit eh zum Standard-Repertoire der Linken! Die SP und verbandelte Trittbrettfahrer wollen nicht Selbstverantwortung; es geht AUSSCHLIESSLICH darum, Betreuungsformen vorzuschreiben und bei der Kinderbetreuung neue staatliche Stellen zu schaffen und diese über Steuergelder zu finanzieren! Gleichstellung und Gleichberechtigung sind für die Linken nur Vorwände, die eigene Klientele mit materiellen Vorteilen zu bedienen.

  • Martina Siegenthaler sagt:

    Ich bin nach wie vor der Meinung, dass gar niemand Abzüge machen dürfte und wir denen, die wirklich auf einen Krippenplatz angewiesen sind, diesen gratis anbieten sollten. Das jetzige Modell fördert die Konsum- und Wegwerfgesellschaft. Wenn schon, gilt es dieses zu bekämpfen und nicht noch mehr Geld auszuschütten, liebe SVP.

  • Hans Müller sagt:

    Seien wir ehrlich: Im Prinzip ist das heutige Modell hauptsächlich attraktiv für jene Fälle, wo beide arbeiten und sehr wenig oder „relativ“ viel verdienen, also bevorzugt es hauptsächlich Ausländer und beim Staat angestellte Cüpli-Sozialisten. Wenn ein lohnmässiges Gefälle besteht zwischen Mann und Frau, dann ist das heutige Modell kaum attraktiv genug, um den Schlechterverdienenden zur Arbeit zu motivieren, erst recht nicht, wenn der Schlechterverdienende einer körperlich anstrengenden Arbeit ohne Perspektiven nachgeht. Von „Gerechtigkeit“ im jetzigen Modell kann also auch keine Rede sein.

  • wale sagt:

    Wieder mal so eine „Typisch-Schweizerische“ Initiative, getreu dem Motto:
    Die Reichen werden immer reicher,
    Die Armen? Zahlreicher !

  • Fraetty Fraettchen sagt:

    Danke für die vielen familienfeindliche Kommentare. Meine Familie und ich würden sehr wohl von dieser Initiative profitieren. Stellen Sie sich vor meine Frau arbeitet Teilzeit und ich 100% und wir betreuen trotzdem unsere Kinder (4, 8 und 14) nur zu Hause. Ich verdiene auch kein Reichensalär sondern unterer Mittelstand – Steuern etwas rund 10’000 – glauben Sie mir damit macht man keine grossen Sprünge! Deshalb stimme ich Ja!

  • Lars Peters sagt:

    Reich wird man nur durch Habgier.
    Tüchtigkeit spielt keine Rolle.
    Und reich werden auch immer nur die anderen.
    Es sind die, die durch Herkunft, Bildung und Vorsehung privilegiert sind
    Und weil das ungerecht ist, dürfen Reiche weder ein besseres Leben haben, noch sind ihnen ihre Vorteile zu gönnen.
    Von ihrem Reichtum muss (idealerweise per Gesetz!) abgeschröpft werden, bis alle die gottgegebenen Gerechtigkeit und Gleichheit auf Erden erfahren.
    Deshalb muss die Initiative abgelehnt werden. Sie ist schliesslich von der SVP…

  • Max Bertold sagt:

    Frau Feri, immer wieder das gleiche Lied vom ‚modernen‘ Familienmodell. Für mich kling das nicht anderes als ich will, ich will, ich will, nämlich Kinder haben, keinen Mann der auf die Nerven geht um sich haben, und trotzdem noch am sog. ‚gesellschaftlichen Leben teilnehmen‘. Sein Leben so aufbauen, dass der Nachbar via teure Umverteilungsmaschine für das eigene Leben aufkommt ist nichts anderes als Egoismus.
    Für den Fall der Krankheit und Todesfall muss selbstverständlich ein passendes Modell vorhanden sein. Aber ansonsten ist der Mann ja immer noch existent, oder nicht?

  • Sergio sagt:

    denkt überhaupt noch jemand an die kinder?? es funktioniert durchaus auch mit einem handwerkerlohn eine Familie durchzubringen bei der die mutter zuhause bleibt. wir brauchen keine loft, 2 Autos, teure ferien, flatscreen, tablets, und dergleichen! mitzuerleben wie die kinder aufwachsen ist tausend mal mehr wert als alle karrieremöglichkeiten zusammen. diese standard-erhaltungs-ausreden um egoistische Bedürfnisse der Doppelverdiener zu rechtfertigen sind scheinheilig. ein Kind braucht Eltern die lieben und sich kümmern. und keine konsumzombies die nur mit sich selbst beschäftigt sind!

    • Reto sagt:

      Ach komm. Flatscreen und Tablet gehören also schon dazu und kosten ja auch nicht alle Welt.

      Ich persönlich würde finanziell wohl mit ein paar Franken profitieren, aber ich der Witz an der Sache ist doch schon, dass Familien, die knapp dran sind und kaum Steuern bezahlen, von so einer Änderung überhaupt keinen Vorteil haben.

      Mit einer Zulage im Stile der Kinderzulage, bei der jeder gleich viel (in CHF) bekäme, wäre wohl vielen mehr geholfen. Wer sowieso schon gut verdient, gibt einen grösseren Teil der Zulage wieder mit den Steuern ab und die andern können einen grösseren Anteil behalten

      • tsigrist sagt:

        Wir arbeiten beide und haben keine Loft und auch nur ein kleines Auto. Reich sind die die viel verdienen und nicht weil man zwei Einkommen hat. Mein Mann und ich verdienen zusammen viel weniger als mein Chef, wessen Frau zuhause sein kann. Er hat ein grosses Auto und wohnt in einer Villa am See und wenn Sie die Initiative annehmen, hat er noch mehr Geld – Also ganz klar NEIN zur Initiative.

    • L. sagt:

      ein Kind braucht Eltern die lieben und sich kümmern. und keine konsumzombies die nur mit sich selbst beschäftigt sind – besser kann man es nicht sagen.
      Kinder muss man haben – gehoert heute dazu wie das zweit oder dritt Auto und die dritten oder vierten aufwaendigen Ferien – sich selbst darum kuemmer, nein ¨- das ueberlaesst man geschultem Personal und Lehrern – die Selbstverwirklichung ist wichtiger

  • Olivia Streller sagt:

    Wer so arm ist, dass er keine Steuern zahlt, dem hilft so oder so kein Abzug. Diese Bevölkerungsgruppe zahlt aber auch keine Krankenkasseprämien usw.
    Personen wie ich hingegen, die zum Mittelstand zählen, aber weit davon entfernt sind reich zu sein, erhalten wenig Unterstätzung und werden überall voll zur Kasse gebeten. Daher stimme ich ganz sicher für ja. Lasst euch nicht geneneinander ausspielen! Beides kann richtig sein, zu Hause zu bleiben oder arbeiten zu gehen, jeder sollte selbst entscheiden können und gleich behandelt werden.

  • Mark Altheer sagt:

    Liebe Frau Feri, ich verdiene netto ca. CHF 90’000.–. Wir verzichten auf gewisse Dinge wie kostenspielige Sommerferien oder ein 2. Auto. Meine Frau betreut zuhause die KInder. Glauben Sie wirklich dass das „reich“ ist? Ich will nicht jammern. Es geht uns gut und wir müssen nicht jeden Rappen umdrehen. Aber hören Sie auf davon zu reden dass diese Initiative nur „reichen“ Familien hilft. Sie hilft vor allem dem Mittelstand und den verantwortlichen Eltern die sich zu Gunsten der Kinder bewusst einschränken. Das ist auch gut so. Diese 23% der Fam. sind das tragende Element in dieser Gesellschaft.

    • Simone W. sagt:

      Sorry, Herr Altheer, dh Sie verdienen pro Monat rund 7500.- und das ist viel Geld; aus Ihrer Sicht nicht reich, aber mehr Geld als einige Doppelverdiener nach Hause bringen! Und da halt der Mittelstand systematisch demontiert wird (von rechts wie von links), werden Sie automatisch zu den Reichen und nicht zu den Armen gezählt!

      • Heinrich Vogelsang sagt:

        Es gibt nicht nur Arm und Reich in der Schweiz, sondern vor allem gibt es den Mittelstand . Die Armen erhalten Transferleistungen, und die Reichen werden nur äusserst zurückhaltend um ihr Mitwirken zum Gemeinwohl gebeten. Es ist deshalb nicht falsch den Mittelstand, insbesondere den unteren Mittelstand zu entlasten, in diesem Fall den Mittelstand mit Kindern. Dies stellt im höchsten Masse zukunftsfähiges und staatserhaltendes Handeln dar.

    • Blunt Stone sagt:

      Netto 90’000 ==> Bundessteuer verheirateten Tarif: ca. 1000.–
      Nach Annahme der Initiaitve: Netto 70’000 ==> ca 730.– . Das heisst mit einem guten Einkommen (netto 90’000) sparen sie unglaubliche 270 CHF PRO JAHR! Schlechter Verdienende werden noch viel weniger Steuern sparen können, aber alle diejenigen welche sehr viel mehr verdienen, werden umso mehr Steuern sparen. Familien unterstützen ja gern, aber nicht so! Die Initiative ist bloss für sehr gut Verdienende der oberen 10’000. Die SVP schmiert somit den kleinen Brötchenverdiener bloss Honig um den Mund. Daher ein klares NEIN.

      • Mark Altheer sagt:

        An die beiden Kritiker meiner Zeilen: 7500.- viel Geld? Wo leben Sie eigentlich!? Soll ich ihnen mal vorrechnen was das Leben so kostet? Reich ist jemand der Mio. verdient! Es geht auch nicht wirklich um CHF 270.- sondern um FAIRNESS UND GLEICHBEHANDLUNG! Abgesehen davon: Doppelverdiener die es sich leisten können ihre Kids an mehreren Wochentagen in die Krippe abzuschieben scheinen es ja zu vermögen. Wer ist jetzt reich? Besserverdiener sind wohl eher die Cüpli-SP’ler und ach so tollen progressiv denkenden „Akademiker“ und „Karriere-geilen“. Nicht mit mir! Deshalb klares JA!

  • Alexa sagt:

    Der Staat hat kein Familienmodel zu bevorzugen. Jede Familie sollte frei nach ihren Gegebenheiten wählen können wie sie die Kinder erzieht!
    Kurzes Beispiel – wohlwissend das Kinder keine Autos sind. Fahre ich als Familie einen Skoda erhalte ich Abzug. Fahre ich als Familie einen VW zahle ich. Egal ob der VW bereits eine Rostlaube ist oder wie ich mir dieses Auto geleistet habe. Egal ob der Skoda allen Luxus hat. Nur weil VW draufsteht muss ich mehr zahlen? Obwohl beide Autos Unterhalt kosten und man damit von A nach B fährt. Die Initiative schafft Gleichheit bei den Steuern und das ist nötig

  • Gion Saram sagt:

    Solange die Versteuerung eines fiktiven Einkommens (Eigenmietwert) als legal angesehen
    wird, solange finde ich auch einen Steuerabzug für einen fiktiven Aufwand (Fremdbetreuung) nichts
    anrüchiges. Zurzeit wird eine Familie die ihre Kinder in einer Krippe abliefert und dadurch
    staatliche Subventionsleistungen in Anspruch nimmt für dieses Verhalten mit einem Steuerabzug
    belohnt. Familien die hingegen die Betreuung der Kinder selber übernehmen ohne dem Staat Kosten
    zu verursachen werden für dieses selbstverantwortliche Verhalten bestraft.

  • Gion Saram sagt:

    Die Botschaft des Staates
    des Staates via Steuergesetz scheint zu lauten, Mütter, fokussiert euch auf’s Kinder gebären und
    arbeiten gehen und überlasst die Erziehung eurer Kinder gefälligst uns dem Staat. Ein bisschen wie
    im alten Sparta, wo die Kinder der einzelnen Bürger auch als eine öffentliche Angelegenheit angesehen wurden.

  • Hans - Ulrich Vogt sagt:

    Das „dumme“ Volk will laut Umfragen wieder einmal nicht so, wie Presse und SP das wünschen, deshalb ist die tägliche Dauerbearbeitung angelaufen! Frau Feri verschweigt die Kosten der, von der SP bevorzugten JEKAMI- Famillienformen und der entsprechenden Erziehung der Staatskinder in KITA`s. Die alleinerziehenden Mütter stellen einen Grossteil der Sozialhilfeempfänger. Das kostet den Steuuerzahler einiges. Ein KITAplatz kostet locker Fr. 12`000 / Jahr. Wie die neuberufstätigen Mütter soviel verdienen wollen, dass für den Staat entsprechende Steuermehrerträge erzielt werden, weiss die SP nicht.

  • theo tobler sagt:

    Sosehr wir die Gegenargumente verstehe, sosehr fühlen wir uns von ihnen vergessen. Wir verzichten bewusst zu Gunsten der Erziehung unserer Kinder auf ein zweites Einkommen. Wir wohnen bescheidener, essen preiswerter, machen Ferien wo und wie es gerade geht. Meine Frau kümmert sich um Erziehung und Haushalt. Wie vielen Frauen fehlt es ihr an Wertschätzung für diese Tätigkeiten, die wichtig sind, geradezu existentiell. Die steuerliche Gleichbehandlung wäre da nur ein kleines Zeichen, eine Form der Respektbekundung in einer Zeit in der der Job der Hausfrau gesellschaftlich als minderwertig gilt.

    • Albert Schwarzenbacher sagt:

      Oh, wir finanzieren zum Beispiel die ganze Altervorsorge Ihrer Frau und die allfällige Witwenrente, nicht?
      Und meinen Sie, berufstätige Eltern müssten sich nicht auch noch um den Haushalt kümmern? Die haben eine Doppelbelastung, wo Sie – mit Verlaub – eine günstige Dauer-Haushaltskraft zuhause haben.
      Und was heisst steuerliche Gleichbehandlung? Zahlen Sie denn Steuern auf das fiktive Einkommen Ihrer Frau? Nicht, oder? Wovon wollen Sie also Abzüge geltend machen?

    • tsigrist sagt:

      Auch wir können uns keine Ferien leisten und haben nur ein kleines Auto, wohnen in einer Wohnung, obwohl ich Teilzeitarbeite. Als ich beide Kinder in die Krippe gebracht habe, habe ich sogar darauf gezahlt, dass ich arbeiten gehen kann. Wusste aber, dass es nur ein Jahr so sein wird, weil meine Grosse jetzt in den Kindergarten geht. Mein Chef hingegen verdient viel mehr als wir, seine Frau kann zu Hause bei den Kindern sein und wird die Initiative angenommen, hat er noch mehr Geld als wir. Weil mein Abzug wird ja an meinem Lohn abgezogen, auf dem Lohn von meinem Mann gibt es keinen Abzug! NEIN

  • Hans Müller sagt:

    Offensichtlich haben hier viele das Gefühl, es gehe bei der Initiative darum, die Familien ohne externe Betreuung AUCH zu entlasten. Das ist leider falsch. Lest doch mal den Initiativtext, der geht so: „Eltern, die ihre Kinder selber betreuen, muss für die Kinderbetreuung mindestens ein gleich hoher Steuerabzug gewährt werden wie Eltern, die ihre Kinder fremd betreuen lassen“. Die Initiative kann also auch so umgesetzt werden, dass die Unterstützung für BEIDE Familienmodelle gestrichen wird. Und genau dies werden die Kantone angesichts der leeren Kassen tun. Darum NEIN zur SVP-Mogelpackung!

    • L. sagt:

      ich bin weder SVP Mitglied noch von Fan dieser Partei, aber mein Eindruck; was auch immer fuer eine Idee diese Partei aufgreifft wird von vielen einfach mal abgelehnt. Ohne sich Gedanken zu machen, ganz einfach weil diese Partei so verhasst und in Verruf geraten ist. Wenn dann aber dieselben Ideen von einer anderen Partei auf den Tisch gebracht wird findet man sie ploetzlich diskutabel.

      • Hans Müller sagt:

        Wenn Sie meinen Kommmentar nochmals aufmerksam lesen, so sollten Sie feststellen, dass ich die Initiative nicht deshalb ablehne, weil sie von der SVP kommt, sondern, weil sie dazu führen wird, dass am Ende weder für das eine noch für das andere Familienmodell Abzüge gemacht werden können und somit die Familien insgesamt geschwächt werden, was ich falsch finde. Klare Argumente also. Etwas was ich in Ihrem Gejammer zugunsten der SVP kläglich vermisse.

  • Daniel Meier sagt:

    Wir sind eine in dieser angeblich nur 23%igen Gruppe, wo Papi arbeiten geht und Mami daheim bleibt. Na und? Sollen wir wegen dem schlechter gestellt werden wie die Doppelverdiener-Ehepaare? Diese Lügerei nervt, denn wir sind nicht „Reich“ wie man jetzt allen diesen Familien einfach so mal pauschal unterstellt. Ich bin überzeugt, dass der grosse Anteil der anderen Familien Ende Monat definitiv mehr im Beutel hat wie wir, und dann auch noch mehr Steuern abziehen kann. Wo da die Gerechtigkeit bleibt, ist mir schleierhaft!

    • I.Bloch sagt:

      Frauen, die sich ganz auf die Familienbetreuung fokussieren, sind kurz- mittel- und auch langfristig armutsgefährdet (Scheidungsrate 50%). Mir war es deshalb wichtig, immer einen Fuss im Erwerbsleben zu haben, um im Notfall, mich und meine Kinder auch alleine ernähren zu können. Ich habe – trotz Betreuungsabzug – während den letzten 17 Jahren ordentlich Steuern bezahlt. Meine Tagesmutter hat ebenfalls Steuern auf dem von mir finanzierten Lohn bezahlt. – Nein: meine Kinder sind nicht verwahrlost. Und ja: es war nicht immer ein Spaziergang, aber es ist das Modell, das wir uns leisten können.

  • Paul Gabathuler sagt:

    Die Argumentation von Frau Feri ist ganz schwach: Der aktuell mögliche Abzug bei Fremdbetreuung hilft ebenfalls hauptsächlich reichen Doppelverdienern; diejenigen die darauf angewiesen sind, 2 Einkommen zu haben um über die Runden zu kommen zahlen ebenfalls schon kaum Steuern. Warum soll es denn soviel besser sein, Kinder in Krippen abzugeben als selbst zu betreuen? Übrigens heisst das noch lange nicht dass das Familienmodell „traditionell“ sein muss – es kann auch der Mann zuhause bleiben, oder beide Elternteile 50% arbeiten…

  • Mascha Stieger sagt:

    Die Schweizer scheinen die moderne Familie schlicht nicht zu wollen bzw. vor lauter Wohlstandsfett mental nicht genug beweglich zu sein, zu verstehen, welche Anforderungen die Wirtschaft stellt: Man kann sich heute als Frau einen „Mutterschaftsurlaub“ von länger als einem Jahr schlicht nicht leisten.
    Im Übrigen ist diese als Herdprämie verbrämte Steuererleichterung einfach eines: Zutiefst Frauenfeindlich, ein enormer Rückschritt und die konsequente nächste Frage ist für mich, ob Frauen dann überhaupt noch studieren sollen, wenn Heimchen am Herd das erklärte Lebensideal ist. Danke SVP dafür!

    • L. sagt:

      was fuer eine Argumentation!
      Auch mit einer Entschaedigung fuer familiaere Kinderbetreuung wird k e i n e Familie g e z w u n g e n ihre ganz persoenliche Haltung ZU AENDERN!

      • Mascha Stieger sagt:

        Nein – einzig logische Schlussfolgerung von dem in der Schweiz als einzig seligmachendem Hausfrauen-Modell. Wozu Frauen teuer ausbilden (z.B. mein ETH Studium), wenn frau mit Anfang 30 aus dem Berufsleben rausfällt, weil sie den ach-so-unglaublichen-Kinderwunsch- UND Familienwunsch hat?
        Interessant finde ich auch, wieviele Männer in diesem Forum pro Hausfrauenfamilie argumentieren – sie sind es ja meistens nicht, deren Karrieren auf der Strecke bleiben…

    • Martina Siegenthaler sagt:

      @ Frau Stieger, da frage ich mich ernsthaft, was wir denn vorziehen. Ist es, den Forderungen der Wirtschaft zu genügen oder den Kindern die ihnen zustehende Geborgenheit anzubieten? Kenne etliche Frauen, die mit einem, höchstens 2 Kindern trotz Krippenplatz im burnout endeten. Solange Männer nicht gebären können, wird es keine optimale Lösung geben. Ich habe volles Verständnis, dass gut ausgebildete Frauen ihre Kenntnisse auch anwenden möchten. Dies gilt es aber mit dem Partner zu regeln. Im Normalfall haben Kinder nämlich Eltern und es spielt ihnen keine Rolle, ob Papi oder Mami daheim ist.

  • L. sagt:

    Nur die reichen Familien wuerden profitieren???
    da gibt es doch ein gutes Mittel dagegen; Bei Betreuungsplaetze werden die Kosten doch meist auch auf das Einkommen abgestimmt, das kann man doch auch bei der Entschaedigung bei der Heimbetreuung anwenden – ohne grossen Aufwand, die Steuerdaten sind/sollten ja durchaus von allen bekannt sein!

  • Marcel Zufferey sagt:

    So, nochmal genau angeschaut, diese Initiative: Sie stellt sich bei näherer Betrachtung tatsächlich als Papiertiger heraus. Nur verfängt die Gegenargumentation von Frau Feri ebenfalls nicht: Angesichts des Steueraufkommens bei der Bundessteuer- und wer sie bezahlt- kann davon ausgegangen werden, dass Gutverdienerhaushalte vielleicht 80 bis 150 Fränkli jährlich einsparen können. Reiche profitieren? Mitnichten: Proportional betrachtet, können Geringverdienerhaushalte mit 30 bis 80 Fränkli viel mehr einsparen! Diese Initiative ist nichts weiter als reine Symbol- und Scheinpolitik!

  • Patrick sagt:

    Was ist reich?
    Wir gehören zu jenen, die von dieser Initiative profitieren könnten. Ja, wir haben ein anständiges Einkommen, aber bisher wusste ich nicht, dass ich deswegen reich bin. Ich bin gutverdienend, aber trotz Sparbemühungen reicht es derzeit noch nicht für ein Eigenheim. Wenn’s nicht reicht, bin ich nicht reich, ist da meine Devise.
    Meines Erachtens hat Reichtum etwas mit Vermögen zu tun und nicht mit Einkommen. Gutes Einkommen kann zu Reichtum führen, das ist aber schwierig und selten. Man wär froh, würd’s zu nem Eigenheim führen, aber ohne Erben… dauert das etwas länger als früh

  • rolf zeller sagt:

    „Die Reichen profitieren“, ein gerne gebrauchtes Schlagwort von Links, wenn es darum geht das mittlerweilen staatspolitisch erwünschte Neidpotenzial der Stimmbürger zu wecken.. Ich selbst bin nicht Reich, aber mir gehts sehr gut und ich weiss aber auch, dass dies und das Meiste in der Fürsorge z.B. von der Minderheit der wirklich Reichen direkt oder indirekt finanziert wird.

  • Max Siegel sagt:

    Sind Eltern die die Kinder Fremdbetreuen die besseren, als solche die die Verantwortung gegenüber ihren Kleinen selber übernehmen? Deshalb sollen beide Varianten ihre Abzüge geltend machen können, oder niemand hat Anspruch auf einen Abzug. Das von den Linken inszenierte Theater ist doch reiner Klassenkampf und hat nichts mit Familienunterstützung zu tun, schon gar nicht Bevorteilung von Reichen. Wieso arbeiten Frauen, wenn sie Kinder haben? In erster Linie zur Selbstverwirklichung und zweitens um den Lebensstandart hochzuhalten, wenn Kinder da sind. Man verzichtet nicht und will den Fünfer & W

    • tsigrist sagt:

      Bezahlen sie etwas – NEIN, ich bezahle CHF 25 000.– pro Jahr Krippe, bei einem Lohn von CHF 30 000.–! Finden Sie es gerecht wenn ich CHF 30 000.– versteuern muss, aber nur CHF 5 000.– habe? Sie können dann aber von Ihrem Lohn Fremdbetreungsbetrag abziehen ohne das Sie etwas ausgeben, wir hingegen versteuern auch noch den Lohn von meinem Mann. Bin ich eine schlechte Mutter weil Krippe etwas guten finde? Rechnen Sie mal wenn Ihre Frau arbeiten geht und die Kinder in die Krippe, sie merken schnell das es teurerer ist zu arbeiten als zu Hause zu bleiben. Bleiben Sie Fair!

      • Heinrich Vogelsang sagt:

        Aber warum sollte jemand keinen Steuerabzug machen dürfen, wenn er die Kinder nicht in die Krippe gibt? Schliesslich hat dieser Elternteil nicht die Möglichkeit 30’000 Franken zu verdienen, weil sie oder er am Kinder hüten ist. Die andern Eltern müssen sich auch irgendwie ernähren und werden ebenso ein Ersteinkommen haben, dass zu versteuern ist.

        Vermutlich wäre es für alle die hilfreichere Variante, wenn Ihr Wohnort gratis oder sehr günstig Tagesstrukturen für Kinder anbieten würde. Es ist übrigens nicht verboten, sich dahingehend politisch zu engagieren ….

      • andereggr sagt:

        @Max Siegel: Es geht nicht um Selbstverwirklichung. Es sollte einfach selbstverständlich sein, dass man seine Berufskenntnisse auch anwenden will. Solche Fragen wenden den Männern nicht gestellt! Auch berufstätige Mütter nehmen Ihre Verantwortung wahr, wie ja auch die Väter. Glauben Sie, die Wirtschaft nimmt Frauen, die jahrelang nicht in der Berufswelt standen, einfach so wieder auf? Da ich jahrelang (unfreiwillig) nicht berufstätig war, habe ich im Alter auch eine kleine Pension!

  • Peter Waldner sagt:

    Das ewige Totschlagargument, es könnten eventuell „die Reichen“ profitieren, nervt. Bei dieser SVP-Initiative profitieren alle Familien (und Alleinerziehende), die Steuern zahlen! Alle! Ja – jene die keine Steuern zahlen nicht; besser gesagt – nicht noch mehr als sie es ohnehin schon tun. Die Frage aber beantwortet die Autorin nicht, warum jene benachteiligt werden sollen, die ihre Kinder selber erziehen und dazu auch mal „gratis“ die Oma „einspannen“, anstatt sie gegen teures Geld „auswärts“ an Fremde, staatlich Geprüfte, abzugeben.

  • Claudia Dolfi sagt:

    Fremdbetreuungsabzüge sind Arbeitsauslagen, Abzüge für effektiv getätigte Auslagen (nicht mal die vollen Auslagen können geltend gemacht werden) zur Erziehlung des zusätzlichen Einkommens und keine Sozialabzüge oder ‚Anreize‘. Deshalb ist es nur fair, dass diese Abzüge auch nur machen kann, wer sie effektiv auch tätigt und zur Erzielung des (zu versteuernden!) Einkommens benötigt. Ich kann schliesslich auch keine nicht getätigten Fahrspesen oder Weiterbildungskosten von nicht vorhandenem Einkommen abziehen!

    • Olivia Streller sagt:

      Auch wer zu Hause sein Kind betreut, egal ob Mann oder Frau, trägt zur Erzielung des (zu versteuernden) Einkommens seines Partners/seiner Partnerin bei. Daher: gleiches Recht für alle. Es soll weder das eine noch das andere Modell bessergestellt werden.

    • Peter Waldner sagt:

      Wenn diese Logik – „Arbeitsauslagen“ – massgebend wäre, dann müsst man auch Haushalthilfen (Putzfrauen, Wäscherinnen und eben auch Babysitter) von der Steuer absetzen dürfen. (Wäre übrigens durchaus gut, weil dann mehr „Ungelernte“ zu Job und Einkommen kämen.)

  • Lennart Kirill sagt:

    Nach der gleichen Logik des bisherigen Gesetzes könnte man auch einen Steuerabzug gewähren für alle Bürger die anstatt selber abends zuhause zu kochen ihre Mahlzeiten in subventionierten Abendkantinen einnehmen wo sie überteuerte, aber nach den hohen Qualitätskriterien der Behörden hergestellte Gerichte konsumieren können anstatt ihre wertvollen beruflichen Qualifikationen mit niederen Tätigkeiten wie Kartoffeln schälen oder Salat waschen zu vergeuden. Dank der so eingesparten Zeit könnten wir alle länger arbeiten, mehr Steuern bezahlen und der Volkswirtschaft zu mehr Wachstum verhelfen.

  • Andi Meier sagt:

    Sicher, Kinderzulagen je nach Einkommen wäre die bessere Lösung. Aber es ist nicht fair zu behaupten, die die ihre Kinder selber betreuen hätten keine Mehrkosten. Damit wird die Arbeit der zu-Hause-bleibenden Eltern entwertet. Zeit ist bekanntlich etwas wert. Ganz zu schweigen von den Berufschancen die man sich womöglich verbaut wenn man ein paar Jahre zu Hause bleibt. Was mich auch stört, dieses moderne Familienmodell, Eltern arbeiten, Kinder in die Krippe, wird irgendwie als besser angesehen. Für Kinder ist aber Betreung durch die Eltern sicher die beste aller Lösungen

  • adrian sagt:

    Etwas bedenklich, wie unser politischer Diskurs verludert ist. Auf eine konservative, hoffnungslos veraltetet, Initiatve der SVP, wird mit sozialistischen Schmarren reagiert. Dann behauptet die SP wieder das Wort „fair“ gepachtet zu haben und übergiesst alles und jeden mit Moralin. Worauf die SVP zurückfeuert als wahre Hüterin des echten Schweizertums schi in die Hellebarde wirft. Amen.

  • Thomas sagt:

    Hier unser Familienmodell: Meine Partnerin und ich arbeiten je Teilzeit, die Kinder betreuen wir selber, an einem Tag pro Woche die Grosseltern. Diese Modell gibt es in unserem Freundeskreis recht häuft, Tendenz steigend. Im Kanton Luzern können wir dafür heute schon Abzüge vom steuerbaren Einkommen machen (2000.- pro Kind). In der dogmatischen Abstimmungsdiskussion geht es aber immer nur um „Kita“ versus „Frau an den Herd“. Ich werde – als linker Wähler – erstmals für eine SVP-Initiative stimmen. Nicht, um noch mehr Abzüge machen zu können, sondern um das bei uns bewährte Modell zu stützen.

    • Marcel Zufferey sagt:

      Herzliche Gratulation, Thomas: Damit gehören Sie und Ihr Familienmodell zu gerade mal 4,5 Prozent aller Familienhaushalte- sowohl in Schweden, als auch hierzulande! Nicht dass ich Ihnen das missgönnen würde: Aber sie repräsentieren nicht die soziale Wirklichkeit!

      • Thomas sagt:

        4.5% sind doch schon mal nicht so schlecht – ein paar müssen ja mal beginnen. Tendenz (hoffentlich) steigend.

  • Walter Bossert sagt:

    Fällig wäre auch mal eine Debatte, warum es in der Schweiz so viele Alleinerziehende gibt! Seit die Schuldfrage bei Scheidungen gestrichen worden ist, gibt man ganz automatisch dem manne die Schuld. Alleinerziehend sein wird mittlerweile als politisches Druckmittel benützt, obwohl es weitgehend auf privates Versagen zurück zu führen ist, um gleichzeitig unqualifiziert über Frauen her zu ziehen, welche ihre Mutterrolle ernst nehmen. Das ist eine bedenkliche Entwicklung.

    • Martina Siegenthaler sagt:

      @Walter Bossert, Sie sagen es. Heute wird dann eben sehr schnell geschieden, man ist „allein“ erziehend, macht dies immer wieder geltend, profitiert vom Staat und pachworkt sich als geschieden mit einem neuen PartnerIn und den diversen Kindern zusammen und schaut dann noch mitleidig auf andere, die konventionell ihre Elternpflichten wahrnehmen und halt auf dies oder jenes der Kinder zuliebe verzichten.

      • Andi Meier sagt:

        @Siegenthaler: Genau meine Ansicht und darum gibts von mir ein JA, obwohl es eine SVP Initiative ist…

        • Martina Siegenthaler sagt:

          Ob SVP-Initiative oder nicht, spielt für mich keine Rolle. Ich werde NEIN stimmen, weil ich generell gegen das Giesskannenprinzip bin und mich darüber ärgere, wen und was wir bereits mit Subventionen mitberappen. Für mich gehört das Bestehende bekämpft und nicht noch mehr Geld ausgegeben. Bin absolut einverstanden, dass gut Ausgebildete, m/w, ihr Wissen auch anwenden wollen, doch scheinen mir Kinder heutzutage oft als folkloristische, störende Manöveriermasse zu figurieren, Da bin ich für einmal alles andere als links, denn 2 Autos, grosse Wohnung, 2 x Auslandferien ersetzen kein „Huli“.

  • Matti De Grecco sagt:

    Ich bin ja selten mit einer SP Politikerin einer Meinung, hier kann ich aber auch aus liberaler Sicht nur zustimmen.

  • Angelo sagt:

    Mal anders gefragt: Wieviel Steuern soll eine Familie mit 1 Kind bezahlen müssen, wenn die Familie z.Bsp. über ein monatliches Nettoeinkommen von Fr. 10’000 verfügt? Gemäss heutiger Steuerberechnung beträgt die Bundessteuer gerade mal ca. Fr. 150.– pro Monat. Das viel grössere Problem ist doch die Altersvorsorge. Arbeitet eine Person nicht, hat sie eine ungenügende Altersvorsorge (keine 2./3. Säule).

  • Alfred Siffert sagt:

    Viele Befürworter hier haben offenbar unter 120’000. Jeder Steuerrechner zeigt, dass die nach Annahme der Initivative (bei 2 Kinder) ca. 2’000 Fränkli sparen wurden. Ich würde (mit meinen 4 Kindern) 19’000 Franken sparen. Realistisch gehen von den konservativ gerechneten 1 Mia Steuerersparnis somit 70% auf reiche Fam. wie mich ! Aber wenn die Büetzer mit unter 120’000 mir die 20’000 schenken und mit Ihren ca. 2’000 zufrieden sind, sag ich nicht nein. Wenn dann wegem Steuerausfall Schulstunden, Logopädie, Schulmaterial, Stipendien gestrichen werden: ICH kann das locker selber zahlen Und Sie ?

    • Marcel Zufferey sagt:

      Hui, Sie scheinen aber in einer Hochsteuerregion zu leben, guter Mann! Die Rede ist von Abzügen bei der Bundessteuer- nicht bei den Kantons- und Gemeindesteuern! Das, was Sie uns da vorrechnen, kann gar nicht wahr sein! Ausser Sie müssen mehr als ein Drittel Ihres Einkommens gesamthaft (Bundessteuern und Kantons- und Gemeindesteuern + Vermögenssteuern) an den Fiskus abliefern- aber dann leben Sie nicht in der Schweiz! Oder Sie sind ein Multimillionär, der sich den falschen Wohnort ausgesucht hat. Nichts für Ungut, Herr Siffert 😉

  • Fabian Ruch sagt:

    Ich finde diesen Artikel unfair. V.a. die Unterstellung an die SVP („Eine individuelle Lösung, bei der Väter und Mütter arbeiten und die Kinder ausserfamiliär betreuen lassen, gibt es für die SVP nicht“). Die SVP bekämpft ja nicht das jetzige Modell, wo Väter und Mütter finanziell entlastet werden, wenn sie ihr Kind fremdbetreuen lassen. Dabei bleibt es – mit oder ohne SVP-Initiative. Die SVP aber ergänzt das jetzige Modell, weitet es aus auf Familien, wo ein Partner (die SVP sagt nicht, welcher) zu hause bleibt und die Kinder aufzieht.

    • Martina Siegenthaler sagt:

      Die SVP würde aber besser das jetzige Modell bekämpfen, als nun auch noch widersinnige Forderungen zu stellen. Familienpolitik ja, aber so doch nicht,

  • Joerg Hanspeter sagt:

    Bevor man „Pflästerli-Politik“ macht, muss meines Erachtens dafür gesorgt werden, dass jemand mit einer Berufslehre wieder in der Lage ist, eine Familie zu ernähren. In den letzten Jahren haben die meisten massiv Kaufkraft verloren. Ein systemwidriger Steuerabzug kann dieses Problem nicht lösen. Wenn wir unser Sozialsystem aufblähen, werden die Löhnabzüge bald so hoch sein, dass immer weniger Familien mit einen Einkommen auskommen, d.h. es müssen dann zwingend beide arbeiten und haben keine Wahl mehr.

  • Fiona sagt:

    Ich kann die Mär von den subventionierten Krippenplätzen nicht mehr hören. In ZH ist das vielleicht so, aber in der Ostschweiz, auf dem Land überhaupt nicht. Wollen Sie wissen, wie viele subventionerte Krippenplätze in meiner Umgebung zur Verfügung stehen? NULL
    Dadurch ist die Krippe fast unbezahlbar. Rechne ich noch die Steuern, die wir als Doppelverdiener mehr zahlen, dann lohnt sich das Arbeiten fast nicht mehr.
    Ich stimme für die Herdprämie, wenn die Hausfrauen für ihre Arbeit auch Steuern zahlen – sagen wir, 30’000/Jahr als steuerbares Einkommen – dann ist auch der Abzug ok.

  • Marcello sagt:

    Soll man sich von der SP vorschreiben lassen, wie man sein Familienmodell wählt, dh was fortschrittlich und was konservativ -altbacken ist? Ich denke, dass einfach alle gleichberechtigt sein sollen, ob sie nun die Kinder zuhause betreuen oder aber in der KITA betreuen lassen. Wieviel der Ehemann verdient, darf hier keine Rolle spielen, es geht um Gleichbehandlung.

  • Reto Stadelman sagt:

    Die ganze Initiative ist viel zu sehr mit Ideologie aufgeladen. Es geht hier nicht um die Rolle von Mann und Frau und auch nicht um die Entlastung Reicher. Es geht einzig und alleine um die Frage nach einem Wirtschaftsmodell. Wollen wir erlauben das Arbeitsteilung in einer Familie attraktiv bleibt oder nicht? Was hätte das für wirtschaftliche Folgen? Das sind die interessanten Fragen. Der ganze Rest ist dazugedichtete Ideologie, je nach dem wem man gerade zuhört.

  • erika hugentobler sagt:

    als meine kinder klein waren, gab es den abzug für fremdbetreuung leider noch nicht. meines wissens nach hat nationalrätin vreni spoerry sich seinerzeit dafür stark gemacht. ich bin froh, dass es diesen abzug heute gibt, auch wenn er mir nicht mehr zugute kommt; er schenkt wohl viel weniger ein, als erwerbsarbeit an steuern, vermögensbildung für’s alter (keine el nötig) etc. zu leisten vermögen. deshalb ein klares „nein“ in die urne!

    • Thomas sagt:

      Den Abzug für Fremdbetreuung wird es sowieso auch weiterhin geben, das hat nichts mit dieser Abstimmung zu tun. Neu käme einfach auch ein Abzug bei Eigenbetreuung dazu.

  • Michèle Ortiz sagt:

    Ich stimme dem Artikel voll und ganz zu. Alle Mütter in meinem Umfeld, die zu Hause die Kinder betreuen können es sich leisten. Was heisst Reich, was Arm? Das sieht doch jeder anders und wenn ich dann lese mit CHF 90’000.– netto muss man auf dies und jenes verzichten. Was machen denn die, die weniger verdienen? Mein Mann verdient einiges weniger, und ich unterstütze ihn gerne indem ich Teilzeit arbeite. Wir lieben unseren Sohn ist deswegen nicht weniger, und er kann in der Tagesfamilie den Umgang mit anderen Kindern lernen.

  • Markus Sennheiser sagt:

    Mit der Annahme der Familien Initiative kommt Familienpolitisch zumindest etwas in Bewegung. Und bin daher sehr zuversichtlich dass auch bei anderen Familienodellen und Situationen das eine das andere nachziehen wird. Denn es wird gerechtigkeitshalber fast unumgänglich sein. Besser als nur stehen bleiben und weiter diskutieren wer zuert profitiert und wer nicht. Da könnten Zb. andere Parteien diesbezüglich auch ihr Beitrag dazu leisten,anstatt als Verhinderer sich zu profilieren. Denn eine Initiative die alle Bedürfnissen sofort abdeckt gibts nicht und wird es auch niemals geben.

  • Josef Rutz sagt:

    Diese SVP-Familieninitiative ist in der Tat eine infame Intrige und genau betrachtet nichts anderes als lediglich eine Steuererleichterung für Reiche im oberen Lohnsegment. Alleinerziehenden und Zweiverdienenden Familien im unteren Lohnsegment nützt diese Mogelpackung nichts und ist lediglich ein Märchen. Eine wahrhaftige Veränderung wird aber „DAS BEDINGUNGSLOSE GRUNDEINKOMMEN“ bringen! Da geht es dann nicht mehr um Steuererleichterungen für Reiche, sondern um ein „Menschenrecht“ für alle von der Wiege bis zur Bahre!

  • Anton Keller sagt:

    Bei den Reichen machen Steuerabzüge von max. 10’000 Fr. schlichtwegs nichts aus. Klar macht es auch bei den Sozialhilfeempfängern nichts aus. Profitieren wird diesmal einzig der Mittelstand, den die anderen Parteien zwar gerne umwerben, aber eigentlich nur als Kuh sehen, welche immer gemolchen werden kann.

  • Hans Wegmann sagt:

    In der Politik wird zu viel gelogen. Es werden falsche Behauptungen aufgestellt und Halbwahrheiten verstreut. Viele Parteien verstehen nicht, dass sich die SVP der Familienpolitik angenommen hat und dass die Initiative nicht aus der eigenen Küche kommt. Neid und Missgunst spielen auch in der Politik eine grosse Rolle. Ich bin nicht SP-Mitglied, sondern Vater von drei längst erwachsenen Söhnen, der weiss wie hoch die Kosten der Kindererziehung sind.

  • Hans Weder sagt:

    Zunächst finde ich, gehört ein solches Thema nicht in die Bundesverfassung. Es ist ausserdem äusserst fragwürdig, weshalb es überhaupt staatliche Unterstützung für die Aufzucht geben muss. Da es aber nun einmal so ist, muss klar gestellt werden: Gegenwärtig wird das „Modell Fremdbetreuung“ gegenüber dem „Modell Selbstbetreuung“ steuerlich bevozugt – man muss hier also von einer ungleichen Behandlung sprechen. Es ist daher a priori legitim, wenn man gegen diese ungleiche Behandlung vorgeht. Kümmert man sich um faire Regeln, dann sollte man die Initiative schon ernst nehmen.

  • Martin Kuster sagt:

    Dass von einem pauschalen Steuerabzug immer mehr die Reichen profitieren, liegt in der Natur unseres Steuersystem. Man nennt das Progression. Wer mehr verdient, muss prozentual mehr bezahlen und kann bei einem Abzug auch mehr profitieren.
    Ansonsten können wir auch einen Einheitssteuersatz einführen. Dann profitieren alle gleich viel bei Abzügen.

  • Anna Sommer sagt:

    77 Prozent der Frauen mit Kindern unter 15 Jahren sind berufstätig. All diese Familien könnten nicht von dieser Initiative profitieren, schreibt Frau Feri. Dieses Argument ist etwa so unsinnig, wie wenn es heute einen Kinderabzug nur für Buben gäbe und wenn eine Partei neu auch einen Abzug für Mädchen einführen wollte entgegnet man, von dieser Regelung würden die Buben nicht profitieren. Ja, die Berufstätigen Frauen profitieren nicht von der Initiative, da sie ja schon bereits anderweitig profitieren. Neu sollen eben die Mütter profitieren, die im jetzigen System vergessen wurden.

    • Mark Keller sagt:

      Wieso soll man für die Steuern Kosten geltend machen können, welche nicht angefallen sind? Wäre es nicht auch sinnvoll, wenn jemad der nicht berufstätig ist, berufsbedingte Kosten von der Steuer absetzen könnte? Auch das würde diesen Jemand steuerlich entlasten.

  • Hansruedi sagt:

    Sie leisten jeden Tag anstrengende Arbeit, verdienen dafür aber nichts ……

    Dafür bezahlt der Mann ihre Kleider..Ausbildung der Kinder..Nahrung…Mietzins…Ferien….Vergnügen etc…

    • Marcel Zufferey sagt:

      Diese ganze „Gratisarbeit“ ist sowieso eine feministische Erfindung: Wenn dem wirklich so wäre, dann müsste logischerweise auch jeder Single nach einem anstrengenden 10-Stunden Arbeitstag zuhause „Gratisarbeit“ leisten! Als ich noch Single war, habe ich die ganze Kocherei, den Abwasch, das Bügeln, Abstauben und Reinigen mit meinen sauer verdienten Kröten finanziert! Gratis war da gar nichts, soweit ich mich erinnern kann! Warum sollte das in einem Familienhaushalt (mit traditioneller Rollenteilung) anders sein?! Leben Familien etwa von Phantomgeld, dass vom Himmel fällt..?!

  • dani schoch sagt:

    tut mir leid, Ihnen sagen zu müssen: Ihr Kommentar – so interessant er auch sein mag – ist echt egoistisch. Aber eines zeigt diese Initiative der SVP einmal mehr: Alles, aber auch wirklich Alles, sei es auch noch so gut, wird von der SP bekämpft und zwar nur, weil die Idee von der SVP kommt und nicht von Ihrer sogenannten „Partei für die Familien“.

  • Georg Stamm sagt:

    Offensichtlich soll das Argument mit den „Reichen“ die alarmierte SP zum Sieg gegen die SVP-Initiative führen. Mit Stimmungsmache gegen die Reichen soll der Umschwung kommen. Dabei stimmt das Argument nicht. Gerade mittelständischen Familien (keinen Millionären schon mit 35 !) kann der Abzug ermöglichen, einige Jahre auf das Zweiteinkommen zu verzichten und die Kinder oder das Kind in den ersten Jahren selbst zu betreuen. Ausserdem betrifft der Abzug nicht nur die wohlhabenderen Bundessteuerzahler, er wird auch bei den Gde. und Staatssteuern wirksam. Und die zahlen alle.

  • Ratthon sagt:

    Es müsste nicht für alle Steuerabzüge geben, sondern für gar niemanden. Ich will weder für die reichen noch für alle anderen aufkommen, die sich irgendwas leisten wollen, was sie nicht vermögen.

  • Jürg sagt:

    Wieder mal versucht man die Karte „Reiche“ zu spielen. Die Initiative verlangt nur Gleichstellung von beiden Modellen der Kindbetreuung. Dies kann passieren mit Abzug oder ohne Abzug. Denn das vergisst der Artikel auch bei Müttern die arbeiten kommt der Abzug „nur Reichen“ zugute. Für eine Familie die gerade genug verdient, dass die Mutter (oder Vater) nicht arbeiten gehen muss kann der neue Kinderabzug bedeuten, dass man zuhause bleiben kann weil das Geld reicht. Also Ja zu der Initiative, Ja zu Gleichbehandlung.

  • Beat sagt:

    Es ist vor allem das Hauptargument das die Autorin vorbringt, das NICHT sticht.
    Die „anderen“ 77% von denen sie beklagt dass sie von dieser Initiative nicht profitieren könnten profitieren ja bereits von der JETZIGEN Regelung. Was soll also das Ganze?
    Bei dieser Initiative geht es ja gar nicht darum einer möglichst grossen Volksgruppe zu helfen. Es geht darum eine schreiende Ungerechtigkeit zu beheben, nämlich dass die Selbstbetreuer die Steuern zahlen zu einem viel grösseren Anteil zahlen müssen an die Kosten die der Staat mit den Krippen hat.

    • Mark Keller sagt:

      Einverdiener versteuern ihr Einkommen in der Regel zu einem tieferen Steuersatz als Zweiverdiener. Durch den Abzug für die auswärtige Kinderbetreuung sinkt das Einkommen etwas, was zu einer kleinen Steuererleichterung für Zweiverdiener führt. So wird für Zweiverdiener mit geringem Einkommen eine ausgleichende Gerechtigkeit gegenüber Einverdienern hergestellt. Wenn bei Zweiverdienern das verdiente zweite Geld für die Steuern und die Kinderbetreuung draufgeht und der Erstverdienst nicht zum Leben ausreicht, bringt der Abzug für die Kindebetreuung etwas Linderung. Hier ist der Abzug berechtigt.

  • namabu sagt:

    Ich bleibe zu Hause, warum?
    Betreuung von 4 Kindern + zusätzlichen Steuern + Mehrkosten durch Arbeit (Auswärtsessen, Auto usw.) = Mehr als ich verdienen kann.
    Hört auf zu meinen, dass alle die zu Hause bleiben reich sind!

  • Johannes Wigger sagt:

    @Herrn Kuster. Aber diese Initiative gibt vor, den Bedürftigen und Minderbemittelten einen Vorteil zu verschaffen. Da diese Leute aber wenig bis gar keine Steuern bezahlen, profitieren gerade sie gar nicht oder nur äusserst bescheiden. Bei den Reichen hingegen schenkt es so richtig ein. Diese Steuerausfälle müssen dann anderweitig wieder eingespart werden und da trifft es die Armen in der Regel über Gebühr. Mit andern Worten: Diese Initiative ist ein Paradebeispiel für die viel beklagte kontinuierliche Umverteilung von Unten nach Oben. Wer ja stimmt soll dann später bitte nicht jammern.

  • Martin M. sagt:

    Die Initiative nützt viel mehr als nur den 23% der Mütter, die nicht berufstätig sind. Viele berufstätige Mütter schicken ihre Kinder nämlich nicht in eine Kita, sondern bringen sie zu Nachbarn und Grosseltern – da bringt der Steuerabzug sehr wohl etwas.

  • Hans Reuter sagt:

    Liebe Frau Feri. Sie stellen die Situation dar als sei es für Frauen etwas Grauenvolles sich um Haushalt und Kinder zu kümmern. Viele Menschen denen ich begegnet bin und die von einem schlechten Verhältnis zu ihren Mütter sprachen, hatten Mütter welche sich kaum und nachlässig um sie gekümmert hatten. Dies wird auch nicht durch Krippenplätze kompensiert. Oder denken Sie im Ernst eine Betreuerin in einer Krippe könne das Verhältnis zwischen Mutter und Kind ersetzen? Und was ist denn Ihr Familienmodel? Alleinerziehende und berufstätige Mütter welche ihre Kinder abgeben?

  • Hans Reuter sagt:

    Jede Mutter die ihr Kind liebt ist froh um die Zeit die sie mit ihm verbringen kann. Dies gilt insbesondere wenn die Kinder noch lein sind. (waren wir auch mal). Den Müttern diese Zeit zu verschaffen sollte das Anliegen der Politik sein, denn kein Krippenplatz kann das Verhältnis zur eigenen Mutter ersetzen. Zum Vater aber auch nicht. Hier sollte sich jeder selbst fragen wie es bei ihm gewesen ist und was man sich evtl. gewünscht hätte..

  • Hans Reuter sagt:

    Eine Mutter welche ihr Kind liebt ist dankbar für die Zeit welche sie mit ihm verbringen kann und dies sollte von der Politik gefördert werden, insbesondere wenn die Kinder noch sehr klein sind. Ein Krippenplatz ist kein Ersatz für den Aufbau eines solchen Verhältnisses. Natürlich auch nicht für einen fehlenden Vater. Hier sollte jeder für sich selbst einmal in seine eigene Entwicklungsgeschichte schauen und überlegen wie man es sich selbst gewünscht hätte. und dabei nicht vergessen dass wir auch einmal klein waren.

  • Liana Zanin sagt:

    Leute haben Kinder? Familien betreuen ihre Kinder zuhause? Weshalb denn Kinder kriegen wenn ‚man‘ sie dann doch nicht betreuen kann oder will? Ladies and Gents, wer betreut denn die Kinder zuhause? Wer steckt denn zurück beim Studium, beim Arbeitspensum? Wer verzichtet auf die Karriere? Und wer wird just dann befördert wenn die Kinder noch gaaaaaaaanz klein sind und viiiiiiiiiiel Betreuung nötig ist? Genau. Und das hab ich sowas von satt! Wenn die Väter unserer Gesellschaft die Hälfte der Betreuung an sich gerissen haben, dann können wir wieder reden. Bis dahin, Schnauze Fiury!

    • Martina Siegenthaler sagt:

      Falls Sie z.B. Zahnärztin sind und sich mit einem Handwerker als Ehemann abfinden könnten, dürfte das doch kein Problem sein. Aber eben, das will „man“ ja dann meistens auch nicht, Jammern auf hohem Niveau, nenne ich das.

    • Peter Aufdermaur sagt:

      „Wer verzichtet auf die Karriere?“
      Sagen Sie, werden denn die armen Frauen eigentlich von ihren Männern gezwungen, Kinder zu kriegen? Oder ist es vielleicht auch ein Wunsch dieser armen Frauen, die auf ihre Karriere verzichten?
      Wenn Sie gelernt haben, dass Kinder einen Verzicht im Leben BEDINGEN, dann können Sie wieder grosse Reden schwingen. Bis dahin sollten Sie am besten gut verhüten.

      • sandra sagt:

        Mit dem verzicht gebe ich ihnen recht – nur sollte dieser auch die väter betreffen. Es kann nicht sein, dass sich nur (gut ausgebildete) frauen in der entweder mutter- oder job-entscheidungs situation befinden wegen vor-steinzeitlichen bedingungen. Väter sollten sich dieser frage genau so stellen, dann hätten wir auch eine vernünftige ausgangslage für diese diskussion, welche erstaunlicherweise von vielen (wahrscheinlich 100%) berufstätigen männern gefürt wird…

        • Maria sagt:

          Hat sich ja sicher auch noch NIE ein Mann Kinder gewünscht…. Das ist reine Frauensache. So wie es der Verzicht im Leben seit Jahrhunderten auch war.

  • Walter Vettiger sagt:

    SVP kann keine sozialen Projekte verwirklichen. Die wissen gar nicht was sozial ist. Mit den menschenverachtenden Äußerungen des Präsidenten der IV-Kommission hat diese Partei die Gesinnung offenbart.

    • Erwin Mehli sagt:

      „Menschenverachtend“ ist wohl Ihr Lieblingswort um andere zu stigmatisieren. Billiger geht es kaum. Menschenverachtend sind für mit Leute die glauben, mit simplen Unterstellungen sich einer sachlichen Diskussion entziehen zu können. Genau das versuchen Sie. Der von Ihnen erwähnte Herr hat sich immer korrekt verhalten. Richtigerweise hat er darauf hingewiesen, dass je nach Situation ein Sozialhilfeempfänger besser gestellt ist als ein arbeitender Familienvater. Aber das zu sagen ist wohl schon „menschenverachtend“.

  • Leuenberger sagt:

    Diese Vorlage hat mit dem links-rechts-Schema doch überhaupt nichts tun, sondern mit Steuergerechtigkeit. Die Vorlage ist doch total unlogisch. Ich wähle und stimme seit jeher bürgerlich und werde ein überzeugtzes NEIN in Die Urne werden!

  • Franz Meier sagt:

    Mit dem gleichen Argument wie für die Familieninitiative könnte ich auch den maximalen Pendlerabzug für alle fordern, auch für jene Personen, die gar nicht pendeln. Auch hierzu könnte man argumentieren, dass diese Leute durch die Nähe von Arbeitsplatz und Wohnung die allgemeinen Ressourcen schonen und zu weniger Folgekosten führen. Bleibt die Hoffnung, dass es genügend intelligente Leute in der Schweiz gibt, die dieser Initiative eine Absage erteilen.

  • iskra sagt:

    Mein Nachbar kann jedes Jahr 3000.- abziehen, Pendlerabzug, weil er mit dem Auto zur Arbeit gehen „muss“ ! Ich kann zu Fuss, 1/2 Stunde, zum Arbeitsplatz. Der Staat soll mir doch etwas zahlen dafür, schliesslich brauche ich die ganze Verkehrsinfrastruktur nicht, also…………….. ich fühle mich sonst benachteiligt !

  • Martina sagt:

    Ich drehe ihre Argumente 1:1 um. Sieht die Gleichbehandlung von Familien so aus, dass Eltern welche ihre Kinder selber betreuen und somit auf ein 2. Einkommen bewusst verzichten, benachteiligt werden, in dem sie a) Steuern für erwerbstätige Eltern mit Krippenanspruch bezahlen und b) wiederum sogar noch die Abzüge dieser befürworten sollen?
    Ist das, das gesellschaftliche Modell, dass alle Mütter die zu Hause sind, zwar hingenommen aber ja nicht unterstützt werden sollen? Nein lieber belächelt man diese, anstatt endlich anzuerkennen wie wichtig auch dieser Beitrag an unserer Gesellschaft ist.

  • Marc Schinzel sagt:

    Ich finde den SVP-Vorschlag auch nicht das Gelbe vom Ei. Sozialpolitik sollte nicht über Steuerabzüge erfolgen. Diese sind radikal zu reduzieren, dafür sind die Steuern zu senken. Was aber Frau Feri der SVP vorwirft, ist objektiv falsch. Die SVP hat 27% Wähleranteil, das klassische Familienmodell leben 23%. Folglich müssen rein rechnerisch viele SVP-Wähler(innen) ein Betreuungsmodell leben. Kommt dazu, dass „traditionelle“ Familien nicht nur reich sind (Landwirtschaft, KMU). Schliesslich profitieren Fremdbetreuende auch von Geldern, mit denen der Staat Krippen direkt unterstützt.

  • Andrea sagt:

    Wie wär’s als nächstes mit einer Initiative für
    – einen fiktiven Autokosten-Steuerabzug auch für Arbeitnehmer, die zu Fuss oder mit dem Velo zur Arbeit gehen? Sozusagen als Dankeschön und Wertschätzung, dass sie unsere Umwelt nicht verpesten.
    – einen fiktiven Weiterbildungsabzug für alle, schliesslich lernen wir ja alle ein Leben lang
    – einen fiktiven Schuldzinsenabzug zur Förderung des Schuldenabbaus.

  • NicoleK sagt:

    La réalité, c’est que plus les famillies à deux salaires deviennent la norme dans la société, plus il y a d’inégalité financière.

    Quand les familles qui ont deux salaires sont la norme, tout coutte deux fois plus cher. Donc, il faut le double d’heures de travail pour avoir le même niveau de vie que dans une société ou les familles à un salaire sont la norme.

    L’éffet est dévastatrice pour les familles à un salaire. Vous avez tort quand vous dites que ce n’est que les familles avec un père riche qui n’ont qu’un salaire… il y a aussi des parent célibataires, des parents veufs,

  • NicoleK sagt:

    des parents avec un parent malade ou handicappé… toutes ses familles doivent faire la concurrence avec les familles qui ont deux salaires. Donc, quand ils cherchent des logements, etc, ils font la concurrence contre les familles qui peuvent payer plus ou moins le double de ce qu’ils ont. Resultat, le fossé entre les riches et les pauvres s’élargisse. (Pour en savoir plus sur ce phénomene, qui a été desastreux pour l’économie américaine, lisez le livre de la sénatrice gauchiste Elizabeth Warren, „The Two Income Trap“)

  • NicoleK sagt:

    Les familles, n’ayant pas un gagne-pain de reserve qui peut reprendre si le gagne-pain meurt ou devient trop malade pour bosser, ni en temps d’urgence s’il y a des frais pour maladies ou autres problemes, et ne pouvant pas vivre sur un salaire, souffrent enormement quand il y a un probleme.

  • NicoleK sagt:

    En plus, les riches ont tendence à se marier avec d’autres riches, et les dames qui ont fait des études et qui ont des bonnes carrières n’ont pas tendence a les abandonner, resultat, deux cadres qui gagnent une fortune ont une réduction, tant que le mécanicien qui soutien sa femme n’en a pas. Je ne trouve pas ça normal.

  • Egli S. sagt:

    @Liana Zanin: Vielen Dank, Sie haben es auf den Punkt gebracht. Wir können dann wieder diskutieren, wenn die Väter unserer Gesellschaft die Hälfte der Kinderbetreuung übernommen haben. Dann schauen wir doch mal, wie viele von ihnen dieses „attraktive“ Vollzeit-zu-Hause-bleibe-Modell wählen und so demütig auf ihre Karriere verzichten werden! Ich kann dieses ideologische Gesülze von wegen, kleine Kinder brauchen eine Mutter… nicht mehr hören. Was ist denn mit den Vätern???

  • Louis Sandoz sagt:

    Das Argument der Steuerausfälle ist ein fieses Droh-Argument der Initiativ-Gegner! Steuereinnahmen dürfen nicht auf Ungerechtigkeiten basieren! Geld darf kein Grund sein, Ungerechtigkeit zu ignorieren, dann ist es höchste Zeit, die Steuerpolitik in richtige Bahnen zu lenken!

  • Sean Buchert sagt:

    Alle schreien sie nach intakter Familie, man müsse sie fördern, wie wichtig das sei für unsere Gesellschaft, für unser soziales Verhalten, die Konfliktfähigkeit und vieles mehr, aber wenns dann auch nur einen Rappen kostet, dies zu unterstützen, ist der Support vorbei! Beschämend!

  • Peter Aufdermaur sagt:

    Tja, diese Vorlage wird angenommen werden und das ist gut so.
    Ich hätte da noch eine Anregung für die Verlierer. Der Grund, weswegen Ihr verlieren werdet, liegt an Eurer egozentrischen Weltsicht. Eigentlich müsste es allen klar sein, dass die Stimmberechtigten nicht nur aus Eltern bestehen, die entweder Krippenbefürworter oder -gegner sind. Aber die Kinderlosen waren Euch ja auch bei anderen Vorlagen noch nie eine Silbe Wert (ausser, dass Kinderlose Egoisten seien, die nicht für die AHV sorgen)
    Arroganz und Egozentrik vom feinsten. Prestige-Eltern anno 2013. toitoitoi für die Zukunft.

  • c. salvisberg sagt:

    Wer als Mami zu Hause bleibt, gleichzeitig eine Putze, Kindermädchen und Glettifrau anstellen kann, der sagt Ja zu Initaitive. Wer als Mami zum Familieneinkommen beitragen will und muss, und kein Grossmami hat, das gratis hütet, der sagt zu der Initiavive NEIN. So einfach ist das.

  • alex hauser sagt:

    Wenn wir schon auf das Einkommen der Frau verzichten, die zum Wohle des Kindes einige Jahre zu Hause bleibt, wollen wir auch Steuerabzüge machen können, genauso wie die die arbeiten gehen und das Kind in eine Krippe stecken. Der Mittelstand mit nur einem Einkommen ist nicht einfach! So einfach ist das, aber die Sicht der Linken ist wie üblich komplett verdreht…

  • Thomas H. aus D. sagt:

    Ich finde, auch Familien ohne Kinder sollten einen festen Kinderbetreuungsbetrag abziehen können. Schliesslich soll der Staat nicht irgendeine Form des Zusammenlebens bevorzugen…
    Nun aber ernsthafter: ist doch – wie so oft in letzter Zeit – wieder eine klassische Neidabstimmung: wenn wir schon nichts abziehen können, so sollen es die anderen wenigstens auch nicht können!
    Danke, SVP, für die erneute Spaltung des Landes der reinen Profilierung willens.

  • Christine Reber sagt:

    klar freuen sich natürlich auch die papis, wenn die mamis ganz zuhause bleiben;-)

  • Nadja sagt:

    Traurig ist, dass Frau Feri sich anscheinend keine Gedanken darüber macht, dass es viele Frauen gibt, die gerne zuhause bleiben würden, weil sie ihre Kinder selber erziehen wollen. Die es schlecht finden, wie die Medien über Mütter und Hausfrauen herziehen, Die gegen Fremderziehung ihrer Kinder sind, weil eine Krippe nie die Eltern ersetzten kann. Die Hausfrau ist heute nach Medienmeinung nichts mehr wert, weil sie nichts verdient. Dabei ist das das wertvollste was es gibt, jemand der die Familie im Inneren zusammen hält. Die Frau ist von der Natur dazu gemacht zu UMsorgen nicht zu VERsorgen!

  • Nadja sagt:

    Es scheint mir als läge allen daran, möglichst weit, von allem was sinnvoll und natürlich ist, zu leben. Alles umzukrämpeln, was 1000e Jahre funktioniert hat. Das Frauen früher zufrieden waren mit ihrer Aufgabe als Hausfrau und Mutter, das interessiert niemand mehr. Erst seit der Pille, die hormonell männlich macht steigt das Interesse der Frauen in der Arbeitswelt Karriere zu machen. Dazu kam der ganze Gleichberechtigungs-Quatsch der von den Medien voran getrieben wurde/wird. Die Familie wird Stück für Stück abgeschafft und alle findens toll. Viele denken nicht weiter, hinterfragen nichts.

  • Nadja sagt:

    Hausfrau und Mutter war mal ein 24h Job, der hoch angesehenn war. Heute ist er nicht mehr angesehen. Heute muss man Haushalt, Kinder und Beruf unter einen Hut bringen. Und statt sich zu fragen was an dieser Rechnung nicht aufgeht fühlen sich viele schlecht, weil sie es nicht schaffen einen 24h Job und den Beruf in 24h unter zu bringen. Niemand sieht, dass uns der Feminismus fast nur schlechtes gebracht hat. Daher; müssen viele Frauen auch arbeiten, weil der Partner zu wenig verdient um alle durch zu bringen. Darum fehlt die Zeit für die Kinder. Daran müsste man was ändern, von Grund auf.

  • Nadja sagt:

    Ich werde für die Vorlage stimmen, weil es das Ansehen der Mutter im Allgemeinen hebt, weil es in die richtige Richtung geht. Jeder der seine Kinder selber erzieht weiss wie gross die Aufgabe ist, aus kleinen Menschen anständige, herzliche, individuelle und standfeste Erwachsene zu machen. Wie viel verpassen die Kinder die zu wenig von ihren Eltern haben, die von einer Krippenangestellten in einer Gruppe von vielen „erzogen“ werden. Wie sehen es an den Jugendlichen und Erwachsenen der nahen Zukunft. Den warmen Hafen einer Familie kann nichts ersetzen, das sollte klar sein.

    • Susanne sagt:

      Liebe Nadja, in den von Ihnen beschworenen guten alten Zeiten hätten Sie erst Ihren Mann um sein Einverständnis zu diesem Kommentar bitten müssen – Feminismus sei Dank dürfen Sie heute eine eigene Meinung haben. Sie sind der Meinung, dass Hausfrau und Mutter früher ein hochangesehener Beruf war – warum riss sich bloss nie ein Mann um diese Aufgabe? Vielleicht, weil die Aufgabe nie bezahlt wurde und den Männern „von Natur aus“ die Demut fehlt? Ich bin höchst erstaunt über Ihre Ansichten, das letzte Mal hab ich Ähnliches in „Mad Men“ gehört…

  • h. walser sagt:

    Dafür müsste ein Lohn bezahlt werden, und zwar von Ihrem Mann an Sie, ein hoher Lohn, denn wie Sie sagen, ist Ihre Aufgabe sehr wertvoll. Diesen Lohn müssen Sie dann in der gemeinsamen Steuererklärung angeben, dafür dürfen Sie den kleinen Abzug machen wie alle diejenigen, die ihre Kinder fremd betreuen lassen müssen. Dieser Abzug steht Ihnen aber nur zu, wenn Sie Ihren Lohn angeben wie all andern, die fremde Kinder betreuen.

  • Lora sagt:

    Warum bloss ist es mir absolut egal, was die SP oder die Gruenen zu irgendwas zu sagen haben?

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt.