Fluch und Segen der Gratispresse

Seit einigen Jahren ist die Qualität der Schweizer Medien immer wieder Thema der öffentlichen Debatte. Insbesondere Kurt Imhof, Soziologe an der Universität Zürich, schockierte Journalisten und Verleger mit der Aussage, der Zustand der Schweizer Medien entspreche nicht mehr den Anforderungen einer modernen Mediendemokratie. Für viele ist der Ursprung des Übels schnell klar: Es sind die Gratiszeitungen, welche die Spirale noch unten losgetreten haben.

Zuerst einmal muss ich festhalten, dass ich die Feststellung zur Qualität des politischen Journalismus durchaus teile. Am eigenen Leib habe ich das bei der Debatte zum neuen Programm der SP Schweiz erfahren. Kaum eine Zeitung, die sich wirklich mit dem Papier auseinandergesetzt hätte. Obwohl die Endversion des Programms über 60 Seiten umfasst, drehte sich die Debatte ausschliesslich um drei Sätze zum EU Beitritt, zur Armee-Abschaffung und zur «Überwindung des Kapitalismus». Besonders irritierend: Keine der drei Forderungen ist neu – und an neuen Forderungen hätte es nicht gemangelt. Eine wirkliche Auseinandersetzung mit den Konzepten im neuen Papier, fand – zumindest in den grossen Tageszeitungen – kaum statt.

Für die Verleger zählen nur noch Auflage und Klicks im Internet. Einzig diese Zahlen bringen Werbeeinnahmen.

Früher hätten die Schüler gar nichts gelesen, heute «wenigstens» «20 Minuten»

Gratiszeitungen sind auch idealer Lesestoff für Lesefaule: Schüler mit einer Ausgabe von «20 Minuten».

Zu simpel ist allerdings der Vorwurf, an all dem seien ausschliesslich die Gratiszeitungen Schuld – Imhof spricht von einer «Barbarisierung» der Politberichterstattung. Vergessen geht vor allem oft, dass die Gratiszeitungen – bei aller berechtigten Kritik am Kurznachrichten-Journalismus – zu einer gewissen Demokratisierung der Medienberichterstattung beigetragen haben. Ohne die Gratiszeitungen wäre es beispielsweise den Jungparteien kaum möglich, Aufmerksamkeit zu erlangen. Die Juso haben diese Möglichkeiten in den vergangenen Jahren bewusst genutzt – heute werden sie auch von etablierten Zeitungen ernst genommen. Die Gratiszeitungen dienten dabei quasi als Steigbügelhalter.

Das Problem der etablierten Zeitungen hängt zwar mit dem Aufkommen von «20 Minuten» & Co. zusammen, aber die Entwicklung ist nicht zwangsweise automatisch. Mit dem Parteiprogramm der SP Schweiz haben sich die Tageszeitungen nicht deshalb nicht auseinandergesetzt, weil dort nur unfähige Journalisten arbeiten, sondern weil die Journalisten schlicht keine Zeit mehr haben für ausgiebige Recherchen. Für die Verleger zählen nur noch Auflage und Klicks im Internet. Einzig diese Zahlen bringen Werbeeinnahmen. Und dafür brauchen die Medien Schlagzeilen und nicht fundierte Recherche.

Die Gratiszeitungen sind ein fixer Bestandteil unserer Medienlandschaft geworden. Sie sind nicht mehr wegzudenken. Gerade Lehrerinnen und Lehrer erzählen mir auch immer wieder, dass sie froh seien um dieses Angebot. Früher hätten die Schüler gar nichts gelesen, heute «wenigstens» «20 Minuten». Wo die Kritikerinnen und Kritiker aber Recht haben ist, dass wir langsam an einen Punkt kommen, wo sich Qualitätsjournalismus und Renditedenken nicht mehr vereinen lassen. Die Medien sind für unsere Demokratie aber zu wichtig: Wir brauchen Journalisten, die sich tagelang kritisch mit den Positionen und strategischen Spielen der Parteien auseinandersetzen. Deshalb sollten wir – gerade im Wahljahr – ernsthaft anfangen über eine öffentliche Pressefinanzierung nachzudenken. Wenn die Journalisten nicht dauernd der besten Schlagzeile nachrennen müssten, würde vielleicht auch mal jemand das neue Programm der SP Schweiz wirklich lesen…

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88 Kommentare zu «Fluch und Segen der Gratispresse»

  • Stefan H. Schmid sagt:

    Kein Wunder, kommt der Ruf nach öffentlicher Pressefinanzierung von linker Seite. Deren Publikationen sind regelmässig wegen zu geringer Nachfrage finanziell gescheitert.

    • Sab sagt:

      geringe Nachfrage ist aber nicht gleichbedeutend mit schlechter Qualität

    • Hans Nötig sagt:

      Also gemäss diversen Experten (welche sich über alle Newsnetz-Kommentarspalten hindurch einig sind, ergo muss es ein Fakt sein) ist praktisch die gesamte schweizerische Medienlandschaft links angesiedelt. Sie wollen jetzt sagen bis auf die Weltwoche und ein paar andere Ausnahmen sind alle Bankrott?

      • Ralph sagt:

        Bitte nenne Sie die Experten. Und schauen Sie sich vielleicht auch mal was anderes an, als die Newsnetz-Kommentarspalten. Es gibt auch kritischen Journalismus (links und rechts), der weder Ihre Meinung teilt, noch unseriös ist. Ihre Definition von „Fakt“ würde mich auch noch interessieren.

    • Da die Wirtschaft eher rechts denkt und sich private Medien aus Werbeeinahmen, die aus der Wirtschaft stammen, finanzieren müssen, ist wohl jedem klar, dass kritische und/oder linke Medien zwangsläufig einen schweren Stand haben müssen. Das ist systembedingt und hat nichts mit geringer Nachfrage zu tun.

  • Herbert Fischer sagt:

    Wo Du recht hast, hast Du recht, lieber Cédric. Auch darum gibts lu-wahlen.ch – das ganze meinungsspektrum.

  • pete sagt:

    ohne geld von herrliberg und aus dem tessin würden auch rechte publikation wegen stetig sinkender nachfrage ziemlich schnell scheitern. und ein frischgebackener vater stünde ein wenig vor dem nichts…

  • Robert Schumann sagt:

    Lieber gar nichts lesen als die Falschinformationen die 20min verbreitet. Die meisten Menschen lesen dort nur die Überschriften. Die Artikel beschreiben meistens das Gegenteil oder gehen in eine völlig andere Richtung aber im Gedächtnis bleibt die Überschrift.

    • tobe or not tobe sagt:

      Ist wirklich zu 50% Falschinformationen oder Überschriften, die die Aussage verfälschen. Also hier sehe ich eher eine Missbildung unseres Wissens und nicht ein demokratische Informationsplatform…

  • Gfeller Heinz sagt:

    Was eine öffentliche Pressefinanzierung bringt, sehen wir ja an der SRG: Tendenziös linkslastiges Medium, welches auch noch ineffizent und teuer ist. Darüber hinaus muss man auch noch zwangsabgaben zahlen. Da sage ich doch nein danke zur öffentlichen Pressefinanzierung, da reichen mir die Gratiszeitungen. Wer sich bei den Lesern nicht durchsetzen kann, soll nicht künstlich vom Staat am Leben gehalten werden.

  • Mike sagt:

    Ja klar, Cedric. Und dann kommt zu der Billag-Gebühr, die ja vom Parlament bald in eine Haushaltssteuer umgewandelt wird, noch eine weitere Steuer? Nein Danke! Bitte erst mal SRG, äh SRF, gesundschrumpfen und runter mit der Billag-Gebühr!!!

  • Die Probleme der Massenmedien sind schon länger bekannt und haben mit Gratiszeitungen nur am Rande zu tun. Der Umstand, dass sich private Zeitungen fast ausschliesslich aus Werbung finanzieren bleibt natürlich nicht ohne folgen für den Inhalt. Den wer will schon permanent seine Financiers vor den Kopf stossen? Also sind kritische Inhalte zu gewissen Themen eher selten.
    Und dann wäre da die Sachkenntnis und die Neugier der Journalisten, die oft zu wünschen übrig lässt.

  • Holger Ohnmacht sagt:

    Steht die Forderung nach einer öffentlichen Pressefinanzierung auch im Parteibuch, Zensur inklusive? Haben SP-Vertreter auch einmal einen Vorschlag anzubringen, welcher nicht vom Staat finanziert wird? Wenn ich diesen Bericht so lese habe ich den Eindruck, dass es die wichtigste Aufgabe der Journalisten sein sollte, sich mit dem SP-Parteibuch bzw. -Programm auseinanderzusetzen. Wäre es nicht Aufgabe der SP selbst, ihre marxistischen Theorien an den Mann zu bringen? Werbung in eigener Sache sollte in eigener Regie betrieben werden. Die Zeitung, die ich lese, lebt nicht bloss von Schlagzeilen!

  • Richi sagt:

    Bekommen nicht schon gewisse private TV-Stationen Bundesgelder (Billag)? Ist deren Programm damit besser geworden? Nicht wirklich, oder?
    Ehrlich Herr Wermuth, was schon beim TV nicht funktioniert, wird auch beim Print nicht funktionieren…!

    • Sandro sagt:

      Billag hat gerade mal gar nichts mit einem Medienunternehmen zu tun. Aber dann wirklich gleich gar nichts!

      • Richi sagt:

        Nochmals nachschauen?!?

      • cristiano safado sagt:

        @Sandro: Die Billag hat insofern mit Medienunternehmen etwas zu tun, als dass die Empfänger der Zwangsgebühren nicht mehr auf die Interessen und Wünsche der Fernsehschauenden achten müssen.

  • Thomas Segeros sagt:

    staatliche / öffentliche Pressefinanzierung: An welche Partei-Blätter mich das wohl erinnert?

  • Daniel sagt:

    Sur le fond de votre article, je suis d’accord avec vous.

    Mais votre appréciation des journaux gratuits me sidère ! Seule explication possible : vous ne les avez peut-être jamais lus !

    Je suis enseignant, et je préfère que mes élèves ne lisent rien plutôt que pareille nullité: un français lamentable, des informations fausses (!), 5 meurtres par jour en moyenne, des informations purement anecdotes et des articles dits sérieux incompréhensibles. Et j’en passe (je parle bien sûr du 20 minutes en français)…

    Les journaux gratuits ne sont pas les seuls fautifs, mais ils sont fautifs !

  • Victor Heldner sagt:

    Sinnvoller ist wenn man den Satz, den Kapitalismus abschaffen weglässt. Man liefert doch nicht den Strick an dem man aufgehängt wird.
    Besser ist:
    Den erarbeiteten Wohlstand gerechter verteilen, Abzockerparteien und -Seilschaften bei der Wahl abstrafen.
    Keine Working Poor, Minimallohn ist dringend notwendig
    Firmen die Lohndumping betreiben, schliessen.

    • tobe or not tobe sagt:

      Hmm vielleicht könnten man „Kapitalismus übewinden“ auch mal von einer anderen Perspektive anschauen: Unser alltägliche Leben ist vom kapitalismus geprägt, wir würden unsere Mütter verkaufen um was zu ereichen. Der Kapitalismus überwinden ist auch die Gier nach mehr Profit und nochmehr Besitz gemeint, die zu überwinden sind….!!

      • Victor Heldner sagt:

        Tobe or not tobe meint eigentlich das Gleiche was ich bereits gesagt habe. Tut mir leid, wenn ich mich für Sie zu wenig exakt ausgedrückt habe.

  • sandro gasser sagt:

    „über fluch und segen der gratispresse“ und der geneigte leser möchte etwas tiefsinniges über diesen fluch / segen erfahren. nach der lektüre reibt man sich verwundert die augen. ein null artikell im 20 min oberfächen stil mit null bezug zum titel. gratiszeitung = mehr konkurrenz. qualitätsjournalismus? qualitätszeitungen mit inhalt. diesen wettbewerbsvorteil gilt es auszuzunutzen. (sein hauptthema: sp- programm in den medien ist nicht wert einzugehen).. staatliche pressefinanzierung nein. wenn zeitungen einseitig politik betreiben anstatt neutral zu informieren kaufe ich sie nicht.

  • Hans Ueli sagt:

    Vergesst nicht den riesigen Papierverbrauch den die Gratiszeitungen verursachen, denn diese werden nicht in das Altpapier, sondern am erst besten Ablegeplatz entsorgt!

  • Richard Müller sagt:

    vielleicht sollte man sich zuerst gedanken über die sinnvollere ver(sch)wendung der gebürenmilliarde machen, bevor man nach neuen milliarden für eine „unabhängige“ staatlichen presse ruft. ich erachte unsere staatsmedien – nach journalistischen ansprüchen gemessen – als absolut ungenügend. der ganze unterhaltungschrott kann noch heute eingestellt werden zugunsten einer professionelleren, ausgewogenen und fundierten berichterstattung sowie einem aktuellen newsservice. dann müsste ich weniger ausländische medien konsumieren. da muss ich mir auch nicht (trotz gebühren) noch werbung ansehen.

  • Ulrich Schwendener sagt:

    Die einseitige Wahrnehmung des Herrn Wermuth ist eindrücklich und unterstreicht seine weltfremden Ideen. Dass die journalistische Qualität auf einem Tiefstpunkt angelangt ist, ist offensichtlich. Seine weiteren Schlussfolgerungen sind aber in typischer SP-Manier fern von Gut und Böse. Dass aber ausgerechnet die linke Seite über die Presse jammert verwundert doch sehr. Das SP Programm ist derzeit derart ideologisch verklärt, dass nicht einmal mehr linke Journalisten gut darüber schreiben können. Etwas mehr Realismus im Parteiprogramm würde sicher helfen, besser wegzukommen.

  • Kaspar Tanner sagt:

    In der Medienwelt ist ein Hang zur Zuspitzung zu beobachten, aber das hat mit der Medienlogik zu tun. „Bad news are good news“ zog schon immer. Weil die CH eine – mehr oder weniger – funktionierende Gesellschaft ist muss man die Skandale oft erfinden. So wie die meisten Journis eingestellt sind, kriegt aber die rechte Seite immer noch häufiger ihr Fett.
    Dass die SP wg. des marxistischen Ansatzes in der Luft zerrissen worden ist, ist ihr eigenes Verschulden. Man kann der SVP nicht Rückwärtsgewandtheit vorwerfen und dabei eine Forderung aus der politischen Mottenkiste stellen…

  • Auguste sagt:

    hmm…, beklagt sich herr wermuth allen ernstes darüber, dass sich die presse auf zwei existentielle sp-programmpunkte konzentrierte und „die überwindung des kapitalismuses“ gerne als wegleitung zur einordnung dieser politischen kraft im lande benutzte. danach konnte man sich das weitere lesen ja wirklich sparen – ausser man muss mit einem solchen programm in den wahlkampf ziehen und sich verteidigen.

    war es nicht, unter anderem, die öffentliche finanzierung der „prawda“ die verhinderte, dass dieses auflagenstarke blatt die freien medienmärkte im sturm eroberte?

    • cristiano safado sagt:

      Seien wird ehrlich, welche Partei ist denn überhaupt noch wählbar? Auf der einen Seite haben wir die Linken (SP, Grüne), die den Kommunismus wieder einführen wollen, auf der andern Seite die Bürgerlichen (SVP, BDP, FDP), die mit ihrer Diskrimminierungspolitik immer mehr und grössere Minderheitsgruppen schaffen oder auf die (CVP) kein Verlass mehr ist. Was wir brauchen ist eine neue grosse Partei, die sich von der EU distanziert und die den Sozialabbau stoppt. Die einst rund 60% Wähleranteile sind nicht grundlos auf fast 30% geschwunden und Politiker nicht grundlos Buhmänner der Nation geworden

      • Auguste sagt:

        hmm…, christiano safado, eine dominante partei in der mitte, die die pol-parteien in schach hielte, dabei aber mit einer pendel-politik ihre wähler bei stange halten müsste. das würde nie und nimmer funktionieren. die politische mitte dieses landes wird gegenwärtig aufgesplittert und zurecht gestutzt, damit sich zwischen den dominaten polen wechselnde mehrheiten finden lassen. da der moderne schweizer heute eher pragmatisch als ideologisch politisiert, ist diese entwicklung gar nicht so schlecht, wenn die problemlösung im vordergrund bleibt. mühsamer ist sie natürlich.

        • cristiano safado sagt:

          @Auguste: Es braucht keine Pendelpolitik, vielmehr eine Partei mit einer Politik, die die Hauptinteressen der grossen Mehrheit des Volkes vertritt. Diese sind sicher einmal EU, Zuwanderung, Asyl, soziales, Gesundheitswesen, AKW, um nur die (momentan wohl) wichtigsten zu nennen. Eine Partei die die Interessen der Mehrheit des Volkes in diesen Bereichen vertritt, existiert nicht mehr. Vielmehr wird für oder gegen eine parteipolitische Meinung in diesen Bereichen Stimmung gemacht und nur zu oft stellen die Stimmenden im Nachhinein fest, dass sie der Propaganda aufgesessen sind.

          • cristiano safado sagt:

            Die besten Beispiele der vergangenen Zeit dürften wohl die Verschärfung der ALV, die Unternehmenssteuerreform + der Umbau der Invalidenversicherung sein. Gerade bei der IV wurde eine Hetze gegen Behinderte bis hinauf in das Dep. Burkhalter (EDI) betrieben, die bei weitem nicht den Tatsachen entsprechen (es waren nicht 20%, sondern 0,2% aufgedeckte Betrugsfälle). Das gleiche gilt auch bei den Rauchern, wo das BAG (ebenfalls EDI) kurzerhand die über 64-jährigen aus der Statistik herausnahm. Und bei der ALV sind von der Verschärfung entgegen allen Behauptungen vorallem ältere Personen betroffen.

  • Andy Woellner sagt:

    Es ist durchaus begrüssenswert, wenn junge Leute Zeitung lesen, um wenigstens halbwegs informiert zu sein. Was aber die Gratisblätter anbieten, ist nicht nur inhaltlich von grosser Bescheidenheit geprägt, sondern vor allem auch sprachlich. Fehler über Fehler zieren die Blätter und Missverständnisse (um nicht zu sagen Verdrehungen) sind an der Tagesordnung. Schade, dass die Sprachkultur durch den Gratiswahn dermassen zugrunde gerichtet wird. Eine Tageszeitung kostet drei Franken – das ist ein wahrhaft günstiger Deutschkurs!!!

    • Martina Schelling sagt:

      Ich mache mir täglich einen Spass daraus, Schreib-, Grammatikfehler und alles was dazugehört, in der 20min rot anzustreichen. Reicht ohne Probleme für 30, 40 Minuten Arbeitsweg und ich lerne was daraus (bei Unsicherheit im Duden nachsehen, etc.). Das Problem liegt darin, sich keine Gedanken über dessen Bedeutung zu machen…

  • Holger Ohnmacht sagt:

    Ihr Verständnis von Meinungsfreiheit ist beschämend. Ist in der neusten Ausgabe des SP-Parteibuchs die Abschaffung auch dieses Rechts vorgesehen und wird dann eine Einheitsmeinung von Staates wegen diktiert? Meine ursprüngliche Zuschrift ist weder verletzend noch unanständig, aber sie passt Ihnen offenbar nicht ins Konzept.

  • Rüdiger Kraus sagt:

    Was nun? Wermuth würdigt die Gratiszeitungen, weil man darin lesen kann, dass er ein kiffender Hausbesetzer ist und verlangt danach, das besser recherchiert wird, da das dumme Volk und die dummen Journis, das langweilige SP-Programm nicht interessant genug finden. Es bleibt zu hoffen das dieses Individuum nicht gewählt wird im Herbst (dä gäbe ich lieber Mörgeli meine Stimme, so stark verachte ich Wermuth)…

    • tobe or not tobe sagt:

      Ach ach Rüdiger…Dummheit schmerzt.. Der Jungspund Cedric hat Power und ist kein Mitläufer wie es die SVP Juniorinnen und Junioren sind, die plappern nämlich alles nach, was vom Albisgütli her kommt.

      Ihre Welt ist sowas von langweilig, deshalb stört sie ein kiffer, oder ein Jugendlicher der sich für Freiräume der Jungen einsetzt!!! Lieber eure Kinder Koks und Alkohol konsumieren lassen und Mörgeli wählen…

      Cedric hat meine Stimme!!!

      • David Herger sagt:

        Ich finds einfach total Schade, dass Leute wie sie, eher rechts eingestellte als Deppen darstellen müssen. Sie reden hier von SVP Junioren/innen die alles nachplappern, aber was genau machen Sie? Sie sind kein bisschen besser. Wenn jemand was gegen nen Linken schreibt kommt gleich von allen: Aber die Rechten….mimimimimi…. und dann immer diese Behauptungen, dass alle SVP-ler vom Albisgütli her gelenkt werden und bezahlt werden. Ich frage mich echt, ob nicht einfach Ihre Welt langweilig ist und Sie überhaupt mal über den Tellerrand schauen.

      • Rüdiger Kraus sagt:

        Mich stört der Kiffer Wermuth, ansonsten habe ich nichts gegen Kiffer. Und für meine Kinder werde ich selber sorgen und Ihnen Freiräume bieten und schon schauen, dass sie nicht koksen oder so wie Wermuth kiffen. Wie langweilig müssen sie sein, dass sie hier Vermutungen über mich in den Raum stellen…

      • Kaspar Tanner sagt:

        @ David Herger. Das ist m.E. auch der Grund, wieso die SP absackt. Sie hat die ganzen 90er Jahre und in den 00er Jahren mit Diffamierungen und Totschweigen Politik betrieben. Das hat ein paar Jahre gewirkt. Aber alles läuft sich einmal tot und die Verbaltotschläger „rechtsextrem“, „unsolidarisch“ oder „volksdümmlich“ funktionieren einfach nicht mehr.
        „tobe or not tobe“ ist ein Exponent linker Arroganz und so lange Leute wie er für die SP werben, wird sie im Sinkflug sein. Es fehlt ihm die Bodenhaftung und Demut, um hier anzukommen. Der Mann soll bei der UBS arbeiten und sich zukoksen.

  • Stefan Jost sagt:

    Es ist doch nicht wahr, dass 20Minuten nicht über das SP-Parteiprogramm berichtet hätte:
    … SP will in die EU … SP will die Armee abschaffen … SP hält an der Überwindung des Kapitalismus fest … etc.
    War alles in 20Min gedruckt, über die wesentlichsten Punkte des SP-Parteiprogramm wurde informiert, da gibt es für die SP keinen Grund zu jammern.

    • Andreas Keller sagt:

      Ja, sehe ich auch so. Klar gehen die Artikel der Gratiszeitungen nicht ins Detail. Aber immerhin erfährt man z.B., dass die SP den Kapitalismus überwinden will. Wen es genauer interessiert wie sich die SP die Kapitalismus-Überwindung vorstellt, kann sich dann bei sp-ps.ch oder so informieren.

      • Mark Keller sagt:

        Tja, dann jammern Sie über die Migrationsströme, die man in den Griff bekommen solle. Dabei entgeht Ihnen, dass der Kapitalismus in der heutigen Ausprägung diese Migrationsströme erst erzeugt hat! Den Kapitalismus überwinden ist vielleicht nicht die schlechteste Idee, wenn wir die Migration stoppen wollen!

  • tobe or not tobe sagt:

    Information ist das A und O heute,!! Doch diese Zeitungen, in denen übrigens alle die gleichen Nachrichten bringen von 20minuten bis blick am Abend, empfinde ich als einge allgemeine VOLKSVERDUMMUNG. Doch die Menscchen wollen keine grossen Texte lesen heute, kurze prägnante Sätze sind gefragt, in denen man umgehend weis um was es gibt. Doch das Leben ist leider komplexer als ein Satz !!

    ERZIEHUNG DURCH HIRNWÄSCHE

  • Damian sagt:

    Schön, dass C. Wermuth die Denkweise seiner Partei klar kommuniziert. Geld verteilen kann aber jeder…

    Wenn man das Parteibuch einer Mehrheit der Journalisten in Betracht zieht ist klar, drängt sich der Verdacht auf dass hier auch Interessenpolitik gemacht wird. Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus.

  • Wobbegong sagt:

    Wehrmuth hat hier nur die Verarmung der Tageszeitungen hinsichtlich der Recherche angeprangert, und dies anhand der Berichterstattung über das SP- Parteiprogramm veranschaulicht.
    Anscheinend haben manche Kommentarschreiber nicht mal ansatzweise die Aussage dieses Blogs verstanden, wenn sie hier über dieses Parteiprogramm diskutieren. Schlimmer noch: Alles was diese Leute darüber kennen sind ja genau die drei Punkte, anhand derer Wermuth die schlechte Recherche kritisiert hat.
    Es ist einfach wunderbar (unfreiwillig) komisch, wie diese Kommentarschreiber Wermuths Kritik perfekt unterstreichen.

    • Auguste sagt:

      hmm…, und wieviele programmpunkte kann sich der durchschnittsschweizer wähler im parteien-wahlkampf ihrer meinung nach den merken, wobbegong?

  • Raphaël Mahaim sagt:

    Les reproches adressés aux quotidiens gratuits valent parfois tout autant pour certains quotidiens payants. Malheureusement, la tentation du „fait divers“ croustillant est également très répandue chez certains grands médias écrits… Et il est vrai que ceci se fait au détriment des articles de fond! Rares sont les journaux quotidiens qui arrivent encore à élaborer des grands dossiers originaux sur des sujets suprenants. Plus qu’un financement public de l’entier de la presse, il serait utile de réfléchir à des mesures ciblées de soutien pour certains médias étouffés par les grands groupes…

  • Andreas Burger sagt:

    Das zentrale Problem ist die geringe Meinungsvielfalt, die durch die Konzentration der Medien entsteht. Dem wird man durch direkte Finanzhilfe nicht begegnen können, da muss man an den Rahmenbedingungen arbeiten.
    Zu starke Marktmacht ist schlicht zu verbieten, weil sie der Demokratie schadet. Einheitsbrei in den Medien ist für die Demokratie ein Problem, ganz egal, ob diese Einheitlichkeit links, oder recht auftritt. Neue Projekte, (print, online, whatever) brauchen bessere Startbedingungen als heute, nicht Subventionen.

    • sandro gasser sagt:

      wer war 15 jahre lang medienminister? eben, ein parteifreund wermuth’s, ex br moritz leuenberger. dieser hat die macht der staatlichen medien enorm ausgeweitet und die privaten unternehmungen und initativen abgewürgt. das nun wermuth nach mehr staatlicher unterstützung ruft ist amüsant. der staat soll endlich, wie herr burger sagt, sich auf ein minimum reduzieren und nicht dauernd den privaten die luft abwürgen. typisch für sozial demokraten: ein problem verursachen und dann die lösung dazu anbieten, die wiederum probleme verursachen. linkes hamster-rad denken.

  • Michael Brunner sagt:

    Ach, ich liebe die Cüplisozialistinnen und Cüplisozialisten (Komform geschrieben). Jedes mal wenn es denen nicht nach dem Kopf geht, schreiben diese nach dem Staat, so dass er ja viel Geld gebe. Ich hoffe sehr, dass der Kanton Aargau so diesen Häuslebesetzer nicht zu wählen.

  • Markus Niessen sagt:

    Qualität der Schweizer Medien? Das ist eine Frage der Definition. Meiner Meinung nach ist die Qualität sehr hoch! Allerdings gibt es wohl kaum noch unabhängige Berichterstattung. Versteckte Agenda statt Information zur freien Meinungsbildung. Die Gratiszeitungen sind da nur ein verlängerter Arm um noch mehr „Konsumenten“ erreichen zu können. Politiker aller Couleur haben das erkannt. Wohl auch Herr Wermut. Leider viel zu wenige der Abonnenten!

  • fluri franco sagt:

    ich danke herr wermuth ganz herzlich, denn was immer herr wermuth sagt ich mache genau das gegenteil. sollen andere den kapitalismus überwinden und kiffend häuser besetzen.

  • tschudin sagt:

    alle arbeiter und angellten in der schweiz,beziehen den lohn von kapitalisten,im gegensatz zu dem linken bamtenapparat,der bezieht den lohn von den steuerzahlern,und diese löhne sind überbezahlt,jedenfalls für die leistungen,die erbracht werden,jedenfalls würde die bevölkerung verhungern ohne die wirtschaft oder eben ,den kapitalisten,die sie so ablehnen.

  • Thomas Läubli sagt:

    (1) Man muss klarstellen, dass die meisten Vorstösse der Jungparteien von links bis rechts populistisch & undurchdacht sind. Darum sind sie in der Gratispresse beliebt. (2) Die Mediokrisierung der Berichterstattung gilt nicht nur für die Politik, sondern auch für Kultur & Wissenschaft. Es wäre schön, auch hier mal kritische Worte zu vernehmen. (3) Nicht nur Schüler lesen nur noch 20Minuten, auch Studenten & Führungskräfte, und das ist bedenklich. (4) Ich bin gegen die staatliche Finanzierung der Politik (und schon gar nicht bei diesem Niveau). Bessere Massnahme: Offenlegung der Finanzen.

    • Ursula Schüpbach sagt:

      Und ich bin dagegen, dass solche, die gegen viele Formen des Internets gerne verbal spucken, aber es selbst gerne benutzen, als „Experten“ gelten.- Aber wohl besteht die Schweiz bloss noch aus Experten…

      • sandro gasser sagt:

        und aus expertinnen.. 🙂 @ thomas läubli: ich bin mit ihnen einverstanden, zu punkt 3. warum ist es bedenklich wenn studenten und führungskräfte 20 min oder andere journalistische schmalkost lesen? oft liegt in der kürze die würze, ist unterhaltsam und zeichnet dadurch einen trend. jedes blatt, jede radiostation, jede tv station ist eine bereicherung der medienvielfalt, somit der gesellschaft auch wenn sie nur werbung bringt! die offenlegung der finanzen? eine gute absicht mit einem negativen effekt für eben diese medien, welche auch die sogenannte (wichtige!) 4 gewalt im staat ist

        • Thomas Läubli sagt:

          Warum Punkt 3? Weil 20Minuten keine seriöse bzw. vertiefende Information liefert. Ich habe keinen Mehrwert, wenn über die Todesumstände von Bin Ladin gemutmasst oder beim Fall Kachelmann zum x-ten Mal das Gerichtsurteil antizipiert wird. Infotainment ist nicht der primäre Zweck einer Zeitung. Kurt Imhof bemerkt treffend, dass heute nicht mehr der Staatsbürger, sondern der Konsument im Mittelpunkt steht. Von Medienvielfalt ist nichts zu spüren; ich nehme eine Einfalt wahr, die auf Pop-Mainstream, Events & rechtskonservatives Geheul fixiert ist. Der Westen nimmt Abschied von der Aufklärung.

        • Thomas Läubli sagt:

          Da können Sie im Tages-Anzeiger etwas zum heutigen Verständnis von Würze, Unterhaltsamkeit, Schmalkost und Trends lernen: «Kill people, buy shit, fuck school – I’m fuckin’ radical, I’m mutherfuckin’ radical»
          http://www.tagesanzeiger.ch/kultur/pop-und-jazz/Zwischen-Groessenwahn-bermut-und-Selbstzweifeln-/story/13695439
          Journalismus heisst demnach sein Innerstes offenbaren: das, was zu den Gedärmen herauskommt…

  • Mark Mathis sagt:

    Es ist naiv zu glauben, dass mit einer öffentlichen Pressefinanzierung die journalistische Qualität steigen würde. Ebensowenig steigt sie, weil die öffentliche Hand die Postzustellung verbilligt. Solche bestehende und vorgeschlagene Subventionen dienen einzig dazu, die Rendite der Grossverleger zu verbessern. Die Medienkonzerne sind kapitalistisch funktionierende Unternehmen und keine dem Allgemeinwohl verpflichtete Denkfabriken. Ein möglicher Ausweg gegen die verdummenden Massenmedien kann der Aufbau und die Berücksichtigung von Nischenprodukten auf neuen Verbreitungskanälen sein.

  • Keller sagt:

    Es ziemt sich für den Tagesanzeiger – der ja aus linkslastigen Journalisten überwiegend besteht – dem Linken ein Wahlkampfforum zu gewähren. Kritische Fragen, insbesondere was er eigentlich für sein Gehalt des von überwiegend öffentlichen Mitteln finanzierten Job beim sog. Schweizerischen Arbeiterhilfswerk wann leistet, solche Fragen wollen die Tamedia natürlich nciht stellen. Könnte ja unangenehm sein. Der Job wird ja unter den Genossen für diese vergeben. Hat die Verurteilung im Zusammenhang mit einer Hausbesetzung im Kanton Aargau die erforderliche Job-Qualifikation geliefert?

  • Der Beitrag von Wermuth ist eine tragikomische Realsatire. Denn Wermuth klagt genau über jene Phänomene, die aus einem umtriebigen JUSO-Mitglied einen Vize-Präsidenten der gebeutelten SPS machten. Wir erinnern uns: das Bild vom kiffenden Jungspund mit Dreitagebart wurde über die elektronischen und Printmedien verbreitet. Danach war der Student plötzlich Talkgast auf allen Kanälen. Wermuth wurde nicht durch einen „Gedanken“ berühmt, sondern durch eine „optische Provokation“: nun soll er sich nicht wundern, dass die Medien weiterhin von ihm keine „Gedanken“ erwarten. Die Geister ….

  • cristiano safado sagt:

    Nicht Gratiszeitungen sind für die Barbarisierung des Journalismuses verantwortlich, sondern die von vielen Medien und Journalisten betriebene (haus)eigene Politik. Da wird nicht mehr wie früher unabhängig berichtet, sondern die Politik aus Bund und Kantone entweder unkritisch übernommen und hochgejubelt, oder eben zerissen. Entgegenstehende Meinungen werden nur noch der „guten Ordnung halber“ und dosiert veröffentlicht. Dies führt dazu, dass immer mehr private Politforen entstehen, wo der Einzelne seine Meinung in die Welt posaunen (und anderslautende Kommentare ebenfalls unterdrücken) kann.

    • Kaspar Tanner sagt:

      Ihrem zweiten Teil kann ich zustimmen: Das Internet eröffnet neue Möglichkeiten, die sehr belebend sind.
      Bezüglich der Befangenheit der Journalisten bin ich mir nicht so sicher. Es gab früher die Parteizeitungen, respektive parteinahe Zeitungen, die grundsätzlich nichts Negatives über „ihre“ Partei schrieben und auf die andere Seite eindroschen. So doll war die gute, alte Medienwelt auch nicht.
      Da das Bildungsniveau klar gestiegen ist und dank Internet Falschheit schnell den Weg in die Öffentlichkeit findet, ist die Gutgläubigkeit des/der LeserIn geschwunden. Aber das ist gut so…

      • Mark Mathis sagt:

        @ C. Safado: Sie haben vollkommen recht. Diese intellektuelle Selbstbeschränkung liegt an den Gebiets-Monopolen der grossen Medienhäuser. Daneben gibts aber auch Verdummungs- und Verflachungseffekte durch den Versuch der Industrialisierung von journalistischer Arbeit in Newsdesks und integrierten Newsräumen und durch neue Benchmarking-Instrumente (Klickstatistiken).

  • Gion Saram sagt:

    Präzise und treffende Analyse von Cédric Wermuth mit dem ich sonst eigentlich selten einer Meinung bin. Aber seine Schlussfolgerung das es deshalb eine staatliche Presseförderung brauche teile ich ganz und gar nicht. Ich glaube nicht das es besser rauskommt wenn der Staat die freie Information der Bevölkerung verwaltet und gestaltet. Wir haben mit der SRG bereits ein zwangsfinanziertes Monster geschaffen, mir graut vor einer Print SRG in der die Politik den Inhalt vorgibt.

    • Mark Mathis sagt:

      Die Bedenken gegen staatlich subventionierte oder durch Zwangsabgaben alimentierte Medien teile ich vollumfänglich, habe jedoch zwei Einwände.
      1. Dass die Politiker kraft von Subventionen Einfluss auf die Medien ausüben könnten, halte ich für blosses Wunschdenken derselben. So schafft man höchstens Scheren im Kopf der Medienschaffenden, die dann für politische Pseudokorrektheit glauben sorgen zu müssen.
      2. Die „freie Information der Bevölkerung“ geht in der Deutschschweiz momentan in Richtung Blocherianer-finanzierte Information (siehe BaZ).

    • Lisa sagt:

      Mir auch!

  • vietnamesische begleiterscheinung sagt:

    herr wermuth: ganz allgemein meine ungeteilte hochachtung! leute wie sie sind leider dünn gesät in der politlandschaft. bezüglich der qualität des journalismus muss ich ihnen leider sehr beipflichten. ein gutes beispiel ist zum beispiele diese onlinezeitung. es geht wirklich nur noch um klicks und nicht mehr um inhalt. bei ihrem parteiprogramm muss ich ihnen jedoch widersprechen: die leute haben keine zeit um ein manifest zu lesen. es MUSS in drei sätzen erklärbar sein. der ganze rest kommt dann hinten schon noch. aber die drei sätze fehlen bei ihnen. sie brauchen mindestens 20. das ist zuviel

    • dass man die ziele der svp in drei sätze zusammenfassen kann, ist ja klar. ausländer raus, mauer um die schweiz, staat abschaffen, alles privatisieren, die starken unterstützen, die schwachen untergehen lassen. so einfach funktioniert die welt aber leider nicht. der sp geht es nicht darum, die sündenböcke zu suchen und diese mit inhaltsleeren floskeln zu bekämpfen, sondern sie streben eine gesellschaft an, in der jeder ein gutes leben führen kann. echte, nachhaltige lösungen lassen sich nicht in drei sätze zusammenfassen – da gibt’s einiges mehr zu tun…

      • vietnamesische begleiterscheinung sagt:

        absolut einverstanden aber wenn man ziele hat, muss man diese verkaufen können und da ist die svp nun mal am besten. da kann und muss sich die sp ein stück davon abschneiden. finde ich. soziale ungerechtigkeit, die privatisierungen, der druck auf die leute seitens der wirtschaft usw. sind extrem emotionale themen, wenn man sie auch so verkaufen würde, dann hätte man wohl mehr erfolg als wenn mans auf unverständlich intellektuelle weise zerredet. was natürlich spannender ist, aber von aussen halt nicht so verstanden wird.

  • vietnamesische begleiterscheinung sagt:

    es stimmt schon: die medien sollten die vierte macht im staate sein. jedoch sind sie heute entweder links oder rechts und verurteilen ihre konkurrenz jeweils links oder rechts zu stehen. sie lassen sich also von der politik instrumentalisieren. da hilft nur eine strenge emanzipation. das betrifft die einen medien mehr und die anderen weniger. am abhängigsten scheinen mir weltwoche, tele züri und tagesanzeiger zu sein. die anderen kenne ich nicht oder sind zu wenig relevant. am unabhängigsten scheinen mir nzz und schweizer fernsehen. wie seht ihr das?

  • Thierry Meyer sagt:

    Le discours de Cédric Wermuth est très convenu, et me laisse songeur. D’abord, pourquoi qualité serait antinomique avec rentabilité, et vice-versa? La qualité, c’est perdre de l’argent et donc de la capacité à décider ce que l’on veut faire? La qualité est-elle condamnée à l’assistanat? Ensuite, à lire sa courte prose, on a l’impression que les éditeurs sont sans cesse sur le dos des rédactions pour leur dicter ce qu’elles doivent faire. Bref, j’invite volontiers Cédric Wermuth à passer ne serait-ce qu’une journée dans la rédaction de 24heures pour pouvoir juger en connaissance de cause…

  • Peter Balmer sagt:

    Herr C.Wermuth ist und bleibt ganz und gar der Sozialist. Ganz selbstverständlich ist für ihn das Recht, jedem Bürger mal so in seinen Geldbeutel zu greifen, wenn da irgendwo finanzieller Bedarf besteht. Ich sehe durchaus ein, dass der Staat Institutionen unterhalten muss, die vom Steuerzahler finanziert werden. Ich plädiere nicht für den „Nachtwächterstaat“. Die Selbstverständlichkeit aber, mit dem unser Jungpolitiker sich mal wieder am Einkommen des Bürgers vergreifen will, die stimmt doch nachdenklich. Herrn C.Ws politische Kreativität erschöpft sich in der Kreation zusätzlicher Steuern.

  • Ulrich Schwendener sagt:

    Unsinn Hr. Mathis. Sie scheinen eine Blocherphobie zu haben, lassen Sie sich behandeln. Und wie sieht es denn aus, wenn ich eine neue Zeitung gründen will? Erhalte ich dann auch Bundesgelder? Und was, wenn ich eine bürgerliche Zeitung gründe? Erhalte ich dann keine Gelder? Wer bestimmt, wer wieviel bekommt? Die ganze Idee ist Unsinn. Und warum zum Henker dürfte ein Bloicher keine Zeitung haben? Sicher ist: an der Baz war er NIE beteiligt und er nahm auch nie Einfluss auf Inhalte.

    • Mark Mathis sagt:

      Blocher ist nicht gleich Blocherianer. Wenns nach mir geht, kriegen weder Sie noch andere Bundesgelder. Lernen Sie lesen.

  • Jörn Knie sagt:

    Herr Wermuth, Sie sollten lieber froh darüber sein, dass nicht das gesamte Parteiprogramm der JUSO beleuchtet wurde. Ich glaube kaum, dass sie über die Offenbarungen erbaut wären. Vielmehr finde ich es schändlich, dass die Medien gegenüber Links stets Nachsicht zeigen und die Ziele von JUSO und SP nicht offenlegen, dabei verurteilt sie ihr eigener Griffel (oder ihre Tastatur). Und überhaupt, wieso kommen Sie erst jetzt damit?

    Es bleibt zu hoffen, dass der Aargau Gröse zeigt und der NR von ihrem Typ verschont bleibt, Herr Wermuth. Mit besten Grüssen.

    • Jörn Knie sagt:

      Ergänzung zum eigentlichen Thema:
      Die gesamte Medienbranche ist in einem desolaten Zustand. Eine sachliche Betrachtung findet nur in absoluten Ausnahmefällen statt und wenn schon von 20min die Rede ist: Die Verbreitung von Halb- und Unwahrheiten durch diese geht auf keine Kuhhaut. Vor etwa 10 Jahren hatten wir ein BAZ-Abo, das hatte ich dann abbestellt, weil die Berichterstattung tendentiös war und Nachrichten von Kommentaren fast nicht zu unterscheiden waren. Ich bin kein Journalist, aber das entsprach nicht einmal den Regeln, die ich im Schulunterricht bzgl. Qualität gelernt hatte.

    • Hans Gross sagt:

      Die Medien sollen mit den Linken nachsichtig sein? Die NZZ? der Matin? Le Temps? Selbst der Tagi ist im liberalen Zentrum (häufig werden liberal und links verwechselt, was natürlich oberflächlich bis falsch ist) und der Blick ist in Migrationsfragen rechts und in Sozialfragen eher links. Nicht alles, was Ihnen nicht in den Kram passt ist links!
      Abgesehen davon darf man sich in einer Demokratie auch für die Meinung anderer interessieren, wenn sie sich nur für die meinung Ihrer eigenen Partei interessieren verpassen Sie etwas.

  • Habe ich richtig verstanden. Parteienfinanzierung statt Kirchensteuer.

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