La grande lutte va commencer

La moitié de la législature 2011-2015 est écoulée et le bilan du Parlement fédéral s’annonce plutôt mitigé. La sortie de l’énergie nucléaire est la décision la plus lourde de conséquences prise ces dernières années, peu avant la fin de la dernière législature – à la suite de la catastrophe de Fukushima. Le nouveau parlement a par conséquent augmenté les subventions pour les énergies alternatives, en se gardant toutefois de fixer une date précise pour l’arrêt des centrales nucléaires.

Depuis la décision prise sur le nucléaire, de grands projets sont restés sans suite, tels de véritables ruines, à l’image de la révision avortée de l’AI. Cette politique des petits pas n’est pas forcément mauvaise. Le Parlement a montré plusieurs fois par le passé sa capacité à examiner attentivement des dossiers complexes, au mépris des affaires urgentes qui sont alors vouées à l’échec.

Pendant cette deuxième moitié de la législature, deux tendances s’opposeront: d’une part, les partis politiques se focaliseront sur les élections 2015 et, d’autre part, les projets du gouvernement vont de plus en plus passer au second plan par rapport à la politique partisane. En même temps, le Conseil fédéral voudra réformer la prévoyance vieillesse, instaurer une nouvelle réglementation pour les relations avec l’UE, mettre en place l’échange automatique d’informations et transformer l’armée. La démographie, la pression internationale et l’évolution du contexte de sécurité exigent ces changements.

Cette accumulation de projets dans la période précédant les élections risque plutôt de mener à l’échec.

 (Keystone/ Christian Brun)

La seconde moitié de la législature 2011-2015 sera synonyme de lutte à la culotte entre Le Conseil fédéral et le Parlement. (Keystone/ Christian Brun)

Idéalement, le Parlement et le peuple devraient statuer de manière échelonnée sur des réformes aussi fondamentales. Mais cette accumulation de projets dans la période précédant les élections risque plutôt de mener à l’échec: les conservateurs de tous bords n’auront aucune difficulté à dénoncer la perte des acquis suisses et à freiner les nombreuses réformes.

Si, par ailleurs, un conseiller fédéral se montre aussi résolu que le ministre des affaires étrangères Didier Burkhalter, qui signale avant même le début des négociations qu’il est prêt à céder la suprématie aux magistrats de l’UE en cas de litige, les chances de réussite de telles réformes sont proches de zéro.

L’imprévisibilité du Parlement complique encore la situation: le nouveau centre PDC/PBD/Verts’libéraux demeure un ensemble hétérogène qui s’attaque à la droite ou à la gauche, en fonction de la situation. Le PLR n’est plus le parti puissant d’autrefois, et des majorités fortuites risquent de se former au sein du Conseil des Etats qui est désormais passé à gauche.

De plus, les luttes pour la répartition des sièges de conseillers fédéraux sont sur le point de recommencer. Face à cette situation, le Conseil fédéral actuel est uni comme rarement, refusant même d’appliquer une décision parlementaire comme ce fut le cas pour le financement de l’armée. Un bras de fer quant aux orientations décisives s’annonce ainsi pour les deux prochaines années, et personne ne peut prédire quelle sera son issue.

10 Comments sur «La grande lutte va commencer»

  • Walter Bossert says:

    Man darf ja bekanntlich die Hoffnung nie verlieren. Deshalb hoffe ich doch sehr, dass die dümmliche Parteipolitik etwas mehr im Hintergrund bleibt, als dies Herr Foppa schreibt! Wenn gute Ideen umgesetzt werden ist es mir nämlich sch…egal aus welcher Richtung sie gekommen sind, Hauptsache es gibt Fortschritte in die richtige Richtung.Wir werden uns in Zukunft einiges Einfallen lassen müssen um dieses Land uns und unseren Nachkommen zu erhalten wie es heute noch ist. Verschwenden und abwirtschaften kann jeder, besser machen ( zB Energiegewinnung ) ist aber viel schwieriger!

  • R. Merten says:

    Es muss jetzt endlich eine bürgerliche Politik gemacht werden, damit der Geldverschleuderung im Sozial- und Asylwesen aufhört. Auch die Effizienz im Staatswesen muss verbessert werden. Auch in der Aussenpolitik muss viel energischer auf die Eigenständigkeit und Selbstbestimmung der CH hingewiesen werden. Die Kuschelpolitik muss ein Ende haben. Die Sozis müssen auf der anderen Seite auch endlich gewillt sein, die Interessen der CH bei der EU einzubringen. Die linke Hilfswerkindustrie mit all ihren Facetten muss an die kurze Leine genommen werden. Die DEZA muss endlich Rechenschaft ablegen!

    • Was heisst denn „bürgerlich“? Vor allem die SVP, die rechten Flügel von FdP und CVP beanspruchen bürgerlich zu sein. Auf die SVP trifft das noch am wenigsten zu. Da ist doch der Grossteil der SP und der Grünen viel bürgerlicher. Die WählerInnen beider Parteien gehören dem so genannten Bildungsbürgertum an. Sie sind in der Regel weit besser ausgebildet als die Anhänger der SVP, die sowohl hinsichtlich Bildung als auch Gehalt längst im Hintertreffen sind. Die Linksbürgerlichen sind bereit, mehr Steuern zu zahlen. Schliesslich garantiert der Sozialstaat Stabilität, Arbeitsfrieden und Wohlstand.

  • will williamson says:

    “Wenn zudem ein Bundesrat derart forsch wie Aussenminister Didier Burkhalter vorgeht und noch vor Verhandlungsbeginn Bereitschaft signalisiert, die Deutungshoheit bei Streitfällen an EU-Richter abzutreten, tendieren die Erfolgschancen solcher Reformen gegen null.”

    Wenn er jassen könnte, wüsste er, dass man die Trümpfe nicht im Voraus ausspielt.

    • Gerold Stratz says:

      Werter Herr Williamson, die BR Burkhalter u. Berset sind evtl. sehr gute Jasser!
      Sie sind bereit auf “Augenhöhe” mit der EU zu verhandeln.
      D.h. sie sind Realisten, die wissen, dass man mit sehr wenigen “Trumpfkarten”,
      die auch im Ausland stechen, nicht sehr gut dastehen.
      Der Applaus aus den eigenen Reihen, der Wagenburgromantiker hilft
      weder in den USA noch in der EU weiter.
      Das ist Spekulation, Volksverdummung u. Realitätsverweigerung.
      Die Schweiz kann sich in der gerne gelebten, globalisierten Welt,
      nicht hinter Argumenten von anno 1292 verstecken. Das hiflt nur bei Ewiggestrigen weiter!

    • Walter Bossert says:

      Eine der wichtigsten Grundregeln der Diplomatie ist; zeig dich NIE unterwürfig. Seit Jahren wird von unseren Politikern diletant gegen diese Regel verstossen. Das die Schweiz immer weiter in die Klemme kommt, ist also nur eine logische Folge und hat schon dort begonnen wo sich einzelne wichtig genug fühlten ohne Das Stimmvolk zu befragen schon mal ein EU- Mitglieds- Gesuch ein zu reichen. Das war ein krasser Fehler!

  • will williamson says:

    “Erschwerend kommt hinzu, dass das Parlament unberechenbarer geworden ist: Die neue Mitte von CVP-BDP-GLP bleibt ein heterogenes Gebilde, das sich je nach Konstellation nach rechts oder links schlägt.”

    Wenn die Konstellation im richtigen Moment in die richtige Richtung schlägt bzw. der jeweiligen Sache dient, kann sich das “je nachem” positiver auswirken als wenn einfach einem Parteidogma gefolgt wird.

  • Alles wäre ja nicht so schlimm, wenn sich die Herrschaften nun darauf konzentrieren würden aus Deutschland wieder einen Sozialstaat zu machen. Ich hoffe, dass diese Entwicklung eintritt.

    • will williamson says:

      Die Schweizer Politiker werden den Sozialstaat in Deutschland nicht wieder herstellen. Die Deutschen Politiker voraussichtlich auch nicht. Die meinen nämlich, sie lebten schon jetzt in einem Sozial- und Rechtsstaat.

  • Hanspeter Zürcher says:

    Von mir aus gesehen, gibt es keine Mitte – Parteien; sondern man ist politisch links oder rechts. Somit muss ich aufgrund der Abstimmungsresultate in den beiden Parlamenten das Fazit ziehen, was sich heute Mitte – Partei nennt, ist eigentlich eine Gruppe, die links steht. Wir haben folglich eine linke Mehrheit und dies bringt Stillstand und zwar in jeglicher Hinsicht!

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