In der Nacht nur Sandwiches und Kaffee?

Wann machen Sie Ihre Einkäufe? Die meisten meiner Freunde gehen samstags einkaufen, zusammen mit der Familie – das ist fast etwas wie ein Ritual. Das ist auch gut möglich, denn sie haben einen Job, bei dem sie nicht durchwegs am Wochenende oder immer in der Nacht arbeiten müssen.

Doch was machen Sie, wenn Sie als Polizistin, Taxifahrer oder Schicht arbeiten? Sie holen sich ihren Kaffee und das Sandwich morgens um 3 Uhr an der Tankstelle. Und dann ärgern Sie sich: Denn just zwischen 1 und 5 Uhr nachts muss das Verkaufspersonal einen Teil des Verkaufsangebots wegsperren. Sie finden das eine absurde Regelung? Dann sind Sie nicht alleine!

Auch das Parlament befand vergangenen Winter, dass es absurd sei, wenn das Verkaufspersonal Frischprodukte in der Nacht wegsperren müsse.

EinKunde in einem Tanstellenshop, 22. März 2013. (Keystone/Christian Beutler)

Es gibt einige Personen, die von einem 24-Stunden-Angebot abhängig sind: Ein Kunde in einem Tankstellenshop, 22. März 2013. (Keystone/Christian Beutler)

Bereits 2009 habe ich im Nationalrat eine parlamentarische Initiative eingereicht, die den bürokratischen Unsinn aufzeigen soll. Denn dieselben Tankstellenmitarbeitenden, die bereits heute rund um die Uhr Treibstoff und Fertigprodukte wie Kaffee und Sandwiches verkaufen dürfen, sollen auch die anderen Shopartikel verkaufen können. Es besteht nämlich ein echter Bedarf an Tankstellenshops, wo Personen, die die ganze Nacht arbeiten, glücklicherweise auch dann gewisse Einkäufe machen können.

Auch das Parlament befand vergangenen Winter, dass es absurd sei, wenn das Verkaufspersonal Frischprodukte in der Nacht wegsperren müsse und hat meine Initiative angenommen. Nun hat eine Allianz aus christlich-konservativen Kreisen und Gewerkschaften das Referendum ergriffen. Mit ihrem Widerstand schiessen diese aber weit über ihr Ziel hinaus. Denn bei der Vorlage geht es um keine Verlängerung der Arbeitszeiten, sondern lediglich darum, welche Produkte auch in der Nacht verkauft werden dürfen.

Angstmacherei vor 24-Stunden-Ladenöffnungszeiten sind gänzlich unbegründet: Die moderate Anpassung der Arbeitsgesetzverordnung betrifft ausschliesslich Tankstellenshops bei Autobahnraststätten und an Hauptverkehrsstrassen. Das heisst, es geht einzig um Betriebe, die an häufig befahrenen Strassen liegen und die sowieso rund um die Uhr eine grosse Anzahl an Passantinnen und Kunden haben.

Sie und ich werden am 22. September darüber abstimmen können. Die minimale Anpassung der Gesetzgebung ist nichts anderes als logisch, denn Tankstellen zu öffnen und dann einen Teil des Verkaufssortiments während bestimmten wieder Zeiten abzusperren, macht null Sinn. Bekämpfen auch Sie solche absurde bürokratische Regelungen und stimmen Sie am 22. September Ja zur Revision des Arbeitsgesetzes.

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115 Kommentare zu «In der Nacht nur Sandwiches und Kaffee?»

  • Roland K. Moser sagt:

    Jeder Tankstellen-Shop kann um 22.00 schliessen und um 6.00 wieder öffnen. Aussen den Abzockern tut es niemandem weh.

    • Urs sagt:

      …kurz und bündig, was will man mehr !
      🙂

      • Ursula sagt:

        Ich arbeite in der Gastro und jetzt bin ich also ein Abzocker? Sorry, aber dann kann man ja genau so sagen, dass ab jetzt alle Läden nur noch ab 10 Uhr morgens öffnen. Ich stehe nie früh auf, also sollen die anderen Menschen das auch nicht dürfen!? Ist das ihre Logik? Ich hoffe Sie betreten nie mehr ein Restaurant! Es sind doch genau Leute wie Sie, die nur ihren eigenen Vorteil optimieren wollen und anderen Leute vorschreiben, wann Sie schlafen gehen müssen. Und dann sind Sie ja wahrsch. noch links, wenn sie Wörter wie „Abzocker“ verwenden und machen einen auf pseudosozial…

        • Urs sagt:

          ..mit Abzockern sind wohl erher die übergeordenten Interessen der Besitzer gemeint… u.a. die der Liegenschaftenbesitzer die danach nochmehr Miete verlangen können und die der grossen Ladenketten , und Branchenvertreter die sich mehr Umsätze ausrechnen (mit möglichst gleicher Anzahl Mitarbeiter)… und den Schutz für die MA tut man auch möglichst banalisieren so das auch von dort keine Forderungen kommen. Die Profite also ungehindert nur in eine Richtung fliessen… Ausserdem fühlt sich niemand für die erweiterteten Immisionen vorallem Lärm und Verkehr verantworltich

      • Ron sagt:

        meine Worte ….

      • Roland K. Moser sagt:

        :-).

        Da ist mir einer gelungen he? 🙂

    • Nico Meier sagt:

      Ja klar denn zwischen 22:00 und 06:00 sind schliesslich alle guten Schweizer im Bett wiesich das gehört.
      Ausser die Busfahrer, Trammchauffeure, Taxi, Spitalpersonal, usw.
      Immer mehr Menschen arbeiten nicht mehr 9-5 sondern arbeiten in Schichten auch am Abend oder in der Nacht.
      Diese Menschen vom Einkaufen auszuschliessen zeugt von grosser Ignoranz!

      • Peter Frick sagt:

        Wer Nachtschicht arbeitet hat dafür am Tag frei und kann dann problemlos einkaufen. Wer das bestreitet ist ignorant.

    • Domenico sagt:

      Es ist dies eine einfache Welt, in welcher Sie leben. Andere Meinungen bzw. Lebensarten sind „Abzocker“, vielleicht gar „Bankster“; bezahlt wird zwischen 22:00h und 06:00h mit „Boni“. Herr Moser, wie ist es, wenn die Toleranz an den Grenzen des eigenen Weltbilds zerbirst?

    • Christoph Amrein sagt:

      Bestechende Argumentation.

    • Roland K. Moser sagt:

      Wer 24 h am Tag einkaufen können will, soll in die USA auswandern. Das ist das Glück für den USA-Auswanderer und die Schweiz ist weniger überbevölkert. Vasella ist auch in die USA ausgewandert.

      • Nadia sagt:

        Richtig! Das sollte auch für Fernseh und Radio gelten¨Warum muss in der Nacht jemand Radio moederieren. Und das Teufelszeug Internet kann man auch um 22:00 ausschalten. Kino und Restaurants schliessen um 21:30 damit um 22:00 alle zu Hause sein können.

  • Urs sagt:

    …wiviele Abstimmungen wollt ihr den noch? Bis das Ergebnis endlich euren Wünschen entspricht? Im Gegenteil wurde in den letzten jahren viel zu viel liberalisiert und die Auswirkungen sind teils übelsten Ausmasses wie etwa die NonStop Sauferei in allen möglichen Lokalitäten. Ungeregelt ist was mit quasi 7x24h Unterhaltung passieren soll. Diese gehören definitv nicht unter die Wohnzimerfenster der Anwohner sondern in Industriegebiete. Lärm ist eine nue Seuche die viele Krank macht. Für Ruhe und Erholung nach der Arbeit muss man immer weiter fahren…Themen die euch nicht interessieren. Warum?

    • Ursula sagt:

      Ahja, Sie wollen Ruhe? Also sind Sie sicher auch dafür, dass man Autos in dichtbesiedelten Gebieten wie z.B. Städten verbietet? Nur weil schon x-fach belegt wurde, dass diese die grösste Lärmquelle überhaupt ist. Oder wie genau „fahren Sie immer weiter weg“? Sie meinen wohl, eher „damit ich meine Ruhe habe, schade ich gerne anderen Menschen“. Ziemlich heuchlerisch, dass Sie andere Leute kritisieren und denen vorschreiben wollen, wann / wo sie zu leben haben. Vielleicht sollte man mal eine Steuer einführen für alle Leute welche zu den normalen Arbeitszeiten die Strassen belasten…

    • Nico Meier sagt:

      Ich mache meinen Wocheneinkau am liebsten in DE.
      Da hat meine liebings EDEKA-Filliale jeden Tag von 8:00 bis um 22:00 geöffnet auch am Samstag.
      Da kann ich am Freitag in DE ein Nachtessen geniessen und danach meine Einkauf erledigen.

      • Peter Frick sagt:

        Dann kaufen Sie also auch nicht in Tankstellen-Shops der CH ein. Warum irgnoriert man die alle bisherigen Abstimmungsergebnisse?

    • Dobler Chris sagt:

      Genau! Dieser Nonstop-Betrieb rund um die Uhr nervt zunehmend, und das alles für eine Gruppe,
      Leute, die sich einen Deut um Arbeitsbedingungen, Nachtruhe usw.kümmer, alle Infrastrukturen in Anspruch nimmt und gleichzeitig nach Abschaffung aller Vorschriften, die das Zusammenleben regeln, rufen. Und das alles läuft unter Gewerbefreiheit resp. gewerbefeindlich, wenn nicht alle ihre Wünsche erfüllt werden. Auf wessen Kosten das geht, interessiert nicht, Was nicht stört, ist erlaubt, also müssen wir ständig reklamieren, DASS es stört. Nehmt doch Ritalin, wenn ihr nicht schlafen könnt!

      • Urs sagt:

        …man soll Medikamente zu sich nehmen um die negativen Aspekte der 7x24h Gesellschaft aushalten zu können… Irgendwie… seltsam…

        • Dobler Chris sagt:

          Nein, diejenigen, welche die ganze Nacht unterwegs sein wollen, aus lauter Angst, etwas zu verpassen, sollen Medikamente zu sich nehmen, um endlich zur Ruhe zu kommen 😉

    • Roland K. Moser sagt:

      Lärm, Littering und Religion sind die Umweltverschmutzung des 21. Jahrhunderts.

  • Karl Renner sagt:

    Typisch der Block, die FDP beteiligt sich nur noch am Randgeschehen der Politik.

  • Peter Müller sagt:

    Ob diese Abstimmung zu gewinnen ist, bezweifle ich sehr. Man hat bei der Abstimmung zum Ladenschlussgesetz in Luzern gesehen die durch Neid/Konkurrenzdenken geplagten Detaillisten vermögen die Stimmbürger zu ihren Gunsten zu beeinflussen, nur weil man dem Tankstellenpächter nichts gönnt.

  • Joe Amberg sagt:

    …die permanente 24h Gesellschaft ist Unsinn! Punkt.

    • thomas sagt:

      und das entscheiden sie???

    • Hurni sagt:

      Herr Amberg, das Wort GESELLSCHAFT sollte Ihnen sagen, dass es darin Mitglieder gibt, die genau anders denken als SIE. Wenn es für SIE Unsinn ist, dann gehen sie einfach dann nicht einkaufen. Für andere Leute, die dann einkaufen wollen oder müssen, ist es kein Unsinn. Punkt.

    • Alles klar, eine „Bünzli-Einstellug“, Punkt !!

  • Um die alles entscheidende Frage nach dem Wocheneinkauf für «Polizistin, Taxifahrer oder Schicht arbeiten(de)» zu beantworten: MO, Di, MI, DO oder FR tagsüber. Problem gelöst.

  • Andreas Heuer sagt:

    also ich habe lange Nachtschicht gearbeitet – und dabei sind zwei Sachen klar geworden:
    Es ist viel einfacher, nach der Nachtschicht in aller Ruhe am Morgen früh einkaufen zu gehen als nach der Tagschicht zwischen 5 und 7 noch durch alle Läden zu hetzen.
    Zweitens hat jeder, aber wirklich jeder einigermassen normal denkende Mensch die Fähigkeit, seine Handlungen zu planen – beim Einkaufen heisst das Einkaufszettel.
    Und dann ist noch das dritte – ein jeder der Nachts arbeitet hat seine Stellen, wo es Kaffee gibt; dazu braucht es keine Einkaufsmöglichkeiten.

  • diva sagt:

    ich kaufe gerne nachts ein, weil ich dann genau die leute NICHT ertragen muss, für die einkaufen keine notwendigkeit ist, sondern ein ritual. diese pampigen päärchen die inklusive einkaufswagen 2 meter vor dem milchkühler versperrend mit der frage verbringen: «schaaaatz was möchtest du für joghurt? himbeer oder vanille?» und womöglich noch in sich selbst versunken dazu knutschen müssen… und die familien, die sich samt «goofen», die dauernd rumkreischen, zelebrieren müssen, als gäbe es jeden samstag eine auszeichnung für die «glücklichste familie».…

    • Nico Meier sagt:

      Danke Diva ich meide die Einkaufszentren samstags auch sehr bewusst weil ich genau auf diese „schlender Einkäufer“ kein Lust habe.
      Es gibt kaum einen vernünftigen Grund mehr Zeit als nötig in einem Einkaufszentrum zu verbringen.

    • Fabian Bühlmann sagt:

      Oh ja, dem kann ich mich nur anschliessen!

    • Urs sagt:

      …wir können gerne mal zusammen Einkaufen gehen, dann haben Sie auch jemanden mit dem Sie reden können und wir können dann auch gemeinsam mit unserem Wägeli anderen den Weg versperren… Tagsüber…

    • Jack Stoffel sagt:

      @ diva: Eine Zumutung, so was! Andere Menschen im Laden, wenn Majestät einzukaufen geruhen! Igitt! – Dem kann man abhelfen: Erledigen Sie doch Ihre Einkäufe nur noch online; meinetwegen auch nachts.

    • Diva, da haben Sie’s direkt auf dem Punkt getroffen. Das brauchts wirklich nicht, diese Pseudo-Kunden die als Zeitvertrieb alle Läden sperren, die Verkäuferinnen und potentiellen Kunden zur Weissglut bringen !

    • Raphael Fluck sagt:

      Was für ein schöner Post von einer Diva 😉

  • Frank Baumann sagt:

    Ich bin kein Freund von 24-h-Öffnungszeiten. Wenn die Geschäfte aber schon geöffnet haben, soll auch alles angeboten werden. Als Vegetarier oder Veganer werden Sie garantiert nichts zu kaufen finden, wenn es nur Fertigprodukte wie Sandwiches gibt. Und auch Taxifahrer und Polizisten haben ein Recht auf gesunde Nahrung. Und gesund sind Fertigprodukte so gut wie nie.

    • Lehmann sagt:

      Tja, man ist eben auch nicht Vegetarier oder Veganer, die leben soqieso nur auf KK-Kosten, so ungesund!

    • Hitz sagt:

      Ein Recht auf gesunde Nahrung? Wo ist denn dieses lustige Recht festgehalten. Es gibt, wenn man sich für gesunde Ernährung interessiert, höchstens die Notwendigkeit, gesunde Lebensmittel einzukaufen. Von Rechten oder Pflichten aber keine Spur weit und breit. Und Polizisten wie auch Taxifahrer machen sich ihre Sandwiches oder Zwischenverpflegungen am besten Zuhause parat, wenn sie um ihre Gesundheit besorgt sind.
      Wie haben übrigens Polizisten, Taxifahrer und Spitalangestellte vor ca. dreissig Jahren überlebt?

  • Tom sagt:

    Seit wann erlaubt das Arbeitsgesetz, dass jemand „durchwegs“ in der Nacht und am Wochenende arbeiten muss? Und wer schläft den ganzen Tag durch, wenn er Schicht arbeitet? Was ist wohl schlimmer: Schicht arbeiten zu müssen oder nicht mitten in der Nacht (das wäre ja mitten in der Schicht) einkaufen zu könne? Lüscher hat offensichtlich noch nie Schichtarbeit geleistet, seine Argumente sind hanebüchen.
    Die vorgeschlagene Änderung der Gesetzgebung führt zudem zur Benachteiligung anderer Geschäfte und ist deshalb rechtlich problematisch.

  • Ralph Geh sagt:

    Wie wenn Taxifahrer, Polizisten und Schichtarbeiter zwischen 01.00 und 05.00 Uhr ihre Wocheneinkäufe machen wollen. Das ist unsinnig argumentiert. Es geht um’s Präjudiz: Nach den Tankstellen kommen die Pronto-Shops. Dann die kleinen, familiengeführten Läden. Dann die grösseren Filialen usw. Ueberhaupt braucht es ausser vielleicht an Autobahnen gar keine durchgehend geöffnete Tankstellen-Shops. Mit den überall aufgestellten Automaten könnte man das schon alles rund um die Uhr besorgen – nicht nur Kaffee und Sandwiches, sondern auch das Benzin. Deshalb nein zu dieser Vorlage.

  • K.A. Barett sagt:

    Wieder einmal eine der berüchtigten, unheiligen politischen Allianzen. Diesmal zwischen konservativ/religiösen Kreisen und den Gewerkschaften. Deren Motive könnten unterschiedlicher nicht sein. Die Religiösen wollen den „Tag des Herrn“ oder die „göttliche Nachtruhe“ nicht antsasten. Die Gewerkschaftern fürchten um die von ihnen erkämpften „sozialen Errungenschaften“. Beide Lager liegen falsch! Es geht einfach wieder einmal um den gesunden Menschenverstand und darum, dass wir nicht das Jahr 1918 schreiben, sondern 2013. Vieles hat sich verändert, das auch den „Verhinderern“ nützt.

  • Thomas Meier sagt:

    Lüscher hat den entscheidenden Punkt nicht verstanden: Es geht nicht um Sinn oder Unsinn, sondern darum, dass links-konservative und religiöse Kreise anderen Menschen vorschreiben wollen, wie sie ihr Leben zu Leben haben, wann man aufzustehen hat, wann man zu arbeiten hat und wann man einzukaufen hat. Dabei ist es dann auch egal, dass Jobs verloren gehen, dass der ÖV unnötig belastet wird, wenn alle gleichzeitig arbeiten, dass ausgerechnet die Angestellten der Kirche am Sonntag morgen arbeiten, dass viel Studenten gerne Weekendjobs haben usw.

  • Roger Biefer sagt:

    Unsinn oder nicht, das Hauptproblem ist der Verkauf von Alkohol (an Jugentliche). Wir haben zwei Tankstellenshops in der Nähe (Migrolino) unserer Genossenschaftssiedlung, welche beide Alkohol verkaufen. Die Jugendlichen decken sich damit ein und hängen dann herum und schmeissen den Abfall auf unseren Spielplatz etc. Sollen die Shops doch verkaufen was sie wollen, aber Alkohol bitte nicht!

  • B. Müller sagt:

    Das Nachtarbeitsverbot ist eine soziale Errungenschaft, genau gleich wie zum Beispiel das Kinderarbeitsverbot. Leider werden diese Errungenschaften seit 20 Jahren immer mehr aufgeweicht, stetig und in kleinen Schritten: Erst wird den Tankstellenbesitzern erlaubt, ihren Betrieb die ganze Nacht offenzuhalten, dann wird ihnen erlaubt, die ganze Nacht Lebensmittel zu verkaufen. Bis zum nächsten Schritt wird es nicht lange dauern.

    • Urs sagt:

      …kann mich noch Erinnern wie Sinnvoll das LKW Fahrverbot war. Keine Trucks nach 18 und vor 6 Uhr und am Wochende. Dann kam die liberalisierung die nicht so gut ankam. Also kamen zuerst die „strikten“ Ausnahmebewilligungen und Jahre später unter der Nase der Bürger durch die liberalisierung. Seither fahren die LKWs. zu jder Zeit… und damit eben auch die Fahrer Tag und Nacht anstatt nur Spezialtransporte.
      .
      Die liberalisierung des Gaststättengesetztes hat ebensolche Nachteile für viele Anwohner gebracht. Einst wohnliche Zentren sind zu Sauf und Lärmzorten geworden…

    • c. von Ah sagt:

      „Soziale Errungenschaften“: fürs historische Museum, genau wie die Gewerkschaften, die in einer vergangenen Zeit leben.

      • Urs sagt:

        Schlaf und Ruhe haben nun genau nichts mit der Vergangenheit zu tun… Beides braucht man als Mensch auch heute noch… und Gewerkschaften ebenso…

      • Peter Frick sagt:

        Die FDP ist bald auch einmal „historisch“, die neoliberalen Ultras sowieso.

    • Norbert Neuweg sagt:

      Aha. vielleicht sollten einfach mal alle, die in der Nacht arbeiten müssen (vom Mitarbeiter im Kraftwerk bis zum Bahnpersonal) mal ein paar Nächte nicht arbeiten um an der „sozialen Erungenschaft“ teilzuhaben. Und die Krankenhäuser könnten auch den Dienst in der Nacht einfach einstellen. Dann möchte ich mal sehen, was Leute wie Sie sagen wenn die Glotze am Abend um 20 Uhr den Geist aufgibt…

  • Martin sagt:

    Wie ich das als unregelmässig arbeitenden Angestellten finde? Das geltende Recht schützt den Arbeitnehmer von ungesunden Arbeitsbedingungen und das ist oberstes ziel eines Staates. Entweder kaufe ich nach dem Frühschicht ein oder vor der Spätschicht. Sie sehen, es ist alles kein Problem. Wenn Herr Lüscher auch mal Schicht arbeiten würde, wüsste er, dass es eine Frechheit ist, einfach so um 3 Uhr Morgens aufzustehen oder schlafen gehen muss, nur weil sich gewisse Menschen nicht organisieren können.

  • Stefan Meier sagt:

    Das Problem ist doch, dass man Alkohol die ganze Nacht hindurch kaufen kann. DA sollte der Hebel angesetzt werden.

  • Jack Stoffel sagt:

    Herr Lüscher flunkert ziemlich schamlos… Selbstverständlich verschieben sich dadurch Arbeitszeiten in die Nacht hinein, gibts Druck auf „normale“ Detailhändler, die Öffnungszeiten zu verlängern, haben Klein- und Familienbetriebe im Detailhandel ein Problem mehr, gibts mehr Probleme im gesellschaftlichen Leben, ist Nachtarbeit wie eh und je ungesund… Einem hartgesottenen Rechtsfreisinnigen wie Lüscher ist all das schnurzegal; den Profit hätten seine Günstlinge, und die Folgen/Verluste würden er und seine Mitstreiter wie immer auf die Allgemeinheit abwälzen.

  • Schwab Beat sagt:

    Salamitaktik !! Es geht auch hier nur darum, Mehr-Umsatz zu machen und der Konkurrenz Marktanteile wegzunehmen. An die Angestellten, die Nachts arbeiten müssen, an die Gesundheit der Mitarbeitenden, an deren Familienleben, an Vereinstätigkeit etc. will man nicht denken, Hauptsache, der Euro rollt. Wann merken auch Politiker, dass man Geld nicht essen kann und ein lebendiges Familien- und Freundesleben sehr viel wichtiger und gesünder sind, als ungesunder Mehr-Umsatz um jeden Preis ? Jeder Befürworter sollte 3 Monate so einen Tankstellen-Nachtdienst machen, dann ist er geheilt.

  • Andreas M Müller sagt:

    Sehr geehrter Herr Lüscher,
    ich finde Ihre Argumentation absolut schlüssig. Allerdings finde ich liesse sich diesselbe argumentation auch auf Geschäfte des täglichen Gebrauchs wie Pronto-Shops und Geschäfte in Bahnhofsnähe erweitern. Alle Nachtarbeitenden wären dankbar.

  • Christoph Lieberherr sagt:

    Absurd wäre, wenn sich die Nachtarbeiter wirklich von eingeschweissten und eisgekühlten Sandwiches und dazu von einem wässerigen Kaffee im Plastikbecher ernähren müssten. Herr Lüscher, SIE arbeiten nicht in der Nacht, sonst würden Sie nämlich auch selber etwas mitnehmen, zum Beispiel einen Thermoskrug und etwas Rechtes zu essen, nicht Junk. Die Wahrheit ist doch, dass hier mit Scheinargumenten gekämpft wird. Wir brauchen diese Liberalisierung gar nicht, basta.

  • M. F. Baumgartner sagt:

    In der Nacht müssen Sandwiches und Kaffee reichen ??!!!
    Bemerkung: …da hat doch tatsächlich jemand das Benzin vergessen !

  • markus müller sagt:

    Herr Lüscher, Ihre Politik ist heuchlerisch: Sie setzen sich für längere Ladenöffnungszeiten ein, was dazu führt, dass Leute in der Nacht arbeiten müssen. Und genau das führen Sie jetzt als Grund dafür an, dass auch noch das Angebot ausgweitet werden muss. Es muss nicht das Angebot ausgeweitet werden, sondern die Arbeitsbedingungen verbessert werden – damit es allen reicht, zu den normalen Öffnungszeiten einkaufen zu gehen.

    • Stefan sagt:

      Ich möchte aber nicht zu normalen Arbeitszeiten arbeiten. Warum schreiben Sie mir vor, wie ich zu leben habe? Es ist sogar biologisch bewiesen, dass ca. 25% der Leute abendaktiv sind. Ausserdem ist unsere Infrastruktur völlig überlastet, weil alle immer zur gleichen Zeit zur Arbeit gehen. Leute wie Sie sollten dafür extra bezahlen müssen! Dabei könnte man locker mal länger schlafen oder Homeoffice machen und dann halt am Abend ins Büro. Gerade im Winter habe ich keine Lust aufzustehen, wenn es noch dunkel ist, aber am Abend ist es mir egal, weil ich bei der Kälte / Regen ohnehin nichts mache.

    • oliver keller sagt:

      Lüscher und Konsorten geht es nur darum, die Arbeitsrechte, die sich die Arbeiter vor 70 Jahren mühsam erkämpft haben, wieder rückgängig zu machen. Menschen sind denen egal, denn sie arbeiten selber nie jede Nacht bis am Morgen früh. Menschen lassen sich immer finden, die solche Jobs erledigen, und das rührige Märchen vom Arbeitsplätze schaffen ist ja sooo zuckersüss.

      • Norbert Neuweg sagt:

        Ach, ich arbeite seit vielen Jahren bis am Abend spät. Zwingt mich jemand dazu? Nein. Macht es mir was aus? Nein. Leidet meine Familie oder mein Sozialleben darunter? Nein.
        Oder wollen Sie etwa das Gegenteil behaupten? Wissen Sie etwa besser als ich, was gut für mich ist? Wollen Sie mir etwa mein Recht absprechen, dann zu arbeiten, wann ich will? Vorschlag: Ich lasse Sie Ihr Leben leben und Sie meines. Dann geht es allen besser.

        • Peter Frick sagt:

          Sie dürfen weiterhin arbeiten wann sie wollen. Aber dürfen Sie während der Arbeitszeit einkaufen? Ist ihr Arbeitgeber mit der Zweckentfremdung der bezahlten Arbeitszeit einverstanden?

    • rolf friedli sagt:

      Und was ist mit all den Polizisten, Pflegepersonal, Feuerwehrmännern. Sanitätspolizisten, etct. Arbeiten denn die nie in der Nacht?

    • Norbert Neuweg sagt:

      Tut es nicht! Ich muss .B. zwingend am Abend bis nach 21 Uhr Arbeiten, weil hier rund um die Uhr jemand dafür sorgen muss, dass Leute wie Sie hier Kommentare schreiben können.

      Und es wäre schön, wenn Sie mir das Recht zugestehen würden, auch Frischprodukte (Beerenfrüchte, Salate etc.) einzukaufen und zu konsumieren.

  • Andreas M Müller sagt:

    Tja, liebe Gewerkschaften, dann macht Euch doch bitte auch für alle Schichtarbeiter, Krankenschwester, Notfallärztinnen, Taxifahrer, Polizisten, Feuerwehrleute, Barkeeper, Hotelangestellte, Lockführer, … stark. Wieso eigentlich dieses aufheben wegen durchgehenden Öffnungszeiten? 1) gibt es Leute, welche gerne diese (da nachts besser bezahlten) Jobs machen würden; 2) werden wohl bei den Grossverteilern die Kassen-Jobs je länger, desto mehr verschwinden, da diese self-check-outs sich durchsetzen werden. Somit viele Entlassungen, und dann? Wo arbeiten diese Leute?

  • Hanspeter Niederer sagt:

    Wenn sich die FDP zu Wort meldet, dann geht es immer um Konsum ohne Ende, welcher die Taschen ihrer Klientel füllt. Diese Partei ist definitiv am verlottern und nur noch zum Schaden der Gesellschaft aktiv. Swissair- und UBS-Debakel, AKW-Lobbyismus auf Teufel komm raus, Nein zur Zweitwohnungsinitiative usw. usf.

    • Norbert Neuweg sagt:

      Waren Sie schon mal Nachts unter der Woche in einem Tankstellenshop? Da sieht man: Ein Haufen Arbeiter, ein paar Reisende, einige Nachtschwärmer – und das Personal besteht aus Studenten und Hausfrauen. Also alles keine Bonzen – die liegen dann nämlich nach einem ruhigen Arbeitstag im warmen Bettchen.

      In diesem Fall setzt sich die FDP wenigstens für den kleinen Mann ein – was anderen Parteien, insbesondere der SP auch gut anstehen würde. Aber dort vertritt man ja lieber irgendwelche Theorien aus dem Vorletzten Jahrhundert.

  • Martin sagt:

    Wenn es dem Herr Lüscher so wichtig ist auch Nachts einkaufen zu können, soll er doch 10% mehr bezahlen, damit die Angestellten 50% Zeitzuschlag bekommen und so die ungesunden Arbeitszeiten gemildert werden, aber das will die FDP ja auch nicht

  • Sonic sagt:

    Und wieso sollte man ausgerechnet Tankstellenshops einen Wetbewerbsvorteil verschaffen???

  • Michael sagt:

    Da sind Sie wieder die Heuchler und Vernebler von Tatsachen. Unsere Stempeluhr 9-5 Bildschirmarbeiter. Und wer sehe ich am Sonntag im Migros? Richtig. Gewerkschafter und die Linke-Betonfraktion. Nehmt endlich zur Kenntniss, dass sich die Erde dreht, und wir nicht mehr in den 1980ger Jahre leben. Und ja es gibt haufenweise Menschen, die gerne das Angebot in Anspruch nehmen. Das Angebot der Tankstellen entspricht der grossen Nachfrage. Sonst gäbe es dieses nicht.

  • A.A. sagt:

    Witzig und tragisch zugleich, wie selbstgerecht manche Leute meinen «Man kann ja planen» oder «Bei mir gings auch immer». Ginge es überall danach, könnte man noch unzählige andere Angebote streichen. Fakt ist, dass Gesellschaften sich weiterentwickeln und sich somit auch Bedürfnisse ändern. Wer das ignoriert oder gar bekämpfen will, muss sich nicht wundern, wenn dies negative wirtschaftliche Konsequenzen hat. Jaja, der Kapitalismus ist böse – solange man für sich persönlich keinen Vorteil daraus ziehen kann. Welch lächerliche Doppelmoral.

  • Andreas Daxer sagt:

    die geschäfte können (müssen aber nicht) 7 x 24h geöffnet haben. das ist freie marktwirtschaft. eine einschränkung gibt es: kein alkoholverkauf von 20.00 bis 07.00 uhr. und noch was: niemand wird gezwungen in der nacht einzukaufen. aber wer will, der sollte es auch können.

  • tigercat sagt:

    Ja, das waren noch Zeiten, als ein Tankstellenshop noch ein Tankstellenshop war, wo man Produkte für das Auto kaufen konnte. Inzwischen bekommt man an den Tankstellenshop alles nur keine Produkte für das Auto mehr. Ich werde deshalb am 22. September ganz bestimmt nicht einer weiteren Liberalisierung zustimmen! Es braucht diese Läden nämlich schlicht und einfach nicht mehr!

    • Norbert Neuweg sagt:

      Das sehe ich anders. Ich muss dort einkaufen, weil ich nämlich im Unterschied zu Manchen hier keinen 9-5-Bürojob habe.

      Und offenbar bin ich nicht der Einzige, die Läden die ich besuche sind meistens gut gefüllt. Aber vielleicht sollten sie sich das mal vor Ort anschauen bevor Sie hier wilde Behauptungen vornehmen….

  • Erna Frick sagt:

    Warum wollen LInke, Grüne und Gewerkschaften den andern immer vorschreiben, wie sie leben müssen? Nachdem die Kirchen und Religionen den Anders- und Ungläubigen nicht mehr vorschreiben können, wie sie zu leben haben, sind unsere linksalternativen Gutmenschen in die Lücke gesprungen und schreiben uns vor, wann wir zu essen und wann zu schlafen haben. Das sind linksideologische Gewaltphantasien! Wer sich nicht an brachialsozialistische Vorgaben hält, wird ausgegrenzt, verspottet und kriminalisiert! Die Moralapostel wurden ausgewechstelt, die Unterdrückungsmechanismen sind geblieben. Widerlich!

    • Urs sagt:

      Aber Erna Frick, So dramatisch soll es ja nicht sein… wer schon möchte denn plötzlich potentiell 7x24h arbeiten müssen? Sie? Ich nicht… Warum sollte ich das wollen?
      .
      Es gibt für Schichtarbeit zulagen in Form von kürzeren Arbeitszeiten, mehr Lohn, Pauschalentschädigung, mehr Ferien, frühere Pensionierung… (heute hilft die PFZ vieles davon einzusparen) das alles hebt aber die Schäden der Gesundheit nicht auf… und Rücksicht auf die Tagaktiven Menschen, immerhin der Mehrheit, nimmt hier leider kein Arbeitgeber… und die Nachtaktiven lassen die anderen nie schlafen…

  • Warum sollte man nicht Tag und Nacht einkaufen können ? Praktisch auf die ganze Welt sind Läden, Restaurants, Tankshops 24 Std, 365 Tage im Dienst der Kundschaft. Das bringt viele Arbeitsstellen, kurbelt die Wirtschaft an, die Nachtschwärmer und Nachtarbeitenden, müssen nicht verhungern und verdursten. In unserem Polizeistaat deutet es nicht gerade auf Enthusiasmus. Abwarten, wie alles in der Schweiz es braucht eine längere Zeit…!

  • Pratiquement tous les commentaires sont contre cette initiative, cela démontre l’étroitesse d’esprit du peuple suisse. Terre-à-terre, avec des oeillères et la matière grise qui ne travaille qu’à 40 %. On est par principe contre le progrès, une initiative positive et contre la créatiivié. Pauvre en esprit…!

  • Paolo Gasser sagt:

    Schichtarbeitern bleibt oft nur der nächtliche Einkauf an der Tankstelle. Dort dürfen nur Kioskwaren angeboten werden, also Schokolade und Pommes Chips. Dieser Junk Food ist extrem ungesund, führt zu Übergewicht mit all den bekannten gesundheitichen Schäden. Wollen die Gewerkschaften uns Schichtabeiter wirklich krank machen nur um sich politisch profilieren zu können?

  • Thomas Hartl sagt:

    Das Problem liegt darin, dass Tankstellenshops sich inzwischen zu kleinen Einkaufzentren entwickelt haben, die mit ihrem breiten Angebot andere Läden massiv konkurrenzieren. Wenn das gesamte Angebot über 24h verkauft werden darf, werden alle anderen das selbe Recht verlangen. Sähe die Vorlage auch eine Begrenzung des Angebotes vor, hätte sie vielleicht ein Chance, so leider nicht.

  • Bruno Bänninger sagt:

    Es wird niemand gezwungen, in der Nacht einzukaufen.
    Es wird niemand gezwungen, seinen Laden in der Nacht offen zu halten.
    Es wird niemand gezwungen, in der Nacht zu arbeiten.
    Der Staat sollte mündigen Menschen nicht durch Gesetze vorschreiben was gut ist für sie.

    • Dobler Chris sagt:

      Doch, er soll, denn wir müssen vor den Rücksichtslosen, den Gierigen, den Egoisten, den Asozialen geschützt werden.

      • Norbert Neuweg sagt:

        Rücksichtlos, egoistisch und asozial ist auch jener, der seinen Mitmenschen nicht gönnt, was er selber selbstverständlich tut: Nach getaner Arbeit in einem Ladenlokal Frischprodukte einkaufen zu gehen. Nicht mehr und nicht weniger will ich auch als „Abendarbeiter“.
        Im Gegenzug bin ich auch tolerant gegenüber all jenen, die am Morgen um 8 an meiner Wohnung mit dem Tram in Richtung ihres Büros vorbei fahren. Leben und Leben lassen.

  • Marco Bless sagt:

    Figura zeigt: reicht man diesen Leuten den kleinen Finger, reklamieren sie bald darauf den ganzen Arm.

    Diese „unsinnige Regelung“ wurde ja auf Drängen derselben Klientel eingeführt, die sich heute darüber mockiert.

    Da hätte ich einen einfachen und guten Vorschlag, der das Problem für beide Seiten zufriedenstellend löst:

    Abschaffen der Sonderregelung für Tankstellenshops. Ladenschluss um 22.00 Uhr bis 6.00 Uhr. Damit ist der „absurden Regelung“ ein Ende bereitet und die armen Verkäuferinnen brauchen abends nichts wegzuräumen.

    Ende der Diskussion.

  • R.Dan sagt:

    Ich will nicht, dass mir der Staat vorschreibt, wenn ich einkaufen darf. Ich will als Kunde darüber bestimmen können. Ich will auch nicht, dass der Staat mir sagt, wenn ich arbeiten darf. Ich will als Arbeitnehmer darüber entscheiden können.

    Besteht keine Nachfrage, lässt sich das über die Verkaufszahlen bestätigen. Man sollte emotionslos darüber diskutieren, was in vielen Ländern längst Tatsache ist: z.B. wie macht man Nachtverkauf ohne andere zu stören, welche Zulagen stehen den Nachtarbeitern zu, kann das Geschäft in der Nacht einen Preiszuschlag verlangen wie in Apotheken usw.

  • Norbert Neuweg sagt:

    Spricht mir aus der Seele. Ich arbeite jeden Abend bis gegen 21:30. Und nachher möchte ich einen Salat essen. Vor der Arbeit kann ich nicht einkaufen, weil ich den Salat nicht kühlen kann.
    Ohne Tankstellenshops und den Coop am Stadelhofen wäre ich aufgeschmissen. Gegner von längeren Ladenöffnugnszeiten haben keinen Respekt von der arbeitenden Bevölkerung, die halt nicht unbedingt einen ruhigen 9-5-Bürojab hat!

    • Josef Marti sagt:

      Salat nach 21:30 Uhr ist absolut nicht zu empfehlen Herr Neuweg, da ist ein cheesburger Royal von Mac wesentlich besser und der Tankstellenshop unnötig. Abgesehen davon sind die Bürojobs in der CH wenn schon meistens von 7:30 bis 17.00; 9 to 5 kennen nur die Amis.

    • Peter Frick sagt:

      Muss es ein Salat aus einem Tankstellen-Shop sein? Stehend vertilgt. Slow down. Setzen Sie sich in ein Restaurant und lassen Sie sich bedienen. Entspannen Sie sich!

  • Josef Marti sagt:

    Ah, da kommt mal wieder so ein typischer Goldküstenvertreter der alle praktischen Konsumgewohnheiten und deren Immissionen va. der Stadt und den Agglogemeinden, wo das niedere Fussvolk wohnt aufhalsen will. Dem Pöbel macht das ja nichts, die haben gefälligst nicht so hohe Ansprüche an die Lebensqualität zu stellen.

    • Norbert Neuweg sagt:

      Ach, und da kommt mal wieder so ein typischer „Bürogummi“ mit gemütlichen 9-5-Bürojob (vermute ich mal), der anderen Leuten aufzwingen will, wann und wo er/sie einkaufen zu hat.
      Derjenige, der dafür sorgt, dass z.B. sein Feierabendkrimi im Fernseher zuverlässig läuft hat ja gefälligst nicht so hohe Ansprüche an die Lebensqualität zu stellen.
      Prädikat: Heuchler.

  • Thomas Kuster sagt:

    Oh wie mir diese Leute auf den Keks gehen, die hier andere als Heuchler bezeichnen und Argumente ins Feld führen, mit denen man auch für die Abschaffung von Individualverkehr oder was auch immer antreten könnte: Man braucht doch kein Auto. Ist alles nur eine Sache der richtigen Organisation und ungesund sind die ja auch. Ob Ihr es wahrhaben wollt oder nicht, es gibt Leute, die wollen Autofahren und es gibt Leute die wollen dann arbeiten oder einkaufen, wenn Sie es möglicherweise nicht wollen. Aber wen interessieren schon die Arbeitsplätze, solange man selbst einen hat? Egoisten!

  • Mike Meier sagt:

    Diese provinziellen Ladenöffnungszeiten in den Schweizer „Städten“ sind ein Auslaufmodell. Früher oder später wird das sowieso alles abgeschafft und die Geschäfte können offen haben, wann sie wollen. Also könnte man sich auch gleich damit abfinden und sich stattdessen um den Arbeitnehmerschutz kümmern. Andere Branchen mit 24h-Betrieb kriegen das schliesslich auch hin.

  • Dall'Aglio Andrée sagt:

    On peut très bien acheter ses sandwiches AVANT la fermeture des magasins, et emporter son thermos de café. M. Lüscher, on voit que vous ne savez pas ce que c’est de travailler la nuit. Surtout quand, la plupart du temps, ce sont des mères ou pères de famille qui doivent le faire!

  • Peter Müller sagt:

    Die Kantone Aargau, Obwalden, Nidwalden und Schwyz kennen kein Ladenschlussgesetz. Trotzdem findet man keinen Betrieb der 7×24 Stunden offen hat. Jeder Detaillist überlegt sich ganz genau wie lange er seinen Laden offen lässt da man auch Kosten hat wie Strom Klima Löhne die zu bezahlen sind usw.

  • Zora Masé sagt:

    Je suppose Monsieur Luscher que vous n’avez jamais travaillé la nuit. Il est bien pratique d’être favorable au travail de nuit des autres.

    • Zora, le travail nocturne n’est pas obligatoire, sauf en cas de nécessité. Je pense à cet effet que vous travaillez de nuit. Beaucoup de personnes pour maintes raisons préfèrent travailler de nuit. Personnellement je pense que la nuit est pour se reposer. A chacun ses préfèrences et ses obligations !

  • R.Dan sagt:

    Das sind Ansprüche von Städtern, die einen gewissen Komfort erwarten. Es hat mit der Einkommensklasse (Goldküste) nichts zu tun. Authentische Goldküstenexemplare begegnet man selten in einem Tankstellenshop. Als durchschnittlicher Städter will ich die Option haben, Windeln für mein Baby zu kaufen, wenn ich schlecht geplant habe, oder Lasagne mitten in der Nacht zu essen, wenn’s mir danach ist. Ich bin bereit dafür extra zu bezahlen, und die Nachtschicht sollte auch extra verdienen. Darüber sollten wir als Kunden und Arbeitnehmer entscheiden, nicht als Stimmbürger (Diktat der Mehrheit).

  • Ich bin kein Autofahrer, aber ich möchte auch nachts einkaufen können. Ich finde es deshalb völlig daneben, dass Tankstellenshops, die meist ausserhalb von Ortschaften liegen, nachts offen sein sollen, nicht aber Läden im Zentrum, die auch für mich erreichbar wären.

    • Norbert Neuweg sagt:

      Immerhin ist es etwas. In diesem Land wollen ständig irgendwelche Leute anderen Vorschriften machen, wie sie zu leben haben (Motto: „Ich mit meinem lockeren 9-5-Bürojob kann doch auch um 17:30 einkaufen gehen, darum geht das auch bei allen anderen“). Somit sind vermutlich ein paar Tankstellenshops das einzige, was unsere selbstgefälligen, toleranten und sozialen Mitbürger der Minderheit mit anderen Lebenskonzepten zuzustehen bereit ist.

  • Domenico Mariani sagt:

    Natuerlich ist das Wegsperren von Frischprodukten zwischen 01.00 h 05.00 h ein Unsinn. Aber die ewiggestrige Mehrheit des Stimmvolkes spricht sich stets gegen laengere Oeffnungszeiten aus. Dann muss das auch fuer Tankstellenshops gelten. Es ist nicht einzusehen dass nicht andere Geschaefte offen haben duerfen wie die Tankstellenshops! Soll das christlich irre Dogma ‚Sonntag ist der Ruhetag‘ aber auf Alle angewendet werden. Ich bin ueberzeugt all die Nein-Sager finde ich am Sonntag beim Einkauf an der Tankstelle! Es gibt nichts Doppelzuengigeres als Mitglieder monotheistischer Religionen!

  • Daniel Küttel sagt:

    Ich verstehe die Diskussion hier nicht. Warum stört es jemanden der eh um 22 Uhr im Bett ist, ob da noch Shops offen haben? Wer denkt dass um 22 Uhr das Leben still steht, soll sich doch mal um Mitternacht auf die Strasse begeben. Die Gesellschaft ist ein 24 Stunden betrieb. Es tut ja niemandem weh. Warum kümmert ihr euch um Probleme die keine sind? Akzeptieren und gut sein lassen. Ich kenne viele Leute, die arbeiten sogar lieber in der Nachtschicht; freiwillig. Man sollte halt nur den Tankstellenshops auf die Finger gucken, dass die ihre Arbeiter nicht ausnehmen. (keine Hungerlöhne)

    • Norbert Neuweg sagt:

      Der typische Partei- und Gewerkschaftsbonze ruht sich eben in der Nacht von seiner anstrengenden Verwaltungsarbeit aus. Natürlich brauchen die keinen Abend- und Nachtverkauf…

  • warum braucht es für alles abstimmungen u. Gesetzte?, lasst doch die Geschäfte selber bestimmen wann u. wie lange sie offen haben, So sind alle zufrieden, ist doch ganz einfach. In den USA ist 24 Stunden alles offen auch an Feiertagen, aber ich habe dort noch nie nervöses Personal gesehen,sie sind immer freundlich u. zuvorkommend.ich werde auf jeden Fall dafür stimmen.

  • P. Eugster sagt:

    Ich empfehle dringend am 22.September Nein zu stimmen. Die Wirtschaft will in unserer Gesellschaft immer mehr Raum einnehmen. Wirtschaftswachstum und Liberalisierung werden zu noch mehr Stress und getriebenheit führen. Ich halte es für sinnvoll dass es Zeiten und Tage gibt an denen Geschäfte geschlossen sind auch wenn es diesen neoliberalen Kapitalisten nicht gefällt. Für die muss der Mensch sich in erster Linie der Wirtschaft anpassen.

    • Norbert Neuweg sagt:

      Ich bin kein neoliberaler Kapitalist. Ich will einfach das tun, was jeder andere mit einem lockeren Bürojob auch tun kann: Nach der Arbeit einkaufen gehen. Und da ich halt am Abend arbeiten muss, ist das halt in der Nacht.
      Da ist Ideologie völlig fehl am Platz.
      Etwas mehr Toleranz von ihrer Seite für andere Lebenskonzepte wäre auch sehr schön. Mir fällt es ja auch nicht ein zu fordern, dass die Trams erst ab 11:00 am Morgen fahren sollen, nur weil ich diese vorher nicht nutze (Motto: Geht bei mir, geht auch bei anderen. Und zu Fuss zur Arbeit zu gehen ist ja sowieso gesund…).

      • Norbert, das sehen Sie völlig richtig. Man kann nicht die ganze Zeit überall und für jeder Furz vorschreiben, wann, bis wenn und wo einkaufen darf… Die Arbeitszeit ist sehr flexibel geworden, jeder kann fast arbeiten wie er will, solange er will und bis wann er will, folgedessen sollte man auch einkaufen können, wenns die Zeit erlaubt. Praktisch auf die ganze Welt ist eine solche Freiheit gegeben, aber eben die Schweiz wie immer… Ein Problem !

      • Peter Frick sagt:

        .. und am Tag? Sie nutzen Trams erst ab 11 Uhr? Dann haben Sie bis dann auch Zeit zum Einkaufen.

  • Charly Schneider sagt:

    So ein Debatte kann nur in der bünzli Schweiz entstehen.Geht mal in zivilisierte Länder (ohne UNIA) gucken.Sämtliche Ostblock (ehemelige)Staaten, USA Kanada Südamerika etc. erlauben Öffnungszeiten rund um die Uhr.Es soll keine linke Gewerkschaft Jemanden vorschreiben, wie lange und wie oft er-sie arbeiten will, gilt auch für Geschaftsinhaber-innen, wie lange sie das Geschäft offen halten wollen.! Die Markt regiert alles!

    • Charly, das sehe ich auch so… Diese Länder sind produktiv und wissen um was es geht, hingegen ist unsere schöne Schweiz mit der ewigen Motzerei, komplett kontraproduktiv. Unser Land heckt überall an !

  • André Marty sagt:

    Et ces gens qui travaillent la nuit et le week-end ils travaillent aussi toutes les journées pendant les heures d’ouvertures normales, bien sûr. La mauvaise foi des ultralibéraux dans toute sa splendeur.

  • Gerard sagt:

    une bonne idée .. je suis pour !

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