Der Bundesrat wusste bereits 1942 über den Holocaust Bescheid

Die Pressemitteilung von Bundespräsident Maurer anlässlich des internationalen Gedenktages des Holocausts hat einmal mehr unsere Schwierigkeiten beim Umgang mit der Geschichte des Zweiten Weltkriegs zutage gebracht. Anspielend auf diese dunkle Zeit, schliesst die kurze Meldung mit der Bemerkung, die Schweiz sei damals «für viele Bedrohte und Verfolgte zur rettenden Insel» geworden.

Doch dies galt ausgerechnet nicht für Juden. Ihnen ist der Status «politischer Flüchtling» nicht gewährt worden. Die Pässe der deutschen Juden wurden 1938 auf Betreiben der Schweiz mit ein grossen «J» gekennzeichnet, damit man sie gleich an der Grenze abfangen und zurückweisen konnte. Und 1942, als die systematische Vernichtung der Juden in Deutschland begann, sind Grenzübertritte vollständig gestoppt worden. Der Beschluss, den Juden nicht den Status des politischen Flüchtlings zu anerkennen, ist erst im Juli 1944 aufgehoben worden.

Oft kommt der Einwand, die Schweiz habe doch insgesamt 300’000 Flüchtlinge aufgenommen. Dies ist richtig. Doch der weitaus grösste Teil dieser Flüchtlinge kam erst ab 1944 ins Land. Für viele Juden war es da schon zu spät.

Sogar Fotografien der Gräueltaten wurden nach Bern geschickt.

Die Aussagen des Bundespräsidenten irritieren: Ueli Maurer legt bei einem Israel-Besuch an der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem einen Kranz nieder, 10. Oktober 2010. (Keystone/Tara Todras-Whitehill)

Die Aussagen des heutigen Bundespräsidenten befremden: Ueli Maurer legt bei einem Israel-Besuch an der Yad-Vashem-Gedenkstätte für den Holocaust einen Kranz nieder, 10. Oktober 2010. (Keystone/Tara Todras-Whitehill)

Zur beschönigenden Erklärung wird immer wieder angefügt, dass die für die schweizerische Flüchtlingspolitik verantwortlichen Beamte und Magistrate erst gegen Ende des Krieges über die systematische Tötung der Juden informiert waren. Diese Behauptung ist falsch.

Zahlreiche Schreiben unserer diplomatischen Vertreter im Ausland, sowie Berichte von glaubwürdigen Persönlichkeiten, haben schon 1941 die Behörden in Bern und den Bundesrat auf das schreckliche Vorgehen gegen die Juden aufmerksam gemacht. Eindringliche Rapporte kamen beispielsweise vom Schweizer Konsul in Köln, Franz von Weiss. Sogar Fotografien der Gräueltaten wurden nach Bern geschickt. Die Dokumente können heute online eingesehen werden unter www.dodis.ch.

Aufgrund der zahlreichen Berichte verfasste der stellvertretende Chef der Polizeiabteilung des Justizdepartements, Robert Jetzler, eine ausführlichen Bericht, der Ende Juli 1942 Bundesrat von Steiger vorgelegt wurde. Die Zustände seien so schrecklich, schrieb Jetzler, dass man «eine Rückweisung kaum mehr verantworten» könne. Doch der Bundesrat beschloss das Gegenteil, «auch wenn den davon betroffenen Ausländern daraus ernsthafte Nachteile (Gefahren für Leib und Leben) erwachsen könnten»  (Protokoll Bundesrat 4.8.1942).

Im Herbst 1942 sprachen selbst Zeitungen von «Todestransporten». Die Behörden und die Zensur setzten alles daran, solche Berichte zu unterbinden. Man wollte Nazideutschland nicht reizen. Ein latenter Antisemitismus mag aber auch dazu beigetragen haben, dass man in gewissen Kreisen lieber die Augen schloss.

Diese und zahlreiche weitere Fakten sind seit den 1990er-Jahren bekannt und wurden auch verschiedentlich veröffentlicht. So etwa in den Berichten der Kommission Bergier. Ein Teil der Öffentlichkeit wollte jedoch diese dunklen Seiten der Geschichte nicht zu Kenntnis nehmen. Es kam sogar zu einer eigentlichen Hetzkampagne gegen die Kommission Bergier.

Andere wiederum versuchten, die Geschichte in ihrem Sinne zurechtzubiegen. Als man Herrn Maurer 1997 in einem Interview zum J-Stempel in den Pässen der deutschen Juden befragte, erklärte er, man habe «unter anderem als Schutz für die Juden, den Stempel eingeführt. Damit man wusste», fuhr Maurer fort, «dass diese Juden nicht mehr aus der Schweiz ausgewiesen werden» (Cash, 19.9.1997).

Das war eine glatte Umkehrung der historischen Tatsachen. Der J-Stempel wurde angebracht, um zu verhindern, dass deutsche Juden überhaupt in die Schweiz einreisen konnten.

Es stellt sich heute die Frage, ob die verklärende Darstellung der Haltung der Schweiz in der Pressemitteilung des Bundespräsidenten Maurer anlässlich des Holocaust-Gedenktages nur ein peinlicher Ausrutscher war. Oder ob sich dahinter nicht vielmehr eine Strategie verbirgt, mit der einmal mehr die Geschichte zugunsten einer vermeintlich heilen Schweiz manipuliert werden soll. Sicher ist jedenfalls, dass der Bundespräsident mit solchen Elaboraten das Ansehen der Schweiz im Ausland nicht befördern wird.

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421 Kommentare zu «Der Bundesrat wusste bereits 1942 über den Holocaust Bescheid»

  • Martin Tanner sagt:

    Oh, ein weiterer Nestbeschmutzer? Oder ein Mythoskiller? Jedenfalls Stoff genug, damit sich die Hälfte der Schweizer wieder in Selbstkasteiung quält, wie böse, böse die Schweiz doch damals war. Die andere Hälfte wird anderen Fakten aufwarten, wie böse, böse der Rest der Welt doch war, und man nicht anders hatte handeln können.
    Das Gemeinsame, und vielleicht ein Substrat des Gedankengangs? Wie böse, böse die ganze Welt doch ist. Und dass jeder in seiner Position, ob Politiker, einfacher Bürger, Grenzsoldat, wohl das Beste tat, was sie konnten. Die Schweiz ist keine Insel, war es nie.

    • René sagt:

      Wieder ein linker Historiker der meint, man müsse jetzt nach bald 70 Jahren wieder eine Schlammschlacht gegen das eigene Land lostreten.Dass in einem Krieg nicht alles perfekt ist, ist eine Tatsache. Die CH hat dazumal aber viele Flüchtlinge gerettet. Das sollte man würdigen. Dass ein kleines Land wie die CH nicht Millionen aufnehmen kann versteht auch jeder normale Mensch. BR Maurer aber Unredlichkeit und Lüge zu unterstellen ist infam. Dass sich Sozis und Sozialschmarotzer wieder aufregen und meinen, wieder ihren Senf dazugeben zu müssen anstatt zu arbeiten gehört zum Tagesgeschäft.Who cares

      • Eric Cerf sagt:

        @rené: Oh je, schon wieder einer, der nur bösartig gegen andersdenkende kläfft, Substanz ist in diesem Thread nicht vorhanden! Im Weltkrieg zwo konnten plus/minus 20 000 Seelen in die CH flüchten-und so ihr Leben retten, so steht es auf jeden Fall im Bergier-Bericht. Man muss klar sehen: Die CH stand damals dermassen unter dem Druck der Nazis, der BR konnte gar nicht anders handeln. Wie sagte doch so schön der Gröfaz AH: Nach dem erfolgreichen Russlandfeldzug schicke ich meine 2 Mio Soldaten zum urlauben in die CH! Die CH hatte 1942 etwa knapp 4 Mio Einwohner.

      • vetsch markus sagt:

        man muss kein linker sein, um ihren unqualifizierten kommentar einfach unter aller sau zu finden. es gibt genügend qualifizierte linke wie rechte literatur zum thema. lesen sie sie zuerst und schämen sie sich!

        • Marusca sagt:

          Bravo, Herr Vertsch So viel Ignoranz ist tatsächlich kaum zu toppen. Und: Lieber René, dass es „schon bald 70 Jahre“ her ist, macht diese unbeschreibliche Tragödie mit allem, was und von wem in diesem Zusammenhang geschehen und verbrochen wurde, nicht kleiner.

      • Andi Wacker sagt:

        Leider hatte ich als linker Sozialschmarozer während der Arbeit keine Zeit um einen Beitrag zu verfassen.
        Es ist unbestritten, dass die Schweiz viel Gutes getan hat, allerdings ebenso auf Feigheit, Opportinimus oder Überzeugung unzählige Menschen in den sicheren Tod geschickt hat.

      • Esther Küttel sagt:

        Es gehört meines Erachtens zur Allgemeinbildung jedes Schweizers, jeder Schweizerin, zu wissen, dass Paul Grüninger als Hauptmann an der Grenze zu Östrerreich vielen Flüchtlingen die Einreise in die Schweiz ermöglichte. Doch, er wurde verhaftet, verlor seine Anstellung. Seine Familie lebte fortan in grosser Armut. Niemand, setzte sich für ihn ein. Dies sollen auch weitere Generationen noch wissen. Ich bin stolz auf diesen Landsmann, schäme mich jedoch für die Haltung vieler und der Behörden Behörden. Ja, das ist und bleibt auch ein Teil unserer Geschichte.

        • Johnny sagt:

          Sich zu schämen nützt nichts, hat es nie und wird es nie.
          Scham ist nur eine Ausrede mit der sich Mitläufer, Feiglinge und Schwächlinge über die Runden bringen.
          Es ist die natürliche Fortsetzung des „nicht wissen wollens“ – und das ist ein persönlicher Entscheid.

        • Rudi sagt:

          Danke, dass jemand hier den Umgang der Reduit-Schweiz mit mutigen Helfern thematisiert. Mut ist heute wieder gefragt, wenn es um Menschenrechtsverletzungen in China und anderswo geht: Schauen wir gut hin, wie unsere Volksvertreter
          sich verhalten (z.B. Maurer beim WEF)und was sie NICHT sagen!

      • Marc sagt:

        Sie scheint es zu kümmern René. Dieses selbstbemitleidende rechtspopulistische Geschwätz von Ihnen zeigt nur wieder einmal, dass gewisse Kreise in der Schweiz nicht in der Lage sind, und es nie sein werden, sich mit den Dingen selbstkritisch auseinanderzusetzen. Die Unfähigkeit, sich unschönen Dingen kritisch gegenüber zu Stellen verhindert jede Selbstreflexion. Im Extremfall führt es zur Holocaustleugnung. Ich hoffe Sie gehören wenigstens nicht zu diesen Leugnern.

      • Michael sagt:

        Wann kommen wir im 21. Jhdt. an? Die Arbeit als Unterdrückungsinstrument einzusetzen um Arbeiter zum schweigen zu bringen und womöglich am Denken zu hindern („Linke Schmarotzer“, „… anstatt zu arbeiten“), sollte ein Mechanismus sein, der eigentlich überwunden sein sollte. Utopie?

      • Max Meier sagt:

        Ja, dass gewisse Wählerkreise wieder in die Kerbe derr „Sozialschmarozer“ schlagen ist eine altbekannte Taktik und wurde vom Wähler bereits bei den Letzten National und Ständeratswahlen abgestraft. Dass dies allerdings im Zusammenhang mit der Ermordung von zig Millionen Juden benützt wird, ist einfach nur ekelerregend. Wo es hinführt, wenn Menschen in Klassen aufgeteilt werden, konnten wir während der Nazi Zeit sehen. Manche scheinen aber nichts aus der Geschichte lernen zu wollen oder zu können. Wehret den Anfängen !

      • Monica sagt:

        Rene! Ich gebe ihnen zu 100 Prozent recht!

      • Jean Streit sagt:

        Um den Artikel von René zu Kompletiren, empfehle ich den Artikel (Crime nazis. Rapport Bergier.) im letzten LesObservateurs.ch vom 03.02.2013 zu Lesen. J.Streit

      • Kallisti Babylon sagt:

        Lustigerweise heiszt es immer, die Schweiz sei ein neutrales Land, aber wenn ein gröszerer Gegner vor einem steht, wird gekuscht? Auszerdem geht es nicht nur darum, dass man jüdische Flüchtlinge an der Grenze abgewiesen hat bis 44′, sondern darum, dass all diese Jahre lang brandschwarz gelogen und das Bild einer „heilen“ CH propagiert wurde, wenn es darum ging, etwas von der Shoah gewuszt zu haben. Und offensichtlich hat Maurer in dieser hinsicht gelogen. Da nutzt einem auch alle Geschichtsverdreherei nichts. Fakten sind nun mal Fakten. Zum Rest sage ich mal nix, das ist einfach nur dumm.

    • Matti Hoch sagt:

      Die Schweiz war damals leider keine Insel! Ganz sicher keine rettende für Jüdische Flüchtlinge. Ja, die Welt ist böse! Aber, die Schweiz ist auch wieder böse! Denn aus der Geschichte hat sie bestimmt auch nichts gelernt, oder wie kommt es, bitteschön, dass die Schweiz in der UNO für einen Palästinenserstaat stimmt? Ein Staat, eines erlogenen Volkes, das es geschichtlich nie gab; einer Gruppe von Menschen, die den Staat Israel in ihrer erschreckenden Totalität ablehnen und zerstören wollen. Wahrhaftig, die Schweiz hat nichts gelernt.Selbstkasteiung nein,aber hoffentlich endlich Umkehr u. Busse!

      • Isabelle sagt:

        öhm, Herr Hoch, welches Volk ist erlogen? Sagen Sie das bitte HEUTE einem Palästinenser, der auf 200jährige Familiengeschichte in einem Land zurückblickt, von dem er jetzt vertrieben werden soll. Ich kann mir lebhaft vorstellen, wie sich da ein „aufrechter Schweizer“ wehren würde… Bitte keine Verzerrungen, nur um die eigene Meinung zu stützen.

        • Frieder Gut sagt:

          Herr Hoch auch so einer der zwischen ‚Staat‘ und ‚Mensch‘ nicht unterscheidet. Die Palästinenser sind ’nur‘ Menschen, die seit Jahrtausenden dort leben (und nicht nur 200 Jahre!) manchmal wie das jüdische Volk unter, römischer Besatzung, dann unter osmanischer -, dann unter englischer ind jetzt unter israelischer … Aber sie sind dort ZU HAUSE. Unter allen früheren Besatzern konnten sie ihrem täglichem Leben nachgehen and coudn’t care less. Die nach 2000 Jahren zurückgekehrten Zionisten sind die einzigen ‚Besetzer‘ die ihnen Land klauen, Brunnen vergiften, usw … durch zivile Siedler!!!!

    • Eric Cerf sagt:

      Redete gestern mit einem 91 Jährigen Mann, der 1941 in der RS in Liestal steckte. Die Stimmung war unter den Soldaten mies, alle waren sich einig,wenn der Dölfi mit seinen Panzern kommen würde, dann ist es aus mit uns. Sogar die Offiziere waren nervös und niedergeschlagen. Reiche Bebbis packten ihren Krempel und fuhren mit dem PW/Eisenbahn zu Hunderten ins Berner-Oberland. Die Bewaffnung der CH-Armee war hundsmiserabel. Ein Koch vergiftete mit MG-Öl in BS dutzende Soldaten, es gab Käseschnitten! Flüchtlinge wurden ab 1941 fast immer zurückgeschickt, in den Tod, stimmt.

    • Fischer Antoine sagt:

      Comment voulez-vous, alors que c’est le chaos partout, organiser des secours à grande échelle, ce que les grands pays on refusés de faire. En suisse on s’attendait tous les jours à être envahi par les troupes allemandes. les bombardements alliés c’étaient entre 500 et 1000 bombardiers à la fois, 30% étaient abattus. Comment expliqué que sur ce nombre, il n’y a jamais eu quelques bombardiers pour les camps de concentration ? Comparé nos moyens qui étaient totalement dérisoire, et nous culpabiliser c’est totalement ridicule.C’est une méconnaissance de l’histoire.A.F.

      • Jean Streit sagt:

        Bien vue Eric Serf, a croire que les journalistes, les politicien et les histoirien se font un malin plaisir de démolir la Suisse. Leurs commentaires ne sont pas objéctive, au grand jamais ils rendent compte ce que la Suisse à fait de positive et en chiffre.Ils sont incapable de nous informer de la situation politique de la suisse, des menasses de l’Allemagne et de l’Italie. J.Streit

    • Eric Cerf sagt:

      Erleben wir heute nicht dasselbe wie vor bald 70 Jahren? Damals waren es Juden, Zigeuner, Linke, Künstler und sonstige Freidenker, die vor dem Terror der Braunen in die CH flohen. Fast immer bei Nacht und Nebel, viele mittellos, aber bei weitem nicht alle! Heute schleichen wieder Flüchtlinge klandestin übere unsere Grenzen. Nur haben im Vergleich zu früher 99,9% der Asylanten/Wirtschaftsflüchtlinge keinen müden Franken im Sack. Belasten bloss die Steuerzahler, sind armengenössig,
      viele klauen oder dealen. Wer kann, taucht unter, Sans-Papiers.

    • Hans P. Grimm sagt:

      Die Linken waren nicht mal bereit den Nazis bewaffnet die Stirn zu bieten! Sie waren Pazifisten und wollten die Armee abschaffen! In einer Zeit höchster Bedrohung! Nur weil das Volk und vor allem die Arbeiter antifaschisstisch eingestellt waren, beugten sie sich der Volksmehrheit und stimmten den Wehrkrediten zu.
      Wie vielen Menschen hätten wir helfen können bei einer Armeeabschaffung? Wohl keinem einzigen.

  • Philipp Rittermann sagt:

    der letzte abschnitt ist äusserst plakativ. obwohl ich der meinung bin, maurer hätte in seiner erinnerungsrede kritischer sein müssen, sprechen wir doch von einem ereignis, welches 3 generationen hinter uns liegt. hier eine „strategie“ zu unterstellen finde ich mehr als gewagt. für mich war es einfach mangelndes fingerspitzengefühl. weiter denke ich, dass die aktuelle politik des bundesrates unserem ansehen im ausland auch nicht sonderlich förderlich ist, natürlich aus anderen gründen.

    • Thomas Meier sagt:

      Haben Sie für Ihre These, dass es nur „mangelndes fingerspitzengefühl“ war, Belege? Kaum. Es ist wesentlich wahrscheinlicher, dass es Absicht war, wenn man bedenkt, dass ja gerade SVP Kreis inkl. Maurer schon damals aktiv die Geschichte geleugnet und gegen die die Bergier Kommission gehetzt haben. Warum sollte er seine Meinung geändert haben?

      • Philipp Rittermann sagt:

        die bergier-kommission, bzw. deren bericht war ziemlich einseitig. natürlich hatte die schweiz damals auch dreck am stecken, wie alle anderen länder auch. hierzu sollte man auch stehen. andererseits ist eine „aufarbeitung“, so wie sie in deutschland läuft, herr wundrig, nun so weit vorangeschritten, dass man sich einerseits gar nicht mehr getraut israel zu kritisieren, oder andererseits es das volk so was von satt hat, in corpore für die sünden der vergangenheit verantwortlich gemacht zu werden. die auswirkungen sind leider bekannt. mein fazit: bewusstsein ja, unterwürfigkeit nein.

      • Peter Schmid sagt:

        Der Bergier Bericht wurde bei weiten nicht nur von SVP-nahen Kreisen kritisiert wie Sie uns hier weismachen wollen Herr Meier, sondern aus sämtlichen Lagern und sogar von Zeitzeugen.

      • Dass das Thema Holocaust bei welchem beinahe alle Europäischen Staaten welche dies auch nicht Verursachten eine gewisse wenn auch Moralische Schuld mittragen ist und bleibt unbestritten ! Nur muss jedoch auch die damals herrschende schwierige Lage insbesondere der unmittelbaren Nachbarstaaten des NS Regimes berücksichtigt werden . Allerdings wurde diese Thema mit dem Bergier Abgeschlossen . Kaum besteht nun ein Zufall , dass ausgerechnet erst jetzt wo der Bundespräsident U. Maurer kaum im Amt ist , dieses Thema insbesondere wieder vorab von politisch linken Kreisen frisch Aufgekocht wird !

        • Roland K. Moser sagt:

          An der Konferenz von Evian wurde doch auf internationaler Ebene darüber debattiert, wer die jüdischen Flüchtlinge aufnehmen würde. Niemand hat sich bereit dazu erklärt. Vor allem die USA nicht, welche alle Mittel dazu gehabt haben. Es sind nicht nur die Nazis in den Holocaust verstrickt. Ganz gewiss nicht.

          • Martin Gasser sagt:

            Sie haben schon eine sehr verzerrte Wahrnehmung. Ihre Argumentationsweise hat nicht mehr als Kindergartenniveau, denn folgt man ihr, dann liegt das Unrecht nicht im Antisemitismus der Nazis, sondern in der Flüchtlingspolitik der USA. Ich frage mich, ab man das nicht schon als revisionistisch (und damit einklagbar) einstufen kann, apologetisch ist es sicher.
            Wie schon erwähnt, gegen Neurosen kann man etwas machen, aber mir würden Sie ja nicht glauben.

          • Roland K. Moser sagt:

            @Martin Gasser
            Die Konferenz von Evian ist Tatsache. Deren Ergebnis auch.

          • Martin Gasser sagt:

            @ Moser
            Sie unterstellen, die USA wären in den Holocaust verstrickt, weil sie, Sie verweisen dazu auf die Ergebnisse der Konfernez von Evian, wohlan, kaum jüdische Flüchtlinge aufgenommen hätten, obwohl sie die Mittel dazu gehabt hätten …
            Ja, weil niemand die Juden aufnehmen wollte, musste man sie vergasen …
            Ist das Ihr Schluss??

          • Martin Gasser sagt:

            Oder hätten die amerikanischen Juden nicht ein wenig (tiefer) in die Tasche greifen können, um ihre verfolgten Brüder und Schwestern freizukaufen?
            Auch in den USA gabs (und gibts) Antisemitismus (damals u.a. Charles Lindbergh und sein AFC), aber sind die USA deswegen „in den Holocaust verstrickt“?

          • Hans P. Grimm sagt:

            M.Gasser, wenn die USA vom Tode gefährdete Juden damals nicht aufnahm, hat das ihrer Meinung nach keine Todesfolgen für die Verfolgten. Wenn die Schweiz das gleichte tat ist sie Mitschuldig am Tode der Juden.

            Ihre Logik erschliesst sich mir nicht.
            R.K.Moser hat Recht!

      • r.meier sagt:

        die sozialdemokraten dazumal,waren die grössten anhänger hitllers,die wussten ganz genau,dass juden verfolgt und getötet wurden,kein linker bundesrat inkl.parlament hat sich jemals dazu geäussert,bis zum bergierbericht,allerdings haben sie die symphatie zu hitlerdeutschland auch nie dementiert,ihr kommentar ist wie immer,von links bezahlte hetze,taschengeld ist garantier

        • hans fallada sagt:

          sicher herr meier sicher! dass die sozialdemokratie von hitler verboten und verfolgt wurde war denen wohl auch egal. bei ihren selbstgefälligen lügen wird einem übel!!

          • Romy sagt:

            @Fallada: Über 20 Mio. Tote schweigt man: Winston Churchill sagte am 24. Sept. 1921 laut den in London erscheinenden Illustrated News bei einer Rede im schottischen Dundee folgendes: „Diese grauenhafte Katastrophe (die bolschewistische Revolution) wurde von einer relativ kleinen Clique von Berufsrevolutionären hervorgerufen, von denen die meisten Juden waren. Diese haben das unglückliche russische Volk unter ein Tyrannenregiment gezwungen.“ Unter Lenin waren 80% der Kommissare jüdische Sozialisten/Kommunisten, darunter Lew Dawidowitsch Bronstein, alias Leo Trotzki, Gründer der Roten Armee.

          • Ruedi Hess sagt:

            @ Romy
            Zum Glück kam da der Kommissarbefehl gerade richtig. Es war nicht alles schlecht, damals. Ich wage sogar die These, das wenn DL 1941 keinen Präventivkrieg geführt hätte, Stalin bis zu seinem Tod dafür den Atlantik erricht hätte!

    • Dieter Wundrig sagt:

      Deutschland kann sich auch nicht herausreden was vor drei Generationen gewesen ist.Die Tatsachen sprechen eine andere Sprache, glücklicherweise hat man Deutschland gezwungen diese dunkle Geschichte aufzuarbeiten. Diese Dunkelkammer der Geschichte wird ja nicht nur in der CH verklärt, sondern auch in Österreich,welches sich immer noch gern als Opfer sieht. Da wäre auch noch Tschechien, Ungarn und andere Länder zu nennen, nur Opfer waren sie nicht. Die eigene Geschichte wurde nie aufgearbeitet. Und was das „J“ betrifft, das Boot war voll, als keine Juden mehr mit Vermögen an der Grenze standen

  • Peter Meier sagt:

    Der offizielle Umgang der Schweiz mit ihrer Vergangenheit ist in der Tat beschämend. Man muss sich doch nicht immer noch als Rettende Insel darstellen, die man damals (wie heute) nicht war. In meinem Heimatland kommen nur rechtradikale Spinner auf die Idee, den Holocaust vehemnt zu leugnen. Sicher, das ist kein korrekter Vergleich, den die Schweiz war nicht am Holocaust beteiligt, aber sehr wohl am salonfähigen Antisemitismus der damaligen Zeit. Man wusste Bescheid, ab 1942, und hat Juden an der Grenze zurückgeschickt. Nach langer Zeit sollte man mit den Mythen aufräumen….

    • Alain Michel sagt:

      „Man wusste Bescheid, ab 1942, und hat Juden an der Grenze zurückgeschickt.“ – Vielleicht, lieber Hr. Meier, sollten Sie sich in Erinnerung rufen dass die Versorgung der Schweiz mit Nahrungsmitteln und Rohstoffen während der Kriegsjahre ALLES ANDERE ALS SICHERGESTELLT war. Zahlreich Menschen hungerten und es war unklar wie lange diese Situation noch andauern würde. Das können SIE sich heute nicht mehr vorstellen, es war aber so. Menschen unter diesen Umständen an der Grenze zurückzuschicken ist zwar hart aber notwendig. Das Boot war leider tatsächlich voll.

      • Susi Gerber sagt:

        Mein Grossvater war an der Grenze, meine Grossmutter schufftete sich kaputt, meine Mutter und ihre Geschwister assen ranzige Butter und verschimmeltes Brot.
        Und trotzdem bin ich sicher, sie würden um die vielen abgewiesenen Menschen weinen!

        • Peter Schmid sagt:

          Seien Sie sich nicht so sicher Frau Gerber. Weinen vielleicht, ich bin überzeugt dass niemand gejubelt hat darüber dass man Leute an der Grenze abgewehrt hat. Aber wenn es schlussendlich darum geht ob man selbst verhungert oder der Andere, gewinnt nun mal meistens der Selbsterhaltungstrieb.

      • Peter Meier sagt:

        Das Boot war und ist in der Schweiz doch immer voll. Damals wie heute die gleichen Sprüche. Es ist dringend nötig, dass die CH die eigene Geschichte aufarbeitet.

        • Peter Schmid sagt:

          Ich kann absolut nicht begreifen wie man die Situation während des WK2, als es um Menschen ging die nachweislich an Leib und Leben bedroht waren, mit der Situation von Heute vergleichen kann. Was haben denn die nicht verfolgten und nicht bedrohten Arbeissuchenden von Heute mit den Juden von damals zu tun Herr Meier? Einfach mal ein bisschen Polemik?

      • Matti Hoch sagt:

        @AMichel: In der Schweiz musste damals niemand hungern, Herr Michel, da erzählen Sie Unsinn! Meine Verwandten in der Region Basel hatten Angst,Hitler würde die Schweiz überrennen,es gab Rationierungen,Fett u. Butter war Mangelware,aber gehungert, das hat niemand.Mangel war da, ja! Doch werd das Jüdische Volk segnet, der wird auch wieder gesegnet werden! (Die Bibel) Einige Tausend Juden mehr hätte auch niemand z. Hungern gebracht. Sie haben wohl noch nie vom „Teilen“ gehört! Das Boot war damals überhaupt nicht voll,eine Unverschämtheit,sowas zu sagen! und ja zu sagen Fortsetzung:

        • Matti Hoch sagt:

          Fortsetzung: und ja zu sagen, dass Tausende von Juden, die man hätte retten können, in den sicheren Tod zurückgewiesen wurden! Die Schweiz war damals antisemitisch, ist es heute leider auch wieder! Antizionismus ist auch Antisemitismus! Warum? Weil der Gott,der in unserer Bundesverfassung angerufen wird,dem Volk Israel den Platz zw. Jordan u. Mittelmeer für alle Ewigkeiten zugeschworen hat! Wer nun den Juden diesen Platz streitig machen will,erhebt sich in direkter Linie gegen den Lebendigen Gott und macht sich erneut schuldig! Die CH-UNO-Abstimmungen bringen neuen Fluch über die Schweiz!!!

    • Franz Stocker sagt:

      Nur dank Rationierung der Lebensmittel konnte die von Nazis und Faschisten umzingelte Schweiz überleben. Trotzdem hat das kleine Land über 100’000 ausländische Soldaten interniert und über 50’000 Flüchtlinge, darunter 22’000 Juden, aufgenommen. Die Schweiz hat keine ansässigen Juden deportiert, wie es andere Länder gemacht haben. Für die Aufnahme von Hunderttausenden von Flüchtlingen fehlten schlicht Nahrung und Unterkünfte. Zudem bestand die grosse Gefahr, dass Saboteure als Flüchtlinge eingeschleust werden.

      • Ali Ferkous sagt:

        Das wird ja meistens unterschlagen von Leuten wie den Herren Jost, Tanner & Co.: obwohl die Schweiz antisemitisch war, hat sie fremde Juden aufgenommen – sonst hätten wir das Theater mit den nachrichtenlosen Vermögen gar nie gehabt. Im Nachhinein ist man halt immer klüger und kann behaupten, unsere Altvorderen hätten gleich alle Juden des Dritten Reiches bei sich aufnehmen können. Jost, Tanner & Co. kritisieren aber gleichzeitig die Nahrungsmittel-gegen-Waffen-Deals der Schweiz und erkennen selbst als „Wissenschaftler“ ihre eigene Widersprüchlichkeit nicht! Ist dies professorale Denkfähigkeit?

        • Eric Cerf sagt:

          @Ali Ferkous: Die nachrichtenlosen Vermögen der Juden parkierten sie schon Jahre, wenn nicht gar Jahrzehnte nach dem Weltkrig 1 in der CH! Im übrigen stimtmt es auch, dass nach dem Ende des 2. Krieges es geraubte Gelder/Schmuck/Bilder etc. von Nazis gab, die in hiesigen Tresoren ohne Nachforschungen vermoderten. Die Banken saldierten die Konten im grossem Stil in den 80er Jahren und polierten die Bilanzen auf, mit Rückstellungen! Unsere Banken zeigten 80 Jahre lang die Moral einer käuflichen Nutte. Jeder der wollte, konnte.

  • G.Leinemann sagt:

    So – wir kennen das ja – jetzt wird man, statt nachdenklich und betroffen zu sein, anfangen den Herrn Jost zu demontieren.. damit ja das Bild der geheiligten Schweiz bestehen bleibt. Auf SRF News hatte eine Frau aus Thun in einem Kommentar zum Thema darüber berichtet, dass ihre jüdischen Verwandten je (!) 10.000 Fr. an die Regierung zahlen mussten um in der Schweiz Zuflucht zu bekommen! Es waren 7 Leute. Interessanterweise war der Kommentar kurze Zeit später verschwunden. Latenter Antisemitismus früher – offene Ausländerfeindlichkeit heute, wohin man schaut. Was ist los, mit diesem Land?

    • Andreas Stocker sagt:

      Es gibt keine Ausländerfeindlichkeit in der Schweiz. Es gibt jedoch berechtigte Angst vor der totalen Ueberfremdung. Gäbe es Ausländerfeindlichkeit, würden nicht seit Jahren Hunderttausende aus aller Welt in unser kleines Land strömen.

      • Peter Schmid sagt:

        Korrekt Herr Stocker. Zudem muss auch mal angemerkt werden dass es trotz dieser Masseneinwanderung in der Schweiz zu weitaus weniger Übergriffen auf Ausländer kommt als in sämtlichen umliegenden Ländern, welche alle eine viel kleinere Einwanderung zu verkraften haben. Wir Schweizer wählen den politischen/friedlichen Weg unsere Probleme zu lösen, sofern uns dieser erhalten bleibt.

      • Jack Stoffel sagt:

        @ Stocker: „Es gibt keine Ausländerfeindlichkeit in der Schweiz.“ – Unbelehrbar und/oder blind, wie der Regierungs- und Verwaltungsapparat im 2. WK (nicht nur in der Schweiz); gäll? Wenn ich als Kind oder Jugendlicher zu Hause wieder mal steif und fest irgendeinen Blödsinn behauptet hatte, pflegte mir mein Vater zu sagen: „Häsch d Auge-n-am Füdle hine?“

    • Esther Küttel sagt:

      Ich erlebe jeden Tag Ausländerfeindlichkeit in der Schweiz.

  • Peter H. Kuhn sagt:

    Es ist immer sehr einfach nach späteren Jahren, so quasi aus dem Lehnstuhl heraus, politische Ereignisse zu kommentieren und zu kritisieren. Wenn der linke Historiker Tanner (Bergier Kommission), der zu jener Zeit noch nicht einmal geboren war, nun vollmundige Sprüche von sich gibt, dann ist das völlig daneben. Warum hat er und seine wunderbare Kommission sämtliche Zeitzeugen, die sich gemeldet haben (auch Historiker Sigi Widmer, Ex-Stapi von Zürich) abgelehnt? Warum wohl? Die Entscheidungen der damaligen Regierung waren unter den damaligen Verhältnissen völlig richtig und nachvollziehbar!

    • Markus Eisenring sagt:

      Auch wenn man die Entscheidungen der damaligen Regierung für richtig und nachvollziehbar hält (darüber müsste differenzierter diskutiert werden), bleibt es eine Lüge, die Schweiz sei während des 2. Weltkrieges für Juden eine rettende Insel gewesen. Das Gegenteil war der Fall. Ein Bundespräsident, der einen derart ahistorischen Mist erzählt, ist ein Ärgernis. Aber er vertritt die wählerstärkste Partei der Schweiz – und an die hat er sich mit seiner Äusserung wohl auch gewandt. Auslandkontakte überlässt er ohnehin lieber dem Kollegen Burkhalter, wo dieser dann seine „Ausrutscher“ ausbügeln kann.

    • Gerold Stratz sagt:

      Werter Herr Kuhn, sie sagen die Entscheidungen der damaligen Regierung, waren völlig richtig und nachvollziehbar.
      Ihre Meinung will ich nicht kritisieren. Aber, warum kann der derzeit“höchste Schweizer“, in der aktuellen Regierung
      nicht dazu stehen. Peinlich, dass dieses Thema, dem Bundespräsidenten Ueli Maurer, noch heute im Jahr 2013,
      immer noch peinlich ist. Das sagt einiges aus.

    • Peter Imgarten sagt:

      Warum?
      Weil Zeitzeugen historisches Quellenmaterial (durchaus wertvoll) sind, denen die Distanz zur Geschichte fehlt. Weil Geschichtsschreibung eine Wissenschaft ist und nicht Tagebuch-Schreiben. Weil ein Zeitzeuge seine persönliche Sicht der Dinge (inkl. Verdrängung und Beschönigung oder auch Dramatisierung) einbringt und daher als Wissenschaftler in einer Aufarbeitungskommission keinen Platz hat. Darum! Wieso meint eigentlich jedermann/frau, er/sie könne zur Geschichtsschreibung ein qualifiziertes Urteil abgeben? Geht doch Hochhäuser und Flugzeuge bauen, ihr, die so begabt seid!

      • Peter Schmid sagt:

        Wer Zeitzeugen vollständig ausblendet (und vor allem einseitig, wenn sie der schon vorgefassten Meinung der Verfasser wiedersprechen) der kann auch nie behaupten dass er ein komplettes Bild der Geschehnissse aufzeigt. Vor allem bei so wichtigen Punken wie der privaten (und damals illegalen) Hilfe für Flüchtlinge, welche natürlich dann in keiner Statistik auftauchen, sollte dies eigentlich klar sein.

        • Peter Imgarten sagt:

          Eben, Peter Schmid, als Quellenmaterial, aber nicht als Historiker… danke, dass Sie meine Meinung teilen!

          • Peter Schmid sagt:

            Wurden denn die Zeitzeugen im Bergier-Bericht überhaupt als „Quellenmaterial“ einbezogen? Es behauptet hier niemand dass Zeitzeugen „Historiker“ sind Herr Imgarten (das müssen sie ja schliesslich auch nicht sein), sondern dass die Zeitzeugen gänzlich aus dem Bericht ausgeklammert wurden, und eben NICHT als Quelle benutzt wurden.

      • Stefan Keller sagt:

        Vielen Dank für diesen Kommentar! In solchen Diskussionen kommt man sich manchmal vor wie im Kunstmuseum mit jemandem nebedran der bei jedem Bild sagt „das kann ich auch“… solche Leute sind ein grosses Ärgernis.

    • Susi Gerber sagt:

      Hr. Kuhn: Die Schweizer Regierung hat ganz bewusst Juden an der Grenze abgewiesen. Ist so, die Fakten belegen es. Das Mindeste ist, dazu zu stehen.
      Die offizielle Schweiz im 2. Weltkrieg war nicht humanitär.
      Auch ich musste mein Bild von unserem Land revidieren.
      Die offizielle Schweiz im 2. Weltkrieg war nicht humanitär.
      Was lernen wir für die Zukunft?

      • Peter Schmid sagt:

        Die offizielle Schweiz im 2. Weltkrieg war humanitär für ca. 300’000 Flüchtige, sie war es leider nicht für die bedauernswerten 27’000 die abgewiesen wurden. Dies sind BEIDES Fakten. Bei uns wurde schon in den 90igern im Geschichtsunterricht gesagt dass auch Juden an der Grenze abgewiesen wurden, ich lese hier auch nirgends dass jemand behauptet dass keine Juden abgewiesen wurden. Wir geben das ja zu, aber es sind Sie die nicht zugeben wollen dass die humanitäre Seite der Schweizer eben auch existierte. Sowohl auf staatlicher Seite, wie auch im Privaten.

    • Peter H. Kuhn sagt:

      Die Schweiz war das Land, das im 2. Weltkrieg weitaus am meisten Juden aufgenommen hat, trotz allem! Andere haben ohne zwingende Gründe Juden abgelehnt, speziell die USA und andere auch. Die USA haben ein grosses Flüchtlingsschiff aus Hamburg (2000 Leute) zurückgeschickt, wobei die Insassen dann den Tod fanden. Nur darüber reden diese linken Agitatoren und Schweiz-Demonteure nicht. Das ist auch gar nicht in ihrem Interesse. Oder sie plappern drauflos, kennen nur die einseitigen Geschichten der linkslastigen Pseudo-Historiker, die unser Land immer wieder anzuschwärzen versuchen. Ohne Erfolg!

      • hans fallada sagt:

        hallo herr peter kuhn: es geht darum was die offizielle schweiz gemacht hat. es geht nicht um andere läner. können sie das begreifen? niemand greift sie oder die schweiz an. es geht einfach darum die wahrheit ans licht zu bringen. beruhigen sie sich!

    • Peter Kuhn sagt:

      Haben Sie, Susi Gerber, schon einmal einen humanen Krieg erlebt? Man soll endlich einmal mit diesen einseitigen Sprüchen aufhören! DAMALS ging es um das Überleben unseres Landes in Freiheit. Es ging um den Widerstand und die möglichst erfolgreiche Abwehr der enormen Bedrohung aus dem 3. Reich. Da unser Land und die damaligen Bürger nicht erfrieren und Hunger leiden wollten, war man logischerweise auf einen minimalen Konsens mit diesem aggressiven Regime angewiesen. Ohne unsere Armee und deren Abwehrpotential wäre eine böse Katastrophe entstanden. Hoher Dank an damalige Bürger und Regierung!

    • Peter H. Kuhn sagt:

      Ich hätte nie gedacht, dass meine (gute, zutreffende) Argumentation zur Situation der Schweiz im 2. Weltkrieg ein derartiges Echo, soviele gute und einige schlechte Antworten produziert. Gut so! Man darf sich niemals von einseitigen (meist linken) Historikern, wie z.B. Tanner vereinnahmen lassen! Die hatten ihre unberechtigte (teure!) Plattform bei der einseitig-linken Bergier-Kommission! Es wäre noch anzufügen, dass man die Person Hitler in einem Atemzug mit der Person Stalin erwähnen muss. Beides waren Massenmörder, nicht mehr, nicht weniger!

      • Martin Gasser sagt:

        Ja, Her Kuhn, man schneidet Sie lieber als dass man mit Ihnen argumentiert, wieso wohl? Weil Sie mit dem Thema Holocaust Politik machen, weil Sie jetzt schon nach Luft holen und in mir den linken Historiker sehen wollen.
        So können Sie halt Ihren MONOLOG weiter führen.

        • Peter H. Kuhn sagt:

          Martin Gasser, es scheint eher dass da bei einigen die guten Argumente fehlen. Sie verwechseln gute Argumente mit linker Dauer-Agitation zu diesem Thema. Aber es gibt ja das grosse Vorbild Tanner. Wenn einer die Lage unseres Landes, unserer Eltern und Grosseltern in der damaligen Zeit nicht begreifen, nicht verstehen kann oder will, dann müssen wir es eben sein lassen. Übrigens, als Historiker sehe ich Sie nicht gerade!

        • Peter H. Kuhn sagt:

          Martin Gasser, es scheint eher, dass da bei einigen Leuten die korrekten Argumente fehlen! Sie verwechseln gute Argumente mit einseitiger, linker Dauer-Agitation.Es ist einfach heute aus dem Lehnstuhl heraus gescheite Sprüche zu klopfen, die damalige extrem schwierige Situation einfach auszublenden oder ungehörig zu relativieren, wie das linke „Historiker“ tun. Wenn jemand die Lage unseres Landes, unserer Eltern/Grosseltern in der damaligen Zeit nicht begreifen, nicht verstehen will oder kann, dann müssen wir es eben sein lassen. Übrigens, als linken Historiker sehe ich Sie nun wirklich nicht!

  • beat graf sagt:

    Mein Vater, Jahrgang 26 und meine Mutter Jahrgang 28 sowie mein Grossvater, kurz vor 1900 geboren erzählten mir oft, dass man genau gewusst habe, wir hatten damals Verwandte in Deutschland, was in Deutschland läuft. Aber was tun? Ich finde, Vorwürfe kann man der damaligen Generation im Nachhinein keine machen, haben sie doch viel dafür getan, dass die Schweiz einigermassen unbeschadet über die Runden kam. Nicht zu vergessen, Hunger und Verzicht (Lebensmittelmarken) herrschte auch bei uns und Grossvater leistete wie viele andere mehrere hundert Diensttage. Kritik aus der warmen Stube???

    • Hans P. Grimm sagt:

      Richtig, Herr Graf, mein Vater war auch im Aktivdienst zuerst im Grenzschutz, dann im Objektschutz. Heute die Generation blöd zu kritisieren, die 5 Jahre ihrer Jugend so hergeben mussten! Aber im Gegensatz zu heute spielte damals die Solidarität.

      • Jack Stoffel sagt:

        @ graf/Grimm: Wo, bitte schön, kritisiert H.-U. Jost „die damalige Generation“ pauschal und, vor allem, „blöd“? Nennen Sie augenblicklich die exakten diesbezüglichen Stellen in seinem Text; mir sind die offenbar entgangen. Wenn nicht, lautet meine Diagnose: Herr Jost hat ganz nüchtern und sec nichts anderes als historische Fakten aufgezählt.

        • beat graf sagt:

          genau Herr Stoffel, ich auch. Von „blöd“ habe ich sowieso nichts geschrieben. Heute die damaligen Umstände kritisieren
          geht sowieso meistens daneben, weil das Einfühlungsvermögen fehlt. Und die Bemerkung „keine rettende Insel“ verfängt auch nicht. Für meinen Grossvater mütterlicher seits war die Schweiz die rettende Insel. Wäre er in Wien geblieben, hätte er den Krieg nicht überstanden….Dies ganz nüchtern und sec…..Vielleicht reicht dies Ihnen.

          • Jack Stoffel sagt:

            @ Graf Nein, reicht mir nicht. Erstens fehlt Ihr Beweis, inwiefern Herr Jost der „damaligen Generation“ einen Vorwurf gemacht hat – vermutlich deswegen, weil da kein Vorwurf ist. Ein Historiker stellt einfach fest, was damals getan oder unterlassen wurde. Zweitens: Die Kritik am Begriff „rettende Insel“ bezog Herr Jost in seinem Text NUR auf die Rückweisung der Juden nach 1938, und zwar deswegen, weil BR Maurer ausgerechnet zum Holocaust-(d.h. Judenvernichtungs-)Gedenktag von „rettender Insel“ schrieb. Wo Herr Jost recht hat, hat er doch recht, oder nicht?

    • Karl Häsler sagt:

      Vorwürfe an Personen von damals ist eine Sache. Heute historische Tatsachen zu leugnen ist eine andere. Man könnte beispielsweise sagen, dass das Verhalten von damals, aus heutiger Sicht und mit dem heutigen Wissen, falsch war, aber die Entscheide von damals, aus der Perspektive von damals, nicht falsch waren.
      Aber Tatsachen im Zusammenhang mit der Judenvernichtung zu leugnen geht gar nicht, typisch Maurer.

  • Roland K. Moser sagt:

    Der Entscheid des damaligen Bundesrats war richtig. Dadurch konnte die Schweiz aus dem Kriegsstrudel herausgehalten werden.
    Wie ich gehört habe, soll der israelische Botschafter in Polen während der Gedenkfeier (27.1.2013) zum Befreiungstag von Auschwitz gesagt haben, Auschwitz sei der schrecklichste Ort der Geschichte. Diese unendliche Arroganz und massivste Verharmlosung aller anderen Massenmorde der Geschichte ist nicht akzeptierbar!

    • Roland K. Moser sagt:

      Beispiele für andere „Schrecklichste Orte“:
      – Nord- und Südamerika und die Beinahe-Ausrottung der Einheimischen, heute leben sie in Reservaten
      – Australien do.
      – 1932/33 Holodomor, Stalin hat in 2 Jahren schnell 14 Millionen Menschen ermordet, 7 Millionen davon im Winter 1932/33
      – Stalin hat in seiner ganzen sozialistischen Karriere 20 Mio. Menschen ermordet
      – Mao Tse Tung hat in seiner ganzen sozialistischen Karriere 80 bis 100 Millionen Menschen ermordet
      – Die Besetzung Palästinas und der Völkermord an den Palästinensern dauert nun schon 60 Jahre
      – Christianisierung Europas

      • Zurbrügg sagt:

        Mit Ihren Kommentaren zeigen Sie die hässliche Fratze des Judenhassers! Für die Juden ist nun mal der Holocaust das schrecklichste Ereignis, von Verharmlosung der vielen andern Massenmorden ist keine Rede. Ihre Unterstellung zeigt nur den Hass den Sie gegenüber den Juden haben, traurig und erschreckend! Peinlich auch, Ihr Versuch den Israeli Völkermord zu unterstellen, aber verwundern tut da nichts mehr.

        • Roland K. Moser sagt:

          Ganz im Gegenteil natürlich wie immer, lieber Herr Zurbrügg. Der israelische Botschafter in Polen hat mit keinem einzigen Wort gesagt, dass es der schrecklichste Ort für die Juden ist. Er hat bewusst gesagt, dass es der schrecklichste Ort ist, um damit alle anderen Massenverbrechen oder Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu verharmlosen.

        • Susi Gerber sagt:

          Hr. Moser, wissen Sie, wer Fakten zu heutigen Massenmorden aufarbeitet? Wissen Sie, wer regelmässig bei ethnischen Konflikten und Abschlachtungen warnt? Yad Vashem, eine jüdische Organisation. Das was die Juden erlebt haben, soll NIEMANDEM mehr passieren!
          Die Juden haben daraus gelernt, für die Zukunft aller. Und Sie?

          • Roland K. Moser sagt:

            Yad Vashem kümmert sich nur um die Juden. Sonst würde Yad Vashem auch auf andere Massenmorde hinweisen. Ich habe einen Teil davon oben gennant. Die obgenannten Verbrechen werden von Yad Vashem bewusst nicht genannt, um sie zu verharmlosen/relativieren.

          • Susi Gerber sagt:

            Herr Moser, da sind Sie schlecht, sehr schlecht informiert!

        • Maciej Pietrzak sagt:

          Auschwitz wurde ursprünglich (Anfang 1940) für Polen gebaut. Ein bekannter Opfer aus dieser Zeit war der heilige Pater Kolbe (ein „Antisemit“). In einer kleinen Stadt in Polen wo ich ein Paar Monate nach dem Krieg geboren wurde, schon Ende 1939 haben die Deutschen die polnische Eliten, Lehrer, Ärzte, Beamte auf eine Wiese ausserhalb der Stadt gebracht und hingerichtet. Im IIWK haben ca. 6 Millionen Polen ihr Leben verloren, die meisten von den Deutschen und Soviets ermordet. Auch meine Familie war nach dem Krieg dezimiert. Die Verfolgung der Juden hat 1941 angefangen (USA Kriegserklärung, Wan

        • Maciej Pietrzak sagt:

          1941 angefangen (USA Kriegserklärung, Wannsee Konf.). In Weissrussland wurden ganze Dörfer, Frauen, Kinder in die Orthodoxe Kirche gebracht und verbrannt. Die Soviets haben über 20 Millionen ihren Bürger im IIWK verloren. Juden sind nur ein Teil aller Opfer der deutschen Aggression. Sonst, zahlenmässig sind im Archipel Gulag ein Paar mal mehr Menschen ermordet als im Auschwitz. Im Archipel Gulag vom Lev Trocki gegründet und dann von Jagoda und J. Beria geleitet. Das war eine schreckliche Tragödie für ALLE nicht nur für Juden. Warum interessiert sich niemand im Westen für die Weissrussen.

          • Roland K. Moser sagt:

            Weil es ein Schandfleck für die Sozialisten ist, deshalb werden die Verbrechen der Sozialisten versteckt. Unter anderem auch mit Lügen wie „Stalin war Stalinist oder Kommunist, aber kein Sozialist“

      • Elisabeth Lüscher sagt:

        Heute gibt man nur den Israelis schuld im Konflikt Israel – Paläsinenser. Ich frage Sie, wie würden sich wohl die Schweizer heute verhalten wenn sie ständig von Raketen beschossen würden? Sagen sie mir. gab es jemals einen Paläsinensischen Staat? Wohin sollten diese verhassten Juden auswandern nach dem Krieg? Was hatten sie getan? Das Gejammer im Gazastreifen widert mich an .Da werden wie damals Falschmeldungen verbreitet. Woher haben diese armen Menschen das Geld für ihre Raketen?Warum hetzen sie früh ihre Kinder gegen die Isralis auf?Es gibt laut rotes Kreuz keine Krise in Gaza.

        • Roland K. Moser sagt:

          Die Frage ist doch, wie würden sich die Schweizer verhalten, wenn aus der ganzen Welt Menschen hierher importiert würden und die Einheimischen verdrängen würden, und das Land umbenannt würde usw.
          Wissen Sie überhaupt, was in Palästina seit ca. 1950 abläuft?

      • peter ledergerber sagt:

        Pest-, Cholera-, Typhus-, Geldfieber-, Malariaopfer usw. usf. nicht vergessen, Moser!
        Im Ernst: Sie haben offenbar nicht begriffen, was die Einmaligkeit dieses Geschehens ausmachte. Zudem offenbaren Sie hier eine masochistische Natur, denn was erwarten Sie mit Ihrer Relativierung? Dass wir uns für Ihre Aufklärung noch bedanken? Und was wollen Sie damit bezwecken? Dass die Weltgeschichte nebst Hitler noch andere Scheusale kennt wie Stalin, Pol Pot, Dschingis Khan, Caligula? Oder schlussendlich, dass Hitler gar nicht so schlimm war?

        • Roland K. Moser sagt:

          Ich will damit der systematischen Verharmlosung von Verbrechen gegen die Menschlichkeit durch die politische Linke entgegenarbeiten.
          Der Holodomor 1932/33 war auch einmalig. 14 Millionen Ermordete in nur 2 Jahren, 7 Millionen davon im Winter 1932/33. 80 Jahre ist es her.

          • Stefan Keller sagt:

            Zeigen sie mir einen Linken (definieren sie bitte „polit. Linke“) der Stalin toll findet. Stalinismus hat nichts mit Sozialismus oder Links zu tun. Stalin war ein Faschist der übelsten Sorte! Der sogenannte Realsozialismus war ein Nationalsozialismus…

          • Roland K. Moser sagt:

            @ Stefan Keller 30 Januar 2013 um 14:02
            Stalin war Sozialist. Genau wie Mao und Fidel und Tito. Die Umbenennungen in Stalinismus, Maoismus usw. erfolgen nur aus Marketing-Gründen zu Gunsten des Sozialismus. Sonst müssten man den National-Sozialismus auch Hilterismus nennen. Tut man aber nicht, weil es eben National-Sozialismus war.
            Leider werden auch der Kommunismus und der Sozialismus häufig verwechselt oder gleichgesetzt. Kommunismus bedingt Demokratie, das war ja bisher in keinem „kommunistischen“ Regime der Fall 🙂 Ein kommunistischer Staat, kann kein Regime sein 🙂

          • Kaspar Tanner sagt:

            Herr Keller, wenn die Linke so nachsichtig mit dem Kapitalismus oder dem Christentum wäre, würde ich Ihnen sogar Glauben schenken.
            Die Linke litt und leidet immer noch am Weltverbesserer-Wahn und hat aus den selben Gründen Menschen millionenfach in den Tod geschickt wie alle monotheistischen Religionen. Das Morden diente immer einem höheren Gut.
            Dass der Nationalsozialismus mit seiner kollektivistischen und antiliberalen Sicht eine Spielart des Sozialismus ist, ist offensichtlich. Der Jude wiederum als erfolgreicher Unternehmer war auch für viele Sozialisten der „Klassenfeind“.

          • Ali Ferkous sagt:

            😀 Stefan Keller Sie überzeugen nicht mit ihrer linken revisionistischen Hechtrolle! National-Sozialismus und real-existierender Sozialismus waren und sind (Nordkorea) ziemlich deckungsgleich. Auch unter Stalin wurden Juden in Gulags umgebracht. Nationalsozialismus wurde auf Geheiss von Stalin zum Faschismus umdeklariert, um die nahe Verwandtschaft der beiden totalitären Ideologien zu verwedeln, wie Sie jetzt zu verwedeln versuchen, was Ihre Genossen alles verbrochen haben. Weltweit sind wohl mehr Menschen durch totalitäre linke Gutmenschen umgebracht worden, als durch Faschisten!

          • Maciej Pietrzak sagt:

            @S.Keller Sie müssen sehr junger Mann sein. Sonst würden Sie sich erinnern dass nach dem IIWK die Kommunistischen Parteien im Westen, linke Parteien, waren Teil der Internationale unter der Führung von Stalin. Lesen Sie auch etwas über der „Nationale Abweichung“ nach dem Bruch Titos mit der Internationalen. Nationalsozialismus war auch weder Sozialismus noch Nationalismus, das war ein kapitalistischer Imperialismus. Deutsche Sozialisten sind in die KZs geschickt und Deutsche Kapitalisten haben in Nürnberg auf der Anklagebank gesessen. Dank USA nicht sehr lang in Gefängnis.

          • Roland K. Moser sagt:

            @ Stefan Keller 30 Januar 2013 um 14:02
            Es gibt genügend Linke, welche Stalin, Mao, Che Chuevara usw. gut finden. Auch im Parlament der Schweiz.

          • Martin Gasser sagt:

            Sie beweisen es selbst: Es geht Ihnen nicht um die Shoa, es geht Ihnen um die politische Linke, der Sie i.Ü. Ungeheuerliches unterstellen, nämlich dass sie systematisch (autsch, sind Sie eigentlich nicht ganz dicht?) Verbrechen gegen die Menschlichkeit verharmlose. Bringen Sie Belege über Linke, die das tun. Andernfalls kann ich Ihnen nur empfehlen sich therapieren zu lassen, denn Sie leiden massiv an einem Feindbild.

          • Werner Amsler sagt:

            @Stefan Keller 30 Januar 2013 um 14:02
            Sie sagen es doch selber, der Begriff Nationalsozialismus beinhaltet das Wort Sozialismus. Es ist Sozialismus einfach noch mit Nationalismus gepaart.

      • Yasha Bostic sagt:

        Orte des Genozids gegeneinander abzuwägen um eine Hierarchisierung derselben zu erreichen, ist dumm, arrogant und primitiv. So etwas kommt wohl nur einem satten Wohlstandsmensch in den Sinn, der in seinem Leben nie Leid erfahren musste. Abgesehen davon sind das keine Orte in Ihrer Aufzählung.

        • Roland K. Moser sagt:

          Genau so primitiv hat sich der israelische Botschafter an der Gedenkfeier in Auschwitz ausgedrückt 🙂 Primitiver geht es wohl kaum noch.

        • Roland K. Moser sagt:

          Ich musste noch nie Leid erfahren? Ich wurde in meiner Kindheit und Jugend misshandelt. Genügt das? Für die Juden, Christen und Muslime bin ich minderwertiger Abschaum, weil meine Eltern nicht geheiratet haben.
          Im Gegensatz zu den Flüchtlngs-Weicheiern hat mir niemand geholfen, ich wurde von den Sozialämtern verarscht, wenn ich dort Hilfe gesucht habe. Ebikon ca. 1979: Wärst Du ein Italiener oder Spanier würden wir dir schon helfen, aber als Schweizer hast du ja Verwandte hier, die sollen dir helfen.

          • peter ledergerber sagt:

            Tut mir Leid, wusste ich nicht.
            Die Verwandten haben nicht geholfen, Giovanni und Pedro strichen aber fett die Kohle der Stütze ein…
            Aber wegen eines dummen Abwimmelspruchs irgendeines Sozialarbeiters ends 70er müssen Sie sich nicht die polit. Linke zum Feind machen, das ist der maso-Zug, den ich meine. Klar reagieren die agressiv, wenn die etwas auch nur im Ansatz fascho oder v.a. neo-nazi dünkt. Da müssen Sie aufpassen nicht zum Spielball zu werden (va. hier auf Internet in ’nem Blog auf der Glotze).
            Schauen Sie zu sich.

          • peter ledergerber sagt:

            Und werden Sie deshalb nicht zum Rechthaber!

          • Roland K. Moser sagt:

            Peter Ledergerber: Yasha Bostic hat mir vorgeworfen ich sein ein wohlverzogenes Muttersöhnchen. Die eine Geschichte mit dem Sozialamt in Ebikon ist nur 1 von vielen der Sozialämter in Emmenbrücke, Ebikon, Menziken und Glattbrugg. Noch einer vom Sozialamt in Ebikon, als wieder einmal Hilfe gesucht habe: „Es muss auch misshandelte Kinder geben, sonst gehen und die Kunden aus“.
            Ich bin kein Gegner des Sozialstaats.

      • Jakob sagt:

        Sicherlich ist die Geschichte voll von Greueltaten, Hunger, Fehlplanung, Verfolgung und Eroberungskriegen, aber ihr Kommentar ist komplett deplatziert. Die systematische Ermordung in Auschwitz und anderen KZ’s lässt sich nicht gleichsetzen und nicht verharmlosen. Die Schweizer Regiering hat in 2 WK die Ermordung von zurückgewiesenen Flüchtlichen bewusst in Kauf genommen –

        • Roland K. Moser sagt:

          Wollen sie damit sagen, dass die Ermordung von 17 Millionen chinesischen Menschen durch die Japaner, begangen zwischen 1937 und 1938, überhaupt nichts Schlimmes war?
          Natürlich hat die Schweizer Regierung damals die Grenzen zu gemacht, weil das Boot voll war. Nicht physisch, aber diplomatisch. Wären die Grenzen nicht geschlossen worden, hätte das die Schweiz höchstwahrscheinlich in den Krieg hineingezogen.
          Das wissen Sie auch nicht: Am 3. September 1939 haben F und GB Deutschland den Krieg erklärt, was die Kriegsmaschinerie in Europa in Gang gebracht hat. 1914 do. Schräg he?

          • Roland K. Moser sagt:

            Fehler passiert: … zwischen 1937 und 1945…

          • Ali Ferkous sagt:

            Roland Moser, den „kleinen Spaziergang“ der Wehrmacht nach Polen und den Hitler-Stalin-Pakt haben Sie unterschlagen. Insofern muss ich Stefan Keller und Yasha Bostic rechtgeben, Sie haben ein etwas schwer nachvollziehbares Geschichtsverständnis. Dass die Juden den Strohhalm Israel ergriffen haben, kann man ihnen schwerlich vorwerfen, umso mehr, als die europäischen Länder kräftig mitgeholfen haben, sich der Juden auf dem Auswanderungsweg zu entledigen, denn eine antijüdische Grundstimmung war auf dem ganzen europäischen Kontinent verbreitet.

          • Roland K. Moser sagt:

            @ Ali Ferkous:
            Der Krieg zwischen Deutschland und Polen hat am 1.9.1939 begonnen, ist kein Weltkrieg und hat Ursache im 1. Weltkrieg.

      • Chochav Rishon sagt:

        Moser, „die Palästinenser“ gibt’s gar nicht als Volk. Historisch gesehen sind „die Palästinenser“ Juden (seit mehr als 3000 Jahren in diesem Gebiet), Asiaten, Araber und nicht zu vergessen Europäer (Römer, Kreuzritter, Osmanen, GB) die sich dieses Gebiet erkämpfte und dort siedelte.
        „Die Palästinenser“ ist eine Erfindung Arafats um die verschiedensten arab. Nationalitäten im Kampf gegen Israel zu einen. Arafat war ein sehr guter Marketing-Stratege.

    • Roland K. Moser sagt:

      Das habe ich noch vergessen:
      Am 7. Juli 1937 wurde China von Japan angegriffen und bis zum 9. September 1945 besetzt gehalten. Es starben 17 Millionen chinesische Zivilisten, die Häflte bei miltiärischen Aktionen und die andere Hälfte verhungerte, starbe an Seuchen oder wurde zu Tode gefoltert.

      • Susi Gerber sagt:

        Sie haben den Holocaust überhaupt nicht begriffen!
        Di e Juden, die in Deutschland vergast wurden, hatten einen Deutschen Pass.
        Di e Juden, die von Frankreich in Viehwaggons durch Europa ins KZ gekarrt wruden, hatten einen französischen Pass.
        Die Juden, die in den Niederlanden aufgegriffen wurden, hatten einen Niederländischen Pass.
        Die Juden, die in Polen zusammengetrieben wurden, hatten einen Polnischen Pass.
        Es handelt sich nicht um einen Krieg zwischen 2 Ländern, es handelt sich um einen perfiden, genaustens geplanten Ausrottungsversuch einer ethnischen/religiösen Minderheit.

        • Roland K. Moser sagt:

          Natürlich! Habe ich den Holocaust begriffen, aber noch viel mehr seine Marketing-Ausschlachtung.
          Die Christianisierung Europas ist ähnlich verlaufen, nicht technisch, aber inhaltlich. Der Holodomor do. Dann die Beinahe-Ausrottung der Einheimischen der beiden amerikanischen Kontinente und Australiens. 17 Millionen von Japan ermordete Chinesen zwischen 1937 und 1945, anschliessend hat Mao nochmals 80 bis 100 Millionen Chinesen massakriert, weil sie seinen sozialistischen Plänen im Weg standen usw. usw. usw.

          • Susi Gerber sagt:

            Hr. Moser
            Portugiesen/Spanier/Franzosen/Engländer rotteten Ureinwohner Amerikas, Australiens und Neuseelands beinahe aus.
            Sklavenhandel in Afrika durch ebediese Länder.
            Beim Holocaust geht’s um Deutsche gegen Deutsche Juden, Franzosen gegen Franz. Juden, Italiener gegen Italienische Juden, Ungaren gegen Ungarische Juden etc.
            Sie haben den Holocaust tatsächlich nicht begriffen!

          • Susi Gerber sagt:

            Hr. Moser, Sie haben tatsächlich keine Ahnung.
            Spanien, Portugal, Frankreich, GB rotteten Ureinwohner Amerkas, Australiens u. Neuseelands fast aus.
            Beim Holocaust rotteteten Nazis Deutsche Staatsbürger aus, nur weil sie Juden waren.
            Beim Holocaust lieferten Ungaren Ungarische Staatsbürger aus, nur weil sie Juden waren.
            Beim Holocaust wurden Polnische Juden von Polnischen Mitbürgern verraten.
            Beim Holocaust ging’s nicht um eine Nation gegen die andere.
            Beim Holocaust geht’s um Juden, die von Ihren Mitbürgern verraten, verschleppt und vergast wurden.

          • Peter Schmid sagt:

            Genau Frau Gerber. Und jetzt müssten Sie nur noch ehrlicherweise anfügen dass die Schweiz (um die geht es hier ja auch) weder Schweizer Staatsbürger jüdischer Herkunft ausgeliefert hat, noch die Juden im eigenen Land umgebracht hat.

      • Stefan Keller sagt:

        So jetzt haben sie bald das ganze Wikipedia hier reinkopiert. Vielen Dank für ihren wertvollen Beitrag… Und jetzte lesen sie den Beitrag von Susi Gerber.

        • Roland K. Moser sagt:

          Ist es für Sie schlimm, dass der Holocaust nur ein kleiner Teil der Grässlichkeiten der Weltgeschichte ist?

          • Claire Marx sagt:

            Schlimm ist, dass der Tod dieser Menschen heute verharmlost wird.
            Schlimm ist, dass das gleiche jetzt und heute wieder passieren könnte.
            Schlimm ist, dass die Juden auch heute noch von vielen geächtet, verfolgt und bedroht werden.
            Schlimm ist, dass Judenfeindlichkeit in Europa und in der Schweiz zunimmt.
            Schlimm ist, dass sich niemand gegen die neue Judenfeindlichkeit stemmt.

          • Roland K. Moser sagt:

            @ Claire Marx
            Es ist äusserst bedenklich, wenn alle Verbrechen gegen die Menschlichkeit auf den Holocaust reduziert werden.

  • w.hueppi sagt:

    Der Bundesrat hat in der Kriegszeit voellig versagt u. auch die eigene Bevoelkerung angelogen. Es ist eine Schande u. Skandal. was damals geschah. Der Judenstempel hat vielen Menschen das Leben gekostet u. zielte bewusst auf eine Ausgrenzung dieser Menschen. Aber es ist viel Zeit seither vergangen u. man sollte sich zu diesen Dingen nur aeussern, wenn man die Fakten wirklich kennt. Hr.Maurer sollte besser Schweigen. Ich glaube aber nicht, dass er absichtlich die Unwahrheit gesagt hat.

    • beat graf sagt:

      so, so. Waren Sie damals dabei, dass Sie den Mund so voll nehmen?

    • Roland K. Moser sagt:

      Ganz im Gegenteil natürlich wie immer: Es war richtig.

    • Susi Gerber sagt:

      Herr Hueppi. Ist Herr Maurer (oder seine Redenschreiber) dumm oder naiv – oder doch ein Lügner?

    • Marco Bless sagt:

      Hüppi,mit solchen Besserwissern wie Ihnen wären wir in den Fängen Hitlers gelandet. Lassen Sie sich das gesagt sein. Ich finde es eine absolute Frechheit,so etwas zu unterstellen.
      Den Holocaust zu leugnen,ist bei Strafandrohung verboten,aber die Schweiz zu verunglimpfen und jeden erdenklichen Schrott zu behaupten,müsste man eigentlich noch unter Strafe stellen.

  • lucius mayer sagt:

    Helvetia, die erwachsene Heidi, von Beruf kleine, schöne und kluge Edelkurtisane mit dem Leitspruch «pecunia non olet», blieb sich während des 2. Weltkriegs durchaus treu. Bis zur Schlacht von Stalingrad umwarb sie Großdeutschland, nachher dessen Gegner. Die Wetterfahne des Kriegsglücks drehte und mir ihr Helvetia. Hauptsache, sie verdient bei allem und allen viel Geld. An den Mythos einer heilen Schweiz werden trotzdem Viele unbeirrt glauben. Glauben macht selig.

  • will williamson sagt:

    Man muss zum Schluss kommen, dass die Schweizer Historiker Masochisten sind. Eigentlich reicht es doch, wenn das Ausland dauernd auf der Schweiz herumhackt. Im Gegensatz zur Schweiz waren die USA im WK2 nicht von Feindesland umgeben. Die haben trotzdem ein Schiff mit mehreren hundert Juden wieder zurück geschickt. Das ist doch eindeutig viel verwerflicher, wird aber so gut wie nirgends thematisiert. Selbst die Schweizer Juden haben sodann seinerzeit befürchtet, dass die Aufnahme von zu vielen Glaubensgenossen feindselige Aktionen der Deutschen auslösen könnte.

    • Elisabeth Lüscher sagt:

      .Stimmt. Wir hatten alle Angst. Duce, Hitler, rund um. Wir, ein kleines Land. Den Spruch Hitlers: „Die Schweiz , das kleine Stachelschwein“ nehmen wir auf dem Rückweg ein, kannten wir Kinder alle. Hunger hatten wir nicht, aber Knappheit. Kabis und Kartoffeln. Kartoffeln und Kabis waren öfter das Mittagessen. Väter im Militär und kein Geld. Kalt im Schulzimmer. Lehrermangel. Anbauschlacht nach Wahlen. Alles war rationiert. Kleider, Lebensmittel. Wir züchteten Kaninchen, dass wir hin und wieder etwas Fleisch essen konnten. 1942 war es besonders schlimm.

    • Jakob sagt:

      Bitte bleiben so doch bei den Fakten:Wieviele Flüchtlinge glauben Sie hat die USA insgesamt aufgenommen?
      http://www.ushmm.org/wlc/en/article.php?ModuleId=10005267

      • Peter Schmid sagt:

        Die meisten dieser Flüchtlinge hat die USA erst nach dem Krieg aufgenommen.

      • will williamson sagt:

        Evtl. habe ich es übersehen. Aber ich meine, der Artikel sagt nichts aus über die Gesamtzahl der Flüchtlinge, die von den USA aufgenommen wurden. Da Sie mich auffordern, bei den Fakten zu bleiben, schieben Sie diese Zahl vielleicht nach.

      • Ali Ferkous sagt:

        richtig, Weltpolizist USA war schon damals eine heuchlerische, bigotte Grossmacht. An der Konferenz von Evian haben sie allen klar gemacht, dass kein einziger Jude Asyl in den USA kriegen wird. Vergleichsweise steht die Schweiz gar nicht so schlecht da, falls man sich auf die Fakten konzentriert. Man könnte sich auch mal statt bei Jost bei Inge Ginsberg informieren, einer Wiener Jüdin, die in „Die Partisanenvilla“ ihr Asyl in der Schweiz schildert. Wie sie als Grossbürgertochter froh war, dass sie in der Schweiz die Böden des Asylheims schrubben durfte, etwas, was sie zuhause nie tun musste…

    • Susi Gerber sagt:

      Aha, weil die andern… ist unser Versagen nicht so schlimm?
      Billige Ausrede, anstatt ehrliches Anerkennen der Fakten

  • Christoph sagt:

    Alle wussten vom Holocaust. Wie sonst konnten die Geschwister Scholl das auf Flugblättern kund tun? In diesem Zusammenhang finde ich es besonders interessant, dass sämtliche KZ, bis zur Einnahme durch Infanterie, reibungslos funktionierten. Die Alliierten haben nichts getan, um die dazugehörende Infrastruktur aus der Luft zu zerstören. Mitr deutschen Städten hatten die diesbezüglich keine Probleme… Da sind noch viele historische Fragen offen!

  • Jonas Manser sagt:

    Dass das Verhalten der Schweiz und vor allem des Bundsrates äusserst fragwürdig war, kann man heute leider nicht mehr ändern. Aber das viele Schweizer, vom Bundesrat bis hin zum normalen Volk, diese Tatsache noch heute nicht eingestehen wollen oder sogar offen leugnen, ist angesichts der vielen Beweise einfach nur widerlich.

    • maja sagt:

      Was wäre ihnen den lieber gewesen, dass die Schweiz alle Juden aufgenommen hätte und Hitler hätte die Schweiz überannt oder bombadiert? Unsere Regierung war für die Schweiz und die CH-Bevölkerung verantwortlich und da gab es nur eines – Gratwanderung.
      Sie sehen ja wie die EU heute dauernd Druck auf die Schweiz ausübt, nur weil wir dem Verein nicht beitreten wollen.

    • Marco Bless sagt:

      Ich leugne hiermit offen,dass das Verhalten des Bundesrates „äusserst fragwürdig“ war. Und zwar solange,bis Sie oder andere Besserwisser darlegen können, mit welcher Taktik und mit welchem Verhalten Sie denn „unfragwürdig“ in den Krieg gezogen wären und diesen überlebt hätten.
      Widerlich ist passend für diese undankbare Nestbeschmutzerei.

  • Was soll der Quatsch.
    Die Schweiz hat nach den ihr zur Verfügung stehenden Möglichkeiten gehandelt und hat vielen Menschen geholfen.
    Heute 60 Jahre später Vorwürfe zu generieren ist wohl schizophren und zeigt einmal mehr: Leute habt ihr keine anderen Probleme oder wollt Ihr den Job-erhalten also SESSELKLEBER!
    Wir leben heute im 2013 – unsere Augen sind vorne am Kopf und zum Vorwärtsschauen gedacht.
    ewz

  • Maria Bertschinger sagt:

    Mit grösstem Befremden nehme ich zur Kenntnis, dass der Bundespräsident (!) es nicht für nötig hält, die unheilvolle offizielle Schweizer Flüchtlingspolitik im Zweiten Weltkrieg zu erwähnen – nicht einmal in einem Nebensatz. Was für ein Armutszeugnis!

  • Flach sagt:

    Es zeugt von unglaublicher Arroganz und Zynik wenn Bundespräsidetn Maurer versucht die Geschichte um das Schweizerkreuz herumzubiegen. Ist er nicht endlich am Tiefpunkt angelangt?
    Maurer soll sich doch auf den Gripen und seine übrigen Spielsachen beschränken, da hat er genug zu tun.

    • iskra sagt:

      Meine ich auch. Dieser eklige Populismus……und gleichzeitig wieder , einfach so, eine Milliarde für das IOK bereithalten

    • Peter Pfrunger sagt:

      Die Schweizer Flagge – Weisse Fahne auf blutigem Grund.
      Die Schweiz konnte nicht anders handeln – doch sie hätte es gekonnt.
      Die Schweiz konnte nicht mehr Menschen aufnehmen – doch das hätte sie tun können.
      Spätestens seit den Reisläufern, über Sklaven- und Kriegsmaterial bis heute hat die Schweiz immer mit blutigen Geschäften ihr Geld verdient und fremde Vögte bei ihren mörderischen Machtansprüchen unterstütz wie sie nur konnte. Dabei gefällt sie sich in ihrer Rolle als neutraler Kleinstaat der nicht anders kann, er ist ja so klein und wehrlos + muss sich prostituieren sonst wird er gefressen

  • Guido Achemann sagt:

    Ich denke, dass es ein weiterer Versuch ist die Schweiz in einem Glorifizierten Licht darzustellen. Wir haben es nicht gewusst, wir haben geholfen etc. Haben wir im Bundeshaus und diese Frage stellt sich, die falschen Leute, die dem Bundespräsidenten in der Vorbereitung solch einer Rede behilflich sind. „Diese und zahlreiche weitere Fakten sind seit den 1990er-Jahren bekannt und wurden auch verschiedentlich veröffentlicht. So etwa in den Berichten der Kommission Bergier. “ – Man kann getrost Absicht dahinter vermuten, die Tatsachen zu verdrehen. Wen wundert es?

  • Paulo sagt:

    Einmal mehr muss man sich für den Bundesrat schämen. Es wird Zeit dass sich die Schweiz mit seiner Rolle des 2. Weltkrieges befasst. Mein Vater der zu Zeit des 2. Weltkrieges im Kleinbasel aufwuchs hatte mir von wahren Tragödien erzählt die sich an der Grenze bei den Langen Erlen abspielten. Einige nahnmen die Flüchtlinge auf eigenes Risiko bei sich auf. ln Basel stand man noch zusätzlich unter Druck da bereits damals die Hälfte der Belegschaft in den Chemiefirmen aus Deutschland kamen. 12 Jahre lang mussten die Kleinbasler den Anblick der Nazi Fahne am Turm des Badischen Bahnhofs ertragen.

    • Peter Schmid sagt:

      @Paulo. Genau diese Berichte von Zeitzeugen wurden aber von der Bergier-Komission (bewusst?) unterschlagen/ignoriert. Dadurch hat man nicht wie erhofft die Rolle der CH im 2.WK auf ehrliche und objektive Art und Weise beleuchtet, sondern es entstand einfach mal das Gegenteil von der bis anhin verklärenden (und ebenfalls einseitigen) Geschichtsschreibung.

  • will williamson sagt:

    Die Behauptung, die Schweiz habe den J Stempel verlangt, ist falsch:
    “ Neuere Forschungen zeigen allerdings, dass der J-Stempel zwar aufgrund eines Abkommens zwischen der Schweiz und Deutschland[1] eingeführt wurde, dass dieser aber auf einen Vorschlag der deutschen Behörden zurückgeht, welche damit die Einführung der Visumpflicht für sämtliche deutsche Staatsangehörige durch die Schweiz verhindern wollten.[2] Entsprechend relativierte auch der Beobachter 1998 seinen Vorwurf an die Schweizer Behörden.[3] (Wikipedia, Dokument VEJ 2/127.).

    • Herr Williamson sie kennen ja schon den Unterschied zwischen Wetter und Klima nicht, da ist es nicht verwunderlich, dass sie den Widerspruch durch das Wikipedizitat!!! nicht erkennen. Die Schweiz wollte die Juden nicht aufnehmen. Deshalb drohte sie mit einer Visumpflicht für alle Deutschen, damit sie die Juden aussortieren kann. Daraufhin haen sie sich auf den J Stemper geeinigt.
      Was weiss schon ein studierter Historiker – wenn Herr Williamson Wikipedia zitieren kann?!

      • Peter Schmid sagt:

        Wie kommen Sie denn auf Wikipedia Herr Pfrunger? Dies wurde auch in den Printmedien so publiziert (und nein, ich meine weder Blick noch Weltwoche – obwohl ich nicht weiss ob diese Beiden auch darüber berichtet haben)

        • Peter Pfrunger sagt:

          Ich komme auf Wikipedia weil bei Herrn Williamson „(Wikipedia, Dokument VEJ 2/127.).“ darunter steht.

  • Kathrin S. sagt:

    Besten Dank Herr Jost! Sehr guter Blog!

  • andreas thommen sagt:

    Fakt ist, dass die Schweiz bis zum Ende des Krieges fast 300’000 Flüchtlinge aufgenommen hat. Gemessen an der damaligen Einwohnerzahl des Landes wohl weit mehr als jedes andere Land der Welt! Das wird von linken „Historikern“ und Schweiz-Abschaffern natürlich nie erwähnt – ich vermute, weil sie es gar nicht wissen…

    • will williamson sagt:

      Ich nehme an, dass sie es durchaus wissen, aber wider besseres Wissen etwas Gegenteiliges behaupten. Jemand, der die damaligen Verhältnisse nicht selber erlebt hat, kann das gar nicht gültig beurteilen, auch Historiker nicht.

    • Albert Schwarzenbacher sagt:

      Äh, es steht aber im Artikel. Vielleicht sollten Sie ihn erst lesen.

    • Ruedi von Steiger sagt:

      Die von Ihnen erwähnte Tatsache steht ja in Josts Text.

  • M. Bättiger sagt:

    Man fragt sich, welche Strategie hinter dem Artikel von Hr. Jost steht, die Geschichte so manipulieren zu wollen, dass die Schweiz schlecht da steht. Dass der Judenstempel NICHT „auf Betreiben der Schweiz“ eingeführt wurde, ist heute ERWIESEN (vgl. Beobachter „Judenstempel: Korrektur einer Halbwahrheit“). Wann die Flüchtlinge in die Schweiz kamen, weiss ich nicht. Jedenfalls hat die CH schon 1938 6000 Juden aus Österreich aufgenommen. Die Schweiz hat damals – wie heute – relativ gesehen mit Abstand am meisten Flüchtlinge aufgenommen. Die USA z.B. weigerten sich, mehr als 27’000 aufzunehmen.

  • Andreas Schmid sagt:

    Man fragt sich, wem heute – rund 70 Jahre nach dem 2. Weltkrieg – dieses wohllüstige Suhlen linker Historiker in den Wirren damaliger Schweizer Politik dienen soll. Wie man weiss wurden grosszügig Abertausende jüdischer Flüchtlinge aufgenommen, darunter auch solche, die heute lauthals darüber klagen, dass man nicht quasi unbegrenzt das Land mit weiteren ihrer Leidensgenossen belasten wollte. Dies in einer Zeit der strikten Rationierung der Lebensmittel für alle Schweizer, überdies argwöhnisch vom mächtigen Nachbarn überwacht, wieviele seiner „Feinde“ die CH letztlich aufnehmen würde. Risiko…

    • Peter Pfrunger sagt:

      Und wer begeht denn zB. die Sempacher Schlachtfeier? Wie lange ist es denn das her? Wer suhlt sich in der von einem Deutschen erfunden Historie eines gewissen Wilhelm Tell? Aaaaahhhhhhh

      • Peter Schmid sagt:

        Jetzt müssen Sie mir nur mal den Zusammenhang zwischen Wilhelm Tell und der Schlacht bei Sempach erklären, Herr Prunger. Und wenn Sie schon dabei sind, können Sie mir bitte auch noch ein Land auf diesem Planten aufzählen dass nicht seine ureigenen Gründungsmythen pflegt?

        • Peter Pfrunger sagt:

          Ach so die glorifizierten Mythen zu feiern is ok aber wehe dem, der sich erlaubt historische Fakten auszusprechen.

          • Peter Schmid sagt:

            Meinen Sie die historischen Fakten wie die Tatsache dass die Schweiz während des 2.Weltkriegs mehr Personen pro Kopf aufgenommen hat wie jedes andere Land dieser Erde? Und dies obwohl gleichzeitig die Lebensmittel für die eigenen Bevölkerung strikte rationiert waren? Oder hat irgendjemand hier im Forum je behauptet dass keine Menschen abgewiesen wurden? Sind das etwa gar neue Erkenntnisse? (nein, sind es nicht falls Sie es nicht wissen, die stehen nämlich im Bergier-Bericht der schon seit einiger Zeit veröffentlicht ist und auch ausgiebig diskutiert wurde).

        • will williamson sagt:

          Ich habe den schwachen Verdacht, Herr Pfrunger könnte ein „studierter Historiker“ oder etwas in der Art sein, dem unsere Ansichten nicht passen.

          • Peter Pfrunger sagt:

            Ich bin kein Historiker. Trotzdem danke für das Kompliment.
            Herr Schmid ja es wurde so getan als als wurden keine Menschen abgewiesen, weil sie Juden waren oder sonst einer unbeliebten Minderheit angehörten, sondern nur weil die Schweiz niemand mehr aufnehmen konnte. „Das Boot ist/war voll“ wurde gerne als Entschuldigung vorgeschoben.
            Auch wir gerne der historische Fakt „vergessen“ + verdrängt, zB. vom Bundespräsident, dass die offizielle Schweiz Menschen in den sichern Tod zurückgeschickt hat nicht weil sie nicht hätten aufgenommen werden können sond. weil sie der Regierung nicht gepasst habe

          • Peter Schmid sagt:

            Es hat keinen Wert mit Ihnen weiters zu diskutieren Herr Pfrunger. Sie beschuldigen hier Leute dass man es nicht wagen dürfe die „historischen Tatsachen“ anzusprechen. Gleichzeitig ignorieren Sie aber sämtliche Tatsachen die die CH in einem guten Licht zeigt (weshalb eigentlich?) und wiederholen gebetsmühlenartig diesselben Fakten (ja, die CH hat wirklich Leute abgewiesen!) die in den letzten 20 Jahren gar niemand angezweifelt oder geleugnet hat (egal wie oft Sie das hier behaupten).

          • Peter Pfrunger sagt:

            Herr Schmid wie sie sehen steht das Wort „vergessen“ in Anführungszeichen, was impliziert, dass die Fakten zwar bekannt sind aber man diese lieber nicht ausspricht und diese verdrängt. Das ist das was ich geschrieben habe. Deshalb trifft ihr Vorwurf ins Leere. Lesen sie in Zukunft sorgfältiger.
            Die Fakten der Abweisung wurden kaum bestritte aber der Grund der Abweisung schon. Nämlich, dass es ein rassistischer Grund war und nicht aus Platzgründen erfolgte.
            Bundespräsident Ueli Maurer hat diesen Fakt in seiner Ansprache leider „Vergessen“

          • Peter Schmid sagt:

            Seufz Herr Pfrunger, lesen Sie den Bergier Bericht. Nur ein (relativ) kleiner Prozentsatz der Abgewiesenen war jüdischer Herkunft, so einfach (und schwarz-weiss) wie Sie denken war es eben doch nicht.

  • Andrea Aebi sagt:

    Das das nicht stimmt, dürfte auch ein linker HIstoriker langsam akzeptieren. Der Vorschlag für den J-Stempel kam von Deutschland. Der Vorschlag wurde von Geheimrat Roediger vom Auswärtigen Deutschen Amt unterbreitet. Der CH-Polizeichef Rothemund – dem man jahrelang vorwarf, den Judenstempel erfunden zu haben – sagte: „Eine Abmachung, wonach die schweizerischen Juden anders behandelt werden als nichtjüdische Schweizer, scheint mir nicht tragbar.» und „Der deutsche Vorschlag sei abzulehnen, weil die Schweiz riskiere, «die ganze zivilisierte Welt gegen uns zu haben,“

    • Rolf Raess sagt:

      Der Chef der eidg. Fremdenpolizei hiess Heinrich Rothmund (nicht Rothemund). Er hat noch 1946 die Einbürgerung des ETH-Physikprofessors Pauli, wegen Überjudung der Schweiz zum dritten Mal abgelehnt. Pauli bekam im gleichen Jahr den Nobelpreis…

  • Jacob Dementier sagt:

    Der Mythos der wehrhaften Schweiz wird von BR Maurer weitergepflegt. Wer waren 1942 die damaligen Meinungsmacher im BR? War es Eduard von Steiger, SVP BE, Vorsteher des Justiz- und Polizeidepartement von 1941 bis 1951 oder Philipp Etter, CVP ZG, amtsältester BR (1953 bis 1959 Departement des Innern)? Wie gingen sie mit der Bürde dieser Fehlentscheidung in den Nachkriegsjahren persönlich um? Noch viel mehr Aufklärung ist nötig, um die Lüge der „rettenden Insel“ wegzuräumen. Die Schweizer Politik hat nicht nur weggeschaut, sondern war aktiver Kollaborateur des menschenverachtenden Nazi-Regimes.

    • evelyn ruch sagt:

      Meine Meinung – und da haben wir das Nazigold noch gar nicht erwähnt……

      • Peter Richter sagt:

        Nazigold?
        Auch hier wurde von unseren linken Geschichteschreiber äusserst einseitig informiert!
        Amerikanische Truppen fanden einige 100 Tonnen Nazigold in der Kaligrube in Merkers/Thüringen,
        weitere 6 Tonnen Nazigold wurden von den Amerikaner in Bad Gastein gefunden.
        (Info: Wikipedia)

    • Marco Bless sagt:

      Man hätte auch linke an die entsprechenden Schaltstellen setzen können. Dann brauchten wir uns heute wenigstens nicht das dumme Gewäsch der vereinigten Nestbeschmutzer anzuhören.

  • Offensichtlich tritt hier ein Nachteil der Demokratie zutage. Dass eine Mehrheit noch vor 30 Jahren antijüdisch eingestellt war, ist zu vermuten. Ob in der Bevölkerungsmehrheit der Judenhass heute auch noch so verbreitet ist, ist schwer abzuschätzen. In der Demokratie bestimmt nun aber die Mehrheit… und der Gedanke, dass ein Jude ein Mensch wie alle anderen ist, das war in den 30er und 40er Jahren nicht in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Es herrschte die Angst vor der „Verjudung“… und die Angst, man könnte als „Judenhochburg“ die Nazis ins Land holen…

  • Pascal Jenni sagt:

    Herr Jost betreibt einmal mehr Politik statt Wissenschaft. Dass der Judenstempel nicht eine schweizerische Erfindung war, ist heute erwiesen und man fragt sich schon, wie ein Historiker dies einfach nicht akzeptieren kann. Auch bezüglich der Flüchtlingszahl sollte man hier vielleicht einmal die Fakten nennen. Der Bergier-Bericht spricht von insgesamt 24’389 (!) Abweisungen (inkl. Mehrfachabweisungen derselben Person). Die Zahl von 300’000 aufgenommenen Flüchtligen betrifft die Zeit 39-45. Schon 38 hat die CH 10’000-12000 Juden aufgenommen u. alle CH-Juden im Land geschützt.

  • will williamson sagt:

    Ergänzung zum Kommentar von 08:18:
    „In der Karibik begann die Auswanderung zu scheitern, weil das Schiff nirgends eine Anlegeerlaubnis erhielt. Denn trotz zuvor erfolgter Zusage weigerte sich die kubanische Regierung, das Schiff den Hafen von Havanna am Pier anlaufen zu lassen; ebenso weigerte sich Kanada zu helfen. Die Besatzung bat dann US-Präsident Franklin Roosevelt persönlich um Hilfe, die jedoch verweigert wurde.“

  • Andreas Schmid sagt:

    Es ist m.E. daher auch auch wenig hilfreich, Mitglieder der heutigen Landesregierung auferlegen zu wollen, Asche auf ihr Haupt zu streuen und alle paar Monate erneut mea culpa zu rufen und „die Vergangenheit ihrer Vorgänger bewältigen zu müssen!“ Manchmal kommen Einem diese stets neu aufgelegten Forderungen linker Historiker wie ein Ruf nach persönlicher Profilierung und Rechtfertigung des eigenen beruflichen Seins vor. Diese Übungen, welche dem Land und seinen heutigen Bewohnern kollektiv ein nachhaltig schlechtes Gewissen aufpfropfen sollen, halte ich für eher kontraproduktiv und unfair.

    • Marco Bless sagt:

      Um etwas anderes als persönliche Profilierung und politische Ausschlachtung geht und ging es bei dieser „Aufarbeitung“ nie. Welchen Zweck sollte die denn haben,wenn nicht jener des eingepaukten Minderwertigkeits- und Schuldgefühls?
      Ich fühle mich überhaupt nicht schuldig,mich WIDERT dieses GEJAMMER dieser Profiteure nur an.

  • Peter Schmid sagt:

    Sie als Historiker müssten aber wissen dass die Zahlen im Bergier Bericht mehr als umstritten sind und dass auch nahmhafte Kollegen von Ihnen festgestellt hatten dass die Zahlen im Bericht aufgebläht wurden. Und wie ist es nun mit den entlastenden Beweisen von 1998 betreffs des Judenstempels die nach wie vor ignoriert werden? Mit all den Jüdischen Flüchtlingen die in keiner Statistik auftauchten weil sie durch CH privat versteckt wurden? Ich bin sehr für eine Eröffnung der Debatte über die Rolle der CH im zweiten Weltkrieg, denn zwischen „verklärung“ und verteufelung gibt es noch viele Stufen!

  • Peter Kaegi sagt:

    Genau wie heute, man versteckt sich hinter dem Begriff „Neutralität“, meint aber damit – nur nicht zu früh Stellung beziehen, das könnte der Wirtschaft schaden. Auch die Bevölkerung in den Grenzregionen hat schon früh von den Gräueltaten gerüchteweise Erfahren, die Medien unterlagen aber der Zensur. Heute erleben wir eine weitere Katastrophe, die Verbrechen der Islamisten mit der verlogenen Argumentation, es sind Rebellen, die eine Demokratie einrichten möchten, aber wir sind immer och neutral aber zwischenzeitlich UNO-Mitglied. In einer Mitgliedschaft der Unentschlossenen.

  • Doris Gerber sagt:

    Oje, jetzt kommen diese Märchen wieder. Linke Historiker scheinen sich auch von Fakten nicht beeindrucken zu lassen. Und was die Flüchtlingspolitik anbelangt. Kein Land war an der Konferenz von Evian bereit, Flüchtlinge vermert aufzunehmen. Die meisten Länder machten ihre Grenzen völlig dicht. Die Schweiz nahm am meisten Flüchtlinge auf. Schon im Jahre 1938 z.B. zwischen 10’000-12’000 Juden. Aber heute Vorwürfe zu machen ist wohl einfacher als wenn man wie im 2.WK von Nazideutschland vollumfänglich umgeben ist und grosse Ängste hat.

    • evelyn ruch sagt:

      Dann sind auch Sie käuflich und bestechlich? Und kennen Sie den Unterschied zwischen Vorwurf und Vergangenheit aufarbeiten? Bitte besser differenzieren!

  • Kaspar Tanner sagt:

    Als Historiker solle Herrn Jost die Konferenz von Evian (zur Rettung deutscher Juden) ein Begriff sein. Es sollte ihm bekannt sein, dass kein Land Juden aufzunehmen gewillt war. Am Anfang schon. Dann kamen die Befürchtungen, dass es zum Dammbruch käme (Asyl nicht nur für deutsche, sondern alle Juden), und so beliess man die Juden den Nazis. Wie in der Schweiz.
    Als Historiker sollte Herrn Jost auch bekannt sein, dass jüdische Organisationen ab 1943 oder 44 die Alliierten bekniet hatten, Bomben auf KZs abzuwerfen. Ist aber nicht passiert.
    Kurzum: Wir haben uns nichts vorzuwerfen. Wir sind sauber

    • Tobias Hoffmann sagt:

      Interessante Denkfigur von Herrn Tanner: Die andern waren ebenso dreckig wie wir und schickten an Leib und Leben Bedrohte in den ziemlich sicheren Tod, deshalb sind wir sauber. Womit wir schon wieder bei einem Naziwort wären. Kein Mensch, kein Volk ist „sauber“, was aber am nähesten an eine ethische Haltung herankommt, ist, sich Fehler und Versäumnisse einzugestehen und daraus die Konsequenzen zu ziehen (zum Beispiel im heutigen Asylwesen). Aber schwupps ist man schon wieder ein masochistischer Linker und schon fast ein Stalinist und sollte doch mal bei den Kommunisten schauen usw., usw…

      • Kaspar Tanner sagt:

        Herr Hoffmann,
        Ich gebe Ihnen recht: Der Ausdruck „sauber“ ist wirklich deplatziert. Korrekter wäre: „Wir sind nicht dreckiger als die Anderen.“ Bedenke ich, dass die Schweiz umzingelt war und im Gegensatz zu GB kein imperiales Hinterland hatte, hat sie sich verhältnismässig gut geschlagen.
        Natürlich hätten wir – was moralisch korrekter gewesen wäre – den Nazi-Unmenschen den Krieg erklären und somit unsere Vernichtung besiegeln sollen. Aber solches Heldentum kann ich nur von Moralisten wie Sie und Frau Gerber erwarten. Ich selber bin mir meiner zweifelhaften Moral bewusst. Tut mir leid.

    • Susi Gerber sagt:

      Nein Herr Tanner
      auch wenn’s schmerzlich ist,
      wir sind nicht sauber, wir haben Schuld auf uns gelden.

      • maja sagt:

        Susi Gerber ich glaube nicht an die Erbsünde.

      • Walter Schneider sagt:

        Nein, Frau Gerber. Ich bin nicht schuldig. Ich habe mich nicht zu entschuldigen und werde es nicht tun; denn ich habe mir nichts zuschulden lassen kommen. Ich verwehre mich gegen diese von Ihnen propagierte Sippenhaft.

  • Ronnie König sagt:

    Der Bundesrat wusste von verschiedenen Seiten her, dass es so war. Die Familie/Verwandtschaft vom grossen Theologen Karl Barth, der vor den Nazis in die Schweiz weg lief, berichtete nach Bern. Einer der Angehörigen war Grenzarzt am Badischen Bahnhof in Basel. Man versah Dienst rund um die Uhr. Ärzte waren 1942/43 rar in Süddeutschland. Man ging schnell über die Grenze nach BS und konnte so eine Arztvisite machen. Die Bahnarbeiter ebenso. Abends und nachts kamen sie auch. Vor allem, wenn die Soldaten der Wehrmacht besoffen waren. Dr. Barth wurden dann die Waggons gezeigt. Er rapportierte.

  • evelyn ruch sagt:

    Dies zu lesen macht mich sehr traurig!!!! Die Schweiz kann einfach keine Kritik ertragen und stellt sich als Vorbild der Weltpolitik dar, dabei humpelt sie in vielem nach. Und wenn sie Fehler begeht, kann sie nicht dazu stehen und sich auch nicht dafür entschuldigen!!! Ich bin auch Schweizerin, aber ich muss immer wieder feststellen, dass unser Land aus einer grossen Anzahl von Ignoranten besteht. Dies sehen wir bei verschiedenen Themen: Behinderte, Armut, Geld, Korruption, Flüchtlinge u.a.! Momentan bin ich nicht stolz eine Schweizerin zu sein. Ich schäme mich für euch – Bundesrat!!!!!!

    • Andreas Schmid sagt:

      Auch wenn Sie noch soviele Ausrufezeichen bemühen, wird ihr kollektives Schweiz-Bashing dadurch nicht wahrhaftiger. Fakt ist, dass die Schweiz weitaus am Meisten Juden aufnahm, jedoch in Zeiten der Essensrationierungen für ALLE Landesbewohner und im argwöhnischen Auge eines übermächtigen Nachbarn, gute Gründe hatte, nicht alle deutschen und europäischen Juden hier aufzunehmen. Dass Ihnen diese Art der Realpolitik sauer aufstösst, wird wohl hauptsächlich durch eine gewisse Naivität begründet sein.

    • Romy sagt:

      Spielplätze wurden zu Kartoffelacker umgenutzt und Kinder mussten mit ihren Müttern Buechnüssli sammeln und zu Mehl verarbeiten, da alles rationiert war. Wir teilten klaglos unsere spärlichen Lebensmittel mit Juden und als Dank dafür unterstellt man der Schweiz Antisemitismus, beschämend ist diese Haltung, auch von Ihnen. Verwerflich wenn Historiker die Schweiz beschmutzen u. Aktivdienstler am Wort hinderten wie Bergier und Kreis. Übrigens bei der russ. Revolution waren 80% d. Kommissare unter Lenin jüd. Sozis/Kommunisten und mitverantwortlich für 20 Mio. Tote, wo bleibt deren Aufarbeitung?

      • Ronnie König sagt:

        Es wurden zu viele ins Ghetto zurück geschickt! Das Boot war nicht voll. Bucheckern wurden eher zu Öl verarbeitet oder mit Kartoffeln unters Mehl gemischt. Bergier ist kein Linker! Vielleicht sollten sie sich mal richtig informieren. Die Behauptung zu Lenin ist falsch. Juden waren zwar auch dabei. Aber damals war eh Krieg, nicht nur Revolution. Man trank Eichelkaffee (Kaffe gestreckt, teils mit Schwarzmalz/Röstgerste).

  • Doris Gerber sagt:

    Der haltlose Vorwurf, die Schweiz habe den Judenstempel erfunden, wurde übrigens von der Zeitschrift „Beobachter“ in den 50er Jahren in die Welt gesetzt. Vor einigen Jahren hat sich die Zeitung für diesen Vorwurf entschuldigt und zugegeben, die Aussagen der damaligen Beteiligten verwechselt zu haben. Die genauen Fakten können heute Online nachgelesen werden. Der Beobachter hat die Verwechslung selber zugegeben und sich entschuldigt. Auch wenn die CH im 2. WK sicherlich viele Fehler gemacht hat, so erstaunt mich doch die Einseitigkeit, mit der nur negatives (falsch) herausgestrichen wird.

  • Ronnie König sagt:

    Dafür wurde er von oben gecholten. Man wusste es also. Gefangene oder Deportierte wurden keine befreit. Hinter dem Bahnhof ist das Quartier Hirzbrunnen. Dort, nahe der Grenze zu D wurden die Flüchtlinge in Empfang genommen von unerschrockenen Bürger, die noch nicht über den Rhein geflohen sind ins sicherere Grossbasel. Man versteckte sie. In Kohlekellern, bis dann nachts oder später der Transport in die noch sichere Innerschweiz(oder einfach weg von Grenznähe) möglich war. Auch diese Flüchtlinge berichteten. Wieviele davon dann bleiben durften ist nicht bekannt.

  • Mario Monaro sagt:

    Unbedarfte oder beschönigende Kommentare sollten von Bundesrat und Parlament vermieden werden. Ein offenes Bekenntnis zur eigenen Geschichte und das Bereuen von Fehlentscheiden schaden dem Ansehen weit weniger als herumlavieren und schönreden. Maurer sei dringend empfohlen sich hier zukünftig schlau zu machen, bevor er wieder etwas zum Thema äussert.

  • Marc Meier sagt:

    Das sind die die Zeit und die heile Welt, in welche uns die Partei von Ueli Maurer zurückführen möchten: Grenzen schliessen, Hilfsbedürftige abweisen, einigeln und hoffen, dass es gut geht. Und wenn’s nicht passt, wird’s passend gemacht durch Geschichtsklitterung, Halbwahrheiten oder Lügen. Orson Wells nannte dieses Verhalten „Doppeldenk“…

    • Mathias Mühlheim sagt:

      Entschuldigen Sie, Orwell tönt natürlich ähnlich wie Orson Wells, ansonsten bin ich einverstanden.

  • Roger Borer sagt:

    Die Schweiz hat sich mitschuldig gemacht. Die Verdrängung dieser Tatsachen, passt zu unseren Eidgenossen. Kein Wort darüber, dass der Bundesrat das Archiv für Forscher schliessen liess. Historiker angefeindet wurden, nur um das Bild einer heilen Schweiz aufrecht zu erhalten. Von Steigers Spruch; Das Boot ist voll, ist heute wieder aktuell. Geändert hat sich gar nichts. Es wird Zeit, den Fremdenhass zu überdenken. Die Geschichte darf sich nie mehr wiederholen, dass sind wir den unschuldig, ermordeten Menschen schuldig.

    • M. Bättiger sagt:

      Bei Ihrem Vorwurf an die Schweiz („das Boot ist voll“) sollten Sie korrekterweise anfügen, dass kein Land in Europa mehr Menschen Asyl bietet als die Schweiz und dass die Schweiz selbst gemäss absoluten Zahlen an 3. Stelle steht in Europa, was die Asylgesuche anbelangt. Wärend die CH rund 28’000 Asylbewerber hat pro Jahr, hat das 11x grössere Deutschland bloss 68’000 Asylbewerber (statt relativ hochgerechnet rund 300’000). Was die Anerkennung von Flüchtlingen anbelangt, ist die CH selbst in absoluten Zahlen spitzenreiter! Vgl. ProAsyl-Zahlen (Online vergügbar)

    • will williamson sagt:

      Dass sich die Geschichte, was den WK2 und die damit verbundenen Zustände anbelangt, nicht wiederholen darf, diese Ansicht teile ich. Es hängt aber leider nicht von der Schweiz ab, ob sie sich wiederholt. Die Schweiz hat auch den WK2 bekanntlich nicht begonnen und nicht, wie auch behauptet, verlängert. Was die heutige Situation betrifft, ist zu sagen, dass man mit oder ohne Fremdenhass einsehen muss, dass die kleine Schweiz erstens die Welt nicht retten kann und zweitens nicht 500 Mio EU-Bürger einquartieren kann.

  • Jakob Gyr sagt:

    Jakob Gyr, geb. 28. August 1942, ich schäme mich

    • Susi Gerber sagt:

      Susi Gerber, geb. 17.09.1991, ich werde dafür sogen, dass so etwas nie mehr passiert

      • André Berner sagt:

        André Berner, geb. 8.2. 1969, ich schäme mich nicht!
        „Wer ohne Sünde ist werfe den nächsten Stein.“

    • Kaspar Tanner sagt:

      Wofür? Gibt es die Kollektivschuld?
      Ich schäme mich nicht.
      Wir sind Verantwortlich für die Toten von heute – wenn überhaupt. Für die Toten von gestern tragen wir keine Verantwortung.

      • Susi Gerber sagt:

        Wir sind verantwortlich für die Toten von heute, stimme Ihnen zu, Herr Tanner.
        Auch heute noch sterben Juden gewaltsam, nur weil sie Juden sind.
        Auch heut noch werden Juden beleidigt, nur weil sie Juden sind.
        Und die grosse Mehrheit schweigt – und macht sich schuldig!

        • Peter Schmid sagt:

          ??? Sie können sicher Sein Frau Gerber dass ich auf alle Fälle nicht schweige wenn jemand beleidigt wird nur weil er Jude ist. Und es wäre schön zu wissen wenn Sie und Ihre Kollegen auch nicht schweigen würden wenn jemand beleidigt wird nur weil er Schweizer ist.
          Es sterben heute übrigens viel mehr Christen als Juden „nur weil sie Christen sind“, aber dies steht hier nicht zur Diskussion und jeder der stirbt nur weil er einer bestimmten Religionsgruppe angehört ist schon einer zuviel.

        • Kaspar Tanner sagt:

          Oh, dann sind wir immerhin einer Meinung.
          Ich persönlich störe mich auch daran, dass im Kongo 3-5 Millionen Menschen in 10 Jahren getötet worden sind, aber der Westen sich für die Wirtshausschlägereien im Nahen Osten (in 60 Jahren ca. 50’000 Tote!) stärker interessiert.
          Leider ist der Rassismus nicht von der Hand zu weisen. 3-5 Millionen Tote in 10 Jahren sind weniger Schlagzeilen wert als 50’000 Tote in 60 Jahren.
          Wobei ich bezüglich der nahöstlichen Wirtshausschlägerei aus Überzeugung pro-Israel bin.

    • Marco Steiner sagt:

      Marco Steiner, geb. 24. Juni 1979. Ich schäme mich nicht. Ich bin stolz auf unser Land. Die Schweiz hat im 2. WK rund 30’000 Leute an der Grenze abgewiesen aber 300’000 Menschen aufgenommen. Dies als Kleinstaat, umringt von Nazideutschland in der täglichen Angst um einen Einmarsch. In mitten eines Weltkrieges und unendlicher Grausamkeit hat es die Schweiz geschaft, unversehrt zu bleiben, unser kulturelles Erbe zu erhalten, eine Rechtsstaatlichkeit zu bewahren, das überleben der Bürger (auch schweizer Juden und Ausländer wie Flüchtlinge) zu sichern. Ich, Marco Steiner, bin stolz auf mein Land.

      • Mario Monaro sagt:

        @Marco Steiner: Sie dürfen auch Stolz sein, aber übertreiben Sie es nicht. Andere Länder haben keinen schlechteren Job gemacht nur weil sie von Deutschland okkupiert wurden. Jedes Land hat nach Kräften versucht das Beste aus der Situation zu machen.

      • Mathias Mühlheim sagt:

        Dazu ein Ausspruch von Heinrich Heine, ich finde ihn nicht unpassend: „Fatal ist mir das Lumpenpack, // das, um die Herzen zu rühren, // den Patriotismus trägt zur Schau, // mit allen seinen Geschwüren.“ Aber immerhin hat sich die Schweiz nicht „abgeschaft“, zumindest das kann ich bestätigen.

  • Knaus sagt:

    Und Herr Weizsäcker und andere Deutsche in der Schweiz?

  • Hanspeter Zürcher sagt:

    Zum X – Male habe ich es nun zur Kenntnis genommen, wie schlimm die Schweiz während des 2. Weltkriegs gehandelt haben soll. Und immer sind es die gleichen Leute aus der gleichen politischen Ecke, die das wiederholen und wiederholen. Aber da ja diese Leute einst gemeint haben, die DDR sei besser als ihr Ruf, verstehe ich ihre Vorwürfe an die Schweiz. Denn wenn man sich in der Sache DDR so irren kann, überrascht es nicht, wenn man ja auch in der Sache, die Schweiz im 2. Weltkrieg, danebenliegt!!

    • iskra sagt:

      Was soll dieser Vergleich mnit der DDR ?

      • Hanspeter Zürcher sagt:

        Die DDR wurde von zwei Prominenten der schweizerischen SP wie folgt beschrieben; Die DDR ist besser als ihr Ruf! Und das im Jahre 1982! Und genau diese SP wirft der Schweiz vor, sie habe im 2. Weltkrieg eine traurige Flüchtlingspolitik betrieben. Von solchen SP Leuten müssen wir uns keine solche Vorwürfe gefallen lassen, schliesslich wurden allein an der Berliner Maurer von DDR Todesschützen über 60 Menschen getötet, die flüchten wollten. Nun, Hans Ulrich Jost beeilt sich ja immer wieder, gerade dieser SP politische Dienste zu erweisen, somit ist er für mich abgeschrieben!

  • Thomas Meier sagt:

    Ich finde es völlig daneben, dass bis heute Rechtskonservative unsere Geschichte leugnen. Dementsprechend passt es auch, dass Maurer eine solch ignorante Meldung herausgibt. Der Typ hat ja sein ganzes lebenlang gegen Minderheiten gehetzt und sein wir mal ehrlich: Wären heute in Deutschland wieder Rechtsextreme an der Macht, würde gerade die SVP auch heute noch mit freundschaftliche Annäherung reagieren anstatt mit Protesten. Schliesslich pflegt die Partei ja bereits heute rege Kontakte zu rechtsextremen und rechtspopulistischen Partein in ganz Europa.

    • Doris Gerber sagt:

      Es sind wohl eher die Linksalternativen, die die Geschichte leugnen. Dass der Judenstempel keine schweizerische Erfindung war, ist heute erwiesen. Trotzdem wird hier frischfröhlich behauptet, die Schweiz habe den Judenstempel erfunden. Als hätte man die Frage nicht definitiv beantwortet. DAS ist Geschichtsfälschung, nichts weiter.

    • Peter Parker sagt:

      Der Bundesrat wusste schon seit 1917 von den sozialistischen Verbrechen in der Sowjetunion und anderswo. Diese Verbrechen hörten nicht 1945 auf. Die gingen weiter bis 1989. Damals sind sogar noch namhafte SP Politiker in die DDR gereist um zum 40. zu gratulieren. Wann wird dieser Teil der Schweizer Geschichte mal aufgearbeitet? Seien wir doch mal ehrlich: Sie hetzen jeden Tag gegen alles was nicht links ist! Würde Stalin oder Mao wieder kommen, würden sie auch heute noch mit freundschaftlicher Annäherung reagieren anstatt mit Protesten

      • iskra sagt:

        Was haben denn Stalin und Mao mit dem Sozialismus zu tun ? Da könnte ich ebensogut die, sogar freundschaftlichen, Beziehungen gewisser Bundesräte ( nicht Parlamentarier) zu Franco und Mussolini erwähnen. Aber all das hat ja mit der Rede von BR Maurer nichts zu tun.

    • Peter Schmid sagt:

      Was ist der Unterschied zwischen Geschichte leugnen („der J Stempel wurde eingeführt um die Juden zu schützen“) und unwahrheiten Verbreiten („der J Stempel wurde auf Betreiben der Schweiz eingeführt“)??? Richtig, keiner! Dass Sie hier einfach mal so einseitig Menschen diffamieren und wilde Theorien verbreiten hilft der Diskussion über die CH im 2WK ganz bestimmt nicht weiter.

    • Romy sagt:

      Herr Meier befassen Sie sich mal mit dem „roten Holocaust“, der russischen Revolution, mit 20!! Millionen Toten. Unter Lenin waren fast 80% der führenden Kommissare Juden (Sozialisten/Kommunisten), darunter Lew Dawidowitsch Bronstein, bekannt als Leo Trotzki. Ich gehe davon aus, dass Sie unwissender Sozialist sind, sonst wäre ihnen bekannt, dass u.a. SP-Hubacher gerne die DDR und Honecker besuchte. „Aufarbeitung“ wird scheinbar nur von den Goi (Nichtjuden) verlangt, oder wurde von jüdischer Seite mal die russ. Revolution aufgearbeitet? Mitnichten, Medien schweigen sich darüber aus.

      • Mathias Mühlheim sagt:

        Ähnlich wie Sie im oberen Teil Ihres Aufsätzchens hat Hitler argumentiert. Ziel des Angriffskriegs gegen die Sowjetunion war die Vernichtung der Juden und der Kommunisten, die er recht grosszügig in einen Topf geworfen hat. Und drei Fragen hätte ich noch: Was haben Hubacher und Honecker mit der Rolle der Schweiz im 2. WK zu tun? Weshalb sollte „die jüdische Seite“ die Russische Revolution aufarbeiten? Wer ist die „jüdische Seite“? Als nicht ganz unwissender Nichtsozialist empfehle ich Ihnen tiefes Nachdenken und geistige Stringenz. Ein leicht antisemitischer Geruch macht sich breit.

      • André Berner sagt:

        Interessant zu lesen, dass die Religion die für sich die „Opferrolle“ reserviert hat , vor nicht all zu langer Zeit auch mal Täter waren. Danke Romy

      • iskra sagt:

        Ja, Romy, waren denn Lenin, Totzki, Stalin, Kamenew, Kerenski, Plechanow, Sokolow, usw.usf Sozialisten oder Kommunisten ?
        ws hat das mit den Ausführungen von BR Maurer zu tun ?

      • iskra sagt:

        Ja, Romy, waren nun Lenin, Trotzki oder Kamenew oder Plechanow,oder ere..oder…Sozialisten oder eventuell Kômmunisten

    • Kaspar Tanner sagt:

      Ich habe einen Traum. Ich träume davon, dass nicht bei jeder Diskussion Ch. Blocher oder die SVP vorkommt.
      Aber offensichtlich bewahrheitet sich die Erkenntnis Nietzsches bezüglich Ungeheuern: Wenn man die Bekämpfung eines Ungeheuers zum Lebenssinn gemacht hat, hat man keinerlei Interesse zu gewinnen. Das Leben hätte ja dann keinen Sinn mehr.
      Bitte, bitte nicht noch mehr SVP! Man kann DIESE Diskussion auch ohne SVP/SP führen.
      Sonst komme ich mit Pilet-Golaz und den Nazis und der SP und der KPdSU/EU…
      Es gibt echt genug langweilige Diskussionen…

  • Dreyer sagt:

    Die ganze „das-Boot-ist-voll“ Diskussion wird ja jetzt wieder aufgenomme wenn es um die heutige Zuwanderung geht. Die Reflexe sind immer noch die gleichen wie 1942 und wir scheinen nicht viel aus der Vergangenheit gelernt zu haben. Damals herrschte allerdings Krieg, was die Situation noch viel komplizierter machte. Heute heisst’s auch wieder „Das-Boot-ist-voll“ und viele tun hier so wie wenn wir wie Sardinen in der Büchse leben würden, nur weil sie in der Rush-hour keinen Sitzplatz im Zug finden.

    • M. Bättiger sagt:

      Kein Land in Europa nimmt mehr Asylbewerber auf als die Schweiz. Irland gewäht gerade einmal 75 Menschen Asyl. Portugal 50 Menschen. Spanien 990 Menschen, Griechenland 180, Slowenien 20, Rumänien 75, Frankreich 4580, Deutschland 9675 (würde Deutschland relativ gesehen so vielen Menschen Asyl gewähren wie die Schweiz, müsste Deutschland eigentlich 70’000 Menschen Asyl gewähren). Zahlen nachlesbar iin der Homepage von ProAsyl. Bei den Zahlen zu den Asylgesuchen ist es ähnlich. CH: 2012 rund 28000 Gesuche (damit müsste z.B. D -11x grösser als CH – rund 300’000 Gesuche haben, hat aber nur 68’000

    • evelyn ruch sagt:

      Meine Rede Herr Dreyer :-))

    • Peter Schmid sagt:

      Vielleicht sollte man auch endlich einmal eine Diskussion eröffnen weshalb es Eingeborene, deren Bedürfnisse und Kultur schützenswert sind, auf der ganzen Welt gibt nur nicht in der Schweiz? Weshalb mit aller Selbstverständlichkeit erwartet wird dass die einheimische Bevölkerung ihren Gürtel enger schnallt (höhere Mieten, niedrigere Löhne, verschandelte Landschaft, sinkende Arbeitssicherheit) zugunsten von hereinströmenden Ausländern die allesamt NICHT an Leben und Leib bedroht sind? Damals war das Problem die rationierten Lebensmittel, heute sind die Gründe anders gelagert.

    • Martina Siegenthaler sagt:

      Genau so denke ich auch, Herr Dreyer und was ich noch schlimmer finde, es sind nicht einmal unbedingt die Städter, die sich beschweren, sondern staatlich subventionierte Bürger, die mehr als rund um ihr eigenes Haus gehen können. Dass „ihrem“ Bundesrat solche „Patzer“ entgehen, wundert mich nicht. Böswilliges will ich ihm nicht einmal unterschieben, jedoch mangelndes Gespür und eine gewisse Bildungsresistenz.

      • Peter Schmid sagt:

        Wusste gar nicht das ca. 70% der Schweizer staatlich subventioniert und durch eine einzige Partei vertreten werden Frau Siegentaler? Aber eben, wenn man keinen guten Grund DAFÜR hat, dann wird schnell mal unter die Gürtellinie geschlagen.

    • Roland K. Moser sagt:

      Natürlich ist das Boot auch heute übervoll: Wir müssen 50 % der Lebensmittel importieren, weil mit den 1,1 Millionen Hektaren Landwirtschaftsland nur ca. 4 Millionen Menschen ernährt werden könnnen.
      Fakten tun weh, deshalb präsentiere ich sie immer wieder nur allzu gerne 🙂

      • Peter Imgarten sagt:

        Fakten allein bringen nichts, lieber RK Moser. Es geht darum, wie man sie interpretiert. Nach ihrer Logik könnte sich der Kanton Zürich mit 1.39 Mio Einwohnern auch nicht selber ernähren… Sollte wohl jeder Erdenmensch auf seinem eigenen Bauernhof ernährungssouverän leben…. Ihre Logik tut weh, daher präsentiere ich sie Ihnen immer wieder nur allzu gerne 🙂

        • Marco Bless sagt:

          Imgarten. Logik nützt Ihnen nichts,wenn die Grundlagen der Vergleiche hinken. Ein Nationalstaat hat durchaus die Aufgabe,seine Bürger zu versorgen,denn sonst verliert er zunehmends seine politische Handlungsfähigkeit.
          Hingegen braucht der Kanton Zürich seit 1848 diese Aufgabe nicht mehr zu erfüllen.
          Sie haben also vielmehr Ihre Unfähigkeit zum Differenzieren präsentiert.

      • Dreyer sagt:

        @Moser: wo steht denn eigentlich geschrieben, dass jedes Land sich selber mit den eigenen Lebensmitteln versorgen muss? Die Menschheit hat ziemlich früh gelernt, dass es auch mit Arbeitsteilung und Handel geht. Aber bitte, wenn sie zurück in die Zeit wollen in der jeder Bauer, Sammler oder Jäger war, nur zu…

      • Roland K. Moser sagt:

        Es macht schlichtweg ökonomisch und ökologisch Sinn, 50 % der Lebensmittel nicht (!) aus der ganzen Welt importieren zu müssen.
        Zusätzlich bin ich der Meinung, dass der Selbstversorgungsgrad mit Lebensmitteln einer Volkswirtschaft um die 80 % betragen muss. Und nicht nur 50 % wie aktuell.

    • Walter Bossert sagt:

      Dreyer, Sie verkennen, dass die gute Einrichtung Asyl so missbraucht wird das kaum noch Aufnahmeplätze da sind für die, welche es wirklich nötig haben!

  • Johanna Toxo sagt:

    Einen Ausrutscher könnte man bei einem Interview verstehen. Eine Pressemitteilung aber ist ein gut überdachter Text, der mit spezifischem Interesse eine Information platzieren will. Die Absicht ist übereutlich: In einer Zeit. wo die Schweiz sich zunehmends zu einer Insel in Europa und in der Welt entwickelt, soll die damalige Politik positiv dargestellt werden und man verfälscht zu diesem Zweck die Geschichte. Ausgerechnet den Holocaust-Gedenktag zu einer solchen Manipulation zu missbrauchen, scheint mir schändlich.

  • Karl Meier sagt:

    hätte denn die schweiz das risiko eines angriffs und somit eines einmarsches durch hitler-deutschlands in kauf nehmen müssen, nur damit man heute sagen könnte, wir haben uns ‚korrekt‘ verhalten. wie blind müssen die heutigen kritiker sein. fakt ist doch, dass viele der damals in die schweiz geflüchteten juden nur dank der diplomatischen meisterleistung der schweizer politik überlebt haben. also, hört doch endlich mal mit der selbstkasteiung auf. es wurde dem schweizer schon zu genüge suggeriert, welch schlechte menschen wir damals waren und es heut noch sind.

  • Mario Menel sagt:

    Die Schweiz hatte schon immer und auch heute noch Probleme mit Einwanderer, Fremdartigem. Ich bin 1957 in die Schweiz gekommen und fühle mich als Italiener heute noch ausgestossen. SchwarzenbachInitiative, SVP etc. Dabei vergisst wohl die Schweiz, dass sie selbst mal Einwanderer in anderen Länder waren und nach Arbeit und Wohlergehen suchten….

    • Kaspar Tanner sagt:

      Herr Menel,
      Meine italienische Mutter kennt den Schweizer Rassismus zur Genüge.
      Es ändert nichts daran, dass Rassismus ein globales Phänomen ist. Ob Nord- gegen Süditaliener, ob dunkelhäutige Sklavennachfahren gegen hellhäutige Sklavennachfahren, ob Hutus gegen Tutsies oder Schweizer gegen – Zürcher. Feindbilder sind identitätsstiftend. Sie finden Rassismus und seine mörderischen Spielarten bei allen Menschen.
      Ironischerweise sind aber die Gleichheitsfanatiker die grössten Massenmörder. Weil sie „Ideale“ haben, töten sie meist am hemmungslosesten.

    • charlotte sagt:

      ja M.Menel, diese haben sich integriert und geholfen das Land aufzubauen-was man von den meisten Asylbegehrenden bei uns nicht sagen kann. In USA haben sich auch praktisch alle Eingewanderten integriert und sind heute „ein“ Volk- ausser gewissen Italienern-siehe italienische Ableger der Mafia- und Chinesen- siehe die in jeder Grossstadt USA existierenden ChinaTowns. Es ist absurd die Schweizer die im 19.Jhr. wegen Verfolgung,Hunger auswanderten(ganze Familien) zu vergleichen mit den zu 90% männlichen Asylanten für die es keinen Grund gibt ihr Land zu verlassen.

      • D Francisco sagt:

        …um nights zu sagen vom Little Odessa in Brooklyn (und der russischen Mafia), oder dem Spanish Harlem in Manhattan, oder jeder anderen Enklave von Immigranten einer bestimmten Nationalitaet die sich gegenseitig unterstuetzen im fremden Land, und halt dann in bestimmten Quartieren angesiedelt bleiben fuer einige Generationen, wie ja auch Schweizer nicht alle aus ihrem Geburtsdorf ausziehen.

  • René Müller sagt:

    Grundsätzlich ist festzuhalten, dass die Greueltaten schrecklich waren. Sozialisten, Zigeuner, unwertes Leben und Juden wurden ermordet. Es wird nie Worte geben, die dieser Ungeheuerlichkeit gerecht werden. Aber komisch. Immer wenn Israel etwas ungerechtes provoziert, kommen Berichte wie oben. Israel baut weiter in beseöst Istzten Gebieten. Israel geht nicht an die Menschenrechtssitzung in Genf. Immer wenn der Frieden nahe wäre, wird eine Schlüsselfigur ermordet? Immer dann kommen Filme im Fernsehen über die Judenvernichtung. Wann kommen die Filme über die Palästinenser? Ist das alles Zufall?

    • Kaspar Tanner sagt:

      Gibt es schon: „Life according to Agfa“ oder „Waltz with Bashir“. Beides israelische Produktionen.
      Ich habe diese Frage schon einmal gestellt, und noch niemand konnte sie mir beantworten: Wann erscheint eine kritische „Würdigung“ der Leistungen der Fatah oder der Hamas – von einem Palästinenser?
      Es gibt dutzendweise kritische Artikel und Bücher über Israel. Die besten wurden von Israelis geschrieben.
      Dass Sie aber Palästinenser mit Juden im WW II gleichsetzen, ist schon etwas wirr.

  • will williamson sagt:

    Gibt es eigentlich auch schon eine Untersuchung von linken Geschichtsschreibern über die Beziehungen inkl. Freundschaftsbesuche von prominenten Sozis mit der DDR und andern „sozialistischen“ Staaten? Das wär doch auch mal ein untersuchungswürdiges Kapitel!

    • iskra sagt:

      Gibt es auch eine Untersuchung von Beziehungen inkl. Freundschaftsbesuchen von prominenten Rechten in den Faschistischen Staaten ?

  • Liliane Moschin sagt:

    Antisemistismus und Dummheit sind in der Schweiz nicht verschwunden. Sagte mir doch kürzlich ein Mann in den 70ern:
    Die Juden haben weltweit die Fäden in der Hand und regieren alles. Ohne sie hätte Obama die Wahlen nie gewonnen. Auf meine Frage, wieviele Juden wohl in der Schweiz leben, meinte er: eine halbe Million!!!!!! Kürzlich war zu lesen, dass es heute 16 000 (auf 8 Mio. Einwohner) sind. Mit so wenig Ahnung von Tatsachen, sollte man besser aufs Maul hocken. Damals mussten die Schweizer Juden den Unterhalt der jüdischen Flüchtlinge finanzieren. So grosszügig war die Schweiz gar nicht….

    • Martina Siegenthaler sagt:

      Mein in der Schweiz lebender, jüdischer Klavierlehrer und sein Bruder wurden während des Kriegs mit Steinen beworfen, von Schweizern, wohlverstanden.

      • Liliane Moschin sagt:

        Glück war, dass die Nazis die Schweiz nicht eingenommen haben. Es wäre hier um keinen Deut besser herausgekommen als in andern europäischen Ländern. Die Schweizer wurden nicht wirklich auf die Probe gestellt, Andersdenkende wurden von niemandem mitten in der Nacht verschleppt und sind nie wieder zurückgekommen. Hunger gab es nicht. Niemand wurde am helllichten Tag mitten auf der Strasse erschossen. Niemand kam ins KZ. Die potentiellen Denunzianten lebten und leben mitten unter uns. Ich mache mir da keine Illusionen. Intrigen die man am Job und in Nachbarschaft erleben kann, sprechen für sich.

      • maja sagt:

        so sind sie halt die Menschen. Sieht man ja wie die Raucher schlecht gemacht werden und trotzdem werden sie abgezockt vom Staat. Jetzt sind die Dicken und Fleischesser dran. Es funktioniert immer mit der gleichen Masche – Gutes tun, ungesund, schlecht für die anderen.
        Wohlverstanden es geht mir um die Taktik die dahinter steht, wie das Volk aufgewiegelt werden kann.

  • ahmed a. asfour sagt:

    Ich habe grundsätzlich eine kritische Sicht auf das Geschichtsbewusstsein mancher Nationen und habe es als mutigen Schritt empfunden, dass es in den 80er Jahren eine sehr selbstkritische Ausstellung zur Rolle der „neutralen Schweiz“ in der ETH gab. Die Versorgungstransporte durch die Schweiz, die Rekrutierungsbüros der Italiener in Bern, der Bankenplatz, die Nahrungsindustrie standen alle am Pranger und selbstverständlich ging es auch damals um die restriktive Einreisepolitik. In der heutigen Schweiz hat sich vieles zum BESSEREN gewandelt. Daher: GEGENWART ist WICHTIGER als die VERGANGENHEIT!

  • w.hueppi sagt:

    Kritik von Deutschen Staatsbuergern an der Schweiz finde ich voellig daneben. Die heutigen Staatsbuergern Deutschland sind genau so unschuldig fuer die Schandtateten ihrer Vorgaengern, wie die Schweizer Buerger von heute.

    • Martin Kreidel sagt:

      Kritik an der Schweiz finden Sie immer daneben, weil sie wie die Meisten Ihrer Landsleute, nicht damit umgehen können, zu dünnhäutig sind gemessen daran, was man an Deutschland alles kritisiert. In punkto Aufarbeitung der eigenen Geschichte hinkt die Schweiz in Europa meilenweit hinterher – siehe die peinlich dumme Aussage Maurers. Und das nicht nur in der Judenfrage. Die unterschwellige Fremdenfeindlichkeit ist auch heute an jeder Ecke zu spüren, es sei denn, es geht um viel Geld, da reißt man sich dann zusammen – auch nur unterschwellig. Die Wohltaten und Neutralität der Schweiz? zum Lachen.

      • Peter Schmid sagt:

        Herr Kreidel. Sie wissen genau dass es auf Deutschen Foren zum Teil um einiges heftiger zu und her geht als hier. Als „unterschwellig“ kann man dort die Fremdenfeindlichkeit schon lange nicht mehr bezeichnen. Und dass in anderen Ländern Kritik besser ertragen wird müssen Sie mir auch noch beweisen. Ich habe lange genug im Ausland gelebt um zu wissen dass Ihr Beitrag einfach nur diffamierend ist.

  • Paulo sagt:

    Es genügt doch bereits zu sehen wie die Schweiz mit dem berühmtesten aller Juden, Albert Einstein, damals herumgesprungen ist, um zu sehen dass der Bundesrat die Geschichte mal wieder beschönigt hatte. Einstein hätte allen Grund gehabt der Schweiz die Zunge zu zeigen. Trotz Schweizer Pass wurde ihm von Bern keine Hilfe geboten und sein gesamtes Vermögen beschlagnahmt.

    • Peter Richter sagt:

      Einstein wurde Schweizer und hat in der Schweiz Karriere gemacht!
      Auch Paulo versucht ein Schweiz-Problem zu kreieren …..

  • Walter Bossert sagt:

    Man sollte nicht anderen Unehrlichkeit unterstellen und gleichzeitig selber nicht ganz Ehrlich sein! Diese grausamen Fakten sind nun wirklich zur Genüge bekannt und immer wiederhohlt worden. Der wirkliche Grund, warum diese Sache immer wieder aufgewärmt wird , ist ein ganz anderer! Den Opfern der Massenvernichtung gegenüber finde ich es eine Frechheit, das ihr trauriges Schicksal von bekannten Kreisen heute als politisches Druckmittel verwendet wird! Dass das so ist beweisen Meldungen in der Presse und auch die Kommentare hier.

  • Alain Michel sagt:

    Zu Hans-Ulrich Jost sollte man vielleicht noch anfügen dass er ein alt-68er ist. Ein Linker mit klarer politischer Agenda. Ein neutraler Beitrag in dieser Sache kann von ihm, auch als Historiker, nicht erwartet werden.

  • Walter Bossert sagt:

    Auffallend sind auch die Bezeichnungen von Personen oder Gruppen! Was uns betrifft, wird das Wort Schweizer verwendet, die andere Seite wird aber bloss als Nazi bezeichnet als ob das eine besondere und jetzt ausgestorbene Rasse wäre! Schon gar nicht ist die Rede von National….. Sozialisten!

  • Markus Hofstetter sagt:

    Es stand, die CH wäre damals für viele eine rettenden Insel gewesen. Gegen diese Aussage ist nichts einzuwenden, für die Geretteten war sie eine rettende Insel. Was nicht mit einschliesst, dass die CH aktiv Flüchtlingshilfe unternommen hätte. Selbstverständlich muss dies erkannt werden. Gleichzeitig ist es wichtig, nicht abzuheben und sich in die Lage der damaligen Zeit zu versetzen. Die Bedrohung und die Angst waren ungeheuerlich. Die Schweiz war nicht nur unterlegen, sondern auch von Nahrungsmittelimporten abhängig. Das umliegende Feindesland hätte die CH jederzeit aushungern können.

  • Walter Bossert sagt:

    Ein weiteres mal muss darauf hingewiesen werden, dass sich die heutigen Leute nicht annähernd vorstellen können, wie hart und beängstigend diese Zeit auch in der Schweiz war, vor allem weil der Führer mit der Schweiz ja etwa so gespielt hat, wie wenn ein Terrorist jemandem die Waffe an den Kopf hält und mit leerem Magazin abdrückt, und das über Jahre!

  • Tim Meier sagt:

    Mit dem Wissen von heute ein Bashing der Entscheidungsträger von damals zu betreiben, ist etwas sehr einfach gestrickt. Die Aktivdienstgeneration ist nahezu ausgestorben und kann sich nicht mehr wehren. Wie der Historiker Hofer im gestrigen BaZ-Interview sagte, wussten 1942 auch die Briten und Amis von den Vorgängen in D. Und sie unternahmen nichts. Vom Bundesrat zu erwarten, er hätte zusätzlich hunderttausende Flüchtlinge in unser von den Achsenmächten eingeschlossenes Land aufnehmen sollen, kommt etwas realitätsfern rüber.

  • Walter Boshalter sagt:

    Sehen wir uns mal die Zahlen an: Vom 1.9.1939 bis zum 8.5.1945 wurden in der Schweiz 51’129 Zivilisten interniert die ohne Einreisepapiere in die Schweiz flüchteten. Davon etwa die Hälfte jüdischen Glaubens. In der Zeit wurden 9’703 Zivilisten amtlich und nochmal etwa dieselbe Anzahl informell an der Grenze abgewiesen, also ca. 20’000. Von den 9’703 waren 14% Juden. Moralisch mögen Zahlen keine Rolle spielen, ja, ein Fehlverhalten liegt vor! Aber ich habe einfach keine Lust mehr das Thema aufgebauscht durchzukauen und freue mich auf den Abgang des Weltkriegs aus der schweizer Zeitgeschichte.

  • Zu ergänzen ist, dass der Dichter Robert Musil als Flüchtling in Zürich am 7. Febr 1939 sich genötigt sah, an seinen Vetter (und Notar) Hans Bergauer zu schreiben: „Lieber Vetter! Ich lebe seit einiger Zeit in der Schweiz u. sollte aus den verschiedensten Gründen immer wieder meine ar. Abstammung nachweisen. Zuletzt sogar weil ich mir ein Packet mit Büchern u. Kleidern kommen lassen will.(…) bitte ich Dich darum, falls Du kannst, (…) eine Bestätigung zu senden, dass ich rein arischer Abstammung sei. (…)“
    Robert Musil, Briefe 1901-1942, herausgegeben von Adolf Frisé, Seite 937, Rowohlt.

  • gabi bossert sagt:

    Mit Ignoranz und Verdrängung verhindern wir eine echte Aufarbeitung eines grausam sinnlosen Völkermordes. Nur mit Eingeständnissen helfen wir mit, wieder neuem Nährboden nationalnationalistischen Gedankengutes zunehmende Chancen einzuräumen. Natürlich gilt dies nicht nur für die CH, aber wir müssen mit uns beginnen und Fingerzeige gegen aussen verunmöglichen ein Wiederholungsstop. Die internationale Neonazi Bewegung ist nicht zu unterschätzen. Und bekommt sie nur im Ansatz Sympathieunterstützung, dann ist der Schritt zu psychischer und physischer Gewaltbereitschaft nur noch ein Kleiner.

    • Roland K. Moser sagt:

      Die sozialistische Internationale ist ein Problem.

      • gabi bossert sagt:

        Genau das ist die Ignoranz und auch gegenwärtige Verdrängung. Ganz grosse Probleme machen nämlich die ungestört aufkommende junge Neonazi Gesinnung und nicht die sozualistische Internationale.
        Hoffentlich merken es ein Grossteil schnell genug.

        • Roland K. Moser sagt:

          Eben nicht liebe Frau Bossert. Die Neonazis sind ein unbedeutender Klacks, deren Bedeutung von den linken Medien hochgepsielt wird. Das Problem sind die Sozialisten: In der Schweiz die JuSo Jungsozialisten und die SP Sozialstische Partei. Es diese beiden, welche in den Exekutiven und Legislativen sitzen und die Demokratie je länger je mehr aushebeln wollen.

    • Walter Bossert sagt:

      Frau Bossard, was gibt es den noch ein zu gestehen? Erwarten Sie dass wir Alten die Verantwortung für das GROSSDEUTSCHLAND übernehmen? Nach meiner Meinung ist alles bekannt und war auch von Anfang an bekannt! Es ist auch bekannt, dass dies ein paar einzelne nicht Wahrhaben wollen, das ändert sich aber auch nicht wenn immer wieder das ganze Volk verärgert wird! Die “ Aufarbeiter“ wollen einzig und alleine Politisches Kapital schlagen aus Menschen die sich nicht mehr wehren können. Das geht überdeutlich aus den Kommentaren hervor!!

  • Albert Weibel sagt:

    Beschämend, wie der Bundespräsident nicht den Mut aufbrachte, zum Holocaust-Gedenktag ehrlich und aufrichtig die Geschichte der Schweiz während des zweiten Weltkrieges offen anzusprechen. Maurer versuchte schon 1997, die Geschichte zu manipulieren, indem er behauptete, der Judenstempel sei zum Schutz für die Juden eingeführt worden. Vom Bundespräsidenten erwarte ich: Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit gegenüber der Geschichte der Schweiz. Dies unabhängig davon, ob es sich um vergangene Gräueltaten von Hitler, Mao oder Stalin handelt oder ob aktuelle Kriegsverbrechen kommentiert werden.

    • Marco Bless sagt:

      Ich erwarte vom Bundesrat,dass er eine Rede hält,die vor allem die positiven Verhaltensweisen des Landes hervorhebt. Alles andere ist blödsinnige Selbstzerstörung.
      Die Selbstkritisiererei,die jede Bodenhaftung verloren hat,kennen wir jetzt seit rund 20 Jahren aus jeder Gelegenheit.

  • Mir fehlt in Prof. Josts Antwort auf Maurers skandalöse Botschaft eine deutliche Kritik an der Instrumentalisierung von Gedenkorten. Maurers Botschaft war kaum „nur ein peinlicher Ausrutscher“ sondern reiht sich zu anderen Aktivitäten, die eine verfälschte Geschichtsschreibung konstruieren. Wer in Yad Vashem „Nie wieder“ sagen kann, kann hinter den dabei produzierten Bildern heutige ungerechte Politik verstecken. Geschichtsproduktion ist Teil von Machtausübung und solange diese ungerecht ist, müssen Historiker/innen diese kritisieren bzw. ihr unterdrückte Geschichtsnarrative entgegenstellen.

  • Hans Maag sagt:

    Es ist erstaunlich. wie viele Kommentatoren das Versagen der Schweiz und den Versuch, dies aufzuarbeiten heute benutzen, auf unseren Bundespräsidenten loszugehen. Aber eben, wenn einem die Argumente fehlen….

  • Ich finde es immer ein bisschen peinlich, wenn Nachgeborene über die „Fehler“ der vorherigen Generation zu Gericht sitzen. Es war eine Ausnahmesituation die im nachhinein besehen vielleicht hätte anders gehandhabt werden können. Vielleicht! Es ist arrogant und anmassend hier irgendwelche Leute zu verurteilen. Hätten wir es besser gemacht? Das Ziel der Regierung in diesen dunklen Jahren war unser Land aus dem Krieg zu halten. Das haben sie grösstenteils geschafft. Deshalb, auch wenn es Einzelschicksale gibt, gebührt dem damaligen Bundesrat und der Bevölkerung unser Dank.

  • Martin Cesna sagt:

    Man kann Herrn Prof. Jost nur danken, dass er sein geschischtswissenschaftliches Wissen veröffentlicht hat, auch wenn er damit bei Patrioten wohl keinen Ruhm bekommt. Wichtig ist die Wahrheit, denn nur sie ist durch die Zeit konsistent, die Lüge kann es nicht sein.
    Vorschlag: Ein Denkmal der abgewiesenen Flüchtlinge in Bern an zentraler Stelle (vor dem EDA?), vielleicht einen grossen gewissen Buchstaben?
    Solange nicht klar ist, dass gerade bei Menschen mit jüdischem Glauben nicht wieder sowas passieren kann, braucht es übrigens auch „Israel“ als Fluchtpunkt. (Der Schweizer hat sein „Reduit“).

    • Marco Steiner sagt:

      Nur liefert Hr. Jost keine Wahrheit, sondern falsche Vorurteile. Nachweislich war z.B. der Judenstempel keine CH-Erfindung. Jost behauptet einfach das Gegenteil. Das, Hr. Martin, ist das Gegenteil von Wahrheit.

      • Martin Cesna sagt:

        Vielen Dank Herr Steiner. Weiter unten ergab der Link zum Beobachter beim genauen Lesen eine zwar nicht so klare Aussage, wie es beschrieben wurde, aber noch weiter unten scheint sich damit jemand noch mehr auseinander gesetzt zu haben.
        Damit ist es tatsächlich an Herrn Prof. Jost, hier für das Land nochmals einen historischen Effort zu starten, um die Angelegenheit wirklich zu klären, auch wenn es patriotisch unangenehm wäre.
        Ich hoffe nicht, dass in der Schweiz damals implizit aussenpolitisch soweit gegangen wurde, dass auch ein Dreijähriger auf die idee eines Stempels gekommen wäre.

  • Gaston Haas sagt:

    Erstaunlich, wie die Diskussion seit Tagen geführt wird: Da wird die Bedeutung historischen Wissens ausgeblendet, als ob wir nicht wüssten, dass das Heute auf dem Gestern basiert. Da wird reflexartig jede Kritik an der Schweizer Politik während des Krieges als «links» abgetan. Da werden Stalin, Mao, selbst Roosevelt herangezogen, die auch Verbrechen begangen hätten – von der Gleichsetzung Israels mit dem Nazisystem gar nicht reden.
    Die Fakten sind längst bekannt (Alfred A. Häsler, Ludwig-Bericht, Bergier…) Das Erstaunlichste aber: Wie die Medien diese Nicht-News unbesehen übernommen haben.

  • Yasha Bostic sagt:

    Aber wenn es darum geht, sich für die „humanitäre Tradition“ der Schweiz selbst zu loben, sind die Verdränger immer ganz vorne dabei. Jüdische Männer, Frauen und Kinder haben wir kalten Herzens abgewiesen, wissend dass wir sie in den sicheren Tod schicken. Das Gold aus ihren Zähnen haben wir dann aber gern genommen, das frisst schliesslich kein Brot und gibt erst noch Zinsen. DAS ist die humanitäre Tradition der Schweiz.

  • Walter Bossert sagt:

    Wenn von Politikern bestritten wird von den Vergasungen gewusst zu haben, ist das wohl typisch Politik. Ich habe als 4 jähriger schon gewusst, das dies bekannt war bis in die hinterste Ecke der Schweiz. was Herr Jost aber tunlichst unterschlägt, ist der Hitler nie Müde wurde der Schweiz zu drohen und so manches erpresste. Diesen Mann nicht ernst zu nehmen, wäre wohl ziemlich dumm gewesen.

  • Sandra sagt:

    Jahrzehnte der Schuld-/Verantwortungsdiskussion und Berichte die Bibliotheken füllen, zeigen deutlich eines: die Thematik ist komplex. Zu komplex als das wir ihr und uns gerecht werden könnten. Nach wie vor stellt sich die Frage nach der Schuld. Der Kollektivschuld. Die Schuldfrage suggeriert, die Frage könne mit schuldig oder nicht schuldig beantwortet werden. Das Urteil wird in jedem Fall falsch sein. Es gibt Schuldige und Unschuldige, Täter und Opfer und niemand kann jeden Einzelnen bzw. das Kollektiv eindeutig attribuieren.

  • Heinz Moll sagt:

    Eine Pressemitteilung ist kein Geschichtsseminar. Maurers Erklärung ist okay. Er dankt der Bevölkerung für Standhaftigkeit und Courage – nicht den politischen Behörden von damals. Wer diese Absicht nicht begreift, begreift sie halt nicht.
    Wo bleibt der Vergleich mit den Erklärungen anderer Regierungen – der USA, der Briten, der Franzosen? Machen Sie eigene Versäumnisse und Fehler zum Thema – der Verzicht auf das Bombardieren der Transportwege in die deutschen Mordfabriken im Osten?

  • Jacques Weber sagt:

    Die Pressemitteilung des Herrn Bundespräsidenten schadet dem Ansehen der Schweiz international. Anstelle des untauglichen Versuchs von Geschichtsklitterung sei Herrn Maurer das Buch von Prof. Jean Ziegler „Die Schweiz, das Gold und die Toten“ zur Lektüre empfohlen; anhand der darin dokumentierten historischen Fakten kann er mehr über die „rettende Insel“ und die „Schweizer Werte“ lernen.

    • Marco Steiner sagt:

      Ja, Ziegler ist etwa so objektiv wie Hr. Jost. Schon nur der Titel zeigt die Intention. Der Bergierbericht meinte dann etwa zum Gold: die Schweiz hatte keine Gewinnabsicht. Der effektive Gewinn des Goldhandels belief sich nach heutigem Wert auf 18 Mio. Fr. Gold kaufte die CH übrigens von Nazi-Deutschland, weil die Alliierten der Schweiz aus Angst vor einem Einmarsch der Deutschen in die Schweiz kein Gold mehr verkaufen wollte, die Schweiz dieses aber zur Währungsstütze brauchten. Mich dünkt, die Bergier-Kommission hätte es nie gebraucht, die Erkenntnisse daraus werden ja ignoriert.

      • Peter Richter sagt:

        @ J. Weber
        Die Amerikaner fanden in der Kaligrube Merkers/Thüringen mehrere hundert Tonnen Nazigold,
        weitere 6 Tonnen Nazigold fanden die Amerikaner in Bad Gastein (Info: Wikipedia).
        Sie dürfen sich selbstverständlich weiter beim rührigen Jean Ziegler informieren …….

    • Jürg Broch sagt:

      Ich würde jetzt nicht wirklich einen Jean Ziegler als Kronzeugen meiner Meinung anführen:

      -Ziegler ist Soziologe und nicht Historiker (obgleich mich manchmal das mulmige Gefühl beschleicht, dass seine „Fähigkeiten“ auf beiden Gebieten ungefähr gleich ausgeprägt sind).
      -Ziegler zeigte immer wieder eine Affinität zu so schillernden Persönlichkeiten wie Ghaddafi und Castro, was ihn als moralische Instanz nur in sehr – nennen wir es einmal „seltsam“ – denkenden Kreisen legitimiert.

      • Jacques Weber sagt:

        Über Meinungen, Moral und Affinitäten lässt sich ja trefflich streiten, weniger allerdings über harte historische Fakten, die mitunter nicht in das chauvinistische Weltbild unerschütterlicher Selbstbeglückwünscher passen; bei diesen handelt es sich wohl am ehesten um die erwähnten „seltsam denkenden Kreise“.

  • beat graf sagt:

    Die Schweiz war also keine rettende Insel, sagt er. Vielleicht hätte er mal meinen Grossvater (stammte aus Wien) gefragt, für ihn war es eine in letzter Sekunde, bevor ihn die Nazis erwischten. Was soll eine Zeitbeurteilung nach so vielen Jahren????

  • Andreas Spring sagt:

    Kann man dieses Thema vielleicht mal aus den Medien herunterfahren? Es ist tragisch genug, dass sich bereits 3 Generationen mit den Fehlern ihrer Eltern, Grosseltern und Urgrosseltern herumschlagen müssen und sich dafür schämen sollen für etwas wofür sie nichts können. Aber jedes Mal wenn jemand eine Äusserung über den Holocoust von sich gibt, die man unter Berücksichtigung gewisser Umstände möglicherweise anders interpretieren könnte, schreiben sich Journis die Finger wund, die jüdische Gemeinde schreit auf, die Antisemitismus Behörde fühlt sich bestätigt und das ganze geht von vorne los.

    • Peter Richter sagt:

      Mein Vater hat während dem Krieg Waisenkinder aus Deutschland abgeholt.
      Muss ich mich jetzt schämen?
      Beschämend ist die einseitige Berichterstattung über die Schweiz im zweiten Weltkrieg!

  • Werner Zumbrunn sagt:

    „Die Pässe der deutschen Juden wurden 1938 auf Betreiben der Schweiz mit ein(em) grossen «J» gekennzeichnet.“ Diese Behauptung des Historikers Jost ist schon längst widerlegt (siehe http://www.beobachter.ch/leben-gesundheit/krankheiten-von-a-z/artikel/judenstempel-korrektur-einer-halbwahrheit/ ). Wie soll ich einen Historiker ernst nehmen, der mit Halbwahrheiten und Unwahrheiten argumentiert?

  • Heinz Moll sagt:

    @ Jacques Weber: Ihre Unterstellungen sind ein Chabis. Lesen Sie Maurer Erklärung bitte im Wortlaut. Ohne die schlimmen Fehler des seinerzeitigen Bundesrates beschönigen zu wollen: Welches Land nahm prozentual zur Bevölkerung mehr Flüchtlinge auf als die Schweiz? Die ganze Welt hat die verfolgten Juden im Stich gelassen. Aber auch die vom Feind umzingelte Schweiz wurde mit ihrem Flüchtlingsproblem im Stich gelassen. Trotzdem wurde sie für viele Verfolgte zur rettenden Insel – objektiv.

  • Felix Hunziker-Blum sagt:

    Regisseur des J-Stempel-Projekts war der SS-Offizier Dr. Werner Best. Wer das wissen will – und NUR, wer forschen WILL- findet das Material im Archiv des Reichsaussenministeriums. Er unterschrieb auch die Verordnung des Reichsministers des Innern vom 5.Oktober 1938 über die Einführung des J-Stempels. Sein Biograph Prof. Ulrich Herbert, Freiburg i. Br. ( BEST….Bonn, 1996) listete Bests Vorschläge für die „Chefbesprechung“ mit Heydrich von 9-11 1935 auf (S. 210). so u.a.: „Markierung der Pässe von Juden mit einem auffälligen Kennzeichen“. Rothmund wurde 1938 vor vollendete Tatsachen gestellt.

  • Meinrad Stöckli sen. sagt:

    Natürlich hat in unserem Land es jeder gewusst, dass die Juden in Auschwitz und in anderen Lager im Akord vergast wurden – Radio, Presse und Fernsehen haben jeden Tag ausgiebig darüber berichtet. So war es bekanntlich.

    • Walter Bossert sagt:

      Wir hatten weder Zeitung noch Radio und haben es trotzdem gewusst, ganz einfach von den Soldaten welche in den Urlaub kamen. Deshalb empfinde ich solche Professorenstudien eher als politisches Kalkül.

  • Andrea Aebi sagt:

    Das scheint des Historikers liebstes Kind zu sein, die Schweiz anzuschwärzen. Da werden positive Leistungen relativiert (300’000 Flüchtlinge aufgenommen, aber erst spät – was ja gar nicht stimmt, hat die Schweiz doch schon 1938 gegen 12’000 jüdische Flüchtlinge aus Österreich aufgenommen) und negative Fakten doppelt unterstrichen. 24’389 Personenabweisungen gab es im 2. WK an der CH-Grenze (warum wird die Zahl nicht genannt, Herr Jost?). Wir haben also 300’000 aufgenommene und 25’000 abgewiesene Personen. Und Jost bringt nur eine Anklageschrift der „herzlosen“ Schweiz? Das ist manipulativ!

    • Rolf Zach sagt:

      Die Schweiz hat sehr stark nach dem Sturz des Duce italienische Flüchtlinge der Oberschicht und des Bürgertums
      aufgenommen. Es hat sozusagen die zukünftige christdemokratische Elite Italiens gerettet. Ein gute Tat mit eindeutiger
      politischer Absicht. Die polnischen Elitesoldaten waren sehr sympathisch. Später gab es Schweizer Offiziere, die sich
      beklagten, sie nehmen ihnen die Mädchen weg. Was waren die Juden? Krypto-Kommunisten, Leute, die die Autorität
      der katholischen Kirche untergraben (Etter) und warum ging mein reichster Patient in Zürich vor 1938 zu
      dem jüdischen Professor nach Berlin?

    • Claudio Hammer sagt:

      300’000 : 25’000 = 12 : 1 Das erinnert mich doch an ein Ereignis vor knapp 2000 Jahren: Zwölf wurden gerettet und einer ans Kreuz geschlagen – auch damals unter dem Reichsadler

    • Frank Anhalt sagt:

      24’389 Abweisungen gab es an der Grenze. Also wurden 24’389 Personen in den Tod geschickt. Das ist herzlos! Stolz könnte man sein, wenn man eine 1 Mio.aufgenommen und diese vor dem sicheren Tod bewahrt hätte. Es geht ja nicht nur um die abgewiesenen Juden, sondern auch dt. Deserteure wurden noch Ende 1944 an der Grenze von CH erschossen. Und „herzlose“ Schweiz ist ja wohl korrekt, oder wer hat das Vermögen der deportierten Juden über Jahrzehnte „verwaltet?

      • Rolf Zach sagt:

        Wegen den Flüchtlingen haben Sie Recht Hr. Anhalt, aber nicht wegen dem Vermögen. Reiche Juden konnten sich
        in Regel besser als normale Bürger retten. Auch so steinreiche Familien wie Petschek und Weinmann aus Aussig
        (Tschechien) kamen ziemlich geteert und gefedert in ihren Asyl-Ländern an. IG-Farben-Grossaktionär+AR
        Arthur von Weinberg war so ein jüdischer und patriotischer Deutscher, der kein Vermögen im Ausland hatte
        und trotz Millionen-Spenden an die Universität Frankfurt a/Main umgebracht wurde. Sie sehen, vielen reichen
        Juden wurde ihr Patriotismus zum Verhängnis.

  • @Peter Schmid um 10:44: Nicht nur die Arbeitssicherheit sondern die Sicherheit im Ganzen. Wenn ich mal an die klauenden Asylbewerber nordafrikanischer Herkunf im Tessin und anderswo denke. Etwas anderes: Es scheint mir, dass in diesem Blog, zum Teil, verschiedene Themen wild durcheinander gemischt werden. Die Asylproblematik, und um das geht es ja im Text von Jost, ist nur ein Teil des Überbevölkerungsproblems der Schweiz. Es kommt das viel grössere Problem des freien Personenverkehrs hinzu. Und da ist die Schweiz, nach Luxemburg, auch ganz weit vorne.

  • Susi Gerber sagt:

    Der Stachel sitzt tief und schmerzt immer noch heftig.
    Die Vergangenheit ist eben doch nicht Vergangenheit.
    Die Verantwortung ist eben doch nicht bei vergangenen Genarationen.
    Es ist ein Thema, das uns nicht kalt lässt.
    Es ist kein Thema, das uns gleichgültig ist.
    Es ist kein Thema, das wir zur Kenntnis nehmen um gleich wieder in unseren Alltag einzutauchen.
    Eist ein Thema, das Emotionen weckt.
    Warum sonst gäbe es schon über 100 Kommentare?

    • Kaspar Tanner sagt:

      Als Pro-Israeli und Zyniker kann ich Ihnen nur sagen: Juden ziehen immer! Haben Sie das Broder-Interview und die Reaktionen dazu gestern verfolgt? Einfach der Hammer! Wenn jeder Forumsbeitrag einen Franken für den Verlag gäbe, würden die Newsportale nur noch Berichte über den Nahen Osten, Asylbewerber und grillierte Hunde bringen.
      Da gehen die Emotionen immer hoch!
      Nebenbei: Das Forum zu einem Artikel ähnlicher Art hat um die 100 Einträge gebracht – bevor es gesperrt und gelöscht wurde. Vermutlich war so viel Antisemitisches drin, dass selbst den Moderatoren übel wurde.

      • Georg Stamm sagt:

        K. Tanner: Ich glaube nicht, dass ihre Vermutung stimmt betr. dem gesperrten Forum im TA Online. Nach meiner Erfahrung wird dort schnell gesperrt resp. Beiträge unterdrückt wenn irgendwem etwas nicht passt resp. man hat Angst bei gewissen Themen. Man traut den Leuten eine seriöse Diskussion nicht zu. Und dann ist noch einige Willkür im Spiel beim „Streichkonzert“ im TA Online.

        • Kaspar Tanner sagt:

          Ich habe bisher nur zwei Foren erlebt, die offen waren und dann sehr schnell geschlossen wurden. Das oben erwähnte und eines über einen Bombenanschlag in Quetta, wo Islamisten dutzendweise Schiiten umgebracht haben und internationales Recht (Verschonung von Rot-Kreuz-Helfern) schändlichst gebrochen haben.
          Was die „Moderation“ anbelangt, haben Sie Recht. Es ist auffallend, dass man die unten stehenden Moderationsregeln offensichtlich brechen kann – solange man gegen US-Amerikaner, Israelis, Weisse oder Männer wettert.

  • M. Berger sagt:

    Mir gefällt dieser stetig gleiche anklagend einseitige Historiker nicht. Er scheint kein Verständnis für Zeit und Ängste zu haben. Auch ist für mich jemand, der nur anklagt, unglaubwürdig, da die Schweiz auch viel gutes im 2. WK getan hat, von dem man aber eigentlich nichts erfährt und wenn nur mit einer nachgereichten Kritik, es wäre zu wenig, zu spät etc. Mein Vater ist im Emmental aufgewachsen. Vor seinem Haus war ein riesiges Flüchtlingslager mit polnischen Soldaten. 1 Kind haben die Eltern aufgenommen. Langjährige Freundschaften entstanden. Das Bild von Hr. Jost ist falsch, da einseitig.

    • Walter Bossert sagt:

      M. Berger, das entspricht genau dem was auch ich erfahren habe. In meiner Jugendzeit bestand ein ansehnlicher Teil unserer Bevölkerung aus, wie es bei uns hiess “ Versteckten“! Dass dies oft auch noch Kinder waren welche das ohnehin schmale Butget belasteten, wird von diesen feinen Herren natürlich nicht erwähnt.

  • Martin sagt:

    Niemand wusste 1942 vom Holocaust (ausser wohl Hitler, Himmler und ihre Schergen). Das ganze Ausmass der Katastrophe wurde erst nach dem Krieg ersichtlich. Einfach auf Grund einiger Depeschen (von denen es wohl Tausende gab) einen Vorwurf an den damaligen Bundesrat (der wohl einiges mehr zu tun hatte als Depeschen zu lesen) zu konstruieren ist arrogant und anmassend. Wie überhaupt die Kritik der heutigen Generation an die Kriegsgeneration.

    • Martina Siegenthaler sagt:

      Mein Gott Martin, wo sind Sie zur Schule gegangen?

    • Peter Schmid sagt:

      Vielleicht wusste man nicht um das schreckliche Ausmass des Holocaust, aber ich denke Gerüchte (und sogar Berichte) über die schreckliche Behandlung der Juden und anderen „Nicht-Genehmen“ sind schon bis zu den Ohren des Militärs oder der Politik durchgedrungen.

    • Markus Weller sagt:

      @Martin, mein Vater wurde 1929 im Saarland geboren. Laut seiner Aussage wusste man in Deutschland sehr wohl schon vor 42 was in den Lagern mit den Deportierten passierte. Wenn es sich in D mit seiner total Zensur herumgesprochen hat, sollte wohl auch ein neutrales Land seine Infos darüber haben.

    • Albert Weibel sagt:

      Das ist nun ganz einfach falsch. Die Briefe, die 1942 Bundesrat von Steiger vorlagen sind veröffentlicht. Dabei wusste man schon 1957, dass der Bundesrat informiert war. Als 1947 geborener wusste ich auch von meinem Vater, dass er während des Krieges bereits informiert war über die Vergasungen im Nazideutschland. Die Schweiz hat bezüglich tausender von Flüchtlingen, die in den Tod geschickt wurden ganz einfach versagt. In einer vergleichbaren Situation nehmen heute die Türkei, Jordanien, Libanon Hunderttausende von Flüchtlingen auf. Das müssen wir mal anerkennend zur Kenntnis nehmen.

    • Alex Kramer sagt:

      Falsch, Martin!
      Die Wannsee-Konferenz am 20.Januar 1942 war nicht der Beginn, sondern der Koordination des Holocaust (Vernichtung unter wirtschaftlich grösstmöglich auswertbarem Nutzen) gedacht. Juden, politisch anders Denkende und „Staatsfeinde“ wurden schon längst nicht mehr nur eingesperrt. Die Maschinerie lief, und es gab halt wie überall und auch heutzutage noch genügend Leute die lieber wegschauen anstelle sich zu engagieren.
      Sogar Churchill hat in seinen Memoiren zugeben müssen, dass man sich des Problems nicht früher angenommen hatte – es ging ums eigene Überleben!

    • Frank Anhalt sagt:

      Alle wussten vom Holocaust. Nur keiner wollte es sehen.Was hatte der Bundesrat damals zu tun, als der 2. WK herrschte? Er hat die Augen verschlossen.Und welche Kriegsgeneration meinen Sie? Ich kann mich nicht erinnern, dass die CH an Kampfhandlungen beteiligt war, sondern sich bei bei den Nazis eingeschleimt hat.

    • RaLE sagt:

      Dummes geschwätz. Die Schweiz wusste ganz genau was lief. Nun das Geld der Deportierten hat man ja gerne genommen und rückt es ja bekannt lich bis heute nicht mehr raus. Die Schweiz hat sich schlicht und ergreifend ahnungslos gestellt um einer Annektierung durch die Deutschen zu entgehen- ja angebiedert hat man sich an die Nazi Schergen. So siehts leider aus, Freunde.

  • Martin Renftli sagt:

    Immer wieder kommt sie zum Vorscheein, diese „Aktive Naivität“ der Schweiz, seien es vor allem die Behörden und die Wirtschaft aber leider auch keine geringe Anzahl der Bevölkerung. Was nicht in die heile Welt und zur Unschuld passt, wird aktiv naiv übersehen.

  • Ernst Rietmann sagt:

    Unser aktueller Bundespräsident Ueli Maurer dürfte darüber mit Sicherheit informiert gewesen sein. Was geschieht? In einer Rede vor internationalem Publikum erwähnt er, wie humanitär und gut sich doch die Schweiz bezüglich Flüchtlingen im 2. Weltkrieg verhalten habe. Kein Wort dazu, dass diese Regelung für Juden nicht galt, diese wurden in einer grossen Zahl abgewiesen. Ich möchte nicht wissen, wie viele dieser Juden in KZ’s gestorben sind. Die Schweiz hat teilweise eine fragwürdige Rolle gespielt und mit Nazis kooperiert. Davon möchten Maurer und andere aber nichts wissen.

  • Andreas Keller sagt:

    Es wäre fair und angebracht, die Verhältnisse aus der damaligen Sicht, nicht rückblickend aus sicherer Warte zu betrachten. Tatsache ist, dass 1942 die Schweiz völlig umgeben war vom deutschen Machtbereich und niemand wusste, wie der Krieg ausgehen würde. Es gab viele Länder, die als Verbündete aktiv kooperierten mit Deutschland (Finnland, Rumänien, Kroatien, Bulgarien, Ungarn, Slowakei, das angeschlossene Österreich, Vichy-Frankreich). Neutral waren noch Portugal, Spanien und Schweden. Unter diesen Umständen war die Standhaftigkeit der CH bemerkenswert und verdient Anerkennung, nicht Kritik.

  • Paulo sagt:

    Was ein kleines Land während des 2. Weltkrieges bewirken konnte hat Dänemark gezeigt. Ueber 90% der dänischen Juden konnten gerettet werden. Dagegen starben ewa 90% aller holländischen Juden. Man hatte also auch als besetzte Nation durchaus die Wahl gehabt ob man mit den Deutschen kooperieren wollte oder nicht. Die Schweiz als neutrales Land hatte einige Flüchtlinge aufgenommen aber es hätten bei gesunden Menschenverstand viel mehr sein müssen. In der Stadt Basel wusste jeder Bescheid was keine 5 Kilometer nördlich abging.

  • Paul Dremmel sagt:

    Heute gut durchgefüttert lässt es sich sehr gut über „Damals“ herziehen. Wie man die Schweiz von Damals bezeichnen will ist freigestellt. Das sie eine Insel inmitten der Kriegswirren und des Nazi-Regims war ist Fakt. Ob sie eine rettende Insel war hängt am ehesten davon ab, wann man sich retten wollte. Irgendwann ist eine Insel voll. (oder das berüchtigte Boot) Ich sehe dabei nicht den Platz als Problem, sondern die Möglichkeit alle Menschen zu verpflegen. Alle die schon in der Schweiz waren hatten nicht mehr so viel zu beissen.

  • Walter Bossert sagt:

    Renftli, Aktiv übersehen haben Sie leider auch die Tatsache, das im Falle eines Krieges ein jeder Soldat vereidigt wird, nur das auszuführen was ihnen befohlen wird! Wenn nicht, könnte auch Ihr leben vorbei sein.Und mich würde heute schon noch interessieren, was Sie für Augen machen wenn Sie wie mein Vater zu ausserst im Pruntruter Zipfel bei minus 20 Grad an der Grenze stehen, währen ein paar Meter über Ihrem Kopf hin und her geschossen wird. Ich kann nur wiederholen, die Leute von heute haben keine Ahnung, wollen aber alles besser wissen!!

  • Georg Stamm sagt:

    Auch US-Präsident Roosevelt und der brit. Premier Churchill wussten genau so über den Holocaust Bescheid wie allenfalls der Bundesrat. Es wussten überhaupt vermutlich mehr Leute Bescheid auf beiden Seiten als heute zugeben wollen. Die Alliierten hätten die Geleisezubringer nach Auschwitz und Treblinka bombardieren können; sie taten es nicht. Weshalb ? Das ist die viel interessantere Frage !

  • rolf zeller sagt:

    Wenn man bedenkt,was die Alliierten Flieger alles zerstörten aber gleichzeitig die Eisenbahnverbindungen an gewisse Orte nicht beschädigten,frage ich mich,was unsere Historiker eigentlich bezwecken.Die Einstellung der Alliierten gegen über jüdische Flüchtlinge zeigte sich ja nach dem Krieg.Z.B.der Fall der Exodus from Europe 1947,dies alles ohne die Ungewissheit was schon Morgen sein kann.Wer weiss heute wie Deutschland reagiert hätte,wenn zu viele über die Grenze entwischt wären.Vermutlich will man uns nur für heute sensibilisieren,was wohl bezogen auf die Meisten, der nächste Fauxpas wäre!

  • Kurt Bucher sagt:

    Wo waren der Herr Honorarprofessor Hans-Ulrich Jost und die meisten der Kommentatoren hier in den Dreissiger und Vierzigerjahren ?
    Ich erinnere mich nicht, damals als Schüler und junger Mann von ihnen gehört zu haben. Aber ich weiss, was ich erlebt habe. Man hörte mittags und abends die Nachrichten von „Beromünster“ und las zweimal pro Woche die Zeitung. Fremde Kinder in der Schulklasse, einquartierte Soldaten, die Väter im Militär, manche Lehrer, wussten etwas mehr. Unsere Elterngeneration hat bestanden, die Behörden das Land aus dem Krieg herausgehalten. Was könnt IHR ? Wofür kassiert IHR ?

  • Marco Bless sagt:

    Solche Bilder und „Infos“ werden fast in jedem Krieg verbreitet. Da Krieg auch immer eine wichtige psychologische Komponente hat,werden von den Geheimdiensten ebensoviele Falschmeldungen und irreführende Halbwahrheiten verbreitet.
    Was davon wirklich wahr ist,kann man – und auch nur teilweise – erst nach dem Krieg feststellen.
    Was soll man also davon halten,wenn linke Besserwisser 70 Jahre danach solches behaupten?
    Wie wäre es,wenn einer dieser Nestbeschmutzer einmal vorschlagen würde,was denn eigentlich genau ANDERS gemacht hätte werden sollen,statt nur mit dem Zeigefinger herumzufuchteln?

  • Fritz Nussbaumer sagt:

    Wollt ihr wirklich wissen, was Damals Sache war? (Ich hoffe, dass ich nicht zensuriert werde)
    Im 1947, meinem ersten bewussten Schülerjahr, haben wir in der Osternacht im *katholischen* Osterfeuer, das Osterscheit angebrannt. Aber es hiess nicht das „Osterscheit verbrennen“, es hiess, den „Juden“ verbrennen.
    Das Osterscheit nahm man angekohlt wieder mit nach Hause und wenn das Jahr über ein Unwetter im Anzug war,
    warf man den „Juden“ ins Wetter raus.
    Im katholischen Religionsunterricht 1950 habe ich gelernt, dass die Juden böse seien, denn sie hätten Jesus gekreuzigt.

  • Fritz Nussbaumer sagt:

    Ich habe nie gehört, dass nur Pontius Pilatus, der Prokurator des Römischen Reiches, Inhaber der hohen Gerichtsbarkeit war und nur er ein Todesurteil aussprechen konnte. Er sprach ein absolutes Opportunitäts-Urteil aus, nach seiner klaren Feststellung: „ich finde keine Schuld an ihm“. Der juristisch ungebrochene Nachfolger dieses Römischen Reiches ist, na wer denn wohl?
    Der katholische Vatikan.
    “Der Schoß ist fruchtbar noch aus dem das kroch“ [Bertolt Brecht]

  • Rolf Zach sagt:

    Fröhlicher schrieb nach der Landung der Amerikaner in Marokko Nov. 42 an den Bundesrat, Hitler habe bei den Eliten und
    den Arbeiter Rückhalt verloren und das Reich müsse mit einer Niederlage rechnen, die Juden erwähnte er mit keinem Wort.
    Bereits vorher hat die Schweiz mit Händen und Füssen sich gewehrt ihr Gold für die deutsche Kriegsfinanzierung zu brauchen.
    Die Währungsstabilität hatte absoluten Vorrang. Das immer wiederkehrende Thema war Sperrmark und Clearing. Die
    2. Mobilmachung 1943 war die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit. Die Schweiz wollte nur liefern, wenn Ware hereinkommt.
    Juden!?

  • Alex Kramer sagt:

    Mich nerven diese Nadelstiche, die punktuell auf unserer Geschichte gewisse Einzelheiten hervorheben, und dennoch kein gesamtheitliches Bild abzugeben vermögen. Ich finde, dass es dabei angebracht wäre, den gesamten Zeitraum, d.h. auch vor dem 2.WK zu beleuchten. Dass es den Juden im Grossdeutschen Reich dreckig ging und immer dreckiger werden würde, wusste man schon vor dem „Anschluss“ Oesterreichs. Man berief 1938 die int. Konferenz von Evian ein, mit dem Ziel die Juden aus deutsch besetzten Gebieten aus Europa herauszuschaffen, was allerdings erfolglos blieb. Zeitgeist. Niemand wollte sie.

  • lora kamm sagt:

    Wenn Faschismus die Ideologie ist welche sich aus Nationalismen Antisemitismus Rassismus + Sexismus zusammensetzt um in einem Gebräu der Hölle zu kumulieren, sei hier auf den stets und ausschliesslichen Begriff der „Juden“ als Opfer hingewiesen. Wenn Sexismus Teil von Faschismus ist, ist die Nicht-Erwähnung/Verschweigung der weibl. jüdischen Opfer transportierter Teil von Faschismus. Hannah Arendt hat auf auf Nichtnennung und seine Folgen hingewiesen. Jüdinnen haben sich so als Opfer des Faschismus‘ noch über ihren organisierten Mord hinaus unter das männl. Prinzip zu ducken und zu „denken“

  • Ingrid sagt:

    Gut dass mal endlich öffentlich und andauernd über das Thema gesprochen und geschrieben wurde. Die Schweiz war und ist nicht besonderes, in der Schweiz leben wie überall auf der Welt Menschen, Mit ihren Stärken und Abgründen. Die Vergangenheit ist vorbei, wir können sie nicht ändern- nur unsere Lehren daraus ziehen und unsere Fehler kein zweites Mal machen. Es wäre ganz einfach, wenn…eben!

  • Manfred Grieshaber sagt:

    Nach 1815 entstand in Europa eine neue Form des Antisemitismus. Die Metternich’sche Reaktion schaffte alle Errungenschaften der franz. Revolution ab bis auf die Judenemanzipation. Bald unterstellten viele Handwerker ihrer neuen, jüdischen Konkurrenz sie sei von den verhassten Fürsten protegiert. Und die Demokratiebewegungen nahmen jeden auf der gegen die Fürsten war, egal warum. So wucherte im Bürgertum ein unterschwelliger Antisemitismus der in einer Krise virulent wurde, z.B. in Frankreich bei der Affäre Dreyfuss.

  • Ibn Warraq sagt:

    Früher hätte ich solche Artikel bejubelt. Heute stelle ich mir die Frage, was er eigentlich bezwecken soll. Wenn nur der kleine Kreis der Bundesräte davon gewusst hat, dann ist mir das ziemlich egal. Wenn das Wissen breiter gestreut war, dann möchte ich wissen warum meine linken Ex-Brüder geschwiegen haben….

  • Chochav Rishon sagt:

    Fathi Shihab-Eddim, einer der Hauptberater des ägyptischen Präsidenten Morsi, erklärte: „Der Mythos des Holocaustes ist von Amerika erfunden“. Die sechs Millionen ermordeten Juden sollen angeblich in die USA ausgewandert sein.
    .
    Wie lange geht es, bis sich Schweizer u. Schweizerinnen dieser Aussage anschliessen?

    • Peter Schmid sagt:

      Wie kommen Sie denn hier auf diese Vermutung Herr Rishon? Weil die Kommentatoren hier berechtigterweise auf historische Fehler im Artikel hinweisen? Sehen sie hier im Artikel oder bei den Kommentaren irgendwo jemanden der behauptet die Schweiz war ein Engel und habe nie einen Fehler gemacht? Was Sie hier betreiben würde ich ebenso als Hetze bezeichnen, wie die Aussage von Herr Shihab-Eddim.

  • Walter Kunz sagt:

    Über wie viele Jahrhunderte hinweg gedenkt man der Schweiz eigentlich noch Vorhaltungen zu machen. Ist dieser Krieg womöglich noch gar nicht endgültig abgeschlossen..?

  • Tobler Karl sagt:

    Nur wer die Kriegsjahre miterlebt hat, kann sich ein Bild von den Verhältnissen jener Zeit machen: Ständige Angst vor einem Überfall durch die Nazis, Väter im Aktivdienst, Mütter mit ihren Kindern in grosser Sorge gelähmt durch immer neue Unheil ankündigende Gerüchte, Armut in breiten Schichten der Bevölkerung sowie eine sehr einschränkende Lebensmittel-Rationierung drückten auf Moral und Stimmung. Bei der insgesamt grossen Unsicherheit damals war es für die Landesväter schwierig Entscheide zu fällen ohne uns zusätzlich in Gefahr zu bringen. Hr Jost, peinlich ihre Aversion gegen SVP und Maurer

  • Blanche Wu sagt:

    Anstatt immer in die Vergangenheit zu blicken sollten wir heute schauen was auf der Welt passiert. Sicher geschahen viele Gräuel, Untanten. Aber diese geschahen seit es den Menschen gibt. Die Nazizeit ist nicht DAS einzige Ereignis der Menschheitsgeschichte, welches schlimm war. Auch davor gab es sehr viele. Oder wissen wir was Menschen vor 1000 Jahren im Krieg taten? Das ist schon längst vergessen und wir wiederholen uns. Nur weil die Geschichte ständig wiedergekaut wird, verbessert sich der Mensch nicht. Wir bleiben böse, grausam, egoistisch. Das ist unser Urwesen. Akzeptiert das endlich.

    • Johann sagt:

      Wäre der Mensch grundsätzlich böse, gäbe es keine Menschheit mehr. Die Natur des Menschen ist wohl ambivalent. Es bleibt zu hoffen, dass das Gute im homo sapiens überwiegt und die Zivilisation weiterbringt – auch im Zwischenmenschlichen.
      Vielleicht lernen wir doch noch aus der Geschichte.

      • Blanche Wu sagt:

        Das Problem ist wenn man Böses vermeiden möchte, entstehen Verbote und Einschränkungen wo sehr viele anständige Bürger in ihrer Freiheit eingeengt werden, nur weil sehr wenige sich daneben benehmen. Schlussendlich werden die Verbote so gross, dass aus dem gut gemeinten „Bösen vermeiden“ wieder Böses entsteht.
        Das ist das Problem. Daher wiederholt sich die Geschichte immer und immer wieder. Wenn wir aber mehr akzeptieren würden, dass die Natur, die Welt kein Zuckerschlecken ist und brutal und das Tod, Leid, Schmerz, Freude, Liebe, etc. alles zum Leben gehört, würden wir erst Fortschritte mache

  • Ruedi Züst sagt:

    Die katholische Schweiz sympathisierte mit Hitler. Mit ihrer Hilfe sind 200’000 kath. Polen in die Schweiz aufgenommen worden, deren Leben nie bedroht war, welche kath. Polen den Umsturz für Hitler hätten unterstützen müssen.
    Diese 200’000 kath. Polen mit den CH-Katholiken haben die Aufnahme von Juden im gleichen Ausmass verhindert.
    Die kath. Kirche hat Hitler voll unterstützt, und sie trägt die Hauptschuld für die Verbrechen an den Juden. Der Bundesrat hat wegen den 200’000 internierten katholischen Polen, welche keine Aufnahme verdient hätten, die Juden in gleicher Anzahl abweisen müssen.

    • Peter Schmid sagt:

      Ganz abgesehen dass niemals 200’000 Polen auf genommen wurden, waren diese Polen so viel ich weiss geflüchtete Kriegsgefangene aus Deutschland? Dann wären diese auf alle Fälle ebenfalls bedroht gewesen, und man könnte darüber streiten ob „sie eine Aufnahme verdient“ hätten oder nicht.

      • Ruedi Züst sagt:

        Die Polen waren in die französische Armee integriert, kein einziger Franzose wurde in der Schweiz interniert, und sie hätten sich mit den Franzosensoldaten ergeben können. Die gefangenen Polen wären so wenig gefährdet gewesen am Leben wie die Franzosen, welche sich den Deutschen ergeben haben. Der Papst hat bei der Deportation der Juden von Rom in die Gaskammer geschwiegen, und am Schluss, um den Schein zu wahren, noch ein paar Juden in katholischen Klöstern versteckt. Alle Eroberungskriege der Nazis im Westen und Osten hat der Papst bejaht. Siehe Buch K. Deschner: Abermals krähte der Hahn.

        • Peter Schmid sagt:

          „Abermals krähte der Hahn“ ist eine kritische Kirchengeschichte von einem Laien geschrieben und kein Geschichtsbuch. Sowohl der Bergier-Bericht, als auch ältere Geschichtsbücher bestätigen Ihre Anzahl von 200’000 Polen nicht. Was die Rolle der katholischen Kirche im WK2 betrifft habe ich mich bis anhin nicht weiter damit auseinandergesetzt, aber ich kann mir vorstellen dass sie nicht besser oder schlechter war als die Rolle der evangelischen oder anderen Kirchen. Viele Priester haben wohl geholfen wo sie nur konnten auch gegen die offizielle Doktrin von oben und sicher nicht nur „zum Schein“.

    • Kaspar Tanner sagt:

      Vielleicht ist Ihnen entgangen, dass die Polen mit den Juden und Russen zusammen den höchsten Blutzoll gezahlt haben.
      Und vielleicht ist Ihnen auch entgangen, dass die katholische Kirche die letzte Institution in D war, die sich gegen die Nazi-Barbaren gewehrt hat.
      Ebenso scheinen Sie nicht mitgekriegt zu haben, dass der Papst und Dutzende Klöster in Italien Juden beherbergt haben und dass der Papst gegen die Barbareien der Nazis protestierte.
      Weil die Nazis aber Primitivlinge waren, reagierten sie mit noch heftigerer Verfolgung – worauf sich der Papst auf Drängen der Basis zurückhielt.

      • Ruedi Züst sagt:

        Die Polen sind beim Einmarsch Deutschlands in Frankreich, ohne grosse franz. Gegenwehr, dafür gibt es genügend Beweise, in die Schweiz eingedrungen wie die Bourbaki Armee und liessen sich als 200’000 katholische Soldaten internieren. Kein einziger französischer Soldat wurde interniert, welche Franzosen genauso wenig am Leben gefährdet waren wie die katholischen Polensoldaten. Die katholischen Polen sind ohne lebensbedrohende Gefahr als Gefangene in Frankreich in die Schweiz gezogen, mussten mit der Anbauschlacht durchgefüttert werden und haben die Aufnahme von 200’000 Juden verhindert.

  • Urs Hauser sagt:

    Herr Jost, ein grosses Kompliment für ihren Bericht. Sie bestätigen was mir mein Vater vor rund 50 Jahren erzählt hat. Als Zeitzeuge mit offenen Augen und Ohren hatte er diese sicher auch für die Schweiz schwierige Zeit mit erlebt. Schade dass auch unsere Nachbarländer, Italien und Oestereich die Aufarbeitung nur halbherzig angegangen sind. Das Boot ist voll galt damals nur für Juden. Den Kritikern des Berichtes empfehle ich http://www.dodis.ch – wer sucht der findet

    • Peter Schmid sagt:

      @U. Hauser. Sogar der von Herrn Jost zitierte Bergier-Bericht sagt aus dass von den ca. 27’000 abgewiesenen an der Schweizer Grenze „nur“ ca. 14% Juden waren. Das Boot war also nicht einfach pauschal für Juden voll wie Sie hier behaupten.

  • Peter Straub sagt:

    Was an den grosszügig verteilten Noten und den pathetischen Kollektivschuldsprüchen bzw. Schuldbekenntnissen solcher, die ja gar nicht dabei waren – nicht nur im hier mit grossem Eifer diskutierten Zusammenhang, sondern überall, wo Anklagen und Schuldsprüche zu einer Art Volkssport ausarten – immer wieder erstaunt, ist, dass da Menschen mit Überzeugungen von Gerechtigkeit, Menschenpflicht und Dazugehörigem auftrumpfen, die sich nie in vergleichbarer Situation bewähren mussten. Sie machen sich einfach wichtig auf Kosten derer, denen sie nicht gerade in die Augen sehen müssen.

  • Walter Bossert sagt:

    Während meiner Ausbildung machten wir mal einen Test, 5 Personen wurden einzeln in verschiedene Räume gesteckt. Dann musste 1 Person eine Kurze Geschichte möglichst genau der nächsten erzählen und der letzte schrieb die Geschichte auf. Was glaubt ihr was der Schluss verglichen mit dem Anfang aussagte? Solche Geschichten kann man oft über dieses Thema hier lesen und das ist mehr als ärgerlich für alle, welche den Anfang kennen!

  • Peter H. Kuhn sagt:

    Haben Sie, Susi Gerber, schon einmal einen humanen Krieg erlebt? Man soll doch einmal mit diesen (für mich einfältigen) Sprüchen aufhören! Damals ging es um das Überleben unseres Landes in Freiheit. Es ging um den Widerstand und die möglichst erfolgreiche Abwehr der enormen Bedrohung aus dem 3. Reich. Da unser Land und die damaligen Bürger nicht erfrieren und Hunger leiden wollten, war man auf einen minimalen Konsens mit diesem aggressiven Regime angewiesen. Ohne unsere Armee wären Ihre männlichen Vorfahren wahrscheinlich in Russland umgekommen! Hohen Dank unserem Volk, der damaligen Regierung!

    • Blanche Wu sagt:

      Danke vielmals für Ihren Kommentar. Viele können sich gar nicht vorstellen, wie eine solche Gefahr ist. Denn die Generation nach meiner Grossmutter hat gar nie mehr so eine Gefahr erlebt. Wir sind verwöhnt und meinen WIR wissen jetzt wie der Hase läuft. Dabei waren wir gar nie in so einer Situation und meinen jetzt kritisieren zu können. Wie einfach ist das denn?

  • Max Werner sagt:

    Jaja, den Stab brechen und Zeilengeld kassieren. Ich will ja gar nicht wissen, wie all die Kritiker wie Hans-Ulrich Jost gehandelt hätten, wenn sie damals in der politischen Verantwortung gewesen wären.

    • Philipp Rittermann sagt:

      gar nicht, wahrscheinlich. es ist immer einfacher im nachhinein und aus einem sicheren umfeld heraus die schweiz zu kritisieren. historiker sind meist schwache menschen.

    • Roland K. Moser sagt:

      Sie hätten uns verkauft.

      • Blanche Wu sagt:

        Oder sie hätten genau gleich gehandelt um sich zu retten. Wenn es um Leben und Tod geht, wenn der Magen knurrt und die Familie hungert, da der Vater an der Front steht und kein Geld von der Arbeit mehr kommt…dann handelt man oft egoistisch und das kann man in SO einer Situation keinem vorwerfen. Zuerst das Fressen, dann die Moral. Und das auf der ganzen Welt. So ticket der Mensch, das ist unser Wesen. Nur sehr wenige können sich beherrschen und klaren Kopf bewaren in schlimmen Situationen. Aber nicht die grosse Masse.

        • Werner Sugi sagt:

          Blanche Wu: Ihre Zeilen berühren mich. Die Aussagekräftigsten
          in diesem ganzen Blog. Ich danke Ihnen dafür.

  • Marlis sagt:

    Oh jeh- typische Schweizer ‚Diskussion‘:
    es wurde hier über die Schweiz im WW2 geschrieben- jetzt bringt man sämtliche Genozide etc… aus der Schublade-
    was haben zB die amerik. Indianer mit dem Holocaust zu tun?
    Könnt Ihr nicht EINMAL beim Thema bleiben?
    ALLE Völkermorde sind schlimm-a aber die werden HIER nicht diskutiert-.

    • Marlis, Sie haben absolut recht: Die USA und ihr altes Volk, die Indianer, ferner die Sklaven, die Schwarzen, oder Türkei – Armenien. Wie sieht es auch in ganz Afrika aus? Das Ganze ist ein „Geschiss“ um nichts. Aufhören, vergessen!

    • Blanche Wu sagt:

      Es geht darum, dass immer Moralapostel auftreten und meinen es gäbe nur schlimme Erreignisse aus unserer Sicht, dabei geschahen auf der ganzen Welt sehr viele schlimme Dinge. Daher finde ich es äzend, wenn immer der 2. WK wiederholt wird, wie schlimm und böse und überhaupt. Es ist schlimm, aber nicht das einzig Schlimme in der Menschheitsgeschichte. Um das geht es! Der 2. WK war nicht DAS schlimmste Ereignis! Daher kommen solche Kommentare in den Leserkommentaren um die beschränkte Sicht Einzelner zu öffnen, welche ständig einem ein schlechtes Gewissen einflüstern wollen.

  • Rolf Zach sagt:

    Die Schweizer Macht-Elite wollte in erster die Stabilität der Währung und Wirtschaft. Die wöchentliche Bilanz der SNB war
    das ehrlichste Dokument der Kriegszeit. Botschafter Fröhlicher in Berlin kämpfte wie Löwe wegen Clearing und Sperrmark.
    Die Mehrheit des Schweizer Politik war einverstanden. Er schrieb auch im Nov. 1942 (Bonjour) an den BR, dass das Reich
    auf eine Niederlage zusteure, die Arbeiter und auch die Elite das Vertrauen in Hitler verloren haben. Die 2. Mobilmachung
    war eine Arbeitsbeschaffung, weil die Verhandlungen D/CH stockten. Die Judensache war drittrangig+sie waren
    suspekt.

  • G.Trebbe sagt:

    80 Jahre nach dem Debakel ist auch ein Herr Jost schlauer. Motto: wir haben es ja schon immer gewusst. Er schwimmt auf einer Welle, welche ständig in Bewegung sein muss. Sonst könnte man vergessen werden.

  • Michael sagt:

    Menschen die mit einem Karabiner 11 an der Grenze stehen haben möglicherweise ein verklärtes Geschichtsbild. Fakt ist, die Schweiz trägt eine Mitschuld am Krieg (Erfindung des tollen J-Stempels vom EJPD, Waffenlieferungen im Dezember ’44 als die Amerikaner schon lange in Deutschland waren usw usw). Nein man hätte durchaus mehr als 20’000 Menschen jüdischen Glaubens einreisen lassen können (Auf 300’000 Internierte machen 10’000 Flüchtlinge gar nichts). Aber eben. Es gibt immer noch diese doofen Kuhschweizer dies nicht kapieren. Gruess ein stolzer Schweizer seit 51 Generationen

  • Marie V.Roth sagt:

    Was Jost erzählt,weiss jeder, der es wissen wollte, längst. Es war Gertrud Kurz – heute würde sie als „Gutmenschin“ tituliert- eine mutige Frau, die v. Steiger „zwang“. die Grenzen wieder zu öffnen. V. Steiger war ein – heute gibts wieder viele -populistischer, kleinkarierter, aber umso fantatischerer Populist. Ein „wissender“ Ignorant.. Wie U.M. Nationalistisch bis in die Knochen. Heute nennen Rechtsnationale wie U.M. und Broder jene „Gutmenschen“ – es sind dieselben – die es wagen, Israels Siedlungspolitik zu kritisieren. Als Rechtsnationaler ist man heute Islamophob.Wen kümmerts?

    • Rolf Zach sagt:

      on Steiger war Anwalt der deutschen Botschaft und Chef-Lobby der Deutschen im BR. Vernichter von Surava
      und behinderte Wechsler, wo er nur konnte. Nach dem erzwungen Rücktritt von Minger, wollte die SVP eigentlich
      Feldmann wählen, aber der deutsche Gesandte von Köcher verstand es geschickt ihn ins Spiel zu bringen. Nach
      1943 war er nur mit seinem politischen Überleben beschäftigt, u.a. hat er sich schamlos bei Ringier eingeschmeichelt.
      Wegen den Juden war Rothmund schuld. Ohne kalten Krieg hätte man ihn 1947 nicht mehr gewählt. Friede seiner
      Seele! Frechheit Maurer mit ihm zu vergleichen!

    • Rolf Zach sagt:

      Von Steiger war Anwalt der deutschen Botschaft und Chef-Lobby der Deutschen im BR. Vernichter von Surava
      und behinderte Wechsler, wo er nur konnte. Nach dem erzwungen Rücktritt von Minger, wollte die SVP eigentlich
      Feldmann wählen, aber der deutsche Gesandte von Köcher verstand es geschickt ihn ins Spiel zu bringen. Nach
      1943 war er nur mit seinem politischen Überleben beschäftigt, u.a. hat er sich schamlos bei Ringier eingeschmeichelt.
      Wegen den Juden war Rothmund schuld. Ohne kalten Krieg hätte man ihn 1947 nicht mehr gewählt. Friede seiner
      Seele! Frechheit Maurer mit ihm zu vergleichen!

  • Monika Zergiebel sagt:

    Lesen Sie Erich Maria Remarque,z.B.Liebe Deinen Nächsten,Die Nacht von Lissabon und andere Romane über das Schicksal
    von Emigranten und Juden,dort findet man die Antwort.
    In diesen Büchern finden die Schweizer vielleicht eine Antwort auf Ihre Vergangenheit.

  • Jacques Weber sagt:

    Frau Bundesrätin Sommaruga sagte heute anlässlich des fünften Schweizer Asylsymposiums in Bern: „Menschen wurden im Zweiten Weltkrieg an unserer Landesgrenze abgewiesen und somit in den sicheren Tod geschickt.“ Dafür gebührt ihr höchster Respekt, denn damit korrigiert sie die peinliche Schönfärberei des Herrn Bundespräsidenten, die im In- und Ausland ungläubiges Kopfschütteln hervorgerufen hatte. Nur die ehrliche Aufarbeitung der eigenen Rolle in jener Zeit wird die kontroverse Debatte letztlich beenden und das internationale Ansehen eines tüchtigen Landes festigen.

    • Heinz Moll sagt:

      Von Schönfärberei durch Maurer kann keine Rede sein. Wo und von wem im Ausland haben Sie Reaktionen vernommen, Jacques Weber? Sommaruga verschweigt ihrerseits die vielen durch die Schweiz Geretteten. Das geschieht gewiss ohne schiefe Absicht – gällezi?

  • W.Grämer sagt:

    Man muss nicht Judenfreund sein ,trotzdem war die Schweiz mit dem braunen Sumpf Nazi unterwandert.Ich weiss heute noch wo in meinem Dorf in welcher Beiz die Fröntler ihre Versammlungen hatten.Auch weiss ich noch von meiner Mutter die an einem Mittag an einem Tisch sass da ein Hauptmann der Schweizer Armee daneben sass+der sagte wir müssen zu Hitler gehören.Sie hat zu mir gesagt nach der Aussage des Hauptmanns hätte sie fast erbrechen müssen.

  • Walter Kunz sagt:

    Vielleicht kommt man plötzlich mit neuen Reueforderungen auf die Schweiz zu.
    wundern würde sich darüber wohl kaum noch jemand. Den alle benötigen
    bekanntlich Geld um weiterhin ihre Kriege führe zu können. Wo kommt man mit
    einwenig Druck denn Ringer dazu als in der Schweiz..?

    • Walter Kunz sagt:

      Oder mit anderen Worten, bezwecken die damals wie heute noch kriegsführenden Nationen, mit diesen sich oft wiederholenden Anschuldigungen, die Allgemeinheit nur von ihren eigenen grossen Schulden etwas ablenken.?

      • Michael S. sagt:

        Knapp 100 Jahre nach dem 1. Weltkrieg, kommen Sie also wieder. Die unsagbar blöden Aussagen wie: Dolchstosslegende, Brunnenvergifter, „denen“ gehts nur ums Geld. Lieber Herr Kunz, entweder ist das ein komplett missglückter Versuch von Zynismus oder Sie habens immre noch nicht geschnallt. Für Sie und ihre braunen gschpänli zum mitschreiben. Es. Geht. Um. UNSERE. Schuld. Verantwortet von UNSEREN Bundesräten. Weisungen und Protokolle zu finden in UNSEREM Bundesarchiv, Postfach, 3003 Bern. PUNKT.

        • Walter Kunz sagt:

          Mit verlaub wir sind ja gerade daran, indem wir unser Boot übermässig füllen und das übrigens erst noch ohne braune Farbe, um von jenen unseren Ahnen aufgedichteten Schulden etwas gut zu machen.

      • Walter Kunz sagt:

        Wie sähe es denn heute bei uns wohl aus, hätte Hitler z. B. eben wegen diesem
        übervollen Boot die Schweiz so ähnlich wie viele umliegende Staaten danieder gemacht.?

      • Walter Kunz sagt:

        Die schon viel zu lange andauernde Kritik, mit der ausdrücklichen Betonung, es liegt auf unserer Schuld, welche an der Vergangenheit rein gar nichts ändert, das wieso und warum, geradezu als Nebensache erscheinen lässt. Macht darum weitere Wiederholungen mehr als überflüssig.

  • Annemarie Richard sagt:

    Der Bundesrat wusste schon…… und wir wissen es nun auch. Aber irgend einmal hat man die Nase gestrichen voll von ewig Gestrigem. Genügt es denn nicht wenn sich Historiker mit vergangenen Greueltaten auf Staatskosten befassen müssen. Zu Recht. Schulwissen. Es war nicht unsere Zeit. Wir leben hier und jetzt. Schreiben das Jahr 2013. Haben beileibe genug eigene schwarze Flecken – eigene Geschichte – die es zu verarbeiten gilt. Sind wir denn wirklich so dumm und bezahlen wenn möglich wieder – für Fehler – Entscheide – unserer verstorbenen Vorfahren – unserer Ur Ur Grossväter im In und Ausland.

    • Marie V.Roth sagt:

      Sie haben also die Nase gestrichen voll? Auch von den Mythen wie Tell, Winkelried und ähnlichem Geplapper, dis historisch, im Gegensatz zum Holocoust nicht nicht bewiesen sind. Oder lieben Sie diese etwa, so abgöttisch wie die SVP 😉 Kurz. Aus der Geschichte lernen – nicht Mythen verherrlichen – das ist die Pflicht jedes aufgeklärten Bürgers. U.M hat ohne äusseren Zwang, ohne Not oder irgendwelche Konsequenzen für ihn oder unsere Land, mal wieder nur den Mythos gefeiert. Die historische Wahrheit hat den Bildungsfernen noch nie wirklich interessiert. Dummheit? Nein, eine Schande für unser Land

      • Annemarie Richard sagt:

        Dummheit – Nein… . Schreibe ich es doch – Schulwissen – übrigens auch das Lesen (Pisa Studie) Schande auch (?).

      • Peter Schmid sagt:

        @Marie Roth. Schon wieder jemand der mit der „historischen Wahrheit“ um sich wirft, und aber selbstverständlich nur das für die Schweiz negative damit meint. Und jeder der nicht ihrer Meinung ist, ist natürlich ein SVP-Wähler und als Konsequenz dessen natürlich bildungsfern und dumm. Und ausgerechnet Leute wie Sie sehen sich dann auch noch als moralisch überlegen und klopfen sich selbst auf die Schulter. Dabei ist überhaupt nicht sicher wer hier die grössere Schande für die Schweiz ist.

  • Walter Schneider sagt:

    Ich wünsche dem Herrn Jost eine spannende Zeit in seinem nächsten Leben.

  • Stadelmann Christoph sagt:

    Frau Sommaruga hat Recht mit dem Hinweis zum 2. Weltkrieg wegen dem Verhalten der Schweiz. Mich stört nur, dass die Machenschaften gewisser Länder mit ihren königichen Hohheiten wenige Jahre zuvor die Eliminierung von ganzen Etnien zu verantworten haben aus reiner Profitgier. Heute ist Brüssel Sitz der EU. Was sich zu Beginn des motorisierenden Jahrtausend alles im Kongo (Belgien, Leopold) und in Peru (Spanien) abspielte, darüber schweigt die Weltpresse. Diese Länder (Kongo, Peru u.a.m.) verfügen über keine Lobby. Hier äussert sich niemand zur Verantwortlichkeit, nein man bleibt ganz still.

  • Ihr Lieben Historiker, Bundesrätinnen und…., Hört endlich auf mit dieser Nestbeschmutzung, Ich bin als Kind in genannter Zeit aufgewachsen. Wir lebten in einer kleinen 3-Zimmerwohnung und haben in dieser Zeit 2 Flüchtlingkinder über längere Zeit aufgenommen; und wir waren nicht die Einzigen. Wer diese Zeit nicht selbst erlebt hat sollte endlich schweigen. Zudem gilt es heute andere Probleme zu lösen!

    • Meinrad Stöckli sen. sagt:

      Je mehr über den Holockauscht, der nun 70 Jahre zurückliegt gejammert wird, umso mehr hängt den Leuten dieses Wort buchstäblich zum Hals heraus und widert an, da sie erkannt haben, wie damit Schindluderei, Missbrauch und Epressung bis hin zur Rechtfertigung anderer Verbrechen getrieben wird.

  • Nachtra g an die Nestbeschmutzer: Lesen Sie das Buch von Florentin Sophie Rost van Tonningen-Heubel:“Die Wahrheit, das Licht, dann bekommen Sie eine etwa andere Perspektive!

  • daniel hofer sagt:

    Selbstverständlich sind wir schuld am Holocaust. Deshalb ist es auch selbstverständlich, dass wir heute Wirtschaftsmigranten, Chügelidealer, nordafrikanische Tagediebe, eritreische Kriegsdienstverweigerer, kurdische Terroristen und vor allem Islamisten jeder Couleur bei uns aufnehmen. Es könnte ja sonst sein dass in 70 Jahren nachgewiesen wird dass wir schon wieder 6 Millionen in den sicheren Tod geschickt haben!

  • Alfred Siffert sagt:

    So eine Unwahrheit: Mein Grossvater wusste schon lange vor 1942, dass es KZ’s gab. Er hat mir auch gesagt, dass die katholische Kirche das von Anfang an wusste und dies mit Regierungsraten in Solothurn, Chur und Basel diskutiert hatte: lange vor 1942. Das Boot war nie voll. Es war halt ein Economie-Suisse-Angst-Zeitalter: viele Bürgerliche wollten gar nicht, dass die Schweizer von den Gräueltaten der D wussten. Mein Grossvater war im Nachrichtendienst der Armee: sein wissen hatte er u.a. vom Militär. Zumindest das „VBS“ wusste also von Anfang an alles. Aber 40% der Offiziere waren ja braun…

  • Hans Locher sagt:

    das Bonmot wird Dwight D, Eisenhower zugeschrieben, ist aber wahrscheinlich viel älter: „Die eine Hälfte der Gesellschaft bemüht sich, die anfallenden Probleme zu lösen um zu überleben, mit Erfolg und Misserfolg. Die andere Hälfte kritisiert lediglich(immer hinterher, versteht sich) was die erste versucht.“

  • Hans Steiner sagt:

    Die Schweizer kannten Gräueltaten, ja. Aber wussten sie vom Holocaust? Die Antwort ist klar NEIN. Wie alle, z.B. auch Vatikan, wussten sie, dass Juden verfolgt, ja getötet werden. Die Reichspogromnacht war doch allen schon im 1938 bekannt. Aber das industrialisierte Töten war noch längst nicht bewusst. Das müsste auch ein Historiker wissen. Verleugnet er es, ist er kein Historiker, sondern verfolgt politische Ziele. Hier daher noch ein Fakt. Die Schweiz nahm im 2. Weltkrieg mehr Juden auf als die USA und zwar ABSOLUT! Die USA nahmen seit Beginn des Krieges keine Juden mehr auf!

  • Peter Meier-Schlittler sagt:

    Schwierigkeiten mit der der Geschichtel? Der J-Stempel wurde von den Deutschen allen jüdischen Personen im Pass angebracht, um sie bei einer allfälligen Rückreise nach Deutschland sofort zu erkennen. Dies hat Dr. Max Keller klar nachgewiesen und der Beobachter entschuldigte sich am 4.9.1998 für die einstige wahrheitswidrige Darstellung! Die CH schlug 1938 an der von ihr veranlassten Konferenz von Evian vor mehr jüdischen Flüchtlinge aufzunehmen und eine sichere Durchreise zu gewähren, sofern auch andere Länder bereit wären sie aufzunehmen: die USA lehnten ab! Die „St. Louis“ lässt grüssen!

  • Walter Kunz sagt:

    Herr Tobler 30 Januar 2013 um 21:03 Wenn sie damit, die wahren Schuldigen geflissentlich aussen vor lassend, mit unserer Schuld Glücklich sein sollten, so ist das ihre Sache.

  • EU sagt:

    „Koooommt, meine lieben Kinder!
    ich hab was Gutes & Nützliches für euch.
    Folgt mir nur! Hier hinein! Keine Angst!“

    Wann kapiert ihr endlich,
    dass euer lächerlicher Zustand endlich ist?
    Dass eure unfassbare Naivität bald ein Ende hat?

    Öster“reicher“ verlachen!
    Aber selber auf der selben Stufe versumpfen!
    Das ist wahrlich schmerzhaft für euch Armen!
    Doch wird sich niemand für euch erbarmen!
    Die Schweiz wird krachen.
    Alle andern werden lachen.

    Werdet endlich etwas b e w e g l i c h e r !
    Und seid nicht immer um sooo viel redlicher!
    Helvetia wie Austria hinkt 30 Jahre hinterher.
    Da hilft euch d

  • bettina ramseier sagt:

    Bei solchen Permanentrecyklierthemen frage ich mich ernsthaft, ob wir es mit Historikern oder nicht eher mit opportunistischen Hysterikern zu tun haben. Solche Artikel sind Ersatzrituale, mit denen man sich aus der Verantwortung für das heutige Zeitgeschehen zu stehlen versucht. Wie zum Beispiel machen sich linksopportunistische Verschuldungspolitiker moralisch, ethisch und strafrechtlich schuldig, wenn sie Wählerstimmen mit nichteinlösbaren Versprechen kaufen und der nächsten Generation Schuldenberge hinterlassen, die sie weder zurückzahlen noch deren Zinsen sie bedienen können? Griechenland)

  • Kiki sagt:

    Danke fuer diesen Beitrag! Wie die Kommentare zeigen, ist es extrem wichtig, dieses Thema historisch zu beleuchten, um den Diskurs gewisser Politiker zu relativieren. Das Argument „es liegt ja schon drei Generationen zurueck“ zaehlt fuer mich nicht. Wenn die Generation der europaeischen Grosseltern anders gehandelt haette, wuerden wir heute ohne den Konflikt in Israel/Palaestina leben. Erst die Greueltaten des 2. WK hat zur Masseneinwanderung nach Palaestina gefuehrt, die Staatsgruendung war abgesegnet durch die UNO. Halten wir uns das vor Augen, bevor wir den Zionismus verurteilen.

  • Walter Kunz sagt:

    Ergo, statt uns auf die ununterbrochen neu ablaufenden Schurkenstücke aufmerksam zu machen,
    wird mit solchen Berichten, aus der Vergangenheit, versucht, die Allgemeinheit von all
    diesen vielen Übel abzulenken.

  • Haydée Kasper sagt:

    Es ist schlicht bedauerlich, wie Menschen, die Lage der CH während des 2, WK nur negativ beurteilen, ohne selbst in dieser Zeit gelebt zu haben: Sicher wurden damals, wie auch heute Fehler gemacht und aus diesen sollte man lernen. Ich bin fest überzeugt, dass niemand, der über das „Fehlverhalten“ von damals schlecht spricht, heutzutage einen Asylanten von welcher Couleur auch immer, bei sich zu Hause aufnehmen würde, um die heutige Lage zu verbessern. Es ist immer einfacher im Nachhinein zu kommentieren und vor allem sollte man immer sachlich bleiben.

  • J.Meijer sagt:

    Das „Boot“ war auch in 1940 fuer die Schweiz schon zu voll.Aber das war nur „zwischen die Ohren “ von Menschen in jedes Land in Europa.Die „Identitaet“ von jedes Land verschwindet wenn andere Leute in ihren Land kommen.Sie mussten auch integrieren und leben,sonst waren sie „die Andere“.und auch nicht willkommen.Sie wollen nur die Natur schuetzen wie heute.

  • J.Meijer sagt:

    Die Menschen wussten auch frueher nichts von „Andere Menschen“. Sie waren dumm und hintergestellt,und mussten auch so sein wie ihre Nachbarn,dassselbe sein,integrieren.Waren sie „Anders“ wie auch die Juden frueher,dann war es nicht gut,aber schlecht.Bis heutzutage.Die Welt aendert,aber die Menschen nie.

  • Ursula Eichenberger sagt:

    Nur weil ideologisch belastete Historiker wie Herr Jost, der es eigentlich besser wissen müsste, es immer wieder schreiben, wird es nicht wahrer: die falsche Behauptung, dass der grässliche Judenstempel auf Schweizer Betreiben entstand, wurde vom „Beobachter“ in die Welt gesetzt. Viele Jahre später sah dieser sich genötigt, zu korrigieren: http://www.beobachter.ch/archiv/inhaltsverzeichnisse/artikel/beobachter-thema-judenstempel/
    Trotzdem wird dies – gar nicht politisch motiviert natürlich – immer wieder einfach übergangen. Seriöse historische Aufarbeitung sieht anders aus! Shame on you!

  • Walter Kunz sagt:

    Dass wir zurzeit, in der “GEGENWART”, bereits schon das Jahr 2013 zählen, das ist dem Autor ,in seinem Eifer, wohl völlig entgangen.?

  • Max Schmid sagt:

    Ja Hr. Prof. kocht den Bergierber.auf,dazulernen Fehlanzeige,vorallen wenns nicht zu seiner Meinung passt. Auch die Kommentare strotzen vor Unkenntnis. Wer wollte wusste was 1942 in D lief.Nur 1939 hatte die Schweiz 7100 Flüchtlinge 07.1942 8300 und Ende Jahr 18000.Wie ist das heute 10000 Asylanten in 5Mt? Alles ausser Gemüse + Früchte war rationiert.Pro Kind gabs um die 200g Brot /Tg. Wir pflanzten auf 1450müM Kartoffel,dort wo Sawiris heute Hotel baut + waren glücklich wenn wieder ein CH-Schiff Weizen in Savona landete + Mussolini die Einfuhr gestattete. Wer darf da eher über wen meckern ?

  • Dani G. sagt:

    Also nicht mal das Rote Kreuz wusste vom Holocaust und die hatten Zugang zu KZ‘ ..das erste mal vom Holocaust wurde nach dem 2.Weltkrieg bekannt gegeben….Churchill solle ja von anfang gewusst haben( auch TEilgrund für die Einschrietungen) kein wort hat er verloren in seiner Biografie…aber ja jeder mensch soll für sich denken

  • Walter Hurni sagt:

    Als 1951 geborener masse ich mir kein urteil über das verhalten der damaligen generation an. Dass wieder mal ein historiker wie prof. jost die alte leier hervor kramt, um das alte lied aller selbstgerechten spätgeborenen darauf zu spielen ist nicht neu und auch nicht wirklich originell. Einem beamten mit 5-stelligem salär sollte mehr einfallen! Es ist geschichte und nicht zu ändern, vorbei ist vorbei. Aber ich lasse die generation unserer eltern nicht mit dreck bewerfen! Es ging uns noch nie so gut wie heute, dabei wird zu gerne vergessen, dass diese generation den grundstein dazu gelegt hat

  • buzzel hugelshofer sagt:

    Geben wir doch einfach einmal uneingeschränkt zu, dass wir Deutschschweizer uns im Denken und Fühlen nicht wirklich von den Deutschen unterscheiden. Ich war lange darauf stolz ein Schweizer zu sein, bis ich durch die Auseinandersetzung mit den Tatsachen realisierte, dass unser Verhalten im und nach dem Krieg keinen Stolz rechtfertigt. Meine Mutter hat auch eine Abneigung gegen die Juden gehabt und wir als Kinder haben das übernommen ohne zu wissen warum. Wahrscheinlich ging es einfach darum, Sündenböcke zu haben, an denen man alle Frust und Wut über die eigene Unzufriedenheit auslassen konnte

  • Walter Kunz sagt:

    Wie wäre es z. B. diese mühsame Geschichte in einem Sonderblatt zu wiederholen, so bliebe im Tages-Anzeiger mehr Platz für Aktuelleres frei.

  • Zwahlen Rudolf sagt:

    Wir können nur hoffen,dass wir in der kommenden Krise,nie auf solche Theoretiker angewiesen sind um die Probleme zu bewältigen in Sachen Einwanderung von Wirtschaftsflüchtlingen.Jetz,in noch einigermassen intakten Zeiten,scheinen sich ja lauter Unfähige dem Problem anzunehmen.

  • Hans P. Grimm sagt:

    Wenn laut H.U.Jost nur die SP die Guten hier waren, warum haben sie dann nicht Flüchtlinge hereingeholt?

    Die einfache Bevölkerung an den Grenzen hat viele versteckt und ihnen geholfen ins Landesinnere zu kommen!

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