Ohne Auflagen keine Kohle

Bern langt zu. Im kommenden Jahr wird der Kanton 1163 Millionen Franken aus dem Nationalen Finanzausgleich (NFA) beziehen. Das sind 1193 Franken pro Kopf. Ein schöner Zustupf. Zum Vergleich: Griechenland bekommt aus dem EU-Kohäsionsfonds – eine Art innereuropäischer Finanzausgleich – rund 5,5 Milliarden Franken. Das sind pro Kopf 490 Franken. So kurios es klingen mag: Die Griechen sind diesbezüglich günstiger als unsere Berner.

Dass ein gewisser Ausgleich zwischen finanzstarken und finanzschwachen Kantonen stattfindet, stellt niemand ernsthaft in Frage. Uri kann nicht mit Zürich oder Genf konkurrieren. Der neue NFA ist seit 2008 in Kraft. Und es zeigen sich markante Unterschiede: Einige Kantone strampeln sich nach oben. Andere lassen sich gehen. Waadt entwickelte sich positiv, Bern liegt im Wachkoma: Innerhalb von vier Jahren steigerte der Kanton seine NFA-Bezüge von 880 Millionen (2008) auf 1064 Millionen (2012).

Den Schwachen ist zu helfen, den allzu Bequemen muss man Beine machen. Bern hat Potenzial: zum Sparen und zum Vorwärtskommen.

Burgdorf (BE). (Foto: Keystone)

Der Kanton Bern muss unter Druck gesetzt werden: Burgdorf (BE) mit Burg. (Foto: Keystone)

Nachdem Kritik an den Nehmerqualitäten Berns laut wurde, organisierte die Finanzdirektorin Beatrice Simon (BDP) mit ihren erfolgreicheren Kollegen aus Zug und Schwyz eine Besichtigungstour zu den heimischen Wildbächen und abgelegenen Weilern. Man wirbt um Verständnis für die missliche Finanzlage. Kann man. Nur: Wer sich vor allem auf die eigenen Schwächen konzentriert, bleibt in der Misere gefangen.

Auch mein Heimatkanton Nidwalden gehört zu den Nettozahlern. Mal ehrlich: Wer hätte vor hundert Jahren nur einen Franken auf diesen Gebirgskanton gewettet? Heute gehört er zu den finanzstärksten Kantonen der Schweiz. Die volkswirtschaftliche Leistung pro Kopf ist doppelt so hoch wie der Schweizer Durchschnitt – und es gibt ein paar Gründe, warum das so ist: Berner Staatsangestellte werden mit 63 Jahren pensioniert. Eine nette Geste… mit einem Haken: Die Rechnung für das staatliche Wohlfühlprogramm müssen andere übernehmen. Pro Kopf gibt der Kanton Bern rund 10’100 Franken aus. In Nidwalden sind es bescheidene 8600 Franken. Trotzdem funktionieren unsere Schulen, die Gesundheitsversorgung ist sichergestellt, die Strassen haben keine Schlaglöcher. Haushälterische Politik fängt beim eigenen Portemonnaie an: Ein Nidwaldner Regierungsrat verdient rund 190’000 Franken. Der Stadtpräsident einer Berner Mittellandgemeinde wie Biel 260’000 Franken.

Den Schwachen ist zu helfen, den allzu Bequemen muss man Beine machen. Bern hat Potenzial: zum Sparen und zum Vorwärtskommen. Manchmal hängt das eine mit dem anderen zusammen. Ein schlanker Staat lässt den Bürgern und Unternehmen mehr Raum für Eigeninitiative. Ab 2013 werden die Kantone rudelweise ins Minus purzeln. Trotzdem müssen die Geberkantone ihre 1,5 Milliarden Franken in den NFA-Topf abliefern und zusätzlich harte Sparprogramme durchführen. Hier endet die Geduld. Bern muss seine Hausaufgaben machen – und ist es nicht willig, braucht es Druck: Ohne Auflagen keine Kohle.

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213 Kommentare zu «Ohne Auflagen keine Kohle»

  • Robert Franz Reichmuth sagt:

    BRAVISSIMO – Herr Nationalrat Peter Keller …

    DAS – von DEN HAUSAUFGABEN – hat mir DER HERR LEHRER – schon vor einem guten halben Jahrhundert gesagt …

    • Heinz Binggeli sagt:

      Die Reithalle als Schweiz weit öffentliches Ärgernis oder auch bekannt als Kampftruppe der SP, muss ja auch finanziert werden!

      • Mark Keller sagt:

        Wenn Sie denn schon in Polemik machen, dann sollten Sie wenigstens bei der Wahrheit bleiben. Die Reithalle hat mit dem Kanton nichts zu tun. Dies ist eine Angelegenheit der Stadt Bern.

        • Reto Derungs sagt:

          @Keller: So, wie Sie den Kommentator Binggeli (m.E. zu Unrecht) der Polemik bezichtigen, müssen Sie sich den Vorwurf der Kurzsichtigkeit gefallen lassen: Die marode Gemeinde Bern ist Bestandteil des maroden Kantons Bern. Will letzterer seine Finanzen verbessern, geht das nur über die Verbesserung auch der Leistungsfähigkeit seiner Gemeinden, z.B. Abbau des stadtbernischen Schlendrians (teure Verkehrsverhinderungsprojekte, politische Nachwuchsförderung à la Anarchistenbrutstätte „Reithalle“ u.v.a. mehr) via Zentrumslastenausgleich (= Steuersubstrat der Aussengemeinden).

  • Anneliese Hofer sagt:

    Ich ärgere mich ,wenn ich sehe wieviel meiner steuern,die ich in Zug bezahle,nach Bern gehen.schläft dieser Kanton oder fehlt der Wille sich anzustrengen ? Aber solange Geld fließt !,, etwas mehr sparen etwas mehr Ideen könnte diesen Kanton auch weiterbringen.aber solange sich dieser als agrarkanton sieht wird sich nichts ändern!

    • Urs sagt:

      …die von Zug, die mit den leistungslosen Einkommen durch Unternehmen die anderswo keine Steuern bezahlen und sich nur solange schmarotzerisch heir aufhalten wie es profitabel ist. Einst, wenn die Zuger dann im weltweiten Vergleich mal auf der Strecke bleiben und die Unternehmen zum nächsten Steueroptimierungsopfer gezogen sind… Einkommen durch den weltweiten Standort und Steuerwettbwerb bevorzugen einzig die Aktionäre und andere Investoren. Der Rest der Gesellschaft mit ihren Errungenschaften schaut am Ende dumm aus der Wäsche, immer…

      • Beat sagt:

        Was macht dann Bern? Wenn alle reichen Steuerzahler die Schweiz verlassen, wo bezieht dann Bern seine Milliarde her?

        • star sagt:

          Null problemo Beat ! Rot-Grüne machen Alkohol Entzug und dann sind wieder in reale Welt und beginnen (das ist nicht
          siecher ,weil linken Arbeiten nicht gern ) wieder ARBEITEN !

      • Thomas Schlagenhauf sagt:

        Lieber Urs, bitte denken Sie Ihre Aussage konsequent zu Ende. Wenn die internationalen Unternhemen aus unseren Tiefsteuerkantonen wegziehen und ins Ausland umsiedeln (zB Singapur, Dubai, Holland, Irland etc), dann fehlen eben diese Steuereinnahmen um unsere Nehmerkantone zu unterstützen…

      • Hans Käslin sagt:

        Wer lesen kann ist klar im Vorteil: Der Stadtpräsident von Biel verdient 50% mehr als ein Nidwaldner Regierungsrat. Wer schmarotz denn nun hier.

        • Mark Keller sagt:

          Hans Käslin, der Stadtpräsident von Biel bezieht seinen Lohn nicht vom Kanton Bern.

        • Daniel Hug sagt:

          Werter Herr Käslin, der Stadtpräsident von Biel steht immerhin etwa 53’000 Einwohnern vor. Ein Nidwaldner Regierungsrat ist einer von 7 (!) für 41’000 Einwohner. Und wenn wir schon bei diesem Thema sind: Der Kanton Bern hat zwar auch eine 7-köpfige Regierung, aber immerhin etwa die 25fache Bevölkerung von Nidwalden. Wenn man schon auf Polemik macht, Herr Käslin, dann sollte man auch solche Tatsachen sehen…

    • Housi Steiner sagt:

      Liebe Frau Hofer, ihr Beitrag ist unvollständig! Wie viele der WENIGEN Steuern die sie bezahlen, das wäre die komplette Aussage!Freuen sie sich doch, dass ihre Steuerrechnung nur knapp einen Drittel der Meinigen beträgt. Und dass sie inmitten von Millionären leben dürfen, während mein Nachbar tatsächlich ’nur‘ ein Bauer ist. Der ihnen aber möglicherweise das Gemüse, die Eier und das Fleisch liefert, das im verbetonierten Zug nicht mehr angebaut werden kann.

      • Albert Schwarzenbacher sagt:

        Und freuen Sie sich auch, Frau Hofer, dass die Zürcher und wir Luzerner Ihrem Kanton alle Zentrumslasten abnehmen, grosse Bahnhöfe und den Flughafen sowie Universitäten, Kulturzentren, Museen, Theater etc. zur Verfügung stellen – das ist es, was Zug als Wohnkanton für Gutbetuchte erst attraktiv macht; neben den unanständig niedrigen Steuern, die die umliegenden Kantone wieder unter Vollzugszwang setzen. Wir müssen z.B. grad das KKL renovieren, das fast ausschliesslich für Ihre Klientel gebaut wurde. Und wir nehmen auch die 800 Familien auf, die den teuren Kt. Zug jedes Jahr verlassen müssen.

        • L Ph Froidevaux, Pully VD sagt:

          Ihr Argument ist nicht wirklich stichhaltig. LU ist grosser Empfängerkanton. Denn die wirklich grossen Zentren wie Zürich, Basel Stadt, Genève, Lausanne (arc lémanique) sind in Kantonen, die grosse NFA Zahler sind. Und Zug ist ja pro Kopf der grösster Zahler, d.h. die Zetrumslasten nach Luzern werden ja so kompensiert. Gerade diese Missbalance wird so ausgegelichen. Fact ist: Sie krigen als LU viel Zentrumslastenkompensation aus dem NFA, es ist irrelevant ob von dir. Steuern oder NFA. Übrigens ist in ZG der trickle-down effekt sehr gross. Da profitiert auch Luzern.

        • Mark Mathis sagt:

          Jetzt nicht übertreiben: Wenn ein Zuger ins KKL will muss er etwa so lange anreisen, wie ein Aargauer oder ein Urner. Wenn ein Zuger ins Opernhaus will, muss er solange anreisen wie mancher Glarner oder Thurgauer. Das Argument mit den Zentrumslasten trifft zu, allerdings werden die gerade von Zug mit Beiträgen an kulturelle Instiutionen mitfinanziert. Wegen seiner guten Finanzen führt Zug gewatlige Summen an Nehmrkantone ab und das ist auch ok so. Vielleicht müsste man den NFA aber trotzdem in einigen Jahren nachjustieren, das Zahlungen werden für Zuger nämlich immer höher und absurder.

        • marcel meier sagt:

          ja herr schwarzenbach,
          das können allerdings auch dem peter keller sagen.
          und all diese aufgebockten autos auf luzerns strassen haben doch sehr oft ein nw Kennzeichen.

      • Daniel Scherer sagt:

        Herr Steiner, sie verkennen hier wohl die Tatsache, dass die Steuern für Zugerinnen und Zuger im Vergleich zu anderen zwar tief sind, die Preise für Wohnraum hingegen im Vergleich extrem hoch. Auch für mittelständische Zuger ist die Steuerlast immernoch eine „Last“. Und wenn man dazu noch horrende Preise für Mitewohnungen bezahlen darf, gleicht sich dies schlussendlich ja wohl aus..

        • Mark Keller sagt:

          Und wer trägt die Schuld an den horrenden Mietzinsen? Doch wohl jene Zuger und Zugerinnen welche mit den tiefen Steuern diejenige Klientel angelockt hat, welche solche Immobilien besitzen bzw. mieten können.

          • Daniel Scherer sagt:

            Ja, selbstverständlich.. das bestreitet ja auch keiner. Darum sind sie im Kanton Bern ja auch tiefer.

    • Nico Meier sagt:

      Nich jeder Kanton ist so klein und gut gelegen wie Zug oder Nidwalden.
      Ich wohne im Kanton Aargau der über eine relativ grosse Fläche verfügt, die mal abgesehen von einigen Schwerpunkten nicht über nennenswerte Industrie- sowie Dienstleistungszentren verfügt.
      Die vielen teils kleinen Gemeinden müssen Infrastrukturmässig auch versorgt sein (Strassen, Wasser, Abwasser usw.)
      dies verursacht höhere Kosten. Die Alternative wäre abgelegenere Gebiete nicht mehr zu bewohnen ist das das Ziel?

      • Armando sagt:

        Sie scheinen den eigenen Kanton schlecht zu kennen. Ich wohne selber im Kanton Aargau. Der Aargau ist einer der meistentwickelten Kantone, mit sehr viel Industrie- und Dienstleistungsunternehmen. Zudem profitiert der Aargau von der Nähe zur Metropole Zürich. Der wachsende Siedlungsdruck und die steigenden Immobilienpreise beweisen das eindrücklich. Aber im Kanton Bern liegen die Probleme ganz anders. Bürokratenhauptstadt Bern, wenig Industrie mit Potenzial, wenig Innovationskraft, träge. Steuerparadies für pauschalbesteuerte Ausländer, aber Steuerhölle für den einheimischen Mittelstand.

    • Tina sagt:

      @Urs&Steiner: Es gibt viele Zuger, die wirklich Zuger sind. Ich bin in Zug geboren und in einer Zuger Gemeinde aufgewachsen, jetzt habe ich auch einen Job dort gefunden. Und ich habe alles andere als ein leistungsloses Einkommen! Was für eine Frechheit! Ja, wir haben tiefe Steuern, aber dafür sind die Mieten kaum zu zahlen! Es wäre mir das neuste, dass all meine Nachbaren Millionäre sind. Und auch wenn, würde es mir herzlich wenig nützen. Übrigens ist ein Nachbar tatsächlich Bauer und ich gehe immer gerne bei ihm einkaufen. Unsere Dorfläden haben auch immer Obst/Fleisch von umliegenden Bauern.

    • Albert Schwarzenbacher sagt:

      Und freuen Sie sich auch, Frau Hofer, dass die Zürcher und wir Luzerner Ihrem Kanton alle Zentrumslasten abnehmen, grosse Bahnhöfe und den Flughafen sowie Universitäten, Kulturzentren, Museen, Theater etc. zur Verfügung stellen – das ist es, was Zug als Wohnkanton für Gutbetuchte erst attraktiv macht; neben den unanständig niedrigen Steuern, die die umliegenden Kantone wieder unter Vollzugszwang setzen. Wir müssen z.B. grad das KKL renovieren, das fast ausschliesslich für Ihre Klientel gebaut wurde. Und wir nehmen auch die 800 Familien auf, die den teuren Kt. Zug jedes Jahr verlassen müssen.

  • willi mosimann sagt:

    Genau mit solchen Forderungen muss ein SVP Politiker aus dem Kanton Nidwalden kommen. Was macht den der Kanton Nidwalden damit er gut dasteht? Er lockt reiche Ausländer an – ohne irgend einen Mehrwert werden Mehreinnahmen generiert. Ausserdem werden viele Gelder für die – von der SVP „verhätschelten Bauern“ eingesetzt. Die Faulen(Bequemen) suchen sie am falschen Ort…

    • René sagt:

      die Nidwaldner machens halt gut, Hr. Mosimann- die Bürger profitieren davon- was soll da schlecht sein- andere Kantone können das ja auch machen. Ich ersehe von Ihren vielen Kommentaren, dass Sie keine Argumente haben und vor lauter Neid und Missgunst gegenüber Leuten, die Erfolg haben, fast zerplatzen. Auch Sie haben es selber in der Hand, mit Fleiss, Einsatz und Weiterbildung den Erfolg zu suchen!

    • Max Meier sagt:

      Er lockt Ausländer an ohne Mehrkosten, den Mehrwert streicht Bern ein. Ist sich aber nicht zu schade laufend auf den Reichen rumzutrampeln. Werfen wir doch alle reichen Ausländer raus und vertreiben die hiesigen Reichen durch massive Mehrbesteuerung. Mal sehen ob dann Bern lernt ohne die Milliarde haushälterischer zu wirtschaften. Ein übler Kommentar Herr Mosimann.

    • Sabrina Wunderli sagt:

      Stimmt, das tut der Kanton Nidwalden. Damit ist er aber schlauer als der Kanton Bern, der nicht mal das hinkriegt und wartet, bis alle anderen gut Steuern zahlen und sie müssen nichts tun. Berner eben.

      • Albert Schwarzenbacher sagt:

        Genau, René, Meier und Wunderli. Und die reichen Zugezogenen profitieren dann vom KKN (Kultur- und Kongresszentrum Nidwalden), dem grossen Eisenbahn-Hub, dem Flughafen, den Nidwaldner Unis, den vielen Museen und dem reichhaltigen gesellschaftlichen und kulturellen Leben … Oder findet das alles ächt doch in LU und ZH statt, die auch die Kosten dafür tragen? Kellers Vergleich hinkt so stark, der braucht eigentlich einen Rollstuhl. Und Ihre Optik ist schon sehr beschränkt.

      • Herbert Wanner sagt:

        Würde Bern ab der nächsten Steuerperiode die gleichen Ansätze anwenden wie Nidwalden, dann würde mit der Zeit der Grossteil der Nidwaldner Millionäre nach Bern zügeln und Nidwalden würde verlumpen.

        Also bitte, liebe Nidwaldner: Ihr und die anderen Dumping-Kantönli könnt euer Spielchen auch nur spielen, weil wir in anderen Kantonen echten Mehrwert erarbeiten. Steuerdumping ist kein nachhaltiges Geschäftsmodell und geht immer auf Kosten der anderen. Wenn der Rest das akzeptiert, bitte, aber dann schweigt stille und erdreistet euch nicht, auch noch auf die anderen zu schimpfen!

    • K.A. Barett sagt:

      Was zählt ist das Ergebnis, Herr Mosimann. Ein Unternehmer muss auch „einfach“ Erfolg haben, um Löhne, Gehälter, Abgaben und Steuern zahlen zu können. Wenn er das nicht schafft, wird er von den Selbstgerechten exkommuniziert. Das Kainsmal des Versagers wird ihm noch gratis auf die Stirne gemalt. Wenn also die Nidwaldner mit ihrer Methode Erfolg haben, wer will das beklagen? Es ist wirklich wie das Äquivalent einer unternehmerischen Idee. Auch die Berner können das, wenn sie wollen. Innovation und Wettbewerb werden auch in der Politik und beim Staat zunehmend zu einem Erfolgsfaktor.

    • Daniel sagt:

      Absolut korrekt Herr Mosimann! Der Kanton Nidwalden war selber sehr lange Zeit Ausgleichsempfänger, bis man dann die ach so originelle Form der Russen-Holding-Steuer-Subventionen eingeführt hat. Dazu kommt, dass der KANTON Bern die Ausgleichszahlungen erhält. Und von wem sind die BE-Gemeinden geführt welche den Verlust des Kantons generieren? Uuups, hauptsächlich von SVP und FDP Mannen. Da sollte doch der Herr Keller aus NW doch mal an der nächsten Delegiertenversammlung der SVP mit seinen BE-Gspänli über den Ausgleich reden.

  • Suzanna Brawand sagt:

    Zuerst war ich als Bernerin skeptisch, muss nun aber Herrn Keller recht geben. Ich darf Ihnen aber auch sagen, dass nicht alle Berner die ugezüglete Ausgabenfreudigkeit unserer Kantonsregierung unterstützen. Erst kürzlich wurde in dieser Zeitung eine Übersicht über die Steuerbelastung publiziert und Bern, wie zu erwarten, ist tatsächlich einer der teuersten Kantone. Anstatt endlich mal die Budgets zu verschlanken und zu überdenken, sucht der Kanton lieber immer neue Quellen. ABER: Sie dürfen die geo- und demographischen Differenzen auch nicht vergessen!

    • Markus sagt:

      Werte Frau Brawand, der Kanton will sein Budget ja entschlacken, aber die bürgerliche Mehrheit im Grossrat will ja gar nicht. Nehmen wir z.B. das Thema ID. die Zentralisierung bringt Einsparungen beim Personal und bei den Abläufen in Millionenhöhe. Dann kommen die lieben SVP Grossräte und erklären es als unzumutbar alle 10 Jahre nach Thun zu fahren für eine ID (für den Wocheneinkauf geht es aber!). Man soll bitteschön die ID bei jeder Gemeinde bestellen können. Dies führt zu einem doppelspurigen Bestellwesen was wiederum zu Mehrkosten führt. Dies ist die Realität, aber Schuld sind die Anderen.

    • Jeanclaude sagt:

      Sie sehen das klarer als der Nidwaldner Nationalrat Frau Brawand. Das Timing ist durch den Autor wahrscheinlich wegen den Wahlen in der Stadt Bern so gewählt worden. Der SVP-Pfeil sollte die Stadt treffen, trifft indessen primär jene, die wenig Steuern bezahlen und von Direktzahlungen und Subventionen leben. Also die ländlichen Berner Parteikollegen von Herrn Keller. Sie werden an seiner Interpretation der Tatsachen keine Freude haben.

  • Anton Schneider sagt:

    Den Aussagen und Beispielen ist nichts mehr hinzuzufügen. Pensionierung mit 63, 260K für ein Amt. Den Bernern gefällt diese Politik, Links/Grün baut die Mehrheit aus, Hauptsache andere bezahlen… Und solange es andere gibt, die mehr haben,…. nur kräftig Steuern erheben und gegen die bösen Reichen (alle die, die mehr haben) schimpfen.

    • Peter Huber sagt:

      Es geht hier um den Kanton Bern und nicht die Stadt Bern, Sie verwechseln da was. Im Kanton Bern haben SVP und FDP im Parlament quasi seit Anbeginn der Zeit die Mehrheit. Um zu sparen müsset man aber primär die von den SVP regierten Landgemeinden fusionieren oder der Subventionitis einhalt gebieten. Aber die Praxis zeigt wie’s läuft: Der Bund kürzt den Hobby-Kleinstbauern die Subventionen um 1’000.- und die SVP/FDP im Kanton Bern schanzt denen die 1’000.- grad wieder zu.

      • Roman Günter sagt:

        Dem Kanton Zürich zum Beispiel kann es doch völlig egal sein, wer wem was zuhält im Kanton Bern. Es zählt einzig, dass der Kanton Bern offenbar mittellos ist und sich darum einmal Gedanken machen sollte, welche Fähigkeiten zur Änderung der Situation aktiviert werden können. Aber keine einzige (!) Idee ist dazu zu hören. Nur Klagen, warum es nicht so einfach sei. Man hört von Standortnachteilen u.s.w…. BS! Es ist eher zu befürchten, dass Bern glaubt, tatsächlich schon die perfekte Finanzierungsmaschinerie gefunden zu haben. Sie haben gelernt zu klagen ohne zu leiden und das professionell.

    • René Glücki sagt:

      Wie Hr. Huber schon berichtigt hat – es geht um den Kanton Bern. Und der steht nicht zuletzt auch wegen dem miseralben wirken u.a. auch der Berner SVP heute nicht wirklich gut da. Die bürgerliche Regierungs- und Parlamentsmehrheit haben sich jahrzehntelang so hinterwäldlerisch und fahrlässig verhalten, dass der Kanton in den 80er-Jahren einen wahren Kollaps erlitten hat. Und da kommt ausgerechnet ein SVP-Mann daher und will den Kanton pauschal als faul, bequem etc. abstempeln. Hr. Keller – räumen Sie mal bei Ihren Partei-Kollegen im Berner SVP-Stall den Mist weg, dann reden wir wieder weiter!

  • Matthias Joss sagt:

    Bern muss vorwärtsmachen, das gebe ich Herrn Keller Recht. Der NFA wurde aber nicht nur durch den Kanton Bern festgelegt. Wenn der NFA in der Kritik steht, dann steht auch die gemeinsame Entscheidungsfindung hinsichtlich solcher Vereinbarungen in der Kritik. Und ich glaube, Nidwalden ist auch ein Kanton oder?

    • C. von Ah sagt:

      Da wäre auch zur Kenntnis zu nehmen, dass der Kanton Zug den NFA mit 80% abgelehnt hat. Das waren ja wohl nicht nur die Millionäre und schon gar nicht die Ausländer, die so gestimmt haben. Die permanente schnöde Ablehnung der Mehrheit der Nehmerkantone gegenüber allen Modifikationsvorschlägen des NFA (z.B. Obergrenze der pro Person anfallenden Zahlungen) stärkt weder Solidarität noch Demokratie.

      • Matthias Joss sagt:

        Ich persönlich wäre als berner Bürger für Findung der besten fairen Lösung hinsichtlich NFA gewesen. Diese Sicht wird oft vergessen. Bürger ohne politischen Einfluss würden solch grosse Unterschiede bezüglich Ausgleichszahlungen evtl. nicht unterstützen. Resp. mir ist eigentlich egal wie viel Geld ein Kanton Bern erhält. Fakt ist, dass berner Arbeitskräfte anderen Arbeitskräften aus anderen Kantonen noch lange das Wasser halten können.

  • Ernst Rietmann sagt:

    Es ist schlichtweg unfair, wie Peter Keller den Kanton Bern kritisiert und Schwachsinn, vielen Kantonen ab 2013 ein Minus zu prophezeien. Warum: viele Kantone haben massivst Steuern gesenkt, bei gleich bleibenden oder zu erwartenden steigenden Ausgaben. Keller’s Partei war und ist hier in führender Position. Nidwalden profitiert als Wohnregion von umliegenden steuergünstigen Kantonen (z.B. Luzern, Zug etc.). Kt. Bern ist vielschichtig wie kaum ein anderer: Hauptstadt der Schweiz, unterschiedlichste Rahmenbedingungen (z.B. Flachland, Berggebiete, Anzahl Bauern etc.).

    • René sagt:

      Ihre Argumente sind falsch, Hr Rietmann. Auch als linker Sympathisant sollten Sie endlich erkennen, dass zügellose Geldverschleuderung zu nichts führt. Sparen und sinnvolle Investitionen sollten der Normalfall sein. Die linke Geldverschleuderung im Kultur-, Sozial- und Asylwesen führt in die Armut! Früher haben die Leute auch gelebt, wenn auch viel bescheidener. Die Sozis meinen halt auch heute noch, es sei alles leicht finanzierbar und erst noch auf Kosten der fleissig arbeitenden Bevölkerung! Die Sozialduselei hat langsam aber sicher ausgedient!

      • Bernard Fernandez sagt:

        Der Grosse Rat des Kantons Bern ist seit es den Kanton Bern gibt in bürgerlicher Hand. Also nichts von linker Geldverschleuderung. Ach und wer hat denn gerade im Oktober die Motorfahrzeugsteuern derart gesenkt dass jetzt 120 Millionen Franken fehlen? Genau die Rechten allen voran die SVP. Aber schön immer über die Linken herziehen, statt einmal die Fakten anzuschauen…

      • Hans kaiser sagt:

        @Rene Bravo! Dem gibts nichts mehr hinzuzufuegen

      • René Glücki sagt:

        Nun, wer nicht durch einen linken Beissreflex voreingenommen ist, erkennt, dass der Kanton Bern seit seiner Gründung IMMER eine bürgerliche Grossratsmehrheit hatte. Wer dann ebenfalls noch etwas vom politischen Prozess versteht, weiss, dass der Grossrat für die Ausgaben politisch verantwortlich ist – nicht der Regierungsrat (= Exekutive!). Also bitte, WER genau ist für die finanzielle Schräglage des Kantons verantwortlich? Nach einem simplifizierten, WW-geprägten Weltbild die Sozis, welche ja offenbar für alles verantwortlich sind…!

    • Roland Bieri sagt:

      Doch, genau wie der Kanton Waadt: Jura, Mittelland, Alpen, eine grosse Stadt (Bern/Lausanne) mehrere Regionalzentren (Bienne, Thun/Yverdon, Montreux-Vevey), keine überdominanter Wirtschaftszweig (Pharma, Finanz). Der eine Kanton hat es geschafft, sich vom schlechten Schüler zu einem guten Schüler zu mausern, Bern hat, will und kann sich nicht neu erfinden, zu nehäbig und eben doch etwas faul.

      • Adriano Granello sagt:

        Der Kanton Waadt hat gegenüber Bern drei entscheidende Vorteile: den schönen Lac Léman, das urbane Lebensgefühl, und last but not least den weltoffenen Geist, der am Genfersee Tradition hat. Provinzielles Gehabe, bäuerliche Engstirnigkeit und eine unumstössliche Selbstgenügsamkeit sind kaum geeignet, den immer stärkeren Konkurrenten im Land ernsthaft Paroli zu bieten. Doch das dringend nötige Umdenken im Kanton Bern kann erst beginnen, wenn der Milliarden-Geldhahn zugedreht wird.

  • René sagt:

    Die Genossen in Bern wollen keine Sparmassnahmen einläuten. Die arbeitsamen bürgerlichen Steuerzahler haben ja genug Geld. Und diese haben gefälligst auch z.B. die asoziale Reithalle zu finanzieren. Statt Anstand und Respekt vor anderen zu verlangen, verhätscheln die Sozis diese Multi-Kulti-Gesellschaft und verharmlosen die Ausschreitungen dieser Null-Bock-Gesellschaft. Früher musste man hart arbeiten, um den Lebensunterhalt zu gewährleisten- heute kann man ohne schlechtes Gewissen einfach beim Staat die hohle Hand machen. Auch die Verluderung im Asylwesen kostet mittlerweile riesige Summen!

    • urs sagt:

      Anstand und Respekt, schön, dass dies zumindest in Ihrem Beitrag durchaus zu erkennen ist. Übrigens, gewählt wurde gestern in der Stadt Bern und nicht im Kanton. Und, die Stadt Bern hat im Städtevergleich relativ tiefe Steuern. Und erwirtschaftet Überschüsse. Aber Tschuldigung, will Sie nicht weiter mit Fakten von Anstand und REspekt abhalten.

      • René sagt:

        Sie brauchen sich nicht zu entschuldigen, Urs. Die Facts kenne ich auch. Aber das Problem ist in Bern genereller Natur. Die Leute müssen wieder lernen, bescheidener zu leben und das für sie Notwendige zu konsumieren. Man kann trotzdem glücklich sein. Die linke Neidgesellschaft braucht es nicht!

        • Albert sagt:

          René, um Urs’ Standpunkt zu verdeutlichen: Wie kannst du von „Anstand und Respekt“ schreiben, wenn dein eigener Beitrag derart vor Injurien, Pauschalisierungen und Vorurteilen trieft? Du lässt jeden Anstand und Respekt vermissen! Aber gell, so macht man das rechts: Anstand und Respekt gelten immer nur für die anderen.

        • Urs sagt:

          …die rechte Neidgesellschaft… wäre, ist passender. Die bürgerlichen sind ja sowas von geizig geworden… gönnen niemandem mehr als Sie selber haben und sind noch so überheblich und redefineiren was „bedürftig“ ist und was Faulheit… schmarotzen aber selber die ganze Zeit an des Staates Steuertruhe… die Staatsverachtung der bürgerlichen ist überheblich und unehrlich. Der Staat, das sind am Ende wir alle… alle, d.h. eine Gemeinschaft von der die bürgerlichen immer alles besser wissen wollen… die angeblich besseren Schweizer die sich am Steuertrog bedienen wo es nur geht…

        • René Glücki sagt:

          Ich hätte von einem Namensvetter durchaus mehr Durchblick erwartet – aber man kann ja noch hoffen. Das Problem ist tatsächlich genereller Natur im KANTON Bern. Es ist offenbar die bürgerliche Merheit, die immer im KANTON Bern vorgeherrscht hat. Also bitte – wenn Sie schon jemandem den Schwarzen Peter zuschieben wollen, dann wären das konsequenterweise die Bürgerlichen, welche mit ihrere kantonalen Miss- und Vetterliwirtschaft den Kanton systematisch aushölen und dafür die politische Linke verantwortlich machen. So was ist doch schizophren. Lesen Sie mal: http://www.bernerzeitung.ch/region/kanton-bern/Berns-Auferstehung-aus-den-Truemmern-alter-Groesse/story/25973658?dossier_id=876

        • Peter sagt:

          Nun haben die Stadt- Berner letzten Sonntag einen noch linkeren Stadtrat gewählt. Offensichtlich kommt die Verschleuderungspolitik bei gewissen Kreisen gut an.

    • Philippe Mettauer sagt:

      Ihre „Verluderung im Asylwesen“ in Ehren; wo aber bleibt Ihr „Anstand und Respekt“ vor den Tausenden (es sind Tausende!) von jungen Menschen die – wie einstmals unsere armen (!) Vorfahren in Amerika und anderswo – im gelobten Europa ihren Graal suchen und dabei bootsweise im stürmischen Mittelmeer regelrecht absaufen!? Entschuldigung für den Begriff – aber ich finde keinen passenderen.

    • Ernst Rietmann sagt:

      Der Kanton Bern hat eben keine Genossen, es sei denn, Sie bezeichnen die FDP und SVP als solche. Grund: die kantonale Politik in Bern wird mehr oder weniger durch SVP und FDP geprägt. Wenn Sie den Kanton Bern verurteilen, bitte an die richtigen Adressaten, es sei denn FDP und SVP würden Sie auch als Genossen bezeichnen. Ach übrigens: ich gehöre zu den hart arbeitenden, welche seit Jahren immer etwa gleich viel Steuern abliefern und beim Staat nicht die hohle Hand machen dürfen. Anders als z.B. Bauern, Pharmaindustrie, Reiche, die immer wieder von Geschenken profitieren.

    • Albert sagt:

      Wie aknnst du von „Respekt und Anstand“ schreiben, René, wenn dein eigener Beitrag derart trieft von Injurien, Pauschalisierungen und Vorurteilen? Irgednwie typisch rechts: Die eigenen Forderungen gelten für alle – nur für einen selbst nicht.

  • Albert Schwarzenbacher sagt:

    Ja, klar. Und wie viele Zentrumslasten hat Nidwalden zu tragen? Wie viel Infrastruktur zu erstellen? Wir Luzerner könnten als Nachbarkanton ein langes Lied davon singen … Die Rechnung sähe ganz anders aus, würde Keller korrekter- und ehrlicherweise unsere Leistungen für NW miteinbeziehen. Ich habe selten einen so verkürzten Beitrag gelesen – aber ich lese ja auch die WeWo nie, mit gutem Grund. Wer sich die Realität so zurechtbüschelt und dermassen alles aussen vor lässt, was ihm nicht in die ach so simple „Argumentation“ passt, der ist sowohl als Journalist wie als Nationalrat fehl am Platz

    • René sagt:

      Sie sollten aber die Weltwoche lesen, Hr. Schwarzenbacher. Dort steht seit Jahren jede Woche, wie die Linken mit unsinnigen Projekten Millionen in den Sand setzen! Aber das scheint Ihnen anscheinend egal zu sein. Mit so einer Einstellung wundert es nicht, dass wir in der CH dermassen Defizite schreiben. Wer das bezahlen soll interessiert Sie wahrscheinlich nicht.

      • Ernst Rietmann sagt:

        Bezüglich Millionen in den Sand setzen fangen wir doch mal im VBS (seit Jahren unter SVP-Herrschaft) an. Dort wurden mittlerweile über 700 Millionen in ein EDV-Projekt investiert und die Investitionen gehen munter weiter. Vom chaotischen geplanten Flugzeugkauf im VBS reden wir schon gar nicht, ist ja nur ein kleiner Milliarden-Betrag. Aber Ihr Kommentar ist gut, ich wusste gar nicht, dass die SVP links ist.

      • peter sagt:

        …und sie glauben auch alles was in diesem svp. Blatt steht Réne. so einfach ist das leben !

      • René Glücki sagt:

        Von welchen „linken“ Projekten sprechen Sie? Vom UBS-Debakel, dass dank der Deregulierungswut des neo-konservativen, bürgerlichen Lagers überhaupt erst möglich wurde? Oder von der Mirage-Beschaffung? Die NEAT wurde übrigens auch von einem Bürgerlichen angeregt. Tja, wenn die Weltwoche mal so richtig objektiv die letzten 30 Jahre nach „unsinnigen“ büerglichen Projekten durchforsten würde, könnte Hr. Köppel ein ganzes Jahr lang die WW als Tagesaussabe herausgeben und jeden Tag etwas neues, haarsträubendes berichten…!

    • Urs sagt:

      Fehl am Platz sind Leute wie sie, die voellig immun sind gegenueber Kritik an den unhaltbaren Zustaenden. Warum auch etwas aendern, solange man davon profitieren kann…..

    • Max Meier sagt:

      Die Zentrumslast werden immer angeführt, das rechtfertigt dann alles. Die machen aber beim besten Kalkulationswillen nicht allzuviel aus.

      • Lucien Michel sagt:

        Ach Bertel, Zentrumslasten, …..für alles erfundene linke neue Wortkreationen. Kann das nicht mehr hören. Die urbane weltoffene Welt/Grosstadt Zürich leidet gemäss linken Geldverprassern unter „Zentrumslasten“.
        Jahrzehntelang durften die Agglo’s ihre Anbindung an die Gross/Weltstadt mit finanzieren. Nun da der 24 Stundenservice funktioniert, gibts z.B. in der 3.grössten Stadt des Kantons weder Kino Bar Dancing Nachtclub noch Kulturpaläste. Selbst Vereine Sportclubs Geschäfte Restaurants gehen ein weil alles nach Urban-Zürich eilt. 21.00 Uhr: Tote Schlafstadt

      • Albert Schwarzenbacher sagt:

        Och, wir müssen mal eben 50 Mio ins KKl investieren, damit die reichen Zugezogenen in Zug und Nidwalden ihr Kulturleben geniessen können – beide Kantone werben ja damit. Dann stehen insgesamt 1,7 Mrd. an für die Spangen Süd/Nord und den Bypass, damit wir für die umliegenden Kantone den Verkehr attraktiv halten können – wir sind das Zentrum der Nord-Süd-Achse. Doch, die Zentrumslasten schlagen durchaus zu Buche. Im Übrigen: Die „linke“ Stadt Bern floriert. Was so viel Geld kostet, sind die meist bürgerlich regierten Landregionen. Lassen Sie die uninformierten Vorurteile also besser stecken.

    • Walter Bossert sagt:

      Einmal wird ( richtigerweise ) auf auf den Unterschied zwischen Stadt und Kanton Bern hingewiesen um postwendend die Stadt mit ihren Zentrumsfunktionen wieder als Gegenargument zu benützen! Halt so wie es einem gerade dient ! Wenn man aber andere Diskussionen in Betracht zieht,stellt man fest dass die Stadt sehr wohl einen( grossen ) Einfluss auf den ganzen Kanton hat und damit auch auf die Kosten !

    • Dieter Neth sagt:

      Bern als Kanton ist kaum als links zu bezeichnen, aber Hr Keller hat schon recht. Bern als Kanton sollte Nettozahler sein, sogar mein Kanton (SO) steht besser da. Solange BE so marode ist sind solche Beamtensaläre nicht zumutbar. Daneben gibt es kaum Industrie, und allzuviel Landwirtschaft ist wie zu Gotthelfs Zeiten, dabei sind dort die Voraussetzungen viel besser als etwa östlich der Reuss. Da sollte sich doch etwas machen lassen. Erstaunlich dieser Niedergang, wenn man BE mit dem Ex Untertanengebiet, VD vergleicht.

    • Gion Saram sagt:

      @A. Schwarzenbacher Rechtfertigen die Zentrumslasten des Bieler Stadtpräsidenten seine 260’000 Jahresgehalt? Trägt er denn diese Zentrumslasten ganz alleine? Müsste dann nicht der Zürcher Stapi ca. eine 1,5 Mio pro Jahr erhalten? Treffen Bieler Stadtpräsidenten die besseren Entscheide wenn sie höher entlöhnt werden? Ist das der UBS Effekt wo man nur die fähigsten Leute kriegt, wenn man sie mit hohen Löhnen anlockt? Könnte die Stadt Biel nicht mit dem durch ein tieferes Stapigehalt eingesparten Geld etwas machen das mehr Bürgern der Stadt nützt?

      • Albert Schwarzenbacher sagt:

        Herr Saram – Sie bringen jetzt aber nicht im Ernst EIN EINZIGES, noch dazu sachfremdes Beispiel, um meine Thesen zu widerlegen, nicht? Das ist, mit Verlaub, recht schwach. Sind Sie Bieler? Dann haben Sie es ja in der Hand, etwas zu unternehmen. Im Übrigen sehe ich null Zusammenhang zu meinen Postings.

  • Greatsheep sagt:

    Kürzlich haben hier ein paar ganz Schlaue (Nicht-Berner) gejubelt, dass Bern sich die Motorfahrzeugsteuer senken lässt. Im Stil von endlich zeigt man es dem bösen, bösen, linken Staat und der arme, geknechtete Autofahrer bekommt mal endlich was. Aber dass sie für solche „Geschenke“ des Kantons Bern (wie viele andere Spenden an seine Bewohner und Angestellte) in die Tasche greifen müssen, geht denen Kurzfristig-Denkern natürlich nicht in den Kopf.

  • Andreas Stocker sagt:

    Endlich werden die Fakten auf den Tisch gelegt. Ein Teil der Einwohner des Kantons Bern macht sich ein schönes bequemes Leben zulasten der nettozahlenden Kantone. Es kann ja nicht sein, dass Arbeiter, welche bis 65 arbeiten, den Staatsangestellten des Kantons Bern die Pensionierung bereits ab 63 Jahren finanzieren müssen.

  • K.A. Barett sagt:

    Das Thema ist unerschöpflich: Wer kriegt wann, weshalb von wem wieviel? Wie der Autor schreibt, muss den Schwachen geholfen werden. Diese müssen aber auch selbst versuchen, stärker zu werden. Das süsse Gift von Transferleistungen zersetzt aber den Willen erheblich, seine Stärken ausfindig zu machen und dann einen wenn auch langsamen, aber doch stetigen wirtschaftlichen Steigflug einziuleiten. Wenn man links/grün wählt, wird man dafür nicht strafrechtlich verrfolgt. Das ist in einer Demokratie erlaubt. Nur ob das wirklich hilft, darf bezweifelt werden.

    • René Glücki sagt:

      Tja, Hr. Barett – mitte-rechts zu wählen hat den Kanton Bern aber seit Anbeginn auch nicht wirklich geholfen. Schliesslich haben die Berner bisher IMMER ein bürgerlich dominiertes (v.a von der $VP) Parlament (und das ist für die Ausgaben verantwortlich) gewählt. Da frage ich mich dann tatsächlich, wer das kleinere „Übel“ ist…!

  • Fiechter Peter sagt:

    nun ja, bern ist ein bauern-/landwirtschaftskanton, einer der grössten in der ch. notabene fast alle svp-wähler. das geld wird ziemlich sicher via subventionen in der landwirtschaft „verlocht“, als in den ballungszentren. uund gerade diese ersticken an den hohen steuern die die subventionen tragen. also liebe svp – spare zuerst auf dem land, es braucht z.b. nicht die neusten xxl traktoren auf jedem hof und überall verlustbringende milchwirtschaft.

  • Roland Bieri sagt:

    Herr Keller, wäre Sie doch nur mehr auf einen Vergleich Waadt/Bern eingegangen, würde ich Ihnen schon sehr viel mehr Zuspruch entgegenbringen. Aber mit einem Vergleich zwischen Niedwalden (mit seinen riesigen Infrastrukturen, Spitälern, Unis, usw.) und Bern, hinkt zwungenermassen. Jeder Kanton hat andere Grundvoraussetzungen (Topographie, nähe zu Zentren, Flughafen, usw.) und muss seinen Weg finden. Bern sollte man somit mit der Waadt vergleichen (ähnlich gross, Jura, Mittelland, Alpen, Stadt/Land) und da ist es schon interessant zu sehen, wie die Waadt vom armen zum reichen Kanton wurde.

  • Hans Koller sagt:

    In Bern stimmt einiges nicht, die höchsten Steuern der Schweiz und dann noch diese Subventionen. Bin sprachlos, was machen die mit dem Geld?

  • Sugi sagt:

    Solange der Kanton im Wappen über dem Mutz eine Krone hat,
    wird sich in diesem überverwaltetem Patrizierstaat gar nichts
    ändern. Die gnädigen Herren zu Bern lassen grüssen…
    Leider hat das gemeine Volk den bettelnden und ehrfürchtigen
    Blick nach „oben“ noch nicht abgelegt.
    Der Druck von Aussen muss zunehmen, ansonsten
    passiert gar nichts!

    • Reto W. sagt:

      Hauptsache mit oberflächlichen Argumenten gegen andere Stimmung gemacht. Da Sie Afrika und fremdes Geld nun schon erwähnen… Hätten Sie gewusst, dass wir in der Schweiz Steuergeld Afrikas ausgeben? Durch unsere Tiefststeuern transferieren Grosse Unternehmen ihren Gewinn in die Schweiz, statt Unternehmenssteuer vor Ort zu bezahlen. In Ihren Augen verhält sich der Kanton Bern ungerecht, in meinen die Schweiz und dessen Tiefsteuerkantone.

  • sepp z. sagt:

    Herr Peter Keller, die Milliarden in Bern fliessen doch fast ausnahmslos in die defizitären ländlichen Tourismus- und Bauerngemeinden im Kanton Bern, die – Achtung Überraschung – alle von bürgerlichen oder gar SVP-Mehrheiten regiert werden. Würde man den innerkantonalen Finanzausgleich im Kanton Bern abschaffen, würde auch NFA entlastet. Sprechen sie doch mal mit ihren Kollegen im Berner Oberland, und hören sie auf, die Stadt Bern zu Unrecht zu beschuldigen!

  • Walter Boshalter sagt:

    Sehr geehrter Herr Keller, sobald Nidwalden die Steuersätze für juristische Personen auf berner Niveau angehoben hat dürfen Sie sich als Gebirgskanton ohne Zentrumslage beweisen und dann völlig berechtigt ihre Kritik anbringen.

    • Max Meier sagt:

      Komische Argumentation, Nidwalden als Nettozahler soll seine Steuern anheben und damit an Attraktivität verlieren, somit vom Nettozahler zum Nettobezüger werden und dadurch die Subventionierung von Bern einem anderen Kanton zuschieben. Warum senkt Bern nicht die Steuern und Kosten, wird dadurch attraktiver und braucht irgendwann gar keine Subventionen mehr?

      • Albert Schwarzenbacher sagt:

        Tja, Herr Merier, wenn diese Rechnung aufginge … Beispiel Luzern: Unternehmenssteuer halbiert, dafür gibts jetzt ein einschneidendes Sparpaket, dass alle Stadtluzerner und Familien betrifft, und die Einkommenssteuer muss für alle angehoben werden. Aber typisch bürgerlich/rechts: Den Staat aushungern wollen, aber volle Infrastrukturleistung beziehen. Föifer und s Weggli – eine bürgerliche Fantasie.

  • Hansli sagt:

    Nicht nur Bern! Kein einziger Mittelandkanton ist irgendwie benachteiligt. Enstprechend sollte keiner Anspruch auf Subventionen haben.

  • Fredi von Ballmoos sagt:

    sehr guter Kommentar, nur leider wurde wieder ein Sozi als Stadtpräsident gewählt… schade Chance verpasst

    • René sagt:

      den Stadt-Berner ist das recht, Hr. von Ballmoos. Dort halten sich eben viele Leute auf, die vom Staat leben und nicht gewillt sind, am Morgen aufzustehen und sich der Verantwortung und der Arbeitswilligkeit zu stellen! Und die Bundesbeamten haben eine totsichere Anstellung mit einer grosszügigen, von der Allgemeinheit finanzierten, Pensionskasse. Wer will da schon etwas ändern!!

      • Ernst Rietmann sagt:

        Was wollen Sie mit solchen polemischen Aussagen erreichen? Was hat die Pensionskasse der Bundesbeamten mit dem Kanton Bern zu tun? Ein Bundesbeamter ist üblicherweise ein Angestellter der Schweizerischen Eidgenossenschaft, welche ebenfalls ein Arbeitgeber wie ein normales Unternehmen ist. Sie dürften haargenau wissen, dass eine Pensionskasse nicht durch die Allgemeinheit finanziert wird, sondern durch Arbeitnehmer- und Arbeitgeber-Beiträge.

    • Albert Schwarzenbacher sagt:

      Ach ja, die rechten Feindbilder und ihr Einfluss auf klares Denken und Faktenverständnis … Was hat denn die Regierung der florierenden STADT Bern mit dem KANTONALEN Finanzausgleich zu schaffen? Aber schön, durften Sie Ihr Sprüchlein aufsagen. Und danke für den Einblick in Ihr Demokratieverständnis.

      • Housi Steiner sagt:

        Aua, habe ich da richtig gelesen? Die FLORIERENDE Stadt Bern? Sie entschuldigen, Herr Schwarzenbacher, wenn ich das mal kurz richtigstelle! Eigenfinanzierungsgrad 80%, Eigenkapital ca. 2 Steuerzehntel (im Gegensatz zum Durchschnitt der bernischen Gemeinden von ca. 9-10 Steuerzehnteln). Die ‚florierende‘ Stadt Bern lebt auch noch von Beiträgen und Rückerstattungen von Bund, Kanton und Gemeinden (ca. 22% des Gesamtbudgets). Ich hoffe und nehme gerne an, dass ihr Budget etwas ausgeglichener ist, das würde mich freuen!

  • Urs sagt:

    …und wer hier glaubt das der von der SVP vorgegebene Geiz bezüglich des Finanzausgleich und auch vieler andere angeblicher Ungerechtigkeiten immer die anderen trifft liegt falsch… kommt noch dazu das die SVP mit ihren Anliegen der grösste Umverteiler von Steuergeldern mittels Subventionen und anderen staatlichen Aufträgen ist… aber solange die kürzungen nur in der normalen Bevölkerung ankommen ist das ja wurscht… Hauptsache die Profite fliessen weiter. Am liebsten hat man Aufträge aus dem staatliche Füllhorn aus Steuergeldern. Aber darüber spricht man nicht so gerne…

    • René sagt:

      Die Bauern produzieren aber etwas, Urs, und pflegen die Natur. Ihre linken Subventionsempfänger liegen aber meist auf der faulen Haut und machen die hohle Hand. Selbst den Asylmissbrauch wird nicht energisch bekämpft- warum?- weil die linken Egoisten einfach nur ihr eigenes Bezugsgeld vom Staat im Kopf haben und es sie nicht interessiert, wer das zu bezahlen hat. Hauptsache, die Kohle kommt!

  • Walter Bossert sagt:

    Ja, da warte nun auch ich gespannt auf Rechtfertigungen aus Bern, aber liebe Berner vergesst nicht, dass Nidwalden AUCH ein Bergkanton ist !

    • urs sagt:

      Rechtfertigungen braucht es nicht. ABER, wie unten erwähnt, nehmen Sie den Journi Keller. Hat die ersten 9 Klassen in Nidwalden besucht, ab dann hat er von grösseren Kantonen profitiert. Zuerst Ausbildung im Kanton Luzern (inklusive Kantonstrassen/Lokalbahnen vom Kanton Luzern bezahlt), dann Uni Zürich (inklusive Kantonsstrassen/Lokalbahnen/studentische Infrastruktur), heute arbeitet er in einem Verlag in Zürich, vermutlich nicht sehr rentabel, benutzt die Infrastruktur sicherlich des Kantons Zürich…. und, als Parlamentarier ist er ja auch noch ab und zu in Bern…. nimmt vielleicht mal sogar das Tram…
      Und jetzt die Frage, wieviele % der Aufwendungen des Staates in dieser Beschreibung entfallen auf den Kanton Nidwalden?

      • Max Meier sagt:

        Keine, aber wieviele fallen auf den Nettozahler Zürich? Es geht offenbar trotzdem.

      • Urs sagt:

        Hihi… die Innerschweizer Kantone prügeln sich gegenseitig… und werfen sich Geiz, übervorteilung und Profitgier vor… diese Kleinbürger in ihren Winzigkantonen… die schon die Kantonshauptorte als Grossstadt ansehen… da müsste mal jemand allen Streit- und Geizhähne die Köpfe zusammen hauen so das alle wieder zur Besinnung kommen… so oder so ist die bürgerliche Staatsverachtung ein bischen lächerlich wo die doch am meisten davon profitieren…

      • Walter Bossert sagt:

        Urs, also mit Verlaub ,wieviele, auch Berner haben von Ausbildungen,Bahnfahrten und was weis ich, von anderen Kantonen profitiert ( Ich auch, sonst wäre ich immer noch ein armer Berner ) das erhöht doch die Kantonsausgaben nicht im Gegenteil.

  • Adriano Granello sagt:

    Ihr Vergleich, Herr Keller, hat einen Haken: Erstens vergleichen Sie Ihren Zwergkanton Nidwalten mit seinen 41’000 Einwohnern mit dem flächen- und einwohnermässig zweitgrössten Kanton der Schweiz (Bern hat ca. 1 Mio Einwohner). Und was Sie auch verschweigen: Nidwalden hat mit seiner Tiefpreis-Steuerpolitik ein paar fette Steuerzahler in Ländchen geholt und verdankt ausschliesslich diesen seinen Wohlstand und nicht etwa einer ausserordentlichen Leistungsfähigkeit. Worin ich Ihnen aber Recht gebe: die Berner sind zu selbstgenügsam und Unternehmergeist ist im im Kanton BE leider ein Fremdwort.

  • Sabrina Wunderli sagt:

    Traurig lesen zu müssen, dass die Berner alle anderen Kantone so abzocken. Bern ist fast mit Berlin gleichzusetzen. Beide Städte sind arm aber Berlin hat noch einen Vorteil, die Stadt ist sexy. Bern ist eine furchtbar langweilige Stadt und in einer langweiligen Stadt wohnen meistens auch eher „gemütliche“ wenn nicht gerade faule Leute. Bern sollte als grosser Abzocker nicht mehr Hauptstadt sein. Zürich ist die Metropole und sicher nicht Bern. In Bern nimmt man sich offenbar, wie man grad mal so möchte. Das ist für meinen Geschmack widerlich.

    • Housi Steiner sagt:

      Eh, eh, so grantig schon am frühen Morgen? Die grundsätzliche Kritik an ‚meinem‘ Bern ist nicht unrichtig, da wäre einiges zu tun. Aber ihre Beleidigungen bewegen sich auf ähnlichem Niveau wie der Saldo auf dem Berner Sparkonto, unter Null! Sie sollten zur Kenntnis nehmen, werte Frau Wunderli, dass wir Berner exorbitant hohe Steuern bezahlen, die wir vorher auch erarbeiten müssen (so viel zum Thema Faulheit). Und wissen sie was, Frau Wunderli? Die Hauptstadt-Bürde dürfen sie gerne haben, da würde sich unsere Trauer in engen Grenzen halten! Also: Valium einwerfen, abregen, Fakten studieren!

      • Adriano Granello sagt:

        @Steiner: „Hauptstadt-Bürde“..? Ohne die Arbeitsplätze des Bundes und seiner nahestehenden Betriebe wie Swisscom, Post, SBB gingen in Bern schnell die Lichter aus. Ausser der Kantons- und Stadtverwaltung, der Uni, einigen Spitälern und der Mobiliar-Versicherung hat die „Hauptstadtregion“ wirtschaftlich nichts Gewichtiges zu bieten, denn internationale Konzerne lassen sich aus diversen, nachvollziehbaren Gründen lieber in anderen Regionen der Schweiz nieder. Also: Aufwachen, Fakten studieren, Realitäten erkennen, handeln. Und bitte kein Fall Valium einwerfen, das macht noch mehr schläfrig!

    • Walter Bossert sagt:

      Frau Wunderli, ich erspare mir zu fragen was Sie denn als Kurzweilig bezeichnen würden, aber trotz Kritik; Bern ist immer noch eine der schönsten Schweizer Städte! Ausser natürlich in Bahnhofnähe !

    • Heinz sagt:

      Liebe Frau Wunderlin, wann waren Sie das letzte mal in Bern?
      Falls es Ihnen zu mühsam ist sich vor Ort zu erkundigen wie es wirklich ist, empfehle ich Ihnen einen Artikel in der gestrigen NZZ am Sonntag auf Seite 21. Geschrieben von einem Zürcher ohne SVP Brille (Michalel Furger) So hinterwälderisch wie Sie denken ist unsere Bundesstadt nicht. Es würde mich übrigens nicht stören, wenn Zürich als Hauptstadt fast jedes Wochenende einen zentralen Platz zur Verfügung stellen müsste für nationale Kundgebungen und dann noch den Dreck wegräumen dürfte.

  • Urs sagt:

    …und überhaupt… in einem der reichsten Länder der Welt von einem „statlichen Wohlfühlprogramm für die Angestellten“ zu sprechen ist frech und primitiv und spielt einmal mehr eine Gruppe von Anegstellten gegen die anderen aus. Das was die SVP am besten kann…. vielmehr sollte es so sein das in einem so reichen Land die Menschen Grundsätzlich ein tieferes Renteneintrittsalter haben sollten und auch die hohen Kosten für die KK Versicherungen könnte man grosszügiger finanzieren. Wir sparen nur für die Steuersenkungen der Reichen und sonst niemanden. Die Staatsverachtung der SVP ist grandios..

    • Oski Hauser sagt:

      Typisch linke Ansichten!!! Nichts bieten und alles fordern… Griechenland lässt grüssen!

      • Albert Schwarzenbacher sagt:

        „Nichts bieten“? Waren Sie mal im wunderschönen Kanton Bern? Und ist Ihnen bewusst, dass die Stadt Bern durchaus solide Finanzen hat, und das, obwohl sie sogar die Hauptstadtlasten zu schultern hat? Was im Kt. Bern so viel kostet, sind die meist bürgerlich und rechts regierten Landregionen. Also – auch wenn das auf Ihrer Seite des Politspektrums nicht üblich ist: Bitte erst Fakten studieren, nachdenken, Vorurteile und Feindbilder an der Realität messen – und dann posten. Merci.

      • Urs sagt:

        …die bürgerlichen fordern die ganze Zeit und beziehen grosszügig… fordern für sich selber, beziehen imemr nur von anderen, den Steuerzahlern aber selber keine zahlen wollen. Gell? . Die Gegenleistung dafür bleibt dann genau wo…? Subventionsbezieher en gros, bei der Landwirtschaft, beim Gewerbe, bei den Steuern, bei Land- und Handänderungen (Bauernhöfe zu Villen gemacht werden), Spesenabrechungen, beschäftigung von ausländischen Tiefstlöhnern… was bietet ihr was so gut sein soll? mmmhhh?

    • Lorena sagt:

      Haben Sie sich auch schon mal ueberlegt, dass das Geld, dass Sie so grosszuegig ausgeben wollen, irgendwo zuerst verdient werden muss? Typisch linksgruene Gutmenschenutopie.

      • Urs sagt:

        Ahh, …wo wird es denn nicht verdient… wo doch die Profite permanent steigen… ? Wen es den Unternehmen doch so gut geht, und das schon seit Jahren, warum dann nicht dem Rest der Gesellschaft? Warum muss man dauern sparen wenn auf der anderen Seite die Reichen immer reicher werden? ist das weil die so extrem viel mehr arbeiten als alle anderen?

    • Walter Bossert sagt:

      Lieber Urs, eines der reichsten Länder, welches kein Geld mehr hat für Alte und Pflegebedürftige im eigenen Land! Spitäler schliesst welch unsere Väter noch bezahlen konnten, über hundertjährige Bahnstrecken stilllegen möchte und kein Geld hat um die Stillzulegenden AKW.s zu ersetzen Ist das Ihre reiche Schweiz ??

      • Albert Schwarzenbacher sagt:

        Nun, Herr Bossert, das ist ja wohl in erster Linie dem bürgerlichen Spar- und Steuersenkungswahn geschuldet, nicht? Waren Sie auch gegen die Unternehmenssteuerreform? Wir Linken waren es – aber ihr habt euch ja einmal mehr einlullen lassen.

        • Walter Bossert sagt:

          Schwarzenbacher, auch ich war gegen die Unternehmenssteuerreform und es stimmt eben nicht, das IHR LINKEN dagegen gestimmt habt, zumindest zuwenige, weil viele mit den zussätzlichen Arbeitsplätzen liebeugelten ! Mit dem Steuersenkungswahn unterstellen Sie ebenfalls ein Chabis,

      • Urs sagt:

        Die Gemeinde stopt die Zahlungen an die Regionalen Krankenhausverbund. Mit Freude wird eine Steuersenkung angekündigt. Doch die Krankenkasse schickt wegen der ausbleibenden Zahlungen eine Prämienerhöhung. Die Angestellten des Gemeindeeigenen Altersheims werden in einem privaten Altersheim beschäftigt. Die Profite gehen an die AG, die Verluste des öffentlichen Altersheimes trägt die Allgemeinheit. Die Kerichtabfuhr wird privatisiert, seither kommen die nur noch 1x die Woche anstatt 2x… usw. Die Steuersenkungen sparen für die Reichen mehrere 1000.-, für alle anderen resultieren Mehrausgaben…

        • Walter Bossert sagt:

          Ja, so ist das eben wenn man Tausende ins Land holt welche auf einen Arbeitsplatz angewiesen sind! macht nur weiter so ihr linken, wir werden bald auf den Knien um einen Arbeitsplatz bitten, zu jedem Lohn ! Ausserhalb der Schweiz warten noch Millionen auf einen Jobb.

  • urs sagt:

    und die Unis der Nidwaldner funktionieren ganz gut. Ach ja, die Erstausbildung konnten Sie ja glücklicherweise im Kanton Luzern absolvieren, dann später an der Uni Zürich, wo meines Wissens auch jetzt Ihr Arbeitplatz ist (und ich denke mal, dass Ihr Arbeitgeber nicht sehr viel Steuern in Zürich bezahlt….). Wenn Kantone wie BS, ZH, GE, VD ein Problem mit dem Finanzausgleich haben, dann kann ich das noch einigermassen nachvollziehen. Wenn aber Kantone wie Nidwalden, welche sich als Trittbrettfahrer entwickelt haben, sich über die übertriebene nationale Solidarität beklagen, dann ist dies eine Ironie der Geschichte und der Gegenwart. Und Ihr Lebenslauf kann durchaus als Karikatur für die Absurdität Ihrer Argumentation dienen.

  • Philipp Rittermann sagt:

    ich sehe schon, es gibt nur eine lösung – wir verkaufen die berner an die eu, (griechenland), da spielen ein paar „milliönchen“ zuätzliche subventionen auch keine rolle mehr.

  • Mike sagt:

    Und wo genau ist die Leistung von Nidwalden? Auf der Homepage nidwalden.com wird geworben mit der Nähe zu Luzern sowie dem Flughafen und den Hochschulen in Zürich. Das sind keine Leistungen der Nidwaldner. Auch eine unkomplizierte Verwaltung und Steuererleichterungen sind keine echten Leistungen. Ich glaube, Nidwalden hat in den letzten Jahren nichts geleistet sondern nur Land umgezont, verscherbelt und verbaut.

  • Marianne Stocker sagt:

    Nach den Stadtberner Wahlen braucht’s wohl keine Erklärungen mehr….man fühlt sich ja so wohl, solange der Bürger alles schluckt.
    Und warum sollen plötzlich in der Schildbürger-Schweiz die rotgrünen Gutmenschen-Rezepte funktionieren, die seit Jahrzehnten europäische Staaten zu Armenhäusern machen und bereits bürgerkriegsähnliche Zustände schaffen.
    Wer erinnert sich nicht wie die Stil – und Anstands-Europäer mit guten Ratschlägen linkem Verständnis und arrogantem Besserwissertum auf die Staaten runterschauten, wo Bürger von Polizei und Militär niedergeprügelt wurden.

    • Albert Schwarzenbacher sagt:

      Tja, Frau Stocker – wenn aber in der Schweiz linke DemonstrantInnen (in Ihrem Lingo wohl „Chaoten“) von der Polizei zusammengeknüppelt werden, dann finden Sie das durchaus in Ordnung, gell?

      • Marianne Stocker sagt:

        Lieber Bertel, Ihre Blindheit auf dem linken Auge ist uns längst bekannt, aber nun, dieser Witz des Jahrhunderts?! Die linken Polizeichefs in Bern und Zürich haben bei Saubannerzügen Brandschatzung Plünderung der lieben linken Chaötlein, Ihre Polizisten, jeweils gut versteckt, damit sich die Landfriedensbrecher nicht bei ihrem Gutmenschentum gestört fühlten.
        Erst 2012, diesmal wahrscheinlich weil auch die Liegenschaft des linken Stadtrates hätte vandalisiert werden können, griff die Polizei frühzeitig ein.
        Davor war üblich, das die Polizei erst eingriff wenn Steine auf sie flogen- gell

    • Hansli sagt:

      Die linke Stadt Bern wird von der rechtsbürgerlichen Landschaft ausgenommen. Dort, auf dem Land wird das Geld verlocht und nicht in der Stadt.

  • Armin Bühler sagt:

    Der Lohnunterschied zwischen den Regierungsräten in NW und den Stadtpräsidenten kostet pro Kopf demnach knapp 2.-, wobei eine Berner Stadt vermutlich mehr Einwohner hat als der ganze Kanton Nidwalden.
    Eine Rettung einer Grossbank, weil die Peter Keller in diesem Land jegliche „too-big-to-fail“ Vorlagen bekämpfen, kostet pro Kopf dagegen fast 10’000.- und das ohne Berücksichtigung der Kosten einer Wirtschaftskrise die durch dasselbe Tun der Grossbanken verursacht werden.

    • Oski Hauser sagt:

      Das Unsägliche „Rettung einer Grossbank“-Geschichtli, welches dem Staat (uns) 1.7 Mia. Gewinn
      brachte, kostete im Endeffekt nichts!
      Wofür aber ein Stadtpräsident 260’000.- Einkommen braucht, wenn er schon an jeder Hundsverlocheten verpflegt wird, fragt sich natürlich keiner der Genossen.

      • Albert Schwarzenbacher sagt:

        Ein bürgerlicher oder rechter Stapi würde also weniger kosten, meinen Sie, Herr Hauser? Sagen Sie das mal unserem Stefan Roth!

  • Froidevaux Louuis Philippe sagt:

    Die Berner sind mentalitätsmässig in Zeiten des anc. régimes stecken geblieben. Zu dieser Zeit hat man die Untertanengebiete (Gebietes d Aargaus, Waadt etc) oek. ausgesaugt. Ist deren Ansatz „Leben auf kosten anderer“, historisch also nichts Neues. Dass UR, GL aus geographischen-strukt. Gründen Solidarität brauchen, ist selbstverständlich. Dass jedoch ein Kanton mit strategische bester Lage, Top-Bildungsanstalten -Infrasturkt. etc etc Support braucht, ist ein politisches Desaster mangelnder Wille. Griechenanalogon: Schwelgen in der gloriosen Vergangenheit. Unterträglich. SelbstgerechtigkeitI

    • Froidevaux Louis Philippe, Pully VD sagt:

      Bern leidet daran, dass diese Kanton nur Regionalpolitik (wieso mehrere FH-Standorte??, hohe Spitaldichte) macht, aber keine echte Wirtschaftspolitik. Wir im Kanton Waadt sind auch grossflächig, haben strukturell oek. prekäre Gebiete (Jura, Pays d’E etc). Aber wir sind bemüht, Institutionen anzusiedeln, welche E C H T E Wertschöpfung bringen. Und siehe da, wir können, zwar nicht viel, aber es bleibt noch etwas für in den NFA. BE hätte soviel Potential (z. B. immense Wasserreserven für saubere Energie etc) Zeigt endlich etwas mehr Willen, sonst zerfällt die Solidarität.

      • René Glücki sagt:

        Einverstanden! Fangen Sie mal an und säubern den Kanton von den $VP-Sesselklebern und -Umverteilern. Dann könnte hier endlich mal so etwas wie Wettbewerb entstehen…! Ach ja – nehmen Sie bitte das Bundeshaus und die Zentrumslasten auch gleich mit, OK? Wäre schon lange dafür, dass sich die Welschschweiz ein wenig mehr für die CH engagiert!

        • Froidevaux Louis Philippe, Pully VD sagt:

          Mit Verlaub. Bern ist Zentrum und NFA Empfänger. Alle anderen grossen Zentren Arc lémanique, Zürich Bâle-Stadt haben auch Zentrumslasten und sind trotzdem noch NFA Geber. Bundeshaus: Das meiste rund ums Bundeshaus wird aus den DBST, MWST, Zölle, also „nationale“ Kontribution bezahlt. Das Bundeshaus kostet Bern NETTO gar nichts! Auf diese dümmliche Röstigrabendiskussion von wegen welsche Engagement mag ich gar nicht eintreten. Nur soviel dazu: Welche Branche ist grosser Beitrager an den Exporterfolg: Uhren: 90% Romandie, Pharma: Basel, Finanz-DL, Warenhandel: ZH, ZG, GE: Bern:? Zwiebeln….?

  • Jan Holler sagt:

    Und wieder gefällt sich ein Selbstgerechter im Bern-Bashing. Wenn der Mann schon Bern kritisiert und das Pro-Kopf-Argument bemüht, dann wäre es schon angebracht gewesen, Bern dort hin zu setzen, wo es beim Finanzausgleich eigentlich steht, nämlich im Mittelfeld. Denn Luzern, beide Appenzell, Obwalden und Thurgau erhalten im FA mehr Geld pro Kopf als Bern.
    Dann redet der Mann davon, dass Nidwalden pro Kopf eine doppelt so hohe Leistung erbringe wie Bern. Nur verschweigt er zufällig, dass es die zahlreichen Briefkastenfirmen dort sind, die das Geld hereinbringen.
    Kurzum: Nachsitzen, P. Keller!

  • urs sagt:

    …aber der Satz „Die volkswirtschaftliche Leistung pro Kopf ist doppelt so hoch wie der Schweizer Durchschnitt – und es gibt ein paar Gründe, warum das so ist: Berner Staatsangestellte werden mit 63 Jahren pensioniert.“ ist schlichtweg Klasse. Vielleicht wäre es im Interesse des Kantons Nidwalden, dass die Berner Staatsangestellten mit 61 Jahren pensioniert werden. Dann wird die volkswirtschaftliche Leistung von Nidwalden gar aufs vierfache des SChweizer Durchschnittes ansteigen. Solche Journalistische Sorgfalt verleitet fast schon wiederbestellen der Weltwoche….

  • John C. sagt:

    Sorry, aber was ist nun genau die Aussage dieses Artikels? Bern muss Sparen? Kann schon sein, aber die hier gemachten vergleiche Hinken. Hier scheint nur jemand gegen Bern Stimmung machen zu wollen. Nidwalden (von Griechenland will ich erst mal gar nicht sprechen!!!) können doch nur schwer verglichen werden, oder? Bern ist ein grosser relativ ländlicher Kanton mit Berggebieten. Nur schon der Unterhalt der Strassen wird hier wohl um einiges teurer sein als jener in Nidwalden, um bei den genannten Beispielen zu bleiben. Mit den Entlohnungen der Politiker hat der Autor allerdings recht!

  • Peter Traxel sagt:

    Der Blog ist in Teilen ungenau und tendenziös. Die Angestellten des Kantons Bern werden ganz normal mit 65 Jahren (Männer) pensioniert. Wenn sie dies mit 63 tun, wird die Pension entsprechend gekürzt. Ausserdem ist bekannt, dass der Kanton Bern seine Angestellen im Vergleich mit anderen Kantonen oder der Privatwirtschaft eher schlecht bezahlt. Das Gehalt des Stadtpräsidenten von Biel ist nicht repräsentativ, Ausreisser gibt es in jedem Kanton.

    • Max MEyer sagt:

      Auch witzig die Tatsache, dass die Stadt Biel mit ca. 50’000 Einwohnern bevölkerungsstärker ist als der ganze Kanton NW. Das relativiert die Sache mit dem Stadtpräsidenten-Lohn doch erheblich.

  • lucius mayer sagt:

    Herr Peter Keller möchte die Steuern in seiner Heimatkanton NW weiter senken, damit er ihn noch lukrativer als die Nachbarn in OW an reiche Ausländer verschachern kann. Dazu sollen die Berner beitragen. Die Eidgenossenschaft ist eine CHF-Zone, vergleichbar einer Eurozone in Kleinen. Wie wäre es mit dem Ausschluss des Kantons Bern aus der Frankenzone mit dem Zwang zur Selbstfinanzierung?

    • Jörg Kühni sagt:

      Besserer Vorschlag: Zum Glück herrscht in der CH ja Personenfreizügigkeit und Niederlassungsfreiheit. Warum siedeln wir nicht die Hälfte der Bevölkerung des Kt. Bern (vorzugsweise aus dem Oberland) nach Nidwalden um? Die Leute fühlen sich in der dortigen Bergwelt bestimmt auch wohl, können von der gewaltigen „Wirtschaftskraft“ ihrer neuen Heimat profitieren und bezahlen erst noch weniger Steuern! Das freigewordene Oberland kann derweil in einen Nationalpark umgewandelt werden.

  • Heinz Butz sagt:

    Es ist geradezu peinlich, was Herr Keller als ehemaliger Redenschreiber von Herrn Blocher hier von sich gibt. Jetzt wird mir langsam klar, weshalb der Blocher Christoph in seiner Zeit als National- und Bundesrat derart grossen Unsinn erzählte. Weiterführende Schulen oder Universitäten gibt es zum Beispiel im Kanton Nidwalden nicht. Grosse Spitalcenter wie Inselspital o.ä. auch Fehlanzeige. Industrie? Vielleicht die Glashütte Hergiswil? Nidwalden hat gar nichts ausser ein paar Reichen, welche man mit Steuergeschenken an den schönen Vierwaldstättersee lockte und von deren Steuern man jetzt lebt.

    • Remo Nydegger sagt:

      Das Argument bezüglich der Infrastruktur zählt nicht Herr Butz: In Basel haben wir weiterführende Schulen, eine Universität, einen Flughafen, grosse Spitäler und eine funktionierende Industrie.
      Trotzdem zahlen wir Jahr für Jahr in den Finanzausgleich während Bern nur kassiert.

    • Stadelman Reto sagt:

      Da gibt es eigentlich nichts weiter dazu zu sagen ausser: Absolut richtig! Der rot-grünen Regierung in Bern müssen Beine gemacht werden! Bern soll sich mal wieder Mühe geben und seine Bezüge wenigstens auf das Niveau von 2008 zurückfahren. Das ist nicht zu viel verlangt.

      • René Glücki sagt:

        Doch, ist es. Solange das Parlament – welches im Endeffekt für die Finanzen des Kantons VERANTWORTLICH ist – weiterhin von einer bürgerlichen Verteilungs-Mehrheit dominiert wird, ist eine Veränderung in weiter Ferne! Und wieso wollen Sie der Exekutive Beine machen, wenn doch das Parlament im Endeffekt alle Ausgaben/Einnahmen beschliesst. Sie kenne die Aufgabenteilung schon, oder nicht?

    • Sugi sagt:

      …nichts als LINKES geschwafel. Punkt.

      • René Glücki sagt:

        Mit diesem Argument haben Sie mich ÜBERZEUGT! Vielen Dank! Ausrufezeichen!

        • Stadelman Reto sagt:

          Grundsätzlich tragen die Bürgerlichen sicherlich auch jede Menge Verantwortung. Es ist ja meiner Meinung nach erwiesen dass die rechts links Schemata keine schlüssigen Aussagen über den Staatshaushalt zulassen. Zudem ist die BDP die die Ausgaben rechtfertigt ja auch klar mitte-rechts, auch wenn das die SVP nicht so sieht. Das ändert nichts daran dass man Bern Beine machen muss. Wem man nun dafür die Schuld in die Schuhe schiebt ist nicht so wichtig und hängt vom ideologischen Standpunkt ab. Letztlich hängen alle Berner da mit drin. Also liebes Bern, kriegt eure Finanzen in den Griff!

        • Stadelman Reto sagt:

          Oh und etwas was ich noch anfügen möchte: Man kann der Regierung trotzdem die Schuld geben. Diese macht nämlich die Budgetplanung. Zudem kann in einem Kanton wie Bern die bürgerliche Seite nicht gerade weit rechts stehen wenn die Regierung rot-grün ist. Nur um meinen Standpunkt warum ich rot-grün beschuldige noch etwas zu erläutern 😉

  • Renato Wyss sagt:

    Solange Steuergelder fliessen, wird sich niemand bemühen etwas zu ändern. Parallelen beobachtet man seit Jahren, mit wenigen Ausnahmen, auch auf dem schwarzen Kontinent. Auch in der Politik herrscht dieselbe Mentalität – fremdes Geld kann man mit der grossen Schaufel aus dem Fenster werfen.

  • Bigler Martin sagt:

    Kann mir jemand erklären warum Kantonsangestellte im Kanzon Bern 2 Jahre früher pensioniert werden als dijenigen in Zürich? Klar, weil die Zürcher das ja bezahlen.
    Kann mir jemand erklären warum in Bern grosszügig ein öffentliches WLAN installiert wird, in Zürich jedoch fehlt das Geld. Ganz klar, die Zürcher bezahlen es ja.

  • Christoph sagt:

    Schaffen wir endlich einen eidgenössischen und somit einheitlichen Steuersatz, dann wird sich das Problem innert 10 Jahren erledigt haben.

    • Philippe Mettauer sagt:

      ..wo Sie recht haben, haben Sie recht! Während dem unzählige Schweizer die „Absurdität der Eurozone“ einmal genüsslich, dann wieder pharisäerisch thematisieren, haben dieselben Leute offenbar kein Problem mit der himmelschreienden Steuer-Ungerechtigkeit zwischen unseren Kantonen! Die Niederlassungsfreiheit lässt die Reichen idyllische Plätzchen abseits der sozialen Brennpunkte suchen und finden, währenddessen sich die Städte der übrigen, weniger bemittelten Bürger aus In- und Ausland annehmen dürfen. Solange dieser Skandal andauert, wird jede Diskussion um den Finanzausgleich steril bleiben!

  • Hanspeter Niederer sagt:

    Das ist jetzt aber keine Neid-Debatte, oder Herr Keller? Das machen ja nur die Linken. Wer sein Geld damit „verdient“, indem er fremden Staaten das Steuersubstrat klaut, sollte das Maul nicht allzu weit aufreissen. Passt alles zusammen – SVP-Parteisoldat + Weltwoche-Polemiker.

  • Benedikt Oswald sagt:

    Tja, wenn ich als Kanton soviel Geld aus dem NFA bekäme, würde ich mir auch ein paar gute Begründungen einfallen lassen…

  • Olivier sagt:

    Man sieht in anderen europäischen Ländern, was passiert, wenn man die Solidarität überstrapaziert. Die Beträge im NFA müssen massiv kleiner werden. Das asoziale Verhalten des Kantons Bern sieht man auch im sehr tiefen Ausländeranteil. Während da die Lasten in den übrigen Kantonen schön verteilt werden, schleicht sich der Kanton Bern davon. Hier könnte der Kanton Bern Verantwortung übernehmen, indem er deutlich mehr Asylanten aufnimmt.

  • Carmen sagt:

    Zahlen die Nidwaldner ueberhaupt etwas, oder sind das eher die reichen Auslaender, denen sie ihren Kanton verkauft haben? Ich finds immer ein bisschen problematisch, wenn die einen anderen Steuergeldverschwendung vorwerfen, wofuer sie selber auch nicht gearbeitet haben. Und was meint da ueberhaupt Parteikollege Amstutz dazu?

  • Thomas sagt:

    Wieso wird hier nur vom Kanton Bern gesprochen? In der Schweiz leben drei Viertel der Kantone auf Kosten eines Viertels! Es ist höchste Zeit, dass z.B. der Kanton Zürich ein Referendum über den Verbleib in der Eidgenossenschaft durchführt. Das macht doch schon lange alles keinen Sinn mehr…überlassen wir endlich die 20-Pleitekantönchen ihrem Schicksal, das Schmarotzertum muss ein Ende haben. Je eher, desto besser!

  • Robert Heutschi sagt:

    Es gab einmal eine Studie der Entende Bern die besagte, dass bei einem Kanton Bern Stadt und Agglomeration die wirtschaftliche Stärke und Steuersubstrat dem der besten Drei der CH entspricht. Ein Kanton Region Bern wäre dementsprechend sicher auch ein Nettozahler wie Nidwalden. Wenn man nun auf dem Kt. Bern herumhackt, dann bitte nicht auf die Region Bern sonder auf das umliegende Land, welches notabene von SVP/FDP regiert wird und unzählige Male die Region Bern politisch überstimmt.

  • Jeanclaude sagt:

    Herr Keller, erklären Sie doch mal Ihren Parteigenossen, den wenig Steuern bezahlenden, aber viel Subventionen erhaltenden Berner Bauern, wie sie ihre Hausaufgaben machen sollen. Sie schreiben ja auch fürs Cluborgan der Partei. Dort könnten Sie die entsprechenden Anleitungen geben.

  • Felix Rothenbühler sagt:

    Wer glaubt, Nidwalden wäre reich, weil es fleissig ist, glaubt wohl auch an den Storch. Nidwalden gehört zu den Schmarotzern: Keine eigene Infrastruktur (Bahnknoten, Flughafen, Kultur, Spitäler, Uni und und und), aber grosszügig potente Steuerzahler beheimaten – oder anders formuliert: Anderen Kantonen Steuersubstrat abziehen. Was hat das mit Cleverness, mit Fleiss zu tun? Nichts. Es schadet der Gemeinschaft. In dem Sinne wäre ich an Kellers Stelle schön ruhig, damit ja nicht andere Kantone auf die Idee kommen, NW zu unterbieten, das würde nämlich NW eine sehr harte Landung bescheren.

    • dlwolf sagt:

      Als Einzahler in den NFA leistet NW den Ausgleich, und kann somit nicht als Schmarotzer tituliert werden, ansonsten wir keinen Transfer zu tätigen bräuchten, was wir ja aber gar nicht erwägen. Ein Spital und Kultur, die wir uns auch einiges kosten lassen haben wir sowieso (aber: auch ohne Amt für Kultur gibt es Kultur…). Ausgleichzahlungen an Zentren wie Luzern mit ihren Institutionen leisten wir gerne. Und fleissig sind wir alle – bin ich üerzeugt – erfolgreich zu sein ist eine Kunst, die dank NFA allen zu Gute kommt. NFA sei dank!

  • Immerhin hat Biel 12’000 EinwohnerInnen mehr als Nidwalden….soviel zu den wahllosen Zahlenvergleichen im Artikel. Zum Rest sage ich als Luzerner nur: Liebe NidwaldnerInnen, wenn ihr so sparsam seid, dann bleibt doch am Wochenende auch zu Hause und verstopft mit euren Wagen nicht die Agglomeration Luzern, wo ihr anscheinend etwas sucht, was es bei euch nicht gibt.

    • L Ph Froidevaux, Pully VD sagt:

      Herr Töngi. Sie haben den NFA nicht begriffen. Gerade weil NW, SZ, ZG wenig Zetrumslasten (Kultur, Gesundheit etc) haben, allimentieren diese Kantone den NFA Topf. ZG pro Kopf am meisten. Das Geld nehmen Sie offenbar gerne. Doch die Taxzahler dieser Kantone sollen jedoch den Mund halten und fern bleiben. Solidarität ist keine Einbahnstrasse. Luzern hat seine fiskalen Hausaufgaben gemacht und wirtschaftet verfnünfit. Doch die selbtversliebten Berner kriegt nichts auf die Reihe.

  • Felix Behm sagt:

    Eigentlich sollte man dieses Geschreibsel nicht kommentieren, aber viele Leser scheinen den Mist noch zu glauben. Nidwalden ist 22 mal kleiner als der Kanton Bern (Einwohner&Fläche). NW hat gerade mal 80% der Einwohner von Biel. Es gibt drei grosse sichere Arbeitgeber: Flugzeugwerke, Flugplatz und Autobahnunterhalt sowie Tourismus. Die städtische Infrastruktur lässt man sich durch Luzern erbringen. Es braucht dann nur noch ein paar Steuerflüchtige und die Zahlen sind im schwarzen. Nein Herr Keller das ist kein Vergleich, das ist bewusste, demagogische Verzerrung.

  • Jörg Kühni sagt:

    Das ausgerechnet ein SVP-Vertreter eines Briefkasten-Steuerhinterziehungs-Kantönlis mit den wirtschaftlichen „Leistungen“ seines Standortes prahlt und den Solidaritätsentzug gegenüber schwächeren Regionen des Landes androht, ist ja richtig lustig: Die SVP kommt ursprünglich aus dem Kanton Bern, das sagt eigentlich alles. Der rechtsbürgerlich dominierte Kanton zwingt den städtischen Wirtschaftszentren regelmässig seine Prioritäten auf (Steuerprivilegien für Reiche, Subventionen für Bauern, Sparrunden für alle anderen). Ugh.

  • Michael Schmidt sagt:

    Die Waadt und Bern haben fast die gleiche Ausgangslage. Die Waadt zahlt ein. Bern nimmt. Ach Bern, mal vorwärts machen, ja? Immer diese Bauernschaluen Ausreden. Ich glaube kaum, dass die Berner so cool sein würden, wenn Sie Ende Jahr mindestens CHF 1’000 einfach mal so nach Zürich schicken müssen. hm… 😉

  • Lennart Kirill sagt:

    „Ein Nidwaldner Regierungsrat verdient rund 190’000 Franken. Der Stadtpräsident einer Berner Mittellandgemeinde wie Biel 260’000 Franken.“ Kann mir einer der sich hier tummelnden Berner oder sogar Bieler erklären weshalb ein Stadtpräsident einer Stadt wie Biel mit tiefen Steuereinnahmen unbedingt einen um 70’000 teureren Exekutivpolitiker leisten muss? Gibt es keine Bieler die denselben Job auch für 150 Fr. machen würden?

  • Heinz Stucki sagt:

    Als erstes soll die Bundesstadt verlegt werden, z.B. nach Nidwalden oder Zürich, sollen sich die mit den Beamten rumschlagen. Als zweites wird der Flughafen von Zürich ins Seeland versetzt, dann haben die Schneiser ihre Ruhe in der Ostschweiz, aus allen Richtungen inkl. der DE. Als drittes sollen die Berner dann durchstarten. Würde klappen!

  • Stefan Gisler sagt:

    Tja – da müsste der Keller mal mit dem Amstutz reden – setzt der sich ein für weniger Geld für den Kanton Bern? Zug hat ein hohes Ressourcenpotenzial und muss viel in die NFA zahlen, ja! Doch die Reichen und die Holdings, welche das hohe Potenzial und somit die hohen NFA-Abgaben verursachen, zahlen immer weniger Steuern. So verzichtet Zug auf Geld, die Stadt rutscht in die roten Zahlen – die Bürger zahlen es mit hohen Wohn- und Lebenskosten sowie steigenden Gebühren für öffentliche Dienstleistungen.

  • Thomas Bloch sagt:

    Wie viel hat denn ihr Kanton Nidwalden bezahlt, damit Sie im Kanton Luzern zum Lehrer ausgebildet werden konnten? Sind da die Vollkosten entschädigt worden oder haben Sie vielleicht von den Luzerner Steuerzahlern profitiert. Lieber Herr Keller, vor der eigenen Türe zu kehren und dann etwas weniger laut in die Welt zu posaunen wäre eine nette Tugend, gerade für einen Primarlehrer!

  • Martin Meyer sagt:

    Es ist immer dasselbe: sobald eine sozialdemokratische Regierung das Steuer übernimmt, fallen in wenigen Jahren riesige Schuldenberge an. Schauen Sie sich neben Bern weitere Kantone wie Neuchâtel oder Genf an! Neuchâtel war trotz seiner Kleinheit ein industriell starker Kanton und wirtschaftlich weit vor dem Kanton Freiburg. Nach einigen Jahren sozialistischer Regierung steckt Neuchâtel im Schuldensumpf und Freiburg ist wirtschaftlich stärker. Genau das geschieht momentan in Bern: die sozialistische Regierung ist nicht willens bzw. nicht fähig, mit fremdem Geld verantwortungsvoll umzugehen!

    • urs sagt:

      dann schauen Sie sich mal die (nicht guten) Berner Finanzen der letzten 20 Jahre mal genauer an. Und dann schauen Sie nochmals Ihren blödsinn an.

  • sandro gasser sagt:

    der kanton bern ist 3fach armer kanton: das er „arm“ geworden ist, das er geld von anderern kantonen bezieht, das er seine „armut“ nicht ablegen will. er hat die unterstützung von anderen, innovativen kantonen redlich verdient, dies setzt zu recht die krone auf.

  • Sehr geehrte Damen und Herren:
    Wer regiert eigentlich Bern Aha jetzt weiss ich es wieder.Aber die müssen sich ja nicht anstrengen die wissen wie man das Geld verbraucht.

  • Urs sagt:

    …eigentlich wird es Zeit das sich der Staatsschutz mit solchen Vorschlägen befasst… das bürgerlich-konservativ-authoritär-neoliberale Weltbild und die Politik die sich daraus für alle anderen ergibt, ist ja genau so zersetzend für einen Gesellschaftsvertäglichen Konsens wie die extremen linken Ansichten… listig auch, das am Ende, wenn alle mal wieder gespaart haben die meisten über ein paar 10′ Nötli weniger steuern freuen können und ein paar wenige über mehrere 10’000 weniger Steuern freuen… Wer davon wohl am meisten hat?

  • Silvie sagt:

    Deshalb kann sich Bern auch einen Spasspolitiker wie den Tschäppät als Stadtpräsident leisten. In Deutschland wäre er ein sogenannter Pirat.

  • Lex sagt:

    Ich gebe Herrn Keller in grossen Teilen recht. Vorallem was das Pensionierungsalter und die Lohngestaltung angeht, muss der Kanton Bern wirklich was machen – umsomehr in Anbetracht der Nehmerqualitäten dieses Kantons. Ich finde auch, dass der Staat schlank und effizient sein muss – als Vorbild kann die Privatwirtschaft in weiten Teilen Vorbild dafür sein. Aber nicht jeder Kanton kann sein Budget aufbessern, indem er durch Steuergeschenke Substrate aus anderen Kantonen in den eigenen lockt, dies ist hauptsächlich der Grund für die guten Finanzen in NW.

  • Andreas Kraneis sagt:

    An den Worten von Herrn Keller mag einiges Wahres dran sein. Und wie die Weltwoche es schon tat mit den Romands kommt nun wieder der Griechenvergleich. 1194 Franken Zustupf pro Kopf mag viel sein für den Kanton Bern. Aber Herr Keller vergass die Pro-Kopf-Zahlen anderer Kantone zu zitieren: UR 2513 CHF, JU 2332 CHF, GL 2085 CHF, VS 1744 CHF, FR 1723 CHF, GR 1386 CHF. (http://www.news.admin.ch/NSBSubscriber/message/attachments/28639.pdf)

  • Hannes Müller sagt:

    Es hiess anfangs mal, dass Bern nur vorübergehend Geld bekomme. Da war es noch weniger als die Hälfte.

  • Samuel Bangerter sagt:

    Lieber Herr Keller

    Sie reihen sich mit Ihrem Beitrag in das aktuell sehr beliebte Bern-bashing. Doch dabei sollten gewisse Fakten nicht ganz ausser Acht gelassen werden…
    1.Die relevante Vergleichszahl müssen daher die Pro-Kopf-Zuschüsse sein. Dabei stellt man fest, dass andere Kantone teils massiv mehr Gelder erhalten, so etwa die Kantone Wallis, Jura oder Uri.
    2. muss ich mich schon feststellen, dass der Vergleich mit Griechenland nichts anderes als billiger Populismus ist. Wenn schon Vergleiche angestellt werden, dann wenn schon mit anderen Kantonen. Äpfel vergleicht man nicht mit Birnen.

    • Hans Wuersch sagt:

      Lieber Herr Bangerter,
      Die Urner bekommen tatsächlich die höchsten ‚pro Kopf Zuschüsse‘. Da es nicht sehr viele Urner gibt kosten sie aber ’nur‘ 90 Millionen. Die Berner kosten über 1100 Millionen.
      Es ist daher klar, dass der Fokus auf den Bernern liegen muss und nicht auf den Urnern (die auch die deutlich schlechtere Ausganglage haben als die Berner).

  • Ruedi D. sagt:

    Schade kann das gutgeheissene Seuchengesetz nicht auch auf politische Verseuchungen angewendet werden. Vielleicht würde es dann dem Kanton Bern auch besser gehen.

  • Peter Kobelt sagt:

    Was anderes kann man von der Kombination SVP-Innerschweiz und Weltwoche erwarten als dumpfe Polemik, Faktenlosigkeit, aber hauptsächlich aggressives Bashing? Herr Keller unterschlägt einige Interessanten Punkte, in dem er z.B. nicht darauf hinweist, dass Apfel mit Apfel verglichen werden sollten, NW mit seiner kleinstädtischen Grösse und Bern sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Er vergisst auch zu erwähnen, dass die links-grün regierten BE Städte finanziell erfolgreich sind, im Unterschied zur SVP-regierten BE Landprovinz. Und dass NW Kultur, Sport etc. gratis in Nachbarskantonen bezieht…

    • Peter Kobelt sagt:

      NW besitzt weder grosse Spitalzentren, noch Kulturinstitutionen von Rang und Namen. Bei der Bildung sieht es ähnlich aus, wird den NW-Bürgern ein Minimum geboten, der Rest günstig in Nachbarskantonen eingekauft, wenn überhaupt. Der Kanton NW verfügt über eine beschränkte Verkehrsinfrastruktur in einem äusserst überschaubaren Fleckchen Erde. Werden die NFA-Gelder pro Kopf verglichen, sieht die Rechnung für BE bereits besser aus. Berücksichtigt man die 100-jährige SVP-Herrschaft und deren Kampf gegen die Industrialisierung im Kanton BE wird die Geschichte facettenreicher.

      • Peter Kobelt sagt:

        Schade, Herr Keller, unterlassen Sie zu erwähnen, welchen Regierungsparteien Schulden in Milliardenhöhe aus Fehlinvestitionen und Spekulationen zu verdanken sind. Milliarden, die von links-grünen Parteien abgetragen werden müssen. Milliarden, die in der Kasse fehlen. Milliarden, die nicht zukunftsorientiert investiert werden können. Niemand bezahlt gerne Steuern, mir sind sie hier im Kanton BE auch zu hoch. Doch ein verantwortungsvoller Bürger zu sein beinhaltet auch, sich solidarisch zu zeigen. Mit meinen Steuern werden SVP-Grossbauermillionäre subventioniert. Gefällt mir nicht, ist aber so..

  • Martha Meister sagt:

    Finds pervers wie Nidwalden und Zug es anstellen, dass sie Nettozahler sind.
    Aber diese Modelle einerseits abzulehnen und andererseits diese Haltung mit den pervers erworbenen Geldmitteln aus Nidwalden und Zug zu finanzieren, wie Bern es macht, das ist noch perverser.

    • Ruedi D. sagt:

      Ich finde es perveser, einen Kanton so zu führen, dass man zum Nettobezüger wird! Seien Sie doch froh, dass andere Kantone das Geld auf diese Weise beschaffen. Es kommt ja zum grössten Teil Bern zugute.

  • Bern erscheint nur der Grösse wegen als Abzocker. Vergleicht man die Zahlen der nicht „linken“ Kantone Graubünden, St. Gallen, Glarus, Thurgau, und Uri haben diese zusammen gleich viele Einwohner und erhalten gleich viel Geld wie die faulen Berner. Kann das René mit seiner Theorie auch erklären.

    • Severin Fischer sagt:

      Meine Worte! Und von faul kann keine Rede sein: So lange die Berner mitunter schweizweit am meisten Steuern bezahlen, weiss ich nicht, woher die Schmarotzer-Vorwürfe kommen.

    • Severin Fischer sagt:

      Liebe Alle, bitte vergesst nicht, dass eine stabile Schweiz allen etwas bringt! Der Erfolg der Schweiz ist das Miteinander und nicht das gegenseitige Runtermachen. Das viel erwähnte Beispiel von Zug und Zürich zeigt dies doch exemplarisch auf: Zürich macht Zug doch erst attraktiv! Es ist auch ganz klar, dass es durch das kantonale Konkurrenzieren immer Verlierer geben wird. Somit macht es durchaus Sinn, dass ein kleiner Kanton von der Infrastruktur grösserer Kantone profitiert und nicht alles selbst braucht. Dass er aber die Unkosten für Zuger Studenten zahlt, ist doch nichts als logisch!?

  • Martha Meister sagt:

    Bern fällt mir politisch auf durch seine vielen selbstgefälligen Politiker. Wohl die Schweizermeister in dieser Disziplin. Bei so viel Selbst Gefallen wird sich von selber kaum der Wunsch oder gar Einsicht in irgendeine grundsätzliche RichtungsAenderung einstellen.

  • r.meier sagt:

    die faulsten säcke,nämlich die beamten in bern,werden mit 63 pensioniert ,heisst dass, dann bekommen sie auch die ahv? wenn ja,dann sind wir ein unrechtsstaat,denn soviel ich weiss,erhält man die ahv erst mit 66 jahren,

  • Entscheidend ist nicht, wie viel in absoluten Zahlen der Kanton bezieht, sondern wie viel er pro Kopf bezieht. Da gib es etliche, für die noch mehr ausgeschüttet wird als Bern. Es stimmt: Bern ist Nettobezüger. Der Kanton hat eine Menge von finanzschwachen Gemeinden. Von den 26, die mehr als 50% ihres Finanzbedarfs vom kantonalen Finanzausgleich beziehen, sind 25 SVP-dominiert. Etwa 50 beziehen zum eigenen Steueraufkommen noch zwischen 50 und 25%, mehr als 40 davon mit SVP-Mehrheiten. Der Grossraum Bern mit der Hauptstadt wäre ein Nettogeber im FIAG , an 5. Stelle im Ranking der Finanzkraft.

    • Walter Bossert sagt:

      Peter Beutler,warum haben denn die SP,ler in diesen 25 Gemeinden noch kein Gewerbe aufgebaut,welches den Steuerausgleich überflüssig machen würde ?Ist es nicht eher so, dass in den Gemeinden durch alle Einwohner über das Butget abgestimmt wird ? Wenigstens mir ist keine Gemeinde bekannt, wo nur die SVP,ler sagen was gemacht wird und was nicht .

  • Jean Stalder sagt:

    Hier sei es einmal an alle „Geber-Kantone“ gesagt … MERCI VIU MAU für die milde Gabe! (Dies ist ehrlich gemeint). Als Gegenwert laden wir alle Bürger ein, diesen sehr schönen Kanton Bern zu besuchen… mit allen Höhen und Tiefen… und vielleicht bleiben ein paar weitere „CH-Fränkli“ im Kanton Bern liegen… das hilft uns weiter die tollen Berge und die sehr schöne Landschaft zu erhalten. Eiger, Mönch und Jungfrau… inkl. Blüemlisalp sind allein schon eine Reise wert… und auf dem Jungfraujoch wünschen wir uns auch mehr Schweizer zu Besuch. Also, kommt und besucht den Kanton Bern.

  • Mark Mathis sagt:

    Schöne Polemik. Auch wenn es einiges zu relativieren gäbe: Grundsätzlich trifft die Kritik zu,

  • Hans Christian Müller sagt:

    Für alle, die einmal mehr eine Möglichkeit erkennen, über die SVP, die Parteizughörigkeit des Autors und sogar dessen Arbeitgeberin herzuziehen: Der aktuelle Berner Regierungsrat setzt sich aus 3 Mitgliedern der SP, 1 Mitglied der SVP, 1 der FDP, 1 der Grünen und 1 der BDP zusammen. Bei weitem also keine Übermacht der Bürgerlich oder gar dieser miserablen SVP. Wenn ich richtig gelesen habe, geht es doch um ein kantonales und ein finanzielles Problem. Warum will es so vielen Bloggern einfach nicht in den Kopf, dass eine sachliche Diskussion erspriesslicher wäre als das primitive Bashing?

  • Bern klagt über seine Grösse und die daraus resultierenden Verpflichtungen. Zu wissen ist jedoch, das das Polit-& Verw. Establishment andauernd Gemeinden fusionieren will, da sie zu ineffizient und zu klein zum Überleben seien. Wo ist da die Logik? Die vielen Leerläufe des Polit- & Verw. Establishments im Kt. Bern sind die Ursache ihres Debackels, d.h. den Bernern gilt es unverholen klar zu machen, dass es ohne Anstrengungen kein Geld mehr gibt!

  • peter frei sagt:

    ich stimme dem neuen NR und Autor der Weltwoche voll zu. Linke die im Kt Bern das Sagen haben, geben das Geld mit vollen Händen aus. Die Dummen zahlen ja. Eine Schande, vor allem für den Kt. Bern, der einmal zu den wohlhabenden in der Schweiz gehörte.

    • urs sagt:

      dann wären Sie so frei, die Fakten bezüglich ‚Defizit’/’Überschuss‘ im Kanton Bern anzuschauen? SChuldenberg stammt aus stramm bürgerlicher Zeit, strukturelle FEhlentwicklung durch die Entwicklung BGB eingeleitet. UND – letzte Woche wurde ein ausführlicher vergleichender Artikel zum Thema Kantonsausgaben publiziert, war aber vermutlich nicht polemisch genug.

  • Fabien sagt:

    Sit er öpper oder nämed er Gäld? Eben.

  • Willi Ammann sagt:

    P.Beutler,Ihre SVP-Phobie in Ehren.Aber wenn Sie schon eine politische Statistik über Behörden kleiner BE-Gemeinden veröffentlichen welche FIAG beziehen vergessen Sie nicht dass Saanen-Gstaad dem BE-FIAG 10 Mio netto abliefert.Fehlt eigentlich nur noch dass Sie die Ihnen nicht genehmen Gemeindebehörden bezichtigen den FA in den eigenen Sack abzuzweigen.Und was die Stadt Bern betrifft,wo stünde sie wenn nicht täglich tausende Pendler vom Land in die Stadt „pilgern“ würden um dort mit ihrer Arbeitskraft den bescheidenen „Wirtschaftsmotor“ in der Hauptstadt-Region am laufen zu halten.

  • Mättu Mehr sagt:

    Ich habe nicht das geringste Problem mit dem Pamphlet von Herrn Keller. Er ist SVP-Politiker und Soldschreiber. Was mich ärgert, ist die (parteipolitisch beabsichtigte?) Faktenresistenz vieler Schreiberlinge. Erstens schaffen sie es nicht, die Regierung des Kantons Bern (seit Adam und Eva nahezu ununterbrochen bürgerlich) und die Regierung der Stadt Bern (rot-grün) auseinanderzuhalten. Ersterer kriegt Geld, letztere nicht. Zweitens können sie nicht kopfrechnen. Drittens schleckt es halt keine Geiss weg, dass es bürgerliche Regierungen waren, die den Kanton strukturschwach machten und machen.

    • Hans Christian Müller sagt:

      Also, Mättu, in der Berner Kantonsregierung sitzen 3 SP-Leute und eine Grüne. Diese Grüne ist Finanzdirektorin. Mag ja sein, dass die Bürgerlichen vor 30-40 Jahren auch Schulden gemacht haben. Seit geraumer Zeit sind aber eben Links/Grün dran und damit verantwortlich.

  • Stefan Hostettler sagt:

    Interessant ist bei dieser Diskussion ja, dass die stärkste Partei im Kanton Bern bekanntermassen die SVP ist, was Herr Keller leider nicht erwähnt. Nun, wem hat es denn nun der Bärenkanton zu verdanken, dass er BEARISH und nicht BULLISH ist?

  • w.hueppi sagt:

    Bern ist ein grosser Flaechenkanton mit viel Landwirtschaft, wo ja bekanntlich keine Steuern anfallen. Trotzdem, wenn ich an die Schweiz denke, kommen mir immer schoene Erinnerungen an diesen Kanton u. seiner Kantonshauptstadt. Wenn ich aber an die 2,3 Milliarden Entwicklungshilfe denke oder 15 Milliardenkredit an den IWF oder schon wieder erneut eine Milliarde fuer die neuen EU Ostlaendern, so goenne ich dem Kanton Bern dieses Geld, es bleibt ja immerhin in der Schweiz.

  • Alex Müller sagt:

    Ich wäre dafür, dass ausländische Bewohner und Firmen, Holdings, Finanzinstitute ihre Steuern direkt beim Bund nach eidgenössischen Regeln bezahlen. Somit hätte der Bund genügend Geld, den Wohn- und Firmensitz-Kantonen Subventionen zu verteilen. Denn so ist es nicht sicher, ob die Weltkonzerne google, starbucks, glencore, Rohstoffhändler und Finanzinstitute und Holdings wirklich ihre Steuerpflichten in der Schweiz erfüllen. (Starbucks hat in Grossbrittanien seit 14 Jahren unbehelligt „Schulden“ ausgewiesen und keine Stuern bezahlt.).
    Kellers neoliberaler Artikel tickt nicht richtig.

  • Gianin May sagt:

    Ja da sitzen sie eben alle die urschweizer Gestirne der Landwirtschaft, die beim Wort ‚Innovation‘ nur sagen: schon wieder so ein englisches Fremdwort das keiner versteht

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