Viel unnötiges Gerede um die Energiewende

Mitte Dezember wird die Gemeindeversammlung meiner Gemeinde – so sie mir und dem Gemeinderat denn folgt – einen Kredit sprechen für die Errichtung einer Solaranlage auf dem Dach des Feuerwehrmagazins. Das ist nicht wirklich eine nationale Schlagzeile wert, zumal es ja nicht verwundert, wenn im sonnenverwöhnten Solothurner Jura auf Solarenergie gesetzt wird. Und doch könnte man beim Zuhören der Diskussionen unter der Bundeshauskuppel meinen, solche Projekte seien aus ferner Zukunft.

In Bern läuft die Diskussion nämlich anders. Seit Doris Leuthard die bundesrätliche Energiestrategie 2050 den Medien präsentiert hat, wird vor allem über Zahlen gestritten. Man streitet darüber, ob für «die Energiewende» nun Gaskombikraftwerke erstellt werden müssen, um genügend Regel- und Ausgleichsenergie über das Jahr 2020 hinaus zu haben. Es wird darüber gestritten, ob die Schweizerinnen und Schweizer mit der Energiewende im Jahr 2050 einen Wohlfahrtsgewinn von 0.1 Prozent haben oder einen etwa gleich hohen Verlust. Es wird darüber gestritten, ob die Gestehungskosten für Photovoltaik im Jahr 2019 oder im Jahr 2025 die Netzparität erreicht haben.

Priorität hat vor allem eines: Dass wir die Projekte, welche den Grundstock für die Energiewende liefern, jetzt anstossen.

Solaranlage auf dem Dach der Kirche Halden (SG). (Foto: Keystone)AC

Wer den Atomausstieg will, muss heute handeln: Solaranlage auf dem Dach der Kirche Halden (SG). (Foto: Keystone)

Hätte irgendein denkbares Resultat bei irgendeiner dieser Fragen zur Folge, dass man von der Strategie des Atomausstiegs abweicht? Definitiv: Nein. Das Wort sagt es ja schon: Es handelt sich um eine Strategie. Die Strategie kann nicht zur Folge haben, dass man anno 2012 in Stein meisselt, wie denn dreissig Jahre später auf die Kilowattstunde genau welche Energie geliefert wird. Es geht aber darum zu definieren, auf welches Ziel hin man bei der Energieversorgung arbeiten möchte. Und das Ziel ist einfacher als die Zahlen, in die man sich nun verrennt: Es ist das Ziel, die Schweiz nach Ablauf der technischen Laufzeit unserer Kernkraftwerke versorgungssicher mit sauberer, bezahlbarer und einheimischer Energie zu versorgen. Dieses Ziel gilt es dann – eben im Sinne einer kontinuierlichen Strategie – zu beobachten und die Massnahmen gegebenenfalls zu korrigieren.

So gesehen hat die vom Stapel gebrochene Diskussion über die Feinjustierung der Energiestrategie im Moment eigentlich gar nicht Priorität im politischen Tagesgeschäft. Wir sind gut beraten, uns von dieser Diskussion zu lösen und die echten Prioritäten zu setzen. Priorität hat unser Stromnetz, welches auf praktisch allen Ebenen veraltet ist und der zukünftigen, dezentralen Versorgung nicht gerecht wird. Hier sind schnellere (Sonder-)Verfahren und massive Investitionen nötig – mit oder ohne Energiewende. Priorität hat ein Stromabkommen mit der EU, welches den Im- und Export des Stroms in den nächsten Jahrzehnten regelt – denn beides wird es mit und ohne Energiewende geben. Und Priorität hat vor allem eines: Dass wir die Projekte, welche den Grundstock für die Energiewende liefern, jetzt anstossen – unabhängig davon, in welchem Zeitraum wir die Energiewende dann schaffen werden.

In diesem Sinne ist es halt eben doch das Dach des Feuerwehrmagazins von Herbetswil, welches die nationale Schlagzeile verdient hat. Projekte wie dieses sind in ihrer Summe die Energiewende, um die gestritten wird. Die Energiewende läuft schon längst! Es ist genug der Zahlen, es ist Zeit für Taten.

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130 Kommentare zu «Viel unnötiges Gerede um die Energiewende»

  • Erich Meier sagt:

    Stromabkommen mit der EU, das uns EU-Recht aufzwingt und fremde Richter bringt ? Gott bewahre ! Jeder weiss, dass Solar- und Windenergie nur dank massiver Subventionen künstlich überleben können. Sogar Fr. Leuthard hat bereits eine Verdreifachung der Strompreise angekündigt, und das wird noch lange nicht alles sein. In Japan ist niemand an Verstrahlung gestorben, jedoch Zehntausende durch Ertrinken im Tsunami. Ein Atomausstieg ins Nichts würde bei uns weitere Zehntausende Arbeitsplätze kosten (zu teurer Strom, fehlende Konkurrenzfähigkeit). Verarmung unserer Gesellschaft ist vorprogrammiert !

    • Simon Egger sagt:

      Wer wird hier subventioniert? Wo bleibt denn die Kostenwahrheit?

    • Simon Scheiwiller sagt:

      „In Japan ist niemand an Verstrahlung gestorben“. Ich Tschernobyl wohl auch nicht …

      Aufwachen, Herr Meier!

      • Karin Gut sagt:

        Herr Scheiwiller, wie viele Todesopfer durch Verstrahlung hat es denn bisher nach dem Unfall am AKW Fukushima gegeben? Am 1. Jahrestag titelten die Medien „Bislang kein einziger Strahlen-Toter in Fukushima“, hat sich das inzwischen gändert?

        • Felix Rothenbühler sagt:

          Frau Gut: Sind allfällige Tote Ihr (einziger) Massstab? Spielt die Anzahl Tote eine wichtige Rolle, angesichts des immensen wirtschaftlichen und ökologischen (Langzeit-) Schadens in der Region Fukushima, ob Sie die Katastrophe als solche anerkennen oder als harmlos darstellen? Ist denn vollkommen klar, welche Folgen die Reaktorkatastrophe hat oder noch haben wird, inklusive Erkrankungen oder Todesfälle infolge der Strahlung? Ist – zum Vergleich – beim Tsunami mit weiteren, namhaften Schäden oder Spätfolgen zu rechnen?

          • Karin Gut sagt:

            @Felix Rothenbühler: Lesen Sie bitte den Thread von oben her inklusive dem Satz „In Japan ist niemand an Verstrahlung gestorben, jedoch Zehntausende durch Ertrinken im Tsunami.“ Wenn dann noch Fragen sind nochmals fragen.

          • Felix Rothenbühler sagt:

            @Gut: OK, hier die Fragen: Warum soll es eine Rolle spielen, ob es in Fukushima keine, 1 oder 100 Tote durch Verstrahlung gegeben hat? Wer garantiert, dass keine Spätfolgen zu erwarten sind? Warum zählen Tote, nicht aber der immense wirtschaftliche und ökologische Schaden? Warum und wie soll man einen Vergleich machen zwischen einer Naturkatastrophe und einer menschen-verursachten?

          • Karin Gut sagt:

            @Felix Rothenbühler: Selbstverständlich sind die von Ihnen aufgeworfenen Fragen eine Diskussion wert, hier ist das mir aber zu weit weg vom Artikelthema.
            Ich wollte lediglich klar stellen, dass die statistischen Angaben von Erich Meier richtig sind und bisher keine Toten um Fukushima als Strahlentote erkannt wurden (Scheiwiller jedoch Strahlentote in Fukushima suggerierte, da es in Tschernobyl viele Tote gab)

      • Simone Zeller sagt:

        Doch doch Herr Scheiwiller es gab Opfer von Fukushima.
        Zumindest in der Schweiz sind 4 Gehirne (sofern vorhanden) im Bundesratszimmer verstrahlt worden.
        O.k. anhand deren Dauerlügen könnte der Super-GAU auch bei deren Geburten eingetroffen sein. Allerdings, bei der aus dem Pünt scheinen Lügen und Versagen erwiesenermassen (Vignette-Lüge von deren Sippenchef) auch in den Genen vorhanden zu sein.

    • Karin Gut sagt:

      Ich tendiere auch zum kostenneutralen Aufbau erneuerbarer Energiequellen und die lebensdauermässige Ausnutzung der bestehenden Kernenergiekapazität.

      Es wird ganz entscheidenden Einfluss auf den Energieverbrauch haben, wenn der Bevölkerungszuwachs auf nur noch 0.2% pro Jahr begrenzt wird (ECOPOP-Volksinitiative). Wenn die Volksinitiative angenommen wird, dann kann man auch von einer Stabilisierung des Energieverbrauchs ausgehen und die Prognosen für 2030 oder 2050 sehen ganz anders aus. Bis zur ECOPOP-Abstimmung halte ich deshalb übertriebenen Aktionismus für verfrüht.

      • Mark Keller sagt:

        Mit der Ecopop-Initiative – sollte diese je angenommen werden – wird sich in der Wirtschaft der Schweiz so viel zum Negativen hin verändern, dass die Energiewende, mit der Frage wie diese zu erreichen ist, unser kleinstes Problem sein wird.

        • Alois Krieger sagt:

          So ein Blödsinn. Es gibt dann immer noch Einwanderung und bei Aufgabe der Personenfreizügigkeit mit der EU können wir uns die Einwanderer aussuchen. Für die Schweizer Bürger heisst das höhere Löhne und ein wenig bessere Chancen auf eine bezahlbare Wohnung. Ohne Ecopop-Initiative müssen wir uns immer mehr einschränken. Von der Einwanderung profitieren nur die Immobilienbesitzer und die Baufirmen. Die ALV für die arbeitslosen Ostdeutschen Bauarbeiter können wir dann alle zahlen, wenn der Bauboom einmal zu Ende ist.

        • Karin Gut sagt:

          @Mark Keller: Pro Kopf der Schweizer Bevölkerung hat das BIP iin den letzten 5 Jahren sowieso praktisch stagniert. Wenn das Wirtschaftswachstum nur noch vom Bevölkerungswachstum bzw. Zuwanderung getrieben wird, dann kann man den Zuwanderungssaldo auch gleich auf 0.2% reduzieren (20’000 qualifizierte Ausländer können immer noch einwandern, das muss der Wirtschaft fortan genügen).

        • Walter Bossert sagt:

          Lieber Herr Keller, dass solche Argumente aus Ihren Kreisen kommen würden , das war vom Anfang an klar! Und Sie werden nie müde werden ,dies auch weiterhin zu tun. Gleichzeitig werden Sie dem Volk vorschreiben in immer enger werdenden, aber superteuren Wohnsilos zu leben, immer kleinere Löhne zu akzeptieren, das doppelte für Strom zu bezahlen und den Rest gleich auch noch für Steuern abgeben damit alle Infra, Anlagen und Einrichtungen verdoppelt werden können. Alles, damit die angeblich soziale SP nicht zugeben muss, einem Schneeball- Prinzip erlegen zu sein. Die ganz Reichen solls freuen!!

    • Felix Rothenbühler sagt:

      Sie unterschlagen, dass mit der Energieeffizienz nur noch halb so viel Strom verbraucht werden wird wie heute. Bei einer Verdoppelung des Strompreises bliebe dann unter dem Strich dennoch gleich viel zu bezahlen wie heute. DAS ist der Sinn der Energiewende! Der Umbau kostet etwas, ja, aber ein Grossteil dieser Investitionen müssen so oder so getätigt werden, weil die Infrastruktur erneuert werden muss. Die Strompreiserhöhungen der letzten Jahre haben ja GENAU DAS gezeigt. Die Arbeitsplätze, um die Sie fürchten, sind wie immer Drohkulisse: Mit Arbeitsplätzen können wir JEDEN Unsinn erhalten.

      • Hans Koller sagt:

        Energieeffizienz??? Und jeder möchte ein Ipad, ein Iphone, und jeder 12jährige braucht schon diese Dinge. 10Min. länger auf nen Bus warten und man schreit wie ein Rohrspatz, ein Johgurt mit einem Tag über dem Verfallsdatum wirft man weg, etc. wachen sie auf. Was man spart verbraucht man woanders. Theoretisch haben sie recht, praktisch jedoch unrecht.

      • @Felix Rothenbühler. Ich habe mal nachgelesen, bei welchen Abstimmungen Economiesuisse auf Arbeitsplätze verwies: 2012 Staatsvertrags-Initiative, Zweitwohnungsinitiative, Initiative 6 Wochen Ferien für alle, Volksinitiative gegen Masseneinwanderung, 2011 Erbschaftssteuer, 2010 SP-Steuerinitiative, Exportverbot für Kriegsmaterial, ALV-Revision, 2009 Minder-Initiative, Minarett-Initiative (!), Erneuerbare Energien, 1:12 Initiative, Sanierung der Invalidenversicherung, Bilaterale, 2008 Unternehmenssteuerreform II, 2007 Einheitskrankenkasse, Beschränkung der Luftfahrt, Posttariferhöhung

        • Felix Rothenbühler sagt:

          @Eyholzer: Naja, das ist ja der Job von Economiesuisse 🙂
          Interessant ist ja auch, dass beim Asylwesen, beim Sozialwesen, der Bildung, den Radarkontrollen und ähnlichem NIEMAND nach den Arbeitsplätzen fragt… 😉

          • Keine Sorge. Im Jahresbericht 2011 der ETH Zürich kann man auch Dinge lesen, wie «…dank […] verstärkten Einsatz von Drittmitteln…». Kommt Zeit, kommt Wirtschaft auch in anderen Bereichen auf den Geschmack.

      • Hans Burri sagt:

        @Herr Rothenbühler. Sie haben offenbar die Ziele der Energiewende überhaupt nicht gelesen bzw. verstanden. Die meines Erachtens utopischen 50% beziehen sich auf den totalen Energieverbrauch, aber nicht auf den Stromverbrauch !! Dieser soll ab 2020 stabilisiert werden und dann gegenüber heute gar leicht abnehmen. Dies wird aber kaum eintreten, da Strom in Zukunft vermehrt zur Substitution von fossilen Energien eingesetzt werden wird (Wärmepumpen, E-Fahrzeuge, etc.). Der Rest Ihres Kommentars macht wenig Sinn.

        • Felix Rothenbühler sagt:

          @Burri: Das ist ja das Problem, Sie sprechen es an! Wir ärgern uns über einen möglichen höheren Strompreis, verstehen aber nicht, dass Strom zunehmend andere Energieformen ablöst. Im Verkehrsbereich ist Strom wesentlich günstiger als Benzin. Im Gegensatz zu Erdölprodukten haben wir Einfluss auf den Preis von Strom. Ich plädiere grundsätzlich für weniger Ressourcenverbrauch bzw. mehr Effizienz dabei, damit gilt immer: Je effizienter, desto höher darf (oder wegen Kompensationseffekten: muss!) der Preis sein für denselben Nutzen. Wir verbrauchen einfach zu viel. Viel zu viel.

    • Jonas Manser sagt:

      Eine Studie aus Deutschland hat gerade erst gezeigt, dass konventionelle Energie (Atom, Kohle) nur dank massiver Subventionierung billiger ist als erneuerbare Energien. 429 Milliarden wurden Euro wurden seit den 70er Jahren in diese angeblich „billigen“ Energieträger gesteckt. Berechnet man auch die Umweltschäden und die Entsorgung des Atommülls mit ein, sind diese Energieformen sogar TEURER als erneuerbare Energie. Soviel zum Thema Lobbyarbeit. (und das Gelaber mit fremden Richtern können Sie sich schenken, mit wem wollen Sie sonst verhandeln? Gaddafi?)

      • Rolf Bombach sagt:

        Herr Manser, dies ist nicht korrekt. Die KohleENERGIE wurde nie subventioniert, die deutsche Kohle wurde subventioniert, damit sie nicht teurer als die Importkohle war. Der Energieproduzent und damit auch der Stromkunde hatte davon genau gar nichts! Zu Zeiten von Kalkar erreichte die Förderung der Kernenergieforschung einen einmaligen Peak von ca. 8 Mia Eur, ansonsten dümpelte diese um 1 Mia Eur/y rum; EEG alleine im 2012 wird wohl bei 17 Mia Eur landen.

    • Hans Witzig sagt:

      Hat dieser Erich Meier eigentlich keine Ahnung, wie die Atomkraftwerke überleben? Diese, gegen einen Supergau unversicherten Zeitbomben, bedrohen die gesamte Bevölkerung unseres Landes und noch weit darüber hinaus in höchstem Masse,. Wie hoch wäre nur der Nuklearstrom-Preis, wenn unsere Landesregierung richtig ticken würde und diesem allgemeingefährlichen Treiben eine angemessene Haftpflichtversicherungspflicht vorschreiben würde, wie u.A. jedem Autohalter, Hausbesitzer, Schiff- Töff- und Flugifahrer auch. Herr Meier steckt wohl in den Fesseln des Momentdenkens.

    • Rolf Helbling sagt:

      Niemand an Verstrahlung gestorben? Selbst wenn das so wäre, haben Sie schon mitbekommen, was die Sache nach aktuellen Schätzungen, die vor kurzem verdopplet werden musste, kosten soll? 120 Milliarden! Sie denken doch nicht wirklich , wir könnten uns so einenVorfall leisten?
      Und was die bösen fremden Richter angeht: Fragen Sie mal Her Mörgeli, was er von denen hält.

    • So viele Themen in einem Kommentar. Lassen wir die Angst vor dem bösen Ausland und die zynische Bemerkung zu den Toten weg, bleibt noch der Preis. Wie viel würde Atomstrom wohl kosten, wenn man nur schon die Lagerung des Atommülls während einer Million Jahre mit in den Preis einrechnen würde? Plötzlich wären andere Energieformen konkurrenzfähig. Und das, ohne sich einen Gedanken über die immensen Gefahren von Atomkraftwerken zu machen.

      • Rolf Helbling sagt:

        Nur schon die Kosten für die Demontage der AKWs dürfte einen schönen Teil der erwirtschafteten Profite vernichten. Ausser man berechnet das dem gemeinen Steuerzahler.

        • Alois Krieger sagt:

          Für die Demontage müssen bestimmt Rückstellungen gemacht werden, genauso wie für das Entsorgen der Brennstäbe. So dumm sind nicht mal CVP-Politiker. Das Problem ist aber, dass die AKWs die Risiken bei einer Katastrophe nur zu einem winzigen Bruchteil tragen.

          • Rolf Helbling sagt:

            Natürlich werden Rückstellungen gemacht. Es wird sich aber zeigen, dass diese nicht ausreichend sind. Wollen wir wetten?

      • Mark Keller sagt:

        Eine Million Jahre? In welcher Fiktion leben Sie? Die Spezies Mensch trat gerade mal vor 200’000 Jahren zum ersten Mal auf. Es ist äusserst unwahrscheinlich, dass es die Spezies Mensch in 1’000’000 Jahren kümmern wird, was auf dem Planeten Erde vor sich geht. Es wird dann die Spezies Mensch nicht mehr geben.

        • Rolf sagt:

          AKW – Angsthasen aufgepasst ; es sind wohl schon mehr Menschen bei Dambrüchen gestorben als an Verstrahlung. Und es wird viel mehr tote bei der Montage von Windräder geben als bei Zwischenfällen in Atomkraftwerken.

          • Rolf Helbling sagt:

            Tote zählen kann man auf diese oder jene Art, und kommt immer auf die gewünschten Ergebnisse. Das grössere Problem sind die langfristigen Folgen. Nach einem Dammbruch kann man das verwüstete Land sofort wieder besiedeln, während verstrahlte Gegenden (zum Beispiel der Grossraum Bern, oder vielleicht das Aargau?) für Generationen verloren sind. Hunderttausende müssten umgesiedelt werden usw. Die Schäden sind, auch in Franken, ungleich grösser.

    • Wenn Sie da so schreiben, muss ich annehmen .dass Sie wohl auch verstrahlt sind. Mit irgend etwas. Tatsache ist, dass wenn Sie in Rotterdam ein Palette Module kaufen, dass Watt 50 Rappen kostet! Also ein Standart Modul von 250Watt kostet 125 Fr. Also bedeutend billiger als Dachziegel ! Kaufen Sie ein mal eine Schraube für den Druckbereich eines AKWs. Da werden Ihnen die Augen aufgehen!

    • Simone Zeller sagt:

      Solange eine kleine Provinz-Scheidungsanwältin, die sich bisher mit Duschgel-Müsterchen beschäftigte, eine Dauerlügnerin, die sich als Heckenschütze und Täuscherin des Volkes und Verfassungsbrecherin auszeichnet, und vom Weck-Staats-TV noch mit einem netten Titelchen garniert wird, ….und eine Klavierspielerin das so beschlossen haben, ist der Bananenrepublik wohl nicht zu helfen, zumal es sich beim Grossteil der sogenannten „Volksvertrerer“ um Analphabeten handelt, denen gar vorbuchstabiert werden muss, was sie zu „wählen“ haben,

    • Hans sagt:

      @Meier: Auch die Atomindustrie ist hochgradig subventioniert. Bei eine Vollkostenrechnung (Risikoausgleich, Rückbau, Endlagerung, etc.) müsste man die die reinen Produktionskosten von Atomstrom vervielfachen!

  • Rolf Helbling sagt:

    Die Energiewende ist keineswegs Tatsache, im Gegenteil: Sie wird konstant schlechtgeredet und mit immer neuen „Erkenntnissen“ torpediert in der Hoffnung, sie irgendwann beerdigen zu können. An vorderster Front bei diesem unschönen Spiel: BR Leuthard.

    • Hans Witzig sagt:

      Genau ins Schwarze getroffen, Rolf Helbling. Am Schluss Ihres Kommentars vermisse ich nur noch ein informatives Ende des Satzes: „, gesponsert von der Atomlobby“

      • Rolf Helbling sagt:

        Hätte ich das geschrieben statt nur gedacht… wäre der Kommentar wahrscheinlich nicht veröffentlicht worden 😉

        • Hans Witzig sagt:

          Wie Recht sie doch haben, Herr Helbling. In diesem Sinne, gingen hier auch mir zwei Beiträge verloren. Hauptsache, unser Volk bleibe noch möglichst lange am Leben. Obschon Ueli Maurer (Bevölkerungsschutz) spektakuäre Kampfflugzeuge haben will um historische (eingebildete) Feinde zu schlagen, an Stelle unseres tatsächlichen Erzfeindes, der Atomkraftwerkbetreiber-Tyrannenbande. So ist das Leben eben.

          • Hans Burri sagt:

            @Hans Witzig. Die Energiewende muss erst einmal geschafft werden. Dann kann man die KKWs nach 50 Jahren Betriebszeit gestaffelt abschalten. Man wird sie nämlich noch ziemlich lange benötigen. Ich denke, dass Sie wirklich überhaupt keine Vorstellung davon haben was es brauchen wird ca. 40 % unserer Stromproduktion mit EE zu substituieren. Die wenigsten haben eine ralistische Vorstellung. Zudem sind in unserem dicht besiedelten Land die Optionen sehr beschränkt. Uns bleibt eigentlich nur die PV. Haben Sie sich schon mal überlegt was stochastische Produktion für Probleme mit sich bringt ?

  • Eicher Hanspeter sagt:

    Stefan Müller hat absolut recht. Die Energiewnde braucht Zeit und wir müssen Projekte realisieren abstatt über Details der Energiewnde zu streiten. Neben der Stromproduktion mit erneuerbaren Energien müssen wirv auch an die Sanierung der bestehenden Gebäude denken. Wir haben alle notwendigen Technologien um unsern Gebäudepark weitgehend CO2 frei zu beheizen und durch den Ersatz der Elektroheizungen gleichzeitig auch Elektrizität einzusparen. Gebäudesanierungen brauchen aber enorm viel Zeit da die Gebäudehülle eine Nutzungsdauer von 50 oder mehr Jaher n hat.

  • Sabrina sagt:

    Abhängigkeit mit Ausland? Nein, danke.

    • Felix Rothenbühler sagt:

      Aha, in dem Fall: PV und NEE in der CH! Weil: Gas, Erdöl und Uran kommen ja von….? BINGO!

    • Rolf Helbling sagt:

      Fährt Ihr Schweizer Auto vielleicht mit Schweizer Benzin?

    • Peter Pfrunger sagt:

      Darum bleiben wir lieber beim bewährten Erdöl und Uran, dass ja bekanntlich von Muotathaler Energieschmöckern mit ihren langen Nasen aus dem Boden gesaugt wird.

    • Leo Arnold sagt:

      Aha, gehe mit Ihnen einig, nur – die Schweiz ist gesamtenergetisch zu 85% auslandabhängig. Versuchen Sies doch und leben sie Ihr:“Nein danke“

    • Alois Krieger sagt:

      Na ja, abhängig vom Ausland sind wir in der Energiepolitik schon. Aber trotzdem sollten die Politiker möglichst gut mit der EU verhandeln. Einfach am CO2 Handel teilnehmen während das ausser Europa niemand macht, wäre schlicht dumm. Auch sollte erst sichergestellt werden, dass die CO2 Abgaben nicht einfach zu Geldtransfers an Besitzer von bestehenden Kraftwerken werden. Leider war dies in Deutschland der Fall, die Stromkonzerne haben die Zertifikate eingesteckt und die Strompreise trotzdem erhöht. Auch ist sicherzustellen, dass die CO2 Abgaben nicht zu Betrug führen, z.B. in Osteuropa.

  • Eicher Hanspeter sagt:

    Stefan Müller hat absolut recht. Die Energiewende braucht Zeit und wir müssen Projekte realisieren anstatt über unwichtige Details zu streiten. Neben der Stromproduktion mit erneuerbaren Energien steht die Sanierung der bestehende Gebäude im Vordergrund. Wir haben alle notwendigen Technologien um unsern Gebäudepark weitgehend CO2 frei zu beheizen und durch den Ersatz der Elektroheizungen gleichzeitig auch Elektrizität einzusparen. Mit den richtigen Rahmenbedingungen können wir diese Aufgabe bis 2100 gelöst haben, aber wir müssen jetzt beginnen.

  • Hans Koller sagt:

    Das ist doch falsch, wie wollen sie im Winter und bei Nacht Stromproduzieren??? Sie wissen wahrscheinlich selber nicht mal um was für einen Typ Solaranlage es sich handelt. Solarenergie ist dreimal so teuer wie normaler Strom, ihre Gemeinde ist überschuldet wie alle, die Industrie entlässt bereits jetzt Menschen weil der Strom zu teuer ist(Wallis Lonza 400 Angestellte). Die Energiewende ist der grösste Schwachsinn den uns die CVP eingeprockt hat und sie distanzieren sich bereits davon, es sei nur eine Vision.

    • Felix Rothenbühler sagt:

      Es kommt vor, dass schon heute 2 AKWs gleichzeitig abgeschaltet sind. Und doch geht bei uns deswegen das Licht nicht aus. Nachts wird mit Überschuss-Strom Wasser hochgepumpt. Das kann man künftig auch mittags tun, wenn die Stromspitze von PV kommt. Lonza hat sich übrigens die Misere selber eingebrockt, kein Grund das der Energiewende anzukreiden.

      • Hans Koller sagt:

        Stromspitze PV im Winter??? Genau zu derzeit wo man die Energie braucht, da muss man nichts mehr sagen, Weltfremde Fantastereien. Apropos Lonza, warten wir mal bis sich der Strompreis verdreifacht, ich lache mich jetzt schon über die Entlassungen futsch.

      • Hannes Müller sagt:

        Die AKWs im Netz laufen auch in der Nacht. Um 24h liefern aber die Solarpanels in ganz Europa relativ wenig Strom.

        • Felix Rothenbühler sagt:

          Wir brauchen nachts auch relativ wenig Strom, nur darum kann man nachts Wasser in Speicherseen hochpumpen und verscherbelt man nachts den Strom im Niedertarif, damit alle ihre Boiler aufheizen können.
          ABER man kann Boiler auch mittags mit PV-Spitzen heizen (oder gleich auf solar umstellen) und ebenso Wasser bei Windspitzen hochpumpen. Was ist das Problem? Nachts laufen auch die Flusslaufkraftwerke (Bandenergie), die man nicht abschalten kann. Ausserdem wird gerade nachts sehr viel Strom völlig unnötig ins Weltall gepufft (unnötige Aussen- und Werbebeleuchtung, unnötige Heizung etc.).

          • Hans Koller sagt:

            Heizen mit PV??? Wassererwärmen mit PV???? Entweder man produziert Strom oder man wandelt Lichtenergie in Wärmeenergie um. Nebenbei sind Elektroheizungen verboten. Wenn sie den Boiler am Mittag erwärmen ist er im Winter am Abend immer noch kalt, oder wieso glauben sie gibt es am Nordpol keine Solaranlagen? Solaranlagen werden in Gebäudetechnik nur mit zusatzenergien eingesetzt die auf Strombasis oder Erdöl, Gas oder Holz laufen, weil Solaranlgen im Winter nicht nicht in der Lage sind die Wärme abzudecken. Mit ihren Visionen werden sie bald in den Wintern frieren, tolle Zukunft die sie wollen

    • R.E. Michel sagt:

      @ Koller: Ohne die Subventionen für die AKW-Betreiber wäre der Strom heute schon massiv teurer als er es ist – also hören Sie auf so zu tun als ob der Solarstrom soooooooooooo viel teuerer ist. Streichen Sie die Subentionen und wir sprechen uns nochmals!

  • Zitat aus Müllers Beitrag: Und Priorität hat vor allem eines: Dass wir die Projekte, welche den Grundstock für die Energiewende liefern, jetzt anstossen – unabhängig davon, in welchem Zeitraum wir die Energiewende dann schaffen werden. Kommentar: Das ist ein absolut unreflektierter Vorschlag. Dass eine dermassen Fehlerhafte Vorgehensweise noch Priorität haben soll, belegt, wie kopflos die CVP in Energiefragen in die Mauer rennt. Die heute verfügbaren Projekte sind kaum in der Lage, netto Energie zu liefern. Und v.a. sinken die Preise weiter. Zuwarten bring künftig mehr.

  • Alois Krieger sagt:

    Die Solaranlage gibt es nur wegen einer Strategie aus Bern, ohne die Einspeisevergütung würde die Solaranlage wohl kaum gebaut. Und das EU-Stromabkommen wird kaum dazu führen, dass der Strombedarf mehr aus einheimischer Produktion stammen wird. Dazu braucht es kein Abkommen. Wäre das das Ziel, dann könnten wir unseren Strommarkt abschotten. Ein Abkommen mit der EU wird eher dazu führen, dass Solaranlagen dort gebaut werden, wo die Fördergelder am besten eingesetzt sind.

    • Peter Zürcher sagt:

      Richtig, ohne Subventionen würde die Solaranlage nicht gebaut. Genausowenig wie die Atomkraftwerke ohne Subventionen gebaut worden wären.

  • will williamson sagt:

    „Priorität hat unser Stromnetz, welches auf praktisch allen Ebenen veraltet ist und der zukünftigen, dezentralen Versorgung nicht gerecht wird.“

    Ich denke, im Grundsatz kann dem Autor zugestimmt werden. Auch die Netzerneuerung ist wahrscheinllich notwendig. Es stellt sich aber hier die Frage, ob man nicht die Stromproduktion dezentralisieren sollte. Nebst Solar- und Windanlagen würden sich Biogasanlagen anbieten. Die Sonne scheint nicht immer, der Wind bläst nicht immer, Biogas kann aber permanent erzeugt werden. Zudem wär’s ein neuer Erwerbszweig für die Landwirtschaft.

    • Rolf Bombach sagt:

      Priorität hat, dass die Leute endlich mal akzeptieren, dass die Energiewende Priorität hat und nicht die Stromwende. Nicht einmal der Autor hat den Unterschied kapiert, obwohl er etwa einen Faktor 5 beträgt. Zum Zweiten: Strom wird zentral benötigt, Industrie, Städte,.., sodass es eben gerade die dezentrale Produktion ist, welche einen Ausbau der Verteil- und Übertragungsnetze notwendig macht. Und genau das wird echt teuer. Deutschland ist gerade daran, diese Lektion zu lernen.

      • will williamson sagt:

        Grundsätzlich einverstanden. Aber hier diskutieren wir ja zumindest implizit den Ersatz von AKW’s. Was produzieren die denn sonst noch ausser Strom und nicht entsorgbaren Abfällen? Mit Biogas könnte man im Prinzip auch noch heizen. Und mit Solarenergie gibt es die Möglichkeit, Wasserstoff zu elektrolysieren und diesen mit CO2 zu Methan (wegen der geringeren Gefährlichkeit) zu synthetisieren. Auch damit kann man heizen.

      • Felix Rothenbühler sagt:

        @Bombach: Fast korrekt: Wo sonst ausser auf Industriedächern klotzt man PV billiger hin? Und warum man in Chavallon ein Gaskraftwerk hinstellen will, verstehe ich immer noch nicht: Wenn schon, dann in die Stadt damit oder zur Industrie! Man muss für jeden StaO die beste Lösung suchen – genau das ist doch das interessante an NEE, da es nicht eine Klumpentechnologie ist, sondern ein ganzer Blumenstrauss an Möglichkeiten. Die Kombination von Wärme/Strom/mechanische Leistung bietet doch für jede Nachfrage ein Optimum an Effizienzmöglichkeit. Und: nicht nur ENERGIE- sondern RESSOURCENwende!

    • Björn Brezger sagt:

      Vorsicht mit Strom aus Mais-Biogas, Raps-Biodiesel etc.: der Flächenbedarf ist zigfach höher als für Solarstrom! Einen sinnvollen Platz im Energiemix hat nur die Nutzung von Reststoffen. Photovoltaik braucht keine Pestizide, nutzt Flächen von Dächern, Parkplätzen usw. und erzeugt dabei die Energie verbrauchsnah. In der Schweiz ergänzt sie sich hervorragend mit der Wasserkraft – momentan wird jeden Mittag Speicherkraftwerks-Wasser verbraucht, das bei Photovoltaik-Ausbau gespart wird und flexibel eingesetzt werden kann. Und die Solarstromnutzung macht unabhängig von der Ölpreis-Fieberkurve…

      • will williamson sagt:

        Ich gehe mit Ihnen einig, dass man Biogas und Biodiesel nicht aus Mais oder andern Nahrungspflanzen herstellen soll. Aber Biogas kann man auch mit Gülle und organischen Abfällen erzeugen. Ein Mix aus Wasserkraft, Biogas, Photovoltaik und evtl. Windgeneratoren dürfte die geeignete Lösung sein.

  • Rolf Müller sagt:

    Allerdings nicht wie Doris Leuthard, den CO2-Ausstoss forcieren um AKW-frei zu leben. Solche Massnahmen sollte man unterlassen.

  • Claudia Egger sagt:

    Heute konsumieren, morgen bezahlen. Es ist bequemer, die Konsequenzen für das eigene Wohlgefühl nicht selbst, tragen zu müssen sondern den kommenden Generationen zu überbürden. Das ist genau die gleiche Haltung, die bis dato ein Endlager für die radioaktiven Abfälle politisch verhindert hat. Und das Chaos, das die herbei gewünschte und technisch und wirtschafltich nicht realisierbare Energiewende hinterlässt, werden ebenfalls unsere Kinder tragen müssen.

  • Thomas Tesla sagt:

    Gratulation! Das ist so ziemlich der erste Sinnvolle Beiterags eines Politikers den ich zu diesem Thema gelesen habe.

    Eigentlich bin ich (als Mitarbeiter eines Energieversorgers) mittendrin, erlebe aber tagtäglich nur die Abwehrhaltung und Skepsis aller Beteiligten wenn sich private Solaranlagen auf das Dach stellen wollen. Wenn wir die Rahmenbedingungen schaffen und Bewilligungen vereinfachen würden, wäre schon viel erreicht!

    • Alois Krieger sagt:

      Was ist daran sinnvoll? Einfach mal Solaranlagen aufstellen, ohne Strategie? Vielleicht wäre das Bundesgeld (wovon sie anscheinend leben) besser eingesetzt, wenn die Solaranlage im sonnigen Süden Europas gebaut würde. Das wäre die Folge des EU-Abkommens.

      Einfach mal Solaranlagen bauen ist schon ok, aber wenn man dazu Staatsgelder beansprucht, dann steht besser eine kohärente Strategie dahinter – das geht nicht ohne „dummes Gerede“ in Bern.

      • Thomas Tesla sagt:

        Ich lebe nicht von Bundesgeldern und spreche nicht von subventionierten Anlagen. Wenn heute private eine selber finanzierte PV Anlage bauen, stossen sie auf viele Hindernisse.

        Beispiel:
        Ein Eigenheimbesitzer hat eine Wärmepumpenheizung. Er stellt sich eine PV Anlage aufs Dach und möchte damit heizen. Das geht aber nicht, weil die Heizung über Mittag vom EW gesperrt ist. Da er die Energie nicht benötigt, muss er sie für 7 Rp. verkaufen und später für 20 Rp. (Energie und Netznutzung) zurückkaufen.

        Wenn solche unnötigen Hürden weg wären, würden mehr Private investieren.

        • Alois Krieger sagt:

          Na ja, versuchen Sie mal der Migros die Milch für 1.70 pro Liter zu verkaufen. Wer zahlt dann das Vertriebsnetz. Ebenso ist es mit dem Strom. Wenn Sie verlangen, dass der Strom der Anlagen jederzeit für 20 Rappen verkauft werden kann, dann muss der Preis subventioniert werden, wenn nur für den Ausbau des Netzes auf die neuen Begebenheiten.

          Wenn Sie bei einen Energieversorger arbeiten, der alternative Energie produziert, leben sie zum Teil von Bundesgeldern. Wenn Wettbewerb herrscht, ist das ja auch nichts Schlechtes – vorausgesetzt die Anreize aus Bern sind sinnvoll.

      • Hansjürg Meister sagt:

        Es macht eben schon Sinn. Betrachten Sie mal wer sich wofür einsetzt! Der ehemalige Nationalrat und Energieexperte der SP Rudolf Rechsteiner als Präsident der ADEV (Betreiber von Windkraftanlagen) sah in Windrädern die Lösung. Der heutige Nationalrat und Energieexperte der SP sitzt in der Swisssolar und cleverenergy (Solartechnik) deshalb – wen wundert’s – spricht man nun mehr von Solarzellen auf dem Dach. Jeder setzt sich halt für seine Klientel ein. Das ist bei den Rechten nicht anders.

        • Alois Krieger sagt:

          Ja, wir müssen aufpassen, dass die Energie-Lobby nicht eine zweite Subventions-Maschinerie wie in der Landwirtschaft aufbaut.

          Eigentlich müssten die Politiker besser bezahlt werden und sollten keine solchen Jobs mehr annehmen dürfen. Das ist auch eine Art Korruption und schadet der Schweiz.

  • Hans Peter Sigrist sagt:

    Vollkosten für Atomstrom verrechnen!
    Die Folgekosten für den Rückbau der AKW und die Endlagerung des nuklearen Abfalls werden heute weder durch die Strompreise noch durch den Entsorgungsfonds gedeckt. Auch die Risikodeckung für allfällige Katastrophen ist ungenügend.
    Schlagen wir heute die Vollkosten auf den Strompreis und die alternativen Energien werden sofort interessant
    Bei Swatch hat man berechnet, dass die Verdoppelung des Strompreises weniger schlimm ist, als eine Wechselkursabweichung (Euro, Dollar) von 1%! Hier liegt die erste die Priorität für Politiker!

  • Andreas Lamanda sagt:

    1988 in Californienen gesehen: ganze Wälder von Windmühlen! Seit den 90er überall in den umliegenden Länden: Windmühlen und Solaranlagen. Im neuen Jahrtausend von Dänemark bis Ungarn sind die Dächer von Bauernhöfen mit Solarpanels zugepflastert, in Deutschland stehen von Ostfriesland bis Niederbayern überall Windmühlen, Dörfer mit zuwenig Dachfläche richten Solarparks ein, in Spanien habe ich sogar ein Solarkraftwerk gesehen… nur in der Schweiz da schwächest die Solarbranche – ein absolutes Rätsel! Während man Hier über die Energiewende redet, passiert sie rund um unser Land seit 20 Jahren.

    • AlexB sagt:

      Vielleicht weil es in der Schweiz noch etwas wirtschaftlichen Sachverstand gibt, Andreas?
      Was haben den die Deutschen für die 400 Mrd Euro bekommen, die sie bisher in die sogenannte Wende gesteckt haben?
      Die Solarzellen, die sie in den letzten 10 Jahren installiert haben, liefern zusammen noch nicht mal so viel Strom wie ein einziges größeres Kohlekraftwerk oder ein AKW. Ein Kohlekraftwerk kostet vielleicht eine Mrd, das AKW 5, in die 30GW peak installierte Leistung, stecken die Deutschen Jahr für Jahr ca 25 Mrd. Jetzt haben sie 0.3% Solarenergie als Anteil der Primärenergie. Toll was?

  • K.A. Barett sagt:

    Der Artikel hat auch vernünftige Ansatzpunkte. So kann man heute seriöserweise nicht spekulieren, welchen Energieverbrauch die Schweiz in dreissg Jahren haben wird. Seit Fukushima herrscht aber eine derartig fiebrige Energei-Wende-Hype, dass man manchmal nur das Weisse in den Augen der jeweiligen ideologischen Gegner sieht. Was gerne übersehen wird: 1. Die angedachte Energiewende könnte sich als Trugbild entpuppen, 2. Die damit verbundene Auslands-Anhängigkeit wird steigen. 3. Der damit verbundene, wahrscheinlich überproportional ansteigende Strompreis wird den Wohlstand gefährden.

  • Die Schweiz hat im Sommerhalbjahr einen Stromüberschuss und kann mit den Stauseen nur die Versorgungsmenge für einige Wochen ins Winterhalbjahr hinüber retten. Nur die im Winterhalbjahr produzierten 25% der Photovoltaik bringen einen Beitrag an unsere Stromversorgung. Das kann sich mit neuen Speichermöglichkeiten in Zukunft zwar ändern, doch während der beschränkten Lebensdauer der heute installierten Photovoltaik-Anlagen wahrscheinlich noch lang nicht genügend. Die von Bundesrat und Parlament vorgeschlagene Energiestrategie ist unrealistisch und wird bei der Volksabstimmung kaum Chancen haben

    • Felix Rothenbühler sagt:

      „kann mit den Stauseen nur die Versorgungsmenge für einige Wochen ins Winterhalbjahr hinüber retten“ – das ist aber keine Naturkonstante sondern Geschäftspolitik und man kann das – wenn man denn will oder dazu gezwungen wird – auch ändern.

      • Das Gesamtvolumen unserer Stauseen bestimmt, welche Versorgungsmenge wir ins Winterhalbjahr hinüber retten können. Etwa der Bau der neuen Grimsel-Staumauer brächte eine spürbare Volumenvergrösserung. Zudem wäre eine leistungsfähige Gleichstromverbindung zwischen den Windparks an der Nord- und Ostsee mit unseren Speicherseen sehr nützlich. So könnten wir die Zahl der in den kommenden Jahrzehnten zu erstellenden Gaskombikraftwerke oder Kernkraftwerke klein halten. Ganz vermeiden lassen sich diese mit der weiterhin zu erwartenden schrittweisen Verlagerung auf Strom nicht.

        • Peter Pfrunger sagt:

          Sie sind penetrant lernresistent.
          Leider haben sie als Rentner viel zu viel Zeit um ihre Desinformation zu betreiben 🙁

  • AlexB sagt:

    Und wie sieht es beim Wind aus? Um ein AKW zu ersetzen braucht man nicht nur 5.000 große Windmühlen, sondern auch noch backup Kraftwerke, die im Standby rumdöddeln und den Netzausbau für viele Mrd, weil Wind nicht dann weht, wenn man Strom braucht, sondern manchmal wochenlange Flauten dazu führen, dass kaum Strom erzeugt wird. 0.9% der Primärenergie kommt in DE aus Wind, dafür haben sie das ganze Land verschandelt und viel Geld verschwendet.

    Noch schlimmer ist die Biomasse, die die Regenwaldvernichtung beschleunigt und mittels Hunger Menschen vernichtet.
    Schönen Gruß an die Antihumanisten.

  • Die erneuerbaren Alternativenergien (Sonne, Wind, Gezeiten) werden sich durchsetzen. Die fossile Energie ist ein Auslaufmodell. Und der Strom der AKWs wäre heute schon um einiges teurer, wenn man auch die Sicherheitsaspekte berücksichtigen würde. In Westen und der Mitte Europas wird kein einziges AKW mehr gebaut. Unser rotgrün regiertes Nachbarland Baden Württemberg macht es gerade vor: In drei, vier Jahren wird dort der Alternativstrom zur kostengünstigsten Energie. Es fällt jetzt schon so viel an, dass davon in Spitzenzeiten andere Länder beliefert werden können.

    • Walter Bossert sagt:

      …Und der strom der AKW-s wäre heute schon um einiges teurer, wenn man auch die Sicherheits- Aspekte berücksichtigen würde.. Ich nehme mal an dass Sie damit den Abfall meinten, sonst wäre das eine ziemlich delikate Aussage !

  • Aus purer Faulheit verblöde sogar ich Energie.Mit einer sofortigen Oekosteuer bekommen wir Zeit in Ruhe unsere Energiezukunft zu planen.Hoch lebe Evelyn Wiedmer-Strumpf.

  • Lucien Michel sagt:

    Die Erde sei flach und und die Sonne umkreist sie, der Samichlaus stecke die bösen Buben in den Sack und der Storch bringt die Kindlein – all das kann man glauben mit der selben Gewissheit wie man die menschengemachte Erwärmung als «angeblich» bezeichnen kann. Unverständlich, wer sich heute noch gegen griffigste Massnahmen zur Wehr setzt. Sind die Carbontraders glaubhafter als seriöses Wissen?

  • Hannes Müller sagt:

    Die Energiewende läuft? Ich denke, die Energiewende läuft auf.

    Die Solarenergie führt schon heute zu einem Überschuss bei viel Sonne, was erstens zu technischen Problemen führt und zweitens zum Verschenken der Energie – man muss sie nämlich irgendwohin bringen, und wenn man dem Abnehmer dafür zahlen muss.

    Wie man die Energie vom Sommer (Überschusszeit) in den Winter bringt (Unterversorgungszeit) hat noch keiner zeigen können. Die paar Pumpspeicherwerke bringen es nicht.

    • Genau so ist es! Photovoltaik bringt uns in der Schweiz vorderhand praktisch nichts. Erst wenn die Weiterentwicklung von Akkus den Elektromobilen dereinst den Durchbruch bringen wird, werden wir im Sommerhalbjahr Verwendung für die von der Photovoltaik zusätzlich produzierte Strommenge haben. Es ist nicht so, wie viele sich wünschen: Wir können nicht auslesen, ob wir die erneuerbaren Energien nutzen oder ein neues Kernkraftwerk bauen wollen. Die Wahl sieht leider ganz anders aus: Wollen wir neben den erneuerbaren Energien Erdgas oder Kernenergie einsetzen?

      • tststs sagt:

        „Erst wenn die Weiterentwicklung von Akkus den Elektromobilen dereinst den Durchbruch bringen wird…“ Alles schon längst vorhanden, aber für die Wirtschaft nicht wirklich attraktiv… (Stichwort „geplante Obsoleszenz“)

        • Die Leistung von Lithium-Ionen-Batterien kann extrem gesteigert werden. Künftige Katoden werden 50-100% mehr Speicherkapazität bieten. Der Preis für Hochvolt-Akkus dürfte von heute umgerechnet 500-550 auf 200 Franken je Kilowattstunde im Jahr 2020 sinken. Fünf Jahre später wird sogar 150 Franken je Kilowattstunde erwartet. Damit dürfte Benzin nur noch 50 Rappen je Liter kosten, damit Verbrennungsmotoren preislich mithalten können. Der Umstieg auf Elektromobile kann heute zeitlich ungefähr abgeschätzt werden. Er dürfte in die Endphase der Lebensdauer heute installierter PV-Anlagen fallen.

          • … und übrigens: „geplante Obsoleszenz“ – falls sie wirklich stattfindet – kann sich beim heutigen internationalen Wettbewerb langfristig nicht halten. Stark hemmend für die Akku-Weiterentwicklung ist sie sicher nicht.

    • Peter Pfrunger sagt:

      Es ist absolut unverschämt wenn hier frühpensionierte alte Männer derart viel Desinformation betreiben und vielleicht schlussendlich die Junge Generation dazu bringt gegen ihre eigenen Interessen zu stimmen, nur weil die Alten an ihrem überholten Glauben an die Kernenergie kleben.
      1.Photovoltaik bestens im Winter und bei Kälte.
      2.AKWs produzieren Nachts Überschüsse, die in Elekroboilerne/-heizungen verbraten werden müssen und und in Speicherseen gepumpt.
      3.AKWs fallen unvorhergesehen für Wochen und Monate aus. Dann fehlt schlagartig 5-20% Strom.
      4.Diversifikation ist angesagt nicht Stillstand.

  • Walter Boshalter sagt:

    Die Energiewende ist für die beliebte Kompromissmaxime in der schweizer Politik schlicht zu komplex. Die entscheidenden Faktoren Kraftwerksart, Übertragungsnetz, Verteilnetz, Sparbemühungen und Preis/Komfortansprüche (um nur schon die elektrische Energie zu „wenden“) werden von so vielen Interessen- und Lobbygruppen belegt dass ein vernünftiger Ansatz wohl nur mit diktatorischen Massnahmen möglich wäre. Die Idee jetzt Projekte zu starten ist sicher vernünftig, scheitert aber leider an oben gesagtem…

  • Marcel Grüninger sagt:

    Ich sehe es genauso wie Stefan Müller-Altermatt! Besser endlich etwas konkretes tun, anstatt fernste Ziele auf den Punkt genau festschreiben zu wollen. Die Politik hat dabei auch noch vergessen, dass es in so grossen Zeiträumen technologische Neuerungen geben wird, die man heute ohnehin nicht abschätzen kann. Die Wichtigste die hoffentlich irgendwann kommen wird, ist jene Strom mit vernünftigem Aufwand lokal speichern zu können. Dann wird es möglich autarke Anlagen zu bauen. Es wird Haushalte geben, die sich selbst versorgen können. Ich empfehle hier zu investieren und weniger in die Netze.

    • Hannes Müller sagt:

      Sie könnten auch beten, das würde gleichviel bringen.

    • Fabien sagt:

      Ich sehe bei Ihnen eine grosse Konzeptlosigkeit. Wie bei Frau Leuthard. Wenn Sie dezentrale Produktion wollen, müssen Sie Netze zwingend ausbauen. Klar müssen diese ohnehin erneuert werden, aber mit dezentraler Solar/Wind-Stromproduktion wird dies doppelt so teuer. Wenn die Leitungen in den Boden kommen, beträgt der Kostenfaktor ca. 10 gegenüber Freileitungen. Die dezentrale Produktion verteuert den Strom massiv, umso mehr, als das Speicherproblem von einer Lösung weit entfernt ist. Solarenergie macht die Pumpspeicher-KW unrentabel, weitere Investments werden unrentabel. Und im Winter?

      • Fabien sagt:

        Frau Leuthard bzw. ihre Experten haben dies inzwischen kapiert und setzen nun auf WKK mit fossilen Brennstoffen. Dadurch steht Strom 365 Tg. zur Verfügung. Energiewende? Wenn man die AKW wirklich ersetzen will, gibts nur eine wirtschaftliche Lösung: Import von Windstrom aus den grossen Anlagen in DE, Sonnenstrom aus den Gross-KW im Süden. Bedingt Ausbau der Übertragungsnetze. Als Reserve hätten wir noch die Fluss-KW. Sonne/Wind/Kleinwasser in der CH sind Peanuts, da wetterabhängig. Nice to have. Es geht nicht nur um Haushalte, die Stromkosten sind wichtig für Industrie/Gewerbe/Dienstleistungen

        • Ich bin zuversichtlich! Immer mehr Schweizer(innen) sehen das genau so wie Sie, Fabien! Nur unsere Mitteparteien CVP und BDP und mit Ihnen auch Herr Stefan Müller-Altermatt, Frau Bundesrätin Doris Leuthard und Herr Darbellay haben noch nicht erkannt, dass ihre Wahl aus dem verführerischen Szenarien-Denken sie ins Reich der unrealistischen Träume gebracht hat. Nur CVP/BDB-Parlamentarier, welche sich vom ideologischen Atomausstieg verabschieden und offen für alle kommenden Entwicklungen sind, verdienen unser Vertrauen.

          • Peter Pfrunger sagt:

            Herr Jorns sie argumentieren hauptsächlich damit, dass die Alternativen noch nicht soweit seien. Wann sind sie denn soweit? Was muss geschehen, damit sie diese als ausgereift ansehen?
            Welches sind die Technologien, die sie einsetzen würden? Welche Kosten sind dazu zu erwarten? Was sind die Auswirkungen auf den Netzausbau? Welche Abhängigkeiten vom Ausland ergeben sich dabei? Wie schätzen sie die langfristigen Entwicklungen betreffend Verfügbarkeit und Kosten ihrer Energiepolitik ein?

  • Nico Meier sagt:

    Viele Menschen denken wie ich und wollen ungern für den Strom mehr bezahlen ohne einen mehrwert zu erhalten.
    Lasst doch einfach die kernkraftwerke weiter laufen sie produzieren sauberen und günstigen Strom für jeden der ihn möchte.
    Wer keine kernenergie haben will soll das drei oder vierfache für den Strom bezahlen und ihn so auch selber finanzieren.

    • Felix Rothenbühler sagt:

      Wenn nun jeder, der möchte, auch noch das so generierte Risiko und den so produzierten Abfall übernimmt, bin ich einverstanden, vorher leider nicht.

  • Markus Sennheiser sagt:

    Meiner Ansicht nach braucht es eine grössere Vision für die Trendwende. Eine neue 1MIO Stadt im Mittelland, in die Höhe gebaut wo die neuesten Technologien einfliessen, ein gesamt Verbraucher Konzept inkl. Kultur, Wirtschaftzentren und gut erschlossen. Keine Betonstadt, wir können mittlerweile auch schön bauen. Die 2KW Gesellschaft könnte realität werden. Es würde auch Probleme lösen, wie Verkehrsentlastung, Zersiedlung, Wohnkosten um den bestehenden Ballungszentren. Mit der halben Landfläche was wir gewohnt sind. Mit einen verlockenden Steuersatz lässt sich auch die Wirtschaft einspannen.

  • Walter Bossert sagt:

    Herr Müller- Altermann, ich lese nun schon lange alles über die Energie- Zukunft, aber im Gegensatz zu den Politikern befassen sich die meisten Kommentatoren mit der näheren Zukunft. Allerdings darf ein derart wichtiges Thema nicht einfach in seiner Entwicklung geändert werden, je nach Bedarf an Wahlthemen! Sonst werden die Politiker noch unglaubwürdiger als sie es schon sind.Könnte es sein, dass man in gewissen Kreisen plötzlich merkt was man angerichtet hat und ist dadurch ziemlich in der Klemme? Oder haben die Pfärrer interveniert, weil die Leute plötzlich begonnen haben selber zu denken ?

  • Philipp Rittermann sagt:

    ich habe kürzlich einen überblick bekommen über das 2000-seitige konzeptpapier des bundesrates zur energiewende. zumindest die zusammenfassung hat mich persönlich überhaupt nicht überzeugt, da es sich rein um eine absichtserklärung der schwammigen form handelt. konkrete strategien, massnahmen und kosten fehlen. ich will erstmal fakten sehen vom bundesrat. danach kann über die weiteren schritte diskutiert werden. die ganze entwicklung erinnert mich stark an die mogelpackungen à la pfz und schengen/dublin.

  • Hans Koller sagt:

    Wir brauchen keine Visionen, wir brauchen Energie, die uns AKW’s liefern.

    • tststs sagt:

      Ehrlich, da fragt man sich schon, wie die Menschheit überhaupt so lange ohne AKWs überleben konnte…
      Wir müssen endlich umdenken! Weg von „wieviel brauchen wir? also produzieren wir soviel“ hin zu, „Soviel können wir ohne schlechtes Gewissen produzieren. Wie verteilen wir es jetzt?“…

      • Hans Koller sagt:

        Fragen über Fragen, aber keine antworten. Aber egal die müssen einfach den Strom produieren den ich brauche, sonst soll man die Preise erhöhen, damit der Durchschnittsschweizer sich keinen Strom mehr leisten kann, mir egal ich habe Kohle.

      • Marco Bless sagt:

        Herzlichen Glückwunsch, mit Ihnen kämen wir wieder zurück zu den guten alten Pferdefuhrwerken und zur Handarbeit. Die benötigt aber genausoviel Energie, halt anstelle von Elektrizität dann einfach chemische Energie aus der Nahrung für die Muskeltätigkeiten.
        Leider bietet unser Boden nicht mehr genug Platz, um all die Nahrung zu produzieren, die Sie bräuchten, um wieder wie im 19. Jhdt. leben zu können, mit 4x mehr Verbrauchern im Land.
        Zu Ihrer Rationierungsidee: stellen Sie sich doch schon einmal bei den Verzichtern an. Dann wäre ein erster Schritt gemacht.

  • Martin Reber sagt:

    Ich finde Ihren Beitrag sehr gut. Aber fuer die dezentrale Energieproduktion muss natürlich von den Politik noch Geld
    gesprochen werden. Das darf dann schon diskutiert werden.

  • anton sagt:

    Subventionierte Bauern??? Auf alle Bauernhäuser/Schöpfe Solarenergie Anlagen bauen und subventionieren. Dann hätten die Bauern auch zukünftig Erträge und die Subventionierungen könnten heruntergefahren werden?

    Auf die Dächer der Einfamilienhäuser/Mehrfamilienhäuser oder Gewerbebauten Solarenergie mit Erdsonden/Wärme-Mehr Energie produzieren. .
    Finanziert durch sehr günstige Hypotheken (z.B. 0,5 – 1.0 %) Oder 10 Jahre Zinslos??
    Politiker, Banker, Wirtschaftsmanager worauf warten wir?
    Damit würde auch neue Arbeitsplätze geschaffen und dadurch mehr Steuererträge.

  • Martin Frey sagt:

    So mitte 70er-Jahre herrschte eine Ölkrise. Per Zufall stiess ich damals auf Unterlagen für die Schule der (damaligen) BP, die die Entstehung von Erdöl sehr gut „visualisierten“. Zum Thema gab’s auch Filme. Der eine erläuterte mit Statistiken, dass im Jahre 2000 kein Öl mehr vorhanden sei. China und Indien als Verbraucher waren noch kein Thema. Was ich sagen will: Seither misstraue ich jeder Energieprognose, von welcher Seite auch immer. Das Jahr 2050 ist im Verhältnis noch ebenso viel weg. Doch: Ich habe Vakuumröhren-Kollektoren auf dem Dach und beteilige mich genossenschaftlich an Solarstrom

    • tststs sagt:

      Herr Frey, ich weiss nicht auf welche Zahlen Sie sich genau stützen, der Fehler liegt aber idR hier begraben: Prognosen aus den 70ern beziehen sich auf die damaligen Fördermethoden, da dachte man noch nicht so viel an Ölgewinnung aus Sand, Offshore etc…. Für einige ist der Lappen trocken, wenn er nicht mehr pflotschnass ist, andere müssen ihn bis zum letzten Tropfen ausquetschen…

      • Martin Frey sagt:

        Ist schon klar, was Sie meinen. Mich nimmt nur wunder, welcher Lappen im Jahre 2050 in der Rückschau idR trocken oder nass beurteilt werden wird;-). Leider werde ich das diesmal nicht mehr erleben…

      • Martin Frey sagt:

        Übrigens: die Filme waren auch von British Petroelum, und näher an der Quelle war wortwörtlich wohl niemand.

  • In der CH gibt es einen Bevölkerungsüberschuss und keine Energielücke. Das Problem liegt also in der Überbevölkerung.

    Offiziell müssen 50 % der Lebensmittel importiert werden, damit 50 % der Bevölkerung nicht verhungern. Ist das Überbevölkerung oder nicht?

    Dann habe ich selbst noch gerechnet. 1,1 Mio. Hektaren Landwirtschaftsland stehen 8 Mio Einwohnern gegenüber. Meine Behauptung ist, dass man pro Person und Jahr in unserem Klima mindestens 0,5 Hektaren braucht. Dann könnte man 2, 2 Mio Menschen ernähren, was 27,5 % Selbstversorgungsgrad bedeuten würde.

    • Wenn der Selbstversorgungsgrad 50 % betragen würde, bedeutet das, dass mit 1,1 Mio Hektaren Landwirtschaftsland 4 Mio. Menschen ernährt werden können. Das macht 0,275 Hektaren pro Person. Und das scheint mir ziemlich wenig zu sein. Und selbst wenn diese offizielle Zahl stimmen würde, wären immer noch 50 % der Bevölkerung überzählig (föörig).

      Dass die Schweiz überbevölkert ist und es jetzt sofort einen Einwanderungsstopp braucht ist klar – Nicht nur um die Energiewende zu schaffen.

  • Beat sagt:

    Endlich bringt diese Zeitung einen vernünftigen Beitrag. Das können auch die vielen Buhmänner und – Frauen nicht wegdiskutieren. Netze: Solange die installierte peak – Leistung nicht über die DImensionierung des lokalen bestehenden Netzes hinaus bewilligt wird, können lokale PV-Kleinkraftwerke in beliebiger Menge in Betrieb gehen ohne ein einziges Netz ausbauen zu müssen. Bei entsprechendem Eigenverbrauch kann die installierte Leistung sogar überhöht werden. Es ist so, Hr. Müller-Altermatt: Die Projekte jetzt anpacken. Den EW’s verbieten die Boiler und Erdsondenheizungen starr zu steuern!!!!

  • Beat sagt:

    Lokale Stromerzeugung ENTLASTET die Netze! Also: Die Produzenten sollen einen vernünftigen Rabatt auf die Benützung des Netzes erhalten bis zur Grenze wo das Netz grösser dimensioniert werden müsste um den Strom abnehmen zu können. Dieser Rabatt würde heute bereits die Netzparität von PV-Strom bringen. Schauen Sie einmal in Ihrer Stromrechnung nach! Wieviel bezahlen Sie wirklich für Strom? Wieviel fürs Netz? Wieviel Grundgebühr? Die Projekte jetzt anpacken und die Pfründe der EW’s aufbrechen. Dann ist die Wende zu schaffen. Die Boiler grösser bauen, diese dann heizen wenn Leistung anliegt.

  • Marco Bless sagt:

    Lustiger Propagandablog – nichts neues; alter Wein in nicht einmal neuen Schläuchen. Priorität für die CVP hat ihre konzeptlose „Strategie“, die an die ebenso unsinnige „Weissgeldstrategie“ erinnert und natürlich hat ein Stromabkommen mit der EU für die CVP Priorität, damit wir uns möglichst rasch und gedankenlos EU-Recht aufzwingen lassen.
    Zahlen spielen keine Rolle, wenn Ideologien im Spiel sind, es geht also nur darum, Sachzwänge zu schaffen, auf dass keiner den Atomausstieg gefährden könne, selbst wenn er in der Sackgasse landet.
    Typisch CVP!
    Einzige Priorität hätte ein Plebiszit.

  • THISS sagt:

    ich fürchte nur das die energiewende wie so oft nur halbherzig kommt und das nicht die eigentlichen verursacher die geschichte bezahlen sondern es wieder doppelt und dreifach am kleinen mann hängen bleibt währen die verschmutzerfirmen sogar noch die profite steigern.

  • Anton Keller sagt:

    Es ist immer schön das Geld der anderen ausgegeben, so auch mit der Anlage des Feuerwehrmagazins von Herbetswil und den Subventionen des Bundes. Gehts gut, so wird der Gemeindepräsident gelobt, gehts schlecht, so war BR Leuthard schuld.

  • Felix Auzinger sagt:

    Sonnenverwöhnter Solothurner Jura, Herbetswil – dem Herrn Nationalrat ist anscheinend alles recht, um den Steuerzahlern und Stromkunden nicht nur zu schaden, sondern sie auch noch zu verspotten. In Wirklichkeit ist es – wie der Aarerand – ein Nebelloch. Veröffentlichen sie doch mal, Herr Nationalrat, den Jahresleistungsgang einer Solaranlage in dieser Region. Das tat noch kein Mensch, denn man müsste sich dann schämen.
    Gründen sie doch einen Verein Gleichgesinnter, zahlen sie selber für das an was sie glauben und erzählen sie uns später über Sinn oder Unsinn, Erfolg oder Misserfolg.

  • Felix Auzinger sagt:

    Auf das Klima, Wetter oder den Stuhlgang hat das sowieso keinen Einfluss; das sagen ihnen auch die Alarmisten – die, welche auch rechnen können. Lesen sie die Klimablogs, Herr Nationalrat. Selbst wenn sie nur an Crime ( schwindelnde Klimaforscher) und Showbusiness interessiert wären, kämen sie dort auf ihre Kosten.
    Wissen sie, als Nationalrat, in welche Machenschaften Prof. Stocker, Schweizer Klimapapst, verstrickt ist?

  • Schwan sagt:

    Rhabarber Rhabarber Gelaber Gelaber… möchte mal wissen, wieviele der Kommentatoren etwas tun anstatt nur zu reden? Haben Sie schon eine Solaranlage auf dem Dach oder reden Sie nur darüber? Ich habe eine: 11 kwp. Die Atomstrategie ist Wahnsinn, denn es ist weder das Müll- noch das Rückbauproblem gelöst, ganz zu schweigen vom Verstrahlungsrisiko, der steigenden Krebsrate in der Nähe der AKW´s usw.. Das Leugnen des menschgemachten Klimawandels sollte genau so unter Strafe gestellt werden wie z.B. das Leugnen des Holocaust. Wer das leugnet, schadet der Allgemeinheit.

  • Maria Baumann sagt:

    Herr NR Müller-Altermatt sollte sich seinen Titel vergegenwärtigen: „Viel unnötiges Gerede um die Energiewende“. Das was er dabei bietet, fällt genau darunter. Seine Argumente sind diffus und eben genau so nebulös wie die Energiestrategie 2050 seit 1,5 Jahren. Anscheinend hat er nicht viel Ahnung, aber schleimt gerne ein wenig bei seinen Parteigranden. Die erneuerbaren Energien sind und werden in der Schweiz nicht rentabel. Die einzige wahre Alternative zur Kernenergie ist heute nur das Gas. Und das hat gegenüber der Kernenergie gewaltige ökologische, kostenmässige und logistische Nachteile.

  • Solarwahnkritiker sagt:

    Als Deutscher sage ich dazu.

    Meine Stromkosten gehen jetzt von 22,75 cent hoch auf 26,66 cent per kw/h

    Als Elektromeister sage ich dazu Solar muss unbedingt kontingentiert werden und wenn möglich speicherbar oder Nähe zu Pumpspeicherwerken installiert sein.

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