Atomkraft? Ja bitte!

Die Debatte über die zivile Nutzung der Kernenergie hat am Freitag eine leicht veränderte Richtung eingeschlagen. Bundesrätin Doris Leuthard äussert sich nicht mehr zum Zeitplan für die Ausserbetriebsetzung der Schweizer Atomkraftwerke. Vor einem Jahr nannte die Energieministerin noch das Jahr 2035.

Jetzt, da der Bundesrat seine Energiestrategie 2050 in die Vernehmlassung schickt, wird dieses Datum nicht mehr erwähnt. Dass dieses vergessen ging, ist absolut kein Zufall. Es ist ein beruhigendes Anzeichen für die Rückkehr zur Vernunft.

Inmitten der Aufregung, die der Atomunfall von Fukushima 2011 verursacht hatte, kündigte die deutsche Regierung von Angela Merkel Deutschlands Ausstieg aus der Atomenergie an. Die Reaktion des Schwergewichts innerhalb der Europäischen Union führte zu einer Sogwirkung. Eine ausgezeichnete Gelegenheit für einen Bundesrat mit einer Mehrheit von Atomgegnern (zwei SP-Bundesräte sowie Doris Leuthard und Eveline Widmer-Schlumpf aus der politischen Mitte), Geschichte zu schreiben.

Die Realität zeigt, dass Europa weit von einem Atomausstieg entfernt ist.

Dürfte das Jahr 2035 überleben: Das Atomkraftwerk Leibstadt. (Bild: Keystone)

Dürfte das Jahr 2035 überleben: Das Atomkraftwerk Leibstadt. (Bild: Keystone)

Doch schöne Worte allein reichen eben nicht aus. Und diese Regierung kann auch realistisch sein – wie es ihr Einlenken zugunsten einer zweiten Gotthardröhre beweist.

Apropos Realismus: Es stimmt zwar, dass die Mehrheit der schweizerischen Bevölkerung dazu bereit ist, sich für die Umwelt einzusetzen, ihren Energiekonsum zu überdenken und aus der Atomenergie auszusteigen. Doch es ist ebenfalls Realität, dass es um die wirtschaftliche und soziale Situation mehrerer europäischer Länder sehr schlecht steht. Die Auswirkungen auf die Schweiz könnten in Zukunft viel deutlicher zu spüren sein. Und man muss kein Realist sein, um zu bezweifeln, dass eine Rezession – von einigen Befürwortern einer Gesellschaft mit geringerem Energiekonsum «Wachstumsrücknahme» genannt – wirklich wünschenswert wäre.

Das Paket an restriktiven Massnahmen, das Doris Leuthard vorschlägt, könnte im Parlament und vor dem Volk schnell an Beliebtheit verlieren, wenn die genauen Auswirkungen bekannt werden. Dem Bundesrat ist das bewusst. Er verschiebt seine ökologische Steuerreform lieber auf 2014. Besser die Bürger nicht sofort mit dem Vorschlag massiver Preiserhöhungen für Benzin, Heizöl und Elektrizität verärgern – eine konkrete Bedrohung für die Unternehmen, die Arbeitsplätze, den Lebensstandard und die Mobilität der Schweizer.

Dazu kommt, dass mit allen möglichen Einsparungen und allen Fördermassnahmen für erneuerbare Energien noch nicht gewährleistet ist, dass die Schweiz die 40 Prozent Elektrizität aus Atomenergie wird ersetzen können.

Die Realität zeigt auch, dass Europa weit von einem Atomausstieg entfernt ist: England baut seine Kernenergie aus. Frankreich, unser direkter Nachbar, ist und bleibt das weltweit am stärksten auf Atomenergie setzende Land. Der sozialistische Präsident François Hollande hat kürzlich den Abriss des Elsässer Kernkraftwerks Fessenheim (Baujahr 1978) angekündigt. Ein Eingeständnis gegenüber seinen grünen Koalitionspartnern. Gleichzeitig beeilt sich die Regierung Ayrault zu bekräftigen, dass die Kernkraft eine «Energie der Zukunft» bleibe.

In einem diesen Sommer veröffentlichten Essay plädiert der französische Ingenieur Henri Prévot für den Bau von Atomkraftwerken neuster Generation als Garanten für die energiepolitische Unabhängigkeit und die Beschränkung des CO2-Ausstosses in die Atmosphäre. Atomkraftwerke abschalten? «In der aktuellen Wirtschaftskrise, die wir durchleben, und angesichts des erbitterten weltweiten Konkurrenzkampfes haben wir nicht mehr die Mittel dazu», sagt Henri Prévot.

Die Schweiz könnte ihre beiden ältesten Kernkraftwerke, Beznau und Mühleberg (Baujahr 1969 und 1972), aus Sicherheitsgründen in den nächsten ein bis zwei Jahrzehnten ausser Betrieb setzen. Doch mit Gösgen und Leibstadt (Baujahr 1984), deren Lebensdauer Swissnuclear auf mindestens sechzig Jahre schätzt, könnte es anders aussehen.

Ein Ausstieg aus der Atomenergie, der für die Wirtschaft dennoch akzeptabel wäre, würde die Schweiz dazu zwingen, sich auf Gaskraftwerke und Stromimporte einzulassen. Strom wird in jedem Fall weiter durch die Netze fliessen – unabhängig von einer allfälligen Unterzeichnung des Elektrizitätsabkommens mit der Europäischen Union. Wie gesagt: 80 Prozent der französischen Elektrizität stammt aus Atomkraftwerken und so lange bei unseren Nachbarn die zivile Nutzung der Kernkraft noch Zukunft hat, wird auch bei uns auf die eine oder andere Art weiterhin Atomstrom aus den Steckdosen fliessen.

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211 Kommentare zu «Atomkraft? Ja bitte!»

  • Urs sagt:

    Listig wie ich bin denke auch ich ab und zu das alle die meiner Meinung sind halt doch rational, progressiv, vernünftig, realistisch sind und all die vielen anderen Attribute die wir im allgemeinen als positiv erachten noch dazu… was natürlich überhaupt nicht stimmt…
    Ich bin natürlich gegen das Atom… wir leben hier ja nicht wie im menschenleeren Sibirien oder so… Ein AKW geht in die Luft und die Deutsche Schweiz so wie wir sie kenen existiert nicht mehr. Für unabsehbare Zeiten, was eigentlich ja unverantwortlich nur schon gegen über uns selber ist.

    • Markus sagt:

      Wenn wir die AKW`s abschalten wird die Schweiz so wie wir sie kennen nicht mehr existieren, der CH-Lebensstandart wird sich dem Sibirschen anpassen.

    • Urs, Sie haben aber Fantasie… Sie sind gegen „das Atom“, von nehmen Sie eigentlich Ihre Stromenergie her um Ihr Komfort mit allen Schickanen zu geniessen? Ferner wenn ein AKW in die Luft geht, ist nur die deutsche Schweiz betroffen? Was ist denn mit der Romandie und Tessin, zählen diese Regionen für Sie schon zum Ausland? Es gibt schon glatte Sprüche!!

    • Otto Ris sagt:

      „Ich bin natürlich gegen das Atom…“
      Mag sein, dass dies als Slogan gemeint ist, die Aussage per se zeugt aber nicht unbedingt von viel Verständnis der Energieproblematik geschweige denn von der Physis unseres Daseins überhaupt!

    • Sonja sagt:

      so ist es – ich definiere Vernunft aus einem anderen Blickwinkel als Herr P. Chuard…. ein Abwägen von Prioritäten… so bin ich der Meinung, das meine Anders gesetzt sind….

  • Bruno Baertschi sagt:

    Oh, wenn endlich Vernunft und Realitätsnähe in den Hirnen unserer politischen „Entscheidungsträger“ dem verbissenen Wunschdenken sowie den überhand nehmenden Lenkungs- und Zwangsmassnahmen gewichen sind, kommt die Hoffnung auf Bürgernähe wieder auf. Wie wunderbar, wenn die Politiker erkennen, dass sie dem Volk zu dienen haben und nicht das Volk ihnen, dass Steuergelder vom Volk erarbeitet wurden und damit (wie im eigenen Haushalt) sparsam umgegangen werden muss. Dass sich die Politik überlegt, welche Anschaffungen man sich leisten kann, von Nutzen sind, und was nun halt einfach nicht drinliegt

    • Roberto Conte sagt:

      Herr Baertschi, schön wie Sie dies formulieren. Politiker sollen die Interessen der Bürger / des Volkes vertreten! Leider werden die Interessen der Lobbyisten vertreten in denen die Politiker ihre VR-Manadate innehaben. Manchmal wäre es auch ratsam bevor man beschliesst ein Projekt zu realisieren das + und – nebeneinander zu stellen und dann zu addieren bezw. subtrahieren. Doch vieles stelle ich in Frage was unsere Politiker so alles aufs Tapet bringen wo sinnvoller Nutzen und wo eigener Egoismus vorherrscht.

  • lucius mayer sagt:

    Der vom BR vollmundig verkündete Atomkraftausstieg war, wie man immer vermuten konnte, nur Beschwichtigung und Stimmungsmache nach Fukushima. Von Menschen verursachte atomare Katastrophen: aus den Augen, aus dem Sinn. Ihre Kosten zahlen die Völker, nicht die Strombarone.

    • Urs sagt:

      30 Jahre für einen Ausstieg. Ist das nicht sowieso zu lange. Ich meine, da sind keinerlei Entbehrungen und von einem Ausstieg mit einer solch langen Legislatur, da hat der Büger nicht so viel davon. Von den Sprüchen… und von der Ausstiegesdauer und wie lange erst noch das Atom strahlt… im Salz, Glas, Beton, Zement, Stahl, Blei und es hört einfach nicht auf…

    • Claudia Egger sagt:

      Strombarone – sie meinen wohl Strom-Kantone, denn denen gehören in der Schweiz ja die AKW’s. Schon aus diesem Grund macht der Ausstieg keinen Sinn, ausser man will die mutwillige Vernichtung von Volksvermögen gutheissen. Ein Ausstieg kostet genau viermal:1. Wertvernichtung der Anlagen geht zu Lasten der Kantone, d.h. der Steuerzahler 2. Amortisation der Anlagen iund Äufnung der Entsorgungs- und Stilllegungsfonds in kürzerer Zeit 3. Ausfall an Steuereinnahmen 4. Subventionen für die neuen Erneuerbaren. Wer kann sich das leisten?

  • Peter Studer sagt:

    Sehr geehrter Herr Chuard, und den über M. Jahren strahlenden Atommüll lagern wir dann in Ihrem Garten? Ja? Atomenergie ist aus diesem Grund für mich und für viele andere untragbar. Die von Ihnen verschmähte Alternative mit Gaskraftwerken sind, trotz des CO2, der einzig Weg. Die Gaskraftwerke sind eine Übergangslösung bis Alternativen tragbar sind. Alternativen gibt es. Die werden aber von der Industrie nicht gerne gesehen, weil meist kleinräumig, weg vom zentralisierten Grosskraftwerk. Ich erinnere an das deutsche Projekt Lichtblick.de. Solche Sachen mit Biogas können Lösungen sein.

    • martin rohner sagt:

      Ihr Vorschlag in Ehren, aber das „Müllproblem“ haben wir trotzdem. Dies liesse sich jedoch rel. einfach und gewinnbringend lösen – mit MSR, dem Flüssigsalzreaktor (Thorium gilt mom. als unverkäufliches Mineral, alleine in China liegen 900000m3 auf Halde!). DAS wäre meiner Meinung nach eine ernstzunehmende Lösung, die uns ca. 300 Jahre Zeit gibt, das Problem nachhaltig zu lösen. Nebenbei eine exportierbare Technologie, das Volumen des Mülls wird um den Faktor 300, die Halbwertszeit um Faktor 1000 gesenkt. Die entstehenden Isotote sind v.a. Alpha-Strahler. China baut die Dinger bereits!

    • Christoph Müller sagt:

      Unglaublich, Stand heute sind die Auswirkungen von CO2 viel krasser und unmilltelbar spürbar. Sie machen sich Sorgen um ein paar Fässer Atommüll, welche sicher über Jahrhunderte gelagert werden können. Das ist einfach absurd.

      • martin rohner sagt:

        ähm Sorry Herr Müller, aber „ein paar Fässer“ ist gewaltig untertrieben! Ausserdem sind es nicht „ein paar Jahrhunderte“, wie Sie es verniedlichend nennen, sondern min. Jahrtausende! Ausser den Pyramiden und einiger anderer Artefakte gibt es nichts von Menschenhand erschaffenes, dass so lange Zeiten überdauerte. Wenn eine Pyramide kollabiert, kein Problem. Wenn ein Endlager kollabiert – gute Nacht Europa! Nebenbei, auch ohne AKW’s würde es Atommüll geben – Dank Nuklearmedizin und Industrie.
        CO2 ist längst kalter Kaffee, siehe neueste Ergebnisse bez. Venusatmosphäre.

        • David sagt:

          Sie vergessen hier das entscheidende: Ein GAU ist immer noch ein sehr unwahrscheinliches Erreignis, so wie ein Meteorit der die Erde treffen würde. Die antropogene Beinflussung des Klimas über Gase wie CO2 konnte beispielsweise durch das C13-Istop làngst nachgewiesen werden und ist allen bekannt. Dazu hat der Stànderat im März 2011 beschlossen, dass die der Ausstoss bis 2020 um 20% gesenkt werden soll. Warum sollen jetzt also Gaskraftwerke gebaut werden, welche nicht wie ein GAU sehr unwahrscheinlch, sondern garantiert meine Luft verschmutzen und das Klima beeinflussen?

        • David sagt:

          Das Problem der Lagerung ist bekanntlich nicht die radioaktive Strahlung von den Teilchen, welche nie „verschwindet“, sondern in einer gewissen Zeit halbiert wird, es ist die Wärme. Die Fässer geben Wärme ab, welches Auswirkungen auf das Gestein hat. Technisch ist das Problem längst gelöst, die politische Lösung ist jedoch die Knacknuss. Der weitaus gefährlichere Teil ist die Zwischenlagerung auch ZWILAG in Würenlingen und solange es keine Lösung gibt wird unser radioaktiver Abfall, übrigens auch aus Forschung und Medizin, weiterhin dort bleiben.

        • gap sagt:

          Wenn ein Endlager kollabiert – gute Nacht Europa? Das ist Unsinn. Das Endlager wäre Hunderte Meter unter dem Boden, höchstwahrscheinlich würde man bei uns oben gar nichts merken, und nur im allerschlimmsten, äusserst unwahrscheinlichen Fall könnte es zu einer Wasserverschmutzung kommen, die allenfalls ein paar Menschen verletzt, vielleicht sogar 4-5 Menschen tötet, aber das wäre ein Unfall in der Grössenordnung eines Verkehrsunfalles, wie stellen Sie sich die Europa-vernichtende Katastrophe denn genau vor?

      • Sam Pirelli sagt:

        Das ist schlicht naiv, Herr Müller. Erstens handelt es sich nicht nur um „ein paar Fässer“, zweitens nicht nur um Jahrhunderte, sondern Jahrzehntausende – und niemand kann sagen, wie sich Sprache, Kultur und Technik entwickeln werden, wie also die Warnungen weitergegeben werden sollen -, drittens existiert auf der ganzen Welt noch kein einziges Endlager, weil man nicht mal für die 60 Jahre, seit wir Müll produzieren, verlässliche Aussagen zur Lagerbarkeit machen konnte (Stichwort Asse), und viertens ist Nuklearenergie mitnichten klimaneutral, und der Uranabbau zerstört die Umwelt massiv.

        • gap sagt:

          Ist eigentlich allen klar, dass Uran ein Element ist, welches seit der Entstehung der Erde vor Jahrmillionen in unserer Erdkruste (und beispielsweise in recht hoher Konzentration in Meereswasser) vorhanden ist, und dass es auch seit Jahrmillionen radioaktiv ist? Es tun alle so, als würde es erst durch die AKWs radioaktiv.
          Der Uran wird radioaktiv aus der Erde geholt, benutzt, um Energie zu produzieren und würde nach Plan in konzentrierter Form wieder verscharrt. Man gibt dabei kaum mehr Radioaktivität in die Erde hinein, als vorher rausgeholt wurde!

      • Peter Studer sagt:

        CO2 lässt sich mit entsprechenden Massnahmen und Projekten kompensieren. Es ist keine Lösung, immer alles unserer Nachwelt zu hinterlassen. Bei der Verschuldung fängt es an, geht über den Umweltschutz und endet beim Atommüll. Wenn ich abzuschätzen habe, zwischen einem strahlenden und gefährlichen Reaktor und beschränkten Gaskraftwerken zu Spitzenzeiten betrieben, dann ist für mich die Wahl mehr als klar.

  • Volkan Aydin sagt:

    Hier gehts es nicht um vernunft sondern um die reine Geldgier, Für mich müssen gewisse Punkte stimmen um die Atomkraft auch weiterhin zu nutzen.

    -Befürworter werden Registriert .
    – Städte und Dörfer die Mehrheitlich Atombefürworter sind, sind verpflichtet für Zwischenlager von Uran und Plutonium
    -die Kantone mit der höchsten Befürworterquote müssen Endlager bauen.
    -Be ernstfall werden Grenzen geschlossen, keiner kommt weg, Befürworter und alte Personen müssen aufräumen (auf keinen fall junge Militärangehörige! )

    Ganz einfach, man nennt es Verursacherprinzip
    Und wer will jetzt atomstrom?

    • martin rohner sagt:

      Hui, ein radikaler Vorschlag. Was machen wir dann mit den Gaskraftwerksbeführwortern? Schicken Sie diese, wie die Schildbürger, mit Säcken aus, um das Pöhse CO2 zu fangen? Müssen diese ihre Wohnungen dann „Gasdicht“ hinbekommen, damit diese ihren „Gasanteil“ sicher zu hause lagern können? Oder die Autofahrer, müssen die in Zukunft ihr Altöl, Altreifen und Altauto zu Hause lagern? Für Sie ein Triumpf, für die Umwelt und Nachbarn eine Katastrophe – vor allem, wenn Laien Atommüll auf Grundstück lagern…
      Aber gell, wer braucht schon Fakten wenn er eine Ideologie (der Ausgrenzung) besitzt…

    • Stefan sagt:

      Hier geht es sehr Wohl um Vernunft. Falls wir aus der Atomenergie aussteigen und Probleme mit der Versorgungssicherheit haben:

      – Gegner werden registriert
      – Städte und Dörfer mit mehrheitlich Atomgegnern sind verpflichtet, bei Stromengpässen auf Strom zu verzichten
      – die Kantone mit der höchsten Ablehnung für Atomenergie müssen zuerst auf Strom verzichten bei Engpässen
      – bei Ernstfall (totals Blackout) müssen alle leiden

      Ganz einfach, man nennt es Verursacherprinzip
      Und, wer will nun tatsächlich auf Atomstrom verzichten?

      • Sabine sagt:

        Ich!

        • Marc sagt:

          Ich!

        • Sam Pirelli sagt:

          Genau, Stefan. Dafür lagerst du den Müll in deinem Garten, gehst all die Uranabbaugebiete sanieren – und opferst dich beim nächsten GAU als Helfer. Google mal nach „Wismut Uran“ und sieh selbst, was das kostet und mit welchen Gefahren nur schon die Sanierung verbunden ist! Und was masst du dir an, Hunderten von Generationen deinen höchstgiftigen Dreck aufbürden zu wollen?
          Ich spare bereits jetzt Strom – und fahre gut damit. Da ich sicher über 40% weniger Strom verbrauche als der durchschnittliche Haushalt, kann ich ruhigen Gewissens sagen: Wegen mir brauchts keine AKW.

      • Franz sagt:

        Ich auch!

      • Joel sagt:

        Ich auch.

      • Peter Liedermann sagt:

        Oder kurz: „Atomkraftgegner überwintern bei Dunkelheit und kaltem Hintern“. Übrigens gibt es seit Jahrzehnten (Tschernobyl und Fukushima eingeschlossen) viel mehr Unfalltote durch Gasexplosionen als durch Zwischenfälle bei der friedlichen Nutzung der Kernkraft.

        • Joseph Bucheli sagt:

          @ Peter Liedermann
          Die Opfer von Tschernobyl wurden nie erfasst. Zehntausende wurden zum Aufräumen eingesetzt. Von den Personen welche in den ersten Tagen vor Ort waren und Notmassnahmen trafen, lebt praktisch niemand mehr. Die meisten leiden unter gesundheitlichen Problemen und werden früher sterben als der Durchschnitt.
          Energie lässt sich nicht nur mit Atom oder Gas produzieren. Daher habe ich keine Angst von einer Energieknappheit, wie diese uns von Strombaronen und Politikern eingeredet wird. Es wird sie nie geben.

          • Otto Ris sagt:

            Herr Liedermann: Zuerst behaupten Sie „Die Opfer von Tschernobyl wurden nie erfasst.“ und danach zählen Sie auf, was „nie erfasst“ wurde… Woher wissen Sie das alles?

        • Oliver sagt:

          Heizen Sie noch mit Strom??? Und was ist dass für ein Aepfel-Birnen Vergleich? So einen hab ich übrigens auch drauf, Jährlich sterben viel mehr Personen im Strassenverkehr als bei der friedlichen Nutzung der Kernkraft, ergo braucht es Kernkraft *augenroll*

        • Markus Liechti sagt:

          Herr Liedermann, es kommt nicht auf die Anzahl an, sondern die möglichen Auswirkungen. Die sind auch bei grossen Gasexplosionen viel beschränkter als bei einem Atomunfall. Auch die von ihnen erwähnte friedliche Nutzung von Atomkraft ist wie Russisches Roulette. Angesichts der gravierenden Folgen gehen wir viel zu sorglos mit diesen Risiken um. Zudem gibt es mit der Sonne, dem Wind und der Erdwärme quasi frei verfügbare, völlig harmlose Energieträger.

      • Stefan, wer ist gewillt auf Strom zu verzichten? Man braucht Energie, die AKW’s sind aber total unerwünscht. Wie produziert man von heute auf morgen diese Energie? Viel Blabla, dummes Geschwätz und sinnlose Kommentare bringen immer noch kein Strom!!

    • Roland K. Moser sagt:

      Das sollt man umsetzen!
      Noch besser ist es aber, die AKWs abzustellen und die Kosten für die Endlagerung der Abfälle und den Rückbau der AKWs tragen natürlich dei Betreiber.

      • Philipp Rittermann sagt:

        herr moser – seien sie doch nicht naiv. die strombezüger, also wir alle, haben in den letzten jahrzehnten von günstigem strom der akw^s profitiert. das wollen sie jetzt den betreibern unterschieben!? das ist nichf fair! ich bin ja auch nicht gegen einen atomausstieg; aber da will ich vom bund erstmal umsetzbare konzepte sehen, und nicht einfach graue theorien ohne jede grundlage! und – so, oder so werden bei einem umstieg auf alternative energien stromkosten auf die verbraucher zukommen, die sich gewaschen haben werden! ich bitte den idealismus zugunsten der realität etwas zurückzuschrauben.

        • Roland K. Moser sagt:

          1. sind im Strompreis die Kosten für Entsorgung und Lagerung der radioaktiven Abfälle und den Rückbau der AKWs nicht inbegriffen. Wieso ist klar, um den Atomstrom als billig zu verkaufen und damit abzuzocken. Ich schätze die tatsächlichen Kosten für 1 KW/h auf mindestens das doppelte als wir dafür bezahlen. Der Rest wird subventioniert.
          2. macht der Atormstrom genau etwa 40 % der El. Produktion aus. Das entspricht dem Ausländeranteil. Fakt ist, dass die Ausländer importiert wurden um den Arbeitsmarkt auszuhebeln und so abzuzocken. Die AKWs gibt es nur, wegen den 40 % Ausländern => Abzocke!

  • Hans P. Grimm sagt:

    Es ist an der Zeit, eins bis zwei neue AKW’s zu Bauen, die den neuesten Standarts entsprechen und mit der neuesten Sicherheitstechnik ausgerüstet sind.

    Dann könnte man endlich die ältesten AKWüs ausser Betrieb nehmen.

  • Hans Müller sagt:

    Möchte mal Ihren Kommentar lesen, wenn Fukushima in Mühleberg passiert wäre! Ob dann die Wirtschaftskrise auch noch ein Argument wäre für das Weiterbetreiben dieser Hochrisikotechnologie? Wohl eher nicht.

    • Hans P. Grimm sagt:

      Wenn wir den Bau neuerer und Sicherer Anlagen , wie in Vergangenheit, verhindern sind die Verhinderer Schuld, wenn ein altes AKW mal einen Vorfall hat!

  • Claudia Egger sagt:

    Wenn wir unsere Kinder nicht ganz ins wirtschaftliche Aus drängen wollen – und Probleme haben sie weiss Gott schon genug am Hals: Krankenkassen, AHV, Pensionskassen – gibt es nur eines: AKW der Generation I (also Mühleberg und die beiden Beznau) auslaufen lassen und parallel dazu neue AKW’s bauen, mit EPR, AP1000 etc. stehen genügend sichere AKW’s zur Verfügung. Und bevor mich jetzt alle teeren und federn: Ein Blick nach China, Indien,Russland zeigt’s deutlich: Dort werden im ganz grossen Stil AKW’s gebaut.

    • Martina Siegenthaler sagt:

      Na toll. Also wirtschaften wir uns halt zu Tode!
      Es ist schon eigenartig, wann und bei welcher Gelegenheit man den Blick nach China, Indien und Russland wendet.
      Fragen Sie meine Kinder, was diese von Ihren Aussagen halten.

      • Claudia Egger sagt:

        Ich finde den Blick nach China und Indien ebenfalls unangenehm und beunruhigend – beunruhigend, im Hinblick auf meine Tochter und den wahnsinnigen Druck, der von diesen Ländern noch ausgehen wird. Ein paar sichere AKW’s im eigenen Land sind mir als berufstätige Frau und Mutter allemal lieber, als die unbezahlbaren Ausstiegsfantasien der Schweiz un Deutschland. Notabene, die einzigen Länder, die sich von der Atomenergie verabschieden wollen und offenbar bereit sind ihre Existenzgrundlagen (Wirtschaft und Industrie) an die Wand zu fahren.

        • Joseph Bucheli sagt:

          @ Claudia Egger
          Unsere Existenzgrundlage ist nicht Wirtschaft und Industrie sondern eine möglichst intakte Natur. AKW’s, Gas, Industrie usw. kann ich nicht essen und sie geben mir auch keine Nahrung.

          • Hans P. Grimm sagt:

            Und ob!

            Ohne Maschienen währe es nicht möglich so viele Nahrungsmittel herzustellen wie benötigt werden!

            Ohne Energie keine Maschinen, ohne Maschinen Landwirtschaft wie vor bald 200 Jahren, wir müssten froh sein in etwa 10% der heutigen Lebensmittel zu produzieren!

        • Martina Siegenthaler sagt:

          Es gibt keine sicheren AKWs und es wird sie nie geben. Hat 9/11 Ihnen die Augen denn nicht geöffnet?
          Ich war immer der Meinung, Schweizer wären innovativ. Wahrscheinlich ist dies aber gar nicht im Sinn und Geist der Atomlobby, welche Existenzangst verbreitet und sich damit immer noch eine goldene Nase verdient. Mit Erfolg, wie mir scheint!

          • von Ah Carlo sagt:

            Wissen Sie, dass auch Sie zur bösen Atomlobby gehören? Unsere Kraftwerkgesellschaften (inkl. AKW’s) sind im Mehrheitsbesitz der Kantone, womit Sie ja irgendwie auch Mitbesitzerin sind.
            Damit nicht wieder „Handtäschli-Entscheide“ und weltfremde Emotionen im Land herumgeistern, empfehle ich die Lektüre des im ehrlichen Bemühen um Faktenkenntnis geschriebenen Büchleins „Abgeschaltet“ von Winterhagen. Ein Industrieller, der überaus viel in alternative Energien investiert, sagte mir kürzlich: mit Sonnenkollektoren komme ein viel
            gravierenderes Entsorgungsproblem auf uns zu als bei AKW.

          • Claudia M. Fischer sagt:

            @ Frau Siegenthaler. Wissen Sie, wem die Schweizer AKW gehören? Den Kantonen und damit der Öffentlichkeit.

          • Martina Siegenthaler sagt:

            Carlo: Der Kt. Bern besitzt 52 % der Mühleberg-Aktien. Soviel weiss auch ich. Über den Rest brauchen wir uns wahrscheinlich nicht zu unterhalten, da es ins Endlose führen würde. Da tun Sie gut daran, sich weiterhin mit Industriellen zu besprechen, oder direkt Frau Maria Baumann oder Herrn Christoph Rebholz zu konsultieren.

        • Dani Kobler sagt:

          @ Claudia Egger:
          >> Ein paar sichere AKW’s im eigenen Land
          Kernschmelze in Lucens, Waadt, 1969.
          Keine Erdbeben, kein Tsunami, kein Terrorist, sondern eine Mischung aus Machbarkeitswahn, Überheblichkeit und das gute alte menschliche versagen.
          >> die unbezahlbaren Ausstiegsfantasien
          Warten wir ab bis wir wissen was der Rückbau von Mühleberg kosten wird und wie teuer so ein Endlager ist.
          Spätestens dann ist die Mär vom billigen Atomstrom vom Tisch.

  • Volkan Aydin sagt:

    Anstatt das Geld diesen Atomlobbys zu schenken, beteilgt man sich lieber an die fusionstechnologie, dies ist die einzige 100% saubere technologie, und mit der wird man Geld verdienenen, auch wenn es noch 40 Jahre dauern wird und es das Cern in Sachen knowhow in den schatten stellen wird ist dies der einzige weg.Es ist nicht Utopie, es ist Wissenschaft, und es wird funktionieren, alles andere ist Augenwascherei von Lügnern und Politiker (das eine schliesst das andere nicht aus).

    Es ist doch das selbe mit dem Rauchverbot, keiner will es aber zünde mal bei einem RV-Gegner zuhause ne Zigarette an

    • Martin sagt:

      Es gibt keine Atomlobby, die auch nur im geringsten der Anti-Atomlobby das Wasser reichen kann.

      Und die AKW’s gehören letzlich dem Volk. Wenn diese abgestellt werden, wird Volksvermögen in Milliardenhöhe vernichtet. Für das Geld könnte man Gripen, Rafale und Eurofighter alle zusammen kaufen. Nur um die Grössenordnungen zu vergleichen.

      • Markus Liechti sagt:

        Pardon, wenn man AKWs abschaltet vernichtet man Volksvermögen? Na ja, vielleicht der Aktionäre. Volksvermögen wird vernichtet, wenn ein AKW in die Luft geht. Und zwar massiv und über Jahrzehnte.

    • Hanspeter Niederer sagt:

      „Es ist nicht Utopie, es ist Wissenschaft, und es wird funktionieren, alles andere ist Augenwascherei….“ Es IST Utopie, mein Lieber, das schleckt keine Geiss weg. Und Augenwischerei….

  • Gerhard Mächt sagt:

    Zum X-ten Mal: Atomenergie ist Katastrophenenergie. Ich bekomme Schaum vorm Mund wenn jetzt wieder wirtschaftliche Gründe vorgebracht werden. Wie lange gibt’s schon Atomenergie? Und wieviele katastrophale Unfälle gabs schon? Vielleicht fällt statistisch öfters ein Windrad um o. klemmt ein Ventil im Wasserkraftwerk aber es gibt keine Massenschäden an Mensch u Natur. Und von wegen Frankreich: wenn die Franzosen von der Brücke springen, heisst das wir müssen auch? Es ärgert mich masslos wenn die Lobbyisten u opportunen Schreiberlinge hier wieder von ’sicherer‘ Technologie reden. Das ist sie nicht

    • Philipp Rittermann sagt:

      zum x-ten mal. alle träumer wie sie, werden die ersten sein, die sich weigern, die mehrkosten für alternativ-energien, (vor allem wenn sie noch nicht ausgegoren sind), zu tragen.

      • Dani Kobler sagt:

        @ Philipp Rittermann:
        >> mehrkosten für alternativ-energien
        Woher wissen sie das diese teurer sind?
        Welchen Fr Betrag haben sie eingesezt bei „Rückbau eines AKWs“
        und vor allem was kostet „Planung, Bau und Betreiben eines Endlagers für 100000 Jahre“.
        Reichen 100 Mrd Fr oder interessiert das nicht weil das ja unsere Nachkommen bezahlen?

      • Gerhard Mächt sagt:

        Ziehen Sie mit Ihrer Familie nach Pripyat und werden Sie Landwirt. Da können Sie von sauberer, sicherer und warmer Atomenergie träumen bis Ihre Haare und Zähne ausfallen. Solch‘ technophile, an die menschliche Allmacht und 100%tige Technikbeherrschung glaubende Blauäugigkeit muss gewürdigt werden. Kommerzielle Nutzung seit 60 Jahren, das Zeug strahlt tausend Mal solange aber natürlich lagerst im Salzstock sicher. Wir haben ja Langzeitstudien aus der Zeit vor Jesus. Haben Sie eine Vollkaskoversicherung? Hausrat? Weshalb denn eigentlich? Unfälle passieren ja woanders.

      • yvonne sagt:

        Sehe ich auch so Herr Rittermann !

    • Walter Boshalter sagt:

      Schaum abwischen hilft. Atomenergie gibt es seit dem Urknall, kommerzielle und militärische Nutzung seit 1944. Katastrophale Unfälle im zivilen Umfeld (>= INES 5) 24 sowie ein paar hundert Oberflächentests von Atombomben. Durch zivile Unfälle direkt verursachte Todesfälle: 71. Bei indirekten Todesfälle eiern die Schätzungen zwischen 6700 (IAEA) und 150’000 (Greenpeace) auseinander, die Wahrheit liegt wohl dazwischen. Zum Vergleich: Beim Bruch des Binqiao-Staudamms (China 1975) ertranken direkt 26000 Menschen und weitere 145000 verstarben indirekt an den Folgen (Seuchen, Hunger).

      • Jost Herb sagt:

        Herr Boshalter, zu Ihrer für meinen Geschmack all zu globalen Sicht den folgenden Habakuk:

        Treffen sich zwei Planeten nach langer Zeit wieder im weiten Weltall. Fragt der eine:
        „Wie geht es dir?“

        Antwortet dieser:
        „Nicht so gut“

        „Ja was hast du denn?“

        „Homo Sapiens“ schluchzt dieser..

        Da tröstet ihn der andere:
        „Nur Mut, das geht schnell vorbei“.
        Da tröstet ihn der andere:
        „Nur Mut, das geht schnell vorbei“.

        Des weiteren sollten Sie, geehrter Herr Chard, darüber nachdenken, ob Sie als Bundeshaus-Korrespondent noch am richtigen Platz sind.

      • Hans Müller sagt:

        Und wie lange bleibt das Gebiet beim Binqiao-Staudaumm verseucht und unbewohnbar? Und muss man einen entsorgten Staudamm auch 1 Mio Jahre lang lagern, bis er ungefählich ist?

    • smart sagt:

      Neee wir müssen nicht von Brücken springen, wir müssen, bzw. wir dürfen ihnen den billigen Atomstrom abkaufen. Dann vervierfachen wir mittels Ökosteuer den Preis und subventionieren mit dem Erlsö daraus ein paar Windrädli und ein paar Solaranlagen und lassen diese von mediengeilen BDP, CVP, SP und Grünen Politiker(innen) medienwirksam einweihen.

      • Hanspeter Niederer sagt:

        …und den smarten „smart“ setzen wir ans Ende eines Windrädli-Rotors – mediengeil wie „wir Träumer“ nun mal sind.

    • gap sagt:

      Fun facts:
      – Ich war im Frühling in Pripyat, und jetzt gerade sitze ich in einem Flugzeug mit einem Dosimeter.
      Die Strahlung hier oben ist zehnmal höher als die in Pripyat.

      – Ein AKW hat 1’000’000kW Leistung, ein Windrad vielleicht 1-100kW, ein m2 Solarzelle 10-100W.
      Wenn man die Gefährlichkeit (oder die Entsorgung, usw.) vergleicht,
      so kann man nicht ein Windrad mit einem AKW vergleichen,
      sondern beispielsweise ein AKW mit 100’000 Windrädern oder mit 100’000’000m2 Solarzellen.

      – Extrem lange Halbwertszeit = Geringe Strahlungsleistung = Ungefährlich

  • Philipp Rittermann sagt:

    ich stimme dem artikel von herrn chuard auf der ganzen linie zu. auch br leuthard hat mittlerweilen gemerkt, dass es nicht reicht, bloss eine jahreszahl für den ausstieg zu nennen. ein kontrollierter, kosteneffizienter und nachhaltiger ausstieg muss gründlich geprüft und mit machbarkeits-studien hinterlegt werden. deutschland ist hier schon einen entscheidenden schritt weiter bezüglich realisierung von gas-kombikraftwerken; aber auch die haben anfangs brutal lehrgeld bezahlt. auch ist es eine illusion zu glauben, man könne trotz stetig wachsender bevölkerung den energieverbrauch reduzieren.

  • habakuk sagt:

    Endlich wiedereinmal ein vernünftiger, ja sogar sehr guter und realistischer Kommentar über die Energiepolitik.
    Ein Atomausstieg können wir uns definitiv nicht leisten. Kernenergie hat Zukunft, vielleicht nicht in der heutigen Form. Ich denke da an Plasmareaktoren.
    Und Gaskraftwerke ist ja wohl der grösste Witz. Damit wir dann CO2 neutral unsere Stromautos und Flyers und was noch alles laden können.. Ich frage mich manchmal wie weit gewisse Leute denken und Zusammenhänge erkennen können.

    • Felix Rothenbühler sagt:

      Etwas weiter Denken als nur bis zur Steckdose täte gut: Gaskraftwerke haben eine höhere Effizienz als die entsprechende Menge an Automotoren. Während bei einem gut gebauten GasKombi auch die Abwärme genutzt wird, verpufft ein Auto den grössten Teil der Energie ungenutzt in die Luft. Damit machen GasKombi gegenüber Autos mit Verbrennungsmotor die bessere Falle, selbst wenn damit „nur“ eMobile angetrieben werden. Gas hat den Vorteil, dass es – als Zwischenlösung – schnell installiert ist und ebenso schnell wieder demontiert ist. AKWs binden Standorte auf Jahrzehnte, der Müll auf Jahrhunderte.

      • Sabine sagt:

        Jahrhunderte? Bei Atommüll muss man von Jahrtausenden oder länger sprechen (die Halbwertszeit von Plutonium 239 liegt bei über 24’000 Jahren)…

  • Juzur Zukunft sagt:

    Ja zu alternativen Energiequellen.
    Ja zur sinnvolleren und effizienteren Nutzung der Energie.
    Ja zu einem höheren Energiepreis und Lenkungsabgaben.
    Ja zu einer ökologischen und naturverträglichen Energiezukunft.

    Atomkraft? – Nein Danke!

  • Sam Pirelli sagt:

    Was bedeutet „Vernunft“ im Zusammenhang mit AKW? Dass man einfach nicht mehr über die global ungelöste Endlagerfrage redet? Dass man vergisst, aus welch unsicheren Staaten das Uran stammt und wie viel Umwelt beim Abbau zerstört wird? Dass wir ignorieren, dass Nuklearstrom, zieht man die ganze Gestehungskette in Betracht, alles andere als klimafreundlich ist? Dass die Kosten für Rückbau der Anlagen und Lagerung der Reststoffe/Abfälle und Unfälle astronomisch hoch sind und die bestehenden Fonds/Versicherungen nie ausreichen? Dass wir uns nach dem nächsten GAU wieder verwundert die Augen reiben?

    • Andi Meier sagt:

      Danke!! Das Problem des Atommülls ist aus Debatte verschwunden. Ein Endlager ist doch ohnehin eine Illusion, wer kann schon garantieren, dass es für Millionen Jahre sicher ist?

    • Hanspeter Niederer sagt:

      Last but not least können AKWs das Ausgangsmaterial für die Herstellung von Atombomben liefern. Eine weitere katastrophale Gefahr.

  • Erich Meier sagt:

    „Es kommt Vernunft in die Diskussion“ – genau die richtige Formulierung ! Der Atomausstieg wurde in Panik beschlossen, obwohl in Japan niemand an Verstrahlung gestorben ist. Hingegen starben Zehntausende durch Ertrinken im Tsunami. Konsequenterweise müsste daher das Wohnen in Meeresnähe weltweit verboten werden. Etliche Millionenstädte müssten umgesiedelt werden. Aber davon redet kein Mensch. Atomenergie schlechtzureden ist einfacher. Doch eine Trendwende ist bereits absehbar.

    • Phil Bösiger sagt:

      Ihre Behauptung, in Japan sei noch niemand an der Verstrahlung gestorben, ist blanker Zynismus und Menschenverachtung im Dieste der ATomlobby!
      Die Zeitspanne seit dem Fukushima ist viel zu kurz, um ein flächiges Ansteigen der Krebserkrankungen nachzuweisen.
      Um Ihnen etwas Anschauungsunterrticht zu geben: über Tschernobyl gibt es Zahlen. Alleine unter den „Liquidatoren“, also jenen rund 850’000 meist blutjungen Soldaten, die zum Aufräumen eingesetzt wurden, leiden über 90% unter Strahlenschäden. Bis 2005 sind über 100’000 dieser Männer an Krebs gestorben (Quelle: Die Welt 8.04.2011).

      • Kaulstoss sagt:

        Nun, da das gesamte Gebiet um die zerstörten Meiler in Fukushima durch den Tsunami weitgehend entvölkert wurde, dürfte sich der Anstieg der Krebserkrankungen dereinst der 0-Abszisse entlang ranken. Aber den Kernkraftgegnern wird bestimmt ein statistischer Taschentrick einfallen, um das Gegenteil behaupten zu können.

  • Hans-Martin Frey sagt:

    Suuuuuper fundierter Blog!
    Wenn die Anderen nix tun, tun wir auch nichts!
    Auch ein fuer KKW der neusten Generation (die auch schon seit 10 Jahren propagiert wird) sind die Gefahren (Restrisiko, Abfallentsorung/Endlagerung) noch dieselben, wie auch dieselben Stromkonzerne sich eine goldige Nase verdienen werden, ohne dass Sie dieses Risiko tragen muessen.

    • Kaulstoss sagt:

      Falsch. Es gibt Reaktortypen, bei welchen keine Kernschmelze eintreten kann.
      So alle 40 Jahre sollten auch Kernkraftnutzungs-Gegner mal ihre Textbausteine updaten.

  • Max Schwarz sagt:

    Die Verzögerung oder gar Aussetzung des AKW-Ausstiegs als „Rückkehr zur Vernunft“ zu bezeichnen…sorry, da kann ich nur den Kopf schütteln. AKWs sind und bleiben unvernünftig, ja sogar verantwortungslos. 25 Jahre, wenn man sich an die ursprüngliche Angabe 2035 halten würde, wären schon mehr als genug Zeit, um auf vernünftige Alternativen umzusteigen und IMO trotz allem eine viel zu lange Zeit. Und sonst viel Spass beim Suchen eines neuen Landes, falls es in der CH zu einem GAU kommt…die Wirtschaft, welche ja stets und überall über alles andere gestellt wird, ist dann übrigens auch hinüber.

    • Kaulstoss sagt:

      Ich hoffe doch sehr auf die Rückkehr zur Vernunft…
      Und sonst viel Spass beim Suchen eines neuen Landes… und zwar nicht, falls es in der CH zu einem GAU kommt, sondern weil es in einem Land, das sich durch einen sinnlosen „Ausstieg“ aus einer sicheren und bezahlbaren Stromversorgung zurück in die Steinzeit manövriert – und das natürlich noch mit horrenden zusätzlichen Steuern.
      Aber die sozialistische Oberschicht wird das freuen. Ihnen wird der Strom von den Parteisoldaten bezahlt, die den Rattenfängern auf den Leim gekrochen sind.

  • Andreas Husi sagt:

    Bis Juli dieses Jahres war ich entschiedener AKW-Gegner. Ich halte heute noch die Risiken und Langzeitfolgen der Uran-Reaktoren für nicht verantwortbar. Seit ich von der Alternativen namens «Thorium» gelesen habe (Richard Martin: Super Fuel), habe ich meine Meinung geändert. In YouTube hats dazu sehr interessante Referate… Ich empfehle unseren PolitikerInnen und wachen ZeitgenossInnen, auch Nicht-Physikern (wie ich), diesen Kernbrennstoff und die dazugehörige Technologie genau anzuschauen.

  • Andres sagt:

    Rückkehr zur Vernunft? Lassen Sie uns nach der nächsten Atomkatastrophe wieder über Vernunft sprechen – und diese kommt bestimmt. Und wer weiss, vielleicht trifft es diesesmal ein europäisches Land? Wer wirtschaftliches Denken über solche Probleme stellt, hat im meinen Augen ein Vernunftsproblem…

  • Lucas Cannolari sagt:

    Ein Journalist, der Atomprotatonisten der ersten Stunde (Prévot, Swissnuclear) zitiert ohne der Gegenseite Platz einzuräumen versteht wenig von unabhängiger Berichterstattung. Ja, das ist ein Blog. Trotzdem. Immerhin kennt man jetzt dessen Meinung und kann deshalb seine Artikel in Zukunft mit der nötigen Zurückhaltung lesen.
    Eine zweite Gotthardröhre hat übrigens sehr wenig mit Realismus zu tun. Pünktlich zur Fertigstellung der NEAT braucht es einen zweiten Strassentunnel? Und dies trotz Alpeninitiative? Beweist nur, wie starkt die Auto/LKW-Lobby (Giezendanner…) ist.

  • Christian Dünki sagt:

    Konservative Menschen dämonisieren immer alle Alternativen und drohen mit den aktuellen Göttern. Heute sind das Unternehmen, Mobilität, Lebensstandard und Arbeitsplätze. Doch die Zeichen der Zeit zeigen, dass nicht nur die Atomkraft am Ende ist, sondern das ganze Konzept des ständig wachsenden (Energie-)Verzehrs. Uns ereilt eine mächtige Krise, weil wir im industriellen Rhythmus des Bandstromes verharren. Work 8to5 und danach brav konsumieren, bitte, die Kraftwerke laufen. Wir wehren uns mit allen Mitteln gegen jegliche natürlichen Rhythmen. Wo bleibt die Zeit zur Besinnung auf das Wesentliche

  • G. Meier sagt:

    Was der Kolumnist mit seinen Ausführungen sagen will, ist etwa gleich schwammig wie unsere nationale Politik im Allgemeinen. Ist er jetzt für den Erhalt und den Ausbau der Kernenergie in der Schweiz, oder nur für Importe, welche auch Energie aus AKW’s beinhalten? Warum soll es ein Argument sein, weiterhin AKW’s zu betreiben, nur weil es die umliegenden Länder auch tun? Ich meine, dass es keine Rückkehr mehr geben darf, auch keine halbe. Die Vorschläge der Linken sind aber falsch, weil sie den Umstieg nur mit Fördergeldern schaffen wollen. Es braucht Überzeugung und ein freiwilliges Handeln!

  • Alex Steiner sagt:

    Blödsinn… wir haben mehr als genug „sauberen“ Strom. Nur verkaufen wir ihn lieber. Denn Geld ist besser als der Atomausstieg – würde ein „Vernünftiger“ wohl sagen.

  • Andreas Berger sagt:

    In der ganzen Diskussion vermisse ich ein klares Ziel, wo wir eigentlich hin wollen! Wie ein Flugzeug, das beim Start noch die Bremsen halb angezogen hat! So wird das nichts! Es ist Fakt, dass wir dringend unseren ökologischen Fussabdruck verkleinern müssen! Daran führt kein Weg vorbei! Anstatt das zu akzeptieren und die Gesellschaft zu reformieren, tun wir so, als ob wir ewig so weiter machen können wie bisher! Die Frage ob mit fossilen Brennstoffen, AKW’s oder Erneuerbaren ist zweitrangig. Die wichtigere Frage lautet: Welcher ökologische Fussabdruck liegt überhaupt drin? Nachhaltig!

  • Martin Huber sagt:

    Atomkraft? NEIN DANKE!!
    Gerade Fukushima hat ja gezeigt, wie gefährlich es ist. Und da war es auch allen klar. Und nun haben wir es scho wieder vergessen und finden AKW wieder toll. Dabei ist es noch genauso gefährlich wie vor einem Jahr.
    Mal schauen, was Herr Chuard meint, wenn es denn auch bei uns mal zu einer Katastrophe kommen sollte. Ob es das wert war, nur damit wir wirtschaftlich keinen Nachteil hatten und was für andere angstmachenen Gründe er noch so dazu aufgezählt hatte. Die Zeit für ein Umdenken ist da!

  • Stephan Schiegg sagt:

    Es ist schwierig. Generell bin ich kein Fan von AKWs, sei es, was das Gefahrenpotential, aber auch was die Endlagerung anbelangt. Trotzdem. Man kann nicht gleichzeitig die AKWs abschalten, aber die Eingriffe in die Natur (Windräder, Staumauern usw) nicht wollen. Man kann nicht Energieeinsparungen wollen, aber gleichzeitig sagen: 12 Millionen Einwohner verkraftet die Schweiz (auch die brauchen Energie). Ist das Ziel bis 2035 nicht machbar, so vertraue ich lieber auf eigene AKW als auf ausländische. Dreckschleuder-Kraftwerke sind keine Alternative. Ausschalten: JA aber mit Vernunft!

  • Marko Umek sagt:

    Aha. Eine Rückkehr zur Atomkraft (weil es ja so viele weiter machen) ist also ein Zeichen der Vernunft. Schlechtem Geld weiter gutes Geld hinterher zu werfen ist vernünftig?! Es ist also, kurz gesagt, vernünftig auf Kosten zukünftiger Generationen zu wirtschaften, weil dies alle so machen. Es gibt nur eine vernünftige Politik. Eine die uns ermöglicht in absehbarer Zukunft von Energieträgern und Ressourcen unabhängig zu werden, die zu Lasten von zukünftigen Generationen gehen. Und ja: dies kann die Schweiz nicht alleine und ja: dies braucht Zeit. Aber sicher ist: Atomkraft gehört nicht dazu.

  • Martin Maletinsky sagt:

    Schon als der Bundesrat 2011 völlig überstürzt den Ausstieg verkündete, ohne darzulegen wie dieser geschehen soll, war absehbar, dass es vor allem um Imagepflege ging. Ich stelle die Probleme der Kernenergie nicht in Frage. Will man aber auf die Kernenergie verzichten, sollte man sich zumindest überlegen welche Handlungsoptionen bestehen und welche dieser Optionen die Gesellschaft wahrnehmen möchte – beides ist leider nie geschehen.
    Aergerlich daran ist vor allem, dass man nun bereits mehr als ein Jahr für die Entwicklung und Planung neuerer und sichererer Kernkraftwerke verloren hat.

  • Christoph Bremser sagt:

    Die ganz persönliche Meinung von Herrn Chuard in Ehren, aber die interessiert nun wirklich niemanden. Deutschland macht uns vor, wie der Atomausstieg funktioniert, ganz ohne Black-out. Das wollen aber die Energiekonzerne und ihr nahestehende Schreiberlinge nicht wahrhaben und wollen das mit allen (finanziellen) Mitteln verhindern. Wache auf, Schweizer Volk! Ueberall versucht man uns zu beeinflussen und uns das Geld aus der Tasche zu ziehen.

    • Kaulstoss sagt:

      „Wache auf, Schweizer Volk!“ An welchen sinnverwandten Ausruf deutscher Herkunft erinnert mich das?
      Es ist bei weitem nicht ratsam, sich D zum Vorbild zu nehmen – weder bei politischen Parolen, noch in der Energiefrage.

  • Burkhard sagt:

    Wie denken Jugendliche
    Umfrage in einer Klasse 1. Lehrjahr Berufschule. Frage wollt ihr den Stromkonsum reduzieren für eine saubere Umwelt, 23 nein 1 ja, wollt ihr, dass mittelfristig die Atomkraftwerke ersetzt werden und umweltfreundlicher Strom erzeugt wird. 23 nein keine AKW abstellen, einmal ja. Da gibt es wohl noch einiges zu tun in der Aufklärung über umweltgerechtes Verhalten. Die Umfrage ist nicht repräsentativ, sondern als Einstieg über ökologisches Verhalten und Stromerzeugung durchgeführt worden. Trotzdem hat es mich massiv erstaunt und so hätte ich es nie erwartet.

  • Yves M. sagt:

    Atomkraft – ist leider der falsche Weg. Wenn wir jetzt schon wieder AKWs im Hinterkopf haben, wird sich im Energie-Bereich nichts ändern. Warum sich anstrengen, wenn wir im Notfall dann eh wieder AKWs bauen können? Aber die Atom-Lobby scheint wieder verlorenen Boden gut zu machen und die Bestrebungen, die Alternativen zu födern sind ein Witz.

    Dabei sind die Bereiche Solar, Wind, Geo-Thermie, Wasser, Energie-Effizientz etc. sind noch lange nicht ausgeschöpft. Hier entsteht ein gigantischer Markt für die Zukunft und die Schweiz wäre sehr gut beraten, hier mit zu machen.

  • Jost Herb sagt:

    Aber hallo Mr.Chuard – schon etwas von Wolfsbüttel, Gorleben oder Zwentendorf gehört ? Den Hitzesprüngen im Betonmantel von Mühleberg ? Im ersterwähnten Lager für schwach- und mittel-radioaktive Abfälle schwimmen bei unserem nördlichen Nachbar nach einem massiven Wassereinbruch in die Salzlagerstätte rund 150000 teilweise halbverrostete Fässer mit Atommüll in Salzlauge – gemäss jüngsten Aussagen der Projektleitung nicht mehr rückholbar. In Zwentendorf steht das einzige Kernkraftwerk Oesterreichs als Museum und die Republik erfreut sich bester Prosperität. Dass Japan auch aussteigt wissen Sie ?

  • Hans-Ulrich Lenherr sagt:

    die Deckungssumme der Haftpflichtversicherung dieser Anlagen muss natürlich realistisch angepasst werden, bevor ans Bauen von neuen AKWs gedacht wird. Das dürfte dann jegliche Diskussion erübrigen.

  • Wer es als „Rückkehr zur VERNUNFT“ bezeichnet, den Atomausstieg nicht mehr als klares Ziel zu haben, der ist entweder Atomlobbyist und bezahlt dafür solchen Schwachsinn zu schreiben, oder aber so verblendet, dass er die wahren Problematiken der Atomenergie (Strahlung, genarationenübergreifende Endlagerung, Unfälle, Profitgier) nicht erkennt.
    Was für eine Ironie wenn in nicht vollumfänglich atom-kritischen Artikeln das Wort „VERNUNFT“ gebraucht wird.

  • Raphael Huber sagt:

    Solaranlage auf jedes schweizer Hausdach und Pumpkraftwerke für die Nachtversorgung. Der Energiebedarf wäre deckbar. Die Verantwortung dafür liegt aber meiner Meinung nach grossteils bei UNS. Denn wir schaffen die Nachfrage und WIR müssen bereits sein unseren Verbrauch und unsere Wahl an Produkten zu lenken. Auch Energieprodukte. Nur reden gerne alle von sauberer Energie, nur Zahlen will das niemand. Lieber das neuste Smartphone kaufen.

    Aber wenn schon Atomenergie, dann bitte schön LFTR. Nur will davon niemand wissen. Googlen sie mal: LFTR.
    PS: Ab nächstem Jahr produziert unser Dach Strom.

  • Peter Huonker sagt:

    A propos Realität:Wenn ein Kraftwerk um die Ohren fliegt,dann kann die gesamte schweizer Wirtschaft zusammenpacken,Rezession hin oder her,da das ganze Mittelland verseucht ist.Alternativstrom gäbe es an anderer Stelle neue Arbeitsplätze und da ist die Schweiz technologisch sowieso etwas hintendrein.Mit einem mutigen Entscheid an dem alle am gleichen Strick ziehen,würde unsere liebe schweizer Wirtschaft nicht schlecht dastehen und a propos 2 Gotthardröhre kann es auch nicht sein,dass man trotz Alpeninitative einfach mal eine 2. Röhre baut. Die Leute stehen anschienend gerne im Stau, siehe Oster

  • Erich Meier sagt:

    Erst jetzt, wo die Bevölkerung langsam merkt, was der Atomausstieg kosten würde, setzt allmählich ein Umdenken ein. Überall massenweise quietschende Ungetüme von Windrotoren, neue und höhere Staumauern in den Alpen, ganze Berghänge mit Photozellen verunstaltet, deren Herstellung und spätere Entsorgung ebenfalls erhebliche Umweltprobleme bringt. Und trotz alldem eine Vervielfachung des Strompreises, der die Teuerung anheizt und Auslagerung von Arbeitsplätzen in Länder mit billigerer Energie erzwingt. Dann doch lieber nur fünf Kühltürme, die für die ganze Schweiz reichen.

  • Stadelman Reto sagt:

    „Doch mit Gösgen und Leibstadt (Baujahr 1984), deren Lebensdauer Swissnuclear auf mindestens sechzig Jahre schätzt, könnte es anders aussehen.“
    Das sehe ich genau so. Ein Ausstieg aus der Atomenergie ist durchaus anzustreben. Ihn aber zu forcieren und dafür noch mehr auf fossile Brennstoffe wie Gas oder Öl zu setzen halte ich für falsch. Lieber schrittweise zuerst die eine Technologie, dann die Andere ersetzen. Und wir haben nunmal damit begonnen zuerst die fossilen Brennstoffe abzulösen. Also können wir nicht gleichzeitig aus der Atomenergie aussteigen… Ein einfaches klares Argument.

  • will williamson sagt:

    @Peter Studer 06:54
    „Alternative mit Gaskraftwerken sind, trotz des CO2, der einzig Weg.“
    Wenn die Atommeiler bis 2050 weiter betrieben werden sollen, ist Zeit genug, um auf alternative Energien umzusteigen. Jühnde in D produziert mit Biogas etc. schon heute doppelt so viel Strom wie die Gemeinde verbraucht. Weitere Bioenergiedörfer sind Mauenheim und Güssing in A. Diese dezentrale Energieerzeugung mit Kleinkraftwerken jeglicher Art, die – so weit nötig und zweckmässig – in Netzen verbunden werden, sind die Zukunft – auch wenn die grossen Energieerzeuger wohl dagegen sein werden.

    • Stadelman Reto sagt:

      Das Problem mit der dezentralen Stromproduktion: Es braucht mehr als nur die Kraftwerke dazu, auch dass ganze Netz muss angepasst werden. Die Sache ist eben nicht so einfach wie Sie sich vorstellen. Und sind Sie auch bereit zu bezahlen? Ich wäre es, aber nicht bis zum „geht nicht mehr“…

  • will williamson sagt:

    Im Zusammenhang mit dieser Diskussion erinnere ich mich gerade an jene Appenzeller, die auf einem Ozeandampfer beim Jassen waren. Als jemand rief, sie sollten raus kommen, das Schiff gehe unter, riefen sie zurück, das gehe sie nichts an, das Schiff gehöre nicht ihnen.

  • Sommer sagt:

    Der Atomausstieg ist aus 3 Gründen ein Muss:
    1. Einen nicht mit absoluter Sicherheit auszuschliessender Gau in der Schweiz, mit den bekannten Folgen.
    2. Das Abfallproblem und,
    3. Wenn in einigen Jahren irgendwo auf der Welt, wieder ein Gau passiert, wird der Wiederstand gegen AKW noch grösser und der Ausstieg noch schwieriger als heute.
    Dass der Ausstieg heute schon nicht so einfach ist, haben wir denen zu verdanken, die seit Jahren und auch heute noch uneinsichtig gegen den Ausstieg kämpfen.

  • Martin Dallbach sagt:

    Ja zur Atomenergie. Ich glaube kaum, dass bei uns je ein Fukushima passieren könnte. Aber falls es tatsächlich passiert: Radioaktivität ist längst nicht so gefährlich, wie immer behauptet wird. Die Problematik ist nur die völlig willkürlichen, viel zu niedrigen Grenzwerte. Die Bewohner von Ramsar, Iran, nehmen pro Jahr das 200-fache an natürlicher Strahlung auf als wir in der Schweiz (und somit auch mehr als Fukushima) und leben seit Generationen auch nicht schlechter. Bei Fukushima (und Tschernobyl) sterben Leute nicht an Strahlung sondern an Suizid und Stresssymptomen wegen Panikmache!

    • will williamson sagt:

      Sie scheinen zu den ganz Unbelehrbaren zu gehören!

      • Martin Dallbach sagt:

        Genau, ich bin ganz unbelehrbar. Darum bilde ich mir die Einwohner von Ramsar auch nur ein, oder? Von den ISS-Astronauten, deren Strahlenbelastung nochmals um einiges höher ist, ohne dass es jemanden stört, ganz zu schweigen. Es passt natürlich den Greenpeace und co. Panikmachern nicht, dass Radioaktivität für den Menschen keineswegs so gefährlich ist wie sie immer behaupten. Tatsache: Greenpeace und Co. sind verantwortlich für die ca 200’000 Tote durch Suizid nach Tschernobyl; alles Leute die sich auf Grund der Panikmache das Leben nahmen. Greenpeace sollte man des Völkermords anklagen!

      • Tom sagt:

        Ja man kann sich selbst die schlimmsten Folgen der Radioaktivität schönreden. Herr Dallbach, geben Sie mal „Tschernobyl“ und „Kinder“ in Google ein. Alles nur Stress-Symptome was? So was von zynisch und menschenverachtend!

        • Kaulstoss sagt:

          So einfach ist das also? Einfach Tschernobyl „in Google eingeben“ und schon ist man informiert? Bei solcherlei Volksverdummung wäre es mir manchmal tatsächlich lieber, wir hätten keinen günstigen und jederzeit für jedermann verfügbaren Strom aus Kernkraft.

  • Franz sagt:

    Man sollte wirklich endlich einmal anfangen rational zu denken!
    Atomkraftwerke müßten dann sofort u. endgültig abgeschaltet werden. Das drängenste Problem das wir haben ist doch die Unfallgefahr u. der Atommüll. Das Problemchen CO2 dagegen ist noch weit weg u. nicht drängend – außerdem läßt es sich mit Atomkraft schon gar nicht verhindern wie heute die Sonnenseite von Franz Alt meldet.

    Ich verstehe auch nicht wie man nach den Ergebnissen des aktuellen EU-Stresstests für AKWs noch zögern kann diese unsicheren, veralteten, Schrott-AKWs abzustellen.

    • Stadelman Reto sagt:

      Wenn man rational denkt wird einen plötzlich bewusst das ein Atomaustieg zwar sinnvoll ist, seine Forcierung aber nicht. Das ist zumindest meine Meinung.

  • Nuklearphobie? – Nein, danke!

    Für mich gibt es keine Alternative zu der sauberen, sicheren und beherrschbaren Kraft der Kernenergie. Und mit dem geringen Risiko, daß vielleicht in 25 Jahren irgendwo auf dieser Welt noch einmal ein Malheur geschieht wie damals in der UdSSR und in Fernost, kann ich besser leben als mit den Folgen und Gefahren der Stromerzeugung aus Wasserkraft, Windkraft und Braunkohle, den drei größten Zerstörern unserer natürlichen Umwelt.

    Elektrischer Strom ist unsere Lebensgrundlage und unsere Zukunft, er muß deshalb ständig verfügbar und für jedermann bezahlbar bleiben!

  • Olivier sagt:

    Ich bin nur für einen Atomausstieg, wenn es dabei keine Stromimporte benötigt und wenn es keine Gaskraftwerke dabei benötigt. Die Gaskraftwerke verursachen nur viel CO2 und das Gas muss aus kriminellen Ländern importiert werden, während der Uran-Import sicher ist. Im Moment sehe ich beides nicht gegeben, deshalb bin ich im Moment noch Atombefürworter.

    • smart sagt:

      Für den Atomausstieg sind grundsätzlich alle, inkl. unsere Damen Bundesrätinnen. Also sie meinen damit natürlich für den Ausstieg aus der nuklearen Stromproduktion in der Schweiz, also vor der Haustür. Und natürlich nicht heute und morgen sondern übermorgen oder noch besser irgendwann einmal….. Für den Ausstieg aus dem Konsum von Kernenergie ist praktisch niemand, man kann auch gar nicht dafür sein, denn aus der Steckdose kommt er ja einfach……

  • René Meier sagt:

    Danke für diesen Neutralen Politblog Herr Patrick Chuard.
    Es ist Wohltuend nicht nur immer die gleichen Phrasen zu lesen.

  • Rolf Zeller sagt:

    Wie die heutige aktive Wählergeneration sich oft nicht mehr mit den Verkehrs und Energiebeschlüssen vor 35 Jahren in der Schweiz identifizieren kann, so werden auch in 35 Jahren die Stimmbürger die Beschlüsse von heute, nicht mehr begreifen.Dies müsste eigentlich jedem beim Betrachten der überall stehenden AKWs und der grassierenden Verkehrsberuhigungsmassnahmen bewusst werden. Hoffentlich kehrt wirklich die Vernunft zurück!

  • PJ Wassermann sagt:

    Die grössten Idioten sind meist die, die behaupten, vernünftig zu sein.

  • serge sagt:

    der Strompreis müsste auf 10 jahre hinaus verdreifacht werden um die mehreinnahmen zweckgebunden in steuererleichterungen für die Haushalte zu investieren die Oekologisch aufrüsten! Der Schweizer funktioniert übers Portemonay, sparen tut er wen es teuer wird! Ich persönlich beziehe kein AKW Strom, bezahle 20% mehr und das ist gut so.

  • Diana sagt:

    Nach drei grossen Reaktorkatastrophen noch von Vernunft zu reden im Zusammenhang mit dem Bau von AKWs lässt ebendiese Vernunft im Kopf des Schreibers arg vermissen. Was bezahlt Swissnuclear für solche Promo-Artikel?

    • Diana, die Atomkatastrophen sind nicht absehbar. Aber ehrlich gefragt: Wieviele Fälle kennen Sie in der Schweiz, während über 40 Jahre Betriebsdauer?

      • Diana sagt:

        In der Schweiz gab es bisher nur eine Kernschmelze (in Lucens), das allein ist bedenklich genug. Noch bedenklicher sind jedoch die unzähligen Störfälle, bei denen wir bisher Glück im Unglück hatten – bisher – ich mag nicht darauf warten, bis es ganz kracht

        • Kaulstoss sagt:

          Diana, wieviele Tote gab es denn bei der Kernschmelze in Lucens? Und wieviele tausend Quadratkilometer Land wurden für Millionen Jahre unbewohnbar, wie das von den Panikgenossen immer prophezeit wird?

  • Christian sagt:

    Ich heize nach Möglichkeit mit Holz, erwärme Wasser solar, recycle wie ein Weltmeister, wechsle Glühbirnen gegen LED, fahre den Arbeitsweg mehrheitlich mit dem Fahrrad und spare Strom wo ich kann – trotzdem bin ich gegen das Abschalten der AKWs! Ja, ich bin – wie etliche Vertreter der jüngeren Generationen – sogar dem Verein Kettenreaktion beigetreten. Warum? Ich habe mir vor allem eine unabhängige Meinung gebildet. Ich habe mich gefragt, ob ich die Wirtschaft mit teurem, quersubventionierten und nicht zuverlässig vorhandenem Strom abwürgen will. Ich habe mich gefragt, wann die meistens totges

  • Roland K. Moser sagt:

    Gründe die AKWs sofort abzustellen gibt es viele. Ich nenne diejenigen, welche mir jetzt gleich in den Sinn kommen.
    – Uran ist eine endliche Ressource
    – Die radioaktiven Abfälle strahlen mehrere Millionen Jahre tödlich
    – Die Endlagerung der radioaktiven Abfälle für mehrere Millionen Jahre ist absichtlich nicht im Strompreis inbegriffen. Die Kosten müssen spätere Generationen via Steuern übernehmen. Ganz sicher werden die Betreiber der AKWs die Kosten nicht übernehmen müssen – Denn die zocken nur ab.

    • Roland K. Moser sagt:

      – Der Rückbau der AKWs ist absichtlich nicht im Strompreis inbegriffen. Die Kosten für den Rückbau der AKWs wird der Steuerzahler übernehmen müssen. Ganz sicher werden die Betreiber der AKWs die Kosten nicht übernehmen müssen – Denn die zocken nur ab.
      – Bei einem Unfall besteht das Risiko, dass die Umgebung in näherer oder grösserer Distanz für mehrere 10’000 Jahre verstrahlt wird.
      – Es ist kein Zufall, dass die von den AKWs erzeugte Energie genau dem Ausländeranteil (inkl. Eingebürgerte) entspricht. Würden alle Ausländer und Eingebürgerten repatriiert, könnten die AKWs sofort abgestellt werde

      • will williamson sagt:

        Ich wundere mich immer wieder wie Leute sich darum sorgen, was in einigen Millionen Jahren der Fall sein wird. Meiner Ansicht nach spielt das aus menschlicher Sicht überhaupt keine Rolle mehr, da dann die Menschheit schon sehr lange nicht mehr existiert. Mich interessiert viel mehr, was ein den nächsten hundert Jahren passiert. Da ein GAU mit einer mehr oder weniger grossen Wahrscheinlichkeit immer möglich ist, bin ich der Meinung, dass möglichst rasch Alternativen zu den AKWs realisiert werden müssen.

        • Roland K. Moser sagt:

          Habe was vergessen: Die Idee die AKWs abzustellen finde ich natürlich gut. Aber sie steht in Gegensatz zu ihrem ersten Satz. Was wollen Sie eigentlich, ausser den Fortschritt hemmen?

          • Kaulstoss sagt:

            Was soll denn an Gasturbinen, windbetriebenen Dynamos und Photozellen fortschrittlich sein? Der grüne Farbanstrich?

      • martin rohner sagt:

        Herr Moser, das repatriieren kann nicht ihr Ernst sein, oder? Falls ja, bis ins 7. Glied, das heisst, inkl. Blocher, Schluer und Mörgeli (alles Kinder ehem. Migranten!)? In Tschernobyl „holt“ sich die Natur die verstrahlten Gebiete zurück, trotz enormer Strahlendosen inzwischen eine funktionierende „Biosphäre“. Sicher, Atomenergie beinhaltet, wie jede Energiequelle, gewise Risiken. Auch ich bin absolut(!) gegen nuklearbetriebene Wasserkocher, man darf das Kind jed. nicht mit dem Bade verschütten. Ein Thoriumreaktor könnte Entsorgung+Endlagerung massiv entschärfen+Zeit verschaffen (ca. 300J).

  • Realist sagt:

    Es war zu erwarten: Der langsame Rückzug vom Ausstieg. Natürlich braucht es Umstellungen und diese kosten. Aber die AKW-Lobby tut alles was sie kann: Alternativen schlecht reden, Alternativen bremsen und auf allen Ebenen verhindern (Baugesuche). Die Kosten der Stilllegung sind nirgends gedeckt. Die AKW-Betreiber sollten endlich gezwungen werden die Reserven für die Rückbaukosten bereit zu stellen.

  • Christian sagt:

    Ich heize mit Holz, erwärme Wasser solar, recycle, setze LED-Licht ein, fahre Velo und spare Strom wo ich kann. Trotzdem bin ein AKW-Befürworter! Denn, ich will die Wirtschaft nicht mit teurem, quersubventionierten und unzuverlässig vorhandenem Strom abwürgen. Ohne die meist totgeschwiegenen aber notwendigen und teuren Stromleitungen für die neuen Energiequellen steuern wir auf Blackouts zu. Und wenn man ideologiefrei schaut, welche Technologie am wenigsten Naturschäden produziert und am wenigsten tote Menschen verursacht – dann sieht die Bilanz der AKW auf der ganzen Welt blendend aus!

    • Marius Meier sagt:

      strahlend ist die Bilanz 🙂

      • Kaulstoss sagt:

        Zum Glück ist die strahlend! Auch die Sonne strahlt, Atomkraft sei Dank. Und die ganze Erde strahlt. Nennt sich bei uns Hintergrundstrahlung.Gammastrahlung ist überall. Zum Glück – sonst wäre das Universum tot und leer.

  • Maria Baumann sagt:

    Die neuste Generation-3-AKWs ist so sicher, dass sie selbst im Falle eines Kernschmelzunfalles, keine Radioaktivität mehr in die Umwelt setzt. Man würde also keine Notfallplanung mit Zonen, usw. mehr brauchen. Man würde kein Land verlieren. So wollte man die ältesten Anlagen bald einmal ersetzen. Diese Energiestrategie 2050 ist ein unseriöses Machwerk. Da werden Prognosen auf die Stelle hinter dem Komma angegeben für einen Zeitpunkt in 38 Jahren. Das kann niemand. Deshalb hat diese Strategie eher einen Wunschlistencharakter, aber keine Basis Erfolgreiches und Bewährtes einfach aufzugeben.

  • Jürgen Keller sagt:

    Ich bin schon ausgestiegen und beziehe nur noch 100% Thurgauer Naturstrom. Ist das real genug? Und warum jammern die Stausee-Betreiber, dass sie an schönen Tagen ihren Strom nicht mehr loswerden? An die Ewiggestrigen: die Zukunft beginnt heute!

    • Walter Boshalter sagt:

      Real ist, dass die Mittelspannungsleitung die sie mit 100% Thurgauer Naturstrom versorgt ihre x Nachbaren im Quartier ebenso mit konventionellem Atomstrom versorgt. Ansonsten aber netter Versuch sich das Gewissen zu beruhigen.

      • Tom sagt:

        Nein Herr Boshalter, Herr Keller versucht nicht, er tut was. Der „nette Versuch“ ist auf Ihrer Seite. Sie wissen genau was Herr Keller meint, aber Sie können es offensichtlich nicht leiden, wenn andere sich für eine sauber Energiezukunft bemühen. So was von destruktiv.

        • Walter Boshalter sagt:

          Nein Tom, Herr Keller tut das falsche. Richtig wäre es, wenn er Strom sparen und bei sich selber eine regenerative Stromgewinnungsanlage in Betrieb nehmen würde. Denn nur dadurch wird „Ökostrom“ sich von einem Marketinggag der lokalen EWs in echten Ökostrom wandeln können. Lesen des Kleingedruckten unter der Bestellkarte des „100%“ TG-Naturstroms hilft.

  • Silvan Geissmann sagt:

    Und wieder einmal lachen sich die AKW Befürworter ins Fäustchen weil die AKW Gegner noch immer naiv sind und glauben AKWs kann man einfach abschalten.
    Die Alternativen müssen her bevor man die AKWs abschaltet. Wegen einem GAU, der durch eine Kaskade von Naturkatastrophen (Stufe 9 Erdbeben, 14m Tsunami) herbeigeführt wurde, in Aktivismus zu verfallen führt kaum zu nachhaltigen Lösungen. Solange es Leute gibt die Krankenkassen als alternative Energie sehen und sie darum mit Stromabgaben fördern wollen brauchen wir leider AKWs..

    • Dani Kobler sagt:

      Herr Geissmann, für einen GAU braucht es keine Tsunami, auch keine arabischen Terroristen mit Teppichmesser.
      Es genügen ein paar schweizer Physiker und menschliches versgen: Lucens, Waadt, 1969. Kernschmletz im Versuchreaktor.
      Sie sehen die Voraussetzungen für eine Kernschmelze sind überall vorhanden.

  • markus hamster sagt:

    ich möchte niemanden beunruhigen, aber wenn sich unsere regierung einen zeitrahmen von 30 jahren setzt, heisst das nichts anderes, als ‚wir pfeiffen drauf‘. denn in 30 jahren ist längst keiner der heutigen verantwortlichen mehr verantwortlich und niemand von allen anderen wird sich noch an irgendetwas erinnern.

    solange jeder von uns dem neusten iphone nachrennt wird es sowieso keinen atomausstieg geben, weil der energiebedarf ständig steigt. und das ungeachtet neuer, energiesparenden techniken. wir verlangen zwar, dass die politiker sich ändern, aber selber würden wir es niemals tun.

  • Alfred Deville sagt:

    Soso: Vernunft kehrt wieder ein? Ich habe ein Staatsexamen, Dr.-Titel, zwei Master und drei CAS. Ich war und bin also – zumindest auf dem Papier – vernünftig. Und ich war und bin gegen den Atomeinstieg. Es ist eine Frechheit, wenn sie Vernunft, die gegen AKWs gerichtet nicht zulassen, Vernunft pro AKWs aber lobhudeln. M.E. kann man sogar in extremis (zurecht und demokratisch mit hoher Akzeptanz) gegen AKWs sein, einfach mal man Angst davor hat. Auch das ist legitim und zu akzeptieren in einer Demokratie. Audiatur et altera pars: bitte das nächste mal mit mehr Vernunft schreiben 🙂

    • markus hamster sagt:

      ob man mit so vielen titeln noch als vernünftig gelten kann… 😉

      • smart sagt:

        Er ist nur auf dem Papier vernünftig…., sagt er selber und beweist es indem er dann noch schreibt es sei zu akzeptieren wenn jemand aus Angst (=Emotion, =Gegenteil von Vernunft) gegen AKW sei. Ja klar man darf aus Angst gegen alles Mögliche sein, nur brauchen sich die Vernünftigen nicht von den Ängstlichen bremsen zu lassen. Kommt schon gut!

        • Kaulstoss sagt:

          Hoffentlich haben Sie den Doktor nicht im Fach Deutsch gemacht! Angst ist ein urchiger Ratgeber – wird bei Vorhandensein eines neo cortex aber üblicherweise durch rationales Denken konkurriert. Nur leider ist diese Konkurrenz nicht überall stark genug.

  • Cornelis Bockemühl sagt:

    Eine klare Botschaft: je unvernünftiger desto Wirtschaft!

    Zum Glück gibt’s selbst in der Wirtschaft auch noch ein paar Leute mit mehr Vernunft als in diesem „Politblog“¨;-)

    • Philipp Rittermann sagt:

      natürlich, herr bockemühl. für leute wie sie, die von luft und liebe und ein wenig realitätsfremder philosophie zu leben scheinen……

    • Cornelis, ach ja, welche sind diese paar Leute? Ich glaube Sie verstricken sich komplett!

  • Roman Meier sagt:

    Der Bau eines neuen AKW’s wird keine Mehrheit mehr in unserem Land finden und falls es doch eine knappe Mehrheit gäbe, käme es bei einem Bauversuch zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen.

    • markus hamster sagt:

      kaum. der bau wird sofort und ohne probleme angenommen, wenn man den leuten nur lange genug einredet, dass sie ohne neue akws ihre mobiltelefone, laptops, fernseher, geschirrspühler, waschmaschinen usw. nicht mehr ganztägig nutzen werden können. es gibt etwas, das stärker ist, als die angst: die faulheit.

      • will williamson sagt:

        Lieber Herr Hamster, wir sind tatsächlich zu faul um den Geschirrspüler ganztags laufen zu lassen. Wir setzen den nur in Betrieb wenn er voll ist. Das passiert alle paar Tage.

    • smart sagt:

      Herr Meier wenn Sie den Artikel gelesen hätten, hätten Sie gemerkt worum es darin geht. In der CH brauchen wir kein AKW mehr zu bauen undt trotzdem können wir problemlos weiter sauberen und billigen Atomstrom konsumieren. Wir brauchen ein paar zusätzliche Leitungen nach Frankreich und peppen unsere Meiler in Gösgen und Leibstadt noch etwas auf. Mit Beteiligungen an franz. AKW können Alpiq und Co. weiter brav garnieren und in der CH ein paar Solarmodule und Windrädli zur Show aufstellen. Darum gehts und um nichts anderes. Den Bürgerkrieg in der CH können Sie sich sparen

    • Roman, ja, ja, Sie träumen von AKW’s Verbot. Das wird’s nie geben. Woher kommt unser Strom? Natürlich aus der Steckdose!

  • Erwin Keller sagt:

    Wenn man gewisse Kommentare hier liest, könnte man sich fast einen Atom-GAU in der Schweiz herbeiwünschen. Der hätte zumindest einen positiven Effekt: all unsere Möchtegern-Politstars und Atom-Lobbyisten wie auch die Cüplisozis und die ganzen linksgrünen Tagträumer würden wegen Nuklearpanik sofort die Beine unter den Arm nehmen und das Land fluchtartig verlassen. Die kriminellen Ausländer ebenfalls, und niemand würde hier noch Asyl wollen. All diese Probleme wären wir los. Die Schweiz wäre ein strahlendes Paradies. Da würde man beinahe die reduzierte Lebenserwartung in Kauf nehmen wollen..

    • will williamson sagt:

      Auch Zyniker müssen sterben, Herr Keller – sogar ohne atomare Verstrahlung!

    • Erwin, das haben Sie gut formuliert, gefällt mir sehr: Hart, zynisch und sehr realistisch, das bin ich auch. Das nennt man, „avoir les yeux en face des trous“!

  • Dario sagt:

    Das Risiko, dass ein AKW hoch geht, mag klein sein, doch es kann – wie die Geschichte nun einige Male gezeigt hat – jederzeit und überall eintreten. Es ist äusserst naiv, zu glauben, dass es bei uns nicht passieren wird, sondern stets bei irgendwem sonst. Ein AKW-Gau hätte tragischste Folgen für die Schweiz. Die Hälfte des Landes wäre auf Jahrzehnte hinaus unbewohnbar. Zehntausende Wildtiere würden verenden. Der Boden wäre völlig verseucht. Es gäbe unzählige Krebsfälle und Fehlgeburten. Wie eine Partei, die unser Land angeblich über alles liebt, sowas befürworten kann, ist mir schleierhaft.

    • Dario, haben Sie Dramaturgie studiert? Was für ein Referat, ich bekomme direkt die Hühnerhaut. Dieses Thema dermassen dramatisieren wie Sie es tun, kann jeder. Wir sollten unbedingt objektiv bleiben und nach brauchbaren Lösungen suchen. Ihr trauriges Kommentar tönt wie ein Kitschfilm, langweilig!

  • Jost Herb sagt:

    Stellen Sie sich vor:
    Die Weltmacht Amerika erzeugt immer noch rund 40 Prozent ihrer elektrischen Energie mit – teils moderenen – Kohlekraftwerken. Sicherlich keine Alternative für uns, aber Nachdenken lohnt – Atomstrom, nein danke.

    • Matthias Horvath sagt:

      Stellen Sie sich auch vor:
      Unser nördlicher Nachbar erzeugt sogar mit mehr als 40% ihre elektrische Energie mit Kohlekraftwerken, Tendenz steigend! Und da sich ev. Versorgungsknappheiten im Winter abspielen könnten, wird ev. sogar ein Gesetz in Kraft gesetzt, welches die Strombetreiber dazu verpflichten wird, alte, schmutzige und unrentable Kohlekraftwerke als Reserve aktivieren und betreiben zu müssen! Quelle: Spiegel, Ausgabe 16.-23.09.2012. Und ein D-Bürger „pustet“ jetzt schon 11.2tCO2/Jahr in den Himmel (zum Vergleich: ein CH-Bürger „erzeugt“ ca. 5.8tCO2/Jahr)

  • Christoph Staudenmann sagt:

    Nur weil Frankreich auf die Atomenergie setzt, heisst das noch lange nicht, dass wir das auch müssen! Sonst legen wir ja auch viel Wert auf unseren Sonderstatus in Europa… Ist es denn „vernünftig“, kommenden Generationen über Jahrzehntausende radioaktive Abfälle zuzumuten? Oder den Arbeitern und Anwohnern von Uranminen in Afrika Gesundheits- und Umweltschäden? Aber das ist den Atombefürwortern offenbar egal oder nicht bewusst. Ganz abgesehen von den Sicherheitsrisiken: Der nächste GAU kommt bestimmt! Hoffentlich trifft’s die andern… Atomkraft? Nein Danke!

    • Philipp Rittermann sagt:

      was interessieren mich die probleme ausserhalb der schweiz – wir haben hier genug! atomkraft? ja gerne!

      • Christoph Staudenmann sagt:

        …und was ist wenn’s in Mühleberg knallt?

        • Roland K. Moser sagt:

          Gemäss der Atomindustrie gibt es Radioaktivität nicht, weil man sie nicht sieht.
          Als der Unfall in Tschernobyl passierte, war ich als Schüler an der FDP-Kantonschule Büelrain in Winterthur. Es war verboten über das Thema zu reden, Zuwiderhandlungen wurden mit dem Rausschmiss geahndet. Zudem hatten alle zu behaupten, der Unfall sei gar nicht so schlimm, wenn er überhaupt stattgefunden hätte. Wir sind noch nicht viel weiter.

          • Markus sagt:

            An den heutigen Kantis, die alle in SP Händen sind, wird gelernt, dass in Fukushima 20000 Menschen wegen dem Super GAU starben. Fakt aber ist, kein einziger ist am AKW-GAU gestorben, sondern alle am Erdbeben. Wer an den Schulen die Wahrheits sagt wird heute abserviert wie Mörgeli. Beim Bau von Wasser oder Windkrfatwerken sind bereits heute 100000x Menschen gestorben als beim Betrieb von westlichen AKW`s. Hysterie statt Objektivität herrscht bei unserer selbsternannten Bildungselite

          • Kaulstoss sagt:

            höhö…
            Als der Tsunami in Fukushima „passierte“ und die Kernkraftnutzungs-Gegner bei uns sich daraufhin den Ausstieg erschrien hatten, durften Studenten der FHW im Fach Deutsch einen Vortrag zum Thema Atomausstieg halten. Positive Stellungnahmen verboten, bzw. prophylaktisch mit schlechter Benotung geahndet.

  • Bernhard Folda sagt:

    Endlich wissen wir, wo wir den von der Atomlobby produzierten Atommüll endlagern können: Bei Herrn Chuard und seinen Sympathisanten. Ich schlage vor, dass diese gemeinsam in eine Gemeinde ziehen, damit sie fröhlich und voller Genuss ihren Familien, die mit ihnen dort wohnen müssen, ihre hanebüchernen Vorstellungen einer in ihren Augen „vernünftigen“ Energiepolitik erklären können. Radioaktive Strahlungen sind ja für sie kein Problem. Dagegen sind Befürworter der Atomkraft ja schon immer immun gewesen.

    • smart sagt:

      Wo der Atommüll gelagert werden wird, ist längst beschlossene Sache. Gleich neben dem bereits bestehenden Zwilag in Würenlingen im Kt. Aargau gibts den Eingang zum Stollen in den Opalinuston im Bözberg. Opposition ist dort nicht gross zu erwarten, entweder arbeitet die dortige Bevölkerung im PSI, bei einem AKW-Betreiber oder wird mit aus Steuererträgen finanzierten Bauprojekten bei Laune gehalten. Also mit dem Atommüll können sie hier niemandem mehr Angst machen.

      • Andi Meier sagt:

        @ smart: Nur wer kann garantieren, dass solch ein Lager sicher ist für Millionen Jahre? Niemand. Endlager = Illusion

  • smart sagt:

    Ein Satz in diesem Artikel ist sehr, sehr, sehr aufschlussreich. Frankreich, unser Nachbar ,setzt weiterhin voll auf die Atomenergie. Solange dies so bleibt, und dafür garantieren ja Frankreichs Sozialisten, wird weiterhin Atomstrom durch unsere Stromleitungen fliessen. Egal ob wir für oder gegen den Ausstieg aus der Atomenergieproduktion in der CH sind, egal ob wir Strom sparen oder nicht. Genau so ist es. Und zur Beruhigung unseres Gewissens haben wir ein vom Bund subventioniertes Solarmodul auf unserem Dach und nehmen am Sonntag per Velo an einem Slow-Up teil. Wir CH-ler sind die Geilsten!

  • marius christen sagt:

    Dem, der die eigene Meinung als Vernunft ausgibt, sei mit Skepsis zu begegnen..

  • Maria Baumann sagt:

    Um in der Welt morgen mithalten zu können brauchen wir neue AKW. Wir brauchen nicht PV- und WKA-Low Technik, die natur-und raumzehrend ist, obendrein instabil und unverlässlich und schliesslich total 60 Mrd Fr kostet. Wir und unsere Kinder brauchen nicht immer noch mehr Einschränkungen und Verbote. Ausserdem wollen wir 2040 für 10 Mio Schweizer noch auch noch genug Naturreserven. Deshalb 2-3 neue hochsichere AKW der Gen.III, die platzsparend,CO2-arm, stabil und günstig sind.In D sieht man wo die E-Wende hinführt:Unrentabel, Braunkohle-CO2-steigernd, instabil und das für 350 Mrd Euro. Schande.

    • Gerhard Mächt sagt:

      Sicher? nein, hochsicher sogar? oder doch ultrahochsicher? Wäre doch ein tolles Geschäft für Swiss Re, Munich Re etc. oder alle Rückversicherer zusammen. Bloss die lassen die Finger davon. Atomkraftwerke gelten als nicht versicherbar, aus gutem Grund. Das Restrisiko bei einem Windkraftrad und der erschlagenen Kuh auf der Weide kann man kalkulieren, Massenschäden an Mensch, Natur, Langzeitfolgen, Krankheiten, Verseuchungen u unabschätzbare Kosten durch Atomunfälle eben nicht. Auch die Titanic galt als „unsinkbar“. Der Mensch muss wieder Demut lernen vor der Natur, sonst wird er nicht überleben!

    • Hanspeter Niederer sagt:

      Wes Brot ich ess, des Lied ich sing.

      • Kaulstoss sagt:

        Genau, Niederer. Und die braune Farbe des Brots entspringt ja schliesslich der Mischung aus Rot und Grün.

  • Die Atomenergie verlassen, ja wie so nicht, aber wo ist die vernünftige Alternative? Kein Mensch bis jetzt ist fähig eine brauchbare Lösung zu bieten. Oder sollten wir vielleicht ein Fahrrad im Keller installieren, das an einen Generator angeschlossen ist um Strom zu produzieren? Soweit kommt’s bestimmt noch. Alles Wunschträume, soweit, so gut, behalten wir noch ein bisschen unsere AKW’s. Ein Tsunami ist hier unbekannt, ein Erdbeben nicht die Rede wert. Was soll’s denn??

  • Jean Aristide sagt:

    Enfin un article qui va vers le bon sens et le retour à la raison, après le déluge de propagande médiatique antinucléaire qui s’est abattu sur la Suisse depuis Fukushima ! La décision émotionnelle de sortir du nucléaire est indigne d’un gouvernement responsable ! La transition vers un abandon PROGRESSIF du nucléaire exigera beaucoup de temps, sortons du manichéisme ambiant des marchands d’illusion du „y-a-qu’à“, à moins que les fundis veulent la ruine de notre économie et noyer la population avec les millions de tonnes de CO2 des futures centrales à gaz : Nein danke !

  • Richard A sagt:

    Atom / Müll – immerhin noch zu lagern. Zugegeben unschön. Bei Gaskraftwerken fliegen / schnappen wir in die / nach Luft. Da gibt es nichts mehr zu lagern. Auch nicht im Keller der Uni (Mörgeli). @ marius christen – eine Meinung – Vernunft – freue mich auf die Begegnung mit vielen Skeptikern.

  • Severin Mösinger sagt:

    Etwas das mich immer wieder erstaunt ist die Argumentation, dass Atomstrom die einzig wirtschaftliche Lösung für günstige Energie ist. Dabei werden bei Atomstrom ganz einfach die „Nebenkosten“, insbesondere die Endlagerung sowie was passiert in einem Unfall, nicht in den Strompreis gerechnet sondern der Bund darf dafür Lösungen suchen; sprich Geld ausgeben. Die Axpo etc verdient ein schönes Sümmchen an ihren Kraftwerken, aber die Folgen müssen sie nicht berappen… Und das der Staat der einzige „Versicherer“ ist, weil es allen anderen privaten Versicherer zu gefährlich ist, sagt auch genug.

  • Tom sagt:

    Vielleicht gelingt es Herrn Chuard ja irgendwann noch, einen wirklich ausgewogenen, intelligenten Artikel zu schreiben. So lange wird wohl schon noch AKW-Strom in unseren Netzen fliessen. Einfach nur lächerlich dieses vorliegende nichtssagende Traktat.

  • Maria Baumann sagt:

    Um mit der künftigen wirtschaftlichen Konkurrenzsituation auf dem Weltmarkt mithalten zu können als rohstoff- und zunehmend industriearmes Land müssen wir alle Kostenfaktoren kritisch durchleuchten.Es hat doch keinen Sinn ein gutes, bewährtes und ausbaufähiges System (Wasser&AKW) durch eine unsichere, auf Vermutungen, unsichersten Prognosen beruhende E-Wende zu ersetzen. Da ist doch das Risiko zu scheitern viel zu gross gerade für unsere Kinder, denen sowieso einiges droht. Nach Fukushima kann die Kernenergie doch nur noch besser werden. Sowohl die bestehenden und erst recht alle neuen AKW

  • Christoph sagt:

    Wusste gar nicht, dass die Eurosüdländer wegen mangelnder AKW’s wirtschaftliche Probleme haben? Frankreich setzt voll auf die A-Kraft, könnte aber bald zu den Krisenländern aufholen.
    Energie und Versorgungssicherheit sind zweifellos wichtig, auch der Preis ist bedeutend, aber es geht sicher auch ohne AKW’s. Wie heisst es doch immer so schön? Man muss nur wollen.

  • Marius Meier sagt:

    Atomunfall? Ja bitte!

  • Karl Odermatt sagt:

    Patrick Chuard wird wohl nebenbei am Atomstrom gut verdienen. Es ist immer die gleiche Leier…. Und an seinem Arbeitsplat, dans le palais federal kann er gleich Lobbyieren…….

  • sepp z. sagt:

    es ist irrig, zu meinen, wenn wirtschaftslobbyistin leuthard am volk vorbeipolitisiert (atomkraft, zweite gotthardröhre, durchlöcherung zweitwohnungsbeschränkung), käme alles gut. im gegenteil. umso pointierter wird die bevölkerung in zukunft ihre von der politik und wirtschaft ignorierten voten erneut einfordern. man kann die bevölkerung wohl kurzfristig hintergehen, mittelfristig und langfristig aber nicht.

  • Diese „Rückkehr zur Vernunft“ ist nötig. Der Unfall in Fukushima ist nicht zuletzt auf Fehler und Mängel in diesem 40-jährigen AKW zurückzuführen (siehe Wikipedia zu „Kernkraftwerk Fukushima Daiichi“). Die Angst vor der Kernkraft ist zwar nicht unbegründet, aber die „Vernunft“ darf dabei nicht eingeschläfert werden.

  • Jean-François Dupon sagt:

    Bravo pour la lucidité et le courage de votre analyse.
    La déception est vive avec cette stratégie 2050 pour ceux qui:
    1) croyaient encore qu’on fait des kWh avec de l’énergie et de la technique, et pas avec des taxes et des interdictions
    2) accordaient une certaine confiance au Conseil fédéra en matière de sérieux dans la gestion d’un secteur technologique et économique essentiel pour notre prospérité.
    Plus sur:
    http://www.lesobservateurs.ch/politique/dossier-strategie-energetique-2050-les-contes-des-1001-kwh

  • Maria Baumann sagt:

    Die Menschheit braucht in ihrer Zukunft aus Klima- und Verfügbarkeitsgründen nicht fossile Stromquellen. Die Tendenz geht heute zu Mega städten. Immer mehr Ballungszentren entstehen mit 2 stelligen Mio -Einwohner zahlen. Eine sichere Stromversorgung ist für diese zunehmend zahlreicher werdenden Ballungsräume absolut essentiell. z.B. Hongkong mit 8 Mio EW braucht 55TWh/y, soviel wie die Schweiz.Dafür braucht es 6 AKW der GösgenKlasse (1GW). Ökolog., platzsparende, günstige, hochdichte Stromversorgung mit AKW in der Zukunft: Kernenergie wird alles andere als ein Auslaufmodell in der Welt sein.

    • Leo Arnold sagt:

      @ Frau Baumann. Aber natürlich ist die Kerenergie ein Auslaufmodell der Stromerzeugung, kurz weil neben den fossilen Brennstoffen auch das Uran ausgehen wird. Ist das so verdamm schwer zu begreifen? Es gibt schlicht und ergriffen genügend Alternativen. Man muss diese nur sehen wollen – Wasser, Sonne, Wind, Erde, Bio und – last but not least – das Sparen und die Effizienz. Mit dem gleichen Geld, das neue AKW’s kosten würden, wäre ein Umstieg mit Sicherheit zu schaffen (Min. 15 Mia. pro AKW).

      • Kaulstoss sagt:

        Herr Arnold, Ihre Kraftausdrücke machen Ihren Beitrag auch nicht sinnvoller.
        Wann gehen denn die fossilen Brennstoffe aus? Und wieviel Thorium gibt es auf der Erde insgesamt? Wie lange können damit Kernkraftwerke betrieben werden?
        Die letzte Frage wäre dann noch, woher Sie Ihr Halbwissen beziehen. Aber das ist nur eine rhetorische Frage.

      • René Meier sagt:

        Ich sehe zur Zeit neben Wasser, Sonne, Wind, Erde, Bio und – last but not least – auch noch Kohlekraftwerke und Gaskraftwerke! In DE werden immer noch neue Dreckschleudern aufgestellt. Die Kohle dazu wird über die Weltmeere von Kolumbien angeliefert.(z.Zt. 70%) Mit solchem Tun kann ich mich auch nicht anfreunden. Sparen und Effizienz kann ich dagegen voll Unterstützen.

  • Wir sind auch in der Türkei wohnhaft. Dieses Land besitzt keine AKW’s, sondern sehr viele Wasserwerke. Die Türkei kennt keine Energie Engpässe. Es können kurze Stromunterbrüche geben, das ist üblich. Die Menschen leben aber weiterhin glücklich und ohne Atommüll-Sorgen. Dieses alte Land mit viele Geschichte, und Siebzigmillionen Seelen, ein Beispiel für unsere kleine Schweiz!

  • Toujours la même ritournelle… Cherchons enfin la ou les meilleures solutions. Il faut des éoliennes, des plaques voltaiques sur les toîts, des sondes de chaleur sous-terraines, des stations de compostage produisant du gaz et plus encore. Les possiblilités sont là, malheureusement notre politique et le pays tout entier dort sur ses lauriers. Combien de temps encore? Jusqu’à l’obscurité totale. Vive l’Hélvetie!

  • Kramer sagt:

    Bei der Atomkraft bleiben ist die beste Lösung!

  • Claudia Egger sagt:

    Seit Freitag haben wir es Schwarz auf Weiss, nachzulesen auf der ENSI-Homepage: Die Schweizer AKW’s schneiden im EU-Stresstest am besten ab und hätten eine Naturkatastrophe von der Grössenordnung von Fukushima gemeistert ohne die Umgebung radioaktiv zu verseuchen. AKW – ja, bitte.

  • Klaus sagt:

    So lange es Verkehrsunfälle, Flugezugabstürze usw. gibt, gibt es auch Unfälle in AKWs mit allen Konsequenzen., denn Menschen machen Fehler. Deshalb können nur hoffnungslose Optimisten den Atomstrom als eine dauerhafte Lösung ansehen.
    Die Suche nach Alternativen sollte deshalb erste Priorität haben, dann bleibt die Zukunft dabei auch nicht auf der Strecke.
    Investerien Sie Ihr Geld in sichere und umwelfreundliche Energien und Sparen sie Ihr Geld für die Lebensversicherung denn die macht Ihr Leben nicht sicherer.

  • Beat sagt:

    Das Thema hatte auch schon mehr Kommentatoren… Es wird auch nicht ganz klar was denn der Blogger wollte? Wollte er bloss provozieren? Kann gut sein. Es ist mittlerweilen bekannt dass ein Ersatz der ältesten Kernkraftwerke durch dezentrale Photovoltaik günstiger zu stehen käme als ein neues grosses Kraftwerk. Weshalb also droht man mit Strom – Mehrkosten? Ich stelle in Frage ob es überhaupt einen Grund gibt. Die Stimmbürger werden im Moment getestet um früh zu wissen auf welches politische Pferd am Ende gesetzt werden soll?

  • peter weilharter sagt:

    Na denn, zuerst mal woher nehmen? http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-5724-2006-11-30.html damit ist auch erklärt wie teuer das zeug wird. Dann wie zu strom verarbeiten? prinzip dampfkochtopf bzw. dampfmaschiene.
    Mit (atom)heizstäben wird wasser zum sieden gebracht, dann durch eine gasturbiene der strom erzeugt. Wirkungsgrad 44%.
    Dann wird hier beschrieben, wenn kein wasser mehr kommt passiert nix. http://www.kernenergie.ch/de/akw-technik.html Was war da noch im steinzeitland japan? Oder http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Unf%C3%A4llen_in_kerntechnischen_Anlagen Wohin damit??????

  • Hans P. Grimm sagt:

    Man sollte schon seit längerem die alten AKW’s durch neue mit den neuesten Sicherheitstandarts ersetzen.

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