Die Schweizer Winzer verdienen unsere Unterstützung

Die Schweizer Winzer sind stark unter Druck geraten: Nicht nur geht der Gesamtweinkonsum seit mehreren Jahren zurück, sondern auch der Anteil an ausländischen Weinen steigt stetig an, vor allem beim Weisswein.

Auch das letzte Jahr bildete diesbezüglich keine Ausnahme. Während der Gesamtkonsum um 2,3 Prozent sank, stieg der Verkauf von ausländischem Weisswein an. Insgesamt machte der Anteil an Schweizer Wein in unserem Land 2011 nur noch 37 Prozent des gesamten Weinkonsums aus.

Dies liegt aber nicht etwa an der Qualität, denn die hervorragende Entwicklung der Schweizer Weine in den letzten Jahrzehnten ist wohl bekannt. Nebst diesen Bestrebungen wurde das Angebot auch ausgeweitet, um den verschiedenen Vorlieben der Konsumentinnen und Konsumenten Rechnung zu tragen.

Die Schweizer Winzer verfügen nicht über grosse Flächen und billige Arbeitskräfte, die es ihnen ermöglichen würden, die Kosten zu senken.

Die Schweizer Weinbauern stehen unter Druck: Weinernte im Wallis. (Bild: Keystone)

Die Schweizer Weinbauern stehen unter Druck: Weinernte im Wallis. (Bild: Keystone)

Aber in Bezug auf den Preis können unsere Winzer keine Wunder vollbringen. Sie arbeiten nicht unter denselben Bedingungen wie ihre Berufskollegen im Ausland und gerade in denjenigen Ländern, die für sie die grösste Konkurrenz darstellen, sind die Unterschiede am grössten.

Die Schweizer Winzer verfügen nicht über grosse Flächen und billige Arbeitskräfte, die es ihnen ermöglichen würden, die Kosten zu senken. Ausserdem müssen sie Umweltvorschriften einhalten, die oft viel strenger als in vielen anderen Ländern sind. Bei gleicher Qualität können sie deshalb unmöglich zum gleichen Preis produzieren.

Unter diesen Umständen können die Schweizer Winzer nur überleben, wenn sich die Konsumentinnen und Konsumenten bewusst werden, dass Wein ein Stück Heimat ist. Und dass wir, wenn wir unseren eigenen Wein auch weiterhin geniessen wollen, die Einsicht gewinnen müssen, für ihn etwas tiefer in die Tasche zu greifen als für ausländischen. Begründungen, die allein auf dem Preisvergleich beruhen, sind sehr einseitig. Sie berücksichtigen weder die Vielfalt des Produkts noch den Schutz der Umwelt und führen zu absurden Entwicklungen.

Oder wie war das schon wieder mit dem Schweizer Unternehmen, in dessen Verwaltungsrat ein ehemaliger Bundesrat sass und das in Betracht gezogen hatte, Gruyère in den USA herzustellen? Zum Glück kehrte dank einer sofortigen Reaktion wieder Frieden im Käseland ein. Aber auch die Schweizer Weine verdienen unsere besondere Aufmerksamkeit.

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