Travail la nuit et le dimanche: des règles pour plus de liberté!

Au premier abord, la réglementation n’est pas forcément synonyme de liberté. Mais dans le domaine des conditions de travail, ce paradoxe apparent disparaît: ce sont avant tout des règles contraignantes qui garantissent la liberté. En effet, sans législation sur le travail, la situation ne serait pas rose pour la grande majorité de la population. La liberté restante serait celle des puissants sur le plan économique, qui pourraient imposer encore plus qu’actuellement les règles qui s’appliquent aux employés sans être gênés par des barrières efficaces.

Les dispositions sur le travail la nuit et le dimanche font partie des règles sensibles. Elles sont censées garantir que le travail la nuit et le dimanche reste limité aux secteurs dans lesquels il est nécessaire. Ce sont avant tout des motifs de santé qui s’opposent à l’extension du travail de nuit. Quant au repos dominical, il est essentiel à la vie sociale et familiale.

Si l’interdiction du travail la nuit et le dimanche est levée dans le commerce de détail, c’est la porte ouverte à sa suppression dans les autres branches.

La dernière attaque en date contre le repos nocturne et dominical nous vient de Zurich («le client est roi»). Elle est signée, comme souvent, des pontes privilégiés du PLR. Il en va de même pour la proposition suivante: l’ouverture 24h/24 des boutiques dans les stations-service de toute la Suisse.

Schweiss am Sonntag, 7. Mai 2000: Gleisbauer auf dem Zürcher Paradeplatz. (Bild: Keystone)

Des monteurs de voie sur la Paradeplatz un dimanche de mai 2000 à Zurich. (image: Keystone)

Avec le commerce de détail, les auteurs ont pris délibérément pour cible des secteurs dans lesquels les conditions de travail sont déjà particulièrement mauvaises, et dans lesquels les personnes concernées ont beaucoup de mal à se défendre contre les dégradations de ces conditions. Si l’interdiction du travail la nuit et le dimanche est levée dans le commerce de détail, c’est la porte ouverte à sa suppression dans les autres branches. Les polémiques sur l’initiative de Zurich et celle sur les magasins des stations-service ont donc des répercussions sur l’ensemble du pays.

On ne peut réduire les êtres humains à des clients qui veulent faire leurs courses à toute heure du jour et de la nuit. Ce sont aussi des personnes qui veulent travailler dans des conditions réglementées. Ils ont des besoins sociaux, une vie de famille. Les réduire à des consommateurs 24h/24, c’est avoir une bien piètre idée de l’humanité.

131 Comments sur «Travail la nuit et le dimanche: des règles pour plus de liberté!»

  • Gfeller says:

    Der Paul Rechsteiner ist in seinem Bild von den Verhältnissen in der Schweiz irgendwo in den 80-Jahren stecken geblieben. Es geht nicht darum, dass jeder immer rund um die Uhr einkauft, sondern es geht darum, dass man dann einkaufen kann, wenn man die Zeit dazu hat. Eine Fexibilisierung tut hier schon lange Not. Die Gesellschaft ist nicht eine Gesellschaft von Arbeitern, sondern eben eine pluralistische, so wie dies die Linken ansonsten auch anerkennen. Herr Rechsteiner und die Linken täten gut daran, ihr Bild und der Schweiz und ihrer Bevölkerung an die Tatsachen anzupassen.

    • Stadelman Reto says:

      Heute verkompliziert Pluralismus das Leben immer mehr, da Menschen Pluralismus mit Egoismus verwechseln… Genau dieser “Pluralismus” ist eher mühsam als erfrischend und vor allem nicht mehr mit dem Begriff Freiheit zu verbinden. Regeln die für alle gelten unterstützen uns, als Gemeinschaft zu funktionieren und nicht nur als “Neoliberalesarschlochindividuum”. Pardon für das schlimme Wort. Darum, NEIN, die Flexibilisierung ist überhaupt nicht nötig. Je “enger” es auf unserem Planeten wird desto mehr Gemeinschaft brauchen wir und nicht individueller Egoismus…

    • M says:

      Also wenn man schlicht keine Zeit hat für sich und seinen Haushalt einzukaufen, dann geht das vermutlich auch nicht all zu lange (Ihr Körper wird sich bald mal melden – alles Gute schon mal Gfeller). Herr Rechsteiner kämpft gegen etwas ganz wichtiges (auf das anscheinend noch viele Leute hier kommen müssen): Gegen die Ausbeutung des Menschen (am Arbeitsplatz). Anstatt sich grundsätzliche Fragen zu stellen, rennen die Leute lieber irgendwelchen “es-könnte-ja-Jobs-kosten”-Argumenten hinterher, die meistens unbegründet sind!!! Arme Sklaven der Wirtschaft ihr…

      • Rudolf Mühlemann says:

        Völlige richtig, Gfeller. Die Welt verändert sich und mir ihr die Schweiz. Friedrich Dürrenmatt sagte an einer 1. August-Ansprache 1985, die er irgendwo in der Schweiz gehalten hat, folgenden Schlüsselsatz, Zitat: “Die Schweiz, so wie sie heute existiert, wird sich auflösen wie ein Stück Zucker im Wasser”. Auch damals gab es bekanntlich Ewiggestrige. Diese echauffierten sich damals gewaltig, weil sie glaubten, die Wirklichkeit der Veränderungen ignorieren zu können. Paul Rechsteiner ist wahrscheinlich ein integrer Linker, der glaubt, was er sagt. Es wird ihm und den Seinen nichts nützen.

    • Benjamin Borgsberger says:

      Wenn es wirklich darum ginge, dass man nie Zeit für den Einkauf hat, dann täte man besser daran, eine Reduktion der Arbeitszeit auf, sagen wir mal, 38 Stunden pro Woche. Somit hätte jeder pro Woche vier Stunden Zeit, um dem Konsum nachzugehen, ohne dass deswegen jemand spätabends oder am Sonntag arbeiten muss.

      • Marco Bättiger says:

        Genau, warum nicht auf 35-Stunden senken wie in Frankreich? Dort hat dies übrigens zur höchsten Arbeitslosigkeit seit den 1930ern geführt – über 10%!

        • Giuli di Mona says:

          ja, aber nicht wegen der 35h Woche!!!

          • Chris Thomas says:

            Nein Giuli,es kamen noch Rentenalter 60, 6.Ferienwochen,14.Monatslohn und Unkündbarkeit von Arbeitsverträgen dazu. Sind ja im Übrigen auch bloss die Grundforderungen der Genossenfreunde das lieben Pauls, neben den Neid und Geiz-Anfällen. Frankreich importiert bereits seit 2010 mehr Güter als es exportiert……..und da sprechen die Europa-“Experten” noch immer vom 2.starken Standbein der EU, neben Grossdeutschland, wo bereits gegen 100000 Haushalten der Strom abgestellt wurde. Läge Frankreich mit diesem Import- Überschuss irgendwo in Afrika,Euroliebe würden von Bananenrepublik reden

  • Thomas Steffen says:

    Aha, jetzt kommt man schon so: “ein armseliges Menschenbild”. Wenn die Argumente ausgehen, dann versucht man es halt mit Beleidigungen ? Wo ist hier das linke, weltoffene getue wenn man es mal braucht ? Wie kommt die SP/Unia plötzlich zu diesem konservativen Drang ? Ist ja gut wenn Menschen nicht um die Uhr shoppen wollen. Dann haben die, welche “Nachtschicht” haben nicht nur mehr Lohn, frei während des Tages, sondern auch noch einen lockeren Job da keine Kunden. Wo liegt das Problem ? Warum wohl die Tankstellenshops so “ausstrahlen” ? Ob wohl Nachfrage besteht, hmmm ?

    • Marco Casutt says:

      Genau, wie kommt eine Gewerkschaft dazu, die Interessen der Arbeiter zu vertreten? Unglaublich, sowas…

      • Lukas Rüegg says:

        @ Casutt: wirklich erstaunlich, und DAS von einer Gewerkschaft!! wie empörend hahaah (:

      • Martin Frey says:

        Die grösste Zahl der Arbeitnehmer sind (glücklicherweise) nicht in einer Gewerkschaft organisiert, die einem vorschreiben möchte, was man wann zu tun hat. Sind die Interessen all der Berufsgruppen die nicht in der UNIA sind, oft mehr arbeiten und durch ihre Schichtdienste auch für die protektionierten 9-to-5 SP-Arbeiter grosse Dienstleistungen verrichten, irrelevant? Oder ist das keine Arbeit? Nehmen die Herren Rechsteiner, Münger & co nie ein Zug oder ein Flugzeug zu Randstunden, über Nacht oder am Wochenende, leisten Sie sich nie ein Medi in einer 24h-Apotheke weil es grad ausgegangen ist?

        • Daniel Münger says:

          Nein. Es geht beim freieren Einkaufen auch nicht um die Freizeit- oder Rettungsinstitutionen! Sondern lapidar um die Vergewaltigung eines Berufsstandes, der es eh schon nicht leicht hat. Aber ich kann durchaus etwas entgegenkommen: Ab 20.00h massiv höhere Preise fände ich angebracht. Ich mag nämlich für Eure abstrusen Wünsche nicht auch noch mitbezahlen. Ähm. Und mir geht auch nichts aus. Köpfchen!

          • Martin Frey says:

            Mit liberalisierten Ladenöffnungszeiten würde man gerade für den vergewaltigten Berufsstand wie Sie Hr Münger es nennen, etwas tun. Denn nur Geschäfte die es sich leisten können werden andere Oeffnungszeiten anbieten. Und wenn ein Geschäft bis 23 Uhr offen hat dann werden neue Stellen geschaffen, zwar im Schichtbetrieb was Ihnen whs. ein Graus ist, aber trotzdem sind es mehr Stellen. Und wenn Ihnen nie etwas ausgeht beglückwünsche ich Sie zu ihrem 9-to-5 job. Es sind nicht alle so privilegiert. Nebenbei: Ich wäre auch bereit etwas mehr zu bezahlen wenn ich das nur könnte, stellen Sie sich vor!

        • Mark Keller says:

          Hauptsache ich kann einkaufen wann ich will. Ist mir doch egal wenn Andere diese Freiheit nicht haben, weil sie wegen meinem egoistischen (rund um die Uhr) Einkaufsverhalten arbeiten müssen. Mir ist doch deren Familienleben und sozialen Bedürfnisse egal. Gell Martin Frei & Co. Gerade im Detailhandel haben die Arbeitnehmenden die Wahl nicht wann sie arbeiten wollen. Sie müssen nehmen was sie bekommen.

          • Martin Frey says:

            Welche Wahl haben Angestellte von Airlines, Bahn, Post, Polizei, Spitäler, Heimen, Apotheken,…, Hr. Keller? Sie treten die Bedürfnisse dieser Leute mit Ihrer Argumentation mit den Füssen, Hr. Keller, notabene auch die sozialen die Sie so gerne hervorheben. Aber gälled Sie, das ist ja dann egal. Sollten halt auch in der UNIA sein, nicht? Dann würde whs. nach 17 Uhr gar niemand mehr arbeiten, am Wochenende sowieso niemand. Wunderbare Welt.

    • Martin Niederer says:

      Thomas Steffen hat offenbar noch nie regelmässig Nachtdienst geleistet. Die Nachtstunden sind gesundheitlich wesentlich stärker belastend und dies merkt man in der dem Nachtdienst folgenden Ruhephase. Je mehr Nachtdienste man leistet und je älter man ist, desto längere Ruhephasen nach Nachtdiensten sind notwendig um wieder voll fit zu werden. Zur Nachfrage: Komisch ist, dass zum Beispiel auch eine immer höhere Nachfrage nach z.B. Kokain besteht, aber hier würde ja auch niemand sagen, weil die Nachfrage so hoch ist, müsste man einer Liberalisierung zuzustimmen. Gesundheit geht halt doch vor.

    • N.Frei says:

      Na Ja Herr Steffen, so wie ich die Welt sehe ist es richtig und die anderen haben sich nach meinem Weltbild zu richten! Was hat verfügbarkeit rund um die UHR mit weltoffen zu tun? Haben sie eine Ahnung von der Belastung die unregelmässige und vorallem Nacht-Schicht Arbeit für den Menschen bedeutet? Die Bedeutung die es für das eigene soziale Beziehungsnetz hat ist auch nicht ausser Acht zu lassen und dies alles wofür? Das dem Konsum 24/7 gefröhnt werden kann. Opportunismus auf Kosten anderer ist Schwach.

  • Daniel Münger says:

    Das ich das noch erlebe. Das ist einer der seltenen Fälle, bei dem ich Herrn Rechsteiner vollumfänglich zustimme. Auch Ökologisch macht es überhaupt keinen Sinn, die Öffnungszeiten von Betrieben, die Nachts nicht zum Überleben notwendigerweise offen haben müssen, wegen ein paar unbedarften EgozentrikerInnen liberalisieren.

    • max brüllhardt says:

      eben leider eine dieser dummen Folgen der Globalisierung gegen die es sich lohnt aufzubegehren. Auch z.B. deswegen weil dieselben die für eine Liberalisierung sind dann auch wieder die Folgen beklagen wenn die Jugend überall und immer Zugang zu Alkohol hat.

      • Daniel Münger says:

        Mir scheint ob dieser Diskussion eh, man wolle nur zu jeder Zeit an den günstigeren Alkohol kommen. Die Tanke ist nicht gerade billig. Und um früher einzukaufen scheint die Party-Jugend zu bequem.

    • Ferdinand Häusler says:

      Aber dann bitte schön konsequent: Trams nur noch bis 20 h fahren lassen, im Spital zw. 8 und 6 h nur die wirklich dringenden Notfälle annehmen, Nacht-S-Bahn ganz streichen, Kino um 21 h Schluss, Polizeistunde um 22 h und vergiss den Kebap gegen das kleine Hüngerlein kurz vor Mitternacht…habe im sozialen Kanada gewohnt und ging häufig zw. 21 und 23 h in den Supermarkt zum Einkaufen. Dort haben Rentner und Studenten gearbeitet, die froh waren, dass sie etwas verdienen konnten.

      • Mark Keller says:

        Es ist natürlich das ultimativ Erstrebenswerte, dass Rentner und Studenten in der Nacht etwas verdienen können. Natürlich machen die dies zum reinen Vergnügen. Hätten sie genug zum Leben, würden diese kaum froh sein des Nachts zu arbeiten. Da läuft was schief!

  • Chris Thomas says:

    Eben gerade weil die linken Sozialträumereien/Fantasieversprechen, sämtliche europäischen Staaten an den Rand des Bankrotts brachten, wären zu einem grossen Teil Mütter Ehegatten Alleinerziehende froh, sie könnten ausserhalb der genormten Kollektiv-Arbeitszeiten ein paar Batzen (dazu)verdienen. Selbst im hochgelobten sozialen Schweden, wo jeder der seine Kinder nicht nach DDR-Muster mit 18 Monaten dem Staat zur Gesinnungs-Indoktrination abzugeben hat, wenn er nicht zum geächteten Eigenbrödler abgestempelt werden will, müssen beide Elternteile zu 100% arbeiten um 60%Steuern bezahlen zu können

    • Roger Günthart says:

      So viel ich weiss, hat Schweden eine Regierung bestehend aus vier bürgerlichen Parteien und das Land steht seit Jahren in den Top Ten der wettbewerbsfähigsten Länder der Welt. Im Unterschied zu vielen Staaten erhalten die Schweden auch etwas für ihre 60% Steuern, welche sie bezahlen müssen. Und was haben linke Sozialträumereien mit der Initiative “Kunde ist König” zu tun? Es lohnt sich doch den Blick aufs Ausland zu richten, wo Menschen im Billiglohn-Dienstleistungssektor auf keinen grünen Zweig kommen und ihr ganzes soziale Umfeld wegbricht oder schon wegebrochen ist.

      • Chris Thomas says:

        Lieber Roger, in Schweden müssen Mütter eines 18 Monate alten Kindes arbeiten gehen……sonst reicht es nicht.
        In der DDR mussten Mütter arbeiten gehen …sonst reichte es nicht, (und der Staat hatte nicht die totale Kontrolle) In Hochsteuerländern wird immer behauptet, es geht allen gut;und der Mittelstand hat Ende Monat gleich viel über wie die Ex DDR/UdSSR- ler. Eventuell handelt es sich bei den glücklichen Nordländern um kleine Rädchen, die, einmal im Apparat, nie mehr raus kommen. In Griechenland sind ja die Faulen, die, die keine Steuern zahlen, nicht die die mit 55 in Rente gehen

        • Roger Günthart says:

          Lieber Chris, in der Schweiz arbeiten auch immer mehr Mütter. Wenn es den Schweden so schlecht geht und sie so vom Staat bevormundet werden, müsste es ja eine riesige Abwanderungswelle geben, dem ist aber nicht so. Ich behaupte nicht, dass das skandinavische Hochsteuermodell nur Vorteile mich sich bringt, aber es ist doch interessant festzustellen, dass diese Politik, welche nach unseren Niedersteuerverfechtern total zum Scheitern verurteilt ist, gerade in Länden umgesetzt wird, welche zugleich zu den wettbewerbsfähigsten der ganzen Welt gehören und die UdSSR und DDR waren das überhaupt nicht

          • Chris Thomas says:

            Lieber Roger, die erste Krippen -Generation ist nun erwachsen. Neben festgestellten sozialen Defiziten hat sich diese Generation den Rundum-Versorger-Staat einverleibt.Leute die Ihre Kinder selber erziehen wollen werden ausgegrenzt. Der Staat benötigt dringen all die Steuern,ansonsten ist die Maschinerie nicht am Laufen zu halten. Es sind so eine Art-DDR Menschen- nur noch mit ein wenig mehr Initiative. Allerdings ist das System bereits dran,an der Realität zu scheitern, resp. es ist nicht umzusetzen, darum hören sich schwedische Politiker-Parolen bereit an wie die der DDR-Genossen

          • Roger Günthart says:

            Lieber Chris, parolendreschende Politiker gibt es überall und aus jeder politischen Ecke. Ein Beispiel zum Thema fehlende Initiative und Eigenantrieb: Schwedische Musik- und Filmproduktionen werden weltweit verkauft, schwedische Literatur gerade im deutschsprachigen Raum millionenfach gelesen, das kann von der Schweiz nicht gerade behauptet werden. Ein bisschen weniger ideologisches Scheuklappendenken würde vielen Politikern und auch anderen Menschen gut tun!

          • Domenico says:

            Was Chris sagen wollte: In Schweden kriegen die Eltern zwar 18 Mte Eternurlaub, was vermeintlich sozial ist. Nach Ablauf der 18 Mte müssen aber beide Elternteile zu 100% arbeiten, damit die Familie überleben kann. Folge davon ist, dass bereits Kleinkinder von staatlich ausgebildeten Kleinkindererzieherinnen im Sinne des schweischen Systems erzogen werden.
            Beste Grüsse, Domenico (welcher lange in Schweden gewohnt hat)

    • Das ich nicht lache. Alle europäischen Staaten sind von rechten Regierungen an den Rand des Bankrotts gebracht worden, deshalb kommt jetzt zB in Frankreich ja die Wende. Bezeichnenderweise haben die skandinavischen Staaten am wenigsten Probleme, trotz Hochsteuerstatus, ganz einfach weil sie die am höchsten entwickelten zivilen Gesellschaften sind und die Abzocker im Griff haben. Berlusconi, Sarkozy, Merkel, Cameron waren bisher wohl linke Sozialträumer oder? 20 Jahre ultraliberale Herrschaft lässt grüssen.

      • Chris Thomas says:

        Ach Albert…mit Ihrem Blick -Wissen noch so austeilen?!
        Sarkozy..sicher nicht mein Freund…wagte, das Rentenalter auf 62 zu erhöhen, nun ist er abgewählt und das Hollande-Versprechen ist bereits umgesetzt, Rente wieder mit 60….mit welchen Alter gehen Sie, Albert in Pension?
        In Italien bringen sich täglich Mittelständler um, selbst Monti versucht nun nun zu korrigieren,14.Monatslohn Rente mit 60 unkündbare Stellen..lieber Albert haben Sie das auch…alles Berlusconi- gell- Agenda 2010..auch schon gehört Albert? Selbst ein Abzockersozi wie Schröder muss abdanken wenn er Sozifantasien stoppt

    • Gerade deswegen lohnt es sich nicht – wegen “ein paar Batzen” Gesundheit und Familienleben zu ruinieren.

      • Regula Keller says:

        Gerade als Alleinerziehende ist es manchmal schwierig zu sagen, dass man einen Job wegen den Arbeitszeiten nicht annehmen will. Der Zwang dann auch noch an diesen Tagen durch die offenen Netze zu fallen ist sehr gross. Ein alleinerziehender Elternteil hat dann keine Hilfe mehr, die Strukturen der Kinder hochzuhalten. Sie können gezwungen werden, dann zu arbeiten, wenn die Kids sie am meisten brauchen. Wollen Sie das wirklich?

        • Carlo Müller says:

          Rechsteiner ist einer diese ewiggestrigen Gewerkschafter, die nicht wahrhaben wollen, dass sich die Bedürfnisse der Menschen verändern. Die heutigen Ladenschlussregelungen stammen grösstenteils aus einer Zeit wo der Vater arbeiten ging und die Mutter sich um den Haushalt kümmerte und entsprechend die Einkäufe irgendwann am Tag erledigen konnte. Bekanntlich hat sich dies in den letzten Jahrzehnten stark geändert.
          Es ist auch nicht einzusehen, weshalb dem Verkaufspersonal nicht zumutbar sein soll, was in vielen anderen Branchen zur Tagesordnung gehört: Gastronomie, ÖV, Theater, Kinos, IT, etc.

          • Mark Keller says:

            Carlo Müller, wieso haben Sie das Bedürfnis um 22 oder 23 Uhr einzukaufen? Wissen Sie wie “schön” es ist, wenn der Partner oder die Partnerin nie zur gleichen Zeit frei hat? Bevor mein Partner wieder begann im Gastgewerbe zu arbeiten haben wir gerne und sehr oft gemeinsame Bergwanderungen unternommen. Dies ist nun kaum mehr möglich. Es gibt Berufe in welchen Nacht- und Sonntagsarbeit erforderlich sind. Es gibt aber auch Berufe wo dies nicht erforderlich ist. Im Detailhandel ist es klar nicht erforderlich.

    • Rudolf Mühlemann says:

      Der Hinweis auf Schweden ist korrekt. Man muss es leider sagen: Diese sozialistisch geprägte Erbemonarchie ist auch nicht das Gelbe vom Ei, bestenfalls auf dem Papier. Das Land ist schön, das System fragwürdig. Ich kenne einige Personen, die dort mehrere Jahre als Ärzte gelebt und gearbeitet haben. Es wäre übertrieben, im Fall von Schweden von einer Horror-Vision zu sprechen, aber auch das Gesundheitssystem ist staatlich, stark reglementiert und deshalb in seiner Effizienz subotpimal. Die Ärzte sind relativ schlecht bezahlt und arbeiten in den Ferien in Norwegen, um ihr Gehalt aufzubessern. .

  • läuffer says:

    es wäre doch viel besser, die ladenöffnungszeiten den kundenbedürfnissen anzupassen. . in der heutigen zeit braucht es flexibilität und nicht sture ansichten. was ich beim kommentar vermisse ist: die leute wollen immer mehr geld, mehr ferien,mehr
    luxus. und dafür wird ja auch z.t. sonntags gearbeitet. lassen sie doch die leute arbeiten wann sie wollen, betr. familienleben
    ist das volk genug gebildet, um selbst zu bestimmen. zudem ist ja auch geregelt, dass sonntags- und überzeit anders bezahlt
    wird! einfach ein bisschen über das pult schauen und vergleichen, wie es andere besser machen.

    • Christian W says:

      Warum nur die Ladenöffnungszeiten? Sämtliche anderen Dienstleistungen sollten auch angepasst werden: Bankberatungen am Wochenende und nachts, bitte, sonst muss ich extra frei nehmen dafür. Sämtliche Hotlines, sei das IT oder irgendetwas anderes, bei jeder Firma, ebenfalls bitte 24 h jeden Tag besetzt. Auch den Handwerker hätte ich gerne am Sonntag, natürlich ohne Zusatzkosten, denn ich habe unter der Woche keine Zeit. Wieviele Befürworter flexibler Ladenöffnungszeiten wohl davon betroffen wären? Selbstverständlich erwarte ich von diesen, dass sie mit Freuden mitmachen.

      • wiesendanger peter says:

        …und nicht zu vergessen, es sollten auch die ganzen ämter rund um die uhr offen haben. gleiches recht für alle oder etwa nicht?

    • Maja says:

      Warum gehen Sie denn nicht mit gutem Beispiel voran, sind flexibel und kaufen zwischen 7 und 20 Uhr ein? Reichen Ihnen die 13 Stunden Öffnungszeit nicht? Flexibilität ja, aber verbiegen sollen sich nur die anderen, das ist ziemlich egoistisch.

    • Nur: Haben sich einmal die konstanten Tag- und Nachtöffnungszeiten für Läden etabliert, ist es auch mit den Sonderzulagen für Nachtschicht und Sonntagsarbeit vorbei. Und dies, weil es sich ganz einfach kein einziger Ladenbesitzer mehr leisten könnte, beim Wettlauf um Kundenfang nicht mitzumachen.

    • Werner Meier says:

      Hr. (Frau?) Läuffer: Ich glaube, auch bei einem 24/7-Betrieb hätten Sie zuwenig Zeit und würden sich beklagen. Ich denke, wer sich heute nicht bereits organisieren kann, wird auch bei einem Rundumbetrieb Probleme haben. Brauchen Sie nicht auch ab und an mal Ruhe, keinen Einkaufsverkehr, keinen Rummel?

  • Thomas Meier says:

    Was für ein Unsinn – entweder ist die SP dafür, dass auch sämtliche Restaurants am Wochenende geschlossen werden oder die ganze Argumentation macht keinen Sinn. Warum ist es okay, wenn ich am Sonntag Hunger habe und in ein Restaurant gehe, aber nicht, wenn ich im Laden was kaufen und daheim kochen will? Warum ist der Kellner weniger Wert als der Verkäufer? In der Stadt arbeite auch unter der Woche viele Leute bis 7 oder 8 Uhr, dann wird es schon schwierig noch einkaufen zu können. Ausserdem ist es naiv. Früher oder später werden Kassierer ohnehin verschwindet weil es neue Technologien gibt.

  • Rolf Menzi says:

    Das ist doch Quatsch. Die allermeisten Läden werden nicht auf 24h-Betrieb umstellen. Die paar neuen Jobs zu Randzeiten werden wegen der Lohnzuschläge sehr begehrt sein.

    • Beat Tobler says:

      Vielleicht, hoffentlich, wahrscheinlich haben Sie recht. Aber so ganz sicher ist eben niemand, ob wir da mit der entfesselten Regellosigkeit nicht ganz andere Probleme schaffen (wie das genau geht, sieht man am Beispiel der PFZ, die man uns genau mit diesem Scheinargument untergejubelt hatte). Es sind auch mit der aktuellen Regelung Oeffnungszeiten bis 23 Uhr möglich. Das sollte doch – meine ich wenigstens – auch für sehr vergessliche Kunden reichen …

    • Ruedi says:

      Die Lohnzuschläge in Ehren, aber dass die dann auch höhere Preise bedeutet für alle (denn man wird wohl kaum wie beim ZVV nur zu bestimmten Zeiten einen Zuschlag einführen) ignoriert man geflissentlich. Das Budget wird nicht grösser weil die Läden länger geöffnet sind, der Kuchen wird nur anders verteilt und derselbe Umsatz auf mehr Stunden verteilt weil sich ein paar Egoisten nicht organisieren können.

    • Mario Monaro says:

      Ja, Ja, Nein.

    • sepp z. says:

      Rolf Menzi, was als ‘Normalarbeitszeit’ deklariert wird, hat keinen Anspruch auf Lohnzuschläge. Lohnzuschläge mussten im letzten Jarhhundert von den Arbeitnehmern erkämpft werden, nun sollen sie von der FDP und den Arbeitgebern wieder gebodigt werden.

  • Armselig – oder nicht armselig. Was wir brauchen sind längere Öffnungszeiten. Heute warte ich an der Kasse bis 10 Minuten – weil propevoll der Tankstellenladen. Nach “Feierabend” versteht sich. Herr Rechsteiner Freiheit ist auch etwas mehr Liberalismus (= tolerantere Haltung). Doch egal wann mein Nachbar einkaufen geht – oder doch nicht…… . Leben und leben lassen – vorausgesetzt normales Verhalten. Was immer auch “normal” heissen mag….. .

  • Christine Dobler Gross says:

    Vielen Dank für diesen Bericht. Die Menschen sind nicht nur keine Kunden, die ständig shoppen wollen. Sie sind auch keine stumpfe Wesen, welche rund um die Uhr mit dem dazugehörenden Rummel und Lärm belästigt werden wollen. Es sind immer dieselben Kreise, die ständig Regeln abschaffen wollen, welche das Zusammenleben erleichtern und nicht dem Stärkeren alle Macht überlassen. Alles als beengende Vorschriften verpönend, würden sie auch bedenkenlos jegliche Ruhezeiten abschaffen (auch die GLP!), das nennt sich dann liberal. Unnötig zu wiederholen, dass Freiräume durch klare Grenzen entstehen.

  • Rudolf Mühlemann says:

    Paul Rechsteiner hat nur vordergründig recht. Er vergisst, dass sich die Lebenssituation aller gewaltig verändert hat. Auch die sogenannt “Kleinen Leute” erwarten heute, dass sie zu jeder Tages- und Nachtzeit in die Ferien fliegen, die Bahn oder den Bus besteigen, in einem Restaurant essen und die Dienste eines Arztes und/oder einer Krankenschwester in Anspruch nehmen können, und das zu Schnäppchenpreisen. Dies alles wird als Selbstverständlichkeit empfunden. Man vergisst auch, dass andere Weltregionen deshalb sozial aufsteigen, weil sie nicht in ein enges Regelnkorsett eingezwängt sind.

    • Stadelman Reto says:

      Sie sprechen primär vom Konsum. Konsum ist nichts nachhaltiges. Daher gebe ich Ihnen nicht recht. Früher hat diese Regel das Konsum uns vorwärtsbringt gestimmt. Heute aber ist dies nicht mehr der Fall, weil Wachstum kaum noch möglich ist. Der Planet ist an seine Grenzen gekommen. Daher bekommt das neoliberale Weltbild risse. Risse die nur geflickt werden können, wenn wir nicht die gleichen Fehler immer und immer wieder begehen. Und es wäre demnach ein grosse Fehler die Ladenöffnungszeiten zu liberalisieren… Rechsteiner hat recht. Und das sage ich als eher rechter Gesinnungsgenosse…

      • Rudolf Mühlemann says:

        Reto Stadelmann: Natürlich haben Sie (teilweise) recht, wenn Sie von Kosnum sprechen. Dieser ist nicht das (alleinige) Mass aller Dinge. Ich spreche aber nicht primär von Konsum, sondern von den gesellschaftlich/wirtschaftlichen Kräften. Sie können die soziale Wohlfahrt auch nicht fein säuberlich vom Konsum trennen. Es geht dabei nicht allein um den Verbrauch natürlicher Ressourcen, sondern um um die Geldschöpfung schlechthin, ohne die keine Gehälter und keine Steuern bezahlt werden können. Man ist gut beraten, wenn man jede Ideologie über Bord wirft und sich an den Realitäten orientiert.

        • Daniel Münger says:

          Dann orientieren Sie sich doch, Herr Mühlemann, an den Realitäten. Eine 2000Watt-Gesellschaft verträgt KEINE noch liberaleren Öffnungszeiten. Ihr ökologischer Fussabdruck wird unsinnig grösser, nur weil Sie es nicht auf die Reihe kriegen, während den 16 ! Stunden, die Läden bereits heute offen haben, Ihre seltsam anmutenden Gelüste zu befriedigen. Es geht doch im Endeffekt nur darum, jederzeit billigen Alkohol einkaufen zu können. Oder wollen Sie mit weismachen, Sie kaufen ein Auto, TV oder Sofa des Nachts? Nöd? Aber der dumme Verkäufer soll warten, weil man ja nie wissen kann…

          • Rudolf Mühlemann says:

            Lieber Sepp Z., auch ich bin ein “Kleiner”. Machen wir uns doch nichts vor, es existieren Interessen, Interessengruppen und es gibt Interessenkollisionen. Im Extremfall gibt es aus diesem letztgenannten Grund auch Krieg. Es wäre naiv zu glauben, dass diejenigen, die Politik im Interesse der “Kleinen” zu machen vorgeben, dies auch tatsächlich tun. Es geht immer um den gesunden Menschenverstand und angewandten Pragmatismus. Dogmen und Ideologien sind nicht zielführend. Es geht auch nicht darum, dass jemand auf jemanden hereinfallen muss. Es geht schlicht um Verantwortung.

          • Rudolf Mühlemann says:

            Lieber Daniel Münger, ich nie davon aus, dass andere dümmer sind als ich selbst, auch ein Verkäufer nicht. Das wäre sehr dumm. Ökologischer Fussabruck: Auch so ein wohlfeiles Dogma, oft missbräuchlich zitiert, im Kern polemisch. Natürlich ist jeder vernünftige Mensch ein “Grüner”, aber kein grüner Ideologe. Die Lösung der Umweltprobleme liegt in der Anwendung der richtigen Technologien unter Berücksichtigung wirtschaftlicher, sozialer und gesellschaftlicher Aspekte. Mit Ideologien jeglicher Couleur kommt man nicht weit. Nachts kaufe ich übrigens weder ein Auto, noch einen TV, noch ein Sofa.

    • Werner Meier says:

      Herr Mühlemann: Ich zähle mich zu den “kleinen Leuten” und erwarte genau dies nicht, sondern mal einen Ruhetag für Hobbies und Soziales ohne Umhergestresse und Konsumismus.

      • Rudolf Mühlemann says:

        Herr Meier, wer hindert Sie daran, das zu tun oder zu lassen, was Sie wollen? Auch wenn die Läden offen sind, hindert Sie niemand daran, an den See oder in den Wald zu gehen und dort die Ruhe die Sie brauchen, auch zu finden.

    • sepp z. says:

      rudolf mühlemann, die ‘grossen leute’ haben in der vergangenheit etwas gar zu oft politik für ihresgleichen gemacht und dabei vorgegeben, für die ‘kleinen leute’ zu handeln. darauf fällt nun keiner mehr rein…
      gruss von einem ‘kleinen’

  • Corinne Strigl says:

    Mit Rechtspolitik haben diese Aussagen wenig zu tun, sondern mit einem Engagement für die Mitarbeitenden und Menschen, die meistens am kürzeren Hebel sind. Aufgrund meiner mehrjähriger Erfahrung im Personalwesen/-leitung bezüglich Schichtarbeit bei Toblerone und Nestlé konnte ich beobachten, welche Auswirkungen diese auf unsere Mitarbeitenden (35 Nationalitäten) hatte. Einen gesunden Menschenverstand brauchen wir um sinnvolle und notwendige Nacht- und Sonntagsarbeitszeit zuzulassen.

  • Karl Renner says:

    Endlich kann ich als Rechter einem Linken einmal voll zustimmen.

    • Daniel Münger says:

      Das dachte ich auch. Ein richtiges Hochgefühl und man wünschte sich insgeheim, dies wäre öfters möglich. Aber eigentlich logisch. Herr Rechsteiner mag Grundsätzlich ein anderes Motiv haben, meines ist die konservative Erhaltung bewährter Systeme: Never change a wining team!

  • Martin Frey says:

    Regeln schaffen zwar Freiheit, Liberalisierungen des Arbeitsmarktes aber Jobs, Hr Rechsteiner. Diese ökonomische Binsenwahrheit sollten Sie vielleicht auch noch erwähnen, wenn Sie an dieser Stelle Abstimmungskampf machen. Denn wenn ein Geschäft aus eigenem Antrieb entscheidet bis 22 Uhr offen zu haben, müssen im Schichtbetrieb neue Leute angestellt werden. Um sich überzeugen zu lassen, dass verkrustete protektionistische Arbeitsmarktstrukturen à la UNIA der grösste Jobkiller und Wachstumsfeind sind, muss man nur seinen Blick über die Alpen Richtung Länder des EU-Olivengürtels schweifen lassen.

    • Mehmet Rüstü Topcu says:

      Regeln schaffen nicht Freiheit,Liberalisierungen nicht Stellen,sondern gibt es Regeln die Freiheit schaffen,sowie es Liberalisierungen gibt,die Jobs schaffen.Und nicht jede Liberalisierung ist Liberal.Das ist die ökonomische Binsenweisheit. Jeder,der ein wenig von Wirtschaft versteht,kann einsehen,dass die Initiative nur den Grossketten Möglichkeiten gibt die Arbeitskosten zu reduzieren.Kombiniert mit den steigenden Mieten,kann es zu einer Austreibung der klein und mitleren Geschäften führen.So etwas lässt eine Stadt wirklich armselig aussehen.So eine Stadt ist auch nicht “liberal”.

      • Martin Frey says:

        Kann Ihrer Argumentation und Logik insbesondere zur Oekonomie nicht ganz folgen, Hr. Rüstü. Und was die Vorlage mit Kostenreduktion der Grossketten zu tun haben soll bleibt wohl ewig Ihr Geheimnis. Denn für ein Geschäft muss es sich rechnen, andere und längere Oeffnungszeiten anzubieten. Reduktion der Arbeitskosten ist das Gegenteil davon. Aber lesen Sie vielleicht einfach nochmals meinen Eintrag, oder setzen Sie sich wie gesagt mit den Problemen der Arbeitsmärkte in Ländern wie Italien, Frankreich oder Griechenland auseinander, sowie mit deren Strukturen.

    • sepp z. says:

      Martin Frey, was nützen Jobs, wenn sie zuwenig Lohn zum Leben geben. Nicht zufällig sollen hier Niedriglohnjobs liberalisiert werden, welche schon heute nur knapp zum Leben reichen.
      Liberaliiserung = Abschaffung von Regeln zum Arbeitnehmerschutz, zum Vorteil der grossen Arbeitgeberketten.

      • Martin Frey says:

        Entschuldigung, Sepp Z. aber was hat eine Liberalisierung von Oeffnungszeiten mit Abschaffung von Regeln zum Arbeitnehmerschutz zu tun? Sie müssen nicht gebetsmühlenartig nachplappern was von UNIA-Seite vorgekaut wird. Steht irgendwo etwas geschrieben dass für diese Leute das Arbeitsgesetz nicht gelten soll? Und weshalb sollen diese Löhne nicht zum Leben reichen? Natürlich sprechen wir hier nicht vom Hochlohnsegment, aber die breite Masse bewegt sich nun mal nicht im Hochlohnsegment. Wie übrigens auch Airline-, Bahn-, Pflegeangestellte etc. Weshalb sollen für den Verkauf andere Regeln gelten?

  • Bettina Ramseier says:

    In der Schweiz soll jeder wählen, wann er arbeiten will.Gewerkschaften sind aus dem vorletzten Jahrhundert, und heute sind sie fossile Überbleibsel und Parasiten der arbeitenden Bevölkerung. Rechsteiner behauptet, dass Unternehmer grundsätzlich ausbeuterisch und menschenfeindlich handeln; damit ertrügt er sich eine Daseinsberechtigung für seine Nötigungsorganisation. Gewerkschaften schrecken nicht davor zurück. Lehrlinge als Mitglieder gegen deren Willen zwangszuverpflichten und sogar Tote als aktive Mitglieder zu führen, wie an einer kürzlichen Gerichtsverhandlung offenbar wurde. Widerlich!

  • Cumix says:

    Andererseits ist es doch auch so, dass es weis Gott keine grosse Hirnleistung abverlangt vom Konsumenten, wenn wir sagen, es muss möglich seinen Vorrat für sagen wir mal max 15 Stunden im Voraus zu planen und einzukaufen. Weiter gibt es heutzutage die Online Webshops wo es bereits jetzt möglich ist 24/365 Tage zu bestellen. Mit dem liberalen “Kunde ist König” Gesetz wird versucht ein Mark zu lancieren, welcher als solcher vermutlich gar nicht wirklich flächendeckend existiert. Wenn die Initiative bachab geschickt wird, wird mit 99% Sicherheit niemand verhungern müssen!

  • will williamson says:

    “Gäbe es keine Arbeitsgesetze, sähe es für die grosse Mehrheit der Bevölkerung übel aus.”
    Mit Sicherheit sähe es für viele ganz übel aus. Viele, die nach Freiheit schreien, meinen damit nur ihre eigene. Sie übersehen, dass diese dort aufhört, wo die Freiheit der Andern beginnt. Ohne Regeln nützen die Stärkeren diese Freiheit radikal aus. Deshalb braucht es Regeln, um die Schwächeren vor den Bulldozern zu schützen.

  • Hermine Kleefeld says:

    Gäbe es keine Gewerkschaften, sähe es für die grosse Mehrheit der Bevölkerung übel aus! Rechsteiner vertritt einen agressiven Ansatz des vulgären Brachialsozialismus. Seine Nötigungsorganisation verliert an Bedeutung und an Mitgliedern; doch Rechsteiner zieht seine Daseinsberechtigung aus überholten Vorgaben des vorletzten Jahrhunderts, die ganze Völker und Generationen in Elend und Tod trieben. Hauptsache, die Bürger werden entmündigt und machen endlich das, was der Grosse Bruder vorschreibt! Nach der Tantenverordnung kommt dann die Einführung von Blockwarten. Widerlich!

    • will williamson says:

      Manche Gerichte gewinnen mit Sauce, Quatsch aber nicht.

      • Eleonore says:

        @Williamson: Wenn Sie die Entbehrung und das entsetzliche jahrzehntelange Leiden der unterdrückten und entrechteten Völker in der DDR, in Tschechien, Rumänien, Bulgarien etc. während der Herrschaft der kommunistischen Partei als “Quatsch” bezeichnen, so sagen Sie viel über sich und Ihre Haltung zu Demokratie, Menschenrechte und persönliche Freiheit aus! Holocaust-Leugner können heute gerichtlich belangt werden, Leute wie Sie leider noch nicht. Für Diktatur und Terror-Regimes gibt es keine Entschuldigung, Herr Williamson oder wie immer Sie wirklich heissen.

        • will williamson says:

          Liebe Eleonore, oder wie Sie wirklich heissen, wir diskutieren hier über den Blog von Paul Rechsteiner und nicht über die ehemaligen Ostblockstaaten. Und bis zum Beweis des Gegenteils hat Paul Rechsteiner noch keine Völker in den Tod getrieben. Zum Glück haben wir noch Gewerkschaften. Sonst hätten wir wohl heute schon wieder Zustände wie im 19. Jahrhundert in England und anderswo. Kinderarbeiten in 3 Schichten. Es sind beileibe nicht die Gewerkschaften, die die Leute ausbeuten und verknechten! Wer kämpft denn heute gegen Lohndumping?

    • Beat Tobler says:

      Ich hätte das gerne etwas differenzierter ausformuliert und die historischen Bezüge überprüft, aber so auf die Schnelle: klarer als williamson kann ich das auch nicht sagen …

  • Thomas Hartl says:

    Jedem Konsument steht heute ein gewaltiges Angebot an Online-Shops zur Verfügung, in denen er rund um die Uhr einkaufen kann. Wenn ich einen traditionellen Einkauf im Laden wählt, dann stehen nicht Öffnungszeiten, sondern Bedienung und Beratung im Vordergrund. Und genau das leidet unter immer längere Öffnungszeiten, weil die Personalkosten ja nicht beliebig erhöht werden können. Mir sind motivierte und ausgeruhte Verkäufer zu den aktuellen Öffnungszeiten lieber, als ein rund-um-die-Uhr Einkauf in einer Servicewüste.

  • Daniel Münger says:

    Wenn den Nachts einkaufen, dann sollen auch die Preise entsprechend Nachts rauf. Interessanterweise kommen immer wieder die seltsamen Vergleiche Verkauf versus Freizeit- und Notfallinstitutionen. Jederzeit Einzukaufen ist keine dringende Notwendigkeit. Es sieht für mich allerdings so aus, als wolle die Spassgesellschaft, auf Kosten der VerkäuferInnen, auch nachts jederzeit günstigeren Nachschub von gleich um die Ecke. Ist eben schon ein wenig teurer, die Tanke. Bleibt mir noch anzumerken: Eine 2000-Watt-Gesellschaft kann sich keine unnötigen Öffnungszeiten in der Nacht leisten. Entweder/Oder.

  • Karin Gut says:

    Da hat Paul Rechtsteiner jetzt einmal recht. Es sind schon mehr als genug Tagesabläufe unserer Bevölkerung durch ausserordentliche Arbeitszeiten durcheinander gewirbelt.

    In den USA ist die 24-Stunden-7-Tage Gesellschaft viel weiter voran geschritten. Was dort abgeht ist echt abschreckend. Z.B rotieren kleine Kinder zwischen Eltern, Hort und Oma hin und her, je nachdem wer gerade Schicht hat oder nicht.

  • Raúl says:

    Hr. Rechsteiner lässt selbstverständlich unerwähnt, dass auch der Arbeitsmarkt ein Markt ist. Jeder Arbeitnehmer hat es in der Hand durch seinen eigenen Lebenslauf zu überzeugen und Leistung zu bringen, wo Leistung gefordert wird. Wer Qualität abliefert ist eine gesuchte Arbeitskraft und kann auch Bedingungen diktieren und Forderungen stellen. Wer etwas anderes erzählt tut dies wider besseren Wissens.

    • Mario Monaro says:

      Theoretisch richtig, aber in der Praxis müssen Sie nicht sooo viel Qualität abliefern um einen Tankstellen-Shop in der Nacht am Laufen zu halten. Die Versuchung ist gross, hier einfach das “billigste Angebot” anzunehmen, also den Arbeitnehmer der es für den geringsten erlaubten Betrag noch macht. Und ausserdem: in der Gesellschaft gibt es Menschen, die nicht so kompetitiv konstruiert sind. Sie sollen aber trotzdem fair behandelt werden, auch wenn sie nicht den “besten Deal” herausholen konnten.

  • chris says:

    Es braucht einfach ein sinnvolles Arbeitsgesetz, dann lässt sich das schon umsetzen. Wer zum Beispiel länger offen haben will, müsste eine Bewilligung beantragen und sagen wir 33% zusätzliche Arbeitnehmer anstellen. Oder ausschliesslich Studenten für die Samstag-/Sonntagarbveit. Dann müsste drin stehen, dass die Leute nach 5 Tagen Arbeit Anrecht auf 2 Tage frei haben, dass diese zwei Tage frei mindestens 2x im Monat auf den Samstag/Sonntag fallen müssen, etc.
    Wenn man sich mal ein bisschen Mühe gibt bei der Gesetzgebung, klappt das schon.

    • will williamson says:

      Was Sie da fordern, würde im Arbeitsgesetz schon drin stehen, wenn das Paul Rechsteiner bestimmen könnte. Aber wir haben ein mehrheitlich bürgerliches Parlament, das solches eben verhindert. Beispiel: Nur wer unregelmässig sonntags arbeitet, hat einen Zuschlag zu gut. Wer regelmässig sonntags arbeitet, guckt in die Röhre.

  • David Müller says:

    Die Gewerkschaften würden zugunsten der Arbeitnehmer gut daran tun, sich endlich mit dem hier und heute auseinanderzusetzen, anstatt ein Gesellschaftsbild zu pflegen, das längst überholt ist. Herr Rechsteiner, weshalb streuben Sie sich dagegen? Wir sprechen hier über Liberalisierungsschritte, die zweifellos Arbeitsplätze schaffen, ohne die geltenden Schutzbestimmungen zu verletzen, ohne Lohneinbussen zu bescheren oder Freitage zu stehlen. Liebe Arbeitnehmer, macht die Augen auf: Diejenigen, die Eure Jobs zu verteidigen vorgeben, tun alles dafür, dass diese in Zukunft in Gefahr sind.

  • Gregor says:

    Nur durch unseren Wasch(d)umszwang zum Erwirtschaften von Zinsen und Zinseszinsen wird jegliche “Vernunft” wegrationalisiert. Es macht keinen Sinn immer mehr Überfluss zu produzieren. Der WERT der Gesundheit, der Muss und des Glücks ist nicht im volkswirtschaftlichen Preis eingerechnet. So entsteht ein Misverhältnis sondergleichen, welches aber durch politisch – ökonomisierte Lobbyarbeit dem “Bürger” einkonditioniert werden muss.

    Letzlich geht es ums Bedarfsgerechte Leben, welche durch unser Produktivität längst schon erreicht ist.

    Einkommens- & Vermögensverteilung ist zu extrem geworden!

  • Philipp Rittermann says:

    …weltfremd…weltfremder….rechsteiner.

  • Franz Petermann says:

    Die Promoter des “Kundenbedürfnisses” spielen keine ehrliche Rolle. Die Vergleiche mit Spitälern, Restaurants und Transportbetrieben hinken. Deren Leistungen können nicht zeitverschoben bezogen werden. Einkäufe kann ich aber planen und in meine freie Zeit verschieben, zum Beispiel auf einen Samstag. Wer am Samstag arbeiten muss hat dafür an einem andern Wochentag frei.

    • Carlo Müller says:

      Ja, Herr Petermann und am Samstag darf man dann im Stau stehen, sich um Parkplätze prügeln und ewig an der Kasse anstehen, weil der grösste Teil der Bevölkerung grössere Einkaufe wegen restritiktiver Ladenöffnungszeiten nur am Samstag erledigen kann. Völlig hirnverbrannt…

      • Martin Frey says:

        Nein Hr Müller, das Argument mit dem Parkpklatz gilt nicht. Denn Hr. Rechsteiner und Seelenverwandte wissen zu verhindern, dass Sie überhaupt mit dem Auto einkaufen gehen. Sie haben gefälligst den Staubsauger, die 4 Einkaufstaschen mit dem gesamten zu postulierenden Bedarf für die nächsten sieben Tage (Frischprodukte brauchen Sie gewerkschaftskonform nicht, die Vorabendfernsehserie des Verkaufspersonals geht vor) sowie Ihren Regenschirm durch stehende Menschenmassen in S-Bahn, Tram und Bus zu balancieren. Und sonst müssen Sie halt SP wählen, damit wir alle eine 35h-Woche haben. Logisch, nicht?

  • Kay Fachinger says:

    An alle kurzsichtigen “Freiheihtsfanatiker”: Hat einer von Ihnen mehr Geld auszugeben, nur weil Sie dann auch nachts einkaufen könnten? Steigen die Einnahmen? Nein. Nur die grossen Ketten könnten sich die höheren Personalkosten leisten – und das auch nur indem sie durch ihre stärkere Stellung den Angestellten gegenüber, dementsprechend die Löhne senken würden. Gleichzeitig entstände ein enormer Verdrängungsprozess kleiner Betriebe, die sich diese Öffnungszeiten nicht leisten können. “Ohne Schutz(…) wird die Freiheit zu einer Tyrannei der Starken über die Schwachen führen” (Kant)

    • David Müller says:

      Woher wissen Sie denn das alles so genau? Haben Sie im Aargau oder in Liechtenstein nachgefragt? Wie viele drangsalierte Angestellte haben Sie dort gefunden? Und wie viele von Ihnen arbeiten in der Nacht? Sind dann nicht die allermeisten meisten Geschäfte geschlossen, obwohl sie offen haben könnten? Warum glauben Sie, ist das so? Horrorszenarien sind definitiv fehl am Platz. SIe bewahrheiten sich nicht. Aber die Chancen, zukunftsgerichtete Jobs zu schaffen, die besteht. Und noch zur Freiheit: Wann haben Sie sich das letzte Mal die Freiheit genommen, in einem Tankstellenshop einzukaufen?

    • Ruedi says:

      Genau, Kay, dem ist nichts beizufügen. Ich hoffe nur, das Ladenpersonal geht entsprechend zahlreich zur Abstimmung um die Pseudofreiheit zu bodigen.

  • sandro gasser says:

    ein armseliges menschenbild hat der ständerat, denn mit freiheit hat das nichts zutun. es ist ein menschenrecht nahrung zu kaufen wenn ich hunger habe. der herr rechsteiner sollte sich lieber für die wirkliche freiheit einsetzen, welche immer mehr beschnitten wird (mit dem vorgeschobenen, armseligen “sicherheitsargument”) ! und wenn sie herr rechsteiner wirklich etwas für den “büezer” machen wollen dann schauen sie bitte, das die unverschämen gebühren, abgaben und bussen für alles (gerade jetzt wieder eine neuei der POST für die vollmacht, die bis anhin gratis war) eingeschränkt werden! danke

  • Markus says:

    ich arbeite seit 30 Jahren total unregelmässig (Tag-Nacht, Feiertage; Fliegerei) … um kein Geld in der Welt möchte ich je von 9 bis 5 und Mo bis Fr arbeiten. Freiheit ist am Dienstag auf der Piste zu sein!
    Die Politik soll sich gefälligst aus den Vorschriften für Ladenöffnungszeiten total zurückziehen. Das geht den Staat nichts an. Keine scheinheiligen Argumente den armen Arbeitnehmern den Kirchenbesuch am Sonntag zu ermöglichen.
    Wir brauchen aber gute Regeln die die maximalen Arbeitszeiten pro Tag/ Woche / Monat festlegen.

    • Carlo Müller says:

      @Markus: Sehe ich genau so. Wichtig sind Regeln für maximale Arbeits- und ausreichende Ruhezeiten. Es ist aber nicht Sache des Staates, den Leuten vorzuschreiben wann sie arbeiten müssen. Es gibt viele Leute die lieber abends länger arbeiten statt morgens in aller Herrgottsfrühe aufstehen zu müssen. Ich arbeite z.B. auch gerne mal am Sonntag und habe dafür unter der Woche frei.

    • Werner Meier says:

      Tut mir leid, Markus, aber der (schlechte) Einfluss von Nachtarbeit auf den menschlichen Organismus ist in diversen medizinischen Studien erwiesen. Sie scheinen glücklicherweise eine Ausnahme zu sein. Haben Sie Kinder?

      • Markus says:

        @W.M: … meine Tochter hat es sehr geschätzt dass ich unter der Woche auch mal zur Verfügung stand (und das den ganzen Tag). Ich glaube ganz im Allgemeinen dass Arbeit dann krank macht, wenn die Umstände für den betroffenen Menschen nicht stimmen. Wenn man also Menschen untersucht die Regelmässigkeit brauchen, dann werden die in der Unrgelmässigkeit krank werden. Mich würde die Regelmässigkeit krank machen!
        Aber wie gesagt: Auch hier macht die Menge das Gift (maximale Arbeitszeiten müssen beschränkt sein)

  • Othmar Huber says:

    Komme selber aus dem Detailhandel und konnte zum Glück die Branche vor ein paar Jahren verlassen. Der Druck auf die Mitarbeiter nimmt enorm zu. Nicht nur die längeren Öffnungszeiten sondern auch die stagnierenden Löhne sind ein Problem für die vielen Angestellten. Wie soll man bei diesen langen Öffnungszeiten Zeit haben für sein soziales Umfeld bzw. seine Familie? Das Argument das man ja am Morgen frei haben kann oder einen Tag unter der Woche bringt nichts da zumindest Freunde und Familie dann nicht verfügbar sind. Es ist schon bequem zu sagen: Will dann einkaufen wenn ICH Zeit habe.

  • Kurt says:

    Das Problem ist doch, dass die Läden dann offen sind, wenn der grosse Rest ebenfalls arbeiten muss.
    Es wäre deshalb besser wenn die Läden später öffnen und entsprechend später schliessen würden.

    Warum sich die Gewerkschaften nicht einfach für wesentlich höhere Entlöhnung bei Nacht- und Wochenendarbeit einsetzen, bleibt ein Rätsel. Viele Späteinkäufer hätten wohl kein Problem, wenn sie auf Produkte z.B. 2% Spätaufschlag zahlen müssten.

  • Marcel Schmid says:

    Ob es 24 Stunden shoppen wirklich braucht bleibe dahingestellt. Es gibt aber durchaus Personen die aus vielschichtigen Gründen ausserhalb der “normalen Arbeitszeiten” von Herr Rechsteiner arbeiten möchten! Und es ist ganz sicher nicht an Herr Rechsteiner, über deren Sozial- und Familienleben zu entscheiden. Anstatt für diese Personen anständige Rahmenbedingungen auszuhandeln, halten die Gewerkschaften lieber weiter an ihren klassenkämpferischen Idealen fest. Wer diese Ideale und Lebensgewohnheiten nicht teilt, dem wird ein armseliges Menschenbild unterstellt. Der Sozialismus lässt grüssen

  • Claudia Simon says:

    Herr Rechsteiner meint, dass die Nacht- und Sonntagsarbeit auf jene Bereiche beschränkt bleiben soll, wo sie notwendig ist. Stellt er auch die Nachtbusse am Wochenende in Frage, oder die Restaurants und Bars, die nach Ladenöffnungszeit noch geöffnet sind? Sind die Nachtbusse auch nur für die “so oft privilegierte Exponenten der FDP”? Zu einer Weltstadt, die Zürich sein möchte, gehören auch flexible Ladonöffnungszeiten. Flexibel: kein Geschäft wird gezwungen, zu öffnen, aber es ist ihm frei gestellt. Herr Rechsteiners Beitrag ist reine Stimmungsmache.

  • Peter says:

    Primär geht es um Arbeitsplätze und Verdienstmöglichkeiten. Beim Fremdenverkehr meckert neimand. Lasst doch die Leute frei entscheiden wann sie arbeiten, poasten und Familienzeit nehmen. Habe über 30 Jahre im Hotelgewerbe gearbeitet. Freizeit unter der Woche war toll, weil nicht die ganze Schweiz unterwegs war. Finde ich etwas altbacken was Hr. Rechsteiner ablässt. FDenkt an die WorkingPoors (40Std.) und andere Branchen die “müssen”, damit man Hilfe erhält wenn man sie braucht . Auch um 2 Uhr früh. Lasst die leute frei entscheiden und schafft nur die Rahmenbedingungen. Ist ein Geschäft ok.

  • Marco Bättiger says:

    Und wieder ein Linker im Politblog – wie sollte es auch anders sein. Die Zeitung hat sich von einem Informationsblatt zu einem einseitigen Ideologienblatt gewandelt. Eine ausgewogene Zeitung würde auch die politische Lager ausgewogen die Möglichkeit geben, sich hier zu äussern. Stattdessen 95% linke Politiker, Künstler und Gewerkschafter. Schade oder vielmehr peinlich.

    • Giuli di Mona says:

      Sehr geehrter Hr. Bättiger

      Haben Sie verpasst den Politblog von letzter Woche zu lesen? Dann tun Sie das doch noch. Die FDP hat da das Wort zum gleichen Thema.

      Ich Grüsse Sie freundlich
      G. di Mona

  • Oliver Burkardsmaier says:

    Herr Rechsteiner, Ihre Argumentation ist sicher nicht schlecht. Wo sie aber gewaltig hinkt – und den Part haben Sie geflissentlich unter den Tisch fallen lassen – : Wenn eine Tankstelle ohnehin geöffnet hat (denn das darf sie ja), dann könnte man doch auch das ganze Sortiment des Shops verkaufen.
    Ich kann beim besten Willen nciht erkennen, was so unmenshclich daran ist, neben dem Benzin und dem Schokoriegel auch noch die Zeitschrift und die Kaffeebohnen verkaufen zu müssen. Es wäre im Gegenteil wohl eher weniger langweilig.

  • Fabio Steiner says:

    Sicherheit, Verkehr, Medizin, Pflege, Gastronomie, IT, Medien — in diesen Bereichen ist das 24/7 Arbeiten schon längst Realität.
    Sind diese Arbeitnehmer etwa ungenügend geschützt oder warum soll das beim Detailhandel nicht auch funktionieren?

    • sepp z. says:

      Wenn das Nacht- und Wochenendarbeiten zum Normalfall erklärt wird, wird es in Zukunft auch nur noch normal entlöhnt werden.
      Dank den Osteinwanderern hats ja genug Arbeitswillige, die für weniger Lohn in die Bresche springen würden, falls SchweizerInnen nicht willig wären.

      • Fabio Steiner says:

        Es ist ja bereits der Normalfall, in eben all den oben genannten Bereichen.
        Wir haben das Arbeitsgesetz, das sicherstellt, dass die Arbeitnehmer prozentual besser entlöhnt werden wenn sie Nacht/Sonntagasarbeit leisten als wenn sie während der Tagschicht arbeiten.

        Nochmal:
        Sind diese Arbeitnehmer etwa ungenügend geschützt oder warum soll das beim Detailhandel nicht auch funktionieren?

  • Karl von Bruk says:

    Gut gebruellt Loewe! Allerdings wuerden die noch echten Gewerkschafter und SPler von 1919 im Grab rotieren, wenn sie sehen muessten, wie die heutigen mit der Stiefelknechtschaft fuer offene Lohndoemper- und Streikbrecherschleusen die bescheidenen Fortschritte bei den Bruttoloehnen und immer mehr nur noch theoretischen Arbeiterschutzvorschriften in der brutalen Lohnsklaverei des gekeulten Arbeitsmarktes bis hin zu Gratisueberstunden aller (Un)art rund um die Uhr und den Kalender praktisch zur Sau gehen….

    • Urs says:

      …verstehen und wissen tun das vorallem alle die, die in solche Arbeitsverhältnisse reingeraten sind… und das sind tausende… so wie etwa die Lehrlinge die ihre Abschlussprüfung an Arbeitsfreien Tagen erledigen müssen…

  • Urs says:

    Ist ganz einfach… entweder man lebt und arbeitet mit Regelwerken die sich aus den Gewerkschaften ergeben, man tut das mit dem Arbeitsrecht oder wenn es eines Tages das nicht mehr gibt, dann übernehmen die Arbeitgeber und legen fest was gut ist… das wiederum läuft dann auf 60h, 6 Tage Woche, keine Ferien, keine bezahlte Unfall uder was auch immer. Das aber die Arbeiter sich ihre Freiheiten selber zusammebasteln ist am Ende zu fantastisch… das gibt es nicht…

  • stuker says:

    Ich stehe meinem Arbeitgeber mit Früh und Spätdiensten, Feiertage, mit 4 Freiwunschtagen pro Monat und mindestens zwei Arbeitswochenenden, 365 Tage zur Verfügung. Bekomme für aussergewöhnliche Arbeitszeiten Zulagen. Gesetze und Regelungen sind auch für Arbeitgeber notwendig, wie es auch für die Arbeitnehmer gilt. Erweiterung der Arbeitszeit als normalisiert, so befürchte ich, wird ebenfalls die Entlöhnung normalisieren. Das Ganze gleicht einem Sozialabbau, betrifft es doch die Niedriglohn Berufe. So gebe ich Herrn Rechsteiner recht!

  • Daniel Münger says:

    Jetzt habe ich unter allen Beiträgen bis hier nicht einen gefunden, der mir mit nur einem stichhaltigen Argument ein JA entlocken konnte. Aber ich habe ein paar unbedarfte Egozentriker gelesen. Ich will! Darum musst Du! 2 Sachen die mich stören: Vermehrter Stromverbrauch und höhere Preise. Oder denkt Ihr wirklich, Ihr würdet ungeschoren davonkommen?

  • bader says:

    herr rechsteiner lebt immer noch in der vergangenheit. er will eigentlich gar nicht gegen die oeffnungszeiten schreiben es geht ihm nur noch um ein paar mitglieder zu bekommen für die gewerkschaften. er hat eine haltung wie in den 70er jahren als man in der schweiz kaum bäckereien offen halten durften, heute geht er am sonntagmoregen zu seinem bäcker um giepfeli zu kaufen und meint das sei die lösung. wer will soll endlich in der schweiz läden offen halten dürfen, für das brauchen wir keine gesetze. aber leider wollen die sp und gewerksch. lieber so was nicht aber lieber anwälte für asylanten!

  • Matthias says:

    Als Angestellter im Gesundheitswesen mit verantwortungsvoller Position mit langen Arbeitszeiten (v.a. >12h-Arbeitstagen) bin ich auf die Bahnhöfe der Schweiz/ Tankstellenshops mit ihrem teilweise teuren und dürftigen Angebot angewiesen… Dies hätte ich gerne anders… (Whs. egozentrisches Bedürfnis 😉 )

    • Daniel Münger says:

      Dann bleiben Ihnen doch jeden Tag 12h um einzukaufen. Von den 16h die heute schon geöffnet sind… Wollen Sie uns im ernst weismachen, Sie müssten in teuren Shops einkaufen? Sie armer.

    • Giuli di Mona says:

      Matthias, es geht mir gleich wie Ihnen(>12h-Arbeitstagen!), arbeite in der selben Branche wie Sie.
      Komischerweise kann ich mich trotzdem organisieren, dass ich nicht verhungere.

      Meine Arbeit wird aber x-Mal besser entlöhnt( als Entschädigung) als die Arbeit von einer Verkäuferin.

      Und …haben Sie nun den Blog in der Arbeitszeit geschrieben? Dann sollten sie ev. effizienter Arbeiten damit Sie früher nach Hause kommen,wenn nicht..wo war Ihr Problem gleich?

      Und wenn Sie im Gesundheitswesen arbeiten, machen Sie doch mal eine Umfrage bezgl. Nachtschicht. und Wohlbefinden.
      Sie sind ja an der Que

    • dölfi says:

      Kein grund zur sorge. bis in ein paar monaten haben wir in der schweiz sicher tankstellenshops mit lidl- und aldiprodukten aus fairem handel. dann können sie endlich auch an “schweizer” tankstellenshops billig einkaufen und fühlen sich wie zuhause. was für ein glück das nicht jeder der hier schreibt stimmberechtigt ist.

  • Hans Aufdermaur says:

    Rechsteiner ist unglaubwürdig! Er fordert harte Regeln für Dritte, ohne sich selber daran zu halten. Streikrecht beudeutet Verzicht auf Arbeitsleistung. Was die Gewerkschaften daraus machen, ist, andere, die arbeiten wollen, daran zu hindern und Produktion oder Diensteistungen zu verunmöglichen, auch wenn sie die Rechte von Dritten damit mit Füssen treten. Das ist Nötigung, und die Gewerkschaften begehen Haus- und Landsfriedensbruch, Sachbeschädigung und Körperverletzung. Solange dies Rechsteiner dient, ist das ja gerechtfertigt. Das versteht der Ober-Gewerkschafter unter “Regeln”! Widerlich.

  • Roland K. Moser says:

    Ich hätte nicht gedacht, mal etwas Schlaues von einem Sozialisten zu lesen. Der Artikel ist aber etwas Schlaues. Was ist passiert?

  • Arnold Gerber says:

    Herr Rechsteiner in den 80er-Jahren stecken geblieben ? Also mit seinem Linksaussen-Gedankengut und seinen klassenkämpferischen Ideen aus dem vorletzten Jahrhundert scheint er mir mehr ein Mensch zu sein, der überhaupt nicht mehr in unsere Zeit passt. Seine Wahl hat er wohl nur einem Anti-SVP-Bashing bis weit in bürgerliche Kreise hinein zu verdanken. Dafür haben wir jetzt einen völlig an den heutigen Realitäten vorbei politisierenden Ständerat am Hals, der uns mit seinen ewiggestrigen Ideen beglückt.

    • Mark Keller says:

      Arnold Gerber, in welchem Jahrhundert sind Sie stecken geblieben? Im Jahrhundert der Leibeigenen? Es ist wichtiger denn je, dass nicht jede unsinnige Liberalisierung vorgenommen wird. Die Arbeitsgesetze dienen dem Schutz der Arbeitnehmenden. Es ist kein Bedürfnis und schon gar nicht im Interesse der Angestellten im Detailhandel rund um die Uhr geöffnet zu haben. Wenn es nach Ihnen ginge könnten wir Nacht- und Sonntagsarbeitsverbot gleich ganz abschaffen, oder was? Mal sehen wie Sie dazu stehen würden, wenn Ihr Arbeitgeber dann verlangen würde, dass Sie abends oder nachts zu arbeiten haben.

  • Christian Duerig says:

    VERSUCHSPERIODE
    Anstatt sich zu streiten, könnte eine Versuchsperiode (auf 6 Monate beschränkt) mehr Klarheit schaffen. Vor- und Nachteile kann man anschliessend abwägen. Niemand wird gezwungen, an dem Experiment teilzunehmen. Uns fehlt der Mut, neue Wege zu gehen.

    • Christine Dobler Gross says:

      Ja, lieberalisieren wir doch 6 Monate lang mal, und schaffen wir doch gleichzeitig auch die Ruhezeiten, überhaupt alle Regeln und Vorschriften auch noch ab, einfach alles, das den Turbokonsumenten stört, der alles jetzt und sofort haben will, egal auf wessen Kosten. Dann machen wir Bilanz! Man kann allerdings nicht behaupten, dass niemand gezwungen wird, daran teilzunehmen. Die Umgebung der Läden bekommt schliesslich auch etwas mit, ob sie will oder nicht. Ist wie beim Passivrauchen!

  • Peter Baldinger says:

    Wer nimmt Gewerkschaften noch ernst?
    Schweizer sicher nicht, siehe 1. Mai Umzug.
    Das Resultat von sturen,ewiggestrigen Gewerkschaften sieht man in GR, E, I, F

  • daniel hofer says:

    …das die Schweizer Bevölkerung überaltert sieht man darin, dass die Leute allen Ernstes immer noch das Staatsfernsehen gucken und Rechsteiner’s (es gibt da Einige) in’s Parlament wählen. Was Ausbeutung der Arbeitnehmer heisst habe ich soeben wieder in Russland gesehen. Wer behauptet dass dies auch hier stattfindet ist nun wirklich von allen guten Geistern verlassen. Es gibt zudem viele Menschen, die sich einen temporären (Teilzeit-) Job im Verkauf wünschen, aber das können die doppelverdienenden Grünlinken in ihren geschützten Werkstätten natürlich nicht nachvollziehen…

    • iskra says:

      Was hat da eigentlich Rechsteiner mit Russland zu tun ? Wer profitiert denn eigentlich von dieser liberalen Oeffnung ? Nicht gelesen, dass ab Herbst 55 neue Migrolino-Shops geöffnet werden ? und wo ? In neuen Socar-Tankstellen ( von Esso übernommen) !Socar….ein aserbeidschanisches Energieunternehmen. Super, oder ? Ein Oligarch, der mit Millionen aus dem ehemaligen sowjetischen Staatsvermögen, bei uns seine “Gschäftli” macht ? das ist auch das heutige Russland ( hat aber mit Sozialismus nichts zu tun ).

  • mais tout à fait says:

    Les conditions de travail se péjorent? Les patrons ont plus de pouvoir? C’est juste une question d’offre de force de travail et de demande. Si il y a plus de demande de la part des patrons et moins d’offre, ils ont moins de pouvoir sur les travailleurs. Et qu’est ce qui réduit la demande par la réduction du nombre d’emplois proposés et augmente l’offre par l’accroissement des chômeurs? Réponse: la réglementation. Plus on a de réglementation contraignante et moins on a d’emplois, donc paradoxalement plus on donne de pouvoir aux employeurs (ceux qui restent) sur les travailleurs.

  • diva says:

    WO ist denn das problem? man kann auch arbeitszeiten ausserhalb der «norm» REGULIEREN. hört doch endlich mal mit dem quatsch auf, den leuten zu suggerieren, dass die betroffenen arbeitnehmer plötzlich tag und nacht und samstat sonntag arbeiten müssen. man kann 40 arbeitsstunden genauso gut von donnerstag bis montag leisten oder von samstag bis mittwoch. gott sagte NIE: «am sonntag sollst du ruhen» sondern am 7.tag. das ist ein gewaltiger unterschied! abgesehen davon gibt es schon so viele berufe mit wochenend- und nachtarbeit, da sagt keiner was. aber wehe es geht um den verkauf…

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