Wenn Saubermänner schmutzige Schlagzeilen machen

Wer den Skandal um die sogenannte Sexkoffer-Initiative verstehen will, muss wissen, wie sich Prüderie definiert. Prüderie, so schreibt das Online-Lexikon «Psychology 24» in einem erhellenden Eintrag, ist «übertriebene Schamhaftigkeit», «schroffe Abwehr alles Sexuellen» – sie entspringt einer «Unsicherheit, die mit sturem Gehorsam gegenüber allen Tabus» verdeckt werden soll. «Durch ihre Übertriebenheit entlarvt sich die Prüderie als Reaktion auf die eigene Triebhaftigkeit», heisst es da. Und weiter: «Der Prüde spürt unbewusst, wie verführbar er ist; deshalb möchte er, dass auch alle anderen sich an die Verbote halten, denen er sich unterworfen hat.»

Die Sätze lesen sich wie eine prophetische Charakterstudie des Basler Polit-Aktivisten B. S. Im Jahr 1996 erhält B. S. eine Freiheitsstrafe, weil er eine Minderjährige missbrauchte. 2012 findet sich der gleiche Mann im Komitee einer Volksinitiative, die Sexualkunde an der Primarschule verhindern will. B. S. ist dabei, als die Initianten am 17. April vor fehlgeleiteten Pädagogen warnen, die mit Sexkoffern, Holzpenissen und Plüschvaginas unschuldige Kinderseelen kontaminieren wollten. Wenige Tage nach der Lancierung des Anliegens berichten Medien über die Vergangenheit von B. S. – das Desaster für die Initianten ist perfekt.

In der Schweiz sind die puritanischen Debatten der USA eher ein marginales Phänomen.

Holzpenisse und Geschlechtsteile aus Stoff aus der "Sex-Box" des Erziehungsdepartementes des Kantons Basel-Stadt fuer den Aufklaerungsunterricht an Schulen in Basel, aufgenommen am Mittwoch, 24. August 2011.

Prüderie ist nicht geeignet, um politische Anliegen hervorzubringen: Holzpenisse und Geschlechtsteile aus Stoff aus der «Sex-Box» für den Aufklärungsunterricht an Schulen in Basel. (Bild: Keystone)

Ist der Fall B. S. einzigartig? Dass politische Exponenten ihre ethischen Imperative durch das eigene Verhalten konterkarieren, kommt immer wieder vor. Nirgends driften Anspruch und Wirklichkeit aber so oft auseinander wie bei sexualbezogenen Themen.

Besonders drastisch führen uns dies die USA vor Augen, wo das Schlafzimmer seit je zur politischen Kampfzone gehört. Als 1998 die Affäre von Präsident Clinton mit Monica Lewinsky bekannt wurde, rief der Republikaner John Ensign mit am lautesten nach dem Rücktritt des Lüstlings. Ensign dürfte sich daran erinnert haben, als er selber ein Jahrzehnt später wegen einer ausserehelichen Beziehung sein Amt als Senator aufgeben musste. Sein Parteikollege Larry Craig zog jahrzehntelang für die Heiligkeit von Ehe und Familie und gegen gleichgeschlechtliche Partnerschaften zu Felde. Feldzug wie Karriere endeten 2008, nachdem Craig auf einer Flughafentoilette in unsittlicher Weise einem getarnten Polizisten sexuelle Avancen gemacht hatte. Besser erging es Craigs Gesinnungsgenossen, Senator David Vitter: Die Wähler bestätigten den strammen Kämpfer für ein moralischeres Amerika 2010 im Amt, obschon er drei Jahre zuvor als Kunde eines Escort-Service aufgeflogen war.

In der Schweiz sind die puritanischen Debatten der USA eher ein marginales Phänomen. Lanciert werden sie gelegentlich noch von der erzkonservativen, ultrareligiösen EDU. Deren früherer Nationalrat Christian Waber gestand immerhin aus freien Stücken, dass er anderthalb Jahre lang die Dienste eines Sex-Chats in Anspruch genommen hatte.

Der straffällig gewordene B. S. übertrifft alle vorgenannten Beispiele – und fügt sich doch in ihre Reihe ein. Die Prüderie ist das Element, das sie verbindet und erklärt. Die Lehre kann nur lauten, doppelt genau hinzusehen, wenn auf die Verbannung von Körperlichkeit gezielt wird. Die in vielerlei Hinsicht verunglückte Sexkoffer-Initiative beweist es deutlich: Prüderie ist als Triebfeder kaum geeignet, kluge und glaubwürdige politische Anliegen hervorzubringen.

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86 Kommentare zu «Wenn Saubermänner schmutzige Schlagzeilen machen»

  • Bea Habegger sagt:

    Solche Initiativen zeigen auf, dass die Politiker heute kaum mehr in der Lage sind „bestehende Probleme“ zu lösen, aber umsomehr „Neues“ suchen um welches diskutiert werden kann. Zuweilen geht es vielen Politikern nur mehr ums eigene Image (es spielt keine Rolle mehr mit was man sich profiliert, Hauptsache man fällt auf). Zuweilen scheinen Politiker zu vergessen, wozu sie und von wem sie gewählt wurden. Zur Erinnerung, als Vertreter/Innen des Volkes/nicht, NICHT zum „Polieren“ des eigenen Ego’s.

    • Christian Natiez sagt:

      Ich gehe ganz einig mit Ihnen. Um die Politik und bisweilen auch ihre Absurditäten zu verstehen, muss man die Interessen der Politiker verstehen. Um aufzufallen, geben Politiker alles, stellen, falls nötig, Vernunft und gesunden Menschenverstand auf den Kopf, provozieren mit Auftritten, die vor 20, 30 Jahren undenkbar gewesen wären. Verdenken kann man es ihnen nicht: für 200 Nationalratssitze kandidierten letztes Jahr 3458 Politikerinnen und Politiker – wer nicht auffällt, hat keine Chance. Bürgeranliegen, die zu vertreten wahltaktisch ungeschickt ist, bleiben folglich auf der Strecke.

      • Bea Habegger sagt:

        Herr Natiez, Ihrem Beitrag pflichte ich gänzlich bei. Der gesunde Menschenverstand bleibt immer mehr auf der Strecke, weil „man“ nurmehr bis zum eigenen Geldbeutel oder zum eigene Image denken kann. Mit Verlaub, sehr viele Politiker leben dieses heute jedoch gerade vor. Sollten eigentlich Vorbilder sein. Derer sehe ich immer weniger. Politiker werden scheint schon fasst ein Sport zu sein um sich irgendwelche „Trophäen“ zu holen. Mit Volksvertretung hat dies wenig zu tun, schon eher mit Volkssport die in Volkskrankheit enden kann.

  • Marlene Wanner sagt:

    Offensichtlich gibt es bei dieser Kampagne in der Schweiz noch eine andere Facette: Pädophile wollen verhindern dass unsere Kinder rechtzeitig aufgeklärt werden. Lustig hingegen ist das immer wieder gebrachte Argument dieser vordergründig Konservativen: Sexualaufklärung sei ausschliesslich Sache der Eltern. Doch da gerade Konservative sich mit dem Thema schwer tun passiert das dann meist eben nicht oder mit ganz falschen Informationen wie z.B. Masturbation sei schädlich für Geist und Körper, das wollte man mir auch eintrichtern – zum Glück war ich früh aufgeklärt & konnte die Lügen entlarven.

  • Hansueli Zürcher sagt:

    Wenn das Thema nicht so ernst wäre, müsste man sich eigentlich totlachen ob den Akteuren in diesem Trauerspiel.. Dassdie Gegner ausgerect DIE Leute sind warum Aufklärung so früh beginnen muss,ist bezeichnend. Was in Amerika, nota bene mit der grössten Sexindustrie, mit Heuchlerei vorsicht geht, kann wahrsc heinlich nur noch von Religionen und deren Führern überboten werden.

  • Junny Koller sagt:

    bitte mach nichts mehr weiter.. schluss mit diesen Foto!!!

    • Stefan Tuor sagt:

      Was ist das so anstössig? Haben Sie was „anderes“ zwischen Ihren Beinen? Sind Ihnen schmuddlige Pornobilder auf öffentlich zugänglichen Websites und später auf den Screens von Teeni-Handy’s lieber? Verklemmt sind die unaufgeklärten Armen, Amen….

  • Beobachter sagt:

    Schade ist der Bericht so einseitig ausgefallen. Im Sog von Lady Gaga’s „Born this way“ fragt man sich ja schon, welche Werte denn noch gelten. Da ist es richtig mutig, wenn jemand sich für klare Werte stark macht. Und wenn es jemand ist, der aus seiner Vergangenheit gelernt hat, dann sollte das vielleicht sogar etwas mehr Gehör bekommen. Ein ehemaliger Drogensüchtiger weiss auch wovon er spricht. Darum ist es ziemlich leicht, hier aus der Ecke der „wert-losen“ einseitig abzudrücken. Warum berichtet der Artikel nicht auch über sexualisierte Werbung, Sek-Krankehit, Kinderprostitution, …?

    • Bernd Thalberg sagt:

      Ein Drogensüchtiger, auch clean, wird immer ein Drogensüchtiger bleiben. Na, klingelts?

      • Werner Ries sagt:

        Was soll bei solch falschen Sätzen klingeln?
        Wenn ein Drogensüchtiger clean ist, ist es eben keine Süchtiger mehr, weil er seine Sucht überwunden hat!?
        Versuchen sie es mal mit Logik.
        Oder ist ein Raucher auch 10 Jahre nachdem er von der Nikotinsucht weg ist, immer noch Raucher?
        Und das der Drogensüchtige sich auskennt, ist wohl unbestreitbar!

        • Art Beeler sagt:

          Da haben Sie aber Suchterkrankungen nicht verstanden – Süchtiger, der seit Jahren „clean“ ist und einen einzigen Rückfall hat, ist sofort wieder gleich süchtig wie vor seinem Entzug. Und das gilt nicht nur für Alkohol, Heroin usw. sondern für alle Süchte (sie haben ja auch den selben neurologischen Hintergrund).

    • Amgwerd sagt:

      @ Beobachter: Meinen Sie denn nicht, dass Themen wie Kranheiten, die durch sexuellen Kontakt übertragen werden können, sexualisierte Werbung, Prostitution und so weiter ebenfalls thematisiert werden?
      Bitte nun nicht mit an Haaren herangezogenen Einwänden alles schlecht machen.

  • Thomas von Euw sagt:

    Herr Renz

    Sehr guter Blog, kurz und bündig alles gesagt was zu dem Thema gesagt werden muss.

  • Frank Meier sagt:

    Es ist sicher kein Zufall, dass ein (Ex-)Pädophiler verhindern will, dass Kinder aufgeklärt werden. Ein unaufgeklärtes Kind ist ein ungeschütztes Kind, das leichter missbraucht werden kann. Ich frage mich, was für Abgründe in den anderen InitiatitInnen lauern…

    • Stadelman Reto sagt:

      Das mit dem (Ex) Pädophilen habe ich mir zuerst auch gedacht. Aber bei näherer Betrachtung musste ich selber sagen: Das stimmt nicht. Kinder zwischen 3-9 Jahre sind auch „aufgeklärt“ ein einfaches Ziel. Wie sollten sie sich gegen die Machtposition eine Pädophilen wehren, der zudem oft aus der eigenen Familie stammt? Sie können sich nicht besser schützen, dass ist ja das tragische an dieser Aufklärung. Sie ist praktisch sinnfrei. Ihre Pauschalunterstellung von „Abgründen“ der Initianten kann ich allerdings nicht nachvollziehen.

    • Werner Ries sagt:

      Was hat Pornospielzeug für Kleinkinder mit Aufklärung zu tun? 3-6 Jährige haben die Eltern als Ansprechpartner!
      Kinder werden schon genug von anderen erzogen…Man sieht ja in England, was rauskommt, wenn die Eltern die „Erziehung“ anderen überlassen.

      • Cassandra Dürr sagt:

        Erziehung heisst Vorleben, Bei-Spielen…
        Und: Ein Plüsch-Penis u. Plüsch-Vagina sind nur Porno-Spielzeug in den Augen von sehr, sehr versauten Menschen, weil ein Penis u.eine Vagina an sich mit Pronografie, Schmutz oder gar Sünde nichts zu tun haben.
        Den Schmutz bringen vorwiegend so ganz aufrechte, brave, fromme Männer in die Sexualität hinein, weil sie selber Schmutzfinken sind.
        Hört doch mit dieser Heuchelei auf und denkt daran, dass es eine ganze Anzahl Männer braucht die huren, um eine einzige Prostituierte zu machen…

  • Cassandra Dürr sagt:

    Es gibt keine Saubermänner ohne Dreck am Stecken! Das wusste schon meine Grossmutter…

  • Stadelman Reto sagt:

    Ich unterstütze das Komitee, hier meine Gründe:
    1. Aufklärung sollte der Entwicklung des Kindes angepasst sein, sprich, wenn das Kind die Eltern fragt können diese anfänglich Antworten geben.
    2. Echtes Interesse für Sexualität erwacht erst in einem gewissen Alter. Vor dem 10ten Lebensjahr mit Sexualkundeunterricht anzufangen ist biologisch gesehen etwa so sinnvoll wie Winterschlaf im Sommer.
    3. Sexualkunde mit z.b. 4 Jahren schützt in keiner Art und Weise vor Missbrauch. Ein Kind das von einem Pädophilen angegriffen wird kann sich kein bisschen besser gegen dessen Machtposition zur Wehr setzen

    • Ich bin ganz Ihrer Meinung – es geht in dieser Initiative doch nicht darum, Sexualaufklärug zu verhindern, sondern dem Alter und der Reife anzupassen. Obligatorische Sexualaufklärung für Kinder vor der Pubertät – ein deutscher Pädagoge hat es so formuliert: Staatlich verordnete sexuelle Belästigung.

      • Ann sagt:

        Mir wird bei der Vorstellung mulmig, dass meine Kinder ausser Hause mit diesem Koffer hätten aufgeklärt werden sollen. Am besten wäre es m.E., die Eltern würden das übernehmen. Nur übernehmen die es wirklich? Es gibt in unserem Land viele Leute, die durch ihre Kultur ein weniger offenes Verhältnis zu diesem Thema haben.
        Nicht einverstanden bin bezüglich Ihren Einwänden des frühen Alters. Mein Sohn hat bereits mit 4 Jahren nach der Sichtung einer Schwangeren gefragt, wie ein Baby entsteht. Mit zunehmendem Alter wurden sowohl seine Fragen wie auch meine Antworten detaillierter.

    • Oliver Burkardsmaier sagt:

      Herr Stadelmann, ein Kind, das frühzeitig – in dem Alter angepasster art und weise – aufgeklärt wird, kann sich nicht gegen einen einzelnen Übergriff schützen, da haben Sie völlig recht. Es weiss dann aber, dass Einschüchterungsversuche ebensolche sind, und dass es sich getrost an Eltern und andere Erwachsene wenden kann, denn es weiss, dass ihm Unrecht getan wird. Daher halte ich die Sexkofferinitiative, wie der Autor oben auch, einzig für ein Zeichen von verklemmtheit, also, der eigenen Unfähigkeit, einen gesellschaftlich akzeptablen Umgang mit der eigenen Sexualität zu haben.

      • kaspar padel sagt:

        Ich kann mich nur der Meinung von Herrn Burkardsmaier anschliessen. Auf dieser Stufe zielt die Sexualaufklärung vorwiegend auf die eigene Körperwahrnehmung und auf einen unverkrampften Zugang zu Themen rund um den Körper ab. Kinder sollen merken, wann eine Berührung unangebracht und unangenehm ist. Sie sollen lernen ihren eigenen Empfindungen zu vertrauen und dass sie sich mitteilen dürfen/sollen, wenn ihnen etwas unangenehm ist. Dabei muss ja nicht gleich um massive sexuelle Übergriffe gehen.

      • Oliver Burkadsmaier: Zur Sex-Box gehört aber auch ein Aufklärungsbuch für „Kinder ab 5“, mit Abbildungen, die den Geschlechtverkehr festhalten, inklusiv erigierter Penis. Eine dedaillierte Anleitung zu sexuellen Handlungen – als eine dem „Alter angepasste Art und Weise“?

        • Stadelman Reto sagt:

          Danke für Ihre Unterstützung Frau Agnes Juillerat. Sie haben es richtig festgehalten: „…es geht in dieser Initiative doch nicht darum, Sexualaufklärug zu verhindern…“ Nein, das geht es ganz und gar nicht. Sexualaufklährung ist etwas wichtiges. Aber nicht in dem Alter. Zu Ihrem Beitrag Ann kann ich sagen das ich ihnen das gerne glaube. Mit 4 fangen diese Fragen an. Aber ich denke Sie als Mutter können in dem Alter diese Fragen noch problemlos selber und dabei korrekt beantworten. An Burkardsmaier: Es gibt sicherlich Leute die Probleme mit der Sexualität haben. Ich gehöre aber nicht dazu.

    • A. Gehret sagt:

      1. Mit einem Verbot von Sexualkunde vor 9 wird eine altersgerechte Aufklärung unterbunden. Was geschulte Lehrpersonen mit geeigneten Lernmitteln den Kindern altersgerecht mitteilen, bieten nicht alle Eltern zuhause an.
      2. Sowie Sie wohl Sexualität verstehen, könnten Sie mit Ihrer Aussage betreffend Interesse Recht haben. Wenn man Sexualität weiter fasst (was in dieser Diskussion getan wird) – dann definitiv nicht.
      3. Missbrauch geschieht oft viel subtiler – und da wäre es schon hilfreich, wenn das Kind benenn kann, was der Onkel zwischen den Beinen hat…

  • Bruno Waldvogel-Frei sagt:

    Wie naiv! Kein Politiker oder Journalist(!) könnte auf dieser Welt agieren, kommentieren oder initiieren, wenn nur die Glaubwürdigkeit der Person das ausschlaggebende Kriterium wäre. Ich fürchte, auch Herr Renz müsste den Laptop wegschmeissen, wenn man sein Sündenregister mit seinen eigenen Anschauungen und Ausführungen messen wollte. Er schreibt trotzdem. Die Regierenden regieren trotzdem. Damit will ich nur sagen: Warum gelten hier bei dieser Initiative andere Massstäbe als sonst? Ich habe drei Kinder. Die iInitative ist sinnvoll. Also bitte nicht das Kind mit dem Bad ausschütte

  • Geribort sagt:

    Darf man auch auf die Humanisten, Menschenrechtler und Sexuellen Revolutionäre verweisen welche seit den 60er Jahren versuchen die Legalisierung der Pädophilie zu erreichen? Die würden politisch der Pro Seite sehr nahestehen.

    • Marco Casutt sagt:

      Wer Pädophilie legalisieren will, ist per Definition kein Menschenrechtler. Im übrigen gibt’s keine „Pro-Seite“, sondern nur eine handvoll Theisten und andere Ewiggestrige, die sexuelle Aufklärung verhindern wollen. Glücklicherweise ist dies dank dem Einsatz des „Saubermanns“ nun ein Ding der Unmöglichkeit.

  • Stadelman Reto sagt:

    Und was die oben erwähnte Prüderie angeht: Man kann immer alles in beide Richtungen übertreibe. Es gibt Konservative deren Einstellung ich überhaupt nicht verstehe, Sexualität gehört zu uns Menschen. Sie ist normal. Aber ebenso gibt es auch Menschen die es mit der „freien und offenen“ Sexualität stark übertreiben und diese eigentlich nur als Ausrede benutzen um sich wie ein Tier aufzuführen. Prüderie ist so menschlich und Normal wie die Sexualität auch. Und sie einfach in das Reich des „bösen hinterwäldlerischen Konservativen“ zu verbannen wird dem Thema schlicht nicht gerecht.

    • Mark Keller sagt:

      Pürderie als genauso normal wie Sexualität zu sehen, ist eine etwas gewagte Theorie. Prüderie wurzelt in religiöser Sexualethik und bezweckt sexuelle Äusserungen zu unterbinden und dadurch Sexualität zu tabuisieren. Religiösen Kreisen ist es ein Dorn im Auge, dass sexuelle Aufklärung in der Schule passiert, da die Kinder so ein eigenständiges Verhältnis zu Sexualität entwickeln, welches von dem der Eltern abweicht.

      • Stadelman Reto sagt:

        @Keller
        Da haben Sie recht, es ist eine gewagte Aussage. Aber wie sonst lässt sich erklären das Prüderie weltweit bei fast allen Menschen auf die eine oder andere Weise vorkommt? Ich denke Prüderie ist nicht nur ein anerzogenes Phänomen sondern auch ein Schutzmechanismus vor bestimmten Gefahren etc. Auch könnte es ein notwendiges soziologisches Verhalten sein das sich automatisch entwickelt hat. Aber ich gebe zu, mir fehlt das Fachwissen um hier Theorien aufzustellen. Daher gebe ich Ihnen recht.

  • Kusi Gallati sagt:

    Es geht bei der Initiative nicht um Prüderie sondern darum, dass es Sache der Eltern ist und auch bleiben sollte, wann und in welcher Form Kinder aufgeklärt werden. Jedes Kind entwickelt sich geistig und körperlich unterschiedlich schnell und es ist daher eine Anmassung sondergleichen, dass die Damen und Herren Pädagogen wirklich das Gefühl haben besser beurteilen zu können, wann und wie meine Kinder aufgeklärt werden sollen. Dabei betreuen und kennen sie meine Kinder im Schnitt gerade mal zwei (!) Jahre. Habe ich schon erwähnt, dass die Lehrer meiner Kinder kinderlos sind…..

    • Franz Müller sagt:

      Traurig aber leider wahr ist eben auch, dass es Eltern gibt die die PFLICHT der Aufklärung nicht wahrnehmen und deren Kinder können nur via staatlicher Aufklärung geschützt werden. Spätestens mit 14 Jahren MUSS sichergestellt sein, dass ein Kind weiss was Sexualität ist und was als normal gilt damit es erkennen kann wenn es nicht normal behandelt wird.

    • Sans Equel sagt:

      Nein, haben sie nicht.

    • Mark Keller sagt:

      Eltern pflegen ihre Kinder nur selten wertneutral aufzuklären. Eltern wollen den Kindern ihre Werte bezüglich Sexualität vermitteln, wenn sie es denn überhaupt tun. Dies ist sexuelle Indoktrination. Kinder sollen in der Schule aufgeklärt werden, damit sie lernen, dass es verschiedene sexuelle Identitäten gibt, die gleichwertig sind. Solche Inhalte werden den wenigsten Kindern vermittelt.

      • Markus Burri sagt:

        Sexuelle Identitäten? Soviel ich weiss, ist das Geschlecht eines Menschen genetisch bestimmt, männlich und weiblich mit gegenseitiger sexueller Anziehung ab der Pubertät. Der Rest im heutigen humanistisch-hedonistischen Zeitalter kommt durch äussere Einflüsse und ist oft von Lobbyarbeit der entsprechenden Splittergruppen geprägt. Und genau solche Gruppen wollen durch die Sexualausbildung ihre Ideale verbreiten. Lesen Sie nur die Positionspapiere des Lehrplanes 21.

  • Blanche Wu sagt:

    Was sollen Sie uns damit sagen Herr Renz? Dass, nur weil man keine Sexualkunde bei den Kleinsten möchte, man automatisch Prüde ist? Das hat nichts mit Prüde zu tun. Ausserdem gibt es ein gutes portugiesisches Sprichwort: Man merkt wenn man erwachsen ist, wenn die Erwachsenen zweideutige Witze beginnen zu erzählen. Und das ist gut so. Vorher muss man noch nicht alles wissen. Das Kind soll zuerst mal spielen und auf Bäume klettern, auf dem Fussballplatz herumtollen… das ist wohl wichtiger als sexuell aufgeklärt zu sein in diesem Alter. Prüde ist man da noch lange nicht mit dieser Haltung.

    • Margot sagt:

      Als Mutter zweier Kinder muss ich widersprechen! Woher kommt das Leben und was bedeutet Tod sind zentrale Fragen bei Kindern. Ich konnte sie altersgemäss beantworten, aber bei so vielen ansässigen, verschiedenen Kulturen ist das nicht immer gegeben. Wir dürfen unsere nächste Generation nicht einfach dem Internetangebot zum Frass vorwerfen und müssen Ihnen lehren sich selbst zu beschützen.

      • Werner Ries sagt:

        Ja genau, aber das kann kein Sexspielzeug für Kleinkinder übernehmen, sondern Eltern!
        Und wenn das einzeklne überfordert, muß nicht die ganze Gesellschaft das ausbaden.

        • Mark Keller sagt:

          Wieviele Eltern sind in der Lage die Fragen ihrer Kinder richtig und werteneutral zu beantworten? Wohl die wenigsten. Warum wird das Konzept der Sexualkunde, dessen Bestandteil der umstrittene Koffer ist, auf die Nachbildungen von Penis und Vagina reduziert? Wieso wird davon ausgegangen, dass diese im Kindergarten eingestzt werden? Ich wage zu behaupten, dass die allermeisten Eltern nicht mal wissen, wann ihre Kinder zum ersten Mal sexuelle Kontakte haben.

          • Markus Burri sagt:

            Wieviele Lehrer beantworten und unterrichten wertneutral? Ein Verbreiten von Individualismus und Hedonismus ist auch ideologisch, ein Gutheissen von Homosexualität ebenfalls.

  • Das mit der Pürderie stimmt schon; das andere Extrem in dem wir uns mittlerweile befinden ist aber der staatlich verordnete und durch alle Medien durchgepeitschte Exhibitionismus bis zum Gehtnichtmehr. Bald werden wir auch am Arbeitsplatz jeden morgen zuerst die Hosen runterlassen müssen bevor der Chef das OK gibt.

  • André Aschwanden sagt:

    Sehr guter Artikel, trifft es genau! Wenn fundamentalistische Sittenwächter auftauchen, gilt erhöhte Wachsamkeit. Beispiele gibt es genug, immer und immer wieder. Spanien: konservativer Gemeindepolitiker wettert gegen Schwule – später kommt heraus, dass Monsieur gerne mit der Gemeinde-Kreditkarte in der Gaybar bezahlte… Psychologische Studien zeigen in diesem Sinne, dass die homophobsten Schreihälse meist selber homosexuelle Tendenzen aufweisen. Lustig, nicht!? Taliban dasselbe: Verteufelung der Frau, aber Pädohp

  • André Aschwanden sagt:

    …aber Pädophilie scheint im Taliban-Afghanistan dagegen ganz ok zu sein!

    • André Aschwanden sagt:

      Ups, da ging wohl etwas verloren.
      Super Artikel! Trifft es genau! Wenn fundamentalistische Sittenwächter auftauchen, gilt erhöhte Wachsamkeit. Beispiele für diese Scheinheiligkeit gibt es immer und immer wieder. Z. B. Spanien: konservativer Gemeindepolitiker wetter gegen alles Schwule – später kommt heraus, dass Monsieur gerne mit der Gemeinde-Kreditkarte in der Gaybar bezahlte. Oder Taliban: Verteufelung der weiblichen Sexualität, aber Pädophilie scheint im Taliban-Afghanistan dagegen ganz ok zu sein! Prüderie heisst meist Scheinheiligkeit und nichts anderes! Vorne hui und hinten pfui!

      • Stadelman Reto sagt:

        Nein, da wiederspreche ich ihnen. Prüderie NUR als böse und scheinheilig darzustellen greift zu kurz. Ein wirkliches Problem der Prüderie ist das die meisten Menschen dieses diffuse Gefühl das etwas „falsch“ ist nicht in Worte fassen können. Damit sind prüde Menschen sehr viel einfacher angreifbar. Natürlich verbirgt sich hinter prüden Menschen manchmal auch Scheinheiligkeit was natürlich um so verlogener ist. Aber „Prüderie heisst meist Scheinheiligkeit und nichts anderes“ zu schreiben ist ziemlich einseitig, sogar etwas prüde, finden Sie nicht? 😉

        • André Aschwanden sagt:

          Prüderie zumindest aus der Ecke der Fundamentalisten kann leider eben doch meist als Scheinheilligkeit entlarvt werden. Siehe USA: wie oft werden die lautesten Sittenwächter im Nachhinein als Freier, selbst verborgen schwul, etc. entlarvt?? Ihr Gefühl „dass etwas falsch ist“ will ich gar nicht verteufeln – nur bringt offene Diskussion, eben z.B. die Thematisierung von Sexualität und Körper in der Schule, hier mehr als Zeigefinger erheben und totschweigen, finde ich…Aber ich lasse mich gerne überraschen, falls mal vorne hui auch hinten hui bleibt! 😉

  • Martin sagt:

    Generell die Gegner eines forschen Sexualkundeunterrichts im Unterstufen- und Vorschulalter der Prüderie zu bezichtigen ist mehr als vereinfachend. Man kann diesbezüglich gewiss zweier Meinung sein, ob Sexualkunde vor oder erst ab dem 9. Lebensjahr als Pflichtstoff durchgenommen werden soll. Leute mit anderen Ansichten dann aufgrund des mehr als unglücklichen Falls des B.S. sozusagen kollektiv in die pädophile Ecke zu stellen hilft da nicht weiter. Es gibt in allen Ecken und Berufsguppen Pädophile, auch unter Journalisten. Schade, dass es jetzt auch bei Hr. Renz nicht mehr um den Inhalt geht.

  • Sylvie RG sagt:

    QUE PENSENT LES VIEUX, LES ETRANGERS MUSULMANS, LES PAYS SOIDISANT MOINS DEVELOPPES ET AUTRES ? CHOQUANT ! ULTRA RELIGIEUX ? NOTRE PARTI L’UDF EST BASE SUR LA BIBLE ET LES 10 COMMANDEMENTS (LOGIQUE) LES AUTRES ENGAGES OU RELIGION N’OSENT PAS DIRE SE QU ILS PENSENT : .LA SUISSE DERAILLE ET VA DEVENIR EXHIIBITIONNISTE ET POUSSE A LA SEXUALITE POUR LES ENFANTS. EN TANT QUE FEMME IL Y A D AUTRES SUJETS PLUS IMPORTANTS A APPRENDRE ET QUI FONT MOINS DE PROBLEMES SENTIMENTAUX ET AUTRES…

  • Felix Meyer sagt:

    Dieses Bericht ist schlimmste Meineungsmache. BS wird als schlechtes Beispiel dargestellt. Er wurde verurteilt ohne den geringsten Beweis! Auch ich hab dies erlebt, wurde so verurteilt und weltweit ausgeschrieben und verfolgt. Nach 6 langen Jahren erreichte ich einen neuen Prozess, wo alle Lügen aufgehoben wurden und ich einen totalen Freispruch erhielt. Dies ist ein schlimmer Fall , wenn ein ohne Beweise Verurteilter mit solchen Kampagnen eingedeckt wird .
    Felix Meyer, Basel

  • Sylvie RG sagt:

    QU EN PENSENT LES ENFANTS ? LES FILLES ? LA PUDEUR EST A RESPECTER :
    EN DESSOUS DE 11 ANS LA SEXUALITE EST EN LATENCE ET EN DESSUS ELLE EST SUJET DE RIGOLADE OU GRANDE GENE. IL Y A DEJA TROP D INFORMATIONS VISUELLES….

  • Lidija Jametti sagt:

    Wenn man die Abbildung dieser Schreckensgeräte sieht, die wie die Pilze aussehen, wobei die Pilze durchaus irgendeine natürliche Erotik ausstrahlen können vor dem verspeisen, wird einem übel.
    Somit ist einiges erörtet, was nichts als den Eckel hervorruft.

    • Martina Siegenthaler sagt:

      Nein, Ekel rufen diese Utensilien bei mir nicht hervor, sie wirken eher lächerlich und ich kann mir nicht verkneifen, zu denken, sie sollen durch ihre Abstraktion eher verklemmtem Lehrpersonal dazu verhelfen, den „Stoff“ zu vermitteln. Ich bin sehr dafür, dass ahnungslose Kinder – und das sind bis heute leider eben nicht wenige – zu ihrem Schutz Nachhilfeunterricht erhalten sollen. Weshalb denn aber nicht mittels sauberem Filmmaterial und den nötigen Erklärungen? Sind menschliche Genitalien denn etwas Schmutziges?

  • Silvan Wespi sagt:

    Sexualerziehung und deren Politik darf niemals auf Moral basieren.
    Ja, Kinder sind unterschiedlich, trotzdem ist es praktisch Menschen in einen Alterstopf zu werfen (Wählen, Autofahren etc..)
    Sexualerziehung ist eines der staatlichen Mittel, um das Menschenrecht seiner Bürger auf sexuelle und körperliche Integrität zu wahren und durchzusetzen. Bürger, auch Kinder sollen für Leben und Gesellschaft vorbereitet und gerüstet werden. Dieses Recht der Kinder schätze ich als höher ein, als das Erziehungsrecht der Eltern zu entscheiden, wann und ob sie überhaupt „unangenehme Gespräche“ führen wollen.

    • Mark Keller sagt:

      Bravo Silvan Wespi, Sie nehmen mir die Worte aus dem Mund. Genauso ist es. Und genauso muss es sein.

  • Isabel Pereira sagt:

    Ne soyons pas prudes devenons des êtres complètement amoraux; n’est-ce pas! D’ici peu obligation de faire des sauteries devant nos enfants pour mieux les instruire sur les choses de la vie! Pourquoi empêcher les pédophiles d’abuser de nos enfants. Mettons-les à leur service. Certains pédophiles réclament déjà de pouvoir les utiliser en toute impunité. D’après eux, ils ont ce droit au même titre que les homosexuels en ont eu le leur. Avons-nous le droit de mettre des jouets sexuels entre les mains des enfants? Quelles seraient les répercussions sur leur psychisme? Arrêtons le délire!!!

  • Ch. Keel sagt:

    Das ein Initiativkomiteemitglied eine „gewisse“ Vergangenheit mitbringt, ist tragisch, kann aber bei der besten Initiative vorkommen. Ob es sich nicht um einen Justizirrtum handelt, ist offen. Tragisch ist, wenn eine Initaitive lanciert wird, welche einen „obligatorischen Unterricht“ für Sexualkunde fordert, lediglich eingegrenzt durch den Begriff „menschliche Fortpflanzung und Entwicklung“. Damit lässt sich unseren Kindern – bevor die Eltern irgend etwas sagen können – ein kompletter ideologischer sexualpädagogischer Einheitsbrei verabreichen. Sexualerziehung = Elternsache? So sicher nicht!

  • Schwach, das Thema mit „Prüderie“ abzutun, wer sich gegen diese in der CH und international organisierte „Frühaufklärung“ stellt. Im Kerne geht es um ein gesellschafts/ beziehungs-und familienzersetzendes „Ideologien-Programm“ wo es u.a. heisst: “ Die Gesellschaftsbegriffe „männlich und weiblich“ sollen aufgehoben werden. Die sexuelle Orientierung und Partnerschaftsbegriffe sollen von jeglichen Normen befreit werden, u.v.m.“ Soll man das wollen? Macht euch „ein eigenes Bild“, zum Beispiel aufgrund des 73Min. -Filmes: youtube.com/watch?v=CLuVXmy9cKw ( Urväter der Frühsexualisierung )

    • Mark Keller sagt:

      Eugen Bissegger Sie erzählen Quatsch. Ihr Kommentar ist der beste Beweis dafür, dass Sexualkunde in der öffentlichen Schule dringendst unterrichtet werden muss. Homosexualität und Heterosexualit sind genauso wie Bisexualität und andere sexuelle Identitäten normal und gleichwertig. Es wird höchste Zeit, dass die Kinder dies erfahren dürfen und sich nicht mehr verbiegen müssen, wenn sie merken, dass sie homosexuell veranlagt sind. Aus ihrem Kommentar lässt sich schliessen, dass Sie solches Ihren Kindern in Ihrer Form der „Sexualerziehung“ kaum vermitteln oder vermittelten.

    • Ja ja, Herr Keller, wer nicht dafür ist, erzählt Quatsch. Aber sich mit den tatsächlichen Hintergründen befassen ist halt nicht jedermanns Sache. „Jemand“ äusserte: „Es handle sich um das grösste Umerziehungsprogramm der Geschichte.“ Sind ja noch andere Länder als die CH involviert. Habe keine Kinder. Dass Sie Vermutungen anstellen, wie ich meine Kinder sexuell aufklären würde ist der tatsächliche Quatsch. Zudem schrieb ich, macht euch „ein eigenes Bild“ Ja, machen Sie es aufgrund der Informationen welche vorhanden sind.

  • Oliver van der Waerden sagt:

    Was hier über die Prüderie geschrieben wird, mag ja stimmen. Zur Frage der Sexualkunde an den Schulen hilft der Artikel aber nicht weiter. In dieser Frage hilft es nicht, übetr seelische Einseitigkeient der Erwachsenen nachzudenken. Dazu müsste man eher sehen, was für die Kinder angemessen ist. Ist halt ein bisschen schwieriger.

  • Christian Natiez sagt:

    Die Kritik an dieser Form der Sexualerziehung nährt sich kaum nur aus Prüderie. Ein zentrales Argument ist sicher, dass Sexualerziehung Sache der Eltern und nicht des Staats ist, gerade weil sie einen sehr sensiblen Bereich tangiert. Andererseits ist es in unserer schönen, neuen Welt, in der es einen beachtlichen Anteil an Alleinerziehenden gibt, vielleicht tatsächlich besser, wenn der Staat sicherstellt, dass auch Kinder aus alleinerziehenden Haushalten eine zeitgemässe Sexualaufklärung erhalten.
    Dass das Projekt aber den Puritanismus auf den Plan ruft, ist klar. Wie könnte es anders sein?

  • Jasmin Hardegger sagt:

    Mein Mann und ich sind glücklich verheiratet, erwarten unser erstes Kind, haben kein Problem die Dinge beim Namen zu nennen und falls ein Kind Fragen hat, sind wir der Meinung, soll man diese ohne gross Blabla beantworten, Punkt. Warum man dies aber aktiv einem Kind vermitteln muss um es vor Pädophilen zu schützen, ist mir schleierhaft. Ich habe mit 4 nicht gewusst, wie oder was Sex ist, aber sehrwohl, dass es Männer gibt, die kleinen Kindern so berühren wollen, wie es nur Erwachsene einvernehmlich tun.

  • Brigitte sagt:

    Il est du devoir des parents d’ajourd’hui de laisser le choix du corps de leurs enfants,l’école obligatoire ne peu satisfaire tout les théme d’actualité ,je suis une femme non complexe et ce moi qui a choisit en fonction des question de mes enfants de l’éducation sexuelle, on parle trop et finalement les questions important sont néglige,deja inonde partout d’image denudé ou d’image horrible corps mutile etc. un travail pas facile pour les parents, je précise je suis grand maman maintenant et je préfere moi répondre a mes petits enfants sans complexe, mais je suis pas pour ces peluches,non !

  • Brigitte sagt:

    ich bin ganz dagegegen, die Schule sollte für die Zukünftigen Berufe und nicht Privatspäre da sein,die Eltern haben mehr Zeit oder sollten sich nehmen für Ihre Kinder,es ist überhaupt nicht nötig Bilder zu zeigen, lasst doch die Fantasie in irgeneinerweise noch offen stehen,die Freihiet des eigenen Körpers gehört in Privatbereich,es hat schon etliche Fächer die nur von professionellen geleitet werden sollten und ein solches Thema muss freiwillig sein,nicht als erzwungen!Persönlich habe ich meine Kinder nach deren Fragen Antworten gegeben und Ratschläge und werde dies auch mit meinen Enkeln tun

  • Ich kann mit religösen Konservativen nicht viel anfangen. Wir leben in einer Gesellschaft, in der Nacktwanderer gebüsst werden, Burka-Huschelies hingegen ungeschoren davonkommen. Gerade Leute wie Schluer sind gegen ein Burka-Verbot aber für ein Verbot von Nacktwanderern. Dabei ist FKK und Nacktwandern Ausdruck eines Freiheitsgefühls, währendem die Burka ein Symbol für die Unterdrückung von Frauen ist. Denkt mal darüber nach!

  • Ralf Erder sagt:

    Wenn’s um das Hetzen gegen Fromme und Rechte geht, haben die Linken plötzlich erstaunlich viel Häme und Staatsgläubigkeit. Was für ein Argument: die Eltern würden es nicht oder nicht gut genug machen mit der Aufklärung und nun müsse halt der Staat in die Bresche springen. Der Staat mach überhaupt nichts besser als die Eltern. Müsste er überall einspringen, wo Not im Elternhaus, dann gute Nacht… haben wir schon morgen eine Diktatur. Gerade die Linke demontiert die Familie, anstatt sie zu stärken und zu unterstützen.

    • Mark Keller sagt:

      Ralf Erder, die Eltern machen es eben wirklich nicht gut genug. Die wenigsten Eltern bieten ihren Kindern eine wertneutrale Sexualerziehung. Die Kinder werden mit den sexuellen Vorurteilen ihrer Eltern indoktriniert. Die Kinder, die Zukunft unserer Gesellschaft, sollen ihre sexuelle Identität frei von Druck und Indoktrination finden und leben können. Aber genau dies wollen prüde Sexualmoralisten verhindern.

  • Rudolf Mühlemann sagt:

    Diese Initiative ist so überflüssig wie ein Kropf. Unabhängig von Prüderie und deren tieferem Kern stellt sich aber doch die Frage nach der Sinnhaftigkeit des Sexialunterrichtes in dieser Form. Das mit der Sexualität lernt jede und jeder. Was aber nicht alle lernen und bis ins hohe Alter nicht verstehen, ist die Wirkungsweise der Wirtschaft und der Finanzen. Teilweise mit gravierenden Folgen. Die Sexualität ist eine Frage des Bauches, die Wirtschaft und das Geldsystem müssen mit dem Verstand angegangen werden. Diese Dinge sind für das Leben von grösserer Relevanz als der Sex.

    • Mark Keller sagt:

      Rudolf Mühlemann, das mag ja sein. Aber ein Jugendlicher der entdeckt, dass er sich zum gleichen Gechlecht hingezogen fühlt, dem ist die Wirkungsweise der Wirtschaft und Finanzen sowas von scheiss egal. Der hat in diesem Moment ganz andere und viel wichtigere Probleme zu bewältigen! Richtiger Sexualkundeunterricht hilft diesem Jugendlichen seine sexuelle Identität zu finden ohne in eine Krise zu geraten, welche bei Jugendlichen auch im Suizid enden kann. Damit dürfte sich die Frage nach dem Sinn des Sexualkundeunterrichts erübrigen.

  • Frédérique Oudin sagt:

    Et voilà comment museler ceux qui ne sont pas d’accord… soit vous êtes coincés, frustrés, soit vous êtes un pervers….
    Je suis femme et mère, je discute librement de sexualité avec mes enfants, et ma sexualité est épanouie, et pourtant je suis totalement CONTRE cette étalage fait aux enfants !
    La sexualité relève de l’intime et, pour cela, n’a rien à faire dans une salle de classe. Intimité, vous en voulez peut être la définition ? 😉

  • Sexualunterricht. Wird da auch die Homosexualität (männliche wie auch weivliche) angesprochen?

    • Markus Kaufmann sagt:

      Das hoffe ich doch schwer! Und dabei ist nicht Halt zu machen, Bi- und Transsexualität darf genau so thematisiert werden.

  • Georg Stamm sagt:

    Bitte genau bleiben: Es geht um einen (=1) schmutzigen Saubermann, nicht um schmutzige Saubermänner (Mehrzahl). Soviel Genauigkeit kann man wohl von einem TA-Journalisten erwarten. Im Uebrigen hat die Sache selbst mit dem jahrelang zurückliegenden Delikts eines Komiteemitgliedes gar nichts zu tun. Die Häme der Gegner ist billig. Zu billig.

  • Felix Meyer sagt:

    Warum werden in der Schule keine Drogen ausgeteilt mit dem Hinweis: Probiert alles aus, wenn es das erste Mal nicht schmeckt, dann wiederholt es, und was euch dann gefällt, dabei bleibt! — Aber so macht man es im Sexualunterricht! Ist dies gut für die Gesellschaft? Ist es das, was wir für unsere Jugend wünschen?

  • markus roth sagt:

    die übersexualisierung der menschen findet seit jahren in allen medien statt, insbesondere ist sie auch im internet für alle problemlos zugänglich. Die einen sagen, das sei fortschrittlich und emanzipatorisch. dem ist nicht so. wie facebook freunde keine realen freunde ersetzen, so ersetzt virtuelle sexualität nicht reale. sie ist sogar kontraproduktiv zwischen den geschlechtern. kindergartenkinder schon mit plüsch-geschlechtsteilen und sexkoffer aufklären zu wollen ist eine zwängerei der
    ach so fortschrittlichen. belassen wir den kindern ihre natürliche zeit und entwicklung ohne überforderung

  • Georg Stamm sagt:

    Fabian Renz, bitte genau bleiben: Es geht nicht um (mehrere) „Saubermänner mit schmutzigen Schlagzeilen“, sondern um einen einzigen. Und der hat seine Tat vor mehreren Jahren begangen und die Strafe verbüsst. Abgesehen davon sollte es um die Sache gehen und nicht darum, ob im Komitee jemand sitzt, der sich früher schuldig machte. Die Sache bleibt wie sie ist und damit sollten Sie sich befassen wie wir alle.

  • Jean-Fran*çois chappuis sagt:

    La sexualité a été un sujet tabou et il ne fallait pas en parler sous peine d’être puni, voir réprimandé !
    Nous assistons au phénomène inverse et il faut en parler partout et à toute heure. Il n’a qu’à voir les médias et spécialement la télévision pour être fixé sur le sujet. Ensuite l’on s’étonne qu’il y aie de la violence sexuelle et des viols à l’école!
    L’UDF, qui se base sur la bible et les dix commandements, est à des années lumière de l’idée de tout montrer et expliquer, avant que l’enfant soit en âge de comprendre.
    IL faut trouver un juste milieu pour que l’enfant la découvre en douceur

  • Susanna sagt:

    Frage mich immer, wie gross diese Plüschattrappen eigentlich sind. Sie wirken so abgebildet eher riesig, sprich mindestens ERWACHSENE Naturgrösse. Finde Sexualkunde für jede Altersgruppe ok, aber altersentsprechend und… auch in einer Grösse, die nicht zusätzlich angsteinflössend sein könnte. Für Kinder, v.a. jüngere Kinder sollten die Attrappen nicht grösser sein als das, was in ihrem Alter ihre eigene Grösse ist.

  • SYLVIE RG sagt:

    Qui a fait ces peluches ? UN PERVERE ? ET QUI A EU L IDEE ? DES PERVERES ? COMMENT OSEZ VOUS FAIRE PARLER DES PERVERES. LA TRIBUNE DE GENEVE ? DEMANDEZ L AVIS DES ENFANTS…UNE HONTE POUR LA SUISSE

  • Hans P. Grimm sagt:

    Aufklärung ist wichtig, aber muss es schon im Kindergarten passieren? Der richtige Zeitpunkt ist wohl später angesagt, ich denke so in der Pupertät, bei ca. 14-jährigen. Aber dazu brauchts keine Plüschkoffer, sondern gesunder Menschenverstand, nur der ist heute rahr!

  • erika hugentobler sagt:

    … wer erfindet denn solch eigenartige und potthässliche „geschlechtsteile“? einfach lächerlich, sowas! die jungen menschen bekommen hoffentlich einen heilsamen schock, wenn sie mit natura bekanntschaft machen…

  • YannR sagt:

    La pudeur est bonne.
    Tant qu’on ose parler de tout.
    L’école n’est pas là pour dévoiler ces choses.
    Le sex, en parler, yes, c’est clair. Mais proposer d’aller poser des questions, de rechercher des réponses si cela n’est pas présent en maison.
    Avec des mailbox, avec des lieux précis etc…
    Mais pas en publique en classe.
    Et le respect de l’intimité.
    C’est triste.

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