Mehr essen für weniger Körperfett

Running

Um sein Zielgewicht langfristig halten zu können, muss niemand hungern. Im Gegenteil: Wir müssen essen, um richtig zu verbrennen!

Sie haben Ihr Sporttraining im Winter zwischendurch sausen lassen? Und sich stattdessen ein paar Pfunde angefuttert? Nicht so schlimm. Wenn Sie im Sommer wieder eine gute Figur machen wollen, sollten Sie am besten schon jetzt mit dem Körper-Tuning anfangen. Das geht ganz einfach und ohne Hungern – wenn man die Tricks kennt.

Unsere Ernährungsexpertin *Dr. Antoinette Sarasin erklärt, wie wir mehr essen und trotzdem schlank werden und bleiben können:

Um abzunehmen und sein Gewicht auf Dauer zu halten, ist nicht die Menge und das Abwiegen von Lebensmitteln ausschlaggebend. Im Gegenteil, strikte Diäten, bei denen persönliche Vorlieben nicht berücksichtigt werden, zeitigen nur kurzfristigen Erfolg. Wer zum Beispiel Süssigkeiten liebt, wird immer gerne Süsses haben. Und das ist auch o.k. so.

Darum: Schlemmen Sie sich satt – achten Sie nur auf die «Energie-Dichte». Wählen Sie Lebensmittel, von denen Sie grosse Mengen essen können und trotzdem wenig Kalorien zu sich nehmen im Sinne des Energie-Verdünn-Prinzips. Und achten Sie auf Ihre «Mahlzeiten-Frequenz». Essen Sie drei Mal am Tag richtig und genug – aber zwischen den Mahlzeiten keine Snacks, verzichten Sie auf Fruchtsäfte oder zuckerhaltige Sodagetränke. So wird Ihr Gewicht immer weniger ein Thema.

Drei zentrale Faktoren für einen dauerhaften Erfolg:

1. Das Energie-Verdünn-Prinzip: Viel essen, aber weniger kalorienreich.
Reduzieren Sie den Energiegehalt von Mahlzeiten, indem Sie mehr Gemüse/Früchte und weniger Fette speisen. Ausnahmen sind mehrfach ungesättigte Omega-3-Fettsäuren in Fisch und gewissen Nüssen.

Beispiele:

  • Statt Quiche Lorraine als flachen Kuchen zubereiten, eine Springform wählen und eine Broccoli-Quiche zaubern: Viel Broccoli, wenig Teig und der Guss aus Eier und Quark statt Crème Fraiche.
  • Glace mit verschiedenen Beeren statt Engadiner Nusstorte. Beim Essen hat jeder seine individuellen Präferenzen und für jede Vorliebe gibt es genussvolle Alternativen. Wer dies berücksichtigt, hat auf Dauer kein Gewichtsproblem mehr.

Weitere Tipps:

  • Jeder Mahlzeit viel «frische Farbe» beifügen – in Form von Gemüse, Salaten und beschränkt Früchten, die aufgrund ihres hohen Wassergehalts auch bei grosser Menge die Energie-Aufnahme nicht «belasten».
  • Verzicht auf versteckte Fette (Fast Food, Gebäck, süsse Snacks), aber auch Süssgetränke.
  • Das grössere Essvolumen mit erhöhtem Gehalt an Ballaststoffen und Wasser wirkt sich auch stimulierend auf Verdauung und Fettstoffwechsel aus.
  • Wir müssen essen, um richtig zu verbrennen!

2. Keine Snacks und Zwischenmahlzeiten!
Ein weiterer, zentraler Schlüssel zum Erfolg: sich Snacks mit raffinierten Kohlenhydraten abgewöhnen. Sie sind häufig ein Konzentrat an schnell verfügbarem Zucker und gesättigten Fetten, entgegen dem Energie-Verdünn-Prinzip, und sie stoppen den Stoffwechsel.

3. Sport treiben, um mehr Energie zu verbrauchen.
Bewegung bei jeder Gelegenheit in Form von Alltagsbewegung und gezieltem Training. Ausdauersport in Kombination mit gezieltem Krafttraining wirkt besonders effizient, wobei Intensität und Frequenz individuell angepasst werden müssen.

Hat man sich genussvoll auf sein «Energie-Verdünn-Prinzip» eingestellt und berücksichtigt dabei seine persönlichen Vorlieben, klappt das dauerhafte Halten des Zielgewichts umso einfacher, Jojo ist kein Thema.

Ziel: Eine negative Energie-Bilanz erreichen (weniger Kalorien essen als verbrauchen), ohne weniger essen zu müssen oder Leistungssportler zu werden.

Die Vorteile des Energie-Verdünn-Prinzips:

  • Man darf essen!
  • Kein Abwiegen und keine Fixation auf spezifische Lebensmittel.
  • Kein «Hintergehen» persönlicher Vorlieben. Sie sind keine «Sünden», im Gegenteil, sie müssen berücksichtigt werden. Es braucht keinen Verzicht, nur befriedigende Alternativen.
  • Genussvoll zum nachhaltigen Erfolg – ohne Runterhungern
  • Kein Frust!
Dr. Antoinette Sarasin

Dr. Antoinette Sarasin ist Ernährungsexpertin bei «Running im Outdoorblog».

* Dr. Antoinette Sarasin Gianduzzo, Dipl. Anti-Aging- und Präventivmedizin (SSAMP), Nachdiplomstudium in Humanernährung ETH Zürich. Sie ist spezialisiert auf persönlich abgestimmtes, nachhaltiges Gewichtsmanagement, gezielte Stoffwechselanalysen und Vital Aging sowie massgeschneiderte Mikronährstoff-Ergänzungen. Praxis in Zürich und Adliswil. www.yourlife.ch

48 Kommentare zu «Mehr essen für weniger Körperfett»

  • Peter Spelt sagt:

    Nach einem Spitalaufenthalt musste ich für meine Mutter sorgen und ihr salz- und fettarm kochen. Also viel frisches Gemüse, mageres Fleisch und Fisch, das ich für mich nur mit Pfeffer nachgewürzt habe. Ich habe so ohne Hunger in 3 Monaten 9 Kilo abgenommen (von BMI 31 auf 26) und mir auch eine gesündere Essweise angewohnt. Als ich mal Lust auf einen Hamburger hatte, ging ich auf ein Medium Menü von McDo, das hat mir ca. 6 Stunden wie ein Stein im Magen gelegen und hat meine regelmässige Verdauung um 2 Tage verzögert. Interessant, oder? Eigentlich ist es ganz einfach und ich leiste mir auch mal ein Stück Torte oder eine Glacé, aber eben nicht täglich und auch nicht masslos, am besten solche Sachen nicht mit nach Hause nehmen, sondern auswärts geniessen.

  • Daniel Küttel sagt:

    Ich würde mal schätzen dass beim grössten Teil der dickeren Bevölkerung ganz klar die Essgewohnheit am Gewicht schuld ist. Wie schon geschrieben in dem tollen Blog, ist nicht die MENGE wichtig, sondern WAS wir essen, die Energiedichte ist wichtig. Und auch hier muss man etwas rechnen. Nicht jeder Mensch verträgt gleich viel Energie da jeder einen anderen Energieverbrauch hat. Somit ist die Rechnung so kinderleicht?

    VERBRAUCHE MEHR ENERGIE ALS DU ZU DIR NIMMST= DU NIMMST AB= BLEIBST DÜNN. (ausser man hätte eine Stoffwechselkrankheit)

    Aussagen wie: “ Ich mag kein Salat, kein Gemüse , keine Früchte und auch keinen Sport“ finde ich EXTREM befremdend. Das zeigt mir dass man nicht nur faul und bequem wurde, sondern auch vergessen hat was eigentlich für unsere Ernährung gut ist, dabei ist doch auch hier ein gutes Prinzip zu erkennen:

    Alles wo man in seiner unveränderten Form geniessen (Nein, Fliegenpilze sind nicht geniessbar und ja ich weiss dass Salat und Gemüs oder Früchte gespritzt werden gegen Ungeziefer) kann, kann für den Körper nicht schädlich sein. Jetzt könnte jemand einen Blog schreiben was man denn unter UNVERÄNDERT versteht. :o)) Schlagsahne, Auflauf, Pommesfrites mit Schnitzel und solches gehört in diese Sparte und noch viel mehr. Auch da wo irgendwelche Mittel zur Geltung kommen die etwas geschmeidiger, sämiger oder dicker machen etc.

    Dabei kann man doch so viel essen das Spass macht, auch wenn man keine Burger, Pizzen oder Torten in sich reinhauen kann.

    Wenn jemand lernt wieder mehr Zeit für die Ernährung aufzuwenden und sich aktiv mit dem Einkauf und Zubereitung befasst, dem werden die Pfunde purzeln und wer jeden Tag seinen Energieverbrauch durch mehr Bewegung steigert, wird nochmals abnehmen. Ich hab dadurch in 2 Jahren über 50 Kilo verloren.

  • Marcel sagt:

    Energie Verdünn Prinzip? es gibt auch ein anderer Namen dazu -> Metabolic Balance. Wirklich Interessant wie Programme neu erfunden werden und andere Namen kriegen. MB kann ich übrigens nur empfehlen, leider muss man hier halt seine Sachen auf die Waage stellen ;-) 21kg habe ich seit Oktober (Start bei 120kg) letztes Jahr verloren und das ohne wirklich Sport gemacht zu haben. Bevor jetzt alle Sportfanatikier und Ärzte was sagen, ich weiss Sport ist auch wichtig und fördert ja noch den Prozess.

    • Hier geht es eben nicht um restiktive Diäten mit Abwiegen kleinster Mengen. Im Gegenteil, die Menge ist völlig unbedeutend! Zentral ist, persönliche Vorlieben zu berücksichtigen, ja zu akzeptieren, dabei aber genussvolle Alternativen gemäss Enerige-Verdünn-Prinzip, für sich persönlich zu kennen und zu geniessen. Dies ist ausschlaggebend für den nachhaltigen Erfolg, holen einem persönliche Vorlieben immer wieder ein, sei es für süss oder salzig. Dies ist ja schlussendlich Genuss und muss sich keineswegs auf der Waage bemerkbar machen :-)

  • Sabrina sagt:

    Ich bin der Meinung, dass die Menschen heute meist zu viel und vor allem zu ungesund sich ernähren und dadurch oft ein Übergewicht haben. Dazu kommt noch die Wohlstandzivilsation hinzu, man läuft fast keinen Meter mehr, fährt Lift und steigt in das Tram vor der Haustüre und man nimmt die S-Bahn zum Arbeitsplatz wo ein Stuhl wartet… Es wird immer schlimmer, jetzt mit Elektrovelos. Hauptsache man vergeudet keine eigene Energie… (dafür Strom)

  • Dani sagt:

    100 Kalorien zusichnehmen- 90 Kalorien verbrauchen = + 10 Kalorien

    100 Kalorien zusichnehmen – 110 Kalorien verbrauchen = -10 Kalorien.

    Einfache Milchbübchenrechnung.

    Bitte unterschätzen Sie unseren Körper nicht, der macht aus Fett Kohlehydrate und umgekehrt.

  • Xorxe sagt:

    Ich esse 2 Mal am Tag (mittags und abends) und zwar richtig ausgiebig. Nichts dazwischen ausser um 4 Uhr einen Kaffee ohne Zucker. In der Abnehmphase habe ich auf Alkohol und auf Süsses verzichtet, ausser Fr und Sa abends 2-3dl Wein. Ich habe dabei in 14 Wochen 14 Kilo abgenommen, ohne allzuviel Sport, ausser 10 Min. Powerplate pro Tag und ausgiebige Spaziergänge (1-2 Std). Anfängliche Hungerphasen habe ich mit Mineralwasser überbrückt. Jetzt halte ich mein Gewicht seit 2 Jahren mit abends Dessert und Wein zum Essen. Zum Genuss beim Essen: nicht die Menge macht es aus, sondern wie lange ich dabei verweile, also esse ich langsam.

  • Caro sagt:

    Ich habe vor etwa einem dreiviertel Jahr meine Ernährung umgestellt und begonnen, regelmässig und Sport zu treiben. Ich habe seither fast 7 kg abgenommen und fühle mich pudelwohl. Das klingt zugegebenermassen schrecklich vernünftig und genusslos, aber die Wahrheit ist, dass ich ein Schleckermaul und Geniesser bin. Wie es im Artikel schon geschrieben steht, kommt es eben auf die Zusammensetzung und vor allem auch auf die Qualität der Nahrungsmittel an. Unzählige verarbeitete Lebensmittel sind einfach der letzte Schrott, man muss nur mal die Zutatenliste durchlesen. Was hat ein Zusatz von Zellulose in abgepackten Käsescheiben verloren? Sind 1-2 ESSLÖFFEL Zucker pro Becher Fruchtjoghurt wirklich nötig? Auf die ganze Transfett-Geschichte muss ich sicher nicht mehr eingehen. Drehen sie ein Fertiggericht um und lesen sie sich den Chemikaliencocktail ruhig mal durch. Nein danke, da koch ich lieber selber, aus frischen Zutaten wie Gemüse, Fisch, Milch, Butter, Olivenöl. Auch Fleisch, Käse und Wurst esse ich gerne. Pasta, Reis und Weissmehlprodukte (Pasta, Weizenbrot, Gebäck) habe ich lediglich eingeschränkt. Heutzutage brauchen wir diese vielen Kalorien gar nicht mehr. Ich esse, bis ich satt bin, und wenn es so lecker ist, gerne ein bisschen mehr. Wenn die Grundbilanz stimmt, sind gelegentliche Chips- und Bier-Gelage mit Freunden, Grillfleisch, Cremeschnitten, Zwischenmahlzeiten und Sonntagsbraten überhaupt kein Problem. Essen ist eben auch Geselligkeit, da möchte ich nicht Rüebli-kauend danebenstehen. Ich war viel eher überrascht, wie stark regelmässiger Sport das Hungergefühl dämpfen kann. Oftmals habe ich nach einer Bergtour gar keinen besonderen Hunger mehr, warum also noch eine Lasagne essen? Übrigens: An sportliche Aktivitäten sollte man mit ebensoviel Genuss herangehen wie ans Essen. Was nützt es, wenn es keinen Spass macht?
    Verabschieden sollte man sich allerdings von dem Gedanken, dass man damit ein „Ziel“-Gewicht erreicht, wenn dieses Ziel willkürlich gesetzt ist und sich an Schönheitsidealen oder zweifelhaften Tabellen orientiert. Das Gewicht wird sich da einpendeln, wo es physiologisch sinnvoll ist. Ich lass meinen Körper machen und schaue zu ihm, und er belohnt mich mit Vitalität, einem starken Immunsystem und gesund aussehenden Haut&Haaren. Was mehr kann man sich wünschen?

  • Otto Liebschitz sagt:

    Ich esse gern, viel und gute Schokolade. Und bin zufrieden.

  • bitta sagt:

    wieso soll man jetzt plötzlich keine zwischenmahlzeiten mehr essen, nachdem einem jahrelang eingetrichtert wurde, dass der hungerast zwischen frühstück, mittagessen und abendessen das schlimmste ist, das einem ernährungstechnisch passieren kann, da man danach wahllos in sich hinein futtert? nicht umsonst ist znüni und zvieri für kleinkinder ein muss, wieso gilt das für erwachsene nicht mehr?
    ausserdem funktioniert jeder mensch anders, ich nehme hervorragend ab, wenn ich normal fett und süss esse, aber nach 17 uhr keine kohlenhydrate in form von pasta, brot, reis, kartoffeln zu mir nehme.
    natürlich darf man nicht zu wenig essen, da der körper sonst auf sparflamme schaltet, aber 3mal täglich dafür kiloweise gemüse, früchte etc in sich hinein zu schaufeln, kann auch nicht die lösung sein.

    • Lucky_Looser sagt:

      Der Hungerast kommt ja vor allem, wenn man bei den Hauptmahlzeiten zu viele schnell verfügbare Kohlenhydrate isst. Mein zuckerfreies Müesli (Vollkornanteil 70%) mit Milch reicht mir auf jeden Fall bis um 14 Uhr, und das inkl. 1 h joggen.

    • Daniel Küttel sagt:

      Warum sollte ein Znüni und Zviere für Kinder ein MUSS sein? Warum sollen Kindern zmorgen essen? Warum zmittag? Es geht ja nicht ums müssen sondern ums wollen und können. Wenn das Kinder Appetit hat soll es was essen können aber eben halt nicht Eis und Gummibärli, sondern eben Rüebli mit Quarkdip oder Apfelschnitze etc.

      Das schlimmste ist doch wenn wir uns selber GEZWUNGENDE Essenszeiten aneignen.

  • Patrik B. sagt:

    Bei all den Diskussionen mit Gemüse, Eiweiss, Fett, Tierisch etc.. irritiert es mich immer wieder, wenn ich dann eine Fernsehsendung über Naturvölker sehe. Die Menschen da sind nicht normal-schlank wie ich es erwarten würde. Nein im Gegenteil. Da meint man die Ernähren sich was der Jungel und Urwald hergibt (ohne Geschmacksverstärker und sonstigen Zusätzen) – also „gesund“ und doch scheinen die z.T. übergewichtig. Das kann ich dann irgendwie nicht mehr mit den Thesen übereinbringen….

    • James Lehmann sagt:

      Geblähte Bäuche kann man von ganz verschiedenem kriegen. Unterernährung würde zum Teil auch zu einem Bäuchlein führen, wenn man dafür anderes ist, was nicht nahhaft ist. Parasiten führen ebenfalls zu einem Bauch. Nur hinschauen langt wohl nicht, müsste man untersuchen.

  • Petra Hauer sagt:

    Ob man dick ist oder nicht, hängt (fast) nur von den Genen ab (abgesehen von Medikamenten, welche als Nebenwirkung fett machen). Je nach herrschendem Schönheitsideal sind mal die einen, mal die anderen im Vorteil.

    • Lorenz sagt:

      Da stimme ich absolut bei!
      Vor lauter „mehr essen“, „weniger essen“, „mehr sport“, usw usf… wird hier der wichtigste Faktor für das persönliche Gewicht vergessen: Die Gene.
      Ich futtere tagein/tagaus was mir schmeckt, da gehören Chips, Fritten, Schokolade natürlich auch dazu (aber nicht jeden Tag!). Ansonsten esse ich ausgewogen und ziemlich kohlenhydratreich. Seit mehr als 15 Jahren ist mein Gewicht auf +/- 1 kg stabil.

  • Maesi sagt:

    Ich mag z.B. kein Gemuese/Salat – also keine Broccoli-Quiche fuer mich.
    Da ich viel Sport treibe habe ich zum Glueck keine Gewichtsprobleme. Aber ich werde wohl kaum juenger und ein Vielfrass werde ich hoechstwahrscheinlich auch bleiben. Was gibt’s hier fuer Alternativen? Welche Frueche (die mag ich grundsaetzlich alle) sind da am Besten? Im Text stand ja ‚beschraenkt‘ Fruechte…

    Und:
    Das mit dem ‚kein Verzicht‘ hoer sich fuer mich doch eher als Propaganda an. Das Naschen zwischendurch kann Gewohnheit sein – zumindest da waere es dann schon ein Verzicht, wenn man das nicht mehr tun koennte. Oder das Feierabendbier, das Bier zum Fussballspiel? Es hoert sich wirklich gut an, nicht weniger essen zu muessen, aber sind es doch oft die kleinen Sachen zwischendurch, die sich so schoen in Form von Fett ablagern, nicht? (V.a. Dinge, die man nicht aus Hunger zu sich nimmt, wie eben mal ein Glas Wein oder ein Bier abends oder die Chips vor dem Fernsehen…)

  • Daniel Meier sagt:

    Und was ist mit keine Snacks und Zwischenmahlzeiten mehr? Wenn ich wie von Ihnen beschrieben esse, habe ich sehr schnell nach der Mahlzeit wieder Hunger, Wasser sättigt schliesslich nicht. Was mache ich dann?

    DIe Frage von Joel Becker würde mich auch interessieren, deswegen hatte ich überhaupt den Artikel gelesen.

    • Lieber Herr Meier

      Wenn ich mich bei einer Mahlzeit nach dem Energie-Verdünn-Prinzip richtig satt esse, habe ich danach stundenlang keinen Hunger. Eine Broccoli-Quiche, wie im Text als Beispiel erwähnt, besteht ja wirklich nicht nur aus Wasser. Einen Hungerast bekomme ich nur, wenn ich z.B. Fast Food esse.

      Lieber Gruss
      Natascha Knecht

      • Maesi sagt:

        Denkst du nicht, dass da der individuelle Organismus und jahrelange Gewohnheiten zu Zuge kommen? Als ich staendiges Naschen auf 3 Tages-Malzeiten aufgeteilt habe und sozusagen nichts mehr zwischendurch zu mir genommen habe, fiel mir das zu Beginn alles andere als einfach. Nach einer gewissen Zeit war’s normal, und ich hatte auch keine Lust auf diverse Sachen zwischendurch.
        Ein einfachsten war dann, viel Wasser (ungesuessten Tee/Kaffee) zu trinken.

  • M. Bättiger sagt:

    Es gibt nur eine Möglichkeit abzunehmen, dass ist regelmässiger Sport. Alles andere nützt nichts. Ich achte schon eine weile auf mein Essen. Trinke überhaupt keine Süssgetränke mehr, keine süssen Frühstücksflocken, keine fettigen Würste, Chips u.ä. Süsses (Schokolade) habe ich stark eingeschränkt. Ich achte auf ausgewogene Ernährung. Schneide mir Früchte in meine Frühstücksflocken, koche immer Gemüse, esse Salate etc. Aber mein Gewicht hat sich kein Deut reduziert zu vorher, wo ich überhaupt nicht auf mein Essverhalten geachtet habe. Ja, ich habe sogar zugenommen! Alles verzichten, bewusst Essen, ausgewählte Ernährung nützt null (und wenn man es als Verzicht wahrnimmt, dann wird man es wohl auch nicht ewig durchhalten). Nützen tut nur regelmässiger Sport.

    • Philipp Imhof sagt:

      Die Rechnung ist einfach: Nimmt man mehr Kalorien zu sich, als man verbraucht, setzt man Fett an. Nimmt man deutlich (also min 10%) weniger Kalorien zu sich, als man verbraucht, nimmt man ab. Nur ist die Frage, was man abnimmt: Hat der Körper nicht genügend Eiweiss, fängt er an, Muskelmasse abzubauen, um sich das Eiweiss zu beschaffen. Dann verliert man zwar auch an Gewicht, aber weil Muskelzellen verschwinden, senkt das auch den Energieumsatz. Dagegen hilft nur richtige Ernährung und Training — stimulierte Muskeln werden nämlich nicht abgebaut, weil der Körper „merkt“, dass sie wichtig sind.
      Regelmässiger Sport alleine reicht nicht aus. Nur die Kombination aus guter Ernährung und richtig dosiertem Sport (Kraft- und Ausdauertraining) kann es bringen.

      • M. Bättiger sagt:

        Das tönt immer so einfach. Wenn man einen anspruchsvollen Job hat, Kinder und eine Frau, bleibt schlicht keine Zeit mehr dazu. Also hab ich versucht, wenigstens beim Essen „Gegensteuer“ zu geben. Aber wenn dies eh nichts nützt, sollte man es vielleicht ganz lassen.

        • Nora Linder sagt:

          Willkommen im Club. 2h Arbeitsweg pro Tag, 100% Job – jeden Abend kochen (gesund!). Wann soll ich denn ausser am Wochenende noch Sport machen? Okay, ich versuche soviel wie möglich Bewegung im Alltag einzubauen. Kein Lift, kein Tram etc.
          Bei meinem halbjährigen Sabbatical ging ich jeden Tag 1-3 Stunden nach draussen, biken oder dann halt ins Fitnesscenter für die Kraft. Fürs Gewicht hat es rein gar nichts genützt. Natürlich war ich dafür aber recht fit.
          Aber es ist wirklich ein Riesenfrust, wenn man soviel wie möglich berücksichtigt und im Endeffekt doch nichts nützt.
          Ich werde mir wohl mal meine Schilddrüse durchchecken lassen.

  • Daniel Meier sagt:

    Der Titel ist doch sehr irreführend, um nicht zu sagen falsch. Was hier gefordert wird, ist ganz klar weniger essen.

    • Leber Herr Meier

      Nein, es geht darum mehr zu essen – nach dem Energie-Verdünn-Prinzip. Seit ich mich so ernähre, esse ich beachtlich viel mehr als früher und kann mein Gewicht problemlos halten.

      Beste Grüsse
      Natascha Knecht

      • Joel Becker sagt:

        Mehr Essen und Gewicht halten klingt ja super, aber wie sieht es denn mit dem Körperfett (vgl. Titel) aus? Konntest du das, seit du dich so ernährst, auch reduzieren? Das würde mich nämlich interessieren!

    • Heinz sagt:

      @D.Meier: Frau Knecht hat schon recht. Es hat nicht mit weniger essen sondern mit bewusster essen und leben zu tun. Ich habe mit einer ähnlichen Methode (Montignac-Methode) begonnen und dabei bemerkt dass diese Methode (Menüvorschläge) für mich zu restriktiv ist. Dabei habe ich diese Methode für mich so angepasst (Montignac und Energiebilanz) dass ich nicht hungern musste und das Essen doch sehr ausgegwogen war. Jeweils alle 14-Tage göhnte ich mir, zu Hause oder im Restaurant, ein Super-Menü mit Alkohol.
      Der Hauptschlüssel zum Erfolg war jedoch der Sport. In meinem Alter (42)verliert man(n) keine Gewicht mehr mit weniger essen. Mein Training war jeweils jeden zweiten Tag 1 Stunde lang (abwechselnd Kraft und Ausdauer) immer abends vor dem Essen, durch dasTraining bekam ich danach ein kleineres Hungergefühl. Ich habe mit dieser Methode über 20kg verloren.

      • chantal racine sagt:

        JA: Essen macht schlank! Ich weiss: es klingt falsch und ist doch richtig ! Ich habe selbst in den letzten 7 Monaten 20 kg abgenommen und NUR durch richtiges Essen ! Ich esse VIEL mehr als vorher, 3x am Tag und meine Verdauung funktioniert endlich korrekt. Zur Unterstützung gehe ich ab-und zu in die Akupunktur. Meine Erkenntnis: Der Körper ist wie ein Motor: nur wenn alle „Säfte“ aufgefüllt sind und richitg fleissen, der Service gemacht und auch sonst zum Motor geschaut wird, kann er problemlos seine echte Leistung bringen. Siehe auch 3-fach-Erwärmung in der trad.chine.Medizin ! Ich habe mich nie wohler gefühlt. Danke !

        • chantal racine sagt:

          Nicht-Essen oder zuwenig-essen führt zu Notstands-Programm und alles was kommt wird eingelagert. Wasser wird auch eingelagert und man sieht aufgedunsen aus. Essen mit „Sprossen“ (kann man easy selber züchten) gibt Aminosäuren, Frauen sollten vermehrt Soja-Produkte essen (Tofu-Soja-Bohnen ect.und Algen), dies bindet freie Radikale, hilft gegen Mens-Beschwerden und beugt Meno-Pausen-Symptomen vor. Auch gut für Prostata-Krebsprävention.
          Das einzige was ich weniger Esse ist „Sättigungsbeilage“. Ich schlage beim Essen richtig zu, fühle mich aber nie voll. Ob Fleisch, Fisch oder Tofu: dazu immer Gemüse/Salate/Rettiche und Sprossen. Saucen kann man auch aus Gewürzpulver in der Pfanne vom Fleisch/Fisch machen, behält den Geschmack und mit schluckweiser Zugabe von wenig Wasser/aufkochen/verrühren herrlich hinkriegen.
          Tipp: Gemüse ohne Salz kochen und erst nachher salzen. Man braucht weniger Salz und es ist bekömmlicher. Pfeffer auch nur wenig verwenden – lagert Wasser ein, blockiert die Nieren.

  • Mario Monaro sagt:

    @Peter Waldner: strengen Sie Ihre Phantasie an, dann finden Sie schon Dinge, die Sie mögen, Ihnen aber bei der Gewichtskontrolle helfen…

  • David sagt:

    Mit veganer Kost kann man sich dumm und dämlich essen, ohne ein gramm Gewicht zu zulegen! Ich kann essen so viel ich will, solange es keine Tierischen Produkte enthalten. Bevor ich mich vegan ernährt habe, habe ich mich 20 Jahre lang vegetarisch ernährt. Da ich aber Milch und Eier in grossen mengen gegessen habe (Gipfeli & Co), habe ich nie wirklich abgenommen, da ich anstatt Gemüse und Früchte zu essen, mich jahre lang fälschlicher weise als „Pudding Vegetatiere “ ernährt habe. Seit dem ich mich nun strickt vegan ernähre, fühle ich mich wie ein neuer Mensch. Voller Kraft & nie Übergewichtig. Also eigentlich genau das was ich schon immer wollte, aber ich mich nicht getraute habe zu ändern. Da unsseres Essverhalten im Westen eher viel zu viel tierische fette verwendert, müsste man schon sich selber und seiner eigenen Kulturellen Essgewohnheiten etwas selbstkritischer gegenüber stehen um ein wandel zu vollbringen.

    • Philipp Imhof sagt:

      Das hat mit veganer Ernährung nichts zu tun. Dick gemacht haben nicht die Eier und die Milch, sondern das Gipfeli mit seinen Transfettsäuren und dem Zucker. Wer sich vegan ernährt, muss irgendwie dafür sorgen, dass sein Körper das nötige Eiweiss erhält, rund 1g pro kg Körpergewicht. Das ist möglich, aber gar nicht so einfach, wenn man weder Eier, noch Milch, noch Fleisch isst.
      Vegane Ernährung ist nicht nötig (und m.E. auch nicht sinnvoll) für eine schlanke Linie. Vollkorn- statt Weissbrot (zwar mehr Kalorien, aber bessere glykämischer Index), mageres Flesich statt fettes (z. B. Pouletbrust), normale Portionsgrössen (Waage!) statt nach Augenmass den Teller füllen und sich vollstopfen.

    • Maesi sagt:

      Unverstaendlich, wie man sich so ernaehren kann – aber jedem das sein. ;)

      Hoffe jedoch schwerstens, dass du ein solches Essverhalten deinen Kindern nicht aufzwingst…

      • Karin Gut sagt:

        Die meisten Kinder würden wohl die vegetarische Ernährung vorziehen, wenn man ihnen nicht verheimlichen würde woher das Fleisch kommt und sich die Kinder beim Metzger einmal anschauen könnten wie ein Kälblein getötet und zerlegt wird.

        • Maesi sagt:

          Ich sage auch nichts gegen vegetarische Ernaehrung (auch wenn ich niemals auf Fleisch verzichten moechte/werde), sondern gegen veganische Ernaehrung von Kindern:
          http://www.gesundheitstipp.ch/themen/beitrag/1050042/Vegan_Schaedlich_fuer_Kinder
          (und ja, ich habe auch den Kommentar des Vegetariers gesehen…)

          (Weiteres darf selber gerne ergoogelt werden.)

        • Roli sagt:

          Aus eigener Erfahrung ist das schlicht falsch. Kinder können wissen, das Fleisch tote Tiere sind, das auch gesehen haben und trotzdem Fleisch und Fisch essen. Einzig der Respekt vor einem wertvollen Lebensmittel wird gesteigert. Selbstverständlich funktioniert das nur, wenn auch die Eltern einen positiven/respektvollen Umgang mit dem Lebensmittel Fleisch haben.

        • Patrick Leu sagt:

          Die Eltern interessiert es auch nicht, warum sollen es dann die Kinder wissen wollen. Zudem ist ihr Ansatz falsch wenn Sie von „Kälblein“ reden. Sie zielen auf den Jöheffekt und das grenzt schon an Journalismus; sprich an das-Verdrehen-und-Zurechtwürgen-von-Tatsachen-wie-es-gerade-in-den-Zeitgeist-passt. Haben Sie schon mal Gemüse gefragt, ob es geraffelt werden will? Pflanzen reagieren nämlich auch auf ihre Umwelt.

    • Remo sagt:

      Tierische Produkte sind nie und nimmer das Problem, sondern Mangel an Bewegung und Essen über den Hunger hinaus. So war vor vor der Industrialisierung und der damit beginnenden Mobilität gereade das Fett von Tieren besonders begehrt. Aber auch Fleisch im Allgemeinen sowie Milchprodukte wurden früher in rohen Mengen konsumiert – doch um von A nach B zu kommen musste man halt zu Fuss gehen und auch die meisten Berufe setzten Körperkraft voraus. Wenn du dich mit veganer Ernähung fit und zufrieden fühlst, ist das natürlichg toll. Ich hoffe nur, dass dir nicht plötzlich die Zähne ausfallen, deine Knochen brüchig werden und du unter Muskelschwund leiden wirst.

  • Peter Waldner sagt:

    Was nur, wenn man Gemüse und Früchte nicht ausstehen kann? Und Salat ohne Sauce und Brot auch nicht? Tja – dann ist man nullkommanix zu dick und zu kurzatmig für den schmerzhaften Sport, den man eigentlich ohnehin nicht ausstehen kann. Eigentlich braucht es keine Ernährungsexperten, sondern einzig die Erkenntnis: Essen und „tun“ darfst Du nur, was Du nicht magst. Dann steht dem Magersein nichts mehr im Wege.

  • lionell sagt:

    Mehr Früchte und Gemüse, mehr Sport, keine Zwischenmahlzeiten. Ich staune. Das ist ja mal wirklich ganz was neues.

    • christine sagt:

      lionell – was erwartest du? die diät-wunder-pille, die dich kotzschrott in rauhen mengen essen lässt und dir dennoch einen gestählten körper mit wunschgewicht verspricht?
      es geht ja zum einen um den körper, der essen braucht und verdauen muss, um zu funktionieren. und zum anderen um die psyche, die an der sache gefallen finden muss – also das gefühl der genussvollen essbeschäftigung und ne heizung durch sport und hierdurch noch glückshormone braucht.
      mehr früchte
      mehr gemüse
      mehr sport
      keine zwischenmahlzeiten
      perfekt.
      füge noch ausreichend schlafen, genügend getränke ohne versteckte kalorien hinzu – und was besseres gibts nicht.
      wenn du willst, kannst du aber auch bei vollmond mit einer handvoll chinesischer wundernüsse in der linken backe drei mal ums haus joggen.

  • Karin Gut sagt:

    Der Ansatz schlechtes Fett etc. über „Verzicht“ zu umgehen hat wenig Aussicht auf Erfolg. Der Verzicht weckt Gier, ich möchte aber ich verbiete es mir, das Ansehen der minderwertigen Lebensmittel wir noch gesteigert.

    Das bessere Herangehen ist, so weiter zu essen wie bisher, sich aber genau zu informieren welche angeblichen Lebensmittel man isst, die den Namen Lebensmittel nicht verdienen. Leckere Würste, Pommes Chips, Frites, Cremeschnitten, Snickers, Osterhasen, etc, das ist nicht lecker, das ist Kotzschrott, das billige Fett darin ruiniert mir den Körper von innen, schädigt meinen Magen, meinen Darm, mein Herz, meine Gelenke, meine Gefässe und viele weitere Organe, macht mich schlapp, dick und krank.

    Wenn man sich beim Essen von Kotzschrott jedes Mal vor Augen hält, was man jetzt gerade in seinen Körper aufnimmt, was der Körper jetzt dann leisten muss diesen Schrott einigermassen unbeschadet wieder los zu werden, dann ist es bald kein Verzicht mehr, solche minderwertigen Lebensmittel zu meiden.

    • James Lehmann sagt:

      Der Punkt ist aber, dass man diese gemiedenen Esswaren durch andere ersetzten kann. So gesehen steigert es das, was sie Gier genannt haben nicht.

    • maurena salzmann sagt:

      liebe karin

      besten dank für den neuen begriff „kotzschrott“, wurde umgehend ins voki übernommen. wir haben es bisher netterweise als „winknahrung“ bezeichnet…

    • shii sagt:

      Die Gier kann man einfach umgehen, indem man sich pro Woche oder alle 2 Wochen einen Tag reserviert, wo man alles essen darf.

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