Nackt-Kletterin «beschmutzt» heiligen Berg

Jess Kelley

«Als hätte sie soeben Europa erobert.» So posiert die australische Nackt-Kletterin Jess Kelley auf dem Gipfel. Das Foto machte ihr Kletterpartner (ebenfalls hüllenlos) mit ihrem Handy. Veröffentlicht hat es als erstes die «Sunshine Coast Daily».

Diese etwas kuriose Geschichte erreicht uns aktuell aus Queensland in Australien. Jess Kelley, eine 24-jährige Archäologin aus Brisbane, kletterte kürzlich splitterfasernackt auf einen Gipfel in den berühmten Glasshouse Mountains. Auf sich trug sie nur ein Mobiltelefon und im Haar eine Spange mit Katzenohren. Ihr Kletterpartner Jeremiah war ebenfalls unbekleidet. Oben posierte Jess für das Foto, «als hätte sie soeben Europa erobert», berichtete die «Sunshine Coast Daily».

Schon einige Wochen vorher habe Jess den Berg Tibrogargan bestiegen, da sei ihr die Idee gekommen. «Auf dem Gipfel verspürte ich Lust, mich auszuziehen und dachte, es wäre eigentlich grossartig, die ganze Route nackt zu begehen.»

Ein tribalistisches Abenteuer

Gedacht, getan. Für ihre Nacktbesteigung machte sie sich früh am Morgen auf, weil sie als erfahrene Kletterin wusste, dass der Fels in der Sonne zu heiss wird, um ihn barfuss begehen zu können. Später berichtete sie: «Es war ein physisches und tribalistisches Abenteuer. Absolut genial, befreiend und Fun. Ein Höhenflug.»

Bei der nahe gelegenen Helikopter-Rettungsbasis reagierte man unerfreut auf Jess‘ Nackt-Ausflug. Sowas habe man in den Glasshouse Mountains noch nie beobachtet. Und man sei nicht daran interessiert, unverhüllte, in Not geratene Kletterer auszufliegen.

Wie nackt in der katholischen Kirche

Überaus empört äusserte sich eine Aborigine-Frau. Die Glasshouse Mountains seien heilig für die Gubbi Gubbi, die Ureinwohner in dieser Gegend. «Jess Kelley ist in Gefahr, sie muss sich um ihre Zukunft fürchten. Sie beschmutzte einen heiligen Ort. Das ist, wie wenn jemand nackt in die katholische Kirche marschiert», so die ältere Frau. «Einfach abscheulich, eine Schande. Was für ein Blödsinn. Vielleicht wird sie irgendmal merken, was für eine Dummheit sie getan hat.» Diese Berge respektiere man, indem man von unten nach oben schaut. Nicht von oben nach unten.

Topo Tibrogargan

Jess Kelleys Kletterniveau: Topo vom Tibrogargan in den Glasshouse Mountains, Australien.

Die Gubbi Gubbi engagieren sich seit Jahren, damit die boomende Kletterei in den Glasshouse Mountains nicht ausschweift. Jetzt wollen sie eine Webseite aufschalten, die den Felssportlern die Kultur der Aborigines beibringt.

Jess Kelley entschuldigte sich öffentlich: «Ich wollte niemandem zu nahe treten. Auch ich empfinde eine tiefe Verbundenheit mit den Bergen dieser Gegend, darum klettere ich so gerne dort. Nackt fühlte ich mich ihnen noch etwas näher.»

Auch in Europa wird hüllenlos geklettert

Jess Kelley ist nicht die erste, die sich unbekleidet an den Fels wagt. Die Australier rühmen sich sogar, sie seien Vorreiter dieser Bewegung. Allerdings wissen wir, dass Schriftsteller  Hermann Hesse schon vor hundert Jahren in der Region von Amden (SG) nackt durch die Berge kletterte.

In den USA avancierte das freizügige Freiklettern vor einigen Jahren schliesslich zum Trendsport. Wesentlich beeinflusst hat diese «Nude Rock Climbing»-Kultur der kalifornische Kunstfotograf Dean Fidelman, der unverhüllte Frauen mit langen Haaren am Fels abknipst – und mit den schönsten Bildern seit vier Jahren einen Kalender herausgibt. Nackt-Klettern, so Fidelman, sei die reinste Form. «Es zelebriert den menschlichen Körper. Inzwischen üben hunderte von Leuten diesen Sport aus, der den wahren Geist des Kletterns einfängt.» Unterdessen findet das Nacktklettern auch in Europa Anhänger. Besonders in England, aber auch in Deutschland und in Frankreich.

Herrmann Hesse Amden

Vorreiter der Nacktkletterei: Schriftsteller Hermann Hesse im Sommer 1910 oberhalb von Amden am Walensee (SG). Das Bild machte seine damalige Frau Maria. (Bild: Deutsches Literaturinstitut Marbach)

Ohne Kleider, ohne Seil, ohne Sicherung: So kunstvoll fotografiert der Kalifornier Dean Fidelman nackte Kletterinnen am Fels. Seit 2008 stellt er die schönsten Bilder für einen Jahreskalender zusammen (www.stonenudes.com). Damit löste er einen Boom für die puristischste Form des Klettern aus.

Ohne Kleider, ohne Seil, ohne Sicherung: So kunstvoll fotografiert der Kalifornier Dean Fidelman nackte Kletterinnen am Fels. Seit 2008 stellt er die schönsten Bilder für einen Jahreskalender zusammen (www.stonenudes.com). Damit löste er einen Boom für die puristischste Form des Klettern aus.

Nude Climbing Skulptur Colorado

In den USA wird Nacktklettern in allerlei künstlerischen Formen gezeigt. Im Bild: Skulptur in Colorado. Sie steht seit zwei Jahren mitten auf einem Strassen-Kreisel in der Innenstadt von Silt. Natürlich löste das Kunstwerk sofort eine Kontroverse aus.

Nacktkletterer

Und so sieht es aus, wenn sich «ganz normale» Nackt-Kletterer ungekünstelt gegenseitig fotografieren. Erschreckend? Oder einfach nur natürlich? Die Meinungen gehen auseinander.

Nackt-Klettern, Nackt-Wandern, Nackt-Biken, Nackt-Skifahren, FKK-Strände:

Finden Sie das gut? Wie frei darf Freiklettern sein?

148 Kommentare zu «Nackt-Kletterin «beschmutzt» heiligen Berg»

  • Onkel Luja sagt:

    Unter einem nackten klettern möchte ich sicherlich nicht klettern.Aber ich hoffe wir lassen diese Zeiten einmal hinter uns wo wir im Namen des Glaubens anderen Leuten Schlechtigkeiten wünschen. Ich glaube Gott würde sich das verbitten.

  • Ulf Dietmar sagt:

    Es ist doch merkwürdig, dass sich bei allen Blogs noch niemand gefragt hat, wie denn die Aussicht ist für denjenigen, der hinter der Nackten klettert, ob nun nackt oder nicht! Und wo befestigt er sein Rettungsseil?

  • Kim Dällenbach sagt:

    Ich kann mir nicht denken, wieso sich die Aborigines über die Nacktheit der Dame empören. Sie selbst sind ja traditionellerweise auch nicht gerade das, was man verhüllt nennen könnte. Auch, dass sich die Kletterin mit der Natur noch stärker verbunden fühlt, wenn sie nackt klettert, erscheint mir durchaus nachvollziehbar. S’ist nur nich jedermans Sache.
    Auch frage ich mich, wieso sich überhaupt jemand über das ganze empört. Die Aborigines gehen ja selbst nicht auf den Berg, also können sie sich nur darüber aufregen, wenn sie davon hören – begegnen den Kletterern aber selbst nicht…

  • Josef sagt:

    Wenn die nackte Kletterin noch einen Spoter sucht, bin ich dabei. (-: Aufmerksames Sichern wird gewährleistet.

    Allerdings werde ich nicht nackt sichern. (-:

    • Sabrina sagt:

      Ja, gute Idee und nimm noch einen Kollegen bzw. weiteren Spotter mit. Dann kann einer von oben und einer von unten sichern…

  • Peter sagt:

    Nicht ganz dicht ist so einer /so eine. Es ist absolut unnötig, ja sogar gefährlich, als Nackter / Nackte sich in der Natur zu bewegen.Verletzungen, Sonnenbrand und Zeckenbefall sind die Folgen. Wer’s mag, der soll, und ist bescheuert.

  • Markus Schneider sagt:

    Religiöse Gefühle gehören abgeschafft. Die rechtfertigen ja offenbar jeden Scheissdreck, da darf man sogar Gubbi Gubbi heissen und die Katholen rechtfertigen.

  • Fehr Reto sagt:

    Da haben aber die Outdoor-Firmen wie Vaude und Mammut sicher eine Freude…. hahaha

  • Rolf sagt:

    Ich habe so meine Mühe mit dem ersten Bild. Ist das Eva Braun mit Hitlergruss?

  • gregory sagt:

    nacktklettern birgt auch noch ganz andere gefahren: hat jemand den film 127hours gesehen?

    • Sabrina sagt:

      ich nicht, welche Gefahren birgen die noch? Sonnenbrand an empfindlichen Stellen? Schürfungen oder blaue Flecken? Erfrierungen?

  • Simu sagt:

    Aufgrund eigener (leider bisher nicht allzu häufiger) Erfahrungen kann ich bestätigen, dass es ein sehr angenehmes Erlebnis ist, sich nackt in der Natur zu bewegen. Sei ’s beim baden, klettern, snowboarden (ja, im Ernst). Das Wasser, die Luft, die Sonne auf der (ganzen) Haut zu spüren; ein gewisses Gefühl von Freiheit und / oder Verbundenheit mit der Natur . . . Es ist nur schlecht in Worte zu fassen, was es ausmacht – Ich würde einfach allen eigene Experimente empfehlen!
    (Nur nebenbei @ C. Lustenberger: Mich würde es anscheissen MITfinken zu klettern.)

    Allgemein kann ich mich vielen oben stehenden Argumentationen für mehr Natürlichkeit (und damit z.B. auch Nacktheit) anschschliessen, dies würde wohl einige „Gesellschaftskrankheiten“ entschärfen. Dass dabei nicht jeder Körper aus jeder Perspektive ein ästhetisches Highlight ist, ist ja nix als normal; abgesehen davon, dass auch die Kleidung mancher Menschen eine Faust auf ’s Auge ist.
    (N.B. @ Naja:Ich finde den Gedanken an würgende Menschen (egal ob nackt oder angezogen) eher unappetitlich. Ist es nun eine Zumutung, dass die meisten ihren Mund unbedeckt haben?

    Da ich nicht gleich einen Roman schreiben will, zu den anderen Aspekten der Geschichte nur Stichworte:

    – Mehr Respekt gegenüber der Natur und Ihren Ureinwohnern wären generell wünschenswert. Diese Geschichte weist nur mit einem etwas „speziellen“ Beispiel auf eine Grund-Problematik hin.

    – „Medien-Geilheit“ in verschiedensten Formen ist dann nochmals ein weites Thema für sich . . .

    Freuen wir uns auf den kommenden Sonntag (25 Grad) ;-)

  • Naja sagt:

    Ich finde es generell unappetitlich, wenn ich an die stinkenden, sekretierenden Schamteile denke. Ganz abgesehen davon ist es meist nicht sehr aesthetisch. Die drei Typen im Bild wuerde ich jedenfalls nur mit Wuergen ansehen koennen.

  • Eduardo sagt:

    Nackt im Rolls-Royce fahren, die perfekte Vereinigung von ursprünglicher Natur und verfeinerter Kultur ;-)

  • Sandra sagt:

    Nachtrag: Wenn mir sowas passieren würde, wie Pille in den Dolomiten….wähhhh…nicht auszudenken und ist dann einfach eine Zumutung von diesem Nacktkletterer, der denkt, das diese Aussicht auf die Alpenrose nett ist.

    • greg sagt:

      ich war zwar noch nie in den dolomiten, aber kann man auf einer felsleiter nicht ein paar stufen wieder zurück?! man in so einer situation ja nicht auch noch an der alpenrose zu riechen…

      • Sandra sagt:

        weiss nicht, aber ich denke, dass hintendran auch noch andere waren….ist auf solchen Leitern so….stelle ich mir vor.
        Nein, sie meinte auch nicht riechen, aber immer angucken, weil man ja nicht unbedingt immer nach unten gucken kann :-) eh ist ja auch egal, wie auch immer….ist einfach nicht eine optimale Situation, finde ich…aber du kannst es ja mal ausprobieren, greg, und mir dann Bescheid sagen:-)

  • Sandra sagt:

    Der Witz am Nacktklettern oder irgendwas kennt niemand, Kate !

    Ich persönlich bin sicher nicht prüde, aber möchte mir irgendwie aussuchen können, welche Personen ich gerne nackt sehe und geniesse, und welche lieber nicht.
    OK, stimmt da gehe ich nicht in die Sauna und nicht zum FKK Strand…mache ich auch nicht. Aber wenn ich noch beim Klettern, oder Wandern, oder Biken oder Inlineskaten ungefragterweise Pimmelis, Brüste und Schamlippen anschauen muss, die ich eigentlich gar nicht sehen will….da hört es dann einfach auf.

    • anninamaria sagt:

      Danke! Einfach nur danke. Obwohl sich ungefragt Entblössende nicht mein einziges Problem sind (auch wenn jemand anders anscheinend mehr weiss als ich selbst?:) schliesse ich mich dem vollkommen an. So wenig wie ein Badehosenfan an den FKK gehen sollte, so wenig sollten Blüttler an einen Badehosenstrand. Nur fair:):)

      • Sandra sagt:

        Ja gäu…..:-) zumal es einfach überflüssig ist, solche Manöver….:-) und nein, ist auch nicht grösstes und schon gar nicht mein einziges Problem:-)

        • anninamaria sagt:

          cool!:) wow, also heisst es wirklich nicht zwingend, dass man Blüttlerfan sein muss, um bisserl tiefgründiger zu sein. beruhigend:) ist ja auch eine total ernste Sache die ganze Diskussion:)

    • Markus Schneider sagt:

      Verschleierung gehört verboten. Der Mensch kommt nackt auf die Welt, warum also soll er sich verhüllen müssen? Wenn er hässlich ist, na gut. Wenn er kalt hat, na gut. Aber bloss, weil es die anderen wollen?

  • Kate sagt:

    Was genau ist jetzt der Witz an Nacktkletterei?!

  • Joachim Adamek sagt:

    Es ist zuweilen gewiss nicht ohne Reiz, nackt im Fels zu klettern, in luftiger Höhe unbekleidet ein Sonnenbad zu nehmen oder hüllenlos ins Tal zu powdern. Ich bin jedoch der Meinung, dass man so etwas nur machen sollte, wenn man dadurch nicht die Gefühle anderer verletzt.
    Leute, die es ganz und gar natürlich finden, mal eben nackt durch die Gegend zu radeln oder über die Piste zu flitzen, sind in meinen Augen nicht cool sondern extrem rücksichtslos.
    Sollten die Nudisten eines Tages die Alpen erobern, werde ich in den schönsten Wochen des Jahres nach Nord-Norwegen auswandern. Dort kann man wirklich tagelang unterwegs sein, ohne auch nur einer einzigen Menschen Seele zu begegnen.
    :-)

  • Yanick sagt:

    Und wo bitte schön ist das Problem. Nackt zu sein ist nichts mehr als natürlich. Wo leben wir??? Wir Menschen auf diesem Planeten sind wohl das Dümmste was diese wunderbare Kugel zu bieten hat…

    • Daniel sagt:

      Nicht alles was natürlich ist, ist auch angebracht. Ich kann öffentlich auf die Strasse scheissen und mich dabei befreit fühlen und sagen es sei schliesslich natürlich… Ich kann mich im Zug einer Intimrasur unterziehen und im Restaurant auf den Tisch kotzen. Es wäre unkultiviert, unanständig und respektlos. Nicht alle gesellschaftlichen Konventionen sind schlecht. Ohne sie ist ein geordnetes Zusammenleben nicht möglich.

      • Sandra sagt:

        Danke Daniel….die richtigen Worte…

        • Markus Schneider sagt:

          Was bitte hat Nacktheit mit Scheissen und Kotzen zu tun? Da ist doch was krank im Hirn. Ist denn irgendjemand hier unter seinen Kleidern irgend etwas anderes als nackt? Solches Zeug kann doch nur aus der rechtskatholischen Ecke kommen, verklemmt von der Wiege bis zur Bahre.

  • christof Lustenberger sagt:

    mich würde es anscheissen ohne finken zu klettern. aber wers braucht, dem seis drum

  • Kurt sagt:

    Die Argumentation der Nudisten ist ja schon sehr seltsam: nur weil die Aborigines lange Zeit nackt umher liefen, dürfen sie heute, nachdem auch sie den Lendenschutz entdeckt haben, die Nacktheit dieser Frau nicht empörend finden? Man hat in der Vergangenheit noch viele Dinge getan, die heute gegen jedes Sittengefühl stossen… wie zum Beispiel Säuglinge einer Amme zum Stillen geben oder gemeinsames Kacken.

  • Verena Luisa sagt:

    Ist aber nicht ganz konsequent, diese Nackt-Kraxlerei: Warum dann Helm, Seil und Haken? Und die Schönheit ist auch alle, wenn da mal einer/eine seine/ihre Kletterfähigkeiten überschätzt. Was meinen Rega und SAC zu diesem tiefschürfenden Thema? Muss jetzt deren Pflastervorrat aufgestockt werden???

    • Hugo Niemer sagt:

      seh ich auch so: weshalb einen Klettergurt anziehen aber nichts darunter – das ist nicht nackt, das scheint mir ziemlich lächerlich.

      • Sandra sagt:

        Und ich kann mir vorstellen, dass der Klettergurt ganz schön ripst an verschiedenen Stellen….aber Hauptsache, man fühlt sich befreit und es tut gut :-)

  • Döme sagt:

    Die Dame stellt ganz einfach ihre persönliche Bedürfnisse über die anderer Leute.
    Man kann dann schon Wörter wie „Toleranz“ in den Ring werfen, oder aber auch negativ behaftetere wie „Egoismus“…

    Diese *Scheissegal, obs andere stört, hauptsache ich fühle mich gut dabei*-Mentalität kackt mich langsam an.
    Vielleicht wäre ein bisschen weniger Egoismus und etwas mehr Rücksichtsnahme mal angebracht.

    • Pit sagt:

      Andersrum ist es genauso: Sie stellen ihr Bedürfnis nach Kleidung über das Bedürfnis Nackt zu sein. Wo bitte ist das der Unterschied? ;-)

      • wenn 2 dasselbe tun, ist es eben nicht dasselbe. Ich bin kein Egoist, er/sie ist auch einer…

        • und Natürlichkeit ist für den entfremdeten Mitläufer eben kein Argument, im Gegenteil eher eine besondere Bedrohung, scheint es, so wie die meisten hysterisch auf solche gesunde Bemerkungen reagieren. Natürlichkeit ist ja eigentlich eines der wenigen objektiven, rationalen Argumente, währende alles andere emotionale, verbogene Scheinargumente sind.

      • Döme sagt:

        Pit, ich glaube aber nicht dass sich jemand gestört fühlt, wenn ich angezogen rumlaufe. (Gut, teilweise schon, ist aber n anderes Thema ^^)
        Umgekehrt aber offenbar schon.
        Weshalb dann nicht Rücksicht nehmen und seine eigenen Bedürfnisse hinten anstellen?
        Gut, ist heutzutage total out, geb ich zu.

      • Otto Liebschitz sagt:

        „…über das Bedürfnis, nackt zu sein“ – Hallo? Solange es die Mehrheit normal empfindet, sich zu bekleiden und es stört, wenn sich da ein paar Freigeister nackt selbstverwirklichen, hat sich die Minderheit danach zu richten. Erklettern Sie bitte die Strandhütte des lokalen FKK, wenn Sie unbedingt nacktklettern wollen.

        • Markus Schneider sagt:

          Über solch abwegiges „Empfinden“ der angeblichen Mehrheit kann man ja nur lachen. Es muss nicht jeder so dumm sein wie die Mehhrheit. Aber Mut haben eben nur die Mutigen, und die waren schon immer in der Minderheit.

    • Yanick sagt:

      Oder aber Denjenigen die sich an der Natürlichkeit anderer stört zu raten den Doktor/Psychologe aufzusuchen.

  • Danè sagt:

    Was soll den die ganze Aufregung. Wems gefällt – mich stört es nicht !
    Mich stört vielmehr die zunehmende Gewaltbereitschaft und die geht von Nackten sicher nicht aus.
    Meiner Meinung sind wir in der Schweiz etwas prüde in dieser Sache denn in vielen Ländern in Europa haben viele eine andere Einstellung zum Nacktsein.

  • Pat sagt:

    An diesem Beitrag gibt es etwas, das ganz übel ist: Die Zensurbalken. Es gibt doch keinen Grund, das „Schnäbi“, die în dieser Fotogrösse ohnehin nicht sichtbaren Schamlippen und die Brüste zu verdecken! Wenn Muslime, die Sekretäre des Papstes und US-Bürger nicht hinschauen wollen, müssen sie nicht. Und wen stört das sonst noch?! Niemanden, wenn er ehrlich ist.

  • Lucky_Looser sagt:

    Nackte Busen sollen ja laut eines iranischen „Geistlichen“ sogar für Erdbeben verantwortlich sein.

    Holderadio!!

  • dubiator sagt:

    Wo ist sie denn nun, die Toleranz von Gläubigen? Tolerant sollen immer nur die anderen gegenüber „heiliger“ Hirngespinste sein!

  • Manuel B. sagt:

    Wie hat die den ihr Mobiltelefon „auf sich getragen“ wenn sie doch splitterfasernackt war?

    • Kurt sagt:

      Hast Du das nicht gewusst? Wir werden alle nackt und mit Handy geboren. Das ist alles soo ultramässig natürlich!!:D

  • Klaus sagt:

    Und ich dachte, die Aborigines hätten vor noch gar nicht langer Zeit alle nackt gelebt. Wie kann man da ein Heiligtum entweihen oder beschmutzen, weil man nackt war? Das erschließt sich mir nicht.

    • Marcel sagt:

      Das eigentliche Problem ist das Besteigen des Berges ansich. Die aborigines besteigen ihr heiligen Berge nur nach bestimmten Regeln. Das gilt ueberugens auch fuer den Uluru.

      • Klaus sagt:

        OK. Aber hier wird es so dargestellt, als sei der heilige Berg durch die Nacktheit beschmutzt worden. Die Aborigin-Frau sagte ja auch, es sei, als ginge man nackt in die Kirche. Deshalb verstehe ich das nicht. Und Gott hätte außerdem sicher auch nichts dagegen, ginge man nackt in die Kirche. Es sind die Menschen, die das nicht wollen, nicht Gott.

        • Marcel sagt:

          Kann sein, dass der Vergleich nicht 100Prozent treffend ist oder die Frau ja auch was ganz anderes gesagt hat. Es geht ja im Grundsatz darum die heiligen Staetten anderer Religionen, egal ob Kirche, Moschee oder eben dieser Berg mit Respekt zu begegnen. Fuer sie ist es vileicht nicht schlimm, wenn jemand nackt in eine Kirche geht, die meisten Leute bei uns wuerden es aber wohl als respektlos erachten.

          • Enrice sagt:

            Ich begegne gerne diesen Menschen mit Respekt, nicht aber ihren Stätten. Die haben sich nämlich keinen verdient. Ausser sie wären danach beleidigt, dann überleg ich es mir nochmal.

  • Hans V. Nötig sagt:

    Man sollte die Menschen nach Ihren Handlungen beurteilen und dabei beachten all das zu akzeptieren, was keinem Menschen Schaden zufügt und das zu kritisieren, was direkt oder indirekt dem Menschen und den Lebewesen schaden zufügen könnte.

    Alles was einen frei macht von den Zwängen der Gesellschaft ist daher meines erachtens in Ordnung…sofern eben niemand dabei zu schaden kommt!

    • Döme sagt:

      ja genau ;-)

      „ich dänke jede söll mache waser will, will jede schtaht zu dem, woner macht“ LOL

    • Yanick sagt:

      So ist es – und falls dies zu psychischen Schäden führen sollte schnellstmöglichst die entspr. Hilfe aufsuchen.

  • Nackt ist natürlich. Nacktheit ist das Natürlichste, das es gibt. In einer Gesellschaft, wo Nacktheit nicht erlaubt ist, wo Natürlichkeit von Geburt an im Keim erstickt wird, ist es ganz einfache logische Folge, dass alles aus dem Lot fällt, dass alle Menschen sich von der Natur und von den natürlichen Empfindungen und Emotionen entfremden. Gegenseitige Manipulationen, der allgemeine Tiermissbrauchswahnsinn, allgemeine, auch gegenseitige Unterdrückung, religöser, politischer, materieller und allerlei anderer Wahn und allgemeine Oberflächlichkeit der Massen erstaunen bei genauer Betrachtung nicht. Die generelle Unterdrückung der Nacktheit ist einer der Grundpfeiler des allgemeinen Autoritäts- und Machtmissbrauchs in den menschlichen Gesellschaften. Wer von Anfang an seine Natur unterdrücken muss, der lässt nachher alles mit sich machen und gehört er eines Tages zu denen, die mit anderen machen, was sie wollen, ist er auch nicht mehr sich selber.

    • Hans V. Nötig sagt:

      Exakt auf den Punkt gebracht :)

    • dan meier sagt:

      Genau. Danke, Herr Lienhard.

    • karin lustig sagt:

      …Würden Sie denn Ihr Baby der Natürichkeit wegen nackt herumtragen, während es draussen gerade Winter ist? Ich kann hierzulande zum Glück keinen Zusammenhang zwischen Kleidung und Unterdrückung erkennen und bin ehrlich froh, dass ich bekleidet sein darf. Ihren Vergleich finde ich bemühend und an den Haaren herbeigezogen. Was tun Sie denn nun gegen das Unterdrücktsein (ausser vielleicht nackt herumlaufen)?? Sie können doch nicht vollen Ernstes behaupten, die ganzen Missstände hätten den Ursprung darin, dass wir uns nicht nackt in der Oeffentlichkeit bewegen dürfen!

      • Pit sagt:

        Genau, du DARFST angezogen sein, aber Tobias DARF NICHT nackt sein. Das NICHT DÜRFEN ist eine Form des Beherrschen des Anderen. Nicht alle Missstände haben ihren Ursprung darin, aber es ist ein Mosaikstein dazu. Selten haben Dinge nur eine Ursache.

      • Cara Mia sagt:

        Nackte Trämler, blutte Schugger, textilfreie Banker, nackte Lehrer, Schüler, Anwälte, Richter… und bei den Fussballspielern hüfpen dann die Pimmelchen so lustig… natürlich? Hm.

        • Markus Schneider sagt:

          Klingt ja fast, als wären Sie bekleidet geboren worden. Aber soviel ich weiss kommen wir alle gebadet in Blut und Scheisse auf die Welt.

    • Kraft sagt:

      Und die Marsmenschen haben uns allen Sonden in den Kopf eingepflanzt, damit sie uns aus fernen Galaxien kontrollieren können…
      Oder waren es die Amis?

    • Danè sagt:

      Top Antwort, der ich mich anschliesse.

  • annamaria sagt:

    Mag sein, dass manche Leute den mir unerklärlichen Drang verspüren, plötzlich allerlei Dinge nackt zu unternehmen. Ich jedoch bin froh, keine solchen Leute antreffen zu müssen; mir reichen schon diejenigen, die im Fitnesscenter ihre Haare kopfüber föhnen, bevor sie sich zumindest Unterhosen anziehen. Wer will denn das alles sehen? Ich nicht.

  • fischer sagt:

    Gleichstellung und die liebe women-Power zeigt ein weiteres mal auf, wie dekadent die Gesellschaft sich alles zu lieben eignen. Aber die Moral der Geschichte ist ein eindeutiger Zerrfall der Gesellschaft, was auch mit der hinlänglich erwiesenen Zunahme des Balkaniserungs-Effekt im Gleichstand steht. Ehre wem Ehre gebührt, aber für grobfahrlässige verfehlungen dürfte es nich einmal einen Artikel geben. Wo bleibt die mediale Kultur.

    • Kathy sagt:

      du hast noch vergessen zu schreiben, dass die linken und netten an allem schuld sind. und überhaupt, wer kam eigentlich auf die idee, dass wir nackt geboren werden??? unerhört!!

      • Matthias sagt:

        Wobei die Nacktheit von Babies allerhöchstens von Pädophilen als obszön gewertet werden kann, also kann man das nur schwer mit nackten Erwachsenen vergleichen. ;)

      • Kurt sagt:

        jaja, die pöse erfindung der kleider…:D

  • Daniel Zollinger sagt:

    Bei ihr ging es ja nur um Aufsehen zu erregen. Ich finde es einfach eine Frechheit gegenüber den fremden Kulturen, die sie hiermit mit ihrer Aktion stört. In den USA wäre sie jetzt hinter Schwedischen Gardinen.

  • Oscar sagt:

    Da die Ureinwohner das beklettern des Berges eigentlich ablehnen, hat das wenig damit zu tun ob nun nackt oder nicht.
    Der Bergrettung kann ich nur sagen, es ist eure Aufgabe „Leben“ zu retten und keine Klamotten.
    Das einzige was ich an dem Beitrag hier erschreckend finde sind die Zensurbalken!

  • Joel Becker sagt:

    Ich fands auf alle spannend, zu sehen, welches Bild eine Frau wie Natascha Knecht aus diesen vielen schönen Fotos von Dean Fiedelman aussucht…und ich hätte das gleiche genommen! Frauen mit Körpern, deren Muskeln hart sind wie Stein, fotografiert mit Stein im Hintergrund…wenn das nicht ästhetisch ist…

  • mike sagt:

    solange ich da nicht mit muss und die schwabbelbäuche und hängebusen anschauen muss, ist mir das eigentlich ziemlich wurscht… wir werden nackt geboren und angezogen bestattet oder kremiert… das zeigt schon, dass Nackt-sein in der Öffentlichkeit in unseren Kulturkreisen nicht goutiert wird.

  • Gero sagt:

    Ein einfältiger Vergleich eines Bergs mit einer Kirche. Haben die Aborigines etwa den Berg gebaut? Die Natur gehört allen, und es steht niemand zu, sie mit religiösen Vorwänden für sich allein zu beanspruchen. Der Aberglaube, dass Berge wegen dort hausender Dämonen nicht bestiegen werden dürften, herrschte übrigens auch in der Schweiz teilweise noch bis ins 19. Jahrhundert…

    • Joel Becker sagt:

      Ob es ein Aberglaube ist oder nicht, wir sollten deren Religion respektieren. Die Weissen haben den Aborigines schon mehr als genug weggenommen!

      • Gero sagt:

        Ja, wir sollten ihre Religion respektieren, aber das ist kein Grund, uns nach ihr zu richten. Das gilt für die Aborigines genauso wie für andere Religionen, die gerne unter dem Begriff „Respekt“ ihre Regeln auch den Ungläubigen aufzwingen wollen. Religionsfreiheit darf nicht verhandelbar sein, auch nicht aus schlechtem Gewissen gegenüber den Aborigines, die als mehrheitliche Verlierer der Kolonisation Australiens gewiss unsee Sympathie verdient haben.

        • Pit sagt:

          Danke, das war bisher der beste Kommentar hier. Das meine ich ohne jede Ironie, sondern ganz ernst! Danke!

        • Otto Liebschitz sagt:

          Aha. Respekt ohne sie zu (be-)achten, wie geht das? Wenn was nicht erlaubt ist, aus welchen Gründen auch immer, dann hat sich der Gast oder der Tourist daran zu halten, basta.

    • Maria sagt:

      Was für eine arrogante Einstellung! Solche Leute tun mir leid.

  • Pille sagt:

    Der Zufall wollte es, dass ich vor zwei Jahren in den Dolomiten hinter einem Nacktkletterer auf einer Felsleiter warten musste.
    Fast eine halbe Stunde mussten wir warten, weil eine Frau vor ihm einen Panikanfall kriegte. (… wegen der Gefährlichkeit der Situation nehme ich an ) Also hatte ich eine halbe Stunde freie Sicht auf seine „Alpenrose“, was mir den Tag nicht unbedingt verschönerte…

  • Logine sagt:

    Es scheint erwiesen, dass abgesehen von klimatischen Sachzwängen, der Hauptgrund, weswegen wir uns bekleiden darin besteht, dass wir uns unserer körperlichen Imperfektionen bewusst sind. Wir akzeptieren den Anblick von Nacktheit eher, wenn das Objekt als schön oder gar makellos gelten kann.
    Aus Rücksicht auf das ästhetische Empfinden anderer täten manche tatsächlich gut daran, zbsp in der Badi weniger von sich zu zeigen. Das Entblössen aus „religiösen“ Gründen zu verurteilen erachte ich persönlich als scheinheilig – zumal im vorliegenden Fall ausser den beiden Kletterern ja augenscheinlich kein Aussenstehender zugegen war.

  • Armin Studer sagt:

    Auch degenerierte Weisse haben sich im Lande der Aboriginals an deren Gebräuche und Gepflogenheiten zu halten.

    • Ueli Eichenberger sagt:

      und darum sollten die Weissen im Aboriginals-Land nackt herumlaufen, wie die Aboriginals :-)

      • Armin Studer sagt:

        einverstanden, aber nicht an deren Berg, den sie für heilig halten.

        • Kathy sagt:

          sie sollten weder angezogen noch nackt auf diesen berg – weil er heilig ist.

        • Ueli Eichenberger sagt:

          Einverstanden, habe ich vergessen nochmals zu schreiben. Der ‚Skandal‘ ist nur, dass der Berg als heilig erachtet wird. Die beiden Kletterer haben den Berg entweiht – ob nackt oder angezogen :-)
          Un noch Skandalöser ist, dass darüber am anderen Ende der Welt berichtet wird. Der Bericht ist nämlich nur interessant, weil die Kletter nackt waren ;-)

          • Kurt sagt:

            Ist doch Quatsch. Hier wurde mit der Nacktheit zusätzlich das Schamgefühl der Aborigines verletzt. Und kommen Sie jetzt nicht mit „die waren doch auch immer nackt“. HEUTE laufen sie nicht mehr nackt umher, weil sich die Dinge eben geändert haben. Schliesslich kacken wir auch nicht mehr wie die Römer zusammen im Kreis.;-)

  • Max Fischer sagt:

    Zuerst „Nacktbaden“… O.K.
    Dann „“Nacktwandern“… Naja.
    Nun also „Nacktklettern“… Ahaaa.!?
    Wie wärs also auch mit „Nacktshoppen“ im Konsum, „Nacktarbeiten“ in der Bank? Endlich mal nackt Tatsachen statt Werbegesülze ?!

    • Kathy sagt:

      Nacktarbeiten wäre energietechnichsch gesehen sehr interessant, da könnte man die Klimaanlagen abstellen. Andererseits müsste ev mehr geheizt werden – müsst man mal durchrechnen.

      • Pit sagt:

        Nun ja, man könnte es ja von der Jahreszeit abhängig machen. ;-)

        • Markus Schneider sagt:

          Vielleicht auch vom Arbeitsort. Prostituierte arbeiten schliesslich schon seit Jahrtausenden nackt, und der Beruf ist noch nicht ausgestorben.

  • Elfriede Baumgartner sagt:

    Die Balken in den Bildern finde ich kindisch.

  • Michael Niederdorfer sagt:

    Ach was dieses religiöse geschwaffel. Ist doch egal ob diese Frau Nackt dort rauf geklettert ist oder nicht. Wir laufen ja auch jeden Tag Nackt in der Wohnung rum. Die Zeiten sind vorbei wir leben im Jahr 2011. Es ist doch schön zu sehen. Und die Sicherheitsbeamten Duschen ja auch Nackt zusammen auf dem Polizeiposten und ziehen sich aus. Also wo liegt nun das Problem? Wegen den armen Kinder? Es ist besser die Kinder bereits früh tolerant und offen zu erziehen als gar nicht. Das gibt dann tolerante Kinder. Weiter so! :-)

    • Marcel sagt:

      Nun, Toleranz hört dort auf, wo sie den anderen beinträchtigt, verletzt oder behindert. Wir sollten hier mal aufhören immer zu denken es gäbe nur eine Weltanschauung und nur eine Kultur. Wenn dieses Volk in Australien dies als entwürdigend empfindet, sollte man genug Anstand haben dies zu respektieren. Das ewige ‚wir dürfen alles und alles ist erlaubt‘ find ich, mit Verlaub gesagt, zum kotzen.

      • Ueli Eichenberger sagt:

        Ach ja, religiös?
        Die Typen dort laufen ja eh alle nackt herum.
        Es geht denen ’nur‘ um ihren heiligen Berg. Eigentlich ist es egal, ob man dort nackt oder angezogen raufgeht. Sie möchten, dass niemand dort rauf klettert. Darüber könnte man meiner Meinung nach diskutieren und dafür hätte ich auch Verständnis.

        • RiMa Kauf sagt:

          Ich finde es ebenfalls respektlos wie Marcel. Was glauben wir eigentlich wer wir sind? Wir haben die ganz Welt mit unserer Arroganz überzogen. Ich möchte mal sehen, wie es umgekehrt wäre? Wenn wir von „fremden“ Kulturverständnis überrannt werden!? Wir schreien ja auch bei 3 verschleierten Frauen zettermordio und sehen unsre Kultur in Gefahr. Also bitte, etwas mehr Rücksichtnahme auf allen Seiten! Nich nur auf der anderen!

      • Paul sagt:

        Die Aboroginees liefen doch selber 10,000 Jahre lang ohne Kleidung herum.

      • Döme sagt:

        Marcels Kommentar kann ich voll und ganz unterschreiben!
        Wenn ich in einem Lift zusammen mit anderen Personen bin furze ich auch nicht einfach drauflos, weil ich mich danach befreiter und besser fühle. ^^

      • Pit sagt:

        „Nun, Toleranz hört dort auf, wo sie den anderen beinträchtigt, verletzt oder behindert.“ … schon mal drüber nachgedacht, das es auch andere beinträchtigt nicht nackt sein zu dürfen? Was ist das höhere Gut und warum?

  • Sabrina sagt:

    Nacktwandern, Nacktklettern, Nacktjoggen, Nacktreiten, Nackt-Velofahren… was soll noch alles nackt gemacht werden?

  • Maria sagt:

    Mir ist egal, ob jemand nackt klettert – wer’s braucht.
    Aber wenn man damit die religiösen oder kulturellen Gefühle von andere, noch dazu dernenigen, denen das Land gehört und denen es heilig ist, verletzt, zeugt das von Dummheit und Ignoranz. Dann kann man, ganz wie die Aboriginefrau gesagt hat, auch nackt in den Vatikan oder in die Hagia Sophia marschieren, das wäre sicher auch sehr „befreiend und Fun“.
    Da hätte sich das Mädchen mal vorher informieren können – eine Schande, noch dazu als Australierin, die ja wenigstens etwas Ahnung von ihrem Land haben sollte. Und die „Sieg Heil“-Pose hätte sie sich ganz nebenbei auch schenken können. Scheint mir ein junges Dummerle zu sein.

    • Stephan sagt:

      @ Maria :

      Kirchen,der Vatikan und andere Gebäude sind geschlossen. Hier gibt´s ein Hausrecht und eine Hausordnung.

      Die gibt´s hier am Berg nicht. Er ist frei für jeden zugänglich.
      Und nur,weil paar Eingeborene diesen Berg als Heilig empfinden, heisst das noch lange nicht,dass jeder diesen Berg „vergöttern“ muss.
      Der Berg gehört diesem Stamm ja nicht alleine, oder ?
      Sie ist Nackt geklettert. Nicht mehr und nicht weniger…

      Und wer hier eine „SiegHeil-Pose“ sieht , sollte sich ernsthaft untersuchen lassen.

      • Marcel sagt:

        @ Stephan:

        Fuer uns ist es nur ein Berg. Fuer die Aborigines ist es jedoch ein heiliger Ort und sehr wohl mit einer Kirche zu vergleichen. Nach unseren, westlichen Werten ist sie „nur“ nackt geklettert. Die Aborigines haben jedoch andere Werte und Regeln als wir und nur weil diese nicht in einem Gesetz niedergeschrieben sind heisst das noch lange nicht, dass sie fuer sie weniger Bedeutung haben.

        Leider ist dieser Fall eher die Regel wie die Ausnahme in Australien. Der grosse Teil der Menschen und auch die Regierung in Australien kuemmert sich nur wenig um die Anliegen der Ureinwohner.

        • Pit sagt:

          @ Marcel:

          Also ist der Berg für alle Tabu, genau das sagen die Ureinwohner:
          „Diese Berge respektiere man, indem man von unten nach oben schaut. Nicht von oben nach unten.“

          Womit wir zur Frage kommen, wem gehört die Natur? Dem Menschen, der dort wohnt, Allen Menschen? Fragen über Fragen.

          • Marcel sagt:

            Ich denke nicht, das es darum geht, wem der Berg (oder die Natur) gehoert. Gerade Urvoelker wie die Aborigines haben, bevor der Europaeer gekommen sind, sowas wie Besitztum gar nicht gekannt, oder nicht so wie wir das verstehen. Ich denke es geht darum, anderen Kulturen und Religonen, oder der Natur allgemein mit Respekt zu begegnen.

      • Kurt sagt:

        Also haben nur Kulturen und Religionen, die institutionalisiert sind ein Recht auf Achtung?

      • Maria sagt:

        Nun ja, kommen Sie mit zur Untersuchung? Auch Kirchen, der Vatikan und andere Gebäude sind frei zugänglich, nämlich durch die Tür. Wer meint, nur „unsere“ Kultur hätte ein Recht auf Respekt, ist arm dran. Aber mit solchen Personen zu diskutieren ist eh Zeitverschwendung. Viel Spass beim Doktor!

    • Sabrina sagt:

      Ist doch klar, dass es dieser Frau nie und nimmer ums Nacktklettern ging, sondern sich lediglich in Szene zu setzen. Vielleicht ist sie ja gar nicht nackt hoch geklettert und hat sich einfach oben schnell ausgezogen. Wer einen heiligen Berg besteigt, dies noch in (zweideutiger) Pose und sich noch dabei fotografieren lässt und dieses Foto an die Medien und auch noch um die Welt geht, wer jetzt noch glaubt dies sei kein Zufall…

      • Schorsch sagt:

        Woher weiß Sabrina was hier klar ist? Nur wer sich schon einmal in der Natur ganz ungezwungen nackt und frei von allem überflüssigen Plunder bewegt hat, kann wohl nachempfinden und beurteilen, wie wunderschön ein solches Erlebnis sein kann, und was Jess Kelley dabei empfunden haben könnte. Hier einfach nur die Absicht zu unterstellen, die gute Jess wolle sich nur in Szene setzen, zeugt von einer Begrenztheit, die bei uns leider sehr verbreitet ist, und in deren Folge alle wirklich natürlich empfindenden Menschen automatisch marginalisiert werden, wenn sie sich in ihrem Hang zur Natürlichkeit einmal etwas mehr, als es gewisse Konventionen vorsehen, getrauen. Außerdem habe ich den Verdacht, dass bei Sabrina, wie sehr oft in ähnlichen Fällen, auch ein ganz klein wenig Neid mitschwingt :-). Ich für mein Teil gebe gerne zu, dass ich Jess Kelley wegen ihres Mutes zur Freizügigkeit sehr, sehr beneide.

        • Pille sagt:

          @Schorsch,.. durch die Brille des Mann sein`s, finde ich das Kletterfoto von Jess Kelley natürlich auch „obergeil “ ! Beistimmend fasele ich dann Etwas über endlose Freiheit durch das Nacktsein und grenzenlosen Mut von ihr. Lasse ich meine Hormönchen aus dem Spiel, frage ich dann doch, warum Jess ausgerechnet diesen Berg auswählte. Weil damit kommt eine Reklameaktion nämlich schon in Sichtweite !

        • Döme sagt:

          Schorsch:
          Frei von allem überflüssigem Plunder? Und dann aber das Natel dabei haben häh?
          Danke, setzen!

    • Pumuckel sagt:

      Komisch. Lange nachdem die Europäer nach Australien gekommen sind, waren die Aborigines noch nackt. Heute regen sie sich darüber auf? Das verstehe wer will.

      • Markus Schneider sagt:

        Sie beginnen eben langsam zivilisiert zu werden – da gehört die panische Angst vor Nacktheit nunmal dazu.

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