In 5 Schritten aus der Virenfalle

Auch wenn die Vorstellung nicht einladend ist: Bewegung hilft auch gegen Gliederschmerzen. Foto: iStock

Die Viren zelebrieren gerade ihre Hochzeit. Reihenweise legen sie die Schweizer lahm – und das just in einer Zeit, in der die Sonne jedes Sportlerherz jubeln lässt. Doch die Gliederschmerzen sind nicht etwa das Werk des Muskelkaters, sondern jenes der Bazillen. Frust macht sich breit, und das ist Wasser auf die Mühlen der Viren.

Denn nicht nur Schlaf stärkt das Immunsystem, auch Bewegung tut das. Gerade im leicht angeschlagenen Zustand bringt sie den Kreislauf auf Touren und damit auch die Armeen unserer körpereigenen Abwehr. Doch mit schmerzendem Körper ist der blosse Gedanke an einen gemütlichen Gang im Quartier oder einen Spazier ums nächstgelegene Feld eine Horrorvorstellung. Aufrappeln lohnt sich, denn durch die Bewegung kommt auch der Hunger zurück und damit letztlich die Energie. Hier deshalb einige Ideen, wie Lädierte Schritt für Schritt wieder auf die Beine kommen:

1. Entspannen im Bett

Die Gliederschmerzen veranlassen Muskeln dazu, sich zu versteifen und zu verkrampfen. Legen Sie sich auf den Rücken und scannen Sie Ihren Körper nach diesen Stellen, die angespannt sind. Lenken Sie das Augenmerk auch auf die Kiefermuskeln und die Zunge – auch wenn das komisch klingen mag. Haben Sie die Spannungsherde geortet, entspannen Sie sie aktiv. Eine nach der anderen und wieder von vorne, denn oft verspannt man sich gleich wieder. Lassen Sie sich tief in die Federn sinken.

2. Bewegung im Bett

Gerade der Nacken, die Schultern und der Rücken sind oft verspannt nach einer langen Liegephase. Legen Sie sich auf den Rücken und lassen sie den Kopf mal auf die eine, mal auf die andere Seite liegen – und nicht vergessen: entspannen! Drehen Sie dann die angewinkelten Beine aus der Hüfte heraus mal auf die eine, mal auf die andere Seite. Die Steigerung ist dann: Das Gesicht in eine Richtung und dann die Knie in die andere Richtung drehen – so verdreht, aber entspannt liegen bleiben.

3. Yoga im Bett

Viele der Internetyogis bieten auf ihren Youtube-Kanälen Yoga-Sequenzen für vor dem Schlafengehen an. Und zwar im Bett! Die sanften Dehnprogramme sind grossartig, wenn der Virenkampf noch nicht ausgetragen ist. Hier meine Favoriten:

4. Neues Lager

Eine neue Kulisse nährt die Zuversicht, dass der Kampf gegen die Viren bald gewonnen ist. Also ab auf den Boden und auf die Yoga-Matte. Ein kleines Hirse- oder Kirschsteinkissen unter den Nacken und auf die Füsse, das macht diesen Fortschritt ein bisschen angenehmer – gönnen Sie sich diesen Luxus! Sie können von hier aus die Übungen von Schritt 1 und 2 durchführen, um dann die etwas aufgewärmten Muckis mit einer Faszienrolle sachte ausrollen:

Oder aber Sie üben mit einem Tennisball leichten Druck aus:

5. Yoga für Angeschlagene

Die Steigerung des Yoga im Krankenlager sind die Sequenzen, die dem Körper weder akrobatische Verrenkungen noch zu starke und darum schmerzhafte Dehnungen abverlangen. Etwa diese Programme:

Und wer schon länger in Bewegung sein will:

Aber auch hier gilt: Seien Sie gnädig zu sich selbst!

Den Takt dieser Schritte geben Sie an – je nach Wohlbefinden. Denken Sie daran, dass Sie meist am Morgen fitter sind als am Abend. Es kann deshalb Sinn machen, sich die Schritte 4 und 5 am Vormittag und die Schritte 1 bis 3 am Abend zu gönnen.

Und jetzt: Gute Besserung!

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