30 Jahre wegtrainiert

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Wer regelmässig Sport treibt, kann auch im Pensionsalter noch Höchstleistungen erbringen. Foto: iStock

Der ehemalige britische Premier Winston Churchill wird sich dieser Tage im Grab umdrehen. Sein Geheimnis für ein langes Leben lautete «no sports». Eine Devise, die vermutlich einem Wunschgedanken entsprang – oder angesichts der Statur des Premiers einem Bauchgefühl. Wissenschaftlich belegt waren Churchills oft bemühte Worte «Sport ist Mord» sicherlich nicht. Und so haben Wissenschaftler ein leichtes Spiel. Trotzdem sorgen die Erkenntnisse einer Studie aus den Vereinigten Staaten für Überraschung.

Forscher haben eine Gruppe Senioren unter die Lupe genommen, die Sport zu ihrem Hobby machten, als sie der Fitness- und Laufboom der 1970er-Jahre dafür begeisterte. Menschen also, die heute über 70 Jahre alt sind und seit 50 Jahren zum Beispiel regelmässig laufen, Rad fahren oder schwimmen. Die Wissenschaftler der Ball State University haben in ihrer Studie diese Senioren mit zwei anderen Gruppen verglichen: Einerseits mit Rentnern im selben Alter, die als Erwachsene keinen Sport getrieben haben. Andererseits mit einer Gruppe Personen, die zwischen 20 und 30 Jahre alt sind. Sie untersuchten dabei sowohl die Herzkreislaufsysteme der Probanden als auch deren Muskeln – und erwarteten, dass die junge Gruppe die beiden anderen diesbezüglich regelrecht überfliegen würde.

Legen Sie eine Gesundheitsreserve an

Weit gefehlt! Der Gesundheitszustand des Herz-Kreislauf-Systems der Langzeit-Trainierer erwies sich als vergleichbar mit Menschen, die rund 30 Jahre jünger sind, und war auch nicht weit von der jüngsten Probandengruppe entfernt. Auch wenn es um die Ausdauerleistungsfähigkeit (aerobe Kapazität der Muskeln) der trainierten Senioren schlechter stand als um jene der Mittzwanziger, schnitten sie aber um 40 Prozent besser ab als die Gleichaltrigen, die nie trainiert hatten.

Der Schluss der Wissenschaftler ist erfreulich: Was heute altersbedingt als normaler körperlicher Zerfall gilt, ist nicht unausweichlich! Sie sprechen von einer Reserve an guter Gesundheit, die wir uns mit jahrelangem Training anlegen können. Höchste Zeit also, nicht nur ein finanzielles Polster fürs Alter anzulegen. Legen wir uns eine Gesundheitsreserve an!

Vergessen Sie dabei nicht:

  • Es ist nie zu spät, damit zu beginnen.
  • Tun sie es langsam.
  • Integrieren Sie Bewegung in Ihren Alltag.
  • Steigern sie erst die Zahl der Trainings, dann die Dauer und erst zum Schluss die Intensität.
  • Bedienen Sie sich am vielfältigen Disziplinen-Buffet, damit Ihr ganzer Körper profitiert.
  • Und denken Sie auch mal an Churchill: Nur mit ausreichender Erholung steigern Sie ihre Leistungsfähigkeit.

48 Kommentare zu «30 Jahre wegtrainiert»

  • Felix Bertschi sagt:

    „No Sports!“ hat Churchill nie gesagt, siehe den gleichnamigen Wikipedia-Artikel. Churchill hat nämlich Sport betrieben, er war Reiter.

  • Joe kilchmann sagt:

    Das kann ich nur bestätigen. Bin 66 und trainiere 2xpro woche 2std auf dem bike. Heute fühle ich mich topfit und arbeite auch noch.

  • Karl-Heinz sagt:

    Sport kann gesund sein muss es aber nicht. Wer einen Fehler enthusiastisch trainiert, trainiert eben seinen Fehler. Meine Beobachtung ist, dass ehemalige Fußballspieler meist ruinierte Gelenke haben, Tennisspieler dagegen oft bis ins sehr hohe Alter fit bleiben. Training verbissen und im roten Bereich kann nicht gesund sein.

    • Martin sagt:

      @Karl-Heinz
      Sie sollten eine Kontaktsportart nicht mit einer solchen ohne Gegnerkontakt vergleichen. Das Verletzungsrisiko mit möglichen Lanzeitfolgen ist bei Ersterer wesentlich höher. Tennis ist allerdings aufgrund der ausgeprägten Rotationsbewegungen mit entsprechender Bandscheibenbelastung in der Lendenwirbelsäule auch nicht gerade ideal.

  • Laura Fehlmann sagt:

    Seltsam, dass die meisten Kommentare negativ sind und sich so lesen, als ob Sport treiben ungesund wäre und man ja nicht übertreiben sollte. Ich kenne 70-80-Jährige, die mir mit dem Rennvelo um die Ohren fahren. Ich selber, 63-jährige Frau, finde kaum Gleichaltrige für eine Velotour, die länger als 20 km ist. Vor allem keine Frauen. Dies nicht wegen den fehlenden Bewegungs-Genen, sondern aus Faulheit, die Volkskrankheiten wie Bluthochdruck, Diabetes und Fettleibigkeit begünstigt – und die Gesundheitskosten hochtreibt.

    • Josef Dertschnig sagt:

      Absolut richtig
      Fahre ca 7500 km / Jahr mit dem Rennradl u das meist alleine.. in meinem Alter von 72 gibt es kaum mehr Begleitung (weiblich od männlich)
      Eine gemeinsame Ausfahrt??
      Im Winter Saisonabo Adelboden
      Macht zu Zweit natürlich mehr Spass…
      Aber woo ist eine sportliche Dame???
      Viel Spass bei den sportlichen Tätigkeiten – vielleicht einmal gemeinsam??

  • Ralf Schrader sagt:

    Was haben wir davon, dass immer mehr Menschen immer älter werden? Ausser Spesen nichts. Man sollte jeden 25- jährigen fragen, wie alt er werden und was er dafür tun will. Wer viel dafür tut, Sport treibt, sollte höhere Krankenkassen- und AHV- Beiträge zahlen, die aber bei einem sozialverträglich frühen Tod teilweise rückerstattet werden. So aber ruinieren die fitten Alten die Sozialsysteme.

    • Hans Vogt sagt:

      Despektierlich Ihr Kommentar. Ich denke eher, dass die vielen Zuwanderer*innen aus dem Kontinent im Süden uns ruinieren. Nicht die fitten Alten. Die fitten Alten haben zum Wohlstand hier beigetragen und sollen doch ihren wohl verdienten Ruhestand geniessen können

    • Martin sagt:

      @Ralf Schrader
      Das Ziel kann nicht sein, einfach nur möglichst alt zu werden, sondern möglichst lange bei guter Lebensqualität ein selbständiges Leben führen zu können. Zur Erhaltung der Selbständigkeit ist die Körperkraft essentiell. Auch geistig noch fitte Hochbetagte werden oft pflegebedürftig, weil ihnen die körperliche Kraft zur Fortbewegung, Körperpflege und Haushaltführung fehlt. Ab ca. Alter 30 nimmt die Muskelmasse um ca. 1% pro Jahr ab. Dieser Prozess kann mit konsequentem Kraffttraing und eiweissreicher Ernährung entscheidend verlangsamt werden. Nicht fitte alte „ruinieren“ die Sozialsysteme, sondern schwache, untrainierte Pflegebedürftige.

    • Christoph Bögli sagt:

      @Schrader: Ihre „Hypothesen“ zu der Thematik, die Sie hier quer durch die Blogs notorisch vorbringen, sind und bleiben falsch. Die Fehlannahme ist nach wie vor, dass längeres Leben mit höheren Gesundheitsausgaben (oder niedrigerer Lebensqualität) einhergehen und umgekehrt. Gerade der Artikel hier zeigt, dass dem nicht so ist, weil langes Leben eben fast immer auf der Abwesenheit von Krankheit und Siechtum basiert und meist mit entsprechend längerer Fitness einher geht. Was bedeutet: weniger Gesundheitskosten, längeres Arbeitsleben, etc. Wenn schon rein ökonomisch argumentieren: wer schädigt denn die Gesellschaft mehr: ein fitter, gesunder 70jähriger oder einer, der mit 55 nach langen, teuren Übergewichts- und Diabetesleiden abserbelt?

  • harry hasler sagt:

    Traue keiner Studie, die du…!
    Egal: Gesund ist, was glücklich macht! Von Exzessen natürlich immer abgesehen.
    Wer sich bei 30′ Joggen quält, würde besser 45′ relaxt spazieren und die Landschaft geniessen, als hächelnd vermeintlich die Feinstaubbelastung zu reduzieren.
    Und wer lieber bei Buch & Wein entspannt, soll das tun – whatever makes you happy!

    • Christoph Bögli sagt:

      @Hasler: Die Fehlüberlegung Ihrerseits beginnt schon dort, dass das angeblich sich ausschliessende Aktivitäten wären. Was natürlich, wie die sonstige verzerrte Darstellung, Unsinn ist. Ich kann jedenfalls problemlos an einem Tag eine schöne Wanderung machen, am nächsten ein intensives Training einlegen, und am Dritten dann einen gemütlichen Spaziergang machen – und an jedem dieser Abende bei Buch und Wein entspannen! Letzteres macht sogar noch mehr Spass wenn man im Körper spürt, dass man tagsüber etwas geleistet hat.

      PS: Wer sich für 30 Minuten joggen, also lockeres Laufen, ernsthaft „quälen“ muss, der hätte es wohl dringendst nötig, weil dann ist die Fitness definitiv schon sehr tief im Keller und der Ranzen viel zu gross..

  • Leo Schmidli sagt:

    Naja, wenn ich nur schon den Abstract der Studie lese:
    7 Frauen und 21 Männer wurden mit jeweils 10 Frauen und 10 Männern verglichen. Und dann ist der p-Wert von 0.05 auch nicht sooo aussagekräftig. Aber schön, dass man über etwas schreiben kann.

    • Aquila Chrysaetos sagt:

      Aber der p-Wert ist signifikant. Irgendwo ist die Grenze und die ist bei < 0.05. Aber Regel Nummer 1 im Lesen von Studien: nie nur den Abstract auswerten, erst wenn man die ganze Studie gelesen und verstanden hat (was oft schwierig genug ist!), kann man sich eine Meinung bilden.

      • Leo Schmidli sagt:

        Es kommt immer darauf an, wer die Grenze definiert. Aber zwei Standardabweichungen bei einer (wahrscheinlich) nicht repräsentativen Grundgesamtheit finde ich nicht besonders aussagekräftig.
        Ich hatte einfach keine Lust einen weiteren Pseudoartikel zu lesen. Welche Erkenntnisse kann ich bei dieser kleinen Stichprobengrösse erwarten? Und ausserdem bin ich nicht bereit für das ganze Paper USD 25 zu zahlen. ;-)
        In dem Fall reicht aber der Abstract. Selbst wenn der Aufbau perfekt ist, so ist die Stichprobengrösse einfach (viel) zu klein.

        • Aquila Chrysaetos sagt:

          Falsch. Beim P-Wert hat niemand irgendeine Grenze definiert. P < 0.05 bedeutet, dass die Wahrscheinlichkeit, dass dieses Resultat zufällig zustande gekommen ist, weniger als 5% beträgt. Nicht mehr und nicht weniger. Die Stichprobengrösse spielt auch eine Rolle, aber nicht nur. Ich sags ja, Studien und insbesondere die Statistik zu verstehen ist schwierig. Wenn Sie aber behaupten, die „Grenze“ (welche?) des P-Werts könne beliebig definiert werden, lässt mich zweifeln ob Sie das Rüstzeug haben um Studien zu interpretieren. Es gibt keine „Grenze“ für den P-Wert, er ist eine Aussage, die für sich selber steht. Und nochmals, nur mit dem Abstract geht es nicht. Ich verstehe Ihren Ärger gar nicht. Die Studie ist doch interessant, zeigt sie doch warum ältere, fitte Personen eigentlich fit sind.

          • Aquilla Chrysaetos sagt:

            Mit Grenze in meinem ersten Beitrag meinte ich, dass P < 0.05 bedeutet, das das Resultat mit 95% Wahrscheinlichkeit nicht zufällig ist. Dieser Zustand wird in Studien allgemein mit „signifikant“ beschrieben. Es ist aber nicht so, dass man beliebig definieren kann, was signifikant ist und was nicht. Der P-Wert gibt einfach eine Zufälligkeitswahrscheinlichkeit von statistischen Auswertungen an.

          • Leo Schmidli sagt:

            SIE schreiben doch, dass „irgendwo die Grenze ist“. Und wer bestimmt, wo der p-Wert liegt? Der Durchführer. Es kann bei 90% signifikant sein, 95%, 97.5%, 99%, 99.9% etc. Noch einmal: 95% finde ich bei dem Versuchsaufbau nicht besonders hoch.
            Und: Der Aufbau ist schon nicht ausreichend: Sie testen rückwärts gesunde Menschen. Eigentlich müssten Sie gleichzeitig beginnen und die beiden Gruppen über den gesamten Zeitraum beobachten. Vielleicht gäbe es dann einige Sportler, die nach 30 Jahren nicht mehr ganz so gesund wären.
            Aber danke für ihre Statistik-Exkursion…

          • Aquila Chrysaetos sagt:

            Aber es bestimmt ja niemand, wo der P-Wert liegt. Er ist ein mathematisches Produkt, Mann! Ihre Frage „wer bestimmt wo der P-Wert liegt“ zeigt doch, dass Sie den P-Wert gar nicht verstehen. Genauso gut könnten Sie fragen „wer bestimmt, dass 3×2 sechs ergibt. In der medizinischen Forschung gilt allgemein, dass ein P Wert < 0.05 signifikant ist, also nicht zufällig zustande kam. Es heisst, dass sie das Experiment 20 x durchführen müssen, um einmal ein abweichendes Resulat zu erhalten. Darüber können Sie jetzt diskutieren, statistisch ist aber eine Zufälligkeitswahrscheinlichkeit von weniger als 5% schon recht eindeutig.

    • Vreni Gerzner sagt:

      Aber Herr Schmidli, wieso auch derart schnöden? Nehmen Sie doch einfach die klare Aussage des Artikels zur Kenntnis, das Sport gesund ist und die Lebensqualität merklich erhöht. Was wollen Sie mit nebensächlichen Ausreden?

  • Hans Hasler sagt:

    Das Resultat der Studie könnte gut auch auf einen anderen Weg zustande gekommen sein: Nur Leute mit sehr guter genetischer Veranlagung können tatsächlich 50 Jahre lang bis ins hohe Alter intensiv Sport treiben. Alle anderen haben vorher aufgeben müssen. Damit hat die Gruppe der 50 Jahre lang Sport-Treibenden automatisch bessere Resultate als eine Vergleichsgruppe, die nur über durchschnittliche Gene verfügt.

    Es ist (aufgrund von sehr vielen Studien) bekannt, dass Bewegungsmangel schadet – und damit im Umkehrschluss leichte Bewegung hilft. Aber ob dies auf extreme sportliche Betätigung wie Marathon laufen übertragen immer noch gilt würde ich jetzt aber bezweifeln. Ab einem gewissen Ausmass an Überlastung wird Sport eben auch ungesund. Ein Mittelmass ist gefragt….

    • Aquila Chrysaetos sagt:

      Sie haben durch aus Recht. Aber es fällt schon auf, dass sehr viele der 80-jährigen, die in sehr gutem körperlichen Zustand sind, sich ihr Leben lang viel bewegt haben. Und dass es wenig 80-jährige gib die sehr fit sind und sich nie gross körperlich betätigt haben. Das ist allerdings bloss eine reine Beobachtung von mir nach jahrzehntelanger Arbeit im Spital-Setting. Die erwähnte Studie scheint mir nicht schlecht gemacht zu sein, leider ist aber nur der Abstract verfügbar, so dass sie nicht abschliessend bewertet werden kann.
      Bei den von Ihnen erwähnten Studien, die zeigen dass Bewegungsmangel schadet, könnte man mit Ihren eigenen Worten doch genau gleich argumentieren: die Leute sind nicht wegen Bewegungsmangel kränker, sondern wegen ihren Genen und bewegen sich deswegen weniger.

      • Alf Mahlo sagt:

        Nein, falsch. Ein retrospektives Studiendesign kann die Frage nun mal nicht beantworten, ob Sport gesund ist. Nur als Beispiel: ich wähle zufällig 200 25-Jährige aus und lasse die Hälfte Sport treiben und die andere Hälfte nicht. Weil die Sportler eher an einer extrem aggressigen Form des Fusspilzes erkranken, an der 50% von ihnen sofort sterben, überleben nur 50 Sportler. Diese sind aber sehr fit und gesund.
        Wenn ich nach 30 Jahren schaue, leben etwa noch 95 Nicht-Sportler, aber nur 50 Sportler. NIemand würde nun sagen, dass Sport gesund ist, weil die Mortalität durch den Sportlerfusspilz zu hoch ist.
        Wenn ich retrospektive nur die 50 Sportler anschaue, sind die aber gesünder. Dabei lüge ich mir aber in die eigene Tasche.
        Verstanden?

        • Aquila Chrysaetos sagt:

          Nein, nicht verstanden. Wenn Ihre hypothetischen Sportler zu 50% an einer kuriosen Sportlerfusspilz versterben ( an der nur Sportler wegen dem Sport versterben – Sorry, Ihr Beispiel, nicht meins), ist auch retrospektiv Sport ungesünder als keinen Sport zu betreiben. Keiner der auch nur ein Minimum von Ahnung hat was retrospektiv heisst, ach was sage ich, überhaupt irgend eine Ahnung von Studiedesign hat, würde nur die verbliebenen 50 Sportler anschauen. Verstanden?

      • Martin sagt:

        Der komplette Text der Studie ist durchaus verfügbar, kostet halt USD 25.

    • Vreni Gerzner sagt:

      Herr Hasler, die Probanden waren allesamt keine Marathonläufer, also extreme Spitzensportler, sondern sog. Hobby-Sportler. Nach ihrer Überlegung müssten ja praktisch 90% der Schweizer „schlechte“ Gene haben. Ihr Einwand tönt eher nach einer akademischen (schlechten) Entschuldigung für’s Nichtstun.

  • Silvano sagt:

    Ich mache seit meiner Kindheit Sport und bin nun ein fitter 55 Jähriger (kein Alkohol, Nichtraucher). Ich habe keinen Bauch, immer noch relativ Muskulös und bis auf kleine Ziperlein gesund. Wenn ich meine untrainierten, gleichaltrigen Kollegen und Kolleginnen sehe, dann bin ich doch schockiert, welche Spuren ein unsportliches Leben hinterlässt. Für mich gibt es zum Sport und einem generell gesunden Lifestyle keine Alternativen!

    • Maike sagt:

      Nun, wahrscheinlich schauen diese untrainierten gleichaltrigen Personen genauso schockiert auf Sie ! Nur arbeiten und danach ab in die Muckibude ist eben nicht jedermann und -frau Sache.

      • Martin sagt:

        @Maike
        Das ist keine Frage des Aufwands, sondern nur der eigenen Bequemlichkeit. Ein regelmässiges Training kann auch einfach in den Alltag integriert werden. Anstatt mit Bier und Chips kann Zeit vor dem Fernseher mit Kurzhantelraining und auf Cross- oder Hometrainer verbracht werden. Der Arbeitsweg täglich auf dem Fahrrad absoviert ermöglicht ebenfalls ein ausgezeichnetes Ausdauertraining etc. etc.

    • Martin sagt:

      @Silvano
      Ich bin in einer vergleichbaren Situation, nur noch 7 Jahre älter. Nicht nur der Trainingszustand der meisten gleichaltrigen ist erschreckend, nach meinen Beobachtungen ist bereits eine Mehrzahl der unter 30-jährigen miserabel trainiert. Und schon ab 40 sind Männer (und zunehmend auch Frauen) mit einem schwabbeligen Fettbauch in der Überzahl.

      • Maike sagt:

        Aber es ist doch auf der anderen Seite gut für Euch, lieber Martin und Silvano, das es auch Menschen gibt, die keinen so gestählten Körper haben wie ihr !. So habt Ihr immer einen Ansporn, Euch sportlich zu betätigen, um nicht so auszusehen…

  • Bernd Grunder sagt:

    Naja… überraschend ist da gar nichts.
    Ich nehme ein paar fitte 70-Jährige, die seit etwa 50 Jahren Sport treiben, und finde raus, dass die fit sind. Wow!
    Leider kann ich retrospektiv eben nicht feststellen, ob die Probanden gesund sind, weil sie Sport treiben oder ob sie noch immer Sport treiben können, weil sie das Glück hatten, gesund zu sein.
    Aber wenn es ins Weltbild passt, wird gern auch die schlechteste Studie zur Bestätigung herangezogen. Wie wäre es mit etwas seriöserer Recherche nach ein paar aussagekräftigen Studien, anstatt bloss die letzte wissenschaftliche Dünnbrettbohrerei zu präsentieren?
    (So mal schauen, ob es der Beitrag durch die Blog-Gedankenpoizei schafft)

    • Marc sagt:

      Danke, habe mir dasselbe gedacht. Ich hatte nie Mühe mit Sport, liegt in den Genen denke ich. Andere tun sich schwerer. Mittlerweile mache ich noch ca. 3000km im Jahr mit Hundespaziergängen und etwas Kraft (Vita-Parkour ohne joggen).

  • Robert Hasler sagt:

    Ich denke schon, dass das stimmt. Aber es geht an der Realität vorbei zu denken, dass Menschen plötzlich anfangen würden Sport zu treiben, die sich ein Leben lang nicht dafür interessiert haben. Gute Vorsätze reichen da vielleicht für 2 oder 3 Jahre – dann verhalten sich 99% wieder so, wie sie es immer getan haben. Sogar Menschen nach einem Herzinfarkt ändern nur sehr schwer längerfristig ihr Verhalten.

  • Zora sagt:

    q.e.d.:
    Bin 60, schwimme und wandere seit Jahrzehnten. Finde nur sehr wenige Gleichaltrige für grosse Wandertouren, die meisten mögen nicht mehr als 4-5 Stunden mithalten, dann macht irgendwas weh oder sie sind erschöpft. Manchmal gehe ich mit ganz Jungen bergwandern – das ist belebend.

  • Mind Dust sagt:

    @ Sonusfaber: Die Frage ist doch nicht ob Ihr Vater mit 91 Jahren gesund ist oder nicht, sondern: wäre er (noch) gesünder und fitter, wenn er Sport getrieben hätte?

  • Karl-Heinz sagt:

    Ich rate zu moderatem Sport. Beim Cardio sollte das Herz gestreichelt und massiert werden, nicht gequält. Die Muskel können trainiert werden, dabei darf das Dehnen nicht vernachlässigt werden. Und Yoga als Physiotherapie ist auch gut für Männer. Nach dem Training sollte ein Gefühl der Zufriedenheit überwiegen.

    • Roland K. Moser sagt:

      „…Nach dem Training sollte ein Gefühl der Zufriedenheit überwiegen….“
      Genau!
      Nur begreift das fast niemand. Mit den Jogging-Schuhen, dem Rennvelo oder MTB wird meist nur rumgehypert.

  • Sonusfaber sagt:

    Mein Vater, 91, hat kein einziges Mal in seinem Leben Sport getrieben, ist keinmal in einem Fitnessraum gewesen und ist auch nie über Strassen und Felder gejoggt – und war nur zwei Male für kurze Zeit im Spital. Seine Werte sind nach wie vor derart gut, dass keine Medikamente nötig sind. Vor fünf Jahren ist er zwar an Krebs erkrankt (Leber), diese schwere Zeit hat er aber blendend überstanden (ohne OP und ohne Chemo). Andererseits kenne ich Leute, die relativ früh gestorben sind, obwohl sie Zeit ihres Lebens Sport getrieben haben (ich selber bin seit je ein moderater Sportler, das heisst, einmal pro Woche gehe ich ins Fitness und ein paar Male pro Woche jogge ich für eine halte Stunde – mehr nicht).

    • Gerhard Engler sagt:

      Es gibt Autorennfahrer, die kein einziges Mal bei einem Unfall verletzt wurden. Und ich kennen jemanden, der immer vorsichtig fährt und trotzdem einen schweren Unfall hatte. soll man daraus schliessen, dass es keinerlei Rolle spielt, ob man schnell oder vorsichtig Auto fährt?

    • Hans Kast sagt:

      Schön für ihren Vater! Mehr fällt mir zu ihrem Beitrag nicht ein, ausser, dass er (der Beitrag) zum Thema völlig irrelevant ist.

    • Leo Schmidli sagt:

      Und was wollen Sie uns damit mitteilen? Jeder kennt sie, diese Geschichten! Oder haben Sie keine(n) … (hier bitte einsetzen: Oma, Opa, Onkel, Tante etc.), der/die seit dem 12. Lebensjahr immer zwei Schachteln Zigaretten täglich geraucht hat, filterlos natürlich, aber immer kerngesund war und … (hier bitte einsetzen: 100+x) Jahre alt geworden ist.
      Ein Beispiel: Sie haben kein Geld, ich habe CHF 2 Mio., im Durchschnitt sind wir beide Millionäre. Ist doch toll, oder?

      • Rolf Rothacher sagt:

        Sport regt den Stoffwechsel an und verhindert so sicher einige Zivilisationskrankheiten. Und das Beispiel des 91-Jährigen zeigt nur, dass wir Menschen nicht alle gleich sind. Deshalb sind solche Beiträge in Zeitungen/Zeitschriften auch so idiotisch. Sie erzählen uns das, was man messen kann. Doch die Ärzteschaft weiss bis heute noch nicht einmal, was unsere bis zu 600 verschiedenen Arten von Bakterien in unserem Verdauungstrakt so alles für unsere Gesundheit tun. Die Medizin ist längst derart spezialisiert, dass jeder nur noch „seine“ Ecke kennt und kaum noch über den Gartenzaun zu blicken vermag. Auch solche Studien dienen eigentlich nur dazu, um unsere Vorurteile zu bedienen. Wissen schaffen sie keines.

    • Vreni Gerzner sagt:

      Sonusfaber, damals hat man auch so ziemlich anders gelebt, sich ernährt, etc.. Man konnte sich nicht das leisten, wo heute. Abends ging man zeitig ins Bett und war morgens ausgeruht etc. etc. Nur schon im normalen Alltag (ohne Auto, Töff oder S-Bahn) bewegten sich die Leute mehr, was einem täglichen Training gleich kam.

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