4 neue Outdoor-Tipps für diesen Sommer

Kühlender Spass für Zwei- und Vierbeiner: Stand-up-Paddling. Foto: iStock

Der Sommer kommt: Nichts wie raus an die Sonne, auf die Berge, ans Wasser. Keine andere Jahreszeit bietet vergleichbare Möglichkeiten für Outdoorsportler. Wieso also nicht Wanderschuhe und Fahrrad ausnahmsweise mal im Keller stehen lassen und etwas Neues ausprobieren? Hier sind fünf Dinge, die Sie in diesem Sommer ausprobieren sollten:

1. SUP, SUP, Hurra!

SUP ist die Abkürzung für «Stand Up Paddling» – auf einem Brett stehend paddelt man auf dem See oder auf ruhigen Flüssen. Hawaiianische Surflehrer machten die Sportart so populär, dass Stehpaddeln heute die am schnellsten wachsende Wassersportart ist. Auch weil sie ein effektives Ganzkörper- und Gleichgewichtstraining bietet. Insbesondere Bauch- und Rückenmuskulatur profitieren davon. Noch attraktiver ist jedoch das Gefühl, frei auf dem Wasser zu gleiten und seinen Kurs mit dem langen Stechpaddel jederzeit selber bestimmen zu können. Mit der Grösse und Beschaffenheit des Boards lässt sich der Schwierigkeitsgrad des Paddelns beeinflussen. Das garantiert, dass auch Einsteiger sofort Erfolgserlebnisse erleben. Testen und mieten kann man die Ausrüstung bereits in Verleihstellen wie den Naish SUP Centers und an Schweizer Seen.

2. Mein knallrotes Rucksackboot

Packraften heisst Unterwegssein mit ultraleichten, aufblasbaren Booten. Zu Fuss und auf dem Wasser. Mal das Boot im Rucksack, mal den Rucksack im Boot. Mit dieser Kombination aus Wandern und Paddeln werden Gebiete zugänglich, die sonst schwer zu erreichen sind. Besonders in der Schweiz macht diese Art der Fortbewegung grossen Spass – der Gewässerreichtum und das engmaschige Netz öffentlicher Verkehrsmittel macht ganz neue Touren möglich. Packrafts kann man beispielsweise bei der Kanuschule Versam mieten oder gleich kaufen, zum Beispiel bei Faltboot.ch.

3. Eiserne Wege

Der Atem beschleunigt sich, der Puls steigt, und Adrenalin schiesst ins Blut: Wer in einer Steilwand auf schmalen Trittstiften steht und nach dem nächsten Griff tastet, braucht keinen künstlichen Kick mehr. Dies, obwohl der Karabiner des Klettersteig-Sets sicher eingerastet und der Kletterer am Stahlseil gesichert ist. Keine Frage: Ein Klettersteig oder «Eisenweg» (Via Ferrata) ist für Wanderer und Kletterinnen immer ein Erlebnis.

 

Der Klettersteig Diavolo bei Andermatt beispielsweise ist mässig anspruchsvoll und eignet sich deshalb auch für Einsteiger – gesichert mit 700 Metern Drahtseil, 265 Eisenstiften und Haken, künstlichen Tritten und zwei Leitern. Die Route in den Granitfelsen der Schöllenen ist spektakulär und eröffnet beeindruckende Tiefblicke in die wilde Schlucht und ihre Verkehrswege.

4. Haarige Wegbegleiter

Ein Tier verleiht einer Wanderung gleich eine ganz andere Aura. Ein weiterer Reisekamerad ist mit dabei – und nimmt einem vielleicht sogar das Gepäck ab. Doch die Schweiz hat weit mehr zu bieten als ein klassisches Eseltrekking. Beispielsweise das Schweizer Tier schlechthin: den Bernhardiner. Eine rund 90-minütige Tour kann in Martigny oder auf dem Grossen St. Bernhard gebucht werden. Und welches grosse Säugetier trifft man wohl am häufigsten auf einer Wanderung? Richtig: Kühe. Ziemlich aussergewöhnlich, so ein Kuhtrekking. Möglich ist dies im Kanton Schaffhausen: Die sanften Milchkühe vom Erlebnis- und Biobauernhof Bolderhof stehen das ganze Jahr über für einen bis zu vierstündigen Ausritt zur Verfügung.

Zwei Buckel statt ein Euter – nicht nur in der Sahara kann man auf Kamelen reiten. Der Tunesier Ben bietet seinen Gästen im St. Gallischen Oberglatt nicht nur einstündige Ausritte auf den höckerigen Vierbeinern an, sondern auch das Fladenbrot oder Beduinentee im echten Beduinenzelt. Link: Unser Tipp: Falls schon ein weiterer Vierbeiner zur Reisegruppe gehört, bitte vorgängig abklären, ob er bei diesem Event dabei sein darf!

Mehr Links zum Thema:

Jura (Lama, Esel, Muli): www.barbecue-lamatrekking.ch

Emmental (Esel): www.donkey-co.ch

Graubünden (Esel): www.grautier.ch

Tessin (Esel, Muli, Alpakas, Ziegen): www.somarelli.ch

Obwalden (Esel, Pony): www.asinerie-schuermatt-alpnach.ch

St. Gallen (Esel): www.kueng-trekking.ch

Toggenburg (Esel): www.esel-wanderungen.ch

 

Von Mia Hofmann und Thorsten Kaletsch (Seek)

1 Kommentar zu «4 neue Outdoor-Tipps für diesen Sommer»

  • Hans Hasler sagt:

    Für Leute, die wie ich mit der Höhe nicht gut klar kommen: Der Klettersteig bei Andermatt ist heimtückisch und eventuell für Anfänger nur beschränkt geeignet: Da man mitten in der Wand anfängt, ist entsprechend der Abgrund, der sich unter einem auftut SEHR tief.
    Ein Panik-Anfall ist quasi schon vorprogammiert.
    Technisch ist er aber wirklich gut ausgebaut und anfängertauglich. Einfach nicht höhenangst-tauglich.

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