Wie viel Risiko und Adrenalin ist erlaubt?

Henrik Windsted / FWT Engadin St. Moritz 2011

Gewaltiger Adrenalin-Kick am Corvatsch-Nordhang: Der Schwede Henrik Windsted, Gewinner der Freeride World Tour Engadin St. Moritz 2011 in der Kategorie Ski. (Bild: FreerideWorldTour.com / M. Weiler)

Halsbrecherischer Wettkampf im Oberengadin

Während sich die schönen und reichen Pelzträger vergangenes Wochenende im «trockenen und prickelnden Champagnerklima» von St. Moritz zum Polo World Cup on Snow versammelten, gastierte im glamourösesten Bergdorf der Schweiz auch die Freeride World Tour (FWT). Das sind wilde, cool-verstrubbelte, mit dem Rasierapparat auf Kriegsfuss stehende und XXL-Klamotten tragende Extrem-Skifahrer und –Snowboarder, die über äusserst steiles und exponiertes hochalpines Gelände brettern.

Im Oberengadin tragen sie diesen halsbrecherischen Wettkampf am Nordhang des Corvatsch (3303 Meter) aus. Geländeneigung zwischen 45 und 60 Grad! Ein absolutes Risiko-Spektakel. Nur die besten der Welt fahren mit, sie mussten sich für die Tour qualifizieren.

Adrien Coirier / FWT St. Moritz 2011

Adrien Coirier (Frankreich) erreicht mit dieser Fahrt den zweiten Rang (Ski). (Bild: FreerideWorldTour.com / M. Weiler)

Die Kriterien für die Bewertung sind komplex. Jeder Athlet wählt seine eigene Route, zieht eine neue Spur in den frischen Tiefschnee. Einer springt über hohe Felsabsätze (Cliff-Jumps bis 25 Meter), ein anderer fährt durch schmale, vereiste Couloirs oder atemberaubend schnell und ohne Schwünge über offene Felder. Auch Telemarkski sind erlaubt.

Wie kann man also die Schwierigkeit solch unterschiedlicher «Runs» vergleichen? Die Verantwortlichen der FWT tüftelten ein kniffliges Punktesystem aus. Entscheidend ist der Gesamteindruck: Es geht darum, eine kreative Linie zu finden und diese flüssig und kontrolliert zu fahren – Stürze geben Abzug, ebenso jedes Zögern vor einem Sprung, etc.

Waghalsige Aktionen werden von den Punkterichtern nicht honoriert. Kann ein Fahrer einen objektiv sehr gefährlichen Sprung nicht stehen, erhält er mehr Punkteabzug als wenn er nach einem einfacheren Jump stürzt. «Wir wollen kein Roulette und motivieren keinen, sich in grenzwertige Situationen zu begeben», sagt Martin «McFly» Winkler (32), Headjudge Ski. Trotzdem kann er die Risikogrenze «nicht in Worte fassen». Es bleibt jedem Fahrer offen, was er am Berg macht. «Aber gewagte Fahrten müssen perfekt umgesetzt werden, damit sie Punkte bringen.» Wenn einer etwas zeigt, das er nicht sauber beherrscht, wirft ihn das in der Rangliste zurück.

Video: So meisterte Henrik Windstedt (Schweden), Sieger Ski der FWT Engadin St. Moritz, die 550 Höhenmeter am Corvatsch-Nordhang. Nach seinem Speed-Run ins Ziel stürzte er und musste verletzt ins Spital.

Mehr Videos: Bewerten Sie selber, vergleichen Sie die «Runs» der Zweit- und Drittplatzierten der Kategorie Ski: Torgrim Vole (Norwegen) und Seb Michaud (Frankreich) – bitte Namen anklicken.

Die Siegerfahrt von Matt Annetts (USA, Snowboard):

Mehr Videos: Bewerten Sie selber, vergleichen Sie die «Runs» der Zweit- und Drittplatzierten der Kategorie Snowboard: Mitch Toelderer und Flo Orley (beide Österreich) bitte Namen anklicken.

4 von 36 Fahrern mussten an diesem Tag ins Spital gebracht werden

Longline-Rettung: Der verletzte Argentinier Juan Bergada wird mit dem Helikopter aus der Wand geholt.

Unter den Profi-Freeridern gebe es keine zwanghafte Revoluzzer und Rebellen, sagt McFly. «Nur kreative Leute bringen diesen Sport vorwärts, nicht die Verbissenen».

Noch nie habe es während der FWT einen tödlichen Unfall gegeben oder schwerwiegende Verletzungen wie etwa eine Querschnittlähmung. Aber: Alleine in St. Moritz mussten vier der 36 Athleten ins Spital gebracht werden. Einer wurde sogar per Helikopter-Longline-Rettung aus dem steilen Gelände geholt. Er hatte sich bei einem Sturz das Knie verdreht. «Gibt es einen Unfall, ist keiner überrascht. Jeder weiss, worauf er sich einlässt. Das hier ist kein Kindergeburtstag», so McFly.

Corvatsch-Nordhang / FWT

Über diesen felsigen und spektakulär steilen Nordhang des Corvatsch – in der Mitte bis 60 Grad Neigung! – stürzten sich die Profi-Freerider vergangenen Sonntag. Nebenbei: Am Tag davor versuchte Hochseilkünstler Freddy Nock hier einen neuen Weltrekord – die gesamte Strecke der Corvatsch-Bergbahn (im Bild) bis zur Station Murtèl (1600 m) auf dem Tragseil talwärts zu laufen. Wegen extremer Kälte und Wind musste er den Versuch abbrechen.

Für diese Art des Freeridens etablierte sich international der Begriff «Big Mountain». Am Corvatsch liessen die Fahrer sich aus der Bergbahn abseilen. Danach stiegen sie zu Fuss bis zum Start auf. Gelände und Schneebedingungen hatten sie davor nur mit dem Feldstecher vom Wandfuss aus inspiziert, vor dem Wettkampf dürfen sie den Hang nicht befahren.

«Angst habe ich nie», sagt Max Zipser (Snowboard, Österreich). Er schlafe vor einem Wettkampf immer gut. «Weil ich genau weiss, was ich tue.» Genau so offen spricht er allerdings auch über seine Verletzung an der Wirbelsäule und die Fortschritte seiner Therapie.

Samuel Anthamatten ist bester Schweizer

Bei der FWT starten dieses Jahr vier Schweizer: Raphael Bullet und Daniel Rietmann (beide Snowboard) sowie Jeremie Heitz und Samuel Anthamatten (beide Ski). Anthamatten ist zur Zeit unser bester Mann. Der 24-jährige Alpinist aus Zermatt will sich vorläufig aufs Profi-Freeriden konzentrieren. Am Corvatsch vermieste ihm ein kleiner Sturz – oder wie es in Freerider-Sprache heisst: «bad luck» – einen Podestplatz.

Simon und Samuel Anthamatten

Zwei Walliser im Engadin: Alpinist Samuel Anthamatten (rechts) fährt dieses Jahr die erste Freeride World Tour. Sein älterer Bruder Simon Anthamatten (links) begleitete ihn nach St. Moritz. Simon zählt zu den besten Extrem-Bergsteigern der Schweiz.

Mein persönliches Fazit von der FWT Engadin St. Moritz 2011: Die Zugfahrt ab Zürich (zwei Mal 3 Stunden 20 Minuten) lohnte sich +++ Extrem-Freeriden habe ich schon im TV gesehen, aber noch nie live +++ Ich powderte bereits selber über Hänge mit mehr als 40 Grad Neigung, aber noch nie über felsiges Gelände mit 60 Grad Neigung. Würde ich auch nie! +++ Die FWT ist ein Spitzensport-Event und hochprofessionell organisiert +++ Profi-Freerider trainieren konsequent, leben seriös, gehen früh schlafen – ausser nach dem Wettkampf. Dann gibts Party, allerdings verhältnismässig gesittet. Manche Fahrer sind promovierte Mediziner, oder schüchtern, oder Briefmarkensammler, oder offensive Burschen. Ganz wie im normalen Leben.

Siegerehrung FWT St. Moritz 2011

Mitch Toelderer (2.v.l., 2. Rang) schenkt Outdoor-Bloggerin Natascha Knecht spontan seine Gewinner-Blumen. Der Strauss überlebt die Reise aus dem «Kühlschrank der Schweiz» bis nach Zürich. Weiter im Bild: Flo Orley (links, 3. Rang) und Max Zipser (rechts, 4. Rang). Alle Österreich.

Hier noch der Link zum: Best-of-Video FWT Engadin St. Moritz.

Die nächsten Stationen der FWT 2011 sind: Kirkwood (USA), Sotschi (Russland), Fieberbrunn (Österreich)  –  und das grosse Finale in Verbier (Wallis) am 19. März. Mehrere Tausend Zuschauer werden dabei sein, wenn sich die bestplatzierten Fahrer der Gesamtwertung am furchteinflössenden Bec de Rosses messen.

Frage:

Was halten Sie von solch gefährlichen Spektakeln? Wie viel Risiko am Berg – finden Sie – ist erlaubt?


55 Kommentare zu «Wie viel Risiko und Adrenalin ist erlaubt?»

  • tosca sagt:

    Jeder, der Raucht, trinkt und Auto fährt, sich ungesund ernährt (inkl. hohem Fleischkonsum), planlos Kinder in die Welt setzt, mehrere Studiengänge ausprobiert, psychische Probleme hat, unvorsichtig mit Feuer ist, sich zu wenig bewegt, sich beruflich nicht einsetzt, etc. belastet irgendwo eine Kasse, die von der Allgemeinheit bezahlt wird. ALLE holen sich aus irgend einem Topf etwas, sei dies nun auf einen risikoreichen Lebensstil (damit meine ich rauchen, ungesundes Essen und das Überqueren eines Fussgängerstreifens) oder Sport zurück zu führen.

    Also sollten sich alle beruhigen und überlegen, wo jeder einzelne mehr holt als gibt!

    (Nicht zu vergessen, dass die Abgase der Autos, der Rauch meines Tischnachbarn und der betrunkene Autofahrer MEINE Gesundheit auch gefährden, was bei diesen Freeridern nicht der Fall ist)

  • RAmsi Hartmann sagt:

    ich kann das nie glaben diese personen bringen sich in selbstgefahr und die rettungsleute uach wenn sie die freerider aus den steilen wänden holen müssen aso ich wäre dafür dieser sport zu verbitten::

  • Skifan sagt:

    Ich finde diesen Sport eine extrem coole Sache, diese Freerider sind gut ausgerüstet und fahren auf eigene Gefahr…. wo ist da das Problem?
    Auf den markierten Skipisten passieren mehr Unfälle als im Backcountry und diese werden meistens auch von Dritten ausgelöst, was im Backcountry nicht so ist…

    Hang loose and enjoy Skiing

  • Rolf Schumacher sagt:

    Grossartiger Sport, die Kerle können was. Freeriding braucht Kopf-Körper-und Mut (in dieser Reihenfolge). Freeriding ist das etwas vom Tollsten was es im Sport gibt, besser als Fliegen, besser als Schwimmen, besser als Gleiten, denn es ist alles gleichzeitig.
    Drei Dinge sind wichtig.
    1) Abgesperrte Hänge (Ruhezonen für Wildtiere nicht durchqueren)
    2) keine anderen Skifahrer gefährden
    3) den Hang zuvor gut studieren, wirklich gut studieren.

  • Yeti sagt:

    Ich mags nicht mehr hören, dass all die Extremsportler gut durchtrainiert und die Events gut vorbereitet sind. Das hört man auch vom Canyoning oder von Basejumpern. Das mag ja alles zutreffen, aber das gefährliche an diesen Risikosportarten ist ja die unberechenbare Natur (Lawinen, Hochwasser, Winde….). Das beginnt schon bei den Tourenskifahrern, oder bei den Eiskletterern. Es muss immer einen Kick mehr sein. Und dann kommt noch dazu, dass viele (junge) Amateure das als Vorbild nehmen: abseits der Piste mit dem Snowboard dieses Feeling auch mal erleben , auch mal einen Waserfall runter jumpen , auch mal mit dem Bike im Gelände runter rasen……. Ist es eigentlich nicht mehr „in“, sich in der Natur normal fortzubewegen??

    • Philippe sagt:

      Ich sehe das ähnlich wie Yeti. Es muss immer cooler, verrückter, extremer sein. Ich treibe sehr viel Sport, Ausdauer, Funsport etc. aber dieses permanente ausloten und auskitzeln von Grenzen kann ich schwer nachvollziehen. Wieviele Tote gab es in den letzten paar Tagen in den Bergen? Einige, leider. Und alle hatten, gemäss Berichte, die Lawinen selber ausgelöst. Tragisch, und für mich ein Zeichen, dass es Orte und Situationen gibt wo der Mensch der Natur nicht in die Quere kommen soll. Aber nein, es gibt immer mehr die offenbar der Natur zeigen wollen, dass sie stärker sind. Kann aber auch in die Hosen gehen oder direkt ins Grab. Es gibt sicher einige wenige, die extreme Sachen beherrschen. Doch vermutlich kommen auch sie irgendwann an die noch unbekannte Grenze. Ja, das wär’s dann vermutlich gewesen. Vor Kurzem habe ich einen TV-Beitrag von zwei Freeridern aus der Romandie gesehen. Zwei Brüder und Profis die ihre Filme vermarkten. Tolle Aufnahmen und Supersportler. Doch einer kam dann bei einem Extremride in eine Lawine und….hat überlebt. Zum Glück aber auch mit Glück. Jetzt wollen sie kürzer treten. Sieh mal an. Aber bitte keine Verbote. Nur etwas Zeit zum Nachdenken über das permanente Hochrisiko das offenbar megacool ist.

      • Mégué sagt:

        Stimmt denn das, dass sich unter den Lawinenauslösern und Bergverunfallten vor allem Menschen befinden die zeigen wollen, dass sie „stärker“ als die Natur sind? Das Spiel mit den Naturgegebenheiten ist bei manchen von uns stärker präsent als bei anderen, das ist für mich klar. Auch klar ist, dass dieser Spieltrieb eher bei jungen Leuten zu finden ist. Betonung auf eher. Und leider treffen Unfälle auch bei denen ein, die sich „normal“ in der Natur fortbewegen (Skitourenläufer, Wander, Bergsteiger, Kletterer etc.) – drum sind es ja UN-fälle. Solange sorgfältige und eigenverantworliche Vorbereitung stattfindet, finde ich es bereichernd zu sehen, zu welchen Leistungen IRGENDEIN Sportler sich zu steigern vermag.

  • es ist doch schon interessant, dass man immer wieder solche Themen durchdiskutiert. Gibt es dann irgend einen Grund, weshalb diese Freerider ihrer Lieblingsbeschäftigung nicht nachgehen sollten? Es wird auf der Welt nie etwas geben, an dem alle Freude haben. Freiheit ist angesagt!

  • Skifahrer sagt:

    Der Mensch neigt doch dazu sich zu konkurenzieren und Risiken einzugehen. Egal wo. Sei es nun an einem Freeride Contest, im Hochsprung oder auch im ganz normalen Alltag auf der Arbeit. Um besser zu sein als andere sind Risiken unumgänglich. Anders als an anderen Orten gefährden die Freerider der FWT in erster Linie nur sich selbst. Das sind professionelle Athleten die ihr Können und die Risiken genau abschätzen können.
    Ich glaube das Problem liegt wo anders. Das Problem ist, dass uns Materialhersteller glauben machen wollen, dass jeder solche Abfahrten meistern kann, wenn er nur die richtigen Ski/Boards/Schuhe oder was auch immer kauft.
    Das man nicht gleich solche Abfahrten machen kann ist auch dem dümmsten Konsumenten klar. Allerdings kurz mal neben der Piste (am besten noch durch eine Wildschutzzone) brettern kann jeder. Auf die Sicherheit und die Natur wird von diesen Leuten keinen Wert gelegt.
    Ich fahre selber gerne und oft im Gelände. Allerdings prüfe ich vorher immer ob irgendwelche Wildschutzzonen betroffen wären und ob die Abfahrten sicherheitstechnisch machbar sind (lawinengefahr usw). Die meisten „Freerider“ gehen genau so vor. Sie handeln verantwortungsvoll und respektieren, ja lieben sogar die Natur. Es gibt wie so oft einige wenige schwarze Schaffe, die den Ruf einer ganzen Gruppe zerstören und sofort schreit Herr und Frau Stammtischprolet „Verbieten.. Alles Terroristen und Todessehnsüchtige“. Bevor man solche Dinge in die Welt hinaus posaunt sollte man sich eingehend mit der Materie befassen. Ansonsten gilt die Regel: „Wer keine Ahnung hat, einfach mal……“. Die meisten Freerider sinde weder Todessehnsüchtige noch Ökoterroristen.. Im Gegenteil. Die grosse Mehrheit sind lebensfreudige Naturfreunde.

    Gruss

    • MaNuHu sagt:

      Lieber Skifahrer,

      Du überlegst also vor Hängen… Das heißt, du hast Grundwissen zu lawinenkunde, liest morgens aufmerksam den LLB, Hast IMMER Notfallausrüstung am Mann…

      Und: nein, nicht alle Freerider sind Ökofreunde. Wir haben einfach Spaß am Skien

  • Low Rida sagt:

    Soll schon vorgekommen sein das sich gewisse Touristen aus dem Unterland ein Bein gebrochen haben weil sie nicht fähig waren aus einem Schlepplift auszusteigen… Oder es werden täglich durch rücksichtsloses und vorallem auch unkontrolliertes fahren auf gesicherten Pisten wohl weit mehr Leute verletzt als 4… aber ich hoffe das viele dieser leicht beschränkten und engstirnigen menschen in Zukunft unter der Nebeldecke bleiben werden und nur noch am von ihnen so geliebten strassenverkehr teilnehmen werden…

  • Matthias sagt:

    Das ist einfach nur krank. Todessehnsüchtige und suizidanbetende Ökoterroristen. Mehr kann ich dazu nicht sagen ausser: Kein Verständnis.

    • JM sagt:

      Digitale Stammtischproleten ohne jedliches Wissen, die dann auch noch wüste Beschimpfungen loswerden sind wohl auch nicht besser. Eigentlich sollte man doch erwarten dürfen, dass Kommentare einen gewissen IQ voraussetzen, doch Sie beweisen eindrücklich das Gegenteil.

    • Markus sagt:

      Verständnis? für was denn? Fahren Sie mit dem Auto zur Arbeit? Fliegen sie jedes Jahr in die Ferien? Machen Sie täglich mindestens eine halbe Stunde Sport? Rauchen Sie oder ev. mehr als 1 Glas Wein pro Tag? Trennen sie den Abfall? Kaufen sie nur Bioprodukte oder lassen sie das Rindsfilet aus Neuseeland einfliegen? Machen Sie was für ihre Gesundheit?

      VERSTÄNDNIS? FÜR WAS DEN?!?

  • Barbara sagt:

    Zu gefährlich. 4 Fahrer mussten eingeliefert werden? Das entspricht 10% und ist wohl ein ziemlich klares Zeichen dass diese „Sportart“ nicht populärer werden sollte als sie schon ist. Verantwortungslose Jugendliche und kopflose Erwachsene könnten sich ein Beispiel dran nehmen was zu unglaublich vielen Unfällen führen würde.

  • W. Sagmeister sagt:

    Die Starter sollten vorher CHF 50’000.– Depot hinterlegen, für Rettung und Fr. 100’000.fürt Spiitalkosten!

    • Markus sagt:

      Gesundheitskosten und Risikosport
      Ich muss zugeben, dass ich keine Ahnung habe wieviel die Ausgaben sind die jährlich durch Verletzungen durch solche Sportarten stattfinden ABER ich weiss folgendes:
      – Die höchsten Gesundheitskosten fallen durch Übergewicht, schlechte Ernährungsgewohnheiten, Rauchen, Stress und BEWEGUNGSMANGEL an. Dies führt zu Herzkreislauf Erkrankungen, Diabetes und anderen Stoffwechsel Erkrankungen und erhöht das Krebsrisiko massiv!

      AUCH WENN DIESE SPORTART GEFÄHRLICH IST. DIE MENSCHEN/ATHLETEN BEWEGEN SICH, SIND EHER AUSGEGLICHEN, MOTIVIERT UND FÜHREN ANSONSTEN EINEN GESUNDEN LEBENSSTIL….
      Ich glaube, dass nicht die Extremsportarten für die erhöhten Gesundheitskosten verantwortlich sind!

      Sport ist Mord – aber dafür sterben wir gesund!… und ich weiss was ungesund sterben heisst!

  • Michi sagt:

    Wetten dass hatte auch Jahrzentelang keinen Unfall !!!

  • Engadinsnow sagt:

    Hallo
    Ich möchte als Organoisator des Stimorol Engadinsnow Freeride Events einiges richtig stellen.

    1. Der gestürtzte Rider Juan Bergada (ARG) wurde mit dem Heli an der Longline aus dem North Face Corvatsch geflogen und zu Abklärungen in den Spital in Samaden gebracht. Wir führen den Event unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen durch und sind absolut professionell organisiert. Der argentinische Rider hatte Hilfe vom Heli mit REGA Arzt nach genau 3 Minute und 50 Sekunden. Nach den Abklärungen im Spital wurde Juan Bergada (ARG) ohne jegliche Verletzungen entlassen.

    2. Henrik Windstedt (SWE), Gewinner des Freeride Events ist mit Zerrungen zwischen den Rippen angereist und ist mit diesen Verletzungen, die absolut nicht gravierend sind, an den Start des Stimorol Engadinsow Freeride Events gegangen. Bei seinem ersten Cliff Drop gleich nach dem Start hat sich diese noch nicht ganz verheilte Verletzung im Brustkorbbereich wieder verschlechtert. Auch Henrik Windstedt wurde zu Abklärungen mit dem lokalen SOS ins Spital gefahren und hat die Nacht zur Beobachtung im Spital verbracht und konnte am nächeten Morgen wieder entlassen werden.

    Alle weiteren Rider konnten nach Abklärungen im Spital unmittelbar am gleichen Abend das Spital wieder verlassen.
    Ich als Organisator gehe dabei keine Risiken ein und lasse alle leicht verletzten Rider unter professioneller Aufsicht im Spital abklären um so das Risiko möglichst tief zu halten.

    Unser Fazit nach 9 Jahren Stimorol Engadinsnow Freeride ist folgendes:

    > Die Freerider verhalten sich bei uns am Event absolut professionell und wissen genau was sie tun.
    > Die Sicherheitsvorkehrungen für einen solchen Anlass sind genau geplant und minimieren das Risiko auf das Minimalste.
    > In 9 Jahren Freeride Event mit mehr als 500 Freeride Runs, hatten wir noch nie einen schweren Unfall. Kleinere Verletzungen wie ein gebrochenes Bein oder ein gerissenes Band sind möglich bei solchen Freeride Runs im Extrem Bereich.
    > Am selben Tag hatte der SOS Corvatsch mehr Verletzte auf den gesicherten Pisten im Gebiet als bei uns am Freeride Event.

    Für weitere Informationen nehme ich gerne weiter an diesem Blog teil.

    Gruss cm

  • Barbara sagt:

    Waghalsige Sachen werden von Punktrichtern nicht honoriert. Aber jedes Wochenende auf und abseits der Piste geübt. Wem’s Spass macht, soll das tun, einfach nicht auf Kosten von uns anderen.

  • gregor guntern sagt:

    ach ja das rauchen habe ich vergessen, wo ein grosses risiko herscht….

  • gregor guntern sagt:

    man muss wohl nicht darüber diskutieren ob dies risikosport ist oder nicht. bei jedem fehler herscht eine grosse unfallgefahr. hohe tempos und weite sprünge. seien wir ehrlich und tuns oder lassen es…….. der mensch neigt dazu risiko einzugen und die grenzen auszuschöpfen. dieser sport ist eine art davon aber nicht am einzigen ort. die börse- mehr risiko, mehr gewinn… beim sex ohne gummi, desto schönner….töfffahren mit hohen tempos in den kurven…. atomkraftwerke….usw…..

  • Paul Euler sagt:

    Ich bin ein alter Skihase und kenne den Corvatsch recht gut, ich bin Jahrgang 1934 und fahre seit 75 Jahren Ski,
    heute fahre immer noch wild ski.
    Zuhause besitze ich ein Buch über die Skiabfahrt von der Eigernordwand, diese Sache scheint mir wirklich sehr gefährlich
    zu sein ! Im Unterschied ist die Abfahrt Wetbewerbsmässig am Corvatsch von wirklichen Könnern gemacht und
    sieht wirklich sehr interessant aus, von weitem sieht es immer viel Steiler aus. Klar wenn man nicht aufpasst und keinen phänomenalen Stand auf den Brettern besitzt, kann man sich schon die Knochen brechen, aber unvernünftig
    schlimm sieht die Sache nicht aus, dabei kann ich mir sehr gut vorstellen wie steil es für den Fahrer in wirklichkeit ist.
    Tschüss und herzliche Grüsse. Paul

  • crastalva sagt:

    @ Werner Meier:
    die vier Hospitalisationen waren Bagatellfälle, die nicht mit dem Heli ins Spital geflogen wurden. Einzig ein Teilnehmer wurde mit dem, sonst für Filmaufnahmen eingesetzten Heli direkt ausgeflogen und zur Mittelstation transportiert, wo er aus eigener Kraft die Luftseilbahn betrat.

  • Joachim Adamek sagt:

    Wir leben wahrhaftig in aufregenden Zeiten. Mir blieb beim Lesen und beim Betrachten der Videos mehr als einmal die Luft weg. Was so manche Leute mit ihren Skiern und Snowboards fertigbringen ist schon genial.
    Ich habe kein Verständnis, wenn jemand für einen bestimmten Kitzel leichtsinnig sein Leben aufs Spiel setzt. Der Artikel hat mich daran erinnert, daß Profis gelegentlich eine andere Meßlatte anlegen. Nicht zuletzt aus diesem Grund finde ich ihn gut. Schade nur, daß ich letzten Sonntag mal wieder was verpaßt habe.

  • Realist sagt:

    Wir leben in einem freien Land. Und Freiheit bedeutet, dass jeder tun und lassen darf, was er will, solange er damit die Freiheit der anderen nicht über Gebühr einschränkt. Die obligatorische Unfallversicherung schliesst solche Fahrten aus (Wagnis), sodass die Allgemeinheit nicht einmal mitzahlt. Und selbst, wenn dem so nicht wäre: Was kostet die Gesellschaft mehr, ein Adrenalin-Junkie, der sich in jungen Jahren mehr oder weniger mutwillig in den Tod stürzt, oder einer, der 100 Jahre alt wird und AHV- und Pensionskasse ein Vermögen kostet? – Nichts ist so einfach, wie es im ersten Moment aussieht.

    Die Freiheit der anderen ist der Preis für die eigene Freiheit. Wetten, wir finden in jedem Leben irgend ein „sinnloses“ Risiko, das man „eigentlich“ verbieten müsste?

    Übrigens: Das Personal von Rega und Spitälern wird bezahlt. Ohne Unfälle wäre die ganze Branche brotlos.

  • Werner Meier sagt:

    Jetzt muss schon der Rega-Helikopter standby stehen für solche Idioten.

    • Roman sagt:

      Lieber Herr Meier

      Die Rega-Helikopter stehen 24h bereit. In der ganzen Schweiz. Auch für Sie.

      • Werner Meier sagt:

        Roman: Hinter jedem Rega-Einsatz stehen auch Personen, die ihr Leben riskieren müssen. Mein Leben dürfte weniger risikobehaftet sein als dasjeniger dieser Raser.

        • Roman sagt:

          Herr Meier, das sind keine Raser. Das Wort ‚rasen‘ beinhaltet einen Kontrollverlust. Dass dies nicht der Fall wird in obigem und vielen anderen Videos eindrücklich demonstriert. Ihr Leben kenne ich nicht und masse es mir im Gegensatz zu Ihnen auch nicht an, darüber zu urteilen, noch Sie als einen Idioten zu bezeichnen.

          • Werner Meier sagt:

            Roman: Wenn an EINEM Tag 4 von 36 Fahrern vom Corvatsch ins Spital gebracht werden mussten, bedeutet das auch 1 – 4 Rega-Flüge. Mir tun die Betreuer (Rega, Spital etc.) leid, die Risiken eingehen und ihre Zeit aufwenden für Leute, die besser selber mal Rollstühle geschoben oder Kranke betreut hätten, statt idiotisch (ja, ich meine idiotisch) den Hang hinunter zu flitzen nur um des Spasses willen.

    • Tobias sagt:

      a) Der Helikopter war von der Heli Bernina und vom Veranstalter für den Event gemietet. die Rega hat da oben niemand gesehen.
      b) Das (Rega) Retter bei jedem Einsatz ihr Leben riskieren ist ein Schwachsinn der sich leider unglaublich hartnäckig hält. Die wirklich gefährlichen Berufe sind beispielsweise Forstwart, Bauarbeiter und Tunnelbauer.

      • Ramon Bader sagt:

        Man könnte auch sage, dass die Rega-Leute ohne diese „Spinner“ ihren sehr interessanten Job nicht mehr hätten. Denn die „RSL“ (Retter am Seil unten am Heli) machen Ihren Job sehr gerne und mit Leidenschaft ;-) Wie Roman richtig schreibt: alles eine Frage des Betrachtens
        Ich finde, Extremsport soll erlabt bleiben (Auch, weil ich ein Basejumper bin). Finde aber auch, dass ich eine höhere Unfallprämie zahlen muss als Herr Werner Meier.

  • Roman sagt:

    Es geht dabei hauptsächlich um eine gesunde selbsteinschätzung. Bin selber seit 10 Jahren in solchen Hängen unterwegs und habe mir noch nicht mal einen Finger verrenkt. Man sieht aber auch immer wieder Leute, die offensichtlich überfordert sind und dann sollte man es halt lassen.

    Mein Vorschlag: Noch mehr Verbote damit Vernunft und Selbstverantwortung noch mehr auf der Strecke bleiben. Und dann gleich Sport komplett verbieten. Schaut man sich nämlich Unfallstatistiken an, ist z.B. Fussball sehr viel gefährlicher als Extrem- oder Big Mountain Freeriding. Extremismus liegt immer im Auge des Betrachters.

    In Ergänzung zum Kommentar von Independent: Auch Sinn oder Unsinn liegt im Auge des Betrachters…

  • Sylvia Liatowitsch sagt:

    Und die Bevölkerung bezahlt den Spass!

  • Michael Naef sagt:

    Am besten gleich verbieten.

    Da ist wieder etwas, dass die Mehrheit der Bevölkerung nicht betrift, ihnen Sinnlos erscheint. Damit kann man Populärpolitik machen und Stimmen sammeln. Egal wers initiiert, er wird gewinnen weil 99.9% diesen Sport weder kannten noch ausüben. Also kann man es verbieten. Die die 0.1% Minderheit, die Freude für sich daran gefunden hat, die kann ja nicht so laut schreien, als das man ihre Argumente hören würde. Ich sehe da eine grosse Chance für eine weitere Runde Verbieterlis in der Schweiz. Also, ran an die Flugblätter und Unterschriftenbögen!

    Michi (der den Sport weder toll noch interessant findet – etwa so wie Fussball – aber den Anhängern beider Sportarten die Freiheit zu geseteht möchte, ihn frei auszuüben)

  • Grundsätzlich finde ich solche Events sehr spannend, weil ich die exzellente Beherrschung eines Sports sehr bewundere und die Fahrer das bisher für möglich Gehaltene immer wieder toppen. Das birgt andererseits natürlich die Gefahr, dass die Extrem-Sportler immer weiter Grenzen ausloten müssen, um irgendwie mediale Aufmerksamkeit zu bekommen. Der zehnte Double-Frontflip ist eben nicht mehr so spannend wie der erste…

    Allerdings zwingt die Sportler ja keiner dazu. Und wenn sie bereit sind, das Risiko einzugehen und dabei kein Schaden für andere (Mensch, Gesellschaft oder Natur) entsteht – Ride on!

  • Andreas Meier sagt:

    Irgend wie gibt es videos mit 1000 mal edleren Rides. Für mich erhalten die Jungs 100% Risikonoten und etwa 20% Stylenoten. Aber klar, das Risiko wird ja stehts nicht gefördert. Wenn schon den Hals riskieren, dann richtig ;-) http://www.youtube.com/watch?v=OgX4LvgbRJ4

  • Tamè Claudio sagt:

    Kein Mitleid mit diesen Brüdern denn es ist eine Schande für Fauna und Flora, für die Natur also. Ich bin gegen Verbote aber wenn die Natur dazwischen steht dann doch.

    • Markus Boss sagt:

      Tut mir leid Herr Tamè aber der Mensch wurde nicht gemacht um in einem Hundezwinger zu leben!
      Wir versuchen daher mit unserem Wettkampf eine Vorbildfunktion in Bezug zur Nachhaltigkeit zu haben.
      Wenn sie diese Sportevents mit anderen vergleichen, dann werden sie feststellen, dass hier eingies weniger CO2 Emissionen benötigt werden!

      Die FWT ist eine super Sache und fördert die Seriösität dieses Sportes wie er es auch verdient.

      • Peter Schönenberger sagt:

        Wer Ihren Sport nicht toll findet, lebt also im Hundezwinger? Naja, auch eine Möglichkeit, sich die Welt zu erklären. Und wer unter Nachhaltigkeit lediglich die CO2-Emissionen berücksichtigt, zumal im Gebirge, tut der Förderung der Seriosität dieses Sportes nicht unbedingt einen guten Dienst.
        Ich finde es faszinierend, was sich diese Leute zutrauen. Absolut. Nur: Wenn ich dann auf der Skipiste irgendwelchen Kids zuschaue, die eben den Teil, dass es sich hier um seriöse Spitzensportler handelt, ausblenden, dann wird mir Angst und Bange. Aber das ist wiederum das Problem der JournalistInnen, die fasziniert sind und die Distanz zum Objekt der Berichterstattung verlieren.

    • Stefan N. sagt:

      diese paar schneeflocken die dahingerafft werden, wird die natur schon noch verkraften!! mal so im vergleich ein fussballspiel, bei dem die meisten mit auto und ÖV anreisen, wird die umwelt sicher mehr belastet!! nur schon die tatsache das ein betonpalast dort hingestellt wurde wo einst fauna und flora gedeihte!

  • independent sagt:

    Das extremste Freeriding findet in der Schweiz auf der Strasse statt:
    Pro Tag
    – 1 Toter
    – geschätzte 5 Leute mit bleibenden Verletzung (z. B. Querschnittlähmung)
    – grössere Anzahl mittel- und schwerverletzte

    Natürlich ist das kein Freifahrtschein um in der Freizeit sinnlose Risiken einzugehen. Und extremes Ski-, Snowboard- oder MTB-Freeriding ist sicherlich an der Grenze zum sinnlosen Extremrisiko und darf damit diskutiert werden. Meines Wissens verfügen Leute, die an solchen Wettkämpfen teilnehmen, über Zusatzunfallversicherungen. Und damit ist es für mich eine Sache zwischen diesen Leuten und den jeweiligen Versicherungen.

    • Karin Gut sagt:

      schön Zahlengebiegen, nur fehlt da die Relation zu den 4 Spitaleinlieferungen von den 36 Freeridern

      im Strassenverkehr gibt es ungefähr:
      1 Toter pro 200’000’000 gefahrene Kilometer
      1 bleibend schwer geschädigter Verletzter pro 40’000’000 gefahrene Kilometer
      1 leicht bis mittelschwer Verletzter pro 5’000’000 gefahrene Kilometer

      abgeleitet aus den Spitaleinlieferungen des Corvatsch-Freeride:
      1 leicht bis mittelschwer Verletzter pro 50 gefahrene Kilometer

      dividieren können Sie nun wieder selber (wenn der Faktor „10’000 mal riskanter“ herauskommt, dann haben Sie richtig gerechnet)

      • Karin Gut sagt:

        …und wer besser als ich gerechnet hat, hat sogar den Faktor „100’000 mal riskanter” erhalten…

        wie auch immer die Zahlen ganz genau sind, das tatsächliche Verletzungsrisiko im Strassenverkehr ist jedenfalls x-tausendfach geringer als beim Freeride

        • andy sagt:

          vielen dank für die statistische aufschlüsselung der sachlage. die minaret-abstimmung hat gezeigt, dass dort wo wenig moslems wohnen, die ablehnung am grössten war. diesem gesetz folgt auch diese diskusion. angenommen ich habe recht, empfehle ich ihnen eine einfache bergtour, damit sie die weichen faktoren besser einschätzen können. an der tal-station können sie den alpinen selbstmordtäter vom „normalo“ nicht unterscheiden. die sind beide lustig gekleidet (vielleciht gar beide bärtig, mit rucksäckli und helm). man kann doch nicht eine ganze glaubensgemeinschaft pauschalverurteilen oder die opferzahlen auf die nullen vor dem koma reduzieren frau gut. würde ja gern mit den skiern zur arbeit, leider gibts halt nur eine strasse dorthin. aus eigener erfahrung kann ich ihnen sagen, dass an jeder beerdigung geweint wird und weder auto- noch skiproduzent in die pfanne gehauen wird.(in anbetracht der werbebotschaften, müsste man sich das manchmal überlegen). die mutter stellt immer nur eine frage: warum? sehr oft wegen dem eingegangenen risiko oder??? und nicht per se weil man auto/off-pist gefahren ist.

        • independent sagt:

          Für mich ist freeriden viel weniger gefährlich: ich entscheide mich freiwillig, nicht daran teilzunehmen (jedenfalls nicht in der Version mit felsigen Steilhängen). Am Strassenverkehr nehme ich weitgehend unfreiwillig jeden Tag mit und werde primär von dritten, die ich nicht kenne, gefährdet.

          Die Gefahr im Strassenverkehr eine Verletzung zu erleiden, ist für die meisten von uns viel grösser.

    • Peter K. sagt:

      …wobei ich und andere auf der Strasse fahren müssen. Freizeitsport ist freiwillig. Der Vergleich hinkt.

      • independent sagt:

        Eben weil wir auf der Strasse fahren müssen und gefährdet (und verletzt/getötet) werden, hinkt der Vergleich nicht. Ob sie wollen oder nicht werden sie gefährdet.

  • Tobias sagt:

    Ich war auch unter den Zuschauern und habe den Wettkampf ebenso mit grossem Interesse verfolgt. War eindrücklich, das mit eigenen Augen vor Ort zu sehen. Das Judging System finde ich absolut vorbildlich, da es es kalkulierte Fahrten belohnt und „bust or dust“ hochrisiko Fahrten nicht belohnt.

    Wie hoch das Risiko is,t lässt sich von den Fahrern vollständig selber steuern, bzw. dem Können anpassen. Der Hang ist von guten Freeridern problemlos zu meistern, wenn man die Cliffdrops und engen Couloirs auslässt. Gerne wären wir nach dem Wettkampf selber runtergefahren, aber die Bergführer auf dem Gipfel hielten das für keine gute Idee… Die Rückseite ist aber auch ganz spannend.

    Ich finde das Risiko absolut mit anderen Sportarten vergleichbar („normale“ Skirennen) und völlig okay.

  • Hitz sagt:

    Ist mir eigentlich total wurst, was diese Kerlchen im Schnee machen. Aber für sie, Frau Knecht, wäre es sicher der ideale Sport, weil man da mit grösster Wahrscheinlichkeit nie von krass blutrünstigen Hunden belästigt wird.

    • chris sagt:

      Leider helffen wir mit unsern Versicherungsprämien die Unfälle der Nachahmungstäter zu finanzieren. An den Weltmeisterschaften passiert ja nicht viel, aber all die unzähligen „Freerider“ die durchs Jahr die Piste verlassen um ihren Idolen nachzueifern die sind ja das Problem. Für mich ist das ganze nur doof.

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