Sind Schneeschuhwanderer Wildschutz-Hooligans?

Wer derzeit das Freizeit-Treiben in den Bergen beobachtet und die Appelle der Naturschutzorganisationen verfolgt, könnte bald zum Schluss kommen, Schneeschuhwanderer seien Hooligans in Wildschutzgebieten. Durch ihre Outdoor-Aktivität schrecken sie Rehe, Auerhühner, Rothirsche & Co. auf und gefährden damit deren Überleben. Aber ist die Situation wirklich so dramatisch?

Neuer Trend, neues Problem.

Noch nie wurden in der Schweiz so viele Schneeschuhe verkauft und vermietet wie in jüngster Zeit. Die Sehnsucht nach unberührter Winterlandschaft, sanfter Bewegung an der frischen Luft und Entschleunigung wächst ungebrochen. Und das Schöne am Schneeschuhlaufen: Jedes Kind kann es tun. Es verlangt weder besondere Übung noch besondere Fitness. Jeder, der einen Spaziergang um den Ententeich schafft, bewältigt auch eine leichte Schneeschuhwanderung.

Natürlich gibt es anspruchsvolle Scheeschuhtouren, die über Gletscher führen, Erfahrung im Gelände verlangen und gute Ausdauer. Aber die grosse Masse der heutigen Freizeit-Schneeschuhwanderer bewegt sich in Gegenden, die ähnlich flach und einfach zu begehen sind wie die Zürcher Bahnhofstrasse. Nur eben fernab der Hektik.

Und genau da liegt das Problem. Man fährt in das nächste Naherholungsgebiet oder in ein Bergtal und stapft dort kreuz und quer durch Wälder und über Schneefelder. Wer richtig cool sein will, folgt offenbar keiner ausgewiesenen Schneeschuh-Route, die schon so breit ausgelatscht ist wie ein gewöhnlicher Winterwanderweg. Wenn man ein Reh wegrennen sieht, wird das Outdoorerlebnis noch eindrücklicher.

Unkenntnis oder Ignoranz?

Einzelne vergessen leider – oder haben noch nie davon gehört – dass Wildtiere mit dem Schnee in tiefere Lagen ziehen. Dahin, wo Schneeschuhausflüge am beliebtesten sind:

Rehe, Rothirsche, Auerhühner & Co. überwintern im Schutz der Wälder, weil sie da noch (spärlich) Futter finden. Die kalte Jahreszeit ist für sie hart, sie zehren von ihren im Sommer angelegten Fettreserven. Darum ist für sie Ruhe und ein möglichst geringer Energieverbrauch überlebenswichtig. Werden sie aufgeschreckt und müssen durch anstrengenden Tiefschnee flüchten, bedeutet das einen Energieverbrauch, den sie durch die wenig verfügbare Nahrung nicht auffangen können. In langen Wintern kann das für ein Tier tödlich enden.

Wildhüter und manche Bergkantone reagieren strikt. Sie bestimmen und kennzeichnen Ruhezonen, Wildschutz- und Schongebiete, erlassen für Freizeitsportler immer mehr Einschränkungen. Diese sind rechtlich verbindlich. Wer sich nicht daran hält, muss mit einer saftigen Busse rechnen. Unterstützt wird das vom Bundesamt für Umwelt, von Organisationen wie Pro Natura oder dem Schweizer Alpen-Club, ebenso von vielen Outdoorsportgeschäften, Outdoorprodukteherstellern und Bergsportschulen.

Veraltete Karten und gesetzeswidrige Schneeschuhführer

Wildruhe- und Schutzzonen sind zwar auf den 1:50’000-Skitourenkarten von Swisstopo eingezeichnet. Da die Zonen aber laufend den aktuellen Verhältnissen angepasst werden, entsprechen viele Karten nicht dem neusten Stand, kommen manchmal schon veraltet in den Handel.

Zudem nimmt kaum ein Schneeschuhtourist eine Skitourenkarte zur Hand, wenn er eine Tour plant. Er verlässt sich lieber auf Schneeschuhführer aus dem Buchladen – wo in älteren Exemplaren sogar Touren «direkt ins Wildschutzgebiet» empfohlen werden!

Seit diesem Winter gibt es keine Ausrede mehr. Neu sind auf www.respektiere-deine-grenzen.ch alle Wildruhezonen in der Schweiz online abrufbar.

Ein grosser Fortschritt, aber offenbar noch nicht bei allen angekommen: Vor wenigen Tagen beobachtete ich zwei Schneeschuhtouristen, die sich abseits vom Weg durchs Walddickicht kämpften, obschon es als Wildruhezone gekennzeichnet war. Hätte ich etwas sagen müssen? Bin ich dazu verpflichtet?

Immer mehr Leute, die Berglandschaften erobern wollen. Immer mehr Wildtiere, die darunter leiden. Immer mehr Einschränkungen und Verbotstafeln. Wo führt das hin?

Gerne möchte ich fragen: Was halten Sie von dieser Entwicklung? Ist es wirklich vor allem der Schneeschuh-Boom, der die Natur im Winter aus dem Gleichgewicht bringt? Was sind Ihre Erfahrungen? Welche Wildschutz-Regelungen finden Sie sinnvoll, welche widersinnig? Wo sind die Grenzen?

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44 Kommentare zu «Sind Schneeschuhwanderer Wildschutz-Hooligans?»

  • Urs Giesker sagt:

    Warum müssen Schneeschuhwanderer schön angelegte Skitourenspuren verlatschen und löchern? Warum können sie nicht eigene Spuren anlegen? Sind sie zu dumm dazu? Warum muss ein schöner Pulverschneehang mit separaten Abstiegsspuren total verlatscht werden, sodass keine normale Skiabfahrt mehr möglich ist? Für die meisten Schneeschuhläufer gilt wahrscheinlich: grosse Latschen, kleines Hirn.
    Ein Skifahrer befährt offene Hänge, für den Schneeschuhläufer ist es vermutlich spannend, sich durch Wald und Dickicht zu bewegen, wo ein Skitourenfahrer nie hinfährt. Man kann dann unten auf dem Parkplatz prahlen, „wir haben Gemsen gesehen“. So gehört letzte Woche auf dem Parkplatz Langis OW.
    Müssen wirklich überall Verbote geschaffen werden, damit hirnlosen Zeitgenossen das Verhalten in und mit der Natur aufgezeitgt wird?
    Dieselben Typen befürworten wahrscheinlich dann auch die Wiederansiedlung von Wolf und Bär. Somit kann ich nur auf den Bär hoffen, der greift an, wenn man ihm zu nahe kommt.

  • Roman Hatz sagt:

    Ein toller Artikel!

  • Eni sagt:

    Aha, Schneeschuhwanderer gefärden also das Wild, aber die Skitouren abseits der Piste die von Frau Weber so geliebt werden natürlich nicht? Aber vielleicht findet es Frau Weber auch weniger schlimm, wenn das Wild ihretwegen vor Entkräftung verreckt?

    Wie immer: Ich bin die Beste und alles was die Anderen tun ist scheisse.

  • hauser rudy sagt:

    Sehr amüsant ……jeder schaut die Sache durch seine Brille an, versucht seine Taten irgendwie zu rechtfertigen und die Taten der anderen noch ein bisschen in den Dreck zu ziehen…..irgendwie immer dasselbe Muster ob es um Raucher, Ausländer, Raser oder ähnliches geht….alle Störungen zusammen sind wenn schon das Problem und nicht die Störung eines einzelnen Sportler oder Sportart….eigentlich sollte man sich gar nicht involvieren in so Foren, darum bin ich auch raus…könnt jetzt getrost wieder mit den Fingern auf andere zeigen……nehmt auch doch an der eigenen Nase, da könnt ihr am meisten erreichen für die Natur und habt es voll in eurer Hand..als ständig die Moralapostel für andere zu spielen…..

  • René sagt:

    Sowohl Text als auch Reaktionen darauf erkläre ich mit „Dichtestress“. Wieso können die einen nicht das Tun der anderen einfach akzeptieren? Natürlich gibt es unverantwortliche Outdoorangefixte, aber wenn sich jeder etwas selber an der Nase nimmt (ja, Frau Knecht: auch Kletterer), dann kommt alles gut.

  • Joachim Adamek sagt:

    Ich finde den Beitrag von Fr. Knecht über das Schneeschuhwandern allgemein, und insbesondere über das Schneeschuhwandern in der Schweiz, sehr informativ. Ein dickes Lob auch für die vielen engagierten Kommentare. Die muß ich erst mal verdauen. Das geht nicht so schnell.
    Ich denke, es wird wohl immer Reibungspunkte zwischen Naturschutz, Jadgschutz und Naturerleben geben. Aber ich denke auch, daß das Gros der Schneeschuhwanderer das Schutz- und Ruhebedürfnis der Tiere eher achtet, als irgendwelche Ski- und Snowboardfahrer, denen es nur um einen bestimmten Kick geht.
    :-)
    Für alle Grönland-Fans, Klimaforscher und Astronomen: Der grönländische Rundfunk (KNR) hat am Dienstag berichtet, daß die Sonne dieses Jahr zwei Tage früher als gewöhnlich nach der Polarnacht in Ilulissat zu sehen war. Bereits am 11.1. um 12:56:57.

    • Joachim Adamek sagt:

      Ich melde mit einem zweiten Kommentar zurück und hoffe, dass es mir gelingt, heute etwas mehr zur inhaltlichen Diskussion beizutragen.

      Ich selbst habe letztes Jahr im Frühjahr zum ersten und bislang einzigen Mal an einer geführten Schneeschuhwanderung in den Tauern teilgenommen und kann den Ausführungen von Patrick und dem Vertreter von azzuro-wandern.ch nur zustimmen. Die Wanderung war eindrucksvoll, nicht zuletzt dank der kompetenten Führung und den durchweg sympathischen und interessierten Teilnehmern. Der Wildschutz hatte absolute Priorität, was auch schon dadurch deutlich wurde, daß die Wanderung trotz reger Nachfrage nur einmal pro Woche durchgeführt wurde und es sowohl eine Mindest- als auch eine Maximalteilnehmerzahl gab.
      Ich sehe die Gefahr, die Stefan angesprochen hat, daß nämlich dank der Schneeschuhe Wälder und Berge im Winter noch mehr frequentiert werden. Hier helfen m. E. nicht so sehr Verbote und Bußgelder, sondern Blogs wie dieser hier, die Bewußtsein und Verständnis schaffen.
      Über die von Dani, Mark und Timo gestellte Frage, inweit Jäger Interessen verfolgen, die den Belangen des Natur- und Artenschutzes entgegenstehen (die Spezies Mensch eingeschlossen), kann man tatsächlich lange debattieren. Ich kann mir vorstellen, daß man diesem Thema eine ganze Ausgabe des Alpin-Blogs widmen könnte. Das könnte so manche bestehenden gegenseitige Vorteile abbauen und die eine oder andere Anregung geben. Also Fr. Knecht: Zögern Sie uns Lesern zuliebe nicht, sich weiterhin in unbekannte Outdoor-Gebiete zu wagen!
      :-)

      Übrigens: Die beste Erklärung für die vorzeitige Rückkehr der Sonne in Grönland, habe ich bislang von einem österreichischen Wissenschaftler gehört. Er meint, eine geringe Eisbildung könnte dafür verantwortlich sein, so daß der Horizont tiefer als gewöhnlich lag und deshalb die Sonne früher zu sehen war. Dafür spricht einiges.

  • lonestar sagt:

    Es ist halt schon so, dass es sich bei den Schneeschuhläufern um voralpine Spaziergänger aus dem urbanen Gebiet handelt, die jetzt auch endlich einmal die wilde Natur erleben wollen und so querfeldein durch die Berg- und voralpinen Landschaften pflügen. Damit man am Montag morgen von den wilden Erlebnissen erzählen. Skitourenläufer halten sich nämlich meist an die vorgegebenen Routen. Dafür gibt es ja auch Karten. Nicht so die Schneeschuhläufer. Man nehme nur mal einen vielbegangenen Berg – zB den Schilt im Glarnerland. Eine Spur für alle Skitourer und Dutzende von Spuren der Schneeschuhläufer kreuzundquer duch das ganz Gebiet. Aber das wird sich nicht ändern. Die Natur bleibt übernutzt.

  • Alfred Gnehm sagt:

    Als langjähriger Schneeschuhwanderer bewege ich mich häufig in den verschiedensten Gebieten der Schweiz. An vielen Orten führt mein Weg zum Teil bereits im Herbst ins Tourismusbüro, wo ich mich jeweils über ausgesteckte oder auf Karten eingezeichnete Routen erkundige. Mit wenigen Ausnahmen erhalte ich immer die Auskunft, es sei zu gefährlich, man solle einen Führer engagieren. Es gäbe geführte Touren. Man könne die Verantwortung für ausgesteckte oder beschriebene Routen nicht übernehmen. Ich werde das Gefühl nicht los, dass man die Schneeschuhwanderer gar nicht will, weil sie vermutlich nicht in die heile Bergbahnwelt passen. So wurde unserer Wandergruppe im letzten Winter der Transport auf der Sesselbahn Schatzalp mit dem Hinweis verweigert, dass es oben für Fussgänger nicht geeignet sei. Positiv handeln Gemeinden wie Elm, Matt, Amden, Euthal und weitere, die spezielle Unterlagen ins Internet stellen und Prospekte aufliegen haben.
    Mit guten Schneeschuhtrourenkarten, dem Aufbau einer speziellen Nutzergruppe auf http://www.schweizmobil.ch inklusive der Integration von Wildschutzgebieten und der Schneeschuhtouren analog der Wanderwege auf der Topo-Karte wäre die Nutzergruppe bereits weitgehend integriert. Der Aufbau einer speziellen Seite (Kenne deine Grenzen) ist wiederum ein unnötiger Alleingang. Dann wären auch die XXL-Karten auf GPS-Tracks.com nicht mehr nötig.

  • Dani sagt:

    und wen es interessiert, was unsere lieben Jäger sonst noch so unter Hege und Pflege verstehen, sollte sich einmal ein wenig mit der Bünder Nachjagd beschäftigen!

  • Stefan sagt:

    Es ist halt schon so, dass es sich bei den Schneeschuhläufern um voralpine Spaziergänger aus dem urbanen Gebiet handelt, die jetzt auch endlich einmal die wilde Natur erleben wollen und so querfeldein durch die Berg- und voralpine Landschaften pflügen. Damit man am Montag morgen von den wilden Erlebnissen erzählen. Skitourenläufer im Gegensatz halten sich nämlich meist an die vorgegebenen Routen. Dafür gibt es ja auch Karten. Nicht so die Schneeschuhläufer. Man nehme nur mal einen vielbegangenen Berg – zB den Schilt im Glarnerland. Eine Spur für alle Skitourer und Dutzende von Spuren der Schneeschuhläufer kreuzundquer duch das ganz Gebiet und alle Wälder. Aber das wird sich nicht ändern. Die Natur bleibt übernutzt. Ein Trost: Jeder Boom kommt irgendwann ans Ende des Lebenszyklus‘.

  • Schorsch sagt:

    An den Verfasser: Bitte hören Sie mal auf mit „hooligans“

    Informieren Sie sich erst mal was das Wort bedeutet, bevor es in jedem Zusammenhang verwendet wird.

    Sie Journalisten-Hooligan

  • Stefan N. sagt:

    Manchmal muss ich schon lachen über diese selbsternannten Umweltschutzverbänden und was sonst noch so rum geistert. Als Beispiel der SAC: Mit allen Mitteln versuchen die, Hochgebirgslandeplätze für Heliskiing und Heliboarden zu verbieten. Dies mit der Begründung, dass die Tierwelt das Wild in den Bergen wehement gestört wird. (Übrigens, Heliflüge um die Voratskammern der SAC Hütten aufzufüllen sollen erlaubt bleiben. Und diese Lärmbelästigung ist für die Tierwelt in den Bergen dann wohl nicht schädigend?? Frage an den SAC!) Zurück zum Thema.. und jetzt erzählt der selbe SAC mit seinen Verbündeten, dass sich die Wildtiere im Winter aus den Bergen zurück ins Flachland ziehen und dort von den Schneeschuhwanderer gestört werden. Werden die Tiere jetzt in den Bergen oder im Flachland gestört??? Meine Devise lautet: hier werden nur eigene Interessen Vertreten! Die Jäger wollen ihre Rehe und Gämsen mästen, damit diese im Herbst vor die Flinte rennen dürfen. Der SAC möchte nicht, dass nur ein einziger Wintersportler in die Berge kommt, ohne dass er an einer SAC Hütte vorbei/übernachten muss. Denn nur so lassen sich die so teuren Alphütten auch finanzieren. Denn schliesslich muss auch der Heli bezahlt werden, der den Schnapskaffe in die Hütte fliegt.
    Versteht mich nicht falsch, ich habe nichts gegen den Schutz unserer Natur. Im Gegenteil, ich bin in den Bergen aufgewachsen und schätze es sehr was die Natur mir dort bietet. Aber ich sehe nicht ein, warum ich zum Wohle von ein paar Jägern und deren blutvergiessendem Hobby mich überall einschränken lassen soll. Schliesslich brauchts die Jäger auch erst, seit dem alle natürlichen Raubtiere in unseren Bergen ausgerottet wurden.
    Ich betreibe z.B. Umweltschutz, indem ich meine Zigarettenstümmel und meinen Abfall beim Snowboarden, nicht auf die Piste werfe, sondern im Hosensack verstaue bis ich beim nächsten Abfalleimer vorbei komme. Ich finde davon hat die Natur mehr, als wenn ich die Rehe im Wald nicht störe, damit diese im nächsten Herbst schön gemästet und ausgeruht vor die nächste Flinte laufen können.

  • Schneeschuhwanderungen können Ruhe und Bedächtigkeit in den Alltag bringen. Schliesst man sich einer Kleingruppe an, hat man zudem fröhliche Begleitung und profitiert vom Wissen über Gegend und vor allem über die Natur im erwanderten Gebiet. Als Wander- und Schneeschuhleiterin führe ich solche kleinen Gruppen an Orte hin, die schönen Schnee versprechen, möglichst über der Nebelgrenze liegen und auf jeden Fall nicht durch Wildschutzgebiete führen. Respektiere-deine-Grenzen erleichtert mir die Arbeit dabei sehr. Und ich habe bis jetzt nur Mitwandernde erlebt, die sehr verständnisvoll auf kleine Einschränkungen reagiert haben und vor allem sehr interessiert waren, etwas über den Ablauf in der Natur zu dieser Jahreszeit zu erfahren.

  • Robert Marek sagt:

    Schneeschuh-Wanderer sind weniger schlimm, als beispielsweise Snowboarder und Variantenskifahrer, die durch Wild-Ruhezonen „brettern“. Beim Schneeschuhwanderer kann sich das Wild zumindest langsam entfernen (weniger Energieverbrauch), während es bei Snowboardern und Skifahrer hochflüchtig abgeht und somit wertvolle, lebensnotwendige Energie verbraucht.

    • Dani sagt:

      Nene, Schneeschuwanderer sind schlimmer, denn sie spülen den betroffenen Gemeinden kein – oder zumindest nicht so viel – Geld in die Kassen, denn sie bezahlen weder für’s Ski-Abo noch für’s Gipfelrestaurant!

  • fufi sagt:

    Vor rund 20 Jahren – jaja – bin ich mit meiner Frau auf rund 2800 M.ü.M.gewandert. Auf einem schmalen Bergweg. Wir waren vom Tal zu Fuss aufgestiegen. Und da kamen sie uns entgegen, die Naturfreunde, die sich am Morgen aus dem Beton befreit und danach in ihren Automobilen an die Talstation der Luftseilbahn gefahren sind, um sich schliesslich mit selbiger auf die sonnigen Höhn transportieren zu lassen um „Gottes freie Natur“ zu geniessen.
    Vorsicht? Umsicht? Rücksicht? KEINE Spur davon. Konsum pur!

    Meine Frau hat damals die Bezeichnung „die Blechigen“ geprägt. Sie sind übrigens häufig auch auf Velowegen, Loipen und Wanderwegen im Unterland anzutreffen … .

    Wen wundert’s, dass sie nach der Erfindung der Schneeschuhe ihre Aktivitäten sowohl lokal als auch jahreszeitlich ausgebreitet haben? Dafür gibts ja Winterpneus!

  • Ott sagt:

    Die Schweiz ist klein und dicht bevölkert. Zudem ist gerade die Alpenregion sehr verletzlich wegen Naturgefahren. Echte, grossflächige Wildniss ist selten bis inexistent. Da ist es unabdingbar, das die Wildbestände gemanagement werden. Dazu gehören nun einmal Jagd und Schutzgebiete. Ein gutes Wildtiermanagement berücksichtigt biologische Erkenntnisse und versucht zu mitteln zwischen den Interessen von Freizeitlern, Tourismus, Forstwirtschaft, Naturgefahrenschutz, Jagd und dem Wohl der Tiere selbst. Dazu sind nun einmal gewisse Regeln nötig.

    Das in einigen Kantonen einzelne Interessengruppen (Jagd) etwas gar viel „Aufmerksamkeit“ erhalten, ist wohl nicht nur bei dem Wald – Wild Thema so. Das kann man überigens über die Politik zu ändern versuchen.

    • Dani sagt:

      Ah ja, das Management oder Regulieren – ein Euphemismus für Töten – des Wildbestands, war lange Zeit die Hauptbegründung für die Jagd. Mangels natürlicher Feinde müsse jemand anders diese qualvolle Pflicht übernehmen. Kaum sind die natrülichen Feinde aber zurück, werden alle Hebel in Bewegung gesetzt.

      So dass diese einzelnen kleinen rein kantonalen Interessengruppen es fertigbrachte, dass das Schweizerische Parlament (der Nationalrat) letztes Jahr beschlossen hat, dass der Europaweit geschützte Wolf von der Artenschutzliste gestrichen werden soll.

      Machen wir uns doch nichts vor, ausserhalb einiger Städtischer Zentren ist der Wildtierschutz gerade soviel Wert, wie er den Jägern genehm ist. Im Bündnerland gab es ja schon Bestrebungen im Nationalpark jagen zu dürfen, weil die Jagdstrecke bei den Hirschen nicht erreicht werden konnten! Im Nationalpark!!! Andernorts werden immer mal wieder geschützte Adler, Geier, Luchse illegal geschossen, nur bestraft wurde dafür bisher noch nie jemand. Und da meinen Sie, man könne politisch etwas erreichen?!?

      Was die enorme Bevölkerungsdichte angeht, die ist in den betroffenen Berggebieten etwa so hoch wie in Nordschweden. Und sie entvölkern sich – zum Glück – immer mehr. Vielleicht kann bis in ein paar Jahr-zehnt-en tatsächlich so etwas wie eine Natur entstehen, eine Wildnis, mit einem Tierschutz, der seinen Namen auch verdient hat. Wo es auch für ein paar Jäger und Wanderer genug Platz hat.

      • Ott sagt:

        Es wurden schon Wilderer (Luchse) bestraft (leider viel zu milde) und von Nordschweden (oder von unseren Alpen) scheinen Sie auch nicht gerade eine grosse Ahnung zu haben. Bleiben Sie bei den Fakten.

        Mir ist es übrigens auch viel lieber, ein Luchs oder ein Wolf reguliert den Wildbestand in „meinem“ Wald, als wenn das nur die Jäger machen. (Also im Sinne von es sollte genug Wild haben für den Luchs und für den Menschen)

        • Dani sagt:

          Sehr schön wie Sie die wirklich heiklen Klippen umschiffen, indem Sie gar nicht erst darauf eingehen. Es gäbe übrigens auch ein Konzept ganz ohne Jäger. Dies wird im Kanton Genf schon seit Jahren praktiziert und funktioniert tadellos.

          Aber das Ziel ist erreicht, die Tunnelsichtweise und einseitige Schuldzuweisung an die lobbylosen Unterländer Schneeschuhläufer wurde zumindest ein wenig hinterfragt. Viel mehr wird man in so einem Blog auch gar nicht bewerkstelligen können.

          • Ott sagt:

            Sie sind sich bewusst, dass im Kanton Genf nach wie vor gejagd wird? Einfach nicht von Jägern, sondern von staatlich angestellten Wildhütern. Die Abschusszahlen seien überigens in etwa die selben geblieben, tauchen einfach nicht mehr auf der Jagdstatik auf. Ob das viel besser ist?

            Welche Klippe soll ich umschifft haben? Formulieren Sie ihre Frage oder Meinung noch einmal, ich antworte gerne.

            Übrigens, ich bin auch ein Unterländler Schneeschuh-Läufer (und Tourenski-Fahrer). Es ist ja wirklich nicht so, dass unser Hobby verboten werden soll, es geht schlicht und einfach darum, dass man im Winter im Gebierge einige Regeln einhalten soll. Primär den Wildtieren zuliebe.

  • Dani sagt:

    Nicht dass ich falsch verstanden werde, ich bin sehr für eine Ausweitung der ganzjährigen Naturschutzgebiete à la Nationalpark. Führt man sich aber vor Augen, wer zu den Hauptgegnern solch einer Ausweitung zählt, fällt das ganze sogenannte Wild-TIER-schutz-Konzept wie ein Kartenhaus in sich zusammen.

    Da Wintersportler aber nicht wie Luchse, Dachse, Füchse, Wölfe oder Bären einfach legal oder illegal abgeknallt werden können, wenn sie die Jagdstrecke gefährden, hat man eben einen anderen Weg gefunden und erfolgreich lobbyiert. Sehr erfolgreich, wie man sieht. Sogar die politischen Gegner konnten mit dem „Spatz in der Hand, statt Taube auf dem Dach“-Argument an Bord gelockt werden.

  • Timo sagt:

    Ich bin auch der Ansicht, dass das Interesse der Jägerschaft im Vordergrund steht. Im Engadin beispielsweise kommen jährlich neue Gebiete dazu. Heute darf im Winterhalbjahr ein relativ grosser Teil der Landfläche nicht mehr betreten werden. Die Bussen für eine Missachtung der Verbote sind teilweise exorbitat hoch und entsprechen in keiner Weise meinem Rechtsempfinden. Dem Freizeitsportler aus dem Unterland wird ein schlechtes Gewissen eingeimpft, um die eigenen Interessen zu wahren. Grosse Raubtiere, die die Ruhe des Wildes ebenfalls beeinträchtigen können, werden häufig zum Abschuss freigegeben. Dies angeblich zum Schutz unbeaufsichtigter öffentlich subventionierter Schafherden. Das Wild wird im Winter teilweise gefüttert, gehegt und gepflegt, um es im Herbst vor die Flinte zu kriegen. Bei der Nachjagd, zum Teil auch im Schnee, dürfte der Stress für das Wild um einiges höher liegen als bei der Begegnung mit Touristen. Ich bin nicht prinzipiell gegen Wildruhezonen (z.B. Schutz der Auerhähne). Es gilt aber ein vernünftiges Mass zu finden. Ich hoffe, dass sich die übrigen Kantone sich nicht am Vorbild des Kantons Graubünden orientieren, wo meines Erachtens massiv übertrieben wurde.

  • David Meili sagt:

    Am schlimmsten für die winterliche Natur sind zweifellose Hunde-Halter/innen, ohne jeglichen Respekt und jegliches Fachwissen. Den Wauwau im Unterhiolz vorspuren lassen… Unser sensibles Ökosystem ist nicht Alaska.

    • Eni sagt:

      Kann mir nicht passieren. Meine Hündin wiegt keine 5 Kilo und ist deswegen zum Vorspuren denkbar ungeeignet ;-)

      Kann Ihren Ärger verstehen, aber ich denke, dass sich die meisten Hundehalter korrekt verhalten.

  • Gregor sagt:

    Sagt genau die Frau Knecht, die es aber super findet zur Schonzeit ebenfalls in den Bergen rumzukraxeln. Ein Tourenfahrer oder Kletterer stören die Natur weitaus stärker, als es jede Familie auf Schneeschuhen jemals tun könnte. Fragen Sie mal die Ranger in GR. Wegen Kletterern verlassen brütenden Vögel ihr Gelege oder auch schon die Jungen. Aber Frau Knecht, in ihrem Wahn, zeigt natürlich mit dem Finger auf die anderen. Erstmal vor der eigenen Haustüre kehren, ja!

  • Dani sagt:

    Dass es hier einzig um die Partikularinteressen der Jägerschaft geht, sieht man ja schon daran, dass es sich um WILDschutz- und WILDruhezonen und nicht etwa um TIERschutzzonen handelt, sodann erstaunt es wohl auch nicht weiter, dass diese Gebiete nicht etwa dem Umwelt- oder Naturschutzgesetz unterstehen, sondern im kantonalen Jagdgesetz geregelt werden.

    @Ott:
    Wenn diese „bösen“ Rehe, Hirschen und Gemsen schon so viel Schaden anrichten, wieso werden sie dann genau in ebendiesen Schutz- und Ruhezonen mittels Winterfütterungen unnatürlicherweise am Leben erhalten? Um dem Wildverbiss vorzubeugen? Genau das Gegenteil ist der Fall, wie zahlreiche Studien beweisen. Siehe dazu z.b. die Publikation Wald und Wild des BAFU http://www.bafu.admin.ch/publikationen/publikation/01547/index.html?lang=de&show_kat=/publikationen

    • Christoph sagt:

      Als Wildtiere bezeichnet man in der Regel in der Wildnis lebende Tiere , die im Gegensatz zu den Haustieren nicht domestiziert sind. Der Begriff ist nicht zu verwechseln mit dem Ausdruck Wild, mit dem ausschließlich die im Zusammenhang mit Jagd relevanten Tiere gemeint sind.

      Nur so zum Verständnis was als Wildtiere bezeichnet wird….

    • Ott sagt:

      Die Winterfütterung von Wildtieren ist, ausser in absoluten Extremwintern, tatsächlich keine gute Idee, da haben Sie vollkommen Recht. Sie wurde deshalb in weiten Teilen der Schweiz in den letzten 10 Jahren massiv reduziert oder eingestellt. Meist ging es den Tieren danach sogar noch besser. Einige Fütterungspraktiken der Vergangenheit grenzten an Tierquälerei! Zur Verteidigung der Jäger (ich bin übrigens keiner) muss man aber sagen, dass viele es schlicht und einfach nicht besser wissen konnten.

  • kuhny g sagt:

    von Geri === fakt ist — die schweiz wird immer kleiner – immer mehr leute , bald 8 milionen wollen weg vom stress und hecktik –
    und die unvernünftigen davon gehen kreuz und quer durch unsere wildgebiete – alle fluchen über vorschriften und gesetze-
    aber es geht einfach nicht mehr ohne —

  • Mark B. sagt:

    Früher gab es Fuchs, Wolf, Bär, Luchs und Adler – alles Raubtiere, die ausser dem Bären auch im Winter aktiv waren und das Wild ‚auf Trab‘ gehalten haben – ohne dass es deswegen Schaden genommen hat. Denn die Raubtiere haben die schwachen und kranken Rehe und Hirsche gejagt. Man nannte das natürliche Selektion. Heute ist das anders. Heute ’selektiert‘ der Jäger die Tiere aus. Aber um ehrlich zu sein, bestimmt nicht die schwachen, sondern die starken Tiere! Mit kranken und schwachen Tieren lässt sich kein Geld verdienen. Welcher Metzger zahlt viel für ein mageres Reh? Welcher Jäger sagt stolz mit erhobener Brust: ich hab heute ein krankes Tier erlegt? Oh nein, ein stattlicher Bock muss es sein! Möglichst der Stärkste und Grösste! Die Tiere, die dem Winter zum Opfer fallen sind genau diese: die schwachen und kranken! Ich bin auch für Tierschutz. Ich bin auch Schneeschuhwanderer, aber ich respektiere die Natur. Das sollten die Jäger auch tun und natürlich selektionieren und nicht ihren Stolz befriedigen!

    • Marcel Bart sagt:

      Guter Einwand. Würde mich auch interessieren, ob diese Wildschutzgebiete nicht unnatürliche Wohlfühloasen sind ?
      Hab bei uns im Wald sogar Futterkrippen für Rehe gesehen. Ist dies notwendig ?

    • Adrian.H sagt:

      Herr Mark.B aus Ihrem Kommentar geht klar hervor, dass Ihr von Wild Hege und Jagd zu der grossen Gruppe der mit wenigen Kentnissen behaftet ist. Ansonsten würden Sie wissen das es für die Jagd schonzeiten gibt und diese vor allem im Winter sind um das Wild nicht noch mehr zu stressen. Ich empfehle Ihnen dazu sehr informatife Fachliteratur zur Hand zu nehmen.
      Solch Artikel generieren all zu schnell eine unvorteilhafte Grossspurigkeit welche sicher ein schlechtes Bild der jeweiligen Person abfgibt. In diesem Sinn viel Glück bei der weiterbildung.

  • Dani Meier sagt:

    Meine Beobachtungen sind, während dem ich immer der Haupt-Schneeschuhspur folge, dass viele Tourenskifahrer kreuz und quer durch die (Wild)- Wälder hinunter fahren. Das sieht man auch an den Spuren.

  • Dani sagt:

    Würden die Tiere nicht bejagt, hätten sie keine unnatürliche Scheu vor dem Menschen und würden nicht soviel unnötige Kraft verbrauchen, um zu fliehen.

    Dies lässt sich in tatsächlichen Naturschutzpärken und Jagdbanngebieten sehr schön beobachtet. Egal ob bei Steinböcken, Gemsen oder Schneehühnern!

    Die meisten sogenannten Wildschutzgebiete sind eigentlich nichts anderes als Winterweiden für Tiere, welche während des Rests des Jahres von Jägern zu deren Vergnügen abgeknallt werden. Zudem spülen die Jagd-Bewilligungs-/Patentvergaben den jeweiligen Gemeinden einen ordentlichen Batzen Geld in die Kassen. Bei dieser Intiative des BAFU geht es vornehmlich darum den Jägern ihre (angestammten) Abschusszahlen zu garantieren!

    Schaut man sich die eidg. Jagdstatistik http://www.wild.uzh.ch/jagdst/index.php an, stellt man mit Leichtigkeit fest, dass sich diese Jagd nicht etwa nur auf Gemsen, Hirsche und Rehe beschränkt, da werden Jahr für Jahr auch Hunderte bis Tausende gefährdete Feld- und Schneehasen, Birk- und Schneehühner abgeknallt.

    Anscheinend ist die Jäger-Lobby in der Schweiz aber so stark (und das hat man ja bei der im Parlament angenommenen Ausser-Schutzstellung des Wolfs und ähnlichen Bestrebungen beim Luchs sehr schön gesehen), dass sich sogar Umwelt- und Naturschutzverbände völlig unkritisch hinter dieses Anliegen stellen.

    • Ott sagt:

      Ein paar Ihrer Behauptungen bezüglich der Jagd stimmen schlicht und einfach nicht. Informieren Sie sich etwas besser über dieses Thema.

      Die Jagd kann man gut oder schlecht finden, sie ist aber gerade in den Bergkantonen schlicht und einfach nötig, wenn wir die Schutzwirkung der Wälder gegen Lawinen, Steinschlag etc. auch für zukünfige Generationen erhalten wollen.

      Bei Luchs und Wolf wären wir zwei uns aber schnell einig!

  • d. e. sagt:

    Hooligans?

    Nein, normale Bürger. Was im Strassenverkehr, beim Einkaufen, im ÖV, im «normalen» Leben gemacht wird, findet auch in den Bergen statt. Anders gesagt: Weil wir alle für unsere persönliche Erlebnisse sämtliche Grenzen (Vernunft, Rücksichtnahme, Gesetze, Anstand, auch Physik) ausloten, muss man in der Schweiz immer mehr a) verbieten und b) mit Steuergeldern überwachen.
    Wir wollen es so, wir machen es so.

  • Herbert Frei sagt:

    Es ist kein Wunder, dass angesichts der wachsenden Bevölkerung auch der Druck auf die Erholungszonen steigt. Zudem sucht eine zusehends urbanere Bevölkerung das Gegenstück zu einer technisierten, strukturierten, fremdbestimmten Alltagswelt – ein Hauch von Abenteuer und Freiheit. Das ist durchaus verständlich. Leider fehlt häufig die nötige Aufklärung. In England wird der „Countryside Code“ propagiert; die 8 Punkte finden sich nachfolgend (sie werden im Original noch genauer ausgeführt, siehe http://www.naturalengland.org.uk/ourwork/enjoying/countrysidecode/default.aspx . Etwas Ähnliches bräuchte die Schweiz vielleicht auch.

    Code for the public

    5 sections of The Countryside Code are dedicated to helping members of the public respect, protect and enjoy the countryside:

    Be safe, plan ahead and follow any signs

    Leave gates and property as you find them

    Protect plants and animals and take your litter home

    Keep dogs under close control

    Consider other people

    Code for land managers

    3 sections of the Code are dedicated to land managers:

    Know your rights, responsibilities and liabilities

    Make it easy for visitors to act responsibly

    Identify possible threats to visitor’s safety

  • Es gibt wissenschaftliche Untersuchungen darüber, dass gerade Schneeschuhwanderer in einem höheren Mass für das Thema Wildschutz empfänglich sind. Dies schliesst natürlich nicht aus, dass es auch hier Leute gibt, die sich an keine Regeln halten. Auf meinen Touren ist der Wildschutz ein wichtiges Thema, das von den Gästen explizit erwünscht ist. Dass es immer wieder „Ausbrecher“ gibt, hat auch mit der komplizierten Informationsvermittlung zu tun, die nun mit http://www.respektiere-deine-grenzen.ch wesentlich einfacher wurde. Die Seite ist aber noch zu wenig bekannt.
    Die Wildschutzregeln sind im Allgemeinen sehr gut, denn alle wollen eine intakte Natur, in der es auch Platz für Wildtiere hat und diese entsprechend geschont werden müssen. Wie erwähnt, gibt es sogar Literatur, die Routen quer durch Jagdbanngebiete (strikter Schutz) führt. Wandern im Winter ist wesentlich komplizierter als im Sommer: Es mussverstärkt der Wildschutz, die Lawinensituation, das Wetter, die Route und die Tageslänge beachtet werden. Einfach loslaufen wie im Sommer geht nicht. Wie soll sich da der Laie noch orientieren?
    Als Tourenleiter fällt es mir leicht, die Regeln einzuhalten und zu vermitteln; sie machen Sinn und die Teilnehmer sind empfänglich dafür. Weniger leicht fällt es mir zu erklären, wieso Schnee- und Birkhühner schützenswert sind, weder eine Überpopulation haben, noch der Natur Schaden zuführen und trotzdem in einigen Kantonen gejagd werden.

  • Znuk sagt:

    Die Kampagne richtet sich nicht ausschliesslich an Schneeschuhleute, sondern an alle, welche im Hinterland unterwegs sind, also auch Skitourenfahrer und sonstige Freerider, inkl. Snowboard etc.

    Ich verstehe nicht, wieso die Kampagne hier auf Schneeschuhe reduziert wird.

    Zurück zur Frage im Artikel: Eine Möglichkeit wäre, ein paar Flyer mitzunehmen und die Leute höflich darauf aufmerksam machen. Diskutieren würde ich sicherlich nicht mit jedem. Jeder Wintersportler, der die Sache begreift, soll sich dessen bewusst sein.

    Der Zeitpunkt für die Kampagne ist wohl schon richtig, nimmt doch die Zahl aller angesprochenen Wintersportlich stark zu.

    • Heinz Durrer sagt:

      Frau Knecht hat etwas gegen alle „anderen“, das heisst auch gegen Schneeschuhläufer. Was hier wieder einmal ersichtlich wird. Erstaunt mich nach wie vor, das Tagesanzeiger ihr hier auch noch eine Plattform bietet.

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