Waren Sie damals auch so unterwegs?

  • In den 70er-Jahren war enge Kleidung angesagt. Fotos: Bogner

  • Chic in Uni vor dem Helikopter oder ...

  • ... keck gestreift im Studio. Foto: Colmar

  • In den 80ern musste Mode dann vor allem bunt sein. Die folgenden Schmuckstücke hat unsere Autorin Malin Auras in ihrem Schrank entdeckt.

  • Ob grün (Freestyle!) ...

  • ... gelb ....

  • ... oder wild gemischt: Hauptsache, es knallt!

  • Dann noch die richtigen Schuhe ...

  • ... dezente Hosen ...

  • ... und eine coole Brille: Fertig ist das stylishe Outfit.

  • Oder aber man wählt einfach eine Jacke, die möglichst viele Farben und Muster kombiniert ...

  • ... und ergänzt das ganze dann mit dieser schicken Brille. Top!

Auf der Piste ist es auch nicht anders als im Alltag: Manche gehen in Modeangelegenheiten immer mit der Zeit, andere wiederum tragen ihre Lieblingsteile durch die Jahrzehnte. Erinnern Sie sich beispielsweise an den blauen Ski-Overall von Prinz Charles? Aber auch der kommt bestimmt irgendwann wieder in Mode. Irgendwann, vielleicht. Genauso wie all die anderen alten Farben und Muster, die früher oder später in leicht abgeänderter Form wieder auf den Catwalks und Pisten zu sehen sind.

Wild und farbig waren sie, die 70er. Mit klaren, kräftigen Farben, mit Streifen und Blümchenmustern. Es gab Kunstfellmützen und enge, stretchige Jethosen. Die schmale Schnittführung betonte die Figur. Es war die Zeit, als die Nylon-Fasern ihren Siegeszug antraten.

Die neonfarbigen 80er

Das änderte sich in den schrillen 80ern: Damals beherrschten im Fahrtwind flatternde Oversize-Skijacken in Knallgrün, Leuchtstift-Pink oder Warnwesten-Gelb die Pisten. Männer wagten sich ganz selbstverständlich in Lila und Pink auf die Bretter. Aus heutiger Sicht mag auch die wilde Farbmischung mutig wirken, wie sie die italienische Skilegende Alberto Tomba auf und abseits der Siegerpodeste ausführte.

Doch die neonfarbenen Jacken verschwanden ebenso schnell, wie sie aufgetaucht waren. Im Mittelpunkt standen plötzlich nicht mehr die Farben, sondern die Funktionalitäten der Textilien. Immer mehr Outdoor-Marken eroberten die Skipisten, Gore-Tex wurde zu einem Standard im Hochpreissegment, Color-Block-Look und schwarze Schultern wurden zum Markenzeichen des Jahrzehnts. Die technische Entwicklung blieb nicht stehen, denn Anfang des neuen Jahrtausends machten plötzlich sogenannte Softshell-Textilien von sich reden. Laut raschelnde, technisch anmutende Stoffe waren plötzlich verpönt, weicher textiler Griff war das Gebot der Stunde.

Vor einigen Jahren brachten die Skibekleidungsmarken schlichte Styles mit kräftigen, leuchtenden Farben auf die Pisten und vor allem unter die Freerider. Skihosen in Gelb und Pink, kombiniert mit Jacken in leuchtendem Türkis, Lila, Orange – und umgekehrt. Nichts schien unmöglich. Aufzufallen immer schwieriger.

Was bringt die aktuelle Saison?

Auch in der Saison 2016/17 scheint alles möglich. Kaum ein Style, der nicht «salonfähig» wäre. Von clean bis detailliert ausgearbeitet, von klaren Linien bis verspielt, von monochrom bis farbenfroh. Es gilt: Farbe ja, aber nach dem Motto «weniger ist mehr».

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Heute darf es auch noch bunt sein, allerdings etwas dezenter als früher. Foto: Colmar

Bestimmend ist die Farbe Grau – in allen unterschiedlichen Tönen, oft kombiniert mit farbigen Akzenten. Komfort und Funktionalität haben nach wie vor höchste Priorität. Ultraleichte und trotzdem warme Jacken mit Daunen- oder Kunstfaserfüllungen und ein funktionaler Materialmix liegen weiterhin im Trend. Dennoch sind die Stile und Optiken so vielfältig wie nie und lassen viel Spielraum für andere Einsatzgebiete – vom Alltag in der City bis zum Après-Ski.

Slim Fit ist wieder «in», die Skihosen schmal und figurbetont. Kein Wunder, dass bei Bogner optisch die 70er gefeiert werden. Technisch geht die Reise nur in eine Richtung – vorwärts. Erst vor wenigen Tagen hat Kjus eine Neuheit präsentiert: Freelite, eine der ersten komplett gestrickten Skijacken der Welt. Dehnbar wie keine andere soll sie sein – und dank Shape Memory, so die Pressemitteilung, springt der Stoff sofort zurück in seine ursprüngliche Form. Gestrickt, aber wetterfest. Es bleibt spannend!

Wie stark beschäftigen Sie sich mit dem Thema Skimode? Tragen Sie Ihre Skibekleidung über mehrere Saisons hinweg oder legen Sie Wert darauf, dass sie modisch immer à jour sind? Was ist Ihnen wichtiger – die Optik oder die Funktionalität?

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10 Kommentare zu «Waren Sie damals auch so unterwegs?»

  • Tobias W. sagt:

    Ist doch völlig Wurscht, Hauptsache wohltemperiert und einigermassen trocken. Gebt das Geld fürs Skifahren aus, denn gut Skifahren lernt man nur beim Skifahren. Der sehr gute Skifahrer fällt (angenehm) auf, notfalls auch in der 70er Keilhose, nicht der Modewichtel….

  • Cybot sagt:

    Die Autorin hat jetzt zum ersten Mal seit den 80ern ihren Schrank ausgemistet? Ernsthaft jetzt? Darüber würde ich mir mehr Sorgen machen als über die Mode von damals. Natürlich hatten wir auch mal solche Klamotten, aber die sind vor 20 Jahren schon in der Altkleidersammlung gelandet.

  • Bänz sagt:

    Na wenn es irgendwer in den 80ern verdient hatte, als bunter Hund bezeichnet zu werden, dann ich!
    Es konnte nicht grell genug, neonfarbig vom Mützenzipfel bis zur Skischuhsohle, drunter und drüber sein. Ein Trendsetter seinesgleichen!
    Habe dann aber wieder die Kurve gekriegt zu Grautönen in allen Schattierungen und jetzt – jetzt bin ich wieder bei bunt. Also geht schön in den Sportshop eurer Wahl und rüstet euch auf mit allen, was nach Farbe schreit!

  • Martin Thalmann sagt:

    Gelbe Skijacke mit schwarzen Hosen geht immer – oder umgekehrt. Wer immer mit der Mode geht, kauft halt alle Jahre wieder alles neu.

  • Urs sagt:

    Wer in den 70er etwas auf sich hielt ignorierte die Ski-Mode und fuhr in Röhrenjeans (Lewis) und Army-Jacke. Der äusserste Kompromiss an ein sportliches Outfit waren kleine Stulpengamaschen.

    • Hans sagt:

      Ich weiss nicht in was für Kreisen Du damals verkehrtest oder in welchem Alter Du warst, aber wir Schüler haben damals die Jeansträger voll verachtet.
      Wer etwas auf sich hielt, trug diese engen „Rennhosen“ mit diversen Polsterungen.
      Und meine Mutter hatte einen todschicken (fand ich damals), dunkelblauen Skianzug mit ein paar breiten roten, gelben und orangen Diagonalstreifen. Der Rücken rechts im Bild oben hat mich gleich daran erinnert.

  • t.p. sagt:

    bogner hat ca. im 72 einen wettbewerb gestartet, künstler malen weisse skioveralls. ich habe auch 2 gemalt. ich habe sie heute noch, wie auch die ski, bindung und schuhe und fahre mit allem noch herum. der skianzug habe ich seither etwa 2-3 mal wieder übermalt. foto gefällig ?

  • Rahel S sagt:

    Hahaha- ja, so einen „neon“ farbigen Overall (!) hatte ich auch als Teenager- den musste meine Schwester zu ihrem Leidwesen ein paar Jahre spaeter nachtragen- da waren diese Farben schon nicht mehr so „in“.
    Meine jetztige Skijacke ist auch schon 10 Jahre alt und entspricht nicht mehr der heutigen Mode- ebenso die Hose. Aber das Budget reicht nicht immer fuer alles- Skifahren und immer auf dem neusten Modestand sein :-) Abgesehen davon, wuerde ich aus oekologischen Gruenden auch nicht jedes Jahr eine neue Ausruestung kaufen.

    • Andrea sagt:

      Auch ich habe eine grosse Schwester, die mir eine Neon-Winterjacke vermacht hat. Ich weiss was ihre Schwester durchgemacht hat :)

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