10 Gründe, warum man das Gebirge derzeit meiden sollte

Liebe Leserinnen und Leser, in den Sommerferien erlauben wir uns einen Blick zurück und präsentieren Ihnen einige unserer Highlights. Viel Vergnügen! Die Redaktion.

Folgender Beitrag ist von Natascha Knecht, Erstpublikation: 22. Juli 2015.

1. Es ist schrecklich, die überwältigende Schönheit der Hochalpen zu ertragen. Leidenswille und Schmerztoleranz müssen deshalb extrem hoch sein.

Aussicht vom Wetterhorn im Berner Oberland auf Jungfrau, Mönch und Eiger.

Aussicht vom Wetterhorn im Berner Oberland auf Jungfrau, Mönch und Eiger.

2. Um auf einen hohen Gipfel zu steigen, muss man nicht nur in der Nacht aufstehen. Man wird dafür auch noch mit dem Drama eines Sonnenaufgangs bestraft. Fürchterlich!

Der Mont Blanc im ersten Sonnenlicht. Gesehen vom Rochefortgrat.

Der Mont Blanc im ersten Sonnenlicht. Gesehen vom Rochefortgrat.

3. Unter dem Wolkenmeer wäre man nicht der direkten Sonne ausgesetzt. Man könnte sich das Geld für die teuren Cremen sparen.

Das Mattertal vom Zmuttgrat am Matterhorn gesehen.

Das Mattertal vom Zmuttgrat am Matterhorn gesehen.

4. Statt in der Badi die Seele baumeln zu lassen, muss man sich im Gebirge unentwegt konzentrieren. Man darf nicht einmal stolpern.

Eine Seilschaft beim Abstieg vom Bietschhorn, Wallis.

Eine Seilschaft beim Abstieg vom Bietschhorn, Wallis.

5. In den Hütten ist die Freiheit auch nicht mehr wie früher. Schnarchen ist heutzutage unerwünscht.

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Nicht schnarchen: Schild in einer Hütte.

6. Grosses Pech, wenn man als Seilschaft ganz allein auf einem Viertausender steht. Wie langweilig!

Auf dem Matterhorngipfel.

Auf dem Matterhorngipfel.

7. Mühsam, wenn eine Route keine Bohrhaken oder Fixseile hat. Alles muss man selber machen! Selbstsicherung legen – und diese dann auch noch entfernen.

Keil und Friend.

Keil und Friend.

8. Eis, Schnee und kalte Finger auch im Hochsommer.

Am Younggrat zum Breithornzwilling, Wallis.

Am Younggrat zum Breithornzwilling, Wallis.

9. Ärgerliche Regeln in den Hütten und Biwakschachteln, die man einhalten sollte. Betonung auf «sollte».

Eine grossgeschriebe Bitte im Arben-Biwak.

Eine grossgeschriebe Bitte im Arben-Biwak.

10. Die Probleme beginnen hier oben, schon bevor der Tag anbricht. Kaum ist eines gelöst, stellt sich das nächste. Es hört nicht auf, bis man endlich wieder zu Hause ist.

Am Rotgrat auf den Alphubel, Wallis.

Am Rotgrat auf den Alphubel, Wallis. Bilder: © Archiv Natascha Knecht

Weshalb meiden Sie das Hochgebirge im Sommer?

4 Kommentare zu «10 Gründe, warum man das Gebirge derzeit meiden sollte»

  • Raphael Raphael Wellig sagt:

    guten abend miteinander

    bei der jetzigen klima änderung, empfiehlt es sich die hochtouren mehr in den herbst, d. h. september, oktober zu verschieben. hier ist die gewitter neigung viel kleiner, und das wetter beständiger.

    ich wünsche allen gute touren.
    gruesse von
    raphael wellig

  • Roland Feller sagt:

    Trotz allem die Berge sind immer noch schön Das muss man sich trotzdem eingestehen Roland

  • Dieter Neth sagt:

    Vielleicht weil der Sommer neuerdings mit „Sommermonsun“ beschrieben werden kann, grad im Hochgebirge. Da ist es dann schon blöd, wenn man eine Tour bucht und alles in den Quellwolken steckt, während im Rest des Landes die Sonne scheint.

  • Lina sagt:

    Haha! Made my day – ich kann diesen Sommer gesundheitsbedingt nicht ins Hochgebirge, und diese „Gründe“ haben mich gerade über den Frust hinweg getröstet :-)

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