Bedrohen Bergsportler den neuen Nationalpark?

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Wem gehört die Natur? Wanderer im Val di Carassino. Foto: Gaetan Bally (Keystone)

Interessant! Auf meinem Pult liegen Medienmitteilungen des Schweizer Alpen-Clubs, des Schweizer Bergführerverbandes und der Alpenschutzorganisation Mountain Wilderness. Thema ist der Parc Adula: Ein 1251 Quadratkilometer grosser «Nationalpark der neuen Generation», der im Grenzgebiet der Kantone Graubünden und Tessin entstehen soll – ein «möglichst menschenfreies Gebiet».

Grundsätzlich ist das Projekt sicher eine gute Idee. Aber schaut man sich die Sachlage genauer an, merkt man rasch: Hier prallen ungeahnt vielfältige Erwartungen aufeinander. Bemerkenswert, wie viele Interessen wahrgenommen werden wollen. Mitreden können, dürfen, müssen oder wollen die 17 Standortgemeinden, Bauern, Hoteliers, Gewerbetreibende, Jäger, Förster, Fischer, Wanderer, Bergsteiger, Pilzsucher, Strahler, Gleitschirmflieger, Biker, Natur-, Heimat- und Umweltschützer, Helikopterunternehmen, Hüttenwarte, Parlament, Bundesrat und so weiter.

Im Zentrum steht der Verein Parc Adula. Sein Ziel ist, ein «Schutzgebiet von Ökosystemen» ins Leben zu rufen, das «zugleich Erholungsgebiet für die Bevölkerung und die Besucher ist». Kurz: Den schwierigen Spagat zwischen ökonomischer und ökologischer Wertschöpfung schaffen.

Manche Täler, die zum Parc Adula gehören würden, verwildern schon heute langsam, weil sie von Abwanderung betroffen sind. Etwa das schöne Misox. Dass die verbliebenen Einheimischen anfangs befürchtet hatten, die Einschränkungen, die ein Nationalpark nun mal mit sich bringt, mache ihre Situation noch unattraktiver, leuchtet ein. Ebenso ihr Unverständnis, dass sich der Nationalpark weniger um die Menschen kümmere, als um die Tiere und Pflanzen.

Doch der Direktor des Projekts stellt im aktuellen SAC-Magazin «Die Alpen» klar: «Für die Region ist es eine grosse Chance.» Würde der Park in Betrieb gehen, stünden jährlich 5,2 Millionen Franken zur Verfügung. Man wolle «einfach möglichst viele Bundesgelder abholen», kritisieren dagegen die Naturfreunde Graubünden.

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Vorgesehene Fläche des Parc Adula im Grenzgebiet zwischen Graubünden und Tessin. Grafik: myswitzerland.com

Während inzwischen klar ist, dass die Dörfer im Parc Adula lediglich zur «Umgebungszone» gehörten und an keinerlei Bedingungen geknüpft wären, gibt es noch die 145 Quadratkilometer grosse «Kernzone». Sie besteht aus alpinem Gelände und soll nur beschränkt zugänglich sein. Und wenn, dann nur auf vorgegebenen Wegen und Routen.

Verständlich, wehren sich SAC und Bergführer dagegen. 5 bis 10 Prozent der heutigen Sommertouren in diesem Gebiet wären verboten. Die Alpinisten fühlen sich in ihrer Bewegungsfreiheit «unverhältnismässig» eingeschränkt und «beharren» auf freien Zugang. Dies wiederum kritisiert Mountain Wilderness: Der SAC sei nur noch selten bereit, sich für den Schutz der Gebirgswelt einzusetzen und wandle sich immer stärker zu einem reinen bergsportlichen Nutzer. Ganz unrecht haben sie nicht.

Leise in dieser Diskussion bleiben die Jäger, denn sie haben durch die neuen Gesetze und Regeln nichts zu befürchten. Die Kernzone des Parc Adula ist so angelegt, dass sie mit eidgenössischen oder kantonalen Jagdbanngebieten übereinstimmt. Und den Waffenplatz Hinterrhein will man nicht aufheben, sondern zur «Enklave» im Nationalpark erklären. Wie gesagt: Interessant!

Was ist Ihre Meinung?

32 Kommentare zu «Bedrohen Bergsportler den neuen Nationalpark?»

  • Esther Muster sagt:

    Ein Blich in die vom Parc Adula aufs Internet gestellten Unterlagen lohnt:
    Strahler sollten sich weitgehend uneingeschränkt bewegen können. Sperrzeiten gelten nur während der Zeit in welcher das Hochgebirge mit Schnee bedeckt ist.
    Ein wesentlicher Anteil der Kernzone wird beweidet. Bei einem Nationalpark in dem vor lauter Ausnahmeregeln eigentlich keine Einschränkungen mehr gelten, stellt sich wirklich die Frage, worum es der Region eigentlich geht.
    Dass der SAC mit Kanonen auf solche Spatzen schiesst ist nicht nachvollziehbar. Offensichtlich ist heute niemand mehr bereit, zu Gunsten von Natur und Landschaft auch nur minimalste Einschränkungen in Kauf zu nehmen.

    • Mark sagt:

      Dem SAC geht wohl nicht in erster Linie um die momentane Einschränkung, sondern um die geplanten zukünftigen. Leider hat sich dies in den meisten neuen Parks bewahrheitet, dass nach 10 Jahren plötzlich weitere Weg und Routen gesperrt werden. Dies oft zum Nachteil der lokalen Bevölkerung / Hotels / Führer, etc. , da sie auf einmal nicht mal mehr die Natur vor der Haustüre ihren Gästen zeigen können, da diese für alle (im Gesetzestext „menschenfreie Zone“ ) gesperrt ist. Ein bisschen Vorsicht mit dem Bund ist da schon angezeigt.

  • Markus Christ sagt:

    Seit Jahren bin ich immer wieder im Gebiet der Adula unterwegs. Eigentlich ist das Gebiet schon ein Nationalpark, Wildnis pur. Kennen die Befürworter ihr Gebiet wirklich? Ich zweifle daran. Tagelang kann man einsam und alleine in diesem wunderschönen Gebiet unterwegs sein. Bitte lasst es wie es ist, dann bleibt es ein „wahrer“ Nationalpark. Verderbt nicht diese einzigartige Gegend.

  • Hans F. Schneider sagt:

    Liebe alle
    Studiert doch bitte mal die Unterlagen unter:
    http://www.parcadula.ch/de/Progetto-Parc-Adula/Perche-un-parco-nazionale;jsessionid=C5C6A5C70E6619CA44AF3E01839575BC
    Aus der Sicht eines engagierten Natur- und Landschaftsschützers ist es bedenklich, was in der Kernzone, welche nach Gesetz „der freien Entfaltung der Natur“ vorbehalten bleiben muss (NHG Art. 23f; PäV Art. 17), alles erlaubt sein soll: Strahlen fast überall, Beweidung praktisch aller weidefähigen Flächen, alle üblichen Touren in Sommer und Winter, usw. Das war n i e die Idee des Gesetzgebers für einen neuen Nationalpark. So ist der Parc Adula ein reiner Titelschwindel.
    Die Kritik des SAC ist übrigens völlig absurd.

  • Thomas sagt:

    Der Grundgedanke der Nationalparke ist falsch: der Bund kauft die Natur mit Subventionen an die betroffenen Gemeinden. Es wäre viel besser, dass Rahmenbedingungen geschaffen werden, damit viele Ortsansässige von der Schönheit Ihrer Natur direkt profitieren können. Zum Beispiel dank eines nachhaltigen Tourismus. Aber dies ist schon jetzt möglich, ohne eine künstliche juristische Konstruktion, die Nationalpark heisst. Eine strikte Umsetzung der Bauordnung, wie es ohnehin schon passiert, wird die Natur mehr schonen als ein Verbot das nur für eine Handvoll Alpinisten auf einem selten begangenen Grat gilt. Ich plädiere deshalb für einen Übungsabbruch und ein Neubeginn, aber ohne Subventionen.

    • Martin Frey sagt:

      Ähm, genau das ist ja die Idee, moderne europäische Parks haben verschiedene Zonen mit abgestuften Schutzlevels. Insgesamt wäre Parc adula rund 10x so gross wie die streng geschützte Kernzone über die wir hier diskutieren. Die Region profitiert in aller Regel vom sanften Tourismus solcher Parks und nicht umgekehrt. Ein anderes Denken ist kurzsichtig und engstirnig, weil man nur die Einschränkungen sieht anstatt die Chancen.

  • Daniel Heierli sagt:

    Bei den Touren, die nicht mehr erlaubt wären, handelt es sich wahrscheinlich um selten begangene Routen. Man könnte also sagen: Spielt doch keine Rolle!
    Allerdings ist es auch aus umweltschützerischer Sicht völlig unproblematisch, wenn alle paar Tage mal jemand vorbeiwandert!
    Wenn man die Gegend wirklich schützen will, muss man die Erschliessung (Strassen, Seilbahnen, Hütten, …) begrenzen oder zurückbauen. Man kann auch Wege aufheben. Die Erfahrung zeigt, dass das die Touristen wirksam fernhält.
    Zutrittsverbote sind in den allermeisten Fällen überflüssig! Wer wollte sie auch kontrollieren? Wenn dann dauernd der Wildhüter patroulliert, dann war die ganze Übung auch für die Füchse!

  • Christoph Bögli sagt:

    Es wäre angesichts der fortschreitenden Überbauung und des zunehmenden Nutzungsdrucks von allen Seiten dringend nötig, solche abgestuften Nationalparks einzurichten, die auch Gebiete mit beschränkter Nutzungsmöglichkeit umfassen. Dass sich ausgerechnet der SAC dagegen wehrt, trotz notabene lächerlich kleiner Einschränkung, ist effektiv ziemlich enttäuschend. Es erschliesst sich mir eh nicht, wieso man sich zwangsweise das Recht vorbehalten muss, überall durch trampeln zu dürfen, erst recht wenn die erlaubte Wege so gut wie alle relevanten Routen abdecken.

    • Flori Antha sagt:

      @Bögli: Diese Routen werden recht selten benutzt. Dem Ziel des Naturschutzes ist mit einem Verbot also überhaupt nicht gedient. Nationalpärke in den umliegenden Ländern kennen übrigens diese Einschränkung alpinistischer Aktivitäten nicht.

  • D. Eicher sagt:

    Was mir etwas aufstösst. Für «organisierte» Überbauung der Berge (Seilbahnen, Skipisten) findet man immer Platz. Diesen kompensiert man mit Naturschutzzonen. Offensichtlich: Fürs Geld gibt es noch genügend Berge. Wer den Seilbahnen nix in den Rachen stopfen will … darf nach Slovenien gehn?

  • Ich bin in einer der Standortgemeinden (Hinterrhein) des geplanten Parks aufgewachsen & halte mich nach wie vor oft dort auf. So glaube ich in Anspruch nehmen zu dürfen, die örtlichen Verhältnisse etwas zu kennen.
    Die Kritik & die Forderungen des SAC dünken mich überrissen & gefährden das ganze Projekt in unnötiger Weise. Fast sämtliche Sommerrouten, insbesondere die meistbegangenen Paraderouten auf das Rheinwaldhorn (ital. Adula) sind auch in der Kernzone nach wie vor frei zugänglich. Dies sind nicht etwa bloss so genannte „Trampelpfade für Kreti und Pleti“, sondern mehr oder weniger die einzigen einigermassen sicheren Passagen. Die übrigen, nicht markierten Wege verlangen viel Können.

  • dani meier sagt:

    Zuerst sollen mal diese Biker verschwinden! Diese haben nämlich auf Berg- und Wanderwegen nichts verloren. Radwege macht man auch nicht plötzlich stillschweigend zu Autobahnen.

    • Marco sagt:

      Warum verschwinden nicht einfach Sie? Das würde das Problem einfacher lösen!

      • Daniel Maier sagt:

        Marco, Dani hat schon recht. Man hat heute, leider, in der Freizeit ungeanhnte Möglichkeiten, sich zu beschäftigen. Und auch das nötige Kleingeld. Da auch ich viel in den Högger bin, muss ich mich langsam fragen, ob man heutzutage alles machen MUSS, was man kann/könnte. Ich beantworte meine Frage klar mit NEIN. Die Velofahrer haben sonst genug Möglichkeiten, sich auszutoben. Wanderer schon weniger. Also,denke ich, dass Dani schon recht hat, Velofahrer gehöhren nicht unbedingt in die Berge.

      • Ivo Ernst sagt:

        Mountainbiker’s Credo: Legal – illegal – scheissegal!
        Strassenverkehrsgesetz (SVG) SR 741.01
        IV. Regeln für besondere Strassenverhältnisse
        Art. 43
        1
        Wege, die sich für den Verkehr mit Motorfahrzeugen oder Fahrrädern nicht eignen oder offensichtlich nicht dafür bestimmt sind, wie Fuss- und Wanderwege, dürfen mit solchen Fahrzeugen nicht befahren werden.

        • Flori Antha sagt:

          Als dieses Gesetzt 1958 erstmalig verabschiedet wurde, waren Mountainbiker wohl auch kaum ein Thema.
          Ich kann diese ewige Diskussion überhaupt nicht nachvollziehen. Weder als Wanderer noch als Bergläufer hatte ich jemals eine problematische Situation mit einem Mountainbiker. Aber wenn man schon mit einer gehörigen Portion Aggressivität in die Begegnung geht, dann wird es eben auch keine so erfreuliche Begegnung.

        • Mark sagt:

          Stimmt leider so nicht, in den allermeisten Kantonen ist das Befahren von Pfaden mit dem Mountainbike gesetzlich erlaubt. Dies ist im Waldgesetz und nicht im SVG verankert.
          Ich fahre seit 1986 mit dem Mountainbike durch die Alpen und habe bisher nur positive Erfahrungen mit Zweibeiner gemacht. Offensichtlich sind Sie nicht viel in den Bergen unterwegs.

  • Philipp Rittermann sagt:

    ich bin gespalten. einerseits ängstigen sich murmeltiere, erdmännchen, rehe und klapperschlangen vor den bunten sportlern. andererseits sind diese nahrungsquelle für bären, berglöwen und schneeleoparden. der punkt ist aber die umweltverschmutzung verursacht durch die in der botanik verrottenden mountain-bikes der gefressenen.

    • Ivo Ernst sagt:

      Oder um es mit Greenpeace zu sagen: Diese „Naturfreunde“ sorgen dafür, dass auch in den hinterletzten Winkel der Natur Per- und polyfluorierte Chemikalien (PFC), Alkylphenolethoxylate, Phthalate,
      Azofarbstoffe, Organozinnverbindungen,
      Antimon und Isocyanate eingetragen werden.

      • Flori Antha sagt:

        @Ernst: Das ist jetzt nicht ihr Ernst? Gibt es irgendeinen Beleg dafür, dass die genannten Stoffe in einem relevanten Ausmass durch die Ausrüstung von Outdoortouristen dahin getragen werden? Nein, gibt es nicht. Das ist wirklich eine der unsinnigsten Kampagne, die Greenpeace jemals gemacht hat und sehr dazu geeignete mögliche Unterstützer zu entfremden.

  • Lukas Bieri sagt:

    Kleine Korrektur: Die Kernzone soll 145 Quadratkilometer gross werden. ;)

  • Willi Schweizer sagt:

    Auf der einen Seite wird immer mehr Natur verbaut und unattraktiv gemacht (Wohnungsbau, Windräder, asphaltierte und betonierte Wanderwege), auf der anderen Seite sollen nun noch relativ naturnahe Gegenden für Menschen gesperrt werden.
    So wird der Liebhaber unberührter Naturlandschaften gezwungen immer weitere Wege (für den Urlaub auch Flugreisen) zurückzulegen, mit den entsprechenden ökologischen Auswirkungen.

    • Hermann Klöti sagt:

      Willi Schweizer: Sie werden also „gezwungen“, Fernreisen zu unternehmen, um in den bereisten „unberührten Naturlandschaften“ den Zerstörungen Vorschub zu leisten, die man ihnen hier, ein bisschen, nicht mehr erlauben will? Schizophren!

      • Willi Schweizer sagt:

        Hermann Klöti: Ich glaube nicht dass ich in den von mir bereisten Gegenden irgendwelcher Zerstörung Vorschub leiste. Im Gegenteil, ich bin sogar bemüht mehr Abfall rauszutragen als ich reingebracht habe (und packe deshalb immer wieder mal auch Abfall ein der nicht von mir stammt).

        Selbstverständlich hat meine Reisetätigkeit die Auswirkungen, die die moderne Mobilität nun einmal hat – diese sind aber globaler Art und beeinträchtigen nicht speziell die bereiste Gegend.

        Und es ist nicht wie Sie euphemistisch schreiben so, dass man mir Naturlandschaften „ein bisschen“ nicht erlaubt, sondern dass es zusehends schwieriger wird, in der Schweiz ein echtes Naturerlebnis zu finden.

  • Ott sagt:

    Das die Bergsportaktivitäten in den letzten 10 Jahren stark zugenommen haben, ist ein Fakt. Dass die alpine Tierwelt darunter leidet, ebenfalls.
    Wollen wir die Fauna schützen, müssen wir wohl oder übel gewisse Gebiete mit Nutzungsbeschränkungen ausscheiden. Weggebote in einem bestimmten Gebiet finde ich daher sinnvoll. Es dürften aber durchaus ein paar alpine Routen dabei sein, nicht wie im bestehenden Nationalpark.
    Wichtiger als die Bedürfnisse der Bergsportler finde ich in diesem Fall die Anliegen der lokalen Bevölkerung. Wir unterländler Bergsportler können ausweichen, sie nicht.

  • Martin Frey sagt:

    Die CH hat zwar als eines der ersten Länder einen Nationalpark mit hohem Schutzstandard eingerichtet, wobei es aber leider geblieben war. Heute ist es so, dass wir nur einen Bruchteil der Naturlandschaft wirklich so schützen wie sie es verdient hätte und wie es bei dem ungeheuren Druck auf sie nötig wäre. Insofern sind die Widerstände seitens SAC und Bergführer ein Hohn, müssten sie ja maximal auf (Zitat) „5 bis 10 Prozent der heutigen Sommertouren“ verzichten.
    Der SAC hat sich einmal dem Schutz der Berge aus Liebe zur Natur verpflichtet. Diese Zeiten scheinen lange vorbei zu sein. Denn auch die Berggänger, nicht nur die anderen Nutzer der Natur, lassen diese zu einem Rummelplatz verkommen.

    • Ivo Ernst sagt:

      Nicht „die Schweiz“ hat den Nationalpark eingerichtet, sondern die heutigen Organisationen Schweiz. Akademie der Naturwissenschaften SCNAT und Pro Natura haben das Nationalparkgelände gekauft und der Schweiz geschenkt: Um ihr Ansinnen zu finanzieren, gründete die Schweiz. Naturforschende Gesellschaft (SNG) 1909 den Schweiz. Bund für Naturschutz (SBN). Von jedem Mitgliederbeitrag ging ein Franken an den Nationalpark. Entsprechend der Mitgliederzahl von Pro Natura erhält der Nationalpark noch heute CHF 116’000.- pro Jahr für seinen Betrieb. SAC, Bergführer und Mountain Wilderness hingegen verteidigen in erster Linie „ihr“ Sportgelände gegen Aktivitäten von Leuten mit anderen Interessen.

  • afe d sagt:

    145 Quadratmeter? da würde sich niemand stören ;-)

  • Roland K. Moser sagt:

    Meine Meinung ist, dass in der gesamten Schweiz kein einziger m2 Boden mehr verbaut werden darf.

    • Willi Schweizer sagt:

      Würde ich sofort unterschreiben („Verbauen“ sollte dabei auch die zunehmende Asphaltierung/Betonierung landwirtschaftlicher Weg einschliessen).
      Vielleicht könnte man es etwas flexibler formulieren, dass wo etwas neu verbaut wird, andernorts eine entsprechende Fläche renaturiert werden muss (ähnlich wie es Waldschutz und Wiederaufforstungs-Pflicht heute verlangen).

  • Markus sagt:

    So wie ich das aus den Medien wahrnehme (bin nicht Mitglied), setzt sich der SAC schon lange für seine Mitglieder ein und nicht für die Natur. Und dabei ist auch ziemlich klar, dass SAC-Mitglied = richtiger Alpinist, der fast alles immer und überall darf, alle anderen sollen aber am besten im Flachland bleiben.

    Wenn wirklich nur 10% der Touren anders gestaltet werden müssen, sehe ich wirklich kein Problem. Es gibt übrigens viele Länder die sehr bekannt sind für Outdoor-Aktivitaeten, in denen man auf den Wegen bleiben muss (z.B. Argentinien, Neuseeland, Australien usw.).

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