Eine EU-Flagge provoziert Hüttengäste

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Skitourenparadies: Die Fornohütte (SAC) steht im Grenzgebiet von Oberengadin und Bergell. Fotos: zvg

Erst reist man auf den Malojapass im Kanton Graubünden. Dort klebt man die Felle auf die Tourenski, marschiert vier Stunden durch eine Bilderbuchlandschaft bergan und erreicht so die Fornohütte. Wie viele SAC-Hütten steht sie oberhalb des Gletschers auf einem Felssporn. Aber anders als vor anderen SAC-Hütten weht hier zur Begrüssung keine Schweizer Fahne im Wind, sondern eine Europaflagge – und dieser Umstand gibt zu reden.

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Seit Sommer 2013 Fornohüttenwart: Beat Kühnis.

Immer wieder wird Beat Kühnis, der 29-jährige Schweizer Fornohüttenwart, darauf angesprochen. Die EU-Flagge hier oben war seine Idee. Er hisst sie eigenhändig und mit Überzeugung. «Sie ist ein Willkommenszeichen für unsere Gäste aus dem gesamtmitteleuropäischen Raum», so Kühnis. «Eigentlich dürfen sich von der Flagge auch alle Schweizer als Europäer angesprochen fühlen, zumindest geografisch. Doch das tun offenbar nicht alle.»

Kühnis sagt, die Flagge polarisiere überraschend stark, «insbesondere unter den Schweizer Gästen». Manche finden sie toll und sympathisch, andere komplett deplatziert. Zwei Meinungen, zwei Lager. Auch auf Facebook: «Was soll denn die Kriegsflagge? Unpassend!», schreibt einer.

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Sieht man nicht alle Tage: EU-Flagge vor einer SAC-Hütte.

«Wir sind international hier oben»

Vor seiner Hütte auf 2574 Meter über Meer eine Europafahne zu montieren, beschloss Beat Kühnis nach der Abstimmung über die Masseneinwanderungsinitiative vor einem Jahr. «Wir haben rund fünfzig Prozent ausländische Gäste hier oben. Wir sind international. Die Grenze zu Italien ist nur einen Kilometer entfernt, und das Abstimmungsresultat war mir gegenüber unseren Gästen peinlich. Mit der Flagge will ich signalisieren, dass bei uns alle vorbehaltlos willkommen sind.» Kommt hinzu, dass die Fornohütte letzten Sommer ihr 125-jähriges Bestehen feierte und ihre alte, zerfetzte Schweizer Fahne ersetzt werden sollte.

Dass seine Kritiker grundsätzlich ausländerfeindlich eingestellt sind, glaubt Kühnis nicht. Es seien eher «Schweiz-Verbundene», welche die Bergwelt noch als heiligen, idyllischen Rückzugsort betrachten würden, als Urschweiz, ein Überbleibsel aus Heimatfilmen. Und in dieser Vorstellung hat die rot-weisse Fahne einen traditionellen Wert. Er selber, betont Kühnis, sei politisch neutral gesinnt. «Die Flagge bedeutet nicht, dass ich für einen EU-Beitritt bin.»

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«Auf Forno ist der Himmel immer blau.»

Keine Weisung vom SAC

Die Fornohütte gehört der SAC-Sektion Rorschach, Kühnis ist Pächter und kann selber entscheiden, welche Flagge vor seiner Hütte weht. «Vom SAC gibt es keine Weisung und von der Sektion auch nicht», sagt er. Und es sei für ihn trotz der Diskussion kein Thema, die gelb-blaue Flagge auszutauschen. Sie ist sein Markenzeichen geworden, mit dem er auch wirbt. Etwa: «Auf Forno ist der Himmel immer blau» – das sei eine klare Anspielung, sagt er.

Manche finden das «mal was anderes». Für andere ist die himmelblaue Farbe auf dem Stück Stoff im Schweizer Hochgebirge eine Provokation. Wobei die Einstellung keine Frage der Generationen sei, sagt Kühnis. «Dass ältere Bergsteiger konservativer sind als junge, ist ein Vorurteil.»

So sah es früher bei der Fornohütte mit der Schweizer Fahne aus: hier anklicken.

Was ist Ihre Meinung?

216 Kommentare zu «Eine EU-Flagge provoziert Hüttengäste»

  • Kurt sagt:

    In erster Linie muss man froh sein, dass überhaupt eine Fahne zu sehen ist. Aus Schweizer Sicht ist es natürlich schwer zu verstehen wieso dort auf einem Schweizer Berg eine Flagge der EU auf einem Fahnenmast gehisst wird. Eine Lösung des Problems wäre aus meiner Sicht ein weiterer Fahnenmast, sodass die Schweizer Fahne sowie die Europa Fahne beide gleichzeitig im Wind wehen können.

  • Fridolin sagt:

    Nur so zur Info… die Hütte hat zwei Flaggen. Die andere ist eine Schweizerflagge die man vom Gletscher aus sehen kann.
    Also sogar vor der Europaflagge…
    Klassischer Stammtischtalk. Zuerst informieren, dann diskutieren ;-)

  • Baertschi sagt:

    EU-Fahne runter, Schweizer Fahne rauf! Da gibt es nichts zu diskutieren. Das müsste eigentlich auch der SAC und Schweiz Tourismus wissen und entsprechend handeln. Es gibt auch klare Vorschriftung über Beflaggung in der Schweiz. Eine EU-Flagge allein darf nie aufgehängt werden.
    Negativer Nebeneffekt: Wenn zum Bespiel ein Japaner ein Foto von der Hütte schiesst, sollte er zu Hause erkennen, wo er das Bild gemacht hat. Die Hütte steht nicht im EU-Raum, sodern in der Schweiz.

    • Adi sagt:

      Dass ich nicht lache.
      Bei Ihrer Weltanschauung machen Sie sich wohl kaum Sorgen über die Fotos von ein paar ausländischen Touristen.

  • Maurice Camille sagt:

    Ich (Schweizer und SAC-Mitglied) war gerade an Ostern in der Fornohütte und genoss die Gastfreundschaft und die gute Küche des Forno-Hüttenteams! Die Europa-Fahne flatterte neckisch im Bergwind – (mit einem Augenzwinkern) positiv vermerkt als nonkonformistische Variante der Hütten-Beflaggung, bedenkt man doch, dass immer noch bei den meisten der 151 übrigen SAC-Hütten standardmässig die Schweizerfahne weht … Somit auch meinerseits herzliche Gratulation dem Hüttenwart – wir benötigen keine uniformierten Berghütten. An die bierernsten und empörten national-konservativen Kommentatoren: Es existiert nicht nur „eure“ Schweiz !

  • Emil Bischofberger sagt:

    Die blaue Flagge mit den gelben Sternen wurde vor 60 Jahren vom Europarat als ihr Symbol bezeichnet.
    Seit 1963 ist die Schweiz Mitglied des Europarates.
    Diese blaue Flagge sollten wir viel öfters hissen, da wir ja mitten in Europa zu Hause sind.
    Herzliche Gratulation dem Hüttenwart, mit der nicht ganz engen Optik.

    • Was den Europarat betrifft, wäre ich mit Ihnen einverstanden.
      Dass aber die EU-Sekte die Fahne usurpiert hat, kann ich nicht akzeptieren, weshalb die EU-Fahne runter muss. In der gesamten Schweiz.

  • Josip sagt:

    Oh Ihr Kleingeister. Sonst noch alles klar im Oberstübchen.
    regt euch über was anderes auf

  • Christoph Wick sagt:

    Wahrscheinlich haben die wenigsten Blog-Schreiberinnen und Schreiber die Fornohütte besucht. Sonst hätten sie Folgendes gesehen: auf der Forno flattern in der Regel sowohl die Schweizer als auch die Europa-Fahne im Wind. Dies als Zeichen der Gastfreundschaft von Hüttenwart und Sektion. In diesem Sinne: Herzlich willkommen auf der Forno!
    Christoph Wick/SAC Rorschach

  • Michael Palomino sagt:

    Die EU ist der Untergang, und die EU und der Euro hatten NIE eine Mehrheit bei der europäischen Bevölkerung. Die EU ist eine Diktatur. Komisch, dass man diese Flagge überhaupt noch zeigen darf.

  • Martin Schmid sagt:

    All die Empörten hier dürfen sich wirklich glücklich schätzen, wenn sie keine grösseren Probleme haben als diese Flagge.

  • Beat Keller sagt:

    Liebe Schweizer
    Ich verwundere mich nicht mehr, dass bald 800`000 Schweizer die Schweiz verlassen haben und sich auf der ganzen Welt nieder gelassen haben.
    Ich liebe die Schweiz, und besuche sie jedes Jahr, auch bin ich seit bald 50 Jahren SAC-Mitglied und habe bis auf vier, alle Viertausender der Schweiz, aber auch andere Gipfel bestiegen im ganzen Alpenland, aber auch in Marokko und Ecuador und Bolivien einige 6tausender. Nie habe ich eine solche Arroganz festgestellt in all diesen Ländern gegenüber Ausländern wie nun gegen diesen Beat Kühnis, dem ich übrigens auch empfehle, doch auch die Schweizerfahne zu hissen um den besorgten Eidgenossen entgegen zu kommen.
    Muchos saludos desde Peru

  • Sehr mutiger Akt dises Mannes, Gratulation. Wahrscheinlich gibt er damit auch seine Haltung preis. Gibt es in der Schweiz sonst praktisch nie. In CH könnte man schon fast meinen es gibt nur unsere Nation und die Kantone auf dem Planeten, zm. was die Beflaggung betrifft (Auser am Europatag, in ZH).
    Leider gibt es keine andere, alternative europäische Flagge zu derjenigen der EU, würde ich vielleicht eher vorziehen. Denn die EU entwickelt sich leider in die falsche Richtung, in den letzten Jahren

  • Renato sagt:

    Die Schweizerflagge ist ihm also nicht gut genug und er hat das Gefühl, dass diese auch für andere nicht gut genug ist.
    Und um dem imaginären Groll zuvorzukommen, den die Schweizerflagge bei seinen Gästen auslöst, hisst er die Europaflagge. lol

  • gabi Bossert sagt:

    Da wir als kleine Schweiz mitten in Europa leben und auch profitieren, wäre es ein klares neutrales Zeichen, diese Fahne zu akzeptieren, die Europa gerne empfängt, auch wenn die CHer Haltung sich national präsentiert. Wieso also noch extra eine nationale Fahne ? Sollte es demonstrieren, wir empfangen zwar Devisen Bringende gerne, aber sonst sind wir WIR, also Schweiz und haben mit Europa nichts zu tun ?
    Schändlich, sich überhaupt darüber in eine patriotische Debatte zu manövrieren….irgendwann hat Niemand mehr Lust überhaupt hierher zu kommen. Furchtbare feindliches Klima um Urlaub zu machen.

  • Jöggu sagt:

    Wie sieht es denn aus mit Reichskriegsflagge im Keller von SVP-Politikern? Für mich müsste diese (und am Besten auch der Politiker) von der Bildfläche verschwinden. Aber die stört vermutlich – gerade die Europaflaggenkritiker – nicht so sehr. Ist halt etwas urschweizerisches weil sie zum Parteiprogramm passt?

  • Markus Iseli sagt:

    Ich kann es nicht glauben, dass wegen einer Europafahne so ein Theater gemacht wird.
    Mehr will ich nicht dazu sagen. Ich bin selber vor 16 Jahren aus der Schweiz ausgewandert.

  • Jutzi sagt:

    Nur auf den Bergen entrüstet das? Was ist mit all den Hotels, Restaurants und anderen Geschäften die von Ausländern gekauft wurden und nun dort ihre eigene Show abziehen? Viele aus dem EU Raum eingewanderte scheinen es ja gerade genüsslich zu provozieren, ihre Heimat Flagge ausschliesslich demonstrative zu präsentieren. Aber eigentlich liegt es nicht an den Ausländern, sondern an unserem verlorenen Nationalstolz.

    • Ich wohne seit 8 Jahren in Thailand. Thailands Nationalstolz ist beeindruckend. Jeden Morgen und jeden Abend erschallt aus Lautsprechern die Nationalhymne. Über meinem Haus weht die Schweizer- und die Thurgauerwappe. Die Thailänder freuen sich darüber und sind stolz, so international zu sein.

  • Röbi Diener sagt:

    Pssende Symbolik! Die schönsten Berge im Herzen Europas.
    Hätten doch alle ein wenig mehr von der Haltung des jungen Wirtenpaares: gesunden Patriotismus, Fleiss, Ausgeglichenheit, Genügsamkeit, Respekt vor Andersdenkenden und Offenheit gegenüber Fremden und Neuem.

  • Bruno Oerig sagt:

    Unpatriotisch, Heimatmüde, Schweizfeind, EU-Fundi und und und… Peinlich was gewisse Kommentatoren schreiben und den Betroffenen schubladisieren, verleumden, verhöhnen und verunglimpfen. Dabei scheint er nur ein sturer Gring zu sein der gegen den Mainstream ein Zeichen setzt. Jemand der dauernd überraschte Touristen zu erklären hat, wieso die Schweiz derart abgehoben, misstrauisch und abgrenzend verhält. Es ist leider so, dass sich eine Mehrheit Schweizer offenbar von Werten wie Gastfreundlichkeit, Wertschätzung, kulturelle Neugier und Solidarität nur in den Ferien im Ausland schätzt.

  • van der Waerden sagt:

    Stars and stripes wären auch angebracht, da sowohl die EU als auch die Schweiz auf dem Territorium des US-Imperiums liegen.

  • Martin sagt:

    Und dann wundern sich manche noch, warum die Schweiz nirgendwo für voll genommen wird, anstatt der gewünschten Bewunderung vor allem Gelächter über ihr peinliches Patriotentheater vorherrscht, das wirkliche Image hinter dem eingebildeten meilenweit hinterher hinkt. Aber danke für den Tip – werde bei meinem nächsten Besuch eine große EU-Flagge dabei haben. das wird ein Riesenspaß…

  • Miriam Stueb sagt:

    Coole Idee. So hält man sich genau jene Gäste vom Leib, die hier diese ressentimentgesteuerten Kommentare schreiben. Das lädt regelrecht zum Nachahmen ein. Kaufe mir auch so eine Flagge für den mobilen Einsatz!

  • Peter Gutknecht sagt:

    Die SAC-Hüttenpächter sind mehr oder weniger freie Tourismusunternehmer. Je mehr Gäste er hat, desto mehr verdient er. Ist die EU-Flagge vor dem Haus nun eine unternehmerisch kluge oder dumme Entscheidung ? Wenn ich als zB deutscher Gast mich für Ferien in der Schweiz entscheide, will ich dann, dass die Berge so flach wie auf einer deutschen Alm sind, will ich, dass abends Knödel auf dem Teller sind, will ich deutsches Bier, will ich deutsche Schlager hören – oder will ich eben in das Ferienland eintauchen ? – Der Gipfel ist dann noch, dass dieser Hüttenwart nicht einmal zu seinem Tun steht, indem er sich als politisch neutral bezeichnet. Mit solchem Wischiwaschi wird es finanziell bergab gehen…

  • Hotel Papa sagt:

    Na ja. Da wollte jemand provozieren. Und, wie Figura zeigt, ist ihm das gelungen.

    ist die Welt dadurch besser geworden? Die AufRECHTEN Schweizer fühlen sich in ihrem aufRECHT Sein bestätigt, Die Kosmopoliten klopfen sich auf die Schultern.

    Mir wären auch beide Fahnen einträchtig lieber gewesen. Die rot-weisse gehört im Grau der Berglandschaft irgendwie zum Bild dazu. Aber dann kommt an einem Fahnenmast die böse Frage: Welche oben…

    Ein USAian hätte dieses Problem nicht. Aber irgendwie ist dieser unreflektierte Patriotismus, der dort noch unverfälscht ausgelebt wird, unheimlich. Da bin ich doch froh, dass Europa das doch irgendwie überwunden hat.

  • Gerold Stratz sagt:

    R.Merten, taxiert nennt den Hüttenwart Herr Beat Kühnis als „Heimatmüde“!
    Ich sehe genau das Gegenteil, er vermittelt mit seiner Offenheit spez. an unsere Nachbarn,
    die der Schweiz am nächsten liegen sollten. In meiner Schweiz sind alle willkommen.
    Mir ist der Herr Kühnis, auf der Fornohütte viel sympathischer, als z.b. ein „Nationalistischer Insulaner“,
    der daran glaubt, was der Boss der „Anti-EWR/ EU-u. Welt-Separatisten“ permanent „predigt“.
    Für mich klar, demnächst ab auf die Fornohütte!
    Dort wird gearbeitet für eine positiv eingestellte Schweiz, die Freunde sucht und nicht „Feindbilder schafft“.

  • Rolf Bombach sagt:

    Wenn der Hüttenwart weiterhin so drangsaliert wird, wird er noch die Ostfriesische Flagge hissen müssen (weisser Adler auf weissem Grund).

  • Aldo Lurati sagt:

    In den USA darf man eine fremde Fahne nur dann aufziehen, wenn darüber die US Fahne weht.
    Dass ein CHer auf CHer Boden eine fremde Fahne aufzieht, finde ich mehr als nur befremdlich.

  • Noldi Melchtal sagt:

    Wenn schon eine simple Fahne so echauffieren kann, wie werden dann wohl erst die Fetzen fliegen, bis ausgefochten ist, ob mit deutschen oder französischen Karten gejasst wird?

  • Walter Fürst sagt:

    Wo käme unsere Freiheit hin, wenn sich jeder die Freiheit herausnähme, die Fahne zu hissen, die ihm gerade passt.

  • Peter Eugster sagt:

    Offenbar gibt es zwei Sorten von Bergwanderern. Die einen schauen bis zum nächsten Berggipfel und die anderen lassen ihren Blick in die Ferne schweifen. Und so kommt es, dass die einen die Schweizerfahne sehen wollen und die anderen die Fahne Europas. Also, alles eine Frage des Blickwinkels und in einer Demokratie darf jeder seine Sichtweise haben.

  • Nicolas Richard sagt:

    Die blaue Fahne hat dort absolut nichts zu suchen, offenbar hat es der Abwart nötig, seine „weltoffene“ Gesinnung zu demonstrieren. Schweizer Fahne, Bündner Fahne und wegen der Grenze zu Italien die italienische. Wenns nur Platz für eine hat, dann ist die CH-Fahne zwingend. Zum Glück gibts genug Hüttenwarte, die über den Comment verfügen.

  • Grinch sagt:

    Ou ou ou, am Wochenende flieg ich in die Schweiz…als Auslandschweizer… hoffentlich komm ich rein, wenn ich den Psalm nicht mehr kann

  • Bjoern sagt:

    so viele Kommentare(und jetzt noch einer mehr) zu so einem lächerlichen Thema. die Schweizer Bergwelt scheint doch in Ordnung zu sein, wenns nichts wichtigeres gibt, als darüber zu diskutieren…

  • D. Keller sagt:

    Politik gehört auf keine Berghütte. Wieviele Prozent seiner Gäste nerven sich nach dem strengen Aufstieg wohl wegen der Flagge?
    Weniger Gäste könnte das „Problem“ vielleicht von selber lösen… zuwenig Einnahmen, neuer Pächter, neuer Vertrag (mit neuem Passus bzgl. Schweizer Beflaggung)…

  • die grosse freiheit in den bergen, bravo!

  • Bertiz Benhamid sagt:

    Eine Schweizer Flagge im gròsseren Format, über der EU Flagge in einem viel kleineren Format. „Respekt“

  • Sarah Huber sagt:

    Solange der Hüttenwart keine Sünneli-Flagge hisst, ist alles im grünen Bereich.

  • Heinz Warmbrodt sagt:

    So ein Hüttenwart ist nicht tolerierbar. Es ist eine Schade für die ganze Bergwelt.

  • Ferdinand Gschwind sagt:

    Wow, das sind mal Luxusprobleme. Ich will auch mal auf so ne Tour gehen und in so einer Hütte nächtigen… aber man kann natürlich auch motzen, wenn man sich’s schon leisten kann.

  • Thomas sagt:

    Als – inaktives – Mitglied der Sektion Rorschach habe ich mich spontan über die gute Werbung für „unsere“ Hütte gefreut. Ich habe schon als Kind gelernt, dass es sich bei dieser Flagge um diejenige des Europarates handelt, bei dem die Schweiz auch Mitglied ist. Von daher stört mich diese Flagge überhaupt nicht, im Gegenteil, ich bin auch ein wenig stolz darauf. Dass eine solche Beflaggung aber Diskussionen auslöst war mir sofort klar. Die Kommentare bestätigen es. Und wenn ich mir vorstelle, dass die gleichen Hitzköpfe in der Hütte zusammenkommen und zu diskutieren anfangen, frage ich mich, ob es nicht vielleicht gescheiter wäre, an einem solchen Ort die Politik aussen vor zu lassen.

  • franz Weber sagt:

    Eine Sauerei sowas….Wir leben immernoch in der SCHWEIZ MISTER MÖCHTEGERN!!!!!!!

  • Walter sagt:

    Herr Kühnis ist ein ganz Origineller. Als SAC-ler werde ich sofort ein Hüttenfahnen-Reglement beantragen. Schweizer Fahne und jeweilige Kantonsfahne zwingend vorgeschrieben. Erst dann darf der Hüttenwart eine Fahne seiner Wahl platzieren, z.B. den albanischen Doppeladler, wie in Ueli Maurer’s geschehen. Der Stapi von Rorschach, Müller, soll beim SAC Rorschach vorstellig werden und dem Kühnis eine Ausbürgerung androhen. Wo kämen wir denn hin, wenn jeder machen könnte, was er wollte? Nicht reglementiert werden Hüttenwarts-Alkoholfahnen.

  • Pascal sagt:

    Im sehr schönen Südtirol, wo ich gerade war, quoll es überall über vor internationalen Touristen. In der Schweiz findet man (ausser Einzelorten wie Zermatt oder Gstaad) immer öfters in der allergrössten Mehrheit „nur“ Schweizerinnen und Schweizer. Es ist halt auch an vielen anderen Orten in den Alpen sehr schön und ausser den Schweizern wissen das scheinbar die anderen Europäer auch. Irgendwann schlägt das wirtschaftlcihe Pendel in der CH auch einmal in die andere Richtung als in den letzten 15-20 Jahren. Dann kommt das böse Erwachen von der Selbstherrlichkeit mancher Schweizerinnen und Schweizer.

    Wie angeknackst muss das Selbstwertgefühl einiger sein, wenn eine solche harmlose Flagge auf einer Hütte oben auf dem Berg solche Wut- und Hassreaktionen hervorruft ? Traurig.

  • Kaspar Zbinden sagt:

    Die Schweizer Fahne (quadratisch) gehört auf jeden Fall hin. Daneben darf man sicher auch die Europa-Fahne hissen.

    • Christoph Bögli sagt:

      Als Pächter hat man zum Glück noch die Freiheit, selbst zu entscheiden, was an den eigenen Fahnenmast „gehört“ und was nicht. Wenn man unbedingt eine Hütte mit Schweizer Fahne will steht es jedem frei, selber eine zu pachten und diese nach Lust und Laune (innerhalb der SAC-Regeln) herzurichten..

  • Stefan sagt:

    Es seien eher «Schweiz-Verbundene», welche die Bergwelt noch als heiligen, idyllischen Rückzugsort betrachten würden, als Urschweiz, ein Überbleibsel aus Heimatfilmen. Und in dieser Vorstellung hat die rot-weisse Fahne einen traditionellen Wert.
    Hauptsache den Besuchern gefällst, auf Schweizer Gefühle Rücksicht zu nehmen scheint in der linken Ideologie keinen Platz zu haben. irgendwie erinnert mich das an unseren Bundesrat.

  • Peter Meier sagt:

    Diese peinliche Diskussion um ein Stück Stoff zeigt ganz deutlich, dass die Schweizer sonst keine echten Probleme haben. Fragt sich nur wie lange noch! Abgesehen davon ist das auch ein Ausdruck der Angst, man könnte auch nur einen Hauch seines Wohlstands einbüssen. Dummerweise schaufelt man sich mit jeder angenommenen SVP Initiative sein Grab immer tiefer.

  • Josef sagt:

    Man sollte beide Fahnen – die EU-Fahne und die CH-Fahne – hissen. Nur um zu schauen, ob diese bei gleichem Wind in die gleiche Richtung oder in unterschiedliche Richtungen wehen…

  • Tom sagt:

    Kompliment. Zivilcourage trifft man leider nur noch selten.

    • Willi sagt:

      Schlimm ist doch, dass es hierzulande schon Zivilcourage braucht um eine EU Flagge zu hiessen. Reichskriegsflagge ist ok, aber EU Flagge nicht. Wie kaputt ist das Volch eigentlich?

    • Hugo Knüsel sagt:

      @Tom: Hoppla, die Hürden für „Zivilcourage“ waren auch schon mal bedeutend höher. Worin besteht denn genau der „Mut“, einen Fetzen Stoff aufzuhängen?

    • Oskar Brunner sagt:

      Das ist nicht Zivilcourage, sondern liegt an der dünnen Luft in den Bergen und führt deshalb leicht zu Halluzinationen.

  • Joachim Adamek sagt:

    Ich kann die Gedanken von Herrn Kühnis nachvollziehen. Sie sind sehr ehrenhaft. Trotzdem wirkt seine Praxis ein bisschen befremdend. Darüber hinaus bin ich der Ansicht, dass man das Hissen der Landes-Fahne nicht von tagespolitischen Entscheidungen abhängig machen sollte. Internationalität und Weltoffenheit kann man auf viele Weisen bezeugen. Meinetwegen auch mit dem grenzenlosen Himmel der EU als Zweit-Fahne.

  • Fritz Weber sagt:

    „Mit der Flagge will ich signalisieren, dass bei uns alle vorbehaltlos willkommen sind“ da die Schweiz nicht in der EU ist also Schweizer nicht. Warum nehmen die „Konsumenten“ nicht endlich mal ihre Verantwortung wahr, wer die Hütte besucht gibt ein positives Votum, wer sie ncht besucht (und nicht trotzdem besuchen und reklamieren oder die Faust im Sack machen) ein negatives Votum. So wird sich ganz schnell die Situation bereinigen, entweder die Hütte beleibt offen oder sie schliesst wegen zuwenig Gästen. Aber leider sind die Leute/Konsumenten/Menschen zu bequem oder zu faul Ihr Vorum abzugeben und dann konsequent durchzuziehen.

    • Peter Meier sagt:

      Oder es ist Ihnen gelinde gesagt sch…. egal, was für eine Fahne da oben weht. Solange es nicht die Reichskriegsflagge oder das Nazi-Hakenkreuz ist!

      • Fritz Weber sagt:

        Warum wieder Gleichgültigkeit Herr Meier (ich weiss es ist das einfachste) und nicht „Farbe“ bekennen und dies für was man einsteht zum Ausdruck bringen? Warum immer den „Bückling“ machen? Ist man einfach nur noch faul, bequem und ein Prachtskonsument von allem und jedem?

  • p.aeschbach sagt:

    Man könnte auch beide Fahnen hissen. somit wären wir wieder neutral

  • Pierre Marcel Vallon sagt:

    Das ganze Gezetter könnte elegant beigelegt werden, indem der Hüttenwart am langen Fahnenmast auch eine Schweizer Fahne hochziehen würde.

    • Michi sagt:

      das wäre allerdings wirklich gescheiter gewesen!

      • Fritz Weber sagt:

        Hätte das gleiche ausgesagt und niemanden gestört aber leider wollen offenbar gewisse Kreie grundsätzlich provozieren und sich bestätigen. Zudem demonstrieren sie damit genau das Gegenteil von dem was sie argumentiern.

    • Willi sagt:

      Die Wutbürger müssen nur laut genug schreien und schon bekommen Sie Ihren Willen?

  • Martin Maletinsky sagt:

    Der Hüttenwart missbraucht hier seine Position um den persönlichen Frust über eine verlorene Abstimmung zu verarbeiten.
    Erstens gehört vor eine SAC Hütte in den Schweizer Alpen eine Schweizer Fahne! Zweitens scheint es mir höchst fragwürdig, ob die EU Flagge Gästen aus dem EU-Raum tatsächlich eine Freude bereitet, die Freude über die EU-Zugehörigkeit hält sich nämlich in vielen Mitgliedstaaten ziemlich in Grenzen – man erinnere sich an die Volksabstimmungen über eine EU Verfassung welche in Frankreich und den Niederlande einen gloriosen Schiffbruch erlitten haben (danach unterbrachen zahlreiche EU-Länder den laufenden Ratifizierungsprozess). Auch bei meinen Reisen in Europa habe ich von den Einheimischen bisher nur Klagen und kaum Lob über die EU gehört.
    Will man die internationalen Gäste willkommen heissen, so könnten neben der Schweizer Fahne auch einige weiteren Landesfahnen gehisst werden.

  • Das ist so: Herr Kühnis muss erst die Schweizer-Flagge histen und dann kann er unten die Europafahne platzieren. Das ist auch im Ausland üblich, immer erst die Fahne vom Land wo Du lebst und dann darfst Du ZB: Die Schweizer-Fahne anhängen.

    • Willi sagt:

      Herr Spaeltli, Ihr Nachbarkanton ist nicht das Ausland. Sollten Sie mal ins echte, böse Ausland kommen werden Sie evtl. noch staunen, die können sich dann teilweise zwei Fahnenmasten leisten.

    • Rolf Bombach sagt:

      Nein, in der Schweiz heisst das Schweizerfahne, auch wenn es sich um eine Flagge handelt, obwohl eine Schweizerfahne im Flaggenformat nicht ordnungsgemäss ist. Das andere ist dann eine Europaflagge und nicht -Fahne. Es existiert garantiert ein Bundesamt, dass sich um solche Angelegenheiten kümmert. SCNR.

  • Dorli Knüsli sagt:

    Wir sollten diesem verantwortungsbewussten Hüttenwart dankbar sein. Die EU-Flagge ist doch als Warnsignal zu verstehen, dass die CH-Aussengrenze nur noch 1 Kilometer entfernt ist. Dass all die schröcklichen Dinge wie Drachen, Ausländer und fremde Richter nur einige Schritte weiter auf uns lauern. Um die von unseren Vätern erschaffene heil’ge Bergwelt zu rauben und dem EU-Ungeheuer zum Frass vorzuwerfen. Hütet euch vor Marignano, fromme Schweizer !

    • Roland K. Moser sagt:

      Die EU-Sekte ist brandgefährlich. Die Stimmbürger deren Mitglieder wissen es, denn sie wissen, dass sie nichts zu sagen haben und Vollgas auf den Abgrund zu rauschen.

      • Willi sagt:

        Herr Moser, durchatmen. Tief Luft holen. Wir alle haben bereits mehrfach gelesen dass die EU das Schlimmste ist seit der Erfindung der SP ist. Und das sie morgen oder übermorgen untergehen wird.

        • Oskar Brunner sagt:

          „….seit der Erfindung der SP…“
          Da komm ich jetzt aber ins Grübeln Willi!! Dachte bisher immer die SP sei eine Krankheit….

  • Martin sagt:

    In der Schweiz darf man nicht mal eine Schweizerfahne hissen, ohne dass man nicht gleich als Nazi eingestuft wird… Grundsätzlich darf aber jede andere Fahne gehisst werden: Albaner-, Jugo-, Schwulen-, Europa-, CCCP-Fahne aber ja keine Schweizer Fahne! Nazis sind ja verpönt in der Schweiz.

    • Willi sagt:

      Jo, genau, drum sieht man ja kaum noch Schweizer Fahnen hierzulande.

    • Michi sagt:

      so en Seich! Im Gegenteil, man müsste den Nazis die Fahne wegnehmen!

    • Pierbattista sagt:

      Was erzählen sie da für einen Unsinn. Und schon wieder, beschreiben sie mir doch wie eine sogenannte Jugo Fahne aussieht bitte.

    • Dave sagt:

      und was bitte ist eine Schwulenfahne? oder meinen Sie eine schwule Fahne? kann es sein, dass bei ihnen vielleicht die Alkoholfahne gehisst wurde?

    • Dominik sagt:

      „Nazis sind ja verpönt in der Schweiz“… ja und sonst geht’s noch? Natürlich sind Nazis „verpönt“ in der Schweiz! Und wenn Sie damit nicht einverstanden sind, dann sollte man Sie in eine Schweizer Fahne wickeln und nach Neuseeland ausfliegen. (nicht, dass ich irgendjemandem wünsche, so ein Paket zu erhalten).

  • Willi sagt:

    Liebe frustrierte rechtsnationale Wutbürger. Wenn ihr das so schrecklich findet geht doch einfach in eine andere Hütte. Es gibt sicher auch Hütten auf denen stramme Edelschweizer Traditionen geboten werden, geht doch dorthin. Ihr würdet es doch eh kaum ertragen wenn dann nachher in der Hütte diverse nicht schweizerische Sprachen gesprochen werden. Ist doch ein Gewinn für alle. Wir müssen euer primitives Geschwatz nicht ertragen und Ihr seid unter euresgleichen.

    • Stefan sagt:

      Lieber Willi, nur weil man die eigene Kultur mehr liebt als andere und weil man diese pflegen möchte heisst nicht, dass man andere Kulturen nicht akzeptiert oder interessant findet. Eine Schweizer Flagge auf einem Schweizer Berg hat Tradition und sieht schön aus. Nur weil man diese Tradition pflegen möchte, ist man auch kein Wutbürger. Ich habe schon mehrere Jahre im Ausland verbracht und da lernt man die Eigenheiten der Schweiz schätzen auch wenn mich andere Kulturen durchaus auch angesprochen haben. Für mich sind solche Geschichte zwar nicht tragisch aber es zeigt den stetige Abbau und die Verdrängung unserer Traditionen. Es ist einfach schade verschwinden immer mehr Eigenheiten der Völker (nicht nur in der Schweiz), denn der Europa-Einheitsbrei mach das Leben untereinander vielleicht „einfacher“ aber sicher nicht interessanter/vielseitiger. Nur weil ich meine Familienmitglieder mehr liebe als irgendwelche Fremde bin ich auch kein Fremdenhasser.

      • Willi sagt:

        Das hiessen einer nicht schweizerischen Flagge ist gleichbedeutend mit dem „stetigen Abbau und die Verdrängung unserer Traditionen“? Da können wir ja froh sein, dass die Olympiade nicht in der Schweiz stattfindet. Die dort übliche Beflaggung wäre dann wohl der Ausverkauf der Schweizer Identität gewesen.

        • Stefan sagt:

          Sie müssen sich nicht dumm stellen Willi aber wahrscheinlich möchten sie andere Meinungen gar nicht verstehen.

          • Willi sagt:

            Ich würde unsere rechtsnationalen Traditionsbewahrer wirklich gerne verstehen, dann könnte man ja helfen, aber ich hab das Gefühl das die Ursache hauptsächlich aus Minderwertigkeitskomplexen besteht.

      • Jack Stoffel sagt:

        Stefan: Leicht verschroben, was Sie da schreiben, und ausserdem fehlt mir das meiner Meinung einzige akzeptable Bekenntnis, dass ein Hüttenwart doch bitteschön aufhängen dürfe, was er wolle. Ein Tuch mit nationalistischem Fetisch aufhängen hat übrigens nur noch ganz am Rande mit Kultur zu tun. Erst recht, wenn man jemanden dazu zwingen will. Und dass das das schön aussehe und Tradition hat, ist einzig und allein ihr persönlicher Geschmack bzw. Ihre Definition. Traditionen an sich sind weder positiv noch negativ, aber ganz sicher nicht einfach per se erhaltenswert. Viele davon bestehen nur noch aus inhaltslosem Tamtam und gehören zu Recht auf den Misthaufen der Geschichte. Auch ich schätze die Eigenheiten der Schweiz, aber eben nicht alle: Z.B. diese rechtsnationalistischen xenophoben Dummschwätzer mit ihrem ewiggestrigen Landidörfli-Denken… Die ertrage ich je länger, je schlechter.

    • Maria sagt:

      schon sehr nett, dass wir eine andere Hütte suchen sollen. Warum sucht der EU-Turbo sich das nicht?

  • lucy basler sagt:

    laut Gesetz ist es so, auch bei uns im Schrebergarten Areal, erst die Schweizer – erst dann darf die andere Fahne gehisst werden. oder irre ich mich?

    • Michi sagt:

      Von einem solchen Gesetz war mal im Tessin die Rede. Habe nicht weiterverfolgt, ob es auch in Kraft trat.
      Der Schrebergarten wird wohl privat sein, dann gilt, was im Pachtvertrag steht.

  • Jacques Zimmer sagt:

    Auffallen um jeden Preis, anscheinend sogar als Hüttenwart ein Muss. Der nächste originelle Pächter wird dann wohl die Amerika- oder die Russlandfahne hissen. Das ganze ist doch Blödsinn. Die Hütte steht auf Schweizer Boden, also sollte dort doch logischerweise eine Schweizerfahne wehen.

  • Roland K. Moser sagt:

    Es internationale diplomatische Gepflogenheit, dass beim Hissen der Fllagge einer fremden Nation über der Fremdflagge eine Flagge des Gastlandes weht. Diese kann auch kleiner sein, als die Fremdflagge.

    • Willi sagt:

      Dass die Flagge des Gastlandes über der „Fremdflagge“ wehen muss ist wohl eine Spezialität der rechtsnationalen Diplomatie. Gewöhnlich reicht ein neben, aber selbst dies ist keine „diplomatische“ Vorschrift. Aber was soll überhaupt der Stuss bei einer Berghütte mit „diplomatische Gepflogenheiten“ anzufangen.

    • Diplomatische Gepflogenheiten hin oder her, der Fehler in ihrem Denken ist, dass die Flagge des Europarates kine fremde Flagge ist, sondern eine der Schweiz eigene.
      Die Schweiz ist seit 1963 Mitglied des Europarats. Die auf dem abgebildeten Bild gehisste Fahnen ist die Europaflagge.
      Die Europaflagge symbolisiert auch die Schweiz.
      Trotzdem ist das nicht relevant, denn er könnte zB. auch die Antarktische Flagge hissen und die Betten wären gleich weich und das Essen gleich gut.

      • Roland K. Moser sagt:

        Für jedes EU-Mitglied 1 Stern. Für die Schweiz ist kein Stern drin. Die Fahne repräsentiert also die EU-Sekte und nicht den Europarat.

        • Willi sagt:

          Das für rechtsnationale Mythen wichtiger sind als Fakten ist mir schon klar, aber: Wieviele Sterne hat die Flagge und wieviele EU Mitglieder gibt es? Fällt Ihnen was auf?

        • Gerald Balzer sagt:

          Hat die EU nur 12 Mitglieder? Soweit mir bekannt sind es 28. Die Europäischen Gremien haben sich nicht den USA angeschlossen, die für jeden Gliedstaat einen Stern in der Flagge führen.

  • Steiner sagt:

    Ohne Wenn und Aber: Die Europafahne gehört nicht in eine SAC- Hütte.

  • rinimi sagt:

    Dieser Chauvinismus der aus gewissen Kommentaren heraus zu lesen ist, ist ätzend.

  • Balz Huber sagt:

    Auf eine schweizer Berghütte gehört die Schweizer Flagge.

  • Oliver Denker sagt:

    Die Flagge – so alleinstehend – schein mir aus mehreren Gründen unpassend:
    1. Die SAC-Hütten gehören m.E. zur touristischen Infrastruktur des Landes, auch wenn sie eine besondere Funktion haben. Und wer hier her kommt, der tut dies doch, weil er die Schweiz erleben will. Eine der am meisten gehörten Klagen über den Tourismus in der Schweiz ist doch, dass alles Personal ausländisch sei.
    2. Wer ausländischen Gästen signalisieren will, dass sie willkommen sind, sollte mehrere Flaggen nehmen. Das machen ja auch viele Hotels so.
    3. Schliesslich finde ich den Zusammenhang mit der Masseneinwanderungsinitiative etwas weit her geholt. Auf diese Art seine Meinung Kund zu tun, hat etwas trotziges.

    • loulou55 sagt:

      ….etwas trotziges….?
      Herr Denker ich denke wir sind ein etwas „trotziges kleines Berglervolk“, vergleichbar mit dem kleinen Gallierdorf aus „Asterix“, nur dass uns leider der Zaubertrank fehlt.
      Da passt „etwas Trotziges“ doch allerbestens.
      NB. Ich finde es auch „etwas trotzig“, dass etwa alle 10 Jahre wieder über einen 2. Gotthardtunnel neu abgestimmt werden muss, aber so sind wir halt… trotzig….

  • Jean Gmür sagt:

    Ich frage mich was mit all diesen linken heimatmüden Leuten eigentlich los ist. Wie kann man so heimatmüde sein. Besinnt euch verdammt nochmal auf eure Heimat! Offenbar braucht es in Schulen ein Fach „Heimat“ und „vernünftige Einstellung“. Peinlich peinlich…. Uebrigens, ich war auf einigen Reisen in der ganzen Welt. Ueberall wird Heimat und Patriotismus hoch gehalten. Nur in der CH erlebe ich immer wieder solche Leute die offenbar nicht wissen woher sie kommen und was es bedeutet Schweizer zu sein.

    • Dorli Knüsli sagt:

      Ja was beim Teutates bedeutet es denn, Herr Gmür? Waseliwas?

    • Fritz Peter sagt:

      Schulfach „Heimat“ und „vernünftige Einstellung“… Buah, das ist einfach nur hässlich, was Sie da schreiben.

    • Michi sagt:

      HEIMATland, der Herr Gmür weiss aber Bescheid…

    • Ramon Paxus sagt:

      Ja, die Schweiz ist meine Heimat und ich will für meine Heimat das Beste. Meiner Meinung nach wär’s das Beste, wenn sich meine unmittelbare Heimat endlich ihren entsprechenden Platz in meiner grösseren Heimat Europa suchen würde.

    • loulou55 sagt:

      Schulfach „Heimat“ und „vernünftige Einstellung“…. das muss ich mir auf der Zunge zergehen lassen…!
      Die Schulbücher zum Fach kreieren Prof. Mörgeli und Roger Köppel, finanziert von Dr. Ch. Blocher und der EMS-Chemie.
      Ja Jean Gmür… so kriegen wir das hin…! In etwa 20 Jahren hätten wir dann eine einstellungsmässige (gehirngewaschene) „saubere Schweiz“. Danach kann man langsam mit der Entfernung von allem Artfremden beginnen und den Schutzwall bauen.
      CH-Frauen werden zur Geburt von mind. 3 CH-Kindern mit CH-Vater verpflichtet oder (noch besser), mit Hilfe einer noch aufzubauenden SVP-Samenbank, künstlich befruchtet. Gutmenschen, Linke, Grüne und Artfremde werden sterilisiert.
      Kopf hoch Jean Gmür… wir packen das schon…

    • Christoph Bögli sagt:

      Blöderweise ist der Heimatsbegriff auf das ganze Land angewendet sowieso absurd, da die Heimat wenn schon eine spezifische Region ist. Insofern müsste die Hütte eher eine lokalpatriotische Beflaggung wählen. Alles andere ist relativ, genau so wie Bündner Schweizer sind, sind diese letztlich auch Europäer. Insofern ist es halt alles andere als verkehrt, sich zu seiner geographischen Heimat zu bekennen. Europa als Kontinent ist zumindest eine weniger willkürliche Einheit als die Staatsgebilde innerhalb Europas..

    • Rilke Thomas sagt:

      Grüezi Herr Gmür
      Ich bin gerne Schweizer – und kenne unser schönes Land notabene von Genf bis Scuol und von Basel bis Stabio von vielen Ausflügen sehr gut. Ich schätze die kulturelle Vielfalt, eine Kultur, welche von Kanton zu Kanton, manchmal von Bergtal zu Bergtal verschieden ist. Das macht die Schweizer Identität aus. Dennoch habe ich mit der Flagge kein Problem, vor allem wenn ich die Begründung des Hüttenwarts lese. Ich bin gerne Schweizer – trotzdem unterscheide ich explizit zwischen Patriot und Nationalist. Wenn ich lese, welches Schulfach Sie gerne hätten, dann empfehle ich Ihnen die Literatur der 30-er Jahre in Deutschland. Damals war dort eine Partei an der Macht, welche solche Vorstellungen durchgesetzt hat. Die Geschichte danach kennen wir ja

    • Hans-Jürgen Lorenz sagt:

      Schweizer zu sein bedeutet in diesen Zeiten offenbar, mehrheitlich und Abstimmungsaktiv an der Verarmung der eigenen Bevölkerung zu arbeiten. Wahrlich kein Grund, stolz darauf zu sein.

  • Gattermann sagt:

    Auf der deutschen Insel Sylt wehen auf einigen Grundstücken Schweizer Fahnen, ohne dass ein Aufschrei darüber in der Presse oder im Netz zu lesen ist. Toleranz ist nicht allen Schweizers Sache.

  • Joachim sagt:

    Zum Vergleich: In Konstanz an der alten Zähringer Brücke wehen die Fahnen von Deutschland, Europa & vom Land Baden-Württemberg. Die Schweizer Flagge als Willkommensgruss? Nicht vorhanden.

    • Michi sagt:

      heul, die bösen Deutschen wieder …

      • Willi sagt:

        Eine Zähringer Brücke gibt es nicht in KN, ich nehme an Sie meinen die alte Rheinbrücke. Auf der wehen allerdings Flaggen aller europäischen Länder inkl. die der Schweiz. Als Edelschweizer würde ich hier von heimatzersetzenden Multikulti fabulieren.

  • Soussa Paul sagt:

    Ich wäre für die FC Basel 1893 Fahne.

  • Kaegi sagt:

    Dann soll sich der SAC doch umbenennen in AC oder EUAC.

    • Roland K. Moser sagt:

      Es internationale diplomatische Gepflogenheit, dass beim Hissen einer Fremdflagge über der Fremdflagge eine Flagge des Gastlandes weht. Diese kann auch kleiner sein, als die Fremdflagge.

    • Willi sagt:

      Wieso, oder meinen Sie SAC steht für Schweizer Arier Club?

  • Willi sagt:

    Liebe Kommentatoren, geht doch bitte auf 20min eueren rechtsnationalen Stumpfsinn abladen. Da habt ihr doch ein zuhause wo Ihr unter euresgleichen seid.

  • Alex Zatelli sagt:

    Die Leute, die beim Anblick dieser Flagge schon rote Püggeli bekommen, sollten zum Arzt. Und Anti-Europäer zu sein ist noch nicht das gleiche wie Weltoffenheit.

  • Samuel Grossenbacher sagt:

    Diesen Hüttenwart sollte man sofort nach Italien davoniagen !

    Hüttenwarte sollten EIDGENOSSEN sein und nicht Demi-Schweizer !!!

  • bop sagt:

    Wenn ich die Kommentare lese, schäme ich mich Schweizerin zu sein. Diese Leute hätten vielleicht lieber eine braune Flagge.
    Ich war letzten Sommer auf der Hütte und mir war viel wichtiger die Gastfreundschaft und das gute Essen, als die Flagge. Die Hütte ist sehr schön und der Hüttenwart ist dynamisch, sympatisch und … einfach super.

    • hans sagt:

      Sie sprechen mir aus der Seele

      • Lina sagt:

        Danke Bop und Hans.

        Ich bin schlicht entsetzt ab den negativen Kommentaren…

        • raffael sagt:

          ich auch, es ist so beschämend die gleiche nationalität wie diese schreiber zu haben (obwohl mir nationalität nicht wichtig ist). bergsteiger und naturliebhaber sind doch international. wir lieben alle das gleiche. die schweizer oder die französischen, italienischen, ost-alpen – alles wunderschöne orte. die alpen sind über ganz europa verteilt. ich fühle mich als europäer, auch wenn ich die eu aus anderen politischen gründen ablehne.

  • Claus Koch sagt:

    Aha, Gäste von ausserhalb Europas sind bei Kühnis also nicht willkommen? Die Beflaggung ist nicht nur ein Affront gegenüber den Schweizern und Norwegern, sondern für Gäste aus der ganzen Welt. Die Welt hört nämlich nicht an den EU-Aussengrenzen auf. Konsequenterweise müsste er die UNO-Flagge hissen.

    • marielle sagt:

      Und, glauben Sie in Norwegen gibt es auch so viele kleingeistige Nationalisten, die sich ernsthaft über eine blöde Flagge auf einer Berghütte empören können? Nach diesem Artikel hier erwarten Herrn Kühnis wohl direkt ein paar freundliche Morddrohungen übereifriger SVPler. Man achtet ja die Einstellung anderer in der Schweiz, oder wie war das?

      • Michi sagt:

        vergessen Sie es, marielle. Das politische Klima ist dermassen vergiftet und die Nationalisten sind penetranter denn je. Der Dauerwahlkampf hinterlässt seine Spuren.

      • Claus Koch sagt:

        Kleingeister glauben, die Welt höre an der EU-Aussengrenze auf.

      • Sepp Manser sagt:

        Gemäss Ihrer „Logik“ waren es demnach ja ebenfalls ausschliesslich kleingeistige Gemüter, welche sich damals (m.E. zu Recht) über Freysingers „blöde“ Flagge empört haben, nicht wahr?
        Wer selber vehement „Man achtet ja die Einstellung anderer in der Schweiz“ fordert, sollte vielleicht selber konsequenterweise etwas zurückhaltender sein mit pauschaler Unterstellung von „Kleingeistigkeit“, finden Sie nicht auch?

  • Roland K. Moser sagt:

    «Eigentlich dürfen sich von der Flagge auch alle Schweizer als Europäer angesprochen fühlen, zumindest geografisch. Doch das tun offenbar nicht alle.»
    Die EU ist eine Sekte, welche Demokratie in Europa verhindert. Der Hüttenwart soll auswandern.

    • Raymond Allaman sagt:

      Auswandern sollte vielmehr derjenige, der die Meinungsäusserungsfreiheit mit Füssen tritt. Das wären dann also Sie, Herr Moser.

    • Le_urmel sagt:

      Eine Sekte ist eine Abspaltung einer Hauptrichtung. Es gibt ca. 500 Millionen EU-Bürger und 6 Millionen Schweizer, wer ist da wohl die Abspaltung?

  • Fink Bruno sagt:

    Tibet und Nepal Fahnen en masse in den Schweizer Bergen

  • Mark Keller sagt:

    Ein etwas entspannteres Verhältnis zur Flaggenfrage täte gewissen Leuten gut. Genauso wie es gewissen Leuten gut täte, die Beziehungen der CH zur EU nüchtern und rational zu sehen.

    • Claudia Meyer sagt:

      Ah, schon lange nichts mehr von ihnen gelesen, Herr Keller. Ihre Antipathie den Schweizern gegenüber kennen wir zu Genüge.

      • Michi sagt:

        Ich lese keine Antipathie in Herrn Kellers Statement. Aber in den übrigen Kommentaren viel Engstirnigkeit der verkrampften Patrioten, Eidgenossen oder wie sie sich auch immer nennen wollen.

      • Matt sagt:

        Sie sollten Objektivität nicht mit Antipathie verwechseln, Frau Meyer.

  • Claudio sagt:

    Inakzeptabel und provizierend
    uch meide diese Skitour seither

  • Carlo Corno sagt:

    Das Foto erinnerte mich an Erzählungen meiner Eltern über deutsche Touristen zu Zeiten des 2. Weltkrieges, die sich so aufführten als würde die Schweiz bereits zum deutschen Reich gehören. Damals gab es auch schon , milde gesagt, Sympathisanten unter den Schweizern, die fremde Flaggen hissten.

    • Peter sagt:

      …die EU mit Nazideutschland vergleichen… aber sonst geht’s noch?

    • marielle sagt:

      Sie spielen bestimmt auf Herrn Freysinger an, nicht wahr. Wie wir wissen, schmückt sein Büro eine deutsche Reichskriegsflagge. Aber es muss wohl schlicht die einprägsame Farbkombination gewesen sein, die ihm direkt so heimelig vorkam. Diejenigen EidgenossInnen, die sich heute so unglaublich über eine Europa-Flagge empören können, stehen diesen deutschen Touristen in ihrer Weltanschauung deutlich näher als die meisten EU-Bürger.

    • Olivia Brunner sagt:

      und die zahl der aufjaulenden trolle zeigt, dass es doch wieder viele ähnlichkeiten gibt. in keinem land gibt es prozentual so viele einheimische wie in der schweiz, die ums verrecken, etwas anderes sein wollen, als bürger dieses landes. man nennt das auch „fehlendes selbstbewusstsein“ und „anbiedern“.

  • Claudia Meyer sagt:

    Zusätzlich eine Schweizerfahne hissen, dann finde ich es passend.

  • hansjürg sagt:

    Wenn ich die Flagge nicht sehen will, muss ich doch nicht dort hin. Also wo ist das Problem? Maloja streichen, es gibt noch viele andere schöne Gebiete in der Schweiz. Ausserdem haben die anscheinend viele ausländische Gäste, da braucht es mich nicht auch noch. Der Hüttenwart ist froh, ich bin froh – eine klassische Win-Win-Situation. Think positive.

  • Hugo sagt:

    Nogo. Entzieht diesem Hüttenwart die Lizenz. Rinem Stolzen Amerikaner würde es nie in den Sinn kommen, eine andere Flagge als die seine zu hissen.

    • Hans sagt:

      Wir sind halt keine ’stolzen‘ Amerikaner also kann es uns in den Sinn kommen eine andere Fahne zu hiessen. Und in den Südstaaten der USA weht teilweise auch noch die alte Flagge aus der Zeit vor dem Bürgerkrieg.

      • Peter Pfrunger sagt:

        Oder Solche Fahnen
        http://www.art-for-a-change.com/blog/images/aug2005/nazis.jpg
        http://aattp.org/wp-content/uploads/2013/06/nazi-flag-620×330.png
        und da hätten die Empörten in diesem Forum wohl weniger Probleme damit.

        • Markus Schneider sagt:

          Welches Problem haben Sie mit diesen Flaggen? Das sind blosse Stofffetzen. Wir hatten nie Krieg mit einem der durch diese Flaggen symbolisierten Länder. Da wir neutral sind gibt es überhaupt keinen Grund, eine dieser Flaggen herabzusetzen. Auch wenn Ihnen das nicht passt.

          • Ich habe kein Problem mit Europaflaggen auf SAC Hütten, Herr Hugo und viele andere haben Probleme damit.
            Ich habe auch kein Problem mit Reichskriegsflaggen in Büros von Politikern.
            Ob wir aber je Krieg mit den Flaggen Symbolisierenden Ländern hatten spielt dabei aber keine Rolle.
            Sie haben scheinbar auch kein Problem mit Dieben und Mördern, wenn sie nie bestohlen oder jemand in ihrer Umgebung ermordet wurden.
            Mit der Ideologie, die jemand mit dem Hissen einer bestimmten Flagge, kund tut kann ich aber schon nicht einverstanden sein und diese ablehnen – wenn zB. jemand die Parteiflagge der NSDAP hisst.
            Generell ging es um Amerikaner, die nie eine andere Flagge hissen würden wie Herr Hugo behauptet, die ganz klar falsch ist.

  • Benno Suter sagt:

    Deswegen geht die Welt nicht unter. Dennoch mangelt es an Sensibilität. Ich hätte gedacht, dass so hoch in den Bergen politische Statements völlig deplatziert sind, da sich primär die Schönheit der Natur mit den Interessen der Hüttengäste verbindet.

  • Gerhard Schweizer sagt:

    „Was soll denn die Kriegsflagge?“… Was sind wir doch nur für ein einfältiges, peinliches Volk. Oder zumindest ein Teil von uns. Dass man aus der Flagge überhaupt ein Thema macht, ist für die Schweizer ebenso typisch, wie auch beschämend. Ich wundere mich wirklich, dass noch europäische Gäste zu uns kommen – ich würde keinen Fuss in dieses Land setzen, wenn ich nicht schon hier wäre. Gibt es irgendwo einen ausländischen Hüttenwart? Der hätte es sicher auch nicht leicht.

    • Hans Schweizer sagt:

      Es steht Ihnen frei zu gehen – auch wenn Sie schon hier sind.

      Menschen machen emotionale Aussagen, wenn sie mit Dingen und Gesten gar nicht einverstanden sind. Dass Sie das nicht differenzieren können ist auch eine Aussage.

      Und ja, es gibt ‚ausländische‘ Hüttenwarte – und das ist auch kein Problem!

      • Marcus Ballmer sagt:

        Aha, die „Kriegsflagge“ soll also als emotionale Aussage durchgelassen werden. Aber wer sich über einen solch dümmlichen Begriff aufregt, soll das Land verlassen. Das nennt man dann wohl rechtsnationale Toleranz.

    • Oskar Brunner sagt:

      Es lässt sich auch trefflich wandern auf EU-Gebiet werter Schweizer! Europhile Hüttenwarte sollten die PFZ nützen und z.B. in Rumänien eine Berghütte zu betreuen! Diese linke Anbiederung ist unerträglich!

      • Jack Stoffel sagt:

        Oskar Brunner: Das Haut-doch-ab-wenns-euch-nicht-passt-Geschrei hat bei Ihresgleichen eine lange Tradition. Wenn rechtsnationalistische Fanatiker wie Sie in der Mehrheit wären, müsste man tatsächlich ins Ausland wandern und besser nicht mehr zurückkehren. Wie Sie wissen, war das in vielen europäischen Ländern in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts schon mal der Fall und endete in einer Riesenkatastrophe.

    • Jean Gmür sagt:

      Genau solche Leute wie sie lieber „Hr. Schweizer“ sind das Problem in unserer Gesellschaft. Sie stehen nicht zur CH und haben absolut keine Ahnung wie wichtig „Heimat“, „Herkunft“ und Nationalstolz sind. Dieser ganze EU-Sch… und Multi-Kulti bringt nur Probleme. Es ist wichtig dass wir solche Symbole hochhalten. Gerade die CH-Fahne auf unseren Bergen ist extrem symbolträchtig. Ich gebe ihnen einen Rat. Verlassen sie unsere wunderschöne CH und verschonen uns mit ihrer anbiedernden linken Multi-Kulti-Einstellung! Heil Dir Helvetia!

    • Klaus Z sagt:

      @Gerhard EUler, eine Fahne hat eine bedeutung, diese Fahne gehört zu einem Gebilde dass die CH am liebsten schlucken würde, immer wieder bietet man uns an doch beizutreten obwohl die sehr wohl wissen dass wir keine Lust darauf haben, in der CH selber gibt es Leute die man vor ein par Jahren noch Landesverräter genannt hätte die von innen Dinge tun die Sezessiöser Natur sind. Auf historischen Berghütten hat die CH Fahne zu wehen nicht die EU Fahne, dass man dies überhaupt diskutieren muss hängt damit zusammen dass dieser Schweizer offenbar Bauchweh hat wegen eines Demokratischen Volksentscheids.

      • Florian sagt:

        Lieber Herr Z
        Ihre Meinung könnte mir sehr wenig bedeuten, wenn Sie sie nicht mit fürchterlich falschen Aussagen unterlegen würden. Die EU will die Schweiz nicht schlucken. Sie hat der Schweiz auch noch nie ein Beitrittsangebot unterbreitet. Es entspricht den Grundsätzen der EU, dass sie keine Mitgliederwerbung betreibt, sondern nur Beitrittsanfragen bearbeitet. Nie jedoch fordert die EU andere Staaten zum Beitritt auf.
        Ihre Meinung in Ehren, doch ich bitte Sie inständigst, sich wenigstens mit der von Ihnen kritisierten Organisation auszukennen, bevor sie solche Asusagen in die Welt setzen.

    • Sepp Manser sagt:

      Na ja, z.B. die Hüttenwartin auf der Gorno Griess Hütte ist Deutsche, sehr nett und macht nicht gerade den Anschein, als leide sie unter dem von Ihnen beschworenen oberdämlichen apokalyptischen Horrorszenario… In der Tat peinlich und einfältig, Ihre Ahnungslosigkeit. Und Ihr trotziges „Ich würde keinen Fuss in dieses Land setzen, wenn ich nicht schon hier wäre.“ lässt erahnen, dass Sie lieber reden als nach Ihren „Ühandeln

  • Peter Balzer sagt:

    Bin dagegen. Eine Schweizer Berghütte darf, soll, ja MUSS die eigene Flagge im Wind wehen lassen. Nichts gegen die EU (naja…), aber eine SAC Hütte gehört halt nicht nach Brüssel. Und wenn der Hüttenwart so verliebt in die Flagge ist, gibt es vermutlich noch Pächterstellen für ihn, am Grossglockner oder sonstwo!!!

  • Peter Balzer sagt:

    Bin dagegen. Eine Schweizer Berghütte darf, soll, ja MUSS die eigene Flagge im Wind wehen lassen. Nixhts gegen die EU (naja…), aber eine SAC Hütte gehört halt nicht nach Brüssel. Und wenn der Hüttenwart so verliebt in die Flagge ist, gibt es vermutlich noch Pächterstellen für ihn, am Grossglockner oder sonstwo!!!

    • Was ist die «eigene Fahne», die neben der Fornohütten wehen MUSS? Die Forno-Fahne? Die deutsche Fahne, weil der deutsche Theodor Curtius diese Hütte 1889 bauen liess und dem SAC Rorschach schenkte? Oder die Fahne der Gemeinde Bergaglia. Die Europafahne? Die Weltfahne? – Und was, wenn plötzlich Ausserirdische landen? – Also wohl doch lieber gleiche eine Universumsfahne?

      Leute, wann beginnt es euch zu dämmern, dass wir ein ganz kleiner und unbedeutender Teil dieser Welt sind? Es KANN jede Flagge über der Fornohütte wehen. Wir haben weder die Fornohütte noch die wunderbare Bergwelt gebaut. Sie wurde uns geschenkt.

      • Peter Balzer sagt:

        Strässle, spätestens bei Ihrem Verweis auf Ausserirdische wurde mir klar, dass ich es bei Ihnen wohl nicht mit Logik versuchen muss. Also lassen wir’s. Wenn ich es erst erklären muss, werden Sie’s wohl nicht verstehen…

  • Peter Felber sagt:

    Die Mehrheit des Schweizer Volkes hat sich gegen einen EU-Beitritt ausgesprochen. Darum ist die Fahne fehl am Platz. Uebrigens die Schweiz wird nie der EU beitreten, und in 15 Jahren wird es die EU so wie diese heute existiert nicht mehr geben.

    • Nicholas Fliess sagt:

      Wann haben wir denn darüber abgestimmt, Herr Felber? Woher wollen Sie die Zukunft kennen?

      • Bosbach Kut sagt:

        @Fliess am 4 März 2001 gabs eine Abstimmung über die Initiative “Ja zu Europa“ diese Initiative verlangte bekanntlich sofortige Beitrittsverhandlungen mit der EU, Beitrittsverhandlungen macht man wenn man etwas beitreten möchte in diesem Fall der EU, die Antwort des CH Volkes war 3 mal so viele NEIN wie JA Stimmen und damals gings der EU noch gut, und damals haben die EUphilen noch gross geredet, Heute wäre dass NEIN logischerweise noch grösser, laut einer Umfrage die in einer grossen Deutschschweizer Zeitung publiziert wurde heisst es dass sogar 85% der Schweizerinnen und Schweizer Heute gegen den EU Beitritt sind.

    • loulou55 sagt:

      Die Fahne wird später umplatziert. Wenn im 3. Anlauf einer 2. Gotthardröhre endlich zugestimmt werden sollte, damit der Transitverkehr von EU-Nord nach EU-Süd etwas flüssiger läuft, wird sie am Portal der neuen Röhre wehen. Da wäre sie dann sicher am richtigen Platz, finden Sie nicht auch?

  • peter trenker sagt:

    völlig deplaziert.

    • Franz Z. Margot sagt:

      Überhaupt nicht deplaziert, finde ich das. Sehr nachvollziehbare Beweggründe, dass er die EU-Flagge hisst. Gefällt mir.

      • Peter Grigoli sagt:

        Es ist eine absolute Provokation nur die EU-Fahne zu hissen. Es hat nichts mit übertriebenem Patriotismus zu tun, wenn auf einer SAC-Hütte eine Schweizerfahne wehen muss, es ist nun mal Tradition……..und Traditionen sind in den meisten Fällen nicht das Schlechteste. Ich würde den Befürwortern der EU-Fahne mal vorschlagen, ihren Horizont zu erweitern und ähnliche Hütten in Österreich, Deutschland und Italien zu besuchen. Dort weht die EU-Fahne , wenn überhaupt, oft in Kombination mit der entsprechenden Landesfahne. Daher entweder EU-Fahne runter oder Schweizerfahne dazu! Unsere ausländischen Gäste kommen nicht zu uns, weil wir in Mitten der EU liegen, sondern weil sie die Vorzüge der Schweiz schätzen und daher unser Land als Ausflugs- oder Urlaubsziel wählen.

    • Ruedi sagt:

      Mitten in Europa die Europa-Flagge hissen finden Sie deplatziert??? Haben Sie Sorgen.

  • W.Girardi sagt:

    DIe „sogenannte“ Europaflagge wird doch fälchlicherweise mit EU verbunden , wirklich ist diese Flagge auch für die Schweiz eine Flagge, denn es handelt sich um die Flagge des Europarat, wo auch die Schweiz mitglied ist.
    Die Flagge wurde dann nur stillschweigend von der EU übernommen

    • Maja sagt:

      Hass und Dummheit und Arroganz gehen Hand in Hand. Wenn jemand gegen eine Flagge hasserfüllt Gift und Galle speit, kann man vom ihm einfach nicht erwarten, dass er das weiss, was Sie richtigerweise vorbringen.

      • Mike SToney sagt:

        Liebe Biene Maja!
        EU Fahne hin oder her, ich hätte jetzt eine Piratenfahne hochgezogen . . .
        Mal horchen was da als Inputs kämen!
        Einfach lachhaft das Ganze. Etwas patriotischer dürfte man in den Bergen schon sein!

        ;-D ;-D

        • Ruedi sagt:

          Ist Europa-Flagge denn nicht patriotisch genug? Wir sind doch mitten drin.

          • Markus Schneider sagt:

            Das ist eben keine „Europa-Flagge“, sondern die Flagge der allseits abgelehnten Europäischen Union. Ansonsten könnte dort oben doch auch eine Hakenkreuzflagge aufgezogen werden – schliesslich ist das Hakenkreuz ein weitverbreitetes zeichen für Glück und Wohlstand. Muss ja nicht unbedingt die anno Tobak in Deutschland verwendete Flagge sein.

    • Manfred Stucki sagt:

      Sie sagen “fälschlicherweise“ sagen dann aber im gleichen Kommentar sie wurde von der EU übernommen und zeigen damit dass es eben nicht fälschlicherweise als EU Fahne angesehen wird, es ist die EU Fahne!
      Diese Fahne hat in der CH nichts zu suchen ausser vor Botschaften und bei Dplomatischen Anlässen.

      • Jack Stoffel sagt:

        Manfred Stucki: „Diese Fahne hat in der CH nichts zu suchen…“ – Darauf hat die Welt gerade noch gewartet: dass irgendein super(senk)rechter Supereidgenosse herumproletet und befiehlt, wer wo was für gefärbten Stoff aufhängen darf… Hängen Sie doch meinetwegen in Ihrem Garten die Flagge von – sagen wir mal – Westsamoa auf! Es geht niemanden was an, und auf Westsamoa wird deswegen noch nicht mal eine Fliege husten.

      • Reto Tube sagt:

        „Diese Fahne hat in der CH nichts zu suchen…“. Ach. Echt? Warum das denn? Gibt es in der Schweiz ein Fahnenverbot für die EU-Fahne? Wusste ich nicht. Mein Nachbar hat eine Walliserfahne. In einem Deutschschweizer Kanton! Geht das auch nicht?

      • Alberto La Rocca sagt:

        Wenn man die Europa-Flagge nicht mehr hissen darf, weil sie von der EU „gestohlen“ wurde, dann darf man auch keinen Baader-Meinhof-Wagen (BMW) fahren, wenn man nicht ein linksradikaler Terrorist ist … ;-)

      • James sagt:

        Ganz falsch, Manfred Stucki. Auch bei Anlässen im Zusammenhang mit dem Europarat wird diese Flagge (des Europarats) in der Schweiz gehisst. Man sieht diese Flagge z.B. auch an Schweizer Amtshäusern. Das führt dann jeweils zu einiger Aufregung bei SVP-Exponenten, die immer wieder vergessen, dass die Schweiz seit langem Mitglied des Europarats ist, und wie die Flagge des Europarats ausschaut. Nämlich so wie die Flagge vor der SAC-Hütte. Da die Schweiz aktives Mitglied des Europarates ist, hat diese Flagge sehr wohl etwas zu suchen in der Schweiz. Diese Flagge verkörpert sogar sehr schweizerische Werte – wie ich als aufrechter Eidgenosse finde.

        • Sepp Manser sagt:

          @James: Laut Wikipdedia: „Die Europaflagge besteht aus einem Kranz von zwölf goldenen fünfzackigen Sternen auf azurblauem Hintergrund. Sie wurde 1955 vom Europarat als dessen Flagge eingeführt und 1986 von der Europäischen Gemeinschaft übernommen. Heute ist sie vor allem als Symbol der Europäischen Union bekannt.“ Wann weiss man also wer genau damit gemeint ist?

  • Fischer Jasmin sagt:

    Er gibt als Grund an, dass ALLE Gäste willkommen seien. Dann müsste er aber eine Welt-Flagge hissen.

    • R. Merten sagt:

      Ich teile Ihre Meinung, Frau Fischer. Ich könnte die Beweggründe halbwegs noch verstehen, wenn er neben der EU-Flagge auch eine CH-Flagge aufziehen würde. So bleibt einfach ein schaler Geschmack zurück. Aber ein Heimatmüder mehr oder weniger spielt keine Rolle !

      • Ritter Peter sagt:

        Hier provoziert dieser EU-Fundi aber ganz bewusst indem er die CH-Fahne auch bewusst weglässt. Wie sagt hier jemand treffend: Ein CH-Müder mehr oder weniger spielt dort oben keine Rolle.

      • loulou55 sagt:

        Die „Rechte Volksseele“ ist schon wieder am überkochen.
        Jungs & Mädels macht euch keine Sorgen, die SVP ist schon am Ausarbeiten einer Verfassungsinitiative. Ist doch logo, dass das hissen einer CH-Flagge vor SAC-Hütten in der Verfassung verankert werden muss. Wo kämen wir denn hin, wenn jeder linke Hüttenwart aufhängt, was er will.
        Vor dem Zubettgehen muss zudem zwingend der Schweizerpsalm gesungen werden, wer nicht kann oder will hat die Hütte auf der Stelle zu verlassen.

        • Daniel Castro sagt:

          @loulou55: Und zum Essen gibt es natürlich nur vegane Kost. Gewaschen wird sich auch nicht (Wassermangel) und auch nicht Lärm gemacht (Tiere könnten sich gestört fühlen)
          So…sind wir fertig mit diesen Clichés?

        • Nick Schaefer sagt:

          Ohne Schweizerpsalm gibt es kein Parteibuch und man muss draussen in der Gletscherspalte übernachten.
          In 5000 Jahren wird dann dieser „Forno-ÖTZI“ als Grundlage und Gründungsmythos für die SFP „Schw. Forno Heimatpartei“ dienen.

      • Ruedi sagt:

        Aha, Merten auch hier präsent mit seiner ewiggestrigen Haltung. Sponsern Sie doch bitte die neue CH-Fahne. Haben Sie nicht gelesen: die alte ist zerfetzt. Vielleicht hat Onkel Dagobert aus Herrliber noch ein paar Batzeli in der Portokasse.

        • Nick Schaefer sagt:

          Onkel Dagobert hat schon genug Kosten, um alle Richter auf seiner Parteiliste bezahlen zu können.
          Da reicht es nicht mehr für echten Patriotismus.
          Dazu würde z.B. die Offenlegung von Parteispenden gehören – so wie in jedem demokratischen Rechtstaat üblich und nötig. Wozu die Schweiz eben nicht gehört.
          Denn hier regiert Onkel Dagobert über seine geheime Parteikasse.

    • Tom Wassermann sagt:

      Scheinbar haben sie den Text nicht gelesen, denn darin steht ausdrücklich: „«Sie ist ein Willkommenszeichen für unsere Gäste aus dem gesamtmitteleuropäischen Raum», so Kühnis“. Warum sollte dann über der Hütte eine „Welt-Flagge“ wehen?

      • Sepp Manser sagt:

        Hm, sind dann „Drittstaatenangehörige“ demnach schon etwas weniger erwünscht, genau wie in der EU auch, oder was?

        • Roland K. Moser sagt:

          Ich verstehe es so, dass er nur Gäste von EU-Mitgliedern will.
          Würde er die schweizer Fahne flattern lassen, würde er Gäste aus der ganzen Welt willkommen heissen, da es nun mal normal ist, dass man einem Land die eigene Fahne hisst.

    • Tom Wassermann sagt:

      Scheinbar haben sie den Text nicht gelesen, denn darin steht ausdrücklich: „«Sie ist ein Willkommenszeichen für unsere Gäste aus dem gesamtmitteleuropäischen Raum», so Kühnis“. Warum sollte dann über der Hütte eine „Welt-Flagge“ wehen?

    • Pierbattista sagt:

      Wie sieht denn eine Weltflagge aus?

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