Eine Politikerin verrennt sich beim Frauenlauf

An den Männern vorbei: Läuferinnen vor dem Bundeshaus beim 28. Schweizer Frauenlauf Bern am 15. Juni 2014. Foto: Gian Ehrenzeller (Keystone)

An den Männern vorbei: Läuferinnen vor dem Bundeshaus in Bern beim 28. Schweizer Frauenlauf. Foto: Gian Ehrenzeller (Keystone)

Die Berner SVP-Stadträtin Nathalie D’Addezio wagt sich mit einem ihrer jüngsten politischen Vorstösse in ein ihr wohl unbekanntes Gefilde. Die 35-Jährige hätte das Postulat, in dem sie den Schweizer Frauenlauf Bern als diskriminierend anprangert, sonst kaum verfasst. Sie schreibt darin, dass die Gleichstellung der Geschlechter auf dem Prüfstand stehe, weil «ein solcher Ausschluss der Männer nicht zeitgemäss» sei.

«Weshalb wird das Büro für Gleichstellungsfragen hier nicht aktiv?», fragt sich die SVP-Frau. Es geht ihr nicht darum, den Frauenlauf abzuschaffen, sie macht sich für einen Männerlauf stark – und hat damit offensichtlich den grundlegenden Unterschied zwischen männlichen und weiblichen Sportlern nicht verstanden. D’Addezio begeht damit eine politische Peinlichkeit.

Nathalie D'Addezio

Nathalie D’Addezio.

Ja, es sind keine Männer an den weltweit verbreiteten Frauenläufen zugelassen. Für einmal sind die Männer bei einem Sportanlass nur Statisten – sie stehen am Strassenrand und feuern mit Dreikäsehochs an der Hand ihre Liebsten an. Die Männer funktionieren als Sportler aber anders, liebe Frau D’Addezio!

Wer Sport treibt, erkennt das im Training genauso wie an Wettkämpfen. Oft besitzen Frauen nicht dasselbe Selbstbewusstsein wie ihre männlichen Kollegen – das gilt auch im Laufsport. Ich erlebe häufig, dass sich Frauen in geschlechtlich gemischten Sportgruppen nicht gleich wohl fühlen, wie wenn es «ladies only» heisst. Sie fürchten sich davor, neben dem starken Geschlecht nicht zu bestehen, sich zu blamieren oder ganz einfach in den Boden gerannt zu werden.

Nicht umsonst verzeichnet der Schweizer Frauenlauf in Bern eine grosse Anzahl an Läuferinnen, die zum ersten Mal überhaupt am Start stehen und sich dafür just diesen Anlass ausgewählt haben. Sie zeigen Mut mit diesem Schritt und fühlen sich unter ihresgleichen wohler. Im Gegensatz zu gemischten Laufanlässen stehen mit Ausnahme der vorderen Startblöcke nämlich an Frauenläufen Ambitionen und Kräftemessen nicht unbedingt an erster Stelle. Um die traditionellen Klischees zu bedienen, welche die SVP üblicherweise vertritt: Das sind typisch männliche Merkmale.

Liebe Frau D’Addezio, quer über den Erdball dominieren in den Startblöcken meist die Herren, und sie drücken damit der Veranstaltung auch hinsichtlich der Atmosphäre ihren Stempel auf. Mir ist zudem – im Gegensatz zu den Frauen – noch kein einziger Mann begegnet, der sich bei einem Lauf von der Anwesenheit der weiblichen Teilnehmer gestört gefühlt hätte. Entweder lassen die Herren die Damen nämlich weit hinter sich, oder sie lassen sich von ihnen motivieren: Sei es, weil das männliche Ego leidet, wenn eine Frau vorbeizieht, oder weil es für manche Herren eine Augenweide ist, hinter einer durchtrainierten Sportlerin zu laufen.

Bei genauerer Betrachtung zeigt sich doch, dass bei den boomenden Frauenläufen die Männer zwar ausgeschlossen sind, der Grund aber ein Gegenrecht der Herren obsolet macht. Oder?

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85 Kommentare zu «Eine Politikerin verrennt sich beim Frauenlauf»

  • Ich kann dieses Geschlechterthema nicht mehr hören. Es gibt soviel Gemeinsamkeiten von Mann und Frau und es gibt deutlich wichtigere Themen auf dieser Welt als das Geschlecht eines Menschen. Es gibt auf der ganzen Welt Menschen, die leiden und klar sind das häufig Frauen. Aber darum geht es doch gar nicht, jeder einzelne Mensch, der leidet oder unterdrückt wird, ist einer zuviel – egal welches Geschlecht er besitzt.

  • Susanna Vaterlaus sagt:

    Es ist ein wundetschöner Lauf. Für einmal keine starken Duftnoten am Start, keine schmerzenden Ellbogen in den Rippen, keine spuckenden Männer auf der ganzen Strecke. Es ist der best organisierte Lauf für Frauen!
    Danke und weiter so
    Susanna

  • Peter Steiner sagt:

    „…dass sich Frauen in geschlechtlich gemischten Sportgruppen nicht gleich wohl fühlen“ – Mit diesem Argument lässt sich umgekehrt jede Chauvi-Veranstaltung legitimieren.

    • Roland K. Moser sagt:

      Genau! Frauen dürfen in Zukunft noch stimmen und wählen, aber sie dürfen sich nicht mehr wählen lassen. Denn in einem gemischten Parlament fühlen sie sich nicht wohl.

  • DB sagt:

    Das versteht das weibliche Geschlecht also unter „Gleichstellung“: Eine Sonderstellung der Fraul. Der Feminismus führt sich selbst ad absurdum!

  • Michael Schmidt sagt:

    Männer, die sich wegen des Frauenlaufs in Bern diskriminiert fühlen können ja am GP von Bern teilnehmen, dieser Lauf steht allen offen und findet am gleichen Ort statt.

    Ausserdem würde ich es begrüssen, wenn sich Politiker auf die drängenderen Gleichstellungsfragen, wie Lohngleichheit, Sozialversicherungen und ähnliches konzentrieren würden.

    • Roland K. Moser sagt:

      Wenn der Justiz- und Polizeiapparat nicht einmal fähig ist, an Sportanlässen die Gleichberechtigung durchzusetzen, wie will er es dann in der Wirtschaft tun?

  • Bernerin sagt:

    Liebe Männer, was stresst euch die Existenz eines Frauenlaufes? Ich habe wichtigere Probleme und würde oft gerne das Geschlecht wechseln. Wurde für einen Job abgelehnt mit der Begründung „In zwei Jahren haben Sie ja eh Kinder und sind Hausfrau.“ Auch wäre ich immer gern in einer Zunft / Herrenclub / Societe gewesen. Tja, dann werde ich eben so einen Mann heiraten und trotz Masterstudium Hausfrau und Mutter, so kann ich wenigstens als Begleitung mit! Schweiz 2014…

  • Peter Herzog sagt:

    Die Argumentation von Wertheimer ist ja stellenweise tatsächlich unnötig sexistisch, also bitte…trotzdem: männer, die sich wegen eines frauenlaufes diskriminiert fühlen, sind schon ziemlich lustig. Als ob es nicht genug andere läufe gäbe. Der erfolg ses frauenlaufs zeigt: er entspricht wohl einem bedürfnis, warum auch immer.
    Dass es einen männerlauf nicht braucht, ist hingegen wieder ziemlich sexistisch begründet…wenn das ein bedürfnis ist, soll das doch jemand organisieren. Und bitte nicht schon auf vorrat jammern vonwegen „linkem aufschrei“, der kommt nämlich sicher nicht.

  • Roland K. Moser sagt:

    Artikel 8, Absätze 2 und 3 BV
    2 Niemand darf diskriminiert werden, namentlich nicht wegen der Herkunft, der
    Rasse, des Geschlechts, des Alters, der Sprache, der sozialen Stellung, der Lebensform,
    der religiösen, weltanschaulichen oder politischen Überzeugung oder wegen
    einer körperlichen, geistigen oder psychischen Behinderung.
    3 Mann und Frau sind gleichberechtigt. Das Gesetz sorgt für ihre rechtliche und tatsächliche
    Gleichstellung, vor allem in Familie, Ausbildung und Arbeit. Mann und
    Frau haben Anspruch auf gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit.

    Frauenläufe sind verfassungswidrig.

    • Darja Rauber sagt:

      LOL. Lohndiskriminierung, Bordelle, sexistische Werbung, Ausschluss von Frauen aus typischen „Männerbünden“, Einstellung und Entlassung von Frauen aufgrund ihres Alters/Äusseren, die Forderungen nach einem Abtreibungsverbot, die Porno-Industrie, verbaler Sexismus (auch und gerade in Online-Foren) usw.usf. sind dann aber auch verfassungswidrig, gell. Von der Hetze gegen Schwule und Lesben aufgrund ihrer sexuellen Orientierung ganz zu schweigen.

      • Sportpapi sagt:

        Da holen Sie jetzt aber gar weit aus, Frau Rauber. Und vermischen Dinge, die wirklich verboten sind (sofern sie dann eben so sind, wie Sie behaupten) mit völlig Legalem. Weshalb soll die Porno-Industrie verfassungswidrig sein? Weshalb die Forderung nach einem Abtreibungsverbot (und nicht etwa das Abtreibungsverbot)?

    • Hanspeter Mathys sagt:

      @ Moser: Verfassungswidrig? Bevor sie hier solchen Unsinn verbreiten, sollten sie ein juristisches Lehrbuch studieren. Peinlich, peinlich….

      • Roland K. Moser sagt:

        Haben Sie den Artikel gelesen und verstanden? Frauenläufe sind verfassungswidrig wenn es kein gleichwertiges Angebot für Mànner gibt.

        • itsjustonlyme sagt:

          Diese Art der Argumentation ist überhaupt nicht zweckdienlich.
          Dann ist das Tennisturnier Swiss Indoors in Basel also auch verfassungswidrig, denn Frauen dürfen nicht teilnehmen und es gibt gleichwertiges Angebot für Frauen!
          Wenn wir die Eishockey-WM für Männer durchführen müssten wir also auch die für Frauen durchführen, usw, usw.
          Im Sport ist es (mit gaaanz wenigen Ausnahmen) seit jeher so, dass (im Gegensatz zu Politik und Wirtschaft) geschlechtergetrennt gestartet oder mindestens getrennt gewertet wird. Mitunter sind dies auch getrennte Veranstaltungen.
          By the Way: es gibt soweit ich weiss auch keine Männerwettkämpfe in rhythmischer Sportgymnastik oder Synchronschwimmen. Who cares!
          Wenn es dem Bedürfnis einiger Frauen entspricht, so ist ein Frauenlauf eine feine Sache.
          Wenn sich aber eine Politikerin oder ein Politiker zu diesem Thema äussern muss, dann
          geht es entweder nur darum, dem politischen Gegner eins auszuwischen, oder er oder sie hat wirklich keine besseren Themen zu bearbeiten, schade.

    • Lily Baumann sagt:

      Lily B

      Frauenläufe sind verfassungswidrig!
      Roland K. Moser es steht Ihnen frei, einen Männerlauf zu organisieren …..

      • Roland K. Moser sagt:

        Liebe Frau!
        Nicht ich muss einen Männerlauf organisieren, sondern die Organisatoren des Frauenlaufs. Im Mindesten hätte der Justiz- und Polizeiapparat einschreiten müssen, da Frauenläufe gegen Artikel 8 der Bundesverfasung verstossen.

  • Erich Deiss sagt:

    Frauen reden immer nur von Gleichberechtigung. Was das aber genau ist, haben viele Frauen offensichtlich nicht verstanden, sonst gäbe es keine spezifischen Frauenläufe.

    • Darja Rauber sagt:

      Wie dumm ist das denn? Ich würde eher behaupten, die meisten Männer haben die Bedeutung von Gleichberechtigung und die Ziele der Emanzipation resp. des Feminismus nie verstanden. Wollen die Frauen geschlechtsspezifische Diskriminierung gegen Menschen mit xx-Chromosom aufheben und gleiche Rechte (und Pflichten) anstreben, dann fürchten viele Männer nur den Verlust von Privilegien und betreiben Panikmache, der Feminismus sei eine Bewegung von Männerhasserinnen… Das ist etwa so absurd wie die Behauptung, die schwarze Bürgerrechtsbewegung sei ein Mob von „Weissenhassern“ gewesen. Diese ganze reaktionäre Anti-Gleichstellungs-Polemik zeugt v.a. von Ignoranz und einem bornierten Egoismus. Und der bedient sich – siehe SVP – dann solcher Scheinthemen wie der angeblichen Ungerechtigkeit eines Frauenlaufs.

      • Sportpapi sagt:

        Im Umfeld der Gleichstellungsdiskussion geht es eben häufig um „Scheinthemen“. Weshalb also der Aufruhr, wenn es für einmal um Männer geht? Zuletzt: Meinen Sie, die Stadt Bern würden einen Männerlauf, der neu gegründet wird, grosszügig unterstützen? Weshalb nicht?

    • Thomas Glanz sagt:

      Da verstehen Sie Gleichberechtigung aber ziemlich einfach. Gleichberechtigen heisst ja wohl nicht Gleich machen. Ich bin jedenfalls froh, dass es getrennte Duschen und Toiletten gibt. Gelegentlich trinke ich mein Bier gerne in einer Männerrunde und so kann ich mir gut vorstellen, dass es Frauen entspannend finden in einer Frauenrunde zu rennen. Das hat doch alles nicht mit Gleichberechtigung zu tun!

  • Darja Rauber sagt:

    @ alle männlichen Wutbürger hier: Was genau stört euch an der Tatsache, dass es Frauenläufe gibt? Oder anders gefragt: Warum wünscht ihr euch denn reine Männerläufe? Was hätten diese, was ein normaler Volkslauf (mit männlichen UND weiblichen Teilnehmerinnen) nicht hat? Frauenläufe haben ja einen leicht nachvollziehbaren Grund: Auch Frauen wollen sportlich mal im Mittelpunkt stehen. Und das tun sie nun mal nicht, wenn Männer mit ihren körperlich überlegenen Leistungen (schnellere Bestzeiten, frühere Zieleinläufe) mitmischen… Gibt es denn einen ähnlich überzeugenden Grund für reine Männerläufe – etwas, das nicht an den allgemeinen Volksläufen bereits erfüllt ist?

    • Hanspeter Mathys sagt:

      @Daria Rauber: Sie haben absolut recht. Als ehemaliger Langstrecken- und Waffenläufer kann ich bloss hinzufügen, dass Frauen noch vor 30 Jahren an Marathon- und anderen Langstreckenläufen extrem selten zu sehen waren.An den einst so populären Waffenläufen durften sie gar nicht teilnehmen. Ich verstehe das ganze „Gschtürm “ nicht. Diese SVP-Frau redet doch nur ein Problem herbei, das gar nicht existiert. Einer derart unbedarften Jungpolitikerin würde ich nie im Leben meine Stimme geben. Sie ist einfach nur peinlich.

    • Roland K. Moser sagt:

      Die Bundesverfassung verbietet es. Ganz einfach. Niemand darf aufgrund seines Geschlechts von der Teilnahme an Frauenläufen ausgeschlossen werden.

      • Darja Rauber sagt:

        Okay, die Bundesverfassung äussert sich also zu Frauenläufen… ist mir neu. Darin steht dann wohl: „Niemand darf aufgrund seines Geschlechts oder seiner sexuellen und religiösen Orientierung von der Teilnahme an Frauenläufen ausgenommen werden“. Und natürlich müssen „Frauenhäuser“ auch Männer aufnehmen. Und „Selbstverteidigungskurse für Frauen“ müssen auch Männern offenstehen. LOL

    • Roland K. Moser sagt:

      An Frauenläufen stört mich die Verfassungswidrigkeit. In einem funktionierenden Rechtsstaat wäre schon lange die Justiz eingeschritten und hätte Artikel 8 der BV durchgesetzt.

  • Peter Waldner sagt:

    Die Schweiz behauptet, ein „freies Land“ zu sein. Lächerlich, wenn es ein Politikum wird, dass Frauen oder Männer was unter sich erleben wollen, wenn der Staat und die Öffentlichkeit sich einmischen soll – ja wenn überhaupt der Staat ein „Gleichstellungsbüro“ unterhält. Freiheit bedeutet, dass Frauen einen Frauenlauf, Männer einen Männerlauf und Frauen und Männer gemeinsam so viele Läufe wie sie wollen abhalten können. Ohne Staat. Ohne Politiker. Ohne Einmischung.

    • Roland K. Moser sagt:

      Die Bundesverfassung verbietet es. Evt. noch ein Artikel im StGB.

      • Thomas Glanz sagt:

        Die Bundesverfassung verbietet wohl sicher nicht Freizeitveranstaltungen unter gleichgeschlechtlichen Personen, das müssten Sie zuerst noch beweisen. Es nimmt ihnen ja niemand das Recht zu rennen. Ein bisschen bemühend, Ihr Herumgereite auf Problemen, die keine sind.

        • Roland K. Moser sagt:

          Dann lesen Sie doch Artikel 8 der Bundesverfassung. Es geht dort nicht um Freizeitveranstaltungen, sondern darum, dass die Diskriminierung aufgrund des Geschlechts verboten ist. Von Frauenläufen sind die Männer wegen des Geschlechts ausgeschlossen, was gem. Art. 8 BV verboten ist.

  • Philipp Rittermann sagt:

    häh? wird da nicht ein sturm im wasserglas entfacht. es soll laufen wer mit wem auch immer. ob weiblein mit weibein, männlein mit männlein oder gemischt….was hat ein sportereignis politik und geschlechterfragen zu tun. rein gar nichts.
    hingegen wäre es wünschenswert, wenn die rechtssprechung nicht immer bedingungslos zu lasten des mannes ausgelegt wird im scheidungsfall. hier wäre die power von frau d’addezio gefragt.

    • Roland K. Moser sagt:

      Das Problem ist, dass Frauenläufe gemäss Bundesverfassung nicht zulässig sind, weil sie die Männer wegen des Geschlechts ausschliessen. Evt. gibt es noch einen Artikel im StGB, der die Diskriminierung wegen des Geschlechts auch verbietet.
      Konsequenterweise müssten also die für die Gleichberechtiungsfragen kompetenten Roten und Grünen gegen Frauenläufe sein. Sind sie aber nicht, was nichts anderes bedeutet, dass sie gar keine Gleichberechtigung wollen.

  • Sportpapi sagt:

    Pia Wertheimer hat recht mit ihrer Erklärung, weshalb es einen Frauenlauf gibt, und weshlab ihn viele Frauen schätzen. Das heisst aber nicht, dass es bezüglich Emanzipation ein gutes Signal ist. Allerdings wohl auch keines, das eine breite Diskussion rechtfertigt. Man(n) wundert sich aber schon, wie ein kleiner politischer Vorstoss auf allen Medien aufgenommen und empört diskutiert wird. Man könnte es ja auch einfach als das behandeln, was es ist – heisse Luft.

    • Martin Frey sagt:

      Man wird so halt den Verdacht nicht ganz los, dass sich die Autorin selber etwas verrennt hat, um beim eigenen Bonmot zu bleiben. Denn der Politblog ist gleich nebenan, aber eben doch nicht auf dieser Joggingroute.
      Aber der Vorstoss der blonden, pösen SVP-Politikerin sticht wohl direkt ins Herz der Wattebauschwohlfühlzone des Gendermainstreams. Und wer dort an Tabus kratzt, wird medial mit Verachtung abgestraft. Wie weiter oben konstatiert, geht es hier nicht um Freizeitaktivitäten.

    • Sabine Meier sagt:

      Sehe ich genau so!
      Mich stört vor allem, dass es doch einfach darum geht, den „Geschlechterkampf“ anzuheizen, was schade und überflüssig ist. Wenn von Männerseite ein echtes Bedürfnis nach einem reinen Männerlauf da wäre, dann sollten sie sich dafür einsetzen, ich vermute aber, dass das nicht unbedingt der Fall ist, es geht nur ums Prinzip. In der Realität laufen wohl die meisten gerne an gemischten Anlässen. Ich jedenfalls war noch nie an einem Frauenlauf…

      • Roland K. Moser sagt:

        Männer wegen ihres Geschlechts von der Teilnahme an Läufen auszuschliessen ist verfassungswidrig. Frauenläufe sind verfassungswidrig, wenn es kein gleichwertiges Angebot für Männer gibt.
        Da kann man nicht den Männern die Schuld geben. Die Schuld trägt der Organisator, welcher verfassungwidrige Anlässe organisiert.

  • Lovey Wymann sagt:

    Die Männer dürfen gerne einen Männerlauf aufbauen, sollten sie das Bedürfnis haben … Aber Federer kann ja auch nicht einfach beim Frauentennis mitspielen, wenn er Lust hat – ist aber beim gemischten Doppel ebenso willkommen wie Frauen UND Männer bei gemischten Läufen. Diskriminierung wäre das erst, wenn es in der Schweiz ausschliesslich Männer- oder Frauenläufe gäbe und somit ein Geschlecht völlig ausgeschlossen wäre. So wie zum Beispiel der Sechseläuten-Umzug …

    • Herr mann sagt:

      wieder völlig falsch. Es steht jeder Frau frei einen Sechseläuten-Umzug nur für Frauen zu machen. Was dann aber wieder, wie beim Frauensport, niemanden interessieren würde!

      Weiter geht es ja nicht darum das die Männer im Frauenlauf mitmachen wollen, also ist ihr Bsp betreffend Tennis völlig unzutreffend.

    • Roland K. Moser sagt:

      Beim Frauenlauf in Bern sind die Männer ausgeschlossen. Und das ist gemäss Bundesverfassung verboten.

    • Sportpapi sagt:

      Och, der Sechseläutenumzug ist auch nur ein Umzug wie viele andere. Das ist sicher ein schlechtes Beispiel. Der Hinweis darauf, dass Männer auch einen Männerlauf aufbauen dürfen, ist herzig. Der Frauenlauf ist eine Marketingaktion. Und wird nicht wirklich von Frauen „aufgebaut“. http://www.ryffelrunning.ch/cgi-bin/ckfinder/files/20140512_Organigramm.pdf

  • Felix Stern sagt:

    Die SVP hat die Begriffe „Gleichberechtigung“ und „Emanzipation“ verstanden und die Linken eben nicht. Für die Linken ist Gleichberechtigung reiner Sexismus, bei dem die Männer diskriminiert werden müssen . nach Strich und Faden und wo es nur geht. Dafür ist jede dämliche Ausrede gut genug, wie von dieser linken Journalistin eben aufgezeigt. Frauen fehlt es an Selbstvertrauen? Na dann ist es mit der Emanzipation nicht sonderlich weit her. Und nein, Selbstvertrauen tankt man nicht, indem man sich auf den Ponyhof zurück zieht. Die Linken reden diesen Quatsch den Frauen aber ständig ein. Deshalb darf man sich nicht wundern, dass es kaum Frauen in Führungspositionen gibt, die etwas taugen (unfähige Quotenfrauen haben wir hingegen genug). Man darf sich auch nicht mehr wundern, wieso Frauen weniger verdienen. Also ebntweder ist man bereit, anzutreten oder man lässt es bleiben. Aber Sexismus um des Sexismus willen, führt nicht zur Emanzipation.

  • Matthias sagt:

    Tja von mir aus könnt ihr Frauen doch organisieren was ihr wollt. Aber fragt euch nicht, warum ihr dann in der Wirtschaft anders behandelt werdet punkto Lohn oder Beförderung. Genau wegen solchen Läufen! Diese halten nämlich die uralten und total überholten Klischees hoch, dass Frauen keinen Ehrgeiz haben und am liebsten aus allem eine Wohlfühloase aus rosaroter Watte machen möchten. Deine Argumente Pia sind Schwachsinn, nicht nur bei Frauenläufen sondern auch bei allen anderen Läufen findet man die ambitionierten, ehrgeizig Laufenden vor allem in den vorderen Blöcken. Hinten wird gewunken, gequatscht oder im Kostüm rumgerannt während dem Lauf.
    Es ist ja nicht so, dass Volksläufe eine totale Männerbastion wären wie du schreibst, liebe unwissende Pia. Die Frauenanteile steigen stetig und beispielsweise beim Altstadt-GP in Bern sind die Frauen schon länger in Überzahl, das selbe gilt beispielsweise auch für mega Veranstaltungen wie den NewYork Marathon (Frauen>Männer)! Frauenläufe sind heutzutage einfach altmodischer Schwachsinn und machen die ganze Arbeit der Gleichstellungs-Leute wieder kaputt, welche seit Jahren gegen die dämlichen Klischees arbeiten. Mir als Mann kann es egal sein, es liegt im Eigeninteresse der schwachen, zierlichen und ach so zu beschützenden Weibchen unserer Gesellschaft, solche Veranstaltungen zu meiden ;-)

    • Darja Rauber sagt:

      Die Spitzenläuferinnen am Frauenlauf haben ganz gewiss ebenso viel Ehrgeiz wie männliche Wettkämpfer – und würden wohl auch die meisten männlichen Schönwetterläufer in Grund und Boden laufen, by the way.

  • Peter Eugster sagt:

    Ich wrde gerne an einem Frauenlauf teilnehmen. Nicht, weil ich mir eine Chance erhoffe über das hintere Mittelfeld herauszukommen, sondern weil denke, dass ein Frauenlauf lockerer und amüsanter über die Bühne geht.

  • Gabriela sagt:

    Ich bin eine begeisterte Frauenlauf-Teilnehmerin, aber ich sehe nicht, wo das Problem eines Männerlaufs liegt. Wenn jemand einen solchen organisieren will, wird sich automatisch zeigen, ob die Nachfrage besteht. Wenn die Anmeldungen ausbleiben, hatte die Autorin wohl recht, wenn sie kommen, umso besser.
    Allerdings ist mir nicht ganz klar, wieso es dafür einen politischen Vorstoss braucht – diskriminierend wäre höchstens, wenn ein Männerlauf, im Gegensatz zum Frauenlauf, verboten würde.

    • Martin Frey sagt:

      Sie müssen einfach noch den letzten kurzen Abschnitt genauer anschauen, wo die Autorin mit grösster Selbstverständlichkeit einem etwaigen Männerlauf die Existenzberechtigung abspricht. Dies ist wohl auch der Grund für die diversen Zuschriften an dieser Stelle. Wie gesagt, kein Mensch stört sich an sich an einem Frauenlauf.

    • Felix Stern sagt:

      Sie sehen nicht, wo das Problem eines Männerlaufes liegt? Was denken Sie, wieviele Politiker sich da zu Wort melden würden, wenn man das organisieren würde? Was würden die linken Journalisten von diesem Blog dazu schreiben? Ist es verboten? Nein. Aber es gäbe eine Gegenwehr. Bei den Linken geht es ja nicht um Gesetze. Es geht darum, was gedacht und gesagt werden darf und was nicht. Schliesslich will man ja Social Engineering betreiben.

    • Sportpapi sagt:

      Vielleicht weil der Frauenlauf von Stadt und Kanton (nehme ich an) unterstützt wird?

    • Roland K. Moser sagt:

      Es ist diskriminierend, Männer wegen ihres Geschlechts von einem Lauf auszuschliessen. Anders würde es aussehen, wenn der Lauf für beide Geschlechter aber getrennt durchgeführt würde.
      Bei einem Frauenlauf geht es nicht darum, Männer und Frauen wegen der unterschiedlichen Leistungen separat starten zu lassen, sondern darum, die Männer von der Teilnahme auszuschliessen, Eben wegen des Geschlechts. Gemäss Bundesverfassung nicht machbar, weil eben die Männerkategorie fehlt.

      • tststs sagt:

        Wissen Sie was Herr Moser, es nimmt sogar sklaverische Züge an: Im – ehrenamtlichen notabene – OK dürfen die Männer nämlich schon mitschuften… ;-)

        „Bei einem Frauenlauf geht es nicht darum, Männer und Frauen wegen der unterschiedlichen Leistungen separat starten zu lassen, sondern darum, die Männer von der Teilnahme auszuschliessen, Eben wegen des Geschlechts.“ Jup, aber wenn schon, denn schon nicht aus Spass gewachsen, sondern aus einem politisch-historischen Hintergrund, und an den darf gerne – mittels eines Frauenlaufs – erinnert werden…

        • Roland K. Moser sagt:

          Frauenläufe sind gemäss Bundesverfassung verboten, ausser es gibt einen identischen Männerlauf. Weil sonst nämlich die Männer aufgrund ihres Geschlechts diskriminiert werden.
          Und wenn Sie meinen, die Frauen seien bei uns diskriminiert worden, gebe ich Ihnen Recht: Vor der Ausbreitung des Christentums in der Schweiz war es anders.

  • Erich Oberholzer sagt:

    Ganz gewiss, es gibt wichtigere Dinge als hier bei der Gleichberechtigung ansetzen zu müssen. Es ist dennoch spannend zu sehen und gleichzeitig wenig überraschend, wie aufscheuchend solche Forderungen in gewissen Kreisen sofort aufgenommen werden, zumal die Gleichberechtigung in die andere Richtung nicht selten ebenfalls bei Banalitäten eingefordert und sie nicht selten als Einbahnstrasse betrachtet wird.

  • Thomas Weil sagt:

    Einmal setzt sich ein(e) Politiker(in) für Männerrechte ein. Das darf auf keinen Fall sein!!! Da muss man sofort dagegen schreiben! Am besten mit der Jogger-Bloggerin, welche was von „politischen Peinlichkeiten“ schreibt, aber dann nur mit den Minderwertigkeitsgefühlen der Frauen im Sport (welche es laut diesem Artikel angeblich geben soll) argumentiert.

  • Stefan sagt:

    Es ist doch jedem freigestellt einen Männerlauf zu organisieren. Ich glaube allerdings nicht, dass die Nachfragte gross sein wird.

    • Roland K. Moser sagt:

      Das Problem ist, dass alle grossen Läufe diskriminierungsfrei für beide Geschlechter offen waren und sind. Das einzige Mittel wäre, die Frauen von diesen Läufen auszuschliessen, damit man Männerläufe hat.
      Übrigens: Dass es Frauenläufe gibt, beweist, dass Frauen und Männer ungleich, also nicht gleich sind.

      • Anne Meier sagt:

        Männer und Frauen sind nicht gleich, sollen aber gleichberechtigt sein. Ein riesiger Unterschied, der leider viel zu oft vergessen wird.

        • Roland K. Moser sagt:

          Eben deswegen gehören Frauenläufe verboten, bzw. es muss einen identischen Männerlauf geben.

  • Roland K. Moser sagt:

    Wenn die Frauen ihren eigenen Lauf haben dürfen, dürfen das die Männer auch. Ganz einfach. Gilt auch bei anderen Dingen, z.B. dem Frauenbad => Männerbad.

    • Knecht Stephan sagt:

      Spinnen Sie jetzt komplett ? Das wäre diskriminierend. Die Logik in Ihrer Aussage ist zwar schlüssig aber das interessiert in der heutigen Zeit niemanden mehr sie chauvinistisches Schwein ;-)

    • Peter K sagt:

      Das stimmt, und wenn das Bedürfniss da wäre, gäbe es schon längst einen Männerlauf. Also fühlen sie sich frei einen solchen Lauf zu organisieren.

      • Felix Stern sagt:

        Was glauben Sie, wie würden die Linken reagieren? Bei uns ist man leider nicht frei, so etwas zu organisieren. Frauenläufe werden hingegen von den linken Medien verteidigt.

    • Roland K. Moser sagt:

      Wie wäre es mit dem Berner Männer-Lauf? 2 Stunden vor oder nach dem Frauenlauf?

    • Sportpapi sagt:

      Der Männerlauf heisst bei uns Sechseläuten. Und es ist üüüüberhaupt kein Problem, dass da Frauen nicht mitlaufen dürfen…

      • tststs sagt:

        Genau das dachte ich auch SP!
        Ich finde Frau D’Addezios Vorschlag irgendwas zwischen „härzig“ und Stimmenfängerei…
        Jedoch finde ich Frau Wertheimers Antwort noch viel katastrophaler…da werden ja wieder einmal Geschlechterklischees zelebriert, dass es fast nicht mehr „härzig“ ist…

      • B.Rauber sagt:

        Danke….
        Wie kann ein Frauenlauf nur ein Problem sein??

  • Knecht Stephan sagt:

    Man stelle sich vor es würde ein Mann so einen „Männerlauf“ begründen. Massenempörung wäre an der Tagesordnung und ein, vor Östrogenen triefender Lynchmob, würde die Strassen unsicher machen. Für die Diskrimineirung von Männern scheint keine Ausrede zu blöd und und kein Schachsinn zu schwachsinnig zu sein.

    • tina sagt:

      und warum genau haben nun millionen von menschen nur auf männer gestarrt, die einem ball nachrennen? oder warum können männliche hockeystars davon leben, während weibliche hockeystars ganz selbstverständlich 100% arbeiten um ihren lebensunterhalt zu verdienen?
      ich glaube männersport ist nicht verboten, nicht?

      • Felix Stern sagt:

        Ein Männerlauf ist aber verboten. Sobald es um Breitensport geht, setzt der Sexismus der Linken ein. Es gibt im übrigen auch eine Frauen Fussball-WM. Die TV-Sender haben ja ein Rad geschlagen, um die Geschichte schmackhaft zu machen. Der Punkt ist einfach: man kann die Leute nicht dazu verdammen, gewisse Dinge anzusehen. Es ist aber etwa ganz anderes, ob ich den Leuten verbiete, etwas zu tun.

        • Darja Rauber sagt:

          Ein Männerlauf ist keineswegs verboten. Steht in keinem Gesetz geschrieben…

          • Hanspeter Mathys sagt:

            Am wohl bekanntesten Volkslauf der Schweiz, dem Murtenlauf, dürfen Frauen notabene erst seit 1977 teilnehmen. Der Murtenlauf war jahrzehntelang ein reiner Männerlauf, was aus heutiger Sicht schlicht skandalös ist.

        • Annalena sagt:

          Quatsch, organisieren Sie einfach einen. Und wenn Ihnen das zuviel Aufwand bedeutet, hören Sie auf zu jammern.

          • peter sagt:

            Nein! Bitte nicht noch einen Lauf mehr. Als Einwohner der Stadt Bern gehen mir diese ganzen Läufe nähmlich ziemlich auf den Geist! Es gibt den Grand Prix von Bern, der jedem offen steht. Es gibt überhaupt keinen grund einen, geschweige den mehrere, zusätzliche Läufe abzuhalten. Wo führt denn das hin? Am Schluss hat jeder noch seinen eigen Lauf. Dann haben wir den Grand Prix, den Frauenlauf, den Lauf der Veganer, den Lauf der Metrosexuellen…..

            Es reicht! Wenn jemand nicht am Grand Prix milaufen möchte, dann ist das halt einfach Pech und diese Person läuft nicht! Es ist ja wunderschön Menschen dazu zu bringen, dass sie keine Angst vor einer Teilnahme an deinem Sportanlass haben müssen, nur gibt es auch noch die Wohnbevölkerung die nicht für jeden Unsinn den Zugang zu ihrem Haus oder Ihrer Garage möchte

      • Regula sagt:

        Genau Tina, es gibt Männertennis – Frauentennis, Männerfussball- Frauenfussball, Männerhockey – Frauenhockey und deshalb gibts den Frauenlauf……

      • Martin Frey sagt:

        Das sind die Regeln des Marktes, Tina. Es gibt ja durchaus auch weibliche Profisportlerinnen die millionenschwere Jahreseinkommen generieren. Teils sogar ohne herausragende Leistungen, ich denke da zb.an eine Fr. Kournikova.
        Aber im Artikel gehts doch um etwas ganz anderes. Nämlich dass unter fadenscheinigen, althergebrachten pseudomedizinischen Vorwänden Männer von Sportevents ausgeschlossen werden, die Autorin aber kein Gegenrecht zugestehen will. Und dabei noch kurz mit Links der Frau eines verpassen will, die es wagt, dies zu monieren. Sprich, es geht hier nicht um Sport (auch wenn im Titel Running und Outdoorblog steht) sondern um Gesellschaft, um Genderthemen, um Feminismus, um Pseudo-Gleichberechtung usw. Und niemand geht mit Frauen, die es wagen, nicht ihre Meinung zu teilen, so hart ins Gericht wie Feministinnen.

        • Hotel Papa sagt:

          Quark. Hast Du den Artikel gelesen? Pia argumentiert sehr schlüssig, dass in diesem Fall Gegenrecht kein bedürfnis ist. Ich kann das nachvollziehen. Kannst den Frauenlauf wie ein sportliches Kaffekränzchen anschauen.

          Männer haben ihre eigenen Bastionen, in den Frauen nicht zugelassen sind, oder wohl willkommen wären, sich aber kaum eine hinverirrt.

          • Martin Frey sagt:

            Pia argumentiert nicht schlüssig sondern anachronistisch, mit einem Weltbild aus den 50er Jahren. Die meisten Frauen an einem Volkslauf laufen mir um die Ohren, dies nur nebenbei. Es ist einfach nicht an ihr, zu beurteilen, ob ein Gegenrecht ein Bedürnis ist oder nicht. Mir ist es persönlich Wurst, mich stört nur die scheinheilige Argumentation.

          • Felix Stern sagt:

            Welche Bastionen sind denn das, wo Frauen nicht hingehen dürfen? Dass es Dinge gibt, wo Frauen nicht hingehen wollen, ist klar (umgekehrt ja auch). Nur: wo gibt es Sportanlässe, die für die breite Masse ausgelegt sind und wo Frauen keinen Zugang haben?

            Wenn in unserer Gesellschaft irgendwem der Zugang verwehrt wird, dann den Männern. Gleichberechtigung sieht anders aus. Aber eben: den Linken ist es nie um Gleichberechtigung gegangen.

        • Sabine Meier sagt:

          Jaja, lieber Herr Frey, die Regeln des Marktes… Die gelten halt aber eben nicht nur für Gehälter, sondern auch für Anlässe, und offenbar ist das Interesse an reinen Männerläufen nicht enorm gross, oder weshalb kommt die Forderung von einer Frau und nicht von den Männern?…

          • Martin Frey sagt:

            Kann man lange diskutieren, liebe Frau Meier. Vielleicht ist der Gedanke, Frauen von einem Wettkampf auszusperren, Männern völlig fremd. Und weshalb die Forderung von einer Frau kommt kann ich nicht beantworten, müssten Sie whs. Frau D’Addezio fragen. Aber vielleicht gibt es halt einfach auch Frauen die über ein hohes Gerechtigkeitsempfinden verfügen und sich daher an geschlechtseigener Bigotterie stören? Wer weiss…

      • Daniel Tannacker sagt:

        Hä?? Sie haben schon gehört, dass es auch eine Frauen-WM gibt? Es geht um den Unterhaltungswert, und der ist bei Männersport halt (meistens) um Grössenordnungen höher. Wenn ein Frauen-Eishockeystadion mit Frauen gefüllt werden könnte, und Millionen Frauen diese Spiele am TV verfolgen würden, würden die Spielerinnen wohl auch davon leben können. Ich kann beim besten Willen keine Unfairness/Diskriminierung erkennen. Im Gegenteil, ich empfinde die Siegerprämien an den Tennis-Grand-Slams als diskriminierend. Da erhalten die Frauen für UNGLEICHE Leistung (best-of-three vs best-of-five, Stadionauslastung, Werbeeinnahmen, Unterhaltungswert) unter dem Vorwand der Gleichberechtigung exakt die selben Prämien.
        .
        Warum kann ein mittelmässiger Eishockeyspieler davon leben, und ein Weltspitzen-Läufer nicht? War es wirklich Ihre Absicht, auf diesem Niveau zu argumentieren??

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