Hirnverbranntes Risiko

Die Welt des Extremsports hat einen neuen Rekord und zwar einen, den ich besonders dämlich finde. In China sprang der amerikanische Basejumper Jeb Corliss (37) aus einem Helikopter und schoss im Flügelanzug mit 160 Stundenkilometer Geschwindigkeit zwischen zwei steil aufragenden, knapp dreihundert Meter hohen Felsen des Jianglang-Bergs hindurch. Oben an der breitesten Stelle klaffen die zwei Türme 20 Meter auseinander, unten misst der Durchgang 3,5 Meter, «etwa so viel wie ein Schulbus», verkündete Corliss stolz. «Schmal wäre eine Untertreibung.» Wenn man einmal drin sei, könne man nicht mehr abbrechen. Ein Flug knapp am Tod vorbei.

Rückblick: Dass ich absolutes Verständnis aufbringe für Leute, die fliegen wollen, dass man Basejumpern ihre Freiheit lassen sollte, habe ich hier im Alpinblog erst vor kurzem ausgeführt. Aber Stunts, die gezielt einem russischem Roulette gleich kommen, finde ich hirnverbrannt. Egal, ob bei Basejumpern oder anderen.

Für Corliss endete es nochmals glimpflich und für den Sponsor mit den zwei roten Stieren im Logo zahlte sich die Investition in diese risikobehaftete Marketingaktion mehrfach aus. In der Milliardenrepublik China wurde der Sprung namens «Fliegender Dolch» live im Fernsehen übertragen, danach berichteten um den ganzen Globus Onlineportale, Zeitungen, Radio- und TV-Stationen bis nach Hinterindien darüber und nannten das Erlebnis «spektakulär» oder «verrückt». FOX, NBC, ABC, CBS, FOX, CNN, BBC, AP, Reuters «und so ziemlich alle anderen Medien haben mich interviewt, sogar der Wetterkanal brachte eine Story, obschon ich nicht weiss, was das mit Wetter zu tun hat», informierte Corliss seine 110’000 Fans auf Facebook. «Ich würde sagen, der Stunt war ein Erfolg.» (Anmerkung: Im deutschen Sprachraum haben nebst vielen auch Tagesanzeiger.ch, Nzz.ch oder Spiegel.de darüber berichtet und den Flug im Video gezeigt)

Noch nie im Leben solche Angst gehabt

Trainiert hatte Corliss in den vergangenen drei Monaten in Ungarn mithilfe einer Digitaltechnik, welche die zwei Felstürme exakt simulierten. «Bei 50 Prozent der Testsprünge wäre ich verunglückt.» Trotzdem wagte er dann den «Fliegenden Dolch» – real. Er sei «sehr besorgt gewesen, dass es schiefgehen könnte. Ich hatte noch nie in meinem Leben solche Angst.» «ABC News» erzählte er: «Sowas macht Angst. Wenn dir das keine Angst macht, dann weiss ich auch nichts mehr. Ich hatte so grosse Angst, dass ich noch während des Flugs zu weinen begann. Ich dachte, Dude, was du da machst ist nicht gut, etwas Schlimmes wird geschehen. Die Furcht hatte mich gepackt.»

Es sind diese Aussagen, die mich stören. Nicht der Stunt selber. Wenn die Menschheit inzwischen so weit fortgeschritten ist, dass sie mit immer weiter entwickelten Hightech-Ausrüstung und der entsprechenden Erfahrung derartige Flüge ausführen kann, dann ist das selbstverständlich bemerkenswert. Aber hört man sich Corliss an, dann lagen die Chancen für ein Gelingen – sagen wir es mal freundlich – deutlich unter hundert Prozent. Und das Ganze war nicht einmal seine eigene Idee, sondern jene von Pan Pacific Entertainment, ein Filmproduktionsunternehmen mit Sitz in Hollywood. Corliss, der zuvor zwar schon rekordmässig durch die Tianmen-Schlucht in China flog, hatte die Felstürmen des Jianglang-Bergs vor der Anfrage nie gesehen.

Das Spiel mit dem Tod ist Programm

Jeb Corliss posiert für seinen Sponsor. (Foto: Reuters)

Jeb Corliss posiert für seinen Sponsor. (Foto: Reuters)

Entweder ist er für Ruhm und Geld bereit, notfalls mit dem Tod zu bezahlen. Oder er macht mit seinem Angst-Gefahr-Risiko-Geplapper auf Extrem-Drama. Ich kann das nicht einordnen, finde beide Varianten daneben und überflüssig. Was sollte ich daran gut finden? «Spektakulär» bedeutet für mich etwas völlig anderes. Wo bleibt die Freude am Sport, an der Natur? Wo die Vorbildwirkung? Bei Corliss erkenne ich keine (null). Sein Programm ist die Risikobereitschaft, die Gier nach Rampenlicht und Geld. Und Überheblichkeit. «Schon als Kind habe ich in den Himmel geschaut und wollte fliegen wie ein Vogel.» Als er sechs Jahre alt war, habe ihm seine Tante gesagt, dass Menschen nicht fliegen können. Darauf habe er geantwortet: «Du vielleicht nicht, aber ich.»

1999 stürzte er am Howick-Wasserfall in Südafrika fast in den Tod. 2003 starb sein bester Freund, ebenfalls Basejumper, als die beiden simultan unter der respektive über die Royal-Gorge-Brücke fliegen wollten. Im Januar 2012 kam er mit grossem Glück «nur» mit gebrochenen Beinen davon, als er bei einem Sprung vom Tafelberg in Südafrika bewusst sehr nahe entlang des Bodens flog – und aufschlug (Video hier). Danach sagte er: «Ich dachte nicht, ich sei tot. Ich wusste, ich bin tot. Bei einer solchen Aufschlagsgeschwindigkeit überlebt man nicht. Das ist unmöglich.»

Was Youtube-Klicks anbelangt, holte sich Jeb Corliss bisher in der Schweiz seine grössten Erfolge ab. Die drei Videos «Grinding the Crack» auf Youtube, die zeigen, wie es ihm vier Monate vor seinem Unfall vom Tafelberg bei einem Sprung von den Churfisten über Walenstadt gelang, fast den Boden zu berühren, wurden insgesamt fast 50 Millionen Mal (!) angeklickt. Auch die Videos «Flying down the Matterhorn» haben insgesamt weit über eine Million Klicks generiert – wobei ich mich sehr frage, was dieser Flug mit dem Matterhorn zu tun hat. Wie ein Gott lässt er sich von Zermatt hochfliegen und springt dann nicht etwa vom «Horu», sondern aus dem Helikopter und haarscharf am Grat entlang. Das ginge auch an anderen Bergen. Aber Hauptsache Matterhorn, Adrenalin, Aufsehen.

Jeb Corliss entspricht genau dem, was dem Ruf der Basejumper schadet. Schade.

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94 Kommentare zu «Hirnverbranntes Risiko»

  • hallo mitenand

    es ist doch ganz einfach. jeder darf in seinem leben machen was er will. jeder ist für sich selber verantwortlich.

    ich unterstütze diese extremsportler.
    ich kann das als ehemaliger extrem bergsteiger das voll nachvollziehen.

    ich wünsche allen viel spass beim extremsport.
    gute zeit.

    gruss von
    raphael wellig http://www.raphaelwellig.ch

  • Fred sagt:

    Simpler Sprung, gut vermarktet. Und gerade dieser Artikel zeigt besonders amüsant, wie das System Corliss funktioniert. Wieder ein paar hundert Klicks mehr für ihn.

  • Erich sagt:

    Ziel erreicht: mehr Clicks, mehr Leser, mehr Kommentare. Mein Vorschlag: nicht mit solchen Reports unterstuetzen.
    Der Journalist ist hier Erfuellungsgehilfe der PR. Ohne Geld wuerde er das nicht machen.

    Nebenbemerkung; Red Bull unterstuetzt die Paraplegieforschung in Salzburg. Bin ich boese wenn ich sage: ein Pflaesterchen fuer das schlechte Gewissen fuer die Opfer, die Red Bull Marketing und PR provoziert?

  • Markus sagt:

    Also dieses Mal muss ich ihnen wirklich Recht geben Frau Knecht (und das kommt weiss Gott nicht oft vor). Aber wenn dieser Basejumper die Aussagen im Artikel wirklich so getroffen hat dann ist „Hirnverbranntes Risiko“ wirklich der perfekte Titel !! Dann war er sich nämlich wirklich alles andere als auch nur halbwegs sicher, dass die Aktion auch klappen wird. Ich meine Alex Huber ist auch 8b+ free solo geklettert, aber er wusste er kann das. So ist das Risiko irgendwo vertretbar.

    • Markus sagt:

      Gerade fällt mir ein: Frau Knecht sie sind ja der Profi, wie wahrscheinlich ist es das der Basejumper die verstörenden Aussagen nur zur „Show“ und zusätzlichen Dramatisierung der Aktion gemacht hat? Würde das den Stunt medial noch mehr aufwerten ?

      • Natascha Knecht sagt:

        Lieber Markus, die Antwort auf Ihre Frage finden Sie im drittletzen Absatz meines Textes (gleich neben dem Bild). Viel mehr kann ich dazu nicht sagen. Aber ich denke, solch „verstörende Aussagen“ helfen medial immer. Hätte er danach gesagt, das Ganze sei ein Kinderspiel gewesen für einen wie ihn, dann würde das die Show völlig uninteressant machen, oder nicht?

    • Michi sagt:

      Wie ich oben geschrieben habe, das Risiko für diesen Stunt war nicht hoch, jeder halbwegs talentierte Wingsuit Pilot kann das. Der Stunt wurde aber als gefährlich vermarktet damit er sich gut an die breite Öffentlichkeit verkauft. Fast kein einziger Wingsuit Pilot den ich kenne war von diesem Stunt beeindruckt. Aber viele, viele Nichtspringer waren es :-) und Herr Corliss verdient richtig viel Geld mit dem Stunt, sicher im 6-stelligem Bereich…

  • heidi reiff sagt:

    apros Goethe – der hat gesagt – da steh ich nun, ich alter tor, und bin gleich dumm oder klug zuvor – ich finde persönlich das Basedumping gefährlich, als Kind war ich mal in Grimens KT. Wallis in den Ferien in einem Holzchalet, es war einfach eine gute Aussicht aufs Matterhorn, ich war so begeistert, und sagte, ich will auf diesen Berg, heute kann ich darüber lachen, ich finde Basedumping gefährlich, da bastle ich lieber ein Segelflugzeug aus Papier, ist glaub nicht tödlich :-) oder zieh mir eine schöne Musik rein auf Youtube, ich heische nicht auf das Guinessbuch…

  • susanne beerli sagt:

    Genial! Nur Waagnisse bringen die Menscheit vorwärts.Während wir Schweizer nur das vermeintlich Negative sehen und uns beklagen…

  • Michi sagt:

    Ich finde diesen einen sehr guten Artikel. Vorneweg, Jeb Corliss ist genau aus diesem Grund bei den Base Jumpern sehr unbeliebt und seine 110‘000 facebook fans sind zu 99.999% Nichtspinger. Der Stunt war nicht schwierig, fast alle Leute mit welchen ich regelmässig springe hätten dies gekonnt. Er wurde aber als solcher verkauft und Jeb verdient eine grosse Menge Geld damit. Dieser Stunt war reines Business für ihn und seine Crew. Leider schadet er damit unserem Image in der Öffentlichkeit da er etwas darstellt was wir nicht sind.

  • peter sagt:

    Und hier der zweite:

    Sinnvoll dagegen ist das eigene Handeln: Konsumenten haben die Wahl, Produkte von RedBull oder anderen Sponsoren aus diesem Grund des Sponsoring hoch gefährlicher Sportarten nicht mehr zu kaufen. Und Journalisten haben die Wahl, solchen Handlungen eine (zusätzliche) Bühne zu bereiten oder, analog zum Nicht-Berichten von Suiziden, zum Wohle Dritter darauf zu verzichten.

  • peter sagt:

    Entschuldigen Sie bitte, ich hatte nicht die Zeit, mich kurz zu fassen (Goethe). Mit max 600 Zeichen braucht es also zwei Kommentare.

    Kommentarfunktionen sind ein tolles Produkt, verlässlich wie sonst nur Premiumprodukte. Bei jedem halbwegs kontroversen Thema zeigen sich im Laufe des Tages die Stereotypen. Es gibt Verständige, Abwägende, Polemische, Extreme, Lustige und mehr. Das Wortgefecht um die richtige Meinung ist natürlich sinnlos, denn in einer freien Gesellschaft gehört es zu Freiheitsrecht oder -interpretation des Einzelnen, zu tun was er für richtig hält und rechtlich darf.

  • Martin sagt:

    Der lebt und stirbt wie alle anderen auch. Er erlebt aber wenigsten was.

  • Alex.S sagt:

    Lol sag ich!
    Wieviele Gebrechliche ab 60 sterben Jährlich beim Wandern in den Alpen an Kreislauf- oder Herversagen obwohl sie
    genau wissen das eine anstrengung auf den Berg nichts für ihre Gesundheit ist?

    Mahlzeit

  • Anh Toan sagt:

    David Bowie: We can be heroes – just for one day!
    Oder Ideal: Komm wir lassen uns erschiessen, passt auch

    Komm, wir lassen uns erschießen,
    an der Mauer Hand in Hand.
    Komm, wir lassen uns erschießen,
    mit dem Kopf an der Wand.
    Komm, wir lassen uns erschießen,
    Sonntag morgens 5 vor 10.
    Ich kann den Sonntag nicht ertragen,
    und ich will keinen Montag sehn.

    Langeweile killt nur langsam,
    du wirst sehn, es tut uns gut,
    mir ist heute so gewaltsam,
    mir ist nach Schüssen heut zumut.

  • Gerhard Gschwend sagt:

    ..ich meine, ich wohne in Dingsbums..Parterre, Blochkwohnung…wenn dieser Kerl mit 160 Sachen zwischen den Wohblöcken, die ebenfalls im Abstand von etwa 20 Metern gen Himmel ragen, durchgefegt wäre..ja dann hätte ich auch etwas davongehabt…!!!

  • Joerg Hanspeter sagt:

    In diesem Artikel werden mal zwei Sachen vermischt, Freizeitvergnügen und Beruf. Das was hier abläuft ist eine professionelle Sache, professionell, weil damit Geld verdient wird, was aber noch nichts über das Können aussagt. Entweder man arbeitet regelmässig, mehr oder weniger hart, oder man riskiert seinen Hals um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten, jeder so wie er will. Manch einer rackert sich in einem normal Beruf zu Tode, dauert einfach etwas länger. Blöd würde ich sowas nur finden, wenn es kein Geld bringt. Möglichst schnell viel Kohle machen ist in, siehe Modell-Wettbewerbe.

  • Werner Stutz sagt:

    Das wahr voll geil! Ein Held dieser Typ.

  • Johnny Specht sagt:

    Irgendwie mag ich den Kerl. Und dass ihn Frau Knecht unsympathisch findet, ändert daran nichts, eher im Gegenteil.

  • Mike sagt:

    Bedenklich finde ich an der ganzen Geschichte vor allem, dass sie offenbar die Idee irgendeiner Unterhaltungsfirma war. Und der genannte Sponsor wirft offenbar auch jedem Geld nach, der vor der Kamera sein Leben riskiert.

  • Jan Sutter sagt:

    Na ja, dieser Sprung ist jetzt nicht das beste Beispiel. Auf Youtube einfach mal Alexander Polli suchen – DAS ist verrückt! Und noch ein Wort zu denjenigen, die sich darüber aufregen, sich geradezu empören: es liegt in der Natur des Menschen immer höher, weiter, schneller zu wollen. Warum sollte dieser Trieb bei Extremsportarten nicht fruchten?

    • Marius sagt:

      Auf Polli bin ich auch gestossen. Dank der mittlerweile unglaublich guten Filmtechnik sind solche Videos ein atemberaubender Genuss eines im Menschen tief verwurzelten Traumes vom Fliegen. Kein Wunder gibt es 5 Mio. Klicks auf Youtube. Die schönen Landschaften, der Nervenkitzel, die unglaublichen technischen Möglichkeiten beim Fliegen. Mich fasziniert dies. Wenn man bedenkt wieviele Bergsteiger für ihren Traum starben zu Beginn dieser Sportart, relativiert dies auch Basejumpen oder das noch extremere Wingsuiten. Trotzdem ich würde jedem Menschen davon abraten.

  • Kibikubi sagt:

    Der kennt doch das Risiko ganz genau und nimmt es in Kauf. Und irgendwie scheint er ja seine eigene Angst total zu lieben, ja das Gefühl zu brauchen. So gesehen doch ganz ok.

  • Martin Brunner sagt:

    Solange der fliegende Holländer – äh: Amerikaner nicht abstürzt, tut er ja keinem weh. Sollte das allerdings doch einmal passieren, tun mir nur jene leid, die ihn zusammenkratzen müssen. Und eigentlich wird ja eine solche Aktion erst dann hirnrissig, liebe Frau Knecht, wenn darüber gesprochen bzw. geschrieben wird …

  • kenthelegend sagt:

    In der Tat kann es schief gehen…heute passiert!! Ob hirnverbrannt kann man diskutieren. Haben diese Typen weniger trainiert und sich weniger seriös vorbereitet als z.B. Ueli Steck bei seinen Solo-Begehungen in Winter??

    A WINGSUIT flier from Hungary has died following an accident during a jump into a gorge in central China. Chinese media said the body of Victor Kovats was recovered Wednesday from the valley floor at Tianmen Mountain National Forest Park. His 700-metre jump Tuesday afternoon was part of preparations for the Second World Wingsuit Championships

  • Tom Taucher sagt:

    Ob das jetzt ein hirnverbranntes Risiko ist oder nicht, ist je nach Betrachtungswinkel vielleicht mit einem Ja oder vielleicht auch mit einem Nein zu beantworten. Solange es unterschiedliche Wertesysteme in den menschlichen Gehirnen gibt, so unterschiedlich wird er auch bewertet werden, als Vorbild oder eben auch nicht.
    Wenn jemand Base Jumpen will, dann soll er es auch tun können, ohne dass man mit dem Finger auf ihn zeigt! Es sind schliesslich nicht alle nach dem gleichen Muster gestrickt und das ist auch gut so! P.S. auf EU-Strassen starben im letzten Jahr über 28’000 Menschen, übrigens!

  • Dan Wies sagt:

    Jeb Corliss sagte selbst in seiner Doku, dass er als Jugendlicher suizidgefährdet war.
    Irgendwann hat er einen BASE-Jumper gesehen, und sich gesagt, das ist grossartig; entweder es klappt und ist das grösste Erlebnis überhaupt. Oder es klappt nicht, und dann hat sich wenigstens das mit dem Suizid erledigt.
    Ich denke die Entscheidung darf und soll jeder selber treffen.
    Wo stünden wir als Menscheit, wenn es nicht Leute gäbe, die etwas Neues entdecken wollen und dafür auch Ihr Leben opfern.
    Beispiel Flugzeug; Wieviele Menschen starben bei der Erfindung und Entwicklung von Flugzeugen?

  • Werner sagt:

    Warum schauen wir Formel1, Skiabfahrt usw? Nervenkitzel, wie es Rainhard Fendrich so messerscharf besungen hat. Also nichts neues. Was Jeb Corliss betrifft, so ist er mit diesem Sprung direkt in der Stunt Hall of Fame gelandet. Wer erinnert sich an den berümten Evel Knievel? Das sind Traumgestalten welche wagen was sonst niemand wagte. Manchmal geht es schief. Aber wenn es gelingt steht man für mehr als 15 Minuten in den Geschichtsbüchern.
    Das einzig heikle ist die Beispielwirkung, wenn Idioten glauben etwas tun zu können was ein Profi mit viel Training und Technik geschafft hat.

  • David Bühlmann sagt:

    Die sollen sich ruhig umbringen dürfen wenn sie dies wollen. Man sollte ihnen einfach keine Plattform bieten, also nicht darüber berichten, denn ihr Ziel ist der Ruhm.

  • Reginald Kramer sagt:

    Einfach nur WoW!
    Das ist wieder mal Bünzlitum in höchster Vollendung. Hauptsache andere Leute verurteilen und über Sachen lästern von denen man keine Ahnung hat. SOWAS ist Hirnverbrannt!

    • H Lambrecht sagt:

      @ Reginald Kramer
      Genau so ist es! Guter Kommentar! Dem ist nichts hinzuzufügen.

      Viele von den Kommentarschreibern hätten Carl Benz im Jahr 1886 sicher vorgeworfen er würde eine Teufelsmaschine bauen. Und noch früher hätte man Corliss sicher auf den Scheiterhaufen gebracht, weil er zu fliegen vermag.

  • Dani sagt:

    Redbull unterstützt jeden Bullshit! Dieser Sprung war genau so schwachsinnig, wie der aus dem Weltall. Pure Selbstdarstellung, weil diese Typen sonst nix auf die Reihe bringen!

    • Felix Kräuchi sagt:

      Sie haben es auf den Punkt gebracht. Irgendwann merkt es dann wohl auch noch der letzte Dödel (so hoffe ich wenigstens), was für ein tumbes Konzept Red Bull (leider mit Erfolg) verfolgt.

  • ERZBERGER, Peter sagt:

    …nur möglich weil ein Unternehmen mit Geld dahintersteckt, dessen Positionierung genau auf diese hirnlose Sauferei ihres Produktes abzielt…

  • H Lambrecht sagt:

    Wieso ist Jeb Corliss ein Held und warum muss er unbedingt eine Vorbildfunktion haben???
    Muss jeder der in der Öffentlichkeit steht als Held mit Vorbildfunktion gesehen werden? Ich denke nicht. Sicher will Corliss das auch nicht sein. Er geniesst zwar im Rampenlicht zu stehen und sich in den Videos zu präsentieren, aber der Hauptgrund wird der Spass am Sport sein der ihn dazu veranlasst zu springen und nicht das Geld vom Brause-Hersteller.
    Mir scheint Frau Knecht hat generell etwas gegen diesen Sport. Ich schaue jedenfalls gerne Corliss Videos weiter an, auch wenn der Sprung sehr gewagt war.

    • Natascha Knecht sagt:

      @H Lambrecht: Schauen Sie sich seine Videos an, so oft sie möchten. Ich hindere Sie sicher nicht daran und mag Ihnen die Freude daran gönnen (nicht ironisch gemeint), jedem das Seine. Hätten Sie meinen heutigen Text richtig gelesen und meine früheren Postings im Alpinblog, wüssten Sie, dass ich auf der Seite der allermeisten Basejumper stehe. Hirnverbrannt bleibt jedoch hirnverbrannt. Ob in diesem Sport oder anderen – und generell im Leben.

  • Alois Meier sagt:

    Ich habe den Eindruck, dass Corliss sich eigentlich umbringen möchte, und er nur nahe dem Tod das Leben sieht. Leute wie er sind dazu prädestiniert, nicht alt zu werden. Er tut mir irgendwie Leid.

  • Albert Baer sagt:

    Was ist das Problem?

    An anderen Orten auf der Welt sterben Menschen unfreiwillig wie die Fliegen.
    Wenn stört es, wenn sich die super-privilegierten Menschen der ersten Welt freiwillig umbringen wollen? Solange sie es auf verantwortliche Weise tun?
    Der Tod gibt Platz für neues Leben, das gilt insbesondere für den Tod von hyperkonsumierenden Erst-Weltlern.

  • Peter Harisburger sagt:

    Ohne Risiken gibt es keine Erfolge, werder im Sport noch sonstwo. Das die Medien (inkl. Frau Knecht) eine grosse Rolle spielen, das weiss Frau Knecht. Ohne Medien werden Sportarten nicht wachsen und ohne Sportarten haben die Medien weniger zu schreiben. Wenn nun Jeb seine Medienwirksamkeit ausnutzt um seinen Sport auszuüben respektive zu pushen, ist das legitim. Denn wenn er nun zu Tode fliegt, auch dann haben die Medien gewonnen. Somit muss der Bericht nicht auf Jeb abzielen sondern auf diejenigen die eine Plattform bieten. Also die Medien. Und dazu gab Jeb wieder eine Story für Sie her…

    • Natascha Knecht sagt:

      Herr Harisburger: Dass solche billige Denkbrücken wie Ihre in Kommentaren abgegeben werden, war mir schon vor dem Schreiben bewusst. Meine Kritik musste dennoch sein. Ich selber hätte nie und nimmer darüber berichtet, wäre das Gros mit diesem – ach so geilen Stunt – sensibler umgegangen. Für mich gibt es berichtenswertere Ereignisse. Siehe Alpinblogs in Vergangenheit und Zukunft.

  • gerd fehlbaum sagt:

    Sehe ich es total falsch, dass doch eigentlich seit dem Beginn des Alpinismus das ganze in diese eine Richtung tendiert? Also graduell vielleicht weniger risikohaft ist (wirkt), aber dieselbe „Schiene“ ist? Scheint mir so! Wieviele Bergsteiger sind diesen Sommer wieder abgestürzt in der Schweiz…?

    • Natascha Knecht sagt:

      @Gerd Fehlbaum: oder andere Frage: Wie viele dieser Bergsteiger liessen sich dabei filmen respektive ihre Besteigung live in einem Staatsfernsehen übertragen?

  • Thomas sagt:

    Er wollte sich früher umbringen, das muss man auch beachten. Jetzt hat er wenigstens etwas, das ihn am Leben hält. Und nur das zählt.

    • Frank Baum sagt:

      Nur das zählt? Wie steht es mit dem Leben anderer, die er mit solchen Aktionen zum Nachahmen anstiftet? Was mich an der ganzen Geschichte stört ist der Sensationshunger an extrem gefährlichen Aktionen. Auch wenn der Akteur selber des Lebens müde ist, ist es gefährlich, dieses Verhalten derart ins Rampenlicht zu rücken.

      Würde dieser TYp für sich alleine solche Stunts durchführen, weil das das einzige ist, was ihm „am Leben“ hält, dann könnte man Ihrem Argument folgen. Wenn er Aber auf die Medienpauke schlägt, dann nicht mehr.

  • deed sagt:

    problematisch ist das verhalten der sponsoren, welche das todesfallrisiko bewusst einkalkulieren. symptomatisch dafür der fall des verstorbenen basjumpers ueli gegenschatz. nachdem sein von redbull und sunrise mit lumpigen 20’000.- gesponsorter sprung vom sunrise gebäude tödlich verlief, wollten in den folgenden stunden und tagen immer wieder leute vor ort mit kerzen und blumen dem verstorbenen gedenken. extra aufgebotene securities wiesen diese leute weg und entsorgten die blumen und kerzen konsequent. shit happens, the show must go on.

  • Roland K. Moser sagt:

    Guten Tag Frau Knecht

    Hätte es ihn an der Wand auf 30 m Länge verstrichen, wäre er bei dem gestorben, was er am Liebsten macht.

    Wie würden Sie gerne sterben? In der Wand beim Klettern irgendwo weit oben und vielleicht vom Wetter überrascht oder in der Stadt Zürich von einem Alki auf dem Fussgängerstreifen überfahren.

    Leidenschaft gibt es.

    • Pascal Sutter sagt:

      Ich lasse mich beim Sex aber nicht Filmen und trage kein Sponsorentrikot dabei.

      • Roland K. Moser sagt:

        Ist Sex ihre einzige Leidenschaft? Können Sie sich vorstellen, dass die Leidenschaft der einen ist, Berge raufzuklettern und die Leidenschaft der anderen, von Bergen runter zu springen. Wander ist auch eine Leidenschaft, Widmer wander weiter wird Ihnen das gerne bestätigen.

        Usw.

  • H. P. Ratsch sagt:

    Ich finde es bedenklich, in offensichtlicher Unwissenheit einen solch kritischen Artikel zu schreiben. Wenn Sie sich mit seiner Geschichte auseinandergesetzt hätten, wüssten Sie, was seine Beweggründe sind und vor allem, was die Vorraussetzung war und ist. Er war als Jugendlicher akut suizidgefährdet und fing dann mit dem Springenn (erst Basejumping, dann Wingsuiting) an, ganz nach dem Motto „wenn schon abtreten dann fliegend und mit 160 kmh“. Wer kann ihm das verübeln? Es wird ja keiner dazu gezwungen, es zu schauen, zu mögen oder gar nach zu machen. Wo also ist das Problem?

  • Hannelore Wiesenthal sagt:

    Ich kann beim besten Willen keine Kontroverse erkennen. Hirnrissigkeit ist schliesslich stark im Trend.

  • Remond Fischer sagt:

    Na ja, hirnverbrannt, aber besser als sich Brüste/Lippen mit Silikon aufpumpen zu lassen und so den „Ruhm“ zu suchen. Zum Glück reicht mir Rum.

  • Solange Extremsportler das eigene Leben riskieren können sie machen was sie wollen. Ich vergleich wie viel Personen jährlich überfahren oder verunfallen wegen eines Fahrzeugs das über 150 PS hat oder Motorrad mit mehr als 80 PS ist Basejump ungefährlich für Dritte. 30 % der Unfälle sind wegen den viele zu vielen PS. Das ein Bauer ein verbot erwirken kann wen jährlich Tödliche Unfälle gibt auf seinem Land wäre schon Richtig.

  • greet meyer sagt:

    hey, das sind ja abgefahrene bilder.
    danke für filme und die vielen links!

  • Pascal Sutter sagt:

    Geht doch in Ordnung wenn unten Sponsoren, Journis, Freunde und Familienmitglieder die Resten abkratzen wenn es schief geht.

  • Walter Bossert sagt:

    Ausgangsbasis; lieber Tot als kein Held. Ein Ur-Instinkt vorwiegend der Männer. Kann man damit noch viel Geld verdienen, ist auch noch dem „Versorger-Instinkt “ genüge getan.

  • Tanja sagt:

    da ja jeder klick zählt, wäre der hinweis auf bestehende videos und dass man das nicht unterstützen möchte auch eine möglichkeit gewesen…

  • Kurt Blaser sagt:

    Wenn jemand mit „Gier nach Rampenlicht und Geld“ sein eigenes Leben auf`s Spiel setzt ist das „hirnverbrannt“ aber wenn ein Banker, Börsianer oder Investor durch Manipulation von z.B. Rohstoffen das Leben von tausenden gefährdet oder gar vernichtet schrei keine Seele danach, nein man findet solche Leute noch bewundernswert, oder Firmen die Leute ausbeuten und bei der Arbeit um`s Leben kommen damit die Bosse weit weit weg in Ihren prunkvollen Büros Ihre Millionen vermehren können. Hätten wir mehr „hirnverbrannte“ Extremsportler und weniger „Hirnverbrannte“ Ausbeuter, hätten wir auch weniger Leid

  • Anna Lyse sagt:

    Ich bin nicht sicher, ob ich das verwerflich finde. Es ist ja nicht so, dass diese Leute dazu gezwungen werden, sich so einem Risiko auszusetzen. Alles erwachsene Leute, die ihr eigenes Leben aufs Spiel setzen. Nicht meines und nicht Ihres… „Bin ich meines Bruders Hüter?“…

    • Felix Rothenbühler sagt:

      Das Zitat am Ende: Erklären Sie mir das?
      Und ja: Auch Egoisten, die nur ihr eigenes Glück (oder Unglück) suchen, sind verdammt nochmal nicht alleine auf dieser Welt. Leider ist mit dem Tod die Geschichte für die anderen noch nicht zu Ende. Das beginnt beim „Aufräumen“ direkt vor Ort, geht über den ganzen Papierkram bis hin zur Trauerarbeit von Angehörigen oder (unfreiwilligen) Zuschauern.

  • Orlando Alleyway sagt:

    Und bei jedem Klick, bei dem ich mich auf dieser Seite verleiten lasse, gehen wieder ein paar Rappen in das Bullen-Kässeli?

  • Kevin sagt:

    Naja, Jeb Corliss kann man wahrlich nicht als Vorbild betrachten. Er selber sagt ja, dass wenn man nicht bereit ist zu sterben, soll man diesen Sport lassen. Angefangen hat er ihn getrieben durch seine Lust zu sterben. Fein, er mag vielleicht das Rampenlicht und das (wohl) viele Geld, aber ich denke nicht, dass er sich selber als Vorbild bezeichnen würde. Er macht was er will, wenn er dabei Aufmerksamkeit gewinnt umso besser, aber ihm daraus eine Pflicht aufzugebühren geht etwas weit. Ich behaupte mal, er würde die Sprünge auch machen, wenn er nicht diese Aufmerksamkeit geniessen würde.

    • Kevin sagt:

      Achja, und ob das stimmt mit den 50% sei dahin gestellt. Kann auch eine raffinierte Vermarktungstechnik sein. Und schliesslich, durch die Aufmerksamkeit, die der Sport gewinnt, wird mehr investiert, mehr Konkurrenz geschaffen und an immer besseren und sichereren Produkten gefeilt. Also bringt Jeb Corliss doch zumindest etwas positives für den Sport :-) Und nein, ich bin kein BASE Jumper. Aber aus einem Flugzeug mit Fallschirm und Wingsuit, wieso nicht?

  • Ovy Ho sagt:

    Vielleicht ist da einfach einer mal ehrlicher als viele andere, die ähnliche Risken eingehen?

    Es gibt noch hirnverbranntere Jungs, z.B. „Sketchy“ Andy Lewis (der seinen ersten Basejump machte ohne einen einzigen normalen Sprung vorher) und Mädels als Corliss. Nicht das ich das gut finde, aber solange die Medien diese Themen aufnehmen, Videos produziert werden etc., ist auch die Plattform für die Verbreitung dieses Tuns gegeben…

  • Martin sagt:

    Da gibt es definitiv gemütlichere Wege die Natur zu erleben :-). Danke für den Artikel.

  • Jörg Wirz sagt:

    Als ich vor vielen Jahren mit meinem Deltasegler unterwegs war und Hunderte von wunderbaren Flügen erlebte, da wusste auch jeder Geschichten von verunfallten Fliegern, genauso wie es verunfallte Biker, Jogger oder Autofahrer gibt. Doch wer sich seriös und mit Respekt vorbereitet, dem gelingt sein Vorhaben.

    Ob dies hier wirklich hinverbrannt ist, ist aus Distanz nicht beurteilbar, kann sein, kann aber auch klar kalkuliertes Risko sein, sofern die Vorbereitung gut war.

    Ich finde die Einschätzung zumindest etwas vorschnell und oberflächlich, was dem Ruf wiederum schadet.

    • pictureworker sagt:

      Kalkuliertes Risiko, wenn ich das schon höre… Diese Aussage kommt,kam von jedem Basejumper, auch von den Toten.

      • Jörg Wirz sagt:

        nur eines ist wirklich sicher: Der Tod himself

        Sogar im Bett unter der Decke kann es einen treffen, dort ist die Wahrscheinlichkeit sogar am grössten. :-))

    • Frank Baum sagt:

      Ganz so oberflächlich ist die Kritik nicht: Der Betroffene hat sich professionel vorbereitet. Er hat den Sprung „simuliert“ (wie auch immer das geht, aber egal). Das Resultat dieser Versuche war offenbar: in ca. 50% der Fälle ging es schief. Das Verrückte ist ja, dass jemand eine Aktion durchführt, von der man so genau die Wahrscheinlichkeit des fatalen Ausgangs im Vorfeld kennt. Deltasegeln ist auch gefährlich, aber nie in diesen Dimenseionen: man kann kaum sagen, dass jeder zweite Flug in einem tödlichen Unfall endet. Da gibt es schon einen Unterschied.

      • Hans sagt:

        Anzunehmen ist, dass vor allem die ersten Übungen misslangen. Wenn er 100 mal übte und:
        In den ersten 30 Versuchen 30 mal scheiterte,
        in den nächsten 20 Versuchen 15 mal scheiterte,
        in den nächsten 20 Versuchen 5 mal scheiterte und
        in den letzten 30 Versuchen nie scheiterte. Scheiterten 50% der Versuche. Trotzdem war er am Schluss relativ sicher (sofern der Simulator gut mit der Realität übereinstimmt).

  • Lukas sagt:

    Ja, verdammt. Aus seiner Perspektive kriegt man erst richtig das Gefühl dafür, wie eng es wirklich ist. In der tat ein zweifelhafter Triumph… Ich wüsste ja wiklich gerne mal, wieviel jemand dafür kriegt, sprich, was ein Leben aus Sicht der Sensationsindustrie Wert ist.

  • Hansruedi sagt:

    Lieber bei einem 40sek Flug den Löffel abgeben, als nach 40 Jahren im Büro mit einem Herzinfarkt.

    • Patrick Müller sagt:

      …was für eine dämliche Aussage. Nur weil Sie es vermutlich nur an der Fasnacht lustig haben, gilt das kaum für alle Bürogummis.

      • Ehrensberger sagt:

        Recht haben Sie, denn Typen wie Sie belasten wenigstens die Krankenkassen nicht. Wie wie die Beispiele in Lauterbrunnen zeigen, genügt bei einem misslungenen Sprung wirklich nur eine Holzkiste……!

  • Simon Schneebeli sagt:

    Ich teile Ihre Meinung. Als ich das Video zum ersten mal gesehen habe, habe ich mich aber auch gefragt, warum sich all die Medien dazu verleiten lassen, diesem „Helden“ eine Platform zu bieten, ohne die Sache kritisch zu hinterfragen, wie Sie es machen. Sie machen sich somit zu fragwürdigen Komplizen.

    Vielen Dank jedenfalls für Ihre kritsche Analyse.

  • James Zender sagt:

    Und doch werden zwei Videos eingebettet und mehrere Links gesetzt? Das scheint mir inkonsequent.

    • Natascha Knecht sagt:

      hätte es die sache besser gemacht, hätte ich nur 1 video eingebettet? das zweite video ist eine tv-dok und zeigt exemplarisch, zu was sich medien hinreissen lassen, wenn sie das spiel mit dem tod gut finden.

      • Znuk sagt:

        Ist doch praktisch. Wären die Videos nicht hier, hätte man sie in 10 Sekunden auf Youtube gefunden.

        Und ein kontroverses Thema passt doch bestens hierher…

        Wer die Videos nicht sehen will, muss sie auch nicht anklicken. So wie ich…

        Happy Living und e schöne Tag!

      • Kurt Bachstett sagt:

        Ein Held ist für mich Pfarrer Sieber der Obdachlose und Randständige unterstützt, oder ein behinderter Mensch der trotz allem versucht das beste aus seiner Situation zu machen. Vollidioten wie Corliss oder auch Gegenschatz sind für mich jedenfalls alles andere als Vorbilder und sind ein Zeichen einer dekadenten Gesellschaft die je länger je mehr nur noch dem Hedonismus nacheifert.
        Doch Darwin sei Dank: Base Jumper sind eine aussterbende Spezies bei einer Mortalitätsrate von 1:60 wird auch diese Art früher oder später im Nirvana enden.
        Für’s Ochsengesöff den Bückling machen, wie feige!

        • Hans Peter sagt:

          „Ein Held ist für mich Pfarrer Sieber der Obdachlose und Randständige unterstützt, oder ein behinderter Mensch der trotz allem versucht das beste aus seiner Situation zu machen.“ Danke für diesen Kommentar

        • tim meier sagt:

          Der Vergleich hinkt: Sieber geht bei seinem Einsatz keine Risiken ein.

          • Kurt Bachstett sagt:

            Nein! Sieber geht viel mehr als nur ein Risiko ein, er stellt seine eigenen Wünsche ein Leben lang hinten an um benachteiligte zu unterstützen.

      • Frau Knecht, wenn sie das Spiel „Ich mache etwas Verrücktes, dann komme ich in den Medien“ nicht kennen und „das nächste Mal mache ich noch etwas Verrückteres, dass ich wieder in den Medien komme“ nicht kennen, dann sind sie im falschen Beruf.
        Googeln sie mal „Herbert Görgens“

      • Roland K. Moser sagt:

        Ohne die Videos und Links funktioniert dieser Artikel nicht.

      • Mark Angler sagt:

        Die Argumentation hinkt, weil im Fall des Misslingens (und ich schreibe bewusst nicht im Unglücksfall, weil das mit Unglück gar nichts mehr zu tun hat), plus/minus ein Zweizeiler zu lesen wäre. Würde man ein Video zeigen, wie der Springer gegen einen der beiden Felsen klatscht, würden wohl alle aufschreien, das sei pietätlos. So entsteht dann aber der Eindruck des wagemutigen Helden, ganz egal, was Frau Knecht im Artikel schreibt. Das ist schade, weil sie ja sehr wohl kritische Distanz einnimmt, nur, Leute schauen viel lieber sensationelle Bilder an, als dass sie kritische Artikel lesen.

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