Basejumper polarisieren – warum eigentlich?

Zwei Basejumper stürzen sich imLauterbrunnetal in die Tiefe. (Keystone/Gaetan Bally)

Zwei Basejumper stürzen sich im Lauterbrunnental in die Tiefe, 14. August 2011. (Keystone/Gaetan Bally)

Ein 51-jähriger Spanier stürzte vergangenen Freitag im Lauterbrunnental bei einem Sprung mit dem Flügelanzug in den Tod. Er sei TV-Moderator gewesen und hätte mal eine Liaison mit der Tochter des Königs Juan Carlos gehabt. Einen Tag davor geriet ein 43-jähriger Basejumper bei Walenstadt in einen Baum und überlebte schwer verletzt. Acht Tage vorher prallte bei Martigny im Wallis ein Brite im Wingsuit mit 200 Stundenkilometern in einen Berg – und überlebte nicht. Er war ein James-Bond-Double.

Die Reaktionen auf Basejumper-Unfälle sind kontrovers, meistens negativ. Vielleicht erleben Sie, geschätzte Leserin, geschätzter Leser, es anders: Aber mich dünkt, in der breiten Öffentlichkeit hat sich eine hemmungslose Ablehnung gegen Basejumper eingeschlichen. Als wären sie Kriminelle. Spinner. Idioten. Suizid-Flirter. In der «Aargauer Zeitung» etwa schreibt ein Kolumnist: «Basejumpen ist ein als Sport verkleideter Kamikaze. Ein Indianerlis-Schnuppern am freien Fall. Ein Kick für Klicks: fünf Sekunden Lebensersatz auf Youtube unter Lebenseinsatz. Juvenile Veräppelung des Todes, indem man eins seiner todsicheren Mittel nachahmt und darüber triumphiert: den Sturz ins Nichts.»

Oder Kolumnist Helmut-Maria Glogger im «Blick am Abend» über den «Wahnsinn» im Lauterbrunnental: «Für Hoteliers eröffnet das neue Geschäftsmodelle: Vorauskasse für eine Woche, am ersten Tag Sprung in den Tod – prima Geschäft! Auch die örtlichen Bestattungsunternehmen florieren. Und der Gemeinderat? Dem ist das Business wichtiger als die Toten. Das kann, darf nicht sein! Da muss der Kanton Bern eingreifen oder der Bund – um diese Todessprünge endlich zu verbieten!»

Juvenile Veräppelung des Todes? Diese Todessprünge endlich verbieten?

Basejumper polarisieren. Weshalb eigentlich? Wenn ein Felix Baumgartner aus der Stratosphäre springt, schaut die Welt gebannt hin und findet ihn einen geilen Siech. Hätte sein Abenteuer nicht geklappt, wäre er als Spinnsiech in die Geschichte eingegangen.

Den Dialog suchen: Dean Potter aus Kalifornien hält mit drei Minuten den längsten Freifall mit Wingsuit vom Eiger. Hier im Gespräch mit Natascha Knecht, anlässlich des International Mountain Summit in Brixen. (Foto: Piotr Drozdz, Gory)

Den konstruktiven Dialog suchen: Dean Potter aus Kalifornien hält mit drei Minuten den längsten Freifall mit Wingsuit vom Eiger. Hier im Gespräch mit Natascha Knecht, anlässlich des International Mountain Summit in Brixen. (Foto: Piotr Drozdz, Magazin Gory)

Ich habe im Verlauf der Jahre einige Basejumper getroffen und interviewt, etwa den Russen Valery Rozov («Basejumpen ist kein Sport») oder den Amerikaner Dean Potter (siehe Video mit Aufnahmen vom Eiger und im Lauterbrunnental). Selber würde ich es nie im Leben wagen, mit einem Fledermausanzug aus einer Kapsel oder über eine Steilwand zu springen. Ich getraue mich nicht einmal, einen Tandem-Gleitschirmflug zu machen. Luft ist nicht mein Element. Trotzdem ist es für mich nachvollziehbar, dass es Leute gibt, die fliegen wollen. Absolut und unbedingt. Es muss ein super Gefühl sein, wenn man das kann. Warum sollten sie das nicht tun dürfen? Weil andere finden, das sei zu riskant?

Klar ist: Wäre ich Basejumperin, ich ginge jumpen und jumpen und jumpen. Jedes Wochenende. Jede freie Minute. Immer und überall.

Andererseits: Wäre ich dieser Bauer in Lauterbrunnen, auf dessen Feld immer wieder Basejumper verunfallen, ja, dann hätte ich wahrscheinlich auch Mühe. Er war schon mit dem Traktor unterwegs, als vor seinen Augen Jumper unkontrolliert vom Himmel gefallen sind. Ein Schock. Endet der Unfall fatal (2012 dreimal), hat der Bauer nicht nur einen Toten auf seinem Land, sondern auch Leichenwagen, Polizei etc. Jedenfalls eine grosse Aufregung, auf die jeder verzichten könnte.

An seiner Stelle wäre ich auch voll dagegen.

Und die Schulkinder im Tal, denen der Gluscht auf den Znüniapfel vergeht, wenn sie beobachten, wie Jumper abstürzen und später mit dem Helikopter im schwarzen Sack weggeflogen werden. Wäre ich Mutter im Lauterbrunnental, ich wollte meine Kinder vor solchen Erlebnissen schützen.

Moralisch ergeben die Basejumper eine Pattsituation. Wäre ein Verbot die richtige Lösung? Falls ja, für wen? Pro Saison gibt es im Lauterbrunnental 15’000 bis 20’000 Sprünge. Basejumper wissen genau, was sie tun. Sie sind weder «Suizid-Flirter» noch Helden der Lüfte. Sondern Menschen, die ein anderes Lebenskonzept verfolgen als 99,9 Prozent der Bevölkerung. Leben und leben lassen.

Ihre Meinung interessiert uns.

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179 Kommentare zu «Basejumper polarisieren – warum eigentlich?»

  • Peter sagt:

    Fortsetzung: Solange es legal betrieben wird soll es niemandem verwehrt sein. Einige finden Formel 1 „geil“. Was ist denn so anders zwischen Basejumpen und mit einem 700 kg schweren Filigranbau auf einer Strecke über 300 km/h zu fahren? Ist vom Risiko her mindestens gleich gefährlich, ob man auf einer Wiese aufschlägt oder in eine Mauer prallt.

  • Peter sagt:

    Es ist mit den Basejumpern wie mit fast allen menschlichen Tätigkeiten. Einige verursachen Unfälle oder grausige Szenen und alle werden in den gleichen Topf geworfen. Das geht mir so mit dem Motorradfahren. Einige fahren wie Deppen also müssen alle Motorradfahrer Idioten sein. Ich persönlich habe nicht den Mut zum Basejumpen, die welche es erfolgreich und rücksichtsvoll betreiben sind mutige Menschen. Wo ich hingegen Mühe bekunde, ist wenn, wie hier kürzlich geschehen, Basejumper in eine Hochhausbaustelle eindringen und vom 36ten Stock in die Innenstadt springen und dann per Auto flüchten.

  • Holderegger, Michele sagt:

    Wenn man heute den Film „Die Basejumper von Lauterbrunnen“ des Schweizer Fernsehens schaut, der 2009 gedreht wurde, stellt man fest, dass ein Grossteil der Protagonisten inzwischen verstorben ist. Somit kann man nicht behaupten, dass diese Sportart genauso risikoreich ist wie andere. Trotzdem soll jeder Mensch frei wählen können, ob er für sein Hobby den Tod in Kauf nimmt. Der Tod gehört zum Leben und es gibt nun mal auch andere Lebensentwürfe, als den, mit Haus und Kindern 90 Jahre alt zu werden. Es ist keine Lösung, alles zu verbieten, was einem selber nicht passt.

  • Reisender sagt:

    Ich habe mich entschieden mein Leben zu leben. Ich habe zuerst gedacht, dass ich ein Abenteuer erlebe – und festgestellt dass ich „nur“ mein Leben lebe. Ich schätze Gefahren unterwegs anders ein, als ich dies in der Schweiz kann. Ich weiss, dass das Restrisiko höher ist als mit dem Bier vor dem Fernseher – ich versuche de Gefahren zu erkennen und zu beurteilen. Basejumpen werde ich nicht mehr. Ich habe wenig ausgelassen, Kollegen sind verunfallt/gestorben. Meine wenigen Verletzungen habe ich bei „normalen“ Tätigkeiten geholt, natürlich gehört Glück dazu. ich verstehe jeden, der etwas probiert.

  • Tobias sagt:

    Ich bin selber Springer. Wir haben die Suche zu einem abgestürzten Touristen beschleunigt. (Wir fanden seinen Rucksack inkl. Autoschlüssel am Absprungort) Dieser Wanderer lag 2 Wochen auf dem Land des Bauern… Dies, also Bergunfälle, werden nicht so diskutiert wie ein anderer Sport, das springen von diesen. Wir sind keine Idioten ohne Training die sich Kopflos von Felsen stürzen. Alles ist wohl bedacht und präpariert. Die meisten Springer sind sogar sehr pedandtisch… Und das ist auch gut so!

    • Hans Müller sagt:

      Und trotz der ganzen Pedanterie ist das Risiko beim Basejumpen zu sterben um eine x-faches höher als beim Wandern. Und beim Wandern bereitet sich bekanntlicherweise nicht jeder pedantisch vor…

  • Werner sagt:

    Ich bin Basejumper.
    In jeder freien Minute begebe ich mich in die Berge und springe von zeils bekannten Stellen wieder ins Tal oder suche neue Absprungstellen. Ich bin mit Freunden unterwegs die dieselbe Leidenschaft teilen und nicht nur dieselbe Stammbeiz haben. Ich bin in der Natur und halte mich fit. Ich trinke nicht, ich rauche nicht. Ich habe am Wochenende einen Grund nicht in den Ausgang zu gehen und früh aufzustehen. Ich lebe mein Leben. Ich habe mit meinen Angehörigen darüber geredet und erhalte VOLLE Unterstützung. Wisst ihr was auf dem Sterbebett am meisten bereut wird?

    • Werner sagt:

      Dass man sein Leben nach den Erwartungen anderer gelebt hat und nicht sein eigenes Leben gelebt hat.
      Basejumpen kann mit einem gewissen Aufwand sicher betrieben werden. Der wichtigste Faktor ist Selbstdisziplin. Sich selber im Griff zu haben und nicht immer näher gehen zu wollen.
      Wir sind meist immer dieselben zusammen unterwegs. Falls einer etwas waghalsiges macht oder einer seine Reserven gebraucht hat kommt kein „Ey geile Siech“ sondern die Situation wird durchgegangen und es kommt Kritik dass das nicht sein sollte. Wir schauen auf einander ohne uns an die Grenzen zu treiben.

    • Hans Müller sagt:

      Das ist der Vorteil des Basejumpers: Sein Abgang geht so schnell dass er gar keine Zeit mehr hat, um irgendetwas zu bereuen.

  • Hanspeter Niederer sagt:

    Basejumper haben einfach einen verqueren Weg gewählt, sich lebendig zu fühlen. Anders gesagt sind sie Drogensüchtige, die auf diesen Kick angewiesen sind, um nicht lebensmüde zu werden. Quintessenz: irgend etwas ist gründlich schiefgelaufen in ihrer frühesten Kindheit. Öfters aus dem Kinderbettlein gefallen vielleicht > freudscher Wiederholungszwang?

  • Linard Parli sagt:

    In dieser Gesellschaft sind alle so darauf bedacht alle Gefahren zu mimimieren damit dann alle alt sterben können. Es gibt Menschen die anders denken, es gibt Menschen die sich ein 0815 leben nicht vorstellen können. Diese Menschen gehen Risiken ein, lieben den Kick und von Zeit zu Zeit stirbt einer beim Ausüben seiner Leidenschaft. Man kennt das Risiko, die Familie und Freunde kennen es auch, lernt damit zu leben dass nicht alle so sein wollen wie Ihr. Seid doch nicht immer so verkrampft auf der Suche nach Problem die euch nicht betreffen.

    • Hanspeter Niederer sagt:

      Genau, der Basejumper/die Basejumperin sagt : das geht doch meine Freunde, meinen Freund/meine Freundin, meinen Vater und meine Mutter nichts an, wenn ich eines Tages zertrümmert auf einem Felsen oder einer Kuhweide liege. Eindrückliches Beispiel dazu war ja die Schwedin Violetta Roslan, die auch noch genug blöd war, auch noch ihr ungeborenes Kind mit in den Tod zu nehmen. Drogensucht pur – mit allen Inkredienzen.

    • hallo linard

      danke, das hast du sehr schön geschrieben.
      du bringst es auf den punkt. ich will auch nicht im stubensessel alt werden.

      warum ich in die berge geh? ganz einfach, weil ich leben will.
      gute zeit.

      gruss von
      raphael wellig http://www.raphaelwellig.ch

    • U. Knecht sagt:

      Vorschlag zur Versöhnung: Wir lassen die Basejumper einfach am Fels kleben. Ist ja auch unsere Freiheit, sie NICHT einzusammeln. Oder?

  • hallo mitenand

    ich bin voll uind ganz auf der seite der basejumper. jeder ist ein freier mensch, und soll selber entscheiden auf was er sich einlässt.
    seit meinem fallschirmsprung mit reisenleinenzug beim film , „das experiment – wo ist mein limit.“ verstehe und begreife ich die
    basejumper erst recht. mit Ihrer professionellen vorbereitung und erfahrung ist es was ganz anderes, als ein blindes risiko.
    aber es ist halt immer so, das leute über etwas urteilen, was Sie gar nicht kennen.

    ich wünsche den basejumpern viel erfolg.

    gruss von
    raphael wellig http://www.raphaelwellig.ch

    • Philipp M. Rittermann sagt:

      es gibt keine seiten. es gibt nur mehr oder weniger risiko. punkt.

      • Hans Müller sagt:

        Sie ticken ziemlich einfach. Punkt.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Raphael Wellig:
        … aber ist halt immer so dass,
        Menschen die dazu tendieren
        voll und ganz auf einer Seite zu sein,
        möglicherweise vor lauter „was seid ihr bloss für Ewiggestrige-Aufgebrachtheit“
        den Blick für die eine und andere angebrachte kritische Hinterfragung verlieren…,

        Sie urteilen ja genauso über die „andere“ Seite die das eben nicht so fallschirmsprungmässig-erweitert sieht.

  • CM sagt:

    Das Problem beim Basejumping ist, dass auch minime Fehler schlecht korrigierbar sind und schnell zu einem Unfall führen, bei dem man in den meisten Fällen stirbt.
    Das Risiko ist also praktisch nicht beherrschbar und lässt sich nicht vermeiden, so dass es einen früher oder später erwischt. Wie im Artikel zu erkennen, trifft es häufig erfahrene Basejumper, aber die Erfahrung bringt nichts mehr wenn man sich verschätzt hat.
    Von daher zeugt es schon von einem fragwürdigen Risikoverständnis, wenn man sein Leben freiwillig dem Schicksal überlässt. Bleibt die Frage: Bevormunden oder selber Schuld?

  • Hans Müller sagt:

    Die sind nicht lebensmüde, sonst würden sie ohne Fallschirm springen.

  • David Isliker sagt:

    Ich hoffe inständig, die durchschnittliche Intelligenz obiger Kommentare lässt nicht auf den journalistischen Wert des Tagesanzeigers (und dieses Blogs) schliessen. Ansonsten wäre das eine der dümmsten Zeitungen / einer der selbstgefälligsten Blogs, die / den das Internet je gesehen hat.

    Ich für meinen Teil mag den Outdoor-Blog, finde die Beiträge (auch wenn ich nicht immer mit den Meinungen übereinstimme) vielseitig, informativ und anregend geschrieben. Schade, dass in den Kommentaren keine konstruktive Diskussion geführt werden kann und es bei Anfeindungen bleibt.

  • Christian sagt:

    Base-Jumping überlebt man nur mit Glück. Man kann Base-Jumping nicht sicher ausführen, zu viele Faktoren hängen vom Glück ab, und früher oder später verlässt es einen. Wer das Risiko dennoch in Kauf nimmt, sollte seiner Umgebung nicht auf die Nerven gehen dürfen. Base-Jumping bedeutet im Lauterbrunnental eine „idelle Immission“, ähnlich wie ein Bordell in einem Wohnquartier. Das muss man sich nicht gefallen lassen. Die sollen irgendwo hingehen, wo man nicht gezwungen ist, ihrem Sterben zuzusehen.

    • Michelle Müller sagt:

      Und wie klingt denn das: Rauchen überlebt man nur mit Glück. Man kann Rauchen nicht sicher ausführen, zu viele Faktoren hängen vom Glück ab, und früher oder später verlässt es einen. Wer das Risiko dennoch in Kauf nimmt, sollte seiner Umgebung nicht auf die Nerven gehen dürfen. Rauichen bedeutet überall eine “idelle Immission”, ähnlich wie ein Bordell in einem Wohnquartier. Das muss man sich nicht gefallen lassen. Die sollen irgendwo hingehen, wo man nicht gezwungen ist, ihrem Sterben zuzusehen.

    • Christian Duerig sagt:

      Sie sind auch nur mit Glück in diese Welt gekommen. Mit etwas Glück können Sie sie verlassen, ohne lange dahinzuseichen.

  • Christian Duerig sagt:

    Wir haben ein Recht auf Leben, Freiheit und Streben nach Glück.
    Jeder der sich in den Tod stürzen will, hat das Recht, dies zu tun. Er hat das Recht auf Freiheit.

  • Werner sagt:

    Warum die Aufregung? Die Base Jumper sterben im wahrsten Sinne des Wortes ohnehin aus

  • Marcel Claudio sagt:

    Die sind doch einfach süchtig nach einem verdichteten neuronalen Feuerwerk währnend des Sprunges – die Neurotransmitter erleben einen Höhepunkt stimuliert durch den Sprung – ähnlich wie bei einem Drogenrausch oder auch Sex.
    .
    Und wenn der Basejumper halt Pech hat so verdichtet sich halt auch sein Leben auf 30 oder 40 Jahre – dafür hatten Sie intensivere Erlebebnisse als der Normalo, der vielleicht in einem eher langweiligen Leben 80 Jahre wird.
    Von der neuronalen Erlebeniswelt erlebt so ein abgestürzter Baser halt sein Leben oft in kürzerer Zeitspanne – ähnlich wie bei den Hundejahren (x7)

  • Franz sagt:

    Früher waren es die Bergsteiger, die Weltumsegler, Leute halt, die Grenzen nicht als gegeben erachtet haben. Es gab mal ein Verbot, in die Eigernordwand zu steigen, ist allerdings lange her.
    Ohne den Drang des Menschen, Grenzen zu verschieben und Ausserordentliches zu tun, gäbe es keinen Fortschritt. Dies nur zur Frage, wieso man das denn tut.
    Und man tut solche Dinge in der Regel in jungen Jahren und wenn es das Schicksal gut meint, überlebt man es und tut es in älteren Jahren dann nicht mehr. All denen, die das nicht verstehen rate ich, akzeptiert es einfach, anstatt Erklärungen zu suchen.

  • Anh Toan sagt:

    In Rom, bei der spanischen Treppe, ist es verboten, auf der fast einen Meter breiten, die Treppe begrenzenden Mauer zu sitzen.

    Man könnte auf der anderen Seite hinunterfallen!

  • Jörg Wirz sagt:

    Verbote sind da um umgangen zu werden, das wäre auch hier so. Das bringt wenig.

    Es stellt sich eher die Frage, weshalb Menschen den ultimativen Kick suchen und für diese Sucht immer mehr Risiken eingehen. Davon sind auch andere Sportarten betroffen wo extreme Auswüchse möglich sind: Skifahren, Motorsport, Bike, Klettern,……
    Ich denke es ist zum einen die scheinbare Gefahrlosigkeit des Westens, eine gewisse Inhaltslosigkeit und Langeweile im Leben.
    Zudem verschafft es v.a. Männern den Zugang zu Ihren Gefühlen, die sonst unterdrückt bleiben. Das erlebte Glücksgefühl ist dadurch extrem.

  • Bernhard Vontobel sagt:

    Mein Problem mit den Basejumpern ist folgendes: Als Pilot eines Motor- oder Segelfliegers lernt man, dass es Mindestabstände gibt und dass man immer auf der sicheren Seite fliegen muss.
    Basejumper machen genau das Gegenteil wenn sie in Bodennähe oder nahe an Wänden vorbei fliegen. Der Absturz ist damit programmiert.
    Es ist also ein unglaublich arrogantes oder auch dummes Verhalten wenn man derart über die Grenzen hinaus geht.

  • Kurt Ochsner sagt:

    Man spricht jetzt nur vom „Sterben Lassen“, das der Gesellschaft irgend ein Freiheitsrecht gebiete. Wie ist es denn mit der Invalidität? Verzichten die Freiheitssüchtigen auf Unterstützung, wenn sie 60 Jahre lang mit einer Behinderung für ihr früheres „Hobby“ bezahlen müssen. Zum Vergleich mit dem Autofahren: Bei 15000 Jumps gibt es 3 Todesfälle. Das ist vermutlich mehr als 1000 mal gefährlicher als Autofahren, aber im Gegensatz zu vielen Autofahrten ohne jeden gesellschaftlichen Nutzen.

  • Joachim Adamek sagt:

    Wäre die Schweiz so gross wie Russland und so dicht bevölkert wie Grönland, kaum einer würde sich über verunfallte Basejumper aufregen. Nun ist die Schweiz aber ein kleines, dicht besiedeltes Land mit einigen wenigen optimalen “Sprungsplätzen”, weshalb sich die Unfälle tragischerweise gehäuft an bestimmten Orten ereignen…
    Vielleicht sollten wir das beim nächsten verunfallten Basejumpers einfach wegschauen. — Die Basejumper wissen, welches Risiko sie bei jedem Sprung begleitet. Die anderen dürfen sich in ihrer Ablehnung bestärkt fühlen, wenn sie es denn wollen.

  • Fabio sagt:

    Zu den Kosten:
    Erstens müssen alle Basejumper eine Versicherung abschliessen, welche das Basejumpen beinhaltet. Diese wird von Generali für 75.-/Jahr angeboten. Somit ist das zusätzliche Risiko gedeckt. Natürlich sind auch alle Rega-Mitglieder etc.
    Die Bauern werden zudem alle entschädigt für die Landungen und profitieren somit ebenfalls von den Basejumpern. Zusätzlich bringen diese regelmässiges Einkommen ins Lauterbrunnental.
    Es entstehen also keine unnötigen Kosten für die Allgemeinheit, sondern ein Gewinn für ein ganzes Tal.

    • Hans Müller sagt:

      Das mit den Kosten ist sowieso ein Witz. Wenn man dieses „Argument“ jeweils hört, so könnte man meinen, dass Nicht-Basejumper bei ihrem Abgang keine Kosten verursachen. Ist aber natürlich nicht so. Jeder verursacht am Ende Kosten, wobei diejenigen eines langsam dahinsiechenden Alzheimerpatienten sehr viel höher sind, als diejenigen eines abgestürzten Basejumpers.

  • H.Trickler sagt:

    Die Gesetzeslage erlaubt es den Grundstückbesitzern, das Betreten zu verbieten. Die Jumper würde dies nicht abhalten weil sie dann auf Feldwege und Anderes ausweichen.

    Wenn die Gemeinde in Absprache mit den Grundstückbesitzern (je nach Saison) geeignete Landestellen bekannt gibt und für deren Benützung eine Gebühr erhebt kann aus dieser der Landwirt entschädigt und ein geeigneter Vortragszyklus in der Dorfschule bezahlt werden, der den Kindern erlaubt diese Vorkommnisse ohne traumatisches Erleben in ihr Weltbild einzuordnen.

    • Michael sagt:

      Die Grundstückbesitzer stellen Ihr Land zur Verfügung und werden dafür finanziell entschädigt. Ein einziger Landwirt (Herr Feuz) stellt sein Land nun seit diesem Jahr nicht mehr zur Verfügung, deshalb wird dort auch nicht mehr gelandet. Es ist bis jetzt ein einziges Mal vorgekommen, dass ein Kind einen Unfall am Rande mitbekommen hat. Gesprungen wird nur ausserhalb von Lauterbrunnen. Unfälle werden fast immer nur durch die Medien an die Bevölkerung von Lauterbrunnen getragen. Deshalb stören sich die Lauterbrunnener (die Meisten) auch nicht am BASE Jumping.

      • H.Trickler sagt:

        Warum wird dies nicht allgemeiner bekannt gemacht, wo kann man sich darüber verlässlich informieren?

        • Michael sagt:

          Alle Betroffenen sind informiert. Sie können sich aber einerseits bei der SBA (Swiss BASE Association), der Gemeinde Lauterbrunnen oder Lauterbrunnen Tourismus informieren.

      • Hans Müller sagt:

        Na ja, ich denke eher nicht, dass sich die Abstürzenden an das Landeverbot auf dem Land von Herrn Feuz halten werden.

  • Michael sagt:

    Jährlich gibt es in der Schweiz zwischen 4 bis 6 Todesfälle. Das ist gegenüber den alpinen Unfällen, Töff Unfällen etc. eine verschwindend kleine Zahl. Aus der Natur des Sports heraus wird aber jeder Unfall von den Medien aufgebauscht da sich dies viel besser verkauft als die 10 Töff Unfälle jedes Wochenende. Nächstes Wochenende wenn ich nach einem 5 stündigen Marsch springbereit auf dem Gipfel stehe werde ich kurz an all diejenigen Personen denken, welche zuhause vor dem Fernseher sitzen und irgendwann sterben bevor sie richtig gelebt haben.

    • sastror sagt:

      D.h. Sie haben die eine richtig Art zu leben gefunden?

    • Hans Müller sagt:

      Sie sollten nicht die absoluten, sondern die relativen Zahlen anschauen. Gemäss der BfU sind zwischen 2000 und 2012 in der CH 43 Basejumper tödlich verunglückt, beim Bergwandern gab es im gleichen Zeitraum 587 Tote. Wären beide Sportarten gleich gefährlich, so müssten lediglich 13.7 Mal mehr Wanderungen absolviert werden wie Basejumps. Es wird aber ganz sicher deutlich mehr gewandert als gesprungen. Ich habe nichts gegen Basejumper, aber angesichts der korrekt interpretierten Zahlen soll bitte keiner behaupten, dass Basejumpen nicht gefährlich sei.

  • Aschi sagt:

    Wir sind alle „Basejumper“ ist die Versuchung zu sagen. Auf 3500 Sprünge 1 Toter. Wir beziehen Atomstrom obwohl die Wahrscheinlichkeit für unser Land 1:20 beträgt in 40 Jahren , dass hier eine Kernschmelze stattfindet. 500 KKW weltweit und bisher 5 Kernschmelzen =1%. In CH hat es 5 KKW also Wahrscheinlichkeit 5% = 1:20. Grössere Risikofreaks als unsere Politiker und Abzocker kann man sich kaum vorstellen. Allerdings würde ich als Landbesitzer keine Sprünge über meinem Land zulassen. Strom beziehe ich jedoch, welch birrenweiches Risikomanagement wir alle zulassen:

    • H.Trickler sagt:

      Ihre Wahrscheinlichkeitsberechnungen für AKWs sind zum Glück falsch!

      • Aschi sagt:

        @Trickler:lieber eine Statistik ungefähr richtig erstellen als genau falsch. Wenn wir 100 Kernschmelzen überlebt haben, kann natürlich die Statistik noch verbessert werden, weil dann mehr Daten zur Verfügung stehen. In die Zukunft können wir ohnehin nicht extrapolieren, deshalb beobachten wir und ein Prof. und NR der EPFL, was bisher geschah.
        @Jason: schön, wenn ich ihnen eine Freude bereitete. Ich wollte ihnen und den Nachkommen keinen Kummer bereiten.
        Für zutreffendere Risikoüberlegungen bin ich jedoch stets offen und warte auf weiterbringende Hinweise jener, die es besser wissen als wir.

      • Aschi sagt:

        Hier Studie Plank Inst: http://www.mpg.de/5809185/Kernenergie_nuklearer_Gau

        Danach besteht für Westeuropa die Wahrscheinlichkeit einer unzulässigen Verseuchung mit Radioaktivität bei 2% pro Jahr. In 40 Jahren ist somit die Wahrscheinlichkeit bereits bei 80%. Überzeugen sie diese Wissenschaftler, dass sie sich irren? Meinungswissen bringt uns nicht weiter Hr. Trickler. Basejumping ist somit relativ harmlos als Risiko.

    • merovingiaJason sagt:

      Ihre Berechnungen haben mich zum Lachen gebracht. Vielen Dank

  • Teilzeitpapi sagt:

    Warum nicht einfach ignorieren? Angeblich sollen mehrere Funktionäre des Basejumper-Verbands nicht überlebt haben. Falls Basejumping nichts für Menschen ist wird es die Evolution schon richten. Und die Bergler werden die paar Toten schon nicht in die Psychiatrie bringen (sonst dürfte man nicht mehr Zug fahren, da fährt man auch mal an einer Plane vorbei…). Problematisch wird es erst dann, wenn ein Basejumper auf jemanden abstürzt und diese unbeteiligte Person mit in Tod/Invalidität reisst. Dann dürfte Schluss sein, man darf ja auch keine ähnlich grossen Objekte vom Himmel runterwerfen.

  • Pascal sagt:

    Schlußendlich kann ich alle Ihre Äußerungen, Bedenken und Aufschreie die oben genannt wurden irgendwie nachvollziehen.
    Versuchen Sie doch bitte die Menschen zu verstehen, die zuvor rastlos über diesen Planeten gelaufen sind und mit diesem Hobby endlich ihren Frieden gefunden haben.

    • sastror sagt:

      Versuchen Sie es zu beschreiben oder erklären…

      • Pascal sagt:

        Manchmal werden Menschen von etwas unerklärlichem angetrieben. In meinem Fall ist das der Drang fliegen zu müssen. Mir ist bewußt, daß der menschliche Körper dafür nicht geschaffen ist, dennoch ist das tief in mir verankert. Vielleicht liegt es daran, daß der Mensch ein neugiereges Wesen ist, vielleicht sind wir alle einfach nur falsch programmiert worden oder vielleicht haben wir in 50.000 Jahren ohnehin Flügel. Wie dem auch sei: wir sind weder verrückt noch dumm (sie würden sich wundern wie hochgebildet der eine oder andere ist).

        • sastror sagt:

          Ich glaube nicht, dass Basejumper verrückt oder dumm sind.

          Aber wenn Sie fliegen wollen, wieso springen Sie nicht aus einem Flugzeug mit dem Wingsuit? Dann fliegen Sie nicht in eine Felswand und haben trotzdem das Gefühl des Fliegens?

          • Pascal sagt:

            Berechtigte Frage. In einem Flieger ist es laut, es stinkt, man hat keine Höhenreferenz und bevor es losgeht hat man bereits mindestens 100 km/h drauf.
            Am Berg hat man einen schönen Aufstieg mit sagenhafter Aussicht; im Herbst untermalt mit tollen Gerüchen. Vor dem Sprung ist es ruhig, vielleicht hört man die Glocken der Kühe unten im Tal. Die ersten 2 Sekunden fällt man in’s Nichts. Dann folgt die Anströmung und man kann mit seinem Körper arbeiten/fliegen und das in unmittelbarer Referenz zum Boden oder Felswand. Als Kind träumte ich wie ein Vogel zu fliegen…und das mache ich jetzt.

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Pascal:
      ehrlich gesagt, nein, ich verstehe es nicht, den inneren Frieden lässt sich auch anderweitig finden,
      z.Bsp. mit einem Arbeitseinsatz bei einem Bergbauern, Sie fliegen zwar nicht für ein paar Sekunden durch die Luft, sind aber ebenso an der frischen Luft und ebenfalls in steilem Gelände, und können abends stolz auf Erreichtes blicken-
      ohne im worst-case andere zu belasten; dass offenbar „rastlos über den Planeten gelaufen wird“ hat vielleicht auch ein bisschen mit Entfremdung vom Leben zu tun?

      • Pascal sagt:

        @Brunhild: ich bevorzuge es dann doch lieber durch die Luft zu fliegen und fühle mich dabei unglaublich lebendig. :-)

      • Sani sagt:

        @ Brunhild: das wunderbare am inneren Frieden ist doch, dass jeder einen eigenen finden muss und nie die gleiche Betätigung und Empfindung ist. Es gibt Leute, deren inneren Frieden wird durch das schauen von Boxkämpfen hergestellt, andere Springen gerne von Klippen und wieder andere sehen den inneren Frieden beim giessen seiner Pflanzen. Soetwas kann man nicht erzwingen. Der wahre innere Frieden findet man sowieso nur selbt.

        Ihre Vergleiche sind da nicht akkurat. Nur weil sie den inneren Frieden an der frischen Luft empfinden, heisst das nicht, dass es aus meiner Sichtweise gleich ist.

        • Brunhild Steiner sagt:

          @Sani:
          und was ist mit dem inneren Frieden derjeniger, auf deren Land dann die Leichen liegen?
          Dem inneren Frieden der Kinder die das mitkriegen?

          Meine Freiheit hört doch dort auf wo sie die eines anderen beschneidet oder so,
          da finde ich ein kritisches Hinterfragen durchaus „akkurat“.

          • Sani sagt:

            es war die Rede des inneren Friedens und nicht des allgemeinen Friedens. Das sind zwei verschiedene Paar Schuhe.

            btw. viele Leichen liegen im Wald oder im Geröll und nicht auf einer Kuhwiese. Und die Kinder in Lauterbrunnen sind damit aufgewachsen. Sie kennen es nicht anders. Und man muss bei einer Leiche auch nicht zwingend hinschauen. Es ist ja nicht so, dass es Exkursionen zur neusten Leiche gibt. Ist immer eine Entscheidung.

            Übrigends könnte es ja auch passieren, dass die Kinder sehen, wie ein Gspändli am Fussgängerstreifen vom Auto erfasst wird. Autos werden aber trotzdem nicht verboten

    • mia sagt:

      Da muss es aber schllimm um diese Menschen gestanden haben, dass sie erst durch solchen Unfug ihren Frieden gefunden haben. Ich dachte iimmer, solchen Zeitgenossen könnte in einer Geschlossenen eher geholfen werden.

      • Pascal sagt:

        @mia: Ich glaube es steht aktuell schlimm um sie, denn sonst würden sie eine Gruppe die einfach etwas anderes macht als sie das für „normal erachten würden nicht öffentlich beleidigen. Es ist halt immer leicht den eigenen Frust auf eine Minderheit zu transportieren.

        • mia sagt:

          Ach, Pascal! Was hat das denn mit Frust zu tun, wenn jemand seine Meinung frei äussert? Dies scheint mir eher bei Ihnen der Fall zu seiin. Wenn Sie die Ansicht anderer nicht akzeptieren können, haben Sie nämlich auf jeden Fall selber ein Defizit. Nun, wie auch immer: Ich bleibe bei meiner Meinung, ob Ihnen das nun passt oder nicht.

      • Sani sagt:

        Wenn nicht mal Kinderschänder oder Raser oder Mörder in die Geschlossene kommen, weshalb sollten es denn die BASE Jumper? Von denen gibt es deutlich weniger.

  • Pascal sagt:

    Ich springe seit 10 Jahren im Lauterbrunnen-Tal und verfolge seit eben dieser Zeit auch die immer wieder aufflammenden Diskussionen über ein Sprungverbot (was ich natürlich nicht befürworte). Mir ist klar, daß es befremdlich wirken muss, wenn sich Menschen mit meißt komischen Anzügen von Felswänden stürzen. Das alles für 10 bis 20 Sekunden mit einem zuvor evtl. 1stündigen Anmarsch. Auch ich werde den einen oder anderen Freund nie wieder sehen und habe dem Tod selbst kurz in’s Gesicht geschaut.

  • Anh Toan sagt:

    Warum gibts ein Helmobligatorium für Motorradfahrer?

    Warum muss ich Sicherheitsgurte im Auto tragen?

    • Anh Toan sagt:

      Warum ist Heroin und Kokain verboten?

      • Anh Toan sagt:

        Legal ist, auf der Wiese eines Anderen meine Eingeweide zu verstreuen, illegal wäre, auf der Wiese eines Anderen ein wenig Gras zu rauchen.

        Das versteh‘ ich nicht, wer erklärt mir den Unterschied?

        • Yves Hoehler sagt:

          Da sie hier Äpfel mit Birnen vergleichen, erübrigt sich eine ausführliche Erklährung. Es hilft wenn man zuerst denkt und dann Vergleiche zieht. Rauchen sie ein bischen weniger Gras und es wird ihnen vielleicht ein Licht auf gehen. Sonst halt nur Rauch….

          • Brunhild Steiner sagt:

            @Yves Hoehler:
            dann machen Sie bitte den ersten Schritt und vergleichen
            diese Unfälle nicht mit MORDOPFERN, besten Dank…

          • Yves Hoehler sagt:

            Brunhild können sie mir bitte sagen wo ich Unfälle mit Mordopfern vergleiche????????? Wo ist überhaupt die Sprache von Mordopfern??? Sind sie im falschen Film gelandet???

          • Anh Toan sagt:

            @Yves Hoehler: Womit sollte man Äpfel vergleichen, wenn nicht mit Birnen?

            Mit QE2 vielleicht, Exportrisikogaratie, Meerjungfrauen?

            Mit Äpfeln?

            Nichts als Fragen in meinem benebelten Gehirn.

          • Brunhild Steiner sagt:

            @Yves Hoehler:
            nicht ich sitzte im falschen Film,
            sondern Sie schicken offenbar Kommentare los ohne genauer nachgedacht zu haben,
            ärgern Sie sich nicht wenn das andere an Ihrer Stelle übernehmen….

          • Yves Hoehler sagt:

            @Toan: mal in der Schule gewesen. Es weiss jetzt jeder, dass man Äpfel am besten mit Mondstaub vergleicht, aber sicher nicht mit Birnen.Okay, Ariel die Meerjungfrau könnte man auch noch knapp zu einem Vergleich heran ziehen….

          • Anh Toan sagt:

            @Yves Hoehler: Ich weiss sogar, dass Vergleiche nicht gezogen sondern gemacht oder angestellt werden, und gerade ein Element von Denken sind, gezogen wiederum werden Schlüsse, diese sind Ergebnis des Denkens inklusive Vergleichens und zuletzt kommt Schreiben.

          • Yves Hoehler sagt:

            Toan: immerhin haben sie gelernt, wie man andere besserwisserisch auf die Feinheiten der deutschen Gramatik und die darin enthaltenen Fehler aufmerksam macht wenn man selber nichts schlaues zu sagen hat.. Wenn sie jetzt noch gleich akribisch denn Sinn ihrer eigenen Fragen am Anfang hinterfragen, so könnte es sein, dass sie doch noch merken, dass sie komische Vergleiche gemacht haben (haben sie gesehen: gemacht! nicht ziehen! ich lerne dazu… juhuu..). Geht das mit meinen Satzstellungen so in Ordnung?

          • Anh Toan sagt:

            @Yves Hohler

            Es geht weder um Grammatik noch Satzstellung, es geht darum, dass Vergleiche zwischen Ähnlichem Sinn machen (was ist gleich, was ist anders, wofür sind die Unterschiede wichtig), Vergleiche zwischen Gleichem machen keinen Sinn. Genauso wenig wie Ihr Vergleich zwischen komplett Unterschiedlichem, nämlich meinem Vergleich zwischen Drogen und Basejumpen (gemeinsam: Kick und Lebensgefahr, wohl auch Suchtpotential) und Ihrem Vergleich zwischen zwei Obstsorten, der mir nicht ansatzweise die Unterschiede bei der Rechtfertigung zwischen Drogen- oder Basejumpverbot zeigen kann.

          • Yves Hoehler sagt:

            Sorry quatschen sie jemanden anderes voll. Ich hab hier bestimmt keinen Vergleich zwischen Drogen und Basejumpen gezogen. Schauen sie, dass sie einen klaren Kopf kriegen. Das Sprichwort: Äpfel mit Birnen vergleichen, haben sie auch noch nie gehört oder? Auf diesem Niveau hat es wohl keinen Sinn zu diskutieren….

          • Yves Hoehler sagt:

            @Toan: hab mal noch den Wahrheitsgehalt ihrer Aussagen überprüft… laut Duden darf ein Vergleich sehr wohl gezogen werden. ;-)

          • Anh Toan sagt:

            @Yves Hoehler

            Also den Vergleich zwischen Basejumpen und Drogen habe ich „gezogen“, niemand hat gesagt, das seien Sie gewesen.

            Dann wird im Volksmund gesagt, man könne keinen Vergleich zwischen Äpfeln und Birnen „ziehen“.

            Sie haben den Vergleich zwischen diesen zwei Vergleichen „gezogen“.

            Kann man Jonathan mit Boskop vergleichen?

          • Anh Toan sagt:

            @Yves Hoehler:

            Ihr erster Post sagt: „Da sie hier Äpfel mit Birnen vergleichen, erübrigt sich eine ausführliche Erklährung.“ (unmd ich soll weniger rauchen und sonst nichts) als Antowrt auf meine Frage nach dem Unterschied zwischen Drpogen und Basejumpen.

            Ihre Antwort lautet also: Das ist so unterschiedlich, dass sich eine vertiefte Erläuterung der Unterschiede erübrigt.

            Sie haben diese nichtssagende Antwort mit Beleidigungen verbunden (ich soll zuviel Gras rauchen, es sei halt nur Rauch).

            Meine, nicht die, mildestmögliche Antwort darauf ist, Sie auszulachen.

      • Anh Toan sagt:

        Das Menschenrecht der persönlichen Freiheit garantiert auch das Recht auf (versuchten) Selbstmord, damit wohl auch eventualvorsätzlichen, „billigend in Kauf genommen“ Selbstmord.

        Dieses Recht kann, mittels Gesetz eingeschränkt, jedoch nicht komplett ausgeschlossen werden (Kerngehalt), wenn es überwiegende öffentliche Interessen gibt. Bei den Drogen wird als überwiegendes öffentliches Interesse der Jugendschutz genannt, die noch nicht voll Urteilsfähigen sollen vor der Anziehungskraft (Kick) geschützt werden.

        Sind Basejumper weniger attraktiv bei jüngeren Teenagern als Junkies und Kiffer?

        • Anh Toan sagt:

          Ich find es echt bezeichnend:

          Die Outdoorfraktion fordert Toleranz für Basejumper, individuelle Freiheit, Selbstverwirklung, innerer Frieden: Die gleichen Leute sind aber nicht bereit, Anderen, z.B. Motorradfahren auf den Pässen, Junkies und Kiffern, die gleiche Toleranz zu gewähren.

          Mein Weg ist der richtige Weg!

      • Philipp M. Rittermann sagt:

        um menschen wie sie vor sich selber zu schützen! ;)

  • Franz Meister sagt:

    Nein, Lebensmüde sind sie nicht, einfach schlicht dumm!

    • mia sagt:

      @FM: Sie haben in einem kurzen Satz gesagt, was wahr ist. IMitleid habe ich keines und ich weiss nicht, was einen halbwegs vernünftigen Menschen dazu bewegen kann, sein Leben so blödsinnig aufs Spie zul setzen. Was ich aber sicher weiss ist, dass es jedesmal einen Idioten weniger auf dieser sonst schon überbervölkerten Welt gibt.

  • sastror sagt:

    Liebe Frau Knecht

    Ich möchte zwei weitere Aspekte zu bedenken geben:

    Erstens bringen Sie als Argumente für das Basejumping „Leben und leben lassen“ ein sowie „Es muss ein super Gefühl sein“. Zusammen ergibt das „Erlaubt ist, was gefällt“. Ich bin mir da (hinsichtlich dieser Risikosportart) nicht sicher und finde es zudem eine schwache Argumentation…

    Zweitens wird das soziale Umfeld eines Basejumpers völlig ausgeblendet. Sie sprechen die Bauern und Anwohner an, vergessen aber Freunde, Angehörige.

    Basejumper (und nicht nur diese) tragen auch Verantwortung für andere!

    • Brunhild Steiner sagt:

      @sastror:
      hat wohl damit zu tun dass sich bisher auch keine grosse Protesbewegung von Angehörigen und Freunden formiert hat, wär übrigens nicht das Unerfreulichste wenn sich auch diese Menschen zu Wort melden würden, aber vermutlich bleibt denen nur das akzeptieren-müssen.

      • sastror sagt:

        ja. Ich denke, dass das passive Hinnehmen der Selbstverwirklichung einer Minderheit im Namen der Freiheit/Individualität ein generelles gesellschaftliches Problem ist, sich aber im Basejumping akzentuiert zeigt.

        Und in solchen Blogartikeln eben gerne nicht berücksichtigt werden…

        • Yves Hoehler sagt:

          Ich bin Angehöriger eines Basejumpers. So schlimm ist das jetzt auch nicht. Es ist sehr wohl bekannt, dass es bei diesem Sport einige Risiken gibt. Aber die gibt es bei allem was wir tun. Oder wissen sie, ob ihr Partner/Kind/Mutter/Vater am Abend noch nach Hause kommt. Lesen sie mal die Schlagzeilen der letzten Tage. Töfflifahrer von Auto gerammt, Familienvater verbrennt sich und zwei Kinder, Manager die Selbstmord machen, Bergsteiger die abstürtzen usw… und sie chauffieren sich wegen vier Basejumper und deren Angehörigen. Keiner von uns weiss wann Schluss ist. Aber für jeden ist mal Schluss

          • sastror sagt:

            Ich bin mir nicht sicher, ob die Selbstverbrennung eines Vaters und seiner Familie, die Selbstmorde von Managern, Töffliunfälle sowie die Rückkehr meiner Freundin am Abend sich mit Basejumping vergleichen lassen. Ich jedenfalls finde es relativ gewagt…

            Ich echauffiere mich nicht wirklich, finde jedoch den Artikel oben etwas zu wenig reflektiert, was die Auswirkungen des selbstverwirklichenden Risikoverhaltens von Minderheiten auf andere Menschen betrifft.

          • Brunhild Steiner sagt:

            @Yves Hoehler:
            es ist für jeden irgendwann mal Schluss, aber dabei ausblenden dass man mit diesem Schluss auch spielen kann, und ihn durch eigenes Risikoverhalten beiführt, hat mit „chauffieren“ herzlich wenig zu tun.

            In diesem Zusammenhang MORD
            und Selbstmord zur Relativierung anführen finde ich total daneben.

          • Yves Hoehler sagt:

            ach Brunhild… hier gehts ja um Mord. Hab ich erst jetzt gesehen. naja wie sie auf auf ihre Antworten kommen ist mir ein Rätsel. Ich hab bezug auf die „armen Angehörigen“ genommen und aus dieser Sicht argumentiert. Apropos Risiko verhalten. Es gibt wohl nur wenige Sportler die so viel Vorbereitung in jeden Sprung stecken. Das Risiko wird auf ein Minimum reduziert. Da sind an einem schönen Wochenende weitaus mehr Risikosportler namens Wanderer in den Bergen unterwegs, die nicht annähernd so gut vorbereitet sind, weil sie sich nicht mal eines Risikos bewusst sind.

          • sastror sagt:

            D.h. eine gute Vorbereitung rechtfertigt jegliche Art von Risikoverhalten?

          • Brunhild Steiner sagt:

            @Yves Hoehler:
            Sie haben die väterliche Selbstverbrennung ins Spiel gebracht, nicht ich-
            und ja, dort wurden zwei Kinder ERMORDET
            und Sie bringen das als Beispiel dass ja auch wir nicht wüssten ob wir abends heil nach Hause kommen.

          • Yves Hoehler sagt:

            Frau Steiner, wollen sie nicht begreiffen oder können sie nicht? Es ist so ziemlich egal WARUM! Ich rede davon, dass keiner wissen kann, wann und wie er stirbt. Gut möglich dass man auch ermordet wird. Die Wahrscheinlichkeit ist sicher sogar noch höher, als dass heute ein Basejumper abstürzt. Aber sie werden die Kernaussage meines Kommentars wohl auch in hundert Jahren noch nicht begreiffen.
            @sastror: nein. aber ein risikosportler der sich des Risiko bewusst ist und sich darauf vorbereitet, geht bestimmt weniger Risiken ein, als wenn der Pauli mit Flipflops und Gewitterwarnung wandern geht.

          • Brunhild Steiner sagt:

            @Yves Hoehler:
            Ich begreife schon, und finde trotz allem Nachdenken nicht, dass Sie diese Risiken vergleichen können. Mindestens das sollten sich die Jumper bewusst sein. Die kürzlich Verunfallten sprangen vermutlich mit der Überzeugung, kein Risiko offengelassen zu haben und trotzdem ist es passiert. Selbst an durchorganisierten Events passieren Unfälle.

          • Yves Hoehler sagt:

            Fr.Steiner sie begreiffen eben doch nicht. Ich habe nicht diese Risiken gegeneinander abgewägt, sondern gesagt, dass es viele verschiedene Risiken gibt, am Abend nicht mehr nach Hause zu kommen. Basejumpen ist nur eines davon. Und im Vergleich zu anderen täglichen Risiken, geschieht beim Basejumpen relativ wenig. Auf Blick hats nen Artikel über einen Zürcher der Grad vom Eigern nach Lauterbrunnen flog. Lesen sie mal nach. Jahrelange Vorbereitung für einen besonderen Sprung! Kenne keinen der sich für seinen Sport so intensiv vorbereitet und die Risiken wohl besser abschätzen und vermeiden kann.

  • rol huber sagt:

    der glogger ist ja schon lange unzumutbar…
    auch die chlöni -und verhindererfraktion soll jetzt mal dazu stehen dass sie gegen verbote sind;)
    machen wir keine vergleiche, statistiken – dies nützt nur jeweils einer seite. was wir brauchen sind regeln des zusammenlebens und nicht der selbstentfaltung. bin überzeugt mit der entwicklung der aerodynamik werden in 20 jahren menschen mit wingsuits sicher ohne fallschirm ! landen. stellt euch das vor! als bergsteiger, als..

    dazu: Frau Knecht: sie sollen unbedingt das nächste mal vom Eiger mit dem gleitschirm runter fliegen. genuss pur

  • daniela p. sagt:

    dass es so viele basejumps sind jährlich hätte ich nie gedacht. da passiert doch erstaunlich wenig. ich finde es atemberaubend, was diese menschenb machen

    • Hans Müller sagt:

      Ein Todesfallrisiko von 1/5000 ist im Vergleich extrem hoch. An solche Zahlen kommen weder bergwandern noch autofahren auch nur annähernd heran. Stellen Sie sich vor, jeder der 4254000 in der CH registrierten PW würde pro Jahr nur eine einzige Fahrt absolvieren und bei jedem 5000. PW gäbe es einen Toten. Macht 850 Tote / Jahr! Und bekanntlich ist es ja so, dass der Druchschnitts-PW in der CH etwas mehr als eine Fahrt absolviert…

  • Jorg Hurtado sagt:

    Warum nicht das Autofahren verbieten, weil unvorsichtige Fussgänger beim Strassenqueren überfahren werden? Wieso darf man noch in Flüsse und Seen springen, wenn dabei Leute ertrinken? Verbietet bitte auch die gefährlichen Freizeitbeschäftigungen wie Wandern und Bergsteigen, da doch jedes Jahr Berggänger zu Tode kommen. Skifahren und Snowboarden abseits der Piste – viel zu risikoreich! Segelflieger, Gleitschirmflieger, Taucher… Alles verbieten und die Gesellschaft entscheidet, bei welchen Beschäftigungen man sein Leben aufs Spiel setzen darf. Wie frei ist unsere Gesellschaft noch?

    • Brunhild Steiner sagt:

      … und wie „frei“ war sie denn früher?!
      Da ist vor lauter echtem Überlebenskampf, oder einfach schon so sehr strengem Alltags/Arbeitsleben gar keiner auf die Idee gekommen sich diesen Risiken auszusetzen…

    • Urs B sagt:

      Angesichts der Tatsache, dass in der Schweiz die allermeisten Menschen im Bett versterben, müsste man auch Betten verbieten!
      Wir sind in der Schweiz langsam so weit, dass es einfacher wäre, wenn der Staat eine Liste mit erlaubten Tätigkeiten (zB arbeiten und steuerzahlen) herausgeben würde!

    • Franz sagt:

      Nun, das ist schon fast eine Frage an Peter Schneider, wie frei denn unsere Gesellschaft sei. Aber als Individuum fühle ich mich, abgesehen von den Sachzwängen, die uns alle einschränken, ausserordentlich frei. Glücklicherweise werden die hier diskutierten Verbote nur diskutiert. Im Übrigen können wir sagen, was wir denken. Im Rahmen unserer Gesellschaftsordnung kann jeder tun und lassen, was er will.

  • Siero sagt:

    Warum Basejumper polarisieren? Nun, einerseits aus den im Blog beschriebenen Gründen, andererseits setzen sie sich meiner Meinung nach einem zu hohen Risiko aus. Klar hat wohl jeder Springer (gibt es eigentlich auch Springerinnen?) das Gefühl, dass ihm nichts passiere.
    Ich behaupte nicht, dass die Basejumper suizidgefährdet sind. Aber sie müssen sich bewusst sein, dass jeder Sprung der letzte sein kann. Und wenn es so ist, bedauere ich niemanden.

  • Philipp Rittermann sagt:

    es ist wie bei den meisten risikobehafteten trend-sportarten; viele leute versuchens, obwohl sie’s nicht (richtig) können. diese gefühlten 30% leben dann in der tat gefährlich.

    • Znuk sagt:

      Es sind aber doch schon einige dabei verunfallt, die es richtig konnten. Ueli Gegenschatz et al.
      Die leben ebenso gefährlich…

      • Philipp Rittermann sagt:

        da haben sie schon recht. wenn viele faktoren zusammen kommen, kann es auch mal einen profi erwischen.

    • Anh Toan sagt:

      Die, die es richtig können, wurden mit diesem Können geboren?

      Jeder der springt masst sich an, die Risiken im Griff zu haben, genug vorbereitet zu sein für den vorgesehen Sprung. Genauso wie jeder glaubt, ein guter Autofahrer zu sein, bescheuert sind die Anderen. Die Unfälle beweisen das Gegenteil.

      • Philipp Rittermann sagt:

        also, lieber herr toan. nehmen sie sich nun etwas zeit. hier kommt ein kleiner exkurs.
        a) die eigenwahrnehmung ist trügerisch, in der tat. dafür gibts regeln. werden die regeln befolgt, schliesst das, rein mathematisch gesehen, ein grossteil des versagens bezüglich vermeidung anarchistischen tun’s aus. regeln werden umgangen. fazit – risiko steigt. so weit so gut. jetzt zur menschlichen komponente. menschliches versagen basiert auf 1) selbstüberschätzung, 2) falscher einschätzung der umstände, 3) fahrlässigkeit, 4) dummheit, 5) routine…

        • Philipp Rittermann sagt:

          …und 6) – am gemeinsten – der aufkumulierung mehrer kleiner fehler und deren unabschätzbaren auswirkungen im zusammenhang mit dem allgegenwärtigen restrisiko des „unvorhergesehenen“. und die kombination der fiesen punkte 5 und 6 wird dann auch den „könner“ zu fall bringen. im wahrsten sinne des wortes. und wenn ich mir noch ein kleines fazit erlauben dürfte – wird eine tätigkeit unter berücksichtigung aller evaluierbaren faktoren nach bestem wissen und gewissen ausgeführt, minimiert sich das risiko für alle beteiligten.

          • Philipp Rittermann sagt:

            und jetzt kommts. es gibt sportarten, da gehört auch basejumpen dazu, wo punkt 6 einen weitaus grösseren prozentsatz an restrisiko einnimmt als bei anderen. die thermik – sprich unmittelbar auftretende auf/abwinde, werden sie während des (relativ kurzen) sprunges nie im griff haben. um es physikalisch zu formulieren – masse x geschwindigkeit = kraft, (kinetische energie). heisst, etwas banal gesagt, je grösser die geschwindigkeit im verhältnis zu zeit, desto grösser das risiko eines absturzes mit folge kolaleralschaden, im unglücksfall.
            *klugscheissmodus aus*

          • Anh Toan sagt:

            @Philipp Rittermann

            Ich mag „die Geschwindigkeit im Verhätnis zu Zeit“: Ich kann dies mit einem kurzen Wort sagen: Weg

            V = Weg/Zeit

            V/Zeit = (Weg/Zeit)/Zeit = Weg.

            *Klugscheissmodus aus*

            Gibt es eigentlich Glück und Pech oder lässt sich alles aus mathematisch physikalisch soziologisch biologischen Faktoren erklären?

          • Peter Burkhard sagt:

            @Anh Toan

            V/Zeit = (Weg/Zeit)/Zeit = Weg/Zeit*2 = Beschleunigung

            Macht in diesem Zusammenhang eigentlich noch viel Sinn ;-)

            *Klugscheissmodus aus*

          • Anh Toan sagt:

            @Peter Burckhard

            Sie haben Recht, Geschwindigkeit im Verhältnis zur Zeit ist Beschleunigung.

            Mann, ist Mathe lange her!

          • Anh Toan sagt:

            @Peter Burckhard

            Die Aussage macht damit aber gerade keinen Sinn: Die Beschleunigung eines Basejumpers ist direkt nach dem Absprung am höchsten und verkleinert sich im Laufe des Fluges Richtung 0. (Mit der Geschwindigkeit zunehmender Luftwiderstand im VVerhältnis zu konstanter Erdanziehungskraft). Der Schaden bei einem Aufprall, kollateral ist meistens nur Felsen oder ein Baum betroffen ist am grössten bei der höchsten erreichbaren Geschwindigkeit, also bei Beschleunigung 0.

        • Philipp Rittermann sagt:

          ich weiss nicht, ob „glück“ oder „pech“ relevante grössen sind. es sind wahrscheinlich einfach nur verknüpfungen verschiedener umstände – als neutren gesehen, die zu unfällen führen.

  • Eicher sagt:

    Ist wohl in der Eigenverantwortung jedes Einzelnen der springt, sind ja alt genug! Solange sämtliche Kosten für Bergung, Aerzte, Therapien… vollumfänglich zulasten des Verursachers und nicht der Oeffentlichkeit gehen!

  • Hotel Papa sagt:

    Leben und leben lassen ist auch mein Motto. Und verbieten will ich es (als auch Luft-Sportler) sicher nicht.

    Denoch sollten sich die „geile sieche“ manchmal fragen, wenn sie meinen, nur zentimeternah an den Felsen vorbeischrammen sei spektakulär genug, wer das Häufchen gewesener Mensch nachher zusammenkratzen darf und was das für den bedeutet.

  • Peter Nis sagt:

    Ich bin (leider) kein Basejumper. Ich würde es unbedingt gerne einmal machen, aber der Aufwand es so zu lernen, dass es einigermassen sicher ist, ist mir zu gross. Ich bin ein rigoroser Gegner von Verboten. Besonders wenn diese nur eine Minderheit betreffen und das Hobby dieser Minderheit im Grunde genommen andere Leute kaum stören (auf mind 15’000 Sprünge gab es 3 Tote, na und?). Lasst „freie“ Menschen in der „freien“ Schweiz das machen, was uns passt. Wenn wir anfangen Hobbies zu verbieten wird es nicht lange gehen, bis meines oder deines auch verboten wird.

    • Brunhild Steiner sagt:

      …und die „freien“ Schweizer die dort ihrer „freien“ Arbeit nachgehen,
      oder die „freien“ Schulkinder, welche die unschönen Szenen „freiwillig“ mitkriegen,
      die sollten halt kapieren dass auch „Freiheit im Sein“ ungleich verteilt ist und in diesen Fällen die Freiheit des anderen höher zu gewichten ist?

  • Kurt Ochsner sagt:

    Das letzte Verb im Artikel trifft den Sachverhalt nicht ganz. „Leben und sterben lassen“ müsste es heissen. Die Frage ist, ob die Gesellschaft diesem jugendlichen oder kindlichen Nachahmungstrieb mit so vielen Todesopfern einfach zuschauen oder zuklicken soll. Vergangene Abenteurer starben, weil sie sich mit einer noch nie dagewesenen Heldentat verewigen oder für die Menschheit neue Terrains erkunden wollten. Bei den Basejumpern geht es nicht darum, sondern um den Rauschzustand. Die moralische Frage lautet: Muss man diesen Süchtigen helfen, ihre Sucht zu überwinden?

  • Steph sagt:

    Einverstanden – Leben und Leben lassen. Selber einige Hundert Fallschirmabsprünge – Basejumpen wäre mir trotzdem „nicht mein Ding“… Töfffahren, Bergsteigen, Rauchen, Autofahren in Italien, etc. scheinen mir ähnlich risikoreich… Vorschlag: Der Landbesitzer könnte grosszügig entschädigt werden (zB./Sprung)

    Natascha, apropos Luft ist nicht dein Element: Du hast doch selber gerne viel Luft unter den Kletterfüssen ;-))

    • clear sagt:

      basejumping: 15000 sprünge und 3 bis 5 tote. (0.2 bis 0.3 promille).

      motorräder: zugelassene ca. 400’000. annahme 20 fahrten pro moto. ergibt 8 mio. fahrten. bei einer unfallquote von 0.2 bis 0.3 promille müssten in der schweiz somit ca. 1’600 bis 2’400 motorradfahrer verunglücken, damit’s so gefährlich wäre wie basejumpen. in der realität sind es 70 – 100 jährlich.

      gäbe es auf den strassen soviele tote würde reagiert…

  • Peter Steiner sagt:

    „An seiner Stelle wäre ich auch voll dagegen.“ – Eben.

  • Roland K. Moser sagt:

    Wo liegt das Problem für die anderen, wenn sich bei einem Basejumper der Schirm nicht öffnet?

    • Hotel Papa sagt:

      Beim zusammenkratzen-Müssen?

      • Roland K. Moser sagt:

        Mit der Schaufel in eine Garrette? Wie manche Schaufel voll es wohl gibt?

      • Astrid Meier sagt:

        Beim Zusehen und Zuhören müssen, wenn der Jumper unten aufklatscht? Bei der ständigen Möglichkeit, dass heute wieder einer stirbt? Bei der potentiellen Gefahr, dass Einer gerade unten ankommt, während der Bauer dort am Heuen ist? Sind ja immerhin 3-5 Tote pro Sommer.

        • Fritz Blasimann sagt:

          Schon mal in Mürren gewesen? Den Auprall würden sie weder sehen noch hören…..
          Die Retter haben sich den Job auch selber ausgesucht und gehört nun mal zum Berufsbild der Rettungsdienste, das sie auch Tote abtransportieren. Oder denkt ihr, dass einer nach einem Töffunfall besser aussieht?

          • Znuk sagt:

            Nicht die Mirrener sind das Problem, die unten im Tal, die Bauern, Kinder und Touris in Lauterbrunnen unten…

        • Fritz Blasimann sagt:

          Besser sie gehen nie auf die Strasse oder Wandern. Die Chance dass dort einer vor ihnen Augen stirbt, ist um ein x-faches grösser als dass sie in Mürren jemand sterben sehen. Im Mürren stirbt im Schnitt 4 Jumper im Jahr, macht etwa all 3 Monate ein Toter. Auf Schweizer Strassen sterben täglich Leute.

        • Roland K. Moser sagt:

          Das ist eine gute Geschichte für einen Death-Metal-Song.

          • Philipp M. Rittermann sagt:

            alter zopf, werter herr moser -> faron young – „live fast, love hard, die young“. (and leave a beautiful memory…).

        • Franz sagt:

          Es wäre ja schon ein unglaublicher Zufall, wenn man gerade in der Nähe wäre und das Klatschen hörte… Jeden Tag stirbt ein Mensch in der Schweiz im Strassenverkehr (macht 365!, was weitgehend unbemerkt bleibt) und ihr entrüstet euch über Extremsportler, die ihr Risiko bewusst eingehen?
          Klar, wenn es den lokalen Behörden zu bunt wird, sollen und werden sie das regulieren. Solange das Basejumpen erlaubt ist, hüte man sich vor moralstrotzender Verurteilung desselben.

          • Hans Müller sagt:

            Lieber Franz, anstatt zu fabulieren können wir ja auch ganz einfach rechnen: Basejumping: 4 Tote / 20’000 Basejumps. Autofahren: 365 Tote. Damit die Wahrscheinlichkeit, beim Autofahren zu sterben gleich gross ist, wie diejenige, beim Basejumpen aufzuklatschen, müssten in der CH pro Jahr mindestens 365/4*20’000 = 1825000 Autofahrten absolviert werden. In der CH sind 4254000 PW registiriert. Pro Jahr dürften diese wohl ein x-Faches der 1825000 Fahrten absolvieren. Also: die Wahrscheinlichkeit eines Todesfalls / Basejump ist massiv höher als diejenige eines Todes / Autofahrt.

          • Franz sagt:

            Lieber Hans, es geht mir überhaupt nicht darum, wie gross die Wahrscheinlichkeit eines fatalen Unfalls ist, sondern darum, dass Todesfälle unterschiedlich bzw. überhaupt nicht wahrgenommen werden. Und die verschiedenen Kommentare scheinen nahezulegen, dass das Basejumpen wegen des Risikos verboten gehört. Die Basejumper gefährden nur sich selbst und ihr eigenes Leben, deshalb halte ich nichts von Verboten.

          • Hans Müller sagt:

            Lieber Franz, ich bin auch der Meinung, dass jeder mit seinem Leben anfangen kann was er will und bin daher auch kein Befürworter eines Basejumping-Verbots. Was mich aber stört ist die Verharmlosung des Todesfallsrisikos beim Basejumpen indem absolute und nicht relative Vergleiche mit Strassenverkehr, Wandern, etc. angestellt werden. Es ist einfach eine Tatsache: Basejumpen ist verglichen mit anderen Sportarten eine Hochrisikosportart.

  • b v nünlist sagt:

    Rauchen wird/wurde verboten, weil es angeblich zuviele gesundheitliche Kosten verursacht für die Gesellschaft! – Wer trägt die Kosten der Basejumper, wenn sie weggeflogen werden, tot oder lebendig? Wenn lebendig, aber schwer behindert, wer trägt dann die Kosten? Müssen die eine spezielle Risikoklausel unterschreiben bei ihrer Krankenkasse? Risikosportarten gehören meiner Meinung nach in eine Zusatzversicherung! Wer trägt die Kosten für die Hinterbliebenen? Vielleicht weiss man einfach noch zuwenig über jene Sportart, um sich ein Urteil bilden zu können.

    • Hotel Papa sagt:

      Keine normale Versicherung deckt die Risiken von solchen Extremsprotarten.

      • Fabio sagt:

        Generali bietet eine Versicherung für Basejumper an, welche für alle Obligatorisch ist. Diese kostet 75.-/Jahr und somit sind all die Basejumper für das zusätzliche Risiko versichert!

        • H.Trickler sagt:

          Wenn diese Versicherung tatsächlich alle Risiken deckt und nicht mehr kostet, kann es nun wirklich nicht wahnsinnig gefährlich sein. Man vergleiche z.B. die Jahresprämien für Automobilisten usw.

    • Fred Baumann sagt:

      So zynisch es klingt, aber rein vom finanziellen Aspekt her sind diese Leute für die Gesellschaft weniger belastend als der Durchschnitt.
      Altwerden ist das was der Gesellschaft Kosten aufbürdet, nicht jung Sterben!

      • Michael sagt:

        Bei den meisten der Unfälle ist nur die REGA involviert. Für den Bürger entstehen keine Kosten dadurch. Die SUVA kürzt ihre Leistungen um 50%, gleich wie bei Unfällen bei Mountainbike Downhill Rennen, Töff Rennen etc. Viele BASE Jumper versichern sich zusätzlich über eine Risiko Versicherung.

    • James sagt:

      Vielleicht könnte man eine Sprunggebühr einführen und damit den Bauern für die Umtriebe entschädigen.

      • Michael sagt:

        Dies wird so auch gemacht. Jeder Springer kauft eine Landekarte und der Erlös geht fliest zu 80% direkt an die Bauern weiter. Die restlichen 20% werden für die Sicherheit ausgegeben wie Absprüngstellen sichern, Informationskampagnen etc.

      • Sani sagt:

        Gibt es bereits. Sie ermöglichen die Landung auf den speziell gekennzeichneten Landeplätze, welche von den Bauern gewährt werden.

  • Valentine Miaggio sagt:

    Oder besser gesagt: Leben und sterben lassen…

  • DK sagt:

    Ich kann nicht nachvollziehen, was im Hirn eines Basejumpers vorgeht. Aber die Frage ist ja nicht, ob man als Basejumper stirbt oder nicht, sondern beim wievielten Sprung …

    Natürlich kann man sagen „Leben und leben lassen“, äh pardon hier müsste es eigentlich heissen „Leben und sterben lassen.“. Es sei jedem selber überlassen, wieviel ihm sein Leben wert ist. Dass aber eine Tourismusregion sich daran noch bereichert, ist schon ziemlich pervers.

    • Sani sagt:

      Nicht jeder Basejumper beendet sein Leben bei einem Sprung. Manchmal stürzen sie auch auf dem Weg zum Absprung Punkt ab (dann gelten sie als Wanderunfälle) oder wenn sie von einer Brücke springen, kann es durchaus vorkommen, dass sie im Wasser landen und dann ertrinken. Und manchmal sterben sie auch einfach beim Überqueren der Strasse oder an Krebs oder weil sie alt sind.

  • Olando Alleyway sagt:

    „Leben und leben lassen.“ – Dieses Schlusswort ist wohl ironisch gemeint?!
    15’000 Sprünge und ca. 4 Tote pro Jahr im Lauterbrunnental. Die Transitstrasse unserer Gemeinde wird täglich mit 15’000 Fahrzeugen frequentiert. Hätten wir vergleichsweise ebenso viele Todesopfer, gäbe es ein allgemeines Fahrverbot. – Aus Schutz vor den Lenkern und der Bevölkerung. Wer dieses hohe Risiko freiwillig in Kauf nimmt, muss damit selbst klar kommen, aber bitte nicht in der Öffentlichkeit!

    • Astrid Meier sagt:

      Baurer Feuz hat meine volle Unterstützung. Ich meide das Lauterbrunnental seit Jahren während der Saison, da ich mir einfach nicht zumuten will, jemandem zuzusehen, der in den Tod stürzt. Mit dem bisschen Geld für „zertrampeltes Heu“ ist gar nichts abgegolten, auf jeden Fall nicht der Stress für Unbeteiligte.

  • Walter Bossert sagt:

    Die Antwort auf diese Frage ist eigentlich ganz einfach. Wenn ein Tourist im Ausland religiöse oder andere Gefühle durch sein Verhalten verletzt, wird er zu Recht gerügt. Das genau gleiche gilt für diesen Sport! Ich möchte auch nicht, dass in meiner nähe und schon gar nicht auf meinem Land, Leute in den Tod springen. Diese “ Sportler “ nehmen sich da Sonderrechte heraus, auch wenn sie etwas bezahlen.

  • Peter Kaufmann sagt:

    Eine Sprungbewilligung sollte mit einem Organspenderausweis einhergehen.

    • Sani sagt:

      naja, ich weiss ja nicht, in welchem Zustand die Organe sind, nachdem sie mit 120km/h auf dem Boden aufgeschlagen sind. Zudem können Organe nur eine bestimmte Zeit in einem toten Körper überleben. Da müsste die Bergung schon sehr schnell erfolgen.

    • Heidi Boser sagt:

      Ähm, haben Sie den Zustand dieser Organe nach einem Unfall auch schon gesehen ?

    • Urs B sagt:

      Ein hervorragender Vorschlag!
      Man bedenke, dass auch weniger empfinliche Organe (zB Hornhaut) entnommen werden können, und dass auch Basejumper durchaus auch an etwas anderem sterben können (siehe weitere Kommentare).

      • Reisender sagt:

        Vielleicht haben dies einen Organspenderausweis oder würden unterschreiben, wenn man sie darauf anspricht. Eventuell haben sich dies Leute mehr mit Leben und Tod auseinandergesetzt als der der Normalbürger, ich würde es jedenfalls hoffen. Wenn man akzeptiert hat, dass man einmal stirbt, dann kann man das Leben anders betrachten. Mit 38 habe ich bei Exit die lebenslange Mitgliedschaft abgeschlossen, da ich annahm dass ich noch mehr als 20 Jahre lebe, Organspender bin ich seit ewig – und Blut spende ich auch gelegentlich. Ich geniesse das Leben in vollen Zügen, mit Respekt vor den Gefahren .

  • Chrigu sagt:

    Prinzipiell bin ich gegen Verbote und ist jeder für SEIN Leben selbst verantwortlich.
    Ich sehe aber als Hauptproblem (und Unterschied zu anderen Sportarten) die Konzentration auf wenige Spots.
    Die leider unvermeidlichen Unfälle konzentrieren sich damit auf einige wenige Bauern, Helfer, Schulklassen etc.
    Zusätzlich sind es meist junge, körperlich gesunde Menschen die tödlich verunfallen.
    Das lässt keinen kalt und macht die Dauerbetroffenen nicht zum Freud dieses Sportes..

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