Ist Spitzenalpinismus in der Schweiz nichts wert?

Ueli Steck hat das Beste getan, das er in seiner momentanen Situation tun kann: Er engagierte Andreas Bantel, Reputationsberater und Profi für Krisenkommunikation. Denn so vorbildlich und professionell der Ringgenberger Spitzenalpinist stets seine Projekte anpackt, so unglücklich formuliert waren zum Teil seine Aussagen, die er nach dem Everest-Debakel machte. Für Kritiker waren sie ein gefundenes Fressen. Häppchenweise in (zu) vielen Interviews serviert. Steilpässe, mit denen er eine Art Shitstorm auf sich selber auslöste. Krass, welche Meinungen auf den Leserbriefseiten der Tageszeitungen gedruckt und in Online-Kommentaren ausgedrückt wurden. Krass aber auch, dass Steck die Reaktionen überhaupt liest – auf seinem iPad, wie das «Migros-Magazin», sein Medienpartner, in der aktuellen Ausgabe berichtet. Er sei fassungslos. Enttäuscht, ratlos und traurig.

Nun soll bei ihm mit Andreas Bantel wieder langsam Ruhe einkehren. Steck will vorläufig keine Interviews mehr geben. In einem offenen Brief an «Freunde», den er auf seine Webseite gestellt hat, bittet er um Verständnis, dass er eine persönliche Auszeit in Anspruch nehmen werde. «Wenn ich also in der nächsten Zeit keine Telefone und E-Mails beantworte, so geschieht dies allein aus dem Grund, dass ich eine Pause benötige.»

Warum sind in der Schweiz Alpinisten keine Volkshelden?

Noch vor einer Woche sagte Steck gegenüber der «Berner Zeitung», er habe «durch das Vorgefallene einen Imageschaden erlitten.» Aber nur er. Sein Everest-Kamerad Simone Moro werde in Italien als Held gefeiert, und auch in England, der Heimat ihres Fotografen Jonathan Griffith, «steht die Gesellschaft geschlossen hinter uns. Es ist die Schweizer Mentalität: Viele Menschen und Medien hier warten nur darauf, ihrer Missgunst Luft machen zu können», so Steck.

Dass in der Schweiz wirklich «viele Menschen und Medien nur darauf warten, ihrer Missgunst Luft machen zu können» – das kann man glauben, oder auch bezweifeln. Eher ist es doch so, dass Bergsteiger in der Schweiz noch nie Volkshelden gewesen sind. Im Gegensatz zu Italien, England und anderen Ländern. Dort geniessen Alpinisten ein ganz anderes Ansehen. Dort geht jede Erstbesteigung eines namhaften Gipfels und jede Erstbegehung einer schwierigen Route als Markstein in deren Geschichte ein. Seit der Alpinismus erfunden wurde. Seit man die hohen Berge als Spielplatz entdeckt hat. Seit manche Nationen unter sich einen zum Teil erbitterten Wettkampf starteten. In der Schweiz dagegen, kam dieser «Eroberungsfeldzug» nie gut an. Eine grundsätzliche und anhaltende Ablehnung zum Alpinismus bewirkten zudem die Tragödien, die sich vor unserer Haustür abspielten und von der Welt sensationsgierig mitverfolgt wurden. Etwa bei den ideologisch belasteten Versuchen, die Eigernordwand zu durchsteigen.

Wir sind Sherpa!

Aber Missgunst? Ist es nicht eher die chronische Unwissenheit der meisten Schweizer über den Alpinismus? Erinnert sich heute zum Beispiel noch jemand an den Meiringer Melchior Anderegg oder an den Grindelwaldner Christian Almer? Ihre Hochblüte erlebten die zwei vor 150 Jahren, im Goldenen Zeitalter des Alpinismus. Zahllose Erstbesteigungen gehen auf ihre Konten, zwar «nur» als Bergführer, welche die damaligen Cracks aus England zu Ruhm und Ehre brachten. Dennoch gelten Anderegg und Almer beim elitären Alpine Club in London bis heute als «wichtig für die Historie». Und bei uns?

Oder der Genfer Raymond Lambert. Er stellte 1952 am Everest einen neuen Höhenrekord auf. Damals eine Weltsensation. Zusammen mit Tenzing Norgay kam er bis auf 8611 Meter. In Erinnerung blieb in der Schweiz nur Sherpa Tenzing. Denn Tenzing wurde im Berner Oberland, in der Bergsteigerschule Rosenlaui ausgebildet. Er war charismatisch, die Leute liebten ihn und seine bescheidene Art. Im Mai 1953 stand er dann zusammen mit Edmund Hillary auf dem höchsten Erdengipfel (8848 Meter). Wir sind Sherpa! Das war etwas ganz Neues.

Was bringt Bergsteigen der Allgemeinheit?

Selbstverständlich ist Kritik berechtigt. Es gibt nach wie vor jedes Jahr Bergtote. In den Köpfen hält sich Bergsteigen bis heute als rücksichtslose, unverantwortbare Freizeitbeschäftigung. Ein sinnlos blödes Risiko. Aber das Schönste am Hochgebirge ist bekanntlich die Freiheit. Solange man niemand anderes gefährdet, kann jeder tun und lassen was er will, mit Flipflops aufs Schreckhorn klettern oder ungebüsst auf einen Gletscher pinkeln. Auf keinem Gipfel steht ein Alpenverbandsfunktionär und nimmt eine Urinprobe, keiner pfeift einen Penalty oder brüllt von einem Leiternsitz «Out!»

Dass Leute wie ein Ueli Steck ihre Leidenschaft zum Beruf erklären und davon leben, ist eine sehr, sehr junge Entwicklung im Alpinismus – und in der Schweiz offensichtlich noch nicht akzeptiert. Was bringt das der Allgemeinheit, was ist der Nutzen davon, wird gefragt. Dass Bergsteigen im Niveau eines Ueli Stecks ganz einfach Spitzensport ist, wird gerne ausgeblendet.

Muss man alles an die grosse Glocke hängen?

Natürlich darf Steck die grossen Nordwände der Alpen alleine und ungesichert in Rekordzeit hochspeeden, Everest und Lhotse in drei bis vier Tagen überschreiten, was bisher noch kein Mensch geschafft hat. Und selbstverständlich ist die Frage berechtigt: Muss man das an die grosse Glocke hängen? Jeder Lokalzeitung ein Interview geben? Jeder Fernsehstation vor der Abreise nach Kathmandu zeigen, wie er sich in der Mönchsjochhütte à la «sleep high, train low» an die Höhe akklimatisiert. Via Al-Jazeera-TV darauf schauen, dass er in Qatar Airways einen guten Platz im Flugzeug kriegt? Warum nicht? Fussballspiele werden auch live übertragen, Siege frenetisch gefeiert, Niederlagen gemeinsam verarbeitet.

Vielleicht gelingt es der «Swiss Machine» Ueli Steck nun mit Hilfe seines neu engagierten Reputations- und Kommunikationsberater Andreas Bantel, in diesen Hinsichten etwas zu bewegen.

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143 Kommentare zu «Ist Spitzenalpinismus in der Schweiz nichts wert?»

  • quitscheentchen sagt:

    Bin spät dran aber wie seht ihr das: ein spitzensportler in einer randsportart ist doch einer der wenigen menschen in unserem land, der eben gerade nicht wegen geld sein ziel verfolgt. Und das ist doch sehr sympatisch, oder?
    Und wenn dann alle käseblätter so einen abdrucken wollen, scheint das ja die masse zu interessieren. Nehme ich an…

  • hallo mitenand

    es ist doch ganz normal, das man als spitzen alpinist seine leistungen vermarktet… das ist legitim.
    oder geht ihr gratis auf, zur arbeit.

    das geschäft bergsteigen ist doch normal… um sich die freude wieder zu leisten… eine expediton oder so, muss man
    die produkte, film, foto, dias, bücher… etc… verkaufen. und es ist doch schoen solche vorträge, buecher etc zu kaufen.

    und steck hat sich 100% richtig verhalten im himalaya. jemand der 20 mal im himalaya war, weiss wie man sich g egenueber den
    sherpas verhalten muss.

    gruss von
    raphael wellig http://www.raphaelwellig.ch

  • Tischhauser sagt:

    Es gibt auch Neid und Missgunst gegenüber Ueli Steck, es ist nicht nur die Zurückhaltung, dass die Schweiz die Bergsteiger nicht zu Volkshelden macht. Das treffende Beispiel lieferte der Club vom letzten Dienstag. Ueli Steck wurde von einem Walliser Bergführer stark kritisiert, dieser jedoch scheiterte im Club mit seiner Kritik oberkläglich. Keine seiner Thesen konnte er untermauern, es war ein beispielloses Palaver, das er von sich gab. Er änderte seine Meinungen während der Sendung wie eine Fahne im Wind, konturenlos, flatterig und vor allem unwissend. Das zeigt einmal mehr, dass dort, wo die Kompetenzen fehlen, schweigen Gold wäre. Ueli Steck soll sich vor solchen inhaltlosen Kritiken nicht irritieren lassen.

    • Päde Bögli sagt:

      Ja, klar: Neid und Missgunst kann’s ja nur sein, etwas anderes gibt’s gar nicht in eurem Universum. *facepalm“

  • ich wäre jetzt dann DANKBAR, dass wir den STECK, einfach mal stecken lassen…….soviel promotion (wer weiss, vielleicht verdient er auch noch daran) kicher……………………..

  • Franz Fellmann sagt:

    Ich möchte mich hier nicht in die Diskussion einmischen. Ich bin kein Alpinist, verfolge aber diese Spitzenleistungen mit Interesse. Ich möchte Frau Knecht bloss entgegen halten: handelt es sich hier nicht um ein DEUTSCHSCHWEIZER Problem?
    In meiner Wahrnehmung haben Alpinisten in der Romandie ein hohes Ansehen. Dem Erhard Loretan hielten sie auch in den tragischsten Zeiten die Stange. Man beachte auch die vielen liebevollen Porträts über ihn , André Georges oder andere Alpinisten (auch ganz normale Tourengänger) in der Télévision Suisse Romande. Im SF auf diese liebevolle Weise nicht vorstellbar. Man muss allerdings auch betonen, dass Alpinisten und Bergführer, wenn sie denn aus alpinen Gegenden stammen, in ihren Regionen hohes Ansehen geniessen, auch in der Deutschschweiz. Da ist man mit Kritik sicher vorsichtiger.

  • Peter Aufenast sagt:

    Zusätzlich zu meinem Beitrag etwas weiter oben. Steck & Co sind in diesem Land Gäste. Und Gäste haben sich ohne wenn und aber als Gäste zu benehmen.

    User, die in diesem Thread die aufgebrachten Sherpas als primitiven “Mob” diffamieren, trifft man rund um die Kugel. Von sich eingenommenen Schweizern, die überzeugt sind, dass wir die Besten sind. In der Regel sind diese kleinkarierten Vollbluteidgenossen inmitten Horden von “Touris”, angeführt von einem Leithammel in fremden Kulturen unterwegs. Selbstverständlich organisiert bis ins letzte Detail. Reisen auf eigene Faust — niemals, man könnte ja überfallen werden, die korrupte Polizei, der grauenhafte “Frass” und, und … Und man lästert genüsslich und lautstark in der Gruppe über alles was nicht dem Standard in unserem, ach so perfekten “Alpenländli” entspricht. Und Einheimische die sich anmassen ebenfalls lautstark und manchmal auch mit mehr oder weniger Drohgebärden über das Verhalten dieser “Möchtegern” Globetrotter herzuziehen, werden dann als “Mob” abqualifiziert.

  • Joachim Adamek sagt:

    @ Christian Duerig: Danke, dass Sie sich die Mühe gemacht haben, den Bericht von Chad Kellog zu lesen. Sie haben natürlich Recht, dass auch Herr Kellog nicht alles gesehen hat. Interessant fand ich als erstes den Hinweis, welches konkrete Ereignis der Eskalation möglicherweise vorausging.
    Was die Überquerung der Fixseile betrifft, so wurde das von mehreren Zeugen aus der Ferne beobachtet, u.a. von einem russischen Team, denen nichts Aussergewöhnliches aufgefallen ist. Steck, Moro, Griffith und andere haben darauf hingewiesen, dass es dort nur Schnee gab, weshalb die Behauptung des Lead-Sherpa, was ja als Auslöser hingestellt wird, schwer nachvollziehbar ist, dass das Trio Eis losgetreten haben soll.
    Griffith hat gegenüber dem Guardian eingeräumt (Everest climbers abandon ascent… 130430), was ich heute erfahren habe, dass Moro dort tatsächlichen einen Sherpa einen “motherfucker” genannt hat. Aber bitte schauen Sie sich die Umstände an: Der Lead-Sherpa hatte sich zu diesem Zeitpunkt schon sehr aggressiv verhalten, die Verständigung war schwierig, das Wetter stürmisch, … —Ok, man sagt so was nicht. Auch nicht auf 7000m.
    Sehen Sie: In vielen Einträgen kann man lesen, dass das Trio zu diesem Zeitpunkt, gar nicht an diesem Ort hätte sein dürfen. Es gab ein Beschluss … — Herr Steck hat gegenüber “Outside Online” erklärt (Ueli Steck’s Story,130502), sie hätten beim Aufstieg zu Camp 3 einen Sherpa getroffen, der ihnen die Erlaubnis gegeben habe, zu ihrem Zelt aufzusteigen. — Skeptiker könnten fragen: War denn der Sherpa hierzu berechtigt gewesen?

    Ich denke: Wir sollten uns nicht zu sehr um alle Details bemühen, die selbst den Leuten vor Ort nicht alle bekannt sind. Ich finde, die Vorgänge im Camp 2 nach der Rückkehr des Trios sprechen eine klare Sprache. Der “Mob”, der sich zu den Zelten des Trios aufgemacht hatte, wollten nicht reden, war nicht an einer Verständigung interessiert, sondern hat die gewaltsame Auseinandersetzung, wenn nicht sogar schlimmeres, gesucht.
    Das ist das Schockierende, was bislang auf dem Everest noch nicht vorgekommen ist. Ich habe an anderer Stelle wiederholt gelesen, dass möglicherweise einige “Sherpas” auf das Trio sauer waren, weil das Trio in einem bestimmten Büro kein Sherpa angeheuert habe. Das sind Spekulationen.
    Wir können, und viele werden, aus dem traurigen Vorfall etwas lernen: Wenn die Dinge erst einmal aus dem Ruder laufen, ist es bis zum “worst case”, bis zum schlimmst denkbaren Fall, oft nur ein kleiner Schritt. Steck, Moro und Griffith haben m.E. Grösse bewiesen, indem sie gegen die Rädelsführer keine Anzeige erstattet haben. Wir sollten dieselbe Grösse zeigen, indem wir uns möglichst aller Besserwisserei enthalten und jeder Art von Lynchjustiz, die es leider auch bei uns zunehmend gibt, eine klare Absage erteilen. An diesem Punkt gehe ich mit Frau Knecht absolut konform.
    Und ja doch, Spitzenalpinisten werden auch in der Schweiz nach wie vor geschätzt, sonst würde es einen Mann wie Ueli Steck gar nicht geben.

  • warum isch äs wenns ä so menschelet, immär so trurig???

  • michael klein sagt:

    versteh ich alles nicht. da kraxelt einer auf hohe berge und wird damit ein held ?

  • Peter sagt:

    @Christian Duerig Wow! Was müssen Sie für einen Frust in sich tragen, dass Sie über einen Menschen, den sie ganz offensichtlich nicht kennen, solche Dinge zu sagen?! Schwer nachvollziehbar!

    Ihre lustige Google Aufgabe verstehe ich übrigens nicht. Vielleicht sollten sie mal persönlich in das Basecamp gahen oder einfacher, auf das Joch und werden feststellen, dass es dort ein bisschen anders aussieht, als wie sie es hier darstellen möchten.

    Ich wünsche ihnen etwas mehr positives im Leben

  • Peter Steiner sagt:

    Was kümmert uns eigentlich eine solche Lappalie? Das grosse Problem sind die Müllhalden, die nicht genügend entsorgt werden. Vielleicht könnte Herr Steck sich mal darum kümmern.

    • Tom sagt:

      Oder die Sherpas, die Tragen den Müll ja dort hoch! Die Sherpas verschmutzen ihren Berg mit selber. Bis das von diesem Entwicklungsland eingesehen wird, vergehen wohl noch ein paar Jahre.

  • Christian Duerig sagt:

    JUNGFRAUJOCH
    Googlen Sie nach diesem Ort und geniessen Sie die eindrücklichen Bilder von diesem Ort. Nun schauen Sie die Bilder genauer an. Da sehen Sie die Schweizerfahne. Sie sehen Sie ganz alleine an einem hohen Mast. Sie sehen nur diese Fahne. Sie wissen, dass Sie sich in der Schweiz befinden.
    FRAGE: Sehen Sie die Flaggen von den USA, China, Australien, England, Italien, Europa, Nepal, …. ?????
    Ich habe nur die Schweizerfahne gefunden. Ich finde viel Werbung und Lobhudeleien auf „Top of Europa“. Machen wir da mit ???
    FAZIT: Die ganze Welt fällt auf diese plumpe Werbung rein. Die Kassen sind voll.

    Nachtrag: Bilder von Ueli Steck auf der Jungfrau…..? Sie schmunzeln.

  • Christian Duerig sagt:

    MOUNT EVEREST
    Googlen Sie nach diesem Berg und geniessen Sie die eindrücklichen Bilder von diesem Berg. Nun schauen Sie die Bilder genauer an. Da entdecken Sie die Gebetsflaggen der Nepaleser. Sie sehen sie überall. Sie wissen das Sie sich in Nepal befinden.
    FRAGE: Sehen Sie Flaggen von den USA, China, Australien, England, Schweiz, Italien, Europa, …. ?????
    Ich habe nur die Gebetsflaggen von Nepal gefunden.
    FAZIT: Die ganze Welt respektier diese Gebetsflaggen bis auf…..

  • Luise sagt:

    Zum Thema Neid und Missgunst: Ich stelle fest, dass viele Menschen anderen nicht gönnen, wenn sie hervorragende Leistungen erbringen. Viele durchschnittliche Menschen wie die meisten von uns sind ärgern sich, wenn andere überdurchschnittlich gut sind und sind dann schadenfreudig, wenn es ein Problem gibt. Wie im Kindergarten.

    • Marcel Marquis sagt:

      Wie im Kindergarten ist höchstens dieser Kommentar. „Viele durschnittliche Menschen, wie die Meisten von uns….“ was soll das? Ich bin vielleicht durschnittlich, O.K, aber jeder von uns kann etwas besser als die Meisten. Wieso soll man dann Schadenfreudig sein? Federer spielt gut Tennis, aber mich langweilt er, weil ich noch aus der Connors, McEnroe Zeit bin. Aber Schadenfreude wenn er ausscheidet. Wohl kaum.

  • adi sagt:

    Profisport (wie ein Steck das macht) kann man sinnvoll oder sinlos finden. Aber da werden 3 Menschen von einem Mob fast ermorded es gibt ernsthaft Leute die sagen selber schuld??
    Gewisse Länder lieben ihre Helden.. Wir Schweizer lieben es viel mehr, die Helden fallen zu sehen. Je tiefer desto besser.. als ob das die eigene, langweilige? Existenz im Vergleich aufwerten würde.

    Ich rate an, allen Neidern und Hassern mal den Bericht zur versuchten Rettung des Spaniers durch Steck/Anthamatten am Anapurna zu lesen.. und Simone Moro fliegt seit Jahren mit dem Helikopter Rettungseinsätze im Himalaya.. Für Sherpas übrigens kostenlos.

    Solchen Leute als vollkommene Egoisten zu bezeichnen ist einfach absurd.

    • MS sagt:

      Simone Moro ist zurück am Everest und vermutlich hat er heute schon den verunglückten Russen zurück geflogen

    • Christian Duerig sagt:

      @ adi
      Die Situation am Mount Everest ist seit Jahren sehr angespannt. Ein Funke genügt, und die Explosion folgt. Die Auswirkungen sind verheerend. Beim Wetter spricht man vom Schmetterlingseffekt.
      Der Waffenstillstand kam nur Dank Melissa Arnott zustande. Sie entwirft und schreibt das Abschlussdokument.
      Der gebildete Bergsteiger Ueli Steck (nach Reinhold Messner) ist dazu nicht fähig. Für ihn ist alles Scheisse. Er hat die Kontrolle total verloren. Er ist nicht einmal fähig im Club zu erscheinen. Alle möchten seine Fratze sehen. Alle möchten sein Verhalten genauer analysieren. Er verhält sich wie ein Krug geht zum Brunne bis er bricht. Erkennen Sie das K, das in der Schweiz zur Tradition wird ?

  • Joerg Hanspeter sagt:

    Was soll das Gejammer und die Schlechtmacherei der Schweizer? Ueli Steck macht das was er (zugegebenermassen gut) kann, und möchte damit Geld verdienen. Es gibt Sportarten, die in der Schweiz Geld und Anerkennung bringen, für andere interessiert sich kaum jemand. Das ist unfair für die Athleten, ist aber so, denn wer z.B. interessiert sich in der Schweiz für Baseball? Der Mann übt einen Beruf aus und der ist halt mehr oder weniger gefragt, es gibt kein Anrecht auf Anerkennung und was daran heldenhaft sein soll ist mir völlig unklar.

  • Brunner Franz sagt:

    lesen sie mal das buch „high crimes“ von KODAS Michael (auch BOUKREEV Anatoli „the climb“ und KRAKAUER Jon „into thin air“ sehr sehr interessant)—für die leistung verdienen alpinisten allen respekt, aber deren charakterliche eigenschaften lassen einiges zu wünschen übrig—dass man sein ziel nur mit einer gewissen portion egoismus erreichen kann ist verstandlich, aber zb im camp 4 und auf dem balcony anderen bergsteigern die sauerstoffflaschen aus dem zelt klauen, ist schon was anderes–ich garantiere ihnen, nach der lektüre werden ihnen höchstwahrscheinlich die haare zu berge stehen, denn es kommt noch „besser“

  • Peter Aufenast sagt:

    Warum die ganze Aufregung. Ueli Steck ist ein Spitzenathlet, der bestens weiss wie man sich vermarktet. Nicht mehr und auch nicht weniger. Das ist sein gutes Recht. Aber auch für ihn gilt, was für jeden echten Globetrotter auf Reisen eine Selbstverständlichkeit ist, gib den Einheimischen, im Fall Steck sind es die Sherpas, nie das Gefühl, ihnen in sportlicher und technischer Hinsicht weit überlegen zu sein, auch wenn es stimmt. Etwas Zurückhaltung bei Interviews mit den lokalen Medien wäre da angebracht.

    Etwas habe ich auf geschäftlichen und privaten Reisen rund um die Kugel gelernt. Ein falsches Wort, eine an sich harmlose Gestik oder ein Gesichtsausdruck kann Menschen in fremden Kulturen schwer beleidigen und ihrer Selbstachtung einen herben Schlag versetzen. Ich unterstelle Ueli Steck nicht, dass er bewusst provoziert hat, aber er sollte sich mal darüber Gedanken machen. Allerdings wenn der Kommerz im Vordergrund steht, sind da gewisse Grenzen gesetzt. Der Rubel muss schliesslich rollen!

    • MS sagt:

      Die unterschiedlichen Temperamente reagieren anders. Simone Moro hat sich nach der Rauferei 100x entschuldigt, wie er in einem Interview an National Geographic mitteilte. Danach wurde die Vereinbarung unterschrieben und die meisten Beteiligten sind wieder zurück an ihrem Platz bzw. Arbeit. Simone Moro fliegt wieder mit seinem Hubschrauber Rettungseinsätze und vermutlich hat er bereits den gestern verstorbenen russischen Spitzenbergsteiger geborgen.

      Währenddessen verläuft Ueli Stecks Verarbeitung der Ereignisse ganz anders ab. Er gab in Interviews verschiedenste Kommentare. Schade eigentlich, denn nach der Vereinbarung im Base Camp hatten die Beteiligten wohl erwartet, dass nicht weiter medienmässig darüber berichtet würde. Nun hat dies in der Schweiz ein Ueli-Bashing ausgelöst, weil die Schweizer urteilsfähig sind und nicht alles für bare Münze nehmen, was ihnen in der Presse aufgetischt wird.

      Auf jeden Fall wird es sehr spannend zu verfolgen, wie die PR-Geschichte von Ueli Steck sich weiter entwickelt. Die grossen Sponsoren werden mit ihm gemeinsam einen Plan ausarbeiten und dieser wird von Uelis privatem Medien-Sprecher noch unterstüzt. Diesen ganzen Aufwand muss man sich erst einmal auch finanziell leisten können.

      Reinhold Messner hat einmal gesagt, es sei nicht wichtig, alle Achttausender zu besteigen sondern was man danach im Leben aus dieser Erfahrung macht. Wir werden es sehen.

      Bestimmt wird beim nächsten EXPLORA-Vortrag die Besucherzahl eine Rekordhöhe erreichen.

  • Peter Schreiber sagt:

    Sehr geehrter Herr Steck
    Ich bin stolz auf Sie! Was sie leisten in solch schöner Umgebung wie den Bergen, das ist einfach grossartig.
    Machen Sie weiter so.
    freundliche Grüsse
    Peter Schreiber

  • imPi sagt:

    Philipp Ritterman – ist eben – ein Rittermann – der nicht anders kann !!! –

  • Friederich sagt:

    Der Titel: ‚Ist Spitzenalpinismus IN DER SCHWEIZ nichts wert?‘ Herr Steck darf tun und lassen was er will – er, seine Geldgeber (nicht uneigennützige Sponsoren) und andere Fans können aber im Ernst nicht erwarten, dass das ganze Land dies super findet. Was hilft es den Menschen, was hilft es der Gesellschaft? Hat es nicht mehr mit Eigeninteressen wie Ego, Ehrgeiz und Business zu tun? Sollen wir alle dazu applaudieren?

    • Tim Meier sagt:

      Sie (nicht ‚wir‘) müssen sicher nicht applaudieren, das hätten Sie wohl nach der erfolgreichen Steinigung gerne getan, oder? So ist jedenfalls ihr missgünstiger Kommentar zu verstehen.

  • Joachim Adamek sagt:

    Wer noch immer Zweifel am Verhalten von Steck, Moro und Griffith hat, dem empfehle ich unbedingt den Bericht von Chad Kellogg (30.04.): “A Series of Unfortunate Events.” (aufrufbar über: Everest K2 Explorers Web). Der amerikanische Everest-Kenner schildert klar und unaufgeregt, wie sich die Dinge zugetragen haben.

    • Christian Duerig sagt:

      @ Joachim Adamek
      Danke für Ihren Hinweis auf den Bericht von Chad Kellogg vom 30.04. „A Series of Unfortunate Events“.
      Ich habe den Bericht sorgfältig durchgelesen. Hier 3 Zitate, die zeigen, dass Chad Kellogg den genauen Hergang nicht gesehen hat. Überprüfen Sie meine Aussage.

      «Just below Camp 3 they returned to the original line and crossed the fixed ropes carefully. Uli made certain that John did not dislodge any ice and that none of the team touched the fixed lines. Apparently a confrontation began at that moment. The fixing team accused them of knocking ice down on the fixing team of Sherpas below. One Sherpa began to wave an ice ax at Simone and Simone cursed at the Sherpa offending him further. The fixing team abandoned the fixing effort for the day and all 18 of them descended to Camp 2.»

      «It is hard to believe that this whole incident appeared to have started from ice supposedly being knocked down on some Sherpas below by three European climbers.»

      «I am not going to comment on why I think this happened. That would be just opinion and promote sensationalism instead of the facts.»

      Wie können Sie jemanden noch mehr provozieren ? Es muss schon eine Provokation früher gegeben haben. (Fallende Eisstücke !)

      Also: ……

  • Monika Schweizer sagt:

    Was unterscheidet David Tait von Ueli Steck? Tait hat dieses Jahr als erster Nicht-Sherpa den Gipfel des Everest erreicht: am 10. Mai um 12.14 Uhr. Bravo! Losgeschickt hat ihn, und jetzt wird’s interessant, Russel Brice, Geschäftsführer von Himalayan Experience (aktueller Preis für die Everest-Besteigung: 47’500 Euro), nachdem sein bekanntester Sherpa, Phurba Tashi, das OK dazu gab. Was ist daran so speziell? Nun, es bedeutet, dass Tait zusammen mit den die Seile bis zum Gipfel fixierenden Sherpas kletterte. Er wurde sozusagen dazu eingeladen. Dazu aufgefordert. Darum gebeten. Anders als Steck, der am 27. April (genaue Zeit nicht bekannt) angeschrien wurde, weil er die Seile der Sherpas queren musste und der sich kurz darauf einem Mob gegenüber sah, der ihn umbringen wollte. Ja gut, von Steck unterscheidet Tait natürlich auch, dass er Millionär ist und seit Jahren ganz schön viel Geld im Himalaya liegen lässt (zufälligerweise bevorzugt er dabei Russel Brice und Phurba Tashi). Tait ist wohl ein ganz netter Typ, und gegen’s Geld ausgeben ist ja eigentlich nichts einzuwenden. Weniger nett finde ich allerdings den Unterschied, den die Expeditions- und Sherpa-Prominenz bei den Bergsteigern macht. Wer extrem viel Geld hat, darf alles und wird hofiert. Wer bloss bergsteigen will, ist selber schuld, wenn ihn der Mob zu steinigen versucht. Ja, er wird sogar vom Opfer zum Täter gemacht (siehe dazu die Erklärung von Brice zu Steck). Das ist der eigentliche, zutiefst unmenschliche Skandal. Ich denke übrigens, dass es der Zivilgesellschaft im Himalaya nicht gerade dienlich ist, wenn Selbstjustiz und Steinigungen auf die leichte Schulter genommen werden. Wer nicht dagegen aufsteht, macht sich meines Erachtens mitschuldig.

    • Rolf Zach sagt:

      Endlich ein Kommentar, der der Sache auf den Grund geht. Es ist verständlich, dass die Sherpas professionelle Bergsteiger nicht schätzen, die ihnen wenig Geld einbringen und das meiste Geld von diesen Bergsteigern gezwungenermassen an die korrupten Bürokraten in Kathmandu geht. Ferner machen diese Bergsteiger mit Professionalität Erstbesteigungen, die nach meinem Kenntnisstand nur wenige Einheimische durchführen können. Was sicher die jüngeren Sherpas wurmt. Deshalb aber sind sicher nicht berechtigt, solche Bergsteiger lebensgefährlich anzugreifen. Auch Schweizer Bergführer mussten bis 1940, trotz magerer Bezahlung durch die reichen Engländer, Erstbesteigungen durch arme Deutsche und Tschechen zulassen, die ihnen nichts bezahlten. Sie haben dann auch 1936 nicht ihr Leben aufs Spiel gesetzt um die Deutschen 1936 an der Eigernordwand zu retten. Die Sherpas müssen versuchen ihre gutzahlenden Gäste zu retten, obwohl dies auf solchen Höhen immer eine Sache mit dem Tod ist, ob die Bezahlung dafür ausreicht, ist eine andere Frage. Sie müssen einen Uli Steck nicht retten, aber sie tun ihrer Reputation einen Bärendienst, wenn sie ihn derartig angreifen. Nepal als Entwicklungsland des Tourismus kann sich solche Sachen nicht leisten.

    • MS sagt:

      Letztes Jahr ist Ueli Steck auch zusammen mit den arbeitenden Sherpas auf den Everest gestiegen, er durfte mit genauso wie dieses Jahr Taut. In letztjährigen Kommentaren hat er gesagt, er hätte die Sherpas aber nicht überholt aus Respekt. 2013 war es wohl anders. Reinhold Messner hat geschrieben, dass bei den jungen Sherpas manche mit dem Tempo von Ueli Steck mithalten könnten. Also geht es nicht an, dass Ueli Steck behauptet die Sherpas seien eifersüchtig auf sein Tempo. Die einen tun ihre Arbeit, die anderen können ihre Vision leben. Jedem das seine.

      Dieses Jahr ist Ueli Steck auf der Kommunikationsebene in alle erdenklichen Fettnäpfchen getreten. Eine Frau ist Kommunikationsfachfrau. Klar, dass sie jetzt die Notbremse zieht und einen noch stärkeren Fachmann engagiert. Es geht ja auch um Mega-Sponsoring. Stellt Euch vor, was die AUDI da rein gebuttert hat an Geld.

      • Peter sagt:

        @MS Oh oh, wenn sie wüssten, wie es mit Sponsoren Gelder – gerade von AUDI – aussieht… oder seine Frau verunglimpfen… vielleicht auch einfach mal nichts schreiben, wenn man überhaupt keine Ahnung von den Fakten hat

    • René sagt:

      merci frau schweizer, sie bringens auf den punkt.
      dieser vorfall mit ueli steck hat bewiesen, dass der everest endgültig dem kommerz preis gegeben wurde, sowohl von den westlichen organisatoren, wie auch von den sherpas. bergsteiger die abseits der normalroute etwas machen wollen (wie steck) werden dort offensichtlich nicht mehr geduldet.

  • erstaunlich wie wir uns mit ANDERN beschäftigen, anstatt VOR UNSERER türe zu wischen…….es gab einen zwischenfall, niemand von uns war da um einen klaren bericht zu erstatten, mein vorschlag: NEXT!!!!!!!!!!!!!

  • Beat sagt:

    Tja, ein Schweizer ist eben nur ein Schweizer in der Schweiz. Sobald er die CH-Grenze überschreitet wird er zum Ausländer. Und dann kriegt der die gleiche Hämme von den gleichen Leuten zu spüren, für die auch die Ausländer in der CH Freiwild sind, wenn sie sich aufmucksen. Deshalb sollte Steck das nicht so persönlich nehmen!! Wenn der Hr. Meier in Brasilien entführt wird, ist er auch selber schuld. Schon komisch, die Reaktion, wenn Ausländer einen Schweizer im Ausland angreifen…..

  • Patrick sagt:

    warum glauben wir die Geschichte nicht so wie sie Ueli Steck schilderte? Ich jedenfalls würde lieber mit mit einem schweizer Bergsteiger auf einen Berg als mit einem Sherpa von Mount Everest. Aber es gibt vermutlich wie überall sonst auch gute und weniger gute Menschen.
    Sich über den Sinn vom Bergsteigen zu streiten ist gleich wenig sinnvoll wie sich über den Sinn des Lebens zu streiten…
    Mir kommt es vor, als ob hier einige möchten, das die ganze Gesellschaft das gleiche gut finden sollte und alle das geiche machen sollten.
    Ich hoffe auf jeden Fall das Ueli Steck sich wieder auf der Bühne des Bergsteigen austoben kann und die aktuelle Bühne so schnell als möglich hinter sich lassen kann. Diese Bühne hatte er ganz sicher nicht gesucht.

  • Luise sagt:

    erschreckend wieviele negative Kommentare, wie viele Vorurteile, wie viel Besserwissen. Niemand von uns war dabei und niemand hat mit den Beteiligten gesprochen. Viele Kommentare scheinen mir tatsächlich von Neid und Missgunst diktiert zu sein.

    • Paul Moser sagt:

      @Luise – „Neid und Missgunst“ – ich verstehe das einfach nicht. Warum sollen Kritiker von Steck neidisch oder missgünstig sein? Auf was denn genau?

    • Christian Duerig sagt:

      @ Luise
      Ich brauche nicht dabei gewesen zu sein, um mein Urteil zu bilden. Ich habe sehr viele Berichte über den Zwischenfall gelesen und festgestellt: Ueli Steck verucht mit allen Mitteln, sich sauber darzustellen.
      Ein Richter fällt das Urteil, obwohl er nicht dabei gewesen war. Er braucht nur gut hinzuhören. Er erkennt die Unwahrheiten.
      Ich bin enttäuscht, dass Herr Steck nicht im Club anwesend war. Auf dem Mount Everest eine grosse Klappe und daheim ein Burnout. Auf dem Mount Everest todernste Situation, daheim ist alles plötzlich Scheisse.
      Bitte studieren Sie, Frau Luise, das Verhalten von Steck.

      • adi sagt:

        Der Vergleich hinkt gewaltig.
        Ein Richter ist auch unparteiisch, sie her Duerig sind das gar nicht. Und was ist mit „im Zweifel für den Angeklagten?“
        Lesen sie die Berichte der unbeteiligten Alpinisten. Ohne deren Hilfe wären die 3 jetzt tot.
        Ich kann mir beim besten Willen kein Szenario vorstellen, die so eine Reaktion rechtfertigt.
        Es gibt keinen Grund, an der Darstellung von Steck/Moro/Griffith zu zweifeln.
        Das nächste mal, wenn sie von vermeindlichen Freunden fast zu Tode gesteinigt werden, können sie sich ja medial besser verhalten.

        • Christian Duerig sagt:

          @ adi
          Ich bin unparteiisch wie der Richter. Ich höre gut zu, lese die Berichte von beiden Seiten, verfolge die Reaktionen und das spätere Verhalten der Betroffenen, brauche meine Logik und ziehe die Schlussfolgerung: Steck, Moro und Griffith sind die Verursacher.
          Das Verhalten der Sherpas versteht man, denn sie arbeiten unter Extrembedingungen für ein Einkommen. Sie wollen sich nicht unnötigen Gefahren aussetzen, wie Ablenkung durch andere Bergsteiger, fallende Eisstücke, schlechte Wetterbedingungen uam. Also: …….

          • Peter sagt:

            @ Duerig Sie können die Geschichte mit den fallenden Eisstücken noch oft wiederholen, sie wird dadurch auch nicht richtig. Wie der Sherpa selber bestätigt hat, wurde er nicht, wie er ursprünglich angegeben hat – von Eis getroffen.

            Spannend ist aber, wie Sie reflektieren – ich habe eher den Eindruck selektiver Warnehmung…

      • Luise sagt:

        ich kann dieses Verhalten nicht studieren, weil ich nicht dabei. Keiner von uns hier Diskutierenden war dabei!

  • Christian Duerig sagt:

    Reinhold Messner: «Ueli Steck ist ein gebildeter Bergsteiger.»
    Diese Äusserung von Messner kann ich nicht akzeptieren, denn gebildete Bergsteiger gibt es nicht. Basta.
    Was meint Ueli Steck über Reinhold Messner ? Was meinen Sie über diese Bergsteiger ?
    Ich schicke Sie zurück in ihren angelernten Beruf, sofern sie einen haben. Von Herrn Steck weiss ich, dass er Zimmermann ist.
    Ein Wilhelm Tell also, mit der Axt im Haus. Er zimmert sich alles zurecht.
    Herr Steck hat den Chefsherpa berührt, was zum Streit führte.
    Berühren Sie einen Polizisten, und Sie werden sofort auf den Polizeiposten gebracht.
    Die Sherpas reagierten im Sinne der Polizisten. Voilà.

  • Bruno Berner sagt:

    Was mich bei der ganzen Angelegenheit stört: Steck ist einzig das Opfer von Moros primitiver Arroganz, auch wenn er dies in seiner Bescheidenheit wohl selbst nie so direkt sagen würde. Dem wird m.E. zuwenig Gewicht gegeben. Mal angenommen, ich würde auf dem Tomlishorn entsetzt und laut einen Japaner zurechtweisen, der Steine vom Gipfel wirft und gefährdete damit Berggänger sowie Steinböcke auf dem alten, den Touristen nicht bekannten Tomlishornweg unterhalb. Und angenommen, der würde mir gegenüber grad so kommen wie Moro und mit einer Kaskade von Beleidigungen reagieren und womöglich provozierend grad noch einen Stein runtertreten. Da läge es wohl auch nahe, dass ich ausraste, wie die dort tätigen Sherpas… Selbst ein Walliser Bergführer hat mir erzählt, dass er schon einem uneinsichtigen Bergsteiger, der fahrlässig Steinschlag auf seine Seilschaft auslöste, drohte, ihn handgreiflich vom Berg zu werfen, wenn er sich nicht stante pede an seinen Verhaltensbefehl hält. Steck hat schlicht den falschen Partner ausgewählt, er selbst hätte die Situation aufgrund seines Charakters wohl vollkommen deeskalierend bewältigt und den einheimischen Sherpas den gebührenden Respekt gezollt. Schliesslich war es „nur“ ein Missverständnis, weil diese davon ausgingen, dass sich sein Team wissentlich und mit gewisser Überheblichkeit über die offizielle Sperrung der Route hinwegsetzte.

  • Peter Bürger sagt:

    Der Föhn und der Neid sind die ältesten Schweizer; man braucht auch hier nur die Kommentare zu lesen und schon sieht man es wieder sauber bestätigt. Schweizer haben offenbar auch ein grundlegendes Problem mit Tätigkeiten, die ihnen persönlich nichts sagen. Dann wird immer gleich selbstgerecht verurteilt, ist alles automatisch sowieso „verblödet“, „sinnlos“, „bringt der Gesellschaft nichts“ oder was auch immer. Mal an die eigene Nase fassen, diese unsägliche Griesgrämigkeit ablegen und leben und leben lassen. Das täte sehr vielen Leuten hierzulande mehr als gut.

  • Karl Renner sagt:

    Sportler als Volkshelden braucht eigentlich niemand. Die Schweizer ist zum Glück noch zurückhaltender mit seinen „Sporthelden“ als in anderen Ländern.

  • Frank Baum sagt:

    Ueli Steck war in eine Prügelei auf dem Mount Everest verwickelt. Erst schob er die ganze Schuld den Sherpas in die Schuhe und danach seinem Weggefährten aus Italien, der als Italiener offenbar nicht anders konnte, als einen Streit anzetteln. Er selber sei aber an nichts Schuld. Das war die Kommunikation. Egal, wie schnell Steck auf die Berge klettert, er hat in dieser Geschichte vor allem damit geglänzt, anderen Leuten die Schuld in die Schuhe schieben zu wollen. Mit Missgunst hat das nichts zu tun. Steck verdient sein Geld indem er sich auf einer Bühne bewegt. Tut er dies gut, erhält er Beifall, tut er dies schlecht, dann wird er kritisiert oder gar ausgebuht. Wenn er das nicht ausstehen kann, dann hat er auf der Bühne nichts verloren.

    • Luise sagt:

      Ueli Steck ist ein Mensch. Einer wie wir alle. Wer gibt schon gerne Schuld zu? Er stand wohl auch unter Schock. Wer reagiert da schon angemessen? Steck ist ein brillanter Bergsteiger, aber sonst ein Mensch wie du und ich. Er erbrachte Spitzenleistungen, ist ein Vorbild für alte und junge Menschen. Aber auch er ist nicht perfekt. Auch wenn er einen Fehler begangen hat, ist er trotzdem ein hervorragender Bergsteiger der uns allen zeigt, was möglich ist.

      • Philipp Rittermann sagt:

        …das tun schimpansen auch….

      • Frank Baum sagt:

        Keiner gibt gerne seine Schuld zu und doch tut man es, wenn es angebracht ist. Gerade von Leuten, die sich in der Öffentlichkeit präsentieren, muss man das auch erwarten können. Das ist die Konsequenz, die diese Rolle nun einmal nach sich zieht.

        Sie haben aber Recht, dass jeder Fehler macht und man es jedem – auch Leuten im öffentlichen Raum – zugestehen muss, Fehler zu begehen. Das ist für mich gar nicht die Frage. Das setzt dann aber auch voraus, dass man in der Lage ist, selbstkritisch mit den eigenen Fehlern umzugehen. Das ist hier nicht geschehen. Eher das Gegenteil. Vor diesem Hintergrund ist es vielleicht nicht einmal falsch, wenn sich ein Ueli Steck hier Unterstützung sucht.

        • Philipp Rittermann sagt:

          wenn er rückgrat hätte, würde er mal hinstehen und sagen, was sache ist. wenn er rückgrat hätte…

          • Tim Meier sagt:

            Baum und Rittermann, die neuen Inquisitoren. US soll zugeben, dass er einen Fehler gemacht hat. Und was für ein Fehler soll denn das sein, der in einer Lynchjustiz mündet? Bin gespannt auf kreative Vorschläge.

          • Ylene sagt:

            Führen Sie eine persönliche Vendetta gegen Steck oder haben Sie sonst nichts zu tun?

          • adi sagt:

            Lieber Herr Rittermann..
            Der gute Steck hat wohl mehr Rückrat im kleinen Zeh als sie je hoffen können.

            Macht auch sonst alles keinen Sinn was sie sagen.
            Es hat ja bereits mehrmals als im lieb sein kann gesagt (oder sagen müssen) was aus seiner Sicht dort passiert ist.
            Schon beim ersten Mal wurde er von Ihresgleichen als mediengeil und Selbstvermakter dargestellt. Was soll es jetzt also bringen, das noch eimal zu tun? Nur damit sie sich nochmals darüber aufregen können? Sinnlos.

          • Philipp Rittermann sagt:

            das wage ich zu bezweifeln.

  • Henry sagt:

    Grundsätlich habe ich auch Mühe wenn ich sehe wie Ueli Steck zuoberst am Gipfel auf die Stopuhr drückt. Für mich war die Besteigung eines Berges noch nie eine Zeitangelegenheit. Aber ich respektiere und anerkenne diese Leistungen von Steck. Er ist einer der sich nicht mit Durchschnitt zufrieden gibt. Er will am Berg Topleistungen bringen und mit Topleistungen haben viele Schweizer ihre Mühe. Sobald einer heraus ragt wir er suspekt. Das gilt nicht nur beim Sport und dies ist aus meiner Sicht sehr bedenklich. Mit Sicherheit können auch die Sponsoren von Steck, welche aus Ausrüster fungieren, positive Rückschlüsse für neue Produkte von Steck erhalten. Also die Frage was bringst ist dadurch schon beantwortet.

    • Frank Baum sagt:

      Wenn die Schweizer so ein Problem mit Topleistungen hätten, wie erklären Sie sich dann das Verhältnis der Schweizer zu Roger Federer? Der war vielleicht nicht so toll wie der Steck aber er hat durchaus top Leistungen geboten. Trotzdem wird er in der Schweiz bewundert. Die Geschichte mit Steck zeigt doch nur, dass die Bergsteiger-Community in der Schweiz völlig an der Realität vorbei lebt. Man kann es nicht ertragen, dass ein eigenes Vorbild einen Blödsinn gemacht hat. Jede Kritik an diesem Vorbild wird als Missgunst ausgelegt und für den fraglichen Vorfall werden allen anderen die Schuld in die Schuhe geschoben (Sherpas, Italienischer Weggefährte, Veranstalter von Klettertouren, etc). Das ist erbärmlich, es ist kaum zu fassen! Jede Ausrede wird bemüht.

  • Otto Liebschitz sagt:

    Das Problem beim Mount Everest fängt doch schon damit an, dass es dort keine anständige Beiz gibt!

  • Seppl Rettenmaier sagt:

    “ Was bringt das der Allgemeinheit, was ist der Nutzen davon, wird gefragt. Dass Bergsteigen im Niveau eines Ueli Stecks ganz einfach Spitzensport ist, wird gerne ausgeblendet.“

    Das ist ja ein schräges Argument, weil solches Bergsteigen Spitzensport ist, ist Bergsteigen gut. Mir ist Spitzensport zuwider, ganz egal welcher. Und ganz besonders zuwider ist mir staatliche Förderung von Spitzensport mit Steuermitteln. Und wie die Engländer , Italiener etc das sehen ist mir egal. Andere Länder andere Sitten. Ich wollte mal sehen was passiert, wenn ich ein Büsi verspeiste und darauf hinwiese , dass das woanders ganz normal ist

  • Nenae sagt:

    Mt. Everest wurde im Jahr 1953 und nicht wie im Artikel erwaehnt 1959 erstbestiegen.

  • Max Schmitt sagt:

    Für mich hat das wenig mit Wert zu tun. Aber erstens ist diese Story jetzt schon so lange in den Medien, dass sie anfängt, Fäden zu ziehen wie ein schlechtes Fondue.

    Zweitens, die Herren Bergsteiger waren ja im Himalaya dort haben nun mal die Einheimischen, also auch die Sherpas, schlicht und ergreifend „Hausrecht“. Hätten der Herr Spitzenalpinist und seine Gruppe den Anstand gehabt, einfach abzuwarten, bis die Sherpas mit ihrer Arbeit fertig waren, wäre das alles gar nie passiert.

    Sind wir irgendwo anders zu Gast, haben wir uns gefälligst den lokalen Gegebenheiten anzupassen und uns nicht zu benehmen, wie die Elefanten im Porzellanladen. Genau DAS erwartet man ja hier in der Schweiz auch von Besuchern und Einwanderern.

    Deshalb ghält sich meine Smpathie für und mein Mitgefühl mit der Gruppe, sehr freundlich ausgedrückt, in ganz engen Grenzen.

    • Tim Meier sagt:

      Ok, die Walliser haben „Hausrecht“ in den Alpen, ich im Jura, weil ich dort wohne. Lauter Annahmen was Sie hier behaupten. Die Sherpas werden für die Sicherung der Route bezahlt. So wie hier Strassenarbeiter für Teeren etc. Nun darf ich die Strassenequippe aus lauter Anstand nicht überholen ohne mich der Gefahr auszusetzen, anschliessend gesteinigt zu werden? Mein Mitleid hält sich nicht in Grenzen, es gibt keine nachvollziehbare Erklärung für diesen Mob!

      • Tom sagt:

        Fahr doch einmal dem Teermeister über den ungewalzten Belag noch vor dem Ende es Überholmanövers!

        Es ging nichts kaputt, weil dein Auto leichter ist als die Walze. Und ganz bestimmt werden auch nicht 100 Strassenarbeiter auf dich einprügeln kommen – ABER FAHR doch dem Teermeister einmal über den ungewalzten Belag und das VOR SEINER NASE!

  • Christian sagt:

    Interessant ist, und auch gestern im Club auf SRF1 völlig ausser Acht gelassen, dass wir den Vorfall am Everest immer aus westlicher Perspektive betrachten, die asiatische Mentalität völlig ignorieren. Hat der Chef-Sherpa beim ersten Zusammenprall mit Ueli Steck sein Gesicht verloren, – auch als Chef vor seiner Sherpa-Gruppe -, und hat Ueli Steck in diesem Moment nicht „richtig“ darauf reagiert, kann eine solche, für uns scheinbar harmlose Situation völlig eskalieren. Wer Asien nicht nur von Phuket-Ferien kennt, weiss, von was ich spreche. Man kann das mit einem Druckkochtopf vergleichen, der bei Überdruck explodiert.

    • Paul Moser sagt:

      Bei uns vermissen wir ja noch immer eine Darstellung der Ereignisse aus der Sicht der Sherpas. Gestern in der Diskussion im Club wurde zwar ganz kurz angedeutet, dass in einer Zeitung in Kathmandu zwei Tage lang auf der Frontseite darüber berichtet wurde. Doch was wirklich dort geschrieben stand, davon wurde wieder nichts gesagt. Diese Einseitigkeit der Berichterstattung irritiert.

      • Anh Toan sagt:

        Hab oben angefangen ein wenig quer zu lesen, hier fand ich zum ersten mal überhaupt das Wort „Sherpa“!

        Alexandra Weber 08:38 behauptet gar, nur „er (Streck) weiss was effektiv passierte dort am Berg“.

        Hallo, da war nicht nur unser Superheld Streck und ein italo. da sollen Sherpas gewesen sein, die waren wütend auf Streck und seinen Freund, vermutlich weil denen so langweilig war am Berg und sie nichts anderes zu tun hatten, als einen echten und nicht nur virtuellen Shitstorm loszulassen. Und Streck mag da durchaus nur Auslöser gewesen sein, dennoch traue ich ihm nun mehr sportliche als soziale Kompetenzen zu!

        • Tim Meier sagt:

          Anstatt auf US reinzuprügeln, sollten Sie sich bei der Chefredaktion über die Journalisten beklagen, welche Artikel und Blogeinträge ohne Evidenzen abliefern. Ein Telefon nach Nepal dürfte nicht so viel kosten um zu weiteren Informationen zu kommen. Aber eben, eine Story anreissen, die Gerüchte ein bisschen anheizen und nach dem Bashing dann seine Hände in Unschuld zu waschen, scheint die neue Art von Journalismus zu sein. Instant-Journalismus ohne Mehrwert.

          • Anh Toan sagt:

            @Tim Meier: Wenn Situationen derart eskalieren, liegt die Verantwortung nie auf einer Seite.

            Zur Verantwortlichkeit des gebildeten Gastes in einem fremden Land gehört, den Fehler auf sich zu nehmen, wenn die Einheimischen wütend werden, sich zu entschuldigen, sie provoziert zu haben, selbst wenn man sich nicht erklären kann, womit man sie provoziert hat.

            Ich „prügle“ nicht auf US „ein“, sage lediglich, dass ich von jemandem mit hoher sozialer Kompotenz erwarte, eine „Situation“ zu deeskalieren, bevor es soweit kommt, wie es dort anscheinend kam.

            Und nun sind halt die meisten Extrem- und Spitzensportler ziemliche Egozentriker: Frau, Kinder, Eltern, Freunde kommen nach ihrem Sport. Ohne diese Mentalität gehts nicht an die Spitze (ob im Sport oder der Wirtschaft)

          • Tim Meier sagt:

            Schön relativiert, Ihr 1. Kommentar tönt anders. Moro wollte sich entschuldigen und wurde dabei fast abgestochen, siehe Bericht Kellogg. US ist kein Superheld. Er hat ganz einfach die Grenzen des Machbaren hinausgeschoben. Nicht mit viel Kohle, Vitamin B und einem unbekannten Team im Hintergrund. Nur durch mentales & physisches Training. Wer nichts damit anfangen kann, der soll weiterzappen.

  • Paul Moser sagt:

    Herausragende Leistungen werden auch bei uns durchaus anerkannt – es stimmt einfach nicht, dass immer Neid und Missgunst im Hintergrund sei. Das ist ein Killerargument. Was mich enorm stört, ist die totale Verkommerzialisierung solcher Leistungen mit Sponsoren – überall kleben oder hängen dann solche Werbebotschaften. Dazu kommt, wie im Fall Steck, er zwar als Extrembergsteiger das alles „alleine“ schafft – aber wenn man wirklich hinschaut, ist auch er sehr abhängig von einem ganzen Stab an Leuten, die bei seinen extremen Exkursionen mithelfen und planen, vorbereiten, unterstützen und durchführen. Doch wer seine Partner nicht ernst nimmt und nur sich selber in den Mittelpunkt stellt – auf Dauer kann das nicht gut gehen.

    • Dani sagt:

      Es scheint als hätten Sie die Kommentare hier im Forum nicht gelesen, sonst würden Sie nicht einen solchen Kommentar verfassen.
      Wie, wenn ohne Sponsoren, soll ein Sportler für die Kosten eines solchen Unterfangens aufkommen?

      • Paul Moser sagt:

        Doch doch, ich habe sie gelesen. Doch wenn Steck für seinen Sport so sehr von den Sponsoren abhängig ist, dann ist das Etikett „Held“ definitiv deplatziert. Dann tut er nämlich seinen selbst gewählten Job (bei dem zugegebenermassen grosse körperliche Leistung nötig ist) – oder dann ist der Lokführer, der tagtäglich Tausende von Menschen unfallfrei und pünktlich von A nach B transportiert – und dafür auch einen Lohn bekommt – ebenfalls ein Held.

        • Peter sagt:

          @Paul Moser: Vielleicht googlen sie mal die Geschichte, wie Ueli an der Annapurna Denis Urubko gerettet hat und leider erfolglos auch den Spanier versuchte zu retten. Er und Simon Anthamatten haben uneigennützig ihre Expedition abgebrochen um ihnen zu helfen und sich selber in Lebensgefahr gebracht. Ja, das ist Heldenhaft

  • Schato Brion sagt:

    Der Ueli Steck kommt mir vor wie der Grill-Ueli. Beide müssen sich dauernd in jedem Chäs-Blättli präsentieren und anbiedern. In meinem Fall gehts übrigens nicht um Neid oder Missgunst sondern um Desinteresse. Leute, die die Welt nicht zu kennen braucht.

    • captain kirk sagt:

      Jetzt stellen sie sich mal vor wie das ist, wenn man sich weder für Fussball noch für Eishockey interessiert. Dauernd wird man damit konfrontiert.
      An jeder Ecke wird z.B. über Fussball diskutiert. Die ganze Zeit wird versucht einem miteinzubeziehen. Wenn man dann sagt, dass es einen das ganze am Arsch vorbei geht, wird man auch noch angefeindet!
      Ganze Plätze werden grossräumig gesperrt damit man ein Fan-Zone einrichten kann. Klar mag ja für die Fans toll sein. Es gibt aber auch noch Leute für die ist das einfach nur ein grosses Ärgernis und eine grosse Einschränkung in ihrem Alltag.

      Artikel kann man einfach überblättern denn man braucht sie ja nicht zu lesen. Das ist doch kein Problem. Nur so als Tipp.

  • Dani sagt:

    Der Massen-Tourismus am Everest hat nicht nur positive Seiten (die willkommene Einkommensquelle wurde gestern im Club auf SRF1 mehrfach als positiver Aspekt erwähnt), sondern bringt als negative Auswirkung vielen Menschen auf den Berg, die weder bergsteigerisches Können noch Anstand haben und sich gegenüber den (hart arbeitenden und ihr Leben riskierenden) Sherpas auch herablassend verhalten. Da kann ein, ohne Sherpa und Sicherungsseil auf den Berg rennender Ueli Steck arrogant (auch wenn ich ihn überhaupt nicht arrogant einschätze) auf den Sherpa wirken.

    Für ernsthafte Bergsteiger ist der Everest die nächsten Jahre (solange der Massen-Tourismus anhält) gestorben.

  • Ashrio sagt:

    Ich kenne den Ueli ja nicht persöndlich, aber was er leistet, davor ziehe ich meinen Hut. Ob er ein Held ist, das weiss ich nicht. Aber er ist ein Typ der Ziele erreicht, die unnerreicht scheinen. Auf so einen darf man als Schweizer doch stolz sein. Ein Held muss er ja nicht sein, aber ein Vorbild ist er definitiv.

    • rolf kuhnert sagt:

      Ein held muss er nicht sein. – richtig
      ein Vorbild ist der definiv. – teilw richtig.
      > 1. Vorbild in Bezug auf Ziele haben und Ziele erreichen wollen.
      > 2, kein Vorbild im Ziele erreichen
      a) kommerzialisierung seiner Ziele (er muss zwar Brötchen verdienen, aber nicht jeder muss wissen wie. ich verdiende meine Brötchen hier im Blog ;-)
      b) In der Verarbeitung seiner Erfolge und Misserfolge, Ruhmentgegennahme-Verantwortungsblehnung

      • daniel steinmann sagt:

        vorbilder sind zum demontieren da, manche demontieren sich gleich selber, andere werden demontiert …

  • Hans Müller sagt:

    Der Shitstorm der Besserwisser, welcher über Steck niedergeprasselt ist, war völlig daneben. Dass die Schweizer aber eher unaufgeregte Menschen sind und Heldenverehrung bei uns generell nicht hoch im Kurs steht, ist nur zu begrüssen.

    • Ylene sagt:

      Da stimme ich Ihnen absolut zu. Heldenverehrung ist mir ebenfalls zuwider, aber dieser Shitstorm war einfach nur schäbig.

  • marie sagt:

    dieser vorfall zeigt doch nur die heutige problematik am hindukush – es ist zuviel geworden.

  • Aschi sagt:

    Reputationsberater, Profi für Kommunikation um den Rat zu geben den Mund zu halten. Was für eine himmelstrebende Spitzenleistung! Ob Politik, Geschäft oder Ansehen, es ist ein selbstgewählter und Schwindel erregender Gang auf einem schmalen Grat, zwischen positivem und negativem Impakt. Wer sich die Medien konsequent vom Hals hält erntet weniger Stutz und Ärger, sofern er nicht ein Champion der oft verlogenen Selbsdarstellung ist.

  • rudi sorglos sagt:

    Und schon geht der Neid und die Missgunst auch hier wieder weiter (siehe Stöckli und Rittermann). Stöckli, was bringt denn z.B. der Fussball der Gesellschaft. Muss denn alles der Gesellschaft „etwas bringen“? Heisst es nicht auch jeder ist seines eigenen Glücks Schmied!? Rittermann mit seiner dummen und beleidigenden Aussage sollte sich wohl erst an der eigenen Nase nehmen! Die beiden Herren stehen meiner Ansicht nach genau auf der Linie vieler anderer Schweizer Leserbriefschreiber. Den eigenen Lebenstraum ausgeträumt, leicht frustriert das Tagesprogramm abspulen, und vor allem, jedem der über dem Durchschnitt lebt, jedem der erfolgreich sein eigenes Leben lebt, Neid und Missgunst entgegenzuschleudern. Etwas mehr denkerische Gross- und Freizügigkeit wäre in der Schweiz schon wünschenswert!

    • Dani sagt:

      Ich stimme voll zu. Leider ist Neid und Missgunst ein weit verbreitetes Übel in diesem Land.

      • Philipp Rittermann sagt:

        ach kommt – wer sind denn die grössten egoisten – ah ja richtig, die „extrem…“-sportler. und weiss gott, mit neid und missgunst hat dies ja wohl gar nichts zu tun. ich für meine person würde keinesfalls z.b. mit herrn steck tauschen wollen. aber wirklich gar nie.

        • adi sagt:

          und sie als Sesselpupser wissen das natürlich ganz genau weil sie ja ach so viele Extremsportler kennen.
          Aber das ist sie halt, die Schweizer Bünzlimentalität. Was man nicht kennt, ist automatisch schlecht und bedroht die eigene Lebensweise.. so ein quatsch.

  • Josef Marti sagt:

    Wieso müssen diese Selbstverwirklicher und Narzissten ständig auf die Bühne und aufs Podest gehievt werden? Letzten Endes sind sie einfach Werbeträger für ihre Sponsoren und Multis. Gipfelstürmer gelten als Vorbilder für die Elite und dürfen deshalb vor Managern Vorträge halten (siehe Messner); jedenfalls sind solche Leute süchtig nach Publicity und Starruhm; der Schweizer hat aber Leute die zum Abheben neigen nicht so gern.

  • Joachim Adamek sagt:

    Nach der erfolgreichen Erstbegehung der NO-Wand des Moose’s Tooth (Alaska) zusammen mit Dani Arnold, hat David Lama im März auf seiner Webside geschrieben: “Wäre Bergsteigen ein Sport, bei dem man weiss, dass Erfolg fast ausschliesslich von der eigenen Fitness, Vorbereitung und Ausführung abhängt, dann würde ich vermutlich nicht bergsteigen. Das Element des Unvorhersehbaren …[gibt] dem Alpinismus seinen Reiz.” — Unvorhersehbar sind nicht nur die Verhältnisse am Berg, sondern auch die Botschaften, die wir von uns geben. Auch wenn die “Swiss-Machine” gewiss nicht fehlerfrei funktioniert, ich kann auf Seiten von Herrn Steck kaum grosse Fehler erkennen. Seine frühe Einschätzung, dass es Zeit braucht, bis der Vorfall in seiner Tiefe verstanden wird, trifft die Sache da präziser. Die Geschichte der Everest-Besteigung ist die Geschichte der Freundschaft zwischen der internationalen Bergsteigergemeinschaft und dem nepalesischen Volk. Hier kam es in den letzen Tagen zu grossen Irritationen nicht zuletzt auch deshalb, weil der Vorfall von den Medien zuweilen nicht gründlich genug recherchiert wurde. Die Beiträge im “Everest K2 Explorers Web” und im “Planetmountain” wurden kaum zur Kenntnis genommen. Gönnen wir Herrn Steck die wohlverdiente Pause!

  • Ylene sagt:

    Die Kommentare zu Steck waren teilweise extrem hämisch und bösartig, was mich persönlich sehr überrascht hat. Nehmen wir ein anderes aktuelles Beispiel, wo ich eigentlich das Gefühl hatte, dass dies keinen Shitstorm geben würde: Mrs. Jolie und ihre Brustabnahme. Die Kommentare sowohl hier wie auch bei den beiden grossen Online-Zeitungen waren ebenfalls teilweise äusserst bösartig. Ich habe die Kommentare bei der New York Times und 2 amerikanischen resp. englischen Zeitungen gelesen, da war bei weit über 100 Kommentaren kein einziger negativer dabei. Da frage ich mich schon: Kommentieren in der Schweiz vor allem die völlig frustrierten Leute, die anderen nicht das Bauchweh gönnen mögen oder – sehr unschön – sind wir einfach massiv missgünstiger als andere Nationen?

    • Paul Moser sagt:

      @Ylene .- Das Beispiel von Jolie passt hier wenig. Aber wenn Sie mir jetzt noch erklären, warum ein negativer Kommentar zu einer Brustamputation „massiv missgünstig“ sein soll, würde ich Ihren Kommentar hier vielleicht verstehen. Oder haben Sie wirklich den Eindruck, irgend einer von den von Ihnen angegriffenen Kommentatoren sei neidisch auf eine solche Operation?

      • Ylene sagt:

        Bei Jolie gab es x Kommentare von ‚die hysterische Zicke ist ein mieses Vorbild‘ bis ‚die hatte gar kein Brustkrebsrisiko, sonden nur Hängetitten, die sie jetzt hat flicken lassen.‘ Und muss ich Ihnen ernsthaft erklären, wieso wohl jemand auf Jolie neidisch sein könnte? Und falls es nicht Neid und Missgunst auf Ruhm/Vermögen/Schönheit oder meinetwegen Brad Pitt ist, was ist es dann sonst? Steck selber wurde massiv persönlich angegriffen, seine Version der Geschichte wurde kategorisch verneint und er von vielen Kommentatoren als arroganter Lügner hingestellt – ohne dass es bei Steck eine dementsprechende Vorgeschichte (à la Peter und der Wolf) gab. Das finde ich eine krasse, höchst ungerechtfertigte Reaktion, auch wenn man (m. E. gerechtfertigt) dem Mount-Everest-Massentourismus skeptisch gegenüber steht.

  • Lukas sagt:

    Krass war an den Leser-Reaktionen nicht zu letzt, dass alle Medienportale, inkl. Tagi-Online, diese überhaupt publizierten. Viele Kommentare hatten das Niveau, das man gewöhnlich nur bei Artikeln der Preisklasse „Illegal anwesender Albaner, rast schwangere Schweizerin zu Tode“ findet..

  • jörgi sagt:

    Vielleicht müsste man die ganze Thematik jetzt ganz einfach – eine Weile – ruhen lassen: Entschleunigen und nicht endlos weiter befeuern…

  • mel sagt:

    ich finde diese ganze geschichte sehr traurig und auch schockierend und zwar einerseits die geschehnisse am berg & im basecamp, aber vorallem auch die ganze medienausschlachtung im nachhinein.

    es mag sein, dass ueli steck in sachen kommunikation nicht gerade optimal vorgegangen ist, aber hey, er ist bergsteiger und nicht kommunikationsspezialist! wenn man sich ernsthaft seine interviews anhört (…und nicht nur jene aussagen, welche sich für eine blickschlagzeile eignen, rauspickt…), merkt man, dass er grundehrlich ist und einfach sagt, was er denkt.

    die reaktion der medien und deren leser / kommentare-schreiber sind für mich eine mischung aus im obigen beitrag beschirebener missgunst und vorallem (!) unwissenheit. jeder ist plötzlich experte und will was mitreden, vom sesselpupser, der im büro grad nichts besseres zu tun hat über den walliser hotellier, der wohl wieder etwas lust nach selbstdarstellung hat…

    ueli steck wünsche ich von herzen, dass er über diese ganzen geschehnisse – sowohl am everest wie auch hierzulande – irgendwie hinweg kommt und bald wieder seiner passion nachkommen kann. ich jedenfalls glaube weiterhin an ihn – er und sein team hätten die überschreitung gepackt!

    • Marco Frank sagt:

      Genau so sehe ich das auch. Ein Grossteil der Kommentare die absolute Schande. Das sind vermutlich die selben Leute, die sich hier im Dunkeln immer gleich bedroht fühlen. Jetzt wird jemand, egal ob sympathisch oder nicht, von einer Horde aufgebrachter Sherpa angegangen und verletzt. Ich kann es einfach nicht fassen, dass der Grundtenor in dem Fall „selber schuld“ ist.

  • Ueli Steck hat Grossartiges geleistet. Nur er weiss was effektiv passierte dort am grossen Berg.
    Wer jetzt Kritik übt ist wohl einfach nur NEIDISCH und vergönnt ihm, dass er die ganze Tortour relativ
    gut überstanden hat. Den Rummel um ihn herum machen lediglich die Medien die wohl nichts
    anderes zu tun haben als alles SCHLECHT zu machen, ins NEGATIVE zu ziehen.Bitte mehr INHALTE
    anstelle mehr Sensationshunger.
    alexandra weber

    • Mättu sagt:

      Danke.

      Vor kurzem war Ueli Steck noch der gefeierte Held, als er versuchte Leben zu retten, er war die Ikone, als er in Rekordzeit Berge stürmte, man hing ihm an den Lippen, wenn er über Nordwände erzählte.

      Nun geschieht sowas und im Tagi wird er als Satire Figur betitelt?

      Ein bisschen Sachlichkeit wäre wohl nicht schlecht.

      Ich bewundere ihn immer noch und seine Bergerfolge zählen definitiv mehr, als diese verrückte Geschichte.

  • Auguste sagt:

    hmm…, in einen hügeligen und auch noch von den alpen durchschnittenen land, steht jeder mal irgendwann vor dem berg und muss da rüber (ausser wir haben schon eine wohlabgestimmte anzahl röhren durch das hindernis gebohrt.) – big deal. da sieht eine bergbesteigung bei einem engländer aus den surrey-downs oder den platten midlands natürlich gleich viel imposanter aus im lebenslauf.

    ferner wäre vielleicht anzumerken, dass heutzutage das ereignis einen himalaya-gipfel zu erklimmen, in etwa vergleichbar ist mit dem reissack aus china, der gleichgewichtsprobleme hatte. ohne sherpa-aufstand hätte man nicht einmal gewusst, was ueli steck so treibt dieser tage. und ohne sions constantin wüssten möglicherweise auch viele nicht, was sherpas eigentlich tun sollten, wenn sie nicht gerade steck unfreundlich gegenüber stehen.

    • mel sagt:

      falsch – jene, die sich für die SACHE interessieren, hätten sehr wohl gewisst, was steck und sein team dort treibt. nun „interessieren“ sich aber ALLE für ihn, auch jene die von der sache keine ahnung haben. interessant, oder…?

    • Otto Liebschitz sagt:

      Da fehlt doch noch ein Youtube-Video, Herr Auguste.

  • Philipp Rittermann sagt:

    das problem ist die mangelnde bildung; wäre herr steck überall so gut gewesen in der schule wie im turnunterricht…ja dann…einseitige begabungen führen öfter mal zum extremismus.

    • Stephan Haas sagt:

      Eine etwas gar enge und einfache Sicht der Dinge!
      Abgesehen davon, dass Extremismus grundätzlich schwierig zu definieren ist, sollte nicht vergessen werden, dass es in der Geschichte – egal ob in Medizin, Kunst, Sport, Architektur, Literatur, etc. – immer wieder sogenannte extreme Menschen und Begabungen gab und gibt, die uns sehr oft Wichtiges, Neues und Schönes erschaffen haben.

      Was natürlich nicht heisst, dass Extremismus nicht auch furchtbares anstellen kann.

      • Philipp Rittermann sagt:

        da gebe ich ihnen absolut recht, herr haas. vor nachhaltiger leistung habe ich durchaus respekt. ich habe aber keinen respekt für egomanische bergrenner à la steck und konsorten deren „leistung…“ hauptsächlich mit selbstbefriedigung zu tun hat. zumal ist der herr steck nicht mal ansatzweise kritikfähig. ganz schwache leistung. aber vielleicht reicht die ausbildung knapp für eine anstellung als sportartikel-verkäufer.

        • Pille sagt:

          @Rittermann

          Ist mir einfach zu simpel ihr bashing…

          Steck als dumm hinzustellen ist erst doof !…

          Warum ist dieser Mann Egomane, wenn er die Grenzen des Menschen-Möglichen aufsucht ?

          …zudem hat er eine Kombination von Instinkt und Wissen wie ihn viele Geschäftsführer wohl gerne hätten !

          • Philipp Rittermann sagt:

            ja toll. dann hätten wir einen schönwetter-mänätscher mehr….. eine führungskraft zeichnet sich u.a. dadurch aus, dass sie auch in krisensituationen angemessen agiert und glaubwürdig zu überzeugen weiss.

          • Pille sagt:

            jaja…glaubwürdig reagieren mit einem Stein an der Waffel…und Todesdrohungen ?!

            Hinter dem Desktop kan der Mensch alles beurteilen…sie jedenfalls :(

        • Peter sagt:

          @Rittermann Beeindruckend, wie sie über Personen urteilen, die sie nicht kennen und zum anderen ganz offensichtlich völlig unbelastet von etwelchem Wissen über die Materie sind. Natürlich ist es ein feiner Unterschied zwischen einem Egomanen, der Spitzensport auf Weltklasseniveau betreibt und einem anderen, der dies mit Kommentaren im Forum versucht…

    • Patrick Stuker sagt:

      Davon ausgehend, dass sie Herr Steck nicht persönlich kennen und nicht sein Pultnachbar oder sein Turnlehrer waren in der Schule, kann ich nur sagen.. was fällt ihnen eigentlich ein einen solchen Kommentar über eine ihnen fremde Person abzugeben.!? Mann kann seine Leistungen sinnvoll oder sinnlos ansehen, das ist jedem selbst überlassen. Aber mit einer solchen unglaublich respektlosen Aussage stellen sie hier ihre eigene Intelligenz stark in Frage!

      • Philipp Rittermann sagt:

        sind sie ein (ex…)-sponsor von herrn steck?

        • Beat Lüscher sagt:

          Kritikfähig sind sie offensichtlich auch nicht. Und von allen Kommentaren ist ihrer der Extremste. Scheint ihre einzige Begabung zu sein. Was ihre Schulbildung betrifft, können sie ihren eigenen Kommentar lesen.

    • Roger Hügli sagt:

      Dieser Kommentar ist komplett bösartig und daneben, man sollte meinen, dass sogar der Kommentarspalten-Pöbler ein minimales Mass an Anstand hat.

      • Philipp Rittermann sagt:

        rücksichtnahme hat auch mit anstand zu tun, herr hügli – und die scheint ja für herrn steck ein fremdwort zu sein.

        • Roger Hügli sagt:

          Leute die ihn kennen – im Gegensatz zu ihnen – sind da ganz offensichtlich anderer Meinung. In einem Jahr verzichtet er im Himalaya auf einen Gipfelerfolg und riskiert sein Leben für einen Rettungsversuch eines Bergsteigers (übrigens mit dem Prix Courage ausgezeichnet) und in einem anderen Jahr ist er auf einmal der rücksichtslose, egoistische und erfolgsbesessene Bergsteiger? Da passt für mich einiges nicht zusammen.
          Ich bin der letzte der sagt, die westlichen Bergsteiger hätten keinen Anteil an den Vorkommnissen am Everest, die Blogs und Kommentarspalten triefen jedoch nur so vor Verunglimpfungen und Vorverurteilungen gegenüber Ueli Steck. In den Schweizer Blogs vornehmlich, wenn ich mich auf österreichischen oder deutschen Blogs und Foren umschaue, sind die Meinungen durchaus differenzierter.

          • Philipp Rittermann sagt:

            es ist doch schlicht und ergreifend einfach nur sack-schwach wenn man sich hochjubeln lässt, wenns gut läuft und heillos überfordert ist, wenn man mal in der kritik steht. herr steck ist diesbezüglich alles andere als ein vorbild für mich.

        • Roger Hügli sagt:

          Ach, sie fordern Rücksichtnahme und Anstand von Herrn Steck in einem Thread in dem sie ihm – ohne ihn zu kennen – verminderte Intelligenz resp. mangelnde Schulbildung vorwerfen? Sie sollten keine Ansprüche an ihnen unbekannte Menschen stellen, die sie für sich selber nicht einzuhalten gedenken.

    • André Kummer sagt:

      Bravo Herr Rittermann, Sie haben das gesagt, wovon die Meisten angst haben es auszuprechen! „Einseitige Begabungen führen öfter mal zum Extremismus“… und Steck, gehört wohl zu dieser Kategorie.

    • hugo Hässig sagt:

      Hallo Herr Rittermann,
      Jeder hat seine stärken und schwächen,was hat das mit Schulbildung zu tun?
      Wäre es Ihnen lieber sich als Manager mit 20 Millionen einkommen das Geld anderer zu verspekulieren ,das ganze unter Drogen (Kokain ) da es sonst nicht möglich ist !! .Am Schluss müssen Sie sein Burnout mitfinanzieren.

      Da gehen wir lieber in die Berge.

  • Hans Stöckli sagt:

    Spitzenalpinismus? – Mir stellt sich einfach die Frage, was das der Gesellschaft denn bringt? Geht es nicht vornehmlich darum, dass sich ein Mensch mit den Taten am Berg brüsten will und irgendwie damit Geld verdienen will/muss? – Von mir aus gesehen, und ich bin auch Bergsteiger, ist es obsolet, über die Profilierungsneurosen von sog. Spitzenalpinisten zu fabulieren.

    • M. Meier sagt:

      Muss denn wirklich alles was wir tun der Gesellschaft etwas bringen? Warum nicht einfach leben und leben lassen…?

      • Thomas sagt:

        Was bringt Spitzenbadminton der Gesellschaft?
        Was bringt Spitzenfechten der Gesellschaft?
        Was bringen Spitzenrudern der Gesellschaft?
        Was bringt Spitzen-Mountainbike der Gesellschaft?
        Was bringt Spitzen-Voltigieren der Gesellschaft?
        Was bringt Spitzen-Tischtennis der Gesellschaft?
        Was bringt Spitzen-Formel1 der Gesellschaft?
        Was bringt Tom Lüthi der Gesellschaft?
        und, und, und…..

        • Ylene sagt:

          Die Gegenfrage sei erlaubt. Was bringen Sie, Herr Stöckli, der Gesellschaft, was Steck nicht bringt? Steck kann mit seinem Job seinen Lebensunterhalt selber bestreiten so wie Sie auch (vermute ich mal), er ist nicht von der Fürsorge abhängig und wir als Gesellschaft müssen seine Expeditionen nicht finanzieren. Ob das was er macht, jetzt sinnvoll ist oder nicht, sollten wir ihm überlassen. Persönlich ist mir eh nicht klar, wieso jemand freiwillig in den Bergen herumkraxelt (wandern wiederum mache ich selber sehr gerne). Ich mache auch nur deshalb Sport, weil ich ziemlich gesundheitsbewusst (und auch eitel) bin.

          • Thomy sagt:

            Ich finde durchaus, dass ein Ueli Steck der Gesellschaft etwas bringt: Themen für den Journalismus (und somit auch Arbeitsplätze), steigende Verkaufszahlen im Bereich Outdoor (indem er das Klettern populärer macht), Arbeitsmöglichkeiten im Umfeld seiner Expedition in Nepal (obwohl er ohne Hilfe klettert), anregende Diskussionen wie hier im Forum, und sicher noch weiteres, wenn ich länger darüber nachdenken würde …

        • Paul Moser sagt:

          Was das alles bringt? Kurz und bündig: Umsatz und Gewinn.

          • michael klein sagt:

            genau – umsatz und gewinn. und weil man mit spitzensport bei badminton oder tischtennis nichts gewinnen kann, wird darüber auch nicht so berichtet. man schnappt sich einen schläger und los geht’s uninteressant für die industrie. aber formel1 und bergsteigen, da kann man ordentlich gewinn machen.
            tendenziell könnte man so die ganze sportförderung in frage stellen – was bringt es, spitzenatlethen hervorzubringen ? antwort: vorbilder !

    • Otto Liebschitz sagt:

      Man gebe ihnen Brot und Spiele. Haben schon die alten Römer gesagt. Scheint ein elementares Bedürfnis zu sein, anderen bei irgendwelchem Schwachsinn zuzusehen.

    • Philipp Rittermann sagt:

      exakt auf den punkt gebracht, herr stöckli.

      • Pille sagt:

        Klettern wie Steck dies tut ist Spitzensport ..nicht mehr und nicht weniger….noch immer was dagegen ?!?!

        • Marcel Marquis sagt:

          Ja es mag Spitzenleistung oder Spitzensport sein, aber es interessiert keinen, und darum geht es in diesem Artikel. Für mich sind das Tätigkeiten, die irgendwie an den Krug erinnern der zum Brunnen geht….. oder bis das Seil reisst (wie jetzt beim Russen). Als rationaler Schweizer kann ich mir einfach nicht vorstellen, was in diesen Hirnen vor sich geht.

  • rolf kuhnert sagt:

    „Es ist die Schweizer Mentalität: Viele Menschen und Medien hier warten nur darauf, ihrer Missgunst Luft machen zu können“, so Steck. Stimmt nur bedingt. Viel eher ist so, dass die SchweizerInnen eher mehr Sinn für Gerechtigkeit haben, d h heir, dass Sie Fehler eingestehen können und nicht ihr Ruhm-EGO dafür opfern.

  • Luise sagt:

    Wir Schweizer sind generell zurückhaltend mit dem Heldentum. Ausser den Teenies, die Luca Hänni nachkreischen. Das hat mit der introvertierten Art von uns zu tun. Vielleicht eher mit Neid, mit dem Gefühl, dass gefälligst keiner aufzufallen hat, dass sich jeder in die Einheitsmasse einreihen sollte. Das ist der rote Faden zwischen uns Schweizern: Understatement, uniforme Kleidung, lieber kritisieren als loben. Jetzt bin auch ich sehr negativ…. aber ich stelle fest, wenn ich im Freundeskreis von Sportlern wie Fabian Cancellara, Natascha Badmann oder Ueli Steck schwärme, stosse ich auf Einwände und Zurückhaltung. So sind wir Schweizer eben.

    • Bruno Petzig sagt:

      Ein Volk von Hinterwäldner und Neider halt.
      Wieso sind in den hohen Etagen von Grosskonzernen wohl praktisch keine CH-ler vertreten?

      • Philipp Rittermann sagt:

        weil grosskonzerne multinational vernetzt sind. aber lieber ein volk von „hinterwäldner“ als fremdbestimmt zu sein. und den hochleistungs-tourismus brauchen wir nicht. und – auch wenns unpopulär ist, hier, sportler schreiben keine weltgeschichte…

      • Ali Ferkous sagt:

        Was Bruno Petzig über die Hinterwälder aussagt, sagt mehr über Bruno Petzig aus, als über die Hinterwälder…

        Ueli Steck ist ein Sportler – und seine Leistung ist genauso viel Wert, wie man dem Sport, den andere Leute betreiben, zumisst. Ich mag ihm seine Erfolge gönnen, aber mir persönlich ist das genau CHF 0.– Wert. Mir schwellt weder dir Brust, weil ein Schweizer Tennis-Champion noch Eishockey-Weltmeister ist. Es ist ihre persönliche Leistung, zu welcher ich nur die staatlichen und werbewirtschaftlichen Zwangsabgaben beitrage. Es macht mich weder als Schweizer noch als Individuum interessanter noch kultivierter.

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