17 Gründe, warum Schweizer keinen Sport treiben

Fast die Hälfte aller befragten Schweizer hat keine Zeit für Sport: Drei Frauen beim Nordic Walking (Bild: Keystone).

Falls Sie vom Institut LINK noch keinen Telefonanruf erhalten haben, kommt er vielleicht noch. Im Auftrag des Bundesamt für Sport führt es zwischen 20. Februar und 31. August 2013 eine Befragung über das Sportverhalten in der Schweizer Wohnbevölkerung durch.

Die Auswertungen der Antworten, das steht schon jetzt fest, werden wieder hochinteressant sein. Letztmals gabs eine solche Umfrage vor fünf Jahren – und die war insgesamt und nüchtern betrachtet sehr aufschlussreich (die Brochure mit allen Daten finden Sie hier).

Die Frage «Betreiben Sie Gymnastik, Fitness oder Sport?» beantworteten im Jahr 2008 27 Prozent mit einem klaren «nein». Uns überraschte das positiv. Wir hätten geschätzt, der Anteil Sportmuffel sei höher. Unterhaltsam fanden wir die Gründe, welche die 2431 befragten Nichtsportler nannten,

«weshalb man keinen Sport treibt»:

41.8 % sagten: Habe zu wenig Zeit

→ Wir sagen: Dieser Vorwand gefällt uns schon mal gut. Aber es kommen noch bessere Ausreden (nur weiterlesen).

17.3 %: Habe keine Lust, Sport macht mir keinen Spass

→ Okay, fast jeder Fünfte ist ehrlich.

14.6 %: Gesundheitliche Gründe

→ Fortgeschrittene, unheilbare Krankheiten sind furchtbar und unbestritten ein Grund, weshalb Sport nicht möglich ist. Aber falls Sie an heilbaren Beschwerden wie Raucherhusten, Fettleber oder Burnout leiden, denken Sie daran: Sport wirkt gesundheitsfördernd. Es gibt Leute, die bewegen sich mit künstlichen Hüftgelenken regelmässig.

9.9 %: Habe genug Bewegung, bin genug fit

→ Das lassen wir gelten, wenn Sie als Bergführer, Forstwart oder auf dem Bau arbeiten.

8.2 %: Fühle mich zu müde für sportliche Betätigungen

→ Für Nicht-Sportler ist es unvorstellbar, dass Sport enorm viel Energie zurückgibt, besonders nach einem strengen Arbeitstag. Zudem ist der Schlaf danach tief und erholsam.

7.9 %: Habe andere Interessen

→ Das akzeptieren wir, jedem das Seine. Aber selbst beim interessierten Kunstmalen, Stricken, Musikhören, Kaffeedeckelisammeln kann etwas frische Luft zwischendurch inspirieren.

7.7 %: Ungünstige, lange Arbeitszeiten

→ Klar, das kennen wir auch! Und tun es darum vorher, zwischendurch, an den freien Tagen.

4.1 %: Die Zeit geht der Familie verloren

→ Ansichtssache. Warum nicht mit dem Kinderwagen joggen? Oder mit der ganzen Familie wandern, schwimmen, biken? Eltern sind daheim relaxter, wenn sie sich regelmässig eine sportliche Auszeit nehmen. Es muss ja nicht gleich eine ganztägige Mehrpässe-Fahrt mit dem Rennvelo sein. Ein Stündchen Yoga reicht. Das kommt allen zugute und beflügelt sogar das Sexleben.

3.6 %: Sport liegt mir nicht, Sport tut mir nicht gut

→ Okay, wenn Sie Schlangenakrobatik meinen, pflichten wir bei.

3.5 %: Bin zu alt für Sport

→ Sicher. Bei Fauja Singh hatten wir auch vollstes Verständnis. Der britisch-indische Langstreckenläufer beendete vergangenen Februar im Alter von 102,5 Jahren seine Marathon-Karriere.

2.2 %: Verletzung beim Sporttreiben war Grund für Ausstieg

→ Sportverletzungen kennen wir, sie nerven, sind überflüssig und bremsen vorübergehend aus. Aber gleich ein Grund für den totalen Ausstieg auf immer und ewig?

2.0 %: Finanzielle Gründe, Sport ist mir zu teuer

→ Genau! Ein zügiger Spaziergang schlägt enorm aufs Portemonnaie. Zum Glück ist der TV gratis.

1.4 %: Finde kein passendes Angebot

→ Absolut nachvollziehbar. Zwischen Aerobic und Zumba gibt es leider null Alternativen.

0.6 %: Schlechte Erinnerungen, schlechte Erfahrungen

→ Ja, dieser böse Turnlehrer in Primarschule. Und die gemeinen Klassenkameraden haben uns beim Völkerball immer als Letzte in ein Team gewählt. Ein Trauma, das nachhaltig gepflegt werden muss.

0.6 %: Langer Arbeitsweg

→ Sie arbeiten 8 Tage pro Woche und haben nie frei, oder? Zur Erinnerung: Ferdy Kübler legte als Teenager den Arbeitsweg von seinem Wohnort Marthalen im Zürcher Weinland zur Bijouterie Barth an der Zürcher Bahnhofstrasse mit dem Rad zurück. 2 x 45 Kilometer pro Tag. Für Kübler war das der Startschuss für den Tour-de-France-Triumph und den WM-Titel. Mit anderen Worten: Arbeitswege können grosse Karrieren starten.

0.4 %: Unpassende Öffnungszeiten, schlechte Erreichbarkeit der Sportanlagen

→ Exakt. Der Wald hat oft geschlossen. Und ohne Sportanlage geht gar nichts.

10.2 %: Andere Gründe

→ 10,2 % haben andere Gründe? Himmel, was gibts denn sonst noch?

181 Kommentare zu «17 Gründe, warum Schweizer keinen Sport treiben»

  • estelle sagt:

    Ausreden gibt es immer und überall, das unterscheidet halt erfolgreiche Sportler von nicht erfolgreichen Sportler. Der Mensch ist und bleibt bequem und nur eine ganz kleine Minderheit schafft es regelmässig den inneren Schweinehund zu überwinden. Auch ich gehöre leider zu denen die viel Sport treibt jedoch noch viel zu viel an Ausreden festhält.

  • Gaëlle sagt:

    „Keine Zeit“ –
    Als Alleinerziehendes Mami einer 2,3 jährigen Tochter und 75%-Job (= am Abend & Weekend muss ich also zu Hause anwesend sein, kann ja die Tochter nicht alleine im Bett lassen um Sport zu treiben) schaffe ich es dennoch, Bergläufe und Trail Running zu machen. Mein diesjähriges Ziel ist der Mountain Man Halbmarathon. Ich muss JEDES MAL wenn ich 1 Stunde laufen gehen will, einen Babysitter organisieren!! Jede Woche sieht wieder anders aus und wird individuell gelöst. Von wegen „keine Zeit“. Ich laufe zur Arbeit, fehlende Duschmöglichkeit wird kreativ auf andere Weise gelöst.

  • hallo miteinander

    das sind alles nur ausreden.
    jeder hat genug zeit zum sport treiben… das würde vorallem auch die kranken-kasse entlasten.

    und die wo keinen sport betreiben… die verpassen ganz, ganz viel…
    viel spass beim sport treiben.

    gruss von
    raphael wellig http://www.raphaelwellig.ch

  • Stefan Glöntner sagt:

    Warum muss den jeder Sport machen? Ich mag das Grenz-Religiöse von vielen Sportler nicht…

  • Pit Rorschach sagt:

    Jetzt hört mal endlich auf, von Sport zu schwafeln. Kein einziger Schreiberling hier weiss anscheinend, was Sport ist, aber jeder nimmt das Wort in den Mund.

    Zur offiziellen Definition:
    „Sport ist eine körperliche Betätigung, die man REGELMÄSSIG und WETTKAMPFMÄSSIG aus übt.
    So.
    Und wer von Euch allen tut etwas REGELMÄSSIG UND WETTKAMPFMÄSSIG?
    Es müssen nämlich BEIDE Kriterien erfüllt sein, dass man von Sport sprechen kann/darf.

    Alles Andere ist „nur“ körperliche Betätigung.
    Verstanden?
    Ja?
    Dann hört endlich auf, das Wort SPORT für jeden Finger, den ihr beugt, in den Mund zu nehmen!

    • Daniel Steinmann sagt:

      WOW, Danke für die Blumen, ich bin für den GP Bern angemeldet, den ganzen … ich bin also Sportler :-)

  • Adriano Granello sagt:

    Befragt man erwachsene Menschen auf der Strasse oder am Telefon nach ihrem Sex-Verhalten (wie oft pro Tag, pro Woche, pro Jahreszeit…), tut man gut daran, die erhaltenen Zahlen kritisch zu hinterfragen und etwa durch 5 zu dividieren, um zu einem annähernd der Wahrheit entpsrechenden Wert zu gelangen. Ähnlich verhält es sich beim Thema Sport, denn wer will sich schon als bequemer, „ungesund“ lebender Übergewichtiger oder – noch schlimmer – als zurückgezogen dahinvegetierender Hansdampf outen, dem der seit Jahren andauernde und eine Milliardenindustrie nährende Sport-Hipe ein einziger Gräuel ist! Die in all den schönen Statistiken abgebildeten und in diesem Threat moraltriefend kommentierten Prozentwerte mögen ja diskussionsfördernd sein, einen weitaus präziseren Eindruck von Herr und Frau Schweizers Sportverhalten gewinnt man allerdings anders, zum Beispiel indem man einen Blick auf all die superguten und superteuren Sportfahrräder wirft, die ohne Luft in den Reifen in den Velokellern der Nation dahinstauben. Übrigens: die Romands sind in dieser Statistik die Ehrlichsten, denn in der Westschweiz sind nicht Sport treibende Menschen mindestens gleich viel oder gar noch mehr wert als die scheinbar einem sozialen Bewegungszwang unterworfenen Compatriotes östlich des Röstigrabens.

  • Heinz sagt:

    Ich mache seit 50 Jahren regelmaessig und frueher intensiv Sport, weil is MIR so gefaellt. Das heisst aber nicht, dass andere nach dem gleichen Muster leben muessen. Ich meine man kann ein gesundes und erfuelltes Leben haben ohne Sport. Meine Mutter hat in ihrem Leben keine Stunde ‚Sport‘ getrieben, oder was man auch immer darunter versteht, aber sie war immer aktiv und ist noch mit 75 mit ihren Enkeln herumgetollt. Sie ist jetzt 90 und bei bester geistiger und koerperlicher Gesundheit, ganz ohne Sport.

    • Marianne Schmidtmer sagt:

      …ja, meine Mutter auch, sie ist sogar fast 91, kennt keinen Sport, ist aber kerngesund bei total geistiger Frische, Nichtraucherin, Nichtrinkerin. Ihre Schwester, Raucherin, Wenigtrinkerin starb Anfang 2014. An Altersschwäche mit 93.
      Sport? Kannte sie auch nicht. Diese Generation hat den Krieg erlebt und hatte andere Sorgen. Die Ernährung damals war auch absolut ungesund.
      Dennoch, hab gerade mit Mutti telefoniert und herzlich haben wir über Witze gelacht.
      Noch Fragen?

      Es gibt hier wirklich viel Intoleranz, stelle ich fest, das bei Schweizern? Ich liebe das Land und die Menschen dort, aber hier erschrecke ich doch bei manchem Kommentar.
      Übrigens, ich bin seit 23 Monaten Witwe, mein Mann starb mit 88 Jahren, nur noch eine Lunge. Die wurde ihm in Russland an der Front weggeschossen. Auch er rauchte bis zuletzt, und dennoch…
      Sport konnte er keinen machen, wegen der Behinderung. Trotzdem wurde er uralt.
      Also bitte, liebe Schweizer und Schweizerinnen, Toleranz ist eine Tugend. Pflegt sie!
      Liebe Grüße

  • Franziskus sagt:

    Diese Link Umfrage habe ich wohl verpasst. Sie sind meist ja auch für nix tauglich. Und der Bericht hier ist auch männerfeindlich, indem nur von „Schweizer“ die Rede ist. Pfui Natascha!

    Schweizer Männer werden meist von Schweizer Frauen am Sport gehinder. Entweder lassen sich diese Frauen nicht bewegen, oder sie sind so unglaublich elitär im sportlichen Gehaben, dass sich Männer schon gar nicht mehr getrauen, sich in ihrer Umgebung zu bewegen. Als Mann muss man sich auch immer überlegen, wann, wo und zu welchen Stunden die Sport-Haus-Frauen-Quoten-Regel überschritten sein könnte.

  • Hans sagt:

    Sorry ich habe keine Zeit einen Kommentar zu dem Artikel zu hinterlassen. Ich habe zudem keine Lust und will meiner Gesundheit nicht schaden.

  • Rolf Bombach sagt:

    Sehr schöne Diskussion hier. Sie zeigt, dass tatsächlich viel zu wenig Sport getrieben wird. Vorallem Denksport.

  • Mäge sagt:

    Was für eine falsche Statistik! Also vermutlich wurde die Definition von Sport einfach zu eng gefasst. Ich plädiere dafür, auch Schachspieler, Raser und Sitzpinkler zu den Sportlern zu zählen, dann entspricht die Statistik viel besser den Tatsachen. Denen die behaupten, mit dem Velo den Berg runterfahren sei Sport, sei gesagt, dass Jassen viel anstrengender ist.

    • Karl Knapp sagt:

      Naja, jassen ab sich geht ja schon. Mehr als Krämpfe im Arm oder eine kleine Schlägerei, wenn man den Bock nicht zur richtigen Zeit spielt, ist da nicht. Aber diesen Muskelkater im Gehirn, vom Rechnen auf diese alberne Zahl 157, und dann noch Multiplizieren, da geh‘ ich doch lieber aufs Laufband …

    • Paul Mircher sagt:

      Zu behaupten Downhill „Velo den Berg runterfahren“ sei kein Sport, beweist nur das sie keine Ahnung vom Biken haben. Warum trainiern die Downhiller gleichviel wie die CC- und Marathonfahrer, einfach aus Spass? Skeleton, Bob, Rodeln, Skispringen und Curling sind nicht halb so anstrengend wie Bike-Downhill und sind sogar olympisch.

  • peter frauchiger sagt:

    Erstaulich dass niemand über entsprechende Kleidung spricht. Während die Kleinstgrössen zu „tode“ Designed werden, ist ab Grösse Mittelmass nur noch in Bescheidenem Masse vorhanden, genz zu schwiegen in der Grösse „unanständig“, schon gar nicht vorhanden. Extra Bestellung, unmöglich. Doch stimmt, wer braucht schon ein schweisstreibendes Shirt oder vielleicht noch Funktionaluntweäsche – die ist den Profisportlern vorbehlaten, ganz sicher nicht denen die „keinen“ Sprot betreiben. Vielleicht jedoch, würde es der Industrie gut tun sich einmal um Kategrie „unanständig“ kümmern.

    • Paul Mircher sagt:

      Was ist die Kategorie “unanständig”? Sportbekleidung gibt es in allen Gössen und allen Designs, von Konservativ und alltagstauglich (z.B. von Jack Wolfskin) bis ausgeflippt. Sie können sogar im Aldi Sportunterwäsche… kaufen, ich verstehen nicht was ihr Problem ist.

      • steff walther sagt:

        @paul – das votum von frauchiger ist gar nicht so falsch. gehen sie einmal mit grösse 62 einmal ins sportgeschäft und finden sie einmal richtige sportbekleidung ohne dass diese extra bestellt werden muss! Diese wie sie sagen finden sie weder bei JW noch bei Mammut schon gar nicht bei Aldi. Bei Ochsner ist grundsätzlich bei gtörsse 56 fertig! sie haben grösse 48? dann denke ich wissen sie nicht, was wie frauchiger sagt „unanstänige“ grösse ist.

  • Nela sagt:

    Eigentlich wollte ich heute noch etwas Sport treiben, aber die vielen interessanten Kommentare haben mich davon abgehalten. Ich habe mich halb tot gelacht und königlich amüsiert. Vielen Dank allen Sportlern und Nichtsportlern. Macht weiter so. Vertretet mit Leib und Seele und Leidenschaft eure Meinung. Und lasst euch nicht unterkriegen!
    Wünsche einen schönen gemütlichen Abend

  • Ike Conix sagt:

    Grund Nr. 18: Sport macht aggressiv. Wie heute vom Dach der Welt berichtet. Dort haben die Sherpas bös geprügelt. Das kann mir nicht passieren. Obwohl, wenn meine Frau vergessen hat, im Kühlschrank das Bier aufzufüllen, wünsche ich mir manchmal, ich beherrschte eine Kampfsportart.

  • Roland K. Moser sagt:

    Momentan kann ich keinen Sport treiben, wegen einem Überlastungs-Ödem im Schienbeinkopf. Ich habe dann auf World of Tanks umgesattelt und habe jetzt Sehnenscheiden-Entzündung an der linken Hand.

  • Urs sagt:

    @Marcel sie sprechen ein grosses Problem an. Macht jemand mit starkem Übergewicht Sport, bekommt er genau das zu spüren was sie beschreiben, anstarren, auslachen, dumme Kommentare und Sprüche bekommt man andauernd zu hören. „Was will den der hier, schaut euch mal den an, und dass muss ich nun meinen Augen auch noch antun“ sind noch das harmloseste, bleibt man dann zu Hause wird man genau dafür auch wieder verurteilt.

    • Chris Müller sagt:

      Hmm…gebe ich Ihnen nicht unrecht, weiss von was Sie sprechen. Aber da muss man(n) wohl durch. Und an diejenigen, die sich gestört fühlen wenn ein übergewichtiger Mensch sich auf dem Laufband abmüht…Unterstützung wäre wohl dann angebracht und keine Häme!

  • Marcel sagt:

    Bei mir kann man das unter „andere Gründe“ oder „schlechte Erfahrungen gemacht“ abhandeln. Wenn ich Sport treiben würde, würde ich blöd angeschaut, ausgelacht ect. Bin nämlich stark übergewichtig. Ich brauche mir sowas echt nicht mehr antun. Ab und an geh ich wandern oder spazieren. Aber das würde ich nun nicht gleich als „Sport“ bezeichnen. Beim Arzt war ich trotz Übergewicht nur selten in den letzten Jahren und nur in Fällen die auch den supergesunden, angeblich weniger Kosten verursachenden Menschen.

  • Regula sagt:

    Mal ehrlich, eine grosse Mehrheit der Stadt-Joggenden sollten es lieber sein lassen oder zum Walken welchseln. Wenn ich mir den Laufstil vieler anschaue, wäre es fast gesünder sie würden im Bett bleiben….

  • Leonie sagt:

    Also, ich treibe keinen Sport – gehe aber zur Arbeit mit dem Velo oder zu Fuss, im Sommer gehe ich ab und zu schwimmen. Trotzdem bin ich nicht zu dick, und in den letzten 30 Jahren war ich ungefähr 3x beim Arzt. Ich fühle mich kerngesund. Nebenbei: Ich konsumiere auch viele Fertiggerichte, die sollen ja auch ach sooo ungesund sein.
    M.E. steht der definitive Beweis noch aus, dass jemand, der exzessiv oder auch nur intensiv Sport betreibt, weniger Krankheitskosten verursacht.

  • Peter Steiner sagt:

    Man hat im Leben eben auch gelernt, mal Nein zu sagen.

  • bitta sagt:

    mein Grund, kein Sport zu treiben, sind solche klugscheisserischen Antworten auf durchaus legitime Gründe. Ich arbeite 3 Tage/Woche, habe die restlichen 4 Tage meine Kinder, die zu alt sind für den KiWa, aber zu klein fürs Schwimmen oder Joggen. Abgeben kann ich sie auch nicht, da AE ohne Familie, Mittagspause habe ich keine, kann also da nicht joggen gehn. Wer das belächelt und nieder macht, hat keinen Anstand und soll sich lieber in seinen geliebten Wald verziehen.

  • Chris Müller sagt:

    Eine gewisse Überheblichkeit ist in diesem Artikel unverkennbar.

  • Lea sagt:

    Das Problem sind diese Ja/Nein Fragen. Wenn mich jemand fragt ob ich Sport treibe sage ich nein, genauer betrachtet fahre ich aber jeden Tag mit dem Fahrrad an den Bahnhof und wandern geht für mich nicht unter Sport sondern Hobby. Im Sommer schwimme ich regelmässig 3 km, aber eben nur im Sommer, da ich Hallenbäder hasse. So gesehen heisst das nicht, dass jeder Sportmuffel wirklich nie Sport macht, er macht ihn vielleicht einfach nicht regelmässig oder merkt gar nicht, dass er gerade Sport treibt…

    • Dario sagt:

      Absolut deiner Meinung, hätte ich nicht besser sagen können! Auch ich schwimme im Sommer gerne mal ab und zu, auch z.B. mal über den Pfäffikersee. Ausserdem fahre ich fast überall mit dem Velo hin, ob jetzt die Sonne scheint oder es in Strömen regnet und ich bin zwar nicht so der Wandermensch, dafür mache ich aber sehr gerne ausgedehnte Spaziergänge, im Sommer auch sehr gerne mal nachts… aber das sehe ich alles nicht als Sport, sondern entweder einfach als Mobilität oder halt als Vergnügen. Ausserdem ist Sport auch nicht alles. Eine gesunde Ernährung ist für einen gesunden Lebensstil mindestens so wichtig – und für die ist bei mir schon alleine wegen meiner Koreanischen Freundin gesorgt (wir kochen gerne zusammen) ;-)

      • Karl Knapp sagt:

        Ich schwimme jede Woche einen Kilometer, Sommer oder Winter, ega, weil es mir Spass machtl. Am Wochenende ein Fährtli mit dem Velo oder eine Wanderung mit meiner Frau (bei schönem Wetter). Aber Sport, nein danke ! Sport ist doch das, was nach Schweiss und Gummischuhen stinkt im Fitnesscenter, oder nicht ?

  • Luise sagt:

    Erschreckend, diese Kommentare zu lesen. Bequemlichkeit geht offenbar über alles. Und Nataschas 17 Gründe werden mehrheitlich bestätigt. Kein Wunder haben Magenbänder und Fettabsaugeindustrie Hochkonjunktur.

    • Sonic sagt:

      Sie sind aber leicht zu erschrecken! Es hindert sie ja niemanden am Sporttreiben. Wieso haben sie ein Problem damit, dass nicht bei allen Menschen in allen Lebenslagen Sport 1. Priorität hat?? Was ist so schlimm daran?
      Ich selber treibe sehr gerne Sport, bewege mich viel im Alltag. Für mich braucht es auch keine grossen Schweinehundüberwindungsaktionen, um Sport zu treiben. Aber im Gegensatz zu anderen Lebensabschnitten steht Sport im Moment eindeutig nicht an erster Stelle. Dafür will ich mich nicht rechtfertigen müssen. Und mich definitiv nicht der Faulheit bezichtigen lassen. Ich brauche auch keine Tipps, wie ich das trotzdem hinkriege, ich setze gerne meine Prioritäten selber.Das heisst ja nicht, dass ich nicht gern manchmal 30 Stunden Tage hätte, wo eben auch noch etwas mehr Sport Platz hätte..
      Seien sie doch nicht so sektiererisch!

    • Hotel Papa sagt:

      Bequemlichkeit geht durchaus nicht über alles, aber Freiheit, zu tun und zu lassen, was einem wichtig ist. Und dieser Bericht atmet mit jeder Zeile Intoleranz und Missbilligung. Die Antwortenden sind schlechte Menschen, weil sie andere Prioritäten haben als N.K. So etwas darf nicht unwidersprochen bleiben.

      • Luise sagt:

        Muss man gegenüber unsportlichen und dicken Leuten, die rauchen und ungesund leben und schon mit 40 Bluthochdruck haben wirklich tolerant sein?

        • Hotel Papa sagt:

          Weil: Gesundheit ist ja selbsterworben und jeder, der eine gute hat, hat sie sich redlich verdient.

          Ich wünsch Dir von Herzen, dass Du das Gegenteil nie selbst erfahren musst. Sicher ist das keineswegs.

        • Daniel Steinmann sagt:

          Muss man gegenüber Hobbysportlern die es übertreiben und fast non-stop in ärztlicher oder therapeutischer Behandlung sind auch tolerant sein?

    • erschreckend hier ist nur die INTOLERANZ von den lesern, da dieses BEHAUPTEN :nur ich mache es richtig, wieder mal DICK aufs brot streicht!!!

  • Simon sagt:

    … und noch ein Kommentar an all diejenigen, die tatsächlich meinen, sie hätten keine Zeit: Wir alle haben exakt 24 Stunden pro Tag! Niemand hat mehr oder weniger Zeit. Alles „nur“ eine Frage der Prioritäten. Ich für meinen Teil habe auch keine Zeit für Sport; ich nehme mir die Zeit! Wer Gesundheit und Wohlbefinden als weniger wichtig empfindet, soll eben keinen Sport treiben. Ist doch ok!

    Allerdings sollten die Folgekosten, welche heute auf den Schultern der ganzen Gesellschaft lasten, nicht nach dem solidarischen Prinzip der Krankenversicherung getragen werden. Für selbstverschuldete Gesundheits- bzw. Krankheitskosten soll bitte jeder selber aufkommen. Gleiches gilt ungesunder Ernährung, Rauchen, übermässigem Alkoholkonsum etc.

    • Karl Knapp sagt:

      Finde ich auch. Jeder, der im Dunkeln beim Joggen in einen Baum hineinrennt oder sich das Bein bricht, soll das bitte selber zahlen ! Selbstverschulden für alle, vor allem für die Mittelschicht !

    • Anh Toan sagt:

      Auch für Sportunfälle.

    • Anh Toan sagt:

      Ausserdem: Wer sein leben darauf optimiert, möglichst alt zu werden, sollte mehr in die AHV einzahlen, er will schliesslich länger Rente.

      • marcel meier sagt:

        …Gleiches gilt ungesunder Ernährung, Rauchen, übermässigem Alkoholkonsum etc…
        Simon, da hoffe ich mal dass Sie nicht Autofahren, denn dann würde ich Sie auch zur Verantwortung ziehen, weil ich auch wegen Ihnen schlechtere Luft einatmen muss. Und ach ja, nicht heizen im Winter…

        • Ben sagt:

          @Anh Toan: herrlich, genau!
          @Simon: sie wissen aber schon dass genau die Krankheiten die man in hohem Alter kriegt die mit Abstand teuersten sind? So gesehen sind die gesunden Normalos die teuersten. Raucher beispielsweise erkranken höchst selten an Demenz weil sie bereits weggestorben sind. Rein ökonomisch kann mit Sport schlicht nicht argumentiert werden, ganz im Gegenteil.
          Abgesehen davon: ich rauche zwar, trinke mässig Alkohol aber treibe auch Sport. Alles dann wann ich will und Lust dazu habe.

  • Stefan Hintermeister sagt:

    Wie man Vergnügen oder Befriedigung mit Sport assoziieren kann ist mir schleierhaft; noch nie hatte ich auch nur annähernd das Bedürfnis danach.
    Da man aber immer wieder zu Ohren kriegt, dass man sich etwas mehr bewegen soll, habe ich mir nach 10 Jahren Automatik fahren wieder ein handgeschaltetes Auto gekauft… ;-)

  • Patrick sagt:

    Zählt der Gang zum Auto als Spazieren?:)

  • Nora sagt:

    Ich finde Ihre Kommentare bei den einzelnen Antworten ziemlich überheblich. Ja, ich gebe es zu, ich habe keinen Spass an Sport – überhaupt nicht. Sport gibt mir auch keine Energie. Und trotzdem gehe ich mich zwei Mal pro Woche ins Fitness, einfach weil es halt vernünftig ist. Aber Lust? Nein.

  • Birgit sagt:

    ja ich habe einen sehr anhänglichen Kollegen, er nennt sich „Scheinehund“ .
    Ständig liegt er mir in den Ohren „Ach komm – später gehts ja auch noch“ oder „auf dem Sofa ists so gemütlich“ oder „nein heute regnets“ .

    Der innere Schweinehund ist wirklich lästig. Ich würde doch so gern, aber diese Disziplin für mich selber aufzubringen ist nicht einfach.

  • clarkthespark sagt:

    Sport ist Mord und Breitensport ist Massenmord!

  • Peter Suter sagt:

    Warum ich nicht mehr walke? Einfach keine Lust ständig hinter dicken Füdlis herzlaufen und pardon zu rufen, damit ich überholen kann. siehe Bild.

  • Hotel Papa sagt:

    Eigentlich bin ich durachaus motivierter Alltagssportler (20 km Arbeitsweg mit dem Rad; aber beim derzeitigen Wetter mag ich nicht.)

    Wenn ich aber einen solchen Artikel lese, geht mir das Messer im Sack auf. Genau die arrogante Einstellung, die es dem Gelegenheitssportler wieder vergällt. Genau die gleiche Geisteshaltung, die schon im „Musst halt nur weniger fressen als du verbrauchst!“ zum Ausdruck kam.

    Die Menschen sind verschieden. Und mit Vorwürfen bekommt man niemanden zu einer gesunden Lebensweise.

    • Luise sagt:

      Womit denn? Gut zureden? Belohnungen? ???

      Ich stelle fest, dass viele Kommentare AGRESSIV sind. Warum denn?

      • Sonic sagt:

        Wissen Sie, ich finde es einfach etwas anmassend, allen Leuten die aus den unterschiedlichsten Gründen keinen Sport treiben, generell Faulheit zu unterstellen. Die einen wollen nicht, die anderen können nicht. So what. Und wie Hotel Papa sagt, mit einem vielleicht lustig gemeinten, aber arrogant rüberkommenden Artikel motiviert man sicher niemanden zu mehr Bewegung.

      • captain kirk sagt:

        „Ich stelle fest, dass viele Kommentare AGRESSIV sind. Warum denn?“

        Weil getroffene Hunde bellen.

        • Mark sagt:

          Nein, das ist nicht der Hauptgrund, captain kirk. Es liegt eher daran, dass mannhier provoziert wird, sich für etwas zu rechtfertigen, wofür man sich nicht rechtfertigen möchte. Ich betreibe kaum Sport. Ich bewege mich ausreichend, verzichte oft aufs Tram, fahre mit dem Velo kurze Strecken, weil es praktisch ist. Sonst nichts. Warum? Einfach so, weil es für mich so ok ist. Ich mag auch keinen Rosenkohl und keinen gekochten Fenchel oder Blutwurst. Einfach so. Und ich bin zufrieden damit, ohne mich zu rechtfertigen.

      • Hotel Papa sagt:

        Damit, dass man sagt was MIR am Sport spass macht und mich dazu motiviert. Aber sicher nicht mit dem ausgestreckten Zeigefinger.

        Eigentlich haben wir in der Schweiz keine allzu ausgeprägte Jock-Kultur. (Die Sportskanonen, die in der Amerikanischen Highschool alle anderen unterbuttern und drangsalieren.) Natascha Knecht ist offenbar angetreten, das zu ändern.

        Jawoll, genau was wir brauchen. Noch eine Ecke mehr, wo die Intoleranz fröhliche Urständ feiert, und man dem Gegenüber ins Gesicht sagt, warum er ein unerträgliches Mitglied der Gesellschaft ist.

      • Petter sagt:

        @Luise: Weil viele Leute die Schnauze soooo voll davon haben, dass ihnen ständig jemand anderes sagt, wie sie zu leben haben, was sie gut zu finden haben, wie sie gesund zu leben haben, was sie dürfen und vorallem nicht dürfen, ein schlechtes Gewissen eingeredet wird (dagegen bin ich mittlerweile immun) und einem so versuchen, das Leben zu vergällen, dass es schlicht zum Kotzen ist. Capisci?

        @HP: Den Ausdruck „geht mir das Messer im Sack auf“ finde ich spitze. Oder spitzig, je nach Messerart! :-)

        • Hans sagt:

          @Petter: Weil die Leute einfach zu egoistisch und zu rücksichtslos geworden sind, braucht es immer mehr Menschen, die von Zeit zu Zeit mal den Mahnfinger heben. Wie jemand oben schrieb: getroffene Hunde bellen, nicht wahr?

          Und zu dem Spruch mit dem Messer: Schon mal darüber nachgedacht, was er bedeuten könnte? Ich empfehle ihnen etwas Sport damit sie ausgeglichener werden. Dann würden sie es vielelicht nicht mehr spitze finden, wenn jemand wegen einer anderen Meinung gleich verkappt mit Gewalt droht.

          • Hotel Papa sagt:

            Ich mit Gewalt drohen? Der ist gut.

            Ich habe den Spruch noch nie so angewendet gehört, wie Sie ihn interpretieren wollen. „Es macht mich aggressiv!“ ja; „Das löst meinen Widerspruch aus!“ Aber sicher nicht wortwörtlich.

          • Luise sagt:

            Das meine ich ja mit agressiv

          • Petter sagt:

            Haben Sie schon mal überlegt, dass dieser „Mahnfinger“, wie sie so schön sagen, im Prinzip eine moralische Erpressung ist?

            „Du machst keinen Sport? Du schadest im Fall nicht nur dir, sondern auch allen anderen, welche dann mehr KK-Prämie für dich bezahlen müssen. Also mach gefälligst Sport! Und schäme dich falls du es nicht tust! Das du dich das überhaupt traust, du egoistischer Mensch!“ So tönts aus dieser Ecke.

            PS: Ich mache Sport. Kennen Sie Lacrosse? Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Klappe halten…
            PPS: Wenn Sie den Spruch tatsächlich als Androhung von Gewalt verstehen und nicht als Ausdruck einer Gemütslage, dann weiss ich nicht mehr was schreiben…

          • Hans sagt:

            Uiuiui jetzt soll ich die Klappe halten, sind sie mit ihrem Latei schon am Ende und müssen beleidigen? :-)

            Den Spruch mit dem Messer kann man wortwörtlich interpretieren wenn man will, ich schreibe auch bewusst verkappt. Jene, die Frau Knechts Beitrag so unglaublich ernst und wörtlich nehmen und nicht in der Lage sind, vielleicht etwas Humor zwischen den Zeilen herauszulesen, kommen jetzt mit „nimm den Spruch nicht wortwörtlich“. Herrlich :-)

            Und sie machen also Lacrosse, schön. Was wollen sie uns bloss damit sagen?

          • Hotel Papa sagt:

            Man könnte das ganze von der witzigen Seite nehmen, wenn es nicht Methode hätte und ein Symptom wäre für genau das, was man hier von beiden Seiten lesen kann. Peter Suter und mia, und etwas entschärft Luise, die sich darüber mokieren, dass es Menschen gibt, die etwas weniger als eine Idealfigur haben. Und Menschen wie Marcel, Urs, momo, die vor dieser Diskriminierung verzagen und die Freude am Sport verlieren. Fängt im Artikel schon an mit dem lächerlich Machen das Traumas, das viele aus dem Sportunterricht mitgenommen haben. Diese Arroganz der genetisch begünstigten darf man denen durchaus im Spiegel zeigen. Es ist nicht jedeR von Natur aus geschickt und bewegungsbegabt. Und denen, die es nicht sind, wird es im Turnen gründlich ausgetrieben.

            Ich bleibe dabei: Artikel wie der heutige tun der Sache nichts gutes und gehören angeprangert. Laut.

    • U. Knecht sagt:

      HP +1

      • Luise sagt:

        @Hotel Papa. Nicht jeder ist von Natur aus bewegungsbegabt? War ich auch nicht.Im Turnen war ich katastrophal. Aber wenn wir das manchen können was uns liegt und was wir gerne machen, kann sich die Ungeschicklichkeit in Spass verwandeln. Wofür haben wir denn Arme, Beine, Füsse? Ich bleibe dabei: Faulheit ist der Hauptgrund fürs Herumsitzen.

  • Luise sagt:

    Liebe Natascha, ich finde diese 17 Gründe witzig! Danke. Ein weiterer Grund um nichts zu tun ist, dass die Leute einfach FAUL sind. Lieber jammert man über Knie, Kopf und andere Wehwehchen, sagt, man möchte abnehmen, fitter sein, gesünder und tut dann nichts. Eben „es wäre gesund“….

    Es ist wie beim Essen. Sich etwas Gesundes zubereiten braucht Motivation und das Wissen, dass man sich danach besser fühlt.

  • Paul Mircher sagt:

    Jeder hat Zeit für „Sport“, es gibt absolut kein Agrument um den Faktor Zeit als Grund zu nehmen. Die meisten die den Faktor Zeit angeben, die sitzen dann 1-2 Stunden oder mehr vor dem TV, Computer oder Lesen irgendwechel Zeitschriften. Ich kenne genug Leute die das Argument „keine Zeit“ benutzen könnten, aber die treiben meisten mehr Sport als ich und ich habe massenhaft Zeit.

    @Anh Toan: Warum soll spazierengehen kein Sport sein? Treppensteigen ist auch Sport, es muss nicht immer das 2 Stunden extrem Training sein. Warum verurteilen sie Leute die „freiwillig“ auf einen Achtausender steigen? Ich gehe auch freiwillig auf Viertausender, laufe 10 Kilometer unter einer Stunde und Bike in Moab (Utah) bei über 45 Grad. Warum soll ich bescheuert sein? Ich verurteile auch keinen der z.B. einen Serienmarathon im TV schaut, auch wenn ich es nicht machen würde. Diese Damen auf dem Bild ist garantiert nicht bescheuert, nur weil sie einen Trend mitmachen. Laut ihren Argumenten sind sie die einzige Person die bescheuert ist und nicht da anderen, weil die anderen haben etwas gefunden was Spass macht.

    • Hotel Papa sagt:

      Er verurteilt nicht, er sagt lediglich, um so etwas zu tun, muss man einen an der Waffel haben. Wie für jedes Extremhobby. Was wahrscheinlich die meisten Bezwinger von Achttausendern bestätigen würden.

    • Anh Toan sagt:

      @Paul Mircher: „Warum soll spazierengehen kein Sport sein?“

      Warum soll es?

    • Anh Toan sagt:

      @Paul Mircher: Habe ich mehr Befriedigung von einem Spaziergang, wenn dies als Sport anerkannt wird? Braucht ein Spaziergang die Rechtfertigung der ansonsten fehlenden körperlichen Betätigung, oder kann ich auch spazieren gehen um „nichts zu tun“? Ich meine so ganz sinn- und zweckfrei? Und darf ich mich dann auf eine Bank setzten und die Aussicht geniessen, auch ohne zu kotzen? Oder im Gras liegen und es spüren, das Gras?

    • Paul Mircher sagt:

      @Hotel Papa: Und genau darum verurteilt er, weil andere etwas „extremes“ machen sollen sie bescheuert sein? Jetzt definieren sie „Extremhobbie“? Für mich ist es nicht extrem auf einen Viertausender zu steigen,… aber ich halte z.B. All-Inclusive-Reisen mit täglichem All-you-can-eat essen und 6 Stunden am Strand liegen für extrem, desswegen bezeichen ich die Tausenden Leute die das machen aber noch lange nicht als bescheuert. Nach dem Motto, „Laissez faire, laissez passer!“

      @Anh Toan: Sie können nicht spazieren gehen um „nichts zu tun“. Spazieren verbrennt mehr Kalorien als wenn sie nicht spazieren gehen und genau darum ist es Sport. Es spielt keine Rolle ob es as Sport anerkannt wird oder nicht, wenn sie unsportlich sind, dann haben 2-3 mal pro Woche eine Stunde Spazieren schon grosse Wirkung. Warum muss Sport Sinn und Zweck haben? Ich Treibe Sport einfach weil ich Lust habe, machmal habe ich auch Lust den ganzen Sonntag vor dem TV zu hocken.
      Der Titel müsst eigentlich heissen: 17 Gründe, warum Schweizer „nicht körperlich aktiv sind“

      • Anh Toan sagt:

        Sex verbrennt mehr Kalorien als kein Sex und ist darum Sport. Dies gilt auch für Powershoppen oder Zähneputzen. Jede Tätigkeit (selbst schlafen) verbrennt mehr Kalorien als tot sein: Leben ist Sport (ausser vielleicht beim Essen, da ist die Kalorienzufuhr höher als der aktuelle Verbrauch)

        Für mich beinhaltet der Begriff Sport den Zweck der körperlichen Ertüchtigung (Turnvater Jahn) und Wettbewerb. Wettbewerb in dem Sinne, dass bei Sport versucht wird, an seine Grenzen zu gehen, das beste zu geben und damit die Grenzen zu erweitern und besser zu werden. Nicht alle sind gleich konsequent in dieser Anstrengung, die Ziele werden irgendwann relativ zum z.B zum Alter (Gewinnen bei Senioren, gutte Zeit für 60), dies öndert nichts an der grundsätzlich kompetitiven Einstellung welche der Begriff Sport beinhaltet.

        Darum ist mit dem Kleinkind fussballspielen, spazieren oder powershoppen zwar auch Bewegung, aber kein Sport.

        • Paul Mircher sagt:

          @Anh Toan: Defintion von „Sport“: …Sammelbezeichnung für alle bewegungs-, spiel- oder wettkampforientierten körperlichen Aktivitäten des Menschen. Der englische Begriff disport bedeutete ursprünglich Vergnügen, Zeitvertreib und Spiel (altfranzösisch desport; vulgärlateinisch desportare: sich vergnügen). Also ist laut Defintion Spazieren gehen auch Sport, basta!

      • Hotel Papa sagt:

        Macht Sport so humorlos?

  • mineli sagt:

    Als ein Arzt gefragt wurde ob man dank Sport länger leben würde, war seine Antwort: „Nein, aber man stirbt gesünder !“

  • Marc M. sagt:

    Ich hab schlicht und einfach keinen Bock auf den Stress.

  • Kathy sagt:

    Und schon wieder versucht Frau Knecht witzig zu sein… Frau Knecht, sie sind NICHT witzig! Ihr Thema ist doch das Sporttreiben, warum konzentrieren sie sich dann nicht auf die anderen 73%? Oder versuchen, die 27% von den schönen, tollen Seiten des Spörtelns zu überzeugen? Mit so einem Text motivieren sie niemanden.

    • Hotel Papa sagt:

      Genau so.

    • marc zimmer sagt:

      Werte Kathy

      Sie sprechen mir aus dem Herzen. Ich akzeptiere, wenn jemand Sport treiben will, auch extensiv ist ok. Ich will aber nicht als fett, undiszipliniert etc hingestellt werden, nur weil ich keinen Sport treiben mag. Und das liebe Frau Knecht, sollten sie sich mit einem Edding Marker, fett auf die Stirn schreiben. Manche Kommentare erinnern mich zudem stark an das Sprichwort „in einem gesunden Körper steckt auch ein gesunder Geist, aber nicht immer“. In diesem Blog sogar immer weniger….

  • martin sagt:

    ja gerade wenn man im Winter ins Hallenbad gehen will,
    hat es oft zu wenig freie Bahnen. Es ist ein Kampf ums schwimmen auf diesen Bahnen.
    Und es gibt viele Bäder, die das halbe Bad abgesperrt haben für Schulen und Vereine.
    Schade, Schwimmen währe ja Gesund.
    Ich will mein privat Pool.

  • Daniel sagt:

    Ich wohne am schönen Greifensee. Ich habe Walking Stöcke zu Hause. In meinem Schlafzimmer steht ein Hometrainer. Ich weiss leider nicht, wie ich den inneren Schweinehund überlisten kann um wieder was zu tun! Ich bin in letzter Zeit Müde und nicht Motiviert und dies ist jetzt aber keine Ausrede sondern Realität!

    • blackball sagt:

      Gehen Sie nach dem Bonusprinzip vor. Setzen Sie sich realistische Ziele (halbe Stunde gehen) und belohnen Sie sich mit etwas, das Sie sich sonst nicht (täglich) gönnen. Hilfreich ist auch, wenn Sie sich Musik (ich z.B. bevorzuge Dark Ambient, Downbeat/-tempo, Drone, etc.) oder ein Hörbuch auf Ihren MP3-Player laden und dies während des gehens hören.

      Suchen Sie sich Strecken, die Ihnen gefallen (Aussicht, Landschaft, etc.) und die Sie gerne laufen.

      Viel Vergnügen.

    • Urs sagt:

      Das schwierigste am Training ist, damit zu beginnen. Die Motivation entsteht oft erst, wenn man im Trainingsablauf drin ist. Vereinfacht wird der Anfang durch eine klare, nicht zu hoch gesteckte Zielsetzung (ein Hobbylauf oder eine fix geplante Wanderwoche diesen Sommer) und Trainingspartner, die man auch gerne nur zum Bier treffen würde. Tun sie es nicht für ihren Arzt, nicht aus Eifersucht auf diese ach so erfolgreichen Skinfit Manager, die morgens um 5 in Rekordzeit um den Greifensee joggen, und nicht für den Sixpack-(Alb)traum. Finden sie heraus, welche Art von, und welches Mass an Bewegung ihnen gute Laune bereitet, und lassen sie sich nicht einreden, es gäbe ein Mindestmass unter dem Bewegung nichts bringt. Viele Arten der Bewegung bergen nicht das soziale Kapital eines Marathon Laufes, aber bereiten vielen sicher genau so viel Freude.
      Und wenn sie jetzt denken, tausend Mal gehört und nichts gebracht, dann lassen sie es einfach sein mit der Bewegung. Finden sie aber einen Weg, deswegen keine schlechte Laune zu haben, die ist nämlich wirklich ungesund.

    • Roman Rebitz sagt:

      Am einfachsten ist eine Sportart zu suchen die auch WIRKLICH Spass macht und auf die man sich freut. Pech haben Sie wenn es Ihnen wie mir geht das diese Sportart leider nicht in der Nähe angeboten wird, somit zu zweiten Tipp: Sportart suche die auch eingiermassen gefällt und mind. zu zweit machen und jemanden suchen der einem dauernd in den Hintern tritt :-)

  • tststs sagt:

    Nun gut, man mag diese Gründe belächeln, aber kann mir irgendjemand 17 gute Gründe aufzählen, überhaupt Sport zu treiben?
    :-)

    • Anh Toan sagt:

      Ich kenne einen einzigen: Nichts Besseres zu tun haben!

    • mia sagt:

      Ja, gäbe es schon. Bei den (auch jüngeren) Männern sind es die immer dicker werdenden Wänste, bei vielen Frauen (egal welchen Alters) genau dasselbe, wobei dort noch die ausladenden unförmigen Hintern dazu kommen (siehe auch Bild oben). Das wäre schon mal ein guter Grund, sich etwas mehr zu bewegen. Aber die meisten, die schon jahrelang alles dahinschlittern liessen, sind zu träge geworden um den Mumm für sportliche Aktivitäten aufzubringen und leben lieber getreu dem Motto: Ist die Figur erst ruiniert, lebt sich’s völlig unschiniert. Und diejenigen, die sich doch noch irgendwann aufraffen, scheitern alsbald an ihren enttäuschten Erwartungen, denn es ist Realität, dass man mit keiner Sportart dieser Welt innerhalb von vier Wochen vom indischen Elefanten zur Gazelle bzw. vom Buddha zum Adonis mutieren kann.

      • Sonic sagt:

        also Sport auf Figurerhaltung zu reduzieren, finde ich schon etwas jämmerlich. Dann ist Sport ihrer Meinung nach nur etwas für zum Anspecken neigende Menschen? Hauptsache man sieht gut aus?

        • mia sagt:

          Ja, weil es bitternötig ist. Unsere Augen sind schon genug belastet. Da müssen wir uns nicht auch noch ungewollt dauernd dicke Ärsche und schier platzende Wampen anschauen. Das Problem ist einfach, dass die Wahrheit keiner hören will, dafür die Scheinheiligkeit umso mehr um sich schlägt. Das ist jämmerlich!

          • Sonic sagt:

            oh da fallen mir aber noch ein paar ganz andere Dinge ein, die meine Augen belasten.. Nun denn, auch noch die Wahrheit haben sie zu verkünden! Eieiei nur gut,habe weder dicken Arsch noch Wampe und darf deshalb auch faul sein. Schöne Menschen sind bessere Menschen. Was sie schreiben, ist da zum Glück nicht so wichtig..

          • Patrick sagt:

            Jedem sind andere Dinge wichtig. Manche „schinieren“ sich wegen ihrem Aussehen, andere wegen Fehlern in ihren Texten. Bei Sport wie beim Texten gilt: Übung macht den Meister.

          • christina sagt:

            @ mia , sie sind mir aber eine äusserst liebenswerte Genossin! Grösse 32 nehme ich an… Das macht Sie ja automatisch zum besseren Menschen, nicht? Und nein, ich bin nicht fett und ich treibe regelmässig Sport, aber solche Äusserungen wie oben habe ich auf der Latte.

          • mia sagt:

            Liebe Christina, was Sie auf der Latte haben oder eben nicht, ist mir von Herzen egal und ich werde meine Meinung deshalb bestimmt nicht ändern.

          • Marco sagt:

            Ich hoffe für Sie, Sie haben kein unansehnliches Gesicht. Das könnte man nämlich auch ändern lassen.

      • Maria sagt:

        mia, Sie moegen ja eine indische Gazelle sein, aber symphatischer werden Sie dadurch nicht.

  • Ruedi Greif sagt:

    Mich wundert, warum das Wetter nicht angeführt wurde. Das ist doch viel zu schlecht um Sport zu treiben.

    • Hotel Papa sagt:

      Stimmt diesen Winter definitiv. Es ist wirklich zum depressiv werden.

      • Steff Furrer sagt:

        Nicht, wenn man ein Hobby hat, das sowohl schönes als auch schlechtes Wetter erfordert. Wenn die Sonne nicht scheint, verkriecht man sich in der Werkstatt und bastelt an dem Gerät fürs schöne Wetter. So habe ich zumindest kein Problem mit langen Wintern.

  • Philipp Rittermann sagt:

    gut. das zeit-argument ist hinfällig. wenn man das bedürfnis hat, nimmt man sich auch die zeit. aber gut, es muss ja nicht jeder sport treiben. „mens sana in corpore sano“ beinhaltet eine ausgeglichene lebensweise; ein wenig bewegung gehört da aber halt schon dazu.

  • momo sagt:

    Ich lese ihren Blog eigentlich sehr gerne und auch regelmässig. Doch dieser Beitrag „schiesst“ meiner Meinung nach etwas übers Ziel hinaus. Bin auch nur Gelegenheitssportlerin, da mir neben 100% Job, eigenem Pferd das jeden Abend ca. 2 Stunden Zeit braucht und Haushalt vor allem im Winter schlicht weg die Motivation und Zeit fehlt um Joggen zu gehen. Wenn ich den Beitrag aber zusammenfasse, sind alle Nicht-Sportler potentiell todkranke, faule und willensschwache Couch-Potatoes. Ich denke nicht, das so ein Beitrag mehr Leute zum Sport motivieren kann. Und nebenbei, so schwierig es für einen Nicht-Sportler sein mag zu verstehen was einen Sportler motiviert bei Wind und Wetter durch den Wald zu joggen, so schwierig kann es auch für einen Sportler sein, zu verstehen warum sich nicht jeder für Sport begeistern kann und warum gewisse Menschen eine wesentlich höere Motivationsschwelle haben. Nicht jeder Mensch wird Sportsüchtig und wenn ich sehen wie man mich beim jogeen (schnaufen, da nicht sehr viel Kondition und Kleidergrösse 42 tragend) mitleidig anschaut, so nach dem Motto „ach guck mal, ein Moppelchen das seinen Hüftspeck ausführt“, vergeht mir meine spärlich zusammengekratze Motivation grad wieder.

    • momo, nehmen Sie es bitte sportlich. für mich gehören Sie zu den 17 % unter punkt 2: zu den ehrlichen!

      und Sie haben ein eigenes pferd? als reiterin sind Sie also auch sportlerin.

      • Sonic sagt:

        soso und alle anderen sind unehrlich. Sie haben schon recht, oft ist es eine Frage der Prorität, ob man Sport treibt oder nicht. Aber wieso gehen sie davon aus, dass Sport immer 1. Prorität haben muss? Und es fauler Ausreden bedürfe, um Sport mal nicht als 1. Priorität zu sehen? Ich würde sehr gern mehr Sport treiben, aber auch chinesisch lernen, mehr Musik machen und trotzdem mehr Zeit für meine Kinder haben. Leider hat der Tag nur 24 Stunden.

        • Luise sagt:

          Stehen Sie eine Stunde früher auf zum Joggen – so übersteht man den Tag bestens!

          • Sonic sagt:

            Sie haben keine kleinen Kinder, oder?

          • Luise sagt:

            Meine Kinder sind erwachsen. Aber: Man kann kleine Kinder auch einmal eine halbe Stunde allein lassen ab einem gewissen Alter, oder, wie gesagt, sie 1 Stunde zum Hüten geben – stärkt Nerven und Body:-)))

          • T. Gerber sagt:

            Schlaf gegen etwas anderes eintauschen… genau. Das ist doch DIE Lösung für alle diejenigen mit zuwenig Zeit.

      • Marco sagt:

        „Reiten“ ist Ausbeutung und hat mit Sport so viel zu tun, wie auf anderen Menschen zu „reiten“.

  • Anh Toan sagt:

    Ich brauche keine Gründe um etwas nicht zu tun, wenn schon brauche ich Gründe um etwas zu tun.

    Liebe Frau Knecht, Ihre Frage lautet eigentlich: Warum sind nicht alle wie ich, warum mögen nicht alle was ich mag, warum denken andere anders.

    Wer freiwillig einen Marathon läuft ist nicht ganz dicht, wer freiwillig auf Achttausender klettert auch nicht, aber wirklich bescheuert ist, wer wie die Damen auf dem Bild, eine Tätiglkeit ausführt, die nur anhand des High Tech Equipments (Stöcke, Handschuhe, Flaschenhalter am Bauch) als Sport erkennbar ist:

    Ohne das ganze Zeugs würden die Damen ja nur „spazieren“ und das ist kein Sport!

    • Anh Toan sagt:

      Wenn ich für alles, was ich nicht tue, Gründe finden muss, umn es nicht zu tun, hätte ich eine Ausrede, gar nichts mehr zu tun: Ich hätte keine Zeit mehr.

      Frau Knecht, warum

      – lernen Sie nicht chinesisch?
      – gehen Sie nicht ins Theater, Museum, Konzert?
      – engagieren Sie sich nicht in der Politik, im Umweltschutz,
      – waren Sie noch nie in Eritrea?
      – lesen Sie nicht die Schriften vom Keynes und Marx und verstehen endlich unsere Wirtschaftskrise?
      – spielen Sie nicht Mikado?

      • Markus sagt:

        Schön gesagt, Ahn Toan!

        • Sonic sagt:

          ja genau!

          • baur sagt:

            ja, genau, schliesse mich an.
            noch eine frage:
            warum studieren sie nicht mathematik? auch so eine beschäftigung, die sicher den meisten
            extrem wichtig erscheint und zufällig mir gefiel ;-)

            dabei mache ich auch gerne sport.

        • Luise sagt:

          Ich arbeite 100 %, habe einen langen Arbeitsweg (fahre den oft mit dem Velo), habe einen grossen Garten und lerne Russisch. Daneben finde ich locker Zeit für mindestens 4 Trainingseinheiten. Dank Sport schaffe ich mein Pensum locker, bin bald 60.

          • Sonic sagt:

            Der Tag hat trotzdem nur 24 Stunden und es bleibt eine Frage der Prorität ob gerade Sport platz hat oder nicht.

      • Otto Liebschitz sagt:

        Herr (oder Frau?) Toan, mit Ihnen würde ich gerne mal über Gott und die Welt plaudern, Sie scheinen mir eine interessante, vielseitige Persönlichkeit zu sein. Ehrlich!

    • Alex von Steiger sagt:

      Genau um das gehts doch. Es ist weniger wichtig ins Gym zu gehen als auf Facebook mitzuteilen dass man ins Gym geht. Facebook braucht wenigstens keine Sportuniform.

    • Denise sagt:

      Wenn für Sie Bewegung ohne High Tech Geräte nicht als Sport erkennbar ist, bleiben Sie weiterhin vor dem TV (am besten mit Chips und Bier) sitzen und rechnen Sie im Alter mit zunehmender Fettleibigkeit und Herz-/Kreislaufproblemen. Auch tägliches – wie Sie es so spöttisch nennen – spazieren (= Bewegung) bringt der eigenen Gesundheit schon sehr viel…

      • Denise sagt:

        …und ausserdem geht’s hier in der Umfrage um Bewegung/Sport und nicht um Politik oder Kulturelles!

        • Hotel Papa sagt:

          Trotzdem trifft er den Geist des Artikels genau.

          „So wie ich s mache ists richtig, alle anderen machen es falsch!“

          Aus dieser Geisteshaltung werden Weltkriege geboren.

    • Carla sagt:

      Bravo Anh Toan! Ich stimme Ihnen voll und ganz zu. Irgendwie ist das mit dem Sport leider schon fast Pflicht, wenn man gesteht, keinen Sport zu treiben wird man schräg angeschaut.Ich gehöre zu den 17.3 % denen Sport einfach keinen Spass macht, dieses kollektive Gehüpfe im Fitnessstudio, das herumrennen im Wald oder andere Sachen die einen ins Schwitzen bringen finde ich widerlich. Ich betätige mich lieber kreativ oder mache einen Spaziergang, man hat auch viel mehr von der Natur wenn man nicht mit dem Bike durch die Gegend rast.

    • Hans sagt:

      Ich kann ihnen sogar 17 Gründe nennen Sport zu machen. In einer nicht repräsentativen Umfrage unter meinen imaginären Freunden wurden folgende genannt:
      1.Weiss nicht was mit der vielen Zeit machen.
      2.Habe Spass, Sport mach mir Freude.
      3.Werde sonst zu dick.
      4.Bewege mich sonst zu wenig.
      5.Sport gibt mir Energie.
      6.Habe zu wenige anderen Interessen.
      7.Arbeite zu wenig, habe sonst Langeweile.
      8.So habe ich ruhe von der Familie und Freunden.
      9.Sport ist total wichtig für mich, Sport tut mir gut.
      10.Ich möchte jugendlich bleiben.
      11.Verletzung im Alltag war Grund mit Sport anzufangen.
      12.Kann so diskret zeigen, dass ich mir überteuerte Markenprodukte leisten kann.
      13.Habe sonst kein passendes Hobby gefunden.
      14.Gute Erinnerungen, gute Erfahrungen.
      15.Zuviel Freizeit.
      16.Sportanlage ist gerade vor der Haustür, wohne im Skigebiet.
      17.Andere Gründe.

  • maiabee sagt:

    9.9 %: Habe genug Bewegung, bin genug fit
    Das lassen wir gelten, wenn Sie als Bergführer, Forstwart oder auf dem Bau arbeiten oder zwei oder mehr quirlige kleinkinder haben

    • Sonic sagt:

      Nach einem Tag mit den Kids bin ich oft physisch hundemüde. Aber eher wie der Bauarbeiter als wie der Bergführer. Der Rücken tut weh, zum Beispiel. Eigentlich würde ich sehr sehr gerne regelmässig durch den Wald rennen! Nur mit quirligen Kleinkinder fehlt einem dazu die Zeit. Und wenn man die mal ausnahmsweise hat, fehlt die Ausdauer, um so wie früher zu rennen, weil man eben nicht regelmässig dazu kommt. Mit dem Kinderwagen Joggen? Nun ja meine Kids (2 und 3.5) schiebe ich sicher nicht mit dem Kinderwagen durch die Gegend. Die sollen selber laufen, oder Velofahren. Aber das geht halt noch nicht so schnell, wie bei Erwachsenen.

      • Luise sagt:

        Man kann die Kids gut ein bis zwei Mal pro Woche ein gutes Stündchen zum Hüten geben und dann joggen. Stärkt die Nerven, garantiert!

      • Christoph sagt:

        Als ich auf dem Bau arbeitete, habe ich diese Ausrede auch benutzt. Heute würde ich auf jeden Fall einen sportlichen Ausgleich betreiben, die Belastungen auf dem Bau sind doch eher einseitig und werden oft völlig falsch durchgeführt, weil die Muskulatur teilweise eben doch schlecht ausgebildet ist und das Wissen fehlt, so dass Rückenschmerzen, Gelenkprobleme u.ä. nur eine logische Folge sind.
        Aber eben, hinterher ist man meistens klüger…

  • STOOP VERA sagt:

    DIE GRÜNDE

    SPORT IN THE SCHWEITZER IST ZU TEUER.

  • Markus Niessen sagt:

    In der Schweiz passieren über 200’000 Sportunfälle pro Jahr mit ähnlich vielen Toten wie im Strassenverkehr. Die Zahl der Menschen, die sich dabei schwer verletzen liegt glaube ich bei etwa 30’000. Man möchte daher eher fragen: Warum Sport?

    • Peter Schmid sagt:

      …wenn niemand in der Schweiz Sport treiben würde, würden Sie für Ihre Krankenkassenprämie wahrscheinlich mehrere Tausend Fr. im Monat bezahlen! Möchte hören was Sie dann sagen…

      • Markus Niessen sagt:

        ..keinen Sport zu treiben bedeutet nicht, dass man nur auf dem Sofa sitzt und Bier trinkt. Aber ganz allgemein werden die Kosten unserer gegenwärtigen Freizeitkultur inkl. Sport (Unfall, Invalidität, Oekologie-CO2) halt auch nicht berücksichtigt.

  • Huck sagt:

    Das ist jetzt aber mal ein lustiger Bericht.

  • W.Grämer sagt:

    Es sind nicht alle Schweizer Sportmuffel.Ich treibe Sport im Alter von 71. Muss aber sagen das Sport auch gefährlich sein kann.Wurde vor 3 Jahren auf einem Radweg von einem Lastwagen Chauffeur der mich übersehen hatte,buchstäblich abgeschossen.Es fehlte wenig bis zum Krematorium.Das heisst,hatte einen Monat lang extreme Schmerzen 24 St.+konnte vor Schmerzen nicht mal im Bett liegen.Das Rad konnte man nicht mehr gebrauchen.Stieg auch ein Jahr nicht mehr aufs Rad. In meinem Fall müsste man sagen das Sport nicht gesund ist.Trozdem mach ich jetzt wieder Radtouren mit meinem Rennrad.
    Unfälle können leider auch sonstwo passieren.Was sagte doch Churchill ? no Sport.

    • Tom Müller sagt:

      Ja Velofahren ist leider bei den heutigen Autofahrern, die kopflos oder mit Handy durch die Welt fahren, lebensgefährlich. Ich wurde kürzlich von einem RENTNER im Kreisverkehr abgeschossen. Als Sahnehäupchen beging dieser Typ auch noch Fahrerflucht. War wohl mit seinem Handy beschäftigt…So sieht’s heute aus. Seither fahre ich lieber einen Umweg und benütze auch ab und zu bei besonders gefährlichen Stellen wissentlich und willentlich das Trottoir…

      • Peter Ineichen sagt:

        Bitte nicht schon wieder die Velo/Auto Gehässigkeiten, Tom Müller! Wir wissen es mittlerweile: Es gibt bei allen beweglichen Schafen (Fussgänger, Autos, Velos, Töffs, Tiere, Trams) schwarze und weisse. – Das Thema hier ist SPORT. Oder ist das Ihr Sport, gegen andere Verkehrsteilnehmer zu lästern?

    • T. Gerber sagt:

      Wo hat Sie der Lastwagenchauffeur denn getroffen? Mit welchem Kaliber? Und wieso war er auf der Jagd, statt zu arbeiten? Oder meinen Sie doch nicht wirklich „buchstäblich abgeschossen“?

    • Ike Conix sagt:

      Möglicherweise hatte Chuchill aber doch nicht unrecht. Er hat englisches Essen (!) wie Fish and Chips à discretion zu sich genommen und Zigarren, Burgern und allerlei anderem „Ungesunden“ seinen Namen gegeben. Und wurde immerhin 91. Und das müssen ihm die meisten Sportskanonen hier erst noch nachmachen.

      • Mario Monaro sagt:

        Die Frage ist, ob man 91 bei guter Gesundheit wird, oder die letzten Jahre und Jahrzehnte mit grossen gesundheitlichen Einbussen, Schmerzen und/oder im Rollstuhl verbringt. So weit ich weiss, wurde Churchill mit zunehmendem Alter von allerlei Gebresten geplagt, die vielleicht mit regelmässiger Bewegung hätten vermieden oder gelindert werden können. Aber Leistungssport ist definitiv nicht gesund. Selbst Golfspieler bekommen Rückenprobleme durch die ständig gleichen Bewegungen – und dabei ist sehr umstritten ob Golf überhaupt ein Sport ist (körperlich passiert jedenfalls nicht viel mehr als bei einem entsprechenden Spaziergang).

  • diva sagt:

    es wäre gut, wenn der wald oft «geschlossen» hätte. an die tiere denkt nämlich dabei keiner. vor allen dingen nicht jene, die jetzt noch mit flutscheinwerfer auf dem helm in der nacht mit dem «bike» durch den wald rotzen müssen…

    • Fabian Herzog sagt:

      Genau. Dass der Wald immer weiter zurückgedrängt wird, weil die Schweiz wächst und jeder sein eigenes Haus mit Garten haben will, Stichwort Zersiedelung, spielt keine Rolle. Dass immer mehr Strassen gebaut werden und die armen Igel, Marder, Füchse, Mäuse, Kröten, Rehe und Milliarden von Insekten den Autos zum Opfer fallen sei auch mal dahingestellt. Dass der Wintertourismus dazu führt, dass Unmengen von Wasser zur Beschneiung verbraucht, Tonnen von Abfall in der Landschaft zurückgelassen wird und die Naturreservate, die so wichtig sind für die Winterruhe der Tiere, nicht respektiert werden, ist auch egal. Dass nun einige Biker mit Flutscheinwerfern durch die Wälder fahren ist wirklich das absolut grösste Problem. Solchen Wutbürger-Kommentaren kann ich nur mit Ironie entgegentreten, weil sie so einseitig und engstirnig sind, dass ich einfach Mühe habe das ernst zu nehmen.

      • Campa sagt:

        @Fabian: Nein, ganz sicher ist das alles NICHT egal. Darf es darum noch ein bisschen mehr sein, so nach dem Motto > die anderen tun’s auch, also was solls. Die Frage ist nun, ist das Gescheit oder ist es mir wurscht, Hauptsache ich habe die passende Rechtfertigung für mein Tun?

        • Fabian Herzog sagt:

          Eigentlich wollte ich mit einer Spur Ironie genau auf das Gegenteil hinweisen! Ich sehe genauso Probleme im Flutlichtbiken, wie in allem anderen, was ich beschrieben habe und wo kommen wir hin, wenn sich jeder selbst am nächsten steht, um sein Tun zu rechtfertigen bzw. in diesem Fall andere zu verurteilen? Ich lese regelmässig die Kommentare auf den Outdoorblogs und vor allem zum Thema Biken sind diese sehr oft sehr engstirnig und sehr reisserisch, ja gar aggressiv. Schade wenn eine differenzierte Auseinandersetzung mit dem Thema fehlt und gewisse Leute leidenschaftlich mit dem Finger auf andere zeigen, ohne dabei aber ihr eigenes Tun in Frage zu stellen. Aber wie du weiter unten erwähnst, wir schweifen ab. Um dem Blog gerecht zu werden, finde ich, versucht hier Natascha genau mit einer Spur Witz und Ironie darauf hinzuweisen, dass es ja eigentlich nicht so schwierig sein kann, sich um der Gesundheit willen zu bewegen. Schlussendlich egal wie.

      • Biker sagt:

        Aus dem BAFU:
        31% der Landesfläche der Schweiz ist bewaldet. Die Waldfläche der Schweiz nimmt aber im Gebirge und den Voralpen laufend zu.

        Bitte immer schoen bei den Tatsachen bleiben… ;)

        • Campa sagt:

          Ich verstehe nicht ganz….sind die von diva und Fabian beschriebenen Missstände darum weniger schlimm? Im Voralpengebiet nimmt die Waldfläche zu weil Kulturland verschwindet. Ist das für die Biodiversität gut? Ich bezweifle es. Im Gebirge wirds wohl der Klimawandel sein.

          Aber eigentlich ist das Thema ein anderes und wir schweifen ziemlich ab…;-)

    • Roland K. Moser sagt:

      In der Schweiz leben nun mal 3,6 Millionen Menschen zu viel.

      Haben Sie gemeint, der Einwanderungs-Wahnsinne habe keine negativen Folgen? Er hat nur negative Folgen und keine einzige Positive. Nur das Portemonnaie der Abzocker wird dichter.

  • Hans sagt:

    Zu den 41,8% die keine Zeit haben:
    Yūki Kawauchi lief im Jahr 2011 am Tokio Marathon mit einer Zeit von 2:08 auf den dritten Platz und qualifizierte sich für die WM in Daegu. Er war damals Amateur-Sportler mit 150km/W und arbeitete Vollzeit in einem Bürojob. Ihr habt keine Zeit? Dann fragt mal ihn was Time-Management bedeutet ;-)

    • Rosche sagt:

      Der ist mit 150 Wochenkilometern auf eine 2:08 gekommen? Jesses, wenn der wie die Profis ~250 im Schnitt gelaufen wäre…

      Bei seinem Tempo würde ich mal schätzen, dass er 12h pro Woche läuft. Definitiv so, dass wenn man etwas will es auch zeitlich Platz hat. Erst wenn die Priorität tief genug ist kommt die „Ausrede“ keine Zeit. Dann ist es m.E. auch ok, keinen Sport zu machen :)

    • Otto Liebschitz sagt:

      „Habe keine Zeit“ heisst wahrscheinlich „habe dafür keine Zeit“, ganz einfach. Es ist eben eine Prioritätenfrage und nicht ein mangelndes Zeitmanagement. Ein bisschen Bewegung gehört ja schon zum Leben (ich muss ja auch das Bike aus der Garage schieben, und das wiegt immerhin einiges über 200 kg), aber deswegen gleich 42 km rennen?

    • Lulu sagt:

      Ja, der hat wahrscheinlich auch geregelte Arbeitszeiten, keine Kinder, keine anderen Verpflichtungen etc…Wenn das Trainieren seine oberste Priorität war, ist es definitiv machbar, ansonsten eher schwierig. Und naja, die eigene Faulheit siegt eben doch noch allzu oft :-)

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