Bucket List für Anfänger

Einmal im Leben: Die Tour du Val d'Anniviers. (Photo: Jürg Buschor)

Einmal im Leben: Die Tour du Val d'Anniviers. (Photo: Jürg Buschor)

«Den Neujahrstag erkennt man am einfachsten an den vielen übergewichtigen Joggern», hat der deutsche Aphoristiker Hauke Harms einmal geschrieben. Mit guten Vorsätzen ins neue Jahr zu starten, ist ja nichts grundsätzlich Schlechtes. Was übrigens bereits der deutsche Dichter und Philosoph Friedrich Nietzsche mit leicht zynischem Unterton festhielt: «Pläne machen und Vorsätze fassen bringt viel gute Empfindungen mit sich, und wer die Kraft hätte, sein ganzes Leben lang nichts als ein Pläne-Schmiedender zu sein, wäre ein sehr glücklicher Mensch: aber er wird sich gelegentlich von dieser Tätigkeit ausruhen müssen, dadurch, dass er einen Plan ausführt – und da kommt der Ärger und die Ernüchterung.»

Die Frustration liegt aber nicht ausschliesslich daran, dass wir unsere Zielsetzungen unrealistisch hoch ansetzten. Manchmal liegt der Grund darin, dass wir die Ziele gar nicht erst definieren, festhalten und nötigenfalls gewichten. Mir geht es jedenfalls regelmässig so, dass ich das letzte Kalenderblatt wende und daran denke, welche Singletrails ich im abgelaufenen Jahr nicht gefahren bin, welche Destinationen ich noch nicht besucht habe und mit welchen Freunden die Terminfindung für eine gemeinsame Tour einmal mehr nicht geklappt hat. Zur Vermeidung solcher Situationen gibt es die sogenannte Bucket List, die mit dem gleichnamigen Spielfilm («Das Beste kommt zum Schluss», mit Morgan Freeman und Jack Nicholson) Berühmtheit erlangte. Ein Krebskranker (gespielt von Morgan Freeman) schreibt in seiner persönlichen Wunschliste alle Dinge nieder, die er schon immer einmal tun wollte, es aber immer an Zeit, Geld oder dem dafür nötigen Mut mangelte. Natürlich ist das Leben kein Film und es fehlt den meisten ein finanzkräftiger Freund, der willens ist, einem all die Wünsche zu erfüllen. Das soll allerdings niemanden daran hintern, jetzt zu Kugelschreiber und Papier zu greifen. Die potentiell heiklen Themen «Fettverbrennung», «Ruhepuls» und «das andere Geschlecht» lasse ich in meiner kleinen Anleitung zur Erstellung einer Bucket List jetzt mal weg. Stattdessen empfehle ich je einen Listeneintrag zu erstellen für diese drei Bereiche:

1. Neue Horizonte

Die Versuchung ist gross, immer wieder an dieselben Orte zurückzukehren, die man mit grossartigen Erinnerungen verbindet. Natürlich sind Davos, Zermatt oder Finale Ligure immer eine Reise wert. Aber es gibt allein im Alpenbogen so viele unentdeckte (oder wieder zu entdeckende) Regionen, dass man mindestens einmal pro Jahr unbekanntes Terrain befahren sollte. Auf meiner persönlichen Bucket List für 2013 steht das Val Aosta ganz zuoberst.

2. Geteilte Freude

Am meisten Spass macht das Mountainbiken dann, wenn man mit Freunden unterwegs ist. Vorallem dann natürlich, wenn man dieselben Vorstellungen des «perfekten Trails» hat und auf vergleichbarem (technischen und physischen) Niveau fährt. Deshalb sollte mindestens ein Wochenende reserviert sein, um mit Freunden zusammen einen der persönlichen Top-5-Trails zu befahren. Meine Auswahl für 2013 steht. Aus meiner 100 Touren umfassenden Auswahl «Singletrails in den Schweizer Alpen – Die 100 schönsten Mountainbike-Touren» sind dies die Touren «Landwassertal», «La traversata infinita», «Bistinepass», «Tour du Val d’Anniviers» und «Les Sept Bisses».

3. Man gönnt sich ja sonst nichts

Ich gebe es gerne zu – ein neues Mountainbike macht Freude. Und weil 26 Jahre mit 26“-Rädern eventuell genug sind, leiste ich mir jetzt ein 29-Zoll-Mountainbike. Ausprobieren geht über studieren – auf meiner Shortlist stehen drei Kandidaten.

Mit total drei Punkten ist die Bucket List immer noch relativ überschaubar. So übersichtlich jedenfalls, dass man sich getrost an den französischen Mathematiker und Philosoph Blaise Pascal halten kann, der einmal gesagt hat: «Es gibt bereits alle guten Vorsätze, wir brauchen sie nur noch anzuwenden.» In diesem Sinne – ich wünsche einen guten Start in ein unvergessliches Mountainbike-Jahr!

Nehmen Sie sich jeweils Vorsätze fürs neue Jahr? Was sollte man Ihrer Meinung im 2013 keinesfalls verpassen?

In eigener Sache: Mountainbike-Blogger Jürg Buschor zeigt im Rahmen des Explora Bike Festivals seinen Diavortrag mit dem Titel «Mountainbike-Traumtouren – die Faszination der Singletrails». Das Festival dauert vom 4. bis 6. Januar 2013, Jürg Buschors Vortrag ist am Sonntag, 6. Januar, um 16.00 Uhr im Volkshaus Zürich. Informationen und Tickets gibt es online.

53 Kommentare zu «Bucket List für Anfänger»

  • Chris sagt:

    Wenn Sie Ihre Bucket List nicht nur auf Papier, sondern online erstellen und dann ggf. auch mit Ihrem Freunden teilen wollen, sollten Sie sich einmal TasksOnSteroids CourseControl ansehen (http://www.tasksonsteroids.com/coursecontrol). CourseControl stellt Ihnen eine optimale Unterstützung zum Planen und Verfolgen von Zielen dar. Dann verlieren Sie Ihre Ziele nicht mehr so schnell aus den Augen und werden dadurch auf Dauer mehr erreichen. So wird 2013 auch keine Mountainbike-Tour mehr vergessen :-)

  • Anneli sagt:

    Und warum fahren die Leute mit soviel Technik in der fast unberührten Natur herum?

  • Roland K. Moser sagt:

    Und wieder mein Standardtext, den ich gespeichert habe:

    Im Frühling erneuert man als erstes seine Gönnerschaft bei den Schweizer Wanderwegen.

    Wenn jeder MTBler mindestens Gönner bei den Schweizer Wanderwegen wird, bringt das ziemlich guten Wind in die Diskussion um MTBler, Wanderer, Reiter, Jäger usw. Der Normalbetrag für 1 Jahr Gönnerschaft beträgt Fr. 50.–. Bei 50’000 MTBlern wären das Fr. 2’500’000.– welche die Schweizer Wanderwege zusätzlich erhalten.

    Postkonto: Postfinance
    Konto-Nr.: 40-14552-5
    IBAN-Nr.: CH48 0900 0000 4001 4552 5
    BIC resp. Swift Code: POFICHBEXXX
    Vermerk: Gönnerschaft MTB
    Schweizer Wanderwege
    Monbijoustrasse 61
    Postfach
    3000 Bern 23

    Zusätzlich kann Mann und Frau noch Mitglied bei den kantonalen Wanderwegen werden. Kostet um die Fr. 20.– p.a. Hier der Link: http://www.wandern.ch.

    Ich habe beides gemacht.

    Und Milch macht Männer – Alkohol paranoide Schlappschwänze.

    • Ivo Steinmann sagt:

      Besten Dank für die Infos. Ich wette mal, dass das sehr viele Leute nicht wissen (auch Wanderer nicht). Ich zumindest, der oft zu Fuss oder mit dem MTB unterwegs ist, höre das zum ersten mal, dass es da eine Organisation für die Pflege der Wanderwege gibt.

  • Beat sagt:

    Man muss sich nicht wundern, wenn der Schweizer halt zu den Nachbarn ins Südtirol oder nach Österrreich geht. Meine Bergfreunde aus England meiden die Schweiz zwischenzeitlich ledier auch und fahren ins Südtirol. Diese Diskussion und die Einstellung einiger ist gelinde gesagt zum kotz……und passt irgendwie zu unserem Füdlibürger- und Bünzli-Image! Ich bin übrigens sowohl begeisterter Mountainbiker als auch Bergsteiger und erlebe solchen Schwachsinn nirgendwo sonst!!

  • Marcel Zufferey sagt:

    Also alle Wanderer, die sich ueber Mountainbiker aufregen, die bergab fahren, als ob sie an einem Bergrennen teilnehmen wuerden, kann ich irgendwie verstehen: Ich habe selber auch schon aehnliche Erfahrungen gemacht- als Mountaiker, notabene, der auch mal zu Fuss unterwegs ist in den Bergen. Und hier liegt es nicht an meiner neuen Uhr, die schneller laeuft, als die alte: Mountainbiker (m + f), die wie vom Teufel getrieben den Hang-, bzw. den Berg hinab rasen, taeten gut daran, sich einmal zu ueberlegen, wie sie es so mit dem Begriff Ruecksicht halten. Da hilft alles Beschoenigen nichts: Wer keine Ruecksicht nehmen kann auf andere, soll doch mit einem Citybike quer durch die Innenstadt rasen- oder gleich auch die Autobahn gehen! Fuer die ganz, ganz schnellen gibt es auch den Nuernburgring. Dasselbe gilt uebrigens auch fuer Wanderer, die glauben, dass die Berge ihnen ganz alleine gehoeren wurden, nur weil sie per pedes unterwegs sind- und Mountainbikern vor lauter Neid und Missgunst absichtlich in den Weg treten, wie stoerrische, alte Boecke: Die sollen doch einfach zuhause bleiben und ihre Gartenzwerge polieren! Oder gleich am Stammtisch sitzen bleiben und von den guten, alten Zeiten schwaermen.

    • Ivo Steinmann sagt:

      Genau :) Oder Biker die es immer stressig haben, da kann man auch mal ein Bikerennen empfehlen, sei es ein Marathon, ein Crosscounter Rennen oder ein Downhill Rennen. In allen Fällen sind die Strecken abgesichert und die Wanderer (bei Marathon) informiert.

  • ddww sagt:

    ich finde es amüsant, da haben wir auf der einen seite die wanderer; ihnen gehören die berge. sie haben sie samt der aussicht und inkl. der wanderwege, brätlistellen und alphüten vor tausenden vor jahren gekauft. sie verachten die rotzlöffigen, pikligen und übermütigen teenager auf ihren pedalierten feuerstühlen oder besser gesagt höllenmaschienen.
    auf der anderen seite sind die biker. sie sehen jeden vorstoss, eine bikefreie zone zu schaffen als einen gravierenden einschnitt in ihre grundrecht. sie lassen sich von jedem doofen spruch aus der reserve locken.
    zur 1. gattung: biken ist mittlerweile ein breitensport. dass bedeutet es gibt tausende davon…und haltet euch fest: es werden immer mehr werden!! der tourismus schlägt sich schon um diese (nicht mehr ganz so) neuen kunden. und die meisten biker sind keine rotzlöffigen teenager mehr sonder zu über 50% schon älter als 30ig. es gibt mittlerweile ganze parks für biker und die zahlen viel, sehr viel geld für ihre ausflüge in die berge. kommt dazu, dass ein nicht unerheblicher anteil in ausrüstung (übrigens auch top bremssysteme um zu bremsen wenn es sinnvoll ist) und somit in die wirtschaft der schweiz fliesst…stichwort AHV…!?
    zur 2. gattung: cool bleiben, lächeln und grüssen…! es nimmt euch nimand was weg. und wenn es mal jemand probiert, seid ihr mittlerweile so gut organisiert, dass es meist abgewendet werden kann. zudem lässt sich der vortschritt nicht aufhalten!! denkt nur mal an die diskussion mit den snowboardern. auch die waren den skifahrern nur im weg und die haben ja auch die pisten kaputt gemacht und in einzelnen skigebieten durften sie nicht an den lift. ich kenne kein skigebiet mehr, welches snowboarder ablehnt!!
    wanderer, gewöhnt euch an die biker.
    biker, lasst die wanderer am leben.
    allen zusammen wünsche ich ein tolles bergjahr!!

  • Jürg Buschor sagt:

    Lieber Herr Bossert. Dass auf dem im Foto gezeigten Weg die Wanderer Vortritt geniessen, ist klar. Jedenfalls geschätzten 95% aller Mountainbiker. Weshalb Sie und einige andere Blog-Kommentatoren deshalb einen derart gehässigen Ton anschlagen, ist mir ehrlich gesagt unergründlich. Oder können Sie auf Grund des Fotos bereits beurteilen, wie schnell die zwei Mountainbiker fahren? Oder ob sie Wanderern den Vortritt gewähren? Ob sie freundliche grüssen würden? Da ich die beiden Bike-Models bestens kenne kann ich Sie an dieser Stelle beruhigen: Machen Sie sich keine Sorgen, die zwei haben noch keinen Wanderer vom Weg geschubst und sind auch sonst ganz friedliebend….

  • Walter Bossert sagt:

    Liebe Biker, bei einem derart treffenden Bild noch von Euren 26 er und 29 ern zu schwärmen ist Egoismus und Ignorantentum pur! Ihr werdet mir auch gleich noch schreiben dass ältere Personen, welche Euch in dieser abschüssigen Gegend IM WEGE stehen halt dort einfach nichts mehr zu suchen hätten! Eines ist sicher, auf diesem Weg würde nicht ich diesen Rotznasen ausweichen!

    • Roland K. Moser sagt:

      Sie wirken auf mich, als hätten Sie allgemein mit verschiedensten Leuten so Ihre Probleme, z.B. mit Leuten, die
      – Freude am Leben haben
      – sportlich sind und keinen Alkohol trinken
      – in Schützenvereinen sind
      – auf andere Rücksicht nehmen
      – viel Milch trinken, denn Milch macht Männer und Akohol Schlappschwänze

  • Roland K. Moser sagt:

    Meine Liste für 2013:
    1. So gegen Mitte Jahr um die 200 km mit dem Rennvelo, flach bis leicht coupiert, Schnitt um die 22 bis 23 km/h, im Grundlagenausdauerbereich. Und dann dasselbe noch ein paarmal bis Ende Saison.
    2. Wenn 1. gut klappt evt. Steigerung auf 250 km
    3. Hallwilerseelauf im Oktober unter 90 Min. Die Distanz habe ich schon in Beinen, kein Problem 20 km in 2 h, Grundlagenausdauerbereich.

  • Jürg Buschor sagt:

    Danke MaKe für diesen Beitrag, den ich so jederzeit unterzeichnen würde. Sowohl als Mountainbiker als auch als Wanderer. Ich freue mich, im 2013 möglichst viele Menschen wie Sie in den Bergen anzutreffen.

  • MaKe sagt:

    Ich wandere gerne und habe sicherlich damit auch diese Brille auf, was aber nicht heisst, dass ich nicht auch Verständnis für Biker habe. Wenn ich die Kommentare lese, so ist sehr viel Unmut auf beiden Seiten zu finden. Leider, dies müsste nicht sein, wenn Toleranz auch gelebt würde. Auf wegen wie dem oben Bild dem Steilhang entlang, kann es ja nicht sein, das ich als Wanderer den Hang hinauf oder runter muss damit der Biker ohne mit der Wimper zu zucken durchfahren kann. Hier verstehe ich unter Toleranz, dass der Biker erstens in einem Tempo fährt, damit ein Wanderer überhaupt reagieren kann und andererseits ist das Kreuzen hier für beide gefährlich, also muss halt auch der Biker Anhalten, Absteigen oder zumindest warten bis der Wanderer einen Ausweichplatz gefunden hat! Dies wäre für mich Toleranz. Da hat man auch noch Ziet einander einen schönen Tag zu wünschen und sich freundlich wieder zu Trennen.
    Auf genügend breiten Wegen liegt es auch an mir als Wanderer, dem Biker Platz zu bieten um vorbeizufahren. Entsprechend erwarte ich vom Biker, dass er sich bemerkbar macht und dem Wanderer auch Zeit lässt. Wenn es schmale Wege sind, wo ein Kreuzen nicht einfach möglich ist muss auch ein Biker warten bis eine geeignete Ausweichstelle vorhanden ist. Einfach ins Gebüsch springen tue ich nicht, da lass ich dem Biker gerne den Vorgang, aber wenn es der Weg erlaubt, stehe ich auch gerne zur Seite.
    Also, Toleranz auf beiden Seiten und Verständnis für den anderen wäre die Tugend.

  • Francesco sagt:

    Für alle die wissen wollen, wo das Bild aufgenommen wurde: Der Weg führt vom Hotel Weisshorn, oberhalb von St.Luc im Val d’Anniviers hinüber Richtung Süden nach Zinal. Wunderschöner Trail. Ich habe den Weg schon zweimal mit dem Bike gefahren. ch hatte nie Probleme mit irgendwelchen Wanderern, da ich ihnen immer den Vortritt lasse, wenn ich ihnen begegne. Leben und Leben lassen! Dann klappt es auch richtig.

  • Paulinchen sagt:

    Das Bild ist ziemlich atemberaubend. Dort sollte man wahrscheinlich nur als Profi Mountainbiker entlang? Ich werde die Singletrails in der Schweiz an einen guten Freund weiterempfehlen. Danke für den erheiternden Artikel!

  • Marcel Zufferey sagt:

    Ein 29″-MTB ist das Nonplusultra, ehrlich: Habe mir letztes Jahr ein Cannondale mit Leftygabel gekauft und bin ploetzlich wie eine Rakete unterwegs, sowohl in den Bergen, als auch um den See. Gut, in meinem Falle macht auch die SRAM-20-Gang-Schaltung etwas aus (hatte zuvor 21 Gaenge): Zusammen mit der voellig anderen Schaltgeometrie und den erw. 29″-Raedern fuehle ich mich wie neu geboren! Fahre ploetzlich laengere und anstrengendere Touren bei zumindest gefuehlt weit weniger Kraftaufwand, als mit dem alten 26er. Fuer mich sind 29er eindeutig das Mass der Dinge!

    • Marcel Zufferey sagt:

      Hatte zuvor 27 Gaenge, sorry.

    • Ivo Steinmann sagt:

      Wenn man vorher mit 26″ langsam war, ist man es jetzt auch mit 28″. Niemand wird schneller, nur weil er plötzlich 28″ Räder hat und weniger Gänge. Denn wäre an ihrer Feststellung etwas dran, würden im Wettkampf nur noch die 28″ Fahrer gewinnen. Aber ich glaube, ihr Kommentar ist sowieso ironisch gemeint :)

      • Marcel Zufferey sagt:

        Restlos nicht ironisch, nein: Fuer dieselben Strecken (Berg und See) brauche ich mit dem 29er und 20 Gaengen (vorher 26er und 27 Gaenge) durchschnittlich 20 Prozent weniger Zeit. Die Groesse der Raeder ist mitnichten unerheblich: Waeren Minivelos an Wettbewerben zugelassen, muessten die ja ebenfalls gleich schnell sein, wie alle anderen Radgroessen. Ich bleibe dabei: 29er Raeder sind fuer mich das Mass der Dinge. Und nein, ein 26er wuerde ich nicht mehr kaufen. Bleibt vielleicht anzumerken, dass das Cannondale in jeder Beziehung besser ist, als sein Vorgaenger: Qualitaet, Gewicht, Konstruktion, Gabel, Schalt- und Rahmengeometrie- das Bike ist (fuer mich) eine ganz neue Erfahrung. Jeder, der’s nicht glaubt, soll einfach einmal ein 29er nehmen- und den Unterschied geniessen!

        • Ruedi sagt:

          Und mit 35 Zoll werden sie Weltmeister!? Ich kenne beides und bleibe beim 26er. Im Allmountainbereich finde ich es einfach besser geeignet. Zur Geschwindigkeit; ein Kollege von mir schwört ebenfalls auf 29 Zoll. Früher mit dem 26er waren wir praktisch gleich schnell, heute mit seinem 29er ist er ganz bestimmt nicht schneller geworden…

        • Ivo Steinmann sagt:

          Ob sie nun 28 Zoll oder 26 Zoll fahren, das macht ganz sicher nicht 20% aus. Vieleicht war das alte Bike schlecht eingestellt, z.B. falsche Haltung, Federung falsch, zu schwer, anderer Lenkwinkel, länge. Ob es nun ein Cannondale ist oder nicht macht erst recht nichts aus, die diversen Marken in dem Bereich schenken sich fast gar nichts. Was die Gänge betrifft, da sind 20 Gänge eher ein Nachteil gegenüber 27. Die Schaltabstände sind entweder grösser, oder es fehlen Gänge nach oben oder nach unten. Für den Wettkampf ist es natürlich ok, vorallem aber weil man Gewicht spart. Ein 28″ Bike macht aber sinn bei sehr grossen Fahrer. Ich masse mir jetzt mal an das relativ gut beurteilen zu können. Ich fahre selber 4 Fullys, 2 Hardtails, Crossrad, 2 Rennräder, Zeitfahrrad und Bahnrad und in der Summe komme ich pro Jahr wohl knapp auf 18000km. Zudem habe interessenhalber schon viele MTB CC und Marathon Rennen bestritten (Strasse, Bahn, Quer auch). Und deswegen sehe ich nur in gewissen Situationen einen Vorteil bei 28 Zoll MTBs. Oder eben 29er wie die Marketingheinis so schön sagen, aber nach dieser Logik wären 26″ er 27er.

        • Marcel Zufferey sagt:

          Wie auch immer: Die 20 Prozent weniger Zeit sind ein gemessener Fakt. Dass es nicht am Hersteller liegt- der Name ist unerheblich- ist klar. Aber vieleicht liegt’s auch an meiner neuen Armbanduhr: Die laeuft naemlich viel schneller, als die alte :-)

  • Peter Riedel sagt:

    Mountainbiker sind heute überall zu finden. Reine Wanderwege sollten für Baiker gesperrt werden, sie sind eine Belästigung für die Wanderer. Ausserdem machen sie Wanderwege kaputt.

    • Ueli sagt:

      Eher das Gegenteil Herr Riedel!

    • beat sagt:

      ewig das gleiche Thema mit den Wanderwegen…
      Was ist mit den Wanderer wo die ganze Breite die Waldwege brauchen für einen Spaziergang.
      ja es heisst Biker und nicht Baiker…:-)

    • Peter Wichtig sagt:

      Träumen sie weiter mein Herr! Man sieht sich auf den Trails!

    • Ivo Steinmann sagt:

      Was sind reine Wanderwege? Und wieso sollte man auf diesen Wegen Biker sperren, da könnte man genau so gut auch die Fussgänger sperren. Am besten ist es immernoch wenn man gegenseitig Rücksicht nimmt. Und unter gegenseitiger Rücksichtnahme verstehe ich, dass der Biker nicht nicht hohem Tempo auf den Wanderer zufährt, sondern langsam. Aber ich erwarte dafür auch vom Wanderer, dass er kurz Platz macht (sofern möglich).

      • Bruno sagt:

        Lieber Ivo Steinmann: Zum ersten sind die Wanderwege vom Gesetzgeber per Waldgesetz und dem Schweiz.Strassenverkehrsgesetz genau definiert. Zum zweiten werden je länger je mehr Bikertrails vorallem in den Alpen ausgebaut und somit dieser Sportart geholfen. Aber leider gibt es immer wieder Biker die finden das sei zu wenig und Wanderwege sind ja so schön zu befahren. Als Betreuer von Wanderwegen werde ich immer wieder mit solchen unvernüftigen Biker konfrontiert, und was da noch von diesen Zweiradmenschen zu hören bekommt…..spottet jeder Beschreibung.

    • Beat Schnuder jr. sagt:

      Lieber Herr Riedel, da kann ich Ihnen nur zustimmen, und ausserdem stinken die Baiker auch noch. Die Berge gehören uns wanderern und sonst niemandem. Letzhin hab ich einen solchen Baiker erwischt, wie er an einen Baum gepinkelt hat, wo führt dass den hin? Da hab ich ihm sofort mit einer Anzeige gedroht, der ist dann ab wie ein gescholtener Hase.

  • Moritz sagt:

    Hinweis zur Bistinepass Tour. Ich bin die vorletztes Jahr gefahren und auf der Abfahrt vom Gebidiumnspass führt die Tour ein Stück durch ein von Waldbrand betroffenes Hangstück. Diesen Abschnitt sollte man besser meiden da der Boden sehr ungeschützt und erodiert ist. Ausserdem hat dieses Stück wenig Spass bereitet da sehr steil und rutschig.

    Ansonsten war das aber eine tolle Tour. Vor allem der Suonenweg an der Westseite den Nanztals hat Freude bereitet.

  • Hansjürg sagt:

    „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.“ Das gilt auch hier. Und für alle Kampfradler, die es nicht begreifen, doch noch in Worten: Wenn ihr mir auf einem solchen Pfad begegnen solltet, steigt besser ab, stellt eure 29″ Räder neben den Weg, grüsst freundlich und wartet bis ich vorbei gegangen bin. Es soll schon vorgekommen sein, dass Kamikaze abgestürzt sind.

    • Victor sagt:

      Einmal abgesehen davon, dass aus deinen Zeilen Unverständnis und Verachtung spricht – und auch du selbst mal zur Seite stehen könntest – hast du Recht. Mit gegenseitiger Rücksichtnahme und Anstand geht alles besser!

      • Hansjürg sagt:

        Wow, das nenn ich Volltreffer. Unverständnis für das Rasen in unserer schönen Bergwelt, das Übersehen des Enzian am Wegrand, des Murmeltiers beim Felsen und Verachtung für die Adrenalinjunkies, die schreiend auf Frau und Kinder zubrausen und erst die Räder blockieren, wenn sie mich sehen und die gesamte Produktion von Oxytocin (Anti-Angst-Hormon) zusammenbricht.

    • Pesche sagt:

      Genau so stelle ich mit Toleranz vor. Einfach nur erbärmlich, auch noch zu drohen…

      • Hansjürg sagt:

        Aber, aber, wer sagt denn, dass der Velofahrer stürzt? Es kann auch der Wanderer abstürzen… Verlieren wird der Schwächere, wie überall auf dieser Welt. Ich habe zur Vorsicht und Freundlichkeit gemahnt, drohen muss ich nicht, es reicht schon, wenn ich stehen bleibe :-))

      • pat sagt:

        hanswürg !

    • Ueli sagt:

      Primitiv nennt man so etwas. Danke für ihre Meinung ich mache mir die meine über Sie!

    • Ivo Steinmann sagt:

      Eigentlich ist es nicht wert, auf so primitive Kommentare wie den ihren zu antworten. Aber glücklicherweise bin ich auch sehr sicher, dass sie wohl kaum einmal auf solchen Wegen anzutreffen sind, da sie kein Wanderer sind, der die Natur liebt. Und deswegen verstehen sie andere Menschen nicht, die auf andere Weise die Natur ebenfalls erkunden und deswegen gegenseitigen Respekt und Rücksicht zeigen. Ich schätze sie eher in die Sorte verbitterter Städter ein, der am Wochenende mit der dicken Karre möglichst nahe an den Gipfel fährt und dann ein paar Meter spaziert und alles andere was ihm in den Weg kommt verflucht.

    • Paul Mircher sagt:

      Kommen sie nicht nach GR, denn dort darf jeder Biker auf jedem Wanderweg fahren und dies funktioniert auch solange keine intolleranten Wanderer unterwegs sind. Ach ja, Biker den Hang herunterstossen ist Körperverletzung.

      • Hansjürg sagt:

        Unter intoleranten Wanderer verstehen Sie wohl solche, die nicht zur Seite springen. Ich wandere oft in GR, von dort hab ich ja die Erfahrungen. Und wie schon geschrieben: Ich muss niemanden irgendwohin stossen. Einfach stehen bleiben, das genügt. Aber das ist ja sowas von intolerant, nicht wahr?

        • Victor sagt:

          Na ja, mit Leuten wie Ihnen (ich habe auf „Sie gewechselt“) kann man wohl nicht diskutieren. Aber vielleicht lesen Sie doch noch den Kommentar unten von MaKe – vorbildlich, auch zwischen den Zeilen!
          Ich bin selbst übrigens öfter als Wanderer denn als Biker unterwegs, und ich hatte noch nie schlechte Erlebnisse. Aber vielleicht bin ich auch einfach kein Griesgram…

          • Hansjürg sagt:

            Ich habe nicht erwartet, dass sich soviele Mountainbiker unter der Bezeichnung Kampfradler subsummieren. Den Kommentar von MaKe habe ich gelesen. Den des Artikelverfassers auch. Während ich bezogen auf dieses Bild zwischen MaKe und mir Unterschiede in der schönen und diplomatischen Wortwahl sehe, zweifle ich die idealisierten 95% des Verfassers an. Bestätigt werde ich dabei durch die anderen Kommentare, die eine Glaubensfrage aus 26 oder 29″ machen und tatsächlich 20 % Zeit gewinnen wollen. Da ist ein Wanderer nur hinderlich. Alles klar? Unter diesen Aspekten erübrigt sich tatsächlich jegliche Diskussion. Apropos Erlebnisse, ich hatte nur schlechte Erlebnisse, die bis zur Sachbeschädigung und Fahrerflucht gingen.

          • Roland K. Moser sagt:

            Hansjürg! Du hast etwas Intolerantes undiplomatisch geschrieben und überhaupt nicht den Kommentar von MaKe undiplomatisch.
            Du hast dazu aufgefordert, intolerant gegen MTBler zu sein.
            Milch macht Männer – Alkohol paranoide Schlappschwänze.

        • Paul Mircher sagt:

          Sie sind intollerant, weil sie erwarten das immer der Biker absteigen muss und Platz machen, aber auch der Wanderer kann gelegentlich ausweichen wenn er den Biker von Weitem sieht. Mann muss nicht immer sein Recht auf biegen und brechen durchsetzten. Ich akzeptiere wenn irgendwo ein MTB-Verbot ist, aber der Wanderer soll dann auch die „Fussgängerverbote“ respektieren. In Lenzerheide hat es eine Freeridestrecke, die ist für Fussgänger gesperrt, dies kann man nicht übersehen, aber es hat trozdem Fussgänger auf der Strecke. Ich musste dort auch schon Wanderer ausweichen und habe mich dabei so richtig auf die Fre*** gelegt. Der Wanderer hatte aber nichts bessers zutun als mich auszulachen und sagen ich soll besser aufpassen. Nennen sie mich von mir aus Kampfradler weil ich ein Endurobike habe und damit richtig schnell fahren kann, aber auch solche Kampfradler wie ich achten auf Fussgänger und Wanderer. Warum werden immer alle Biker beschuldigt, ich hatte erst einmal ein „Problem“ mit einem Wanderer, aber das hatte nichts mit mir zutun, diese Person stellte sich mir absichtlich in den Weg auf dem Strelapass, obwohl mehr als genug Platz (2 Meter breiter Weg) zum kreuzen war. Danach wurde ich von ihm beschimpft obwohl ich angehalten habe und abgestiegen bin. Was haben sie davon wenn sie einfach stehen bleiben das der Biker nicht vorbeikommt? Wenn sie einen anderen Wanderer kreuzen werden sie auch nicht einfach stehenbleiben und darum sind sie intollerant, so einfach. Noch zur Info, kein richtiger Biker blockiert die Räder…

    • Roland K. Moser sagt:

      Wenn Sie anonym auftreten wie hier, sollten Sie den Kragen nicht so weit aufmachen. Und für den Fall, dass Sie es nicht gemerkt haben: Bei einer Begnung zwischen Ihnen und einem Velofahrer scheinen Sie das Problem zu sein und der andere das Opfer.

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