Frauen auf dem Rennvelo

Gastbloggerin Anette Michel* auf den Spuren einer radelnden Randgruppe

Europameisterlich: Strassenrennen der Frauen im niederländischen Goes. (Bild: girls-cycling-team.ch)

Europameisterlich: Strassenrennen der Frauen im niederländischen Goes. (Bild: girls-cycling-team.ch)

Im laufenden Jahr haben 1170 Männer eine Lizenz für Strassen- und Mountainbike-Rennen. Frauen mit Lizenz gibt es 175. Diese Zahlen von Swiss Cycling unterstützen das Bild, das sich auf Velotouren bietet: Die radfahrenden Frauen sind arg in der Minderheit.

Dabei war das Aufsteigen aufs Fahrrad ein wichtiger Schritt im Kampf der Frauen für mehr Rechte und Freiheiten: Ab den 1890er-Jahren begannen emanzipierte Frauen, sich auf Zweiräder zu schwingen. Sie entledigten sich dafür der unpraktischen Röcke und einengenden Korsette und nahmen zu Beginn gesellschaftliche Ächtung in Kauf, genossen dafür neue Freiheiten und erstmals individuelle Mobilität. In vielen Ländern war es Frauen aber noch lange untersagt, an Velorennen teilzunehmen – unter anderem der ‹unzüchtigen› Kleidung wegen. Den Herren behagte die neu gewonnen Freiheiten ihrer Frauen nicht. Eine oft geäusserte Befürchtung zeugt nicht gerade von einem grossen Selbstbewusstsein der Männer als gute Liebhaber: Es wurde geargwöhnt, die Frauen erlebten auf dem Fahrradsattel sexuelle Freuden. Darum wurde eigens ein Damensattel designt, der nur aus einem Sitz für den Hintern bestand und Berührungen mit der ‹Gefahrenzone› vermeiden sollte.

«Relieving the sensitive parts of the body»: Werbung für den Damensattel Duplex von 1897. (Bild: oldbike.eu)

«Relieving the sensitive parts of the body»: Werbung für den Damensattel Duplex von 1897. (Bild: oldbike.eu)

Nun: Wenn auch nicht sexuelle, so erlebe ich auf dem Velo zahlreiche Höhepunkte anderer Art. Warum tun es mir so wenige Frauen nach? Noch eher, dünkt es mich, treffe ich Frauen auf Mountainbikes an als auf Rennrädern. Eine Kurzrecherche unterstützt dieses Gefühl eher knapp: 55 Prozent der Damen-Lizenzen wurden für MTB erteilt. Und zwei von drei Velohändlern bestätigen mir, Frauen kauften eher Bikes als Rennräder.

Falls mein Eindruck nicht täuscht: Weshalb ziehen Frauen Biketrails der Strasse vor? «Velofahren ist ein Macho-Sport», meinte kürzlich ein Bekannter auf einer Rennradtour grinsend, nachdem ich einmal mehr hatte abreissen lassen müssen. Er meinte damit wohl, bolzen und drücken bis zum Gehtnichtmehr macht Spass – umso mehr, je mehr Kraft man hat. Doch gilt das überall im Sport, und gerade Kraft steht auf Biketrails noch mehr im Vordergrund als auf der Strasse, wo eher Ausdauer gefragt ist. Zudem sind Rennvelos simpler (und meiner Ansicht nach schöner): Kann man bei einem Rennrad vieles selbst flicken, sind Bike-Teile wie Federgabel und Scheibenbremsen weniger gut durchschaubar. Zudem können beim Gümmelen Fitnessunterschiede in einer Gruppe bis zu einem gewissen Grad durchs Windschättelen ausgeglichen werden, was auf Biketrails kaum möglich ist. Weiter erfordert das Biken mehr Technik – doch machen Frauen viel der geringeren Kraft mit technischem Können wett. Die höheren technischen Anforderungen beim Biken schrecken also Frauen nicht unbedingt ab. Weiter fürs Bike spricht vielleicht die weniger aggressive Sitzposition: auf dem Bike kann man relativ aufrecht sitzen, ähnlich wie auf dem Stadtvelo.

Schweres Geschütz: Sattel von Christy. (Bild: oldbike.eu)

Schweres Geschütz: Sattel von Christy. (Bild: oldbike.eu)

Die Gründe der weiblichen Präferenz fürs Biken sind wohl nebensächlich, da ja auch Mountainbiken kein Frauensport ist. Und eigentlich gilt dies fast für den gesamten Outdoorbereich: Auch wenn die Tendenz zunehmend ist, ist der Frauenanteil allgemein tief – ausser vielleicht beim Wandern. Klar ist der weibliche Körper weniger für Leistung optimiert als der männliche. Doch ich glaube nicht, dass dies der Grund ist – Spass macht Sport ja trotzdem, und wer sich messen will, vergleicht sich mit seinesgleichen. Ein grosser Unterschied besteht aber bezüglich der Präsenz von Vorbildern: Männer dominieren die Sportnews sehr stark. Neben Fussball und Hockey erscheint mir dies auch beim Radfahren besonders extrem; zudem ist gerade beim Strassenradsport die Identifikation mit den Profis besonders stark. Wann wird, ausser an Olympia oder Weltmeisterschaften, schon ein Frauenradrennen im TV gezeigt? Natürlich ist bei Frauenrennen viel weniger Geld (und darum auch weniger Doping?) im Spiel. Vielleicht sind die Frauenradrennen darum unverfälschter und ‹todlangweilig›, wie es ein Kollege ehrlich und uncharmant sagte. Ich persönlich interessiere mich aber mehr für den Frauen-Radsport als für die unglaublich schnellen Männer – zu abgehoben erscheinen mir die. Zudem finde ich Frauen auf Velos (meistens) sehr attraktiv.

Gut möglich, dass auch die jahrzehntelange gesellschaftliche Ächtung des Damenradsports bis heute nachwirkt: Erst 1966 wurden nämlich Damen offiziell in den Schweizerischen Radfahrer-Bund aufgenommen. Die erste Schweizermeisterschaft für Damen auf der Strasse wurde gar erst 1982 durchgeführt.

Was denken Sie: Warum ist der Frauenanteil im Radsport und allgemein im Outdoorbereich so tief? Fahren Frauen eher Mountainbike als Rennrad? Was könnten weitere Gründe dafür sein?

*Anette Michel ist Umweltnaturwissenschaftlerin und im Bereich Energieeffizienz tätig. Daneben hat sie mehrere Jahre als Velokurierin gearbeitet und dabei ihre Leidenschaft fürs Fahrrad entdeckt. Sie fährt seit fünf Jahren in ihrer Freizeit Rennvelo.

88 Kommentare zu «Frauen auf dem Rennvelo»

  • Mimi sagt:

    Ab von all der Dikusion hier oben, bin ich schlicht und einfach bloss auf der Suche nach Rennvelo begeistereten Frauen, denen ich mich zu gelegentlichen Ausfahrten anschliessen könnte. Wo finde ich Euch?
    Viele Grüsse
    Mimi

  • Woods are beginning to search all the way down not to mention limbs cat litter Ralph Lauren the way. All of the breeze are certainly not extremely high, though as they definitely rise, the destruction would be a lot of improved. With envisioned gusts as many as Seventy five mph based on timber currently taking using gusts of around Lacoste Shop München 37 mph, it is actually the possibility to always be damaging given that the architecture start off generating a wind-tunnel effects.

  • Baumann Alain sagt:

    Das ist ja mal wieder ein schönes Palaver hier … mal bissig, mal ein bisschen chauvie, mal gegen Frauen und mal gegen alles. HAUPTSACHE: Soll jeder Fit und gesund bleiben – und wenn doofe Leute nur noch mit dem Auto rumkarren, saufen und rauchen möchte ich für dies lieber nicht mit meiner Krankenkasse geradestehen müssen. Darum lieber ein bisschen „Vive le Vélo“ als einfältige Argumente aus dem Bürosessel raus …

  • Bine sagt:

    Liebe BZ-Redaktion, unten auf dieser Seite schreibt Ihr folgenden Text:
    „Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt.“
    Dass Ihr wohl „sexistische Kommentare“ mit Absicht nicht auch aufführt, kann man sehr gut und sehr deutlich an einigen Kommentaren erkennen. Einige Männer äussern sich sehr sehr abfällig über das Aussehen von Frauen auf Velos – und zwar ganz generell. Wieso lasst Ihr solch ein Niveau unter Eurer Schirmherrschaft zu? Mit der Erlaubnis (die Ihr ja laut Eurem Text aktiv gebt), solch Niveauloses zu veröffentlichen, begebt Ihr Euch selbst auf dieses Niveau. Solche Kommentare dienen nicht der Diskussion, entbehren jeglicher Grundlage und sollten keine öffentliche Plattform erhalten. Meinungsfreiheit hat auch Grenzen, wie Ihr eben selbst auflistet.
    Ich bin gespannt, ob dieser Kommentar veröffentlicht wird!

    • Roland K. Moser sagt:

      Es wird freizügig veröffentlicht, damit alle sehen, was die anderen so haben. Zum Gück!
      Ich bin im Internet problemlos auffindbar, wegen meinem K. Und Sie mit Phantasienamen?

  • anonym sagt:

    Das Problem liegt erstens bei den Sponsoren und den Teams! In der Schweiz gibt es keine Förderung oder Unterstützung des Damenradsports! Und viele Männer akzeptieren gute Frauen in dieser Sportart nicht!
    Zudem: manche von euch Männern widersprecht euch selbst. Ihr sagt Frauen sehen scheisse aus auf dem Rennrad und andererseits bezeichnet ihr die Frauen als faul, wenn sie sich nicht in den Sattel schwingen – was wollt ihr denn nun?
    Ich fahre selbst Radrennen und bevor ihr vorschnell urteilt, fährt doch selbst mal gegen Cancellara, dann schaut ihr wohl auch seeehr langsam aus…

    • Roland K. Moser sagt:

      Bevor gross Sponsoren kommen, müssen zuerst die Frauen-Rennen gross werden. Und das geht nur, wenn die Teilnehmer-Zahlen der Frauen gleich hoch sind wie bei den Männern. Da Frauen und Männer jedoch ganz anders und ganz ungleich sind (Ja ja), treiben auch sehr viel weniger Frauen als Männer Sport. Also wird es so bleiben, wie es ist und die Männer und Frauen sind immer noch anders.

  • Die Aktivitäten der Radvdereine (Velo-Clubs) immer noch grösstenteils auf das männliche Geschlecht ausgerichtet. Obwohl auch die Frauen zugelassen sind, kommt dies noch zu wenig zum Ausdruck. Frauen sind auch oft gehemmt, bei den Clubs mitzumachen.
    Das es auch geht, beweist u.a. der VC Riehen. Frauen mischen an vorderster Front mit und stellen ihren ‚Mann‘ resp. Frau.
    Liebe Frauen, etwas mehr Mut. Viel könnt ihr beim Mittun in einem Verein mitbekommen und lernen. Es lohnt sich.

  • Beim zu Ende gegangenen Hobbyradcup haben es 2 Frauen unter die Top-Ten geschafft. Die beste Frau wurde sogar 2. und hat so viele Männer hinter sich gelassen. Beim Hobbyradcup wird die Vielseitigkeit belohnt und die Aktivität der Teilnehmer aufgezeigt. Das Motto lautet: Radfahren und Punkte sammeln. Trage auch Du Deine Trainingsdaten ein, um Dich mit Gleichgesinnten zu messen.

  • Franz sagt:

    wo lebt ihr eigentlich, dass ich fast keine Frauen auf dem Renner sieht??
    Hier bei uns hat es recht viele und sicher mehr als vor 10 oder 15 Jahren. Zudem sind es junge hübsche Frauen und nicht alte Verbissene und sie haben meisten einen sehr eleganten Fahrstill. Also sicher viel schöner zum zuschauen als alte übergewichtige oder ausgemergelte Männer!!

  • James sagt:

    Vielleicht liegt es daran, dass man auf dem velo nicht gut plaudern kann? Also Rennvelo keine gesellige Sportart ist?

    • Martin Brennwald sagt:

      WAS ZUM TEUFEL ? Nirgends kann man besser plaudern als beim Rennvelofahren, viel besser als beim Joggen (hechel) und beim Singletrialen schon gar nicht. Darum haben auch Gruppen wie in Bern regen Zulauf, weil es gesellig ist ! Sie haben nicht annähernd Ahnung und sollten SCHWEIGEN.

    • Roland K. Moser sagt:

      Ich bin gerne allein und fahre gerne allein – MTB und Rennvelo.

  • Andreas Gehrig sagt:

    Frauen nehmen lieber ab, als dass sie sich sportlich betätigen. Aber es ändert sich mittlerweile, ich fahre selbst viel Rennrad und seh immer mehr gut trainierte Frauen auf dem Rad. Zum Thema „Männer müssen Frauen überholen“, gibts auch Frauen die es sich zur Aufgabe gemacht haben, es den Männern zu zeigen, hab da auch schon ein Individuum erlebt das sämtliche Rotlichter überfahren hat, nur damit sie am Schluss vorne war. (Idioten gibts nicht nur bei den Männern.

  • ThomasW. sagt:

    Liebe Blogerinnen und Bloger, ich erlebe das Ganze von einer andern Seite, Frauen sind in den Veloferien auf Zypern seit vielen Jahren stetig am zunehmen und haben sich statistisch nun schon über 40% Anteile erradelt, wobei seit einiger Zeit sogar Frauen Radel- und Bike-Gruppen, hingegen mehr aus Europa als aus der Schweiz, bei uns Sonne, Fitness und gute Laune tanken. An was es genau liegt, kann ich statistisch nicht belegen, sicher kann aber das Sattelproblem heute Problemlos gelöst werden und schlecht gekleidete Frauen habe ich auch noch keine erlebt. Entscheidender sind das Sicherheitsgefühl auf fast Verkehrsfreien Strassen und das leichte schnelle dahinrollen auf guten Strassenbelägen und die damit zusammenhängende Tempofaszination, welche manche Bikerin, bei uns schon auf die Strasse locken konnte.
    Auch das immer einfachere und verbesserte Schalten und Bremsen überzeugt vorallem Frauen mit Spinning oder Mountainbike Erfahrung, bei so Traumverhältnissen mal aufs Rennrad umzusatteln und viele gingen dann nach Hause und haben sich einen schnittige Renner gekauft. Also auf Zypern brauchen wir für Veloferien Gäste keine Europa-Frauenquote!

  • Manu sagt:

    Hi

    wir sind eine Velogruppe aus Spanien (Costa Blanca) und bei uns sind einige Damen dabei, die teilweise sogar mehr als 10’000 km/ Jahr fahren. Und eines kann ich euch sagen… es sind nicht nur die Männer vorne dabei :-)

    In Zukunft bin ich überzeugt, dass es immer mehr Damen auf dem Rennrad zu sehen gibt. Es ist sicherlich eine der wenigen Sportarten, die man noch bis ins hohe Alter machen kann.

    Unsere Gruppe besteht aus ca. 30 Fahrern/ innen davon 8 Damen und wir fahren im Monat ca. 800-900 km …

    Also, raus auf die Strasse und Kette rechts :-)

  • Luise sagt:

    Und: Je mehr frau mit dem Renner fährt, umso weniger wird der Hintern schmerzen.

  • Monica sagt:

    Solange das Fernsehen Sportwettkämpfe von Frauen ignoriert (Ausnahmen sind Tennis und Skifahren), ist es klar, dass verhältnismässig weniger Frauen Sport machen. Und auch die Sportausrüster produzieren immer noch vorwiegend für Männer. Weshalb soll ich als Frau nicht auf das gleiche Angebot zurückgreifen können?

    Beispiel eines bekannten Veloausrüsters:
    Anzahl Rennveloschuhe Männer: 9 Stk.
    Anzahl Rennveloschuhe Frauen: 2 Stk.

    • Luise sagt:

      Hat was. Kann mir zwar nicht vorstellen, dass Frauen mehr Sport machen würden wenn Frauensport im TV präsenter wäre. Leider sind viele Frauen nicht fähig, sich regelmässig Freizeit zum Sport treiben zu gönnen. Viele von uns sind auch Glucken, die meinen, ständig bei den Kindern sein zu müssen oder zu putzen oder was weiss ich. Das scheint sich nur langsam zu ändern.

    • Martin Brennwald sagt:

      blah. profisport korreliert nicht mit breitensport und umgekehrt. es sind die frauen, die keine bella figura machen auf dem dünnen rennrad und schiss haben.

    • Das Sportgeschäft bietet an, was nachgefragt wird. Wenn mehr Frauen Sport treiben, werden die Sportgeschäfte ihr Angebot auch ausweiten.
      Und wenn es gleich viele Frauen hat, die Renn-Velo und MTB-Rennen fahren, werden diese auch am Fernsehen übertragen werden.
      Mitten in die ganze „Männer- und-Frauen-sind-gleich“- Diskussion sind die Sportartikel-Hersteller reingeplatz und haben frauenspezifischeSport- Kleidung auf den Markt gebracht. Z.B. Schuhe! Rennvelos! Jacken, Hosen usw. Weil Männer und Frauen ungleich sind.
      Und weil Frauen und Männer ungleich sind, treiben auch prozentual viel mehr Männer Sport als Frauen. Das wiederum führt eben zum „Phänomen“, dass die Sportgeschäfte, weniger Frauen- als Männerartikel anbieten.

  • D.Übel sagt:

    Es braucht einfach eine Quotenlösung für die Sportberichterstattung und das Sportsponsoring! Schlussendlich ist die Situation genau gleich wie in der Wirtschaft, wo die Frauen auch durch ungleiche Spiesse davon abgehalten werden an die Spitze vorzustossen.

  • Walti sagt

    Das ist nur in der Schweiz so das es weniger Frauen auf dem Rennvelo hat,in Länder wie in Deutschland ,Holland +Italien fahren viel mehr Frauen Rennräder.Wenn man am Frühling nach Mallorca geht sieht man diese Velodamen aus Germany schon.Die haben dann noch einen drauf ,da muss sich mancher Velogümmeler Herr aus der Schweiz kräftig in den Arsch beissen das er nur am Hinterrad dieser Damen sein kann.Habe es vor 25 Jahren selber erlebt in einem Trainingslager von Max Hürzeler.

  • Heinz sagt:

    also ich finde wir sollten die frauenquote beim radfahren einfuehren. wenn die damen nicht freiwillig aufs rad steigen, dann muessen wir sie eben zwingen.

  • Martin Brennwald sagt:

    Was ganz anderes, das Bild oben von der EM, da muss man 3x hinschauen um zu merken, dass das Frauen sind, nicht wahr;)

  • Vinxi sagt:

    Also, ohne Zweifel, hier braucht Swiss Cycling unverzüglich eine Frauenquote.

  • Peter Huber sagt:

    Warum wird eigentlich nie darüber diskutiert, warum der Männeranteil beim Synchronschwimmen, der rythmischen Sportgymnastik oder beim Eiskunstlaufen so tief ist?

  • Emanuel sagt:

    Ich habe mich auch schon gefragt, warum der Frauenanteil im Radsport so gering ist. Radfahren ist ja gelenkschonend, gut dosierbar von der Intensität, verbrennt viele Kalorien, ist wenig muskelaufbauend und hat einen grossen Spassfaktor. Eine Sportart mit solchen Eigenschaften sollte doch den Frauen attraktiv erscheinen.
    Auch ich fahre viel Rennrad, sehe aber nur selten Rennradfahrerinnen. Als Grund für die rare Vertretung des weibl. Geschlechts sehe ich die Kostspieligkeit dieser Sportart. Viele Frauen sind wahrscheinlich nicht bereit für Sport mehrere tausend Franken auszugeben. Zudem ist das Angebot von „Frauenrennrädern“ recht bescheiden.
    Vielleicht ist es einfach ein typisches Henne-Ei-Problem: Solange die Popularität des Radsports bei Frauen nicht wächst, werden sie keine Zielgruppe für die Fahrradindustrie darstellen und wenn das Angebot für Frauen tief bleibt, ist die Chance auch geringer für einen Popularitätszuwachs.

    • Philipp Ritterantivelomann sagt:

      welchen „spassfaktor“ denn bitteschön. die meisten rennradfahrer die ich sehe rasen mit verbissener mine und hochrotem kopf und blind für die schönheiten der natur im zeug rum. und das bitteschön soll spass machen – also ich weiss nicht…
      ich denke herr u. knecht hat schon recht – frauen sind intelligenter als männer und widmen sich deshalb nicht dem eintönigen radrennfahren. hier noch die liste mit den 4 sportarten mit den am wenigsten intelligenten teilnehmern:
      1) ruderer
      2) rennradfahrer
      3) fussballer
      4) springreiter.

      • Peter Huber sagt:

        @Ritterantivelomann: Gehen sie weiterhin ins Yoga oder betreiben sie Fernsehsport!

      • Luise sagt:

        Ach, wieder einmal am Provozieren Herr Rittermann?

      • Martin Brennwald sagt:

        Sie sind überflüssig hier. Machen Sie besser selber mal Sport.

        • Philipp Ritteragentprovocateurmann sagt:

          und sie sind unlustig, herr brennwald – gehen sie radeln – es ist schön draussen.

      • Hansruedi sagt:

        Hier noch die Liste der Autoren mit den 4 am wenigsten intelligenten Kommentaren:
        1) Philipp Rittermann
        2) Philipp Rittermann
        3) Philipp RIttermann
        4) Philipp Rittermann

      • Emanuel sagt:

        @ Ritterantivelomann: Radsport ist nach Umfragen die in der Schweiz meist ausgeübte Sportart. Gemäss ihrer Aussage müsste ein grosser Teil der Bevölkerung „dumm“ sein. Ausserdem gibt es eine positive Korrelation zwischen Sporttreiben und der Ausbildung. Es ist doch sehr unwahrscheinlich, dass bei diesen Studien die Velofahrer nicht berücksichtigt wurden.
        Ausserdem: Die Wahl einer Sportart, die so viele Vorteile mitbringt spricht doch eher für die Intelligenz der Radsportler!

    • Ich war vor ein paar Jahren ein paar Jahre lang häufig mit einer Kollegin auf dem MTB unterwegs. Das hat ihr gefallen. Ein Rennvelo wollte sie aber um keinen Preis. Ein Grund war glaube ich, der Verkehr.

    • Karl Knapp sagt:

      Sie haben keine Ahnung, dass Frauen für absolut sinnfreies Zeug Unsummen ausgeben können ? Dann sind Sie nicht verheiratet… aber im Ernst, Frauen haben ein ganz eigenes System von Kosten-Nutzen-Rechnung, und ja, ähm, eben dieser Spassfaktor, naja, da bin ich doch eher auf der Rittermann-Linie.

  • Loulou Montez sagt:

    Männer auf Rennrädern sehen leider immer scheisse aus, scheinen das aber nicht zu merken.Frauen möchten ganz einfach nicht so scheisse aussehen. Deshalb ist das so.

  • Luise sagt:

    Bin bald 60 und fahre seit bald 20 Jahren Rennvelo. Ich keine keine einzige Frau, die das auch tut. Frauen joggen bestenfalls. Oder gehen ins Yoga oder Pilates. Warum das so ist, habe ich nicht wirklich herausgefunden. Ich schätze Frauen als faul ein – sorry, liebe Geschlechtsgenossinnen. Dazu sind viele zu ängstlich, um mit dem Rennvelo zu fahren. Und Yoga und Pilates verbinden sie mit einem Plauderstündchen danach. Frauen haben irgendwie Angst, sich richtig zu fordern, was ich sehr bedaure. Ich fände es toll, mit andern Frauen Rennvelotouren zu unternehmen.

    • Philipp Rittermann sagt:

      bitte nicht. stricken sie socken, das entspannt und gibt keinen ärger, (ausser vielleicht bei fallmaschen….).

      • Luise sagt:

        Nach ein paar Stunden auf dem Rennvelo ist man/frau auch SEHR entspannt!

        • Philipp Ritterantivelomann sagt:

          …wie kann ich sie fürs stricken begeistern??! :)

          • Luise sagt:

            Im Winter steht das Rennvelo im Keller und ich stricke Socken:-)

          • Kathy sagt:

            Da gehts doch nicht um Faulheit, sondern um diese sch* unbequemen Sättel. Mein Po verdient anderes! Deshalb lieber Schwimmen, Laufen und vorallem Spielen!!

          • Roland K. Moser sagt:

            Das Sattelproblem ist mittlerweile aber nicht schlecht gelöst.

          • Savador Dali sagt:

            Liebe Kathy: Sprich mit dem Velofach(!)händler Deines Vertrauens. Es gibt Damensättel. Erst ausprobieren, dann kaufen und sich daran erfreuen.

          • Sabrina sagt:

            Es ist weniger eine Frage des Sattels sondern der Sitzposition und des Trainings. Ich jogge, schwimme oder inline auch lieber als mit dem Rad unterwegs zu sein. Männer können es meist nicht leiden, wenn eine Frau die gleiche Geschwindigkeit fahren kann, dann sind sie oft in ihrem Ego gekränkt.

  • U. Knecht sagt:

    Velofahrer gehören ja nicht zu den brilliantesten Denkern, mal vorsichtig ausgedrückt. Möglich, dass Frauen zu intelligent sind für diese Sportart.

    • Martin Brennwald sagt:

      Zu intelligent, um sich ohne Schläge und Gelenkverletzungen körperlich betätigen zu können ? Lieber faul rumsitzen ist natürlich intelligenter, nach U. Knecht. Sturzrisiko auch geringer als MTB.

    • Philipp Rittermann sagt:

      teil 1 -> :) :) :)
      teil 2 -> :)

      • Petr Sterch sagt:

        Das Sturzrisiko ist vielleicht geringer, das *vom auto überfahren werden* Risiko ist aber 100 mal grösser.

        • Philipp Ritterantivelomann sagt:

          ja klar – für die velöler gelten ja auch keine verkehrsregeln…ist ja logisch dass sie öfter mal abeschossen werden!

          • Petr Sterch sagt:

            Für viele gelten keine Verkehrsregeln, aber ich halte mich daran. Bei Antivelo-Autofahrer schreibe ich mir die Nummer auf und zeige sie an. Ohne meine vom MTB fahren erlernte Fahrtechnik wäre ich schon mehrmals abgeschossen worden.

          • Philipp Rittermann sagt:

            guten morgen herr sterch. natürlich haben sie recht; es ist aber erschreckend, wieviele rennradfahrer die verkehrsreglen komplett missachten – habe gestern wieder 2 beispiele erlebt. rotlicht, stehende kolonne – schmale strasse MIT gegenverkehr: rennradler (männlich…) im zickzack und vollspeed durch die kolonne – und -trotz gegenverkehr unter einbezug des gehsteiges das rotlicht überfahren!!! ich kann ihnen eines sagen – wenn ich so einen mal zu fassen kriege, muss er mit mehr als einer anzeige rechnen. hier muss ich den mtb-fahrern ein kränzchen winden, die verhalten sich im verkehr meist korrekt.

  • Martin Brennwald sagt:

    Gümmelerfrauen sehen meist ziemlich männlich aus. Das nur nebenbei. Beim Biken kann Frau eben Schlabberhosen anziehen damit man den Arsch nicht sieht…

    • Pat sagt:

      Sexismus ist die Diskriminierung, die Herabwürdigung oder die Verachtung einer Person, weil sie ein Mann oder eine Frau bist

    • Philipp Rittermann sagt:

      na ja. ab 35 müssten die meisten damen eigentlich „schlabberhosen“ tragen.

    • Petr Sterch sagt:

      Rennrad kann man auch mit „Schlabberhosen“ fahren. Ich fahre mein Rennrad mit Bärentazen und FiveTen Schuhen, dazu weite MTB Hosen und Freeridetrikot. Als Rucksack nehme ich meinen Evoc mit integriertem Rückenpanzer. Interessiert mich doch nicht was andere denken.

  • Beat sagt:

    Wieso kein Frauensport? Ich sehe viele Fahrerinnen sowohl in den Bergen auf dem Mountainbike als auch auf meinem Weg zur Arbeit in Zürichs Norden solche auf Rennvelos :-). Mag sein, dass sie weniger verbissen sind, aber manchmal auch ganz schön schnell. Etwas in mir zwingt mich dann, mich nicht abhängen zu lassen und ich habe schon Fahrerinnen als „Windschatten“ bzw. „Schrittmacher“ „benutzt“, wohl nicht immer zur deren reinen Freude. Es war übrigens auch eine Frau, welche mich bewogen hat, wenigstens von Frühling bis Spätherbst für den Arbeitsweg von der S-Bahn auf den Fahrradsattel umzusteigen.

  • Lukas Aeschbacher sagt:

    Ergibt sich dasselbe Bild, wenn man nicht die Rennlizenzen zählt sondern die Hobby-Fahrerinnen auf der Strasse? Mein subjektiver Eindruck ist es, dass ich heute viel mehr Strassenvelofahrerinnen sehe als vor 20 Jahren. Aber selbstverständlich wäre es erfreulich, wenn noch viel mehr Frauen sich für dieses Hobby begeistern würden.

  • Isa W. sagt:

    Es ist wohl der Sicherheitsaspekt. Ich selber fahre schon seit über 20 Jahren Rennvelo und liebe es. Meine Freundinnen wagen sich jeweils nur zögerlich ans Rennvelo ran, da sie Respekt vor den dünnen Reifen haben. Diejenigen die es dann mal ausprobieren, lassen sich dann aber schon überzeugen, spätestens wenn sie bei der Runde um den Greifensee selbst bei kleinen Steigungen mit ihrem MTB nicht mithalten können.
    Wenn ich dann aber bei Volksrennen mitfahre, frage ich mich teilweise schon, was sich die „mitteralterlichen“ Männer da beweisen müssen, wenn sie einem haarscharf unter Ignoranz aller Verkehrsregeln überholen müssen. Wenn wir Frauen sie dann mal überholen, geht das ja gar nicht. Lieber am Rande des Herzinfarkt zurück überholen. So vergeht mir der Spass an den Volksrennen … im Veloclub wird es ähnlich sein, darum verzichte ich lieber darauf und radle mit Freundinnen.
    Aber, der Frauenanteil nimmt kontinuierlich zu – mir fallen von Jahr zu Jahr mehr Frauen auf dem Rennvelo auf :-)

    • Diejnigen Männer, welche Sie am Rande des Herzinfarktes überholen, sollten Sie noch ein wenig quälen, indem auch noch ein bisschen gasgeben.
      Stimmt: Auf dem Rennvelo hat es ganz primitive Zeitgenossen. Aber nicht alle sind so – ich auf jeden Fall nicht.

  • Siero sagt:

    Ich habe im Gegenteil den Eindruck, dass immer mehr (junge) Frauen auf dem Rennrad anzutreffen sind. Vor 10-15 Jahren sah ich auf meinen Runden praktisch keine (renn-)radelnden Frauen, seit einigen Jahren werden es immer mehr. Obwohl es absolut gesehen natürlich immer noch deutlich weniger sind. Bikerinnen gibt es wohl mehr, weil man dabei nicht dem immer stärker werdenden Verkehr ausgesetzt ist. Die Männer sind da möglicherweise resistenter. Und da es noch keine voll-gefederten Rennräder gibt, hält dies sicher auch einige Damen vom Rennrad ab.

  • Martin Eggenberger sagt:

    Ja, warum? Warum ist die Frauenquote fast in allen Sportarten viel tiefer als die Männerquote? Warum gibt es viel weniger Politikerinnen als Politiker? Warum fehlen die Frauen in den Chefetagen? Warum gibt es mehr Vereinsvorstände als -vorständinnen? Kann es sein, dass es überwiegend ein gesellschaftliches Phänomen ist, und eigentlich nicht sehr viel mit der Outdoorfrage zu tun hat? Und jetzt die Gretchenfrage: warum ist das so?

    • Roland K. Moser sagt:

      Weil die Frauen es so wollen. Wenn mehr Frauen aufs Rennvelo wollen, können Sie es auch. Wenn mehr Frauen aufs MTB wollen auch usw.

  • Männer und Frauen sind ganz anders. Deshalb machen Frauen-Quoten nirgends Sinn, weil sie widernatürlich sind. Ich habe kein Problem damit, dass Frauen das tun, was ihnen gefällt, solange sie niemandem schaden.
    Beim Aerobic ist der Männeranteil aber so gegen Null – Oder irre ich mich?

    • Philipp Ritterfrauenflüsterermann sagt:

      guten tag herr moser. quoten-regelungen machen generell keinen sinn weil künstlich aufoktroiert. und bei frauen verhält es sich ähnlich wie bei haustieren – man(n) muss sie fair und artgerecht, aber mit strenger hand halten! :) oder so….
      bezüglich aerobic, was heute eigentlich veraltet ist, irren sie sich tatsächlich. das heisst heute „zumba-fitness“ und wird zunehmend auch von männern frequentiert.

  • Philipp Rittermann sagt:

    ganz einfach. die damen sind weniger verbissen als die herren. es fällt auf, dass die rennradfahrer oft sehr aggressiv im verkehr agieren; ich denke die damen sind da einfach vernünftiger und konzentrieren sich auf andere sportarten.

    • akade sagt:

      vollkommen anderer meinung. gerade extreme ausdauersportarten ziehen frauen an. so sind zum beispiel beim triathlon frauen regelmässig ganz vorne dabei. im übrigen gab es eine tour de france der frauen, nur wurde nie darüber berichtet. auch diese art von informationsembargo der medien führt dazu, dass viele mädchen es nie mit radsport versuchen.

      • Philipp Rittermann sagt:

        das macht doch nichts – je weniger velöler auf den strassen, desto besser. die damen sollen sich ruhig auf andere sportarten konzentrieren.

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt.