Mountainbiker als Tourismusfaktor

    Das Davoser Angebot für Tourenbiker überzeugt in allen Belangen (Foto: Davos Tourismus/Alex Buschor)

Das Davoser Angebot für Tourenbiker überzeugt in allen Belangen (Foto: Davos Tourismus/Alex Buschor)

Es ist noch nicht so lange her, da waren wir Mountainbiker in den meisten Schweizer Tourismusregionen noch unerwünscht. Regionen wie Scuol oder Flims/Laax bildeten die löbliche Ausnahme und hielten schon früh ein spezifisches Angebot für Mountainbiker bereit. Und heute? Noch rollt man den Bike-Touristen den roten Teppich nicht überall aus, aber Mountainbiker werden als relevanter Tourismusfaktor mittlerweile ernst genommen. Mountainbike-Trails und Bike-Parks gehören für viele Destinationen zu einem kompletten und erfolgreichen Tourismus-Portfolio. Dass es sich dabei keineswegs um ein Nischen-Publikum handelt, ist offensichtlich. Als wir uns am vergangenen Samstag bei Kaiserwetter von Lenzerheide zum Piz Scalottas hoch transportieren lassen wollten, mussten wir uns zuerst einmal in einer Warteschlange einreihen. Ähnlich ergeht es einem an Wochenenden auch im grössten Bikepark Europas Les Portes du Soleil, wenn auch unzählige englische «Weekend Warriors» das ganz auf Mountainbiker ausgerichtete Bahnangebot nutzen.

Die Referenz ist aktuell aber immer noch der Bikepark im kanadischen Whistler. Und von dort gibt es auch eine klare Ansage für europäische Tourismus-Destinationen: «Zuallererst muss man von der Vorstellung abkommen, dass Mountainbiker alle jung, wild und arm sind,» so Rob McSkimming, Manager des kanadischen Ski- und Bike-Resorts Whistler Blackcomb. Als sportliche Vorreiter begannen die Kanadier im Westen des Landes bereits in den achtziger Jahren damit, Bike-Trails und Bike-Parks als Ausgleich zum Wintergeschäft zu etablieren und zu vermarkten. Intensive Investitionen wurden jedoch erst 1999 getätigt. Seither haben sich laut McSkimming über eine Millionen Gäste in Whistler auf ihre Räder geschwungen, Trails und Parks genutzt, und die erheblichen Investitionskosten längst wieder «hereingefahren».

Es wird gebaut - immer mehr Tourismusdestinationen setzen im Sommer auf Mountainbiker (Foto: Rafael Rhyner/Trailworks)

Es wird gebaut – immer mehr Tourismusdestinationen setzen im Sommer auf Mountainbiker (Foto: Rafael Rhyner/Trailworks)

Jedoch sind sich viele Gebiete nicht darüber im klaren, welche Kosten und Investitionen sie bei der Umsetzung der «MTB-Idee» erwarten könnten. Rafel Ryhner beschäftigt sich mit seiner Firma Trailworks schon seit Jahren mit  Konzeption, Bau und Planung von Bike-Parks und Trails und weiss deshalb, wovon er spricht: «In der Regel kann man von circa 30’000 – 100’000 Schweizer Franken pro Kilometer für eine Bikestrecke ausgehen. Dies hängt vom Ausbaustandard, der Breite der Strecke und dem Gelände ab.»

Wer sich nicht von den anfänglichen Kosten abschrecken lässt, stärkt auf Dauer den touristischen Gesamtbetrieb einer Region. So sieht das auch Cosima Page, Sprecherin der Schweiz-Französischen Region Portes du Soleil: «Natürlich kostet es viel, die Liftanlagen im Sommer laufen zu lassen. Und zusätzliche Gewinne werden direkt an den Liften nicht gemacht. Die Öffnung der Lifte hat jedoch positive Auswirkungen auf andere Akteure aus der Tourismusbranche.» Die zeigen auch die Zahlen: Die Übernachtungszahlen der liftnahen Beherberungsbetriebe in Portes du Soleil steigen seit mehreren Jahren konstant an. Im Sommer 2011 konnte der Tourismusverband eine Zunahme von fast 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr verzeichnen.

Neben Portes du Soleil zählt der Kanton Graubünden zu den Pionieren für Mountainbike-Angebote. Aus gutem Grund, wie Gieri Spescha, Kommunikationsverantwortlicher bei Graubünden Tourismus erklärt: «Entgegen immer noch kursierenden Vermutungen sind die Mountainbiker eine sehr kaufkräftige und damit interessante Zielgruppe. Der Sommer hat im Vergleich zum Winter touristisch gesehen ein noch grösseres, unausgeschöpftes Potenzial.» In der Region Kloster-Davos-Lenzerheide heisst die Losung deshalb schon länger: Toleranz unter den Wegnutzern. Die Zeiten sind zumindest dort vorbei, als man als Biker bestenfalls einen verächtlichen Blick erntete, sehr oft aber auch böse Worte. An den Anblick der kleinen weissen Tafeln an den Wegmarkierungen gewöhne ich mich jedenfalls sehr gerne: «Trail-Toleranz: Diesen Weg benutzen Wanderer und Biker gemeinsam».

Fühlen Sie sich als Mountainbiker willkommen in den Schweizer Tourismusgebieten? Sind Sie zufrieden mit den aktuellen Angeboten oder sehen Sie noch Nachholbedarf? Wieviele Wochenenden und Urlaubstage verbringen Sie als MountainbikerIn in den Schweizer Tourismusgebieten?

77 Kommentare zu «Mountainbiker als Tourismusfaktor»

  • Ariane sagt:

    DIE Lösung für gegenseitige Rücksichtnahme im Outdoor-Bereich: der „Trimm Dich nimm Rücksicht“-Pfad! Im Handumdrehen wird damit jede Alltagsroute zur Trainingsstrecke für Soziallegastheniker. Einfach auf http://www.trimm-dich-nimm-rücksicht.de das Schilderset ausdrucken und los geht’s ;)

  • Roland K. Moser sagt:

    Die Plätze 1, 2 und 3 der MTB-Meisterschaft gingen an die Schweiz. Hat das jemand gemerkt? Und das Schlimme: Die Jät-, Koch- und Waschmaschinen (Frauen) haben nichts geholt.

    • Dave sagt:

      So was dummes habe ich ja noch nie gelesen! Dein scheinbares Problem mit Frauen solltest du besser mit einem Therapeuten anschauen. Zudem gab es Gold bei den Juniorinnen und den U23 Damen! So gut waren „unsere“ Frauen selten!

      • Roland K. Moser sagt:

        Hallo Dave
        Ich habe es gestern gelesen und wollte mich heute Morgen bei den Juniorinnen und U-23 entschuldigen, deshalb bin ich nochmals in diesem Blog. Ich entschuldige mich also bei den beiden Frauen und den Blumenstrauss können sie sich hier abholen: http://www.mosimail.ch Wenn die beiden Frauen möchten, sei Ihnen eine erfolgreiche MTB-Karriere nach ihren Wünschen gegeben, ohne zu Schaden und wie es gut für sie ist.
        Dave:
        1. habe ich kein Problem mit Frauen (Das mit den Jät-, Koch- und Waschmaschinen habe ich im Outdoor-Blog von Ph. Rittermann erfunden). Mir ein Problem mit Frauen zu unterstellen, nur weil ich Macho-Sprüche mache, zeigt doch, dass Du scheinbar einen Therapeuten brauchst.
        2. anerkenne ich kompromisslos die Unterschiede zwischen Männern und Frauen, weil gerade die Eigenheiten des jeweiligen Geschlechts eben den Mann oder die Frau ausmacht. Frauen jäten z.B. gerne – Männer nicht :-) Das mit dem Spruch „Männer und Frauen sind gleich“ geht halt an der Realität 100 % vorbei, weil er von Menschen stammt, die an Realitätsverlsut leiden – Und ich eben nicht.
        3. danke ich Dir trotzdem für den Hinweis und mache wieder einmal darauf aufmerksam, dass ich der Meinung bin, dass alle Kommentare mit der Wohnadresse des Kommentarschreibes versehen werden sollten.

  • Peter Wichtig sagt:

    Was ich hier lese widerspiegelt doch was ich ab und zu auch auf den Trails erlebe: Wanderer denen man das Wort „Riesenanschiss“ schon einen Kilometer weit vom Gesicht ablesen kann. Ich frage mich was solche Leute überhaupt in die Berge verschlägt, den Spass oder Freude haben diese Leute nicht, unabhängig ob jetzt ein Biker in der Nähe ist oder nicht. Hopfen und Malz ist dort schon längst verloren, man kann noch so langsam fahren, noch so freundlich grüssen, dass „Guten Tag“ meinerseits wird von diesen Griessgrämigen Individuen als Startschuss interpretiert gleich mal eine ordentliche Hasstirade von sich zu geben. Rotzfrech, keinerlei Manieren und meist genau so wenig Inhalt oder Logik in deren Gefluche und mit der Inneren Überzeugung, dass wenn man sich schon die mühsamen 2 Stunden Autofahrt auf sich nehmen musste einem nun aber auch gefälligst die Bergidylle exklusiv zur Verfügung stehen sollte.

    Ich denke mir aber jeweils nur, dass wenn sich solche Leute in der Stadt/ Ausgang gegenüber gewissen Individuen so verhalten würden, wohl am nächsten Morgen in der Intensivstation aufwachen würden. Zum Glück bin ich als „radikaler und rücksichtsloser Biker“ da friedfertiger….

  • Stefan Zbinden sagt:

    Mein erstes mtb (Marke „Scimitar“) habe ich 1985 gekauft. Ich kenne also die Szene von Anfang an. Bin jetzt 61 und bis heute ein passionierter Biker! Ich trainiere ca. 8 h pro Woche und bin oft im Jura, im Berner Oberland oder im Wallis auf Tour. Meiner Meinung nach hat sich die Situation zwischen Wanderen und Bikern eher entspannt. Die schlimmsten Begnungen hatte ich eh mit Hofhunden…
    Zum Verständnis an die Wanderer: Bei den „Bikern“ gibt es 2 verschiedene Szenen:
    Die „Cross-Country-Fahrer“ fahren zuerst den Berg hinauf und dann hinunter. Sie stören die Wanderer wahrscheinlich weniger. Ich zähle mich auch zu dieser Kategorie und gewähre dem Wanderer immer den Vortritt, wenn ich auf einem schmalen Weg bin. Fahren auf Strassen ist für uns aber keine Verlockung. Biken ist ein anderer Sport als Rennvelo fahren, es geht neben der Kondition auch um Geschicklichkeit und technische Fertigkeiten. Für den Biker ist der schmale Wanderweg, der „Single Track“, das Höchste! Zugegeben: dank besserem Material sind Biker heute an Orten anzutreffen, die früher undenkbar gewesen wären.
    Die zweite Kategorie ist die Downhill-Szene. Das sind Biker mit Motocross-Helmen und Schutzbekleidung, die mit Spezialvelos unterwegs sind. Sie fahren mit der Bahn hoch und mit dem Bike nur hinunter. Ich denke, dass sie eher als Gefahr wahrgenommen werden, wenn sie sehr schnell daher kommen. Für sie muss es wohl spezielle Downhill-Routen geben.

  • Oskar Glaus sagt:

    Als rücksichtsloseste Verkehrsteilnehmer haben sich schon seit langem die Fussgänger (häufig noch mit Hund oder Kleinkind) in Stadt und Land etabliert. Ganz egal ob ich als schneller Fusgänger, Jogger oder Velofahrer daherkomme.

  • Marcel sagt:

    Ich hatte, obwohl ich 2-3mal pro Woche Biketouren auf Wanderwegen mache, extrem selten Probleme mit anderen Wegnutzern. Ich trete beim Aufeinandertreffen mit Fussgängern jeweils bewusst sehr defensiv (abbremsen oder anhalten) und freundlich auf, was in der Regel auch sehr gut ankommt.
    Auffälligerweise nimmt das Konfliktpotenzial massiv zu, sobald sich ein grosser Autoparkplatz in der Nähe befindet. Dort ist dann die Art von „Wanderern“ unterwegs, welche nur schnell ihren Hund im Wald kacken lassen wollen oder die 10 Minuten bis zur nächsten Beiz stapfen. :-)

    Sehr gute Erfahrungen mit Wanderern beim Biken habe ich vorallem im Graubünden und in Italien (Finale Ligure) gemacht. Gerade die Italiener erfreuen sich oft am Spektakel der vorbeifahrenden Mountainbiker und machen dafür sehr gerne kurz einen Schritt zur Seite.

  • Lance Armstrong sagt:

    Ich finde Wandern und Velofahren lässig…….Grüezi ist die Zauberformel !
    Man findet auch in der Schweiz sehr entlegene Regionen , in den man Ruhe findet. Egal ob Wandern oder Biken.

  • Herbert sagt:

    Weekend Warriors

    Das bringt es ja wohl auf den Punkt.

  • Hans Riesen sagt:

    Als ehemaliger kaufm. Leiter der Bergbahnen Rinerhorn, Davos habe ich im Jahre 1986 das ERSTE M-Bike Rennen der Schweiz überhaupt, organisiert. 26 Teilnehmer waren am Start. 3 Pokale für die Damenkategorie – jedoch nur eine Bikerin hat teilgenommen. Damals noch als „verrücktes Huhn“ bezeichnet. Sie war Mitglied der LL-Nationalmannschaft. Später habe ich u.a. mit der heutigen Direktorin von St. Moritz Tourismus, Frau Ariane Ehrat (damals Flims-Laax) auch den Rhäzünser Cup ins Leben gerufen. Diese Rennen haben wir gegen unendlich viele Widersprüche organisiert. Dem damaligen Direktor von Davos Tourismus, Bruno Gerber, habe ich geraten, offizielle Bikerouten zu beschildern und extra M-Bike Karten zu erstellen.
    Am treffendsten von allen Kommentaren hat die aktuelle Situation, meiner Meinung nach, „Kinda“ beschrieben:…“ Biker am Berg kann man in zwei Kategorien einteilen. Die einen machen einfach nur Downhill. Das sind meist jüngere die mit der Gondel hoch fahren und dann die anderen. Die “anderen” sind dann meistens auch die, die etwas mehr Hirn mitbringen und sich grossomodo mit den Wanderern verstehen. Das ist meine Erfahrung aus diversen Jahren Trails.Zitat Ende.

    • Martin wespe sagt:

      Sälü Hans

      Was soll den der verbal Stuhl von wegen Downhill und kein Hirn. Ich zähle mich auch mit meinen dreissig Lenzen zur Bergabfraktion aber tue das bestimmt nich hirnlos mein geschätzter Freund. Ohne die Downhiller gäbe es wohl kaum ausgebaute Trails mit schönen Anliegern, Northshores und Sprüngen und das Biken wäre nich das was es ist. Also bitte besinne dich bei deinen Aussagen oder ist dein Bike auch ab und zu zu schnell für dein Gehirn.

      Freundlichst dein Martin

  • Thomas sagt:

    Vor ca. 20 Jahren haben wir uns mit dem Bike auf das Rothorn in Lenzerheide hochgekämpft. Ungefragt wurde uns von Bahnangestellten klar gemacht, dass Bikes allerhöchstens bergabwärts transportiert würden. Und heute? http://lenzerheide.com/de/sommer/biken/bikeregion/biketicket-to-ride !

    Die Tourimusregionen tun wirklich bereits einiges um Biker als Kunden zu gewinnen – recht so. Allerdings liegt es an den Bikern mittels rücksichtsvollem Verhalten gegenüber Wanderern dafür zu sorgen, dass diese Angebote noch ausgebaut werden. Zu rücksichtsvollem Verhalten gehört meiner Meinung nach auch, dass man an gewissen Tagen gegebenefalls halt auf Trail verzichtet – auch wenn er noch so schön ist. Letzten Sonntag bei schönstem Wanderwetter doch glalt zwei Bikers auf dem Muggestutzweg in Hasliberg gesichtet. Der Muggestutzweg ist eine Märchenweg für Kinder ab 2 Jahren und an einem solchen Tag von Familien stark frequentiert. Da haben Mountainbikes einfach nichts zu suchen. Zugegeben, mich selber hat’s auch gejuckt, aber ich spare mir den auf einen verregneten Tag oder einen Wochentag im November.

  • B. Oehler sagt:

    Nach einem Wanderuraub im Unterengadin kann ich nur sagen: es ist wichtig, dass die Biker-Wege festgelegt und gekennzeichnet werden, dann kann ich mich nämlich auch mental auf die Begegnungen einstellen – oder ich kann den Bikern aus dem Weg gehen, wenn ich will. Es sollte aber auch noch möglich sein, manche Routen nur den Wanderern vorzubehalten, etwa bei schmalen Wegen. Sicher benimmt sich eine Minderheit der Biker daneben, aber stimmungsmäßig haut das voll rein.
    Und bitte: Bergbahnen sollten die blöde Downhill-Raserei nicht auch noch unterstützen. Wer’s nicht auf dem Bike bergauf schafft, soll in der Ebene bleiben.

    • Skilift sagt:

      Nur mal als Vergleich. Laufen Sie im Winter auch mit den Skiern den Berg hoch?

      • B. Oehler sagt:

        Tja, so habe ich das mit vier Jahren gelernt: da gabs nämlich keine Lifte. Natürlich kann man so keine grandiosen Skiautobahnen betreiben schon klar.
        Mittlerweile fahre ich nicht mehr Ski, ich halte den Skizirkus für umweltzerstörerisch.

    • Paul Mircher sagt:

      Dann sollen die Wanderer die Bergbahnen auch nicht benutzen! Wers nicht zu Fuss rauf schafft soll zuhause bleiben. Merken sie nicht selber was für einen Mist sie schreiben?

      • B. Oehler sagt:

        Ich habe noch keinen Wanderer als Downhill-Raser erlebt. Merken Sie nicht selber, was für einen Mist Sie schreiben? Auch in punkto Rechtschreibung und Zeichensetzung?

        • Paul Mircher sagt:

          Rechtschreibung interessiert mich nicht. Ich fahre auch nicht mehr Ski, aber das liegt vorallem am „Unterlandmassentourissmus“. All die Zürcher und Argauer die jeden Samstag und Sonntag mit ihren SUV nach Graubünden kommen nerven mich extrem. Jeden Abend im Winter gibt es Stau, eigentlich sollte man allen SUV’s die Fahrt ins Skigebiet verbieten, dann hätten wir auch viel bessere Luft.

          Zu den Bergbahnen, die wurde für Skifahrer (Wintersprotler) gebaut und nicht für Wanderer. Wanderer und Biker haben also genau gleichviel Recht die Bahnen zu benutzen. Ich fahre auch mit meinem Enduro MTB zu 95% selber den Berg hoch, aber manchmal gibts auch einen Downhilltag ohne Uphill. Noch als Info, Downhiller fahren auf abgesperrten Strecken und stören sicher keine Wanderer.

  • bruno sagt:

    Ich bin nicht sicher, wie gut der Faktor Mountain Bike so bei den Touristikebüros ankommt, auch möchte ich die Reklamationen,- der Wanderer nicht zählen die dort Deponiert werden… Den diese Büros sind nicht unbediengt bereit das Dilemma Wanderer – Biker zu lösen…da kommen tausend ausreden. Auch der Gesetzgeber ( Waldgesetze / Strassenverkehrsgesetz schreitet da nicht ein. Auch er Dachverband Schweiz Mobil nimmt sich diesem Thema nur zögerlich an. Und das nützen leider viele Biker schamlos aus.

    • Peter Wichtig sagt:

      Ich bin mir nicht sicher wie gut Rotsocken bei Touristikern ankommen. Sind wir mal ehrlich: Wer will schon das verstaubte, spiessige, langweilige Image einer Wanderdestination? Doch wie ein Fluch haben die Rotsocken dieses Image in der Schweizer Tourismus und Bergwelt zementiert und jeder halbwegs normale Mensch träumt in der Schweiz doch von Ferien am Strand, Ferien im Wilden Amerika oder Kanada (auch wenns dort ebenfalls nur berge hat) oder Ferien in einer pulsierenden Metropole…. aber sicher nicht von einer Bünzligen, langweiligen, verschlafenen Wanderdestination, wie man sie überall dort findet, wo Biker oder andere Sportler ausser Wanderer unerwünscht sind.

      Ich kenne viele Leute wenn ich sie auf SommerFerien in den Bergen anspreche oder sie frage ob sie mitkommen möchten zuerst mal sagen: Spinnst du? Ich geh doch nicht wandern, wie langweilig. Ich geh doch nicht in die Berge, das ist ja wie im Seniorenheim, was soll ich dort? Dort gibts nur konservative, unfreundliche Spiesser. Da ist nichts los am Abend und ausser wandern gibts kaum was zu tun
      und für „klassische Wanderdestinationen“ mag das auch zutreffen.

      Manchmal schaffe ich es aber sie zu überzeugen und fast jeder der mal wieder einen Tag in den Bergen auf eine zeitgemässe Weise, sprich auf dem Bike, verbracht hat, war wieder Feuer und Flamme für Ferien in den Bergen.
      Ein Tag im Bikepark oder auf einer Biketour (gerne auch mit Bergbahn) ist einfach genial. Man strengt sich zwar durchaus an, muss sich aber nicht gleich quälen. Man kommt schnell voran, sieht viel und ist falls nötig auch schnell wieder im Tal. Man hat Spass, ein bisschen Action und kann trotzdem die Bergwelt und das Panorama geniessen und erlebt viel.
      So wird die Bergwelt, und die schöne Schweiz wieder schätzen gelernt!

  • Huber H sagt:

    Ein Velo gehört auf die Strasse, egal ob man es Bike nennt oder nicht. Mich ärgert es unendlich wenn ich auf einem Wanderweg ständig das Gebimmel der Biker von hinten höre weil ich denen aus dem Weg gehen sll. Ich will aber nicht immer auf die Seite gehen – auf Wanderwegen schon gar nicht. Von mir aus sollen sie abbremsen und laufen. Mir käme es nie in den Sinn in den Bergen Velo zu fahren. Ich mache meine 6000 Velo-Km pro Jahr lieber unter der Woche auf dem Arbeitsweg. Ferienregionen die Wanderwege zu Bikestrecken umfunktionieren können mir gestohlen bleiben, da fahre ich nicht mehr hin! Muss denn wirklich immer und überall gefahren und gerast werden? Schon mal was von wohltuender Langsamkeit (Entschleunigung) gehört? Und die Wege gehen wegen der Biker auch immer schneller kaput… Die Natur sagt nein zu Mountainbikern.

    • Martin Wespe sagt:

      Werter Herr Huber

      *Ironiemodus ein* Sie sind ja eine echte Bereicherung für unsere Gesellschaft *Ironiemodus aus*

    • Paul Mircher sagt:

      HAHA!! Ich hoffe du kommst nie nach GR in der Ferien! Warum sollen die Wanderwege nur den Wanderer gehören? Liegts vielleicht am Namen? Auf der AUTObahn fahren aber auch Motorräder und auf dem Veloweg laufen auch Fussgänger. Wanderwege werden nicht zu Bikestrecken umfunktioniert, sonder in GR fährt man einfach auf den Wanderwegen, da wird nichts verändert. Es gibt auch keinen Grund die Wanderweg zu ändern. In GR ist es im Waldgesetzt verankert das man auf Wanderwegen Biken darf, darum hat der Wanderer dem schnelleren auch platz zu machen. Auf der Autobahn herrscht das gleiche Gesetzt, nach möglichkeit ist dem schnelleren platz zum machen!

    • Müller sagt:

      Die Natur sagt nein zu Ihnen…. das ist wohl ein Witz….. Die Biker sind die Touristen der Zukunft.
      Sie geben mehr Geld aus und bringen dem Tourismus mehr als die Wanderer, die Ihre Sandwiches und Termusflaschen selber mitbringen und einen Bogen um die schönen Gasthöfe machen.
      Wo steht geschrieben, dass die Natur den Wanderern gehört???

      • Peter Wichtig sagt:

        Wandern kann man auch entlang von Flüssen und Seen, dafür muss man nicht in die Berge! So oder so scheint mehr der ein Wanderer nichts in den Bergen verloren zu haben, da diese schlicht und einfach nicht mit alpinen Bedingungen zurecht kommen und scheinbar nicht in der Lage sind ihre Fähigkeiten einzuschätzen… oder wie genau erklären sie die über 50 Toten Wanderer nur schon in diesem Sommer?
        Nur schon diese immense Anzahl an Toten müsste eigentlich jeden vernünftigen Menschen dazu bringen, sämtlich wege unter 2 Meter Wegbreite für Wanderer zu SPERREN!

        Wanderer haben angefangen die unberührte Natur zu (zer)stören und alles zu erschliessen. Jetzt müssen sie damit leben dass auch andere dies tun, der Schaden (die Wege) ist ja bereits angerichtet, von dem her kann nichts mehr passieren.

    • Urs Kyburz sagt:

      Sehr schönes Beispiel von völliger Intoleranz. Wenn ich an unsere Wanderung in der Urlandschaft Brecca am Schwarzsee denke, dann ist da bei den Wanderern keine Spur von Entschleunigung. Es wird laut tratschend durch die Landschaft gerannt, selbst auf Wegen, wo man nicht kreuzen kann, weil sie so schmal sind (bei Bikern Singletrails genannt), drängeln sich die Leute vorbei. Aber ich wette, keiner hat wirklich die vielen schönen Blumen gesehen am Wegrand, die wunderschönen, uralten Ahornbäume und die Gämsen. So was sieht man halt nur, wenn man WIRKLICH entschleunigt unterwegs ist.
      Ich bin übrigens Wanderer UND Biker und ich habe folglich nichts gegen gemeinsame Benutzung. Ebenso habe ich nichts gegen Downhillstrecken, die übrigens von den Wanderwegen völlig getrennt sind, sofern sie in Gebieten sind, die sowieso schon durch den Skitourismus verschandelt sind. Bis jetzt bin ich zum Glück nie solch unsympathischen Zeitgenossen wie Ihnen begegnet.
      Ob Sie’s glauben oder nicht: Biken entschleunigt ebenfalls. Man macht mehr Pausen und sieht mehr von der Landschaft, da man weiter kommt als zu Fuss. So jedenfalls geht es mir.

    • Hans Dampf sagt:

      hallo herr huber

      wenn sie hier schon so gross von kaputten wanderwegen schreiben… sind sie denn auch gönner der schweizer wanderwege? die meisten wanderer haben nämlich von sowas noch nie gehört. ;-)

  • Dani sagt:

    Na ja, die Mär von gegenseitigem Respekt ist ja so eine Floskel! Ich erinnere mich an die Zeit vor dem Rauchverbot, kleine Schildchen auf dem Tisch mit so einem Spruch. Kaum wurde das Essen serviert, fingen sie am Nachbarstisch an zu qualmen. Biker entstammen der selben egozentrischen Spassgesellschaft. Viele denken nur an sich. Viele sind sich nicht bewusst, wie bedrohlich ein heranbrausender Biker auf einen Wanderer wirkt. Da kommen 80-100Kg herangebraust, ein Zusammenstoss hätte schlimme Folgen. Wenn es den Bikern nur um Sport ginge, würden sie Strassen benutzen. Aber nein, sie bevorzugen Wanderwege und Offroad für den egoistischen Kick! Wanderwege sind nun mal Wanderwege! Teilweise seit hunderten Jahren. Klar, wegen Profitdenkern wird in den Bergen auch künftig viel zerstört. Bsw. auch viel Eisen in Fels gelegt, auch wegen der Kick suchenden Spassgesellschaft.

    • Tömmu sagt:

      @Dani und Huber H: Willkommen in der Realität. Velo gibt es auch schon seit hundert Jahren und wir sind schon als Kinder im Wald und auf den Berger velofahren gegangen. (das war vor 40 Jahren). Also nehmt Euch Wanderer mal nicht so wichtig. Aber wahrscheinlich fahrt ihr auch mit dem Auto in die Bergen und zur Arbeit und nervt Euch ab den Gümmelers, welche zu Zweit nebeneinander auf der Strasse fahren. Ich würde es mal mit einem Antidepressiva versuchen………….Neid und Missgunst regiert die Welt. Schade

      • Huber H sagt:

        @ Tömmu. habe und brauche zum Glück kein Auto! ich bleibe dabei: Räder auf die Strasse in Wald und Flur und Berge geht man zu Fuss. Danke für die Kenntnisnahme :-)) … und Neid ist mir fremd und statt Antidepressiva zu nehmen gehe ich in die Berge

    • Martin Wespe sagt:

      Moin Dani.

      Du bringst hier den Respekt als Floskel ins Spiel und verurteilst Mountainbiker eben solchen nicht zu haben. Dann lies doch bitte mal den Kommentar von deinem Wanderkollegen Huber H. unter dir. Ich zietiere aus seinem Kommentar:
      „Mich ärgert es unendlich wenn ich auf einem Wanderweg ständig das Gebimmel der Biker von hinten höre weil ich denen aus dem Weg gehen sll. Ich will aber nicht immer auf die Seite gehen – auf Wanderwegen schon gar nicht.“-Zitat Ende.
      So und jetzt Laber noch mehr verbalen Stuhlgang zum Thema Respekt und Toleranz.

      Liebe Gruess

      Martin

    • Dave sagt:

      Du bist ein amrer Typ, lebt vor sich hin ohne jeglichen Spass. Lieber gehöre ich einer egozentrischen Spassgesellschaft an als so wie du einer uneigennützigen Trauergemeinschaft. Der Respekt scheint nur dir zu fehlen, ich hatte bis jetzt fast nur positive respektvolle Begegnungen mit Wanderer. Und so ein Zusammenstoss(Typ Räubergeschichten) gibt es nur in deiner Fantasie, denn so ein Zusammenstoss hätte nicht nur für den Wanderer schlimme Folgen! Also denk mal nach! Und übrigens, wenn es Fussballspielern nur um den Sport ginge, würden sie auf den Ball verzichten! Ja Hauptsache was geschrieben gell lieber Dani!

    • Roman Rebitz sagt:

      Und was halten wohl die Tiere von den Wanderern ? Die könnten dassselbe sagen wie sie über die Biker !

    • Peter Wichtig sagt:

      und warum genau haben sie einen Computer? Wenn es ihnen nur ums Schreiben ginge und darum ihre Meinung kundzutun könnten sie dies doch auch mit einer Schreibmaschine tun?

      Willkommen im 21.Jahrhundert!

      Die Frage ist wohl mehr: Warum zum Teufel läuft jemand freiwillig einen Wanderweg, wenn man ihn auch fahren kann???

  • R.Ehrensberger sagt:

    Mit dem Bike unterwegs ins Val Roseg. Bekanntlich eine breite Strasse, auf der auch Kutschen verkehren. Neben der Strasse schöne Wanderwege, aber wo marschieren die Wanderer? Auf der Strasse und belegen diese in ganzer Breite. Wehe du getraust dich langsam an diesen „Hindernissen“ vorbei zu fahren…..! Die gepflegten Wanderwege werden nicht benutzt. Wie mir ein Kutscher bestätigte, werde auch sie beim Vorbeifahren mit dummen Sprüchen eingedeckt. Dies nur zur erwähnten Toleranz….!

    • Daniel Wismer sagt:

      Es ist auch meine Erfahrung, dass ich auf meinen Tagestouren nur auf den breiten Wegen angemotzt werde. Ich verstand das lange nicht, aber auf diesen breiten Wegen sind die Spaziergänger kurz eine halbe Stunde unterwegs, bevor es ins Restaurant geht.
      Auf den schmalen Wegen erlebe ich hingegen ein frohes Nebeneinander von Schuhwerk und Pneus, die unterschiedlichen Berggänger geniessen die Bergwelt und gönnen es den Anderen auch. Ich halte gerne an und stehe auf die Seite und freue mich auch, wenn ein Wanderer in aller Ruhe auf die Seite steht. Rücksicht nehmen kann funktionieren, ohne dass der Bike auf seine Geschwindigkeit und der Wanderer auf die lange Geschichte des Wandern pocht.

  • Kinda sagt:

    Gut, Flims / Laax waren schon vor 20 Jahren die löbliche Ausnahme wenn es um Funsport ging. Die stetige Individualisierung das nun auch vor dem Trail Biking keinen halt macht, halte ich hingegen für weniger toll. Vor allem wenn ich mir den letzten Artikel hier wieder ins Gedächtnis rufe wo es darum ging das ein Hobby Bastler ein E Bike erfunden haben will womit man im Gelände bergauf radeln kann – quasi Nebenbei. Wenn der „Sport“ also zum blossen Wettrüsten verkommt, macht’s doch keinen Spass mehr..

  • Mike sagt:

    Ich war vor einigen Wochen in Savognin mit meine Bike. Dort habe ich erlebt, wie das Nebeneinander von Bikern und Wanderer funktionieren kann. Man ist sich dort freundlich und respektvoll begegnet und hat auch unterwegs nette Worte ausgetauscht.
    Zudem sind dort viele Strecken für Biker ausgeschildert. Sogar am Uetliberg, wo Biker ja eher mit widerwillen geduldet sind habe ich in den letzten Jahren eine Verbesserung wahrgenommen. Hatte schon lange keine unangenehme Begegnung mit Fussgängern.
    Die Zauberformel ist wirklich: Gegenseitiger Respekt und Toleranz.

  • beyer hans sagt:

    Das ist der Grund dass ich seit Jahren nicht mehr in der Schweiz Sommerferien mache. Auf Wanderwegen ständig von irregewordenen Bikern bedrängt zu werden waren mir die paar Tausend Franken Aufwand pro Ferien nicht mehr wert. In Oesterreich ist dies viel besser und sauberer getrennt und gelöst.
    Schweizer Tourismusverantwortliche setzen halt lieber auf Leute die „action“ wollen und kein Geld „liegen lassen“.

    • tömsi sagt:

      Lieber Herr Beyer

      Wir fahren jedes Jahr nach Österreich oder ins Südtirol in die Bike- und Wander-Ferien. In Österreich meist Region Saalbach Hinterglemm Leogang und Schladming Reiteralm. Hier geht das Nebeneinander wunderbar und ohne die Biker und Wanderer gross zu kanalisieren. Diese Regionen bekennen sich zum Biken UND zum Wandern. Ähnlich wie das Graubünden. Da weiss der Ferienbucher genau auf was er sich einlässt. In der Schweiz will man halt in vielen Regionen mit möglichst kleinem Aufwand viel Profit herausholen und das funktioniert so nicht!

      Und wie schon oben erwähnt ihre Aussage: „Schweizer Tourismusverantwortliche setzen halt lieber auf Leute die “action” wollen und kein Geld “liegen lassen“ STIMMT NICHT! Sonst hätten wir nähmlich von jedem Berg runter zig Bikestrecken!

      Und das hier dürfte sie auch noch interssieren: „Das zeigt auch eine Studie des Instituts für Tourismus und Freizeitforschung der Hochschule für Technik und Wirtschaft Chur: 55 Prozent der Mountainbike-Gäste übernachten mindestens einmal und geben mehr aus als Wanderer. Durchschnittlich sind es 159 Franken pro Tag.“

      Eigentlich sollten die Touristiker froh sein, dass Leute wie sie ins Ausland in die Ferien fahren und nun noch mehr auf die Mountainbiker setzen!

    • Martin Wespe sagt:

      Werter Herr Beyer.
      Sie sind mir ja ein echter Scherzkeks.
      Von wegen kein Geld liegen lassen. Als Biker lässt man sehr wohl sehr viel Geld liegen. Tageskarten für Bergbahnen sind in der Schweiz ja bekanntlich nicht Gerade günstig. Für Verbrauchsmaterial am Bike berücksichtigt man lokale Sportgeschäfte. Unterkunft und Verpflegung werden auch vor Ort beschafft. So, und nun kommen Sie…….. wofür lassen Sie denn viel Geld liegen????
      Sie sind ja auch einer von denen die grosse Löhne in der Schweiz beziehen wollen und das Geld dann in Österreich ausgeben und dann jammern, wenn in der Schweiz alles teurer wird und der Service abnimmt.
      Als schweizer Bürger (und Biker) danke ich Ihnen recht herzlich.

    • seit über 20 jahren mit dem bike unterwegs und noch nie ein ernsthaftes problem. in abgelegenen tälern oft tagelang völlig allein unterwegs und schon fast glücklich mal einem wanderer oder biker zu begegnen.

    • Peter Wichtig sagt:

      In Österreich werden Biker grösstenteils verbannt, eine getrennte Lösung sieht anders aus.

      Aber Geben sie es doch zu. Sie sind es, der primär kein Geld liegen lassen will und gehen deshalb nach Österreich wo sie einem die heile Bergwelt zum Aldipreis vorgaukeln.
      Eine Erfahrung die man bei Wanderern so oft macht.

      Die zweite typische Eigenschaft eines Wanderers: Stetige Unzufriedenheit, doch das wäre ich aber auch wenn ich so lange laufen müsste, bis ich mir in der nächsten Beiz einen noch grösseren Bierranzen ansaufen kann.

  • Werner Abegg sagt:

    Als Berg-Tourengänger, oft in der Region Davos-Klosers, respektiere ich den Effort, den echte Mountainbiker vollbringen. Aber bitte keine E-Mountainbikes! Und das mit der Toleranz klingt idyllisch, ist in der Praxis aber nicht so einfach. Der Stärkere bleibt der Mountainbiker, und leider gibt es darunter auch immer wieder solche, die das Recht des Stärkeren durchsetzen wollen.

    Werner Abegg

    • tömsi sagt:

      Danke Herr Abegg. Sie sind einer der wenigen „Fussgänger“ welche hier mal den Stab für die 99% freundlichen und rücksichtsvollen Mountainbiker brechen:) In den Regionen wo Biker und Fussgänger zusammen unterwegs sind, da gibt es viel weniger Probleme unter den Beteiligten.

      • Kinda sagt:

        Na ja, Biker am Berg kann man in zwei Kategorien einteilen. Die einen machen einfach nur Downhill. Das sind meist jüngere die mit der Gondel hoch fahren und dann die anderen. Die „anderen“ sind dann meistens auch die, die etwas mehr Hirn mitbringen und sich grossomodo mit den Wanderern verstehen. Das ist meine Erfahrung aus diversen Jahren Trails.

        • Peter Wichtig sagt:

          Ich glaube ich gehöre auch noch zu den Jungen und benutze wenn immer möglich eine Bergbahn und fahre daher primär bergab. Ich bin aber sehr wohl in der Lage meinen Fahrstil darauf anzupassen ob ich auf einem Wanderweg unterwegs bin oder auf einer Downhillpiste.
          Bremsen auf Sichtweite ist in der Regel kein Problem. Jedoch bin ich mir durchaus bewusst, dass es für aussenstehende schneller und unkontrollierter aussieht als es effektiv ist und versuche daher in der Regel so früh wie möglich mein Tempo zu senken.

          Ich verstehe mich in der Regel sehr gut mit Wanderern, halte ein kleines freundliches Schwätzen, warte dabei bis meine Kollegen aufschliessen, wünsche einen schönen Tag und fahre weiter.

  • Ursli sagt:

    Ich hoffe die Damen und Herren vom Tourismusverband Berner Oberland lesen diesen Artikel!
    Die Walliser und Bündner haben bereits einen Vorsprung von gefühlten 12343534 Lichtjahren. Wenn sie den Anschluss nicht noch ganz verlieren wollen, nehmen sie besser das grosse Portemonnaie hervor!
    Die Gurten- und die Wiriehornbahn sind die einzigen die Begriffen haben wie der Hase läuft…

  • Biker seit 20 Jahren sagt:

    Ich bin mit dem Bike seit über 20 Jahren in den Bergen unterwegs. Und in dieser Zeit hat sich wirklich viel verändert. Am Anfang hatte es noch gar keine Angebote. Jedoch auch noch keine Verbotstafeln. Von den Wandern wurden wir auf der einen Seite bewundert und auf der anderen Seite bös beschimpft. Dann kam eine Zeit, wo ich mich als Biker in den Bergen vollkommen unerwünscht fühlte. Einige Bergregionen haben sogar allgemeine Fahrverbotstafeln an den schönsten Trails aufgestellt. Und heute? Jetzt lebe ich sozusagen in der Schweiz im Bikerparadies. 1’000ende von Kilometer Wege sind perfekt beschildert und in jeder Bergregion gibt es super gute Angebote. Von den Wandern wird man z. T. natürlich immer noch gehasst. Jedoch hat sich das sehr stark verbessert. Auch wenn ich als Biker immer so viel Rücksicht gegenüber Wandern nehme wie nur möglich. Ich bin echt froh, dass Graubünden so Bikerfreundlich ist. Nicht so wie der Kanton Bern, der die Biker ganz aus den Wäldern verbannen wollte. Somit bin ich ein absolut glücklicher Biker.

  • tömsi sagt:

    Ich wohne im Berner Oberland (Jungfrauregion) eigentlich ist das ein Mekka für Mountainbiker. Es hat viele Bergbahnen die im Sommerbetrieb sind und Wanderwege hat es zu Hauf. Leider noch fast keine legalen Bikestrecken. Aber es tut sich langsam was:) Man muss es einfach langsam angehen und Geduld haben. Denn das was Rob oben sagt «Zuallererst muss man von der Vorstellung abkommen, dass Mountainbiker alle jung, wild und arm sind», das probieren wir unseren Touristikern schon seit Jahren klarzumachen!
    Und vergleicht das Bähnlibiken doch bitte einbisschen mit dem Skifahren;)

    http://tomsbikeworld.blogspot.ch/2012/08/biker-vs-wanderer.html

    • Bähnlibiker sagt:

      Bähnlibiken – Endlich ein Begriff für was ich so gerne mache!

    • Freerider sagt:

      Wenigstens konnte vor kurzer Zeit verhindert werden, dass Mountainbiken auf unbefestigten Strassen im Kanton Bern komplett verboten wird… Das ist doch immerhin ein Anfang.

  • Fritz Zaugg sagt:

    Die Situation hat sich in den letzten Jahren grundlegend geändert. Noch vor paar Jahren wurde man als MountainbikerIn nicht so recht akzeptiert. Heute ist man in den meisten Gegenden der Schweiz sehr willkommen, wobei es grosse regionale Unterschiede gibt. Absolut top sind allen voran der Kanton Graubünden und das Wallis. Ich verbringe jedes Jahr mehrere Mountainbike Tage in verschiedenen Regionen der Schweiz.

  • Amanda Koch sagt:

    Auf diesen Tourismusfaktor – Mountainbiker – kann ich sehr gut verzichten. Ein Grossteil der Mountainbiker sind absolut rücksichtslose Personen!
    Und: ein Wanderweg ist zum Wandern da, ein Bikerweg zum biken.

    • tömsi sagt:

      Liebe Frau Koch
      Sie sind sicher eine von denen welche am Wochenende 2 Mal pro Jahr dem Stadtlärm entfliehen wollen. Ist ihr gute Recht. Aber bitte lassen sie uns Älpler in den Bergen auch einbisschen Freiheit!

    • RedOrbiter sagt:

      Dazu kann ich nur anmerken. Toleranz ist das Zauberwort.
      Wenn Sie schreiben ein Grossteil der Biker sind Rücksichtslos. So stimmt das bestimmt nicht.
      Wenn ein Dutzend Biker normal bei Ihnen vorbeifahren, so nehmen Sie das kaum wahr. Wenn aber der dreizehnte Bike ein Spinner ist und rücksichtslos bei Ihnen vorbeiprescht, so ist dann die übliche Wahrnehmung ALLER Biker tendenziell eher negativ.
      Ich bin sehr viel auf dem Bike unterwegs. Aber ich gehe auch ab und zu Wandern.
      Auch für mich sind solche rücksichtslose Personen nicht tragbar.
      Meine Feststellung – Es gibt rücksichtslose enstrinige Wanderweg Benützer auf beiden Seiten. Seien es nun Wanderer oder rücksichtslose Biker.
      Beide Gruppen sind von mir aus auf Wanderwegen eher nicht erwünscht.
      Anstand und Toleranz braucht es Beidseitig. Nur so erhalten wir ein gutes Nebeneinander.

      cu RedOrbiter

      • Markus Keller sagt:

        Das Zauberwort Toleranz ist schon lange zu einem Unwort verkommen, weil Toleranz meist von Rüeln eingefordert wird, die ihrerseits das Wort Rücksichtnahme nicht kennen.Wenn sich auf einem Wanderweg Fussgänger und Biker begegnen ist wohl klar, wer hier der Stärkere und welcher der Gefährdete ist und wer Rücksicht nehmen müsste-

    • carole sagt:

      Ich bin selber häufig in Lenzerheide am Wander. Die Mountainbiker sind zahlreich und ausnahmslos rücksichtsvoll. Es herrscht ein freundlicher Umgangston und meine Töchter bewundern jeweils deren Fertigekeiten.

    • Mark Vieli sagt:

      und kleinkariertes Denken fängt im Kopf an

    • erika sagt:

      die touristiker setzen auf biker und vertreiben damit wanderer und familien (wer gibt wohl mehr geld aus?)
      in den bergen möchte ich vor allem RUHE, keine musik in den beizen, kein gejohle auf der sommerrodelbahn, keine biker, die nicht mal klingeln können zur warnung, kein remmidemmi, sondern einfach erholung und naturerlebnis.

      • tömsi sagt:

        Liebe Erika
        Ich kann mich nur wiederholen:
        Sie sind sicher eine von denen welche am Wochenende 2 Mal pro Jahr dem Stadtlärm entfliehen wollen. Ist ihr gutes Recht. Aber wir wohnen hier vergessen sie das bitte nicht!

        • Roland K. Moser sagt:

          Hast Recht gehabt, die erste SID hatte Jg. 98 und nicht 97 wie ich gemeint habe. Meine Quittung stammt vom Februar 1998 und im Herbst ist sie glaube ich auf den Markt gekommen.

      • Biker seit 20 Jahren sagt:

        Dann geh doch nach Kanada in die Northwestern Territories! Da hast du deinen Frieden! Da wohnen auf 1000enden von Kilometern nur ein paar Menschen. Das ist perfekt für Einzelgänger und notorische Nörgeler.

        • Karin Gut sagt:

          @Tömsi, Biker: Eure Kommentare sind genau in diesem arrogant-rechthaberischen Stil geschrieben, wie die Biker auch oft auf dem Wegen wahrgenommen werden. Bei allem Verständnis, dass man für euch nicht immer genug Verständnis hat, wäre es halt eben schon auch wichtig, dass die Biker zumindest ein gewisses Mass an Einfühlungsvermögen entwickeln.

          Das nicht immer gänzlich zivilisierte Auftreten der Biker ist auch mit ein wesentlicher Grund, warum etliche Destinationen sehr zurückhaltend sind ein Magnet für Biker zu werden. Neben dem Ruf der Biker als ertragreiches neues Segment eilt den Bikern inzwischen eben auch der Ruf als schwierig zu integrierendes Segment voraus.

          • tömsi sagt:

            Ich bin seit bald 15 Jahren auf dem Bike unterwegs und fast immer auf Wanderwegen. Zu ihrem Übel hatte ich noch nie mit einem Fussgänger ein Problem. Ich bremse immer sehr früh, halte an und bitte die Leute vorbei. Das was ich oben geschrieben habe hat nichts mit Arroganz zu tun. Das ist die Wirklichkeit.

      • hugo niemer sagt:

        ja was jetzt?

        Ruhe, aber wenn ich nicht klingle um dir Ruhe nicht zu stören ist’s auch wieder nicht recht?

      • Andreas Tanner sagt:

        „ich will. ich will. ich will.“
        und im gleichen Atemzug verlangt man Rücksichtnahme von Bikern.

        Toleranz = Rücksicht auf beiden Seiten.

    • Peter Steiner sagt:

      Ich bin wöchentlich auf einer kleineren oder grösseren Wanderung und habe immer wieder Begegnungen mit Bikern. Ich habe mich auch schon über einzelne genervt, aber wenn man ehrlich ist, man kommt sehr gut aneinander vorbei.

      Im Gegensatz zu ihrer Schilderung nehme die Biker in der Regel als genauso sozialverträglich wahr wie ich mich selbst benehme ;-)

    • Alex Gerber sagt:

      Wenn Biker mit der Bergbahn auf einen Gipfel fahren und dann auf engen Wanderwegen runterblochen, ist das ein negativer Toursimusfaktor. Wenn Biker auf breiten Wanderwegen von hinten angerast kommen und ihr teueres Teil nicht mal eine Glocke aufweist, die den Wanderer warnen könnte, dann ist dies ein negativer Tourismusfaktor. Wenn Biker die abgelegensten Wanderwege befahren wollen, obwohl sie mindestens die Hälfte ihr Velo stossen oder tragen müssen, dann ist dies ein negativer Tourismusfaktor.
      Wenn ich einen Bike treffe, der im Schritttempo oder sonst rücksichtsvoll den Berg herunterfährt, dann ist es ein positiver Tourismusfaktor. Nur habe ich diesen Biker in den Schweizer Bergen noch nie angetroffen.

      • B. Oehler sagt:

        Bis auf den letzten Satz stimme ich Ihnen voll zu. Aber so wenig wie ALLE Biker rücksichtlos auftreten sind ALLE Wanderer schlecht gelaunte Moralisten. Die sich daneben benehmende Minderheit prägt einfach die Wahrnehmung mehr.

    • Zita sagt:

      Kommen soeben von Biketouren in den Dolomiten zurück und bin total überrascht von der Freundlichkeit der Wanderer. Restlos ALLE grüssen freundlich,finden anerkennende Worte und machen auch noch gerne Platz ,obwohl ich immer zuerst anhalten und Platz machen wollte, (wie ich es auch immer in der Schweiz mache) !
      In der Schweiz erlebe ich praktisch nur das Gegenteil, unfreundliche Wanderer und Moralisten, schade, zusammen ginge es nämlich auch !

    • Peter Wichtig sagt:

      Genau!
      Und Skipisten für Skifahrer und nicht für Snowboarder!
      Autobahnen für Autos und nicht für Motorradfahrer!
      Ahh ja und Rolltreppen sind nur für Roller.

      Aber ich sehe da eine einfache Lösungen um ihr Weltbild nicht zu zerstören.
      Stellen sie sich einfach vor ein gelbes Schild oder rot-weisse Markierungen bedeutet: Bikerweg.
      Den effektiv ist es ein BERGWEG und KEIN WANDERWEG.
      Dann gibts auch für intellektuelle Tiefflieger wie sie nichts mehr zu motzen.

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