Zeitalter «E»

Heute begrüssen wir Gastbloggerin Yvonne Birker*.

E-Mountainbikefahrer. (Foto: Elektro-rad-kompetenzcenter.de)

Ohne die geringste Anstrengung auf den Berg: Ein E-Mountainbikefahrer. (Foto: Elektrorad-kompetenzcenter.de)

Meinen allmorgendlichen Arbeitsweg lege ich vorzugsweise auf dem Fahrrad zurück. Meist noch etwas verschlafen. Die frische Luft hilft, der Fahrtwind weckt meine Lebensgeister. Ich bin flott unterwegs, schliesslich bin ich fit, denn ich strample in meiner Freizeit, am Wochenende und im Urlaub fleissig durch die Schweizer Berge. Ja, Radfahren in allen Variationen bezeichne ich als mein Hobby. Biken macht mir Freude. Die Ausdauer und die Technik, die ich mir in unzähligen Fahrstunden angeeignet habe, darauf bin ich stolz.

(Foto: Tourismusverband Silberregion Karwendel)

Wo bleibt da die Befriedigung? Ein Biker fährt hinter einer E-Bikerin her. (Foto: Tourismusverband Silberregion Karwendel)

Umso härter trifft es mich in letzter Zeit. Mein Ego ist angegriffen und meine Ehre gekränkt. Mit schlechter Laune treffe ich auf der Arbeit ein und auch etwas Unverständnis macht sich in mir breit: Es widerstrebt mir einfach, wenn mich am Morgen der unsportliche, stumpenrauchende und gut im Futter stehende Mittsechziger mit einem flotten Vierziger mittels gewagtem Überholmanöver fast abschiesst und auf dem Velostreifen hinter sich zurücklässt. Willkommen in der Zeit der E-Bikes!

Missmutig sinniere ich über Sinn und Unsinn, aus einem Velo einen Töff zu machen: Ein Velo ist doch ein Velo, gerade weil man trampen muss. Das macht es aus. Ein Argument fürs E-Bike könnte zwar sein, dass damit auch der Autofahrer, der sonst zu faul wäre, aufs Fahrrad zu steigen, mit etwas Elektro-Unterstützung ins Lager der umweltbewussten Velofraktion wechselt. Doch wie umweltverträglich sind diese Elektroakkus überhaupt? Können Sie jemals schadstofffrei recycelt werden, nach erfüllter Lebensdauer am Zweirad? – Als zukunftsorientierter Mensch versuche ich die E-Biker auf der Strasse in mein Weltbild aufzunehmen, auch wenn es nicht einfach ist. Wenigstens besteht seit diesem Sommer eine Helmpflicht für die E-Bikes mit einer Geschwindigkeit zwischen 25 – 45 Km/h. Meist sind E-Biker eben gerade keine sicheren Radfahrer und daher sind auch die immer häufiger angebotenen Fahrkurse sinnvoll.

Ein E-Biker im Wald. (Foto: Cube)

Brauchts das wirklich? Ein E-Biker im Wald. (Foto: Cube)

Doch es kommt noch besser. Die «NZZ» berichtet am 5. Juli 2012 nun gar von einem Fliegengewicht von E-Mountainbike, das die Berge erobert: Ein Zürcher Elektroingenieur düst mit seiner Eigenkreation, einem nur 7,66 Kg leichten Wundergefährt aus Karbon, ohne eigene Muskelkraft, im Hochgebirge umher. Meine Phantasie geht natürlich mit mir durch. Ich stelle mir vor, wie all diese Leichtgewicht-Elektro-Geschosse in der Bergwelt herumflitzen. Auf einer Tagestour sind damit locker 180 Km Distanz und 4000 Höhenmeter zu bewältigen. Aber kann man auf diese Leistung am Abend überhaupt stolz sein?

Wie fänden Sie es, wenn ich einen Wanderschuh erfinden würde, der mittels integriertem Turboboost im hinteren Sohlenteil bei jedem Schritt eine kraftunterstützende Funktion entfaltet, die mich vom Boden abstösst und mir so locker Tagesmärsche im Bereich Mount Everest retour ermöglicht? Oder mein Hund hätte am Halsband ein kleines Kästchen. Ich könnte gemütlich vor dem Fernseher sitzend meinen geliebten Vierbeiner Gassi führen. Auf dem TV Screen sehe ich die Umgebung in der sich mein Hund gerade bewegt und per Fernsteuerung und Rückkoppelung über den Satelliten kann ich nun die virtuelle Leine führen. Ja genau, dieser Baum eignet sich zum Pinkeln! Auch Pilzsuchen könnte in der Epoche «E» ein ganz neuer digitaler Spass werden. Freudig kann ich die gewünschte Sorte in meinem iPhone eintippen und werde per App zur Fundstelle geführt!

Diese Ideen erscheinen Ihnen absurd? Der ursprüngliche Sinn, die Freude an der Anstrengung und die Befriedigung, die daraus entsteht, geht verloren? Genau so empfinde ich es mit dem E-Bike. Wieso soll das älteste durch menschliche Muskelkraft angetriebene Fortbewegungsmittel der Welt nun elektronisch werden?

Yvonne Birker ist seit 2003 aktive Bikesportlerin und DH Bike Spezialistin. Sie bietet über den Shop Citycycles (Bern und Zürich) die «Sister Rides» an, dies sind Bike Kurse für Frauen, im Gravity Bereich. Sponsoren: GIANT, FOX, ADIDASeyewear, Schwalbe, Citycycles.

195 Kommentare zu «Zeitalter «E»»

  • Theo Schmidt sagt:

    Der Artikel verwechselt Empfinden und Tatsachen. Es gibt zwar leistungsstarke und schwere elektrische Motorräder mit Pedallen, aber die gängigen Pedelecs mit Töfflinummer und erst recht die ohne Nummer sind in der Leistung stark beschränkt. „Mühelos“ erklimmt man keinen Berg, es fühlt sich eher an wie Tandemfahren mit einem starken Partner, dem allerdings nach einiger Distanz der „Pfuus“ ausgeht. Wegen des Luftwiderstands kann man auch nicht allzu weit 40 km/h oder darüber fahren, es sei denn man hat einen grossen und schweren Akku, oder mehrere. Das erwähnte 7,66 kg Rad kann das sicher nicht.

  • A. Reisenauer sagt:

    Frau Birker kann es nicht ab,
    wenn Sie von E-Bikes überholt wird.

    Was wissen wir von Ihr?
    Sie ist Downhill Spezialistin, steht jedefalls oben.
    Als Spezialist kann man/frau sich bezeichnen,
    wenn man im Wettkampf nicht nur um die letzten Plätze fährt.
    Dafür fährt man im Jahr viele tausend Kilometer mit dem Rad
    IM AUTO!!!
    Beim Training im Park oder Wettkampf
    werden die 20kg Bikes mit Shuttle oder Lift zum Start befördert.
    Ist ja auch der richtige Platz für diesen Sport.

    Dowhill auf Wanderwegen mit Vollvisierheim und kpl. Schutzaurüstung
    kommt bei Wanderern, die auch nach unübersichtlichen Kurven auch mal
    Hand in Hand mit ihren Kindern gehn meist gar nicht gut.
    Kein Wunder, dass nach Beschwerden immer mehr Strecken gesperrt werden.

    Wieso fähr man Downhill? Liebe zur Natur?

    In erster Linie wohl um Befriedigung zu erlangen indem man Andere ,,herbrennt“
    und zeitlich deklassiert. Siehe Formel 1.
    Wenn das zutrifft erscheint es völlig logisch,
    dass man sich nicht gern von E-Bike’s und vermeintlich unsportlichen Menschen
    überholen läßt.
    So ein Arbeitstag fängt doch gleich viel besser an,
    wenn man bei der Hinfahrt schon jemand überholen kann:-)

    Fazit:
    Leistungsdenken überdenken.

    Lieber Gruß
    A. Reisenauer
    (Fahre MTB und E-Bike)

  • A.Schmidt sagt:

    Das Fahrrad wurde mal erfunden als Mittel zum Zweck. Später wurde es dann Sport- und Spaßgerät. Dank der Vielfalt an Fahrradarten wuchs die Zahl derer, die Spaß am Fahrrad haben ebenso, wie die mögliche erkundbare Umgebung.
    Dank der Erfindung von Pedelecs haben nun wieder mehr Leute die Freude am Fahrradfahren gefunden-oder gar behalten.
    Liebe Yvonne Birker, sie sind der Meinung, es gibt genügend Radfahrer und genügend verfügbare Fahrradarten. Über eine Million verkaufte Pedelecs in Deutschland, daß sind etwa ebensoviele Fahrradfahrer, auf die sie gerne verzichten würden.
    Danke. Ich teile ihre Meinung nicht. Welche übrigens eher zu Leuten passt, welche noch nie ein Pedelec gefahren haben.
    Machen sie mal eine Probefahrt – und arbeiten sie an ihrem Ego. Dann klappts auch mit den Pedelecs um sie herum.

  • Moriarty sagt:

    Hallo,

    wer meint, das fahren mit dem Elektro-MTB sei „völlig mühelos“, hat statt Ahnung nur Vorurteile. Der Motor liefert nur dazu.

    Ja, ich besitze so ein Teil und fahre nun pro Jahr mehr als im ganzen Leben vorher. Die Spaßverstärkung führt dazu, daß ich nicht weniger, sondern viel mehr Rad fahre. Und ich bin abends verschwitzt und kaputt, die Oberschenkel brennen, der A* tut weh.

    Ich fahre eben weiter und schneller, aber nicht müheloser.

    Nicht jeder kann es sich leisten, 15 Stunden die Woche zu trainieren und Hochleistungssportler zu werden, nur um ein Hobby zu betreiben. Ich bin nicht trotz, sondern gerade wegen des Pedelecs am Ende der Saison immer fit genug, um auch mit gut trainierten Radlern mithalten zu können – und zwar ohne Pedelec.

    Gruß

  • Markus Lindenmann sagt:

    E Bikes in allen Formen und Lagen sind und bleiben „Exoten.“ Dies nicht etwa, weil sie stören oder Umwelt schädlich sind.
    Sondern weil die Benutzer eine äusserst wichtige und gesunde Form des Kardio – und Muskeltrainings zum grossen Teil „umgehen“. Ich empfehle allen „Classic Bike – Velo“ FahrerInnen, bei dieser Wahl zu bleiben.

    • tina sagt:

      ich habe keine ahnung von kardio, aber:
      würde ich nicht mit dem e-bike meinen arbeitsweg bewältigen, hätte ich 2mal eine gute halbe stunde weniger bewegung täglich. also eigentlich gar keine mehr, denn es fehlt an zeit für extra sport.
      ich beanspruche ja nichtmal dass man das spörteln nennt. es ist bewegung, und bewegung tut mir gut und fehlt mir wenn ich nicht so arbeiten gehen würde.
      würde ich mit dem normalen velo gehen, würde ich dermassen schwitzen dass ich täglich mindestens 20minuten mehr zeit bräuchte um noch zu duschen. und ich müsste kleider zum wechseln mitnehmen. die zeit habe ich nicht, ich würde also gar nicht mit dem velo arbeiten gehen.
      mag sein dass mein e-bike eine schlappe nuss ist, aber ich komme trotzdem körperlich an den anschlag selbst mit e, denn der weg ist steil und ich muss dauernd anfahren (ampeln)

      • tina sagt:

        noch 2 bemerkungen: ich traf einen ex freund, er hat eine ansehnliche tonne von wampe angesetzt, im gegensatz zu mir. er motzt über die stromer fahrer: „wenn schon velo, dann ohne motor“. sein arbeitsweg ist fast 4mal kürzer als meiner, und absolut ohne steigung. dafür hat er ein teures velo, meins ist das billigste. seine wampe kriegt er offensichtlich trotzdem nicht runter.
        angenommen ich würde einmal wöchentlich vorsätzlich ins fitnesscenter fahren um mit dem festmontierten velo ein stündchen zu strampeln, dürfte ich das ohne mit der wimper zu zucken sport nennen, denn das ist es, was die leute unter sporttreiben verstehen: man geht einmal wöchentlich irgendwohin um 1 stunde lang zu schwitzen. beim wintersport ist es noch viel viel viel weniger, da reicht es, 1mal einen halben tag hauptsächlich runter zu fahren, egal wie gemütlich, und man darf das wintersporttreiben nennen. das ist doch ein witz!
        dann lieber mehrmals wöchentlich einfach ein bisschen bewegung. also vom gesundheitlichen aspekt gesehen

        • tina sagt:

          das bisschen bewegung ist immerhin 10mal 35minuten wöchentlich, also fast 6 stunden pro woche. angenommen ich würde mit dem selben kraftaufwand ohne e strampeln, wären das immer noch mindesten 40km gerade aus fahren und 10km mässige steigung, wöchentlich (kann ich so sagen, weil ich auch ein normales velo habe und weiss wie weit ich damit komme mit wieviel kraftaufwand)

          würde ich aber ins fitnesscenter und ähm richtig sport treiben, wäre das nur 1 stunde.

          willst du wirklich behaupten dass „sporttreiben“ wie es der normalbürger tut gesünder ist, als täglich e velo fahren?

  • Ben sagt:

    Cooler Artikel Frau Birker !!! Merci. Und – Dieses Machogehabe der meisten Kommentatoren ist sowas von unter jeder S…

  • Urs Ammann sagt:

    Als gelegentlicher Mountainbiker und täglicher Fahrradfahrer habe ich erst kürzlich in den Ferien in Grächen ein Elektro-Mountainbike ausprobiert – und war echt begeistert. Es ist ja nicht so, dass der Motor die ganze Pedalarbeit abnimmt, im Gegenteil, ohne strampeln und richtigem Gang geht bergaufwärts gar nichts. Somit ist das Elektromountainbike nicht eine Konkurrenz zum „echten“ Mountainbike sondern erschliesst neue Gruppen -nämlich all jene, für die das echte Mountainbiken zu anstrengend oder aus anderen Gründen nicht mehr möglich ist. Dieser neue Kundenkreis setzt sich mit dem Elektrobike also wieder aufs Rad und tut etwas für die eigene und die Volksgesundheit! Und dies zählt doch schliesslich.

  • Kinda sagt:

    Ich kann der Frau Birker gut nachempfinden. Die alten Leute dürfen eben weil sie teils Senil, teils motorisch nicht mehr ausreichend flexibel, kein Auto mehr bewegen. Da kommt ein Umstieg auf ein E Bike gerade recht wo man selbst nur ein wenig trampeln muss. Zwar sind sie auch so eine Gefahr für den Verkehr aber da drückt man gerne ein Auge zu.

    Bei der Vorstellung in den Bergen auch noch auf diese möchtegern Sportler zu stossen ist tatsächlich ein Graus. Mir wäre ja egal ob sie nun schneller sind als ich. Es geht um die Sicherheit. Wald und Bergwege sind nun mal keine Strassen. Schon wenn es im Sommer die Leute aufs Rad zieht merkt man schnell was für Anfänger da unterwegs sind. Das sind dann meistens genau die, die bei Rot über die Kreuzung fahren und nur deshalb ohne Verletzung davon kommen weil sie ein fast schon unverschämtes Glück haben und sich die übrigen Verkehrsteilnehmer auf diese Typen eingestellt haben.

    • Flurina Candraja sagt:

      Echt schlimm, wie Sie über alte Leute herziehen. Glauben Sie vielleicht, dass Sie ewig jung bleiben? Kennen Sie das Lied von Franz Hohler: wenn i mal alt bin, s’Käthi und ich; hoffe, s‘ gaht no lang……..

      Der Schluss lautet:

      Wart nur, Dich preichts au! Jaaaa und no bevor das glaubsch, hesch s’erscht graue Haar

      Übrigens sind ältere Leute im Strassenverkehr eine viel kleinere Gefahr als die Jungen, egal ob mit oder ohne E-Bike. Und was die Biker angeht, sind es doch eher die arroganten Sporbiker, die ohne jede Rücksicht wie gesenkte Säue durch die Gegend preschen.

  • Eduardo sagt:

    „Wahre Sportler brauchen keine Hilfsmotoren. Und all die anderen gehören halt nicht auf ein Fahrrad. Weniger ist auch hier mehr.“ – Velos sind nicht in erster Linie dazu da, um „wahren Sportlern“ mit verzerrten, schweißbedeckten Gesichtern die permanente Besiegung des „inneren Schweinehundes“ zu ermöglichen, sondern sie sind in erster Linie ein billiges und unkompliziertes Transportmittel. Wer jeden Morgen per Velo weite Strecken zur Arbeit fahren will (zum Beispiel von Laufen nach Basel), ohne im Sommer verschwitzt und bei Gegenwind völlig fertig anzukommen, nimmt vorzugsweise ein Pedelec. Und im Winter friert man darauf im Gegensatz zum Fahren auf einem Mofa dann wegen des Mittrampelns nicht erbärmlich. Ebenso sind Pedelecs ideal bei längeren Steigungen geeignet, vor allem, wenn man nicht mehr ganz jung ist. Sorry, Frau Birker, aber eine gewisse Dekadenz und einen überflüssigen Luxus sehe ich eher im Gebrauch des Velos als Sportgerät, sei es als Rennrad oder Downhill-Mountainbike. Da ist mir die Verwendung des Velos in Holland (und teilweise noch in China) als selbstverständliches Alltagsgefährt für sehr viele Leute ohne große sportliche Ambitionen wesentlich sympathischer. Und um hier Unterstellungen zuvorzukommen: Ich besitze zwar mehrere Velos, aber (noch) kein Pedelec, und ich bin körperlich in recht gutem Zustand.

  • Flurina Candraja sagt:

    Ich bin immer wieder sehr schockiert über die Intoleranz und Vorurteilen gegnüber jedem und allem, ausser gegenüber sich selber und Gleichgesinnten; Hündeler, Rösseler, Wanderer und zu guter Letzt jetzt noch die E-Biker. Sogar über ältere Menschen mit Elekromobil lässt man sich aus. Macht sich denn niemand darüber Gedanken, dass auch ältere Menschen gerne einen grösseren Radius beibehalten wollen als 30 Meter zu dessen sie noch imstande sind selbstständig zu gehen? Oder wird daran gedacht, dass gerade jene im Elekromobil altershalber auf ein Auto verzichten (müssen) weil sie eine Gefahr darstellen? Ja, sollen denn diese Menschen alle in Aufbewahrungsfabriken eingesperrt werden damit sie niemanden anderen stören?

    Ist es denn nicht gesünder, wenn sich Menschen auf ein E-Bike setzen als jeden Meter mit dem Auto zurückzulegen? Unter dem Deckmantel von Unweltgedanken (Batterierecycling) und Verkehrssicherheit (Überhlmanöver) wird darüber hergezogen, obwohl man selber über einen Pc verfügt und auch unsportliche, ältere und langsamere Velofahrer überholt.

  • Thomas Tschudin sagt:

    Liebe Frau Birker
    liebe Leserinnen und Leser

    Zunächst muss ich mich für den gestrigen Kommentar entschuldigen – wegen der unrhört vielen Tippfehler, ich war wohl zu lange auf dem Bike (ohne Motor).

    Es ist schon faszinierend, wie neue Trends und Technologien die Menschen immer wieder polarisieren.Diese Erkenntnis habe ich dem Studium aller Blogs mal wieder gewinnen können. Die ganze Diskussion, die Sie ausgelöst haben, erinnert mich massiv an die Neunziger, als auf den Wanderwegen plötzlich Biker mit Hightech – Geräten auftauchten und die Welt der Wanderer arg in Bedrängnis gebracht haben. Da war plötzlich ein ungeheurer Aufruhr in den Kreisen der Rucksacktouristen spürbar, so, als gelte es, ein Land vor dem Angriff eines ach so bösen Feindes zu retten. Dies hat sich zumeist – nicht zuletzt aus der plötzlich neu entdeckten Erkenntnis Rousseaus, Menschen leben zu lassen, gelegt.

    Dann kamen die Inliner mit ihren kleinen, fiesen Rädchen auch noch ins Spiel – wiederum ein Eingriff in die Domäne der arrivierten Rennfahrer auf teuren Rädern. Auch das hat sich – im Rousseauschen Sinn – erledigt.

    Nun kommt noch die Elektrizität ins Spiel – ach jeh! Und wiederum polarisieren sich die Meinungen, was nur zu verständlich ist. Die Domäne der superfiten Mittdreissiger ist wieder in Gefahr. Aber so ein Pech! Nun lassen Sie doch die Menschen, die sich wider Erwarten bewegen wollen, ihr E – Bike reiten – obwohl ich auch sehe, dass viele dieser Menschen gar nicht fähig sind, Rad zu fahren, da sie es vorher nie gemacht haben. Das ist eine wirkliche Gefahr. Da greift aber nur der gesunde Menschenverstand, nichts anderes hilft bei diesem Problem.

    Noch ein kleiner Exkurs in meine Geschichte – obwohl ich nicht egoistisch meine Sichtweise darlegen will: Ich war immer mit Rennrad und Mountainbike unterwegs und bin es immer noch. Mit meinen SchülerInnen habe ich nicht wenige Touren über 200 km und mehr bewältigt – ohne Motor notabene – und tue das mit 62 Jahren immer noch. Aber – und das ist das Wichtige, zumindest volkswirtschaftlich gesehen, nicht alle Leute können das. Und wenn diese Menschen dann das kleine Elektromotörli dazu verwenden, wieder mobil zu sein, bekommt das Ganze eine neue Dimension. Ob sie walken mit adrettem Outfit, Inlineskaten mit tollen Schonern oder ein E – Bike fahren, spielt gar keine Rolle – Hauptsache ist, dass sich die Menschen bewegen – oder nicht?

    Ich persönlich verstehe Sie nur zu gut, habe ich doch in den Neunzigern auch mit dem Schicksal gehadert, dass jetzt auf meinen Bergwegen dauernd Klingeltöne von überreizten Bikern zu hören waren, doch irgendwie habe ich mich damit abgefunden, dass unsere Natur – Ressourcen halt für alle zugänglich sein sollen. Abgesehen davon ärgere ich mich auch heute noch darüber, dass mich E – Biker mit Lockerheit im Aufstieg zum Furkapass überholen, das ist wohl menschlich. Ich habe mir aber eine Ordnung – im aufklärerischen Sinn – zurechtgelegt, die da sagt, dass man Menschen das tun lassen soll, was zu ihrem Glücksempfinden beiträgt.

    In diesem Sinn wünsche ich Ihnen – liebe Frau Birker – weiterhin tolle Touren mit viel Schweiss der Befriedigung und tolle Touren – auch wenn Sie ein alternder E – Biker mal ein- und vielleicht sogar überholt.

    Liebe Grüsse

    Thomas Tschudin

  • birkhuhn sagt:

    ja, man wird sich wohl oder übel an die entspannt überholenden Unsportlichen gewöhnen müssen, aber der grosse Windschatten ist ja schon manchmal praktisch. Und he, die echten BikerInnen haben immernoch die schöneren Hintern.

  • Werner Graf sagt:

    Solange ich gesund bin und mit reiner Muskelkraft täglich schnell genug bin, brauche ich kein E-Bike.
    Das eigentliche Problem mit den E-Bikes ist aber, dass Personen, welche nie oder lange nicht mehr Velo gefahren sind, sich plötzlich und mit viel Power im Verkehr bewegen wollen.
    Im heutigen, für uns Velofahrer extrem gefährlichen, Verkehr reicht aber die einseitige Erfahrung von 40 Jahren Autofahren nicht aus, um als Zweradfahrer sich und andere nicht zu gefährden. Das kann man täglich bei älteren E-Bikern beobachten, welche sich nicht mal an die elementarsten Verkehrsregeln halten. Es hat schon genug Inlineskater auf unseren Wegen, da braucht’s nicht noch E-Bike fahrende Autoegoisten.

  • Lucien Michel sagt:

    Na ja, mit 77 kauf ich mir dann auch eins, aber bis dahin hab ich noch genug Zeit und trampe derweil gerne selber.

  • Thomas Tschudin sagt:

    „Diese Ideen erscheinen Ihnen absurd? Der ursprüngliche Sinn, die Freude an der Anstrengung und die Befriedigung, die daraus entsteht, geht verloren? Genau so empfinde ich es mit dem E-Bike. Wieso soll das älteste durch menschliche Muskelkraft angetriebene Fortbewegungsmittel der Welt nun elektronisch werden?“

    Liebe Frau Birker

    Sie haben ja irgendwie so recht – nichts ist befriedigender als der Lohn nach einer körperlichen Anstrengung, zum Beispiel auf einem Gipfel zu stehen oder einen Pass per Rad erklommen zu haben. Der Beispiele gibt es genug! Das hat mit der körpereigenen Ausschüttung von Glückshormonen zu tun, das wissen mittlerweile alle oder doch sehr viele Menschen. Zwei der wichtigsten Neurotransmitter im Zusammenhang mit Glücksempfinden sind Serotonin und Dopamin. Die werden zm Bsp. bei extremen Anstrengungen ausgeschüttet. Deshalb auch die immensen Zahlen bei Marathonläufen weltweit.

    Dass Sie nun auf den E – Bikern derart respektlos herumhacken, kann ich allerdings nicht verstehen. Warum lassen Sie nicht die Manschen, die sich sonst nicht bewegen würden, einfach ihre Glückshormone geniessen? Volkswirtschaftlich ist die Erfindung des E – Bikes ein Segen, denn es bringt Menschen, die sich sonst nur auf der Couch räkeln würden, zur Bewegung – ganz ähnlich wie beim Walking übrigens.

    Ich persönlich bin so ein Sechziger, allwrdings nicht stumpenrauchend aund auch nicht gut im „Futter“, wie Sie despektierlich sagen. Ich bin mein ganzes Leben lang sportlich unterwegs gewesen und tue das auch heute noch, bin aber überzeugt, dass das E – Bike eine Möglichkeit ist, lethargische Menschen zur Bewegung zu bringen.

    Ich hoffe, Sie werden Ihre engstirnigeb Sichtweise überprüfen und den allgemeinen Nutzen solcher Errungenschaften neu überdenken.

    Thomas Tscgudin aus dem Baselbiet

  • Stutz Walter sagt:

    Die Elektro-Töfflifahrer führen sich auf wie Sportler, was sie natürlich überhaupt nicht sind. In ihrem Temporausch gefährden sie Fussgänger und Velofahrer (man hört sie nicht). Die Herstellung der Accus, etc. verbraucht Recourcen, von der Entsorgung ganz zu schweigen! Umweltfreundlich? Wohl kaum!

    • Flurina Candraja sagt:

      Und die Herstellung von Autos verbrauch keine Ressourcen und gefährden Autofahrer nicht auch alle anderen Verkehrsteilnehmer? Ziemlich dümmliche Ansichten.

      E-Bikes sind sicher um vieles umweltfreundlicher als Autos und die meisten fahren rücksichtsvoller als Autofahrer und Biker die im Affentempo unterwegs sind und jegliche Vorschriften missachten.

  • florian sagt:

    diese e-bike sache passt doch voll zu uns westlern: portemonnaie aufmachen und geniessen. einfach nur ja nicht schwitzen, dafür sind wir viel zu weit entwickelt. ich denke nicht, dass die autorin in ihrem stolz verletzt ist. es tut als natürlicher mensch einfach weh, wenn man sieht, dass der mensch langsam aber sicher in sozusagen jeder disziplin den weg des geringsten widerstands sucht. in meinem dort wohnt eine uralte frau, die auch heute noch fast täglich den steilen höcker vom dorflädeli bis zu ihr nach hause läuft. sie ist nicht schnell, überhaupt nicht. aber sie ist genügsam und stellt sich ihren möglichkeiten demütig. vor solchen leuten habe ich grossen respekt, weil sie echt sind.

  • Turi sagt:

    Ja – es gibt zu viele E-Bikes, denn jeder Knorzli meint jetzt, er müsse damit den steilsten Stutz erklimmen, während hinter ihm die Autoschlange immer länger wird, weil man den Xundradler nirgends überholen kann.Und ja – es gibt zu viele Velos – ähhh – Bikes, die statt auf einer Strasse zu fahren mittlerweile auf dem hinterletzten Naturpfad nerven. Und – ach ja – es gibt zu viele Leute auf der Welt und ganz besonders in der Schweiz. Bleibt doch bitte alle einfach zu Hause auf dem Hometrainer!

  • Raphael Huber sagt:

    Ich dachte nur Männer hätten ein so grosses Ego. Das kann doch jedem anderen gleich sein, wenn andere sich nicht anstrengen müssen. Immerhin strengt man sich auf einem E-Bike ein wenig mehr an als auf dem Töff oder dem Auto. Bewegung ist da. Und jeder E-Biker ist besser als jeder Autofahrer oder Töffahrer für die Umwelt. Batterien so gross wie in einem E-Bike hat es in jedem Töff oder Auto auch. Nichtstun – rumsitzen – autofahren – töffahren – zugfahren – busfahren – E-Bike – Bike – Rennen (zu fuss) Das E-bike steht immer noch gut da im Vergleich zu den Alternativen.

  • Maria sagt:

    In der Schweiz ist wirklich langsam nur noch Motzen und Neiden erlaubt. Warum schauen wir immer mit so viel Energie, was unsere Mitmenschen so machen? Es scheint, dass wir uns nur noch freuen koennen, wenn anderen was verboten wird.

    • Es geht nicht um Neid. Man diskutiert darüber – Die einen finden es gut, andere sowohl als auch und wieder andere finden es schlecht. Herkömmlicher Meinungsaustausch. In China werden Kampfkünste ausgetauscht wie mir erzählt wurde – Das läuft nicht in Foren ab. Und es ist wirklich nur ein Austausch. Trotz blauen Augen gebrochenen Nasen und ausgeschlagenen Zähnen.

      • Roland K. Moser sagt:

        Habe ich noch vergessen. Ich kann keine Kampfkünste. Ich habe es von jemandem erfahren, der mehrere Male beruflich dort war.

  • Jack Stoffel sagt:

    Irgendwelche Marketingfritzen hatten die Glanzidee, das Töffli mit Elektromotor zum ultimativen Fitnessvelo hochzuschwindeln, und offenbar sind fast alle darauf hereingefallen. Meine Prognose: Über kurz oder lang wimmelts auf und neben ruinierten Fuss- und Wanderwegen von Töfflibuben und -mädchen mit Robin-Hood-Syndrom, die uns weismachen, sie seien edle Kämpfer für Gesundheit und Umweltschutz.

  • bendicht luginbuehl sagt:

    Ebikes auf geteerten Strassen, in Agglomerationen und über Land gehören zum Verkehrsmix der Zukunft.

    Elektrovelos bringen neue Nutzergruppen dazu, auf Autos zu verzichten und statt dessen mit Akkuvelos zu pendeln. Gut für unsere Mobilität in überlasteten Verkehrsinfrastrukturen. Dagegen sind Ebikes auf Trails und auf Wanderwegen aus grundsätzlichen Überlegungen abzulehnen. Sie gefährden das Gleichgewicht auf Wegen und Pfaden, zwischen Fussgängern, Hikern und Berggängern einerseits und Bikern andererseits.

    Die Maxime könnte lauten: auf Trails keine Akkus. Oder, neudeutsch: no bats on trails.

    Zum gehörnten Ego der Kolumnistin: ihre Reaktion ist doch nachvollziehbar. Da kommt eine ganz neue Kaste von Aufrechsitzern und Tiefkandenzlern auf uns Biker und Rennradfahrer zu – alle mit diesem stromdurchflossenen Lächeln auf den Lippen. Und oft schneller unterwegs als wir alle Normalpedaler. Doch nicht verzagen, liebe Yvonne: Solange Deine Pace für Dich persönlich stimmt, solange Du dieses Glücksgefühl mitnehmen kannst auf einsamen Trails und mit 35 km/h Schnitt auf dem Rennrad, solange solltest Du und sollten wir alle uns freuen an dieser neuen Spezies der Steckdosenradler. Wir bleiben fit auf unsere Art und die Steckdöseler stärken längerfristig unsere Fraktion der lautlosen Fortbewegung!

    Und zum Schluss, Yvonne, mal ehrlich: wer von uns möchte schon dabei ertappt werden, eines dieser stromgetriebenen, unagilen Bikeschwergewichte den Hügel hochzumurksen, mit drei oder vier klammheimlich verstauten, kiloschweren Ersatzakkus im Rucksack…

  • Michael Strässle sagt:

    Die Dinger haben einfach den Falschen Namen.
    Korrekt währen E-Mopeds.
    Letztendlich sind es doch auch nur Möffis mit Elektromotor statt einem Benziner

    • Andreas Kaufmann sagt:

      Es stimmt eben nicht, dass die E-Bikes einfach nur Elektro-Töffli sind. E-Bikes haben die Geometrie und Fahreigenschaften von Velos. Zudem sind Mofas schwer und nicht geeignet, um mitzutreten, ausser zum Anfahren vielleicht. Ich hab zwar kein E-Bike, aber soweit ich weiss kann man nicht nur draufsitzen und Gas, sorry Strom geben. Man muss schon noch selber treten, erhält haber je nach Stufe eine höhere Leitung vom Hilfsmotor.

  • Richi sagt:

    Mountainbikes haben aber gar nichts auf Wanderwegen und in der Natur zu suchen!!! Auf Wanderwegen und in der Natur wird gewandert und beobachtet, aber sicher nicht Velo gefahren!!! Oops vor 30 Jahren waren es die bösen Mountainbiker über die sich die Knickerbocker und rote Socken tragenden Wandervögel echauffiert haben – kein Argument, war es auch noch so dumm und komplett gesucht, wurde ausgelassen – Und heute sind es also die Biker, die sich wie wir damals, gegen e-Velos in Stellung bringen. Klar, ihr habt heute Funktionsbekleidung, High-Tech und einen coolen Slang, aber eigentlich seid ihr die gleichen Füdlibürger und Bünzlis, wie wir damals! Eigentlich armselig!

    • Ali Ferkous sagt:

      Richtig, Richi! und überhaupt, eigentlich sollten nur die Prokuristen-Schützenpanzer wie BMW X5 oder Motocross Töffs, etc., etc,, auf Wanderwegen zugelassen sein – und alle die dagegen sind und zu Fuss die Natur und die Stille geniessen wollen – das sind alle Ökofaschisten! stimmt’s Richi?

  • Kusi Gallati sagt:

    Ich trainiere pro Woche etwa 10 bis 12 Stunden (Schwimmen, Laufen, Fahrrad). Auch mir passiert es regelmässig, dass ich von älteren oder unsportlichen E-Bikern überholt werde. Vor allem Frauen und ältere Personen sehe ich immer häufiger mit diese E-Bikes. Grundsätzlich habe ich damit kein Problem, ich bin ja fit und das ist das, was für mich zählt. Das Problem sehe ich eher darin, dass vor allem ältere Personen die Geschwindigkeit nicht wirklich einschätzen können und mit dem Fahrrad überfordert sind. Und wenn dann einer mit 30 bis 35 km/h in einen anderen fährt, dann kann das genauso tödlich enden wie mit einem Auto. Man müsste die Höchstgeschwindigkeit dieser E-Bikes auf 30 km/h begrenzen. Wer schneller fahren will, der muss halt so fit sein, dass er es aus eigener Kraft schafft. Aber ansonsten sind die E-Bikes eine tolle Erfindung, da ich viele Personen kenne, die jetzt auch mal aufs Auto verzichten und das E-Bike nehmen.

    • Johnny G sagt:

      Kusi, keine Sorge, beim downhill holst Du die e-biker locker wieder ein – da sind auch ohne emotor 70km/h drin, meiner erfahrung nach sind es die ebiker die bergab dann lieber langsam hinunter-tröggln :)

  • Mike sagt:

    Es gibt zwei Sorten von EBike
    die normalen E-Seniorenbikes und die möchtegerne schnellen EBike mit der „Töfflinummer“! Diese sollten meiner Meinung nach abgeschaft werden. Diejenigen, die mit einem solchen Gerät herumflitzen, haben zum grössten Teil diesen leider nicht im Griff . . (siehe Unfalltatistik SUVA)
    Zudem wenn einer mit einem Gelände-EBike unterwegs ist, kann ich dies selber nicht nachvollziehen und verstehe es leider nicht. Warum? Zu schwach dazu??
    Muskelkraft ist doch die beste Medizin. Was soll die elektrische Beihilfe? Wenn aber jemand schon diese Hilfe beansprucht sollte er sich auf normalen Wegen bewegen und nicht auch noch die Wanderwege zusätzlich „verstopfen“ . .
    Ich selber habe auch ein „normales“ EBike zugelegt, weil mein Problem die Kniescheiben sind. Hier finde ich den Einsatz perfekt, nicht immer mit dem Wagen ins Dorf fahren, nein per Fahrrad! Und wenn es etwas aufwärts geht, Hilfe einschalten und Kniescheiben schonen . Dies ist doch sinnvoll ! ! Oder liege ich hier falsch ? ?
    Aber eben mein Kommentar ist nur ein Kommentar von vielen. Man sollte besser am runden Tisch sitzen und miteiander darüber quatschen! Da würde sicher manch‘ gute Idee geboren . . .

  • J. Stockar sagt:

    Ich finde es durchaus begrüssenswert, dass auch mal ein kritischer Artikel zum Thema E-Bikes/Pedelecs veröffentlicht wird. Etwas Polemik schadet dabei sicher auch nicht – wie man aus der Heftigkeit gewisser Reaktionen ablesen kann. Ein paar Denkanstösse von meiner Seite:
    – E-Bikes im Strassenverkehr: Wenn’s denn unbedingt sein muss, ok. Es ist aber (leider) eine Tatsache, dass viele E-Biker überfordert sind von der Geschwindigkeit ihres Gefährts, was immer wieder zu gefährlichen Situationen im Verkehr führt.
    – Die Motorisierung von Mountainbikes erachte ich nicht nur als unnötig, sondern auch als äusserst kritisch (Stichwort motorisierter Verkehr im Wald und in den Bergen). Damit werden jahrelange, mittlerweilen erfolgreiche Bemühungen um Ko-Existenz von Mountainbikern, Wanderern und anderen Wegnutzern zunichte gemacht.
    – Thema Umweltfreundlichkeit / Energiesparen: Ein E-Bike ist nur dann umweltfreundlich, wenn es ein Auto ersetzt, das heisst E-bike kaufen = Auto verkaufen. Ansonsten bedeutet ein E-Bike zusätzlichen Stromverbrauch (im Vergleich mit dem herkömmlichen Velo).
    – Und zuletzt wäre es ja vielleicht gerade für die „überfutterten“ E-Biker eine Überlegung wert, sich eben gerade nicht ein E-Bike anzuschaffen, sondern ein normales Velo, und damit gleich noch etwas gegen die Überfutterung zu unternehmen. Aber wer weiss, vielleicht gehören die ja zum gleichen Menschenschlag wie jene, die mit dem Auto ins Fitnesscenter fahren, dort den Lift von der Tiefgarage ins Fitness nehmen und dann ihr Programm ansolvieren….

  • Ali Ferkous sagt:

    Das sind AKW-Töffli – aber alle nennen sie beschönigend E-Bikes…

  • Yvonne Birker sagt:

    Die Angaben in meinem Text „180 Km Distanz und 4000 überwindbare Höhenmeter“ sind keineswegs von mir frei erfunden. Ich beziehe mich lediglich auf den Zeitungsartikel “ Ein Fliegengewicht von einem E-Bike“, erschienen in der NZZ vom 5. Juli 2012. Der zürcher ETH Elektroingenieur Jean-Pierre Schiltknecht hat mit dem Volta Montanara ein E-Mountainbike entwickelt, das 7,66 Kilo wiegt. Der Motor wird nicht automatisch beim Pedalen zugeschaltet, sondern stufenlos und verzögerungsfrei per Daumendruck auf ein Potentiometer bedient. Zur Auswahl stehen verschieden grosse Lithium-Ionen-Akkus, bezogen aus Fernost. Bei maximaler Akku-Zuladung von 800 Wattstunden steigt das Gesamtgewicht des Karbongefährts zwar auf 9,9 Kilogramm an, dafür sind Tagestouren von bis 180 Kilometern und 4000 Hähenmeter möglich.

    • Hoi Yvonne
      Auf deiner Web-Site machst du aber Werbung fürs E-Biken. Wieso das?

    • Theo Schmidt sagt:

      Rein rechnerisch reichen 800 Wh, um eine leichte Person mit diesem Gerät 4000 m in die Höhe zu befördern, aber nur bei fast 100% Wirkungsgrad und langsamen Geschwindigkeiten. Dasselbe gilt für die Distanz: diese ist nur mit einer niedrigen Geschwindigkeit auf Asphalt und ohne Höhengewinn möglich. Da eine gewöhnliche Person auch etwa 800 Wh während einer Tagestour zusätzlich liefern kann, können normale, aber keine hohen Geschwindigkeiten gefahren werden.
      Das hat also nichts damit zu tun, dass Frau Birker sich nicht von unsportlichen oder älteren Leuten auf Bergwegen überholen lassen möchte.

  • Mike sagt:

    Also eins muss ich diesem Blogeintrag definitiv lassen – es ist grade mal Mittagspause, und er hat schon eine beachtliche Zahl an Kommentaren, obwohl das Thema E-Bikes längst in die Kategorie tausendmal durchgekauter Schlaftabletten gehört. Zweck erreicht, würd ich sagen.

    Zum Inhalt sag ich allerdings lieber, äh, nichts.

  • Ron Mc Kernan sagt:

    Ich trete motorunterstützt genauso kräftig in die Pedale wie auf dem normalen Velo, nur dass ich nun statt mit 27 mit 40 km/h unterwegs bin. Das macht viel Spass! Und bringt mich schneller von A nach B (auch dazu kann man ein Fahrrad benutzen). Und an Steigungen, an denen ich früher absteigen musste, bleibe ich nun im Sattel. Ein ein ganz kleines bisschen Freude macht es gelegentlich auch, in Jeans, T-Shirt und mit vollen Satteltaschen flott an einem Pulk von papageienfarbenen Trikots vorbeizuziehen. Kein schlechtes Gewissen, denn schliesslich sehen sie mein gelbes Schild (und hätten es auch so gewusst) und können sich Ihre Mäuler über die E-Biker zerreissen. Und wenn ich unverschwitzt ins Büro kommen möchte, trete ich eben eben locker in die Pedale und mache den Papageientrikots eine Riesenfreude, wenn ich sie überholen lasse. Und man glaubt es kaum: Ich kann tatsächlich geradeaus fahren, da ich das Fahrradfahren schon (geschätzte) 30 Jahre länger übe als Frau Birker. Und im übrigen bin ich der Meinung, dass Velos in der freien Natür nichts zu suchen haben (gefährden die Wanderer , vergrämen das Wild und sind eine Beleidigung fürs Auge)

  • peter vogel sagt:

    Meiner Meinung nach haben sich E-Bikes an die Verkehrsregeln für Mofas zu halten. Nichts anderes sind sie, bloss E-Motor statt Benzin.

  • Cybot sagt:

    Wanderschuh mit Turboboost? Die Idee ist nicht mal so abwegig. Schon früher haben sich die Menschen nämlich überlegt, wie man mit weniger Anstrengung schneller vorwärts kommt. Und was haben sie erfunden? Genau: Das Velo! Die Idee hinter der Erfindung des Velos war garantiert nicht „Freude an der Anstrengung“, sondern eher das Gegenteil davon.

  • Simon Bie sagt:

    Ach wie nett Frau Birker… Was sollen alle Wanderer sagen, die von den Mountainbikes von den Wanderwegen gedrängt werden… Ich denke ein bisschen Toleranz würde allen gut tun. Gönnen Sie den E-Mountainbikers doch einfach ihren Spass. Falls Sie wirklich so sportlich sind wie sie Schreiben, sollten Sie konditionell allen E-Bikern überlegen sein. Das ist ja auch etwas…

  • Seppl sagt:

    Es ist nicht verboten mehr als ein Velo zu besitzen, im alltag fahre ich viel E-Velo weil ich am Morgen den Arbeitsweg ganz fix hinter mich bringen möchte und ggfs am Abend auch , bzw nach Lust und Laune noch eine Extratour anhänge. Ausserdem habe ich weitere Velos. Ist Frau Birker ebenso besorgt über Laptop Batterien, es ist leicht mit dem ökozeigefinger bei dingen rumzufuchteln die man nicht haben will aber unten zu lassen wenn man etwas haben möchte…..

  • Roland K Moser sagt:

    Die Alkis auf den Elektro-Töffli nerven dann, wenn sie einem überholen und blöd anlallen, dass sie halt schneller seien. Ist mir vor ein paar Jahren passiert. Seitdem hasse ich die Elektro-Töffli. Nachdem ich den Artikel gelesen und die Kommentare komme ich zum Schluss, dass das Elektro-Töffli aber doch eine Berechtigung hat. Denn nicht nur Alkis fahren Elektro-Töffli, sondern auch Menschen. Wenn aber der alte Mann und die alte Frau mit einem normalen Velo unterwegs wären, bei denen sie darauf achten, dass die Tretfrequenz um die 90 U/Min ist, wäre es noch gesünder!
    Akkus mit Lithium Anteil lassen sich NICHT wiederverwerten. Die Technik ist noch nicht soweit, dass verarbeitetes Lithium wieder rückgewonnen werden kann. Dies gilt für Li-Io, Li Po, Li Po Fe, Li Fe und andere, die auch Lithium enthalten. Und dass Atomstrom Umweltverschmutzung ist, wissen wir auch alle.

  • Berlinger M. sagt:

    Hat die Autorin auch an andere Sportlerinnen gedacht, z.B. an Asthmatikerinnen etc. ich fahre sehr gerne Velo, seit ich an starkem Asthma leide geht mir das Velo fahren nicht mehr so leicht. Dank E-Bike kann ich jeztz wieder grössere Velotouren unternehmen, auch bergwärts….

  • Philipp Rittermann sagt:

    gut; ich bin jetzt mal wieder ein wenig bösartig und behaupte einfach mal, dass dieser gastblog von frau birker hauptsächlich genutzt wird um werbung für ihr geschäft zu machen. allerdings würde man das marketingmässig cleverer anstellen wenn man nicht andere produkte anschwärzt, sondern die eigenen positiv heraushebt.

  • Marc sagt:

    Ich gratuliere Frau Birker zu diesem amüsant provokativem Blog-Eintrag

    Ihnen wird vorgeworfen kein Technisches Verständnis zu haben. Brauchen Sie auch nicht, schliesslich wollen Sie ja keine E-Bikes verkaufen. Ihre aufgeworfenen Fragen sind jedoch die richtigen. Die Dinger brauchen Strom, der muss von irgendwo kommen. Punkt. Akkus, wachsen glaube ich lediglich in Acapulco an den Bäumen. Überall sonst müssen sie produziert, aufgearbeitet und regelmässig ersetzt werden. Punkt. Ich finde es einfach nur schade, ein so effizientes Fortbewegungsmittel wie das Fahrrad zu „elektrifizieren“.

    Das Argument: „Ja aber dank Flyer kommt Mutti noch mit Vati auf Velotour“, mag ich ja sowas von nicht mehr hören. Wie wärs, wenn sie auch mal ein neues Fahrrad bekommen würde, und nicht sein altes, viel zu grosses ausfahren müsste (damit er einen Grund hat, sich das neue aus Carbon zu kaufen versteht sich…) Oder noch einfacher, wie wärs mit einem Gang runterschalten und Tempo anpassen? Das er ein toller Hecht ist, kann er ja in der lokalen Seniorenradsportgruppe beweisen.

    E-Bikes in den Bergen? Die Zukunft wird es zeigen. Die Regastatistik vermutlich auch.

    Ich habe nichts gegen E-Bikes. Ich finde nur, es sollte klargestellt werden, was diese Dinger sind. Motorisierte Fortbewegungsmittel, und keine Fahrräder mehr.

  • Thomas Zaugg sagt:

    Also ein E-Bike ist elektrisch und nicht elektronisch. Elektronik würde höchstens steuern, aber keine Kraft liefern.
    Ich bin 50 und fahre – nur bei schönem Wetter – mit einem E-Bike meinen Arbeitsweg von 16 km und komme damit gleich schnell an wie mit dem Zug und fast so frisch. Ich rauche dabei keinen Stumpen – habe vor einem Jahr endlich das Rauchen aufgeben können. Für mich ist der Vorteil, dass ich mich dabei ein wenig bewege und meinen Gleichgewichtssinn wieder aktiviere.
    Wieso ich Ihnen, einer jungen aktiven Sportlerin, hier überhaupt antworte, verstehe ich selber nicht. Ich wüsste nicht, was Sie das angeht, wie ich mein Leben gestalte. Oder möchten Sie allen Ernstes E-Bikes verbieten?
    Wenn nicht: schön, haben wir nicht darüber geredet.

  • Conny sagt:

    Man sieht, beim E-Bike teilen sich die Geister.
    Ich selber bin bis vor Kurzem sowohl als auch gefahren. Also E-Bike, aber auch Rennvelo. Den Stromer hatte ich mir gekauft, um an den Arbeitstagen nicht immer völlig verschwitzt ins Büro zu kommen, ich hatte nämlich einen Anhänger mit zwei Kindern über eine längere Strecke in die Krippe zu ziehen. Das kann man auch mit einem normalen Velo, sagten die Fundamentalisten. Lustigerweise genau die Leute, die selber gerade mal einen Weg von wenigen hundert Metern mit Anhänger zurückzulegen haben, wenn überhaupt. Oder aber immer sofort auf ÖV oder Auto umsteigen, sobald man das eigene Quartier in Zürich verlassen muss ;-)
    Der Stromer hats für uns diesbezüglich wirklich gebracht, allerdings hatte ich auch immer ein latent schlechtes Gewissen in Sachen Umwelt (Stromverbrauch, graue Energie,…). Für mich amüsant waren aber die Begegnungen mit teils sehr verbissenen Zeitgenossen, welche sich offensichtlich im Velofahrerstolz verletzt fühlten, als sie überholt wurden. So folgte dann nicht selten eine Überholattacke ebendieser Personen, welche ich geduldig über mich ergehen liess, ohne aus dem „Eco“-Gang raufzuschalten…
    Vor ein paar Monaten wurde dann mein Stromer geklaut, sodass sich mir die Frage stellte: Ersetzen oder nicht? Ich habs gelassen, zumal ich nun nur noch ein Kind durch die halbe Stadt kutschieren muss. Das geht perfekt mit meinem schönen neuen Stadtvelo und dem Kindersitz. Nun werde ich also meinerseits wieder mehr überholt. Allerdings geniesse ich das wieder gemächlichere Vorwärtskommen.
    Der Stromer hat mir gute Dienste erwiesen, es muss aber für mich nicht mehr sein. Allerdings kann ich die unterschiedlichen Motivationen, sich ein solches Gefährt anzuschaffen, gut nachvollziehen. Stichwort multimobil unterwegs ;-)

  • Chris sagt:

    Ich wohne am ‚Berg‘ und arbeite am ‚Berg‘, dazwischen liegt das Bellevue. Das E-Bike ist eine hervorragende möglichkeit, Velo zu fahren und dennoch nicht verschwitzt am Arbeitsplatz anzukommen! Der Motor ist bei mir nur aufwärts an! Das E-Bike macht unser hügeliges Land flach – es gibt keine Ausrede mehr, nicht Velo zu fahren.
    Das es am Ego der übrigen Velofahrer kratzt, aufwärts überholt zu werden verstehe ich nicht, schliesslich hat der andere ja einen Motor! Bestätigen kann ich es allerdings: Gelegentlich hört man schon beim Überholen die Gangschaltung des anderen klicken und sieht anschliessend im Rückspiegel einen wild tretenden ‚Sportsfreund‘, der sich – sofern er einen nicht sogar wieder mit letzter Kraft überholen kann (um bei allernächster Gelegenheit zufälligerweise selbst in das winzigste Strässchen abzubiegen) – wenigstens nicht abhängen lassen will ;-).
    Wozu allerdings Sportgeräte wie Mountainbikes oder Rennvelos einen Elektromotor benötigen, erschliesst sich mir auch nicht ganz – ist hier Schwitzen nicht erwünscht?

  • Stefan sagt:

    Hallo Yvonne,

    Grundsätzlich bin ich auch deinen Meinung in Bezug auf E-Bikes. Vor allem die Vorstellung, dass ich in den Bergen von einem solchen Gerät überholt werde finde ich alles andere als sexy.
    Doch muss das Ganze ein bisschen differenziert betrachtet werden. Ich persönlich habe einen Arbeitsweg von 25km, den ich wenn möglich 2-4 Mal die Woche mit dem Velo absolviere. Eigentlich möchte ich ausschließlich mit dem Velo zur Arbeit fahren, doch gibt es immer wieder Tage an denen ich mich einfach zu wenig fit fühle oder oder das Wetter, vor allem der Wind, die Fahrt sehr mühsam und lange gestaltet. Und an diesen Tagen benütze ich dann halt das Auto und trage meinen Teil zu den verstopften Strassen bei… Hätte ich in dieser Situation ein E-Bike könnte ich dieses benützen und an jedem Wochentag die frische Morgenluft und die Bewegung genießen.

    Apropos gekränkte Ehre: Es kommt zwar nicht sehr oft vor, doch das Gefühl wenn man mit dem Velo bergauf einen E-Biker überholen kann ist einfach grandios und macht so manchen frustrierenden Moment wett.

  • de Ander sagt:

    Es ist Tatsache, dass ein E-Bike ein Mofa (Motorfahrrad) ist. Unabhängig ob ein Motor mit Strom, Benzin oder einem ökologischen Kuhfurz läuft, Motor ist Motor. Damit müssten auch alle Regeln wie für ein Mofa gelten. Eigentlich ist es doch nicht so schwierig, oder?
    Selbst habe ich auch daran zu beissen, dass die Dinger auf dem Arbeitsweg, echt unglaublich schnell sein können, und mich des öfteren überholen. Diejenigen mit „gelbem“ Kennzeichen, holt auch Herr Cancellara nicht ein (so lange der Akku noch was hergibt. Unterstützend bis 200% des eigenen Tretens, da kann keiner der Kommentarschreiber mithalten.
    In den Bergen auf schwierigen Strecken oder im Wald auf Trails habe ich noch nie ein E-Bike gesehen, es sei den auf den vom normalen Strassenverkehr genutzten Strassen, dies ist aber auch ok, oder nicht?

  • Cathérine sagt:

    Als ich kürzlich einen Pass hoch fuhr, erblickte ich auf halber Strecke einen älteren Herrn, auf einem Bänkli sitzend. Offensichtlich legte er eine Pause ein und genoss die wunderbare Aussicht. Neben ihm stand ein E-Bike. Ich fuhr vorbei und meinte mit einem Augenzwinkern „Ein Motörchen könnte ich jetzt auch gut gebrauchen“. Das war nicht ernst gemeint, denn für mich persönlich bevorzuge ich das Velofahren mit reiner Muskelkraft. Er antwortete, ebenfalls lachend: „Sie schaffen das locker, aber ich käme ohne Hilfe nicht mehr hoch.“ Wahrscheinlich ist er immer gerne und viel Velo gefahren und heutzutage passt er das Sportgerät einfach seinen Möglichkeiten an. Die tollen Erlebnisse bleiben ihm dadurch erhalten. Einfach nur positiv und schön ist das.

  • Philipp Hofmann sagt:

    Biker schätzen E-Biker nicht, und ich als Wanderer schätze Biker nicht, die Wanderwege als Bikepisten missbrauchen. Und damit hat die DH-Bikerin (Downhill-Bikerin) Birker sicher auch schon Erfahrung gemacht. Da wird – wenn man Glück hat – von Ferne dem Wanderer zugrufen: „Uf d Siitä, uf d Siitä!“, in der Meinung der Wanderung würde mit einem flinken Satz irgendwo sofort ins Zeugs raus springen. Aber nicht mit mir; da bin ich konsequent, bockig und mache mich dann gerne breit. Sollen die Typen doch von Bike steigen, das Ding aufschultern, dann selber ins Zeugs raushüpfen und mich halt dort überholen.

  • Josef Kistler sagt:

    „Wieso soll das älteste durch menschliche Muskelkraft angetriebene Fortbewegungsmittel der Welt nun elektronisch werden?“ – Sprechen wir hier von E-Bikes oder von E-Einbäumen?

  • Gerhard Mächt sagt:

    Ohje ohje….manche verstehen hier ja absolut überhaupt keinen Spass. Da wird gleich zurückgebissen und geschlaumeiert. Lest den Beitrag doch auch mit einem Augenzwinkern ;-) und dann diskutiert vernünftig. Gerade das Thema Akku. Egal ob recyclingfähig oder nicht, zur Herstellung werden dennoch Metalle verbraucht, Kunststoffe aus Oel hergestellt und verarbeitet, Chemikalien und sicher eine Menge Wasser verbraucht. Egal wieviel Ladezyklen das mitmacht, je weniger dieser Dinger desto besser. Aber: ich verstehe auch dass manche einen echten Nutzen daraus ziehen = lieber e-bike als garnicht bewegen. Find ich gut! Wir sollten aber alle bedenken, dass -ähnlich wie mit den ganzen Fahrassistenzsystemen im Auto- die Gefahr besteht, dass unsere Sinne verkümmern. In diesem Fall eben unsere Fitness falls wir uns NUR noch auf diese Hilfen verlassen.

  • Flayerardor sagt:

    Frau Birker und andere Sportler
    Eine gewisse Zeit lang habe ich wirklich gerne Sportbiker auf meinem Arbeitsweg zersägt und umfrässt…. um meinen g’Spass zu erhöhen. Gebe ich gerne zu. Auch ich habe aber gelernt mein Tempo zu fahren – ich mache nur keinen Sport – das war früher (MTB, Motocross etc). Seit Jahren fahre ich täglich zur Arbeit und wieder nach Hause und das möglichst ohne Schweiss, that’s it!
    Was geniesse ich dieses Flyerfahren!

  • Jakob sagt:

    Wer nicht mindestens 65 Jahre alt oder schwerbehindert ist, sollte sich wirklich Gedanken über seine Fitness machen, wenn er sich auf ein Atomstromtöffli setzen muss. Die Menschheit wird immer fauler. Den Satz: “ Mein Atomstromtöffli bewegt sich auch nicht, wenn ich nicht trete…“, kann ich auch nicht mehr hören, das bisschen die Kurbel kreisen lassen kann man nicht treten nennen.
    Wie gesagt, als Behinderten oder Rentnerbike ist das ja ganz OK, alle anderen die sich freiwillig auf so ein Teil setzen, bemitleide ich aus vollem Herzen.

    • Stefan sagt:

      Für solche Aussagen bemittleiden wir dich aus vollem Herzen!
      E-Bikes sind eine tolle Alternative zum Auto und da spielt die Fitness keine Rolle.
      Ausserdem hoffe ich für dich das du nie ein Behindertenbike benötigst.

    • Peter Ringger sagt:

      Das „Atomstromtöffli“ ist Demagogie. Mein E-Bike fährt ohne Atomstrom, denn praktisch jedes E-Werk bietet heute gegen einen kleinen Aufpreis Naturstrom aus regenerativen Energieträgern an. Auch wer kein Naturstrom bezieht fährt zu über 60% mit Wasserkraft. Deiner Meinung nach sollte ich also als 64-jähriger mit dem Velo täglich ca. 34 km zur Arbeit und wieder zurück fahren, und das noch mit über 400 Höhenmetern Differenz, sonst bin ich zu faul? Und mindestens „schwerbehindert“ sollte man sein fürs E-Bike, behindert reicht nicht? Das ist schon ziemlich überheblich, wenn nicht beleidigend.

    • Mirosch sagt:

      Genau!

      ich selber sitze im Rolli und fahre Handbike. Bevor ich ein E Antrieb an mein Bike klemme, müsste meine kaputte linke Schulter definitv in den Ruhestand geben…

      Velofahren heisst doch Bewegen! nicht sich reiten lassen…

      Und das mit dem Atomstrom: ist eben genau so. Wir verschieben die Antriebsenergie vom Benzin auf den 40% Atomstrom. Soll ja niemand behaupten dass das Solar oder Windstrom ist, bei einem heutigen Energiemixanteil von unter 1%!!

      Beste Grüsse

  • Ueli Dubs sagt:

    Ich fahre mit meinem E-Bike zur Arbeit, schnell und ohne gross zu schwitzen. Ob ein nichtmotorisierter Velofahrer und sein Ego verletzt werden ist mir ziemlich egal und es ist sicherlich das kleinere Uebel, als wenn ich das Auto aus der Garage hole. Einverstanden?

  • Julius sagt:

    Solche Kommentare gab es auch bei der Erfindung des Automobils vor 120 Jahren. Das aber ausgerechnet die Jungen so fortschrittskritisch sind ist erstaunlich.

    • Julia sagt:

      Das ist kein Forrtschritt! Wir werden immer bequemer und dies hat und wird noch grosse Folgen haben für unsere Gesellschaft. E-Velo im Alltag, darüber kann man diskutieren. Aber mit E-Velos in der Freizeit in den Bergen herumfahren ordne ich in die selbe Kategorie ein wie die elektrische Pfefermühle: Total unnützer Schwachsinn.

  • Pumucklq sagt:

    Was für ein Unfug. Noch nie mit nem Stromer unterwegs gewesen, aber viel heisse Luft produzieren. Auch ein Pedelec will getreten werden, wenn es voran gehen soll. So gesehen ist es doch eine tolle Sache, dass auch unsportliche Menschen anfangen etwas für ihre Gesundheit zu tun. Dürfen ausserdem nur noch Supersportler mal eben einen Arbeitsweg von 30 km unter die Räder nehmen, oder ist es nicht doch sinnvoll, dass es immer mehr Menschen gibt, die auch lange Wege mit dem Velo fahren und die Strasse nicht noch mehr verstopfen? Ich fahre auf diese Weise jeden Tag 50 km, komme unverschwitzt am Arbeitsplatz an und kann auf dem Rückweg problemlos den Motor ausschalten und dem Amateurrennradfahrer am Berg zeigen, dass EBike nicht gleichzusetzen ist mit unsportlich.

  • Cindy Rost sagt:

    E-Bikes gehören in die Stadt, nicht aber in die Berge. Bin zwar kein elektrischer Fahrer, finde es aber eine tolle Möglichkeit Menschen vom Auto aufs Velo zu bringen. Oder auch einfach für ältere Menschen, die so noch etwas länger fahren können. Das alles im Rahmen von „nützlichen“ Fahrten finde ich in Ordnung. Diese Geräte gehören aber einfach nicht in die Berge, da könnte man sich ja schon bei normalen Velos streiten.

  • Michael S. sagt:

    Man sollte hier nicht überreagieren. Biken im Gebirge abseits der Strassen bedarf mehr, als Beinkraft. Dem Coach Potatoe mangelt es wohl meist an Technik, um offroad bestehen zu können und wohl auch am sportlichen Ehrgeiz, sie zu erlernen. Ansonsten würde er sich kaum ein E-bike kaufen. Ich gehe auch davon aus, dass echte Biker nicht wirklich in ihrem Ego verletzt sind, wenn sie von motorbetriebenen Zweirädern überholt werden. Überholender wie Überholtwerdender wissen ja beide genau, wem der Respekt gebührt. E-bikes sind höchstens vor dem Hintergrund des politisch geforderten Einfrierens des Stromkonsums problematisch. Vielleicht dürfte nur ein E-bike erwerben dürfen, wer dafür seine Waschmaschine und sein Smartphone abgibt…

  • sepp z. sagt:

    Andererseits: Mit den Strombetriebenen Skiliften hat heute niemand mehr ein Problem.
    Mit Strom rauf, ohne Kraftaufwand runter.
    So neu ist das Prinzip gar nicht, fast der gesamte Wintertourismus in den Bergen basiert darauf.

  • Marcel Blattmann sagt:

    Eigentlich ist die Sache doch einfach: E-Bike = elektrisch motorisiertes Fahrrad = elektrisches Mofa. Somit darf es auf Strassen fahren (mit Helmpflicht und Nummer), hat aber in den Bergen (insb. auf Wanderwegen) nichts verloren. Leider hat das Parlament in einem Schnellschuss ein paar Extraregeln erfunden und E-Bikes einen Sonderstatus eingeräumt… Dies ist eigentlich etwas absurd, denn Mofas wurden ja nicht wegen der Abgase reglementiert, sondern wegen der Unfallsicherheit. Und folglich ist es absurd, in den Bergen (=schwierige Bedingungen) ein Gefährt zuzulassen, welches untrainierte Leute ermutigt, über ihrem Können zu agieren. Deshalb: Verbot von E-Bikes abseits von Strassen, zum ihrem Schutz und dem der Wanderer!

  • res sagt:

    Am liebsten wär’s mir, wenn die Bike-Landschaft, die Berge, die Natur auch elektronisch würden. Dann könnten nämlich die E-Biker mit ihren E-Bikes in den E-Mountains rumkurven (z.B. in der Stadt im FItnesszentrum oder mit hübscher Brille auf dem Kopf) und ich könnte mit meinem Naturbike wieder natürlich alleine durch die Naturberge kurven.
    Zur Stadt: ich werde regelmässig von zwei Stromerfahrern überholt, wenn ich mit einem flotten 30er in Richtung Bahnhof flitze. Die Stromer rasen auf den Velowegen und Velostreifen mit ihrem 45er an einem vorbei – das ist nicht nur deprimierend, sondern gefährlich, weil es keine Überholspuren gibt auf Velowegen und -streifen. Da muss noch was in der Definition dieser Gefährte passieren. Wenn ich mit meinem Rennrad mit einem 60er den Berg runterbrettere, dann fahre ich auch in der Mitte der Strasse, wenn es unübersichtlich wird. Das Tempo lässt dies zu und man gefährdet sich und andere weniger.

    • Josef Kistler sagt:

      @res: Ich überhole auch ab und an andere Radfahrer oder werde überholt von anderen, welche ebenfalls kein E-Bike fahren. Ihr Argument von wegen keine Überholspuren finde ich ein bisschen schwach. Was dabei deprimierend sein soll, ist mir ein Rätsel. Dass es gefährlich sein kann, da gebe ich ihnen recht. Das hat aber nichts mit der Art des Bikes zu tun, sondern mit dem BIQ (= Biker Intelligenz Quotient).

  • Roger sagt:

    E-Biker haben anscheinend ein Legitimations-Problem! Anders kann ich mir die Kommentare auf diesen durchaus unterhaltsamen Beitrag nicht erklären. Yvonne Birker spricht in klaren Worten einen Trend an mit einer noch klareren Meinung. Rund um und auf dem Berg bin ich bisher noch keinem E-Bike begegnet. Im Flachland rund um den grossen nördlichen See aber sehr oft. E-Bikes ziehen unter anderen ein Klientel an, welches aus rein altersedingten Gründen NICHT auf ein Fahrrad mit oder ohne E gehören. Die Selbstgefährdung ist das eine, die wiederholt real erlebte Gefährdung Dritter eine andere.
    Bei aller der Polemik dünkt mich eine Problematik viel zentraler. Der steigende Nutzungsdruck auf die Natur. Nach Wanderern, Bikern, Kletterern, wild „Brötelnden“, Skifahrern, Snowboardern, Schnehschuhläufern, Pilzsammlern, und, und, und noch eine weitere Gruppe welche die Natur zum persönlichen Erleben nutzt. Ich frage mich wann ein Numerus Clauses für Freizeitbetätigung in der Natur eingeführt werden muss.

  • Thomas Mathis sagt:

    Ist es ein Menschenrecht, dass man grundsätzlich lange und anstrengende Touren unternehmen kann, obwohl man körperlich dazu eigentlich nicht in der Lage ist? Insofern kann ich die Kritik nachvollziehen. *ironie an* Warum erlauben wir dann nicht konsequenterweise an einem Ironman auch Elektrobikes und Aussenborder? Schliesslich soll doch jeder einen Ironman schaffen dürfen und nicht nur die spindeldürren und ausgemergelten Supersportler! *ironie aus*

    Ich habe eigentlich überhaupt nichts gegen E-Bikes im Flachland einzuwenden (wenn man damit umgehen kann). Allerdings habe ich schon des öfteren E-Bike-Fahrer gesehen, die ihr Gefährt nicht beherrschen. Kein Wunder, wenn man eigentlich kaum mehr gehen kann, aber 25kg unterm Hintern hat und mit 45 km/h dahinbraust. Hier sehe ich durch das Verschwimmen der Grenze zw. Fahrrad („anstrengend“) und Motorrad („anspruchsvoll/gefährlich“) ein erhebliches Gefahrenpotenzial.
    Wenn sich nun ungeübte Fahrer künftig vermehrt in´s eigentlich unerreichbare Gelände wagen, sind schwere Unfälle eigentlich vorprogrammiert. Ich glaube viele Benutzer sind sich der Gefährlichkeit gar nicht bewusst. Schliesslich ist es ja „nur“ ein Fahrrad mit Unterstützungsmotor.

    Der Bloggerin geht es wohl kaum um die Einkaufs- und Arbeitsstreckenradler, sondern um diejenigen, die anstrengendes Training durch E-Power ersetzen. Eine ähnliche Thematik haben wir ja auch im Hochgebirge, wo sich gewisse Leute durch Sherpas auf den Gipfel tragen lassen… das findet wohl kaum jemand moralisch in Ordnung. Neben dem moralischen Aspekt geht es aber auch eindeutig um die Sicherheit und um Respekt. Die Natur in gewissen Gebieten erträgt nur einen gewissen Anteil an „Besuchern“. Durch die E-Bikes besteht nun die Gefahr, dass die Anzahl der Besucher massiv zunimmt und somit teilweise überschritten wird.

    Aber natürlich passen hier die meisten Kommentare zur heutigen Gesellschaft in der der Mensch ALLES (ausser Training, harte Arbeit, Einsatz,…) für sich proklamiert. Naturgegebene Grenzen sind abzuschaffen!

    Gewisse natürliche Schranken sind aber eindeutig sinnvoll…

  • Hans Meyer sagt:

    Frau Birker
    Ich bin mein Leben lang nie Auto oder Töff gefahren und habe stattdessen brav den ÖV benutzt. Velo bin ich in meiner Jugend genügend gefahren: bis zur Matura täglich rund 15 km zur Schule mit ca. 300m Höhendifferenz, trotz leichtem angeborenem Herzproblem. Habe seitdem genug davon.
    Nun da ich auf die Pensionierung zugehe, trage ich mich mit dem Gedanken, aus der City wegzuziehen in eine etwas naturnähere Umgebung und vor allem einen Ort, wo zu tragbarem Preis doch noch ein gewisser Wohnkomfort drinliegt. Einziges Problem: Mit dem ÖV wirds an solchen Orten kritisch, ausser man will wirklich jeden Abend mit den Hühnern schlafen gehen. Und im Alter noch auf Auto umzustellen macht keinen Sinn. Frage: Wäre ein E-Bike nicht etwas für mich? Oder welches andere Vehikel können Sie mir empfehlen (ausser Tretvelo, da mein Herz inzwischen auch noch gealtert hat)?

  • Martin Peter sagt:

    Ich stelle einfach fest, dass es mittlerweile viele E-Biker gibt (davon mehrheitlich Ü60er), die ohne Velohelm mit E-Bikes und >40km/h unterwegs sind. Und das oft mit einer ziemlich gefährlichen Fahrweise. Mir kommt es vor, wie wenn solche Leute nicht spüren, mit welchem Tempo sie nun unterwegs sind. Abbbiegen ohne Handzeichen, Kurve schneiden, Vortritte missachten etc. Das scheint mir eher ein Problem zu werden, als wer jetzt wen überholt (auf korrekte Art und Weise).

    • Richi sagt:

      Lieber Herr Peter, unterschlägt man in Ihrem Kommentar die Ausdrücke „Ü60er“ und „>40km/h“ könnte man glatt meinen, Sie beschreiben den durchschnittlichen Stadt-Zürcher-Alltags-Velöler…

    • Ivo Steinmann sagt:

      Da muss ich leider zustimmen. Ich fahre im schnitt ca. 350km pro Woche. Dass mich E-Biker überholen, kommt zwar selten vor und wenn schon, ist es mir egal. Was mich aber stört ist, wie viele von denen kaum gerade auf dem Bike sitzen können und trotzdem relativ schnell fahren. Sowas wie die Spur halten kennen viele nicht, manchmal werden dadurch Radwege mühsamer, als wenn man direkt auf der Strasse fahren würde.

      • Martin Schweizer sagt:

        Das ist zwar korrekt, ist aber bei den Autofahrer nicht anders (Nur dass die noch etwas mehr Blech um sich haben, mit dem sie Schaden anrichten können). Da habe ich auch schon (sorry für den Ausdruck) Personen hinter dem Steuer gesehen, welche wohl schon eher tot als lebendig waren… Ist meines Erachtens ein allgemeines Problem.

  • Wolfgang Krötz, Dütschland sagt:

    Artikrl kann ich zu 100 % unterstützen. Bin 57 Jahre alt und Hobbybiker. Dieser immer weiter um sich greifende Hang zur Bequemlichkeit macht sich leider auch beim Freizeitsport breit. Schade !!!

  • Andy sagt:

    Gastbloggerin oder Gastmotzerin?

    Frau Birker Motzt uber eine angegriffen Ego und eine gekränkt Ehre. Sie wundert auch ubers Akku recycling und schreibt sowieso die ganze zeit ohne die geringst ahnung über die fakten ums thema fortbewegungs mittel e.bike.
    Eine kleine bisschen Forschung oder mindestens nachfragen beim Zweirad Industrie Verband, wie es aussieht mit die Aktuell e.bike batterie recycling programm dass läuft schon seit jahren. Oder veileicht mit z.b. firma Bosch zum thema Batterie umweltfreundlichkeit?

    Na Ja, Irgendwie erwarte Ich kein richtige infos hier, bin aber ein biscchen entäuscht dass als ‚aktive Bikesportlerin‘ Frau Birker richtet diese Negativität nicht am fehlende velo infrastruktur, sondern am andere Velos und andere Velofahrende.

    Als letzes, gibts ein Englische ausspruch dass zum dies thema passt ziemlich genau:
    Horses for courses = es gibt immer ein ‚bessere‘ option for jeder einsatz.
    Es muss nicht immer ein e.bike sein, aber machmal sind die recht cool, und ein viel bessere option als Auto oder ÖV.

  • Angela Nussbaumer sagt:

    Das E-Bike kommt für mich eh nicht in Frage. Erstens kann ich es mir nicht leisten, und zweitens hebt mein 25-jähriges Condor-Damenvelo mein Selbstvertrauen jedes Mal an, wenn es mich Kraft meiner Beinmuskulatur von A nach B bringt. Die E-Bikes flitzen einem oft gefährlich schnell um die Ohren, ebenfalls oft geritten von nicht mehr ganz so jungen Rittern/-innen, daher sausend in einem Affenzahn und nicht ganz Herr/-in ihrer elektrifizierten Stahlrosse.
    Wenn ich zu Fuss unterwegs bin, nerven mich die Biker ordentlich. Auf jedem Wanderweg muss man sich darauf konzentrieren, nicht vom Pfad geschossen zu werden. Wenn das nun auch noch im E-Bike-Tempo Alltagsbrot wird, na … dann sind mir die stromlosen Tramper doch wieder lieber.
    Einer meiner Urgrossväter pflegte meine Grossmutter und ihre Familie zu Fuss zu besuchen. Spaziergang von Einsiedeln nach Oberägeri und wieder zurück. Und als in Zug die Vorstadt in den See brach, ging er den Weg von Einsiedeln nach Zug und zurück mit ein paar Kollegen, rein aus Gwunder, wie das nun ausschaue in Zug. Das waren noch sportliche Männer (!!!).
    Ohne E-Bike auch jene Männer, die vom Dorf Alosen 20 Jahre lang zu Fuss nach Zug in die LG zur Arbeit gingen und abends wieder den Berg hinauf heimwärts, sich so das Geld für die Busfahrt sparend.
    Nostalgie hin, Moderne her: für mich kommt ein E-Bike erst in Frage, wenn meine Beine nicht mehr kräftig genug sind, mein Stahlross ohne Strom fortzubewegen. Und auch dann nur, wenn ich den Gaul auch im schärfsten Galopp noch unter Kontrolle zu halten fähig bin.

  • Scheidegger Heidi sagt:

    Guten Tag Frau Birker, ihr Urteil über Sinn oder Unsinn der E-Bikes in Ehren, aber er ist diffamierend gegenüber allen Menschen, die trotz einer Krankheit oder Behinderung noch die Möglichkeit haben, draussen an der frischen Luft mit dem Velo unterwegs zu sein. Ich zähle mit meinen 66 Jahren auch dazu, eine Herzmuskelentzündung hat mein Herz so geschwächt, dass ich nur noch mit viel Anhalten gehen konnte. Der Flyer war die einzige Möglichkeit mch einigermassen fortzubewegen. Inzwischen habe ich einen Herzschrittmacher, aber immer noch bin ich froh, die Unterstützung des Motors zu haben, besonders, weil ich auch meinen Therapie-Hund im Anhänger mitnehmen kann. Yma darf dann am Wasser auch laufen, ich fahre ihrem Tempo angepasst. So kenne ich noch viele Menschen, die aus irgendwelchen Gründen auf das E-Bike angewiesen sind. Auch für den Weg zur Arbeit ist es sinnvoll, es ist angenehmer, nicht total verschwitzt und Abgase in der Lunge am Arbeitsplatz zu erscheinen. Ich war früher auch fit und habe grosse Bergtouren gemacht – dass ich das nicht mehr kann, ist schmerzlich. Ich wünsche ihnen stets gute Kondition und ewige Jugend, auf dass sie nie selbst körperliche Einschränkungen erfahren müssen!
    Mit Flyer-Grüssen
    Heidi Scheidegger mit Therapie-Hund Yma ( aktiv auf Einsätzen bei kranken, behinderten und alten Menschen)

  • ohne Interessenbindung sagt:

    Da bleibt nichts hinzuzufügen

  • Moritz sagt:

    Der Text spiegelt doch nur den Frust beim Vergleich von echtem Sport und „Doping“ mittels Technologie wieder. Im Grunde geht es mir genauso wenn ich, trotz Fitness und massivem Schwitzen, am Berg von Ebikes abgehaengt werde. Ich sage mir dann einfach immer wieder dass ich aus der sportlichen Motivation mit Muskelkraft fahre. Was E-Mountainbikes in den Bergen angeht funktioniert dies nur bis man mal stossen muss.

    An alle die sich hier ueber die Aussage von „180km und 4000hm“ aufregen. Das mag zurzeit noch nicht moeglich sein ohne einen Akku-Anhaenger. Aber die Batterietechnik wird sich weiterentwickeln und irgendwann wird das tatsaechlich moeglich sein. Wahrscheinlich frueher als wir denken (und mir lieb ist).

    Trotzdem finde ich E-Bikes eine Bereicherung indem dadurch mehr Leute in der Stadt auf Autos verzichten. Das erhoeht die Wichtigkeit von guter Velo Infrastruktur was wiederum auch den stromlosen zu gute kommt.

  • Tom Müller sagt:

    Zum Glück gibts den E-bike-Boom. Denn jeder der auf ein solches Bike umsteigt, verpestet zumindest in der entsprechenden Zeit keine Luft mit Fortbewegungsmitteln, die mit fossilen Brennstoffen angetrieben werden. Ich konnte übringens schon in meiner Nachbarschaft ältere Menschen beobachten, die dank E-Bike wieder vermehrt ihr Auto stehen lassen. Dies finde ich absolut toll und sinnvoll!

  • Bänninger Bruno sagt:

    Was zu erwarten war! Wer schon vor Jahren an E-Bike Verleihstationen, z.B. im Bahnhof Murten zusehen durfte, wie morgens um 0900 an grosse Gruppen von mit der Bahn angereisten Senioren E-Bikes abgegeben wurden und wie all diese Leute, die seit Jahrzehnten nie mehr ein Fahrrad benutzten, völlig ungeübt und ohne Kenntnisse der elementarsten Verkehrsregeln über den Bahnhofplatz in den Verkehr losgelassen wurden, dem ahnte schon damals nichts Gutes. Wer dann diesen Gruppen auf ihrer Fahrt um den Murtensee (auf Kantonsstrassen) begegnete und mithalf Gestürzte zusammenzulesen der machte den Flyer-Hersteller darauf aufmerksam, dass die Übergabe von Mietvelos seriöser stattfinden müsse. Ohne Erfolg.
    Da weder Hersteller, noch Nutzer noch Anbieter den Begriff Eigenverwantwortung kennen, muss wieder einmal, der Gesetzgeber eingreifen.
    So blöd sind wir.

    • Hans Meier sagt:

      Ich bitte Sie! Als braeuchte man als Velofahrer Kenntnisse der Verkehrsregeln. Waren Sie schon mal in Zuerich?

      • Beat Keller sagt:

        Aber wirklich, dieser Einwand ist niederträchtig. In Zürich strebt man doch die 2000 Watt-Gesellschaft an. Da hat man für Velo-Verkehrsregeln keine Zeit. Man plant dort sogar eine Art Veloschnellstrasse. Da ist natürlich auch die Frage erlaubt, ob Fr. Birker wenigstens dort e-Bikes toleriert.

        • Eni sagt:

          Tschuldigung, wenn ich (oder mein Hund) jeweils fast von einem Biker über den Haufen gefahren werde, ist es bestimmt keiner mit einem E-Bike.

  • Gian sagt:

    Ziemlich dürftige Kolummne, ehrlich gesagt. Ich kenne kein E Bike, dass einen Radius von 180 km hat. Und jetzt noch zu den Gründen, warum ich (in der Stadt, nicht in den Bergen) E Bike fahre:

    1. Ich verschmutze die Luft nicht und mache keinen Lärm.

    2. Ich kann problemlos auch im Somme mit dem Anzug zur Arbeit fahren, da ich nicht ins Schwitzen komme.

    Wenn ich schwitzen will fahre ich ein normales Velo.

  • Fabien sagt:

    Ds Bondesamt för Energii sött mal eine Aufklärungskampagne über E-Bikes machen. Längst nicht alles, was mit „E“ beginnt, ist ökologisch. Bei den Bikes ist es genau das Gegenteil. Genau dies stört mich an diesen Vehikeln. Kein junger, gesunder Mensch braucht so was. Verständnis habe ich für ältere, geschwächte oder leicht behinderte Personen, und ihnen ist es auch zu gönnen, dass sie sich in der Natur bewegen können. Aber man muss es sich auch leisten können, 4000 Fr. dafür auszugeben, plus Strom.

    • Eni sagt:

      Uiuiui, ja der Strom um so ein E auzuladen kostet ja enorm viel……………………. Und so ein Bike kostet ja viel mehr als ein Auto…………..

      Ironie of.

  • Markus Forster sagt:

    Absolut inkompetenter Artikel!
    Ich empfehle der Autorin, sich zuerst einmal auf ein E-Bike zu setzen und – wenn sie wirklich von einem „Mittsechziger“ auf einem E-Bike überholt wurde – an ihrer Kondition zu arbeiten…

  • Hugo sagt:

    Mich wundert dass es nicht mehr Unfälle gibt mit den Elektrovelos.

    • Yves sagt:

      Es gab einige Unfälle, darum wurde auch die Helmpflicht etc. eingeführt. Bei neuen E-Bikes sind Spiegel obligatorisch etc.

      Würde in anderen Bereichen genauso sensibel und schnell reagiert hätten wir sicher keine Verkehrstote mehr.

  • Yves sagt:

    Ich (Altersgruppe 25-30) fahre seit 3 Jahren mit einem E-Bike zur Arbeit, in der Freizeit treibe ich viel Sport unter anderem bin ich fleissig am pedalen.

    Mit dem Auto hatte anfänglich im Jahr ca. 25’000 Kilometer gemacht, durch konsequenten Einsatz des E-Bikes und sind es noch 5’000 – 10’000, mit dem E-Bike sind es ca. deren 5’000.

    Der konsequente Einsatz des E-Bikes und die Bündelung der Autonutzung bringt mir eine Zeitersparnis und schlussendlich bei den aktuellen Benzinpreisen auch etwas mehr Geld für meine Hobbies. Mache ich die gleiche Strecke mit einem „normalen“ Velo komme ich ums Duschen nicht herum und die Zeitersparnis ist dahin. Habe ich genügend Zeit sitze ich gerne mal in den Sattel des Mountain Bikes und hänge noch eine Stunde dran, denn das ist das Verhältnis Weg (Sport) und Overhead (Duschen, Umziehen, etc.) wieder im richtigen Verhältnis.

    Bereits nach einem halben Jahr Einsatz konnte ich meinen Arbeitskollgenen, einen „nur Autofahrer“, vom E-Bike-Einsatz überzeugen, er fährt seither die meisste Zeit mit dem E-Bike ebenfalls ca. 10 Kilometer zur Arbeit. Seine Fitness konnte er dadurch merklich verbessern.

    Wie von RedOrbiter bereits geschrieben: +2 E-Biker entspricht – 2 Autofahrer

    Betrachtet man das Verhältnis von zu transportierendem Gewicht und dem Fahrzeug ist das eine massive Effizienzsteigerung, welche die Umwelt weniger belastet, „Akku-Problematik“ hin- oder her.

  • Michi Beck sagt:

    Ich steh auch nicht auf E-Bikes, da sie die technischen Möglichkeiten eines kleinen Motorrads bieten aber nicht deren Sicherheit. Dennoch sind deren Fahrer am Hang gute Zugpferde;)

  • Wanderer sagt:

    Ich kann den Frust von Frau Birker sehzr gut nachvollziehen. Er befällt mich immer wenn mich diese Velofahrer auf romantischen Wanderwegen aus meiner bedächtigen Ruhe und Gedanken reissen und erst noch meinen, dass ich auf deneigens für Wanderer gemachten Indianerpfaden, ja soger auf den weiss-rot-weissen Bergwanderwegen, Platz machen soll!.

  • Bruno sagt:

    Das Bild zu diesem Artikel zeigt genau das…was mit den E-Bike in Zukunft noch mehr stattfindet…noch höher in die Berge, es geht ja ab jetzt leichter….Kein Berg zu hoch und kein Wanderweg zu schmal, und die Ruhe und Erholung ist dahin!

  • Claudia sagt:

    Die Dame hat echt keine Ahnung – ich denke, sie ist noch nie mit einem E-bike gefahren. Wie kommt sie sonst auf die Idee, dass man nichts mehr selber machen muss? Das stimmt einfch nicht! Je mehr Muskelkraft man einsetzt, desto schneller kommt man vorwärts. Das ist alles.
    Ich bin vorher nie Velo gefahren, weil’s mir einfach keinen Spass macht – aber mit dem E-Bike kann ich endlich auch die tollen Radwege erkunden und bin draussen in der Natur. und ja..man ist auch geschafft, wenn man eine anstrengende Route wählt.
    würde mein STROMER E-Bike nicht mehr hergeben – sieht cool aus und macht Spass!

  • Jedesto sagt:

    Die Thematik muss wohl etwas reisserisch formuliert werden, damit sich die unsportlichen, stumpenrauchenden und gut im Futter stehenden Mittsechziger (und wohl auch jünger) betroffen fühlen – siehe weitere Kommentare…

  • DerSepp sagt:

    Es kommt darauf an wie man das E-Bike nutzt.
    Seit einem Jahr bin ich selbst stolzer Besitzer eines E-Bikes. Täglich fahre ich damit zur Arbeit und wenn eine kleine Besorgung im Ort zu erledigen ist nehme ich ebenfalls den E-Esel. Ansonsten würde ich diese Strecken – Sie erraten es schon – mit dem Auto zurücklegen. Mit dem normalen Bike wären die Büro-Klamotten verschwitzt bis ich am Ziel bin.
    Auf die Idee für eine Abentliche Radtour das E-Bike statt dem normalen MTB zu nehmen kommme ich jedoch nicht. Das eine ist Alltag – das andere Workout. Ganz einfach.

  • Wanderer sagt:

    Den gleicheb Frust empfinde ich jeweilis beim Wandern, wenn Velofahrer mich auf Wanderwegen in meiner beschaulichen Ruhe stören, mich aus meinen Gedanken reissen und erst noch meinen ich müsste auf dem,eigens für Wanderer geschaffenen Pfad, Platz machen.

  • Sal sagt:

    E Bikes sind ein Problem und E Biker haben in den Bergen nichts verloren. Sowohl als tägliche Radfahrer wie auch als Jogger im Grünen habe ich schon „Fastkollisionen“ mit diesen Rasern gehabt. Ich habe nichts gegen ältere Läute die in normalem Tempo durch die Strassen fahren und auch nichts gegenn meine jungen herzkranken Patienten, die vom Velo aufs E Bike umsteigen mussten, weills nicht anders geht. Aber diese Bikes sollten als Motorräder eingestuft werden und gehören auf die Strasse.

  • Beat Keller sagt:

    Na super. Nun müssen wir uns auch noch vorschreiben lassen, wie wir uns fortbewegen sollen. Nur ja nicht sogenannte echte BikerInnen bei der morgendlichen Aufwachrunde mit einem e-Bike stören. Von wegen Arbeitsmoral und so. Und dazu noch stumpenrauchende Mittsechziger. Also in einem Alter, welches offenbar ausserhalb der Vorstellungswelt von Fr. Biker liegt. Hat sich Frau Birker übrigens schon einmal überlegt, wie nervig die ewigen ultratrainierten Mountainbiker in Feld, Wald, und natürlich auch auf den Bergen sein können? Extrem nervig, um es gleich zu sagen. Ein Selbstversuch in Arosa, Davos oder anderswo kann da den Horizont weit erweitern. Man hat auch schon auf den engen Kurven des Mythenwegs solche Leute getroffen. Um nur einmal ein solches Beispiel zu nennen. Manch einer wäre übrigens froh, Fr. Birker würde ihr Talent in das Erfinden eines Wanderschuhs mit Turboboost (???) investieren, als hier solchen Blödsinn in Worte zu fassen. Mit dem Argument eines selbstgerechten Umweltbewusstseins lässt sich offenbar alles rechtfertigen.

  • maia sagt:

    Also Velofahrerin verstehe ich nur Bahnhof! Bikesportlerin? DH Bike Spezialistin? Gravity Bereich? Zum Glück ist mein Selbstbewusste sein als Velofahrerin so gut, dass ich es mir weder durch Biker noch nur E-Biker verderben lasse.

  • Ulrich Lachmuth sagt:

    Was für ein gequirlter Blödsinn! Wenn Sie schon so eine Puristin sind, dann bleiben Sie doch dabei – das bischen notwendige Frusttoleranz werden Sie schon aufbringen müssen.

    Aber mal ’ne Frage: Eine Gangschaltung benutzen Sie schon? Pfui – wo bleibt denn da die eigene Anstrengung! Wenn schon, denn schon. Bergtour mit dem Fixie – oder unten bleiben, bitteschön.

  • Remo sagt:

    So unrecht hat Frau Birker nicht! Wie sieht es in ein paar Jahren auf den Waldwegen um eine Stadt aus?

    • Hans Meier sagt:

      So, wie es jetzt schon aussieht: Man wird als Fussgaenger bei jeder 2. Kurve fast umgefahren. Und zwar nicht von den E-Bikes. Die „echten“ Biker sollten besser *gaaaaaanz* still sein.

  • Roland Albrecht sagt:

    Ich bin täglich mit dem Velo unterwegs und werde in der Regel aber nicht von EBikes überholt, sondern überhole die meist selbst. Zielpublikum der Ebikes sind ja gerade diejeniegen, welche nicht ganz so fit sind aber trotzdem nicht auf den Genuss des Velofahrens verzichten wollen. Unsereiner ist fit genug um die gleichen Geschwindigkeit auch ohne zusätzliche Hilfe zu erreichen, zumindest ohne aktiver Hilfe, passiv verzichtet man als sportlicher Fahrer in der Regel ja doch nicht auf all die technischen Finessen (mal abgesehen von den Nostalgiker die noch mit dem Militärvelo unterwegs sind). Überholt mich dann doch ab und an mal ein Ebike Fahrer ist das meist ein klarer Hinweis darauf das die vergangene Nacht doch etwas zu kurz war.

  • Tony Velo sagt:

    Ich bin absolut kein Fan von „Atom U-Booten“ und „Batterievelos“! Es gibt aber wie bei allem ein paar Gründe die dafür sprechen. Aktuell sehe ich vor allem, dass damit ein paar Bikeshops überleben und ein paar Arbeitnehmer an der frischen Luft zur Arbeit kommen. Verkrampft Euch nicht, dass ist schlecht für die Beinmuskulatur ;-)

  • Frank Peters sagt:

    Wer sich durch ein überholendes e-bike gekränkt fühlt, hat einfach mal ein zu kleines Selbstvertrauen. Und vorallem im Gelände zählt Fahrtechnik mindestens soviel wie Kraft und die erhält man nicht durch Motorenunterstützung

  • Huber HJ sagt:

    Danke, Frau Birker. E-Bikes sind so was von doof. Und wenn die jetzt auch noch die Berge erobern wollen fehlt mir wirklich jedes Verständnis.Nur Velos ohne Motor sind wirklich umweltfreundliche Velos. Was mit den vielen ausgepowerten Akkus geschieht ist mir auch nicht klar – wieviel graue Energie steckt dort drin? Sollte mal überlegt werden…

    • erich meier sagt:

      Herr Huber, E-Bike-Akkus halten mehrere Jahre und werden danach natürlich recycliert (auf Lithium und Mangan), genauso wie Handy- und andere Akkus auch. Bei der vorgezogenen Recycling-Gebühr wirft wohl kaum jemand so ein schwerês Ding in den Hausmüll. „Nur Velos ohne Motor sind wirklich umweltfreundlich“ —– und wie steht es denn mit der Unmenge an benzinbetriebenen Fahrzeugen ?

      • Matthieu Sutter sagt:

        Lieber Herr Meier,
        Woher haben sie dieses Wissen mit dem „natürlichen Recycling“ ? Diese Geräte kommen praktisch ausnahmslos nach Afrika und Indien auf Irgendwelche Deponien und verseuchen Boden und das Grundwasser. Ein paar Wertvolle Stoffe wie z.b. Gold werden rausgeholt, der Rest Lohnt sich nicht.
        Ausserdem ist die Herstellung bzw. die Rohstoffgewinnung für die Akkus etwas vom umweltschädlichsten das es überhaupt gibt, Viele Flüsse sind desswegen Tot und die ganze Suppe fliesst dann ins Meer.
        Wenn man sich das alles vor Augen hält, und mit Benzinautos vergleicht, hat man auch mit einem 4L 8-Zylinder kein Schlechtes gewissen mehr.

        • erich meier sagt:

          Wenn es nach Ihren kriterien ginge, müsste man Bleiaakus und damit Autos und Lastwagen glatt

          • erich meier sagt:

            Hallo Herr Suter: Wenn es nach Ihren Kriterien ginge, müsste man Bleiakkumulatoren und damit alle Austos und Lastwagen glatt verbieten, weil das in ihnen enthaltene Blei sehr viel giftiger ist als das in Bike-Akkus entahltene Lithium und Mangan !

        • Wahrscheinlich ist es sogar ökologischer wenn man die Chemikalien gleich in China, oder wo auch immer die Akkus hergestellt werden, in den Fluss kippt oder auf dem Gelände der Fabrik endlagert. So wie das bei uns in der Vergangenheit auch gemacht wurde. Der Transport nach Afrika zur Entsorgung oder Weiterverarbeitung um dann wenn die Presse vom Giftschiff erfährt (Elfenbeinküste vor ein paar Jahren) damit wieder zurück nach Europa zu fahren ist ja wohl ziemlich schwachsinnig ….

        • Martin Schweizer sagt:

          Lieber Herr Sutter

          Keine Ahnung woher sie ihr „Wissen“ haben, aber es stimmt nicht! Lithium und Mangan sind viel zu wertvoll, um es „einfach nach Afrika“ zu schicken. Ich weiss das aus erster Hand! Jeder Akku der (zumindest in der Schweiz) zurückgegeben wird, wird zu annähernd 100% rezykliert!
          Und vielleicht vergeht ihr gutes Gewissen mit ihrem 4L 8-Zylinder, wenn sie sich die Umweltzerstörung durch die Erdölförderung ansehen. Aber klar: Daran hat man sich natürlich schon gewöhnt. Das ist nichts spektakuläres mehr. Auf die neuen Produkte muss man schiessen…. ;-).

          • peter sagt:

            wenn der akku separat in die batterisammelbehälter gebracht werden, stimmts schon dass sie recyclet werden. die herstellung bleibt trotzdem problematisch. sobald das velo/laptop/handy etc. als ganzes in den elektroschrott geworfen wird, was wohl oft passiert, geht es auch wirklich nach afrika.
            autoschaben bleibatterien wegen der besseren temperaturresistenz. solange das velo nicht in der prallen sonne steht, oder im kalten winter bei -30grad draussen rumsteht, spielt es ja auch keine rolle.

  • VanGogh66 sagt:

    Ohne die geringste Anstrengung auf den Berg …. Na ja, da wäre wohl der Wunsch der Vater des Gedanken.
    Liebe Yvonne, ein Pedelec macht nichts, aber gar nichts, wenn man nichts tut. Es unterstützt nur, wenn man auch strampelt und trampelt. Für ältere oder auch nicht ganz so sportliche oder übergewichtige Menschen ist ein Pedelec die Möglichkeit, auch mal in die Berge zu fahren. Lass uns doch diese Freude (bin selber seit bald 4 Jahren mit dem BionX unterwegs). Ich selber bringe mehr als genug Gewicht auf die Waage. Aber mit dem Pedelec bin ich mobil und kann mich in der Natur bewegen.
    Die Menschen, die schlank und sportlich sind meinen oft, dass alle anderen, die sich zu helfen wissen, nur zu faul sind um sich zu bewegen oder um Sport zu machen. Liebe Yvonne bitte informier Dich zuerst, bevor Du sagst, „ohne“ Anstrengung auf den Berg! Das kann ich aus eigener Erfahrung sagen, das klappt gar nicht.
    Ich komm gerade von einer Tour zurück, bei welcher ich über 630 km in 5 Tagen zurückgelegt habe. Meine Waden haben geschmerzt, mein Hintern ebenso. Ohne Pedelec hätte ich die Tour schon gar nicht begonnen … und mein ‚Motor‘ war während dieser Tour täglich während ca. 30 km (also Total 150km) unterstützend zugeschaltet – den Rest habe ich das zusätzliche Gewicht einfach mitgeschleppt.

  • Blunier Erhard sagt:

    Warum schauen Sie auf andere, ich selber bin E-Bike Fahrer bis 25 Kmh. mich stört es auf jedenfall
    nicht, wenn mich Rennvelos überholen. Ich hatte eine Herzoperation und probleme Artrose in den
    Knien. Seit ich einen Flyer fahre hat sich diese Problem selbst gelöst. Sie können nicht alle E-Biker
    in den gleichen Topf werfen, denn auch unter Velofahrer gibt es anständige. Wenn ich bei Baustellen
    mit Ampeln schaue, wer fährt dort bei Rot vorbei (???)

  • Beat sagt:

    Dieser Blogg wäre es eigentlich aus lauter Unkenntnis der Materie gar nicht wert, kommentiert zu werden. Aber als Biker, der auch EBike fährt, kann ich diesen Quatsch leider so nicht stehen lassen. Von wegen 180 km und 4000 Höhenmeter- diese Akkus gibts nur in science fiction – Filmen, das ist blosses Wunschdenken. Ich bin mit der Autorin lediglich darin einig, dass EBikes im Moutainbikesektor nichts verloren haben. Ich habe ein EBike, mit dem ich täglich zur Arbeit pendle, 20 km hin, 20 zurück. Ich ersetze damit das Auto. Bin nur 10 min. langsamer, denn ich fahre staufrei. Bin 20 min. schneller als mit öv, wegen der schlechten Verbindungen. Mache etwas für die Gesundheit. Soll mir keiner kommen und sagen, das sei wegen der grauen Energie nicht ökologisch. Autos und Züge verbrauchen wohl ein vielfaches an grauer Energie bis sie hergestellt sind. Zum Biken in den Bergen würde es mir niemals in den Sinn kommen, einen Motor zu verwenden. Das sind ganz einfach zwei verschiedene Dinge. Ich bin sportlich, Nichtraucher, gut trainiert. Warum wird ständig versucht, die EBiker als dickwanstige, mit null Fahrtechnik ausgestattete und untrainierte Couchpotatoes darzustellen? Billig und Clichéhaft! Zum Einkaufen habe ich übrigens ein sogenanntes Bahnhofsvelo mit Anhänger, auch da verzichte ich aufs Auto, und wenn ich mal geschäftlich ein Auto brauche, nehme ich Mobility. Was soll denn am E-bikenden Individuum immer so schlecht sein? Es geht wohl eher um die Kränkung, dass man locker überholt wird. Das passiert im Übrigen auch mir auf dem Arbeitsweg, die schnellen Stromer lassen mich mit meinem umgebauten BionX alt aussehen. Na und? Hab ich ein Problem damit? Im Gegenteil, ich freu mich, dass die Velo und EBike fahrende Fraktion immer grösser wird. Solche Bashing-Beiträge schüren bloss dümmliche Grabenkriege, die nichts bringen ausser Fronten.

    • Tim Straubing sagt:

      Word!

    • Beat sagt:

      Beim Lesen des Textes habe ich ebenfalls das Gefühl bekommen, dass das Hauptproblem die Kränkung des Ueberholtwerdens ist. Ich finde das E-Bike ist eine Bereicherung in der Welt der Beförderungsmittel. Ich wünsche allen Lesern eine gute Fahrt.

    • Matti sagt:

      Wissen Sie Frau Birker, wieviel Energie Ihr Beitrag benötigt, durch Verwendung von Computer, Server und das Lesen und Schreiben von Kommentaren der Leserschaft? Denken Sie, Ihr Beitrag war das wert?
      Sind Sie schon mal E-Bike gefahren? Denken Sie, ganz generell ist es für sämtliche Fahrradfahrer besser oder schlechter, wenn mehr Personen ein Fahrrad (mit oder ohne Unterstützung) als ein Fossil betriebenes Fahrzeug verwenden? Und was war das Ziel dieses Blogs, denken Sie damit irgend etwas verbessert oder jemanden inspiriert zu haben?
      Ich wünsche allen offenen und zufriedenen Fahrradfahrern – mit oder ohne Unterstützung – wunderschöne Momente auf zwei Rädern und viel Inspiration. Und ein Dankeschön an alle Fahrradfahrer, denn Dank Euch ist der Verkehr entspannter, mit weniger Lärm und die Luft besser! Ride on!

    • relias sagt:

      180 Km Reichweite und 4000 Höhenmeter – diese Akkus gibts nur in science fiction Flime
      da muß ich Ihnen leider entgegenhalten , es gibt bereits heute Pedelec,s auf Wunsch bis
      3500 Wh Akkukappazität

      Gruß vom Relias , der Ihnen zustimmt Reichweite ist wichtig , nicht die max. Endgeschwindigkeit
      ( 1160 Wh Akku MTB E-Bike Fahrer der Marke Torque-Bikes.de )

      • Beat sagt:

        Ok, mag sein, dass es tatsächlich solche Akkus gibt. Ich finde halt grundsätzlich, jedes Bike, ob mit oder ohne Motor, hat seine Daseinsberechtigung. Frau Birker ist anscheinend auch noch „DH Bike Spezialistin“, also Spezialistin für Downhillbikes, wenn ich das recht verstehe. Downhill ist meines Erachtens, man möge mir verzeihen, nicht weit davon weg, mit einem motorbetriebenen Bike in die Berge zu fahren. Beim Downhill fährt man mit der Bahn rauf und mit Vollmontur runter. Da kann man ja gleich den Akkubetriebenen Motor nehmen, was regt sie sich also auf? Wenn schon Berge, dann zu Fuss oder mit MTB OHNE MOTOR. Ansonsten finde ich den EBike-Boom super, rege mich aber auch nicht unnötig über andere Verkehrsteilnehmer auf. Ich selber bin ja je nachdem Autofahrer, Biker, EBike-Fahrer, Fussgänger oder Wanderer. Man sollte mal ein bisschen mehr Toleranz aufbringen und die eigenen engen Horizonte erweitern.

        • captain kirk sagt:

          Beat,
          Nein diesen Stuss verzeihe ich dir nun nicht. Ich weis wie Downhill für aussenstehende wirkt.
          Aber Downhill ist genauso ein richtiger Sport wie XC-Biken oder Joggen.
          Miete dir doch mal für einen Tag ein DH-Bike und die nötige Ausrüstung und gehe mal einen Tag auf die Piste. Du wirst sehen wie anstrengend das ganze ist wenn man Gas gibt.
          Jene die das ganze ernsthaft betreiben, also auch Rennen Fahren, machen meist Grundlagentraining auf dem XC-Bike oder Rennrad. Muskelaufbau im Kraftraum gehört bei vielen auch noch dazu. Es gibt E-Bikes fürs Gelände (z.b. von Nicolai) aber die sind bei der ganze Gravity Fraktion verpönt. Nicht zu letzt deshalb da sie einfach viel zu schwer sind um damit richtig fahren zu können.

          • Beat sagt:

            Klar, captain kirk, hier spricht scotty… Nun im Ernst, glaubst du, ich wüsste nicht was DH ist? Hab ich vor 20 Jahren schon ausprobiert, als Federweg noch weitgehend ein Fremdwort war. Ist meine Sache nicht, ich trete lieber den Berg hoch. Ich bin völlig einverstanden mit dir, dass es Leute gibt, die diesen Sport ernsthaft betreiben und auch entsprechend hart trainieren. Aber ich kenne auch Leute (in meinem Bekanntenkreis), die haben 20 Kilo Übergewicht und sind jedes Wochenende auf irgend einem Downhilltrail anzutreffen. Treten? Fehlanzeige! Bloss Seilbahn rauf und mit unendlich viel Federweg runter. Sport? hmmm… Nun denn, diese Diskussion müssen wir hier ja nicht führen, mach du deinen Downhill, ich gehe biken. Wie ich bereits erwähnt habe, jede Veloart, ob mit oder ohne Motor, hat seine Daseinsberechtigung. Mit einem EBike würde ich nie eine Mountainbike-Tour unternehmen, dafür sind die Dinger nicht gedacht und viel zu schwer. Aber eben, es lebe die Toleranz!

    • Pumucklq sagt:

      Dem ist wirklich nichts mehr hinzuzufügen

    • Martin Schweizer sagt:

      Vielen Dank Beat!!! Auf Facebook würde ich jetzt den „Like“_Button drücken ;-). Alles was in Ihrem Kommentar steht kann ich so unterschreiben!

    • patrat sagt:

      ich frage nich nur warum man für 40 kilometer ein e-bike braucht wenn der „beat “ doch gut traniert ist?

      • Beat sagt:

        Also gut, nun nochmal ganz langsam zum Mitschreiben: EBike zum Pendeln bedeutet für mich, mit gleicher Kraftanstrengung rund doppelt so schnell am Ziel ankommen als mit meinem normalen Fully, dabei geht es mir auch überhaupt nicht darum, nicht zu schwitzen. Ich gebe auch auf meinem BionX alles, allerdings fahre ich bloss mit der kleinsten Unterstützungsstufe. Das gibt mir den Trainigseffekt. Biken ging ich früher 3-5 mal die Woche. Nun habe ich aber Kinder und die brauchen Zeit, die ich mir gerne nehme. Daher kann ich vielleicht noch 2-3 Mal pro Monat aufs Bike. Ich habe also den Fahrspass in den Alltag integriert, ohne zuviel Zeit dafür in Anspruch nehmen zu müssen. Da meine Frau auch Teilzeit arbeitet, spielt die Stunde mehr oder weniger Arbeitsweg pro Tag eben eine Rolle. Deshalb fahre ich seit drei Jahren mit dem EBike zur Arbeit, nachdem ich vorher ein Jahr mit dem Mountainbike gependelt bin. Für den Arbeitsweg macht EBike fahren definitiv mehr Spass! Ich hoffe, ich konnte deine Frage beantworten.

        • tömsi sagt:

          Ich würde Downhill Biken und E-Biken in die gleiche Kategorie stellen;) Ob nun für den Weg zur Arbeit oder „nur“ zum Spass. Auch zum Downhillen schwitzt man Beat;) Falls du wirklich deine „DH-Karriere“ vor 20 Jahren beendet hast, dann mach es doch mal wieder. Du wirst sehen es macht definitiv mehr Spass mit den heutigen Bikes. Wie fährts du eigentlich nach deinen Berghochattacken runter. In der Gondelbahn? Oder nimmst du gelegentlich auch einen Trail unter die Räder? Wobei du hast ja Spass am staulosen E-Biken. Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass du ein richtiger Mountainbiker bist. Denn richtige Mountainbiker die haben Spass auf dem Velo, egal ob sie Crosscountry oder Downhill machen. Und die ziehen auch nicht übereinander her.

  • erich meier sagt:

    Liebe Frau Knecht, vielleicht gehen Ihre Befürchtungen zu weit : E-Bikes fahren meistens nicht von selbst, sondern der Motor arbeitet nur, wenn auch in die Pedale getreten wird. Als Tamdem-E-Biker fahren wir (auf der Ebene) kaum je schneller als 30 km/h, haben aber dafür einen erhöhten Aktionsradius für unsere Sonntagsfahrt. Auch scheinen Sie die Leistungsfähigkeit einer Batterie massiv zu überschätzen. Selbst mit einer Reservebatterie im Rucksack liegen etwa 1000 Höhenmeter gerade noch drin. Ihre Sorgen, dass E-Biker das Gebirge für sich allein vereinnahmen, erscheint mir unbegründet. Da stören Motorräder wohl mehr.

  • Liebe Yvonne Birker,
    Ihr Kommentar aus dem Mund einer Bikerin hört sich an wie die Lästerei der Wanderer vor 25 Jahren, als die ersten Mountainbikes in den Bergen auftauchten. Auch damals war es der technische Fortschritt, der Velofahrenden plötzlich neue Reviere erschloss. Und obwohl es heute die passenden Velos gibt, jagen nicht allen Pedalierenden den Gurtentrail herunter. Sie bestätigen gerade, dass F.W. Bernstein schon anderweitig feststellte: „Die schärfsten Kritiker der Elche waren früher selber welche“.

  • Thomas Tanner sagt:

    Weit überzogen, Frau Birker. Das E-Bike ist z. B. für gewisse Freizeitaktivitäten, die meine Frau und ich (so um die 60 Jahre alt) gemeinsam unternehmen können, unabdingbar. Ich als „angefressener“ Biker, jede freie Minute auf dem MTB, und sie – zwar auch sportlich – aber selten im Sattel sitzend, können dank des E-Bikes gemeisam Touren untenehmen und beide kommen dabei voll auf ihre Rechnung. Letztes Jahr fuhren wir vom Bodensee an den Genfersee (über die Alpenpässe) und das funktionierte hervorragend. Ohne E-Bike hingegen wäre das nicht möglich gewesen.

  • Stephan Bächli sagt:

    Lustig geschriebener Blog. Und im Grundsatz stimme ich zu: Lieber gar kein Bike als ein E-Bike. Aber die Entwicklung hin zur Motorisierung nimmt ja auch bei den Fussgängern zu. Schaut man auf den Gehsteigen, gibt es immer mehr mehr oder weniger ältere Leute, die mit elektrischen Rollstühlen unterwegs sind, aber eigentlich noch gehen können. Werden wir immer fauler?

    • naja, wahrscheinlich waren „wir“ schon immer faul. Früher wären „wir“ dann einfach Zuhause geblieben. Es gibt jetzt halt diese neuen Möglichkeiten sich fortzubewegen. Wär irgendwie auch seltsam wenn sie keiner nutzen würde. —-> Es muss es ja keiner tun der nicht will !

    • Martin Schweizer sagt:

      Natürlich werden wir immer fauler. Vor zehn Jahren ist man noch mit einem schweren Eisenrahmen gefahren. Heute mit Karbon-Bikes die kaum noch etwas wiegen. Das E-Bike ist nur die logische Weiterentwicklung. Aber jeder wie er will… Ich nehme gerne ab und zu das E-Bike (zur Arbeit etc.) und dann wieder mein normales Bike (zum Sport treiben), ohne mir das eine oder andere durch „ideologische“ Scheuklappen zu verbieten.

      • tömsi sagt:

        Eisenrahmen vor 10 Jahren!? Stahrahmen gibt es im Übrigen immer noch. Vor 10 Jahren war schon fast alles aus ALU. Und wenn nicht aus Alu dann aus Titanium oder auch schon Kohlefaser. Eisenrahmen ich lach mich krumm:)

  • Pesche sagt:

    Einmal mehr jemand, die unter dem Namen „Gastblogg“ ihren Frust ablassen muss. Selten sowas blödes gelesen hier. Aussagen wie „Ohne eigene Muskelkraft im Hochgebirge“ oder „Tagestouren von locker 180 km und 4000 Höhenmeter“ zeugen doch davon, wie unkompetent die Frau ist. Und ich sage das als waschechter Biker ohne E-Bike.

    • jörgi sagt:

      180 km und 4000 Höhenmeter – da wird dem E-Biker schwindlig vom Akku wechseln. Ist vor allem logistisch anspruchsvoll…

    • felix sagt:

      Lieber Pesche

      Ehrlich gesagt sehe ich den Beweis der Inkompetenz in der Aussage mit Tagestouren von 180km und 4000 Höhenmeter nicht..
      Können wir gerne jederzeit machen, wenn Du magst!

      Und auch wenn einige e-bikes schnell sind.. einem Rennrad kommen Sie niemals davon.
      Ist mir zumindest noch nie passiert.. auch wenn es in und um Zürich eine respektable Dichte an Stromer und ähnlichem hat.

      • Dani Kobler sagt:

        Mein lieber Felix, und ob E-Bikes so schnell sind.
        Der Kassensturz hat mal einen Test gemacht, Schmezer auf dem E-Bike gegen Cancellara, den Schallenberg rauf.
        Rat mal wer gewonnen hat.
        Und diese Vergleich ist auch schon ein paar Jahre her.

      • Hans Hess sagt:

        Gegen einen Stromer hat kein Rennrad auch nur den Hauch einer Chance. Mit den 500 Watt fährt man flach konstant ca. 50km/h. Wie Schmezer im Kassensturz vor Jahren mit dem 250Watt Flyer gezeigt hat, steht’s am Berg noch schlechter um das Rennrad. Aber gut, der Pesche, der kann ja alles. Fährt Tag für Tag locker „180km und 4000 Höhenmeter“ (im Gelände, hehe). Und auf dem Rennrad locker allen Stromern davon. ;)

        • Hans Hess sagt:

          Korrektur: Gemeint ist Felix, nicht Pesche.

          • felix sagt:

            Es ist wohl richtig, dass ein Stromer 50 km/h schafft im Flachen.
            Dabei hat aber auch der Fahrer eine gewissen Fitness an den Tag zu legen..
            Den Schmezer hab ich jetzt noch nie persönlich angetroffen und alle anderen sahen über kurz oder lang sehr als aus.. ; )

            Stimmt die gute Dame meinte Tagestouren mit e-bike, ich meinte mit normalem Bike.
            Wer mag mitkommen ; )

        • Pesche sagt:

          Ich glaube Du hast da was falsch verstanden. Die Bloggerin behauptet, ein E-Bike mache “Tagestouren von locker 180 km und 4000 Höhenmeter”, nicht ich.

          • Die Frau aus dem Blog hat schon richtig recherchiert. Der Herr Schildknecht (Konstrukteur des Rekord-e-Bikes) kann mit einem zusätzlichem Akkupacket, dass ein Bike dann 9,9kg schwer werden lässt, tatsächlich Touren bis zu 180km 4000hm. Er tut es auch.
            Warum man mit diesem Bike nicht im Gelände rumfahren kann erschliesst sich mir auch nicht ganz.

      • captain kirk sagt:

        Das will ich sehen! Ich habe kein E-Bike, aber bin schon welche gefahren. Mir liegt es nicht. Aber so schnell von A nach B wie mit den dingern ist man auf keinem Renner.

        Ich habe mir schon ettliche Rennen geliefert mit Stromern und Co. Wenn die Person auf dem Teil auch nur halbwegs Fitt ist mach er oder sie einem locker zur Sau.

    • Tscharner sagt:

      Danke Pesche!
      Wie auch immer, es macht auf jeden Fall Spass mit dem EBike zur Arbeit zu fahren, nicht verschwitzt snzukommen und erst noch zu trainieren! Und übrigens muss man trotzdem trampeln…. Ohne nichts geht nichts
      Gruss Brigitte

  • RedOrbiter sagt:

    Ich glaube Sie sehen bei den E-Bikes ein Problem dass gar keines ist.
    Ich finde es toll wenn gerade der genannte „unsportliche, stumpenrauchende und gut im Futter stehende Mittsechziger“ sich ein Ebike schnappt und damit herum fährt. Nur so sind doch diese angesprochene Gruppe zum Umstieg vom Auto aufs Velo zu bewegen.
    In den höheren Regionen und Bergen ist bis jetzt das bis anhin schwere Ebike fast überhaupt noch kein Problem. Die angesprochene Käuferschaft tummelt sich fast ausschliesslich in den Städten und deren Agglomeration. Zu unhandlich sind bis jetzt die Ebikes um wirklich Spass im Gelände zu haben.
    Das angesprochene 8-kg Lightbike ist ein Prototyp und überhaupt nicht Alltagstauglich geschweige denn Bergtauglich.
    Darum > Jeder Ebiker(in) ist ein potenzielles Auto weniger unterwegs auf der Strasse.
    cu Redorbiter

    • Peter Müller sagt:

      Schön wärs … und wo stehen die Autos dieser Supersportler mit denen sie ihre Fahrräder mitgeführt haben. Wer will schon einen langen Anfahrtsweg mit dem Fahrrad absolvieren, auch nicht mit dem E-Bike.
      Gleichzeitig gehe ich davon aus, dass alle E-Bike Fahrer – die zu nichts anderem als einem Mehrverbrauch an Strom führen – ihren Mehrbedarf an Strom sofort wieder selber einsparen. Schliesslich machen ja alle auf Öko und sportlich. Wahre Sportler brauchen keine Hilfsmotoren. Und all die anderen gehören halt nicht auf ein Fahrrad. Weniger ist auch hier mehr.

      • Martin Schweizer sagt:

        @Peter Müller: Selten so einen Schwachsinn gelesen! Seit wann entscheiden denn bitte sie, wer „aufs Fahrrad gehört“ und wer nicht? Wenn die „unsportlichen“ nun in E-Bikes eine alternative zum Auto gefunden haben ist das doch genial!

        Man muss halt einfach unterscheiden zwischen „Fahrrad als Sportgerät“ und „Fahrrad als Transportmittel“! Einige wollen mit dem Fahrrad Sport machen, andere brauchen es als Transportmittel. Ich finde es absolut daneben, über die einen oder anderen her zu ziehen. Leben und leben lassen!

      • Martin Schweizer sagt:

        Und bezüglich Stromverbrauch. Das meinen Sie aber nicht im ernst oder? Das E-Bike braucht einen Bruchteil der Energie, welche ein Auto benötigt um von A nach B zu kommen. Selbst wenn man die benötigte Energie mit einem Diselgenerator erzeugen würde, wäre es noch umweltfreundlicher als ein Auto.

        • Ruedi sagt:

          Umweltfreundlicher schon aber trotzdem: statt Muskelkraft wird Strom verbraucht. Das E-Bike ist ja nicht die Alternative zum Auto sondern zum normalen Velo. Ergo stimmt die Aussage, dass einfach der Stromverbrauch im Freizeitverkehr steigt.

          • Hans sagt:

            Der Stromverbrauch ist minimal! Mein Ladegerät benötigt 63W über 6h für eine Akkuladung, also etwa gleich viel wie wenn Sie 2h vor dem Fernseher sitzen.
            Das E-Bike ist eine alternative zum Auto. Ich lege meine 20 Km Arbeitsweg jedenfalls mit dem Flyer (50% Motor / 50% Muskelkraft) zurück. Früher kam da bis auf einige Ausnahmen das Auto zum Einsatz!
            Am Feierabend wird dann häufig das E-Bike gegen ein „normales“ Mountainbike gewechselt und ab geht’s auf den Trail.

          • Theo Schmidt sagt:

            Das stimmt nicht unbedingt. In der üblichen Nahrung steckt so viel graue Energie, dass eine menschliche Leistung, die zu mehr Essen führt, wie z.B. auf einer langen Bergfahrt, insgesamt zu einem höheren Energieverbrauch als mit einem E-bike führen kann.

      • Roellin sagt:

        Herr Müller sie sind ein richtiger Miesmacher. Ich geb.14. 04. 1940 bin viele Tausend Kilometer mit einem Tourenvelo 3 Gang gefahren. Später kaufte ich mir ein Mountainbike und hatte grosse Freude daran. Nach 3 Herzoperationen war es gut für mein Körper und Geist in die Natur zu gehen. Im Übrigen arbeitete ich voll bis 63. Zu meinem 70′ isten Geburtstag bekam ich dann die Diagnose Lungenkarzinom seither bin ich dankbar für mein Flyer.

      • Heinz sagt:

        Ihnen ist nicht mehr zu helfen mit Ihren griesgraemigen Buenzli- Kommentaren. Machen Sie doch was Sie wollen, und hoeren Sie auf andere zu bevormunden. Leute wie Sie wollen einfach alles was Ihnen nicht in den Kram passt verbieten. Nicht meine Welt.

  • hubert schoch sagt:

    was will und die Autorin mitteilen?

    • Michael S. sagt:

      … allenfalls, dass sie als echte Bikerin elektronbetriebenen Fahrrädern kritisch gegenüber steht…?

    • Dobela sagt:

      Sie will uns mitteilen, dass es ihr stinkt, dass andere schneller sind als sie. Komisch, nicht? Sie bezeichnet E Biker als „Töff“ – na also, sie will sich ja wohl nicht mit Töffs messen oder? Dieses Leistungsdenken der Sportler ist schon der helle Wahnsinn. Besser der Mittsechziger kommt mit dem E Bike zur ARbeit als mit dem Auto oder? Schon sehr viel Frust kommt da daher…

    • Andreas Wegmueller sagt:

      Wer lesen kann ist klar im Vorteil!

    • Cybot sagt:

      Sie will uns mitteilen, dass sie nicht gern überholt wird. Deshalb sucht sich alle möglichen Gründe, wieso e-Bikes schlecht sein sollten. Dabei steht der wahre Grund doch schon ziemlich weit oben, es ist einfach nur „ihr Ego angegriffen“.

      Letztlich ist ein e-Bike aber auch nichts anderes als ein Mofa, von denen wurde man auch schon immer überholt, dabei allerdings auch noch von einer stinkenden Wolke eingehüllt. Insofern empfinde ich die Elektrifizierung definitiv als Vorteil.

      Verloren geht dem Velofahrer nämlich gar nichts, er kann sich weiterhin selber trampen, fit halten und stolz auf seine Leistung sein. Wenn andere das nicht wollen, ist das deren Sache, egal ob die nun mit dem Auto, dem Motorrad oder dem e-Bike unterwegs sind.

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