Bergrettung rufen, aber nicht bezahlen?

Alles Gute kommt von oben: Rega-Übung bei Schattdorf UR, 3. Juni 2005. (Bild: Keystone)

Alles Gute kommt von oben: Rega-Übung bei Schattdorf UR, 3. Juni 2005. (Bild: Keystone)

Schweizer Bergrettungsorganisationen müssen jedes Jahr viele Zehntausend Franken abschreiben, weil sie Alpinisten retten, die entweder kein Geld besitzen, um die Rettungskosten zu begleichen, oder die ungenügend versichert sind. Als zahlungsunwillig erweisen sich vor allem solche, die einen Helikopter nur wegen Erschöpfung angefordert haben – solche Taxi-Flüge bezahlen die Versicherungen nämlich nicht. Bei der Air Zermatt summieren sich die offenen Rechnungen auf 70’000 bis 100’000 Franken pro Jahr, berichtete der «Walliser Bote» kürzlich. Auf eine ähnliche Summe komme auch die Air-Glaciers, schrieb die Nachrichtenagentur SDA. Und die Rega kenne dieses Problem ebenfalls.

Früher seien die Abschreibungen bedeutend höher gewesen. Inzwischen hätten Rettungsorganisationen wie die Air-Glaciers die «Schraube angezogen». Die Geretteten müssen sofort mit Bargeld oder Kreditkarte bezahlen oder eine schriftliche Zahlungsgarantie aufbringen. Viele stammen aus dem Ausland. «Wenn ich mir die Rechnungen manchmal ansehe und die Länder, wohin sie verschickt werden, mache ich mir eigentlich keine grossen Hoffnungen, dass der fehlbare Betrag tatsächlich überwiesen wird», zitiert der «Walliser Bote» einen Einsatzleiter der Air Zermatt, die jährlich etwa 1600 Einsätze fliegt. Vor allem Gäste aus Osteuropa seien säumig.

Was bedeutet eigentlich Erschöpfung?

Liest man diese Bilanz, ist man im ersten Moment geneigt zu denken: Sapperlot, was sind das für Bergsteiger? Einfach mal losmarschieren und schauen, wie weit man kommt? Und wenns anstrengend wird, ungeniert den Helikopter ordern? Und sich dann noch um die Bezahlung foutieren? Wie mies ist das denn! Was ist aus unserem ernsthaften Alpinismus geworden?

Denke ich jedoch einen weiteren Moment nach, dann kommt die Frage auf: Was genau bedeutet eigentlich Erschöpfung? Ist Erschöpfung, wenn sich jemand überschätzt und den Berg und die Route unterschätzt? Falls ja: Sind die Erschöpfungsgrenzen nicht sehr individuell? Einer jammert eventuell schon, wenn seine Beine etwas surren oder wenns exponiert wird. Aber auch ein geübter Alpinist kann auf seinem Weg irgendwann an seine körperlichen und psychischen Limiten geraten. Nehmen wir einmal an: Er hat einen schlechten Tag, will trotzdem kein Waschlappen sein und versucht trotz Müdigkeit weiterzuklettern, stürzt dann vielleicht, verletzt sich dabei und muss schliesslich gerettet werden.

Warum haften Versicherungen erst, wenn etwas Schlimmes geschehen ist?

Klar, kann es blöd gehen. Aber klammern wir jetzt mal hypothetisch die Pech- und Restrisiko-Unfälle aus: Sind dann im weitesten Sinne nicht die meisten Bergunfälle Resultat von Selbstüberschätzung? Stürzt jemand in einer Felswand, war die Route für die momentane Verfassung möglicherweise zu schwierig. Rutscht einer auf einem steilen oder vereisten Grat aus, war in diesem Moment vielleicht seine Konzentration erschöpft.

Warum bezahlen Versicherungen erst, wenn etwas Schlimmes geschehen ist? Ein Irrsinn.
Deshalb bleiben die Bergrettungszentren auf unbezahlten Rechnungen sitzen. Was wäre, wenn all jene, die nur wegen Erschöpfung die Rettung rufen, am Berg weiter auf- oder absteigen würden: Weiss Gott, was ihnen noch geschehen könnte. Möglicherweise wäre der Rettungseinsatz dann einiges aufwendiger und kostspieliger.

Die einzigen Helden am Berg sind die Retter. Sie urteilen nicht, sie rücken aus, wenn sie gerufen werden, erlösen aus jeder Not, auch wenn es nur eine gefühlte ist. Ihre Arbeit soll bezahlt sein, keine Frage. Dass nicht jeder Osteuropäer mehrere Tausend Franken aufbringen kann, weil er im Monat 300 Franken verdient, ist irgendwie verständlich und wohl kaum böse Absicht.

Vorschlag: Eine Solidaritäts-Hunderternote von jedem Helikoptergast

Darum möchte ich heute den guten alten Solidaritätsgedanken ansprechen. Mein Vorschlag: Das Geld sollen jene geben, die es haben. Zum Beispiel die Heliskifahrer und die anderen, die zum Plausch einen touristischen Helikopterflug buchen. Auch hier müsste man die Schraube anziehen. Selbst der Einsatzleiter der Air Zermatt sagte dem «Walliser Boten», die Klientel sei meist betucht und zücke schnell den Geldsack. «Vor allem die russischen Gäste locken die Piloten gerne mit einem Extrabonus, wenn sie auf diesem oder jenem Gipfel landen wollen, statt die geplante Route zu machen.»

Ich plädiere für eine Solidaritäts-Hunderternote von jedem Helikoptergast, der zum Vergnügen einen Flug unternimmt. Damit könnte ein Fonds für die Bezahlung ungedeckter Rettungskosten geäufnet werden. Ob eine Heliskifahrt pro Person nun 300 oder 400 Franken kostet, spielt bei jenen ja wohl keine Rolle.

Was schlagen Sie vor?

80 Kommentare zu «Bergrettung rufen, aber nicht bezahlen?»

  • Steiner78 sagt:

    Sie glauben doch nicht ernsthaft, Osteuropäer die 300 Franken im Monat verdienen, machen Urlaub in der Schweiz?

  • Michel sagt:

    die lösung für das problem sollte auch hier an der wurzel gepackt werden.. erschöpfte einfach ihrem schicksal überlassen – also bitte!
    was daraus folgen kann wissen retterkolegen wohl genau, zudem sind da auch immer eine reihe von betroffenen dahinter. versetzt euch mal in die lage des erschöpften. mir zum glück noch nicht, aber kann jedem passieren(selbstüberschätzung, fehlplanung wetter etc.)!!! und dann sagt man den hinterblibenen, tja er hatte kein geld desswegen ist er weitergegangen und zu tode gestürtzt.. Die 100.- finde ich keine gute lösung, wenn man den mittelstand anschaut und die berücksichtigt die eben wegen dieser 100.- gehen können oder eeben verzichten müssen..

    Warum unternimmt man nicht mehr in der prävention?? es liegen statistiken vor, geht in die länder wie oben beschrieben und macht öffentlichkeitsarbeit mit abschreckung, sprich beispiele einer teuren rettung in den schweizer bergen in nationalen newspaper oder den bergzeitschriften..

    ich von meinerseite her bin froh um die rega und ihre heinzelmännchen im hintergrund, würden es doch viele 1000 tränen mehr geben ohne SIE!!

    @ insider herr meier peter:
    lesen sie ihren eintrag bitte nochmals und entschuldigen sie sich für ihre aussage – das würde sie aus der untersten schublade etwas befreien.. ich glabe sie haben einen schlechten tag erwischt um diesen eintrag zu schreiben! sind es doch genau diese sorte Menschen welche wir dann um gnade flehend retten müssen. es ist jeder für seinen lohn selbst verantwortlich und wenn sie nicht das verdienen was sie wollen – wechseln sie ihre stelle und lassen sie die anderrn ihre arbeit machen. unser ziel ist es menschen wie sie aus misslichen lagen zu befreien, so schnell wie möglich, mit dem geringsten aufwand – halt technisch top! viel freizeit geht flöten damit wir auch extrem sportler auf dem professionellen niveau sind und bleiben und wir haben nicht den lohn eisen top fussballspielers oder eines rodger federers!! brauchen wir auch nicht!! wir müssen lediglich leben können, das schönste geschenk sind glänzende mami und kinder augen weil wir leute wie sie herr meier nach hause bringen, welche ohne uns wahrscheinlich nicht mehr dahin gekommen wären..
    ihr bergretter Michel

  • Arnold sagt:

    Das finde ich echt dreist, nach dem Motto ich kann nicht mehr würde jetzt lieber ins Bett ja rufe ich mal den Rettungsdienst, aber dann nicht bezahlen wollen. Finde ich nicht in Ordnung

  • Claus Scherschel sagt:

    Sind die abgeschriebenen Rettungskosten nicht eingepreist? Das tät mich wundern.

  • hallo mitenand. der vorschlag von frau natascha knecht ist ausgezeichnet. derjenige der zum vergnügen hochfliegt, heliski, rundflug… soll einen solidaritäts zuschlag von fr.100,- bezahlen.

    gute frage, was heisst erschöpfung? erschüpfung ist, wenn jemand so müde, ausgepowert ist, das er kein wort mehr rausbringt. solange jemand noch sprechen kann, kann er auch noch laufen. ich wünsche allen gute touren.

  • trubatix sagt:

    Im Ausland werden oft klare Regeln aufgestellt, z.B Kanada Heliskiing der Flug nach oben verpflichtet dich zu einem Beitrag für eine evt. Rettung. Ok, das nehme ich in Kauf weil ich ja dort hin will und dieser Beitrag ist angemessen. Aber warum soll ein Fond für Personen eingerichtet werden die sich nicht selbst versichern können und doch Nutznießer sein wollen. Für mich ist das Schmarotzertum, wenn ich einen Einsatz in den Bergen auslöse dann weil ich dort hin wollte. Ich bin dafür das jeder für sich Verantwortung trägt und seine Kosten alleine tragen muss, wenn ich es nicht vermag dann muss ich es bleiben lassen.

  • Daniel sagt:

    ….also, da Ferien in der Schweiz nicht ganz billig sein dürften, sogar für Schweizer eher teuer und sowieso für Gäste aus dem Osten, nehme ich mal an, es kommen eh die hierher Ferien machen, die sowieso genug Geld haben, also auch kein Problem damit die Rechnung zu begleichen…
    …ich vermute volle Berechnung dahinter, die wissen doch, das wenn sie nicht zahlen, wird ihnen nicht viel passieren…ich wäre dafür, so Rettungspäckli abzugeben wer nicht sofort an Ort Bar zahlt…eine Wärmedecke, ein Paar Cervelat und paar Biscuit und äs feins Fläschli Hahneburger…und dann schau selber…

  • Georg Stamm sagt:

    Besserer Vorschlag: Das Geld über ein Betreibungsverfahren einfordern. Das geht auch international, mindestens im EU-Raum. Das bedingt allerdings etwas Durchhaltevermögen, ist aber alleweil besser als einfach klein beigeben=Geld abschreiben.

  • Hans Iseli sagt:

    Das ist die aktuelle Denke: nicht vorsorgen, aber fordern, die Kosten auf die Allgemeinheit abwälzen und zehnmal das Wort sozial gebrauchen. Mit dem Segen der immer vorhandenen Gutmenschen, die solange gut sind, bis sie auch mal zahlen sollten.

  • Peter Meier sagt:

    Das Hauptproblem ist ein ganz Anderes. In Italien kostet die Rettung aus der Luft Nix, Nada, Gratis. Da stellt sich das Problem gar nicht. Dann: die REGA ist sowas von SACKTEUER, das geht auf keine Kuhhaut. Ergo ist auch die Flugstund kaum bezahlbar. Die kaufen einfach par Davinci’s mit Nachtflugausrüstung für JEDEN Heli, Rabatt gabs keinen bzw. war der REGA egal. Dann die Piloten. Normale Helipiloten eiern für 5’000/Monat in der Luft rum. Ist ein Traumjob, man hat oft frei / Pausen etc. also am Schluss ein Mega cooler Job. Die REGA zahlt freiwillig mehr als das Doppelte ! Und dann die Luxus-Hangars, der Luxus-Repat-Jet (wenn ich in Venezuela ne Blutvergiftung habe will ich schnell in die CH und nicht in nem umgebauten Milliardärs-Jet mit Cupli in der Hand heimcruisen). Die Verwaltung ist aufgebläht, riesen Löhne im Riesenkader. Da könnte man massiv sparen! Und da wär so ne Rettung nur noch halber Preis, und die Leute würde die Rechnung eher bezahlen. Aber wehe, man kritsiert die heilige REGA in der Schweiz…. Gruss, ein Insider.

    • Airliner sagt:

      @Meier: Selten grösseren Bockmist gelesen. Helipilot ist ein Traumjob, hauptsächlich dann, wenn man Verletzte oder Tote bergen muss. Abgesehen davon, heute verdienen normale Büroangestellte Fr. 5000 ohne Probleme. Wieso ist ein Helipilot mit gleichem Lohn überbezahlt? Und klar, Verletztenflüge aus dem Ausland arten immer in Champagner Parties aus. Ich glaube Sie haben zu lange an der Leimtube geschnüffelt.

    • Ott sagt:

      Die REGA ist schon so was wie eine heilige Kuh, Kritik hört man nicht oft. Und dass sich eine Organisation, die (momentan) keine Geldsorgen kennt, den einen oder anderen unnötigen Luxus gönnt, ist anzunehmen.

      Ich bin jedoch sehr zufrieden mit dem Kosten- Nutzenverhältnis als Gönner. Und ich bin auch stolz auf unsere REGA, dass sie ohne staatliche Hilfe eine SUPER Organisation mit SUPER Ausrüstung, SUPER Notfallzentrale und SUPER Personal ist. Wenn letztere Ende Monat auch einen SUPER Lohn heimtragen dürfen, mag ich denen das gönnen.

      Wenn unsere Versicherungen finden, die REGA sei zu teuer, ist es an ihrem Dachverband, Optimierungspotential aufzudecken und Preissenkungen zu fordern.

      Und das die Bergrettung gratis sein sollte wie in Italien, fände ich oberdämlich. Wer bezahlt dort? Der Staat? Da zahlen dann wohl nicht wie von N. Knecht vorgeschlagen die Hobby-Flieger einen Solidaritätszuschlag, sondern die Deutschen.

      • Eni sagt:

        Im Verhältnis ist die Rega günstiger als der Krankenwagen: während dir REGA nur die Flugminuten verechntet, muss beim Krankenwagen auch die Stand By- Zeit bezahlt werden.

    • Michel sagt:

      @ insider herr meier peter:
      lesen sie ihren eintrag bitte nochmals und entschuldigen sie sich für ihre aussage – das würde sie aus der untersten schublade etwas befreien.. ich glabe sie haben einen schlechten tag erwischt um diesen eintrag zu schreiben! sind es doch genau diese sorte Menschen welche wir dann um gnade flehend retten müssen. es ist jeder für seinen lohn selbst verantwortlich und wenn sie nicht das verdienen was sie wollen – wechseln sie ihre stelle und lassen sie die anderrn ihre arbeit machen. unser ziel ist es menschen wie sie aus misslichen lagen zu befreien, so schnell wie möglich, mit dem geringsten aufwand – halt technisch top! viel freizeit geht flöten damit wir auch extrem sportler auf dem professionellen niveau sind und bleiben und wir haben nicht den lohn eisen top fussballspielers oder eines rodger federers!! brauchen wir auch nicht!! wir müssen lediglich leben können, das schönste geschenk sind glänzende mami und kinder augen weil wir leute wie sie herr meier nach hause bringen, welche ohne uns wahrscheinlich nicht mehr dahin gekommen wären..
      ihr bergretter Michel

  • erich meier sagt:

    Das Problem besteht auch darin, dass oft Drittpersonen, die auf blosse Vermutungen hin einen Helikopter anfordern, z.T. unnötige Einsätze auslösen, die dann trotzdem von den Berggängern statt von den übereifrigen Alarmgebern bezahlt werden müssen. Es gab sogar schon Fälle, wo Personen zwangsgerettet wurden, denen eigentlich nichts fehlte, nur damit der Helieinsatz nicht unbezahlt blieb. In den Bergen habe ich mehr Angst vor solchen Dingen als vor einem eigentlichen Bergunfall.

    • Anna sagt:

      Richtig, das Problem daran ist ja vor allem, dass es als Außenstehender schwer ist, das Befinden eines anderen korrekt einzuschätzen. Eventuell ruft man dann den Helikopter bereits, um sein Gewissen zu beruhigen. Mich würde allerdings interessieren, wer in so einem Fall zahlt.

  • Airliner sagt:

    Diverse Schreiber fordern, dass Berggänger aus dem Ausland eine Zusatzversicherung abschliessen sollen, doch keiner sagt, wie er sich das vorstellt. Kommt jetzt doch noch der Kiosk am Matterhorn?

  • John J Feller, SCV sagt:

    das toent ja echt nach Obama „die andern sollen zahlen“. Ich denke es waere gerechter, wenn :Leute die sich in Gefahrenzonen begeben um einen „Kick“ zu erleben eben zur Kasse gebeten werden und zwar mit allen Mitteln, ev. mittels einer Versicherung. Habe kein Verstaendnis fuer „Sportler“ und „Abenteurer“ die sich in misslichen Lagen wiederfinden und dann nach Solidaritaet, resp, Rettung schreien.

  • Frank Baum sagt:

    Letztlich muss man gar nichts machen. Im Artikel steht ja, dass die ganzen Berg-Retter schon immer mit diesem Probelm zu kämpfen hatten und dennoch nicht pleite gingen. IM Vergleich zu früher, hat sich die Situation ja verbessert. Man treibt das Geld jetzt bei den direkt betroffenen besser ein – zumindest dort, wo es unmittelbar geht. Der Solidaritäts-100er ist letztlich eine Frage der Preispolitik der Rettungsgesellschaften selber. Die Rettungsgesellschaften finanzieren ja ihre Rettungsflüge heute schon zum Teil aus den Tourismus-Flügen. Das zynische an dem ganzen Outdoor-Blog ist ja lediglich, dass einerseits dafür plädiert wird, dass diese Tourismusflüge einzustellen seien, weil die Berge für die ungeduschten Bergsteiger reserviert seien, andererseits wird eben von diesen Leuten jetzt eine Solidarität eingefordert.

    Bei den Versicherungen sollte auf gar keinen Fall etwas getan werden. Das würde den letzten Rest der Eigenverantwortung begraben. Dann ginge es richtig los mit Rettungsflügen.

    • erich meier sagt:

      Da haben Sie vollständig recht ! Als Analogie sei auf die Prämienexplosion im Krankenkassenwesen verwiesen, wo die sogenannte „Solidarität“ der stärkste Kostentreiber ist: Selber profitieren, zahlen sollen die anderen.

  • Viktor Troska sagt:

    Wer auf einer schweizer Autobahn unterwegs ist braucht eine Vignette. Wer in den schweizer Bergen unterwegs ist braucht keine Vignette dafür eine Rega-Mitgliedschaft. CHF 30.- kann wohl jeder aufbringen, der es bis in die Schweiz schafft um auf Berge zu klettern! Die Mitgliedschaft sollte auf den Tourismusbüros und in den SAC-Hütten gemacht werden können und z.B. auch über Internet. Das man andere zahlen lässt, ist zwar populär aber nicht unbedingt fair! Und wer die CHF 30.- p.a. nicht aufbringen kann, soll sich ein anderes Hobby suchen.

  • SKORPIL sagt:

    Solidaritätshundertnote gehr in Orndung . Man kann auch aneinem Solidaritätszuschlag bei der Kurtaxe denken , besonses bei Nobel Hotels

    • Frank Baum sagt:

      Das sollte kein Problem sein. Die Übernachtungskosten in der Schweiz sind ja ohnehin recht günstig. Wenn wir da noch einen oben drauf legen, spielt das sicherlich keine grosse Rolle.

  • Gerda Schuurman sagt:

    Der Begriff „Solidairtät“ hat langsam aber sicher den gleichen Klang wie ‚Gutmensch“. Wie wäre es mit mehr Eigenverantwortung? Weniger Selbstüberschätzung? Warum glaubt man sich einfach aus dem Geldbeutel der Anderen bedienen zu dürfen? Gutmensch.. Solidarität…

  • Philipp Rittermann sagt:

    alles korrekt bis „rega in den roten zahlen“ – machen sie sich schlau und sie werden sehen, dass es der rega, die ich übrigens auch gönnermässig unterstütze, finanziell sehr gut geht.

  • Jutta Maier sagt:

    Nun, man liest in letzter Zeit häufiger, dass auch schwierige Routen in den Bergen von Touristen überrannt werden. Die meisten kommen ja Heil zum Glück wieder runter. Ich denke aber, man sollte ebendiese Leute solidarisch schröpfen, nicht einfach die reichen Russen: wer die Alpen über 3000m erklimmt, muss blechen, basta. Bei jeder Tour. Egal ob mit Führer oder ohne. Wer nicht bezahlt hat, und später verunfallt und gerettet werden muss, wird doppelt berechnet. Wessen Landsmann nicht zahlen kann, dessen Botschaft sollte zur Rechenschaft gezogen werden. Das muss richtig weh tun.
    Von mir aus kann man Mountainbiker generell auch gleich in den Topf schmeissen, die verursachen auch mehr Mühe und Ärger, als dass diese Sportart in den Bergen zu rechtfertigen wäre…

    Das dürfte einerseits die Plauschtouristen, die ebenmal zum 50. Geburtstag den Montblanc erklimmen wollten, abhalten, und andererseits die Bergretter in eine bessere finanzielle Lage bringen. Es geht nicht an, dass ausgerechnet REGA und Co. in den roten Zahlen sind, weil ein paar hundert „Siebesieche“ sich mal wieder überschätzt haben.

    • Michel sagt:

      Sehr geehrte Frau Maier, sie könnten die frau von herr Meier sein.. mancher nicht mal 3000m hoher ist wesentlich schwieriger wie manche 4000er! und wenn wir gerada dabei sind alle in den gleichen topf zu werfen, soll doch gleich jeder einen (JRZ) rappen spenden. also sorry – und in Chamonix (Mont Blanc, übrigens Frankreich) würden sie sich wunder wie die rettung da funktioniert! die leisten fast täglich Olympisches Gold!!

      Die Idee mit der Kurtaxe oder „Tages/Wochengönnerschaft“ zu erwerben finde ich super, nur vergessen wir die vielen hundert von „nicht Schweizer“ (weil ausländer bin ich ausser hier auch überall) welche nicht mit dem Flugzeug kommen, ohne Geld für Hotels welche sich nach langer und strenger anreise, irgendwo vor einen Berg legen um noch ein, zwei stündchen zu schlafen bevor sie Ihren Traum erklimmen.

      Mann merkt schon beim durchlesen welche aussagen von alpinisten stammen und welche von ……………

  • gianpiedro sagt:

    Der Solidaritätsgedanke ist gut und recht, sinkt dadurch aber nicht die Hemmschwelle für die Alarmierung? Wenn man weiss das die Rettung bezahlt wird nimmt man sie auch gerne in Anspruch. Der bessere Weg ist sicher eine obligatorische Versicherung.

  • Hartmann sagt:

    Wer etwas bestellt, muss bezahlen. Die Solidarität wird langsam aber sicher unerhöhlt. Es kann nicht immer mehr gratis oder untentgeltlich sein. Die Menschen müssen wieder Lernen, Verwantwortung zu übernehmen.

  • Hugo sagt:

    Unsere osteuropäischen Mitbürger haben unsere naives System entdeckt. Spassgesellschaft / Mit Sandalen in die Berge – die dummen Schweizer werden uns schon retten! Das ist eben das linke SP-Denken. Irgendjemand wird schon bezahlen!

    • Alex sagt:

      Hoi,
      für die meisten ist die Schweiz schlichtweg unerreichbar teuer. Da reicht das Geld zwar noch für eine Tankfüllung wenn man zusammen legt, aber weder für Hüttenhalbpensionen, Bahnen oder eben 30/50 CHF für die Rega. Bei umgerechnet ein paar hundert Euro Monatslohn ist das auch kein Wunder.

      Aber abhalten kann man sie nicht, denn die Schweiz ist für die Jungs aus dem Osten (Tschechien, Litauen, Russland) immer noch schlichtweg das Bergsteigerparadies auf Erden. Allein bei der Antwort „Switzerland“, woher ich kommen würde bekamen die Leute im Kaukasus leuchtende Augen.

  • James Lehmann sagt:

    Nur weil paar Leute hier nicht zahlen, heisst nicht, dass man sie damit weglassen sollte. Es heisst nur, dass man in Bezug auf die Rechnungsstellung enger mit den betreffenden Staaten zusammenarbeiten sollte. Auch bei Bussen sollte man das irgendwann machen. Das ist einfach Prinzipsache.

    Aber der Vorschlag, dass man einfach andere abzockt, weil denen ihr Geldbeutel locker hängt…. und dann nennt man das ganze noch Solidarität. Ich kann ja gleich jemanden ausrauben und das nenn ich dann auch Solidarität.

  • Joachim Adamek sagt:

    Rettungseinsätze mit Hilfe von Soli-Abgaben zu finanzieren, halte ich für keine gute Idee. Sollten Bergretter, Ambulanzen, Feuerwehr und Verkehrswacht tatsächlich auf ihren Kosten sitzenbleiben, dann stimmt etwas anderes nicht: Ein funktionierendes Rettungswesen sollte das Hauptanliegen jeder Regierungs- und Parlamentsarbeit sein.

  • Ott sagt:

    Die beiden Themen Bergrettung und Plauschflüge finanziell miteinander zu verknüpfen ist eine schlechte Idee. Eine Lenkungsabgabe auf Touristenflügen würde ich zwar begrüssen, aber nicht zu gunsten der Bergrettung. Dies gäbe nur zusätzliche Argumente für Heliski-Befürworter gegen eine Einschränkung ihres „Hobbys“ sowie eine Art Rechtfertigung.

    Wer zu geizig ist für eine REGA-Gönnerschaft und trotzdem in die Berge geht, soll im Falle einer „Rettung“ zahlen bzw. betrieben werden. So viel ich weiss können auch Touristen Rega-Gönner werden. Vielleicht hätte die Tourismusbranche den einen oder anderen Tipp, wie man erfolgreich ausländische „Zechen-Preller“ betreibt.

    • Ott sagt:

      Nachtrag: Ev. sollte die Rega eine Art Schnell-Gönnerschaft anbieten, welche an Seilbahnstationen, Hotelreceptionen und in Tourismusbüros „gekauft“ werden könnte.

      Und ja, bei offensichtlichen „Taxiflügen“ sollten alle Gesellschaften Regress nehmen. Dies entspricht nämlich gar nicht meinem Solidaritätsgedanken als Rega-Gönner.

  • Ella Lurino sagt:

    Die Rega soll die Fehlbeträge übernehmen. Die schwimmt in Geld und weiss nicht, wohin damit.

    • Philipp Rittermann sagt:

      da haben sie in der tat nicht ganz unrecht. aber hauptsächlich geht es darum, unfähigen risiko-sportlern präventive massnahmen aufzubürden mit dem ziel, dass sich dann ein grossteil davon 10x überlegt, ob sie sich dem risiko aussetzen wollen.

    • Walter Bärtschi sagt:

      Ein sehr intelligenter Kommentar! Bitte zuerst Hirn einschalten!

  • dirk sagt:

    ..Wenn ich sowas lese ,werde ich sauer. Die Gründe, die zur Selbstüberschätzung führen: Ist eben nicht fit genug, ein schlechter Tag, hatte gerade wohl den Schnupfen…
    Wenn man , wie bei einer Bergtour im Grenzbereich Sport macht, dann geht das normalerweise nur, wenn diese Grenze nicht weiter überschritten wird und man wirklich gesund und trainiert ist. Andernfalls schadet man seiner Gesundheit>auch ohne Unfall!
    So sollte man zunächst das Problem des Berg/Klettersports überdenken.
    Auch im Ausdauer-Leistungssport entsteht eine Denke, wie z.B. oh hier tut´s gerade weh -nehm´ ich mal etwas, sonst war die ganze Vorbereitung für die Katz.,
    Ebenso macht sich die offensive bis agressive Werbung für spektakuläre Events im Hochgebirge schuldig; Ausstatter etc..
    Mit dem richtigen Seil, einer guten Sohle und dem passenden Gel geht alles; tut´s aber nicht.
    Ich habe am Cornu Grande ´mal erlebt, wie hunderte Wochenendwanderer in unangemessener Ausstattung in sehr grosse Höhen ohne Halteseil eine längere Route zu bewältigen hatten. Ich selbst war auf einer Radtour und bin turnschuhbestückt ein Teil der Strecke mit gewandert.
    Noch früh genug umkehrend, bei etwa 2500/o.600 kam ich schon ins rutschen und löste Steinschlag aus. Unter mir waren Schlangen von Leuten.
    Nein richtig erschöpft war ich nicht, die letzten >20 km legte ich als Trainingslauf auf der Strasse zum Camping zurück.
    Lediglich die Konzentration hatte ein wenig nachgelassen…an der Grenze.
    Mitarbeiter einer Forschungsstation dort aus Bayern erklärten mir ein Jahr später, dass dort sehr oft der Hubschrauber kommen muss.

  • Fred Nussbaumer sagt:

    Das Gönnerschaftssystem ist für sich ja schon solidarisch. Bergsteiger – und ich denke auch alle anderen aktiven Menschen – tun auf jeden Fall gut daran, Rega-Gönner zu sein. Bergrettung in der Schweiz und auch die Luftrettung sind ja aus einer Art „Selbsthilfe-Gedanken“ entstanden. Im Einzelfall die Schuldfrage zu klären wäre vielleicht schon gut, aber man darf nicht vergessen, dass dies wieder eine riesige Bürokratie und Heere von Juristen benötigen würde, Gerichte etc. etc. Es ist wahrscheinlich für die Rettungsorganisationen günstiger und effizienter, die Abschreiber in Kauf zu nehmen.

  • bruno - walther rudolph sagt:

    gäbe es keine bergretter
    > gäbe es viel weniger sich selbst überschätzende idioten
    :
    ich selbst bin ein fitter angebrochener 70-iger und würde auch gern mal noch aufs matterhorn
    > doch ich kenne meine grenzen und verzichte
    :
    PS. ich möchte nicht jeden der einen unfall in den bergen hat — idioten nennen
    > es gibt auch gut vorbereitete alpinisten und für die finde ich die bergrettung OK
    :
    ihre idee vom solidaritäts-hunderter finde ich eine bieride, denn ich finde den heliturismus in den bergen überflüssger (( mit geld ist alles möglich )) turismus — eine reine umweltschädliche >> alles mal erlebt haben-gier < ein pures neureichen-verhalten

  • Hans Huber sagt:

    Das sind unsere Berge. Alles müssen wir auch die Leute retten die darauf in Not geraten. Punkt. Alles andere wäre unzivilisiert. Bezahlen könnte man das ja mit einer Steuer auf die Bonis der Banker… habe gehört, die gehen auch ab und an in die Berge um den Ausgleich zum harten Alltagsabzockergeschäft zu haben…

  • beat graf sagt:

    wenn ich also einen kostenlosen Heliflug möchte, kraxle ich in den Bergen herumg und rufe dann die Bergrettung wegen Erschöpfung. Heli kommt sofort. Bezahlen tun es dann die anderen.

  • Philipp Rittermann sagt:

    es wäre nichts weiter als richtig und rechtens, dass „risiko“-sportler die rettung selbst berappen müssten. zusätzlich müssten die versicherungsprämien für die definierten „sportarten…“ massiv erhöht werden. zu besagten sportarten zähle ich mal – bergsteigen, base-jumpen, bungee-jumpen, gleitschirm- und -drachenfliegen etc. etc. .

    • captain kirk sagt:

      Gleitschirmfliegen und Bergsteigen sind beides keine Risikosportarten und das ist auch richtig so! Aber auch dort gibt es Leistungskürzungen wenn Fahrlässig gehandelt wird.
      Base-Jump hingegen ist ganz klar eine Sportart mit massivem Risiko und dort werden die Leistungen auch gekürzt.

      Ich fände es jedoch viel wichtiger die ganzen Motorradfahrer härter rann zu nehmen welche am Wochenende zum Vergnügen mit überhöhter Geschwindigkeit über die Pässe fahren und dabei sich und was noch viel schlimmer ist andere gefährden.

      Von diesem „Solidaritätsbatzen“ für Touristen halte ich nichts. Wenn man als Schweizer in einem anderem Land in die Berge geht und die Bergrettung benötigt, zahlt man schliesslich auch selber. Ausser man kümmert sich im Vorfeld darum eine Versicherung für den Notfall zu haben. Hin zu kommt, dass es immer wieder mal vorkommt, dass Leute Simulieren um runtergeflogen zu werden. Daher ist das vorgehen der Rega und der Air Zermatt schon richtig. Ich fände es viel wichtiger die ganzen Motorradfahrer härter rann zu nehmen welche am Wochenende zum Vergüngen mit überhöhter geschwindikeit über die Pässe fahren und dabei sich und andere gefärden.

      • Philipp Rittermann sagt:

        hi cäpt’n!
        ich gebe ihnen vollkommen recht. motorradfahrer welche mit überhöhter geschwindigkeit über pässe rasen, zähle ich auch zu besagter kategorie. ich fahre einen schweren chopper und geniesse die natur bei moderater geschwindigkeit.
        gruss
        scotty

        • captain kirk sagt:

          Dafür habe ich deutlich mehr Verständnis. Ich bin nicht gegen Motorradfahren. Wenn ich das Geld und Zeit für ein Motorrad hätte, würde ich mir gleich eine Harley kaufen.

          Ich bin einfach der Meinung mann soll das ganze differenziert betrachten. Ich bezahle schliesslich mit meinen Steuern auch die ganzen Polizei Einsätze nach Fussballmatches, von welchen ich ausser Ärger, überhaupt nichts habe. Die ganzen nicht-Risikosportarten verursachen auch Kosten. Bei den Fussballern z.B. die Knie. Da sagt dann niemand was.

          Daher finde ich es nur gut und Recht, dass die Allgemeinheit halt auch mal für Sportler aufkommt welche ein etwas erhöhtes Risiko eingehen bei ihrem tun. Dabei meine ich nicht Fahrlässiges Handeln. Denn nur weil man auf einen Berg steigt bedeutet dies ja nicht zwangsläufig, dass man fahrlässig handelt.

          • Philipp Rittermann sagt:

            das ist schon so. schlussendlich sind beginn und ende der vernunft beim menschen. heisst mir einer der realität entsprechenden selbstreflektion, einem reifen charakter und realistischer selbsteinschätzung könnte so mancher unfug vermieden werden; aber eben – das ist theorie. die praxis zeigt, auch unter dem aspekt der kommerziellen intressen, leider eine andere wahrheit. und so bleibe ich bei meiner meinung, hier nach dem verursacherprinzip eine restriktive präventivstrategie zu verfolgen.

      • Georg Grunder sagt:

        Captain Kirk, wenn 217 Tote (davon 151 im Bergsport) im 2011 für sie keine Risikosportarten darstellen finde ich dies ein wenig makaber.

        Auch ich halte nichts von einem „Solidaritätsbatzen“ für die Touristen. Wenn es sein muss würde ich diesen Solidaritätsbeitrag über die Kurtaxe lösen, zum Beispiel pro Tourist und Tag 20 Rappen. Bei Touristen aus gewissen Ländern z.B. aus Osteuropa könnte der Solidaritätsbeitrag auf 2 Franken steigen. Mit dem entsprechendem Hinweis dass mit diesem Beitrag ihre eigenen schlecht-ausgerüsteten und überforderten Landsleute unterstützt werden.

        • captain kirk sagt:

          Diese 151 sagen sehr wenig aus. Denn es fehlt die Angabe wie viele Leute sich überhaupt in den Bergen aufgehalten haben im Jahre 2011. Der Begriff Bergsport umfasst im übrigen auch Wandern. Ist dies für Sie ein Risikosport?
          Auf der Risikosportartenliste der SUVA wird Bergsport im übrigen nicht aufgeführt.

          Verstehen Sie mich nicht falsch, einer dieser 151 Toten war ein sehr guter Freund und Kletterpartner von mir ich weis dass es gefährlich sein kann, sich in den Bergen auf zu halten. Nur Empfinde ich der Nachhause Weg auf der Strasse oft als Gefährlicher als die Tour. Denn es hat so viele Leute am Steuer welche Müde sind und oder sehr Risiko bereit fahren. Darauf habe ich keinen Einfluss. Bei einer Hochtour kann man das Risiko mit einer guten Planung so weit minimieren das es nicht mehr gefährlicher ist als nachts über die Strasse zu gehen. Auch wenn dies vielleicht etwas überspitzt Klingen mag.

  • Markus sagt:

    Solidarität in Ehren aber der Vorschlag ist absolut untauglich. Wenn sie schon Geld haben in die Schweiz zu reisen, sollen sie halt eine Zusatzversicherung abschliessen, muss ich ja auch wenn ich in die USA oder Kanada reise. Zudem beinhaltet meines Wissens der Mitgliederbeitrag der Alpenclub in der Regel diese Zusatzversicherung was eine weitere Alternative wäre. Und sonst sollen sie halt zu Hause bleiben, dort kommt dann halt aber kein Heli bei einem Notfall.

  • Stefan sagt:

    Nun, ich finde, hier ist weder Solidarität noch grenzenloses Bezahlen der Versicherungen angebracht.

    Richtig ist, dass die Retter nicht auf den Kosten sitzen bleiben sollen. Richtig ist auch, dass bei „nur“ Erschöpfung schlimmeres verhindert werden kann.

    Aber nicht jeder, der Heli fliegt ist reich. Manch einer spart auch dafür und dann kann eine Hunderter-Note viel sein. Und wenn die Versicherungen immer zahlen, dann ist das wirklich für einige der Anreiz einfach mal drauf los zu gehen, die Rega (oder ein anderer Rettungsdienst) kommt ja. Ich meine auch schon von der Rega gelesen zu haben, sie haben Leute angetroffen, die gleich mit der Gönnerkarte winkten.

    Gut wäre hier, wenn Versicherungen oder die Rega bei Gönnern zwar einspringt, aber dann die Sachlage geklärt wird. Wenn jemand die Voraussetzungen für eine Tour normalerweise erfüllt und einen schlechten Tag hat, kann man dies auch übernehmen. Aber wenn offensichtlich ist, dass man mangelnd vorbereitet war und drauf los ging, mit der Idee es kommt ja im Falle eines Falls ein Lufttaxi, dann soll man Regress nehmen können. Dies kann auch mit langfristigen Abzahlungen gehen.

  • Jack Ryan sagt:

    Tsss, ich glaubs nicht! Jetzt sollen wieder andere für die Dummheit von ein paar wenigen die Köpfe hinhalten.

    • Philipp Rittermann sagt:

      eben nicht – verursacherprinzip; KEINE giesskanne. ich finde den solidaritäts-vorschlag von frau knecht auch nicht so toll. im übrigen ist die anzahl der „dumm-köpfe“ stark ansteigend; da ist eine absolute je-ka-mi entwicklung im gange. höchst ungesund.

  • Dr.iur. RA u. Notar Osvaldo Perucchi-Schneider sagt:

    Der Vorschlag ist gut.
    Nötigenfalls müsste man zusätzlich via EDA auf die Heimatstaaten der geretteten zahlungsunfähigen Personen zurückgreifen.

    • Philipp Rittermann sagt:

      dito!

    • Kurt Fischer sagt:

      Leider können wir die diese Personen nicht in der Schweiz verklagen und die Gerichtsurkunde über die Gerichte deren Länder senden und verurteilen. Umgekehrt ist das möglich, dank Luganer Abkommen, wieder ein Vertrag der einseitig und sofort gekündigt werden muss.

  • Christoph Müller sagt:

    So ein Schwachsinn dieser Vorschlag. Da kann man ja gleich vorschlagen einen Rappen für das Benzin zu bezahlen, dass die Leute gerettet werden. Viel sinnvoller wäre der obligatorische Abschluss einer Versicherung bevor man auf Bergtouren und Bergrouten geht.
    Wenn einer aus Osteuropa das Geld hat in die Schweiz zu reisen und zu klettern, dann kann er sich auch versichern bzw. für die Rettung aufkommen. Ansonsten gibt es auch in Osteuropa schöne Berge.

    • Jonas Bähler sagt:

      Handshake. Genau meine Rede. Ihrem Votum ist nichts hinzuzufügen.

    • Broennimann Christoph sagt:

      In den USA braucht es ein backcountry permit, das man teilweise nur erhält, wenn man sich ausbilden lässt (z.B. Verhalten bei Wildtierkontakt).
      Als Gegenvorschlag bringe ich folgendes ein:
      Die Schweiz führt ein gleiches Backcountry Permit Sysrem ein, bei welchem ein Versicherungsnachweis vorgezeigt werden muss.

      Im amerikanischen Hochgebirge verpflichtet man sich übrigens auch, die eigenen „Fesstoffauswürfe“ gesammelt in Extra-HumanBags am Trailhead abzugeben. Die Ranger kontrollieren und büssen mit hapigen Beträgen. …. in kritischen Gebieten der Schweiz (z.B. Matterhorn Hörnliroute) könnten wir ja das Problem der stinkigen Aufstiegsrouten ja gleich mitlösen….

  • peter sagt:

    Überhaupt keine Spass-Flüge mehr. Die Berge sind ruhig uns sollens auch bleiben. Zahlung an Ort und Stelle ist korrekt.

    • Philipp Rittermann sagt:

      meine meinung! der ganze „spass-gesellschafts-exzess“ frei nach dem motto „schneller/höher/weiter zu lasten der natur gehört eigentlich generell verboten. befähigte leute, welche solche sportarten ausüben müssten in ihrem fache eine umfassende prüfung ablegen und brevetiert werden. der rest der hobby-mannschaft wird ausgeschlossen. auch für erstere gruppe gilt – zahlen nach dem verursacherprinzip.

  • Richi sagt:

    Weshalb soll so ein Solidaritätsbeitrag bei denen eingefordert werden, die den Heli explizit anmieten und dafür eh schon bezahlen?
    Das ist aber wohl allein Sache des Anbieters, ich würde es jedenfalls nicht bezahlen. Ein normaler Berggänger ist REGA-Gönner und fertig…

    • Pascal sagt:

      @Richi. Und jetzt nehmen wir mal, der „Erschöpfte“ ist ein Russe, Chinese, Inder, Deutscher etc. Sind diese REGA-Gönner? Wohl kaum. Du denkst zu kurz. Und auch Deine sofortibe Ablehnung des „Solidaritätszuschlages“ lässt tief über deine Verbundenheit mit den Menschen blicken. Du bist also gegen jegliche Solidarität. Eigenverantwortung schön und gut, aber eben, ausländische Gäste wissen kaum Bescheid über eine REGA Gönnerschaft etc. Hier kommt also der Solidaritätsbatzen grad richtig. Und grad ausländische Gäste die einen Heli zum Skifahren haben wollen etc. tuts sicher am wenigstens weh einen solchen kleinen Zuschlag zu bezahlen. Wie oft hast Du schon Heliski gemacht? Vermutlich noch nie. Und denk mal bitte über Deine mangelndes Solidaritäts-Zugehörigkeitsgefühl nach. Ich bin überzeugt, wenn Du selber in Not kommst, wirst Du der erste sein der die fehlende Solidarität bemängeln würde. Besten Dank.

      • Markus sagt:

        Angenommen ich Reise in die USA und verunfalle oder erleide z.B. einen Herzinfarkt, habe jedoch für die Reise keine Zusatzversicherung bei der Krankenkasse abgeschlossen:

        – dann muss ich alles was über den Tarif in der Schweiz hinausgeht direkt vor Ort bezahlen oder Zahlungsgrantien hinterlegen, andernfalls kann ich nicht austreisen.

        – dann zahlt die Krankenkasse vermutlich und nimmt auf mich Regress wenn ich wieder in der Schweiz bin.

        Warum ist es dann zuviel verlangt, dass ein bugarischer Bergsteiger eine Zusatzversicherung abschliesst, wenn er hierher zum Bergsteigen kommt. Richi wie auch ich sind ja solidarisch, in dem wir REGA-Gönner sind und für etwas bezahlen, dass wir hoffentlich nie selber benötigen und wenn möglich ncoh eine Zusatzversicherung bei der Krankenkasse haben für Such- und Rettungskosten um die REGA zusätzlich zu entlasten. Ist es wirklich zu viel verlangt, dass jeder selber für die notwendige Versicherungsdeckung sorgt wenn er in ein fremdes Land reist, insbesonder bei der Ausübung einer Risikosportart.

        • John J Feller, SCV sagt:

          ein schlechtes Beispiel ! Jedes Krankenhaus, jeder Arzt in den USA ist verpflichtet aerztliche Betreung zu geben ob der Patient versichert ist oder nicht und dies kostenlos. Deshalb kommen all die Illegalen nach USA um, sich dort gratis und franko behandeln zu lassen. Regress etc ist unbekannt.

      • bitta sagt:

        ich fühle mich anderen Menschen sehr verbunden, aber nicht denjenigen, die sich wissentlich in Gefahr begeben und dann die leeren Taschen vorzeigen. Da fühle ich mich überhaupt nicht willig, solidarisch zu sein.
        Genauso, wie ich eigentlich nicht für den Vielfrass zahlen möchte, der selbstverschuldet medizinische Hilfe braucht.

        • Frank Baum sagt:

          Genausowenig sollte die Krankenkasse oder die SUVA für Sportverletzungen oder Sportunfälle zahlen. Wenn sich jemand beim Sport die Knie ruiniert, dann soll er selber schauen, wo er bleibt. Wenn sich jemand beim Bergsteigen eine Rückenverletzung zuzieht dürfte eine SUVA auch nicht eingreifen. Es ist ja nicht die Schuld der Allgemeinheit, dass diese Personen sich in Gefahr gebracht haben. Diese Leute nehmen diese Gefahren willentlich in Kauf, dann sollen sie auch die Konsequenzen tragen.

          Wenn die Rega mit ihren Gönnerbeiträgen über die Runden kommt – selbst wenn sie die Verluste ausländischer Gäste verkraften muss – dann ist ja eigentlich alles in Ordnung.

          • Beni Meyerhans sagt:

            Nach Ihrer Logik dürfte die Unfallversicherung auch nicht bezahlen, wenn Sie aus Unachtsamkeit stolpern und sich verletzen, denn es ist ja auch nicht die Schuld der Allgemeinheit, wenn Sie nicht aufpassen. Also kann man die Unfallversicherung ja abschaffen. Oder nicht?

          • Gabriela Meister sagt:

            Und um den Gedanken bis zur letzten Konsequenz fertigzuspinnen: Es ist auch nicht die Schuld der Allgemeinheit, wenn jemand an Krebs erkrankt (von den Rauchern ganz zu schweigen). Dann können wir die Krankenkassen auch gleich mit der Unfallversicherung abschaffen… Amerika lässt grüssen, und sogar da haben es inzwischen anscheinend die meisten, zumindest in Grenzen, kapiert.

          • Frank Baum sagt:

            @Beni: Nein, Sie haben leider nichts verstanden. Soll die Allgemeinheit für Unfälle und Krankheit zahlen oder nicht? Ich persönlich meine: JA. Wenn man aber – wie bitta in ihrem Beitrag oben – gegen Übergewichtige diskriminieren will, dann kann man genausogut gegen die Leute diskriminieren, die Sportunfälle und Sportverletzungen in Kauf nehmen. Das ist der Punkt der Argumentation. Wenn man Übergewichtigen Personen schon vorwirft, Gesundheitsschäden billigend in Kauf zu nehmen, dann erst recht den Sportlern, die sich bereitwillig die Knie kaputt machen oder gar Rückenschäden o.ä. bei ihrem Hobby einhandeln.

        • Fritz Blasimann sagt:

          Ihr seid ja sowas von eurem Besser-Sein überzeugt, das glaubt ja keiner! Einer der Sport macht, setzt sich eurer Meinung nach also freiwillig und fahrlässig der Gefahr einer Verletzung aus und sollte deshalb alles selber bezahlen.
          Damit sollten wir also den ganzen Tag nur noch im Bett liegen und nichts tun, damit wir Anspruch auf SUVA oder KK haben? hab ich das richtig verstanden?
          Denn ich sehe das so: Wenn ich die Treppe in meiner Wohnung hinuterlauf, könnte ich Stolpern. Gehe ich vors Haus sehe ich nur noch Verletzungsgefahren!!! Auto könnte mich überfahren. ein Blumentopf vom Nachbar fällt mir auf den Kopf. Ich kriege ein Vogelgrippe Virus ab. Irgend ein Verrückter überfällt mich.. usw.. Geschweige denn wenn ich ins Auto steige. Mein Gott, wievielen Gefahren setzte ich mich da freiwillig aus! Aber angefangen hats ja eigentlich schon bei meiner Geburt. Seither bin ich ständig irgendwelchen Gefahren ausgesetzt. Und das wird nicht aufhören bis ich gestorben bin.
          Und somit meine Erkenntnis aus euren beiden Aussagen: Ich sollte nie im Leben nur ansatzweise Anrecht auf SUVA- oder KK-Gelder haben obwohl ich ständig auch einzahle! kann mir bitte mal noch einer erklähren, welcher I…. mal auf die Idee gekommen ist, dass man das Leben gefahrlos meistern kann und dass man den Mensch vor jeder Gefahr beschützen kann?!?
          Aber genau solche Bünzlis und Egoisten wie euch haben wir länger je mehr in der CH. Und wenn jeder alles nach Verursacherprinzip bezahlen müsste, wären wir schon lange ein 3. Weltstaat. Eigentlich macht das uns Schweizer ja aus, dass wir immer solidarisch und hilfsbereit waren. Aber mit Leuten wie euch kann es in der CH nur noch bachab gehen. Wenn alle nur noch der Meinung sind, das was ich mache ist richtig und alle anderen tuns falsch; dann kann ja nur noch alles falsch sein!

          • Beni Meyerhans sagt:

            Da Sie „ihr“ schreiben, nehmen Sie möglicherweise Bezug auf meinen Beitrag. Wenn ja: er ist natürlich ironisch gemeint.

          • Frank Baum sagt:

            @Fritz: Das Leben ist gefährlich. Na schön. Wie gefährlich das Leben ist, hängt aber schon sehr stark von unserem Verhalten und von unseren Enstscheiden ab. Wer in Not ist, dem soll geholfen werden. Dazu bilden wir eine Solidaritätsgemeinschaft. Das ist gut so. Wir dürfen aber diese Solidaritätsgemeinschaft nicht überstrapazieren, weil dann genau der Gedanke verloren geht, der dieser Gemeinschaft zu Grunde liegt: Die Fairness. Ich sehe nicht ein, dass jemand sich vollständig auf unsere Solidarität verlassen können muss, wenn er sich selber in Gefahr bringt. Es gibt auch Eigenverantwortung.

            Andereseits finde ich es problematisch, wenn man Übergewichtigen die Solidarität im Krankheitsfall verweigern will. Dann muss man die Solidarität für Sportler auch in Frage stellen. Sportler verursachen hohe Gesundheitskosten und haben ein hohes Unfallrisiko. Unter dem Strich sollte man es pragmatisch handhaben und m.E. tun wir das auch.

    • Peter Steiner sagt:

      Richi, du hast wirklich verstanden um was es bei einem Solidaritätsbeitrag geht :-)

    • Leo Nauber sagt:

      Man könnte doch in den Touristenorten für alle eine kostengünstige Versicherung anbieten, die die nicht REGA oder sonst wie versicherten Leute vor Abmarsch spontan abschliessen können. Die Klassischen Touristen- und Abmarschorte müssten dieses Angebot gut sichtbar, klar verständlich sichtbar machen. Und auch die Formulierung müsste so sein, dass ich fast ein schlechtes Gewissen oder sogar Angst haben muss, diese Versicherung nicht abzuschliessen.
      Dass dann noch der eine oder ander schlüpft, na nu. Aber die Ausfallrate, die ja auch von jemandem bezahlt werden muss könnte so doch noch einmal reduziert werden.

    • Yvonne sagt:

      Da stimme ich absolut bei. Die privaten Flüge werden bereits berappt. Und sie sind ja auch ein sicheres Einkommen der Anbieter, wie die Sendung „Rettungsflieger“ von AirZermatt gezeigt hat.

      Ich würde eher vorschlagen, dass man eine Spendensuche macht für die REGA, damit die eine grosse Aktion machen können bei Reiseanbietern für die Schweizer Berge, damit die ausländischen Berggänger von sich aus ein Gönnerausweis lösen. Oder das die REGA in den Tourismuszentern besser werben können und die Mitarbeiter könnten die Berggänger darauf hinweisen, dass man mit „wenigen“ Franken etwas Gutes unterstütz.

      Somit würde man die Solidariät jedes Berggängers einfordern.

    • Stine Lee sagt:

      Übrigens: die REGA zahlt noch lange nicht wenn man nen Unfall hatte und Gönner ist. Erstmal läuft alles über die Unfallversicherung!
      Meinem Vater wurde nur ein Bruchteil seines Rettungsfluges bezahlt, als er sich mit dem Steigeisen bei einem Sprung über eine Gletscherspalte verletzt hatte. Er verdiene genug um die kosten selbst zu tragen, obwohl er seit Jahrzehnten REGA-mitglied ist!
      ABER: es ist definitiv besser man ist als Berggänger REGA-mitglied als keins zu sein!

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