Wenn Schmerz den Willen bricht

Tränen der Enttäuschung. Tränen des Schmerzes. Der Swiss Olympic Gigathlon 2012 wird Narben hinterlassen – nicht nur an meinem Allerwertesten, auch in meinem Herzen. Das sportliche Grossereignis steht seit über einem Jahr in meiner Agenda. In den letzten Wochen hatten Schreckenszenarien wie Velopannen meine Träume heimgesucht – das tatsächliche Ende hingegen ist weit schlimmer als diese Albträume. Aber von vorne…

Eigentlich wollte ich diese Zeilen der Hilfsbereitschaft der Gigathleten widmen. Eine Eigenheit des Fünf-Disziplinen-Anlasses; ein Markenzeichen und gleichzeitig eine Seltenheit im Ausdauersport, wo in der Regel Einzelkämpfer am Start stehen. Geht es um die vorderen Ränge, gibt es zwar auch beim Gigathlon wohl kein Pardon. Vielen Sportlern – egal, ob sie als Single, Couple oder Team of Five antreten – geht es aber um den Schritt über die Ziellinie, darum, den Strapazen der Inline-, Schwimm-, Bike-, Velo- und Laufstrecken zu trotzen. Stunden, Minuten und Sekunden rücken in den Hintergrund.  Die Gigathleten verschmelzen während den zwei Tagen und je fünf Disziplinen zu einer Leidensgemeinschaft, was ich am eigenen Leib erfahren habe.

Wenn Konkurrenten Hand bieten

Mein Teampartner Mark und ich hatten uns den Gigathlon zu zweit vorgenommen. Die erste Etappe, eine 52 Kilometer lange Inlinestrecke von Olten nach Altreu, stand dabei in meiner Verantwortung. Nachdem mich vor einigen Jahren ein Autofahrer auf meinen acht kleinen Rollen übersehen hatte, stand diese Disziplin in meinem Trainingsplan nicht hoch im Kurs. Mit den ersten 20 Kilometern wuchs am vergangenen Samstag bei idyllischem Sonnenaufgang aber mein Selbstvertrauen wieder. Ich fuhr in einer achtköpfigen Gruppe, übernahm gar hie und da die Führungsarbeit des kleinen Zuges. Mit der steigenden Sicherheit sank aber meine Aufmerksamkeit – erst im letzten Moment erblickte ich ein Linksabbiege-Signal, trat vehement auf den Bremsklotz und fuhr mir damit eine unsanfte Landung auf meinem Allerwertesten ein. Ausser einem lädierten Ego – selbstverständlich standen an dieser Kurve Zuschauer – blieb ich glücklicherweise unverletzt.

Eine Athletin, welche den Gigathlon im Alleingang bestritt, half mir auf. Unser «Zug» war abgefahren, weshalb wir uns zu zweit wieder auf den Weg machten – mal nebeneinander, mal im Windschatten der anderen. Wir waren flott unterwegs, als mich nach gut 10 Kilometern das Pech abermals einholte: Was die Räder meines rechten Schuhs verklemmte, weiss ich heute noch nicht. Es zog mir jedenfalls den Fuss regelrecht unter dem Körper weg. Die Landung auf meinem Allerwertesten war asphalthart. Der Schmerz verschlug mir die Sprache. Nur langsam rappelte ich mich diesmal auf – und wieder reichte mir die Single-Gigathletin die Hand und wartete geduldig, bis ich wieder fahrtüchtig war. Fortan misstraute ich jeder Einzelnen der acht Rollen unter meinen Füssen. Als wären sämtliche Muskeln in konstanter Alarmbereitschaft, verkrampften sie sich. Ein Kilometer wurde zu einem dehnbaren Begriff. Mein Tempo nahm ab. Und sie war immer noch da: Birgit, wie ich in der Zwischenzeit erfahren hatte. Ihre aufmunternden Worte wirkten besser als die Sportgetränke und das kulinarische Angebot an der Verpflegungsstation. «Schon gut, ich wäre auch froh, wenn nach einem Sturz jemand bei mir bliebe», lautete ihre Antwort, als ich mich bedankte und sie losschicken wollte.

Noch ein Hang, eine Kurve

Ich rettete mich drei Stunden nach dem Start ins Etappenziel Altreu, wo in der Wechselzone Supporterin Sabine bereit stand, mir etwas zu essen reichte und mich in den Neoprenanzug hineinzwängte – es ging ab in die Aare, 9 Kilometer bachab nach Solothurn. Birgit war vor mir im Wasser, winkte, dann verlor ich sie aus den Augen. Das kühle Nass war nicht nur wegen den hochsommerlichen Temperaturen eine Wohltat – es löste während den folgenden gut zwei Stunden meine verkrampften Muskeln. Die idyllische Kulisse, mein gleichmässige Atmen und die regelmässigen Bewegungen wirkten meditativ. So hatte ich, als ich in Solothurn aus dem Wasser stieg, meinen inneren Frieden wieder gefunden. Mein Allerwertester war hingegen zum Allerschlimmsten geworden. Er quälte mich auf Schritt und Tritt, als ich vom Aare-Ufer in die Wechselzone eilte, um dort den Chip für die Zeitmessung Mark zu übergeben. Er nahm 54 Kilometer und 1550 Höhenmeter im Mountainbikesattel in Angriff.

Einer der Gigathlon-Ärzte diagnostizierte währenddessen ein Hämatom in meinem Gesässmuskel und drückte mir ein Eispack drauf. Sein mitleidiges Lächeln sprach Bände, als ich ihm eröffnete, dass ich am Nachmittag für 105 Kilometer und 1720 Höhenmeter aufs Rennvelo steigen würde. Zwei Pässe, brütende Hitze – die zweitletzte Etappe des ersten Gigathlontages von Oensingen nach Sissach hatte es ohnehin in sich: 5 Stunden und 52 Minuten lang trat ich in die Pedale. Auf dem Prüfstand standen nicht nur meine Beine, sondern auch mein Durchhaltewillen. Aufgeben war keine Option: In Sissach wartete mein Teampartner Mark auf seine Ablösung. Punkt. Noch ein letzter Hang, eine letzte Kurve – da stand sie: Supporterin Sabine, feuerte mich auf den letzten Metern an. Wir schickten Mark auf die 24 Kilometer lange Laufstrecke. Kurz nach 23 Uhr hatten wir unser Tagessoll geschafft. Vollgepumpt mit Adrenalin und Endorphinen.

Auch am zweiten Tag oblag mir die erste Etappe. Diesmal im Rennvelosattel. Auf 93 Kilometern galt es 1600 Höhemeter zu überwinden. Es war als hätte mein Körper während der Nacht erst vom Sturz Kenntnis genommen. Mein Gesäss beschränkte meine Bewegungsfreiheit drastisch. Und als wäre dies nicht genug, öffnete Petrus kurz vor dem Start polternd die Himmelsschleusen. Hätte nicht mein Teampartner in der Wechselzone gewartet, hätte ich nach dem ersten langen Anstieg, dem Hauenstein, kapituliert. Noch hatte aber meine Entschlossenheit gegen die Strapazen die Oberhand. So packte ich auch den zweiten Anstieg… Während der Abfahrt hielten sich Leiden und Beharrlichkeit noch die Waage. Dann brach der Schmerz meinen Willen. Ich beugte mich meinem Allerwertesten nach 34,7 Kilometern, 678 Höhemetern und gut zwei Stunden. Damit warf ich unser Couple-Team aus dem Rennen. Enttäuscht, verletzt – innerlich und äusserlich…

Wann geben Sie auf und wie gehen Sie mit Niederlagen um?

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31 Kommentare zu «Wenn Schmerz den Willen bricht»

  • Nelly Iseli sagt:

    Liebe Pia

    Danke für den ausführlichen, super Bericht im Tagi! Schade, dass du zweimal Pech hattest. Ich wünsche dir eine ganz gute Besserung!
    Schlimm finde ich die anschliessenden Kommentare, von Leuten, die keine Ahnung von Gigathlon haben. Ich war früher bei den ersten Gigathlons (in den Jahren 1998 oder 2000 und 2002 (expo.02 Gigathlon) schon als Begleiterin eines Gigathleten mit dabei und weiss, was in Sachen Training dahintersteckt. Eher etwas zuwenig trainierte kann es höchstens einmal bei einem Team of Five geben, weil diese sich manchmal noch kurz entschlossen anmelden. (z.B. Plauschgruppen von Firmen) Diese haben dann aber zwischendurch längere Erholungszeiten. Du bist ja in einem Couple-Team gestartet. Trotz allem herzliche Gratulation!

  • Schmerzen zeigen, dass wir mit dem Körper falsch umgehen, dass wir was falsch machen. Wir haben immer wieder Sportler bei uns in der Sprechstunde, die über Schmerzen klagen. Wenn wir sehen, was sie alles machen oder eben nicht machen, liegt es auf der Hand. Obwohl fast alle, vor allem aktive, (Profi-)Sportler von Ärzten und Therapeuten betreut werden, läuft sehr viel falsch. Umdenken und trainieren, wie es clevere Sportler und Siegertypen machen, bringt den gewünschten Erfolg.

    öfters, gerade bei jungen Sportlern, muss ich fragen was ihnen wichtiger ist: sportlicher Erfolg – jedoch noch ohne Verdienst – dafür einen kaputten Körper oder die Gesundheit. Wenn ein Betreuer mitkommt, macht dieser natürlich grosse Augen, denn das wollte er nicht hören. Für uns steht jeder der Klientin, pardon die Klientin im Vordergrund.. also die Gesundheit – der wahre Reichtum von uns Menschen.

    Marathonläufer, die mit Arthrose zu uns kommen beraten wir und schicken sie wieder mit einem gelenkschonenden Lauf auf die Piste. Halt nicht mehr 42 Km, sondern halt 5 bis 10 Km… und der Schmerz ist kein Thema mehr.

    Es geht, wir haben genügend Erfahrung und positive Feedbacks.

  • Thomas Jurt sagt:

    Hey – da hat eine alles gegeben. Und so soll es auch sein. Zumindest für mich.
    Es gibt andere, die rennen für einen Spitzenplatz, andere wollen einfach dabei sein, es gibt Singles und solche, die diese TorTour im Team hinter sich bringen wollen. Und alles ist gut, nichts ist falsch – jeder weiss doch selber, was für ihn stimmt. Somit: was sollen all die kritischen Stimmen? Geht doch walken, mit dem Hund spazieren, täglich nur eine halbe Stunde joggen…das ist alles gut so. Und wenn ihr auf dem Sofa TV-spörtlen wollt – dann tut halt das.
    Wir zwei sind aber offenbar aus dem selben Holz geschnitzt: „Just do it!“ und das bis ans Ende, egal, welche Widrigkeiten auf uns zukommen. Ankommen zählt, Aufgeben gilt nicht, Ausdauersport ist nichts für Weicheier. Und mit dieser Einstellung stösst man halt auch mal an die Grenzen, muss diese pushen – und halt manchmal auch einsehen, dass nun die definitive Grenze erreicht ist. Verlieren war schon immer ein Teil des Sports.
    Nächstes Jahr gibt es wieder einen Gigathlon. Und da sind wir wieder dabei. Und werden siegen. Nicht gegen die anderen, aber gegen die Strecke, den inneren Schweinehund, die Strapazen. Und wir werden keine Goldmedallie gewinnen, aber ein unvergessliches Erlebnis, die Gewissheit, dass wir uns überwinden können, viele Glücksgefühle. Und Du, Du dürftest jederzeit mit mir ein Team bilden, sei es als Couple oder als Team-of-five! Gratuliere zum durchhalten und gute Besserung Deinem Fudi :-)

  • ln sagt:

    Ich habe als Jugendlicher bis 18 das Laufen als Leistungssport betrieben ( von 1000 bis 3000m auf der Bahn bis zur Schweizermeisterschaft über 3000m im Jahr 1973). Nachher habe ich mit Wettkämpfen aufgehört. Ich war auch noch nie an einem Volkslauf. Ab 25 habe ich mit dem Klettern und Skitoren machen begonnen. Extreme Ausdauerleistungen habe ich nie gemacht. Ich kann mir vorstellen, dass solche mit der Zeit das Imminsystem schwächen

  • Otto Liebschitz sagt:

    Wo ich aufgebe: Wenn sich Kosten/Nutzen ins Minus drehen, wenn es sich nicht lohnt, am Samstag wäre es mir ohnehin zu heiss gewesen. Wie ich mit Niederlagen umgehe: Mit der mittlerweile gewachsenen Einsicht, dass sich die Welt auch ohne mich dreht. Und zum Trost genehmige ich mir noch ein Bierchen.

  • hallo pia und mark

    ich gratuliere zu dieser grossartigen leistung… deine einstellung, durchhaltewille zum sport verdient anerkennung…
    dieses erlebnis, diese erfahrung wird dich weiterbringen… ein „unfall“ ist nie für nichts… es musste so sein… du weisst
    jetzt, wir schaffen den giathlon… und du wirst beim nächsten start psychisch und physisch noch stärker sein.

    ein kompliment auch an birgitt, für das sportliche verhalten… sport ist die beste lebensschule…
    weiterhin viel spass, und erfolg.

    gruss von
    raphael wellig / http://www.raphaelwellig.ch

  • Roger sagt:

    „Eine Athletin, welche den Gigathlon im Alleingang bestritt, half mir auf.“ Genau dies zeichnet den Gigathlon aus. Eine Singleathletin hätte ja eigentlich mehr als genug um die Ohren um noch anderen zu helfen aber sie hilft. Und dieser „Spirit“ zieht sich durch den ganzen Anlass … Auch danach … War gestern am „Tuusiger Stägli“. Es sah aus wie vor dem Gigathlon … keine Sauerei, alles tipp topp i.O.
    Hier ziehen von der Athletin bis zum Helfer alle am gleichen Strick.
    Schön! :-)

  • Gesaundheit sagt:

    Ein gutes Beispiel, wie psychische Defizite (Komplexe, krankhafter Ehrgeiz usw.) dazu führen, den Körper zu misshandeln. Da machts der User „Decatlon“ mit Sicherheit gescheiter…

    • Hansruedi sagt:

      Darf man fragen, was du bis jetzt so für sportliche Erfahrungen gemacht hast? Dauerfernsehen und halbstündliches Chips-von-der-Küche-zur-Couch-Tragen zählt nicht.

    • Tobias sagt:

      Liebe(r) Gesaundheit
      schön dass sie aus Sofadistanz psychische Defizite erkennen können. Ich kann das nicht.
      Der Körper ist dazu gemacht sich zu bewegen und zwischendurch an die körperlichen Grenzen zu kommen.
      Ein Grossteil unserer Bevölkerung misshandelt ihren Körper eindeutig mehr indem sie ihn deutlich zu wenig bewegen…

      • Gesaundheit sagt:

        Liebe Hansruedi und Tobias, ich bewege meinen Körper täglich mindestens 40 Minuten, abwechselnd Lauf- und Krafttraining. Einen Tag in der Woche gönne ich ihm Ruhe. Auch ich habe in der Vergangenheit schon an internationalen Meisterschaften teilgenommen (und in meiner Alterskategorie gewonnen). Fazit: Nicht jeder, der gegen diese Masochisten-Sportart ist, ist ein Couchpotatoe…

        • Decathlon sagt:

          Werte Herren Tobias und Hansruedi, das sehe ich auch so. Leute, die wirklich unter Bewegungsmangel leiden, die bewegen sich wohl auch kaum in diesem Blog. Ich selber bin etwas fauler als Gesaundheit, fühle mich aber bei mässiger, regelmässiger und abwechslungsreicher Bewegung (Kraft- und Gymnastikübungen, Radfahren, Bergwandern und NordicWalking) ganz ordentlich. So alle 3-4 Monate drücke ich dann aufs Gas und bezwinge im Sauseschritt einen kleinen Berg mit 400 Höhenmetern und schaue dabei ausnahmsweise auf die Uhr. Was lieber öfter als weniger oft dazugehört, ist natürlich die schönste Disziplin: Liebe/Sex !

        • Hansruedi sagt:

          Dagegen sein darfst du schon, jedem das seine. Mich stören diese hobbypsychologischen Ferndiagnosen. Wieso muss man Leute, die Freude am Sport und am Wettkampf haben und dafür auch mal an ihre Grenzen gehen, immer gleich als krankhafte Ehrgeizlinge hinstellen? Was berechtigt dich dazu, dich so abschätzig über andere Leute zu äussern? Nur weil du selber keine Lust mehr auf Wettkampfsport hast, musst du diejenigen, die Freude daran haben, noch lange nicht beleidigen. Fazit: Nicht jeder, der am Gigathlon mitmacht, hat einen MInderwertigkeitskomplex.

  • Eni sagt:

    Herzliche Gratulation Frau Wertheimer

    trotz übelster Schmerzen haben Sie eine Leistung vollbracht, welche die Meisten (mich eingeschlossen) nicht einmal unverletzt bringen würden. Sie könne so oder so stolz auch sich sein. Ein Sturz auf den Hintern tönt zwar lustig und harmlos, können aber doch erhebliche Verletzungen hervorbringen.

  • lea sagt:

    Ich bin sicher der serge meint nicht
    die Frau, die den Marathon von Wien,, zweimal New York und den letzten gigathlon beendet hat, ebenfalls als couple. Wenn doch, dann hoffe ich, dass Sie, ihren Allerwertesten nicht nur auf dem Sofa hatten an diesem Wochenende, sondern aus jahrelanger Erfahrung sprechen.

    • Sabine sagt:

      @ Lea, dieser Gigathlon ist eben mit dem letzten, geschweige den mit einem Marathon nicht zu vergleichen. Wenn man schon über 3h für die erste Etappe benötigt ist man def. zu wenig gut vorbereitet um als Couple am Start zu stehen!

  • congrats; Woody Allen sagt: „80% of success is showing up-“
    Du bist eine Wucht!! congrats –enjoy the healing – ein farbiges Pflaesterli mit Superman Motto hilft sicher!

  • SomeintPhia sagt:

    Dies ist eine beachtliche Leistung und guter Durchhaltewille nach den zwei Stürzen. Im nächsten Jahr wird alles besser.

    Das Motto gilt auch für mich, nachdem der letzte Luzerner Halbmarathon sowie der Stöckli Napf-Bikemarathon geschwächt absolviert wurden. Ich kam gedrosselt ins Ziel, mit der Gewissheit, dass die nächste (bessere) Möglichkeit kommen wird.

  • Decathlon sagt:

    1. Kleine Morgenwanderung mit dem Hund und/oder der Partnerin. 2. Umfangreiches Frühstück im Garten 3. Kleine Radtour der Aare entlang (20 Kilometer) 4. (Umfang)reiches Mittagessen mit anschliessendem Nickerchen. 5. Der Hund ist wieder an der Reihe… ==> ein fantastischer Gigathlon (und mein Allerwertester ist erstens wunderbar drauf und zweitens der Hund).

  • Serge sagt:

    In den vergangenen zehn Jahren hat sich der Gigathlon vom Wettkampf für Ausdauerfreaks zum sportlichen Jekami-Giga-Anlass mit 6000 Athleten entwickelt. Wo früher vor allem austrainierte Ausdauerathleten zu finden waren, tummeln sich heute viele Breitensportler, die den Gigathlon als sportliches Funhappening sehen, das ganze ziemlich locker nehmen und denen die nötige Erfahrung und die gewisse Portion Demut für die Teilnahme an diesem Event abgeht. Denn an der Streckenführung hat sich im Gegensatz dazu nichts geändert: es sind nach wie vor knallharte Etappen, die den Athleten alles abverlangen. Umso verantwortungsloser ist es, wenn kaum trainierte Leute sich voller Übermut, und dies noch im Rudel, auf solch anspruchsvolle Strecken begeben. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis einmal ein wirklich fataler Unfall geschieht.
    Wenn man schlecht vorbereitet 50 Kilometer Inline fahren will, und das noch unter Wettkampfbedingungen, darf man sich über Blessuren nicht beschweren…

    • Daniel Küttel sagt:

      Ich kenne die Frau Wertheimer zwar nicht persönlich – halte ich sie aber in keinsterweise für eine Anfängerin. Oder war das jetzt nicht auf die Autorin bezogen sondern Allgemein gedacht? Dann sorry für meinen Kommentar.

      • Adrian sagt:

        Das ist aus meiner Sicht doch genau das, was den Gigathlon ausmacht. Eine gesunde Mischung aus Topathleten und motivierten Breitensportlern. Das ergibt diese besondere Atmosphäre, den Gigathlonspirit. Das geht manchem Anlass mittlerweilen ziemlich ab. Allen, die das nicht glauben, empfehle ich in zwei Wochen mal am Ironman Switzerland zuschauen zu gehen. Ein Musterbeispiel für einen Anlass, der in kurzer Zeit zu einen reinen Kommerzzirkus gemacht wurde, wo für horrende Startgelder mega ambitionierte Athleten mit dem bestmöglichen Material verbissen um einen Startplatz auf Hawaii kämpfen. Da spürt man nicht mehr viel von der Freude am Sport. Und an dieser Stelle noch ein riesengrosses Kompliment an die Organisatoren und Helfer des Gigathlon. Ihr habt wieder einen Superjob gemacht! Ich freue mich schon auf den Gigathlon 2013.

  • lea sagt:

    Toll beschrieben und trotz allem: Hut ab für die Leistung

  • Nina sagt:

    Hey Pia und Mark

    Schade, dass das Gigathlon-Abenteuer für euch so zu Ende ging! Ich habe auf der Rennradstrecke immer nach dir Ausschu gehalten und mich gefreut dich nicht zu sehen – ich war sicher, dass du bereits in der Wechselzone den Chip übergeben konntest…
    Ich wünsche euch gute Erholung und seid stolz auf das Erreichte!

    Herzlich Nina

    • Daniel Küttel sagt:

      Super Sache, das meine ich: Seid stolz auf der Erreichte und nicht auf das Verpasste :o))

  • Thomas sagt:

    Tiefe Verneigung, riesen Gratulation und rasche Erholung.

    Enttäuscht, verletzt – innerlich und äusserlich… Warum? Waren es mangelndes Training oder schlechte Vorbereitung, die Deinen zweiten Sturz ausgelöst haben? NEIN. Es war ganz einfach des Pech, dass sich ein Steichen oder was auch immer in einer der Rollen verklemmt hat. Alles andere ist Folge und somit auch Pech.

    Aber Du hast weitergekämpft, bist weiter geschwommen als die meisten von uns überhaupt könnten, hast Dich zweimal trotz aller Schmerzen auf den harten Sattel geschwungen. DAS ist eine Spitzenleistung, mindestens so gross wie unversehrt das Ziel zu erreichen.
    Viel Erfolg.
    Deshalb nächstes Jahr wieder und nach der dann unversehrt überstandenen Inline-Strecke wirst Du nur noch „fliegen“.

  • Philipp Rittermann sagt:

    na ja. für die, welche sich das zumuten und fit sind, ist der gigathlon sicher keine schlechte sache. die teilnehmer find ich jetzt persönlich nicht soo verbissen, wie viele teilnehmer an einzeldisziplinen; zumal der teamgeist und die einteilung nach stärken bei den „team-of-five“- sportlern ansporn auf einer „vernünftigen“ zeitachse geben.

  • Daniel Küttel sagt:

    Warum enttäuscht? Manchmal fallen wir hin um wieder aufzustehen und es erneut zu versuchen. Seien sie froh über diese Erfahrung. Manche Leute wissen doch schon lange nicht mehr wo die Grenze ist. Vielleicht hätten Sie schon eher auf ihren Körper hören sollen. Klar ist der Wille durchzuhalten immer stark, und niemand will aufgeben: Dennoch sollte die Gesundheit immer im Vordergrund liegen. Lecken Sie Ihre Wunden und dann beim nächsten Anlass sind sie wieder mit dabei und werden ihn erfolgreich abschliessen.

    Für mich ist stets dann fertig, wenn der Körper durch die totale Erschöpfung seine Erholung einfordert, oder aber wenn sich Muskelkrämpfe bemerkbar machen. Ich möchte trainieren um im Alter fit zu sein, und nicht um im Alter kaputt zu sein ;o)) Was immer all die Teilnehmer behaupten: Marathon und Gigathlons sind Gift für den Körper. Muskeln, Gelenke, Bänder: Alles wird angegriffen. ne ne nichts für mich.

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