Der Schatten von Olympia

Liebe Leserinnen und Leser

Laurens van Rooijen hört bei uns als Outdoor-Blogger auf. Wir möchten ihm für seine Bike-Blogs danken und wünschen ihm alles Gute auf seinem weiteren Weg.

Die Redaktion.

Der Mountainbike-Sport ist noch jung: Weltmeisterschaften gibt es erst seit 1990, olympischen Status erlangte der Sport auf die Spiele von Atlanta 1996 hin. Einen Monat vor den Olympischen Spielen von London stellt sich die Frage: Wie sauber ist der Bike-Sport?

Klar, es gibt ausgesprochen schlecht beleumundete Sportarten. Gewichtheben etwa, der 100-Meter-Sprint der Leichtathleten oder natürlich der Profi-Strassenradsport. Hier wurde der Schleier schon öfters gelüftet und systematische Leistungsmanipulation offensichtlich. Aber wer nicht ausgesprochen naiv oder durch Sympathie befangen ist, kann keiner Sportart einen Persilschein ausstellen. Denn die Sachzwänge des kommerzialisierten Sportbetriebes spielen immer. Da macht leider auch der Mountainbike-Sport keine Ausnahme.

Häufung von Dopingfällen vor Olympia

Die Vergangenheit zeigt: Just im Vorfeld Olympischer Spiele häufen sich bei den Bikern die positiven Befunde. Schliesslich planen viele Sportler ihre Karriere in Vierjahres-Schritten um Olympia herum, für die man sich zudem erst einmal gegen nationale Konkurrenz qualifizieren muss. Wer wie der Belgier Filip Meirhaeghe im Frühsommer 2004 schon alles ausser eben Olympia-Gold gewonnen hat, kann schon mal in Versuchung kommen. Prompt wurde der Belgier als amtierender Weltmeister zwei Monate vor den Spielen von Athen des EPO-Missbrauchs überführt und aus dem Verkehr gezogen.

Meirhaeghe ist kein Einzelfall: Vier Jahre später wurde der Däne Peter Riis Andersen ebenfalls positiv auf EPO getestet und gesperrt, 2010 folgte mit der Spanierin Marga Fullana ein weiterer prominenter Fall – die Dame war bereits dreifache Weltmeisterin, als sie in den Kontrollen hängen blieb. Jérome Chiotti aus Frankreich gab erst Jahre später den Griff zu Dopingmitteln zu, worauf Thomas Frischknecht nachträglich zum Weltmeister 1996 gekürt wurde. Denn damals, im Jahr der olympischen Premiere in Atlanta, war Frischknecht hinter Chiotti Vize-Weltmeister geworden.

Die Liste lässt sich verlängern, das Bild verdüstert sich entsprechend. Doch die Schweiz steht mit einer relativ sauberen Weste da: Für Aufsehen sorgte der Fall Jürg Graf. Der wurde im Frühjahr 2009 nach dem Gewinn eines nationalen Rennens positiv auf ein verbotenes Blutdruck-Mittel getestet, bestritt aber eine wissentliche Leistungsmanipulation. Vor einer Sperre schützte ihn dieses Dementi nicht. Und weil sein Vater Urs Graf zum Sohn hielt, entliess ihn Swiss Cycling als Nationaltrainer. Inzwischen ist Grafs Sperre abgelaufen, und der Rheintaler fährt wieder Rennen – aber die Rückkehr an die nationale Spitze gelang ihm nicht.

Swiss Olympic und die Grauzonen

Für Stirnrunzeln unter Insidern sorgte im Vorfeld der Olympischen Spiele von Peking der Chief Medical Officer von Swiss Olympic: Beat Villiger, ein auch im Fernsehen gerne und oft zitierter Experte, bot alle für Olympia nominierten Athleten zu Gesundheits-Checks nach Nottwil auf. Und Villiger sprach unumwunden davon, dass man Grauzonen ausnutzen müsse, um international wettbewerbsfähig zu bleiben. Im Fall von Nino Schurter hiess dies: Der Bündner, im Nachwuchsbereich bereits Weltmeister bei den Junioren und in der U-23-Kategorie, wurde vor Peking von Swiss Olympic zum Asthmatiker erklärt und darf seither zu Asthmasprays greifen, um die Sauerstoff-Aufnahme zu optimieren. Nur zwei Athleten stellten sich im Frühjahr 2008 öffentlich gegen Villigers Ausnutzen der Grauzonen: Der Schwimmer Karel Novy und der BMX-Spezialist Roger Rinderknecht.

Aber es gibt auch Grund zur Hoffnung, dass der Bikesport in der Tat weniger versaut als etwa der Strassenradsport ist. Rennteams sind als Arbeitgeber und als Logistik-Dienstleister für die Reisen an Worldcup-Rennen zwar unerlässlich, Mountainbiken ist aber dennoch ein Individualsport. Ausreisser werden nicht durch konzertierte Team-Efforts zurückgeholt, und Fahrer verschiedenster Teams trainieren nicht nur oft zusammen, sondern sind auch in denselben Hotels untergebracht. Das kommt der gegenseitigen Kontrolle zu Gute – und erschwert pharmazeutische Manipulationen.

Weniger Geld, weniger Betrug?

Auch bei den Salären sind die Unterschiede zwischen Radsportlern im Gelände und den Strassenprofis markant: Während die grossen Namen des Strassenradsports mehrere Millionen pro Jahr als Fixum einstreichen und nochmals so viel aus Werbeverträgen kassieren, kommen die Stars des Bikesports zwar gut über die Runden, werden aber noch längst nicht zu Millionären. Dadurch verschiebt sich für potenzielle Doper das Kosten-Nutzen-Kalkül: Sie riskieren, zumal als Kaderathleten, beim Griff zu verbotenen Mitteln oder Methoden etwa gleich viel wie ihre Kollegen auf der Strasse, aber der potenzielle Gewinn ist deutlich geringer.

Vor allem aber zeigt sich unter den Aktiven eine ganz andere Einstellung als bei den Strassenprofis: Doper werden nach verbüsster Strafe nicht mit Floskeln wie «jeder hat eine zweite Chance verdient» willkommen geheissen. Auch Ersttäter (oder realistischer: erstmals Erwischte) sehen sich einer breiten Ablehnung gegenüber, und Rückendeckung durch den nationalen Verband dürfen sie auch nicht erwarten. Das musste auch Filip Meirhaeghe erfahren, der nach seiner Sperre nicht nur nicht mehr zu alter Stärke zurückfand, sondern sich von den Kollegen einiges anhören musste.

Transparenz versus Privatsphäre

Für Aufsehen sorgte in Deutschland zudem der mediale Schlagabtausch, den sich Sabine Spitz, die Mountainbike-Olympiasiegerin von 2008, und Lado Fumic lieferten. Den Anlass dazu lieferte die Verschärfung der Meldepflicht für Kaderathleten im Laufe der Saison 2009. Dies mit dem Ziel, unangekündigte Trainingskontrollen zu ermöglichen. Fumic wehrte sich vehement dagegen und erwägte gar einen Gang vor Gericht, da er seine Privatsphäre und damit seine Menschenrechte beschnitten sah. Mit dieser Meinung war er aber bald isoliert.

Spitz hingegen stellte sich ohne Vorbehalte hinter die neuen, schärferen Regeln und befürwortete gar weiter gehende Schritte hin zum gläsernen Athleten, wie die Veröffentlichung ihrer Blutparameter. In der Folge verkrachte sich Lado Fumic mit dem deutschen Verband, flog aus dem Kader und baute sportlich ab. Heute sorgt nicht mehr Lado, sondern dessen Bruder Manuel Fumic für Furore, und der hat sich in der damaligen Diskussion wohlweislich zurückgehalten. Und Sabine Spitz tritt 2012 nochmals an

Was denken Sie: Ist der Mountainbike-Sport sauberer als andere Sportarten? Sind die bisherigen Dopingfälle nur die Spitze des Eisberges? Ist im Vorfeld der Olympischen Spiele von London mit unangenehmen Überraschungen zu rechnen? Und ist die Rede vom Ausnutzen von Grauzonen nicht ein Spiel mit dem Feuer?

56 Kommentare zu «Der Schatten von Olympia»

  • Philipp Rittermann sagt:

    abschliessend wünsche ich ihnen, werter herr van rooijen, alles gute und viel erfolg für die zukunft! -> good job!! ergebenst Philipp M. Rittermann

  • captain kirk sagt:

    Bei der Disziplin Rennrad ist ja Doping Dauerthema. Beim Bike zum Glück noch nicht. Liegt sicher daran dass der Sport nicht so viel Geld einbringt wie Rennradeln.
    Ich frage mich aber manchmal wie stark wird denn bei anderen Sportarten getestet. Ich denke hier z.B. an Tennis, Fussball oder Leichtathletik. Da hört man ja im Vergleich wenig bis gar nichts.

    Das im Amateursport auch schon gedopt wird ist leider eine Tatsache. Sehr verbreitet ist es nicht, aber es wird gemacht.

    • Roland K. Moser sagt:

      Tennis, Fussball, Leichtathletik und die Formel 1 sind dopingverseucht. Nur findet man halt nichts, weil man auch nichts sucht. Dann können Turnier-Ergebnisse auch von der Politik gesteuert sein, z.B. EM 2012.

  • Roland K. Moser sagt:

    ! ! ! Doping für die MTB-Szene ! ! !

    Im Frühling erneuert man als erstes seine Gönnerschaft bei den Schweizer Wanderwegen.

    Wenn jeder MTBler mindestens Gönner bei den Schweizer Wanderwegen wird, bringt das ziemlich guten Wind in die Diskussion um MTBler, Wanderer, Reiter, Jäger usw. Der Normalbetrag für 1 Jahr Gönnerschaft beträgt Fr. 50.–. Bei 50’000 MTBlern wären das Fr. 2’500’000.– welche die Schweizer Wanderwege zusätzlich erhalten.

    Postkonto: Postfinance
    Konto-Nr.: 40-14552-5
    IBAN-Nr.: CH48 0900 0000 4001 4552 5
    BIC resp. Swift Code: POFICHBEXXX
    Vermerk: Gönnerschaft
    Schweizer Wanderwege
    Monbijoustrasse 61
    Postfach
    3000 Bern 23

    Zusätzlich kann Mann und Frau noch Mitglied bei den kantonalen Wanderwegen werden. Kostet um die Fr. 20.– p.a.

    http://www.wandern.ch

    • tömsi sagt:

      Gehört zwar nicht hier rein mein lieber Roland K. Moser, aber wenn es unbedingt sein muss. „Bei 50’000 MTBlern wären das Fr. 2’500’000.– welche die Schweizer Wanderwege zusätzlich erhalten.“ Und meinst du wir dürften dann diese auch „legal“ benutzen?

      • Roland K. Moser sagt:

        Du darfst Wanderwege legal benutzen, die breiter als ca. 2 m (?) sind. Die schmaleren musst Du halt illegal benutzen, einfach nicht am Sonntag-Nachmittag, wenn sie mit Wanderern verstopft sind. Und immer schön den Wanderern den Vortritt lassen, klingeln damit sie nicht erschrecken usw.

        • tömsi sagt:

          Mache ich schon seit mehr als 10 Jahren sehr erfolgreich und ohne je mit Jemandem ein Gschtürm zu haben:)

        • Roland K. Moser sagt:

          Ja. Es geht eigentlich gut. Mit wenigen Ausnahmen. Die Paranoia-Realitatsverlust-Hormonverschiebungs-Alkis (Man erkennt sie an den Hautverfärbungen im Gesicht und evt. der Alk-Fahne) machen manchmal ein Gekätsch – Aber sehr selten. Z.B. Wenn man eine steile Passage das Velo hinaufstösst wegen den Wanderern, die rauf und runterlaufen, wurde ich schon ziemlich agressiv angegangen: Es sei Fahrverbot. Als ich dann gesagt habe, dass ich nicht fahre, sondern das Velo stosse, hat er gesagt, dass das egal sei, sie wollten hier keine MTBs, wollte mich nicht vorbeilassen, sondern den Hang runterstossen. Ich habe dann einen Rundblick gemacht, das Velo geschultert und bin in einem Bogen an ihm vorbeigerannt, war noch mühsam, weil alles sehr steil war und es kleine Bäume hatte. Dann hat er ein paar weiter oben zugerufen, sie sollen mich anhalten, was diese auch gemacht haben. Worauf ich dann gesagt habe, dass ich das Velo stosse und es jetzt sofort eine Schlägerei gibt, wenn er mich nicht loslässt. Dann bin ich aufs MTB gestiegen und GEFAHREN (Mittlerweile war es flach) und ein Riesengeschrei hinterher. Ich war noch jung und tolerant.

  • Mike sagt:

    Interessantester Bike-Blog seit Langem.

    Dass unter den Sportlern beim MTB eine grössere Ächtung von Dopern als bei anderen Sportarten herrscht, ist vielleicht ein erfreulicher Nebeneffekt davon, dass die Sportart noch relativ jung ist. Das Doping ist noch nicht so verbreitet wie anderswo, und die Sportler sind sich bewusst, dass sie selber unter Druck kommen, sich zu dopen, wenn es jeder tut – also befürworten sie sogar drakonische Kontrollmassnahmen, weil sie letztlich die „sauberen“ Sportler schützen. Vielleicht. Vielleicht auch nicht. Es wäre jedenfalls schön, wenn’s so wäre.

    Ich frage mich übrigens immer wieder, wie ein stundenlanges tägliches Training ohne Anabolika zur Verkürzung der Regenerationszeit überhaupt möglich sein soll. Der Verdacht drängt sich da halt schon auf, dass man das so macht und dann einfach lange genug vor dem Wettkampf damit aufhört, dass man es nicht mehr nachweisen kann – bei allen Sportarten.

    • Dave sagt:

      Wie schon mal erwähnt, es gibt auch Trainingskontrollen. Ein sportler muss damit rechnen, dass er zu jeder Zeit und überall kontrolliert werden kann. So wurde ja zum Beispiel Ösi Camenzind des Doping überführt. Das heisst, es muss im Vorfeld angegeben werden, wann sich wo der Sportler befindet. Damit hatten ja die Fumic Brüder ein Problem. Und zum Trainingsaufwand, ein Profi trainiert nicht jeden Tag 6h. Die meisten haben da wohl eine falsche Vorstellung, wieviel ein Profi wirklich trainiert.

      • Roland K. Moser sagt:

        Das Problem bei den Traininigskontrollen sind die Landesverbände oder nationale olympischen Kommittees: Wer sucht der findet – Wer nicht sucht, findet nicht. Und weil man Medaillen will, wird bei vielen nicht gesucht.

  • Jan Zbinden sagt:

    Ich hab vor einiger Zeit von einem deutschen Amateur-Radler gelesen, der ganz offiziell einen EPO-Selbstversuch gemacht hat. Wenn ich mich recht erinnere, sprache er von einer Leistungssteigerung im Bereich von 10, 15%. Selbst wenn Doping bei einem Spitzensportler vielleicht nur noch 5% bringt, muss man davon ausgehen, dass entweder keiner oder halt eben die meisten irgendwas zu sich nehmen. Sonst dreht einer Kreise um den Rest…

  • Markus Lindenmann sagt:

    Doping, egal in welcher Form und von wem eingenommen, ist Betrug am Sport und verursacht erhebliche gesundheitliche Spätfolgen. Zudem gewinnt nicht der wirklich Beste und Zäheste, sondern der „Giftigste“. Ein Armutszeugnis.

    • Rice V. Schluss sagt:

      Genau ! Darum sollten alle Drogen für alle Sportler erlaubt sein ! Wetten, wir hätten unter Steoroiden und Kokain viel bessere 100m-Laufzeiten oder andere „Sport-Rekorde“. Der Preis: wenig später erheblich viele tote Ex-Sportler. Aber wir können uns dann noch immer an den Weltrekorden über sie erfreuen…brave new world ?

  • Carmen H. sagt:

    Weil es bei Dopern immer nur um Geld geht, darum erscheinen bei Amateurrennen auch 50% der Gemeldeten nicht am Start, wenn bei denen eine Kontrolle angesagt wird. darum rennt ein Hobbylaeufer beim Jungfarumarathon ja auch mit Startnummer auf dem Ruecken davon, wenn er zur Kontrolle gebeten wird. Und genau darum, weils bei Doping immer nur um Geld geht, was man ja auch letztens am Artikel im Tagi ueber gedopte Arbeitnehmer sehen konnte, ist ja auch davon auszugehen, dass Biker grundsaetzlich von jeglichem Verdacht freizusprechen sind. Denn das sind ja ganz klar die besseren Menschen als andere und kommen mitnichten aus der Mitte der Gesellschaft. Was man ja schon daran sieht, dass im Verhaeltnis zu den Kontrollen genau gleichviele haengenbleiben wie anderswo auch. Oder wieviele Kontrollen hat denn ein Strassenrennfahrer bei 100 Renntagen im Jahr zu absolvieren und wieviele ein Biker bei 25? Wo bleiben da wohl mehr haengen?

    • Dave sagt:

      Jetzt mal den Ball flach halten, es gibt und gab kein MTB Rennen in der Schweiz, an dem 50% der gemeldeten Amateure nicht erschienen sind! Das gehört in die Kategorie Räubermärchen! Und kontrolliert wird nicht nur an Renntagen liebe Carmen H.! Fakten oder in den Mama Blog wechseln!

  • tömsi sagt:

    Man stelle sich mal eine Tour de France ohne Cadel Evans (ex MTBler) die Schleck oder Cancellara vor. Das würde ja niemanden mehr interessieren. Warum diese Fahrer wohl nie in einer Kontrolle hängen bleiben? Eine Olympiade ohne Schurter, Absalon und Kulhavy? Wenn interesiert das schon! Unser Sport interessiert global gesehen nicht. Daher denke ich auch, dass es für MTB Pros nicht so interessant ist sich die Karriere mit dem Zeugs zu versauen.
    Ausser sie beabsichtigen in den Strassenrennzirkus zu wechseln;)

  • Roland K. Moser sagt:

    Ausnutzen von Grauzonen: Wenn ein Nicht-Asthmatiker zum Asthmatiker erklärt wird, ist das nciht mehr das Ausschöpfen einer Grauzone, sondern schlichtweg Betrung. Beat Villiger hat allerdings vermutlich Recht, wenn er sagt, dass man das machen muss, um international konkurrenzfähig zu sein. Denn Fakt ist, dass es vermutlich alle machen. In anderen Sportarten ist es vom jeweiligen Landesverband abhängig, wie häufig unangemeldete Trainingskontrollen gemacht werden.
    Ob das Mountain-Biking sauberer ist als andere Sportarten, weiss ich nicht, vermute es aber, eben wegen den geringeren Finanzen, die dahinter stehen.
    Ich glaube folgendes: Fussball, Leichtathletik, Tennis und Formel 1 sind dopingverseucht, dass es dem Teufel graust. Nur sind alle Proben positiv, weil eben viel zu viel Geld dahinter steckt. Man stelle sich vor, was passieren würde, wenn herauskäme, dass 80 % der Athleten an der Fussball-WM auf irgendeine Art und Weise gedopt sind.
    Alles Gute Laurens.

    • Dave sagt:

      Peking war ein spezieller Fall. Swiss Olympic hatte Angst, dass der Pekinger Hardcore Smog unseren Athleten schaden würde, da hat man prophylaxisch allen mal einen Asthmaspray verteilt.

    • Roland K. Moser sagt:

      Fehler gemacht und Korrektur: … Nur sind alle Proben negativ…

      • Philipp Rittermann sagt:

        sie herr moser. ich glaube die hypertonischen getränke haben bei ihnen einen synapsenkollaps ausgelöst. ich empfehle ihnen um ihrer selber willen dring-end -> trinken sie mal ein bierchen, in der stunde, wo sie mal nicht auf dem radl rumtreten!

        • Roland K. Moser sagt:

          Ich trinke keine solchen Getränke – Und Alkohol auch keinen mehr. Die körperliche Leistungsfähigkeit und der Testosteron-Spiegel sind massiv gestiegen. Probieren Sie es mal – Es dauert aber mindestens 1 Jahr, bis Sie die Veränderung merken, evt. auch nur 6 Monate, je nach dem, wie stark Sie sich aktuell zu dröhnen.
          Ach ja! LSD hilft: Ein Kollege hat mir erzählt, dass nur die Unbrauchbaren meinen, Sie könnten während des Trips fliegen. Jeder der 18 wird gehöre auf ein Hochhaus geestellt und ein Trip eingeflösst. Wenn er nicht runterspringt, haben wir eine Bereicherung für die Gesellschaft, und wenn er runterspringt, sind wir eine Verarmung los. Das würde aufräumen.

  • Dave sagt:

    Von wegen keine Rückendeckung vom Verband? Filip „die Spritze“ Meihaeghe arbeitet für den Belgischen Verband, Abteilung Jugend!!! Und noch was zum Thema Belgien, auch Roel Paulissen wurde positiv getestet. Ob Michael Rasmussen schon als Mountain Biker seine Akkus in Spanien auflud, sei dahin gestellt. Für mich gibt es da auch noch ein, zwei andere suspekte Fahrer aber im grossen und ganzen glaube und hoffe ich, dass der Mountain Bike Sport sehr sauber ist.

  • Paul Robert sagt:

    Endlich einmal ein ausgewogener Bericht zu dem Thema, nich bloss schwarz oder weiss gemalt.
    Ein wesentlicher Punkt ging aber noch vergessen: Im Gegensatz zum Strassenrennsport wo „bloss“ getretten werden muss kommt beim MTB ja noch die technik Komponente dazu. Einerseits das Fahrerische wo gerade die letzten WC-Rennen schön gezeigt haben was ein guter Abfahrer einem mittelmässigen in einem technischen Abschnitt abnehmen kann.
    Andererseits gibt es ja auch noch die Biketechnik, gerade die Diskussion 26″ gegen 29″ gegen 26.5″ Radumfang lässt noch viel Raum für Experiemente und mögliche Optimierungen.
    Was ich damit sagen will: vielleicht (!) gibt es im MTB Sport noch andere Sachen die man finetunen kann bevor man sich mit der Nadel and die Weltspitze spritzt.

    • tömsi sagt:

      26″ gegen 29″ gegen 27.5″ (korrekt b650) was aber nicht bedeutet, dass es sich genau um die Zwischengrösse handelt. Die 650b ist nähmlich nur unwesentlich grösser wie 26 Zoll. Bedeutend kleiner allerdings wie 29 Zoll.

  • Philipp Rittermann sagt:

    also bei den profi-bikern sind 98% gedopt. auch bei den hobby-bikern zeichnet sich ein klarer trend zu doping auf; resultierend meist aus übersteigertem ehrgeiz und mangelnden körperlichen fähigkeiten, (die schwache konstitution wird so künstlich zu verbessern versucht). alles in allem keine erfreuliche entwicklung.

    • Daniel Hirschhorn sagt:

      Profi-Kommentierer Philipp Rittermann war dabei! Der Tagi sollte die Schnell-Schreiber auch regelmässigen Doping-Kontrollen unterziehen. 98% der Schnell-Schreiber sind gedopt ;-)

      Gut ich muss zugeben, ich würde mich nicht zum Asthmatiker erklären lassen und das wirft doch gröbere Fragen auf …

    • Julia Tschanz sagt:

      Eine Sportart ohne jegliche Beweise unter Doping-Generalverdacht zu stellen zeugt nicht gerade von Intelligenz. Aber für solche Beiträge sind sie ja hier bekannt, Herr Rittersmann ;-) Und wo zeichnet sich denn der Trend bei den Hobbysportler ab? Haben das ihre Biker-Kollegen erzählt oder haben sie dazu eine empirische Studie erstellt?

      • Philipp Rittermann sagt:

        ich bin ja auch nicht der hellste, frau tschanz. meine biker-kollegen fahren wie ich, schwere motorräder, stemmen gerne mal ein paar bierchen und erzählen uns lustige anekdoten über velöler.

        • Roland K. Moser sagt:

          Sie waren sicher mal ein Heller, und jetzt ist ihr Schwammhirn keinen Heller mehr wert. Kommt vom Bier bzw. dem darin enthaltenen Alkohol. Vermutlich haben Sie Testosteronwerte wie ein Wollknäuel – Keines – Eben vom Alkohol.

          Fahren Sie Ihren SUV selbst oder brauchen Sie dazu jemanden? Hä hä hä hääää.

          • Philipp Rittermann sagt:

            sie können sich gerne bei mir als (zweiten) chaffeur bewerben, herr moser; ich spendier‘ ihnen sogar die arbeitsuniform! dann gilt aber – fahren, grade ausschauen und klappe halten! -:)

          • Roland K. Moser sagt:

            Dann fahren wir aber Offroad! Mit meinem Chevy Malibu Classic Station Wagon habe ich mal auf einem Feldweg einen Sprung gemacht (Querstrasse), gelandet, der nächste Sprung wegend dem Ausfedern und gleichzeitig eine 180 Grad-Drehung um die Hochachse und bin dann „rückwärts“ im Acker gelandet und weil das Auto etwa 2 Tonnen schwer war gleich bis zum Fahrzeugboden versunken. Der Bauer hat mich dann rausgezogen. Schuld war natürlich das viel zu weich abgestimmte Originalfahrwerk. Das erleben Sie mit mir. Ich komme!!!

          • Philipp Rittermann sagt:

            da hab ich auch einen herr moser – toyota supra – nasse fahrbahn – gassfuss zu heftig – turbo hat gegriffen – katapultartig in die landschaft gezwirbelt…mit dem unterschied, dass ich mich noch ohne fremde hilfe vom acker machen konnte! kommen sie!!!

          • Roland K. Moser sagt:

            Ich habe halt jemanden gebraucht, der es für mich macht. Hö hö hö.
            Das Auto war wirklich total im Boden eingesteckt. Es ist auf dem Fahrzeugboden gestanden! Das war vielleicht eine Heldentat!

          • Roland K. Moser sagt:

            Was haben Sie eigentlich für ein Autöli?

        • Werner Kraus sagt:

          Kommen sie doch einfach mal auf die Rennbahn, fragen sie nach mir, dann werde ich ihnen sagen, was sie für ein AL sind und vielleicht sind sie dann von ihrer Neurose geheilt.

    • marco nernst sagt:

      jaja, der rittermann, SUV-Proll, anti-sportler und profi für alles, weiss wovon er spricht.
      es ist alles in allem keine erfreuliche entwicklung, dass er von nichts eine ahnung hat, aber davon genug.
      und dazu seine meinung erst noch meint kundzutun..

      • Philipp Rittermann sagt:

        geniesst den schönen tag, ihr lieben! beste grüsse vom ahnungslosen! -> und immer schön vorsichtig biken – jeder schlag beim überfahren einer wurzel vernichtet ein heer von hirnzellen!

    • Thomas sagt:

      Fakten oder Schweigen !

    • Werner Kraus sagt:

      Auf diese Behauptung gibt es drei Überlegungen: erstens, seien sie ein Mann und nennen Fakten und Namen. Zweitens, sie sind selber Hobbysportler, dopen selber und schliessen von sich aus auf andere. Drittens, sie sind einfach blöd und sind noch nie über ein ganz bescheidenes Stammtischniveau gekommen.
      Werner Kraus. Sportlicher Leiter Radrennbahn Oerlikon

      • Philipp Rittermann sagt:

        guten tag herr kraus – siehe oben. b) die radrennbahn in oerlikon…ist das da, wo die velöler stupid im kreis rum fahren, ja?! und was gibt’s da „sportlich“ zu leiten? – klären sie mich doch bitte mal auf.

        • Dave sagt:

          Hört doch auf den Troll zu füttern!

        • Werner Kraus sagt:

          Einen Idioten aufzuklären ist wie Wasser in den Rhein giessen.

          • Philipp Rittermann sagt:

            hat ihnen das alter auf den magen geschlagen, herr kraus – oder verdrängen sie die ungeliebte wahrheit einfach bis ins grabe?! ich dachte immer, „sportliche…leiter“ wären vorbilder. das scheint mir in ihrer lustigen organisation aber sicher nicht der fall zu sein. machen sie und ihre kollegen das eigentlich noch hobbymässig, bzw. ehrenamtlich? weiterhin viel erfolg bei der vogel-strauss-politik – und – da sie es noch nicht bemerkt haben – der radsport hat sich seit 1933 ziemlich stark verändert…..
            (für den „idioten“ bin ich ihnen aber nicht böse). -:)

      • philipp baechtold sagt:

        ich bin immer noch ueber die blauaeugigkeit gegenueber doping ueberrascht. wie oben gesagt, erstmals erwischt ist nicht gleich erstmals gedopt.
        seien wir realistisch: einer der alles gewinnt, als doper ueberfuehrt wird und danach nur noch hinterherfaehrt qualifiziert sich selber.
        wen muemmerts: wir wollen entertainement (schneller, hoeher, weiter), wie’s dazu kommt ist egal. Im fall von EPO gibt es tausende von patienten die froh ueber diese art von feldtest sind.

        ah ja, und dann waere da noch AMGEN, der als hauptsponsor der tour of california auftritt und nebenher 4 mrd US$ umsatz mit EPO erzeugt… deutlicher gehts wohl nicht mehr

        • Paul Mircher sagt:

          Philipp Rittermann hat ausnahmsweise mal recht… Es sind vielleicht nicht 98% und ich rede auch nicht direkt vom MTB-Sport, aber es ist schon traurig wieviel sich „dopen“. Ob dies „nur“ Aspirin (als Schmerzmittel) oder direkt Schmerzmittel vom Arzt sind spielt keine Rolle. Heute kann man die „killerdrogen“ in jeder Apotheke kaufen… Die Hemmschwelle irgendwelche Produkte zu nehmen ist einfach viel tiefer als vor ein paar Jahren. Ich rede hier immer noch von den Hobbysportlern die vielleicht an 1-2 Marathons im Jahr teilnehmen und nicht vom Profi. Der Aspirin und Dafalgan Konsum ist teilweise beängstigend, nur um einmal pro Woche 1 Stunde Squash durchzuhalten. Ich versuche möglichst nie solche MiIttel zu nehmen. Ich hatte aber vor einem Jahr eine Achillessehnenentzündung und die wollte einfach nicht weg. Ich habe es selber fast nicht geglaubt, aber nach zwei tägiger „Aspirinkuhr“ wahren die Schmerzen fast weg und noch eine Woche später (ohne Aspirin zu nehmen) war ich komplett „geheilt“. Es gibt aber leider sehr viele die ohne Schmerzmittel gar keinen Sport mehr treiben können…

          • Roland K. Moser sagt:

            Und die Entzündung ist nicht wiedergekommen, keine Ablagerungen und keine weiteren Probleme?

          • Paul Mircher sagt:

            @Roland K. Moser: Warum kann ich nicht bei ihrem Betrag antworten… egal.
            Die Entzündung ist nicht wiedergekommen und ich habe auch keine Beschwerden, ABER…
            Das Problem mit der Sehne ist aufgetreten weil ich zu schnell zu viel wollte, ich fahre schon Jahre Mountainbike und an Kraft und Ausdauert fehlte es nicht. Die Füsse wahren aber nicht an das Laufen gewöhnt und ich „leide“ an Unterpronation. Vielleicht wahr die Sehne auch nicht entzündet, sonder nur Überbelastet. Nach weiteren 2-3 Wochen Pause habe ich zum Merrell Trail Glove gewechselt und nach 2-3 Wochen lockerem Training konnte ich auch wieder 5 min pro KM über 12km laufen. Beschwerden habe ich keine, aber am Morgen merke ich bei den ersten 2-3 Schritten so etwas wie Spannung, der Rest des Tages spüre ich dann nichts mehr. Ablagerungen?

          • Roland K. Moser sagt:

            Ich hatte auch mal Achillessehnenentzündung am linken Bein, falsches Training und ungesunder Lebenswandel. Es hat Ablagerungen hinterlassen. Rennvelo und MTB geht noch, joggen müsste ich probieren, mit 72 Kg bin ich aber zu schwer, hätte allerdings immer noch Lust auf Läufe. Nächstes Jahr werde ich wieder mal einen Versuch bei den MTB-Rennen machen. Vielleicht treffen wir uns.

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