Eingesperrte Füsse

Läufer mit sogenannten Five-Finger-Laufschuhen.

Barfusslaufen stellt die natürlichste Form der Fortbewegung für den Menschen dar: Läufer (r.) mit sogenannten Five-Finger-Laufschuhen.

Mein letzter Blogbeitrag zum barfüssigen Jan, der kleine Sieger des Kyburglaufs, und Christopher McDougall, dem amerikanischen Barfuss-Pionier, hat Fragen zu den gesundheitlichen Folgen ihrer Leidenschaft aufgeworfen. Aus diesem Grund habe ich den erfolgreichen deutschen Läufer und Orthopäden Professor Thomas Wessinghage damit konfrontiert. Für ihn steht fest: «Barfussgehen und -laufen stellen die natürlichsten Formen der Fortbewegung für den Menschen dar.»

Die Belastbarkeit des menschlichen Fusses gründet auf seiner statischen und dynamischen Stabilisierung. «Das knöcherne Gerüst, die Statik,  hat sich unserem aufrechten Gang angepasst. Es hat dafür im Vergleich zur Hand beispielsweise einen guten Teil seiner Flexibilität geopfert», sagt Wessinghage.Trotzdem sei auch ein dynamischer Anteil – gewährleistet durch Muskeln, Sehnen und Bänder – für eine vollkommene Funktionsfähigkeit erforderlich.

Barfusslaufen – eine unverzichtbare Behandlung

Diese entwickele sich nur, wenn wir unsere Füsse frühzeitig – also im Kleinkindesalter – auf vielfältige Weise fordern. «Ein gutes Beispiel ist die Greiffunktion der Zehen. Beim Barfussgehen auf Wiesen, Waldböden, Sand oder Kies tun wir das auf Schritt und Tritt.» Eingesperrt in einen festen Schuh benötige der Fuss diese Funktionen aber gar nicht mehr. Mit verheerenden Folgen: «Er verliert sie.»

Es geht also darum die Fussmuskeln zu trainieren. Ein häufiges Symptom für vernachlässigte Füsse sei der typische Knickfuss des Heranwachsenden: In aller Regel ein muskelschwacher Fuss. «Wir machen uns keinen Gefallen, wenn wir dann einfach zu Schuheinlagen greifen, um ihn zu unterstützen. Auch in diesem Fall ist das Barfussgehen und –laufen eine wichtige, ja unverzichtbare Behandlung und Vorbeugung gegen spätere Fussbeschwerden.»

Auf sinnvolle Dosierung achten

Für Wessinghage haben Laufschuhe primär nur ein Ziel: den Fuss vor Verletzungen durch Steine, Scherben und dergleichen zu schützen. Für unsere Füsse seien Schuhe gesund, die sie zudem fordern. «Ein zu weicher und dazu auch noch klobiger Schuh lässt alle Funktionen verkümmern. Verloren gehen dabei nicht zuletzt die unzähligen sensorischen Elemente, die uns laufend unzählige Informationen über Druck, Bewegung, Spannung oder Temperatur vermitteln.»

Der einstige Leistungssportler warnt aber: «Barfusslaufen kann schädlich sein, wenn die Anforderungen die Leistungsfähigkeit des Fusses übersteigen.» Ist jemand in der Lage, fünf Minuten barfuss auf einer Wiese zu laufen, heisst das also noch lange nicht, dass er ohne Schäden einen Marathon ohne Schuhwerk zurücklegen kann. «Wie jede Belastung muss auch das Barfusslaufen sinnvoll dosiert und geübt werden.»

Thomas Wessinghage hat zudem die von verschiedenen Lesern gestellten Fragen beantwortet:

Spielt das Körpergewicht des Läufers beim Barfusslaufen eine Rolle?
Das Körpergewicht des Besitzers eines Fusses spielt eine enorme Rolle. Beim Laufen vervielfältigt es sich nämlich beim Aufsetzen. Ist der Mensch zu schwer, wird irgendwann auch der gesündeste Fuss Schaden nehmen. Wer im Stand seine Füsse nicht sehen kann, sollte es darum zuerst mit ein wenig Gewichtsreduktion versuchen.

Eine Leserin hat offenbar eine ausgeprägte Überpronation, das bedeutet, dass ihr Fuss beim Laufen nach innen einknickt, kommt für sie Barfusslaufen gar nicht in Frage?
Die Überpronation ist für mich ein Reizwort, da es eine an sich völlig normale und gesunde Bewegung zum Krankheitsproblem hochstilisiert. Jeder Barfussläufer benötigt diese Pronationsbewegung, um die Energie beim Aufsetzen des Fusses auf den Boden abzufedern. Die Fähigkeit, den Fuss aus einer möglichen Überpronation heraus wieder aufzurichten, lässt sich durch barfuss ausgeführte Übungen hervorragend trainieren. Allerdings kommt es auch dabei auf die richtige Dosis an.

Wie sieht es aus bei Läufern fortgeschrittenen Alters, kann sich ihr Fuss noch ans Laufen ohne Schuhe gewöhnen?
Auch ein gesunder Fuss höheren Alters kann sich selbstverständlich an Barfussgehen und –laufen gewöhnen. Erste Anpassungen betreffen die Haut, die widerstandsfähiger wird. Mit einer gewissen Verzögerung wird sich dann aber auch die Muskulatur verbessern. Liegen allerdings ausgeprägte Fehlstellungen vor, könnten sie das Barfusslaufen limitieren.

Verändert Barfusslaufen den Laufstil eines Sportlers?
Barfussläufer sind Vorfussläufer. Nur so kann der Aufprall beim Aufsetzen des Fusses auf den Boden ausreichend gedämpft werden. Das «Sich-in-den-Schritt-hineinfallen-lassen», wie es mit weichen Schuhen möglich ist, gelingt barfuss nicht. Daher ist jedes Barfusslaufen auch ein effektives Fussmuskeltraining.

Wie tastet man sich ans Barfusslaufen heran, ohne Schaden zu nehmen?
Mit kleinen Schritten. Vorsichtig, auf angenehmem Untergrund beispielsweise auf gepflegtem Rasen und nur für kurze Strecken. Nach und nach kann man die Distanz dann ausdehnen, die Geschwindigkeit steigern, den Untergrund verändern. Engagierte Barfussläufer berichten, dass es ihnen nach einigen Monaten nichts mehr ausmacht, barfuss auf Asphalt zu laufen.

Prof. Dr. Thomas Wessinghage ist ärztlicher Direktor der Medical Park AG in Bad Wiessee . 1982 wurde er Europameister über 5000 m, war zweiundzwanzigmal Deutscher Meister und hält heute noch die deutschen Rekorde über 1500 und 2000 m.

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35 Kommentare zu «Eingesperrte Füsse»

  • Manuel sagt:

    Klar ist barfuss laufen gesund, schliesslich hatten die Altvorderen auch keine Hightech Adidas an den Füssen. Nur sind die Menschen früher auch nicht auf Asphalt gelaufen, und hier liegt das Problem. Barfuss würde ich jetzt nur auf einer Wiese laufen, keinesfalls auf geteerten Wegen. Die Gelenke werdens danken.

    • Martin sagt:

      Meines Erachtens ist das Hauptproblem bei asphaltierten Flächen nicht, dass sie hart sind, harten Untergrund gibt es auch in der Natur, sondern deren Ebenmäßigkeit.
      Dadurch ist jeder Schritt gleich, es werden exakt die gleichen Muskeln angesprochen, es ensteht also eine einseitige Belastung. Ich lauf gerne barfuß auf Asphalt, oder Betonplatten, aber brauche immer auch die Abwechslung eines Querfeldeinlaufs…

  • Daniel Heierli sagt:

    Wieso Schuhe mit vorgeformten Zehen? Ich sehe da den Vorteil nicht ganz. Ich will ja beim Laufen keine Kieselsteinchen aufheben, und auch ein „Five Fingers“ schränkt die Beweglichkeit der Füsse ein wenig ein.
    INOV-8 stellt z.B. Schuhe her, die einen sehr direkten Kontakt zum Boden erlauben und trotzdem relativ normal aussehen. Man kann auch normale Socken darin tragen.
    Und wenn die Bedingungen stimmen (nicht zu kalt, keine Scherben u. ä.), dann sollte man die Gelegenheit nutzen, mal wirklich barfuss zu laufen!

  • Rolf Raess sagt:

    Leider wird das Barfusslaufen immer gefährlicher, weil die Freizeit-Alkoholiker ihre leeren Flaschen mehr und mehr auf dem Boden verscherbeln. Da der Alkohol aber als Droge (CH 2010: 340’000 Alkoholiker) gehätschelt wird, werden keine Massnahmen ergriffen. Die „unsere“ Polizei und Justiz büsst lieber Passanten, die in die Nähe einer Demo geraten…

  • fred sagt:

    Mein Gott, mittlerweile muss es ja den Verschwörungstheoretikern dieser Welt verdammt schlecht gehen, wenn wir schon die Schuhindustrie mit einbeziehen müssen! Ich dachte, die üblichen Verdächtigen ala McDoof und Co reichen schon… aber da hab ich mich wohl getäuscht.
    Muss ich mich jetzt schlecht fühlen, weil ich 73km am Stück in stinknormalen Laufschuhen, nicht mal extra teuer, laufen kann? Und – man höre und staune – praktisch das ganze Feld läuft in schrecklich gesundheitsschädigenden Schuhen. Wobei ich davon ausgehe, dass die alle auch noch ihr Training in SCHUHEN absovieren!
    Es ist ja unbestritten, dass die Entwicklung hin zu immer stärker dämpfenden Schuhen mit dickerer Polsterung nicht notwendigerweise richtig war. Aber das hat die Laufschuhindustrie ja offensichtlich erkannt.
    Also, liebe Barfussfanatiker, kriegt Euch bitte wieder ein. Ihr könnt Euch gern als bessere Menschen fühlen. Jeder soll tun und lassen, was ihm gefällt. Vor ein paar Jahren waren es so halbrund geformte Treter, die angeblich wundersamerweise jedes orthopädische Problem lösen sollen. Seit es ssowas beim Kaffeeröster gibt, sind die offensichtlich auch nicht mehr cool. Also besabbert man den nächsten Trend.
    Mal schauen was danach kommt. Sprungfedern unter den Füssen? Silikonimplantate als Schwimmhäute beim Triathlon? Elektrische Känguruhschwänze, um sich zusätzlich abzustützen?
    Geht einfach mal zwei Stunden laufen, dann stellt Ihr ganz schnell fest, was wichtig ist im Leben. Oder zumindest, was es nicht ist.
    Good night and good luck.

    • Luise sagt:

      Ich muss dir teilweise recht geben. Man kann das Barfusslaufen mit religiösem Wahn vergleichen. Aber auch das Laufen mit Laufschuhen. Gegen gelegentliches Barfusslaufen spricht ja nun gar nichts.

  • Oliver sagt:

    Hallo,
    Ich besitzte einen New Balance Minimus,die gibt es mit 4mm und 0mm Sprengung. Zur Zeit bin ich 1mal in der Woche mit einem Trail Modell unterwegs und möchte im Frühling dann den mit 0mm Sprengung ausprobieren. Meine Erfahrung ist nicht zu schnell beginnen, lieber langsamer und so die Fussmuskulatur aufbauen.
    viel Spass

  • Flo sagt:

    Wir planen für diesen Sommer ein Pendant zum New York Barefoot Run in den Obwaldner Bergen (Mittelpunkt der Schweiz): Ein idealer Ort um Barfuss auf Wanderwegen, Alpweiden und über Stock und Stein zu laufen. Mehr dazu folgt auf unserer Website Bergarena.ch. Bei Interesse bitte melden.

    Und noch ein PS: Tippt man Barefoot Running in die Suchmaschine, erscheint als erstes http://www.runningbarefootisbad.com/
    Da würde mich sehr interessieren, welche Schuhproduzenten so einen Stuss finanzieren…

  • Daniel Wigger sagt:

    Barfusslaufen ist sicher eine schöne Sache – trotzdem sei gewarnt: Die Schläge sind nicht nur auf den Fuss härter, sondern vor allem auf Knie und Hüftgelenk. Natürlich waren wir Menschen in der Savanna Afrikas noch Barfussläufer, aber diese lebten im Schnitt wohl 20-40 Jahre lang. Arthrose kam viel später, da war der Löwe noch eine grössere Gefahr. Auch sind die meisten Menschen heutzutage schwerer als Massaikrieger, auch wenn sie einen ausgeglichenen BMI haben.

    Ich selber könnte niemals barfuss gehen, weil ich eine Fehlstellung des Knies (Typ Wyberg III) habe, ausserdem ist ein Bein 4mm kürzer als das andere. Ich bin bei weitem kein Einzelfall, es gibt sehr viele Menschen, die gewisse Fehlstellungen haben, und dabei meine ich nicht die Pronation. Ich mache keinen Schritt ohne meine Einlagen (Sana-Concept, Brig). Ich habe zwar auch Nike Free und Five Fingers, aber die benutze ich höchstens um zu spazieren oder die Five Fingers zum Surfen. Unsere Gelenke wachsen uns nicht nach – wenn sie durch sind sind sie durch. OK, heutzutage kann man fast jedes Gelenk ersetzen, trotzdem würde ich dazu Sorge tragen.

    • Luise sagt:

      Wie man überall hört und liest, gibt es mehr Gelenkprobleme wegen Schuhen als wegen dem Barfusslaufen. Aber sicher darf man nicht übertreiben und sich langsam gewöhnen.

    • Josef sagt:

      Beim Barfusslaufen läuft am anders. Da man keine Dämpfung hat, läuft man automatisch auf dem Vorderfuss. Das hat den positiven Effekt des Trainings vernachlässigter Muskeln, Sehnen und Bänder (Mittelfuss, Wade, Schienbein). Ausserdem läuft man „federnder“, also schont damit Knie und Hüfte.

      Viele Probleme von Hüfte und Knie bei Sportlern gibt es erst, seit es supergedämpfte Laufschuhe gibt.

    • Philipp Vögelin sagt:

      Da muss ich vehement kontern:
      1.) die Stosskräfte und Drehmomente in den Gelenken von Fuss bis Wirbelsäule sind bei der Barfusslauftechnik deutlich kleiner als beim Laufen mit gedämpften Schuhen (Fersen-/Mittelfusslaufstil). Man nehme sich die Zeit fürs Studium: http://barefootrunning.fas.harvard.edu/Nature2010_FootStrikePatternsandCollisionForces.pdf und http://www.youtube.com/watch?v=7jrnj-7YKZE
      2.) Das allgemein bekannte Durchschnittsalter der Vorfahren beinhaltet die Kinder- und Jugendsterblichkeit und ist deshalb so tief! Zusätzlich war keine moderne Medizin vorhanden. Ältere Menschen waren weniger häufig, aber durchaus da. Das ist bei den heute noch lebenden indigenen Völkern (Indonesien, Brasilien, Namibia, Mexiko) zu beobachten. Es fällt dann auch auf, dass weder Diabetes Typ2, noch Gefässerkrankung, noch hoher Blutdruck oder Cholesterin nachweisbar sind: ARD Doku http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=7131424

  • Jens-Christian Fischer sagt:

    Ich habe letzten Januar mit Jogging angefangen (mit Asic Laufschuhen) und nach wenigen Monaten Probleme mit den Knien bekommen. Nachdem ich mich mit dem Thema beschäftigt habe, habe ich mir die Vibram Five Fingers Classic gekauft und damit angefangen zu laufen. Nach ein paar Wochen war ich wieder auf meinem alten Stand (ca 6 km). Die Schmerzen im Knie waren nach wenigen Tagen weg. Die Classic haben extrem dünne Sohlen, was gerade auf Asphalt mit der Zeit unbequem wird. Ich bin dann auf FiveFingers Sprint für das Jogging umgestiegen und habe ein paar FF Trek für den Alltag. Im Frühling/Sommer/Frühherbst trug ich nur noch FiveFingers und fühlte mich beim gehen und rennen sehr wohl damit. Im Winter sind sie leider zu kalt.
    An die Blicke und Sprüche zu den Schuhen gewöhnt man sich ;)

  • heidi reiff sagt:

    Ich habe mir meine Füsse als junge Frau mit Stöckelschuhen kaputt gemacht, Schuhe vorne Spitz, die Zehen hatten gar keinen Platz, dünne hohe Bleistiftabsätze, der Halux war somit vorprogrammiert, das war einfach eine Phase, heute kann ich darüber lachen, ich trage seit Jahren vernünftige Schuhe im Winter gefütterte Stiefel mit flachen Gummisohlen. Ein Freund damals sagte mir ich laufe wie eine Ente. Freue mich immer, wenn Frauen barfuss flanieren im Sommer, meistens sind es junge Frauen, ich hatte da einige Erfolgserlebnisse als ich anfing Boden zu spüren. Ich bin eine Sportsbanausin, ich kenne meine eigenen Grenzen mittlerweilen gut. Ich habe eine chronische Bronchitis, da liegt Rennen nicht drin. Hab etwas Mühe mit diesen Fitnessgeräten. Habe das Ungeheuer Orbitrac in meinem Gang entsorgt, ziehe mir ab und zu das Lied von Klaus Hofmann ein auf youtube , schöne Bilder von Babys mit nackten Füssen inkl. die Stimme von Klaus Hofmann, – jedes Kind braucht einen Engel – so richtig nett ists auch im Bett, ohne NAGELBRETT.

  • Georg sagt:

    Diese Artikel sind Balsam auf meine Seele…..

    Lauf ich doch immer wenn möglich und überall wo ich kann Barfuss, natürlich im Sommer. Im Winter ist mir das zu kalt.

    Das wichtigste vor allem wenn man duch den Wald wandert, ist das richtige abrollen des Fusses. D.h. wenn man zuerst mit der Ferse aufsetzt, und gerade auf spitziges steinchen tritt, kann man durch aufsetzen des „Restfusses“ noch gut korrigieren.
    Umgekehrt ist das schwieriger und man knickt ein.

    Das schönste am Barfusslaufen sind und bleiben die Blicke der Mitbürger,,, sei es beim einkaufen, im Wald im Restaurant….

    Ich sag mir immer, wenn nicht hier barfuss laufen, wo denn sonst, gibt es noch schöner gepflegte Strassen und Waldwege als in der Schweiz? gruss georg

    • barefootrunner sagt:

      Das Barfußlaufen im Winter zu kalt sei, dachte ich früher auch. Diesen Winter habe ich es lansam gesteigert. Und jetzt? Über 5 Grad wird jeder Schuh lästig und solange ich nicht länger als 15 Minuten im Stück draußen bin (z.B. beim Shoppen) gehe ich bei jeder Temeratur barfuß. Herrlich!

  • Dani sagt:

    Probiert es mit dem NIke Free 3.0, ist eine Super Sache!!!

    • Stefan Michel sagt:

      Der Nike Free 3.0 hat (so viel ich weiss) 6mm Sprengung, kommt also nicht in Frage bei diesem Interview .Es gibt aber auch Schuhe mit 0mm Sprengung, z.b. von Inov-8 oder Viobarefoot

      • Alessandra sagt:

        Ja, der Nike Free ist zwar super angenehm zum Laufen, hat aber tatsächlich zu viel Sprengung – spürt man dann sofort in den Waden, wenn man auf einen wirklichen Barfuss-Schuh umsteigt ! Saucony hat neu ein Barfussmodell ohne Spregnung namens Hattori. Ist superleicht, aber eher für den Sommer geeignet. Für den Winter habe ich mir von Vivobarefoot das Modell Evo II zugelegt. Beide Schuhe haben null Sprenung, sind mit genügend Platz für die Zehenarbeit ausgestattet und können im Gegensatz zu den Fivefingers auch mit normalen Laufsocken getragen werden.

  • Christa Meier sagt:

    Ich habe die Five-Fingers seit Jahren und finde sie gut. Allerdings muss man sie unbedingt anprobieren vorher und besser gar keine kaufen als schlecht sitzende. In Socken geht jedenfalls nicht, und barfuss ist auch nur bedingt machbar, wegen den spitzen Steinchen und so.
    Besonders spannend finde ich übrigens, dass man wieder ganz auf die „natürlichen“ Hilfsmittel zurück kommt. Die Natur ist wirklich meistens sehr gut, so wie sie ist. Und nicht wenige haben kaputte Füsse, weil sie sich zu fest auf die Sportschuh-Werbung verlassen haben…

    • Luise sagt:

      Als Naturmensch finde ich das Thema faszinierend und einen Versuch wert. Wenn nur diese Five-Fingers nicht so bescheuert aussähen…

      • Sgt Klinger sagt:

        Genau + ich möchte wirklich nur einen Minimschutz. Werde es ausprobieren, der Solerunner hat bei mir am meisten Sympathie + natürlich en naturelle auf einem Fussball- oder Leichtatletikfeld.

      • Josef sagt:

        Form follows function. Solange ich an beiden Füssen fünf Zehen haben und die voneinander unabhängig bewegen kann, solange wird es wohl besser sein, einen Schuh mit fünf unabhängigen Zehentaschen zu haben. Im Winter trage ich den (in der Schweiz noch nicht verfügbaren) FiveFingers Bormio und Trek LS, auch wenn es zwischendurch kalt und hart ist. Die Blicke der anderen interessieren mich nicht bzw. ich sehe dies als Trophäe an…

  • Sgt Klinger sagt:

    Nach dem interessanten ersten Artikel war ich noch nicht ganz schlüssig wie. Danke für den Folgeartikel. Werde mir wahrscheinlich den Solerunner im Frühjahr kaufen und langsam probieren. Wg. Verletzungsgefahr wage ich es nicht wirklich ganz barfuss. Suche mir ein Leichtatlethik/fussballfeld wo ich mal Hamstermässig im Rasen Runden drehe. Bin gespannt wann ich dann auf meine Heimstrecke gehe, die ist zu 95% nicht asphaltiert..
    Was ich mich immer noch Frage: was ist eine gute Anfangsdistanz zum üben? möchte ja nicht soweit gehen bis mir die Füsse weh tun, sonder immer im noch angehemen Bereich üben. Hat da jemand Erfahrung?

    • Philipp Vögelin sagt:

      Ich habe die Umstellung durchgemacht und kann dir raten mit etwa 2-3km zu beginnen und pro Woche etwas 10% die Distanz steigern als Faustregel. Vor dem Laufen mit Fussgymnastik aufwärmen und nach dem Laufen hat bei mir langes Dehnen der Waden geholfen. Mehrere Male wollte ich zuviel, was sich sofort rächt, also im Zweifelsfall lieber weniger Distanz und Tempo. Elementar wichtig finde ich aufrechter Oberkörper und die Schrittfrequenz von 170-180 Schritte pro Minute versuchen zu halten, die Schrittlänge bestimmt dann vorwiegend das Tempo. Trotz dem Vorfusslaufstil sollte man nicht versuchen auf dem Fussballen zu laufen, der Fuss trifft mit sehr flachem Winkel mit dem Fussballen beim kleinen Zeh auf, verdreht sich um die Längsachse und zum Schluss des Schrittes muss die Ferse den Beden berühren. Das Laufen sollte sich auch immer leichtfüssig anfühlen, man lernt es autodidaktisch. http://www.youtube.com/watch?v=FnwIKZhrdt4

      • Sgt Klinger sagt:

        Herzlichen Dank für Deinen Kommentar. Genau was ich noch suchte. Es interessiert mich und macht Appetit auf’s ausprobieren. Beim ausprobieren nicht überfordern damit, wenn’s Spass macht, auch evtl. die Hauptbewegungsart wird. Muss ja niemanden was beweisen. Laufe sehr gerne im Sand aber auch dort ist barfuss vielfach gefährlich – nun habe ich bis zu den Sommerferien Zeit die Alternative zu probieren. Evtl. werde ich bei uns auch mal zuerst ohne Schuhe auf einem Leichtatletikfeld Runden drehen.
        Aber meine Normalstrecke kann ich mir, trotz minimem Aspahlanteil nicht wirklich ohne etwas unter dem Fuss vorstellen. Läufst Du wirklich barfuss oder mit was für einer Minimsohle?

        • Philipp Vögelin sagt:

          Für längere Strecken und im Gelände laufe ich immer mit FiveFingers oder den Luna Sandals. Mir sind noch bekannt Vivo Barefoot, SoftStarshoes, Solerunner, Merell Trail Glove, New Balance Minimus. Ich laufe nur auf Asphalt, Beton und feinkörnigen Naturwegen barfuss und das so ab 8°C und bis 10km, meine Fusssohle ist noch nicht dick und unempfindlich genug fürs Gelände. Allen Befürchtungen zum trotz gibt es keine rissige Hornhaut, sondern eher eine ledrige, geschmeidige, dickere und leicht dünklere Haut.

  • Philipp Vögelin sagt:

    Minimalschuh- oder Barfuss-Lauftreff in der Region Basel oder Zürich? Ich versuche sowas aufzuziehen, melde dich bei Interesse: phv {ät} gmx.ch

  • Luise sagt:

    Vielen Dank für das Interview, das viele Fragen beantwortet. Der nächste Sommer kommt bestimmt. Mir ist nun nicht klar, ob man diese teuren Five-Fingers kaufen muss oder ob ein paar alte Socken für den Anfang ausreichen. Kommt die Entscheidung dazu, ob wir Frauen Füsse mit erdgebräunter Hornhauf wollen.

    • Patrick sagt:

      Für die Finnenbahn tuns sicher auch Socken – will man aber querfeldein rennen und geschützt sein vor Dornen, spitzen Steinen, Scherben und sonstigem Dreck, sind die FiveFingers ideal! Und so teuer sind sie nun auch wieder nicht, z. B. in Deutschland auf der Originalseite günstiger zu haben als in der Schweiz. Im Vergleich zu einem guten konventionellen Marken-Runningschuh kommt der FiveFinger nicht viel teurer. Eine Investition, die sich definitiv lohnt!

      • Barefooter sagt:

        Ich finde dass die five finger, Vivo barefoot, Sole Runner, and co zwar für die Füsse besser als herkömmlichen Schuhen sind. Sie bieten aber kein Barfuss gefühl und geben keine richtige Verbindung mit den Boden (elektrische Balance and Fussreflexzonenmassage). Die Five finger sind soger viel zu steif. Die Sole Runners

        Ich werde dass barfusslaufen (richtig barfuss) empfehlen. Am Anfang sollte man im grass laufen. Ich empfehle dass barfusslaufen auch jeden Tag wenn man unterwegs ist. Es ist sehr angenehm und kann man die Füsse für den nächsten Training gut vorbereiten (Muskulatur, Sohlen).

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