Best of Outdoorblog: E-Mountainbikes erobern die Gipfel

Es sind Festtage. Unser Team geht Outdoor und macht erstmals seit Bestehen dieses Blogs eine Pause. Deshalb publizieren wir diese Woche unsere Lieblingsbeiträge. Wir hoffen, das Wiederlesen macht auch Ihnen Spass. Wir wünschen Ihnen einen guten Rutsch ins 2012 und begrüssen Sie im neuen Jahr wieder in gewohnter Frische.

Dieser Beitrag unserer Best-of-Sammlung stammt aus der Feder von Simon Eppenberger.

Mit Motor auf den Gipfel: E-Mountainbiker.

Mit Motor auf den Gipfel: E-Mountainbiker. Bild: ego-kits.com

Vor wenigen Tagen pedalte ich auf der Strasse bergauf Richtung Wald, als es hinter mir rumpelte und klapperte. Ein Mann mit Velo und  Anhänger schoss an mir vorbei. Er hatte weisse Haare und kurbelte mühelos die Steigung hinauf. Den Gedanken an eine Verfolgung liess ich aber umgehend bleiben, schliesslich sass er auf einem E-Bike – und ich sparte mir die Kraft lieber für den Trail.

Bald liess ich die Stadt und die Autos hinter mir und fuhr zwischen Bäumen hindurch Richtung Anhöhe, als ich etwas hörte, das wie ein lauter Dynamo surrte. Ich drehte mich um und sah einen Mann, der zwar keinen Veloanhänger dabei hatte, aber mit einem vollgefederten Bike heranbrauste, das ebenfalls von einem Motor angetrieben wurde.

Das Problem ist nicht das Ego

Er trug Jeans, lächelte und düste locker an mir vorbei – obwohl sein Bike mindestens zehn Kilo schwerer war als meines und ich mich eigentlich grad ziemlich fit fühlte.

Widerwillig schluckte ich die E-Bike-Kröte und sagte mir, dass ich dafür beim Runterfahren viel schneller bin und überhaupt ist das doch gar nicht mehr richtiges Biken.

Doch das Problem ist nicht das Ego eines Bikers, der am Berg gnadenlos stehen gelassen wird. Oder eine Weltanschauung, dass das Erkämpfen eines Gipfels mit reiner Muskelkraft als «echtes» und «pures» Biken lobt und E-Biker als unsportlich und stillos betrachtet. Das Problem ist, dass es nicht genug Platz hat für E-Mountainbiker.

Bis 80 km/h schnell

Die fragwürdige Entwicklung von E-Bikes für den Strassengebrauch, die weit über 50 km/h fahren, ist das eine. Doch als Biker macht mir viel grössere Sorgen, dass immer mehr Bikes auf den Markt kommen, die Leute auf Berge bringen, die sie ohne Motor nie bezwungen hätten.

Bereits werben etliche Hersteller mit E-Mountainbikes, die unglaubliche Drehmomente auf die Räder bringen und bis zu 80 km/h schnell fahren. Die Industrie jubelt: Der erste Preis an der internationalen Sportausstellung Ispo 2011 in der Kategorie Räder wurden den Entwicklern eines Umrüstkits verliehen, der schwere Downhillbikes de facto in Elektro-Töffs umwandelt.

Ganz einfach hoch hinaus

Die Werbungen für diese E-Mountainbikes versprechen alle das selbe: Höher, schneller, weiter – ohne sich dafür gross anstrengen zu müssen. Wenn sich nun diese Bikes ähnlich rasant verbreiten wie die E-Bikes auf der Strasse, wird es eng auf den Trails. Denn plötzlich kann der E-Mountainbiker zwei oder drei Berge am Tag bezwingen. Oder besonders schwierige Trails in den Alpen unter die Räder nehmen, die sonst nur konditionell starken Fahrern vorbehalten waren.

Auf Trails, die einzig den Bikern gehören, mag das kein Problem sein. Doch bereits im Flachland teilen sich Spaziergänger, Reiter, Jogger und Hündeler mit den Bikern den Wald. Ein einigermassen respektvoller Umgang ist hier ein fragiles Gut, das allzu leicht zerstört werden kann. Ganz zu schweigen von den Alpen. Es gibt zwar ein stetig wachsendes Netz an Bikerouten. Doch dahinter steckt viel Arbeit und wachsendes Verständnis zwischen Bikern und Wanderern ist ein Prozess, der vielerorts noch in den Kinderschuhen steckt.

Eine neue Art von Biker

Der Alpenclub SAC und andere grosse Organisationen beginnen zwar, sich den Bikern gegenüber zu öffnen und darüber zu reden, wie man sich den Alpenraum teilen kann. Schliesslich sind die Biker nach den Wanderern die grösste Sportlergruppe. Doch wenn nun scharenweise E-Biker die Berge hochsurren, werden solche Bemühungen untergraben. Denn es sind nicht die konditionell starken, die nun plötzlich die Lust am Schnaufen und Schwitzen verlieren und auf E-Mountainbikes umsteigen. Es ist eine neue Art von Biker, der zusätzlich die Trails und Berge bevölkern wird. Und sie werden sogar Wege unter die Räder nehmen, die bisher nur zu Fuss zu meistern waren.

Das mag die logische Eroberung von Neuland sein, die den Menschen seit jeher angetrieben hat. Doch das Problem sind jene, die keine Rücksicht nehmen. Davon gibt es heute bereits genug – nicht nur unter den Bikern.

Was halten Sie von schnellen E-Bikes in der Stadt? Und was von E-Mountainbikes?

Erstpublikation am 10. März 2011.

36 Kommentare zu «Best of Outdoorblog: E-Mountainbikes erobern die Gipfel»

  • Schlucht sagt:

    Eigentlich ist weniger bergauf das Problem, sonder eher die Singletrails und bergab. Es ist ja nicht gerade ungefährlich mit den Bikes im Gebirge, und wenn dann noch die Turismusstationen E-Bikes vermieten, kann die Unfallhäufigkeit steigen.

  • Ritzelflitzer sagt:

    Habe vor ein paar Monaten meiner Frau ein E-Bike gekauft und seither hat sie wieder grosse Freude mich damit auf den Berg zu begleiten oder besser gesagt: sie wartet oben auf mich ;-)

    Und: ganz ohne Anstrengung geht’s damit auch nicht: nur mit Kraft auf die Pedalen unterstützt der E-Motor.

    • Trebbler Karl sagt:

      Hat sie ein E-Bike oder ein Pedelec? Mit dem Pedelec kann man so was „mit Anstrengung“ machen, ist wirklich anstrengend, das war ihm danach anzusehen… ww.youtube.com/watch?v=pW1DFE_d_D0&feature=plcp&context=C3e56549UDOEgsToPDskIu5mTnfEo9Lhg8pP1C46sq

  • bikepope sagt:

    Hilfe. Bis jetzt hatte man wenigstens auf den steilen bergauf Passagen seine Ruhe. Nun kommen da auch füllige Nieten hin. Am Fahrvermögen wird’s dann meistens happern. Aber bei ersten richtigen Sturz ist dann das schöne E-Bike kaputt und der Forscherdrang meistens beendet. :-)

  • Mike sagt:

    1) Die Problematik, dass E-Bikes zu Selbstüberschätzung verleiten, mag bestehen, ich seh bloss nicht ein, warum das mein Problem ist oder das von irgendwem sonst, der kein E-Bike fährt. Es gibt auch Auto- und Velofahrer, die ihr Gefährt nicht im Griff haben. Oder Fussgänger, die durch die Gegend hühnern, als wären sie taub und blind. Denen nehmen wir auch nicht die Schuhe weg, weil sie sich beim Gehen selbst überschätzen.

    2) Ein E-Bike ist ein Motorfahrzeug und sollte auch als solches behandelt werden. Warum die Maximalgeschwindigkeit da irgendwie eine Rolle spielen soll, leuchtet mir beim besten Willen nicht ein. Es hat Räder. Es hat einen Motor. Es ist ein Motorfahrzeug. Punkt.

    3) Ist es auch „Diskriminierung“, dass nicht auf jedem Berggipfel ein Helikoperlandeplatz hinbetoniert wird? Und überhaupt, das Jungfraujoch ist nicht rollstuhlgängig. Was wohl das Bundesgericht dazu meint?

  • Brunsli sagt:

    Kein Problem, oder? Schliesslich ist es auch nicht „natürlich“, dass ein Bike den Hang hochfährt. Warum also nicht ein eBike?

  • beat sagt:

    Ich bike schon seit über 15 Jahren ziemlich intensiv und meiner Meinung nach wird hier ein Problem kreiert, wo es (noch) gar keines gibt. Ich habe auf den von mir frequentierten Singletrails zumindest bisher noch kein einziges E-Bike gesehen. Wieso sollte ich mich also darüber ärgern?

    Ich finde diese Diskussion ähnlich, wie die ganze Debatte „Wanderer gegen Biker“. Da werden wenige Einzelfälle so lange in den Medien diskutiert, bis sie als „wirkliches Problem“ wahrgenommen werden. Natürlich sind mir schon unfreundliche Wanderer begegnet, doch die Arschlochdichte ist quer durch alle Bevölkerungsschichten und Hobbygruppen wohl etwa gleich gross. Sprich: Es gibt auch Bikedeppen, die mit 40 Sachen auf Singletrails an Wanderern vorbeirasen.

    Cool und freundlich bleiben ist mein Motto. Auch dieses Thema wird nicht so heiss gegessen wie gekocht.

    • helga2 sagt:

      yessss… exakt!

    • Manu sagt:

      Genau!
      Wenn man mit der Seilbahn (legal) einen Anstieg verkürzt erntet man jedesmal entsprechende Blicke und Kommentare von den Wanderern. Wenn man e-Bikes auf Trails verbieten wollte, müssten konsequenterweise auch die ganzen Seilbahnen und Skilifte abgebaut werden!

      Es leben einfach zuviele Leute auf zuwenig Platz: Egal was du machst, irgendjemand stört sich garantiert daran!
      Toleranz und Gewohnheitsrecht vertragen sich halt nur schlecht.

      Ausserdem lässt sich die Entwicklung mit den e-Bikes eh nicht aufhalten.

  • max sagt:

    Habe leider die gleichen erfahrungen gemacht wie Simon Eppenberger. Es gibt mehr rücksichtslose elektromotorvelofahrer als muskelbetriebene. Ich habe den eindruck, dass autofahrer, die nie oder schon lange nicht mehr ein velo unter dem hintern hatten, die schnellsten elektrovelos kaufen.

    Eigentlich hatte ich am anfang die hoffnung, dass es eigentlich nur gut sein kann, wenn mehr velos auf den strassen sind. Das sieht man in der vorzeigestadt kopenhagen. Velos haben dort fast überall vortritt, es gibt ein riesiges velowegnetz und man sieht, dass die verkehrsplaner selber velo fahren, im gegensatz zur schweiz. Vor allem fahren auch wieder ältere menschen in vielen ländern mit einem zweirad, seit es sie mit motor gibt.
    Wahrscheinlich wird man aber hier vergeblich hoffen, sich bald auf kopenhagener zustände zu freuen. Habe dort auch nie rücksichtslose raser gesehen.

    Vielleicht muss man tatsächlich einen rigorosen unterschied machen bei e-bikes die schneller als 25 stundenkilometer mit motorunterstützung fahren können. Eine gelbe mofanummer und integralhelm-pflicht würde das problem schnell lösen. Bei den mofas hat das ja gut geklappt vor ein paar jahren, sonst hätten wir wahrscheinlich die zweitakt stinker immer noch zu hunderttausenden auf der strasse.

  • massimo sagt:

    Eine äusserst egoistische Einstellung hat Herr Simon Eppenberger wobei sich die Geschichte nur wiederholt. Die Wanderer wollen die Biker nicht und nun wollen die Biker die E-Biker nicht.

  • Stefan Loch sagt:

    E-Bikes stören mich eigentlich nicht, aber ich sehe immer wieder wie sich vorallem ältere Menschen überschätzen. Auch ein ganz normaler „Flyer“ fährt mit wenig Kraft anständig schnell. Wenn man dann einen Thömus Stromer hat, dann sind schon fast 50 Kmh drin. Ich kann mit meinem Trek Soho (Urban Velo) auch 30+ Kmh fahren, aber ich kann die 30 Kmh auch noch beherrschen.

    Aber im „richtigen“ Gelände werden sich nicht viele mit den E-Bikes verirren, auch wenn sie E-Downhiller haben, werden sie nicht krassen Trails fahren. Die enge Trails kann man schlichtweg mit 15 Kilo übergewicht am Bike nur als Profi herunterfahren.

  • Adrian sagt:

    Dass E-Bikes nur dort fahren dürfen, wo auch Mofas und Motorfahrräder zugelassen sind, sollte selbstverständlich sein.

    Das Gejammer, es sei „Diskriminierung“, wenn Leute, die nicht fit genug seien, nicht mit einem Zweiradfahrzeug überallhin fahren können, ist absurd. Gibt es ein Menschenrecht, überall hinfahren zu können und andere – z.B. Fussgänger – zu verdrängen und mit Kollisionen zu bedrohen? Auch Fahrräder sind nicht überall zugelassen, und dass die Verwendung von motorisierten Zweirädern stärker eingeschränkt wird als die von Velos sollte auch selbstverständlich sein.

    Auf Wald- und Wanderwegen sind Velos teilweise zugelassen, teilweise nicht, aber es erstaunt, dass überhaupt erwähnt werden muss, dass Motorräder und Motorfahrräder und somit auch E-Bikes dort ganz sicher nichts zu suchen haben. Wer diese benutzen will, kann auf normalen Strassen fahren – da gibt es auch ganz schöne Strecken.

    • Tim sagt:

      Bei weitem der beste Kommentar auf dieser Seite. Gratulation.

      Der Grossteil der Menschen ist faul. Daher gibts nur dort viele Leute wo keine körperliche Anstrengung nötig ist hinzukommen. Sobald an einem Berg eine Strasse oder eine Seilbahn existiert ist dieser überlaufen wie eine Grossstadt zur Rushhour.

      Müssen jedoch die Füsse oder Pedalen bemüht werden, sieht man höchstens mal einen Fuchs oder Hasen. Mit E-Mountainbikes (nicht Elektro-Strassenvelos) werden auch diese letzten Idyllen für den Massentourismus erreichbar. Die Folgen sind leicht absehbar.

      • Markus Meier sagt:

        Veto!
        Ein 25km/h Pedelec ist (auch laut Gesetz) dem Velo gleichgestellt.
        Denn ohne eigenen Muskelantrieb, gibt es auch keinen Vortieb. Und die Servounterstützung ist auch klar vordefiniert!
        Der „Gasgriff“ darf nur bis 6km/h helfen und heisst „Anschiebehilfe“.
        Wird das Pedelec laut Gesetz betrieben, dann sind alle Begrenzungen voll drinn!
        Dann darf ein 25er auch da fahren, wo ein Velo durch fahren darf!
        Ein 45er ist dem Mofa gleichgestellt! Will ich einen Weg nutzen der nur für Velos zugelassen ist, so muss der Motor aus sein. (Viel Vergnügen wenn man ein MOFA hat… aber man darf dann da auch durch!)

        Wer die Begrenzungen umgeht, also ein „offenes“ System fährt, den soll die Härte des Gesetztes treffen!
        Wer sein MOFA frisiert, der kennt ja auch kein Pardon in der Kontrolle!

  • Koni sagt:

    Man sollte nicht nur schwarz malen sondern vielleicht auch die Chancen und Entwicklungsmöglichkeiten sehen. Beispielsweise kann der trainierte Mann mit dem normalen Bike den Berg hoch und die untrainierte oder weniger fitte Partnerin begleitet ihn auf dem E-Bike. So kann er sich auskotzen, den starken Mann markieren, sie braucht nicht unnötig zu leiden und dennoch können sie miteinander etwas erleben und das Naturerlebnis teilen.
    Oder das E-Bike ist der Einstieg, man kommt auf den Geschmack und steigt am Schluss aufs richtige Bike um. Und warum sollten auch nicht Senioren oder weniger fitte Personen sich mit E-Bikes in den Wald oder auf die Berge wagen? Wichtig ist doch, dass sie sich bewegen, sich Freude und Verständnis entwickeln können.
    Die Welt verändert sich, Bikes verändern sich, Sportarten verändern sich – als die ersten MTB aufgekommen sind, lachten ja auch viele und fragen sich, wofür solche Velos mit so unnötig vielen Gängen nützlich sein sollen. Diese Frage stellt sich heute ja auch niemand mehr.

    • Markus Meier sagt:

      Das ist so.
      Aber man sollte sich dabei nicht Überschätzen.

      Es gibt Velofahrer, die mit ihrem Rennvelo rumkurven. OK!
      Es gibt diese, die das auch noch mit einem speziellen, Renndress machen. OK!

      Nun gibt es aber solche die mit dem Renndress auf einem E-Bike rumkurven… (sorry, das ist nun absolut lächerlich!)

      Dass aber sich ein „Rennvelofahrer“ von einem E-Bike überholen lassen muss, das soll er so annehmen, wie es ist.
      Sportlich! Und nicht danach rumschimpfen.

      Autofahrer haben es eh verlernt auf Velofahrer Rücksicht zu nehmen… blinken, korrektes abbiegen, korrektes einspuren, parkieren auf dem Radstreifen (oder Trotoir)… wird alles von den Autofahrern gemacht.

      • Peter sagt:

        Als Auto- und Velofahrer bin ich wohl keine Minderheit. Und ich frage mich immer woher diese tumben Vorurteile und pauschalen Behauptungen kommen. Aus der reinen Velofahrer-Welt? Könnte das Problem dann nicht eher bei einer beschränkten Sicht auf die Dinge als beim Autofahrer liegen?
        Ich erlebe diese Situationen als Velofahrer auch, aber wirklich nervig sind Velofahrer die sich rücksichtslos im Verkehr verhalten und bei einem Unfall nie die Verantwortung tragen müssen.

  • Markus Meier sagt:

    E-Bikes sind toll!
    Denn dadurch kann manche Autofahrt vermieden weden.
    Klar sagt nun der eine, das kann man mit einem Velo auch.
    Ja, kann man.
    ABER, wohne ich zum Beispiel in Zürich Höngg, so kann ich zu Fuss zur Migros einkaufen gehen…
    oder per Bus, oder per AUTO.
    Mit dem E-Bike kann ich einkaufen gehen, muss die schweren Taschen nicht schleppen, bin gleichschnell wie ein Auto, und entspant nach der Fahrt. Habe keine Parkplatz sorgen und habe Bewegung.
    Bewegung die uns die Gesundheitsapostel immer predigen, wohl aber nur das teure Fitnessstudio meinen…
    Aber ja nicht auf dem Arbeitsweg, oder in den Bergen, oder zum Spass und das noch per E-Bike unterwegs sein! (Wenn ich es per Auto mache, dann ist es OK! [??] / Komische Moral!)
    Man muss sich scheinbar auspowern… und danach irgendwelche Doping Mittel einnehmen um sich schnell erholen zu können, dann ist es ok.
    Nein, ist es eben nicht.
    Ich finde es toll dass es E-Bikes gibt. Sport (Bewegung) soll eben Spass machen.

  • Michael sagt:

    Wer sich im Aufstieg auf den Gipfel helfen laesst, der degradiert den Berg. Das hat Reinhold Messner seinerzeit gesagt, das gilt noch!

  • Peter sagt:

    Simon hat eine extrem elitäre Einstellung. Wer nicht so fit wie er ist, hat auf „seinen“ Wegen nichts verloren. Dabei hat er nur Glück. Andere sind genetisch nicht so top ausgestattet, sondern vielleicht eher feist. Oder haben einen angeborenen Herzfehler und können sich nicht auf olympische Höhen schwingen. Oder oder oder. Fast eine Frechheit, allen Leuten die Existenzberechtigung auf den Trails vorzuenthalten, nur weil sie technische Hilfe benutzen. Sind denn die heutigen Mountainbikes gegenüber den früheren schweren Hollandrädern nicht auch schon eine wesentliche Weiterentwicklung? Darf man dann damit noch auf flachen Wegen fahren? Wohl nicht, nach Simons Philosophie…

    • ruedi sagt:

      meine worte peter! und dazu kommt noch die argumentation:
      „Das Problem ist, dass es nicht genug Platz hat für E-Mountainbiker.“ das kennen wir doch von irgendwo her, genau von den wanderer. wie spiessig simon ;-)

    • martin sagt:

      Genau! Total elitär… ich verstehe auch nicht, warum ich mit meinem Motocross-Motorrad nicht unsere Wanderwege benutzen darf! Ich bin genetisch eben auch nicht so gut ausgestattet wie Simon und bewege mich nicht so gerne. Mir deswegen das Recht abzusprechen, die Berge auf meine Art zu geniessen ist einfach elitär – Frechheit!
      Es ist technisch machbar, also ist es gut. Heutzutage kann ja auch jeder für 7 Tage auf die Malediven jetten. Das ist Freiheit (ausserdem muss sich beeilen, wer die Malediven noch ohne Schnorchel und Taucherbrille besuchen will…).

      • Peter sagt:

        @Martin: Ich bin leidenschaftlicher Wanderer und ich finde es hervorragend, dass Motocross-Töffs im Wald verboten sind. Aber ganz ehrlich, diejenigen die sich nicht ans Verbot halten, stören mich auch nicht ;-)

  • Hans Abächerli sagt:

    …ein Albtraum wird wahr!

  • Michael sagt:

    Was soll denn ein Satz wie: „Auf Trails, die einzig den Bikern gehören“? Hallo? Wenn jemand nicht damit klarkommt dass sich noch andere Menschen auf diesem Planeten befinden soll er sich doch eine einsame Insel kaufen. Die Natur gehört allen die sie auch respektieren.

  • Nico sagt:

    Ich denke sämtliche E-Bikes müssten als Mofa klassifiziert werden (sind schliesslich auch mindestens genau so schnell). Damit sollte das Problem ja dann gelöst sein.

    • Markus Meier sagt:

      Nun, es gibt vom Gesetztgeber her Vorgaben.
      E-Bikes mit maximaler Unterstützung bis 25km/h (250W). Gelten als Velos.
      Und E-Bikes bis 45km/h (500W). Gelten als MOFA.
      Denn jeder kann mit einem Velo ohne Probleme 40km/h erreichen.
      Mit einem E-Bike bis 25km/h unterstützt das Bike den Fahrer nur bis da.
      Somit gilt für mich die Velorennen als MOFA Rennen, da die Fahrer mit 50km/h unterwegs sind…

      Das Anfahren, das Bergauffahren wird mit dem E-Bike erleichtert.
      Dazu hat er in der Nacht Dauerlicht und wird das Licht auch in genzwertigen Fällen früher nutzen.
      Das gehört zur Verkerhsicherheit.
      Die echte Alternative dazu wäre, der E-Bike Fahrer nutzt das Auto… (Scheinbar wird das hier gewünscht!)

      Im übrigen muss der Fahrer immer noch selber die Pedalen bewegen, sonst macht das E-Bike keinen Wank.
      Und Bewegung tut uns gut. Ob nun mit oder ohne Unterstützung!

      Bitte macht Euch mal selber schlau was es für Vorschriften gibt, was die Bikes können (und dürfen), statt immer nur E-Bikes schlechtzuschreiben.

      • Nico sagt:

        Hallo Markus

        Es ist mir schon bewusst, dass ein Velofahrer schneller als 25 km/h fährt, ich bin selber Velofahrer, dies sowohl in der Stadt, als auch im Wald. Im weiteren bin ich auch Mofa, bzw. Velosolex Fahrer.

        Ich bin aber vor Kurzem mit dem Stromer E-Bike meiner Mutter gefahren (gedrosselte Variante, ohne Mofa-Nummer), das ding geht bergauf wie man normalerweise im Flachland fährt. Trampen muss man – jedoch reicht es, ein bisschen mitzudrehen, und die Unterstützung hält auch bei kleinen Pausen an. Dieses Verhalten sehe ich auch in der Stadt, viele fahren mit den Dingern annähernd wie mit einem Mofa, man hält sozusagen die Unterstützung am leben.

        Ich habe nichts gegen E-Bikes, sätestens wenn ich mit Kindern und Kinderanhänger am Berg wohnen würde hätte ich selbst eines. Auch für einen Arbeitsweg oder ähnlich, der zu lange für’s normale Velo ist, finde ich das E-Bike eine gute Sache.

        Beim Velofahren im Wald geht es aber in der Regel nicht darum von A nach B zu kommen, sondern um Sport, Bewegung, Spass, was auch immer. Dies sollte auch problemlos ohne Elektrische Unterstützung möglich sein. Wenn einer mit dem E-Bike auf dem Waldweg unterwegs ist, dann stört mich das persönlich nicht (die Fussgänger empfinden dies je nachdem anders), wenn einer dann den Trail mit dem Elektrovelo überbeansprucht habe ich aber ein Problem damit.

        • Markus Meier sagt:

          Hallo Nico,
          OK, dann verstehen wir uns…
          Aber die Dinger sind genug teuer, dass es sich nicht jeder leisten kann.
          Und ob es dem Velo (E-Bike) guttut, wenn es solche Schläge bekommt…
          Naja, ich werde es nicht machen.

      • Stefan Loch sagt:

        Falsch, bei den ego-kits muss man nicht treten –> „Gasgriff zur manuellen Steuerung im offenen Betrieb“

  • seppibucher sagt:

    Die fahrtechnischen Fähigkeiten wachsen ja nicht mit einem Elektroantrieb. Deshalb wird die Zahl der Extrembiker nicht so stark wachsen. DAs Problem stellt sich eher auf der Strasse und den Feldwegen.

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