Best of Outdoorblog: Die 10 dicksten Fettverbrennungs-Mythen

Es sind Festtage. Unser Team geht Outdoor und macht erstmals seit Bestehen dieses Blogs eine Pause. Deshalb publizieren wir zwischen Weihnachten und Neujahr unsere Lieblingsbeiträge. Wir hoffen, das Wiederlesen macht auch Ihnen Freude – und wünschen Ihnen ebenfalls viele schöne Stunden draussen an der frischen Luft.

Laufen macht schlank – aber nicht alle Tipps sind mehr als Mythen

Laufen macht schlank – aber manche Tipps sind nicht mehr als Mythen: Läuferin im Wald.

Wer ein paar Kilos abnehmen will, ist mit dem Laufsport auf sicherem Weg. Aber die Pfunde purzeln nur, wenn man die fettesten Irrtümer vermeidet:

Der Fettverbrennungspuls liegt zwischen 120 und 130
1. Irrtum! Solange das Training im aeroben Bereich stattfindet, werden bei jeder Pulsfrequenz Fett und Kohlenhydrate verbrannt. Aber das Verhältnis verändert sich! Bei hohem Puls nimmt der Anteil verbrauchter Kohlenhydrate prozentual zu, da Zucker für die Muskeln schneller verfügbar ist. Bei niedriger Intensität und langer Belastungsdauer nimmt hingegen der Anteil Fett prozentual zu. Aber: Beim langsamen Training ist der Energie- oder Kalorienverbrauch pro Zeiteinheit tiefer – und somit auch das absolut verbrannte Fett. Eine wesentliche Rolle spielt die Belastungsdauer und der individuelle Trainingsstand.

Grundsätzlich gilt: Je moderater das Training, desto länger kann die Belastung durchgehalten werden – besonders mit Übergewicht oder von Laufanfängern. Über den individuellen Trainingsstand und den damit verbundenen «ökonomischsten» Fettverbrennungspuls gibt einzig der Laktatstufentest exakten Aufschluss.

Die Fettverbrennung beginnt erst nach 30 Minuten
2. Irrtum! Unterschiedliche Energiequellen werden nicht nacheinander, sondern stets gleichzeitig angezapft, aber in unterschiedlichem Verhältnis. Während zu Beginn vor allem leicht verfügbare Kohlenhydrate verbraucht werden, steigt der Anteil der Fettverbrennung von Minute zu Minute. Das Ausmass hängt von der Trainingsintensität ab. Bis der Fettstoffwechsel so richtig auf Touren kommt , dauert es eine halbe Stunde. Wer abnehmen will, läuft darum idealerweise 3 bis 4 x pro Woche mindestens 40 Minuten. Davon ein Mal mehr: 50 Minuten, 60 Minuten – gut Trainierte durchaus 90 Minuten unter der anaeroben Schwelle.

Sport verwandelt Fett in Muskeln
3. Irrtum! Muskeln bestehen aus Proteinen (Eiweiss), Fett aus Fett. Es ist unmöglich, dass sich Fett direkt in Muskelmasse umwandelt. Aber: Beim Laufen verbrennt der Körper durch den erhöhten Kalorienverbrauch Fett – und setzt Trainingsreize für die Muskeln. Und: Je mehr trainierte Muskelmasse, desto höher der Kalorienumsatz – selbst im Schlaf!

Je mehr Schweiss, desto mehr Fettverbrennung

4. Irrtum! Schwitzen gehört zwar zum Lauftraining. Aber mit der Fettverbrennung direkt hat es nichts zu tun. Auch wenn das Körpergewicht unmittelbar danach auf der Waage weniger anzeigt. Verloren gehen mehrheitlich Wasser und wichtige Mineralstoffe. Gut trainierte Sportler schwitzen übrigens mehr als Untrainierte, da auch ihr Wärmehaushalt besser trainiert ist.

Durch Laufen verliere ich gezielt Fett an Po und Beinen
5. Irrtum! Leider kann man mit keiner Sportart beeinflussen, an welchen Stellen man genau abnehmen will. Mit gezieltem Muskeltraining lässt sich hingegen das Körper-Shaping beeinflussen.

Fünf Mahlzeiten pro Tag sind ideal, um abzunehmen
6. Irrtum! Wer ein paar Kilo verlieren will, beschränkt sich besser auf drei Mahlzeiten am Tag. Besonders die süssen Zwischenmahlzeiten – etwa Trauben, Gipfeli, Guetsli, Schöggeli, etc. – aktivieren die Insulinausschüttung, was die Fettverbrennung für Stunden unterdrückt. Und gerade wer gegen Übergewicht kämpft, weiss: Einmal angefangen zu essen, kann man nur mit Disziplin wieder aufhören. Drei Mal pro Tag fällt das wesentlich einfacher, als fünf Mal.

Früchte machen schlank
7. Irrtum! Obst liefert zwar viele Vitamine. Wer aber abnehmen möchte, sollte besonders die stark zuckerhaltigen Früchte meiden. Gerade die aktuellen Herbst-/Winterfrüchte sind wahre Zuckerbomben: Trauben, Kaki, Banane, etc. Ebenso sämtliche Trockenfrüchte: Feigen, Datteln, Aprikosen, Rosinen, etc. Der Fruchtzucker stoppt die Fettverbrennung rasch – und über Stunden.

Morgens vor dem Lauf ein Glas Orangensaft
8. Irrtum! Orangensaft enthält ähnlich viel Zucker wie Coca Cola. Der Zuckerspiegel schnellt erst in die Höhe, dann in die Tiefe – der typische Hungerast folgt! So kann der Körper nicht an die Fettspeicher. Besser vor dem Lauf Wasser, Kaffee oder Grüntee trinken. Koffein und Teein stimulieren den Stoffwechsel.

Nach dem Training darf ich zuschlagen

9. Irrtum! Wenn man seine Fettpölsterchen loshaben möchte, sollte besonders nach einem Abend-Workout auf Kohlenhydrate verzichtet werden. Statt Brot, Pasta und Alkohol auf leicht verdauliches Gemüse mit Fisch oder Pouletbrüstli setzen. Am besten nicht vor einer Stunde nach dem Training essen, um von einem optimalen Nachbrenneffekt zu profitieren.

Ein tiefer glykämischer Index ist ausschlaggebend

10. Irrtum! Der glykämische Index berücksichtigt nicht Portionsgrössen von Lebensmitteln und ist darum nicht praxisrelevant. Ausschlaggebend ist die «glykämische Ladung», sie vergleicht den Zuckergehalt der verschiedenen Lebensmittel unter Berücksichtigung der Portionsgrösse. Etwa Wassermelone, die einen hohen glykämischen Index aufweist, bringt keine Zuckerlast. Anders Dörrfrüchte, die einen geringen glykämischen Index haben. Sie sind Zuckerbomben und mit Vorsicht zu geniessen.

Dr. Antoinette Sarasin

Dr. Antoinette Sarasin ist Ernährungsexpertin bei «Running im Outdoorblog».

Von Natascha Knecht und
Dr. Antoinette Sarasin Gianduzzo,
Dipl. Humanernährung ETH Zürich und
Präventivmedizin.

Erstpublikation am 24. Oktober 2010.

Über die Feiertage kann es vorkommen, dass Kommentare nicht freigeschaltet werden. Das wird spätestens am 27. Dezember geschehen. Frohes Fest!

43 Kommentare zu «Best of Outdoorblog: Die 10 dicksten Fettverbrennungs-Mythen»

  • Clen sagt:

    ui ui ui, da muss ich wohl die datteln vom frühstücks-teller streichen. fällt mir zwar sehr schwer, aber MANN will ja abnehmen ;/

  • Sirod sagt:

    Hm, ich frage mich, woher ihr alle die Zeit nehmt, 4-5 Mal die Woche 1-2 Stunden laufen zu gehen… Arbeitet denn hier niemand? Ich walke ein bis zweimal die Woche, mache ein bisschen Feldenkrais und Krafttraining (um Nachwirkungen von Sportverletzungen zu kurieren), das ist das allerhöchste. Den Rest der Woche verwende ich für Arbeiten, Haushalten, Freundschaften pflegen, Geist beschäftigen bzw. pflegen. Ich mache was falsch, oder?

    • Klaus Meicher sagt:

      Jeder der 2-3 Stunden pro Tag vor dem TV sitzt, der kann auch 4-5 mal Pro Woche eine Stunde laufen. Wieviele Leute kommen nach hause, schalten den PC ein und verschwenden ihre Zeit auf Facebook, Youtube, … es gibt auch sehr viele die um 20:15 denn TV einschalten und dann durchschauen bis sie ins Bett gehen, was schnell 23:00 – 00:00 Uhr sein kann. Jeder dieser Personen hat genug Zeit zum 2-3 mal pro Woche eine Stunde laufen zu gehen. Um es nicht falsch zu verstehen, ich meine bei meiner Aussage vorallem junge Menschen, so 18-25 Jahre alt ohne Kinder und sonstigen Verpflichtungen.

  • Ruedi sagt:

    @trix
    3mal die woche max. 5 km ist wahrscheinlich etwas wenig, je nachdem wieviel sie sonst noch essen. so würde ich langsam etwas steigern, vielleicht 4-5 mal die woche dieselbe distanz, dann sollte es eigentlich funktionieren. aber nur nichts überstürzen…

  • trix abdelmejid sagt:

    ja toll…. ich habe im august mit joggen angefangen- war/bin anfängerin. jogge im normalfall 3x die woche und bin jetzt bei 5km. abgenommen habe ich null-niente-nix-nada! ich achte aufs essen (nicht extrem), vorallem das süsse. warum funktioniert bei mir das nicht, was anscheinend bei den anderen hier funktioniert???

    • Niklas Meier sagt:

      Sie bauen Muskeln auf. Muskeln sind doppelt so schwer wie Fett, was bei Ihnen bedueten dürfte dass Sie eine schlankere Linie bekommen haben, allerdings beim Gewicht nichts verlieren.

  • Klaus Meicher sagt:

    Punkt 5 kann ich absolut nit bestätigen. Ich fahre schon seit Jahren Mountainbike, Marathonrennen mit 60+ Kilometer und am Wochenende Touren mit teilweise 2000+ Höhenmeter. Ich mache zur Abwechslung auch noch anderen Sport, z.b. Wandern oder Schwimmen. Daher behaupte ich mal, das ich gut in Form bin, seit 2-3 Monaten laufe ich auch noch regelmässig, 10-15 km, 6-7 Minuten pro Kilometer. Ich könnte theoretisch no schneller, aber meine Sehnen und Muskeln müssen sich zuerst an das Laufen gewöhnen. In diesen 2-3 Monaten wurden meine Muskeln an den Beinen viel definierter, der Rest des Körper blieb aber nahezu identisch. Warum haben sich meine Beine so „extrem“ verändert und der Rest des Körpers nicht? Bei einem Anfänger sind die beanspruchten Muskeln auch „neu“ und darum müsste sich der Effekt des Laufens auch am meisten an Po und Beinen zeigen.

    Ich denke aber laufen ist nicht der richtige Sport zum abnhemen, die Belastung der Gelenke und Sehnen ist mit Übergewicht viel zu gross. Meiner Meinung nach ist besser zuerst mit „Spaziergängen“ (oder Schwimmen) und Ernährungsumstellung die Kilos purzeln zu lassen.

  • Dr Ruedi vo Stette sagt:

    Das ist doch alles absoluter Blödsinn!
    Das Beste (für mich persönlich !!!) ist nach wie vor qualitativ hochstehend und quantitativ mässig zu essen täglich einen zügigen Spaziergang (ohne diese lächerlichen Skistöcke!) Treppen steigen statt Lift fahren, etwas schwimmen und immer schön in Bewegung bleiben. Bin 59 185cm und wiege noch immer 95kg und das seit mehr als 20 Jahren.
    Und glaubt es mir, ich bin zufrieden und fühle mich pudelwohl.
    Ich pfeiffe auf alle Diäten,Fettverbrenner und Schlankmacher alles Unsinn…reine Geldmacherei…aber eben mit der Dummheit der Menschen lässt sich sehr gut Geld verdienen

  • Marie-Louise McDonald-Egli sagt:

    Braxx has es am besten gesagt; was für einen Eifer Sie haben!

    Das Wichtigste ist, man ist zufrieden mit sich selber. Alles andere kommt dann von selbst. Liebe geniessen, ein gutes Essen
    geniessen. Nicht zuviel von allem. Relax und geniesse das Leben. Man nimmt ab, man nimmt zu; all das gehört dazu.

    „E guets Neus“ von Kalifornien ( Newport Beach ) wo wir praktisch jeden Tag laufen können. Aber nur nicht fanatisch sein!

    Marie-Louise

  • A. Suter sagt:

    Regeln 1-10:
    Irrtum!
    Ich darf das was ich will dann tun wann ich will

    PS 6 Mahlzeiten sind der hit!

    • Marcel Aegerter sagt:

      Stimmt: 6 Mahlzeiten pro Tag plus Belohnungsprinzip, plus eine halbe Stunde spazieren täglich. Und das konsequent und diszipliniert.

  • Wer mehr Kalorien isst als er verbraucht, nimmt zu; wer weniger Kalorien isst wie er verbraucht, nimmt ab. Punkt! Die Natur ist so einfach zu verstehen, aber damit lässt sich eben kein Geld verdienen ( durch Bücher, Ratgeber etc. )

    • Cyrill Hess sagt:

      Am einfachsten, schnellsten und billigsten funktioniert Abnehmen wie folgt: Luft ausatmen und Ranzen einziehen! Fertig!

  • Kuchen sagt:

    „Leider kann man mit keiner Sportart beeinflussen, an welchen Stellen man genau abnehmen will. Mit gezieltem Muskeltraining lässt sich hingegen das Körper-Shaping beeinflussen.“

    Ich mag direkt aufeinanderfolgende, widersprüchliche Aussagen.

    • @kuchen: naja, ich erachte es als unterschied, ob zum beispiel die beine wohl geformt füllig sind, oder einfach nur füllig.

    • Niklas Meier sagt:

      Es ist ja auch so, dass Läufer Muskeln abbauen die sie nicht benutzen, einfach nur rennen hilft nicht wenn man einen trainierten Körper haben will, es sei denn man orientiert sich an Jesus…

  • Hofmann Gert sagt:

    Man muß nicht über alles mögliche diskutieren. Ob aerob oder anaerob spielt keine Rolle, für diejenigen die abnehmen wollen. Dies ist interessant für diejeneigen die sportliche Ambitionen haben. Abnehmen ganz einfach Kalorien zusichnehmen wie der Körper bracut. Büroarbeiter durchschnittlich benötigte Kalorien 2.200 (ohne Sport) also nur 1.700 – 1.800 Kalorien futtern und es klappt mit dem abnehmen.

  • gion-duri mengold sagt:

    gesunder menschenverstand und eine kluge portion disziplin tragen viel zum glücklichsein bei. bei den extremisten, seien das sportler, religions- oder ich-vertrag-dies-und-das-nicht-fanatiker fehlt es meistens an beidem. alternativ zu paracelsus sage ich die dosis macht das glück.

  • Jean Thomas Weber sagt:

    Lieber Markus Schneider, ihr Kommentar zeigt wunderschön, wie der Sauerstoff nicht zwingend auch in den Kopf steigt. Wer seinen Körper liebt, sorgt für ihn mit Geschick und Stil. Durch die Natur kann man auch schlendern, mit offenen Augen nota bene.Das alles tönt doch eher nach einem Hilfeschrei. Vor welchen Problemen rennt man eigentlich davon?

  • Markus Schneider sagt:

    Wer zu dick ist soll weniger essen, das ist das ganze Geheimnis. Ein Fick- oder Fettsack verrät nur, dass er mit den Bedürfnissen des eigenen Körpers nicht umgehen kann. Umso peinlicher, wenn er danach hundert Psychologen und „Ernährungswissenschaftler“ bezahlt, die ihm für gutes Geld weismachen, dass das Fett an seinem Arsch nicht seine eigene Schuld ist. Sondern Fehlfunktion der Drüsen, Kindeheitstrauma, Vererbung etc pp.

    • pummelchen sagt:

      was bist Du doch für ein liebenswürdiger Zeitgenosse! Schade ds ich dich nicht persönlich kennen darf, mit dir würde ich äusserst gerne befreundet sein! ganz, ganz liebe und nette, freudliche und herzliche Festtagswünsche.

    • braxx sagt:

      Interessant, leiden Sie unter Impotenz? Könnte mal verheerend werden für die Prostata. Ob dann die trainierten Muskeln so viel mehr Lebensqualität bringen….Sie dürrer Ast, Sie…. Merken Sie nicht, wie lächerlich Ihr missionarischer Eifer ist?

      • Peter Grassi sagt:

        Markus Schneider hat aber Recht… Zeigen Sie mir doch dicke Nordkoreaner oder noch extremer: dicke KZ-Insassen.

    • Maria Halder sagt:

      Na ja, im Gegenzug zu Ihnen haben ich ein paar wissenschaftliche Kenntnisse und kann Ihnen versichern, dass die Schilddruese sehr wohl einen sehr grossen Einfluss auf einen dicken Arsch haben kann. Als Mensch kann ich Ihnen weiter versichern, dass mir alle dicken Aersche der Welt weitaus lieber sind als ein (1!) einziger Markus Schneider. Denn peinlicher als ein bisschen Fett am Hintern ist ein arrogantes A…loch.

  • Sandro Wolf sagt:

    Wunderbar!
    Als ich mich im Sommer 2010 mit meiner Aktion -15kg begann, habe ich lange recherchieren müssen und haben dieselben „Punkte“ aus den seriösen Studien herausgelesen. Leider gab es für jede wissenschaftliche Website fünf deren, die solche Mythen erzählen.
    Die einzige Diät, die damals für mich wirkte war das schlichte „Kalorienzufuhr – Kalorienabgang <= 1800"

  • Jean Thomas Weber sagt:

    Der Verzicht âuf 2-3maliges Training von 40 Min./Woche entspricht in keiner Weise dem Mehrwert und -dauer an Leben. Was nutzt im hohen Alter ein schlank-ranker Körper mit dementem Kopf. Mit ausgewogener und leckerer Küche + das obligate Glas Wein, ohne Stress, weil man seine Kilometer noch nicht abgespult hat, mit viel Liebe und Freundschaft lebt es sich wesentlich besser und letztlich länger. Zeit für neue Vorsätze im 2012!

    • esmeralda sagt:

      Genau.
      Jogger leben tatsächlich etwas länger als Nicht-Jogger. Sie gewinnen etwa die Zeit, welche sie sinnlos durch den Wald secklen…

      • Martin Brennwald sagt:

        esmeralda, sie bewegungsmuffel. es geht gar nicht um maximale lebensjahre, sondern WIE man diese lebt. und bewegung ist für viele menschen eben enorme lebensqualität. für sie als kartoffelchip natürlich eher weniger. prost.

    • Martin Brennwald sagt:

      Jaja. Aber nur mit Wein und Weib rummgammeln macht auch einen dicken Hintern und schreit nach Abwechslung. Liebe ist gut, aber auch Liebe zum Körper. Also, raus in die Natur, jeder so lange wie er es für richtig hält.

  • Beat Lehmann sagt:

    Hallo Reini!
    Auch ich lebe das low-carb-Leben! Ich muss dich aber darauf aufmerksam machen, dass dein Körper auch ohne KH-Zufuhr die Glukosespeicher wieder auffüllt während der Ruhezeit! Wie er dies wohl bewerkstelligt? Du darfst 3x raten!
    Mein Marathon-Training beinhaltet hie und da frühmorgens einen 34km-Lauf (ca.5:20/km) ohne vorher etwas gegessen zu haben. Nur viel Wasser!!! Wenn dann die Glukosereserven aufgebraucht sind, so nach ca. 60-90 Min. wird wohl dann das Fett zum Hauptlieferant für den Treibstoff!
    An alle: Dies muss aber antrainiert werden. Funktioniert nicht auf Anhieb! Wir Wohlstandsmenschen haben diese wertvolle Eigenschat leider „vergessen!“ Dieses Potential der Fettverbrennung ist genetisch fixiert und war vor der sog.
    Agrar-Revolution eine Überlebensfrage für die Menschen!!!
    Ich glaube nur an meine eigenen Erfahrungen! Grau ist alle Theorie!
    (Selbst im zarten Alter von bald 70)
    Noch Fragen . . . .
    Frohe Festtage!!!
    lehmaag

  • Hans Iseli sagt:

    Schon spassig, was hier an Problemen auf höchstem Niveau besprochen wird. Sehr viele Menschen haben tatsächlich ein Problem mit dem Essen – mit zuwenig Essen.

  • Reini sagt:

    Eine Frage zu 1) und 2)…was passiert denn, wenn ich konsequent nach Low Carb lebe (so wie ich es tue)….

    Ich esse keinerlei Brot, Pasta, Obst, etc…habe demnach also sehr geringe Kohlenhydrat-Reserven….die Speicher dürften also geleert sein…

    Was verbrennt denn dann der Körper, wenn ich eine halbe Stunde bei 9KM/H und 1,5% Steigung laufe…Kohlenhydrate können es wohl nicht mehr sein….

    • ppp sagt:

      ..im schlimmsten Fall fängt ihr Körper an Muskelmasse zu „verbrennen“…
      Das heisst, wenn sowohl die schnell verfügbaren Kohlenhydrate und danach auch alle Fettreserven verbrannt sind, dann sucht sich der Körper eine weitere Quelle um Energie bereit zu stellen… die Muskeln… aber das geschieht eigentlich nur bei extremer Belastung (zum Beispiel bei Extremsportlern, die zB jeden Tag 12000 Kalorien verbrennen, dies über mehrere Tage und es nicht möglich ist diese in dieser Zeit zu sich zu nehmen).

    • Josef sagt:

      Ketone. Das sind kohlenhydratartige Moleküle, welche aus Fett hergestellt werden. Man kann das mit einem einfachen Urintest nachweisen, dass man in der „Ketose-Phase“ ist. Siehe Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Ketose_(Stoffwechsel) oder http://de.wikipedia.org/wiki/Ketonkörper
      Das ist der einfachste Beweis, dass man Fett verbrennt.

      • Jürg Gassmann sagt:

        Ich pflichte Josef bei – diese Keto-Sticks sind ein tolles Mittel, sich selber zu kontrollieren. Wichtig ist allerdings, viele Ballaststoffe (Salat, Gemüse) zu essen. Da kommen dann auch immer ein paar Kohlehydrate mit, aber nicht genug, um den Blutzuckerhaushalt zu kippen.

    • Walti Maurer sagt:

      Es ist immer Kalorien rein gegen Kalorien raus. Ob Sie diese Kalorien nun als Eiweiss wie bei ihrer LowCarb/Keto Diät oder via Kohlenhydrate holen, ist egal. Hauptsache sie essen weniger Kalorien als Sie verbrauchen, aber trotzdem genug Eiweiss (Muskel-Aufbau/-Reparatur) und Vitame, Spurenelemente… Kohlenhydrate braucht man eigentlich nicht zum Leben, sie sind einfach ein grossartige Kalorienquelle.
      Low Carb ist einfach ein (logischer) Weg um wenig Kalorien zu essen, aber trotzdem viel Eiweiss und Vitame/Spurenelemente.

  • Marco Wolle sagt:

    Schöne Weihnachten und ein gutes neues Jahr.

  • Marcel Aegerter sagt:

    Punkt 5 und Punkt 6 kann ich widerlegen, da ich mit konsequentem Spazieren von täglich einer halben Stunde, und sechs Mahlzeiten pro Tag über 25 Kilo abgenommen habe über einen Zeitraum von gut einem Jahr. Da ich diesen Rhythmus beibehalten habe, konnte ich auch das Gewicht halten. Die sechs Mahlzeiten beinhalten keinerlei Diät-Speisen, sondern ganz normale Nahrungsmittel, wobei da aber die Menge pro Mahlzeit entscheidend ist. Langsam essen ist ebenfalls entscheidend. Also nicht viel aufs Mal essen, die Speisen auf mehrere Mahlzeiten pro Tag verteilen und konsequent jeden Tag eine halbe Stunde spazieren gehen. Mit plötzlicher Essensumstellung und aufgezwungener sportlicher Aktivität erreicht man genau das Gegenteil von dem, was man erreichen will. Und Zeit braucht man: Man kann nicht von heute auf morgen Pfunde verlieren. Konsequenz und Disziplin sind entscheidend und letztlich die Grundvoraussetzung fürs abnehmen. Das Verteufeln von Zucker und/oder Fett bringt übrigens überhaupt nichts, da unser Körper beides braucht. Nur eben in Massen. Verzicht bedeutet Verlust, und führt dazu, dass man es mit der Konsequenz auf Dauer nicht mehr so genau nimmt. Also auf das geliebte Schöggeli keinesfalls verzichten, einfach keine ganze Tafel verdrücken. Das Belohnungsprinzip ist sehr wichtig.

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