Wild bei Nacht

Mensch, geh schlafen: Aufgescheuchte Wildtiere müssen flüchten.

Mensch, geh schlafen: Aufgescheuchte Wildtiere müssen flüchten.

«Könntet ihr den Wald nicht wenigstens bei Nacht in Ruhe lassen?», stellt der erzürnte Bikeblog-Leser «Girafo Godolfsky» die rhetorische Frage. Es war eine von zahlreichen Wortmeldungen zum Blog-Beitrag vom 3. November. Die Frage nach Sinn und Unsinn von Mountainbiking bei Nacht hat die Emotionen sowohl der Befürworter als auch der Gegner hoch gehen lassen. Zentraler Kritikpunkt der Gegner: Das Wild verdient im Winter mehr Ruhe und Schutz. Das Thema ist so aktuell, dass selbst in der Sendung «10vor10» ein Beitrag dazu erschienen ist.

Die Frage steht also im Raum, ob Mountainbiker die Wildtiere wirklich stören. Und wenn ja, ob sie störender sind als andere Sportler oder Spaziergänger. Und zu welcher Uhrzeit und an welchen Orten die Störung am grössten ist. Die Fragen sind nicht so einfach zu beantworten, wie es sich einige Kommentatoren vorstellen. Selbst Dr. Marco Giacometti, Geschäftsführer von Jagd Schweiz, hält auf eine schriftliche Anfrage fest: «Ein komplexes Feld, das mit einer einfachen Beantwortung per Mail nicht abschliessend beurteilt werden kann.» Fakt ist: Es gibt kaum Studien, welche den Einfluss differenziert nach Nutzergruppen und spezifisch auf nächtliche Aktivitäten und Störungen untersucht haben.

Ganz allgemein hält Pia Schütz vom Verein Wildtier Schweiz fest, dass heute vor allem die Summe der Freizeitsportler und Erholungssuchenden ein Problem darstelle. Und dass die Naherholungsräume fast rund um die Uhr genutzt werden. «So sind Wildtiere zeitlich und räumlich gezwungen, auszuweichen, was verbunden ist mit veränderten Aktivitätsrhythmen und Aufenthaltsgebieten, die bezüglich Nahrungsmenge und -qualität oft nicht den bevorzugten Gebieten entsprechen. Darüber sollten wir Menschen vielleicht mehr nachdenken», so Schütz.

Jede Störung ist schlecht

Marco Giacometti von Jagd Schweiz hält fest, dass Biker die Tiere sowohl während den Ruhezeiten als auch während der Nahrungssuche stören können: «Die Nahrungssuche bei Paarhufern ist eher auf die Dämmerungszeit konzentriert, wobei dies nicht ausschliesslich gilt.» Und er nimmt all jenen den Wind aus den Segeln, die Bedarf für ein weiteres Verbot sehen: «Es wäre falsch, diese Sportart grundsätzlich verbieten zu wollen. Wichtig ist, die Biker mit der Botschaft zu erreichen, in sensiblen Lebensräumen und zu sensiblen Jahres- und Tageszeiten auf den markierten Wegen zu bleiben. Dazu könnte man im Rahmen der Kampagne Respektiere Deine Grenzen eine neue Massnahme setzen.»

In einem anderen Licht: Biker bei Nacht.

In einem anderen Licht: Biker bei Nacht. (Bild: Light & Motion)

Wer sich ernsthaft mit dem Thema beschäftigen möchte, den verweist Giacometti an die Forschungsresultate, die Paul Ingold in seinem Buch Freizeitaktivitäten im Lebensraum der Alpentiere (Haupt Verlag, 2005) publiziert hat. Wer sich für Primärliteratur und weitere Fachbeiträge interessiert, kann diese bei Wildtier Schweiz beziehen. Die Problematik, dass Wildtiere gestört werden können, ortet Giacometti nicht bei den Mountainbikern allein: «Wildtiere können durch Mountainbiker gestört werden, das steht fest. Ob die Störung grösser oder geringer ist als bei anderen Quellen, ist aus unserer Sicht nicht relevant.»

Wenn also jemand für einen nachhaltigen Schutz der Wildtiere Nutzungseinschränkungen fordert, dann also für alle Gruppen – Spaziergänger und Jogger inklusive. Dass dieser radikale Schritt umsetzbar ist, daran darf gezweifelt werden.

Ein möglicher Lösungsansatz

«Wie geht es nun weiter?», fragt sich Blogleser «Mathis», der durch die zahlreichen kontroversen Blogbeiträge verunsichert ist. Es gilt einen gangbaren Weg vorzuspuren, der für alle Parteien annehmbar ist. Konstruktiv ist beispielsweise der Vorschlag von Blogleser «Ott», der als Forstingenieur auch beruflich mit der Materie vertraut ist:

– Übersichtliche Routen wählen mit hohen Bäumen und wenig Unterholz entlang der Wege

– Bekannte Aufenthaltsorte (so genannte. Einstandsgebiete) grossräumig umfahren

– Bei Abfahrten ein gemütliches bis langsames Tempo wählen

– Bei geschlossener Schneedecke über 10 cm das Nachtbiking einstellen, weil für die Tiere die Futtersuche besonders schwierig ist und sie deshalb die Ruhe brauchen

In jedem Fall kann auch der Dialog mit dem lokalen Jäger oder Förster nicht schaden, denn niemand kennt die Wildeinstandsgebiete besser. Werden die besonders sensiblen Gebiete gemieden und beschränkt man sich auf einige wenige Strecken, dann kann das Wild geschont werden. Sinnvoll kann auch sein, sich in Gruppen zusammenzuschliessen oder sich über Vereine, Biketreffpunkte oder eine Interessensgemeinschaft Bike auf einige wenige Routen und Zeitpunkte zu einigen, auf die man die nächtlichen Ausfahrten beschränkt. Schliesslich würde das Wild unter Umständen auch weniger aufgeschreckt, wenn alle Mountainbiker ein Glöcklein am Mountainbike montieren (siehe Blogbeitrag von Kollege Simon Eppenberger).

Zu guter Letzt wäre es sicher auch interessant, würde in einer Untersuchung erforscht, ob und in welchem Masse sich das Wild allenfalls auch an die «Eindringlinge» gewöhnt. Denn nicht jede Störung muss Pauschal schlecht sein. Gewisse Tiere können auch die Nähe zum Menschen suchen, wenn sie sich beispielsweise dadurch der Bedrohung durch natürliche Feinde entziehen können. Klar ist: Der Wald ist keine Turnhalle wo jeder seinen individuellen Bewegungsdrang ausleben kann und darf. Doch neben dem Wildgetier muss auch der Mensch Zugang zum Erholungsraum Wald haben. Die Frage ist nur in welcher Form und zu welcher Zeit.

Sollen Ihrer Meinung nach im Winter sämtliche Sportler und Fussgänger aus dem Wald verbannt werden? Welches sind Ihrer Meinung nach die geeigneten Massnahmen, um Konflikte zwischen Mensch und Tier auf ein Minimum zu reduzieren?

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116 Kommentare zu «Wild bei Nacht»

  • tömsi sagt:

    Bei uns sind die Gämsen auf alle Fälle begeistert von uns Bikern. Die stehen gemütlich 10 Meter entfernt im Wald rum;)
    http://tomsbikeworld.blogspot.com/2011/10/freitags-macht-mann-frei.html

  • Chinook sagt:

    Die ganze Diskussion wird doch erst dadurch angeheizt, weil keiner sein Tun und Handeln hinterfragt, sondern versucht seinen Egoismus zu rechtfertigen, abzulenken oder zusätzlichen Studien und Untersuchungen zu rufen.
    Den meisten fehlt dazu auch noch der gesunde Menschenverstand.

    Praktisch alle einheimischen Wildtiere sind oder wären von Natur aus tagaktiv. Da Sie aber ihre angeborene Scheu vor Menschen nicht abgelegt haben, wurden Sie zu Dämmerungs- und Nachtaktiven Kreaturen gemacht, weil niemand sich in seinem Freizeitverhalten einschränken will.

    Als aktiver Jäger, noch weit vor dem AHV Alter, der auch noch zu Fuss durch sein Revier läuft um auf den Hochsitz zu kommen, sehe ich immer wieder panisch flüchtendes Wild wenn sich Waldnutzer abseits der befestigten Wege oder ausserhalb der üblich Zeiten im Wald tummeln.

    Biker, Jogger, Reiter…… die während des Tages im Wald auf befestigten Wegen unterwegs sind, daran haben sich die Wildtiere weitestgehend gewöhnt. Kommen diese „Sportler“ indessen in der Dämmerung oder bei Nacht mit voller Beleuchtung und Getöse (vor allem Biker in Gruppen die sich laut zugröhlen) über befestigte oder auch unbefestigte Waldwege, geht die Post ab. Beim Rehwild ist es so, dass dieses ein sogenannter Ducker ist, es flüchtet zwar nicht weit, bleibt aber nach der Flucht extrem lange stehen um die Umgebung zu sichern. Dies wird von Nichtjägern leider so interpretiert „ist ja nicht so schlimm, die rennen ja nicht weit“. Nach so einem Eingriff bleibt Rehwild jedoch oft für eine Stunde und mehr im Unterholz stehen. diese Zeit fehlt zur Nahrungsaufnahme und es kommt in der Folge zu erheblichem Verbiss von jungen Bäumen und Sträuchern.

    In unserer heutigen zeit sollte auch ein Biker die geeignete Möglichkeit finden sich im Winter auf andere Weise sportlich zu betätigen, dies im Wissen und aus Rücksicht zur Natur, in der sich noch andere Kreaturen bewegen, die die „älteren Rechte“ haben.

    Eine der unnötigsten Waldnutzungen sind jedoch die Geocacher, die sich speziell des Nachts durch die Wälder schleichen.

  • Roland K Moser sagt:

    Man muss im Winter nicht alle aus den Wäldern fernhalten. Es genügt vermutlich, wenn nach Anbruch der Dunkelheit der Wald nur noch auf den geteerten Strassen befahren/betreten wird.
    Wer seriös MTB trainiiert, wird im Winter sowieso sehr stark Grundlagenausdauer trainieren. Dazu braucht es eben die Teerstrassen und nicht die techischen Strecken. Das Techniktraining muss dann halt bei Tageslicht gemacht werden. Wann bist du das letzte Mal im Winter an einem Sonntagmorgen um 9.00 Uhr aufs MTB gestiegen? Faule Sau!
    Falsch trainieren und Wild aufscheuchen ist halt geil.
    Eine gesetzliche Vorschrift ist vermutlich das einzig Richtige. Alles andere funktioniert nicht – denn es hat zu viele Deppen auf MTBs und zu wenige MTBler auf MTBs.

  • am schlimmsten sind dann noch diejenigen, die am morgen früh das noch schlafende wild mit ihrer joggerei aufwecken gehen! und dann gibts tatsächlich blogs, die sowas noch empfehlen, siehe link http://superstrong.ch/cardio-am-morgen-fur-optimalen-fettabbau/

  • Franz sagt:

    Hallo zusammen
    Ich habe einmal ein paar Zahlen gesammelt um mal etwas Verhältnismässigkeit hier hinein zu bringen. Alle reden von den bösen Sportlern welche die ach so armen Tiere zu Tode hetzen. Schaut mal diese Zahlen an und denkt an die vielleicht 100 oder 200 Tiere, welche durch Sportler ums Leben kommen. Aber genaue Zahlen kann niemand sagen, deswegen kann es auch niemand beweisen.

    Aussage TCS:
    Durchschnittlich jede Stunde kollidiert in der Schweiz ein Auto mit einem Reh. Jährlich werden der Polizei und den Wildhütern über 20‘000 Unfälle mit grossem und mittelgrossem Wild gemeldet. Nicht immer bleibt es für den Menschen beim Schrecken. Jedes Jahr verletzen sich auch über 60 Personen bei Unfällen mit Wild und es entstehen hohe Sachschäden.

    Eidgenössische Jagdstatistik 2010, geschossene Tiere:
    Rehe 39‘664, Gemsen 13‘339, Hirsche 9‘016

    Wenn die Wildtiere so in Not sind, wieso werden nicht gewisse Strassen in der Nacht gesperrt und wieso wird die Jagd nicht eingeschränkt.
    Wieso nicht?
    Es ist ganz einfach,
    – viele fahren Auto und müssten sich anders verhalten
    – die Jäger haben eine Riesenlobby in der Politik und sie sind nicht bereit, ihr geliebtes Hobby (oder teilweise ihre Sucht nach Jagd) einzuschränken.
    Deshalb braucht es einen Sündenbock und der ist in den Sportlern schnell gefunden. Man unternimmt viel um diese auszugrenzen und um sich so einen tierliebenden Touch zu geben! (Aber natürlich im Herbst knallt man diese Tiere selber ab)

    Ups, jetzt habe ich sicher in ein Riesenwespennest gestochen und alle heulen auf!!!
    Aber nur mal zum klarstellen, dass ich auch etwas eine Ahnung davon habe:
    – Ich bin in der Natur aufgewachsen und habe vom Küchenfenster aus die Rehe gesehen
    – In meiner Umgebung hatte es dutzende Jäger und ich habe x Stunden mit ihnen in der Beiz verbracht, kenne also wie sie ticken
    – ich bin seit 30 Jahren regelmässig in den Bergen und Wälder unterwegs, zu Fuss, mit dem Bike, mit Ski und auch in der Nacht.
    – Ich habe schon viele viele 100 Wildtiere gesehen. Wer von hier drin kann von sich behaupten, längere Zeit 50m neben Rehgeissen mit Jungen gewesen sein, 20m oberhalb von Gemsen gestanden und ihnen beim ässen zugeschaut zu haben oder schon mehrmals den Weg verlassen müssen, weil Steinböcken drin waren und einfach nicht weg wollten.

    Wir haben in der Schweiz ein anderes Probleme mit den Wildtieren. Es gibt einfach zu viel davon, weil die natürlichen Feinde fehlen!!!
    Früher hatten diese Tiere im Winter auch keine Erholung, weil Wolf, Bären und alle anderen auch Hunger hatten. Deshalb überlebten nur dir Stärksten, welche die ihre Gene weitergaben und so für gesunden Nachwuchs sorgten. Hatte es weniger Rehe, gingen automatisch die Wölfe zugrunde, es gab wieder mehr Rehe, usw.

    Heute entscheidet der Wildhüter oder der Revierförster, wie viele Tiere er will und dementsprechend werden sie gejagt. Da die Wildhüter eben auch Jäger sind, haben sie ein Interesse daran, dass es möglichst viele davon gibt, weil man dann am Herbst wieder mehr schiessen kann! Zudem habe ich noch nie einen Jäger prahlen hören, dass er ein arme halbkrankes Tier erlegt hat, sondern immer die Starken und Grossen werden geschossen. Irgendwann sind eben nur noch Mittelmass zum paaren da und diese verbreiten eben nicht mehr diese starken Gene.
    Der liebe Förster von der Fernsehsendung kam mir in dieser Beziehung auch ziemlich komisch vor!
    Ich habe bei uns noch nie Förster gesehen, welche in der Nacht durch die Wälder streifen, sondern die sind bei Tage unterwegs und schauen sich die Verbisse an. Diejenigen Förster machen sogar Druck auf die Jäger, dass mehr Tiere geschossen werden, weil sie den Wald nicht mehr hochbringen.
    Meiner Meinung nach ist der einfach Jäger und hat Angst um seinen herbstlichen Sonntagsbraten. Und der Spruch, die Tiere würden in den Wald verschwinden, weil sie draussen gestört werden stimmt schon, aber dann soll der gefälligst bei den Bauern reklamieren gehen. Die unternehmen eben alles, um die Futterkonkurrenz ihrer Kühe zu verjagen.

    Ach ja, wenn ich schon von Futterkonkurrenz spreche; es gibt Tausende von (subventionierten) Schafen in den Bergen. Diese fressen dort und vertreiben eben auch die Gemsen und/oder Steinböcke, diese wiederum vertreiben die andere Gattung. Also geht einer weiter hinunter und dort kommt er mit den Rehen in Konflikt.
    Also wie wäre es, wenn weniger Schafe in den Bergen wären?
    Aber auch wieder ein Wespennest, weil ja die Schafe ein Erwerbsgrundlage von Bauern sein (Aber meistens ist es einfach ein subventioniertes Hobby von Dorf- und Stadtbewohner)

    Interessanterweise gibt es alle paar Jahre wieder irgendwelche Krankheiten bei den Wildtieren, welche wegen Inzucht, Überbeständen oder den Schafen entstehen sollen. (habe noch nie von der misteriöschen Bikerschafsgemsblindheit gehört)

    Also liebe Sportler, geht in die Natur, geniesst sie dort in Ruhe (auch in der Nacht), benehmt euch so wie sich auch die Jäger auch benehmen sollten und ihr werdet stauen, wie viel Rehe, Gemsen, Steinböcke, Marder, Dachse, Hühner und sonst noch alles dort hat.

    • tony sagt:

      super geschrieben!!! sehr informativ.
      imerhin einer hier der ne ahnung hat!!
      vielen dank für deine meinung.
      dachte schon es gäbe nur vollidioten hier!

    • Roland K Moser sagt:

      Wespennester kenne ich! Mach mal den Versuch, im alkoholverseuchten Modellflug-„Sport“ (Es gilt tatsächlich als Sport!) eine 0,0-Promille-Grenze für das Fliegen zu erwirken.

      • Steve Loch sagt:

        Super geschrieben!!! Irgendwie finde ich es auch grotesk wie sich die sogenannten „Jäger“ an der Jagt aufgeilen. Wie es eine Kunst wäre ein Tier mit einem Gewehr zu erlegen. I bin dafür das ma Wölfe und Bären wieder ansiedeln sollte. Eine Gefahr für den Menschen sind sie soviso nicht (Beispiel USA und Kanda) und würden die „Hirten“ die Schafe wie früher Halten wäre das auch kein Problem.

        • Roland K Moser sagt:

          Die Schweiz ist einiges dichter besiedelt als die USA und Kanada. Da es gibt es keine Möglichkeit mehr, Wildtiere wieder anzusiedeln. Vor 100 Jahren lebten ca. 2,5 Mio Menschen in der Schweiz – dann hatten wir vermutlich schon die grössere Bevölkerungsdichte als die USA heute.

          • Steve Loch sagt:

            Möglich wäre es schon, aber die Jäger wird man nie abschaffen können. In der Schweiz sind die Jäger Politisch viel zu stark vertreten. Ich kann es nicht verstehen was man am Abschiessen von wehrlosen Tieren so cool finden kann. Man tut es nicht einfach weil es getan werden muss, sonder es wird richtig sektenhaft betrieben. Egoshooter sollte man aber nach der Meinung vieler verbieten. Komisch (schweizer)Welt!

          • Roland K Moser sagt:

            Den Tieren fehlen die natürlichen Feinde. Deshalb die Jagd. Bist Du Vegetarier – Nein? Dann fang doch die Tiere selbst ein und metzge sie auch selbst. So ist Dein Fleischkonsum legitimert.
            So wie die Jagd aktuell praktiziert wird, ist es gar keine Jagd mehr. Alkoholsüchtige und massiv übergewichtige „Jäger“ „jagen“. Echt schräg. Wenn Du was ändern willst, setze dort an. z.B. kantonale Initiative: An einer Jagd beteiligen und das Gewehr und die Jagdlizenz dürfen nur behalten werden, wenn ein jährlicher Nachweis (Arztzeugnis) erbracht wird, dass keine Alkohol-, Drogen- oder Medikamentensucht bestehen. Und schon hast Du 30 % der Jäger beseitigt. Und mir einen gefallen gemacht: Ich wurde schon zweimal von einem runtergesoffenen, übergewichtigen und alkoholisierten „Jäger“ auf einer WaldSTRASSE mit seinem Jagdgewehr bedroht.

  • Hans Christoffel sagt:

    Leider können sich die Tiere nicht wehren gegen ein paar uneinsichtige Extremisten. Wenn mir beim Essen ein Spinner durch die Küche und über mein Essen rasen würde, würde ich ihm mit der Bratpfanne eins überziehen. Wenn er durch mein Schlafzimmer rast wenn ich schlafen will, müsste ich ihm sein Bike um den Kopf hauen. Biken und ähnliches im Wald nach Einbruch der Dämmerung gehört verboten, obwohl ich Verbote hasse. Im Winter sollen solche Sportarten auch tagsüber auf wenige Ausnahmen beschränkt werden. Freiheit sollte nicht Gesundheit, Existenz und Leben anderer gefährden, auch nicht von Wildtieren.

    • Raphi sagt:

      @Christoffel. Darf ich annehmen, dass Sie konsequenterweise kein Auto besitzen und vehement gegen den motorisierten Verkehr ankämpfen ? Autos und Töffs gefährden Gesundheit, Existenz und Leben anderer weit mehr als Biker, auch von Wildtieren.

  • Patrick sagt:

    Ich bin auch regelmässig mit dem Bike unterwegs. Auch am Abend. z.B. bin ich vorgestern Abend auch auf viele leuchtende Augen gestossen. Da ich gerne Tiere habe, schaue ich oft, wie sie sich verhalten. Meistens ist es so, das sie zu einem schauen und nicht davon rennen. Beim runterfahren gebe ich zu, das ich auch schon Tiere erschreckt habe. Natürlich bremse ich in solch selten Fällen ab.
    Der Mensch ist aber generell in der Natur doch sehr klein. Und wenn man sieht, was die Menschheit sonst auf der Welt mit der Natur und den Tieren macht, ist das problem mit uns Outdoor Sportler doch eher klein.
    Wenn ich jetzt aber gut informiert werde, durch welche Waldzonen ich besser nicht oder nur noch langsam fahren soll, bin ich sehr daran intressiert.
    Übrigens tut es gut, sich an der frischen Luft zu bewegen. Es würde sicher auch einigen Leuten hier gut tun. Sorry aber anders kann ich mir nicht erklären, was einige Leute denken und dies sogar noch hier reinschreiben. Unglaublich.

  • Beat Matter sagt:

    @Hadorn. Also an Ihrem Verstand zweifle ich hier am meisten. Wahrscheinlich SVP-Wähler, SUV-Besitzer, unterdurchschnittlich gebildet, grosses Maul.

  • Stef sagt:

    Bei unserer wöchentlichen Feierabendrunde in der Sommerzeit wird es oft so spät, dass wir die Lampen anschalten und dann auch ab und zu Wild sehen. Meistens stehen die irgendwo am Waldrand und schauen uns zu. Wir schauen dann zurück und freuen uns wie schön wir’s doch haben :-). Manchmal stehen sie auch auf dem weg und huschen dann ins Unterholz wo sie dann meist stehenbleiben und die Lage checken. Sicher kann man da von „Stören“ reden. Ich frage mich nur wie stark werden sie dadurch gestört? die meisten beginnen schon wieder mit fressen, bevor wir weg sind. Falls der Wolf und Bär hier wieder heimisch werden, wäre doch der Stressfaktor für die Tiere viel höher, ich bin kein Experte, aber dann würden sie doch gejagt …und das nicht nur zur Jagdsaison oder ab und zu von Hunden, sondern jede Nacht (glaub ich zumindest) Irgendeinen Grund muss es ja geben, dass soviele Tiere im Wald leben, dass sie geschossen werden müssen/dürfen. Ich denke es geht ihnen einfach sehr gut. Das mit den Rückzugsgebieten seh ich auch als wichtig an, deshalb fahren wir ja auch nicht querfeldein durchs Unterholz, sondern bleiben auf den befestigten Wegen, genau wie auch die Stirnlampenläufer. Ich seh keinen Grund damit aufzuhören, zumal ja eh allerspätestens um 23.00 Bier in der Beiz angesagt ist und die Tiere dann bis zum Morgengrauen ihre Ruhe haben (falls sie nicht an einer Hauptstrasse Leben). Was den Bericht im 10vor 10 betrifft, hätt ich als Mensch jetzt mehr Angst vor dem unbeleuchteten Wildhüter mit seinem Hund der sich anschleicht und dann auf einen Ast tritt, als von einer Gruppe Sportler, die sich von weitem akustisch und optisch ankündigt.

  • Julius Hadorn sagt:

    Wie ich lesen kann, sind die meisten Beiträge von sehr jungen Personen, welche ihr Verstand noch unter ihrem Sixpack am Bauch haben und die Vernunft und Achtung vor der Natur noch mit Adrenalin betrübt wird. Aber typisch für die heutige Zeit, wo Kinder nach dem Abschaltknopf bei einem lebendem, gackerndem Huhn suchen, um Batterien zu sparen. Arme Zukunft, arme Erde

    • Dave sagt:

      und wie ich an ihrem weiteren Beitrag entnehmen kann, sind sie eher ein älterer, leicht übergewichtiger Mann, dessen Batterien wohl langsam abgelaufen sind. Bitte sparen sie sich doch einfach solche unqualifizierten Äusserungen und ihren Frust an der Jugend. Das tut hier nämlich nichts zum Thema. Besten Dank

  • Yeti Z sagt:

    War gestern auf den Uetlibergtrail und bei der Abfahrt, etwa 50m entfernt vom Trail ein Reh gesehen (hab seine Augen gesehen) der hat mich angeschaut und dann gemütlich weiter gegangen. Muss sagen sein verhalten war gleich wie die Rehe die ich am Tag in anderen Jahreszeiten gesehen habe. Meine Meinung ist, dass sich die Tiere in der nähe der offiziellen (viel genutzten) Trails/Wege, daran gewöhnt haben. Somit werde ich in den offiziellen Wege weiter in der Nacht biken ohne schlechtes Gewissen. Es fehlen die nötige objektive Studien dazu um wirklich sagen zu können, wie fest sich Tiere anpassen können, bzw. wie schlimm/gut es ist, dass es menschliche Aktivität gibt im Wald Nachtsüber. Bis dann werden nur noch sinnlose/grundlose DIskussionen im Internet geführt, dazu ein schönen Zitat:“Arguing on the internet is like running in the special olympics, even if you win, you’re still retarded.“

  • Blank Thomas sagt:

    Haaaaa, haaaaaa, ha :-)
    Lach mich weg hier :-))))
    Wer macht denn die Treib und Drückjagden im Winter und fährt Tag und Nacht mit dem Geländewagen durch die Wälder?
    Täglich Futter in den Wald karren damit das Wild im Revier bleibt.
    Die Hobbyschießer meist jenseits ihrer besten Tage sind doch nicht mal mehr fähig die Hochsitze zu Fuß zu erreichen. Wir sollen dann mit den Fahrrädern aus dem Wald bleiben :-)

  • Julius Hadorn sagt:

    Die meisten Beiträge sind zynisch, selbstgerecht und naturverachtend. Konsumieren bis zum geht nich mehr. Denn was kost die Welt, die gehört doch mir! Ich habe nur noch Mitleid mit diesen Nachrowdies. Uebrigens, sind es auch diejenigen, welche unsere Unfallkasse über alles Maas belasten. Nun, in unserer Gemeinde haben wir alle Durchfahrtsmöglichkeiten abseits des ausgebauten Waldweges mit Neupflanzungen dicht gemacht. Ich nehme an, so wird es in Zukunft noch öfter gemacht werden.

    • Dave sagt:

      Julius Hadorn sie bringen es auf den Punkt. Die Nachtrowdies strapazieren die Unfallkasse? Dabei dachte ich immer es sei der Fussball und der Skisport? So kann man sich täuschen! Machen wir doch alle lieber gar nichts, werde übergewichtig und belasten dafür die Krankenkasse! Ich finde es auch toll, dass ihre Gemeinde Neupflanzungen macht, aber was das genau mit dem Bikesport zu tun haben soll, ist mir schleierhaft. Das zeigt doch nur, dass sie überhaupt keine Ahnung von diese Thema haben. Den kein Biker bewegt sich abseits der befestigten Wege!

  • Reto sagt:

    haaaallllooo thema!
    die einträge sind toll zu lesen! vor allem wenn man die ersten antworten liest und dann direkt runter scrollt…toll wie schnell man den kern des themas aus den augen verlieren kann.
    weiter so, diskutieren wir doch über jäger und wildtiere…

    @martin… genau dann trifft man sich zum lustigen wölfe bashing. am besten ab 23.00 uhr bei leichtem schneefall… wobei mann dann auf die jäger achten muss… nicht dass diese sich dann erschrecken… wäre ja schade

  • Martin sagt:

    Siedeln wir doch mehr Wölfe an, dann gibt’s leckere Biker zum Znacht! :)

    • Tom sagt:

      Genau – auch der Bär fehlt noch.
      Ich freue mich schon, wenn einer davon in Zürich auf dem Paradeplatz auftaucht. Füchse hat es ja jetzt schon genug.

      • Markus Lampert sagt:

        In den USA hat es auch Bären, … Wenn einer im Dorf auftaucht intressiert es fast niemanden. Hier in der Schweiz wird es nie so weit kommen das der Bär nicht nach 2-3 Monaten von jemandem geschossen wird. Dazu kommt noch das diese Tiere extrem selten Menschen angreifen, ein sturz mit Todesfolge (ob zu fuss oder auf dem Bike) ist hundert mal warscheinlicher. Wenn man kein Ahnung …

  • Jules Henze sagt:

    Sollen die friedfertigen Sportler etwa ihre Nachtaktivität einstellen, weil sonst ängstliche Wildtiere vor Schreck sterben? Damit sie dann ein Jäger später noch erschiessen kann? Also die Diskussion ist etwas lächerlich. Ich glaube wir sollten beim Jäger anfangen und nicht bei den Sportlern und Spaziergängern. Abgesehen davon frage ich mich, ob sich unsere (grossen) Wildtiere nicht schon längst an die menschliche Aktivität gewöhnt hätten, wenn sie aus Vorsicht deren Geräuschkulisse nicht ständig mit Mord und Totschlag durch Jäger assoziieren müssten. Tja, die Jägerlobby ist stark…..

  • Mike sagt:

    Definitiv der beste Bike-Blog seit langem! Gut recherchiert, nüchtern argumentiert und auch nicht einseitig Biker-freundlich. Leider sieht man an den Kommentaren der hier wöchentlich auftauchenden Biker-Hasser umso deutlicher, dass sie die Blogs gar nicht mehr lesen, bevor sie ihre Hasstiraden ablassen. Man kann ja unterschiedlicher Meinung sein, aber es würde irgendwie schon helfen, wenn sich die Argumentation wenigstens ein bisschen auf den Inhalt des Blogs beziehen würde. Wer einfach nur wieder mal seiner persönlichen Aversion gegen alles unmotorisiert Zweirädrige freien Lauf lässt, ohne irgendwas Rationales zur Diskussion beizutragen, diskreditiert sich in erster Linie selber.

    • Tom sagt:

      Oh Mike, da haste recht. Doch leider – Motzer gibt’s immer und überall. Sei es ums Autofahren in den Städten, Baden im Weiher oder eben Biken im Wald. Das sind alles unzufrieden Leute.

  • jens sagt:

    Jeder soll biken können wann und wo er will solange er keinen Schaden dabei hinterlässt. Dabei ist es unerheblich ob dies zum Spass oder aus sonsiger Notwendigkeit heraus geschieht. Die ganze Diskussion ist absurd.
    Man sperrt ja auch keine Verkehrsstrassen für Autos die durch die Wälder führen nach Einbruch der Dunkelheit, warum dann also Kieswege für die wesentlich leiseren und ungefährlicheren Radfahrer?
    Unsere Wildtiere sind nunmal Fluchttiere. Ich glaube nicht, dass sie von den paar Nachtradfahrern stärker beieinträchtigt werden als von Füchsen, Eulen oder Wölfen die durch die Wälder streifen.

  • gion-duri mengold sagt:

    ein beweis mehr, dass der mensch rücksichtslos und inicht selten beschränkt ist, dank der taschenlampe sieht er über seine nasenspitze hinaus, leider nur bis zum ende des lichtkegels. nachtbiken ist überflüssig und sollte baldmöglichst verboten werden. hoffentlich nehmen sich bald einige vernünftige politiker der sache an. nachtbiken gehört zum niveau des nacktwanderns. egoistischer und kränker geht fast nicht.

    • Tom sagt:

      Sie gehören wohl auch zu den ’netten‘ Linken, die gleich alles verbieten wollen!
      Wenn schon verbieten, dann zuerst alle Strassen, die durch Wälder führen komplett sperren und zwar auch für Autofahrer. Anschliessend folgen alle Menschen, die sich mit einer Lampe irgendwie im Wald bewegen, also auch Wanderer, Jogger. In einem nächsten Schritt wird dann der Wald auch tagsüber für alle Menschen gesperrt – Schonzeit das ganze Jahre.
      Es ist doch immer interessant, dass genau die, die Verbote fordern bei gewaltätigen Ausschreitungen tatenlos zuschauen und noch sagen ‚oh, da armen‘. Diese Politiker kommen alle von Links.
      Ich hätte doch a propo Nachbiken einen guten Vorschlag, der sicher auch GPS und SP unterstützen würden – Prävention.

  • Thomas sagt:

    Mein Kollege hat sich soeben in einen Bär verwandelt. Und meine Kollegin ist jetzt ein Wolf.
    Geben wir sie zum Abschuss frei?

    • Rücksichtsloser Nacht-Downhiller sagt:

      nei thomas.., gämer doch dä gion-duri mengold (bitrag unedra) zum abschuss frei… (ja und für die ganz tume (gion-duri mengold); min nick isch ironisch gmeint).

  • Henri Thomet sagt:

    Neulich im Wald, es dunkelte ein, meine etwas kleingeratene Dalmatiner-Hündin trottet gemächlich vor mir her, als aus dem Unterholz mit einem Affenzahn und etwas unsicher ein Mountainbiker herausbricht. Ich rufe ihm zu „Achtung, mein Hund“, doch er tritt, nach einem kurzen Blick auf meine vierbeinige Begleiterin, noch vehementer in die Pedale. Am Knacken im Gebüsch erkenne ich, dass ihm weitere Mountainbiker folgen. Als der erste auftaucht rufe ich „Achtung, ein Pferd!“
    Er leitet sofort eine Vollbremsung, ein sein Kollege rammt ihn, ein dritter kann knapp ausweichen und setzt sein Bike in einen Haselbusch.
    Wenn blindwütiges Drauflosrasen im Wald so toll ist, wäre es noch besser, die Biker würden einerseits ihr Gefährt beherrschen, andererseits auf die Natur sowie andere Waldbesucher Rücksicht nehmen.

    • Tom sagt:

      Da haben Sie recht. Es gibt leider auch unter den Bikern A……… Wir biken im Winter auch Nachts, bewegen uns aber auf Wegen und Pfaden, meiden Querfeldein und nach 21:30 Uhr ist Schluss. Ausserdem wir nur so schnell gefahren, so weit die Lampe zeigt. Man muss auf Sichtweite jederzeit Anhalten können.

  • Tobias sagt:

    Ich würde gerne wissen von wo viele Menschen ihre Internetstreitsucht bekommen haben. Nur weil es anonym ist muss sofort immer aggressive reagiert werden (schaut mal die YouTube Kommentaren an) ?.

    Zu diesem Thema gibt es wirklich nicht viel zu sagen. Alle Menschen auf diesem Planeten beeinflussen ihre Umgebung (Flora Fauna, Mitmenschen und so weiter), ob man jetzt Nacht biker, Naktwanderer, Autofahrer oder am Tag wandert ist ja egal ( Es gibt im Wald auch Nachtaktive Tiere die am Tag schlafen!)

    Ich wurde gerne mehr konstruktive Kommentare und Diskussionen im Internet sehen. Besonders zu solche Themen, sollte das ja funktionieren. Wir sind alle schuldig daran das unsere Umwelt sich verändert beziehungsweise sich verschlechtert.

  • Pia sagt:

    Es wird wohl nicht mehr lange gehen, dann wird man in der Schweiz das Leben per se verbieten. Stört es eigentlich niemanden, dass bei uns jeden Tag nur noch darüber nachgedacht wird, was man noch alles verbieten kann?

  • tobz sagt:

    Nun ist auch endlich klar, weshalb Bambi’s Mutter gestorben ist.
    Böse Biker!!

  • Karl Meyer sagt:

    Die ,meisten Wildtiere wie Rehe, Hirsche, Sauen, Füchse etc. sind von Natur her gar nicht voll und ganz Nachttiere. Dort wo tagsüber Ruhe herrscht und ganzhähirg nicht gejagd wird, kann man sie auch tagsüber ruhig äsend (Gras fressend) herumstehen sehen. Kommt ein Reiter, ein Fahrrad oder sogar ein Traktor, schauen sie hin, bleiben aber stehen oder flüchten gemächlichen Schritts zurück ins Holz. Auch nachts werden z.B. die Rehe nicht hochflüchtig wenn ein Reiter oder Biker daherkommt. Gestört fühlen und flüchtig werden tun sie wenn Menschen zu Fuss (oft mit Hund) daherkommen, Lärm veranstaltet wird, Leute nachts durchs Unterholz oder den Waldrändern entlang trampeln. Kurzum: Aus meinen Beobachtungen sind die Biker nicht die Hauptstörenfriede des Wildes, auch nicht in der Dämmerung und in der Nacht.

  • Gerhard Tubandt sagt:

    Vielleicht sollten sich solch übermütige Biker mal vorstellen, wie es ist, wenn sie gemütlich zu Hause schlafen und plötzlich eine Horde angesäuselter (nur angesäuselter!) Festbrüder in die Wohnung einfällt.

  • Roger sagt:

    Aus meiner Sicht fehlt in dieser Diskussion klar eine Frage. Wieviel Wild braucht der Wald? Möchte hier klarstellen, dass ich nichts gegen das Wild habe. Auch dieses hat seinen Platz und seine Berechtigung. Aber trotzdem würde mich interessieren ob nur die Jäger einen Nutzen davon haben. Zumindest Füchse und Wildschweine scheinen mehr Schaden als Nutzen anzurichten. In den Alpen ist es der Wolf und der Bär.
    Unsere schweizer Bevölkerung wächst und wächst. Dadurch nimmt auch der Druck auf die Natur zu. Immer mehr Grünflächen werden bebaut und das Wild wird mehr durch Freizeitaktivitäten gestört. Für mich ist klar, dass den aktiven Menschen nicht eine Fussfessel angeschnallt werden kann. Mehr Menschen, mehr Störung für das Wild. Die logischte Lösung wäre doch ein Bevölkerungslimit pro Fläche Natur zu erstellen, was natürlich unrealistisch ist. Falsch ist aber bestimmt, den schwarzen Peter auf eine bestimmte Gruppe Menschen/Sportler zu schieben.
    Eine weiterer Punkt wäre wo und wann wir Menschen in der dunkleren Jahreszeit unseren gesunden Sport treiben dürfen. Nur im künstlich belüfteten Fitnesscenter? Während des Tages werden wohl die meisten arbeiten müssen. Gerade in der tristen Zeit ist frische Luft und Sport Gold wert.

    • Werner Meier sagt:

      Die Biodiversität in unserem Land nimmt derzeit enorm ab. Wir sollten Sorge zu den verbliebenen, halbwegs natürlichen Landschaftsresten sein.

      • Tom sagt:

        Genau. Alle reden von Gesundheit und der Mensch soll sich bewegen, aber dann will man’s wieder verbieten. Weiss ‚man‘ überhaupt, dass Sport an der frischen kalten Luft das Krankheitsrisiko für Erkältung, Grippe etc. enorm senkt? Damit sinken auch die Fehltage im Betrieb pro Biker und senkt die Kosten. Ob nun aber das Wild wegen den Bikern ‚krank‘ wird, hat wohl noch niemand so richtig nachgewiesen. Tatsache ist, mehr Wild stirbt durch Autofahrer, die mit ihren stinkigen und lauten Motoren die Luft verpesten.

  • Sepp sagt:

    Verstehe überhaupt nicht diese Diskussion…die Viecher sind eh alle schon zahm so nah an der Stadt…

    und das sie über Jahrzehnte die Schweizer Gebirgswälder für den Wintersport abgeholzt wurden und somit riesige Flächen fürs „echte“ Wild platt gemacht macht wurden, darüber redet keiner…

  • Raphi sagt:

    Interessant, dass sich niemand an den unzähligen Autostrassen stört die durch die Wälder führen. Hier wird ständig gelichtet, gelärmt und gerast sodass es nicht mehr schön ist. Und die Schüsse eines Jägers erschrecken Wildtiere wohl auch nicht. Als Biker und Umweltschützer bin ich der Meinung, dass explizite nächtliche Ausfahrten mitten durch den Wald nicht nötig sind. Aber in dieser Jahreszeit kann es durchaus mal vorkommen, auf einer Biketour von der frühen Dunkelheit überrascht zu werden.

  • Dani Hirschi sagt:

    Ich hoffe, dass die SUVA das Nacht Biking vom Versicherungsschutz ausschliesst.

    • Tom sagt:

      Dann darf aber das Autofahren gleich anschliessend folgen. Gibt mehr Unfälle, insbesonder auch mehr Invalide durch Autounfälle. Bikeunfälle machen davon nur wenige Prozent aus!

  • Guido Mühlemann sagt:

    Leider wird auch der Wald nicht mehr respektiert; überall muss die Konsum-Gesellschaft Einzug halten. Wenn dieser Trend so weiter geht, dann werden die Schweizer Wälder in Disneylands verwandelt, und zwar mit allem drum und dran; seine Ruhe wird man dort nicht mehr finden, ebensowenig wie Wildtiere.

    • Markus sagt:

      Der Wald selbst ist ja ein Konsumgut, welcher teils als das persönliche Eigentum von Forstbetrieben, Bauern etc angesehen wird. Wenn dann tonnenschwere Forstmaschinen ganze Wälder „ernten“, ist das auch nicht sonderlich respektvoll gegenüber der Natur und schadet den Wildtieren wohl auch ein klitzekleinwenig.

      • Julius Hadorn sagt:

        Der Wald wird dabei gesund geholzt, damit wieder Neuwuchs entstehen kann. Also absolut sinnvolle Tätigkeit. Die Zeiten mit Beil und Säge sowie Pferde sind ja vorbei bzw. es lässt sich ja niemand mehr finden, der Bereit ist, mit entsprechendem Stundenlohn in Relation zur Zeit der Maschine zu arbeiten. Aber der Wald ist kein Konsumgut, nur das Holz, welches geschlagen wird. Und schon gar kein Konsumgut für rücksichtslose Bicker.

        • Beat Matter sagt:

          @Hadorn. Völliger Blödsinn. Ein Wald braucht keine menschliche Tätigkeiten um zu „gesunden“. Wer war zuerst da, Mensch oder Wald ? Der schönste Wald ist immer noch ein Urwald. Für Biker (nicht Bicker übrigens) ist der Wald ein Erholungsraum, wir „konsumieren“ nur frische Luft sonst nichts. Ihre Argumentation ist lächerlich, nein, peinlich.

  • Marcel sagt:

    Kann die Sorge um das Wild nicht ganz verstehen. In einem wirklich natürlichen Lebensraum wären ja Wölfe, Bären Luchse und andere Katzen vorhanden. Diese würden das Wild auch zur jeder Jahres- und Tageszeit jagen und keine Ruhezeit gönnen.

  • Hanspeter Niederer sagt:

    Nach jahrelangen Diskussionen und unzähligen Studien und „Experten“-Meinungen wird das Schlussresultat wie immer sein: die Interessen der Natur werden auf der Strecke bleiben ! Der Parasit Mensch breitet sich unaufhaltsam aus und arbeitet unermüdlich an der Verarmung seines Lebensraums durch Zurückdrängung und Zerstörung von Flora und Fauna. Bravo, du Krone der Schöpfung, du machst deinem Namen alle Unehre !

  • Jeanclaude sagt:

    Jeder Biker im Wald ist einer weniger auf der Strasse

  • jörgi sagt:

    Das Problem wird sich mit zunehmender Kälte von alleine lösen… insbesondere Downhiller werden früher oder später vom Windchill ein- und überholt.

  • Dave sagt:

    Ich finde es richtig, dass wir zu diesem Thema sensiblisiert werden. Ich selber trainiere viel im Winter auch bis nach Einbruch der Dämmerung. Ich vermeide allerdings Fahrten durch den Wald und offene Felder, für mich kein Problem, gibt es auch genug Forststrassen, die nahe zu öffentlichen Strassen liegen. Ich finde es nicht nötig in der Dunkelheit durch den Wald zu biken. Ein Verbot wäre aber dennoch sinnlos, siehe Beitrag zu Fahrverbot! Eher sollte man an den gesunden Menschenverstand appellieren.

  • Kurt Meier sagt:

    Auf den Basler-Hausberg, den Gempen, gibt es auch vier Strassen für Autos. Alle führen durch den Wald. Ich hoffe, dass die Bewohner von Gempen nach fünf Uhr abends jetzt nicht mehr nach Hause fahren mit dem Auto und die armen Rehlein in Ruhe lassen.

  • Mäx Hasler sagt:

    Das Tier ist schlau es stellt sich dumm, beim Menschen ist es anders rum.

  • juerg schwaller sagt:

    …wo bleibt die vielgelobte „selbstverantwortung“? es scheint, dass man den menschen und die natur nur mittels verboten schützen kann…schade

  • Jutta Maier sagt:

    Wie eigentlich überall ist das Problem der Mensch, seine wachsende Überzahl und sein Egoismus. Ich konnte Mountainbiker noch nie verstehen, was daran toll sein soll, querfeldein und alles unter sich begrabend einen Hang runter zu rasen. In Biel haben wir sehr viele Mountain Bike Wege, aber trotztdem müssen diese Kerle (denn es sind zu 99% Männer, die diesen stumpfsinnigen Drang verspüren…) quer durch den Wald fahren, ja sie schrecken auch nicht davor zurück, eine alte keltische Siedlung zu missbrauchen und zu zerstören.
    Ich verbrachte früher viel Zeit im Bremgartenwald rund um die Uni Bern, weil ich dort lernte. Durch das stille Sitzen konnte ich die Fauna rund um mich herum sehr gut beobachten. Der Effekt auf die Wildtiere, allen voran die Rehe, war eindeutig: Spaziergänger, die ruhig durch den Wald gingen, störten nicht, Spaziergänger mit Hund störten, selbst wenn der Hund ruhig dahintrottete, Velofahrer, die ruhig fuhren und daher auch leise atmeten, störten nicht, Velofahrer und Jogger, die schnell atmeten und daher Flucht signalisierten, stressten die Wildtiere und veranlassten auch sie zur Flucht. Ein Mountainbiker, der quer durchs Gebüsch fährt, signalisiert einen Angriff.
    Der Wald ist übrigend „voll“ mit Wildtieren (so voll wie es in der Schweit überhaupt möglich ist). Wenn Jogger oder Mountainbiker dies noch nicht erlebt haben, sollten sie sich mal fragen, warum. Aber diesen Menschen geht es ja nicht darum, ihre Umwelt wahrzunehmen, sondern, ihren Bewegungsdrang auszuleben.

    • Klaus Meringer sagt:

      Bei uns in der Umgebung ist es absolut unmglich mit dem Bike „quer durchs Unterholz“ zu fahren. Nicht das es mir je in den Sinn gekommen wäre… Nicht einmal ein 20cm Downhiller würde etwas bringen.

  • Ruchti sagt:

    Hallo ihr alle da draussen

    ich bin ein solcher Nachtbiker, na ich will euch einfach mal was dazu sagen, erstens fährt man in der Nacht nicht jede strecke wie im Sommer, zweitens fahren wir nicht zu jeder Nachtzeit mit dem Bike also bis 21.00 danach denke sind das vielleicht noch ein bis zwei hartkorbiker mehr sicherlich nicht und drittens ist auch das Nachtbiken für die meisten eine Erholung im Walde ob Winter oder Frühling, den die Strassen sind einfach in der Dunkelheit viel zu gefährlich da es viele mit den Autos nicht verstehen die Bikes richtig zu überholen. eigene Erfahrungen schon gemacht

  • Bernd Schmid sagt:

    Strassen (und z.B. auch Skipisten) stellen für die Wildtiere sicher das grössere Problem dar wie Biker (und Jogger und Spaziergänger und Schneeschuläufer etc.). Die Zahl der angefahrenen Tiere spricht in diesem Zusammenhang für sich. Hat man aber jemals schon den Aufruf gehört, man solle deswegen auf nächtliches Autofahren verzichten. Ist schon jemals im Winter bei einer geschlossenen Schneedecke von mehr als 10cm eine Skipiste gesperrt worden? Ich bin auch dagegen, dass die Natur zum Disneyland verkommt, aber nun auf den Bikern und Co. herumhacken, nur weil sie als Letzte kamen und die schwächste Lobby haben, ist Blödsinn.

    • Raphi sagt:

      Bravo Bernd Schmid, diesen Kommentar kann ich nur unterstützen. Über dieses Thema kann man diskutieren, aber fair und objektiv.

    • Werner Meier sagt:

      Mit dem einen Unsinn den nächsten zu erklären ist etwas schwach. Vielleicht hat’s zuviele Strassen und Skipisten?

    • Tom sagt:

      Genau so ist es. Strassen führen auch durch Wälder und das Wild wird wohl mehr aufgeschreckt durch Motorenlärm als durch ein paar Lampen. Ausserdem macht jeder Freizeitsportler spätestens um 22 Uhr Schluss, da er am anderen Tag wieder früh aus den Federn muss. Da ist im Sommer sogar noch hell. Im Gegensatz zu den Nachschwärmern, die mit ihren Sportwagen zu später Stunde durch den Wald heulen und sogar Fahrverbote missachten, aber die Autolobby ist eben stärker.

  • Christoph sagt:

    Seit ich mich erinnern kann (und Stirnlampen gibt es noch etwas länger), sind wir im Winterhalbjahr jede Woche im Wald gelaufen. Haben Nacht-OL betrieben. Gebikt. Im Cevi Nachtübungen gemacht. Mit der Familie Würste am Feuer gebraten. Uns von Aussichtstürmen abgeseilt. Oder einfach nur die Lichter der Stadt angeschaut. Und dies meistens alleine. Diese Aktivitäten beschränken sich hauptsächlich auf die Zeit zwischen 18 und 20 Uhr, wenn im Sommer noch Hochbetrieb im Wald ist.
    Und plötzlich soll das ein Problem sein? Ich glaube einfach nicht, dass die Menge der „Nachtaktiven“ im Wald so stark zugenommen hat wie behauptet. Nur, weil es seit ein paar Jahren starke Scheinwerfer gibt? Diese kosten immer noch einige hundert Franken und sind bestimmt nicht Grund genug, dass nun so viel mehr Leute Lust auf Sport in der dunklen, feuchten Kälte haben.

    • Markus sagt:

      Sehe ich genau so. Die“Problematik“ wird hier total überbewertet und dient wohl mehr dazu, die Diskusion schön emotional zu halten damit sich ein paar Eiferer wieder mal über all ihre Feinde auslassen können.
      Ich persönlich fahre im Winter nachts nicht im Wald, das macht mir einfach zu wenig spass. Kurz vor der Dämmerung habe ich allerdings schon öfters ein paar Rehe angetroffen. Von Flucht und Panik konnte da keine Rede sein. Die haben nur schnell hochgeschaut, gesehen dass ich ohne Gewehr unterwegs bin, und dann in einer Seelenruhe weiter gefressen…
      Genau so sollten es auch der Mensch halten: Nicht gleich wegen allem und jedem in Panik geraten, einmal tief durchatmen und sich wieder wichtigerem zuwenden.

      • Frei Patrick sagt:

        @Markus: klar, die Rehe haben schnell nachgeschaut, ob sie ein Gewehr dabei haben und falls ja, welche Marke und welches Kaliber? Das glauben sie ja wohl selbst nicht, oder? Und haben die Rehe Ihnen nicht noch aus der Hand gefressen? Wenn Sie mit einem Velo an einem Reh vorbeifahren, wird dieses 100% flüchten.

        • Markus sagt:

          @Frei: Sie haben den den IRONISCHEN Seitenhieb gegen die Jäger wohl nicht verstanden? Das nächste mal mach ich noch ein Smilie dazu damit’s jeder kapiert, versprochen.
          Sind sie sicher dass es 100%ig ist? Hundert ist nämlich eine grosse Zahl.
          Ich hab übrigens auch einen Feher gemacht: Es waren drei Rehe… sorry gäll…

          • Gina sagt:

            Nochmals Badener Wald. Es hat tatsächlich Rehe, die ein paar Meter von uns weg ääsen und die Flucht nicht ergreifen. Eines bei einer Siedlung hatte sogar einen Namen bekommen, weil es den Leuten auch auf der Waldstrasse nicht aus dem Weg ging. Also Treibjagd im Nov./Dez. auf halbzahme Rehe. Wow, muss das eine Befriedigung sein. Aber das wist ein anderes Thema.

  • Shred sagt:

    Es ist schon komisch…. während dem grössten Teil eines Jahres muss das arme Wild vor uns Freizeitsportlern geschützt werden um dann im Herbst festzustellen dass es urplötzlich viel zu viel Tiere hat welche die Vegetation zerstören. Und diese müssen dann natürlich sofort abgeknallt werden, zum Schutz des „natürlichen“ Gleichgewichts.

    Ohne die Diskussion über den Vergleich verschiedener Todesarten auf die ethische Ebene zu bringen muss aber doch die Frage erlaubt sein ob ein Tier welches im Wald verendet und damit viel Nahrung für andere Tiere und Insekten sowie Nährstoffe für Pflanzen hinterlässt nicht besser ist für das „natürliche“ Gleichgewicht, als eines das auf unseren ohnehin schon überfüllten Tellern landet.

    Dazu die nakten Zahlen aus der Jagstatistik 2010:

    Rothirsch 9’016
    Reh 39’644
    Gämse 13’339
    Wildschwein 6’878
    Rotfuchs 28’224

    Quelle: http://www.wild.uzh.ch/jagdst/

    • Martin sagt:

      die tiere sollen weder aufgescheucht und zu Tode gehetz werden, sie sollen auch nicht geschossen werden, wenn sie schon von natürlichem Gleichgewicht reden. Wir müssen nur die natürlichen Feinde dieser Tiere wieder zulassen. Und schon folgt die Anschlussdiskussion über Grossraubtiere. Wenn wir der Natur in begleitetem Rahmen ihren Lauf lassen und ihre Nutzung in allen Bereichen nachhaltig organisieren und uns daran halten, braucht es viel weniger Jäger. Heute aber braucht es sie.

      • Tom sagt:

        Der Natur können wir nur ’nachhaltig‘ ihren freien Lauf lassen, wenn wir die Zuwanderung verbieten und alle in den letzten 5 Jahren Zugewanderten sofort ausweisen. Dann können die Städte zurückgebaut werden, angefangen natürlich in Waldnähe. Dort entstehen dann offene Wiesen, keine Äcker, da wir ja dank weniger Menschen weniger Nahrung benötigen. Anschliessend muss der Bär und der Wolf angesiedelt werden, damit sich wegen der grossen Gefahr der Raubtiere auch keine Biker und Jogger mehr im Wald verirren. Vielleicht erreichen wir dann ja ein natürliches Gleichgewicht.

      • Arne sagt:

        ich gehe auf die Jagd (im Ausland) auf einem militärischen Übungsgelände und da gibts neben Leoparden (Leo I und Leo II) auch Bär und Wolf, ab und an Sportler (primär Rollski und Rennrad) und das Wild gedeiht prächtig. Entscheidend ist nicht das Ausbleiben gewisser „Störenfriede“ sondern die Intensität der Nutzung und das Vorhandensein von Rückzugszonen für das Wild. Ein bisschen Rücksichtnahme und Verständnis für die Bedürfnisse des Wildes wirken mitunter Wunder.

  • Martin sagt:

    Verbote sind nicht immer gut, frühes Lernen der Verahltensregeln nützen sehr wahrscheinlich mehr. Es gibt für Wintersportler unter http://www.mountainwilderness.ch Falt-Prospekte zum Thema „Wild im Schnee“, und für Schulklassen sogar ein Spiel als Lehrmittel für Skilager oder den Unterricht, um das Verhalten in der winterlichen Tierwelt einfach zu erlernen und deren Bedürfnisse zu kennen. Und dann braucht es auch die Zivilcourage von Beobachtern, andere Wintersportler auf deren Fehlverhalten hinzuweisen.

  • Werner Schneider sagt:

    Als Waldverantwortlicher in unserer Gemeinde kann ich nur feststellen, dass es in stadtnahen Wäldern kaum mehr möglich ist Jungwuchs der nicht verbissen ist zu pflegen. Speziell die Weisstanne hat keine Chance mehr zu sich zu entwickel.
    Wegen der vielen Sporttreibenden und Erholungsuchende kann das Wild seine Nahrung bei Tag nicht mehr auf den angrenzenden Wiesen suchen. Demzufolge, um nicht zu hungern, muss es sich von jungen Bäumen ernähren. Seit sich die Mode eingeschlichen hat mit Stirnlampen zu joggen oder zu biken, getraut sich das Wild auch in der Abenddämmerung nicht mehr aus dem Wald. Diese Art von Freizeitgestaltung, sollte strickte verboten werden!

    • Nachtjogger sagt:

      Klar, alle raus aus dem Wald und wenn schon Sport, dann ins Fitnesszenter? Haben sich all die sportverbietenden Gutmenschen wie Herr Schneider auch schon einmal überlegt, dass in unserer heutigen Leistungsgesellschaft die arbeitende Bevölkerung, welche bei Nacht zur Arbeit geht und im Dunkeln auch wieder nach Hause, bei solchen Forderungen Ihre sportliche Ausgleichbetätigung zwischen Oktober und März auf bestenfalls Sa/So beschränken müsste?

      • Müller sagt:

        Richtig!!! Es gibt Leute die Arbeiten und irgendwann auch was von der Natur haben möchten.
        Was macht ein Waldverantwortlicher? Kommt erholt nach Hause und hat die Zeitung auch schon gelesen.

    • Markus sagt:

      Wärs auch möglich dass unsere Siedlungspolitik ebenfalls eine Rolle spielt? Überall wird näher an den Wald gebaut und die Felder und Äcker werden direkt am Waldrand mit elekrischen Zäunen geschützt. Wenn ich ein Hirsch wäre, würde mich das wohl mehr stören als ein paar Taschenlampen.

  • ursela sagt:

    liebe biker, jogger, schlittler, nachtspazierer
    bitte seihen sie vernünftig und lassen sie den waldtieren und der natur nachts ihre ruhe! und denken sie bitte auch an die gefährlichkeit dieser unvernunft (schwere unfälle)! ich als arbeitgeber hätte ein problem, wenn ein mitarbeiter wegen so einer unnötig verursachten sportverletzung am arbeitsplatz fehlte und würde klar die konsequenzen ziehen.

    • verwirrt sagt:

      Sie habe noch Autofahrer vergessen. Es führen vielen Strassen durch Wälder und an Waldränder, welche die Tiere von ihren Futterquellen abschneidet. Schliesslich hat noch kein Jogger ein Reh überfahren.
      Die aufgehängten Reflektoren und pfeifenden Abschrankungen sollen vor allem die Tiere vertreiben oder sehe ich das falsch?

      Warum sollen die einen anders behandelt werden als die andern?

      • Ursela sagt:

        genau, sie haben recht, die autofahrer und töfflis habe ich vergessen :) und nicht zu vergessen sind die netten mitbürger, die ganze wohnungseinrichtungen im wald entsorgen. die meinen vielleicht, dass die die wildtiere darin wohnen.
        ja die reflektoren dienen zur abschreckung der wildtiere.lg ursela

      • Werner Meier sagt:

        Es ist (zu) einfach, nur auf andere zu zeigen. Der eine Unsinn rechtfertigt doch nicht den nächsten.

  • Bruno sagt:

    Der Wald ist grundsätzlich für alle da…Nachts sollten die Tiere wenigstens etwas Ruhe haben.
    Wir Menschen od. ein teil davon möchten auch Nachts gerne, ohne Störung einige ruhige Stunden haben.
    Gestehen wir doch das auch den Tieren zu.

  • Massimo sagt:

    So ist der Mensch, es braucht eine Studie um glaubhaft zu machen, dass es die Tiere stört! Und zum letzten Abschnitt; der langsamere hat Vortritt.

  • Landschäftler sagt:

    Nein, gleich alle aus dem Wald verbannen geht zu weit. ich bin jedeoch klar der Meinung, dass die Wildtiere erheblich geschont werden können, wenn man die Wege nicht verlässt. Auch Wildtiere brauchen ihre Ruhe. Wenn jedoch Velofahrer kruez und quer über Stock und Stein durch Feld, Wald und Flur jagen, scheuchen sie nicht nur Wildtiere auf; sie leisten auch einen aktiven Beitrag zur Zerstörung des empfindlichen Mikro-Oeko-Systems. Einige Wälder sind übrigens noch Privatbesitz, und da hat eh nicht jedermann bzw. -frau etwas zu suchen. Fazit Mehr Respekt vor fremdem Eigentum, weniger Egoismus.

    • Dave sagt:

      lieber Landschäftler, kein Biker fährt kreuz und quer über Stock und Stein duch Feld, Wald und Flur! ich kenne keinen einzigen Biker, welcher nicht auf Trails, Forst und Waldwege fährt.

      • Gina sagt:

        @Dave 10.01
        Dann gehen Sie mal in den BADENERWALD/BIRMENSDORF, da können Sie dann hautnah die Raser quer durch den Wald mit eigenen Augen sehen. Oder die welche vom Rüsler herunterfräsen. Dort habe ich sogar einen jungen überfahrenen Fuchs gefunden. Ausserdem sind richtige Biker-Pisten mitten im Wald angelegt was eigentlich verboten ist. Aber der Oberguru-Förster scheint auch nichts dagegen zu haben.

        • Dave sagt:

          liebe Gina, wie es der Zufall will, wohne ich in Baden. Klar fahre ich den Rüsler hinunter, ist sogar mit einem Bike Signal beschlidert(zu mindestens im unteren Teil Richtung Oberrohrdorf). Aber hier wurde die Aussage gemacht querfeldein, also nicht auf befestigten Strassen oder Wanderwege und so fährt nun wirklich niemand durch den Wald! Und nein der Oberguru-Förster hat sogar was dagegen, dass genau dieser Trail mit illegalen Hindernissen verbaut wird, diese werden zurecht auch immer wieder beseitigt. Also so was habe ich noch nie gehört, dass ein Fuchs von einem Biker überrolt wurde! Gehört wohl eher in dich Kategorie Räubergeschichten!

          • Gina sagt:

            @Dave. Ich wohne auch in Baden und weiss wovon ich rede. Bin nämlich täglich mit Kollegen und Hunden (an der Leine im Wald!) stundenlang im Wald. Und ich bleibe dabei. Im Badenerwald hat es illegale Pisten quer durch den Wald und dort wird gefräst. Nur weil Sie diese Pisten nicht kennen, heisst das nicht, dass es sie nicht gibt, oder? Und der Wilhüter hat uns bestätigt, dass der Fuchs überfahren worden ist. Sie FAHREN den Rüsler hinunter. Bravo, das kann jeder auch akzeptieren. Sie stören auch niemanden. Ich rede von den rücksichtslosen Fräsern, die es leider auch gibt.

          • Roger sagt:

            @Gina
            Ach ja die lieben Hündeler und immer an der Leine….. Aber cool, wo sind die Pisten?

    • Ott sagt:

      Die Biker, die wirklich kreuz und quer durch den Wald fahren, sind eh ganz traurige Gestalten. Für etwas gibt es Trails (ob jetzt legale oder illegale ist dann noch eine andere Diskussion) Da spielen die Besitzverhältnisse überhaupt keine Rolle.

      Betreten (NICHT BEFAHREN!) darf man in der Schweiz übrigens jeden Wald, solange man keinen Schaden anrichtet (Jungwald) oder er als Schutzgebiet oder militärisches Sperrgebiet mit Betretungsverbot ausgeschieden ist. Egal ob der Wald der Gemeinde, dem Kanton oder einem Privaten gehört.

    • Ott sagt:

      Der Outdoorsport im Winter könnte hier als interessantes Vorbild fürs Nachtbiken dienen: Outdoorsport wurde trendy und Schneeschuhe kamen gross auf, und damit waren viel mehr Leute unterwegs. Der Druck auf das Wild stieg empfindlich. Darauf reagierten verschiedene Organisationen (SAC, Mountain Wilderness, etc. ) mit Sensibilisierungsmassnahmen. Ausserdem wurden Gebiete ausgeschieden, die im Winter nicht betreten werden dürfen. Und ich glaube wir sind da gar nicht so auf einem schlechten Weg.

      Aber ein Totalverbot für nächtliche Aktivitäten im Wald? Wäre nicht erreichbar, nicht umsetzbar und aus meiner persönlichen Ansicht auch alles andere als erwünschenswert.

  • sam sagt:

    (….) ich das Wild allenfalls auch an die «Eindringlinge» gewöhnt. Denn nicht jede Störung muss Pauschal schlecht sein. Gewisse Tiere können auch die Nähe zum Menschen suchen, (….)

    …es ist schon erschreckend, wie arrogant sich der mensch über alle anderen lebewesen stellt….

    • Göpf Egg sagt:

      ….es ist schon erschreckend, mit welcher Scheinheiligkeit sich gewisse Menschen über andere Menschen stellen….

      Munter Strom verbrauchen, zu dessen Erzeugung tausende Quadratmeter Lebensraum von Tieren zerstört wurde („ach was, Wasserkraft ist nicht nur lieb?“), munter mit dem Auto oder der Bahn mit > 100km in der Nacht durch Wälder brausen. Aber das ist ja was anderes – es betrifft einem selber. Sollen doch die Anderen beginnen……..

  • Otto Liebschitz sagt:

    Nutzt doch den Winter zum gemütlichen Zusammensein und trinkt ein Bier in der Beiz. So haben alle ihre Ruhe.

  • Domenico sagt:

    Auf jeden Fall ist und bleibt der Jäger der gefährlichste Mensch im Wald

    • Dani Meier sagt:

      So ein Quatsch! Biker können selbst für den Menschen zur Gefahr werden, mit ihrer Fahrweise. Natürlich nicht alle, aber genug! Bei den ewigen Diskussionen hier stellt man fest, dass sich der Biker schon eher über alles stellt. Mir alles und die Anderen können sich fügen! Biker sind die grössten Egomanen.

      • Klaus Meringer sagt:

        Und ein Jäger ist keine Gefahr für den Menschen, dieser hat ein Gewehr und kann sich nie 100% sicher sein ob nicht doch irgendwo ein Wanderer sich aufhält. Biker sind nicht die grössten Egomanen, zumindest nicht in GR, aber z.B. in Zürich kann ich nicht darüber Urteilen. Ich fahre auch schnell, aber ich schreddere nicht mit Vollgas um die Kurve wenn ich nicht sehe was dahinter ist. Viele Autofahrer, ja auch mit ZH und AG, rasen so am LIMIT die Bergstrassen hoch, das es mich wundert das nicht an jedem Tag im Sommer zwei Rennradfahrer in der Zeitung stehen die totgefahren wurden. Autofahrer sind die Eogmomanen. A propos Auto, in GR gibt es hunderte Kilometer Bergstrassen die in der Nacht von der „hauptsache Laut“ Fraktion mit 100 KmH + gefahren werden. Diese stören mehr Wild als alles Biker, Walker und Trailläufer mit ihren Lampen zusammen.

  • maja sagt:

    Nur weil Biker meinen sie müssten auch nachts im Wald herumkurven gleich für alle im Winter ein Waldverbot verlangen ist einfach nur krank. Gats no. Auch der Mensch ist ein Teil der Natur. Kein wunder haben wir in der Schweiz so eine hohe
    Selbstmordrate.

  • Nachts biken muss einfach nicht sein, besonders im Winter nicht.

  • Oli S. sagt:

    Wenigstens in der Nacht sollten die Tiere ihre Ruhe haben. Gerade jetzt wenn der Winter vor der Türe steht, haben viele Tiere einen reduzierten Stoffwechsel. Jede Flucht bedeutet für das Tier Stress und birgt die Gefahr, dass es dadurch stirbt.

    • Wenger sagt:

      Ich fahre auch min. 2x pro Woche im Wald, allerdings bis max. 22.00 Uhr…. Dann beginnt die Nacht. Und nach 22Uhr habe ich noch nie einen Biker gesehen. Die Leute die hier rumnörgeln sitzen sicher in Ihrer Freizeit im Shopping-Center und anschliessend vor der Glotze und sind mit sich und ihrem langweiligen Leben beschäftigt. Die Wäder sind gross und nicht überall fährt ein Mountainbiker durch. Wären mehr Leute etwas sportlicher (Jogging, NordigWalking, Biking etc.) hätten wir sicher weniger Gesundheitsprobleme und -Kosten.

      • Frei Patrick sagt:

        @Wenger: ach so, so einfach ist das! Man lenkt einfach vom eigentlichen Problem ab, diffamiert noch pauschal alle anderen „Langweiler“, die nachts nicht durch den Wald brettern müssen, und fertig und man ist wieder mit sich selbst höchst zufrieden! Sorry, aber egoistischer geht’s fast nicht mehr!

        • Martin sagt:

          Es gibt sehr viele rücksichtslose Biker, die man zumindest nachts aus den Wäldern verbannen sollte. Zudem sollte das Biken nur auf Biketrails erlaubt sein. Vor allem wenn man mit dem Kinderwagen oder kleinen Kindern unterwegs ist, möchte man die Biker am liebsten vom Velo reissen, wenn sie einem fast das Kind überfahren oder in den Kinderwagen rein. Man könnte auf den BIke Trails nachts ja Schnüre spannen…. Ich hätte keine Skrupel bei den ganz rücksichtslosen eine Stange zwischen die Speichen zu halten…

          • Reto sagt:

            @martin: Ich bin auch ein junger Papa und passionierter Biker… lass die Stange stecken, ich bin deiner Meinung dass es immer ein Paar Idioten gibt die keine Kinderstube haben und meinen Sie seien alleine auf dem Planeten. Aber das findet man auch bei allen anderen Sporttreibenden. Ich denke aber, dass sich die meisten benehmen und die letzten Jahre zeigen auch, dass sich Biker, Wanderer und sonstige Sporttreibende langsam gefunden haben.

            Was ich aber auch als etwas fragwürdig empfinde, ist die Tatsache, dass man nun auch noch nachts durch die Wälder Brettern muss. Ich finde es absolut legitim, wenn man im Herbst von der Dunkelheit überrascht mal mit Lampe den Trail zu ende fährt. Aber nun auch noch Nachts in die Wälder zu gehen finde ich mehr als fragwürdig… aber vielleicht ist das ja auf dem Uetliberg ein Thema… ich jedenfalls kenne niemanden der auf die Idiotische Idee kommen würde nachts noch durch den Wald zu heizen…
            Zum Schluss wegen dem Wild… lasst mal gut sein… da sind die Tourenskifahrer ein ärgeres Problem.

          • Müller sagt:

            @ Martin: sorry aber Dein Kommentar ist sicher nicht von einem normalen Menschen! Du erklärst öffentlich, Gewalt anzuwenden? Du gehörst zur Spezies… ich habe Kinder und wir sind MEHR wert und haben Priorität…alle Anderen müssen sich hinten anstellen. Gehst Du echt mit Deinen Kindern nachts mit Kinderwagen in den Wald?

          • Urs sagt:

            @Martin. Ich hoffe sehr du gebrauchst bei deinen Kindern keine Gewalt. Für so kranke aggresive Gestalten wie du dich selber beschreibst habe ich stets einen Pfefferspray mit dabei, eigentlich für bissige Hunde gedacht. Thema rücksichtslose Biker: ca. 1% die sich leider nicht an den Verhaltenskodex halten, sind das sehr viele ? Bitte objektiv bleiben und nicht so einen Blödsinn schreiben. Danke.

      • helga schneider sagt:

        uiuiuiui… polarisieren bringt doch nichts, verhärtet nur Fronten, die nicht sein müssen.Was soll das?

    • Müller sagt:

      Nochmals: NACHT beginnt um ca. 2200Uhr… die Tiere haben mehr oder weniger von 23-07Uhr Nachtruhe… machen wir uns nichts vor… es gibt auch Schnellstrassen durch Wälder. Die Autos verursachen sicher mehr Lärm der tief in den Wald geht. Die ganze Nacht hindurch….
      Es gibt nichts schöneres wie Biken by Night!

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