Häng luus!

Heute begrüssen wir Gast-Blogger Mahmud Tschannen*.


Als ich nach einem Unterbruch von rund 20 Jahren beschloss, wieder mit dem Windsurfen anzufangen, wars in meiner Fantasie ganz einfach. Vor meinem geistigen Auge glitt ich, weit nach hinten gelehnt, bei hohem Tempo übers Wasser. Bei jeder Welle hob ich leicht ab und griff beim Landen nach hinten ins warme Meer. Herrlich.

Dann aber holte mich die bittere Realität ein. Ich war mit meinem Sohn in der Türkei in den Ferien. Wir standen in der Bucht von Alaçati, einem der schönsten Windsurfreviere am Mittelmeer. Am späteren Nachmittag blies ein perfekter, gleichmässiger Wind mit ungefähr 5 Beaufort. Die Bucht war voller Segel. Es war ein Rennen im Gang.


Wir schauten eine Weile zu und – es konnte nicht anders kommen – wollten beide sofort selber aufs Brett. Für meinen Sohn organisierte ich ein paar Surf-Stunden bei einem Deutsch sprechenden Lehrer. Das sind in der Türkei, wen erstaunts, recht viele.

Aber ich, nein, ich brauchte doch keine Stunden! Vor 20 Jahren (oder warens 25?) konnte ich recht gut surfen und in meiner Fantasie flog ich ja sowieso schon übers Wasser. Kein Problem. Bis ich ein Surfbrett mieten wollte. Die Dinger sahen bei genauerer Betrachtung irgendwie anders aus als früher: Das Teil, das man mir geben wollte, war ziemlich klein – und hatte kein Schwert, sondern nur eine Finne. Hmm. Wie sollte ich damit einen Kurs halten? Also verlangte ich ein Brett mit Schwert. Der Vermieter sah mich etwas seltsam an, dann kam er meinem Wunsch nach: ein riesiges Anfängerbrett, etwas anderes hätten sie nicht.

Da kamen mir zum ersten Mal Zweifel. – Aber nichts da! Meine Fantasie glitt mit mir davon. Als der nette Mann mir noch ein 4-m2-Anfängersegel geben wollte, bestand ich auf einem grossen. Mindestens 6 m2 sollten es schon sein. Er gab mir eins mit 5,5 m2 und ich ging mit dem Material an den Strand.

Vor 20 Jahren war alles leichter, mindestens 20 Kilo

Die Realität blieb bitter. Früher sah der Mastfuss anders aus. Bis ich Segel und Brett zusammenmontiert hatte, brauchte ich eine halbe Stunde, während der ich versuchte, sehr cool zu wirken und möglichst unauffällig zu anderen Surfern rüberzuschauen, um zu sehen, wie sie die Dinger flott machten. Irgendwann machte es klick.

Dann aufs Wasser. Aber ohne Beachstart – zu viele Zuschauer. Ich zog das Brett etwas vom Strand weg. Ein Wasserstart sollte es werden. Das konnte ich mal. Oder war das auch in meiner Fantasie gewesen? Egal. Fuss aufs Brett und etwas Wind ins Segel, und der Rest geht von selbst. Dachte ich. Der Wind weigerte sich aber, mich hochzuhieven. Ob das wohl daran lag, dass ich als Teenager 20 Kilo leichter war? Hmm. Gut, dann halt auf das Brett kraxeln und das Segel hochziehen. Plötzlich war ich froh, dass mein Schwertträger riesig war. Mein Gleichgewicht konnte ich so einfacher halten, während der Wind versuchte, mir das grosse Segel aus den Händen zu reissen.

Irgendwann war ich in Position und erinnerte mich an die Grundlagen des Windsurfens. Ich legte meine Hände auf den Gabelbaum und nahm Fahrt auf. Auch das Steuern klappte: Segel nach hinten, und ich drehte in den Wind. Segel nach vorne, und ich drehte weg vom Wind. Wunderbar – bis das Ende der Bucht näher kam und ich wenden wollte. Wie ging das nochmal? In den Wind drehen oder in die andere Richtung? Verdammt, als ich das visualisiert hatte, gings ruckzuck. Ich drehte also in den Wind, hielt mich am Mast fest und trippelte rundum, ohne vom Brett zu fallen. Mit Erfolg. Und mit viel Hin-und-her-wanken. Ästhetisch war mein Manöver nicht. Aber immerhin. Ich hatte es geschafft!

So ging es den ganzen Nachmittag weiter. Mit der Zeit wurde ich sicherer, hatte immer mehr Spass. Aber vom Fliegen war ich noch meilenweit entfernt. Dafür wurde ich links und rechts überholt. Als dann die Könner anfingen, mich wie ein Hindernis zu umkurven, bin ich aus dem Wasser. Ich bin doch keine Slalomstange!

Das habe ich letztes Jahr noch ein paar Mal so gemacht, mit meinem selbstgebastelten Oldtimer-Brett. Derweil wagte mein Sohnemann seine ersten Schritte auf dem Surfbrett. Am Ende der Ferien war uns beiden klar: Wir kommen wieder.

Alles von vorne, dafür im Paradies

Letzten Monat wars dann so weit. Zurück in Alaçati war ich vernünftiger – und meldete uns beide zum Unterricht an. Meine Vision vom Fliegen übers Wasser war noch immer da. Aber ohne Lehrer würde es eine Vision bleiben. Also fanden wir Markus, einen Bayer. – Perfekt, der versteht uns auch, wenn wir auf Schweizerdeutsch fluchen. Der Name seiner Schule verhiess auch nur Gutes: ASPC, Alaçati Surf Paradise Club.

So kam es dann, dass ich mit einem Anfänger-Board mit kleinem Segel wieder alles von vorne lernte: Wenden, Halsen und Beachstart. Mit einem so kompetenten Lehrer ging es ziemlich schnell. Und tatsächlich: Mein Körper fing an, sich zu erinnern. Unter Markus’ Anleitung spürte ich, wo ich Druck aufs Brett geben muss, wann die Arme strecken oder anziehen, wie das Gewicht auf welches Bein verlagern. Und wie ich mit einem Trapez segle. Ein Kinderspiel wars nicht. Aber nach drei Privatstunden und ein paar privaten Übungen fragte mich Markus, ob ich mal mit professionellem Material raus wolle. Ohne Schwert.

Ja, das wollte ich! Es war die herrlichste Stunde in den ganzen Ferien. Ich flog mindestens zehn Mal ins Wasser. Vor allem beim Halsen. Das grosse Segel ist nicht so einfach zu handhaben, und auf dem kleinen Brett ohne Schwert muss alles schnell gehen, da sich das Brett erst stabilisiert, wenn man den Wind im Segel fängt. Aber egal. Ich spürte die Kraft des Windes. Und wenn ich einmal alles richtig machte, hatte ich eine Vorahnung, wie es sein könnte, über das Wasser zu gleiten – und vielleicht sogar zu hüpfen. Wie ein fliegender Fisch. Nächstes Jahr in Alaçati.

Übrigens: Gibt es da draussen noch mehr Windsurf(wieder)anfänger wie mich? Bitte melden. Häng luus!

*Mahmud Tschannen ist Blog-Produzent bei Tages-Anzeiger/Newsnetz und leidenschaftlicher Ab-und-zu-Sportler.

44 Kommentare zu «Häng luus!»

  • scorpus sagt:

    Ab und zu Sportler…??? der Mahmud?? vor 20 Jahren??? Mahmud wenn man nie eine Sportskanone war ist das nicht einfach… hahaha… da hat sich offenbar jemand in den letzten 30 Jahren gewaltig gesteigert…….was Kinder so alles bewirken können. All the best… Gruss S

  • Ralf König sagt:

    Was gibts Schöneres ;-) Ich bin gerade von Tarifa in die Schweiz gezogen und hatte arge Bedenken, hier nicht mehr meinen Lieblingssport ausüben zu können. Aber- oh Wunder- so viele Seen, Wind, Föehns, Bisen- sogar Welle- und gute Freestyler- hatte ich nicht erwartet. Nun wohne ich am Murten, erst vorgestern hatte es einen schönen Tag mit Sonne gehabt. Egal wann, wie wo, mit was- es macht immer Spass ;-)) Häng luus…

  • Markus Schöpfer sagt:

    Meine Windsurfähigkeiten haben eindeutig abgenommen. Vor 25 Jahren beherrschte ich den Wasserstart, Gleiten, Power-Halse mit Abwurf…..Dieses Jahr am Comersee kam ich grad mal ans Trapez, aber gleiten war nicht.. (zu wenig Wind), und den Rest konnte ich auch nicht ausprobieren. Ich war allerdings mitten im See, im Gegensatz zu den Strandratten, und ich friedlich dahin tukernd die wunderschöne Landschaft geniessen, und dabei sogar etwas bräunen, und meinen Oberkörper in Schuss halten. Was will man mehr, in meinem fortgeschrittenen Alter. Ich hole mir im Moment den Kick wo anders, beim Marathon laufen, aber klar, wenn es mal richtig gute Bedingungen hat, freue ich mich natürlich auch wie ein kleines Kind auf das ewige Gleiten….

  • Max Müller sagt:

    …ja ja kann ich sehr sehr gut nachfühlen.
    wie war’s doch, nach reiflichen Überlegungen wollte ich es wissen. Vorab, wir wohnten so ziemlich weit weg von Seen oder gar Meer und erst noch auf 2000m. aber eben, einmal Ferien machen am Meer war in den letzten 25 Jahren so gut wie obligatorisch. so fing es dann auch an. Ausrüstung bekam ich von einem Kollegen, der das Surfen an den Nagel hing. flottes 3.6m Brett etwas wenig kippstabil aber dafür ziemlich rassig auf dem Wasser. Tuchsegel und Gabelbaum einen noch zum anbinden… Surfschule natürlich anders ging’s einfach nicht. später neuer Gabelbaum, neue Segel so entwickelte es sich allmählich, aber eben gerade mal 3 Wochen Ferien im Jahr davon noch 1 bis 2 Wochen flauten, zuhause mindestens 200km bis zu einem See, da blieb natürlich nicht sehr viel übrig.
    Rapide ändert es sich, als wir Ferien in der Nähe von Leucate machten (Ile de Pecheurs) Lagune, Mistral oder Tramontana, beidseitig Ufer, ach tat das gut!
    So kam es dann auch, dass ein neues Brett hinzu kommen musste. TIGA FREE MOVE 63 FUN 262 und nochmals neue Segel, es machte einfach riesen Spass. Aber oha, 262er = Sinker, whaaoo nur noch halsen, Wasserstart usw. das vor gut 10Jahren
    Heute, mit den Jahren nimmt eben auch die Masse etwas zu und der Sinker leicht überfordert und der, der draufstehen will noch mehr. Jetzt glücklich wohnhaft in der Südtürkei (östlich von Antalya), in den 4 Jahren 2 mal auf dem Wasser, die Strömung war jeweils grösser als der Wind und wenn es richtigen Wind hatte, was auch mal ab und zu vorkommt, war ich wieder nicht bereit. Von Alacatı kann man nur träumen, doch wird dies sicher auch mal war werden. Doch vorher heisst es klar, ein 3.60er beschaffen (Neu oder Occasion) und das Können wieder auf Vordermann bringen, damit es auch wieder richtig Spass machen kann.

  • diva sagt:

    ich war eine der ersten, die mit surfbrettern auf dem autodach nach italien (riva) fuhr und die zöllner fragten, was das sei. das war 1977. mein surf-diplom (ja sowas gab es damals noch) erwarb ich bei einem holländer, der am gardasee unterrichtete. es folgten herrliche jahre, genauso wie beschrieben in dem artikel. doch plötzlich wurde surfen ein massensport. hinz und kunz stieg aufs brett und auf den seen ging es zu und herr wie auf dem chilbi.
    als mir 1982 eine möchtergern-crack auf dem silvaplanasee über mein pinkfarbenes, custum-made lieblingssegel von einem bayrischen segelmacher, cruiste (und es verletzte), welches ich schnell genug aus dem wasser gezogen hatte, war es für mich mit der surferei vorbei. ich hievte die bretter aufs auto und als ich kurz darauf wieder mal umzog, wurden sie verkauft, kurz bevor die sogenannten «sinker» in mode kamen… aber danke für die herrliche geschichte.

  • sheshe sagt:

    war dieses jahr schon mind. 150 tage aufm wasser, evtl. auch mehr. und das ganze nur in shorts und lycra. was will man mehr?? für mich ist windsurfen das grösste und mein ganzes leben richtet sich danach. an alle kiter: ich kite so la la, kann höhe halten und bisschen springen. trotzdem wird für mich das kiten nie den gleichen stellenwert einnehmen wie das windsurfen! zudem benötigt man, wie schon genannt wurde, grösstenteils ein boot um einen in einer brenzligen situation zu retten.

    ach ja, ägypten ist momentan leer, kommt nach dahab und geniesst den wind. lasst euch nicht von den unruhen verunsichern, es ist alles super da!!!

  • Peter Kunze sagt:

    Windsurfen? War das nicht IN-Outdoorsport der 1980er? Meine Güte, wie die Zeit vergeht…

  • Ich surfe seit 1982, erstes Brett ein Alpha Phantom Div.2, 390cm lang, 20kg schwer, mit Klapp- oder 70cm Steckschwert, 63cm breit und Boden kpl. verrundet, 2 Jahre später kam direkt ein 295er Sailboard ohne Schert und nur ca 110l Volumen dazu. Da stieg/fiel ich dann 1 Stunde lang rauf + runter, aber nachher gings, und immer besser, Beach-, Wasserstart, Halse, Duckjibe folgten bis 1987, und ich bin heute, mit 66 Jahren auch ohne Freestyle noch immer gleich angefressen und überzeugt, dass Windsurfen der beste Sport ist, im aktuell mit TABOU-Manta-69FR und 110l Volumen, oder noch lieber mit dem STARBBOARD Evo-80, den ich mangels passender Windgelegenheiten kaum je fahren kann. Auf u/winzigen Baggersee in Martigny, wegen ständig irrer Böen sehr anspruchsvoll, m u s s man pro Minute mind. eine Halse drehen, da lernt man die Manöver letzlich, oder gibt auf. Klar gibt es bessere Spots, aber wo in CH hätte ich bislang im 2011 an 55 Tagen surfen können, davon 50% mit 6,0m2 und davon ein Drittel überpowered ? Unsere „gouille“ in Martigny ist Spitze, aber böenfest m u s s man sein.

  • Franco Donati sagt:

    Hola Mahmud

    Wusste gar nicht, dass du auch mal gesurft hast (mein Brett liegt noch in Buochs, zu deiner Verfügung)! Nächstes Mal komm hier nach Mexiko, dann vesuchen wir’s zusammen, zwischen 2 Margaritas…

    Gruss, Franco

  • Nino Volpi sagt:

    Ich habe auch über 20 Jahre leidenschaftlich gesurft, kenne fast alle Surfreviere dieser Welt, vor sechs Jahren begann ich aber mit Kite-Surfen, bin heute ü. 50J alt. Kiten wie Surfen sieht einfacher aus als es ist. Heute kann ich sicher Hin-und her Kiten und ein wenig springen sowie ein paar Tricks, macht sehr viel Spass. Beim Kiten muss man weniger Material schleppen :-) und in der Schweiz von Vorteil, man braucht weniger Wind. Darum ist der Silvaplanersee wirklich sehr gut zum Kiten, aber die Schweiz macht eher keinen Spass zum Surfen, dazu muss man schon mind. 2-4h fliegen. Ich wollte auch wieder einmal Surfen, schon nach sechs Jahren hatte ich Mühe wieder einen bescheidenen Level zu erreichen. Hat man mal aufgehört mit Surfen braucht es wieder eine gewisse Zeit den früher relativ guten Level wieder zu erreichen. Ich glaube aber ich bleibe beim Kite-Surfen, weil es ist einfach ein fantastischer Sport.

  • Joachim Adamek sagt:

    Nach dem Lesen des heutigen “Action-Blogs” habe ich bereut, dass ich kein Surfer bin. Nicht nur, weil die Erdinc Zwillinge zum Anbeissen schön sind! Herr Tschannen hat eine Schreibe, so kraftvoll und mitreissend, das ist wie Kino im Kopf. Man sieht ihn regelrecht, wie er seinem Sohn grosszügig die ersten Surfstunden spendiert und wenig später – überhaupt nicht mehr der Souveräne – ein böses Erwachen erlebt. — Flotte, anschauliche Erzählweise, die einen sympathischen Charakter offenbart.

    Ok, das hat nichts mit Surfen zu tun. Oder doch? Wie auch immer, mir hat es gefallen, wie Herr Tschannen von seinen “zweiten” Windsurfanfängen berichtet hat. Da kam viel von der Freude des stolzen Papas rüber, gemeinsam mit dem Sohn über die Wellen in grandiose Abenteuer geglitten zu sein.

    Ich kenne die Bucht von Alaçati bedauerlicherweise nicht. Aber Çesme ist eine Perle. Übrigens: Wer gerne an einsamen, sandigen Stränden campt und sauberes Wasser liebt, dem empfehle ich den Zeltplatz am Altinkum Beach. (Camp Tursite, ca. 9 km südlich, mit Restaurant. Wird mehrmals täglich vom Mini-Bus angefahren.)

    • Joachim Adamek sagt:

      Sorry, wie ich gerade erfahren habe, existiert “Camping Turiste” seit 2010 nicht mehr.
      Es gab in der Nähe noch einen anderen Platz (Vekamp camp site), der wohl auch geschlossen wurde. In der Alaçati Bay soll es einen Zeltplatz geben. Campen ist nicht unbedingt populär in der Türkei, obschon in den letzten Jahren viele neue Plätze geschaffen wurden. Leider unterhalten die wenigsten eine website. Hilfreich ist u. U. folgende Website: http://www.eurocampings.co.uk.

  • Chris sagt:

    Ich habe auch vor 25 Jahren damit aufgehört, war damals sogar an Regatten (Funboardcup, Surfmaratons). Habe kürzlich mein altes Klepper 295 wieder klar gemacht. Dann fiel mir wieder ein weshalb ich aufgehört habe: Zuwenig Windtage in der Schweiz und zu lange Distanzen zu den windsicheren Spots wie Gardasee, Silvaplana oder Tarifa. Meine damalige Freundin, eine Landratte, hat mein ganztägliches Warten auf die nötigen 4 Beaufort zum gleiten immer ganz knapp ausgehalten. Als ich diesen sich ständig wiederholenden Zustand dann vernünftigerweise beendete, hat mich diese Frau geheiratet…ich habe den Entscheid nie bereut.

    • Ramon sagt:

      Die Entwicklung ist auch am Windsurfsport nicht vorbeigegangen. Ich habe früher auch mehr Flauten-(Frust)tage erlebt. Heute, obwohl schwerer, komme ich früher ins gleiten dank entsprechendem Material. Zudem sind die Windprognosen heute im Internet verfügbar und verschiedene Windmesspunkte abrufbar.

  • Anna sagt:

    Windsurfen ist toll!!! Ich bin suechtig danach seit dem ersten Mal ins Gleiten kommen..ich uebe auf den Seen in der Schweiz und in Norditallien um dann im Sommer in Tarifa auf dem Atlantik doch wieder ziemlich zu kaempfen:-))) Aber es gibt nichts Schoeneres als aufs offene Meer hinauszusurfen, oder wenn ein Manoever gut gelingt:-)))

    Anna, in Tarifa

    • Nino Volpi sagt:

      Hi Anna, super! Probier es einmal mit Kiten, gleiches Feeling, aber mehr Fun! Du wirst nie mehr Surfen!

      • Nino: das ist wie snowboard und skifahren…beides hat was. Windsurfen und Kiten sind komplementär und beides ist doch spannend. Dein Vergleich ist etwas altmodisch…

        • Nino Volpi sagt:

          Hallo Dr Beat Steffan: Ich finde es schon mal super wenn Leute, in diesm Falle Frauen überhaupt Sport treiben. Egal welche Sportart, es soll Spass machen. Ich war ja wie Anna auch ein süchtiger Surfer, heute bin ich ein süchtiger Kiter. Bei mir ist es so (wie bei den meisten), wenn Du vom Surfen aufs Kiten wechselst, wirst du aufhören mit Surfen. -Wenn du verstehst was ich meine, oder es ist für dich immer noch altmodisch?! :-)

          • Anna sagt:

            Ich geh hier in Tarifa auch kiten, aber wenns richtig guten Levante hat ist es fuer mich keine Frage was ich will: windsurfen!!!

    • surfer sagt:

      Anna, Lust mal zusammen surfen zu gehen?

    • Nino Volpi sagt:

      Toll Anna, richtig sportlich. Wäre Cool Dich mal zu treffen.

  • Thomas sagt:

    Wir bieten Windsurfkurse am schönen Murtensee an: http://www.bisenoire.ch – und freuen uns auf jeden Teilnehmer, der in 4 Tagen das Windsurf 1×1 erlernen will…

  • Giacomo Leopardi sagt:

    Windsurfing rules ! Finde ich toll das dem schönsten Sport der Welt endlich Platz eingeräumt wird. Bitte mehr Artikel und Beiträge und Fotoserien !

  • Pjotr Yggdrasilovich sagt:

    Mitte der 70er fing ich mit dem Surfen an. Die Bretter damals waren riesig, in Arbon gab es eine Werkstatt, in welcher wir daran herumbastelten, bis sie uns passten. Jahre später, als mein Sohn mit dem Wakeboarden anfing, wollte ich wieder mal auf ein Brett stehen. Es war die Körperkasperkatastrophe, und ich warte sehnsüchtig auf den Tag, da ich heimlich und ohne Zuschauer wieder Stunden nehmen kann, um das neue Material zu beherrschen.

  • Rod sagt:

    Wow. werde grad neidisch. Ich stand mitte 90er letztmals auf einem Brett. Hatte aber schon damals kein Schwert! Aber der Artikel macht definitiv gluschtig es mal wieder zu versuchen. Wassestart? Halse? ooops ob das wieder klappt?

  • Als einer der ersten Surflehrer der Schweiz überlege ich mir ob ich Auffrischungskurse mit altem Surfmaterial inizieren soll ?!
    Altes Material wieder leicht auf Vordermann bringen was in Garagen herumlungert.
    Die Eigner an speziellen Spots weder mit den Naturelementen zusammen bringen. Auch leichtwind Tage für die sensibilisierung Nutzen.

    Wenn grösseres Interesse besteht; werde ich ein Retro-Konzept in Bewegung setzen.
    Schreibt mir: was Euer Problem ist; Geistig wie Materialtechnisch was habt Ihr, was fehlt Euch…
    Wo kann ich helfen.

    Mit sonnigen Grüssen
    fernando reust

    • Brigitte sagt:

      Tja, mein Halbsinker hängt jetzt seit fast 20 Jahren ungebraucht in der Garage und jedesmal, wenn ich ihn sehe, beschleicht mich ein wehmütiges Gefühl. Daher finde ich die Idee grundsätzlich gut. Nur, wo kann man im Raum Zürich bei anständigem, nicht zu böigem Wind windsurfen? und die Tatsache, dass aus beruflichen Gründen ein spontanes Drauflos nicht möglich ist, macht es nicht einfacher. Deshalb surfe ich jetzt nur noch in den Ferien.
      Nach vielen Jahren Pause habe ich letztes Jahr auf Fuerte wieder angefangen (und mir erging es gleich wie Mahmud Tschannen) und in einer Woche gehts ab nach Kos *riesig freu*. Aber was ich mit meinem Material in der Garage machen soll, ist mir immer noch unklar.
      Falls du also eine gute Idee hast…

  • Patrick sagt:

    Auch ich habe vor 20 Jahren gesurft, auf mittelmässigem Niveau. Hatte damals ein Mistral Maui Brett, Beach-Start und Trapez konnte ich schon, den Wasserstart habe ich allerdings nie geschafft. Auf die kurzen Slalom-Bretter ohne Schwert habe ich mich damals nicht getraut.

    Letztes Wochenende war ich im Oberengadin und habe die vielen WindSurfer (-und Kite-urfer) gesehen. Da habe ich mich gefragt, ob ich es wohl noch könnte und ob ich mit dem neuen Material zurecht kommen würde. Und heute sehe ich diesen Artikel….

  • Stefan sagt:

    Ich surfe seit 26 Jahren. Und seit 26 Jahren kann ich nicht mehr ruhig im Office sitzen, wenn sich draussen die Bäume biegen. Kein Sport hat mich bis jetzt mehr fasziniert als Windsurfing, vor allem in der Welle. Wasser, Wind und Welle ist DAS Lebenselexir!

  • Stefan sagt:

    Ist Windsurfen nicht langsam out? ich bin vor ca. 5 Jahren auf Kitesurfen umgestiegen und haben das Surf Brett, viele Segel & Masten usw. noch nie vermisst. Habe meine ganze Windsurfausrüstung noch zwei Jahre lang auf den Silvaplanersee mitgenommen, jedoch nie gebraucht. Heute brauche ich das grosse Windsurfbrett (150l) höchtsten noch als Stand-up paddle Board bei Windstille als Funobjekt! (rest wurde verkauft)
    an alle Surfer: Surfen x Spassfaktor 10 = Kiten! –> Speed ist höher, macht auch spass bei weniger Wind, Windfenster pro Kitegrösse ist grösser als beim Segel eines Surfsegel (sprich ich deke mit 3 Kite’s (7m2,10m2,13m2) ca. Windfenster von 5-7 Surfsegel(3.5m2-9m2 ab), Böhen können viel einfacher gehandhabt werden, Jumps bis ca. 10m höhe = Adrenalinkick, und wenn ich in die Ferien fliege, habe ich meine ganze Ausrüstung in einem einzigen Bag (3 Kites, 2 Board, Neopren, Trapez usw… diese Bag ist in etwa gleich gross wie ein Bag für ein Surfboard!)

    Egal ob Kiten oder Surfen, spass macht beides und auch bei beiden Sportarten ist man in der freien Natur und kann Wasser, Sonne und Wind geniessen. :-)

    • Thomas sagt:

      Hey Stefan – surfe seit 29 Jahren.
      Kite-Surfen wollte ich auch schon längst mal probieren. Ich befürchte dann werde ich wieder Geld für Material ausgeben müssen:-)
      Was solls – habt ihr schon die Windangaben für heute gesehen – vor allem im Engadin…wer weiss, kann morgen ev. frei nehmen für ein paar Halsen und eine Prise gleiten.
      HL!

    • Ramon sagt:

      Kiten kann durchaus seine Vorteile haben und es ist auch schön zum zusehen, aber die Nachteile werden hier doch etwas ausgeblendet. Wer hat schon zum windsurfen lernen ein Motorboot gebraucht? An gewissen Seen klebt an jedem zweiten Kiter ein Motorboot weil die sonst nicht zurechtkommen in der Lernphase. Gleicht gilt wenn der Wind nachlässt und man weder surfen noch kiten kann weil man den richtigen Zeitpunkt verpasst hat. Dann bleibe ich viel lieber mit Surfmaterial draussen. Da kann man relativ gut zurückschwimmen. Mit Kitematerial ein Horror. Dann die Definition von Jumps: Beim windsurfen springt man wirklich (mit entsprechenden Wellen/Können) beim kiten „hängt“ man im Schirm. Die langen Sprungphasen sind nur deshalb möglich und das Gefühl gleicht dann mehr dem Gleitschirmfliegen als einem Sprung mit dem Gefühl der Schwerelosigkeit und anschliessender Anziehungskraft wie beim windsurfen. Dann der Umgang mit den langen Leinen am See ist auch nicht jedem gegen. Eine gewisse Rücksichtslosigkeit gegenüber Badegästen ist dann von „Vorteil“. Wie gesagt, beides hat seine Vor- und Nachteile.

  • Schön, dass sich heute wieder vermehrt Leute an das Windsurfen erinnern und es nach Jahren wieder versuchen, oft eben mit ihren Kindern wie Herr Tschannen.
    Tatsache ist, dass Windsurfen heute viel einfacher ist als früher (besseres, leichteres Material, weltweites Netz von Schulen, unzählige Lern DVDs etc) .Wenn man einmal vom „Windsurfvirus“ befallen ist und gewisse Anfangsschwierigkeiten überwunden hat, dann lässt es einem nicht mehr los, sei es auf den Mikrowellen eines Sees oder am Meer. Durch das einmalige Naturerlebnis und die täglich wechselnden Bedingungen ist es eine Herausforderung bei der es einem niemals langweilig wird.
    Also: Weg vom Computer und rauf aufs Brett !
    Dr. Beat Steffan, Tarifa, Spanien

    • Richtig, einfach rauf aufs Brett.
      Schlussendlich ist es egal wie gut man surft, man sollte nur das RICHTIGE Material für sein Surf-niveau und die jeweiligen Windbedingungen benutzen.
      Da hat es weltweit gute Surfschulen und Vermietungen ;-)
      Spinout Tarifa, Surfbase, Spanien

  • Sylvia Liatowitsch sagt:

    ….spazier und surfen….in fremden unbekannten Landen macht schön?

  • Ramon sagt:

    An meinem Slalombrett (Jg. 1990) ohne Schwert erfreut sich in der Zwischenzeit mein Sohn. Mein Vater und ich (ja wir surfen in drei Generationen) haben uns etwas gewichtstolerantere Bretter gekauft in der Zwischenzeit. ;-)

    Windsurfen begeistert mich seit 22 Jahren und jedes Jahr aufs Neue. Das Zusammenspiel von Bewegung, Geschwindigkeit, Wasser, Sonne und Wind ist etwas tolles.

  • David Kay sagt:

    Sehr schön, tolle Segel (Gaastra). Wir fliegen jetzt dann gleich nach Kreta zum Windsurfen, 25 Knoten heute in Palekastro.

  • markus sagt:

    windsurfen ist der himmel auf erden
    die besten momente in meinem leben habe ich beim windsurfen erlebt
    das sagt doch alles
    man braucht sich nicht zu erklähren
    windsurfen ist ein gefühl

  • Frank Schmidberger sagt:

    Unfassbar! Da wird doch tatsächlich eine ganze Generation ehemaliger Windsurfer als „Stehbrettsegler“ diffamiert. Selbstverständlich gab es auch vor 20 Jahren (oder waren es 25?) schon kleine Bretter ohne Schwert :-)

    • Gio sagt:

      Völlig richtig!

      Ich bin vor 25 Jahren schon mit einem kurzem Serien-Slalomboard (290er) ohne Schwert, mit Trapez und durchgelatteten Segeln gefahren. Beachstart, Wasserstart, Powerhalse, Springen war da alles schon Standard. Bei den Pros gabs das wahrscheinlich schon ca. 3-5 Jahre früher.
      Die Mastfuss-Systeme waren da übrigens auch schon gleich wie heute und vor 24 Jahren hatte ich auch meinen ersten Gabelbaum mit Schnellverschluss. Materialmässig war da die Funboard-Klasse schon praktisch voll ausgereift, meiner Meinung nach gabs seither nur noch kleine Verbesserungen.
      Wenn man vor 20 Jahren nicht über das Fahren mit Schwert hinausgekommen ist und nicht mehr sicher ist, ob man so eine Benchmark wie den Wasserstart wirklich gekonnt hat, sind halt hochfligende Visionen wie im Blog eingangs beschrieben etwas vermessen (v.a. nach 20 Jahren Pause) :-)

      • Luki sagt:

        @Gio: Sorry, aber das Material von gestern und heute kann man nicht mehr vergleichen; „nur kleine Verbesserungen“ ist ziemlich untertrieben.
        Die Bretter sind viel leichter, extrem kurz und breit geworden, somit auch viel kippstabiler. Die Segel auc hviel leichter und druckpunktstabiler, so dass sie einen breiteren WIndbereich abdecken. Heute ist alles viel einfacher geworden. Und ein 290er ist schon fast ein Tandem…
        Also, an alle die es lange nicht mehr oder noch gar nie versucht habe: RAUS AUFS BRETT! Macht es wie Markus und ich und viele andere, geniesst diese Erlebnisse mit Wasser und Wind!

  • markus sagt:

    windsurfen ist die ultmative Freiheit für mich
    und ich denke dass alle anderen winsurfer da draussen das selbe emptfinden
    mit dem gewöhnlichen leben hat das nichts zu tun (oder fast nichts)
    get out there

  • Hans-Ueli Flückiger sagt:

    Du sprichst mir aus dem Herzen. Mit meinem alten Speedy, BJ ca. 1978, bin ich bis vor einigen Jahren wieder mal ans Land gesurft, wenn jemand abgetrieben wurde. Dieses Jahr habe ich es mit neuem Material von meinem Freund versucht.. Mein Freund hat nachher nur gefragt, warum ich denn aus der Bucht raus bin. Weil ich gedacht habe, dass der Wind dort gleichmässiger ist. Aber wie man ohne Schwert Höhe läuft, dazu muss ich Stunden nehmen. Zurück bin ich dann mit der Fähre gekommen, wenigstens dieses Ziel habe ich „getroffen“. Aber ich werde es noch schaffen.

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