«Bürgerkrieg» unter Ökonomen

Unter Druck aus den eigenen Reihen: Fed-Chef Ben Bernanke und EZB-Chef Mario Draghi. Bild: Keystone

Wieder einmal setzen die Märkte weltweit auf die Geldpolitik. Am Donnerstag hat die Europäische Zentralbank EZB ihren Leitzins auf 0,75 Prozent gesenkt – dem tiefsten Wert ihrer Geschichte. Die Bank of England hat durch Anleihenkäufe weitere 50 Milliarden Pfund auf die Märkte gepumpt und selbst die People’s Bank of China hat ihre Leitzinsen gesenkt.

Das sieht nach einer gewaltigen Ladung geldpolitischem Aktivismus aus. Doch der Eindruck täuscht.

Dass die Zinssenkungen nicht viel bewirken werden, war offenbar auch die Einschätzung auf den Märkten. Aus Enttäuschung über den Zinsentscheid haben die Börsen sogleich weltweit nachgegeben.

Das wahre Elend der Wirtschaftspolitik weltweit besteht darin, dass sie eine gigantisch hohe und vielerorts noch steigende Arbeitslosigkeit akzeptiert. So haben am Freitag die jüngsten Zahlen zur US-Arbeitslosigkeit (PDF) schockiert. Hier ein Blick auf US-Arbeitslosenquote in historischer Perspektive (Quelle: FRED, Fed St. Louis):

Ja, die Arbeitslosenquote in der 1980er-Rezession war noch höher. Doch die war sozusagen gewollt, denn der damalige Notenbankchef Paul Volcker hat die Leitzinsen beinahe auf 20 Prozent hochgeschraubt, um eine sehr hohe Inflation zu vertreiben. Kaum ist ihm das gelungen, hat er die Zinsen wieder gesenkt und die Arbeitslosigkeit ist rasch wieder auf normale Niveaus zurückgefallen. Diesmal ist alles anders: Die Leitzinsen der US-Notenbanken liegen seit 2008 praktisch bei Null und dennoch bildet sich eine aussergewöhnliche Arbeitslosigkeit extrem langsam zurück. Wie Fed-Chef Ben Bernanke kürzlich eingestand, wird sich selbst der bisherige Rückgang der letzten Jahre nicht so rasch wieder zeigen:

However, to the extent that the decline in the unemployment rate since last summer has brought unemployment back more into line with the level of aggregate demand, then further significant improvements in unemployment will likely require faster economic growth than we experienced during the past year.

Die jüngsten Daten zur Entwicklung des Bruttoinlandprodukts aus den USA verweisen jedenfalls nicht auf diesen nötigen Schub in der Wachstumsdynamik. Die jüngsten Daten der OECD zeigen bis 2013 ein US-Wachstum unter den geschätzten 2,5 Prozent, die nötig wären, um nur schon mit der Produktivität und der Zunahme der Produktionsfaktoren (Kapital und Arbeit) mitzuhalten (Wachstum des Potenzials).

Nicht viel besser sieht’s in Europa aus. Die jüngste Verlautbarung zur Arbeitslosigkeit durch Eurostat (PDF) zeigt für den Mai mit 11,1 Prozent erneut einen Rekordwert für die Eurozone. Auch hier ein Blick auf die Historie seit bestehen der Eurozone:

Warum tun denn die Geldpolitiker nicht mehr, um dieser Katastrophe entgegenzuwirken? Ein wichtiger Grund ist, dass in den Chefetagen der Notenbanker ein eigentlicher «Bürgerkrieg» herrscht. Nein, das ist keine von mir gewählte Zuschreibung. Sie stammt im Gegenteil von Alan Blinder, einem Ökonomen, der selbst einmal Mitglied des Entscheidungsgremiums der US-Notenbank war (Quelle: Bloomberg):


Dass es bei der EZB nicht viel besser aussieht, machen einerseits die Berichte deutlich, laut denen vor allem die Vertreter der deutschen Bundesbank die Politik der EZB unter Mario Draghi für extrem gefährlich halten und sie am liebsten abbrechen würden. Der Grund für diesen «Bürgerkrieg» liegt darin, dass ein Teil der Notenbanker hüben und drüben noch immer strikt an den konjunkturpolitischen Dogmen der letzten Jahrzehnte festhält, die für die akutelle Krise wenig bereithalten – und ganz generell an einer gröberen Wirrnis innerhalb der ökonomischen Zunft (siehe dazu unten und hier).

Der wichtigste Teil dieses Dogmas besagt, Zentralbanken haben sich immer und einzig darum zu kümmern, dass die Inflation sehr tief bleibt (unter 2 Prozent). Das einzige Instrument, dass sie dazu einsetzen sollen, ist der Leitzins. Nun ist dieses Dogma für gewöhnliche Zeiten mit gewöhnlichen konjunkturellen Hochs und Tiefs recht nützlich. Für die aktuelle Krise hingegen untauglich. Da wäre zum Beispiel die Inflationsrate, die auf keinen Fall ansteigen darf. Und die bei einer allzu aktivistischen Geldpolitik gewöhnlich ansteigen müsste. Trotz der massiven Geldspritzen der letzten Jahre hat sie sich tatsächlich kaum bewegt, ganz anders als die oben aufgezeigten Arbeitslosenquoten. Hier die jüngste Erhebung von der OECD:


Nun gut, die Geldpolitik ist tatsächlich nicht in jeder Hinsicht die angemessene Politik. Weil wir uns vielerorts in einer «Balance Sheet Recession» bzw. einer «Liquiditätsfalle» befinden, wäre zur Stützung der Konjunktur die Fiskalpolitik (das heisst Anschubprogramme durch den Staat) die sehr viel angemessenere Politik (siehe hier, hier und hier). Doch die Fiskalpolitik ist noch viel verpönter als die Geldpolitik. In gewöhnlichen Zeiten mit gewöhnlichen konjunkturellen Hochs und Tiefs hat das auch gute Gründe, nicht aber jetzt.

Auch das Argument, dass viele aktuelle Probleme sowohl in den USA wie in Europa (wie etwa der hohe Anteil der Jugendarbeitslosen) strukturelle Ursachen haben und daher nicht durch konjunkturelle Massnahmen gelöst werden können, ist richtig. Aber es ist für die aktuelle Lage weitgehend irrelevant. Explodiert ist die Arbeitslosigkeit  sowohl diesseits wie jenseits des Atlantiks vor allem aus konjunkturellen Gründen – die strukturellen Probleme sind  zum grössten Teil nicht neu, sie haben sich aber durch die konjunkturelle Krise verschärft. Die Strukturen müssen verbessert werden, doch so lange die Nachfrage nicht zurückkehrt, hat das wenig Wirkung. Im Gegenteil: Die strukturellen Probleme lassen sich dann noch schwerer bewältigen (siehe dazu hier).

Geldpolitik ist keineswegs wirkungslos – nur die klassischen («konventionellen») Massnahmen, wie Leitzinspolitik und Inflationskontrolle sind es aktuell weitgehend. Unkonventionelle Massnahmen – wie sie die Notenbanken zwar beschreiten, aber mit angezogener Handbremse – zeigen durchaus Wirkung. Doch gerade sie stossen auf besonders heftigen Widerstand, wie etwa die Auseinandersetzungen um die «Quantitative Easing»-Programme der US-Notenbank gezeigt haben. In Europa hat die konventionelle Geldpolitik angesichts der sehr unterschiedlichen konjunkturellen Ausgangslage der Euroländer sogar besonders wenig Wirkung. Das zeigt Mark Dittli in seinem letzten Beitrag auf und das hat an seiner jüngsten Pressekonferenz selbst Mario Draghi eingestanden:

…in a highly fragmented economy, as the euro area is, certainly price changes have a more limited effect than selective quantity changes.

Immerhin – so Draghi gleich nach dieser Aussage – sei der Effekt einer Zinssenkung diesmal grösser, weil die Märkte eine weitere Senkung erwarten würden und weil sich das Wachstum der gesamten Eurozone abschwäche und die Politik daher diesmal (ausnahmsweise) im Interesse aller sei. Eine besonders wichtige Rolle kann die EZB als «Lender of Last Resort» spielen, um einen Kollaps des Finanzsystems zu verhindern: Indem sie durch Aufkäufe von Anleihen solventer Staaten (die ohne Explosion der Zinskosten zahlungsfähig bleiben würden) die Zinssätze stabilisiert und indem sie  im gleichen Sinn auch die Finanzinstitute durch die Zusagen von ausreichenden Notfinanzierungen vor einem Run auf die Einlagen bewahrt.

Die Angst davor ist jetzt schon mit ein Grund für einen drastischen Rückgang bei den Ausleihungen in der Eurozone, der die Rezession schürt und damit umgekehrt auch wieder die Sorge um die Finanzinstitute. Solange die Stabilisierung der Banken durch selbst gefährdete Nationalstaaten erfolgen muss, kehrt kein Vertrauen zurück. Das hat sich überdeutlich wieder am Beispiel Spaniens gezeigt, als die Renditen für die Staatsanleihen nach der versprochenen Rettungsaktion durch die Eurorettungsschirme erst recht explodiert sind – man denke hier nur an die Schuldenfallenformel (Quelle: Bloomberg, die rechte Grafik zeigt den Verlauf am Freitag, als die Zinsen selbst die 7 Prozent-Marke überschritten haben):


Das notwendige Gegenstück zur grenzüberschreitenden Stützung von Banken (hier mehr dazu, warum das in einer Währungsunion nötig ist) ist eine grenzüberschreitende Aufsicht über das Finanzsystem. Immerhin hat der vergangene Euro-Gipfel ein Schrittchen in diese Richtung unternommen. Doch selbst dagegen hat sich bereits Widerstand breit gemacht: Mittlerweile rund 190 deutschsprachige Ökonomen haben sich mit ihrer Unterschrift hinter einen Aufruf von Hans-Werner Sinn geschart. Sie können in dem Vorstoss nichts anderes sehen, als eine Haftung Deutschlands für die Banken anderer Länder. Ich kann mich hier nur meinem Kollegen Mark Dittli anschliessen, der für den Aufruf der Professoren in einem Kommentar auf fuw.ch die folgenden zwar harschen, aber treffenden und gut begründeten Worte gefunden hat:

Dass 172 Wirtschaftsgelehrte so einen, pardon, Schwachsinn unterzeichnen, ist besorgniserregend.

Zum grossen Glück für den Ruf der Zunft der deutschsprachigen Ökonomen ist der Aufruf  in der Presse und der Zunft selbst nicht unwidersprochen geblieben: So hat sich eine Reihe Ökonomen zu einer Art Gegenaufruf (PDF) zusammengeschlossen, der die Dinge zurecht rückt. Damit haben sie dem ohnehin schon ramponierten Ruf der Wirtschaftswissenschaften einen Dienst erwiesen. Das Wirrwarr in der Zunft und bei den Wirtschaftspolitikern wird wohl dennoch anhalten und weiterhin dafür sorgen, dass eine angemessene Politik für den Weg aus der Krise nicht so bald eingeschlagen wird.

Update zum Wirrwarr

Mittlerweile wundern sich immer mehr renommierte Ökonomen weltweit über den Sinn-Aufruf. Ihr Urteil fällt ebenfalls äusserst ungnädig aus. Einige der Unterzeichner des Sinn-Papiers versuchen sich jetzt so zu retten, dass sie das Gegenpapier auch gleich unterzeichnen und behaupten, hier gebe es keine Widerprüche. Das ist natürlich vollkommener Mist und bestätigt das Wirrwarr weiter. Die Details dazu hier.

69 Kommentare zu ««Bürgerkrieg» unter Ökonomen»

  • Linus Huber sagt:

    Zu diesem Thema passend ein Beitrag, welcher die Stimuli in den 30iger Jahren gut begründet hinterfragt.

    By Thomas DiLorenzo

    So-called Keynesian economics is based on numerous myths and superstitions about the economic world. For example, John Maynard Keynes himself blamed the lack of private business investment spending during the Great Depression on „animal spirits“ that supposedly spooked investors. The two biggest myths, however, upon which the whole edifice of the Keynesian „Government Can Spend Us into Prosperity“ philosophy is based are: 1) the myth that government spending under President Franklin D. Roosevelt ended the Great Depression; and 2) If the Depression was not totally ended by New Deal spending, then government spending on World War II certainly must have done the trick. Exactly the opposite is true: New Deal and World War II spending made the U.S. economy worse off by siphoning off billions of dollars from the pockets and bank accounts of private consumers and investors. Government bureaucracy ballooned while the private sector starved. Only when the war was over, government spending was cut dramatically, and FDR was dead, did the private economy in the U.S. recover from the Great Depression.

    Despite a doubling of federal government expenditures from 1933 to 1940, the creation of dozens of new federal government bureaucracies, and the direct employment of some ten million people in „public works“ jobs, the official unemployment rate in 1939 was still 17.2 percent, nearly six times higher than it was in 1929 (2.9 percent) on the eve of the Depression. Per capita GDP was lower in 1939 ($847) than in 1929 ($857), as were personal consumption expenditures — $67.6 billion vs. $78.9 billion (U.S. Dept. of Commerce, Historical Statistics of the United States).

    One reason for the abject failure of the New Deal „stimulus spending“ to reduce unemployment is that the diversion of billions of dollars out of private-sector pockets to finance government make-work jobs created additional unemployment in the private sector. More temporary, make-work government jobs were created at the expense of destroying a much larger number of private-sector jobs since bureaucracy and red tape typically accounts for several times the amount of money that is spent on salaries alone. It is not unusual to read today that it costs several hundred thousand dollars to „create“ a single $30,000/year government job.

    World War II did end unemployment in America, but only because more than 11.5 million men were drafted into the military whereas the total number of Americans unemployed as of 1940, on the eve of the war, was 5.3 million. In addition, millions more volunteered for the military to „beat the draft“ because they knew that draftees were most likely to serve on the front lines than volunteers were.

    The average American consumer was worse off during World War II because of the massive diversion of economic resources from the consumer economy to the war economy and the dramatic increase in taxes. By 1945 the top income tax bracket was 94 percent on an annual income of $200,000. The lowest income tax bracket was 23 percent on an annual income of $2000. There was nothing to buy, and even basic food and clothing items were rationed by the government. So despite an explosion of total federal government spending during the war years, the average American at home was still living in a depression economy worse than 1939/1940.

    At the end of the war every Keynesian economist predicted an even worse economic depression because of the demobilization of the military and the accompanying radical reductions in government spending. The reductions in government spending were indeed dramatic: According to the Commerce Department’s Historical Statistics of the United States, federal government expenditures fell from $98.4 billion in 1945 to $33 billion in 1948, about a two-thirds reduction. Far from creating a depression, prying all of that money from the hands of politicians and bureaucrats and returning it to its owners – working Americans – created the largest increase in private sector economic growth in all of American history in 1946. According to statistics found in the 1995 Annual Report of the U.S. Council of Economic Advisors, based on Commerce Department data, real inflation-adjusted private sector GDP increased by 29.5 percent in that year. In no other year has the U.S. economy ever grown even half that fast. Private investment skyrocketed and stock prices soared, in complete and total contradiction of what every Keynesian economist in the world had been predicting. Yet thanks to the power of government propaganda, and the state’s academic mouthpieces (Paul Krugman comes to mind), the myth persists that government spending during World War II is „proof“ that government can spend us into prosperity.

  • Linus Huber sagt:

    Fur die Fans von Paul Krugman.

    In diesem Video können Sie die Auslegungen von Paul Krugman hoeren ab 09.19. Der interessante Teil hingegen kommt ab 35.25, wo Professor Pedro Schwartz Paul Krugman’s Theorien mehr oder weniger vernichtet.

    http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=EX55BH97quk

    • Martin Holzherr sagt:

      Gegensätzlicher als Krugman und Schwartz geht kaum. Beide bieten keine Lösungen an, aber Krugman berücksichtigt viel stärker als Schwartz die momentane Situation Spaniens und empfiehlt ein schrittweises Vorgehen während Schwartz non den Spaniern fordert sich neu zu erfinden.

  • Martin Holzherr sagt:

    Hans-Werner Sinns Aufruf gegen die Bankenunion ist ja vor allem ein Aufruf gegen die gemeinsame Haftung. Dass eine gemeinsame Bankenaufsicht nötig ist, davon sind selbst viele Unterzeichner von Sinns Aufruf überzeugt, weswegen sie auch den Gegenaufruf unterschrieben haben. Wer vom Euro überzeugt ist, muss für eine gemeinsame Bankenaufsicht sein, denn nur so können die grenzüberschreitenden Geschäfte der Banken adäquat berücksichtigt werden.

    Die gemeinsame Haftung wird vor allem dann zum Problem, wenn man zuwenig von der Zukunft des Euro überzeugt ist.
    Doch selbst Angela Merkel scheint nicht an den Euro in voller Unbedingtheit zu glauben. Deshalb auch die adHoc-Problemlösungen, wo immer erst gehandelt wird, wenn es sich nicht mehr vermeiden lässt. Eigentlich wäre ein proaktives Handeln nötig und die Bankenunion hätte schon vor Monaten, ja Jahren eingeführt werden müssen und nicht erst nachdem die spanischen Banken gestützt werden müssen.

    • Linus Huber sagt:

      Grundsätzlich muessen wir nicht erhöhte Regulierung anstreben, sondern weniger Regulierung und mit der klaren Auflage, dass Banken nicht gerettet werden – Punkt.

      Als einzige wirksame Regel erkenne ich darin, dass die Banker ab einem gewissen Einkommen, haftbar gemacht werden mit ihrem persönlichen Vermögen für mindestens 10 Jahre nach Beendigung ihrer Funktion bei einer finanziellen Institution. Der Grund für diese Regel liegt in der Tatsache, dass diese Akteure am allerbesten wissen, wie sie das Risiko im Griff halten können und keine Regelung wird dies schaffen, da die entsprechenden Rechtsabteilungen der Banken immer ein Schlupfloch oder einen Ausweg finden wird.

      Es geht also bei dieser Idee der Haftung der Banker nicht in erster Linie um den institutionalisierten Diebstahl und den „Moral Hazard“, welcher ihre ungerechtfertigten Kompensationen darstellen, sondern um die Sicherstellung, dass der Staat nicht weiter für Kosten von fehlerhaften Spekulationen aufzukommen hat.

      • Martin Holzherr sagt:

        Natürlich müssen Banken prinzipiell für ihre Geschäfte und auch einen allfälligen Bankrott haften. Doch für die Abwicklung betroffener Banken braucht es auch die nötigen Institutionen und die müssen auf europäischer Ebene angesiedelt sein.

        Es ist sicher auch hilfreich, wenn Bankangestellte, die sich als bankinterne Spekulanten betätigen mithaften, das ändert am Problem der Abwicklung von Banken aber wenig.

        • Linus Huber sagt:

          Ich sehe in der Abwicklung nicht ein all zu grosses Problem.

          Auffang-Gesellschaft, welche alle Aktiven uebernimmt und bewertet.

          Danach der Reihe nach wird folgendes Kapital abgeschrieben, bis die Aktiven gedeckt sind:

          1. Aktienkapital und aehnliches
          2. Bond holders

          Wenn dies nicht reicht, muss man sehen wer noch faellig ist. Der Staat darf kein Kapital in die Hand nehmen, sofern die Spareinlagen genügend gedeckt werden können. Es handelt sich um eine normale 08.15 Abwicklung.

          • Anh Toan sagt:

            Ubs Annual report 2011 Seite 291:

            Aktienkapital und Gewinn- und andere Reserven Equity 57’852
            Bonds: Debt issued 140’617
            Andere Schulden: 1’220’693

            Total Schulden = Passiven Total liabilities and Equity 1’419’162

            (Einheit und Währung egal, es geht ums Verhältnis der Zahlen)

            Das Problem liegt doch genau darin, dass auch wenn Aktienkapital und Anleihen auf 0 abgeschrieben werden, nicht viel mehr zur Bedienung der anderen Schulden der Banken anfällt. Durch den Konkurs entstehen weitere Schulden (Sozialpläne, Rechtskosten), Wertverluste auf den Aktiven, sodass bei einem Kurs letztendlich weniger vorhanden wäre zur Deckung der übrigen Forderungen. Diese Situation wird gemeinhin als der zu grosse Hebel bezeichnet, mit dem die Banken arbeiten.

            Anscheindend haben Sie das Problem nicht begriffen, immerhin kann ich jetzt Ihre Kommentare begreifen.

          • Anh Toan sagt:

            @Linus Huber: „Wenn dies nicht reicht, muss man sehen wer noch faellig ist“

            In anderen Kommentaren beklagen Sie Rechtsstaatverlust, aber die gesetzlichen Konkursregeln interessieren Sie einen feuchten Dreck.

          • Linus Huber sagt:

            Rechtsstaatlichkeit bedeutet, dass man Verluste dort auflaufen laesst, wo sie anfallen.

            Ich bin kein Spezialist für Konkurs-Regeln, denke aber doch, dass meine Reihenfolge im Grundsatz stimmt. Wenn 198,000 (basierend auf Ihren Zahlen) nicht reichen, dann muss natuerlich gemaess Konkursverfahren die naechstfaellige Tranche verwendet werden.

            Es ist jedoch bedenklich, dass Sie sogar in Aussicht stellen, dass ca. 13% nicht reichen sollten, die Verluste bei marktgerechter Einstufung der Aktiven zu decken. Wenn dies wirklich der Fall sein sollte, kann ich immer weniger verstehen, warum diese Banker nicht hinter Gitter sitzen (was auf dem Prinzip der Rechtsstaatlichkeit entsprechen würden, wenn Banken nicht die Legislative in diesem Ausmasse zu ihren Gunsten beeinflusst hätten).

            Im Grunde reden wir dauernd um den gleichen Brei herum, nämlich, wer die Verluste von Fehlinvestitionen zu tragen hat. Und ich bleibe bei meiner Überzeugung, dass in erster Linie der Kreditgeber verantwortlich gemacht werden muss.

          • Anh Toan sagt:

            @Linus Huber: Brechen die Banken weltweit zusammen, sind nahezu sämtliche Aktiven der Banken wertlos. Selbst die Immobilien oder das Gold lassen sich nicht verwerten, es hat niemand Zugang zu Ersparnissen oder Kredit, um etwas zu kaufen. Die Guthaben lassen sich nicht eintreiben, weil deren Schuldner nicht bezahlen. Es ist aus fertig dunkel Ende Schicht. Sie brauchen Nahrung, Licht, Schutz vor Wetter und Räubern. Eine Taucherbrille für 100gr Gold, ein Segelboot mit Fischernetz für ein Königreich.

          • Linus Huber sagt:

            Wenn dies der Fall sein sollte, dass sämtliches Kollateral wertlos sein soll, möchte ich einmal wissen, worauf die Kredite vergeben wurden? Natürlich stimmt Ihre Aussage nicht oder ist zumindest unvollständig. Z.B. die schweizerischen Hypotheken sind nicht einfach wertlos, da dahinter ein Grundstück steckt, welches einen Marktwert hat.

            Wie Sie jedoch richtig erkennen, ist das Eigenkapital viel zu knapp angesetzt (auch unter Basel III). Ich habe verschiedentlich, auch in diesem Blog, diesbezüglich erklärt, dass wir nicht risikobereinigte Eigenkapitalvorschriften haben sollten, sondern das ohne wenn und aber, eine Bank 20% der Bilanzsumme in der Form von Eigenkapital bilanzieren sollte. Früher hatten Sie die Tendenz, alles bei Banken gut zu reden, jedoch kürzlich haben Sie wohl neue Erkenntnisse erworben, womit Sie die Probleme langsam wirklich erkennen.

            Selbst auf die Gefahr, dass ich mich wiederhole: Wir muessen nicht Banken retten, sondern Menschen.

  • Michael Schwarz sagt:

    Das Problem in der Euro-Zone liegt in der Struktur der Euroländer, es braucht die Einigkeit und Zusammenarbeit um Probleme zu lösen. Die geldpolitische Massnahme bleibt wirkungslos, weil die Lösung einfach nicht in der Geldpolitik zu finden ist. Viel mehr müssen die EU-Politiker die Integration der Euroländer voran treiben, nach fast 4 Jahren, seit dem Ausbruch der Euroschuld Krise haben sie nicht geschafft, die Euroländer zusammenzubringen und Einigkeit zu erlangen.

    Dies zeigt wie schlecht sie in letzten 3 Jahren gearbeitet haben, wie ignorant sie waren, und bzw. das Problem nicht vollumfänglich verstanden haben. Der Reformdruck auf die überschuldeten Euroländer muss erhöhert werden, womit die Euro-Krise nicht globalen Finanzmärkten inffiziert und einen Crash wieder auslöst wie in 2008. Dieses Mal gibt es keine Rettung, alle geldpolitische Massnahme wurde bereits umgesetzt, die Munition ist alle – dies kann zur Destabilisierung gesammtes Finanzsystems führt, niemand wird verschont. Dieses Mal wird die USA besonders hart treffen, der reale Einkommen wird nochmals massiv zurückgehen, die Arbeitslosigkeit wird in den USA wieder steigen, als Zentralbank Chef hat Bernanke definitiv versagt.

    • Linus Huber sagt:

      Stimmt, der Glaube daran, dass die Manipulationen durch Zentralbanken und Regierungen zu nachhaltigem Erfolg führen dürfte in einigen Jahren durch die Erkenntnis ersetzt werden, dass diese Institutionen das Problem und den wirtschaftlichen Schaden massiv erhöhten, indem die Marktkräfte teilweise ausgehebelt wurden und sich ein immer stärkerer Wandel von wirtschaftlich sinnvollen Aktivitäten zu reiner Spekulation entwickelte.

      • Michael Schwarz sagt:

        @Linus Huber:

        Die Spekulation ist ein notwendiger Übel, weil sie den Prozess der Preisbildung im Gang setzt. Überall wo wir rechnen, brauchen wir einen Preis, mit dem wir berechnen können. Ohne Spekulation gibt es keine effiziente Preisbildung, somit können wir die Waren und Dienstleitung nicht miteinander vergleichen. Sogar Sie Hr. Huber hat einen Preis, sie müssen sich nur fragen, wie dieser Preis entstanden ist, dann werden Sie sehen wie wichtig die effiziente Preisbildung, bzw. Spekulation ist.

        • Linus Huber sagt:

          Es geht mir nicht darum, Spekulation als negative zu klassifizieren, sondern, wie Sie sagen, ist Spekulation sicherlich ein angemessenes Instrument für jene, welche diese Geschäfte suchen. Was hingegen nicht richtig ist, dass man Menschen fast dazu zwingt, zu spekulieren um eine einigermassen angemessene Rendite erwirtschaften zu können, da die Zinsen künstlich tief gehalten werden. Eine Situation, in welcher die Realzinsen negativ sind, wird als finanzielle Repression bezeichnet. Da Spekulation eben mit hohem Risiko verbunden ist, besteht für den Einzelnen dadurch eine erhöhte Gefahr massiver finanzieller Verluste, was der Gesellschaft insgesamt nicht förderlich sein dürfte.

  • ast sagt:

    Der Bürgerkrieg -man lese etwa den Artikel von Ex Notenbankchef Hildebrand in der New York Times, kommt vom Einfluss der Grossbanken auf Politik, Ökonomie und Notenbanken. Man lese die Protokollierung der vor der Öffentlichkeit meist leider von der Presse wenig dokumentiert staffindenen Zusammenkünften z.B. in Basel beim BIZ.

    • Linus Huber sagt:

      Sicherlich sollte es langsam offensichtlich sein, dass Zentralbanken nicht wirklich unabhängig handeln sondern ein Instrument sind für die Banken sich zulasten der Allgemeinheit zu bereichern.

      • ast sagt:

        ja, deshalb: Staatliche Programme gegen die Arbeitslosigkeit in der EU -Zone statt Steuergeld für Banken. Ich unterstütze deshalb die Arbeit der Forscher der ILO (Internationale Arbeitsorganisation die genau das auch möchten).

        Wer insolvente Banken unterstützt muss wissen dass deren Rettung nicht nur das Geld zur Rettung kostet, vielmehr türmen sich die Schulden gleich nach der Rettung wieder (denn die Gläubiger sind ja noch da und können auf die Rettungsgelder zugreifen). Ganz anders bei Privaten, deren mögliche Insolvenz wird durch nichts aufgehalten, daher wären Arbeitsporgramme mit weit höheren Erfolgsaussichten gegen zunehmende Verschuldung.

  • Warum wird der unheilbare kranke EURO noch weiterhin am Leben erhalten und unzählige Milliarden werden unnütz verpulvert, Die Dummen sind wieder einmal die die Steuerzahler und das arbeitende Volk, welche die Folgen dieser politischen Wirtschafts-kriminalität ausbaden muss.

    • Linus Huber sagt:

      Der Grund liegt darin, dass die Funktionäre in ihrer Aufgabe aufbluehen, einen hohen Grad an „Popularität“ geniessen gekoppelt mit dem berauschenden Gefühl der Macht und dabei ebenfalls noch gut abgegolten werden. Ebenfalls laesst der Stolz dieser Menschen es nicht zu, dass sie ihre Fehler anerkennen und die entsprechende Konsequenz ziehen würden, was Rücktritt von ihrem Amt bedeuten würde.

  • Martin Holzherr sagt:

    Auch wenn der Ökonom Hans-Werner Sinn in einer idealen Währungszone sicher falsch hätte mit seinem Aufruf, die direkte Finanzierung von taumelnden Banken (mit Steuergeldern) zu verhindern, so hat er in der gegenwärtigen Eurozone wahrscheinlich durchaus recht, denn gerade die Analyse von Paul Krugmann die Optimalen Währungszonen betreffend, kommt zum Schluss, dass in der Eurozone praktisch kein einziges nötiges Krterium erfüllt ist um sie erfolgreich und zukunftsähig zu machen. Löst sich aber die Währungszone auf, kann vieles einfach weg sein, auch das Geld der (deutschen) Steuerzahler.

    Die meisten Autoren dieses Blogs sind der festen Überzeugung, dass alles getan werden muss um den Euro zu retten.
    Doch gleichzeitig liefern sie erschreckend viele Informationen und Gründe, warum die Euro-Zone entweder wieder zerbrechen muss oder sich sonst die Integration und die Institutionen in der Eurozone stark verbessern müssen, wobei das Resultat in diesem zweiten Falll mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Marginalisierung der PIGS-Länder ist, denn als Nutzen spendender Währungsraum müssen sich die Parameter der gemeinsamen Währung (wie Leitzinsen) so einstellen, dass die wirtschaftsstärksten Länder am meisten profitieren. Nur so bringt die Währungszone einen gemeinsamen Nutzen – einen Nutzen, den die wirtschaftsstarken Länder mit Finanztransfers und die wirtschaftsschwachen mit Marginalisierung bezahlen müssen.

    Meiner Ansicht nach ist und war Europa nie bereit für eine gemeinsame Währungszone. Bleibt der Euro, müssen die Länder vieles ihrer Identität aufgeben und zu Europäern werden – so weit, dass in Spanien oder Italien ähnlich gehaushaltet wird wie in Deutschland und so weit, dass sich ein europäisches Bewusstsein ausbildet, wo die Spanier und Italiener dann verinnerlicht haben, dass ihr Land keine so grosse Bedeutung hat und die früheren nationalen Aspirationen und Illusionen für immer vorbei sind.

    Das wäre ein völlig anderes Europa. Zudem bräuchte es sehr viel Ausharrvermögen und Geduld um eine funktionierende Eurozone einzurichten. Ob die PIIGS-Länder diese Geduld aufbringen werden bezweifle ich. EIne Übergangslösung, wo Deutschland und die stärkeren Euro-Länder den anderen unter die Arme greifen – und das ohne die Sicherheit, dass die Eurozone hält und sich der Einsatz lohnt – kann ich mir auch nicht vorstellen. Das deutsche Volk ist in der Mehrheit nicht dazu bereit.

  • Walti1227 sagt:

    Angezogene Handbremse?

    Was sollen denn bitte die Zentralbanken tun? Etwa noch mehr Geld drucken, damit wir eine Hyperinflation haben?
    Fakt ist doch, dass die FED und die EZB genau wissen, dass ihre Politik die Währungen beerdigen wird, aber offenbar ist genau das beabsichtigt.

    Das einzige, was sinnvoll wäre, dass wäre Geld zu vernichten, sprich künstlich zu verknappen und zurück zur gedeckten Währung. Es war von vorerein klar, dass unser Papiergeldsystem zusammenbrechen würde, wenn hinter den Scheinen kein Gold, Silber oder Infrastrukturen stecken.

    Zur Erinnerung: Geldscheine waren zuerst nichts weiteres als Garantiescheine, welche ein Gold oder Silbervermögen garantierten, welches auf der Bank lagerte. Nun aber ist Geld nichts weiter als Papier – und auf den Dollar und den EURO bezogen sind wir dank all den „Rettungsschirmen“ tief im negativen Kapital. Alles „Geld“, was nicht gedeckt ist durch Edelmetalle oder durch das BIP ist negatives Kapital, sprich Schulden.

    Ironischerweise ist das der FED noch so recht, denn seit de Federal Reserve Act von 1913 ist diese Bank schliesslich in privaten Händen und gehört nicht zur US-Regierung, sondern steht de facto über ihr.

    Und das ist alles, was man wissen muss. Wir werden gewaltig verarscht. Wer denkt, dass die Zentralbanken im Interesse der Bürger handeln, der ist äusserst naiv.

  • Michael Schwarz sagt:

    Ich halte weiterhin die jüngste Zinssenkung für eine gravierend geldpolitische Fehlerentscheidung. Die verschlimmt die Situation im Anleihemarkt, spanische Anleihrendite stieg über 7%, das ist das Ergebnis der jüngsten Zinssenkung, in Gegenzug ging die Anleihrendite von Deutschland zurück – Draghi hat genau das Gegenteil erreicht, was er eigentlich beabsichtig war. Das ist der Grund, warum unseres Finanzsystem immer wieder in die Gefahr laufen werde, zusammenzubrechen, weil die Zentralbank dem Kapitalmarkt und gegenwärtige Situation nicht verstanden hat, was zur Implikation der Feherentscheidung führt. über dieses Thema hatte ich bereits darüber viel geschrieben, das ist nur ein empirisches Beispiel, wie die Zentralbank der wirtschaftlichen Stabilität und der Stabilität des Kapitalmarktes gefährdet.

  • Die Deutschen zahlen und zahlen und zahlen, seit 50 Jahren für alles und jedes, das in Europa schief geht. Sie räumten Tschernobyl auf, kauften die DDR aus, garantieren den Griechen Renten ab 58 und jetzt stehen sie auch noch für die Hypothekarkrise der Spanier gerade. Selbstverständlich geht es bei den neuesten Beschlüssen um nichts anderes als ein weiteres mal Deutsche Steuerzahler und Deutsche Konsumenten für alle anderen zahlen zu lassen.

  • Erstaunlich an diesem Blogeintrag finde ich, dass die Rolle der Importe aus China vollständig ausgeblendet werden. Die Zentralbanken können die Leitzinsen noch so viel senken. Wenn wir alles und jedes billigst aus China importieren, sind wir a) gar nicht auf zusätzlich Geld angewiesen und b) werden so keine Arbeitsplätze geschaffen.

    Ein Strukturwandel beschleunigt genau dieses Ausweichen.

  • Linus Huber sagt:

    Sorry _ Hier der korrigierte Text

    @ Markus Diem

    Sie scheinen die Aussagen von Herrn Sinn nicht zu unterstützen. Damit liegen Sie grundlegend falsch.

    Noch immer ist der Glaube gross, dass Zentralbanken sowie Regierungen mit ihren Manipulationen die Krise bewältigen können, wenn sie nur mit genug starken Dosen arbeiten. Wir befinden uns in keiner Weise in einer Liquiditätskrise sondern in einer Kreditwürdigkeitskrise, wobei das Kollateral den bestehenden Krediten nicht mehr gerecht wird. Dies zeigt sich auch darin, dass die EZB ihre Akzeptanz auf minderwertige Papiere als Sicherheit ausweiten musste. Natürlich kann Deutschland immer höhere Risiken auf sich laden, doch wird der Markt auch für Deutschland nicht ewig tiefe Zinsen ermöglichen, sollten sie nicht eine Grenze setzen.

    Sie, Herr Diem, wie viele andere Ihrer Kollegen sowie die meisten Politiker und Zentralbanker, wollen das Kreditvolumen weiter massiv ausdehnen ohne diesen beschriebenen Aspekt anerkennen zu wollen. Es wird alles versucht, wobei der zeitlich begrenzte und als positiv klassifizierte Effekt langsam immer schwächer werden dürfte.

    Sie erkennen jedoch nicht, dass diese Massnahmen den Markt auf verschiedenen Ebenen verzerrt und immer höhere Instabilität produziert. Regierungen sowie Zentralbanken nehmen einen immer groesseren Einfluss in die wirtschaftliche Entwicklung und werden dadurch selber der Markt. Ist es nicht unverkennbar, dass heute sämtliche wirtschaftlichen Akteure auf die Entscheide von Regierungen und Zentralbanken starren und je nach Entwicklung sich entsprechend positionieren. Glauben Sie nicht, Herr Diem, dass solche Willkür und Manipulation lähmend auf die verschiedenen Akteure in der Gesellschaft wirken muessen?

    Und jetzt haben wir noch nicht einmal den Aspekt des sogenannten “Moral Hazard” angesprochen. Dieser elegante Ausdruck verbirgt jedoch extrem wichtige Aspekte, welche die Werte unseres Gesellschaftssystems betreffen. Die oben angesprochenen Massnahmen produzieren die genau falschen Anreize, indem sie Spekulation fördern und den seriösen und vorsichtigen Sparer/Bürger bestrafen. Wenn im Ausmasse wie oben angesprochen angewendet, werden dadurch Eigentumsrechte in einer Art und Weise und in solchem Ausmass manipuliert, dass man zweifellos vom groessten Diebstahl aller Zeiten sprechen darf. Und während diesen Jahren der Krise, werden weiter Boni und ungerechtfertigt hohe Kompensationen an genau jene gezahlt, welche ihre Sorgfaltspflicht vernachlässigten bei der Kreditvergabe, denn auch vor 5 oder 10 Jahren war es bekannt, dass die suedlichen Staaten nicht durch ihre disziplinierte Haushaltung glänzen. Wenn das Wohlergehen und die Entwicklung eines Staates das Nebenprodukt von Spekulationsaktivitaeten wird, dann sind die Massnahmen wohl zumindest sehr fragwürdig.

    Ebenfalls scheint der Artikel zu implizieren, dass weitere Massnahmen wohl positiv auf das Konsumverhalten wirken dürften, ansonsten diese ja eh nicht sinnvoll sind. Ich denke, dass Ökonomen sich massiv verrechnen darin, dass finanzielle Repression längerfristig zu höheren Konsum führen wird . An irgend einem Punkt wird die Gesellschaft immer vorsichtiger, womit sich auch eine Art Sparwut entwickeln könnte, um den durch die finanzielle Repression erfahrenen Kaufkraftverlust zu kompensieren.

    Sollten Sie mich fragen, worin ich den richtigen Weg erkenne, erkläre ich Ihnen, dass wir möglichst schnell zum Modell der Marktwirtschaft und des Rechtsstaates zurückkehren sollten und die über viele Jahre durch die Tiefzinspolitik aufgehäuften Fehlinvestitionen abschreiben muessen. Klar wird es schmerzen, aber je schneller wir auf diesen Weg umschwenken, umso schneller können wir wieder eine positive Entwicklung erwarten.

  • hans nötig sagt:

    Ach die Goldmänner werden das schon richten.. 😉

  • Markus sagt:

    der neue Franken grüsst:

    die SNB hat wohl in weiser Voraussicht die neuen Scheine aus „technischen Gründen“ nicht im Februar 2012 ausgegeben.
    Die werden bestimmt opportunistisch weiter €uros kaufen, bis er zusammenbricht.

    Link: SNB-PDF http://www.snb.ch/de/mmr/reference/pre_20120209/source

    Link neue Franken: http://www.snb.ch/de/iabout/cash/newcash/id/cash_new_result

    Darum habe ich mich auch von allen Franken getrennt und die in Silber getauscht.

  • Markus sagt:

    @ H.Trickler

    Die Welt-Wirtschaft wurde bewusst von solchen Fachleuten an den Abgrund geführt und nicht von den Blogschreibern.

    Und so geht es weiter, weil die Meisten nach dem Moto leben,
    ich denk mir die Welt wie sie mir gefällt… oder…
    das Leben auf dem rosaroten Ponnyhof….

  • H. Trickler sagt:

    Die Wirtschaftsfachleute sind über den einzuschlagenden Kurs zerstrittener denn je, und dies obschon ihre Voraussagesicherheit nicht höher war als beim Wetterbericht.
    .
    Gott sei Dank dass der wenigstens der Blogschreiber weiss was zu tun wäre…

  • Markus sagt:

    Die Entwicklung der monatlich kumulierten PKW-Neuzulassungen aus Portugal Irland, Italien, Griechenland und Spanien jeweils Juni, seit 1990 im Chart. Im Juni 2012 sanken die PKW-Neuzulassungen in den PIIGS um -22,7% zum Vorjahresmonat auf 224’348 neu zugelassene PKWs. Der Juni 2012 markierte die niedrigsten Neuzulassungen in einem Juni seit 1990! Zum Hoch im Juni 2005 mit 4641760 PKW-Einheiten ging es um -237’412 Neuzulassungen bzw. um satte -51,7% abwärts!

    • Martin Holzherr sagt:

      Die PIIGS-Länder scheinen damit immerhin problemlos das Ziel erreichen zu können bis 2020 die CO2-Emissionen um 20% zu reduzieren (gegenüber 1990)

  • Markus sagt:

    Margrit Kennedy: Geld ohne Zinsen und Inflation. Ein Tauschmittel das jedem dient. Permakultur Publ., Steyerberg 1990,
    ISBN 3-9802184-2-2; überarbeitete und erweiterte Ausgabe: Goldmann, München 1991, ISBN 3-442-12341-0

  • Anh Toan sagt:

    „Die Strukturen müssen verbessert werden, doch so lange die Nachfrage nicht zurückkehrt, hat das wenig Wirkung. Im Gegenteil: Die strukturellen Probleme lassen sich dann noch schwerer bewältigen (siehe dazu hier).“

    Solange die strukturellen Probleme nicht bewältigt sind, wird die Nachfrage und schon gar nicht die Investitionen anspringen. Kapital in Wirtschaften mit strukturellen Problemen investieren ist dumm, solange keine Aussicht auf Überwindung dieser Probleme besteht. Das ist wie in ein Unternehmen zu investieren, nur um die Miesen in der Erfolgsrechnung auszugleichen. Es macht nur Sinn, Kapital in ein verlustbringendes Unternehmen zu investieren, wenn dieses Kapital verwendet wird, um die verlustverursachenden Probleme zu beseitigen. Die verunsicherten Konsumenten weigern sich, mehr Kredit aufzunehmen oder ihre dank Einlagegarantie „sicheren“ Ersparnisse anzuzapfen, um mehr konsumieren könnten.

    Das wichtigste strukturelle Element liegt in der Demographie: Die Überalterung der Bevölkerung bedeutet eine Überalterung der Kapitalbesitzer, denn Kapital haben die Alten. Die hohe Lebenserwartung führt dazu, dass nur noch ziemlich Alte sehr Alte beerben, das Kapital bleibt bei den Alten. Alte wollen aber weder konsumieren, noch (riskant) investieren, es ist ihnen lediglich wichtig, den grössten Teil ihres Kapitals über die Zeit zu retten, sie wollen bewahren und erhalten, nicht die Zukunft entwickeln, sie wollen Staatsanleihen und staatlich garantierte Bankguthaben, Immobilien halten statt zu entwickeln. Dieses Problem ist global, da die Reichen überall sehr alt werden. Und da sie die Mehrheit sind, bekommen sie auch in Demokratien, einen grossen Teil von dem, was sie wollen. Das Erbrecht ist ein entscheidender Faktor in der gesellschaftlichen Verteilung des Kapitals. In weiten Teilen funktioniert das Erbrecht noch wie bei den Römern (Heute werden auch die Ehefrauen berücksichtigen und Nachkommen müssen gleich behandelt werden), als die Lebenserwartung im Alter von 20 Jahren etwa 30 Jahre (20Jahre alt + 30 Jahre Lebenserwartung) betrug (Zahlen hab ich so gefunden, können natürlich nicht sehr präzis sein, waren im Mittelalter noch viel kleiner.), heute ist dies doppelt so lang, was dazu führt, dass der Mensch während seiner innovativsten und produktivsten Lebenszeit (20-50 Jahre) weitgehend vom Kapital abgeschnitten ist, nicht wegen den 1%, sondern weil die Alten drauf sitzen.

    • Sie vergessen, dass die Alten zu Lebzeiten ziemlich viel an die Nachkommen verschenken, Erbvorbezüge sind an der Tagesordnung, zB auch zwecks Hauserwerbs etc.; vielleicht müssten die Alten halt auch an die Enkel verschenken.

      • Anh Toan sagt:

        Sie vergessen, dass die Jungen die Alten noch zusätzlich subventionieren, in der Schweiz mit Krankenkassenbeiträgen, Rentnerabzug, PK Umwandlungssatz, ermässigtem Generalabo usw., da unsere Sozialsysteme von der Annahme ausgehen die Alten seien arm.

        Bei einem Erbvorbezug, den es nur zum Hauserwerb und nicht z.B. zum Gründen eines Unternehmens oder gar zum Konsum gibt, entscheiden auch die Alten, wo das Geld investiert investiert wird, und dass es bestimmt nicht konsumiert wird. Dies erscheint mir der Normalfall zu sein.

        Ich bin der Ansicht, dass die Überalterung der Gesellschaft viel tiefgreifendere Probleme verursacht, als die Diskrepanz zwischen Rentenbezügern und -zahlern. Die Überalterung der Gesellschaft verändert die Denkweise, die Mentalität der Gesellschaft. In den Schwellenländern ist der grösste Teil der Menschen jung, sie wollen ihre und damit generell die Zukunft gestalten, sehen in Veränderungen Chancen statt Risiken, während in der westlichen Welt die Mehrheit alt ist, Veränderungen ablehnt, da keine Chancen mehr benötigt werden. Ich meine, dies ist die fundamentale Ursache für die Wachstumsschwäche der westlichen Welt und die -stärke der Schwellenländer, und die lässt sich mit keiner Geldpolitik beseitigen.

        • hans nötig sagt:

          Vielleicht liegt die „Wachstumsschwäche“ aber auch eher daran das ein aufsteigender junger Mensch in zum Beispiel Brasilien noch keine tolle Wohnung, kein schönes Auto, keine Waschmaschine, einen alten Laptop, keinen Anzug (wobei er mindestens 1 für seine neue Stelle braucht) und (man stelle sich sowas vor!) kein Smartphone hat.

          Ich könnte zb meine Autoversicherung, Miete sowie Nahrung und Suchtmittel über einige Jahre von meinem ersparten finanzieren, ich müsste vielleicht auf grössere Reisen etc verzichten, aber ich könnte mir durchaus ein paar Jahre „Freiheit“ damit erkaufen. Dieser massive Unterschied an Luxus darf man nicht vergessen.

          Der Wachstumszwang ist eines der Grundübel unserer Wirtschaftsform (also eigentlich der Zins, der den Wachstumszwang erst nötig macht).

    • Linus Huber sagt:

      @ Anh Toan

      Ich teile Ihre Ansicht nicht.

      Kapital wird immer den Weg finden zu einer sinnvollen Investition unabhängig davon wer es besitzt. Das Problem liegt in meinen Augen auf einer anderen Ebene.

      1.Ueberregulation zugunsten der Grossfirmen

      Der Einfluss der Grossfirmen auf die Legislative ist sicherlich unumstritten. Dies produziert immer kompliziertere Regulierungen, welche selbst wenn diese neutral wären, negativ auf ein kleines oder neues Unternehmen wirkt, da dadurch administrative Hürden aufgebaut werden. Zusätzlich geht es natürlich um den Inhalt vieler Regeln, welche ebenfalls hindernd auf neue Investitionen wirken wie z.B. das Patentrecht und deren Missbrauch z.B. der pharmazeutischen Industrie. Die meisten vermeintlich positiv gemeinten Regeln fördern das Grossunternehmen zulasten des Kleinunternehmers.

      2. Geldpolitik und das verhindern von Abschreiben von Fehlinvestitionen und die dadurch gefoerderte Spekulation

      Die gegenwärtige Politik versucht mit allen Mitteln zu vermeiden, nicht nachhaltige Kredite einem marktwirtschaftlich korrekten Weg zuzuführen, welcher schlussendlich das Abschreiben von Fehlinvestitionen bedeutet. Die damit verbundene Tiefzinspolitik führt zu immer groesserer Instabilität des Finanzsystems, und damit zu immer intensiverer Spekulation. Es wird immer schwieriger in solch einem Umfeld irgend etwas zu planen. Ebenfalls werden die finanziellen Resultate der Unternehmen zu solch einem Ausmass von den politischen und geldpolitischen Entscheidungen abhängig, dass gutes Spekulieren wohl wichtiger wird als gute Innovation und Arbeit.

  • mueller sagt:

    hallo zusammen
    wer seinem schulfranzösisch noch was zutraut, der schaue:

    http://www.rts.ch/video/docs/histoire-vivante/4125866-goldman-sachs-la-banque-qui-dirige-le-monde.html

    noch 6 tage online.

    entwirrt das oekonomen-gebrabbel ein bisschen und lässt einen hinter die kulissen schauen. halten sie die kotztüte bereit;)

  • Schmid sagt:

    Wenn Herr Diem Meier die Meinung von Ifo Chef Hans-Werner Sinn auch als Schwachsinn ansieht, wird er in den nächsten Monaten erfahren, ob er Recht hat oder völlig falsch liegt. Herr Sinn hat immerhin den Mut gegen den Strom zu schwimmen und die Strategie immer neuer Kredite und höhere Summen in Frage zu stellen (bei gleichzeitiger Lockerung der Kreditrichtlinien). Hat sich Herr Diem Meier schon mal gefragt, warum man das nicht auch bei privaten Kreditnehmern so macht…. ? Es würde ein Desaster…..

    • Linus Huber sagt:

      @ Schmid

      Ich stimme mit Ihnen im Grundsatz überein. Allerdings besteht die Frage, wie lange es wirklich gehen wird, bis es zum wirklichen Desaster kommen wird. Obwohl all die Massnahmen der Zentralbanken und Regierungen längerfristig schädliche Auswirkungen zeigen werden, wird mit fast religiösem Fanatismus an diesen Modellen festgehalten und auch mit noch extremeren Massnahmen operiert werden, und dies alles, um die vergangenen Fehler nicht eingestehen zu muessen.

  • silberstreifen sagt:

    Nouriel Roubini: 2013 Krise wird schlimmer als 2008

    http://goo.gl/3Nz6T

    recht hat er!

    • Anh Toan sagt:

      Kann man jemanden ernst nehmen, der zweimal hintereinander sagt

      „banks are even bigger to fail!“?

      • Marcel Senn sagt:

        @ Anh Toan: Die Kritik an Roubini mittels diesem Zitat verstehe ich nicht ganz? Wenn man z.B. die Zahlen von Sinn nimmt, PIIGS mit 3.3 Bio verschuldet, die Banken in diesen Ländern mit 9.2 Bio – dann zeigt das doch ein krasses Missverhältnis auf, die Staaten sind mittlerweile in Geiselhaft der Banken. Von den ganzen unregulierten Schattenbanken (nochmals 60 Bio$ Aktiven) zu schweigen, wie die alle mit dem System verbandelt sind, das weiss ja niemand
        Es würde mich interessieren, was genau Sie an Roubini kritisieren

        • Anh Toan sagt:

          Hab mir vor 4 Stunden das Video im Link einmal angesehen, jetzt fasse ich zusammen:

          Der Euro kracht in zwei Wochen auseinander, falls nicht scheidet Griechenland in den nächsten 6 Monaten aus, vielleicht aber auch die Finnen, mit 40-50% Wahrscheinlichkeit bricht die EU in den nächsten 3-5 Jahren zusammen, aber mit 50-60% Wahrscheinlichkeit nicht, ausserdem sind die amerikanischen Budgetprobleme, die chinesische Wachstumsverlangsamung, die Banker sind unmoralisch und überhaupt ist der Untergang nicht zu vermeiden.

          Ich bin nicht zu alt, ich bin sogar älter, derartigen Schwachsinn zu glauben, da kann ich gleich zu den Zeugen Jehovas.

        • Anh Toan sagt:

          Gefährlich wird es erst, wenn Roubini und Faber sagen. jetzt gehts aufwärts, denn wenn die hartnäckigsten Pessimisten das Handtuch werfen, ist der Aufwärtstrend am Ende. In diesem Sinne haben die Statetments der Herren Roubini und Faber durchaus beruhigenden Charakter, fundierte Begründungen für die aufgestellten Behauptungen fehlen jedoch.

          • Marcel Senn sagt:

            @Anh Toan: Habe den Video erst jetzt angesehen – und mir kommt es vor als hätte ich was ziemlich anderes als Sie angeschaut.
            Er hat ja nur auf die Möglichkeit hingewiesen, dass z.B. ein Land wie Finnland sich vorher vom Euro verabschieden könnten – finde ich nicht undenkbar, dass die Banken durch die Uebernahmen von 2008/09 jetzt noch grösser geworden sind, resp. das Systemrisiko zugenommen hat stimmt ja auch, die Länder keine Policies mehr haben wie 2008 um das System aufzufangen. Die anderen Problematiken wie das US-Budget Defizit, das momentan gerade ein bisschen in der Versenkung verschwunden ist und das chinesische Wirtschaftswunder wird auch mal eine Verschnaufspause einlegen müssen, Wohnklötze auf Halde bauen ist eben auch nicht wirklich nachhaltig.

            Erstens geht es ja nicht um glauben, sondern die möglichen Szenarien anzuschauen – ich schätze Ihre Beiträge im Forum ansonsten ja sehr – aber anscheinend scheinen Sie Roubini ja gar nicht zu mögen, da Sie ihn auf die eine Angstmache vom Niveau der Zeugen Jehovas herunterstufen.

            Was ist denn Ihre fundierte Prognose für Europa, US und China in den nächsten drei Jahren?

          • Anh Toan sagt:

            @Marcel Senn: Vielen Dank, ich schätze auch Ihre Beiträge sehr.

            Europa der 17 befindet sich auf dem Weg zu einem Bundesstaat, es wird aber 20-50 Jahre dauern, bis es eine formelle Verfassung gibt. Man wird Element für Element eines Bundesstaates einfügen. Die dreijährige Krise hat Europa weiter verbunden, und nicht gespalten, was am Anfang der Krise durchaus befürchtet werden durfte, nur haben die Europäer gezeigt, dass sie sich letztendlich nicht auseinander dividieren lassen, auch wenn jedes Land versucht, möglichst seine eigenen Interessen zu vertreten. (Selbst in der Schweiz machen Ständeratskanditaten Wahlkampf mit dem Argument, in Bern die Interessen ihres Kantons zu vertreten, obwohl sie als gewählte Ständerechte den Interessen des Bundes verpflichtet sind). Wird es existenziell, hält man zusammen. Ausscheiden aus Europa wird allenfalls England, ich schreibe England und meine England weil ohne Schottland, Wales und Nordirland. Die restlichen EU Mitglieder werden früher oder später dem Bundesstaat beitreten.

            Die Stärkung Europas aus der Einigkeit wird dazu führen, dass der USD seine Stellung als Weltreservewährung verliert, womit die USA ihre Defizite nicht mehr teilweise zu Lasten des Auslandes mit der Notenpresse finanzieren können. Sie können aber mit einer vernünftigen Steuerpolitik und reduzierten Militärausgaben vieles verbessern, man vergleiche einfach die Steuerquoten in den USA und in Europa. Die USA können noch lange nicht abgeschrieben werden, wir leben in einer amerikanischen Welt, nicht nur wirtschaftlich, sie definieren die globale Kultur seit Elvis und Bogey Cola und Marlboro:

            Red Hit Chili Peppers: Californication

            Space may be the final frontier
            But it’s made in a Hollywood basement

            Der nächste Einbruch kommt aus Asien, da ist nämlich die mit dem billigen Geld der Notenbanken der Welt aufgeblasene Immobilienblase noch nicht geplatzt, und es erscheint mir kaum möglich, die luftigen Immobilienbewertungen in Asien langsam mittels Inflation an die Kaufkraft anpassen zu können. Einzige Hoffnung ist die Gewissheit, dass die autoritären Machthaber in Asien alles versuchen werden, dies zu vermeiden oder zumindest die Auswirkungen zu mildern, denn eine heftige Krise könnte sie auch wörtlich den Kopf kosten. Asien wird sich jedoch schnell erholen, denn die Asiaten heulen nicht, früher war es besser, sie stehen auf und sagen, morgen wird es noch besser. Das Problem der asiatischen Kultur in einer globalen Konkurrenz ist, dass Qualitäten wie Kreativität, Innovation ziemlich tief unten am Totembaum sind, zuoberst sind die Ahnen und macht man etwas anders, besser, haben die es falsch, schlecht gemacht. Solange sie aber nur kopieren, wird es ihnen nie gelingen, diejenigen welche entwickeln, zu überholen. Es braucht Neutrinos, nicht Asiaten, um Kopien vor dem Original herzustellen.

            Jetzt hab ich ähnlichen Schwachsinn geschrieben, wie Roubini in diesem Link verzapft, denn nichts ist fundiert, manches wohl falsch. Roubini erzählt uns auch nicht, warum dies genau falsch lief mit den Banken und wer wo wie verbandelt ist. (Im Gegenteil war ich geneigt, ihm zu unterstellen er sage, man solle Banker in den Strassen hängen, immerhin redet er davon, auch wenn er nicht direkt dazu auffordert). Im Unterschied zu Roubini habe ich es aber unterlassen, meinem Geschwätz eine wissenschaftliche Qualität zu unterschieben:

            Ich wäre echt gespannt auf die Formel, mit welcher Roubini die Wahrscheinlichkeit eines Zusammenbruchs der Eurozone in den nächsten 3-5 Jahren berechnet hat. Ich würde die Frage mit „exakt 50%, entweder es passiert oder nicht“ beantworten. Er kommt aber auf 40-50%. Wie?

          • Anh Toan sagt:

            Ich habe vor einiger Zeit hier geschrieben Roubini hätte, im Unterschied zu Faber, wissenschaftliche Qualitäten, in diesem geposteten Link sind diese jedoch nicht ekennbar. Dass die Banken grösser wurden, wissen wir, seit man diese fusioniert hat, dafür brauchen wir keine Wirtschaftsprofessoren, warum deswegen die Welt untergeht, erzählt uns auch Roubini nicht.

            Übrigens bin ich bei jedem Wissenschaftler, der viel in der Presse ist

          • Anh Toan sagt:

            Ich habe vor einiger Zeit hier geschrieben Roubini hätte, im Unterschied zu Faber, wissenschaftliche Qualität, in diesem geposteten Link sind diese jedoch nicht erkennbar. Dass die Banken grösser wurden, wissen wir, seit man diese fusioniert hat, dafür brauchen wir keine Wirtschaftsprofessoren, warum deswegen die Welt untergeht, erzählt uns auch Roubini nicht.

            Übrigens erregt bei mir jeder Wissenschaftler, der viel in den Medien ist, den Verdacht, in der Wissenschaft nicht wirklich gebraucht zu werden, dafür von den Medien umso mehr. Wer anderen Gier vorwirft, erregt die Vermutung, zumindest nicht grosszügig zu sein, er würde die Gier nicht bemerken. Von einem Wirtschaftsprofessor erwarte ich keine Sätze, wie „even bigger to fail“, einmal okay, aber dann noch wiederholt? Kurz, nach diesem Video bin ich mir nicht mehr sicher, ob Roubini tatsächlich wissenschaftliche Qualität hat.

  • Die Arbeitslosigkeit bildet sich eben nicht „langsam zurück“, sie steigt im Gegenteil an. Immer mehr Leute fallen in den U.S.A. aus der Statistik heraus, weil sie nicht mehr als „am Arbeitsprozess“ teilnehmend eingestuft werden und damit auch nicht mehr arbeitslos sind. Die Jobs die geschaffen werden, sind temporäre und/oder teilzeit Steillen und sind in einer Einkommensklasse angesiedelt, die viel tiefer liegen als die Jobs, die weggefallen sind.
    Wir sehen also eine zunehmende Verarmung der Bevölkerung, bei steigenden Schulden der öffentlichen Hand und weit geöffneten Geldschleusen. Wir sehen aber auch, dass sich die Schere zwischen arm und reich weiter öffnet und wir sehen hohe Gewinne der Banken, hohe Boni der Manager, welche offensichtlich durch Betrug Libor, aber sicher auch Staatsanleihen und CDS) zustande kamen.
    Offensichtlich läuft hier etwas grundlegend falsch ab – zumindest für die 99%. Die 1% wird diese Politik unterstützen, in der ihre Klasse die Profite hat und der Rest der Bevölkerung für die unvermeidlichen Verluste geradestehen darf.

    • will williamson sagt:

      Was läuft falsch für die 99%?

      warnung

      kleiner mann hab acht
      was man mit dir macht

      lass dein hirn nicht rosten
      denn du kennst den schlich
      geht es um die kosten
      braucht man sicher dich

      darum sei nicht dümmer
      als man grad noch muss
      zahlen muss man immer
      meist zahlst du zum schluss

      sei es mit dem leben
      sei es nur mit geld
      zahlen muss man eben
      denn so ist die welt

      kleiner mann hab acht
      was man mit dir macht

      Kurt Marti (geb. 1921)

    • hans nötig sagt:

      Zu den Arbeitslosenzahlen in den USA: Interessant sind hier weniger die (ohnehin geschönten, wie überall) Arbeitslosenzahlen selbst, sondern die sogenannte Erwerbsquote, das Verhältnis aller Erwerbsfähigen (ab 16 Jahren) gegenüber denen die tatsächlich dem Arbeitsmarkt zur Verfügung standen.

      Sehr gut erklärt inkl den Zahlen wird das hier: http://www.querschuesse.de/usa-not-in-labor-force-erneut-mit-allzeithoch/

      • Margot sagt:

        Durch die Produktivitätssteigerung braucht es auch immer weniger Arbeiter: Bei Walmart hat ein Mitarbeiter 120 000 $ Reingewinn erwirtschaftet, bei Amazon sogar 800 000$. Den Aktionären und die Chefetage freut es. Aber was hat die Bevölkerung davon?

        • hans nötig sagt:

          Lebensmittelmarken, Zeltstädte, diverse „Sicherheitsgesetze“, 650 Mio Schuss Mannstop-Munition (die extra tödliche) für Homeland Security, Change we can belive in, Helicopter-Ben, die meisten inhaftierten weltweit, den Bible Belt, Sarah Palin und deren kranken Konsorten, miese öffentliche Schulen (oft von privaten Konzernen finanziert), teure Universitäten, FOX „News“ und weil ich nicht mehr länger aufzählen mag, eine als Präsidentschaftswahl getarnte Volksverarschung?

  • Marcel Senn sagt:

    Unser Volkswirtschaftsdozent hat damals in den frühen 90zigern immer stolz behauptet die VWL sei die Königsdisziplin der Wissenschaften – ob er heute immer noch so denkt – ich weiss es nicht. Je länger ich all diese Artikel lese, was zu tun und was zu unterlassen sei um diese sogenannte „Finanz- und Wirtschaftskrise“ zu überwinden, zu verzögern, irgendwie auszusitzen oder was auch immer, die Oekonomen kommen mir vor wie Hamster im Hamsterrad, der eine dreht nach rechts, der andere nach links und beide kommen nicht vom Fleck.
    Selbst der letzte vermeintliche Rettungsanker – die heissdiskutierten Eurobonds werden ausser ein paar lebensverlängernden Jahren bei fast 0% Zinspolitik, Deflation nur ein japanisches Dahindümpeln erreichen, dazu noch mit viel Zank, besteht doch die EU im Gegensatz zu Japan nicht nur aus einem Land. Und irgendwann wird dann doch alles zusammenbrechen – auch Japan könnte der Bankrott dieses Jahr 22 Jahre nach der Immo-Krise noch erwischen.
    Wenn es ganz schlimm wird, gibt es dann irgendwann Krieg, das gibt wieder Arbeit, dann Zerstörung, Neuaufbau und das ganze Spiel wieder von vorne – und 70 Jahre später ist das System wieder am Anschlag.
    Sollte die Oekonomen nicht dringendst neue Modelle entwickeln, abseits von dieser eigentlichen Geldsystemkrise – dass das jetzige System nicht funktioniert. werden auch die letzten dann noch merken, wenn es crasht und zu einer noch nie vorher dagewesen Depression kommt. Verstärkt wird das dann durch all die Schattenbanken wie HF, Geldmarktfonds, Versicherer – und Industriebetrieben die alle munter und unreguliert im grossen Derivatezirkus mitmischen. Jeder kennt mit etwas Glück gerade noch seine eigenen Risiken, aber die Gesamtsystemrisiken kennt doch keiner mehr.
    Das Wirtschaftsmodell „Plan B“ von Andreas Popp macht mir einen sehr vernünftigen Eindruck.
    Nachhaltiges Wirtschaften, bei der mehrere aufeinander Generationen eine Chance hätte in ihrem Leben nie eine Krise zu erleben. Wäre schön, nach all den gescheiterten Versuchen mit dem jetzigen Zinseszins- und Wachstumswahnsystem, dass sich die Menschheit eines Tages die Volkswirtschaften nachhaltig und sozial gerecht in den Griff bekommt – ein solches Modell hätte dann das Prädikat Königsklasse verdient.

    • Margot sagt:

      Sehe ich genau so. Das Gredo vom ewigen Wachstum kann gar nicht funktionieren, woher sollen ewig die dafür nötigen Rohstoffe kommen? Das ganze wird dazu noch durch die Odoleszenz beschleunigt. Wir müssen wie Andreas Popp im Plan B so schön sagt: Gemeinsam aufstehen und dem System kündigen!

      • Marcel Senn sagt:

        Hallo Margot, da sind wir uns ja mal einig – ich habe dem System schon auf meine Art und Weise gekündigt, indem ich nach Uruguay ausgewandert bin – in einem Agrarland geht einem wenigstens das Essen nicht aus.
        Neben vielen anderen Tätigkeiten wie früher z.B. auf dem Bau, als Diamantensortierer in London, Finanzanalyst in einem amerik. Pharmamulti, Lokalfernsehproduzent, Vorstandsmitglied in der Roten Fabrik, Schriftsteller auf Kuba habe ich rund 12 Jahre in der Finanzindustrie u.a. mit Derivativen gearbeitet und kenne Mechanismen und Charaktere sehr gut – und leider ist es ein gigantisches Betrugssystem auf Kosten des kleinen Mannes in der realen Produktivwirtschaft – für die Menschheit wäre es ein grosser Schritt, wenn dieser Spuk endlich vorbei wäre und ein besseres und gerechteres System an seine Stelle treten würde – aber wahrscheinlich müssen wir dafür einmal durch die Hölle und zurück.
        Gruss aus Uruguay
        Marcel

        • Linus Huber sagt:

          @ Marcel

          Same here, nur andere Lokation: Dumaguete Philippines

          Gruss

          Linus

          • Marcel Senn sagt:

            @Linus: Von der Peripherie aus kann man den aufziehenden Sturm besser erkennen als wenn man im Zentrum ist –
            Gut ich habe, wenn ich über den Fluss schaue, (Rio de la Plata, ist hier 42km breit) noch einen eigenen Wirtschaftskrisenplaneten – ARGENTINIEN – was dort abgeht, ist schon fernab von jeglichen klassischen ökonomischen Grundsätzen – zur Zeit wird das ganze Land pesifiziert (von Peso) – USD gibt es nur noch auf dem Schwarzmarkt, ab November können dann auch Immobilien nur noch in Pesos bezahlt werden – nur ist der Peso bei aktuellen 25% Inflation (das statistische Amt gibt rund 10% an, damit es sich rund 5 Mrd USD pro Jahr an Zins für Inflationsindexierte Bonds sparen kann – dies seit 2007!!) und Festgeldsätzen von max 16% das pure Schwundgeld.
            Dazu noch weitgehender Importstopp oder sonst muss z.B. Porsche x tausend Kisten argentinischen Wein exportieren, damit sie einen Porsche nach Argentinien importieren dürfen…es ist alles nur noch sehr bizarr. Aber es sieht immer düsterer aus – viele Provinzen pleite….und wenn Argentinien eine Erkältung hat, dann hat Uruguay eine Lungenentzündung (war zumindest 2002/03 so) – mal schauen was da noch kommt – es kracht an allen Ecken und Enden
            Gruss an die heile (?) Inselwelt
            Marcel

        • ast sagt:

          Herr Senn, ihre Beobachtungen werden hier im Schweizer Glashaus noch zu wenig wahr genommen. Diese Wahrnehmungsrealität in Form materieller Sicherheit wird sich wohl auch hier für immer mehr Menschen ändern. Von den meisten Menschen in der Schweiz unerkannt hat der Abbau der sozialen Sicherheit zugunsten der Finanzbürokraten auf unteren Stufen längst eingesetzt. Der abbauende Einfluss auf die soziale Sicherheit unter der nach immer mehr Profit strebenden Finanzbürokratie erkennt man am Abbau der Arbeitslosenkasse und bei der IV und Sozialamt, aber auch durch ein schwieriger werdendes Umfeld für Kleinunternehmen und den Löhnen für temporäre Arbeit. Die Weigerung der Politik die Insolvenzen der Finanzlobby anzuerkennen und Umschuldungen vorzunehmen, die erhöht die Gesammtschulden der westlichen Gesellschaft täglich um mehrere Milliarden -ein Teufelskreis. Die Erhöhung der so genannten Wettbewerbsfähigkeit und die Freihandelsabommen dient nur noch Wenigen, während die Mehrheit der Europäer und US-Amerikaner sich auf wegbrechende Renten etc. vorbereiten müssen, auf die Wiederkunft einer Volksarmut die man für überwunden hielt. Die Fixierung auf die Exportwirtschaft kommt daher, weil die Eliten hier am meisten abgarnieren können und am besten Steuern hinterziehen können.

      • Paul Eduard sagt:

        Stetiges Wachstum hat bis jetzt immer gut funktioniert und wird auch weiterhin gut funktionieren – auch ohne zusätzliche Rohstoffe. Viele der neuen Technologien brauchen nur wenig oder fast keine zusätzlichen Rohstoffe (z.B. Software oder elektronische Geräte). Die Zukunft wird sich vorallem über neue Technologien definieren, insbesondere solche, die rohstoff-neutral und nachhaltig sind. Europe inklusive der SChweiz wird aber nach Asien und den USA erst an dritter Stelle wirken und zukünftig noch weiter ins Hintertreffen geraten.

        • Marcel Senn sagt:

          @Paul Eduard: Aber gerade in elektronischen Geräten hat es all die seltenen Metalle – und wenn wir weiterhin alle 2 Monate neue Handymodelle etc. auf den Markt werfen, werden diese Metalle noch seltener und irgendwann fehlen sie dann einfach.
          Ihre Annahme was bisher funktioniert hat, wird auch in Zukunft (nicht zu vergessen bei mittlerweile 7 Mrd Menschen) weiterhin funktionieren — was heisst denn schon rohstoff-neutral (Software vielleicht und Recycling) und das es mit der Nachhaltigkeit auch ziemlich happert, haben wir ja neulich in Rio +20 gesehen.
          Ich kann Ihren Optimismus beim besten Willen nicht teilen

        • Linus Huber sagt:

          @ Paul

          Das ständige Wachstum, welches Sie hier als gut funktionierend darstellen, basierte leider in den letzten vielleicht 20 Jahren darauf, dass das Kreditvolumen im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung signifikant schneller zunahm. Wir leiden heute daran, dass die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit schrittweise nicht mehr in der Lage ist, dieses Kreditvolumen zu bedienen, womit wir am Punkt angekommen sind, an welchem die einzige wirksame Lösung darin besteht, Fehlinvestitionen schlussendlich abzuschreiben. Dies wird sämtliche Akteure insbesondere und vor allem die gemeine Bevölkerung in Bezug auf den vermeintlichen finanziellen Wohlstand negative treffen und dies ist wohl auch der Hauptgrund, warum Politiker mit allen Mitteln versuchen, diese unausweichliche Notwendigkeit von Abschreibungen zu verhindern. Je länger man jedoch dies verzögert (es wurde ja jetzt seit vielen Jahren durch die dauernden Eingriffe von Zentralbanken und Regierungen verhindert um eine seriöse Rezession abzuwenden), desto allumfassender wird das Problem und damit der schlussendliche Kollaps.

    • ich habe mich sehr eingehend mit der Materie befasst und 5 Jahre lang an einem Buch geschrieben, in dem es darum geht, die ganzen Theorien mit der beobachtbaren Realität abzugleichen und Lösungen zusammenzutragen.
      Nach all dem kann ich nur sagen: Entweder sind alle hochgradig unintelligent oder haben Interessenskonflikte oder sitzen zu sehr in ihren festgefahrenen Glaubensmustern fest.
      Nachdem ich auch im Rahmen meiner NLP-Ausbildung mit Psychologen gesprochen habe, gehe ich sehr stark von letzterem aus.

      Wir sollten gearnt sein, auch um 1930 hat man den Volkswirtschaftlern und Politikern vertraut und ist in den Abgrund gegangen.
      Wir müssen endlich anfangen, die Wissenschaft als System begreifen, das durch Akzeptanz von Glaubensmustern (siehe Analysen Thomas Kuhn) und heute auch Lobbyismus geprägt ist.

      Wer wirklic die Augen aufmacht, erkennt, dass es sehr viele Lösungen gibt.

      Z.B. Statt ESM könnte ma die Staatsfinanzen über den aktuellen EZB-Zinssatz von0,75% refinanzieren, dann würden die in De jährlich 65 Mrd. € Zinszahlungen auf 15 Mio. schrumpfen, damit hätten wir in den letzten 20 Jahren immer einen Haushaltsüberschuss erzielt und Neuverschuldung gäbe es nicht mehr. Dies ist nur eine der vielen Möglichkeiten.

      Lasst uns alle aufklären!

      Christoph

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